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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Unerwünschter
Haarausfall kann sowohl Männer
als auch Frauen in jedem Alter plagen. Er kann durch eine Reihe
verschiedener zugrunde liegender Ursachen, einschließlich Hormongleichgewichtsstörung, genetische
Veranlagung und Exposition toxischen Substanzen gegenüber verursacht
werden. Alopecia areata ist eine nichtnarbenbildende entzündliche
Haarausfallerkrankung, die Männer,
Frauen und sogar Kinder befallen kann. Faktoren, die das Einsetzen
von Alopezie auslösen,
und die Mechanismen ihrer Entwicklung sind noch nicht gründlich erforscht.
Sie ist klinisch durch das plötzliche
Auftreten eines runden oder ovalen Flecks von nichtnarbenbildendem
und schmerzlosem Haarausfall mit spontanen vorübergehenden Besserungen und
Verschlimmerungen gekennzeichnet (Weitzer, Am. Fam. Physician 41
(4): 1197–1201
(1990)). Das jährliche
Auftreten von Alopecia areata beträgt ungefähr 2 bei einer Bevölkerung
von 10000. Bei 5% bis 10% der Patienten, insbesondere Kindern, führt sie
zu einem totalen Verlust des Kopfhaars (Alopecia totalis). Obwohl
die Krankheit selbst nicht lebensbedrohend ist, ist die kosmetische
und psychologische Auswirkung sowohl auf die Patienten als auch
die Eltern ungeheuer stark. Die Patienten leiden gewöhnlich an
einer höher
als normalen Rate starker Depression und/oder anderen Angstneurosen
(Colon et al., Comprehensive Psychiatry 32 (3): 245–251 (1991);
Beard, J. Am. Acad. Dermatol. 14(4): 697–700 (1986)).
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RU 2004154 und
RU 2028802 offenbaren die Verwendung
von Zusammensetzungen, die pyrethroides Cypermethrin Typ II zum
Behandeln von Insektenbefall bei Schafen enthalten. Diese Dokumente
ofenbaren die Verwendung von Pyrethroiden zum Fördern des Haarwachstums nicht.
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FR 2659014 offenbart eine
Lotion für
die Behandlung von Haarausfall, die einen rohen Extrakt der Phyrethrumpflanze
zusammen mit anderen Komponenten pflanzlichen, mineralischen und
tierischen Ursprungs enthält.
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Naturstoffchemie
(Nuhn, 1990) offenbart, dass synthetische Pyrethroide chemische
beständiger
sind als die aktiven Substanzen in der Phyretrumpflanze, den natürlichen
Phyretra.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Allgemein
präsentiert
die Erfindung die Verwendung eines Typ II-Pyrethroids ausgewählt aus
der Gruppe umfassend Cypermethrin, Deltamethrin oder Fenvalerat
für die
Herstellung einer Zusammensetzung für die Förderung des Haarwachstums,
einschließlich
für die
Behandlung eines Menschen mit einer ungenügenden Menge Haar oder einer
ungenügenden
Haarwachstumsrate. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Pyrethroid
topisch verabreicht. Das Pyrethroid kann an die Kopfhaut, das Gesicht,
die Brust, die Beine und andere Körperbereiche verabreicht werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Pyrethroid in einer Zusammensetzung, z.B. einer pharmazeutisch
akzeptablen Zusammensetzung bereitgestellt. In einer bevorzugten
Ausführungsform
liegt der Gewichtsprozentsatz des Pyrethroids im Bereich von 0,005%
bis 5%; der Gewichtsprozentsatz des Pyrethroids liegt im Bereich
von 0,01% bis 2%. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Verbindung
zu irgendeinem Zeitpunkt im Haarzyklus, z.B. in der Anagen-(Wachstums-)Phase
des Haarwachstums, in der Telogen-(Ruhe-)Phase des Haarwachstums,
in der Catagenphase (der Zeitspanne zwischen der Telogenphase und
der Anagenphase) des Haarwuchs verabreicht.
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Ein
Patient, der einer das Haarwachstum fördernden Behandlung bedarf,
kann identifiziert werden; nach der Verabreichung einer Pyrethroidverbindung
kann die Wirkung der Verabreichung auf den Haarwuchs beurteilt werden;
die Behandlung kann mehr als eine Verabreichung, z.B. mindestens
zwei, drei oder vier Verabreichungen der Pyrethroidverbindung involvieren.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
kann der Patient männlich
oder weiblich sein, der an genetischer androgenetischer Alopezie
leidet; an einer Hormonstörung
leidet, die das Haarwachstum reduziert; eine Behandlung z.B. Bestrahlung
oder Chemotherapie oder ein Arzneimittel erhalten hat, das den Haarwuchs hemmt;
oder einen chirurgischen Eingriff, z.B, ein Hauttransplantat, erhalten
hat, bei dem Haarwuchs erforderlich ist.
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In
einer anderen Ausgestaltung präsentiert
die Erfindung die Verwendung einer Verbindung der Formel:
ist, wobei
jedes von R
a, R
b,
R
c und R
d unabhängig H,
Fluor, Chlor, Brom, Iod oder C
1–4-Alkyl
ist. Das Alkyl kann entweder eine gerade oder verzweigte Gruppe
sein. Einige Beispiele von Alkylgruppen sind Methyl, Ethyl, Propyl,
Isopropyl, Butyl, Isobutyl und tert.-Butyl. R
2 ist
CN oder C≡CH;
und
R
3 ist
wobei X O, S, NH oder CH
2 ist; und jedes von R' und R'' unabhängig H,
Fluor, Chlor, Brom, Iod oder C
1–4-Alkyl ist.
zur Herstellung einer Zusammensetzung zum Fördern des Haarwachstums. Die
Verbindung kann als Salz, z.B. als Hydrochloridsalz vorliegen. An
jedem aromatischen Ring kann sich mehr als ein Substituent, z.B.
mehr als ein R
d, R' oder R'' an
jedem Ring befinden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird die Verbindung topisch verabreicht. Die Verbindung kann an
die Kopfhaut, das Gesicht, die Brust, die Beine und andere Körperbereiche
verabreicht werden. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Verbindung
in einer Zusammensetzung, z.B. einer pharmazeutisch akzeptablen
Zusammensetzung bereitgestellt. In einer bevorzugten Ausführungsform
wird die Verbindung zu irgendeinem Zeitpunkt im Haarzyklus, z.B.
in der Anagen-(Wachstums-)Phase des Haarwachstums, in der Telogen-(Ruhe-)Phase
des Haarwachstums, in der Catagenphase (der Zeitspanne zwischen
der Telogenphase und der Anagenphase) des Haarwuchs verabreicht.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist R
2 CN. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist R
1 ist, wobei jedes von R
a, R
b und R
c unabhängig
H, Fluor, Chlor, Brom, Iod oder C
1–4-Alkyl
ist. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist jedes von R
a und R
b unabhängig Chlor
oder Brom; und R
c ist H. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist jedes von R
a und R
b unabhängig Chlor;
X ist O; und jedes von R' und
R'' ist unabhängig H.
In einer bevorzugten Ausführungsform
ist jedes von R
a und R
b unabhängig Brom;
X ist O; und jedes von R' und
R'' ist unabhängig H.
In einer bevorzugten Ausführungsform
ist R
1 wobei R
d H,
Fluor, Chlor, Brom, Iod oder C
1–4-Alkyl
ist. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist R
a Chlor; X ist O; und jedes von R' und R'' ist unabhängig H. In einer bevorzugten
Ausführungsform
ist X O; jedes von R' und R'' ist unabhängig H.
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Ein
Patient, der einer Haarwuchs fördernder
Behandlung bedarf, kann identifiziert werden; nach der Verabreichung
der Verbindung, kann die Auswirkung der Verabreichung auf den Haarwuchs
beurteilt werden; die Behandlung kann mehr als eine Verabreichung,
z.B. mindestens zwei, drei oder vier Verabreichungen der Verbindung
involvieren.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
kann der Patient männlich
oder weiblich sein, der an genetischer androgenetischer Alopezie
leidet; an einer Hormonstörung
leidet, die das Haarwachstum reduziert; eine Behandlung z.B. Bestrahlung
oder Chemotherapie oder ein Arzneimittel erhalten hat, das den Haarwuchs hemmt;
oder einen chirurgischen Eingriff, z.B. ein Hauttransplantat, erhalten
hat, bei dem Haarwuchs erforderlich ist.
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Eine
Zusammensetzung für
das Fördern
des Haarwachstums umfasst das Typ II-Pyrethroid Cypermethrin, Deltramethrin
oder Fenvalerat und einen pharmazeutisch akzeptablen Träger. In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Zusammensetzung steril. In einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Zusammensetzung einen Duftstoff In einer bevorzugten
Ausführungsform
liegt der Gewichtsprozentsatz des Pyrethroids in der Zusammensetzung
im Bereich von 0,005% bis 5%; der Gewichtsprozentsatz der Verbindung
in der Zusammensetzung liegt im Bereich von 0,01% bis 2%. In einer
bevorzugten Ausführungsform
wird die Verbindung zu irgendeinem Zeitpunkt im Haarzyklus, z.B.
in der Anagen-(Wachstums-)Phase des Haarwachstums, in der Telogen-(Ruhe-)Phase
des Haarwachstums, in der Catagenphase (der Zeitspanne zwischen
der Telogenphase und der Anagenphase) des Haarwuchs verabreicht.
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Ein
Kit für
das Fördern
des Haarwachstums umfasst eine Verbindung, die hier beschrieben
ist und eine Anweisung für
den Gebrauch der Verbindung zum Fördern von Haarwachstum.
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Ein
Behälter,
der eine hier beschriebene Verbindung enthält, weist eine oder mehrere
der folgenden Eigenschaften auf: er enthält weniger als 5,0, 1,0, 0,5
oder 0,1 g der hier beschriebenen Verbindung; er ist luftdicht;
er ist wasserdicht; oder zusätzlich
zu der hier beschriebenen Verbindung enthält er einen Duftstoff oder einen
anderen kosmetischen Bestandteil.
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Mit
Fördern
des Haarwachstums ist eine Erhöhung
der Gesamtmasse an Haar oder der Gesamtlänge des Haars in einem Einheitsbereich,
z.B. pro cm2, im Vergleich mit unbehandeltem
Gewebe gemeint. Es kann eines oder mehrere Folgender umfassen: eine
Erhöhung
der Länge
oder der Wachstumsrate eines Haarschafts, eine Erhöhung einer
Anzahl von Haaren oder eine Erhöhung
der Dicke eines Haars. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Wachstumsrate
erhöht.
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Es
sei denn, sie werden auf andere Weise definiert, so haben alle technischen
und wissenschaftlichen Begriffe, die hier verwendet werden, die
gleiche Bedeutung wie sie allgemein durch einen gewöhnlichen,
mit dem Stand der Technik, zu dem diese Erfindung gehört, vertrauten
Fachmann verstanden wird. Obwohl Methoden und Materialien, die den
hier beschriebenen ähnlich
oder äquivalent
sind, bei der praktischen Durchführung
oder dem Prüfen
der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind geeignete Methoden und
Materialien unten beschrieben. Außerdem sind die Materialien,
Methoden und Beispiele veranschaulicht.
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Andere
charakteristische Merkmale oder Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden aus der folgenden genauen Beschreibung mehrerer Ausführungsformen
und außerdem
aus den anhängenden
Ansprüchen offensichtlich.
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GENAUE BESCHREIBUNG
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Die
Erfindung betrifft die Verwendung spezifischer Typ II-Pyrethroidverbindungen,
d.h. Cypermethrin, Deltamethrin oder Fenvalerat für die Herstellung
einer Zusammensetzung für
die Förderung
des Haarwachstums. Typ I-Pyrethroidverbindungen (z.B. Permethrin)
unterscheiden sich von Typ II-Pyrethroidverbindungen (z.B.
Cypermethrin) dadurch, dass Verbindungen vom Typ II eine Cyanogruppe
am α-Kohlenstoffatom
des Phenoxybenrylanteils besitzen.
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Eine
andere Ausgestaltung dieser Erfindung präsentiert die Verwendung einer
Zusammensetzung mit einer Verbindung der Formel (I) als aktiven
Bestandteil für
die Herstellung einer Zusammensetzung für die Förderung des Haarwachstums.
ist, wobei
jedes von R
a, R
b,
R
c und R
d unabhängig H,
Fluor, Chlor, Brom, Iod oder C
1–4-Alkyl
ist; und R
3 ist, wobei X O, S, NH oder
CH
2 ist; und jedes von R' und R'' unabhängig H,
Fluor, Chlor, Brom, Iod oder C
1–4-Allcyl
ist. Die oben beschriebenen Verbindungen weisen einen geometrischen
und optischen Isomerismus auf. Beispielsweise kann der geometrische
Isomerismus aus der Konfiguration verschiedener Substituenten am Cyclopropylring
mit Bezug auf einander und den Ring entstehen. Der optische Isomerismus
kann aus verschiedenen Anordnungen der Substituenten am Kohlenstoffatom,
das an die α-Cyano- oder die α-Ethynylgruppe
angeknüpft
ist, herrühren.
Sowohl optisch aktive als auch racemische Mischungen von Pyrethroidverbindungen (oder
ihren Salzen) können
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendet werden.
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Die
oben beschriebenen Verbindungen können Verfahren gemäß, die im
Stand der Technik bekannt sind, z.B. durch Umesterung oder Wittig-Reaktion
synthetisiert werden. Eine genaue Beschreibung der Herstellung der
Pyrethroidverbindungen ist in der US-Patentschrift Nr. 4.024.163
zu finden.
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Eine
pharmazeutische Zusammensetzung, die eine hier beschriebene Verbindung
enthält,
kann für
die Förderung
des Haarwachstums verwendet werden. Die Zusammensetzungen können zum
Behandeln von Alopezie (einschließlich androgenetischer Alopezie,
z.B. Haarausfall vom männlichen
Typ und Alopecia areata) verwendet werden. Die Verwendung einer
derartigen Zusammensetzung für
die Herstellung eines Medikaments für die Förderung des Haarwachstums liegt
ebenfalls innerhalb des Umfangs dieser Erfindung.
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Das
Haarwachstum kann durch Verabreichen einem Patienten einer wirksamen
Menge einer hier beschriebenen Verbindung gefördert werden.
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Eine
wirksame Menge der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
wird als Menge der Zusammensetzung definiert, die auf die Verabreichung
einem Tier, das deren Bedarf, eine haarwachstumsfördernde
Wirkung an behandelten Tieren hervorruft. Die wirksame Menge, die
einem Tier verabreicht werden muss, basiert typischerweise auf einer
Reihe verschiedener Faktoren, einschließlich Alter, Geschlecht, Oberflächenbereich,
Gewicht und Gesundheitszustände
des Tiers. Der Körperoberflächenbereich
kann ungefähr
von der Höhe
und dem Gewicht des Patienten her bestimmt werden. Vergleiche z.B.
wissenschaftliche Tabellen, Geigy Pharmaceuticals, Ardley, New York,
1970, 537. Eine wirksame Menge einer hier beschriebenen Verbindung
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung,
d.h. Dosen, z.B. Tagesdosen, kann im Bereich von 0,01 mg/kg bis
25 mg/kg, 0,1 mg/kg bis 12,5 mg/kg liegen. Wirksame Dosen variieren
auch, wie von den mit dem Stand der Technik vertrauten Fachleuten
anerkannt ist, je nach dem Verabreichungsweg, der Verwendung von
Vehikel und der Möglichkeit
der gleichzeitigen Anwendung zusammen mit anderen Behandlungen,
wie der Verwendung anderer, das Haarwachstum fördernder Verbindungen.
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Die
pharmazeutische Zusammensetzung kann über irgendeinen parenteralen
Weg, einschließlich oral,
topisch, subkutan, intraperitoneal, intramuskulär, intranasal und intravenös verabreicht
werden. Die topische Verabreichung wird bevorzugt. Die wiederholte
Verabreichung der Zusammensetzung, z.B. die wiederholte topische
Verabreichung, kann angewendet werden. Mehr als ein Verabreichungsweg
können
gleichzeitig angewendet werden, z.B. die topische Verabreichung
in Verbindung mit der oralen Verabreichung. Beispiele parenteraler
Dosierformen umfassen wässrige
Lösungen
des aktiven Mittels in einer isotonen physiologischen Kochsalzlösung, 5%
Glucose oder einem anderen allgemein bekannten pharmazeutisch akzeptablen
Vehikel. Löslichmacher
wie Cyclodextrine oder andere Löslichmacher,
die den mit dem Stand der Technik Vertrauten allgemein bekannt sind,
können
als pharmazeutische Vehikel für
die Abgabe der das Haarwachstum fördernden Zusammensetzung verwendet
werden.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
auch zu Dosierformen für
andere Verabreichungswege formuliert werden, bei denen herkömmliche
Methoden verwendet werden. Eine pharmazeutische Zusammensetzung
kann beispielsweise in Dosierformen für die orale Verabreichung in
einer Kapsel, einer Tablette (einschließlich Rezepturen verzögerter Freisetzung
und nachhaltig wirkender Rezepturen) oder einem Gelversiegelungsmittel
formuliert werden. Kapseln können
irgendein pharmazeutisch akzeptables Standardmaterial wie Gelatine
oder Cellulosederivate umfassen. Tabletten können dem herkömmlichen
Verfahren gemäß durch
Komprimieren von Mischungen von Pyrethroidverbindungen und einem
festen Träger
und einem Gleitmittel formuliert werden. Beispiele fester Träger umfassen
Stärke
und Zuckerbentonit. Die das Haarwachstum fördernde Zusammensetzung kann
auch in einer Form einer Tablette oder Kapsel mit einer harten Schale,
die beispielsweise Lactose oder Mannit als Bindemittel und herkömmlichen
Füllstoff
und ein Tablettiermittel enthält,
verabreicht werden.
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Die
topische Verabreichung das Haarwachstum fördernder Zusammensetzungen,
die hier beschrieben sind, stellt einen attraktiven Verabreichungsweg
unter den vielen oben beschriebenen verschiedenen Wegen dar. Derartige
topische pharmazeutische Zusammensetzungen können in vielen Formen, z.B.
in Form einer Lösung,
Creme, Salbe, eines Gels, einer Lotion, Schampon oder Aerosolformulierung
vorliegen, die für
die Anwendung auf der Haut geeignet sind. Der Gewichtsprozentsatz
des aktiven Bestandteils in der Zusammensetzung, d.h. die Pyrethroidverbindung, kann
zum Fördern
des Haarwachstums im Bereich von 0,01% bis 5% (auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung bezogen) in Mischung mit einem pharmazeutisch
akzeptablen Träger
nützlich
sein. Eine umfangreiche Reihe verschiedener Trägermaterialien kann in der
das Haarwachstum fördernden
erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendet werden, wie Alkohole, Aloe Vera-Gel, Allantoin, Glycerin,
Vitamin A- und E-Öle,
Mineralöle
und Polyethylenglykole. Andere Zusatzmittel, z.B. Duftstoffe, oder
andere kosmetische Bestandteile, können in der Zusammensetzung
vorliegen.
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Die
folgenden spezifischen Beispiele, die die erfindungsgemäßen Haarwachstumszusammensetzungen
beschreiben und das biologische Prüfen derartiger Zusammensetzungen
sollen als veranschaulichend aufgefasst werden.
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BEISPIEL 1
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Das
folgende Beispiel wurde ausgeführt,
um zu bestimmen, ob Pyrethroidverbindungen eine Hautreizung (wie
durch die Ohrendicke bei Mäusen
angezeigt) hervorrufen. Hautreizungsmittel können zum Fördern des Haarwuchses beitragen.
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Vor
dem Versuch wurde die Ohrendicke von Mäusen (Stamm C3H, weibliche,
16 Wochen alte, n = 3/Gruppe) mit einem Dickenmessinstrument (Mitsutoyo
Corp.) gemessen. Nach dem Messen der Ohrendicke beider Ohren wurden
10 μl Ethanol
auf das linke Ohr und 10 μl
einer Pyrethroidlösung
(1% Pyrethroidverbindung in Ethanol) auf das rechte Ohr aufgebracht.
Die Ohrendicke wurde drei aufeinanderfolgende Tage lang nach der
Verabreichung gemessen. Die Ergebnisse bezüglich der linken und rechten
Ohrdicke sind in Tabelle 1 unten aufgeführt:
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Wie
in Tabelle 1 oben zu sehen ist, erhöhten die Pyrethroid enthaltenden
Zusammensetzungen, d.h. die Zusammensetzungen die Cypermethrin,
Deltamethrin, Fenvalerat oder Permethrin enthalten, die Ohrendicke
im Vergleich mit Ethanol nicht. Anders ausgedrückt führten alle vier geprüften Zusammensetzungen
in einer Konzentration von 1 % in Ethanol nicht zur primären Reizung.
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BEISPIEL 2
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Ein
anderer Ohrendickeversuch wurde durchgeführt. Die Ohrendicke von Mäusen (Sencar-Stamm, weibliche,
10 Wochen alte, n = 3/Gruppe) wurden mit einem Dickenmessgerät (Mitsutoyo
Corp.) gemessen. Nach dem Messen der Dicke beider Ohren zu Beginn
des Versuchs, wurden 20 μl
12-O-tetradecanoylphorbol-13-acetat
(TPA) in einer Konzentration von 10–4 M
in Aceton auf beide Ohren aufgebracht, gefolgt vom Aufbringen von
10 μl Ethanol
auf den linken Ohren und 10 μl
der vier in Beispiel 1 geprüften
Zusammensetzungen auf den rechten Ohren (in einer Konzentration
von 1 Pyrethroidverbindung in Ethanollösung). Die Ohrendicke wurde
wiederum über
drei aufeinanderfolgende Tage auf die Verabreichung der Zusammensetzungen
hin überwacht.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.
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Wie
in Beispiel 1 zu sehen war, führten
die geprüften
Zusammensetzungen zu keiner Hautreizung im Vergleich mit Ethanol.
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BEISPIEL 3
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Dieser
Versuch wurde durchgeführt,
um die Hautreizung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen an Haarwachstumsbereichen
der Testtiere, d.h. weiblichen (10 Wochen alten) Mäusen des
C3H-Stamms (n = 5/Gruppe) durchgeführt. Nach dem Abschneiden des
Haars auf der Rückenhaut
von Mäusen
mit einer elektrischen Haarschneidemaschine wurden 5 μl/cm2 von jeder der vier in den Beispielen 1
und 2 geprüften Zusammensetzungen
(in einer Konzentration von 1% in Ethanollösung) aufgebracht. Das Aufbringen
erfolgte einmal täglich
an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Die Hautreizung wurde durch
ununterstützte
visuelle Untersuchung am Ende des dritten Tags beurteilt. Das Reizungsniveau
wurde wie folgt eingestuft:
- - :
- keine Reizung
- ±:
- schwache Reizung
- +:
- klare Reizung
- ++:
- starke Reizung
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Die
Ergebnisse sind in Tabelle 3 aufgeführt.
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Auf
der Basis der Ergebnisse in Tabelle 3 führten die vier Zusammensetzungen,
d.h. die Zusammensetzungen, die Cypermethrin, Deltamethrin, Fenvalerat
und Permethrin enthalten, zu keiner Hautreizung (Röte) bei
drei aufeinanderfolgenden topischen Verabreichungen an der Mäusehaut
in einer Konzentration von 1 % in Ethanol.
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BEISPIEL 4
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Die
Fähigkeit
der topischen Verabreichung von Pyrethroidverbindungen, das Haarwachstum
zu fördern,
wurde in männlichen
Mäusen
des Stamms C3H (10 Wochen alt; n = 5/Gruppe) beurteilt. Das Haar
auf der Rückenhaut
der Mäuse
wurde sorgfältig
mit einem elektrischen Haarschneideapparat abgeschnitten. 5 μl/cm2 der fünf
in den obigen Beispielen geprüften
Zusammensetzungen wurden täglich
auf die Mäuse
aufgebracht. Das Niveau des Haarwachstums auf den behandelten Hautbereichen
wurde durch ununterstützte
visuelle Untersuchung zu den angegebenen Zeitpunkten beurteilt.
Cyclosporin A wurde als Kontrolle verwendet. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 4 gezeigt.
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Die
Ergebnisse zeigten, dass die Zusammensetzungen, die Cyclomethrin,
Deltamethrin und Fenvalerat enthielten, zum Fördern des Haarwachstums wirksam
waren. Es erfolgte das Wachstum von neuem Haar auf Bereichen der
Haut, wo die Zusammensetzungen aufgebracht wurden.
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BEISPIEL 5
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Der
in Beispiel 4 beschriebene Versuch wurde mit einer im Handel erhältlichen
das Haarwachstum fördemden
Verbindung (5% Minoxidil) als Kontrolle wiederholt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 5 gezeigt.
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- * Die Hautfarbe von 2 auf 5 Mäuse wurde aufgehellt; kein
Haarwachstum wurde in der angezeigten Zeitdauer beobachtet.
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Die
obigen Ergebnisse zeigten, dass die drei Zusammensetzungen, die
Cypermethrin, Deltamethrin und Fenvalerat enthalten, zum Fördern des
Haarwachstums in Konzentrationen von 0,1% und 1% in Ethanollösungen wirksam
waren. Das Wachstum von neuem Haar erfolgte auf Bereichen der Haut,
wo die Zusammensetzungen aufgebracht wurden. Außerdem war die Haarwachstumspotenz
dosisabhängig.
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ANDERE AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Aus
der obigen Beschreibung kann ein mit dem Stand der Technik vertrauter
Fachmann die wesentlichen charakteristischen Merkmale der vorliegenden
Erfindung feststellen und kann ohne vom Geiste und Umfang derselben
abzuweichen, verschiedene Änderungen
und Modifikationen an der Erfindung durchführen, um sie für verschiedene
Anwendungen und Bedingungen anzugleichen. Beispielsweise können die
das Haarwachstum fördernden
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
zwei oder mehr Pyrethroidverbindungen enthalten.