-
TECHNISCHES
GEBIET
-
Diese
Erfindung betrifft Pflanzengene, welche für die genetische Manipulierung
von Pflanzenmerkmalen brauchbar sind. Genauer gesagt, betrifft die
Erfindung die Identifizierung, Isolierung und Einführung von Diacylglycerinacyltransferase
(DGAT)-Genen, welche zum Beispiel zur Änderung des Samenöl-Gehalts,
des Verhältnisses
von Diacylglycerin/Triacylglycerin-Proportionen im Samenöl, der Fettsäuresynthese,
der Samenöl-Acylzusammensetzung,
der/dem Samengröße/Gewicht
und des Kohlenstoff-Flusses zu anderen Samenkomponenten in kommerziellen
oder Kulturpflanzen nützlich
sind.
-
TECHNISCHER
HINTERGRUND
-
Pflanzensamenöle sind
Hauptquellen von essenziellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren für menschliche
Nahrungsmittel und erneuerbare Einsatzmaterialien für die chemische
Industrie. Die Enzyme des Fettsäuresynthase-Komplexes
in den Plastiden von sich entwickelnden Samen sind verantwortlich
für die
Biosynthese von Fettsäuren,
welche in den cytosolischen Acyl-CoA-Pool kanalisiert werden, um die Triacylglycerin-Akkumulierung aufrecht
zu erhalten bzw. zu unterstützen.
Die Triacylglycerin(TAG)-Biosynthese ist im endoplasmatischen Retikulum
lokalisiert, mit Glycerin-3-Phospat
und Fettacyl-CoA's
als den primären
Substraten. Es gibt drei Acyltransferasen, die an der Pflanzen-Speicherlipid-Bioassemblierung
beteiligt sind, nämlich die
Glycerin-3-phoshat-Acyltransferase (GPAT, EC 2.3.1.15), die lyso-Phosphatidsäure-Acyltransferase (LPAT, EC
2.3.1.51) und die Diacylalycerinacyltransferase (DGAT, EC 2.3.1.20).
Diese drei Acyltransferasen katalysieren die schrittweise Acylierung
des Glycerin-Grundgerüsts, wobei
der letztendliche Schritt die Acylierung von sn-1,2-Diacylglycerin
(DAG) durch DGAT zur Bildung von TAGs ist, ein biochemischer Prozess,
welcher allgemein als der Kennedy-Weg bekannt ist (Stymne und Stobart,
1987).
-
Unter
den drei ER-basierenden Fettacyl-CoA-Acyltransferasen sind nur LPAT-Gen(e)
aus Pflanzen kloniert worden (Knutzon et al., 1995, Lassner et al.,
1995). Wie mehrere andere Enzyme, die an der Speicherlipid-Biosynthese
beteiligt sind, sind Acyltransferasen intrinsische ER-Proteine und
sind äußerst schwierig
zu reinigen. Die Forschung bezüglich
Pflanzen-DGAT ist in großem
Maße auf
Untersuchungen von Aktivitätsprofilen
durch Verwenden der partikulären
bzw. einzelnen Fraktionen beschränkt
gewesen, die durch Differenzialzentrifugation von aus Samen oder
Mikrosporen abgeleiteten Embryo-Homogenaten erzeugt wurden (Weselake
et al., 1993). Obwohl die partielle Reinigung von DGAT aus Cotyledonen
von keimenden Sojabohnensamen berichtet wurde (Kwanyuan und Wilson,
1986), fehlt eine ausführliche
molekulare Charakterisierung dieses Enzyms.
-
Es
wird Bezug genommen auf den R61u012-Datenbank-Eintrag Ac005917; Zugangsnummer AC005917;
4. November 1998; LIN X. ET AL: "Arabidopsis
thaliana chromosome II section 113 of 255 of the complete sequence". Dieser betrifft
eine Nukleotidsequenz-Hinterlegung,
welche erstmalig bei der NCBI GenBank am 3. November 1998 ohne jedwede
Identifizierung von vermeintlichen codierenden Sequenzen, die darin
enthalten sind, eingereicht wurde. In den hinterlegten Materialien
fand sich kein Bezug auf ein Diacylglycerin-O-Acyltransferase-Gen".
-
Es
wird ebenfalls Bezug genommen auf VESNA KATAVIC ET AL.: "Alteration of Seed
Fatty Acid Composition by an Ethyl Methanesulfonat-induced Mutation
in Arabidopisis thaliana Affecting Diacylglycerol Acyltransferase
Activity": PLANT
PHYSIOLOGY, Band 108, 1995, S. 399-409. Diese Bezugsstelle offonbart
eine als AS11 bezeichnete Arabidopsis-Mutante, welche eine reduzierte
Diacylglycerinacyltransferase-Aktivität aufweist. Die Bezugsstelle
offenbart keinerlei DNA-Sequenzen
und lehrt nur, dass Änderungen
in der DGAT-Aktivität zu Änderungen
im Fettsäuregehalt
führen
können.
-
Folglich,
obwohl der Kennedy-Weg bekannt ist und die Schritte in der Biosynthese
von TAGs in Pflanzen zeigt, gab es keinerlei Identifikation und
Verwendung eines genetischen Elementes, welches zuverlässig in
Pflanzen verwendet werden kann, um TAG-Synthese und -Zusammensetzung
in einer Weise zu modifizieren, die kommerziell genutzt werden kann.
-
OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
-
Ein
Ziel der Erfindung besteht darin, ein genetisches Element zu identifizieren,
zu isolieren und zu klonieren, welches verwendet werden kann, um
die natürliche
Bildung von Triacylglycerinen in Pflanzen zu modifizieren, um die
Ausbeute an kommerziellen Pflanzenölen zu erhöhen oder um ihre Zusammensetzung
zu modifizieren, um spezifische kommerzielle Verbesserungen von
Pflanzen und Pflanzenprodukten zu erreichen.
-
Ein
anderes Ziel der Erfindung besteht darin, Diacylglycerinacyltransferase
(DGAT)-Gen- und cDNA-Sequenzen
aus Arabidopsis zu identifizieren, zu isolieren und zu charakterisieren
und diese Sequenzen bei der genetischen Manipulation von Pflanzen
zu verwenden.
-
Ein
anderes Ziel der Erfindung besteht darin, einen Vektor, welcher
die Volllängen-DGAT-cDNA-Sequenz aus
Arabidopsis in einer Sinn- bzw. Sense-Orientierung unter der Regulation
eines samenspezifischen Promotors (z. B. Napin; siehe Josefsson
et al., 1987; Radke et al., 1988; Voelker et al., 1992) enthält, zum
erneuten Einbringen in Arabidopsis oder zum Einbringen in andere
Pflanzen bereitzustellen.
-
Ein
anderes Ziel der Erfindung besteht darin, einen Vektor, der ein
genomisches Fragment aus Arabidopsis enthält, welches aus dem Volllängen-DGAT-Gen
unter der Regulation seiner eigenen 5' stromaufwärts regulatorischen Sequenzen
besteht, zum erneuten Einbringen in Arabidopsis oder zum Einbringen
in andere Pflanzen bereitzustellen.
-
Ein
anderes Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Konstruieren
eines Vektors, welcher die Volllängen-DGAT-Sequenz
oder einen signifikanten Anteil der DGAT-Sequenz aus Arabidopsis,
in einer Antisense-Orientierung unter der Regulation entweder eines
konstitutiven oder eines samenspezifischen Promotors enthält, zum
erneuten Einbringen in Arabidopsis oder zum Einbringen in andere
Pflanzen bereitzustellen.
-
Ein
weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Modifizieren
von Arabidopsis und anderen Pflanzen bereitzustellen, um ihren Samenöl-Gehalt
zu verändern.
-
Ein
anderes Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Modifizieren
von Arabidopsis und anderen Pflanzen bereitzustellen, um die Acylzusammensetzung
ihres Samenöls
zu verändern.
-
Ein
anderes Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Modifizieren
von Arabidopsis und anderen Pflanzen bereitzustellen, um ihr(e)
durchschnittliche(s) Samengewicht oder -größe zu verändern.
-
Gemäß eines
Aspekts der vorliegenden Erfindung wird ein Vektor bereitgestellt,
der isolierte und gereinigte Desoxyribonukleinsäure (cDNA) von SEQ ID NO: 1
(pDGATcDNA; ATCC Nr. PTA-989) enthält, zur Einbringung der cDNA
in einer Sense-Orientierung in eine Pflanzenzelle.
-
Gemäß noch eines
anderen Ziels der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines
Vektors, enthaltend SEQ ID NO: 1 oder einen Teil davon, zum Einbringen
des Gens oder partiellen Gens in einer Antisense-Orientierung in
eine Pflanzenzelle bereit gestellt.
-
Gemäß noch eines
anderen Ziels der Erfindung werden Samen von Arabidopsis thaliana Ökotyp Columbia,
Mutante AS11 (ATCC Nr. PTA-1013) und die Charakterisierung von dessen
Lipid-Phänotyp
(Katavic et al., 1995; Zou et al. 1999) vorgesehen. Die AS11-Mutanten-Samenlinie besitzt
eine Insertionsmutation am TAG1-Locus
auf Chromosom 11 und erzeugt Pflanzen, welche eine verringerte DGAT-Aktivität (4)
und ein verringertes TAG/DAG-Verhältnis während der Samenentwicklung
(Tabelle 1) aufzeigen, was zu einer veränderten Samen-Fettacyl-Zusammensetzung
(2), reduziertem Ölgehalt (Tabelle 1) und erhöhtem Samenöl-Diacylglycerin-Gehalt während der
Entwicklung (3) und bei der Reife (niedrigeres
TAG/DAG-Verhältnis von
Tabelle 1) führt.
Die cDNA-Sequenz der AS11-DGAT ist in SEQ ID NO: 23 gezeigt, die
genomische DNA-Sequenz ist in SEQ ID NO: 24 gezeigt, und die translatierte
Proteinsequenz der AS11-DGAT ist in SEQ ID NO: 25 gezeigt.
-
Die
Erfindung betrifft des Weiteren transgene Pflanzen und Pflanzensamen,
aufweisend ein Genom, enthaltend eine eingebrachte DNA-Sequenz von
SEQ ID NO: 1, und ein Verfahren zur Herstellung derartiger Pflanzen
und Pflanzensamen.
-
Die
Erfindung betrifft des Weiteren SEQ ID NO: 1 oder einen Teil von
SEQ ID NO: 1, oder SEQ ID NO: 1, enthaltend eine 81 bp große Insertion
[SEQ ID NO: 23], oder SEQ ID NO: 3, enthaltend eine 147 bp große Insertion
[SEQ ID NO: 24], so dass die abgeleitete Aminosäuresequenz des codierten Proteins
die wiederholte Sequenz SHAGLFNLCVVVLIAVNSRLIIENLMK [SEQ ID NO: 25] enthält, worin der Abstand und die
Identität der
unterstrichenen Aminosäuren
identisch sind oder durch konservierte Substitutionen ersetzt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sequenz in Sense- oder Antisense-Orientierung eingebracht
worden ist, sowie ein Verfahren zur Herstellung solcher Pflanzen
und Pflanzensamen.
-
Allgemeiner
ausgedrückt,
betrifft die vorliegende Erfindung die Isolierung, Reinigung und
Charakterisierung eines Diacylglycerinacyltransferase (DGAT)-Gens
aus den Brassicaceae (spezifisch Arabidopsis thaliana) und zeigt
seine Nützlichkeit
bei der Regulierung der Fettsäuresynthese,
des Samenöl-Gehaltes,
der Diacylglycerin/Triacylglycerin-Verhältnisse und der Samengröße/-gewicht. Bis heute
sind keine konkreten Daten über
die Genstruktur von Pflanzen-DGATs oder ihre Nützlichkeit bei der Änderung
von Ölgehalt
oder -zusammensetzung durch genetische Manipulation verfügbar.
-
Bei
der Betrachtung von veränderten Öl-Gehalten
oder -Zusammensetzungen werden am besten Ergebnisse aus Durchschnittswerten
von statistisch signifikanten Anzahlen an Pflanzen oder Samen gemäß der Erfindung
verglichen mit Ergebnissen aus Durchschnittswerten von statistisch
signifikanten Anzahlen von nicht-transformierten
(Kontroll-)Pflanzen oder -Samen des gleichen Genotyps, die unter
identischen Bedingungen zur gleichen Zeit gezogen wurden. Dies berücksichtigt
die Variabilität
von individuellen Pflanzen des gleichen Genotyps, insbesondere,
wenn derartige Pflanzen unter verschiedenen Bedingungen gezogen
werden. Die tatsächliche
Anzahl von Pflanzen oder Samen, welche verwendet wird zur Bildung
des erforderlichen Durchschnittwerts, kann schwanken, sollte aber
ausreichend sein, um einen im Allgemeinen konstanten Durchschnittwert
bereitzustellen, wann immer eine derartige Anzahl gewählt wird.
Im Allgemeinen sollte die Anzahl mindestens 10 betragen, und ist
stärker
bevorzugt wenigstens 20, 30, 50 oder 100.
-
Das
DGAT-Gen wurde kloniert, charakterisiert und hinsichtlich der Echtheit
bestätigt
aus Arabidopsis, durch: (1) Selektion und Charakterisierung von
Pflanzen-ESTs, welche eine gewisse Homologie mit Säuger-Acyl-CoA: Cholesterinacyltransferasen
gemeinsam haben; (2) die funktionelle Expression einer Volllängen-cDNA
in Hefe; (3) die Charakterisierung und Isolierung des DGAT (TAG1)-Gens
aus der Arabidopsis-Mutante AS11, enthaltend eine Insertionsmutation
im DGAT-Gen, und eines Samenöl-Phänotyps,
welcher aus einem veränderten
DAG/TAG-Verhältnis
und einem veränderten Öl-Gehalt
und einer veränderten
Acylzusammensetzung besteht; (4) Komplementation der AS11-Mutante
durch Insertion der DGAT-cDNA-Sequenz
zur Wiederherstellung einer Wildtyp-Fettsäurezusammensetzung; (5) die Überexpression
der DGAT-cDNA in transgenen Wildtyp-A. thaliana-Pflanzen, welche
Samen mit einem erhöhten Ölgehalt,
erhöhtem
durchschnittlichen Samengewicht und veränderter Samenöl-Acylzusammensetzung
produzieren.
-
Die
A. thaliana-DGAT-Struktur ist signifikant homolog (über 40 %
identisch über
einen Bereich von mehr als 400 Aminosäuren) zu ihren Säuger-Gegenstücken, und
ist in hohem Maße
homolog zu nachfolgend berichteten vermeintlichen B. napes-DGATs
sowohl auf der Nukleotidebene (92 %) als auch der Ebene der abgeleiteten
Aminosäure
(90 %) (Nykiforuk et al., 1999; GenBank/EMBL Zugangs-Nr. AF155224;
AF164434).
-
Die
DGAT der vorliegenden Erfindung ist nützlich bei der Manipulierung
von DGAT-Aktivität
und der Tri acylglycerin-Bioassemblierung in Pflanzen. Durch Transformieren
von Pflanzen mit einem Konstrukt, welches das DGAT-Gen in einer
Sense-Orientierung unter der Regulation eines gewebespezifischen
Promotors (z. B. des samenspezifischen Promotors Napin) enthält, kann
zum Beispiel die Expression von DGAT und die Akkumulierung von Samenöl gesteigert
oder die Acylzusammensetzung des Samenöls verändert werden. Noch ein anderes
Beispiel würde
darin bestehen, die DGAT-cDNA unter der Regulation eines konstitutiven Promotors
(z. B. 35S (Datia et al., 1993)) zu exprimieren, um den TAG-Gehalt
von vegetativen Geweben (Blättern,
Wurzeln, Stängeln)
zu erhöhen.
Dies kann besondere Vorteile zur Veränderung des Stärke/Öl-Verhältnisses
in Hackfrüchten
bzw. Wurzelgemüse
besitzen.
-
Alternativ
dazu kann die DGAT-Expression in einem gewissen Ausmaß durch
Antisense- oder Co-Suppression
(Transwitch)-Phänomene
zum Ruhen gebracht werden (De Lange et al., 1995; Mol et al., 1990;
Jorgensen und Napoli, 1994; Kinney, 1995; Vaucheret et al., 1998;
Taylor, 1998). Zum Beispiel kann das Silencing bzw. Ruhigstellen
von DGAT in einer samenspezifischen Weise zu einer Verringerung
der TAG-Akkumulierung führen. Dies
könnte
Anwendungen bei der Verringerung des Ölgehalts in Saatgut-Gerste
haben, um die Stabilität
während
der Lagerung zu erhöhen.
Als ein zweites Beispiel kann ein samenspezifisches Silencing zu einer
relativ hohen Akkumulierung von DAG oder zu einer Erhöhung im
DAG/TAG-Verhältnis
im sich entwickelnden oder reifen Samen führen. Als noch ein anderes
Beispiel kann die Expression des mutierten DGAT-Gens, welche zu
einer 27-Aminosäure-Wiederholungseinheit
(bzw. Repeat)-Insertion im Mutanten-DGAT-Protein führt (siehe 5a), verwendet werden, um das DAG/TAG-Verhältnis in
sich entwickelnden und reifen Samen zu ändern. Solche Manipulationen
können
zu essbaren Samenölen
führen,
welche auf natürliche
Weise in der Pflanze produziert werden, enthaltend gesteigerte rela tive
Gehalte von DAG/reduzierte Gehalte von TAG (siehe 3;
Tabelle 1), um als vollständig
natürliche
Emulgatoren in der Nahrungsmittel- und Süßwaren-Industrie zu wirken oder um das Nährstoff/Gesundheits-Profil von Pflanzenölen als
funktionelle Lebensmittel (z. B. als Öle zum Kochen, Öle zum Pfannenrühren, in
Salat-Soßen,
Margarinen etc.) durch Inhibieren von Neutralfettablagerung in Menschen
zu verbessern. Verarbeitete Öle,
hergestellt aus Canola und Sojabohne, welche erhöhte Anteile an Diacylglycerin
enthalten, sind von der Kao Corporation of Japan (z. B. Econa Cooking
Oil; Kao Corporation KI, 1-14-10 Nihonbashi-Kayabacho, Chuoku, Tokyo
103, Japan; e-Mail: 210064@kastanetkao.co.jp) als ein Produkt zitiert
worden, welches den Anstieg von Blut-Neutralfett nach einer Mahlzeit
und das Ansetzen von Fett am Körper
erschwert, wodurch Personen geholfen wird, die übergewichtig sind oder die
unter hohen Neutralfettspiegeln leiden. Als ein drittes Beispiel
wird das Silencing oder Reduzieren der Aktivität von DGAT in einer samenspezifischen
Weise (wie beobachtet in der Mutante AS11; z. B. durch Überexprimieren
von SEQ ID NO: 23 oder Silencing der Expression von SEQ ID NO: 1,
und Kombinieren dieses Merkmals mit der Fähigkeit, Polyhydroxyalkanoate
(PHAs; z. B. Polyhydroxybutyrat) in Samen zu produzieren (Poirier
et al., 1992; 1995)) einen erhöhten
Fluss von nicht-veresterten Fettsäuren in Richtung zur β-Oxidation
gestatten (Poirier et al., 1999). Durch Recycling oder Umleitung
der nicht-veresterten
Fettsäuren
zur β-Oxidation
werden die resultierenden Acetyl-CoA-Reste zu einer signifikanten
Erhöhung
hinsichtlich Polyhydroxyalkanoaten (PHAs) oder einer Änderung
in der PHA-Zusammensetzung (Poirier et al., 1999) führen. Transgene
Pflanzen, welche PHAs in Samen produzieren, besitzen das Potenzial
zur Nützlichkeit
als bioabbaubare Thermoplaste. Allerdings sind bis heute die hergestellten
Gehalte an PHAs relativ niedrig gewesen (Poirier et al., 1992; 1995).
Die Nutzbarkeit des transgenen Verringerns der DGAT-Aktivität zur signifikanten
Steigerung (z. B. 10-fache Erhöhung)
der PHA-Produktion in PHA-produzierenden Samen ist nun, aufgrund
der vorliegenden DGAT-Erfindung, möglich.
-
Einige
der Manipulationen und lieferbaren Formen, welche unter Verwendung
des DGAT-Gens oder eines Teils davon möglich sind, schließen, ohne
jedoch darauf eingeschränkt
zu sein, die folgenden ein: Samen mit erhöhtem oder verringertem Ölgehalt;
Samen, welche Öle
mit einem erhöhten
Diacylglycerin-Gehalt enthalten, Samenöle mit einer veränderten
Acylzusammensetzung; Pflanzen, welche größere oder schwerere Samen herstellen;
Pflanzen, welche eine gesteigerte oder veränderte Kapazität zum Akkumulieren
von Speicherverbindungen in anderen Speicherorganen (z. B. Knollen,
Wurzeln) aufweisen.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
Die 1 ist
ein Diagramm, welches den Kennedy-Weg für die Bioassemblierung von
Triacylglycerinen in Pflanzen veranschaulicht, und zeigt die kritische
Rolle, welche DGAT als letzter Schritt des Kennedy-Wegs spielt.
-
Die 2 ist
eine Grafik, welche den Vergleich der Fettsäurezusammensetzung von Samenöl aus Wildtyp
(WT)- und DGAT-Mutanten-AS11-Linien
von Arabidopsis thaliana zeigt. Die Anteile von Fettsäuren sind
als Mol-% der Gesamt-Fettsäurezusammensetzung
des Samenöls
aus jeder Linie aufgeführt.
Fehlerbalken sind ± Standardabweichung
(n = 10 Pflanzen von jeder als Probe herangezogenen Linie, mit 50
Samen pro Probe pro Analyse).
-
Die 3 ist
eine Grafik, weiche einen Vergleich des DAG-Gehaltes in sich entwickelnden
Samen von Wildtyp (WT)- und DGAT-Mutanten-AS11-Linien von Arabidopsis
thaliana zeigt. Genauer gesagt, ist sie ein Vergleich des Fettsäuregehalts
des DAG-Pools in grünen,
sich entwickelnden Wildtyp-Samen, verglichen mit demjenigen der
AS11-Mutante.
-
Die 4 ist
eine Grafik, welche einen Vergleich der DGAT-Aktivität (pMol/min/mg
Protein) in sich entwickelnden Samen bei den milchigen, frühen grünen, mittel-grünen und
braun-grünen
Stadien der Embryo-Entwicklung
in Wildtyp (WT)- und DGAT-Mutanten-AS11-Linien von Arabidopsis thaliana zeigt.
Sich entwickelnde Samen bei jedem Stadium wurden selektiert, und
DGAT-Enzym-Analysen
wurden durchgeführt,
wie früher
von Katavic et al. (1995) beschrieben.
-
Die
5(a) zeigt die Aminosäuresequenz-Alignierung der
Arabidopsis-DGAT (AtTAG1) [SEQ ID NO: 2] mit Säuger-DGATs (Maus und, mutmaßlich, Mensch):
MDGAT, Maus-DGAT
[SEQ ID NO: 4]; GenBank/EMBL-Zugangs-Nr. AF078752 (Cases et al.,
1998)]; HARGP1, humanes ARGP1-Protein [SEQ ID NO: 5]; GenBank/EMBL-Zugangs-Nr.
AF059202; Oelkers et al., 1998]. Punkte stehen für Lücken. Identische Aminosäurereste
sind in Schwarz hervorgehoben. Konservierte Reste sind schattiert.
Die 27-Aminosäure-Wiederholungseinheit,
welche in der Arabidopsis thaliana-Mutante AS11 gefunden und durch
die Insertionsmutation (81 bp) erzeugt wurde, zu finden in der SEQ
ID NO: 23 (SHAGLFNLCVVVLIAVNSRLIIENLMK), ist folgendermaßen überstrichen:
-------------. Die mutmaßliche
Diacylglycerin-Bindungsstelle ist folgendermaßen überstrichen
.
Die SnRK1-Targeting-Stelle ist folgendermaßen überstrichen:
mit
einem Asterisken (*) über
dem Serin(S)-Rest als der angezielten Phosphorylierungsstelle.
-
Die 5(b) zeigt den Kyte-Doolittle-Hydropathie-Plot des DGAT-Proteins.
-
Die 6(a) zeigt die Ergebnisse einer Northern-Analyse von TAG1-Genexpression
in Arabidopsis thaliana.
-
Gesamt-RNA
wurde aus Wurzeln (RT), Blättern
(LF), Blüten
(FL), jungen Keimlingen (YS), sich entwickelnden Schoten (SL) und
keimenden Samen (GS) extrahiert.
-
Die 6(b) zeigt die Ergebnisse von Southern-Blot-Analysen des TAG1-Gens
in Arabidopsis thaliana. Genomische DNA wurde mit den Restriktionsenzymen
BglII (Spur 1), EcoRI (Spur 2) und HindIII (Spur 3) verdaut. Die
TAG1-DNA-Sonde wurde durch statistisches Primen mit 32P
markiert.
-
Die 7(a) ist eine diagrammartige Wiedergabe der TAG1-Genstruktur.
Die Rahmen bzw. Kästchen zeigen
die 16 Exons (ausgefüllte
Rahmen für
codierende Regionen, offene Rahmen für untranslatierte Regionen),
und die Linien repräsentieren
die 15 Introns. A, B und C bezeichnen die Positionen der Primer,
weiche für
PCR-Amplifikationen
der Segmente aus Wildtyp (WT) und AS11 verwendet wurden. Die spezifischen
Primer A, B und C werden in 'Experimentelle
Vorgehensweisen: Primerstrategie' (was
später
in dieser Beschreibung zu finden ist) beschrieben.
-
7(b) zeigt die Gel-Trennung der PCR-Produkte,
welche aus Wildtyp(WT) und AS11 amplifiziert wurden. Spur 1, PCR-Produkt
mit Primern A und B unter Verwendung von genomischer WT-DNA als
Matrize. Spur 2, PCR-Produkt mit den Primern A und B unter Verwendung
von genomischer AS11-DNA als Matrize. Spur 3, PCR-Produkt mit den
Primern C und B unter Verwendung genomischer WT-DNA als Matrize.
Spur 4, PCR-Produkt mit den Primern C und 8 unter Verwendung von
genomischer AS11-DNA als Matrize. Spur 5, RT-PCR mit den Primern
A und B unter Verwendung von RNA, welche aus WT-Keimling-RNA hergestellt
wurde. Spur 6, RT-PCR mit den Primern A und B unter Verwendung von
RNA, welche aus AS11-Keimling-RNA hergestellt wurde.
-
Die 8 ist
eine Grafik, welche mikrosomale DGAT- Aktivität im Hefe-Stamm YMN5 zeigt,
welcher mit leerem Plasmid (pYES Con) und mit der A.thaliana-DGAT-cDNA
(pYES:DGAT) transformiert wurde. Dies veranschaulicht die Expression
der TAG1-cDNA in Hefe. Wirtskulturen des Stamms YMN5 wurden mit pYES2-Plasmid
allein (pYES2; ohne TAG1-Insert) oder mit pYES2, enthaltend das
TAG1-cDNA-Insert (pYES2:TAG1)
transformiert. Im Anschluss an die Induktion in Gegenwart von Galactose
wurden Transformanten lysiert und hinsichtlich DGAT-Aktivität geassayt,
wie beschrieben in den 'Experimentellen
Vorgehensweisen'.
Die Ergebnisse von zwei getrennten DGAT-Aktivitätsexperimenten sind gezeigt.
-
Die 9 ist
eine Karte des Plasmids pSE129A, welches als ein Vektor verwendet
werden kann. Der Vektor enthält
die folgenden hauptsächlichen
Merkmalen zur Pflanzentransformation in der vorliegenden Erfindung:
den samenspezifischen Napin-Promotor und NOS-Terminator, zwischen welchen eine Mehrfachklonierungsstelle
liegt.
-
Die 10 ist
eine Grafik, welche die Komplementation der AS11-DGAT-Mutation mit
der Wildtyp-cDNA zeigt. Die Transformation der Arabidopsis thaliana-Mutantenlinie AS11
mit der DGAT-cDNA [SEQ ID NO: 1] unter der Regulation eines Napin-Promotors
führt zu
einer Wiederherstellung der Wildtyp (WT)-Fettsäurezusammensetzung im Samenöl der Transformantenlinien
3-4, 9-1, 14-2 und 9-4. Die Fettsäurezusammensetzung (Gew.-%) wurde an dem Samenöl bestimmt,
welches aus 100-Samen-Proben
aus nicht-transformierten A. thaliana-Kontrollen (WT), Mutanten-Linie AS11
und T2-Samen von transgenen Napin:DGAT-Linien
extrahiert worden war.
-
Die 11 ist
eine Grafik, welche den Samenöl-Gehalt
von nicht-transformierter WT-Kontrolle und pRD400-Kontrolle (leeres
Plasmid) und transgenen Napin:DGAT-T2-Arabidopsis thaliana-Samenlinien
zeigt. Genauer gesagt, zeigt die Grafik die Transformation von Wildtyp
(WT)- Arabidopsis
thaliana mit der DGAT-cDNA [SEQ ID NO: 1] unter der Regulation eines
Napin-Promotors, was zu einem höheren
Samenöl-Gehalt
in den DGAT-transgenen Linien führt.
Der Ölgehalt
wird als μg
Gesamt-Fettsäuren
(FAs) pro 100 Samen aus nicht-transformierten A. thaliana-Kontrollen
(WT Con) und T2-Samen von transgenischen
pRD400-Kontroll-(leeres Plasmid) sowie Napin:DGAT-transgenischen
Linien 1', 2', 9, 10 und 11 ausgedrückt. Standardabweichungs-Balken
für die
Kontroll-Linien sind angegeben; n = 10.
-
Die 12 ist
eine Grafik, welche das durchschnittliche 100-Samen-Gewicht von
nicht-transformierten WT-Kontroll-
und pRD400-Kontroll (leeres Plasmid)- und Napin:DGAT-T2-transgenen
Arabidopsis thaliana-Samenlinien zeigt. Genauer gesagt, zeigt die
Grafik, dass die Überexpression
der DGAT-cDNA unter der Regulation eines Napin-Promotors, in Wildtyp(WT)-Arabidopsis
thaliana, zu einem höheren
durchschnittlichen Samengewicht führt. Das durchschnittliche
Gewicht von 100-Samen-Proben aus nicht-transformierten A. thaliana-Kontroll-(WT
Con) und T2-Samen von transgenen pRD400-Kontroll-(leeres
Plasmid) und transgenen Napin:DGAT-Linien 1', 2',
9, 10 und 11 wird als mg Trockengewicht (DW) aufgeführt.
-
Die 13 ist
eine Grafik, welche die positive Korrelation zwischen dem Ölgehalt
(ausgedrückt
als μg Gesamtfettsäuren (FAs)
je 100 Samen) und dem durchschnittlichen Samengewicht (ausgedrückt als
Durchschnitt mg DW pro 100-Samen-Proben) aus nicht-transformierten A,
thaliana-Kontrollen (WT Con ♦)
und T2-Samen von transgenen pRD400-Kontroll- (leeres Plasmid) ((
) und transgenen Napin:DGAT-Linien 1', 2',
9, 10 und 11 (∎) zeigt, was als mg Trockergewicht (DW)
aufgeführt
wird.
-
BESTE WEGE
ZUR AUSFÜHRUNG
DER ERFINDUNG
-
Die 1 ist
ein Diagramm, welches den Kenne dy-Weg für die Biosynthese von TAGs
in Pflanzen veranschaulicht. Von den verschiedenen veranschaulichten
Enzymen ist DGAT das einzige Enzym im Kennedy-Weg, welches ausschließlich auf
TAG-Biosynthese festgelegt ist, und seine Schlüsselrolle ist aus dem Schema
von 1 offensichtlich. sn-1,2-DAG, welches als Ergebnis
entweder der katalytischen Wirkung von PA-Phosphatase (EC 3.1.3.4)
oder CPTase (EC 2.7.8.2) erzeugt wird, kann in der Biosynthese von
TAG verwendet werden.
-
Aus
diesem Grund entschieden sich die Anmelder der vorliegenden Erfindung
dazu, DGAT zu untersuchen, um heraus zu finden, ob das entsprechende
Gen in Pflanzen sequenziert und kloniert und verwendet werden könnte, um
den Samenöl-Gehalt
und die Fettsäurezusammensetzung
von Pflanzen in einer Weise zu modifizieren, welche kommerziell
nützlich
sein könnte.
-
Die
Acyl-CoA-abhängige
Acylierung von sn-1,2-DAG wird durch DGAT katalysiert (Stymne und
Stobart, 1987). In sich entwickelnden und keimenden Samen von Ölsamenpflanzen
wurde gezeigt, dass TAG-Akkumulierung und DGAT-Aktivität mit dem
endoplasmatischen Retikulum (ER; Hochgeschwindigkeit-Mikrosomal-Fraktion)
assoziiert sind (Stobart et al., 1986; Cao und Huang, 1986; Stymne
und Stobart, 1987; Frentzen, 1993, Settlage et al., 1995; Lacey
und Hills, 1996). Die biochemischen Eigenschaften von mikrosomaler
DGAT sind in einer Anzahl von Pflanzensystemen (Frentzen, 1993),
einschließlich
sich entwickelnden Samen (Bernerth und Frentzen, 1990; Vogel und
Browse, 1996; Cao und Huang, 1987) und Embryokulturen (Taylor et
al., 1991; Weselake et al., 1991; Taylor et al., 1992; Little et
al., 1994) von B. napes L. untersucht worden. Im Allgemeinen zeigen
Untersuchungen mit sich entwickelnden Samen, dass DGAT-Aktivität während der
aktiven Phase der Öl-Akkumulierung
rasch ansteigt und dann merklich absinkt, wenn der Samen-Lipid-Gehalt ein Plateau
erreicht (Tzen et al., 1993; Weselake et al., 1993).
-
Eine
Anzahl von Untersuchungen mit sowohl Säuger-(Mayorek et al., 1989;
Tijburg et al., 1989) als auch Pflanzen-(Ichihara et al., 1988;
Perry und Harwood, 1993 a und 1993 b; Settlage et al., 1995) Systemen hat
nahe gelegt, dass DGAT eine Geschwindigkeitslimitierende Reaktion
in der TAG-Bioassemblierung katalysieren kann. Allerdings ist diese
Hypothese nicht streng getestet worden, und ist bis heute nicht
auf die Praxis reduziert worden durch transgene Expression von irgendeinem
DGAT-Gen in Pflanzen- oder Tier-Systemen. Sich entwickelnde Samen
von B. napus L., cv bzw. Kultivar Shiralee, produzieren gezeigtermaßen signifikante Gehalte
an DAG während
der aktiven Phase der Ölakkumulierung,
was nahe legt, dass eine DGAT-katalysierte Reaktion den Fluss von
Kohlenstoff zu TAG regulieren kann (Perry und Harwood, 1993 a und
1993 b). Darüber hinaus
ist von einer Ethylmethansulfonat-induzierten (EMS-induzierten) Mutante
von A. thaliana, bezeichnet als AS11, gezeigt worden, eine reduzierte
DGAT-Aktivität
zu besitzen, was sowohl mit einem erhöhten DAG-Pool als auch verringerter
Akkumulierung von TAG korrelierte (Katavic et al., 1995). Angesichts
ihrer möglichen
Geschwindigkeits-limitierenden Rolle in der TAG-Bioassemblierung haben die Anmelder
der vorliegenden Erfindung DGAT als ein potenzielles Ziel in der
genetischen Modifikation der Pflanzen-Lipidbiosynthese identifiziert.
-
Früher wurde
von der partiellen Charakterisierung einer EMS-induzierten Arabidopsis
thaliana-Mutante,
AS11, mit veränderter
Fettsäurezusammensetzung
berichtet (Katavic et al., 1995). Im Vergleich zu Wildtyp-Pflanzensamen,
besitzen AS11-Samen verringerte Anteile der sehr langkettigen Fettsäure Eicosensäure (20:1)
und reduzierte Gehalte an Ölsäure (18:1)
und akkumulieren α-Linolensäure (18:3)
als die hauptsächliche
Fettsäure
in Triacylglycerinen (
2). Die AS11-Mutante besitzt ein konsistent niedrigeres
Verhältnis von TAG/DAG
in sich entwickelnden Samen, und sie akkumuliert eine erhöhte Menge
an Samen-DAG (
3), das Substrat der Diacylglycerinacyltransferase.
Durch eine Reihe von biochemischen Analysen wurde es gezeigt, dass
AS11 verringerte Diacylglycerinacyltransferase-Aktivitäten während der gesamten Samenentwicklung aufwies
(
4). AS11 hatte des Weiteren einen (um 25-30 %) reduzierten Ölgehalt-Phänotyp, was
einen gewissen Beweis lieferte, dass DGAT den Fluss zur TAG-Biosynthese steuern
kann, wie in der nachstehenden Tabelle 1 gezeigt ist. Der AS11 hatte
keinen faltigen Samen-Phänotyp,
wie beschrieben in anderen Mutanten mit wenig Samenöl (Focks
und Benning, 1998). Tabelle
1 Vergleich
von AS11-[Katavic et al. (1995)] und Wildtyp-A.thaliana-Samen bezüglich Lipidprofilen
bei der mittleren Entwicklung und der relativen TAG-, DAG- und Sterinester-Gehalte
in AS11- und WT-Samen bei der Reife.
- a Die Embryonen
wurden eingestuft und die Lipide gemessen, wie beschrieben in Katavic
et al. (1995);
- b Relativer TAG-Gehalt von 200-Samen-Proben
von AS 11 und WT, wurden gemessen mittels MASSEN-1 H-NMR gemäß des Verfahrens
von Rutar (1989). Die Integrations antwort für Resonanzen, welche flüssigkeitsähnlichem Öl zuzuschreiben
waren, wurden summiert, und der Wert für AS11-Samen wird relativ zu
der Antwort für
die WT-Kontrolle-Samenprobe
berichtet (wobei der letztere auf einen Wert von 1,00 gesetzt wird);
- c TAG-Gehalt (nMol/mg DW), gemessen
durch Transmethylierung einer TLC-gereinigten TAG-Fraktion, gefolgt von
GC-Analyse von Fettsäuremethylestern;
- d Ein Gesamtlipidextrakt wurde hergestellt,
wie beschrieben von Taylor et al., (1991; 1992), und Sterinester wurden
isoliert und charakterisiert, wie beschrieben in den Experimentellen
Vorgehensweisen.
-
Eine
genetische Analyse zeigte, dass der Fettsäure-Phänotyp durch eine semidominante
Mutation in einem nukleären
Gen, das als TAG1 bezeichnet wird, verursacht wird. Die Mutation
wurde auf das Chromosom II kartiert, und von ihr wurde geschätzt, in
der Region zu liegen, welche ungefähr 17,5 ± 3 cM von dem sti-Locus und
8 ± 2
cM von dem cp2-Locus entfernt ist.
-
Weil
ein DGAT-Gen bislang nicht aus irgendeiner Pflanze kloniert worden
ist, war es bis heute nicht möglich
gewesen, die Möglichkeit
von genetischen Modifikationen zur Veränderung des Kohlenstoff-Flusses, zur
Erhöhung
der Fettsäuresynthese,
des Ölgehalts,
der Öl-Acylzusammensetzung
oder der Samengröße durch
Modulieren von Pflanzen-DGAT-Aktivität zu prüfen.
-
Allerdings
gibt es viele Beispiele von erfolgreichen Modifikationen am Pflanzenmetabolismus,
welche durch gentechnischen Eingriff zum Übertragen neuer Gene oder zum
Verändern
der Expression bestehender Gene, in Pflanzen, erzielt worden sind.
Es ist nun routinemäßig möglich, Gene
in viele Pflanzenarten von landwirtschaftlicher Bedeutung einzubringen, μm die Ernteleistung
zu verbessern (z. B. Samenöl-
oder Knollenstärke-Gehalt/Zusammensetzung;
Speisenverbesserung; Herbizid-, Krankheits- oder Insektenresistenz;
Schwermetall-Toleranz etc.) (MacKenzie und Jain, 1997; Budziszewski
et al., 1996; Somerville, 1993; Kishore und Somerville, 1993).
-
Zum
Beispiel sind Erhöhungen
in den Anteilen von einigen strategischen Fettsäuren und in den Mengen von
Samenöl
erzielt worden durch die Einbringung verschiedener Fettsäure-Biosynthese-
und Acyltransferase-Gene in Ölsamen-Kulturpflanzen.
Diese schließen
die folgenden Demonstrationen ein: Expression eines Antisense-Konstruktes zur Stearoyl-ACP Δ9-Desaturase
in Brassicaceae führte
zu einer Erhöhung
im Stearinsäuregehalt
(Knutzon et al., 1992). Die Expression einer Mittelkettigen-Fettacyl-ACP-Thioesterase
aus California Bay, in Brassicaceae, erhöhte gezeigtermaßen den
Laurinsäure(12:0)-Gehalt
(Voelker et al., 1992; 1996). Die Expression einer Jojoba-β-Keto-Acyl-CoA-Synthase
in Brassicaceae mit niedrigem Erucasäure-Gehalt führte zu
einer Erhöhung
des Gehalts an Erucasäure
(22:1); der Effekt im Anschluss an die Expression in Kultivaren
mit hohem Erucasäuregehalt
war vernachlässigbar
(Lassner et al., 1996). Erhöhte
Anteile an Ölsäure in Brassica
napus und in Sojabohne sind erreicht worden durch Silencing der
mikrosomalen FAD2 (Δ12)-Desaturase
(Hitz et al., 1995; Kinney, 1995; 1997). Transformation von Arabidopsis
thaliana und Rübsamen
(B. napus) mit einer Hefe-sn-2-Acyltransferase führte zu Samenölen mit
erhöhten
Anteilen an 22:1- und anderen sehr langkettigen Fettsäuren und
zu signifikanten Erhöhungen
im Samenöl-Gehalt (Zou et al.,
1997).
-
Die
Stärkeablagerung
ist auch durch gentechnischen Eingriff verändert worden. Durch Expression
eines mutanten E. coli-glgC16-Gens, welches eine ADP-Glucose-Pyrophosphorylase
codiert, in Kartoffelknollen wurde eine Erhöhung der Stärkeakkumulierung erreicht (Stark
et al., 1992).
-
Die
Erfinder zogen deshalb in Betracht, dass das DGAT-Gen vielversprechend
für die
gewünschte
Modifikation von TAGs in Pflanzen ist.
-
Die
besten Wege zur Ausführung
der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung der Ergebnisse
von Tests und Experimenten, welche von den Erfindern durchgeführt worden
sind, offensichtlich werden.
-
Die
Erfinder entschlossen sich, das allgemein anerkannte Modellpflanzensystem
Arabidopsis thaliana für
die Klonierung von DGAT, als ein Wirtssystem für die gentechnische Veränderung
der DGAT-Expression und zur Untersuchung der Effekte der Veränderung
von DGAT-Expression
auf Samen-Triacylglycerin-Bioassemblierung zu verwenden. Dies beruht
darauf, dass über
die letzten mehreren Jahre hinweg, Arabidopsis thaliana eine typische
Blütenpflanze,
wachsende Popularität
als ein Modellsystem für
die Untersuchung der Pflanzenbiologie erlangt hat. Als ein Ergebnis
der Leichtigkeit, mit welcher sich die Pflanze für Arbeiten sowohl hinsichtlich
klassischer als auch molekularer Genetik eignet, ist es dazu gekommen,
dass Arabidopsis weithin als ein Modellorganismus in der Pflanzen-Molekulargenetik,
Entwicklung, Physiologie und Biochemie verwendet wird (Meyerowitz
und Chang, 1985; Meyerowitz, 1987; Goodman et al., 1995). Diese
zweikeimblättrige
Modellpflanze ist ebenfalls nah verwandt mit Brassica-Kulturpflanzenarten,
und es ist zunehmend offensichtlich, dass Informationen bezüglich der
genetischen Regulation von grundlegenden biologischen Prozessen
in Arabidopsis auf andere Spezies übertragbar ist (Lagercrantz
et al., 1996).
-
Tatsächlich gibt
es zahlreiche Beispiele, in welchen Untersuchungen der Molekularbiologie
und Biochemie eines bestimmten Stoffwechselweges oder Entwicklungsprozesses,
und die Möglichkeit
der gentechnischen Manipulation einer Pflanze zur Bewirkung von Änderungen an
dem Stoffwechselweg oder Prozess, zuerst in der Modellpflanze Arabidopsis
getestet wurden, und man von ihnen danach gezeigt hat, ähnliche Phänotypen
in anderen Pflanzen, insbesondere Kulturpflanzen, zu ergeben.
-
Zum
Beispiel wurde das Gen für
extra-plastidiale membranassoziierte Oleat(18:1)Δ12 (ω-6)-Desaturase, FAD2, ursprünglich untersucht
und letztendlich kloniert aus Arabidopsis thaliana durch Identifizieren
der Läsion,
die gefunden wurde in einer A. thaliana-Mutante, welche hinsichtlich
der Desaturierung von Oleat zur Produktion von Linoleat(18:2) auf
dem Phosphatidylcholin-Grundgerüst
defizient war. Dies führte
zu einem Phänotyp
mit hohem Ölsäuregehalt
im A. thaliana-Samenöl (Okuley
et al., 1994). Gentechnische Behandlung von sowohl Sojabohne (Glycine
max.) als auch Canola, B. napus, zum Ruhigstellen der indigenen FAD2-Gen(e)
in einer samenspezifischen Weise durch Antisense- oder Co-Suppressions-Vorgehensweisen führten zu ähnlichen
Samenöl-Phänotypen
mit hohem Ölsäuregehalt
(Kinney, 1995; 1997).
-
Die
transgene Expression eines Hefe-sn-2-Acyltransferase (SLC1-1)-Gens
zum Erzielen eines erhöhten
Samenöl-
und sehr langkettigen Fettsäure-Gehaltes
wurde zuerst in Arabidopsis durchgeführt, und später wurde davon gezeigt, ähnliche
Phänotypen
in transgenem Rübsamen(B.
napus)-Experimenten zu ergeben (Zou et al., 1997). Arabidopsis thaliana
hat sich wiederholt als ein nützliches
Modellsystem für
die metabolische Manipulation von Stoffwechselwegen (z. B. Lipidbiosynthese,
Photosynthese) oder Prozessen (Organogenese, reproduktive Entwicklung
etc.) erwiesen, welche allen höheren
Pflanzen gemeinsam sind.
-
Auf
dem Gebiet von Sekundärmetabolismus/Signaltransduktion
wurde ein für
den Anthocyanin-Weg spezifischer Transkriptionsaktivator aus dem
einkeimblättrigen
Mais, bezeichnet als R (der myc-Transkriptionsfaktor, der an der
Aktivierung von biosynthetischen Genen für Anthocyanin-Produktion in
den Aleuronzellen von Maiskernen beteiligt ist) im zweikeimblättrigen
Arabidopsis exprimiert, was eine erhöhte Anthocyanin-Pigmentierung in
den Infloreszenzen verursachte. Die anschließende Expression in einem anderen
Zweikeimblättrigen,
Tabak (Nicotiana tabacum), führte
zu ähnlichen
Blütenpigmentierungs-Veränderungen
(Lloyd et al., 1992). Diese Experimente zeigen, dass ganze Stoffwechselwege,
welche allen Blütenpflanzen
gemeinsam sind, koordiniert durch die Einführung von transkriptionellen
Regulatoren gesteuert werden können,
und dass die Mechanismen verschiedenartigen Pflanzenspezies gemeinsam
sind.
-
Im
Kontext der vorliegenden Erfindung akkumulieren alle Pflanzensamen
etwas Triacylglycerin (Öl), und
dieser ubiquitäre
Prozess wird wenigstens teilweise durch die Aktivität einer
mikrosomalen DGAT beeinflusst, wie zuvor erklärt wurde. Daher kann von vielen
der Effekte, welche im Anschluss an einen gentechnischen Eingriff
zum Modulieren von DGAT-Expression in Arabidopsis beobachtet werden,
erwartet und vorhergesagt werden, zu ähnlichen Phänotypen bei Ausführung in
allen anderen Pflanzen zu führen.
Zum Beispiel ist, nachdem die vorliegende Erfindung bewerkstelligt
wurde, Information verfügbar
geworden, welche die Befunde der Anmelder der vorliegenden Erfindung
unterstützt,
indem gezeigt wird, dass B. napes ein hoch homologes DGRT-Gen aufweist
(Nikiforuk et al., 1999) und somit B. napes ein klares Ziel für ähnliche
genetische Modifikationen ist, wie diejenigen, welche für A. thaliana
gezeigt wurden.
-
Es
gibt eine Anzahl von Wegen, auf welchen Gene und Genkonstrukte in
Pflanzen eingeführt
werden können,
und eine Kombination von Pflanzentransformation und Gewebekulturtechniken
wurde erfolgreich in effektive Strategien zur Erzeugung transgener
Kulturpflanzen in tegriert. Diese Verfahren, welche in der vorliegenden
Erfindung angewandt werden können,
sind andernorts umfassend besprochen worden (Potrykus, 1991; Vasil,
1994; Walden und Wingender, 1995; Songstad et al., 1995) und sind
dem Fachmann auf dem Gebiet allgemein bekannt. Zum Beispiel wird
dem Fachmann auf dem Gebiet sicher bewusst sein, dass zusätzlich zu
Agrobacteriumvermittelter Transformation von Arabidopsis durch Vakuum-Infiltration
(Bechtold et al., 1993) oder Wunden-Inokulierung (Katavic et al., 1994),
es gleichermaßen
möglich
ist, andere Pflanzen- und Kulturpflanzenspezies unter Verwendung
von Agrobacterium-Ti-Plasmidvermittelter Transformation (z. B. Wundeninfektion
von Hypokotyl (DeBlock et al., 1989) oder Cotyledonen-Blattstiel (Moloney
et al., 1989)), Teilchenbeschuss/Biolistik-Methoden (Sanford et
al., 1987; Nehra et al., 1994; Becker et al., 1994) oder Polyethylenglycol-unterstützte Protoplasten-Transformationsmethoden
(Rhodes et al., 1988; Shimamoto et al., 1989) zu transformieren.
-
Wie
dem Fachmann auf dem Gebiet ebenfalls offensichtlich sein wird,
und wie andernorts umfassend besprochen wurde (Meyer, 1995; Datla
et al., 1997), ist es möglich,
Pflanzenpromotoren zu verwenden, um jedwede beabsichtige Auf- oder
Abwärts-Regulierung
von Transgen-Expression unter Verwendung konstitutiver Promotoren
(z. B. denjenigen auf Basis von CaMV35S) oder durch Verwendung von
Promotoren, welche Genexpression auf besondere Zellen, Gewebe (z.
B. Napin-Promotor für
die Expression von Transgenen in sich entwickelnden Samen-Cotyledonen),
Organe (z. B. Wurzeln), auf ein besonderes Entwicklungsstadium oder
in Antwort auf einen besonderen externen Stimulus (z. B. Hitzeschock)
zielrichten können,
zu lenken.
-
Besonders
bevorzugte Pflanzen zur Modifikation gemäß der vorliegenden Erfindung
schließen
Arabidopsis thaliana, Boretsch (Borago spp.), Canola, Rizinus (Ri cinus
communis), Kakaobohne (Theobroma cacao), Mais (Zea mays), Baumwollpflanze
(Gossypium spp.), Crambe spp., Cuphea spp., Flachs (Linum spp.), Lesquerella
und Limnanthes spp., Linola, Kapuzinerkresse (Tropaeolum spp.),
Oenothera spp., Olive (Olea spp.), Palme (Elaeis spp.), Erdnuss
(Arachis spp.), Rübsamen,
Saflor (Carthamus spp.), Sojabohne (Glycine und Soja spp.), Sonnenblume
(Heleanthus spp.), Tabak (Nicotiana spp.), Vernonia spp., Weizen
(Triticum spp.), Gerste (Hordeum spp.), Reis (Oryza spp.), Hafer
(Avena spp.), Sorghum (Sorghum spp.), Roggen (Secale spp.) oder
andere Mitglieder der Gramineae ein.
-
Die
vorliegende Erfindung ist besonders nützlich, wenn sie zum Modifizieren
des Ertrags oder der Zusammensetzung von Ölsamen, produziert aus Ölsamen-Kulturpflanzen, verwendet
wird. Ölsamen-Kulturpflanzen
sind Pflanzenarten, welche fähig
zum Erzeugen essbarer oder industriell nützlicher Öle in kommerziell bedeutenden
Erträgen
sind, und schließen
viele der oben aufgezählten
Pflanzenspezies ein. Derartige Ölsamen-Kulturpflanzen sind
dem Fachmann auf dem Gebiet allgemein bekannt.
-
ERGEBNISSE
-
Isolation der TAG1 (DGAT)-cDNA
aus Arabidopsis thaliana
-
Da
einer der wahrscheinlichsten Defekte in der AS11-Mutante bei der
DGAT selbst vorliegt (Tabelle 1; 4), erprobten
die Erfinder Klonierungsstrategien, basierend auf Sequenzinformation
von Enzymen, welche gemeinsame Substrate mit DGAT gemein haben.
Eines der Kandidatenenzyme, welches diesem Zweck dienen wird, ist
die Acyl-CoA:Cholesterin-Acyltransferase (ACAT, EC 2.3.1.26) (Chang
et. al., 1997). Wie DGAT ist ACAT ein ER-Protein, welches als eine
O-Acyltransferase durch Verwenden von Acyl-CoA als dem Fettacyldonor
für die
Veresterung von freiem Cholesterin zur Erzeugung von Sterinestern
fungiert. Durch eine BLAST-Datenbank-Suche identifizierten die Erfinder
einen von Arabidopsis thaliana exprimierten Sequenz-Tag (EST) [Zugangs-Nr.
AA042298; SEQ ID NO: 6] mit einer abgeleiteten Aminosäuresequenz,
welche 41 % Identität
zu derjenigen der Hefe-Acyl-CoA:Cholesterin-Acyltransferase (Yang
et al., 1996, Yu et al., 1996) zeigt, innerhalb der kurzen Sequenz
(104 Aminosäuren),
welche für
den EST verfügbar
war.
-
Der
entsprechende cDNA (E6B2T7)-Klon wurde von dem "Arabidopsis Biological Resource Center", Columbus, Ohio,
erhalten. Nach vollständigem
Sequenzieren wurde von dem 878 bp großen E6B2T7-Klon festgestellt,
eine partielle cDNA zu sein. Allerdings bestätigte die ORF-Vorhersage aus dieser
partiellen cDNA die anfänglichen
EST-Suchergebnisse dahingehend, dass das codierte Produkt strukturell ähnlich zu
ACAT ist, speziell in den Regionen am C-Terminus. Die Erfinder waren überzeugt,
dass die cDNA die 3'-untranslatierte Region
enthielt, durch eine ORF-Suche, obwohl der PolyA-Schwanz fehlte.
-
Die
Erfinder verwendeten ferner die partielle cDNA-Sequenz, um eine
Suche gegen genomische Sequenzinformation von Arabidopsis thaliana
auszuführen.
Von einem Arabidopsis'IGF'-BAC-Klon 'F27F23' [Zugangs-Nr. AC003058]
wurde identifiziert, dass er eine Region einschloss, welche der
cDNA entsprach, und daher wurde gefolgert, dass dies die Region
war, welche das entsprechende Gen überspannte. Darüber hinaus ist
dieser BAC-Klon 'F27F23' im YAC-Klon, CIC06E08,
enthalten, welcher, gemäß der veröffentlichten
Karten-Position (http://weeds.mgh.harvard.edu/goodman/c2_b.html),
eine Region zwischen Centimorgan 35,9 und Centimorgan 38,7 auf dem
Chromosom II repräsentiert;
diese Position ist ähnlich
zu der geschätzten
Lokation für
TAG1, und der Läsion,
welche durch die Mutation in AS11 identifiziert wurde (Katavic et
al., 1995). In Hinsicht auf unsere früheren Ergebnisse bezüglich der
Charakterisierung der AS11-Mutante, legte die Karten-Position dieses
Gens in starkem Maße
nahe, dass es eine DGAT codieren kann.
-
Um
eine Volllängen-cDNA
zu klonieren, wurde eine Reihe von Oligonukleotidprimern entworfen,
basierend auf den genomischen Sequenzen, die an verschiedenen Positionen
5' stromaufwärts zu der
Region, welche die partielle cDNA überspannt lokalisiert sind.
Wir verwendeten diese Primer in Kombination mit einem Primer, der
am 3'UTR der partiellen
cDNA (E6B2T7) lokalisiert ist, um PCR-Reaktionen mit cDNA-Phagemid durchzuführen, hergestellt
aus einer für
Arabidopsis thaliana (Ökotyp
Columbia)-Schoten spezifischen cDNA-Bibliothek (Giraudat et al.,
1992), als einer Matrize. Die längste
amplifizierte cDNA war 1904 bp groß, welche wir anschließend als
TAG1 bezeichneten, und sie wurde in der Genbank unter der Zugangsnummer AJ238008
[SEQ ID NO: 1] hinterlegt. Wir nehmen an, dass diese cDNA einen
Volllängen-Klon repräsentiert, weil
ihre Größe in Übereinstimmung
mit derjenigen des im Northern-Blot nachgewiesenen Transkripts steht (siehe 6a). Das längste offene Leseraster wird
von einer 134 Nukleotide großen
5' untranslatierten
Region und einer 203 Nukleotide großen 3' untranslatierten Region flankiert.
Es gibt ein im Raster befindliches Stop-Codon (TGA an Position nt-43),
welchem ein im Raster befindliches ATG an der Position nt-139 folgt. Hieraus
wird somit gefolgert, dass das ATG an der Position nt-139 das Initiationscodon
ist.
-
Die
Primärstruktur
von TAG1 sagt ein DGAT-verwandtes Enzym voraus.
-
Das
vorhergesagte offene Leseraster der TAG1-cDNA codiert ein Polypeptid von 520
Aminosäuren
mit einem berechneten Molekulargewicht von 58993 Dalton. Mit dem
BLAST-Suchprogramm (Altschul et al., 1990), wurde es gefunden, dass
die kürzlich
berichtete Maus-Diacylglycerinacyltransferase
[Zugangs-Nr. AF078752] (Cases et al., 1998) ein Protein ist, welches
die höchste
Sequenzähnlichkeit
zu der abgeleiteten Aminosäuresequenz
von TAG1 (5a) zeigte. TAG1 war auch ähnlich zu
einem humanen Acyl-CoA:Cholesterin-Acyltransferase-verwandten Enzym
[Zugangs-Nr. AF059202]. Das humane Acyl-CoA:Cholesterin-Acyltransferase-verwandte
Enzym, ebenfalls bekannt als ARGP1, ist am wahrscheinlichsten eine
DGAT ohne signifikante ACAT-Aktivität, obwohl
die wahre Natur des Enzyms noch einer weiteren Bestätigung bedarf
(Oelkers et al., 1998). Die Ähnlichkeit
zwischen TAG1 und der Säuger-DGAT
erstreckt sich über
eine Region von mehr als 400 Aminosäuren mit einer Sequenzidentität von etwa
41 %. Ein vermutliches Diacylglycerin/Phorbolester-Bindungsmotiv
HKW-X-X-RH-X-Y-X-P,
eine Signatursequenz, welche beobachtetermaßen einzigartig für DGAT ist,
während
sie in den ACATs abwesend ist (Oelkers et al., 1998), ist an den
Aminosäuren
414-424 lokalisiert ([SEQ ID NO: 7]; 5a).
Dieses Diacylglycerin-Bindungsmotiv wird auch in den anschließend veröffentlichten
B. napus-DGAT-Sequenzen (Nikyiforuk et al., 1999; GenBank/EMBL-Zugangs-Nr.
AF155224, SEQ ID NO: 8; AF164434, SEQ ID NO: 9) gefunden. Unter
anderen klonierten Acyltransferasen (z. B. GPATs, LPATs, Dihydroxyacetonphosphat-Acyltransferasen)
ist es berichtet worden, dass ein invariantes Prolin in einem hoch
hydrophoben Block IV vorkommt, welches an der Acyl-CoA-Bindung teilnehmen
kann (Lewin et al., 1999). In der TAG1-Sequenz könnte der hydrophobe Block von
den Resten 221-229, der ein invariantes Prolin am Rest 224 enthält, ein
derartiges Motiv darstellen.
-
TAG1
zeigte eine gewisse Sequenzähnlichkeit
zu anderen Acyl-CoA:Cholesterin-Acyltransferasen aus einer Anzahl
von Spezies (Chang et al., 1997). Allerdings ist die Ähnlichkeit
in großem
Maße auf
den C-Terminus beschränkt
und ist niedriger (ungefähr
30 %) als die Ähnlichkeit
von TAG1 zu der Säuger-DGAT.
-
Das
TAG1-Protein besitzt mehrere hydrophobe Domänen (5b),
und eine Analyse durch das "PC Gene"- Programm, sagte voraus, dass das Protein
5 mögliche
Transmembran-Segmente aufweist (Aminosäuren 178-195, 233-253, 363-388,
433-476, 486-507). In der Säuger-DGAT
wurde ein mutmaßliches
Tyrosinphosphorylierungs-Motiv beobachtet (Cases et al., 1998),
aber es konnte keine offensichtliche Tyrosinphosphorylierungsstelle
in TAG1 gefunden werden. Allerdings enthüllte eine visuelle Untersuchung
eine Konsensus-Sequenz (X-L200-X-K202-X-X-S205-X-X-X-V209;
SEQ ID NO: 10), welche als ein für
Mitglieder der SnRK1-Proteinkinasefamilie typisches Targeting-Motiv identifiziert
wird, wobei der Serinrest 205 der Rest für die Phosphorylierung ist.
Die SnRK1 ("SNF1-verwandte Proteinkinase-1")-Proteine sind eine
Klasse von Ser/Thr-Proteinkinasen, welche zunehmend mit der globalen
Regulierung des Kohlenstoff-Metabolismus in Pflanzen in Verbindung
gebracht worden sind (Halford und Hardie, 1998). Dieses Konsensus-SnRK1-Targeting-Motiv wird auch in
den nachfolgend veröffentlichten
B. napus-DGAT-Sequenzen (Nikyiforuk et al., 1999; Gen-Bank/EMBL-Zugangs-Nr.
RF155224; AF164434) gefunden. Interessanterweise konnten ähnliche
SnRK1-Targeting-Motive
auch in den lyso-Phosphatidsäure-Acyltransferasen
(LPATs) aus Kokosnuss (Knutzon et al., 1995) bzw. Wiesenschaumkraut
(Lassner et al., 1995) identifiziert werden.
-
Das TAG1-Gen wird ubiquitär in Arabidopsis
exprimiert
-
Northern-Blot-Analysen
wurden durchgeführt,
um das Expressionsprofil des TAG1-Gens zu untersuchen. Gesamt-RNA
wurde aus unterschiedlichen Geweben, einschließlich Wurzeln, Blättern, Blüten, sich
entwickelnden Schoten, jungen Keimlingen und keimenden Samen, extrahiert.
Die höchste
Gehaltsakkumulierung im stationären
Zustand von TAG1-Transkript lag in RNA vor, welche aus keimenden
Samen und jungen Keimlingen isoliert worden war (6a).
TAG1-Transkripte wurden auch in Wurzel-, Blatt- und Blütengeweben,
wenngleich bei geringerer Gehalten, nachgewiesen. Überraschender weise
wird das TAG1-Gen in sich entwickelnden Schoten bei einem Gehalt
exprimiert, welcher zu demjenigen von anderen vegetativen Geweben
vergleichbar ist, aber niedriger als derjenige von keimenden Samen
und jungen Keimlingen ist. Dieses Expressionsprofil ist im Allgemeinen
nicht inkonsistent mit der Vorstellung, dass DGAT in allen Pflanzengeweben vorhanden
ist, die zur TAG-Biosynthese in der Lage sind (Kwanyuan und Wilson,
1986). Es ist in einer Anzahl von Pflanzenspezies, einschließlich Sojabohne
und Saflor, gezeigt worden, dass keimende Samen aktiv TAGs synthetisieren
(Ichihara und Noda, 1981; Kwanyuan und Wilson, 1986; Wilson und
Kwanyuan, 1986). Der relativ hohe Expressionsgrad in Wurzeln ist
ebenfalls mit der Tatsache konsistent, dass Wurzelplastiden in der Lage
zum Synthetisieren großer
Mengen an Triacylglycerin in der Lage sind (Sparace et al., 1992).
-
Southern-Blot-Hybridisierung
(Southern, 1975) wurde mit genomischer DNA durchgeführt, welche
mit mehreren Restriktionsenzymen verdaut wurde, einschließlich BglIII,
EcoRI und HindIII. Das TAG1-Gen besitzt keine interne BglII- und
HindIII-Stelle, wohingegen eine interne EcoRI-Stelle existiert.
Unsere Southern-Analyse legte nahe, dass TAG1 am wahrscheinlichsten
ein Einzelkopie-Gen in dem Arabidopsis-Genom repräsentiert
(6b).
-
Eine Insertionsmutation
wird im TAG1-Gen in der Mutante AS11 gefunden
-
Die
Alignierung der genomischen Sequenz (Zugangs-Nr. AC003058; SEQ ID
NO: 3) mit derjenigen der TAG1-cDNA [SEQ ID NO: 1] enthüllte, dass
das TAG1-Gen 16 Exons und 15 Introns enthält, welche eine Region von
etwa 3,4 kb überspannen
(7a). DNA, welche das TAG1-Allel aus
AS11 enthält,
wurde PCR-amplifiziert und vollständig sequenziert. Das AS11-TAG1-Allel
besitzt eine 147-bp-Insertion, lokalisiert an der zentralen Re gion
von Intron 2. Die Insertion ist eine Duplikation eines Segmentes,
welches aus 12 bp vom 3'-Ende
von Intron 1, der gesamten Sequenz von Exon 2 (81 bp) und 54 bp
aus dem 5'-Ende
von Intron 2 aufgebaut ist (7a).
-
Um
die Möglichkeit
von PCR-Artefakten auszuschließen,
wurden zwei Sätze
von Primern verwendet, um weitere PCR-Amplifikationen durchzuführen. Die
Primer A und B (siehe Experimentelle Vorgehensweisen, Primer Strategy),
lokalisiert in den Exons 1 bzw. 3, amplifizierten aus AS11 ein DNA-Fragment,
welches etwa 150 bp länger
ist (7b, Spur 2) als jenes aus dem
Wildtyp (7b, Spur 1). Das zweite Paar
von Primern, C und B (Experimentelle Vorgehensweisen), wobei einer
sowohl in Exon 2 als auch in dem Insertionssegment zu finden ist,
und der andere in Exon 3 lokalisiert ist, erzeugte zwei amplifizierte
Fragmente aus AS11 (7b, Spur 4), hingegen
nur eines aus dem Wildtyp (7b, Spur
3). Somit bestätigten
diese Ergebnisse, dass die Insertionsmutation, welche die Erfinder
durch Sequenzierurg identifizierten, die wahre Natur der Mutation
im TAG1-Gen im AS11-Genom reflektierte.
-
Das AS11-TAG1-Transkript
weist eine 81 bp große
Insertion in seinem offenen Leseraster auf
-
Northern-Blot-Analysen
zeigten, dass kein Unterschied in den Expressionsprofilen des TAG1-Gens zwischen
der AS11-Mutante und Wildtyp-A. thaliana bestand. Um den Effekt
der Mutation auf dem Transkript-Niveau zu untersuchen, wurde eine
Reverse-Transkriptions-PCR (RT-PCR)
durchgeführt,
um das TAG1-Transkript aus RNA, welche aus keimenden Keimlingen
von mutantem AS11 extrahiert wurde, zu amplifizieren. Eine Sequenzierungsanalyse
enthüllte,
dass es eine 81 bp große
Insertion, welche vollständig
aus Exon 2 aufgebaut ist, in dem Transkript von AS11 gibt. Das Exon
2 in der Wiederho lungseinheit wird korrekt gespleisst. Die Änderung
des Transkripts stört
somit nicht das Leseraster. Allerdings wird diese zusätzliche Exon-2-Sequenz
in dem AS11-Transkript zu einem veränderten DGRT-Protein mit der
27-Aminosäuren-Insertion 131SHAGLFNLCVVVLIAVNSRLIIENLMK157 [SEQ
ID NO: 11] führen.
Die Daten der Erfinder zeigen, dass diese Insertion zu einer 40-
bis 70%igen Reduktion der DGAT-Aktivität während der gesamten Samenentwicklung
führt (Katavic
et al., 1995). Das 81 bp große
Insert, verantwortlich für
reduzierte DGAT-Aktivität
in AS11, ist im Vergleich von RT-PCR-Produkten sichtbar (7b: vergleiche Spur 5 (WT) und Spur 6
(AS11)). Die in der AS11-Mutante beobachtete DNA-Abweichung war
unerwartet, weil Ethylmethansulfonat (EMS) im Allgemeinen Punktmutationen
verursacht. Obwohl wir die Möglichkeit
nicht ausschließen
können,
dass diese AS11-Mutante das Ergebnis eines spontanen Mutationsereignisses
war, sind EMS-induzierte
Deletionen und Insertionen in anderen Systemen berichtet worden
(Mogami et al., 1986, Okagaki et al., 1991).
-
Die TAG1-Geninsertion
in der Arabidopsis-Mutante AS11 beeinflusst die Samen-Triacylglycerin-Akkumulation, aber
nicht die Sterinester-Akkumulation in Samen.
-
Weil
TAG1 auch eine gewisse Sequenzhomologie zu Acyl-CoA:Cholesterin-Acyltransferasen
(ACATs) aus einer Anzahl von Spezies aufzeigt (Chang et al., 1997),
verglichen die Erfinder sowohl Triacylglycerin- als auch Sterinester-Akkumulation
in Samen des Wiltyp-A.
thaliana und der AS11-Mutante. Während
der Triacylglycerin-Gehalt und TAG/DAG-Verhältnisse in AS11 reduziert waren
(d. h. erhöhter
Anteil an Samenöl-DAGs), waren,
im Gegensatz dazu, die Proportionen von Sterinestern in WT- und
AS11-Samen ähnlich,
bei 0,8 bzw. 1 des Gesamtlipidextraktes (Tabelle 1). Wenn die TAG1-Läsion ACAT-ähnliche Aktivität beeinflusst,
könnte man
eine Reduktion hinsichtlich Samen-Sterinestern erwar ten, aber diese
wurde nicht beobachtet. Diese Ergebnisse wiesen darauf hin, dass
TAG1 nicht in der Sterinester-Homeogenese beteiligt ist, und somit
nicht eine AcylCoA:Sterin-Acyltransferase ist.
-
TAG1-Expression in Hefe.
-
Die
in Hefe überexprimierte
TAG1-cDNA führte
zu einer 3,5- bis 4-fachen Erhöhung
in der mikrosomalen DGAT-Aktivität,
im Vergleich zu Kontrolltransformanten (8) nur mit
Plasmid (pYES2), was bestätigt, dass
das TAG1-Genprodukt als eine DGAT funktioniert. Wenn 14C-18:1-CoA
den Hefelysaten zugesetzt wurde, wurden auch Sterinester in vitro
markiert (Daten nicht gezeigt), aber es gab keinen signifikanten
Unterschied in den 19C-markierten Sterinestern,
welche von Lysaten aus der pYES2GAL-induzierten Kontrolle und der pY-ES2:TAG1Gal-induzierten
Transformante hergestellt wurden. Dies bestätigt, dass das TAG1-Produkt
nicht eine Acyl-CoA:Sterin-Acyltransferase (wie ACAT) codiert.
-
Komplementation der A.
thaliana-AS11-Mutanten-Linie durch Transformation mit der DGAT-cDNA.
-
Die
klonierte Volllängen-DGAT-cDNA
wurde als eine Matrize zur PCR-Amplifikation mit den Primern DGATXbaI
(CTAGTCTAGAATGGCGATTTTGGA; SEQ ID NO: 12) und DGATXhoI (GCGCTCGAGTTTCATGACATCGA;
SEQ ID NO: 13) verwendet, um neue Restriktionsstellen auf jedem
Ende der Sequenz bereitzustellen, wie beschrieben in den 'Experimentellen Vorgehensweisen'. Ein 1,6 kb großes Fragment
wurde durch einen XbaI/KpnI-Verdau herausgeschnitten und in die
entsprechenden Stellen des pSE129-Vektors (bereitgestellt von Dr.
P. Covello, PBI/NRC) ligiert. pSE129A ist ein Vektor, der aus dem
Pflanzentransformationsvektor pRD400 (Datla et al., 1992) abgeleitet
ist. Der Vektor pSE129R enthält
den samenspezifischen Napin-Promotor und den nos-Terminator, kloniert in die EcoRI- und
HindIII-Stellen des Plasmids pRD400 (9). In dem DGAT-pSE129A-Konstrukt steht die
Arabidopsis-DGAT-cDNA somit unter der Regulation des Napin-Promotors.
Die Integrität
des Konstrukts wurde durch Sequenzierung bestätigt.
-
Der
pSE129A, der die Napin:DGATcDNA enthält, wurde in A.tumefaciens
eingeführt,
das zum. Transformieren der A. thaliana-Mutante AS11 verwendet wurde,
und die Nachkommenschaft wurde analysiert, wie es in 'Experimentelle Vorgehensweisen' beschrieben wird.
Eine Anzahl von transgenen T2-Linien wurde
isoliert, welche den Fettsäure-Mutanten-Phänotyp komplementierten,
der in AS11 gefunden wird (reduzierte 20:1 und erhöhte mehrfach
ungesättigte
C18S), wodurch das Wildtyp-Samen-Fettsäureprofil
wiederhergestellt wurde (10). Dieser
Befund bestätigt
die Natur der Läsion
in AS11 und verbindet den AS11-Lipidphänotyp direkt mit dieser Mutation.
-
Überexpression der DGAT-cDNA
in Wildtyp-A. thaliana
-
Die
klonierte Volllängen-DGAT-cDNA
wurde als eine Matrize zur PCR-Amplifikation mit den Primern DGATXbaI
(CTAGTCTAGAATGGCGATTTTGGA; SEQ ID NO: 12) und DGATXhoI (GCGCTCGAGTTTCATGACATCGA;
SEQ ID NO: 13) verwendet, um neue Restriktionsstellen auf jedem
Ende der Sequenz bereitzustellen, wie beschrieben in Experimentelle
Vorgehensweisen. Ein 1,6 kb großes
Fragment wurde durch einen XbaI/KpnI-Verdau herausgeschnitten und
in die entsprechenden Stellen des pSE129-Vektors (bereitgestellt von
Dr. P. Covello, PBI/NRC) ligiert. pSE129A ist ein Vektor, der aus
dem Pflanzentransformationsvektor pRD400 (Datla et al., 1992) ableitet
wurde. Der Vektor pSE129A enthält
den samenspezifischen Napin-Promotor
und den nos-Terminator, kloniert in die EcoRI- und HindIII-Stellen des Plasmids pRD400
(9). In dem DGAT-pSE129A-Konstrukt steht die Arabidopsis-DGAT-cDNA somit unter
der Regulation des Napin-Promotors. Die Integrität des Konstrukts wurde durch
Sequenzierung bestätigt.
-
Der
pSE129A, der die Napin:DGATcDNA enthält, wurde in A. tumefaciens
eingeführt,
das zum Transformieren von Wildtyp-A.thaliana verwendet wurde, und
die Nachkommenschaft wurde analysiert, wie beschrieben in Experimentelle
Vorgehensweisen. Eine Anzahl von transgenen T2-Linien
wurde isoliert, welche einen erhöhten Ölgehalt
(11), ein erhöhtes
durchschnittliches 100-Samen-Gewicht (12) und
eine starke lineare Korrelation zwischen den zwei Merkmalen (13)
aufzeigten.
-
In
Bezug auf die Fettacylzusammensetzung zeigten Wildtyplinien, welche überexprimierte
DGAT-cDNA enthielten, eine Verringerung bei den Total-Gesättigten
und Erhöhungen
in den Einfach-Ungesättigten
und im 18:1/[18:2 + 18:3]-Index, wie gezeigt in der nachstehenden
Tabelle 2. Derartige Änderungen
liegen alle in der Richtung auf ein "gesünderes" Ölprofil hin und können direkt
auf Canola, andere Ölsamen
in den Brassicaceae und andere essbare Öl-Kulturpflanzen angewandt
werden, um ähnliche
Verbesserungen hinsichtlich der Ölzusammensetzung
hervorzurufen. Tabelle
2 Fettsäurezusammensetzung
von Samenöl
aus nicht-transformierten
A. thaliana-Wildtyp-Kontrollen (WT Con) und drei T2-transgenen Linien
(2', 9 und 11) vom
Wildtyp, transformiert mit der DGAT-cDNA unter der Regulation eines
Napin-Promotors
(Napin: DGAT).
-
EXPERIMENTELLE VORGEHENSWEISEN
-
Pflanzenmaterial
-
Arabidopsis
thaliana-Ökotyp
Columbia und Mutante AS11 wurden unter Bedingungen gezogen, welche
früher
beschrieben wurden (Katavic et al., 1995). Die A. thaliana-Mutantenlinie
AS11 wurde erzeugt und charakterisiert relativ zum Wildtyp (WT)-A.thaliana-Ökotyp Columbia,
wie beschrieben von Katavic et al. (1995); (ATCC Nr.: PTA-1013).
-
DNA-Manipulation
-
Standardmethoden
und -Vorgehensweisen wurden für
DNA-Herstellung, Plasmid-Vermehrung und -Isolierung angewandt (Sambrook
et al., 1989). Die Sequenzierung wurde auf einem Applied Biosystems
Modell 373A-DNA-Sequenzierungs-System
durchgeführt,
wobei das Taq Dye-DeoxyTM-Terminator-Zyklus-Sequenzierungs-Kit (Applied
Biosystems, Inc.) verwendet wurde. Die Nukleotid- und die abgeleiteten
Aminosäuresequenzen
wurden mit in Datenbanken verfügbaren
Sequenzen verglichen, wobei das BLAST-Programm (Altschul et al.,
1990) eingesetzt wurde.
-
Southern-
und Northern-Analyse
-
Gesamt-RNA
wurde aus unterschiedlichen Geweben bei verschiedenen Entwicklungsstadien
unter Anwendung des Verfahrens von Lindstrom und Vodkin (1991) extrahiert.
RNA-Proben wurden mit Formaldehyd denaturiert und auf 1,2%igen Formaldehyd-Agarose-Gelen
denaturiert. Etwa 5 μg
Gesamt-RNA wurden aufgetragen, und die Menge an RNA pro Spur wurde
kalibriert durch die Ethidiumbromid-Färbungs-Intensität der rRNA-Banden.
Genomische DNA wurde isoliert, mit Restriktionsenzymen verdaut, und
eine Southern-Blot-Analyse wurde gemäß Sambrook et al. (1989) durchgeführt. Die
TAG1-DNA-Sonde wurde 32Pmarkiert durch statistisches
Priming gemäß Protokollen
des Herstellers (BRL).
-
PCR-Strategie
-
Primer,
welche für
die Amplifikation des TAG1-Gens
verwendet wurden, waren wie folgend: DGAT1 (AGACACGAATCCCATTCCCACCGA;
SEQ ID NO: 14), DGAT2 (AGTGGTGACAACGCAGGGATGATG; SEQ ID NO: 15),
DGAT3 (ATGGTCGCTCCCACATTGTGT; SEQ ID NO: 16), DGAT4 (CATACAATCCCCATGACATTTATCA;
SEQ ID NO: 17). DGAT1 und DGAT2 amplifizieren die 5'-Hälfte des
TAG1-Gens, und DGAT3 und DGAT4 amplifizieren das 3'-Ende des TAG1-Gens. Genomische
DNA aus AS11 wurde als Matrize für
die PCR-Amplifizierung des Mutanten-TAG1-Allels verwendet, wobei
folgendes thermisches Profil eingesetzt wurde: 94°C 3 min.;
40 Zyklen von 94°C
30 Sekunden, 62°C
45 Sekunden, 72°C
1 min.; und 72°C
15 min. Um die Mutation weiter zu bestätigen, wurden Primer A (CGACCGTCGGTTCCAGCTCATCGG:
[SEQ ID NO: 18] und B (GCGGCCAATCTCGCAGCGATCTTG; [SEQ ID NO: 19])
sowie Primer C (TAAACAGTAGACTCATCATCG; [SEQ ID NO: 20]) und B jeweilig
in Paaren verwendet, um das interne Fragment, welches die Mutation
enthielt, zu amplifizieren. Die Primer DGAT1 und DGAT4 wurden zur
PCR-Amplifikation der cDNA mit einer A. thaliana-Schoten-cDNA-Bibliothek
als Matrize verwendet. Die Primer A und B wurden auch in RT-PCR-5-Amplifikation
des cDNA-Fragmentes verwendet, welches das Insertionssegment umfasst.
-
Konstruktion von TAG1-Mehrfachkopien-Vektor
und Transformation und Charakterisierung von DGAT-Expression in
Hefe
-
Die
TAG1-cDNA wurde in pBluescript SK kloniert, wie beschrieben (Hadjeb
und Berkowitz, 1996). Die cDNA wurde aus dem Vektor mit KpnI/XbaI
herausgeschnitten und anschließend
in die jeweiligen Stellen des Hefeexpressionsvektors pYes2 (Invitrogen)
kloniert. Das Konstrukt wurde durch Sequenzierung bestätigt. Konstrukte
mit TAG1-Transkription unter der Regulation des GAL1-Promotors setzten
ein Fragment von ungefähr 1,9
kb frei. Weil das TAG1-Fragment sein eigenes initiierendes ATG-Codon
besitzt, ist das exprimierte Produkt kein Fusionsprotein. Als ein
Wirt für
die Hefeexpression wurde ein SLC-Deletionsstamm (YMN5 [sic1Δ2::LEU2 ura3])
(freundlicherweise bereitgestellt von M.M. Nagiec und R.C. Dickson,
University of Kentucky, Lexington, KY; Nagiec et al., 1993) verwendet;
wir gingen davon aus, dass in dieser Mutante der endogene DAG-Pool niedriger
sein kann als in WT-Hefe, und dies würde uns gestatten, die Aktivität aus überexprimiertem
TAG1 in Gegenwart von exogen zugeführten 14C-DAG
während
In-vitro-DGRT-Assays
von Transformanten-Lysaten zu maximieren. Hefe-Transformation wurde durchgeführt gemäß Elble
(1992). YMN5-Transformanten, welche nur Vektor (pYES2) enthielten,
wurden als Kontrollen verwendet. Einzelkolonien wurden über Nacht
in 20 ml SD-Medium (Synthetisches Dextrose-Medium mit Glukose und
ohne Uracil, wie beschrieben von Ausubel et al., 1995, Band 2, S.
13.1.3) auf einem Rotationsschüttler
(270 U/min.) bei 28°C
kultiviert. Die Zellen wurden aus der Übernachtkultur pelletiert und
in 50 ml Medium zur Induktion von Expression (SD-Medium mit Galactose
und ohne Uracil) resuspendiert. Die Zellen wurden erneut bei 28°C unter Schütteln bei
270 U/min. inkubiert und nach 4-6 h geerntet. GAL-induzierte Hefetransformanten
wurden durch Zentrifugation bei 5000 U/min. während 5 Minuten geerntet und
in 100 mM Hepes-NaOH, pH 7,4, enthaltend 1 mM EDTA und 1 mM DTT,
resuspendiert. Zell-Lysate wurden unter Verwendung von mit Säure gewaschenen
Glasperlen hergestellt, wie beschrieben von Ausubel et al. (1995).
Das Protein in Hefelysaten wurde gemessen unter Anwendung des Assays
von Bradford (1976), die Proteingehalte in jedem Lysat wurden normiert,
und Aliquote (250 μg
Protein) wurden hinsichtlich der DGAT-Aktivität, wie nachstehend beschrieben,
analysiert.
-
Lipid-Substrate
und DGAT-Analysen
-
14C-markiertes Diolein [1-14C-Olein]
(sp. Aktivität
55 mCi/mMol) wurde von American Radiolabeled Chemicals (St. Louis,
MO) erworben. Das 14C-markierte sn-1,2-Diolein-Isomer wurde
durch TLC auf Borat-imprägnierten
Platten gereinigt und in Hepes-Puffer in Gegenwart von 0,2 % Tween-20
emulgiert, wie beschrieben von Taylor et al. (1991). 20:1-CoA, CoASH,
ATP und alle anderen Biochemikalien wurden von Sigma bezogen.
-
DGAT-Assays
wurden bei pH 7,4 unter Schütteln
bei 100 U/min. in einem Wasserbad bei 30°C während 30-60 Minuten durchgeführt. Assaymischungen (0,5 ml
Endvolumen) enthielten Lysatprotein (250 μg), 90 mM Hepes-NaOH, 0,5 mM ATP,
0,5 mM CoASH, 1 mM MgCl2, 200 μM sn-1,2-Diolein (sp.
Aktivität
2 nC/nMol) in 0,02 % Tween 20, und 18 μM 20:1-CoA als den Acyldonor.
Die 14C-markierten TAGs wurden durch TLC
isoliert und quantifiziert, wie beschrieben von Taylor et al. (1991).
-
Weitere Lipid- und Sterinester-Analysen
in AS11 und WT:
-
Gesamtlipidextrakte
(TLEs) und Lipidklassen-Analysen
in WT und der AS11-Mutante wurden durchgeführt, wie beschrieben von Taylor
et al. (1991; 1992) und von Katavic et al. (1995). Der relative
Samenöl-Gehalt wurde auch
durch "magische
Winkel"-Proben"Spinning"-1H-NMR
gemäß des Verfahrens
von Rutar (1989) gemessen. Analysen wurden mit 200-Samen-Proben
von intakten Wildtyp- und AS11-Samen unter Verwendung eines Bruker
AM Weit-Bohrungs-Spektrometers (Bruker Analytische Messtechnik GmbH,
Silberstreifen D-76287, Rheinstetten 4/Karlsruhe, Deutschland),
welches bei 360 MHz betrieben wurde, durchgeführt. Um anisotrope Linienverbreiterung
zu reduzieren, wurde die Samenprobe bei 1 kHz in einem Zirconiumrotor
rotiert, welcher bei 54,7° zu
dem Magnetfeld orientiert war. Die Integrationsantwort für Resonanzen,
welche dem flüssigkeitsähnlichen Öl zuzuschreiben
waren, wurden summiert, und der Wert für AS11-Samen wurde relativ
zu der Antwort für
die WT-Kontrollsamen-Probe aufgezeichnet, wobei letztere auf einen
Wert von 1,00 gesetzt wurde.
-
Sterinester
wurden aus den TLEs durch Dünnschichtchromatographie
(TLC) auf Silica H-Platten gereinigt, welche in Hexan:Diethylether:Ameisensäure (80:20:2,
v/v/v) entwickelt wurden. Nach Elution aus dem Silica H mit Chloroform:Methanol
(2:1, v/v), wurden die Sterinester quantifiziert durch Verseifung,
gefolgt von Methylierung der resultierenden Fettsäuren mit
3N methanolischer HCl. Die Fettsäuremethylester
(FAMEs) wurden durch GC analysiert, wie früher beschrieben (Taylor et
al., 1991). Die durch Verseifung freigesetzten freien Sterine wurden
auch durch GC auf einer 30 m großen DB-5-Säule analysiert; GC-Temperaturprogramm: Anfangstemperatur:
180°C, Erhöhung bei
10°C/min.
auf 300 °C,
und Halten bei dieser Temperatur während 15 Minuten. Der Sterinester-Gehalt
wurde als ein Prozentsatz der TLE aufgeführt; d. h. FAMEs, welche aus
Sterinestern freigesetzt wurden, berechnet als Anteil der FAMEs,
welche durch Transmethylierung des Gesamtlipidextraktes (TLE, total
lipid extract) freigesetzt wurden.
-
Konstruktion eines Pflanzentransformationsvektors,
enthaltend das Wildtyp-DGAT-Gen, für Überexpression in WT-A. thaliana, und
Komplementation der A. thaliana-AS11-Mutante:
-
Zwei
Primer
Gen 1 (GAGAGGATCCACGCTCACGACCCATTCTTCCCG; [SEQ ID NO:
21]) und
Gen 2 (AAGAAGGATCCATCCCCAAPACGGGACCACCAA; [SEQ ID
NO: 22]) wurden in Übereinstimmung
mit Sequenzen stromaufwärts
und stromabwärts
des TAG1-Gens synthetisiert. Diese Primer wurden verwendet, um ein
genomisches Fragment von 5,1 kb aus Wildtyp-A. thaliana mittels
PCR zu amplifizieren. Das PCR-Fragment wurde gereinigt und mit BamHI
verdaut und in die entsprechende Stelle im Plasmid pRD400 (Datla
et al., 1992) inseriert, um den Pflanzentransformationsvektor DGATg-pRD400
zu erzeugen.
-
Konstruktion eines DGAT-cDNA-Pflanzentransformationsvektors
zur samenspezifischen Expression:
-
Die
klonierte Volllängen-DGAT-cDNA
wurde als eine Matrize zur PCR-Amplifizierung mit den Primern DGATXbaI
(CTAGTCTAGAATGGCGATTTTGGA; SEQ ID NO: 12) und DGATXhoI (GCGCTCGAGTTTCATGACATCGA;
SEQ ID NO: 13) verwendet, um neue Restriktionsstellen auf jedem
Ende der Sequenz bereitzustellen. Das PCR-Profil war wie folgend:
94°C 1 Minute;
30 Zyklen von 94°C
30 Sekunden, 55°C
30 Sekunden, 72°C
1 Minute; und 72°C
5 Minuten. Das PCR-Produkt wurde dann in den PCR-2.1-Vektor (Invitrogen)
ligiert. Ein 1,6 kb großes
Fragment wurde durch XbaI/KpnI-Verdau herausgeschnitten und in die
entsprechenden Stellen des pSE129-Vektors (bereitgestellt von Dr.
P. Covello, PBI/NRC) ligiert. pSE129A ist ein Vektor, abgeleitet
aus dem Pflanzentransformationsvektor pRD400 (Datla et al., 1992).
Der Vektor pSE129A enthält
den samenspezifischen Napin-Promotor
und den nos-Terminator, kloniert in die EcoRI- und HindIII-Stellen des pRD400-Plasmids
(siehe 9). In dem DGAT-pSE129A-Konstrukt steht die Arabidopsis-DGAT-cDNA
somit unter der Regulation bzw. Kontrolle des Napin-Promotors. Die
Integrität
des Konstruktes wurde durch Sequenzierung bestätigt.
-
Transformation von Agrobacterium
mit Pflanzen-DGAT-Vektorkonstrukten:
-
Elektrokompetente
Agrobacterium-Zellen, Stamm GV3101 (pMP90), wurden wie folgend hergestellt: Eine
Agrobacterium-Kultur wurde 24 bis 48 h in 2YT gezüch tet, und
als die Absorption bei 600 nm 0,5 bis 0,7 erreichte, wurden die
Zellen auf Eis abgekühlt
und durch Zentrifugation (5000 × g,
10 Minuten in einem GSA-Rotor bei 4°C) pelletiert. Das Pellet wurde
in 1, 0,5 und 0,02 Volumina kaltem 10%igem sterilem Glycerin gewaschen
und in 0,01 Volumen kaltem 10%igem Glycerin resuspendiert. Die elektrokompetenten
Zellen wurden dann in flüssigen
N2 gefroren und bei –70 °C aufbewahrt. Die Agrobacterium-Zellen
wurden durch Elektroporation mit 20-50 ng transformierender DNA
(entweder DGATg-pRD400 oder DGAT-pSE129A) gemäß den Anweisungen des Herstellers
transformiert, auf einem Selektivmedium (LB mit 50 μg/ml Kanamycin)
ausplattiert und über
Nacht bei 28°C
inkubiert. Einzelne transformierte Zellen wurden über Nacht
(28°C, 225
U/min) in 5 ml LB mit 50 μg/ml
Kanamycin und 25 μg/ml
Gentamycin wachsen gelassen. DNA-Extraktion und -Reinigung wurden
mit einem Qiaprep-Zentrifugations-Miniprep-Kit
(Qiagen) durchgeführt.
Die Echtheit bzw. Originaltreue des Konstruktes wurde vor der Pflanzentransformation
nochmals durch DNA-Sequenzierung überprüft.
-
Transformation von Arabidopsis
thaliana:
-
Das
Transformationsprotokoll wurde von demjenigen aus angepasst, das
von Clough und Bent (1998) beschrieben wird. Samen von Arabidopsis
thaliana, Ökotyp
Columbia, und Mutante AS11 (Katavic et al., 1995) wurden bei 22°C unter Fluoreszenz-Beleuchtung
(120 μE.m–2·s–1)
in einer Betriebsweise von 16 h Licht/8 Stunden Dunkelheit gezüchtet. Typischerweise
wurden vier bis sechs Pflanzen in einem 10 cm2 großen Blumentopf in
befeuchteter Terra-lite Redi-Erde (W.R. Grace & Co. Canada Ltd. Ajax, ON, Canada)
gezüchtet.
Um zu verhindern, dass das Erdbodengemisch im Blumentopf in das
Inokulationsmedium fällt,
wurde die Erde zu einem Erdhügel
als eine Plattform geformt, wobei die Samen auf der Oberseite ausgesät wurden,
und der gesamte Blumentopf wurde mit einem Nylon-Fenstergitter bedeckt
und mittels eines Gummibandes gesichert. Pflanzen wurden in einer
Agrobacterium-Suspension vakuum-infiltriert, als die Öffnung der
ersten Blüten
begann.
-
Um
Agrobacterium zu züchten,
wurde eine 5-ml-Suspension
in LB-Medium, enthaltend 50 μg/ml
Kanamycin und 25 μg/ml
Gentamycin, über
Nacht bei 28°C
kultiviert. Am Tag vor der Infiltration wurde diese "Animpf-Kultur" in vier Kolben aufgeteilt,
welche 250 ml LB-Medium
enthielten, das mit 50 μg/ml
Kanamycin und 25 μg/ml
Gentamycin ergänzt
worden war. Diese Kulturen wurden über Nacht bei 28°C wachsen
gelassen. Am nächsten
Morgen, nachdem die Extinktion bei 600 nm überprüft worden war (ungefähr = 1,0),
wurden die Zellen mittels Zentrifugation (5000 × g, 10 Minuten in einem GSA-Rotor
bei Raumtemperatur) geerntet und in dem Infiltrationsmedium (Saccharose
5 %; Silwet-77 0,005 % in Wasser) resuspendiert, um eine optische
Dichte bei 600 nm von 0,8 zu erhalten. Die Agrobacterium-Suspension
wurde dann in ein Becherglas gegossen, und die eingetopften Pflanzen
wurden in das Becherglas umgekehrt, sodass die Blüten und
Stiele untergetaucht wurden. Das Becherglas wurde dann in ein großes Bell-Gefäß gebracht,
und ein Vakuum wurde unter Verwendung einer Vakuumpumpe angelegt,
bis sich Bläschen
auf den Stängeloberflächen bildeten,
und die Lösung damit
anfing, in geringfügiger
Weise Blasen zu werfen, und dann wurde das Vakuum rasch aufgehoben.
[Man bemerke: Die notwendige Zeit und der Druck werden von einem
Laboransatz zum nächsten
schwanken, aber eine gute Infiltration ist als gleichmäßig gedunkeltes,
wassergetränktes
Gewebe visuell offenkundig.] Die Töpfe wurden aus dem Becherglas
entnommen, in einer Kunststoffschale auf ihre Seite gelegt und mit
einer Kunststoffhaube abgedeckt, um die Feuchtigkeit beizubehalten.
Am folgenden Tag wurden die Pflanzen freigelegt, aufrecht gestellt
und ungefähr
vier Wochen lang in einer Wachstumskammer unter kontinuierlichen
Lichtbedingungen wachsen gelassen, wie beschrieben von Katavic et
al. (1995). Als die Schoten reif und trocken waren, wurden Samen
geerntet und hinsichtlich positiver Transformanten selektiert.
-
Selektion von mutmaßlichen
Transformanten (transgenen Pflanzen) und Analyse von transgenen
Pflanzen:
-
Für jedes
Konstrukt wurden Samen in großer
Menge geerntet. Die Samen wurden durch Eintauchen derselben in einer
Lösung,
welche 20% Bleichmittel und 0,01% Triton X-100 enthielt, während 20
Minuten oberflächensterilisiert,
gefolgt von drei Spülungen
mit sterilem Wasser. Sterilisierte Samen wurden dann ausplattiert,
indem sie in sterilem 0,1 % Phytagar bei Raumtemperatur resuspendiert
wurden (etwa 1 ml Phytagar für
jeweils 500-1000 Samen), und dann ein Volumen, welches 2000-4000 Samen enthielt,
auf eine 150 × 15 mm
große
Kanamycin-Selektionsplatte aufgetragen wurde. Die Platten wurden
2 Tage lang in der Kälte
ohne Licht inkubiert und danach 7-10 Tage lang in einer regulierten
Umgebung (22 °C
unter Fluoreszenzbeleuchtung (120 μE·m–2·s–1)
in einem Betriebsschema von 16 h Licht/8 Stunden Dunkelheit) wachsen
gelassen. Die Selektionsmedien enthalten ½ MSG Medium, 0,8 % Phytagar,
3 % Saccharose, 50 μg/ml
Kanamycin und 50 μg/ml Timentin.
Petrischalen und Deckel wurden mit einem MicroporeTM-Chirurgie-Band
(3M Canada, London, ON, Canada) versiegelt. Nach 7-10 Tagen wurden
arzneimittelresistente Pflanzen, welche grüne Blätter und gut ausgebildete Wurzeln
innerhalb des Mediums aufwiesen, als Transformanten identifiziert,
und beim 3-5-Blatt-Stadium wurden selektierte Transformanten in
flache Schalen umgepflanzt, welche mit stark befeuchtetem Erdbodengemisch
gefüllt
waren. Transformanten wurden bis zur Reife herangezogen, und reife Samen
(T2-Generation, wie definiert in Katavic
et al. (1994)) wurden aus individuellen Pflanzen geerntet und weiter
analysiert.
-
DNA-Isolierung aus und
Analyse von Transformanten
-
Genomische
DNA wurde aus individuellen T1-Pflanzen unter Befolgung
des Protokolls von Dellaporta et al. (1983) isoliert. Eine PCR-Amplifikation
unter Verwendung der vorangehend beschriebenen gepaarten Primer
für die
DGAT-cDNA oder das DGAT-Gen wurde ausgeführt, um das Vorhandensein der
cDNA bzw. des Gens in den T1-Transformanten
zu bestätigen.
Southern-Analysen (Southern, 1975) wurden ausgeführt, um die Transformanten
zu selektieren, welche eine einzelne Kopie des inserierten Fragmentes
enthielten. DNA-Proben wurden mit Restriktionsenzymen verdaut (BglII
für die
DGAT-cDNA, und EcoRI für
das DGAT-Gen), durch Elektrophorese auf einem 1%igen Agarosegel
aufgetrennt, und Southern-Blotting
wurde unter Verwendung eines Nylon-Filters (Hybond-N+, Amersham)
gemäß Sambrook
et al. (1989) durchgeführt. Das
DGAT-cDNA-Fragment, welches mit α-[32P]-dCTP
(NEN/DuPont) unter Verwendung des "Random Primer"-DNA-Markierungs-Kits (Gibco BRL) markiert
worden war, wurde als eine Sonde verwendet. Die Hybridisierung wurde
bei 60°C
gemäß Church
und Gilbert (1984) durchgeführt.
Der Filter wurde dann an Kodak X-OMAT-AR-Film exponiert.
-
HINTERLEGUNGSINFORMATION
-
Das
folgende biologische Material ist bei der American Type Culture
Collection (ATCC), 10801 University Boulevard, Manassas, Virginia,
20110-2209, USA, hinterlegt worden. Alle diese Hinterlegungen wurden zugunsten
des Anmelders/Rechtsnachfolgers (National Research Council of Canada)
gemäß den Bestimmungen
des Budapester Vertrages an den angegebenen Daten vorgenommen, und
ihnen wurden die nachstehend gezeigten Zugangsnummern erteilt.
-
-
Die
Hinterlegungs-Empfangsbestätigungen
sind später
in dieser Beschreibung gezeigt.
-
SEQUENZAUFLISTUNG, FREIER
TEXT
-
Die
nachstehend angegebene Sequenzauflistung enthält freie Texteinträge in Bezug
auf SEQ ID NO: 12 bis 22. Der in der Sequenzauflistung verwendete
freie Text wird wie folgend wiederholt:
SEQ ID NO: 12 Primer
von DGATXbaI
SEQ ID NO: 13 Primer von DGATXhoI
SEQ ID
NO: 14 Primer DGAT1
SEQ ID NO: 15 Primer DGAT2
SEQ ID
NO: 16 Primer DGAT3
SEQ ID NO: 17 Primer DGAT 4
SEQ ID
NO: 18 Primer A
SEQ ID NO: 19 Primer B
SEQ ID NO: 20 Primer
C
SEQ ID NO: 21 Primer Gen 1
SEQ ID NO: 22 Primer Gen
2.
-
Eine
Zusammenfassung von allen aufgelisteten Sequenzen ist nachstehend
zur Leichtigkeit der Übersicht
bereitgestellt:
- SEQ ID NO: 1 – (pDGAT; Vektor, enthaltend
isolierte und gereinigte Desoxyribonukleinsäure cDNA; ATCC Nr. PTA-989), Genbank/EMBL-Zugangs-Nr.
AJ238008.
- SEQ ID NO: 2 – Die
abgeleitete Aminosäuresequenz
des Arabidopsis-DGAT (AtTAG1)-Proteins.
- SEQ ID NO: 3 – (p-genomisches
DGAT; Vektor, enthaltend isolierte und gereinigte genomische Desoxyribonukleinsäure (genomische
DNA) ATCC Nr. PTA-988).
- SEQ ID NO: 4 – MDGAT,
Maus-DGAT [GenBank/EMBL-Zugangs- Nr.
AF078752 (Cases et al., 1998)].
- SEQ ID NO: 5 – HARGP1,
humanes ARGP1-Protein [Gen-Bank/EMBL-Zugangs-Nr.
AF059202; Oelkers et al., 1998].
- SEQ ID NO: 6 – Exprimierter
Sequenz-Tag (EST) aus Arabidopsis thaliana [Zugangs-Nr. AA042298].
- SEQ ID NO: 7 – Ein
Diacylglycerin/Phorbolester-Bindungsmotiv,
gefunden in SEQ ID NO: 2, SEQ ID NO: 8 und SEQ ID NO: 9 (414HKWMVRHIYFP424).
- SEQ ID NO: 8 – B.
napus-DGAT-Aminosäuresequenz
Gen-Bank/EMBL-Zugangs-Nr.
AF155224.
- SEQ ID NO: 9 – B.
napus-DGAT-Aminosäuresequenz
Gen-Bank/EMBL-Zugangs-Nr.
AF164434.
- SEQ ID NO: 10 – Targeting-Motiv,
typisch für
Mitglieder der SnRK1-Protein-Kinase-Familie, gefunden in SEQ ID
NO : 2, SEQ ID NO : 8 und SEQ ID NO : 9 X-L100-X-K202-X-X-S205-X-X-X-V209
- SEQ ID NO: 11 – Eine
27-Aminosäuren-Insertions-Wiederholungseinheit
in SEQ ID NO: 2, welche sich in der Arabidopsis thaliana-AS11-Mutante
findet.
- 131SHAGLFNLCVVVLIAVNSRLIIENLMK157
- SEQ ID NO: 12 – CTAGTCTAGAATGGCGATTTTGGA
(Nukleotidsequenz von Primer DGATXbaI).
- SEQ ID NO: 13 – GCGCTCGAGTTTCATGACATCGA
(Nukleotidsequenz von Primer DGATXhoI).
- SEQ ID NO: 14 – AGACACGAATCCCATTCCCACCGA
(Nukleotidsequenz von Primer DGAT1).
- SEQ ID NO: 15 – AGTGGTGACAACGCAGGGATGATG
(Nukleotidsequenz von Primer DGAT2).
- SEQ ID NO: 16 – ATGGTCGCTCCCACATTGTGT
(Nukleotidsequenz von Primer DGAT3).
- SEQ ID NO: 17 – CATACAATCCCCATGACATTTATCA
(Nukleotidsequenz von Primer DGAT4).
- SEQ ID NO: 18 – CGACCGTCGGTTCCAGCTCATCGG
(Nukleotidsequenz von Primer A).
- SEQ ID: NO: 19 – GCGGCCAATCTCGCAGCGATCTTG
(Nukleotidsequenz von Primer B).
- SEQ ID NO: 20 – TAAACAGTAGACTCATCATCG
(Nukleotidsequenz von Primer C).
- SEQ ID NO: 21 – GAGAGGATCCACGCTCACGACCCATTCTTCCCG
(Nukleotidsequenz von Primer Gen1).
- SEQ ID NO: 22 – AAGAAGGATCCATCCCCAAAACGGGACCACCAA
(Nukleotidsequenz von Primer Gen2).
- SEQ ID NO: 23 – AS11-Mutanten-DGAT – cDNA-Nukleotidsequenz.
- SEQ ID NO: 24 – AS11-Mutanten-DGAT – genomische
DNA-Nukleotidsequenz.
- SEQ ID NO: 25 – Die
abgeleitete Aminosäuresequenz
von SEQ ID NO: 23.
-
FÜR DIE ERFINDUNG
RELEVANTE DRUCKSCHRIFTEN
-
- Altschul, S.F., Gish, W., Miller, W., Myers, E.W. and Lipman,
D.J (1990) Basic local alignment search tool. J. Mol. Biol. 215,
403-410.
- Ausubel, F.M., Brent, R., Kingston, R.E., Moore, D.D., Seidman,
J.G., Smith, J.A., and Stuhl, K., eds (1995). Current Protocols
in Molecular Biology, Vols 1, 2, and 3. Wiley, New York.
- Bechtold, N., Ellis, J., and Pelletier, G. (1993) In planta
Agrobacterium-mediated gene transfer by infiltration of adult Arabidopsis
thaliana plants. C R Acad Sci Paris, Sciences de la vie/Life sciences
316: 1194-1199.
- Becker, D., Brettschneider, R. and Lörz, H. (1994) Fertile transgenic
wheat from microprojectile bombardment of scutellar tissue. Plant
J. 5: 299-307.
- Bernerth R, Frentzen M (1990) Utilization of erucoyl-CoA by
acyltransferases from developing seeds of Brassica napus (L.) involved
in triacylglycerol biosynthesis. Plant Sci 67: 21-28.
- Bradford M.M. (1976). A rapid and sensitive method for the quantitation
of microgram quantities of protein utilizing the principle of protein-dye
binding. Anal. Biochem. 72, 248-254.
- Budziszewski, G.J., Croft, K.P.C. and Hildebrand, D.F. (1996)
Uses of biotechnology in modifying plant lipids. Lipids 31: 557-569.
- Cao, Y-Z and Huang, AHC (1986) Diacylglycerol acyltransferase
in maturing oil seeds of maize and other species. Plant Physiol.
82: 813-820.
- Cao Y-Z, Huang AHC (1987) Acyle coenzyme A preference of diacylglycerol
acyltransferase from maturing seeds of Cuphea, maize, rapeseed and
canola. Plant Physiol. 84: 762-765
- Cases, S., Smith, J.S., Zheng, Y-W., Myers, H.M., Lear, S.R.,
Sande, E., Novak, S., Collies, C., Welch, C.B., Lusis, A.J., Erickson,
S.K. and Farese, R.V., JR. (1998) Identification of a gene encoding
a acyl CoA: diacylglycerol acyltransferase, a key enzyme in triacylglycerol
synthesis. Proc. Nat'l.
Acad. Sci. USA, 95, 13018-13023.
- Chang, T.Y., Chang, C.C.Y. and Cheng, D. (1997) Acyl-Coenzyme
A: Cholesterol Acyltransferase. Annu. Rev. Biochem. 66, 613-38.
- Church, G.M. and Gilbert, W. (1984) Genomic sequencing. Proc.
Natl. Acad. Sci. USA. 81, 1991-95.
- Clough, S.J. and Bent, A.F. (1998) Floral dip: a simplified
method for Agrobacteriummediated transformation of Arabidopsis thaliana.
The Plant Journal 16, 735-43
- Datla, R.S.S., Hammerlindl, J.K., Panchuk, B., Pelcher, L.E.
and Keller, W.A. (1992) Modified binary plant transformation vectors
with the wild-type gene encoding NPTII. Gene 211: 383-384.
- Datla, R.S.S., Bekkaoui, F., Hammerlindl, J., Pilate, G., Dunstan,
D.I. and Crosby, W.L. (1993) Improved high-level constitutive foreign
gene expression in plants using an AMV RNA4 untranslated leader
sequence. Plant Sci. 94: 139-149.
- Datla, R., Anderson, J.W. and Selvaraj, G. (7997) Plant promoters
for transgene expression. Biotechnology Annual Review 3: 269-296.
- DeBlock, M., DeBrouwer, D. and Tenning P. (1989) Transformation
of Brassica napus and Brassica oleracea using Agrobacterium tumefaciens
and the expression of the bar and neo genes in the transgenic plants.
Plant Physiol. 91: 694-701.
- De Lange, P., Van Blokland, R., Kooter, J.M. and Mol, J.M.N.
(1995) Suppression of flavenoid flower pigmentation genes in Petunia
hybrida by the introduction of antisense and sense genes. In: Gene
Silencing in Higher Plants and Related Phenomena in Other Eukaryotes.
P.Meyer (Ed.), Springer-Verlag, Berlin, pp. 55-75.
- Dellaporta, S.L., Wood, J. and Hicks, J.B. (1983) A plant DNA
minipreparation:Version II. Plant Mol. Biol. Rep. 1, 19-21
- Elble, R. (1992). A simple and efficient procedure for transformation
of yeasts. Biotechniques 13, 18-20.
- Focks, N. and Benning, C. (1998) wrinkled1: A novel, low-seed-oil
mutant of Arabidopsis with a deficiency in the seed-specific regulation
of carbohydrate metabolism. Plant Physiol. 118, 91-101.
- Frentzen M (1993) Acyltransferases and triacylglycerols. In:
Moore, Jr. TS, editor, Lipid Metabolism in Plants, pp. 195-230.
CRC Press, Ann Arbor,.
- Giraudat, J., Hauge, B.M., Valon, C., Smalle, J., Parcy, F.,
Goodman, H.M. (1992) Isolation of the Arabidopsis ABI3 gene by positional
cloning. Plant Cell 4, 1251-1261.
- Goodman, H.M., Ecker, J.R. and Dean, C. (1995) The genome of
Arabidopsis thaliana. Proc. Nat'l.
Acad. Sci. USA 92: 10831-10835.
- Hadjeb N and Berkowitz GA (1996) Preparation of T-over-hang
vectors with high PCR product cloning efficiency. Biotechniques
20: 21-22.
- Halford, N.G. and Hardie, D.G. (1998) SNF1-related protein kinases:
global regulators of carbon metabolism in plants? Plant Mol. Biol.
37, 735-748.
- Hitz, W.D., Mauvis, C.J., Ripp, K.G., Reiter, R.J., DeBonte,
L. and Chen, Z. (1995) The use of cloned rapeseed genes for cytopiastic
fatty acid desaturases and the plastid acyl-ACP thioesterases to
alter relative levels of polyunsaturated and saturated fatty acids
in rapeseed oil. Proc. 9th Intemat'nal Cambridge Rapeseed Congress UK,
pp. 470-472.
- Ichihara, K. and Noda, M. (1981) Lipid synthesis in germinating
safflower seeds and protoplasts. Phytochemistry 20, 1245-1249.
- Ichihara, K., Takahashi, T. and Fujii, S. (1988) Diacylglycerol
acyltransferase in maturing safflower seeds: its influences on the
fatty acid composition of the triacylglycerol and on the rate of
triacylglycerol synthesis. Biochim. Biophys. Acta 958, 125-129.
- Jorgensen, R.A. and Napoli, C.A. (1994) Genetic engineering
of novel plant phenotypes. U.S. Patent No. 5283184.
- Josefsson, L-G, Lenman M, Ericson ML and Rask L (1987) Structure
of a gene encoding the 1.7S storage protein, napin, from Brassica
napus. J biol Chem 262: 12196-12201.
- Katavic, V., Haughn, G.W., Reed, D., Martin, M. and Kunst, L.
(1994) In plants transformation of Arabidopsis thaliana. Mol. Gen.
Genet. 245: 363-370.
- Katavic, V., Reed, D.W., Taylor, D.C., Giblin, E.M., Barton,
D.L., Zou, J-T., MacKenzie, S.L., Covello, P.S. and Kunst, L. (1995)
Alteration of fatty acid composition by an EMS-induced mutation
in Arabidopsis thaliana affecting diacylglycerol acyltransferase
activity. Plant Physiol. 108, 399-409.
- Kinney, A.J. (1995) Improving soybean seed quality. In: Induced
Mutations and Molecular Techniques for Crop Improvement. International
Atomic Energy Agency, Vienna, Austria., pp. 101-113.
- Kinney, A.J. (1997) Genetic engineering of oilseeds for desired
traits. In: Genetic Engineering, Vol. 19 (J.K. Setlow, ed.), Plenum
Press, NY., pp. 149-166.
- Kishore G.M. and Somerville, C.R. (1993) Genetic engineering
of commercially useful biosynthetic pathways in transgenic plants.
Current Opinion in Biotechnology. 4: 152-158.
- Knutzon, D.S., Thompson, G.A., Radke, S.E., Johnson, W.B., Knauf,
V.C., and Kridl, J.C. (1992) Modification of Brassica seed oil by
anti-sense expression of a stearoylacyl carrier protein desaturase
gene. Proc. Nat'l Acad.
Sci. USA, 89: 2624-2628.
- Knutzon, D.S., Lardizabal, K.D., Nelson, J.S., Bleibaum, J.L.,
Davis, H.M and Metz, J. (1995) Cloning of a coconut endosperm cDNA
encoding a 1-acyl-sn-glycerol-3-phosphate
acyltransferase that accepts medium chain length substrates. Plant
Physiol. 109, 999-1006.
- Kwanyuen, P. and Wilson, R.F. (1986) Isolation and purification
of diacylglycerol acyltransferase from germinating soybean cotyledons.
Biochim. Biophys. Acta 877, 238-245.
- Lacey DJ, Hills MJ (1996) Heterogeneity of the endoplasmic reticulum
with respect to lipid synthesis in developing seeds of Brassica
napes L. Plants 199: 545-551.
- Lagercrantz, U., Putterill, J., Coupland, G. and Lydiate, D.
(1996) Comparative mapping in Arabidopsis and Brassica, fine scale
genome collinearity and congruence of genes controlling flowering.
Plant J. 9: 13-20.
- Lassner, M.W., Levering, C.K, Davis, H.M. and Knutzon, D.S.
(1995) Lysophosphatidic acid acyltransferase from meadowfoam mediates
insertion of erucic acid at the sn-2 position of triacylglycerol
in transgenic rapeseed oil. Plant Physiol. 109, 1389-1394.
- Lassner, M.W., Lardizabal, K, and Metz, J.G. (1996) A jojoba β-ketoacyl-CoA
synthase cDNA complements the canola fatty acid elongation mutation
in transgenic plants. The Plant Cell, 8: 281-292.
- Lewin TM, Wang P and Coleman RA (1999) Analysis of amino acid
motifs diagnostic for the sn-glycerol-3-phosphate acyltransferase
reaction. Biochemistry 38: 5764-5771.
- Lindstrom J.T. and Vodkin L.O. (1991) A soybean cell wail protein
is affected by seed colour genotype. Plant Cell 3:561-571 Little
D, Weselake RJ, Pomeroy MK, Furukawa-Stoffer T and Bagu J (1994)
Solubilization and characterization of diacylglycerol acyltransferase
from microsporederived cultures of oilseed rape. Biochem J 304:
951-958.
- Lloyd, A.M., Walbot, V. and Davis, R.W. (1992) Arabidopsis and
Nicotiana anthocyanin production activated by maize regulators R
and C1. Science 258: 1773-1775.
- MacKenzie, S.L. and Jain, R.K. (1997) Improvement of oils crops
via biotechnology. Recent Res. Dev. In Oil Chem. 1: 149-158.
- Mayorek, N, Grinstein I, and Bar-Tana J (1989) Triacylglycerol
synthesis in cultured rat hepatocytes. The rate-limiting role of
diacylglycerol acyltransferase. Eur J Biochem 182: 395-400.
- Meyer, P. (1995) Understanding and controlling transgene expression.
Trends in Biotechnology, 13: 332-337.
- Meyerowitz, E.M. (1987) Arabidopsis thaliana. Ann. Rev. Genet.
21: 93-111.
- Meyerowitz, E.M. and Chang, C. (1985) Molecular biology of plant
growth and development: Arabidopsis thaliana as an experimental
system. In: Developmental Biology, Vol. 5, Plenum Press, NY., pp.
353-366.
- Mogami, K., O'Donnell,
P.T., Bernstein, S.I., Wright, T.R.F and Emerson, C.P., JR. (1986)
Mutatlons of the Drosophila myosin heavy-chain gene: effects an
transcription, myosin accumulation, and muscle function. Proc. Nat'l. Acad. Scl. USA
83, 1393-1397.
- Mol, J.M.N.. Van der Krol, A.R., Van Tunen, A.J., Van Blokland,
R., De Lange, P. and Stuitje, A.R. (1990) Regulation of plant gene
expression by antisense RNA FEBS Lett. 268: 427-430.
- Moloney, M.M., Walker, J.M. and Sharma, K.K (1989) High efficiency
transformation of Brassica napus using Agrobacterium vectors. Plant
Call Rep. 8: 238-242.
- Nagiec, M.M., Wells, G.B., Laster, R.L, and Dickson, RC. (1993).
A suppressor gene that enables Saccharomyces cerevisiae to grow
without making sphingolipids encodes a protein that resembles an
Escherichia toll fatty acyltransferase. J. Biol Chem. 268, 22156-22163.
- Nehra, N.S., Chibbar, R.N., Leung, N., Caswell, K., Mallard,
C., Stelnhauer, L. Baga, M. and Kartha K.K. (1994) Self-fertile
transgenic wheat plants regenerated from isolated scutellar tissues
following microprojectile bombardment with two distinct gene constructs.
Plant J 5: 286-297.
- Nykiforuk C, Laroche A and Weselake RJ (1999) Isolation and
sequence analysis of a novel cDNA encoding a pulative diacylglycerol
acyltransferase from a microsporederived cell suspension culture
of Brassica napus L. cv Jet Neuf (Accession No. AF155224).), Plant
Physiology 120: 1207.
- Oelkers, P., Behar, A., Cromley. D., Billheimer, J.T. and Sturley,
S.T. (1998) Characterization of two human genes encoding acyl Coenzyme
A: cholesterol acyltransferase-related enzymes. J. Biol. Chem. 273,
26765-2677.
- Okagaki, R.J., Neuffer, M.G. and Wessler, S.R. (1991) A deletion
common to two independently denved Waxy mutations In maize. Genetics
128, 425-431.
- Okuley, J., Lightner, J., Feldmann, K., Yadav, N., Lark, E.
and Browse, J. (1994) Arabidopsis fad2 gene encodes the enzyme that
is essential for polyunsaturated lipid synthesis. The Plant Cell
6: 147-158.
- Perry, H.Y. and Harwood, J.L. (1993a) Changes in the lipid content
of developing seeds of Brassica napus. Phytochemistry 32: 1411-1415.
- Perry, H.Y. and Harwood, J.L. (1993b) Use of [2-3H] glycerol
precursor in radiolabelling studies of acyl lipids in developing
seeds of Brassica napus. Phytochemistry 34: 69-73.
- Poirier, Y., Dennis DE, Klomparens K and Somerville C (1992)
Polyhydroxybutyrate, a biodegradable thermoplastic produced in transgenic
plants. Science 256: 520-523.
- Poirier, Y., Nawrath C and Somerville C (1995) Production of
polyhydroxyalkanoates, a family of biodegradeable plastics and elastomers
in bacteria and plants butyrate, a biodegradable thermoplastic produced
in transgenic plants. Bio-Technology, 13: 142-150.
- Poirier, Y., Ventre, G and Caldelari, D(1999) Increased flow
of fatty acids toward β oxidation
in developing seeds of Arabidopsis deficient in diacylglycerol acyltransferase
activity or synthesizing medium-chain-length fatty acids. Plant
Physiology 121: 1359-1366.
- Potrykus, I. (1991) Gene transfer to plants: Assessment of published
approaches and results. Annu. Rev. Plant Physiol. Plant Mol. Biol.
42: 205-225.
- Radke SE, Andrews BM, Moloney MM, Crouch ML, Kridl JC, and Knauf
VC (1988) Transformation of Brassica napus L. using Agrobacterium
tumefaciens: developmentally regulated expression of a reintroduced
napin gene. Theor. Appl. Genet. 75: 685-694.
- Rhodes, C.A., Pierce, D.A., Mettler, I.J., Mascarenhas, D. and
Detmer, J.J. (1988) Genetically transformed maize plants from protoplasts.
Science 240: 204-207.
- Rutar, V. (1989) Magic angle sample spinning NMR spectroscopy
of liquids as a nondestructive method for studies of plant seeds.
J. Agric. Food. Chem. 37, 67-70.
- Sambrook J., Fritsch E.F. and Maniatis T. (1989) In Molecular
Cloning, A Laboratory Manual, 2nd edition. Cold Spring Harbor Laboratory
Press.
- Sauford, J.C., Klein, T.M., Wolf, E.D. and Allen, N. (1987)
Delivery of substances into cells and tissues using a particle bombardment
process. J. Part. Sci. Technol. 5: 27-37.
- Settlage, SH, Wilson RF and Kwanyuen, P. (1995) Localization
of diacylglycerol acyltransferase to oil body associated endoplasmic
reticulum. Plant Physiol. Biochem. 33: 399-407.
- Shimamoto, K., Terada, R., Izawa, T. and Fujimoto, H. (1989)
Fertile transgenic rice plants regenerated from transformed protoplasts.
Nature 338: 274-276.
- Somerville, C.R. (1993) Future prospects for genetic modification
of the composition of edible oils from higher plants. Am. J. Clin.
Nutr. 58 (2 Suppl.): 270S-275S.
- Songstad, D.D., Somers, D.A. and Griesbach, R.J. (1995) Advances
in alternative DNA delivery techniques. Plant Cell, Tissue and Organ
Culture 40: 1-15.
- Southern E.M. (1975) Detection of specific sequences among DNA
fragments separated by gele electrophoresis. J. Mol. Biol. 98: 503-517.
- Sparace S.A., Kleppinger-Sparace K.F., Stahl R.J., Xue L. and
Qi, Q. (1992) Lipid biosynthesis in pea root plastids and some effects
of glycolytic intermediates. In SL MacKenzie and DC Taylor, eds.
Seed Oils for the Future, AOCS Press, Champaign, IL. pp 52-60.
- Stark, D.M., Timmerman, K.P., Barry, G.F., Preiss, J. and Kishore,
G.M. (1992) Regulation of the amount of starch in plant tissues
by ADP glucose pyrophosphorylase. Science 258: 287-292.
- Stobart AK, Stymne S, Höglund
S. (1986) Safflower microsomes catalyse oil accumulation in vitro:
A model system. Planta 169: 33-37.
- Stymne, S. and Stobart, A.K. (1987) Triacylglycerol Biosynthesis.
In Stumpf, P.K. ed, The Biochemistry of Plants, Academic Press,
New York. 9, 175-214.
- Taylor. CB. (1998) Comprehending cosuppression. The Plant Cell
9: 1245-1249.
- Taylor, D.C., Weber, N., Barton, D.L., Underhill, E.W., Hogge,
L.R., Weselake, R.J. and Pomeroy, M.K. (1991) Triacylglycerol bioassembly
in microspore-derived embryos of Brassica napus L. cv. Reston. Plant
Physiol. 97, 65-79.
- Taylor, D.C., Barton, D.L., Rioux, K.P., MacKenzie, S.L., Reed,
D.W., Underhill, E.W., Pomeroy, M.K. and Weber, N. (1992) Biosynthesis
of acyl lipids containing very-long chain fatty acids in microspore-derived
embryos of Brassica napus L. cv. Reston. Plant Physiol. 99, 1609-1618.
- Tijburg, LB, Geelen, MJ and van Golde LM (1989) Rgulation of
the biosynthesis of triacylglycerol, phosphatidylcholine and phosphatidylethanloamine
in the liver. Biochim Biophys Acta 1004: 1-19.
- Tzen TC, Cao Y, Laurent P, Ratnayake C and Huang HC (1993) Lipids,
proteins and structures of seed oil bodies from diverse species.
Plant Physiol. 101: 267-276.
- Vasil, I.K. (1994) Molecular improvement of cereals. Plant Mol.
Biol. 25: 925-937.
- Vaucheret, H., Béclin
C, Elmayan T, Feuerbach, F., Godon C, Morel J-B, Mourrain, P., Palauqui,
J-C and Vernhettes S (1998) Transgene-induced gene silencing in
plants. The Plant Journal 16: 651-659.
- Voelker, T.A., Worrell. A.C.. Anderson, L., Bleibaum, J., Fan,
C., Hawkins, D.J., Radke, S.E.. and Davies, H.M. (1992) Fatty acid
biosynthesis redirected to medium chains in transgenic oilseed plants.
Science 257: 72-74.
- Voelker, T.A., Hayes, T.R., Cramner, A.M., Turner, J.C., and
Davies, H.M. (1996) Genetic engineering of a quantitative trait:
metabolic and genetic parameters influencing the accumulation of
laurate in rapeseed. The Plant Journal 9: 229-241.
- Vogel, G and Browse, J (1996) Cholinephosphotransferase and
diacylglycerol acyltransferase: Substrate specificities at a key
branch point in seed lipid metabolism. Plant Physiol. 110: 923-931.
- Walden, R. and Wingender, R. (1995) Gene-transfer and plant
regeneration techniques. Trends in Biotechnology 13: 324-331.
- Weselake, R.J., Taylor, DC, Pomeroy, M.K., Lawson SL, and Underhill
EW (1991) properties of diacylglycerol acyltransferase from microspore-derived
embryos of Brassica napus L. Phtochemistry: 30: 3533-3538.
- Weselake, R.J., Pomeroy, M.K, Furukawa, T.L., Golden, J.L.,
Little, D.B. and Laroche, A. (1993) Developmental profile of diacylglycerol
acyltransferase In maturing seeds of oilseed rape and safflower
and micro-spore-derived cultures of oilseed rape. Plant Physiol.
102, 565-571.
- Wilson, R.F. and Kwanyuan P. (1986) Triacylglycerol synthesis
and metabolism in germinating soybean cotyledons. Biochim. Biophys.
Acta 877, 231-237.
- Yang, H., Bard, M., Bruner, D.A, Gleeson, A, Dekelbaum, R.J..
Aljinovic, G., Pohl, T.M., Rothstein, R. and Sturley, S.L. (1997)
Sterol esterification in yeast: a two-gene process. Science 272,
1353-1356.
- Yu, C., Kennedy, N.J., Chang, C.C.Y. and Rothblatt, J.A. (1996)
Molecular cloning and characterization of two isoforms of Saccharomyces
cerevisiae Acyl-CoA: Sterol Aryltransferase. J. Biol. Chem. 271,
24167-24163.
- Zou, J-T., Katavic. V., Giblin, E.M., Barton, D.L, MacKenzie,
S.L., Keller, W.A, Hu, X. and Taylor, D.C. (1997) Modification of
seed oil content and acyl composition in the Brassicaceae by expression
of a yeast sn-2 acyltransferase gene. The Plant Cell 9: 909-923.
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-