DE69209662T2 - Synchronisierungsvorrichtung für aerosol-dosierungsdruckbehälter - Google Patents
Synchronisierungsvorrichtung für aerosol-dosierungsdruckbehälterInfo
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Description
- Die Erfindung wird in transportablen, selbsttätigen Sprüheinrichtungen für pharmazeutische Anwendungen benutzt.
- Die Vorrichtung bezweckt das Verdampfen und Zerstäuben eines Wirkstoffes in das Atmungssystem des Anwenders.
- Im wesentlichen umfaßt die Vorrichtung ein Gehäuse mit einem Mund- oder Nasenadapter, eine Druckflasche, die den zu zerstäubenden Stoff enthält, eine Sprühdüse, die mit der Druckflasche verbunden ist, und die in den Mund- oder Nasenadapter übergeht.
- Um die Vorrichtung anzuwenden, muß der Benutzer, während er durch den Mund- oder Nasenadapter einatmet, simultan die Druckflasche bedienen, um die erforderliche Dosis des Stoffes in den Atmungstrakt zu versprühen.
- Die Wirksamkeit der Vorrichtung hängt damit in großem Maße von der Fähigkeit des Anwenders ab, den Sprüh- und den Atmungsvorgang exakt aufeinander abzustimmen.
- Umfassende Entwicklungen haben automatische und halbautomatische Vorrichtungen hervorgebracht, bei denen der Wirkstoff versprüht wird, wenn der Patient durch die Vorrichtung einatmet. Solche Vorrichtungen basieren meist auf komplizierten und sehr kostspieligen Verfahren, welche zuweilen ziemlich unzuverlässig sind.
- Das Dokument FR-A-1 463 014 offenbart ein Sprühinhalationsgerät zur Synchronisierung des Einatmens eines Anwenders mit dem Versprühen einer Dosis eines Wirkstoffes, welches eine Druckflasche umfaßt, die eine Schließeinrichtung steuert, und die in Kombination mit ventilartigen Elementen arbeitet.
- Das Dokument US-A-3 429 310 offenbart ebenfalls eine Sprühinhalationsvorrichtung, welche einen Sprühbehälter, der in einem zweiteiligen Gehäuse angeordnet ist, umfaßt.
- Keine der Vorrichtungen, welche in den obenerwähnten Dokumenten offenbart werden, schlägt eine Lösung vor, welche die obengenannten Nachteile bezüglich Kompliziertheit, hohem Aufwand und Unzuverlässigkeit beseitigt.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung vermeidet diese Nachteile und stellt eine einfache wirtschaftliche und zuverlässige Lösung des Synchronisationsproblems dar.
- Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das Einatmen des Anwenders verhindert oder sehr beschränkt, bis der Anwender die Operation zum Ausstoßen einer Dosis des Wirkstoffes ausführt. Deshalb steht dem Anwender mehr Zeit zur Verfügung, um die Druckflasche zu bedienen, nachdem er damit begonnen hat, zu versuchen, durch die Vorrichtung einzuatmen, ohne daß die Synchronisation beeinträchtigt wird.
- Deshalb besitzt die Vorrichtung, welche denselben grundsätzlichen Aufbau wie die bekannten Vorrichtungen aufweist, d. h., die aus einer Druckflasche und einem Mundstück besteht, zusätzlich eine Schließeinrichtung, welche als Ventil wirkt, und welche mit der Bewegung öffnet, die das Ausströmen einer Dosis des Stoffes aus der Druckflasche bewirkt.
- Dieses Ventil, welches geschlossen bleibt, wenn sich die Vorrichtung in Ruheposition befindet, verhindert oder beschränkt ein Einatmen des Anwenders durch die Vorrichtung, bis dieser das Druckstück aktiviert hat, welches dann die Öffnung des Ventiles auslöst, worauf eine Dosis des Wirkstoffes in Synchronisation mit der Einatmung des Anwenders ausgestoßen wird.
- Dies setzt voraus, daß der Anwender zuvor so tief wie möglich ausgeatmet hat, bevor er die Vorrichtung in den Mund nimmt und versucht, durch die Vorrichtung einzuatmen, bevor er die Druckflasche aktiviert.
- Es ist erkennbar, daß diese Vorrichtung unkomplizierter ist als die automatischen Vorrichtungen, und daß sie durch Anwendung von einfachen, zuverlässigen und preiswerten Verfahren dennoch eine gute Synchronisation gewährleistet.
- Andere Vorteile und Merkmale sollen durch die folgende Erläuterung spezieller Ausführungsbeispiele der Erfindung klarer zutage treten. Die Ausführungsbeispiele, die den Schutzumfang der Erfindung keinesfalls beschränken sollen, werden anhand folgender Zeichnungen erläutert:
- Figur 1 zeigt die Schnittansicht einer bevorzugten Form der Vorrichtung nach dem Stand der Technik in Ruheposition, wie sie sich entlang der Schnittlinle A-A in Figur 2 ergibt.
- Figur 2 zeigt die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung in einer Ansicht von unten, ohne Druckflasche.
- Figur 3 zeigt in einer Schnittansicht die erfindungsgemäße Vorrichtung, wie sie sich entlang der Schnittlinie A- A in Figur 4 ergibt, in Ruheposition.
- Figur 4 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Schnittansicht, wie sie sich entlang der Schnittlinie B-B in Figur 3 ergibt, ohne Druckflasche.
- Wie in den Figuren 1 und 2 erkennbar ist, besteht die Vorrichtung nach dem Stand der Technik aus einem Gehäuse 1 welches mit einem Mundstück 2 versehen ist, sowie einer Druckflasche 3, welche einen Auslaßkopf 4 aufweist, der sich in einen Ausströmkanal 5 des Gehäuses öffnet, und der den Wirkstoff ausläßt, wenn der Anwender auf das Gehäuse 1 der Druckflasche 3 drückt, wobei die Flasche in das Gehäuse gleitet.
- Erfindungsgemäß wird, wie in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist, die Druckflasche 3 in einem Schieber 15 untergebracht, welcher wasserdicht um den Körper 1 der Vorrichtung angeordnet ist. Das Ventil der Vorrichtung umfaßt Schlitze 16, 17 im Körper 1 und im Schieber 15. Diese Schlitze decken sich, wenn der Anwender die Druckflasche mit dem Schieber 15 aktiviert, und ermöglichen es dein Anwender, immer in Synchronisation mit dem Ausströmen einer Dosis des Wirkstoffes einzuatmen.
- Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß sie wasserdicht ist, wenn sich die Vorrichtung im Ruhezustand befindet und wenn die Kappe über dem Mundstück angeordnet ist (nicht dargestellt), wodurch die Vorrichtung gegen Verunreinigungen durch Staub und anderen Schmutz, welcher sich häufig in den Taschen von Kleidungsstücken befindet, in denen die Vorrichtung üblicherweise verwahrt wird, geschützt ist.
- Bei dieser Ausführungsform sollte beachtet werden, daß der Schieber 15 entfernt werden kann, so daß die Vorrichtung auch in bekannter Weise verwendet werden kann, und der Anwender die Synchronisation nur wahlweise anwenden braucht.
- In bestimmten Fällen ist es möglich, Druckflaschen zu verwenden, welche in ihren Maßen von den Originalflaschen abweichen, indem Distanzadapter verwendet werden, welche die Differenzen zu den Funktionsmaßen der Originalflaschen soweit wie möglich ausgleichen.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann ferner in allen Fällen eingesetzt werden, in denen Atmungstrakte durch radioaktive Elemente oder andere Schadstoffe verunreinigt sind.
Claims (3)
1. Sprühinhalationsvorrichtung zur Synchronisation der
Einatmung des Anwenders mit dem Versprühen einer Dosis
eines Wirkstoffes, umfassend ein Gehäuse (1), welches
mit einem Mund- oder Nasenadapter (2) versehen ist,
sowie eine Druckflasche (3), wobei der Wirkstoff aus der
Druckflasche (3) ausgestoßen wird, wenn der Anwender
die Flasche (3) in Richtung des Gehäuses (1) drückt,
wodurch die Druckflasche in das Gehäuse gleitet,
und die Druckflasche (3) eine Schließeinrichtung
steuert, die als Ventil (6, 7, 10, 11, 16, 17) wirkt,
welches das Einatmen verhindert oder beschränkt, bis
der Anwender die Bewegung ausfährt, welche eine Dosis
des Wirkstoffes ausstößt und simultan sowohl das
Einatmen als auch das freie Ausströmen des Wirkstoffes
ermöglicht,
dadurch gekennzeichnet, daß sich
die Druckflasche in einem Schieber (15) befindet,
welcher wasserdicht um das Gehäuse (1) angeordnet ist,
und daß das Ventil einen oder mehrere Schlitze umfaßt,
die sich im Gehäuse befinden, sowie einen oder mehrere
Schlitze, die sich im Schieber befinden, welche nur
dann miteinander in Übereinstimmung gebracht werden,
wenn die Druckflasche (3) durch den Schieber (15) in
Funktion gesetzt wird.
2. Sprühinhalationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß an Flaschen (3), welche
ursprünglich nicht für die Vorrichtung vorgesehen sind,
Distanzadapter angeordnet werden, um die Differenzen zu
den Funktionsmaßen des ursprünglich vorgesehenen
Körpers auszugleichen.
3. Sprühinhalationsvorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (15) als
Abdichtung für die Vorrichtung dient und die Vorrichtung
vor Verschmutzung schützt.
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