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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Verbindungen, die als Antagonisten
für das
intestinale Hormon gluconartiges Peptid 1 (GLP-1) wirken. Genauer
betrifft die Erfindung Nichtpeptid-GLP-1-Antagonisten, die vorteilhafte
physikalische, chemische und biologische Eigenschaften haben. Die
GLP-1-Antagonisten der vorliegenden Erfindung hemmen die Bindung
des GLP-1-Peptids an den GLP-1-Rezeptor und/oder verhindern die
Aktivierung des Rezeptors durch gebundenes GLP-1. Die Erfindung
betrifft weiterhin ein Verfahren zur Hemmung der Bindung von GLP-1
an den GLP-1-Rezeptor und ein Verfahren zur Hemmung der Aktivierung
des GLP-1-Rezeptors.
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GLP-1
ist ein intestinales Hormon, das innerhalb von Minuten nach der
Nahrungsaufnahme freigesetzt wird, das die Insulinfreisetzung potenziert
und die Regulierung von Glucoseaufnahme und Metabolismus fördert. GLP-1
entsteht durch posttranslationale Prozessierung von Proglucagon
und wird von intestinalen endokrinen L-Zellen ausgeschieden (Fehman et al.,
1995, Endocr. Rev. 16:390-410; Thorens et al., 1995, Diabetes Metab.
(Paris) 21:311-318). Die insulintrophen Wirkungen von GLP-1 machen
es zu einem geeigneten Ziel bei dem Umgang mit Diabetes und anderen
Problemen mit der Glucoseintoleranz bei kritischen Erkrankungen.
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Die
Ergebnisse von Studien, die kürzlich
bei nicht-diabetischen Frauen im Alter von 59 Jahren durchgeführt wurden,
deuten darauf hin, dass GLP-1 Plasmaglucosepegel reduziert hauptsächlich,
indem es die Leberglucoseproduktion reduziert und die metabolische
Clearance-Rate der Glucose erhöht,
indem bei gesunden Personen indirekt das Verhältnis von Insulin zu Glucagon
erhöht
wird (Larsson et al., 1997, Acta Physiol. Scand. 160:413-422). Die
Glucoseintoleranz ist ein allgemeines Merkmal des Alterungsprozesses;
es wurde gefunden. dass Altern ein ätiologischer Faktor für Diabetes
mellitus Typ II ist.
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Bei
einer Untersuchung, die die Anomalitäten in Betazellen auffinden
sollte, die beim Alterungsprozess auftreten, wurde gefunden, dass
die Insulinantwort in den beiden untersuchten Altersgruppen ähnlich war.
Es wurde gefunden, dass GLP-1 zusammen mit IVGTT die akute Insulinantwort
auf Glucose wiederherstellt, während
die Clearance der Glucose bei älteren
Tieren erhöht
wurde. Der daraus gezogene Schluss ist, dass eine gestörte Glucose-vermittelte
Insulinantwort bei älteren
Wesen vorhanden ist, obwohl die Wesen bzw. Tiere ihre Insulinresponsivität auf GLP-1
behielten (Ore et al., 1997, Journal of Gerontology: Biological
Sciences 52A(5):B245-B249).
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Ein
GLP-1-Agonist bezieht sich auf eine Verbindung oder ein Mittel,
die/das die physiologischen und pharmakologischen Eigenschaften
von endogenem GLP-1 nachahmt. Ein GLP-1-Antagonist bezieht sich
auf eine Verbindung oder ein Mittel, die/das die Wirkungen von GLP-1
schwächt
durch die Fähigkeit
dieser Verbindungen oder Mittel, die Bindung des GLP-1-Peptids an
den GLP-1-Rezeptor zu hemmen und/oder die Aktivierung des Rezeptors
durch gebundenes GLP-1 zu hemmen.
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Die
Glucagon-artigen Peptide GLP-1-(7-36)-Amid und Exendin-4-(1-39)
wurden als GLP-1-Agonisten aufgefunden. Das Glucagon-Secretin-vasoaktive
intestinale Peptid Exendin-(9-39) wurde als GLP-1-Antagonist aufgefunden
(Montrose-Rafizadeh et al., 1997, J. Biol. Chem. 272(34):21201-21206).
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Peptidantagonisten
von Peptidhormonen sind häufig
sehr potent. Die Verwendung von Peptidantagonisten ist typischerweise
jedoch mit Problemen verbunden aufgrund der Empfindlichkeit gegenüber enzymatischem
Abbau und schlechter biologischer Verteilung, d.h. der Unfähigkeit,
leicht vom Verdauungssystem in den Blutstrom transportiert zu werden.
Solche Antagonisten haben somit eine begrenzte Wirksamkeit als Wirkstoffe
oder Arzneimittel, da es schwierig ist, den gewünschten Blutpegel der Peptidantagonisten
mit geringen Dosierungen zu erreichen. Demzufolge besteht ein Bedarf
für GLP-1-Antagonisten
und insbesondere für Nichtpeptid-GLP-1-Antagonisten.
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GLP-1-Antagonisten
haben ein Potenzial, therapeutisch verwendet zu werden, um das Essen
bzw. die Nahrungsaufnahme bei Störungen,
die durch Kachexie gekennzeichnet sind, zu steigern. Z.B. hat die
Arbeit von Larsen et al. gezeigt, dass die zentrale Verabreichung
von GLP-1 die zentralen CRH-haltigen Neurouen der Achse Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinde
aktiviert, was für
Futterverhalten verantwortlich sein könnte (Larsen et al., 1997,
Endocrinology 138(10):4445-4455). Viel deutet darauf hin, dass GLP-1-Agonisten Futter- und Wasseraufnahme
bei Ratten hemmen und diese Wirkungen werden von dein GLP-1-Rezeptorantagonisten
Exendin-(9-39)-Amid blockiert (Navarro et al., 1996, J. Neurochem.
67(5):1982-1991; Tang-Christensen, 1996, Amer. J. Physiol. 271(4
Teil 2):R848-856). Exendin-(9-39) allein erhöht die Nahrungsaufnahme bei
anderen Rattenmodellen (Turton et al., 1996, Nature 379(6560):69-72).
Außerdem
können
GLP-1-Rezeptorantagonisten für
eine postprandiale Hypoglykämie
und das Dumping-Syndrom nützlich
sein, wo es eine überschäumende GLP-1-Freisetzung
gibt (Vecht, 1997, Scand. J. Gastroenterol. Suppl. 223:21-27).
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Es
gibt somit einen Bedarf für
wirksame Nichtpeptid-GLP-1-Antagonisten, die nützlich sind zur therapeutischen
Regulierung von GLP-1, die den in-vivo-Abbau und Probleme bei der
biologischen Verteilung vermeiden, die von Peptid-GLP-1-Antagonisten
gezeigt werden.
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Es
ist bekannt, dass pharmazeutische Zusammensetzungen, die β-Carbolin-Derivate
enthalten, nützlich
sind für
die klinische Behandlung der anomalen Funktion des γ-Aminobuttersäure-Neurotransmissionssystems
(US-5 834 482).
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Zusammenfassung der Erfindung
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Nichtpeptid-GLP-1-Antagonisten
bereitzustellen, die nützlich
als Pharmazeutika sind. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht
darin, Verfahren zur Verfügung
zu stellen, um die Verbindungen und Zwischenproduktverbindungen
zu synthetisieren, die in solchen Synthesen nützlich sind. Die erfindungsgemäßen Verbindungen
sind pharmazeutisch Peptidverbindungen überlegen, da sie eine bessere
biologische Verteilung und Toleranz gegenüber einem Abbau durch physiologische
Enzyme liefern.
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Die
Erfindung ist auf GLP-1-antagonisierende Verbindungen der allgemeinen
Formel
gerichtet, worin
R
1 eine Phenyl- oder Pyridylgruppe ist, die
gegebenenfalls mit einem oder mehreren Substituenten substituiert ist,
die unabhängig
ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus Halogen, Hydroxyl, Nitro, Trifluormethyl, Cyano,
C
1-C
6-Alkyl-, C
2-C
6-Alkenyl- und
C
1-C
6-Alkoxygruppen,
R
2 ist, wobei R' Wasserstoff; eine
Hydroxygruppe; -OR
5, wobei R
5 eine
C
2-C
6-Alkyl- oder
C
2-C
6-Alkenylgruppe,
die gegebenenfalls mit einer Hydroxygruppe oder einer Amino-, C
1-C
6-Alkoxy-, Cycloalkyl-,
Thioether-, Heterocycloalkyl-, Aryl- oder Heteroarylgruppe substituiert
ist, die gegebenenfalls mit einem oder mehreren Substituenten substituiert
ist, die unabhängig
ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Carboxyl-,
C
1-C
6-Alkoxycarbonyl-,
Sauerstoff-, Halogen- und Trifluormethylgruppen; oder -NR
6R
7 ist, wobei R
6 und R
– jeweils unabhängig Wasserstoff
oder eine C
1-C
6-Alkyl-,
C
2-C
6,-Alkenyl-,
Amino- oder Iminogruppe sind, die gegebenenfalls mit einer Hydroxygruppe,
einer C
1-C
6-Alkoxygruppe
oder einer Amino-, Thioether-, Heterocycloalkyl-, Aryl- oder Heteroarylgruppe
substituiert ist, die gegebenenfalls mit einem oder mehreren Substituenten
substituiert ist, die unabhängig
ausgewählt
sind aus Sauerstoff-, Halogen-, Trifluormethyl- und Carboxylgruppen
oder wobei -NR
6R
7 einen
5- oder 6-gliedrigen heterocyclischen Ring bildet, der gegebenenfalls
zusätzlich
zu dem Stickstoffheteroatom ein Heteroatom ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus O, N und S enthält; -(CH
2)
n-O-R'', wobei n 1 oder
2 ist und R'' Wasserstoff, eine
C
5-C
7-Heteroarylgruppe
oder
ist, wobei R
8 Wasserstoff,
eine C
1-C
6-Alkylgruppe,
eine C
3-C
6-Cycloalkylgruppe
oder eine 5- oder 6-gliedrige Heteroarylgruppe ist, die gegebenenfalls
mit einem oder mehreren Substituenten substituiert ist unabhängig ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Halogen, Methyl und Trifluormethyl;
-(CH
2)
p-N(R'')(R'''), wobei p 1 oder 2 ist, R'' wie oben definiert ist und R''' Wasserstoff
oder eine Alkyl- oder Alkoxygruppe ist, die gegebenenfalls mit einer
C
3-C
6-Cycloalkylgruppe
substituiert ist, die gegebenenfalls mit Cyano substituiert ist;
-CH=N-R'''', wobei R'''' Wasserstoff, eine
Hydroxygruppe oder -OR
9 ist, wobei R
9 eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Heteroarylgruppe
ist oder
ein 5- oder 6-gliedriger heterocyclischer Ring ist,
der 1 bis 3 Heteroatome aufweist, die unabhängig ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend
aus O, N und S, wobei der Ring gegebenenfalls mit einem oder zwei
Substituenten substituiert ist, die unabhängig ausgewählt sind aus Methyl-, Methoxymethyl-,
Sauerstoff- und C
1-C
6-Alkoxygruppen;
R
3 Wasserstoff oder eine C
1-C
6-Alkyl-, C
2-C
6-Alkenyl- oder (C
1-C
3-Alkoxy)-C
1-C
3-alkylgruppe ist;
oder R
2 und
R
3 zusammen mit den Atomen, an die sie gebunden
sind, einen 5- bis 6-gliedrigen Ring bilden, der ein oder zwei Heteroatome
aufweist, die ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus O, N und S, wobei der Ring gegebenenfalls
mit Sauerstoff, Hydroxyl oder einer C
1-C
6-Alkylgruppe substituiert ist, die gegebenenfalls mit
einem 5- oder 6-gliedrigen Heterocycloalkylring substituiert ist,
der ein oder zwei Heteroatome aufweist, die unabhängig ausgewählt sind
aus O, N und S und
R
4 Wasserstoff oder
eine Amino-, Halogen-, Hydroxyl-, Nitro-, Trifluormethyl-, Cyano-,
C
1-C
6,-Alkyl- oder C
2-C
6-Alkenylgruppe ist.
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Die
Erfindung ist auch auf Prodrugs, pharmazeutisch annehmbare Salze
und pharmazeutisch annehmbare Solvate der Verbindungen der Formel
(I) gerichtet.
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Die
GLP-1-Antagonisten der vorliegenden Erfindung hemmen die GLP-1-Peptidbindung
an den GLP-1-Rezeptor
und/oder verhindern die Aktivierung des Rezeptors durch gebundenes
GLP-1. Die Erfindung ist somit weiterhin auf die Verwendung der
erfindungsgemäßen Verbindungen
zur Herstellung eines Arzneimittels zur Hemmung der Bindung von
GLP-1 an den GLP-1-Rezeptor und zur Hemmung der Aktivierung des GLP-1-Rezeptors gerichtet.
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Detaillierte Beschreibung
und bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung
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Gemäß einer
im Stand der Technik verwendeten Konvention wird
in Strukturformeln verwendet,
um die Bindung darzustellen, die der Anknüpfungspunkt der Einheit oder
des Substituenten an den Kern oder die Gerüststruktur ist.
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Der
Ausdruck "Alkylgruppe", wie er hier verwendet
wird, soll geradkettige oder verzweigte einwertige Reste aus gesättigten
Kohlenstoffatomen und Wasserstoffatomen bedeuten, wie Methyl (Me),
Ethyl (Et),Propyl. Isopropyl, Butyl, Isobutyl, t-Butyl und dgl.
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Der
Ausdruck "Alkenylgruppe" bezieht sich auf
geradkettige oder verzweigte alkenartige Reste, die eine oder mehrere
Doppelbindungen enthalten, wie Ethenyl, Pentenyl, Butenyl, Propenyl
und dgl.
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"Alkinylgruppe" bezieht sich auf
geradkettige oder verzweigte alkinartige Reste, die mindestens eine Dreifachbindung
enthalten, wie Ethinyl, Butinyl, Propinyl, Pentinyl, Hexinyl und
dgl.
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Eine "Cycloalkylgruppe" soll einen nicht
aromatischen einwertigen, monocyclischen, bicyclischen oder tricyclischen
Rest bedeuten, der 3 bis 14 Ringkohlenstoffatome enthält, die
jeweils gesättigt
oder ungesättigt sein
können.
Beispiele für
Cycloalkylgruppen schließen
die folgenden Einheiten ein:
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Eine "Heterocycloalkylgruppe" soll einen nicht
aromatischen einwertigen monocyclischen, bicyclischen oder tricyclischen
Rest bedeuten, der gesättigt
oder ungesättigt
ist und 3 bis 18 Ringatome enthält,
was 1 bis 5 Heteroatome ausgewählt
aus Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel einschließt. Beispiele
für Heterocycloalkylgruppen
schließen
die folgenden Anteile ein, wobei R jeder geeignete Substituent ist:
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Eine "Arylgruppe" soll einen aromatischen
einwertigen monocyclischen, bicyclischen oder tricyclischen Rest
bedeuten, der 6 bis 18 Ringkohlenstoffatome enthält. Beispiele für Arylgruppen
schließen
die folgenden Anteile ein:
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Eine "Heteroarylgruppe" soll einen aromatischen
einwertigen monocyclischen, bicyclischen oder tricyclischen Rest
mit 4 bis 18 Ringatomen bedeuten, der 1 bis 5 Heteroatome einschließt ausgewählt aus
Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel. Beispiele für Heteroarylgruppen schließen die
folgenden Einheiten ein:
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Ein "Heterocyclus" soll eine Heteroaryl-
oder Heterocycloalkylgruppe bedeuten.
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Eine "Acylgruppe" soll einen -C(O)-R-Rest
bedeuten, wobei R ein über
Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel gebundener Substituent
ist.
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Eine "Sulfonylgruppe" soll einen -SO2R-Rest bedeuten, wobei R ein über Kohlenstoff,
Sauerstoff oder Stickstoff verknüpfter
Substituent ist.
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Eine "Aminogruppe" soll einen -NH2-Rest oder einen primären, sekundären oder tertiären Aminrest
bedeuten (d.h. NHRa, wobei Ra eine
Alkylgruppe ist und -NRaRb,
wobei Ra und Rb jeweils
unabhängig
eine Alkylgruppe ist).
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Ein "Imino"-Substituent bezieht
sich auf einen Substituenten, der eine Kohlenstoff-Stickstoff-Doppelbindung aufweist,
z.B.
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Eine "Alkoxygruppe" soll den Rest -ORa bedeuten, wobei Ra eine
Alkylgruppe ist. Beispielhafte Alkoxygruppen schließen Methoxy,
Ethoxy, Propoxy und dgl. ein.
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Eine "Alkoxycarbonylgruppe" soll den Rest -C(O)ORa bedeuten, wobei Ra eine
Alkylgruppe ist.
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Der
Ausdruck "Thioether" bezieht sich auf
Alkylthio-, Arylthio- und Heteroarylthiogruppen. Eine "Alkylthiogruppe" soll den Rest -SRa bedeuten, wobei Ra eine
Alkylgruppe ist. Eine "Arylthiogruppe" soll den Rest -SRc bedeuten, wobei Rc eine
Arylgruppe ist. Eine "Heteroarylthiogruppe" soll den Rest -SRd bedeuten, wobei Rd eine
Heteroarylgruppe ist.
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Eine "Aryloxygruppe" soll den Rest -ORc bedeuten, wobei Rc eine
Arylgruppe ist. Eine "Heteroaryloxygruppe
soll den Rest -ORd bedeuten, wobei Rd eine Heteroarylgruppe ist.
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Der
Ausdruck "Substituent" oder "geeigneter Substituent" soll jeden chemisch
geeigneten Substituenten bedeuten, der vom Fachmann auf diesem Gebiet
erkannt oder ausgewählt
werden kann, z.B. durch Routinetests. Erläuternde Beispiele für geeignete
Substituenten schließen
Hydroxy (-OH), Halogen, Oxogruppen, Alkylgruppen, Acylgruppen, Sulfonylgruppen,
Mercaptogruppen, Alkylthiogruppen, Alkoxygruppen, Cycloalkylgruppen,
Heterocycloalkylgruppen, Arylgruppen, Heteroarylgruppen, Carboxy(-C(O)OH),
Aminogruppen, Carbamoyl-(-C(O)NH2), Aryloxygruppen, Heteroaryloxygruppen,
Arylthiogruppen, Heteroarylthiogruppen und dgl. ein.
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Der
Ausdruck "gegebenenfalls
substituiert" soll
andeuten, dass die spezifische Gruppe unsubstituiert oder mit einem
oder mehreren geeigneten Substituenten substituiert ist, wenn die
fakultativen Substituenten nicht ausdrücklich spezifiziert sind, wobei
in diesem Fall der Ausdruck anzeigt, dass die Gruppe unsubstituiert oder
mit den spezifizierten Substituenten substituiert sein kann. Wie
oben definiert, können
verschiedene Gruppen unsubstituiert oder substituiert sein (d.h.
sie sind gegebenenfalls substituiert), wenn nicht anders angegeben
(z.B. indem angegeben ist, dass die spezifische Gruppe unsubstituiert
ist).
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"Prodrug" soll eine Verbindung
sein, die unter physiologischen Bedingungen oder durch Solvolyse oder
metabolisch in eine spezifische Verbindung umgewandelt wird, die
pharmazeutisch aktiv ist.
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Ein "Solvat" soll eine pharmazeutisch
annehmbare Solvatform einer spezifschen Verbindung bedeuten, die
die biologische Wirksamkeit einer solchen Verbindung behält. Beispiele
für Solvate
schließen
Verbindungen der Erfindung ein in Kombination nur Wasser, Isopropanol,
Ethanol, Methanol, DMSO, Ethylacetat, Essigsäure oder Ethanolamin.
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Ein "pharmazeutisch annehmbares
Salz" soll ein Salz
bedeuten, das die biologische Wirksamkeit der freien Säuren und
Basen der spezifischen Verbindung behält und nicht biologisch oder
in anderer Weise unerwünscht
ist. Beispiele für
pharmazeutisch annehmbare Salze schließen Sulfate, Pyrosulfate, Bisulfate,
Sulfite, Bisulfite, Phosphate, Monohydrogenphosphate, Dihydrogenphosphate,
Metaphosphate, Pyrophosphate, Chloride, Bromide, Iodide, Acetate,
Propionate, Decanoate, Caprylate, Acrylate, Formiate, Isobutyrate,
Caproate, Heptanoate, Propiolate, Oxalate, Malonate, Succinate,
Suberate, Sebacate, Fumarate, Maleate, Butin-1,4-dioate, Hexin-1,6-dioate, Benzoate,
Chlorbenzoate, Methylbenzoate, Dinitrobenzoate, Hydroxybenzoate,
Methoxybenzoate, Phthalate, Sulfonate, Xylolsulfonate, Phenylacetate,
Phenylpropionate, Phenylbutyrate, Citrate, Lactate, γ-Hydroxybutyrate,
Glycollate, Tartrate, Methansulfonate (Mesylate), Propansulfonate, Naphthalin-1-sulfonate,
Naphthalin-2-sulfonate und Mandelate ein.
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Die
Wirkung von GLP-1 wird antagonisiert durch 9H-β-Carbolinverbindungen der allgemeinen
Formel (I)
wobei R
1,
R
2, R
3 und R
4 wie oben definiert sind. Die Erfindung
ist auch auf Prodrugs, pharmazeutisch annehmbare Salze und pharmazeutisch
annehmbare Solvate solcher Verbindungen gerichtet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist R1 eine Phenylgruppe, die mit einer
oder mehreren Gruppen substituiert ist, die ausgewählt sind
aus Halogen, Hydroxyl, Nitro, Trifluormethyl und Cyano.
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Bevorzugt
sind auch Verbindungen, in denen R
2 ist, wobei R' wie oben definiert
ist, und einen Wasserstoffbindungsakzeptor-Substituenten beinhaltet,
der durch normale Konformationsvariationen eine Position 3 bis 5 Å von der
Carbonylgruppe entfernt annehmen kann. Der Ausdruck "Wasserstoffbindungsakzeptor-Substituent", wie er hier verwendet
wird, beziht sich auf einen Substituenten, der ein N oder O enthält, das
eine Wasserstoffbindung mit einem Wasserstoffbindungsdonor bilden
kann, wie -OH oder =NH. Beispielhafte Wasserstoffbindungsakzeptor-Substituenten
schließen
Anteile ein, die eine Gruppe wie
enthalten. Beispielhafte
Gruppen R
2 dieser Art schließen
ein. Wie
im Stand der Technik bekannt, wird die verkürzte Darstellung
hier verwendet, um -CH
3 darzustellen.
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Bevorzugt
sind auch Verbindungen, in denen R3 Wasserstoff
oder Methoxymethyl ist.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist R1 2,5-Dichlorphenyl oder 3,5-Dinitrophenyl.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
bilden R2 und R3 zusammen
mit den Atomen, an die sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen
Lacton- oder Lactamring.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist R
2 ausgewählt aus:
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist der 5- oder 6-gliedrige Ring, der durch R
2 und
R
3 und die Atome, die an sie gebunden sind,
gebildet wird, ausgewählt
aus
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Besonders
bevorzugte Verbindungen, die durch die obige Formel (I) dargestellt
werden, schließen
die folgenden ein
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Zusätzlich ist
die vorliegende Erfindung auf Vorläufer, Aufbaublöcke und
Zwischenprodukte, die zur Herstellung der Verbindungen der Formel
(I) nützlich
sind, gerichtet. Die Beispiele erläutern spezifische Vorläufer, Aufbaublocks
und Zwischenprodukte im Schutzbereich der vorliegenden Erfindung.
Insbesondere können
die folgenden Verbindungen verwendet werden, um bestimmte Verbindungen
im Schutzbereich der Erfindung zu synthetisieren:
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung schließen Prodrugs, pharmazeutisch
annehmbare Salze und pharmazeutisch annehmbare Solvate der Verbindungen
der Formel (I) ein. Die Salze der Verbindungen sind pharmazeutisch
annehmbare Salze, die von anorganischen oder organischen Säuren, wie
oben definiert, abgeleitet sind.
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Die
Erfindung beinhaltet weiterhin Prodrugs der Verbindungen der Formel
(I). Prodrugs sind Verbindungen, die durch die verschiedenen Biotransformationsreaktionen
metabolisch in vivo aus einer Vorläuferverbindung in eine Verbindung
der Formel (I) umgewandelt werden. Beispiele für Prodrugs schließen biologisch hydrolysierbare
Ester und Amide ein.
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Einige
hier beschriebene erfindungsgemäße Verbindungen
enthalten ein oder mehrere Asymmetriezentren und können daher
zu enantiomeren, diastereoisomeren und anderen stereoisomeren Formen
führen. Die
vorlie gende Erfindung soll alle solche möglichen stereoisomeren ebenso
wie racemischen und optisch reinen Formen einschließen. Optisch
aktive (R)- und (S)-Isomere können
hergestellt werden unter Verwendung chiraler Synthone, chiraler
Reagenzien oder können
unter Verwendung üblicher
Techniken aufgetrennt werden. Wenn die hier beschriebenen Verbindungen
olefinische Doppelbindungen enthalten, sind sowohl die geometrischen
E- als auch Z-Isomeren umfasst.
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Die
chemischen Formeln, auf die hier Bezug genommen wird, können das
Phänomen
des Tautomerismus aufweisen. Da die Formelzeichnungen in der Beschreibung
nur eine der möglichen
tautomeren Formen darstellen können,
versteht es sich, dass die Erfindung jede tautomere Form umfasst,
die erzeugt werden kann, indem die offenbarten Hilfsmittel angewendet
werden und dass sie nicht auf irgendeine tautomere Form beschränkt ist,
die in den Formelzeichnungen verwendet wird.
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Pharmazeutische Zusammensetzungen
und Behandlungsmethoden
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Die
pharmazeutischen Zusanmensetzungen der Erfindung beinhalten eine
wirksame Menge einer Verbindung der Formel (I) und einen pharmazeutisch
annehmbaren Träger
oder ein Verdünnungsmittel.
Eine "wirksame Menge" einer Verbindung
der Formel (I) soll eine GLP-1-antagonistische Menge sein, die eine
Konzentration der Verbindung ist, bei der Bindung und/oder Aktivierung
des GLP-1-Rezeptors gehemmt wird. Eine solche Menge liefert therapeutischen
Nutzen zur Regulierung von insulintrophen Effekten, die mit der GLP-1-Bindung
verbunden sind.
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Die
erfinderischen pharmazeutischen Zusammensetzungen werden in Dosierungseinheitsform
hergestellt, die zur Verabreichung an einen Patienten, der eine
Behandlung einer Krankheit oder eines Zustandes, der durch GLP-1-Hemmung
vermittelt wird, benötigt,
geeignet sind. Geeignete Formen der Verabreichung schließen (ohne
darauf beschränkt
zu sein) orale, parenterale, intravenöse, intramuskuläre und transdermale Methoden
ein, die allgemein im Stand der Technik bekannt sind.
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Die
Zusammensetzungen können
hergestellt werden, indem eine wirksame Menge der Verbindung der
Formel (I) mit bekannten pharmazeutischen Trägern oder Verdünnungsmitteln
mit üblichen
Prozeduren vereinigt wird. Diese Prozeduren können je nach Bedarf ein Vermischen,
Granulieren, Komprimieren oder Lösen
der Inhaltsstoffe für
das gewünschte
Präparat
beinhalten.
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Der
hier angewendete pharmazeutische Träger kann z.B. entweder fest
oder flüssig
sein. Beispielhaft für
feste Träger
sind Lactose, Terra alba, Saccharose, Talk, Gelatine, Agar, Pektin,
Gummi arabicum, Magnesiumstearat, Stearinsäure und dgl. Beispielhaft für flüssige Träger sind
Sirup, Erdnussöl,
Olivenöl,
Wasser und dgl. In gleicher Weise kann der Träger oder das Verdünnungsmittel
Zeitverzögerungsmaterial,
wie es im Stand der Technik bekannt ist, enthalten, wie Glycerylmonostearat
oder Glyceryldistearat allein oder mit einem Wachs, Ethylcellulose,
Hydroxypropylmethylcellulose, Methylmethacrylat oder dgl.
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Eine
Vielzahl von pharmazeutischen Formen kann angewendet werden. Wenn
ein fester Träger
verwendet wird, kann somit das Präparat tablettiert werden, in
eine Hartgelatinekapsel in Pulver- oder Pelletform gebracht werden
oder in Form einer Pastille sein. Die Menge an festem Träger kann
variieren und ist bevorzugt etwa 25 mg bis etwa 1 g. Wenn ein flüssiger Träger verwendet
wird, kann das Präparat
in Form von Sirup, Emulsion, Weichgelatinekapsel, steril injizierbarer
Lösung
oder Suspension in einer Ampulle oder einem Fläschchen oder eine nicht wässrige flüssige Suspension
sein.
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Um
eine stabile wasserlösliche
Dosisform zu erhalten, wird ein pharmazeutisch annehmbares Salz
einer Verbindung der Formel (I) in einer wässrigen Lösung einer organischen oder
anorganischen Säure,
wie einer 0,3 M Lösung
von Zuckersäure
oder bevorzugt Citronensäure
gelöst.
Wenn eine lösliche
Salzform nicht verfügbar
ist, wird die Verbindung der Formel (I) in einem oder mehreren geeigneten
Co-Lösungsmitteln
gelöst. Beispiele
für geeignete
Co-Lösungsmittel
schließen
(ohne darauf beschränkt
zu sein) Alkohol, Propylenglycol, Polyethylenglycol 300, Polysorbat
80, Glycerin und dgl. in Konzentrationen im Bereich von 0 bis 60%
des Gesamtvolumens ein.
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Die
Zusammensetzung kann auch in Form einer Lösung einer Salzform des aktiven
Inhaltsstoffs in einem geeigneten wässrigen Träger, wie Wasser oder einer
isotonischen Kochsalzlösung
oder Dextroselösung sein.
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Es
ist davon auszugehen, dass die tatsächlichen Dosierungen der Verbindungen
der Formel (I), die in erfinduugsgemäßen Zusammensetzungen verwendet
werden, je nach dem jeweilig verwendeten Komplex, der jeweilig formulierten
Zusammensetzung, der Verabreichungsart und der jeweiligen Stelle,
dem Wirt und dem Zustand, der behandelt wird, ausgewählt werden.
Optimale Dosierungen für
einen gegebenen Satz an Bedingungen können vom Fachmann auf diesem
Gebiet unter Verwendung üblicher
Dosierungsbestimmungstests festgestellt werden. Für die orale
Verabreichung ist z.B. die allgemein angewendete Dosis etwa 0,001
bis etwa 1000 mg/kg Körpergewicht,
wobei der Behandlungsverlauf in geeigneten Intervallen wiederholt
wird.
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Synthesemethoden
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Die
folgenden Syntheseprotokolle beziehen sich auf bevorzugte Zwischenproduktverbindungen
und Endprodukte, die in den Syntheseschemata oder an anderen Stellen
in der Beschreibung gezeigt sind. Die Herstellung von Verbindungen
der vorliegenden Erfindung wird im Detail beschrieben unter Verwendung
der folgenden allgemeinen und spezifischen Beispiele. Gelegentlich
kann die Reaktion, wie sie beschrieben wird, nicht für jede im
offenbarten Schutzbereich der Erfindung eingeschlossene Verbindung
anwendbar sein; die Verbindungen, für die dies zutrifft, werden
leicht vom Fachmann auf diesem Gebiet erkannt. In all diesen Fällen können die
Reaktionen erfolgreich mit Routinemodifikationen, die im Bereich
des Wissens eines Fachmanns auf diesem Gebiet liegen, durchgeführt werden
(z.B. durch Bezugnahme auf Lehren im Stand der Technik einschließlich der
hier zitierten), z.B. durch geeigneten Schutz von störenden Gruppen,
durch Veränderung
anderer konventioneller Reagenzien oder durch Routineveränderungen
von Reaktionsbedingungen. Alternativ sind andere Reaktionen, die
hier offenbart werden, oder die ansonsten üblich sind, zur Herstellung
der entsprechenden erfindungsgemäßen Verbindungen
anwendbar. Bei den unten beschriebenen präparativen Methoden sind alle
Ausgangsmaterialien bekannt, verfügbar oder können leicht aus bekannten Ausgangsmaterialien
hergestellt werden; alle Temperaturen sind in °C angegeben und, wenn nicht
anders angegeben, beziehen sich alle Teile und Prozentangaben auf
Gewicht.
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Reagenzien
wurden von kommerziellen Anbietern erworben, wie Aldrich Chemical
Company oder Lancaster Synthesis Ltd. und wurden ohne weitere Reinigung
verwendet, wenn nicht anders angegeben. Tetrahydrofuran (THF) und
N,N-Dimethylformamid (DMF) wurden von Aldrich in abgeschlossenen
Flaschen erworben und so verwendet, wie sie erhalten wurden. Alle
Lösungsmittel
wurden gereinigt unter Verwendung von dem Fachmann auf diesem Gebiet
bekannten Standardmethoden, wenn nicht anders angegeben.
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Biologische Assays
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Allgemein
kann die Aktivität
von Nichtpeptidantagonisten der vorliegenden Erfindung bestimmt
werden unter Verwendung einer Vielzahl von Assays und Techniken.
Die GLP-1-Antagonisten der vorliegenden Erfindung hemmen die Bindung
von GLP-1 an seinen Rezeptor und/oder hemmen die Rezeptoraktivierung
durch gebundenes GLP-1. Somit sind Bindungsaffinitätsuntersuchungen
nützlich,
um die antagonistische Aktivität der
erfindungsgemäßen Verbindungen
festzustellen. Die Bindungsaffinität kann z.B. bestimmt werden
durch Verdrängung
eines an den Rezeptor gebundenen Liganden, wobei der Ligand mit
einer nachweisbaren Markierung markiert ist. Insbesondere könnte ein
Fachmann auf diesem Gebiet eine in-vitro-Bindungsstudie durchführen, um
die spezifische Bindungsaktivität
der erfindungsgemäßen Verbindungen
an den GLP-1-Rezeptor zu berechnen, indem Zellen mit den Verbindungen
vorbehandelt werden und dann die vorbehandelten Zellen mit radioaktiv
markiertem GLP-1 getestet werden.
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Außerdem würde ein
Fachmann auf diesem Gebiet annehmen, dass die Aktivierung des GLP-1-Rezeptors
gemessen werden kann, indem die intrazellulären cAMP-Pegel, die in mit
erfindungsgemäßen Verbindungen
behandelten Zellen gemessen werden, bestimmt werden. Siehe z.B.
Montrose-Rafizadeh er al., 1997, J. Biol. Chem. 272(34):21201-21206.
Nach Behandlung mit den erfindungsgemäßen Verbindungen werden die Zellen
mit GLP-1 beaufschlagt und die intrazellulären cAMP-Pegel bestimmt. Die
antagonistische Aktivität
würde durch
den verminderten Pegel an cAMP bezogen auf eine nicht behandelte
Kontrolle festgestellt.
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Zusätzlich zu
diesen biologischen Tests bzw. Assays sind andere periphere Tests
geeignet, um die antagonistische Aktivität der Verbindungen der Formel
(I) zu bestimmen. Z.B. schließen
bekannte Tests zur Bestimmung der GLP-1-Aktivität einen Aufnahmebioassay und
durch ANG-II stimulierte Durstassays ein (Tang-Christensen et al., 1996, Amer. J. Physiol.
271(4 Pt 2):R848-R856) und Lipolyseassays (Montrose-Rafizadeh et
al., 1997, J. Cell Phys. 172(3):275-283).
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Basierend
auf den vorhergehenden Tests kann ein Fachmann auf diesem Gebiet
die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Hemmung
der Bindung und/oder Aktivierung des GLP-1-Rezeptors durch GLP-1
bestimmen. Weiterhin sind solche Untersuchungen nützlich,
um die wirksamen Mengen der erfindungsgemäßen Verbindungen festzustellen,
um GLP-1-Aktivität
zu hemmen.
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Allgemeine Beispiele
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Methode
A: Allgemeines Vorgehen zur N-Alkylierung
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In
den oben angegebenen Verbindungen sind R1,
R4 und R5 wie oben
definiert.
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Zu
einer Lösung
von Alkylhalogeniden in DMF (1 Äquivalent)
wird eine DMF-Lösung
eines substituierten 9H-β-Carbolin-3-carbonsäuremethylesters
(1 Äquivalent)
und eine Suspension von Natriumhydrid in DMF (~ 1 Äquivalent
von 60% NaH in Öl)
zu der Mischung zugegeben. Die Mischung wird zugedeckt, kurz bewegt und
kurz alle 15 Minuten lang geschüttelt
ungefähr über einen
Zeitraum von 1 Stunde. Das DMF wird im Vakuum entfernt.
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In
den obigen Verbindungen bedeutet Z-CH2R1, wie oben definiert.
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Eine
Mischung von 9H-β-Carbolin-3-carbonsäuremethylester
oder einem Derivat (5,0 mmol) und Natriumhydrid (0,20 g 60% in Öl, 5,0 mmol)
wird mit trockenem DMF (11 ml) unter Stickstoff behandelt. Nach 15-minütigem Rühren ist
die Gasentwicklung im Wesentlichen abgeschlossen, was eine hellbraune,
fast klare Lösung
des Natriumsalzes des β-Carbolins
(~ 0,40 M) mit einer Spur von noch verbleibendem festen Material liefert.
Diese Lösung
wird auf gleiche Weise hergestellt durch Zugabe des festen β-Carbolins
zu einer Aufschlämmung
von Natriumhydrid in DMF oder durch Zugabe von Natriumhydrid zu
einer Aufschlämmung/Lösung des β-Carbolins
in DMF. Die Abkühlung
auf 0°C
ist notwendig, wenn die Reaktion in größerem Maßstab durchgeführt wird
(40 bis 80 mmol).
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Zu
der Lösung
des Natriumsalzes wird eine Lösung
eines Alkylhalogenids in DMF (5 ml von 1,0 M, 5,0 mmol, 1 Äquivalent)
zugegeben, was zu einer leichten Exotherme führt. Nach 2- bis 24-stündigem Rühren bei Raumtemperatur
wird das DMF im Vakuum entfernt und der Rückstand zwischen Wasser und
Ethylacetat aufgetrennt. Die Ethylacetatphase wird abgetrennt, über Na2SO4 getrocknet,
filtriert, im Vakuum entfernt und der Rückstand aus Ethylether, Ethylacetat/Ethylether
oder Ethylacetat/Petrolether kristallisiert.
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Alternativ
werden die Produkte durch Chromatographie auf Silicagel gereinigt
unter Verwendung von 95:5 Diethylether/8 M NH3-CH3OH oder einer Gradientenelution von 90:10
Trichlormethan (CHCl3)/2 M NH3-CH3OH
in CHCl3 oder präparative Reverse-Phase-HPLC
gefolgt von einer Umkristallisation aus Ethylether oder Ethylacetat/Petrolether.
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Methode
C: Veresterung eines Carbonsäureimidazolids
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In
den oben angegebenen Verbindungen ist R5 wie
oben definiert.
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Die
Veresterung von Säuren über 3-(1-Imidazolylcarbonyl)-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin
kann mit der folgenden Methode durchgeführt werden (A.H. Staab, ACIEE
1962, 1:351). Zu einer Lösung
eines Alkohols (125 μl
0,40 M, 0,050 mmol) in DME (1,2-Dimethoxyethan) wird eine Lösung von
3-(1-Imidazolylcarbonyl)-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin
(125 μl
0,40 M, 0,050 mmol, 1 Äquivalent)
in DMF zugegeben und anschließend
eine Lösung
von Imidazolylnatrium (25 μl
0, 1 M, 0,0025 mmol, 5 Mol-%) in DMF. Letzteres wird frisch aus
Imidazol und Natriumhydrid hergestellt. Die entstehende Mischung
wird kurz bewegt und 18 bis 24 Stunden lang auf 50°C erhitzt.
Die Lösungsmittel
werden im Vakuum entfernt und das Produkt aus dem Rückstand
durch präparative
HPLC isoliert.
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Methode
D: Veresterung eines Alkolols
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In
den oben aufgeführten
Verbindungen ist R8 wie oben definiert.
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Die
Veresterung eines Alkohols, wie [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methanol
(siehe oben) kann nur der folgenden Methode durchgeführt werden.
Eine Lösung
von [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methanol (100 μl 0,5 M,
0,05 mmol) in DME wird mit einer Lösung eines Säurechlorids
(100 μl
0,5 M, 0,05 mmol) in DCE (1,2-Dichlorethan) versetzt und die Mischung
kurz bewegt. Eine Lösung
von Triethylamin (100 μl
1,0 M, 0,1 mmol, 2 Äquivalente)
in DME wird zugegeben und die Mischung wieder bewegt und bei Raumtemperatur über Nacht
stehen gelassen. Die flüchtigen
Bestandteile werden im Vakuum entfernt und das Produkt aus dem Rückstand
mit präparativer
HPLC entfernt.
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Methode
E: Veresterung einer Carbonsäure
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Eine
Carbonsäure,
wie 9H-β-Carbolin-3-carbonsäure (siehe
oben) kann gemäß der vorliegenden
Erfindung wie folgt verestert werden. 9H-β-Carbolin-3-carbonsäure wird
mit überschüssigem SOCl2 bei Raumtemperatur über Nacht gerührt. Das überschüssige SOCl2 wird im Vakuum entfernt und das entstehende
rohe Säurechlorid
wird in CHCl3 gelöst. Zu dieser Lösung wird
Et3N (3 Äquivalente)
und ein Alkohol (5 Äquivalente) zugegeben
und die entstehende Mischung bei Raumtemperatur über Nacht gerührt. Die
Reaktionsmichung wird einer wässrigen
Aufarbeitung unterzogen und der Rückstand aus der organischen
Phase wird auf Silicagel (CH2Cl2)
chromatographiert, was den Ester liefert.
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Spezifische Beispiele
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Beispiel 1
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Herstellung
von 9H-β-Carbolin-3-carbonsäuremethylester
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Diese
Verbindung wurde mit einer Modifikation eines bekannten Verfahrens
(Couts et al., Heterocycles 1984, 22:131) hergestellt. Zu einer
Mischung der freien Base von L-Tryptophanmethylester (161 g, 0,738
Mol) und Paraformaldehyd (22 g, 0,733 Mol) wurde Toluol (1 l) zugegeben.
Die Mischung wurde unter wirksamem mechanischen Rühren am
Rückfluss
erhitzt und das Wasser unter Verwendung einer Barrett-Falle entfernt. Nach
1 Stunde wurde fast die theoretische Menge an Wasser (13 ml) gesammelt.
Trifluoressigsäure
(5 ml, 0.065 Mol, 8,8 Mol-%) wurden über den oberen Teil des Kühlers (exotherm)
zugegeben und die Mischung weitere 1,5 Stunden lang am Rückfluss
erhitzt. Das Lösungsmittel
wurde verdampft und 10% Palladium auf Kohlenstoff wurden zu dem
Topf (44 g feuchtes Material gewonnen aus einem vorherigen Durchlauf;
Trockengewicht = 38 g bezogen auf das in der nachfolgenden Stufe
entfernte Wasser; ~ 0,036 Mol Pd oder 4,8 Mol-%) zugegeben. Xylol
(800 ml) wurde zugegeben und die Mischung heftig gerührt (mechanischer
Rührer)
und über Nacht
mit einer Barrett-Falle
am Rückfluss
erhitzt, um das Wasser aus dem Pd/C zu entfernen. Die Reaktionsmischung
wurde dann in einem Eisbad und dann über Nacht in einem Gefrierschrank
bei –20°C gekühlt. Die entstehende
Aufschlämmung
wurde filtriert, was Mutterlaugen, die Verunreinigungen enthielten,
einschheßlich einer
Verbindung, die mit 2-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester übereinstimmte,
und einen grauen Filterkuchen lieferte, der eine Mischung aus Produkt
und Pd/C enthielt. Der Filterkuchen wurde in einen Papierfingerhut überfülut und
in einer Soxhlet-Vorrichtung mit Methanol (800 ml in einem 2-l-Kolben)
in verschiedenen Chargen extrahiert. Als das Produkt in dem Topf
kristallisierte, wurde die Aufschlämmung filtriert, der hellgelbe
Feststoff mit Methanol gewaschen und getrocknet und das Filtrat
in den Topf zurückgebracht.
Drei Chargen Produkt wurden gesammelt, was insgesamt 76 g Produkt
lieferte (46% Ausbeute aus Tryptophanmethylester).
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Beispiel 2
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
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Eine
Suspension von 9H-β-Carbolin-3-carbonsäureethylester
(2,40 g, 10 mmol) in wasserfreiem DMF (20 ml) wurde in einem Eisbad
unter Stickstoff gekühlt.
Natriumhydrid (420 mg von 60%, NaH in Mineralöl, 10,5 mmol) wurde auf einmal
zugegeben und die Mischung gerührt,
bis sich der größte Teil
der Feststoffe gelöst hatte
und die Wasserstoffentwicklung aufhörte (ungefähr 10 Minuten). Die kalte Mischung
wurde mit 2,5-Dichlorbenzylchlorid
(2,15 g, 1,0 mmol) langsam unter Rühren versetzt und dann 2 Stunden
lang auf Raumtemperatur erwärmen
gelassen. Die entstehende trübe
Lösung
wurde mit Essigsäure
neutralisiert, dann das Lösungsmittel
im Vakuum entfernt, was einen lohfarbenen Feststoff lieferte (3,94
g). Das rohe Material wurde auf Silicagel chromatographiert unter
Verwendung einer Mischung von Chloroform und Ethylacetat, was das
Titelprodukt lieferte (1,96 g, 49%).
1H-NMR
(300 MHz, DMSO-d6) δ 9,06 (s, 1H), 8,96 (s, 1H),
8,48 (d, J = 8,0, 1H), 7,55-7,64 (m, 3H), 7,35-7,42 (m, 2H), 6,60
(d, J = 2,3, 1H), 5,89 (s, 2H), 4,36 (q, J = 6,9, 1H), 1,35 (t,
J = 7,2, 3H);
LRMS berechnet für C21H16Cl2N2O2 (M + H) 399, gefunden 399,0.
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Beispiel 3
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure
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9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure wurde
hergestellt, wie für
die entsprechende 9-unsubstituierte
Verbindung beschrieben (Hagen et al., Heterocycles 1986, 24:2845).
Eine Mischung von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(15,0 g, 0,0389 Mol), Natriumhydroxid (2,0 g, 0,05 Mol), Wasser
(75 ml) und 95% Ethanol (200 ml) wurde 1 Stunde lang am Rückfluss
erhitzt. Die Mischung wurde im Vakuum eingeengt und der Rückstand
in warmem Wasser (500 ml) gelöst
und der pH-Wert auf 3 eingestellt unter Verwendung von verdünnter HCl
unter heftigem Rühren,
was zum Ausfällen
eines Feststoffs führte.
Die feine Aufschlämmung
wurde filtriert, sorgfältig
mit Wasser gewaschen und im Vakuum über Nacht bei 70°C und einen
weiteren Tag bei 85°C
getrocknet, was 12,60 g (87%) des Produkts lieferte. In einem weiteren
Durchlauf wurde das Produkt in einer Ausbeute von 82% nach Umkristallisation
aus heißer
Essigsäure isoliert.
Das Produkt hatte die folgenden Eigenschaften:
1H-NMR
(300 MHz, DMSO-d6) δ 9,16 (s, 1H), 9,08 (s, 1H),
8,59 (d, J = 8,0, 1H), 7,60-7,69 (m, 3H), 7,39-7,44 (m, 2H), 6,705
(d, J = 2,3, 1H), 5,93 (s, 2H), 1,93 (s, 3H);
LRMS berechnet
für C19H10Cl2N2O2 (M + H) 371,
gefunden 371,0.
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Beispiel 4
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Herstellung
von 3-(1-Imidazolylcarbonyl)-9-(2 5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin
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Zu
einer Suspension von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure (4,55
g, 0,0123 Mol) in trockenem DMF (100 ml) wurde 1,1-Carbonyldiimidazol
(3,77 g, 0,0233 Mol) zugegeben, was zur Bildung einer opaken, gelben
Lösung
führte.
Die Reaktion wurde bei Raumtemperatur unter Stickstoff 5 Stunden
lang gerührt.
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Kaltes
Wasser (800 ml) wurde zugefügt
und der entstehende Niederschlag filtriert, mit kaltem Wasser gewaschem
und im Vakuum getrocknet, was 4,85 g (94%) des Produkts als weißen Feststoff
lieferte.
1H-NMR (CDCl3) δ 9,13 (s,
1H), 9,12 (s, 1H), 8,87 (s, 1H), 8,33 (d, 1 = 7,9 Hz, 1H), 8,08
(s, 1H), 7,71 (t. J = 7,7 Hz, 1H), 7,52-7,45 (m, 3H), 7,28-7,25
(m, 1H), 7,16 (s, 1H), 6,56 (d, J = 2,2 Hz, 1H), 5,74 (s, 2H).
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 421.
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Beispiel 5
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureisopropylester
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Eine
Mischung von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureacetatsalz
(1,30 g, 3,02 mmol) und Thionylchlorid (2,2 ml, 30 mmol) wurde gerührt und
2 Stunden lang am Rückfluss
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde im Vakuum eingeengt und das
entstehende dunkle Öl
wurde ohne weitere Reinigung verwendet. Das Öl wurde in 15 ml DMF (theoret.
0,2 M) gelöst.
Ein Anteil (2,5 ml, 0,5 mmol) dieser Lösung wurde zu einem großen Überschuss
an Isopropanol und Triethylamin zugegeben und die entstehende Mischung
bei 60°C über Nacht
gerührt.
Nach Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde die Mischung mit Methylenchlorid geschüttelt und
die Mischung mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen. Die organische
Phase wurde mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel
im Vakuum entfernt. Die Reinigung mit Flash-Chromatographie auf
Silicagel lieferte das Produkt als Öl (144 mg, 70%).
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6) δ 8,80 (s,
1H), 8,75 (s, 1H), 8,13-8,16 (m, 1H), 7,50-7,56 (m, 1H), 7,20-7,33 (m, 3H), 7,08
(dd, J = 2,6, 8,7, 1H), 6,48 (d, J = 2,3, 1H), 5,48 (s, 2H), 5,37
(Septett, J = 6,4, 1H), 1,43 (d, J = 6,4, 6H).
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Beispiel 6
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Herstellung
von 9H-β-Carbolin-3-ylmethylacetat
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Eine
Suspension von 9H-β-Carbolin-3-methanol
(99 mg, 0,50 mmol) in Essigsäureanhydrid
(10 ml) wurde 4 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt, wobei
sich in dieser Zeit das Ausgangsmaterial löste. Die Entfernung des Essigsäureanhydrids
im Vakuum lieferte einen lohfarbenen Feststoff (122 mg). Die Reinigung mit
Flash-Chromatographie auf Silicagel mit Ethylacetat als Elutionsmittel
lieferte 82 mg (68%) der Titelverbindung.
1H-NMR
(300 MHz, DMSO-d6) δ 9,49 (s, 1H), 8,99 (s, 1H),
8,13 (d, J = 8,0, 1H), 8,07 (s, 1H), 7,56-7,61 (m, 2H), 7,26-7,34
(m, 1H), 5,43 (s, 2H), 2,15 (s, 3H);
LRMS berechnet für C14H12N2O2 (M + H) 241, gefunden 241,0.
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Beispiel 7
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Herstellung
von [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methylacetat
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[9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methylacetat
wurde hergestellt aus 3-Acetoxymethyl-9H-pyrido[3,4-b]indol unter Verwendung
von Methode A. Die Reinigung mit Flash-Chromatographie auf Silicagel
mit Chloroform/Ethylacetat als Elutionsmittel lieferte das Produkt
in einer Ausbeute von 89%.
1H-NMR (300
MHz, DMSO-d6) δ 6,72 (s, 1H), 8,19 (d, J =
7,9, 1H), 8,09 (s, 1H), 7,55-7,61 (m, 1H). 7,28-7,39 (m, 3H), 7,18
(dd, J = 2,3, 8,7, 1H), 6,51 (d, 1 = 2,3, 1H), 5,54 (s, 2H), 5,42
(s, 2H), 2,19 (s, 3H).
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Beispiel 8
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
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Zu
einer Suspension von Natriumhydrid (1,60 g einer 60%igen Dispersion
in Öl,
0,04 Mol) in trockenem DMF (60 ml) wurde 9H-β-Carbolin-3-carbonsäuremethylester
(8,7 g, 0,0385 Mol) bei –20°C unter Rühren zugegeben.
Die Mischung wurde unter Rühren
unter Stickstoff auf Raumtemperatur erwärmen gelassen. Nach 10- minütigem Rühren bei
Raumtemperatur schien die Bildung des Natriumsalzes des β-Carbolins
vollständig zu
sein, was zu einer klaren braunen Lösung führte. Die Reaktionsmischung
wurde in einem Eisbad gekühlt, 2,5-Dichlorbenzylchlorid
(7,82 g, 0,040 Mol) zugegeben und die Mischung auf Raumtemperatur
erwärmen
gelassen und über
Nacht gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde mit Wasser (200 ml) verdünnt, filtriert
und der Kuchen mit Wasser, Ethylacetat, Ether gewaschen und getrocknet,
was 13,05 g (88%) des Titelprodukts lieferte.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,88
(s, 1H), 8,78 (s, 1H), 8,20 (d, J = 7,8 Hz, 1H), 7,61 (t, J = 7,8
Hz, 1H), 7,45-7,35 (m, 3H), 7,18 (dd, J = 8,2, 1,7 Hz, 1H), 6,52
(s, 1H), 5,56 (s, 2H), 4,06 (s, 3H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 385.
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Beispiel 9
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Hersrellung
von [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methanol
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Eine
Mischung von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(13,05 g, 0,0339 Mol) und Natriumborhydrid (3 g, 0,079 Mol) wurde
gerührt
und in wasserfreiem Ethanol (200 ml) 15 Stunden lang am Rückfluss
erhitzt. Das Ethanol wurde verdampft und der Rückstand zwischen 10% wässrigem
Na2CO3 (100 ml)
und Methylenchlorid (100 ml) aufgetrennt. Die organische Phase wurde über MgSO4 getrocknet, eingedampft und der Rückstand
aus Ether kristallisiert, was das Titelprodukt als elfenbeinfarbenen
Feststoff lieferte (11 g, 91 %).
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In
einer alternativen Synthese wurde eine Lösung von [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methylacetat (53,4
mg, 0,13 mmol) in Methanol (2 ml) mit Kaliumhydroxid (54 mg, 0,96
mmol) versetzt und gerührt,
was zu einer fast sofortigen Hydrolyse führte, was durch DC und Flow-Injection-MS
gezeigt wurde. Das Produkt wurde nur Flash-Chromatographie auf Silicagel
isoliert unter Verwendung von 10:1 Chloroform-Methanol, was 35 mg (75%) des reinen
Produktes lieferte.
1H-NMR (CDCl3) δ 8,58
(s, 1H), 8,10 (d, J = 9,0 Hz, 1H), 7,91 (s, 1H), 7,50 (td, J = 7,7
Hz, 1H), 7,23-7,32
(6-Linien-Multiplett, 2H), 7,10 (dd, J = 8,5 Hz, 2,4 Hz, 1H), 6,41
(d, J = 2,4 Hz, 1H), 5,48 (s, 2H); 4,87 (s, 2H), 3,62-3,77 (br,
s, 1H);
MS Monoisotopenmasse (berechnet) 355,9 MH+ (beobachtet)
357,0.
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Beispiel 10
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Herstellung
von 2-(Dimethylamino)ethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
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2-(Dimethylamino)ethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde hergestellt mit Methode D.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,96
(s, 1H), 8,82 (s, 1H), 8,26 (d, J = 8,2 Hz, 1H), 7,62 (m, 1H), 7,59-7,66
(m, 3H), 7,19 (d, J = 6,2 Hz, 1H), 6,52 (s, 1H), 5,61 (d, J = 8,4
Hz, 2H), 4,58 (t, J = 6,0 Hz, 2H), 2,81 (t, J = 6,1 Hz, 2H), 2,37
(s, 6H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 441.
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Beispiel 11
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Herstellung
von 2-Methoxyethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
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2-Methoxyethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde hergestellt mit der Methode D.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,95
(s, 1H), 8,85 (s, 1H), 8,27 (d, 1 = 7,8 Hz, 1H), 7,62 (t, J = 7,4
Hz, 1H), 7,41 (m, 3H), 7,21 (t, J = 2,4 Hz, 1H), 6,54 (s, 1H), 5,67
(s, 2H), 4,64 (t, J = 5,0 Hz, 2H), 3,83 (t, J = 3,7 Hz, 2H), 3,46
(s, 3H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 429.
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Beispiel 12
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Herstellung
von 2-Hydroxyethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
2-Hydroxyethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde hergestellt mit Methode D.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,83
(s, 1H), 8,82 (s, 1H), 8,15 (d, J = 7,8 Hz, 1H), 7,62 (t, J = 7,2
Hz, 1H), 7,41 (m, 3H), 7,21 (d, J = 6,1 Hz, 1H), 6,49 (s, 1H), 5,54
(s, 2H), 4,61 (t, J = 4,7 Hz, 2H), 4,26 (br s, 1 H), 4,08 (t, J
= 3,5 Hz, 2H);
MS (APCl; (M + H)+)
m/z 415.
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Beispiel 13
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-3-(3-methyl-1,2,4-oxadiazol-5-yl)-9H-β-carbolin
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Eine
Aufschlämmung
von Natriumhydrid (40 mg 60 Gew.-% in Mineralöl, 1,0 mmol), Acetamidoxim
(74 mg, 1,0 mmol) und pulverförmigen
3-Å-Molekularsieben
(200 mg) in THF (3 ml) wurde gerührt
und 30 Minuten lang am Rückfluss
erhitzt. Hierzu wurde 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(193 mg, 0,50 mmol) unter Verwendung von weiteren 2 ml THF, um quantitativ
in den Kolben zu überführen, zugegeben.
Die entstehende Aufschlämmung
wurde gerührt
und am Rückfluss
erhitzt, bis die Reaktion gemäß DC (1,5
Stunden oder weniger) abgeschlossen war. Die Reaktionsmischung wurde
durch 10 cm3 Silicagel in einem Frittenglastrichter
filtriert unter Verwendung von THF als Elutionsmittel, was 193 mg
des rohen Oxadiazols nach verdampfen des Lösungsmittels lieferte. Das
Produkt wurde mit präparativer
DC gereinigt unter Verwendung von 1:1 Ethylacetat/Petrolether, was
79 mg (39%) der reinen Titelverbindung lieferte.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,96
(s, 1H), 8,92 (s, 1H), 8,28 (d, J = 7,5 Hz, 1H), 7,66 (t, J = 7,5
Hz, 1H), 7,47-7,41 (m, 3H), 7,23 (dd, J = 8,5, 2,3 Hz, 1H), 6,57
(d, J = 2,3 Hz, 1H), 5,70 (s, 2H), 2,54 (s, 3H);
MS (APCl;
(M + H)+) m/z 409.
-
Beispiel 14
-
Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäurebutylester
-
9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(195 mg, 0,5 mmol) wurde mit n-Butanol (15 ml) und konz. Schwefelsäure erhitzt;
die Mischung wurde langsam 45 Minuten lang destilliert, wonach die
Reaktion gemäß DC vollständig zu
sein schien. Die Reaktionsmischung wurde zwischen wässrigem
Natriumcarbonat und Ethylacetat aufgetrennt, die organische Phase über Natriumsulfat
getrocknet, filtriert, eingedampft und der Rückstand aus Ethylacetat/Petrolether
umkristallisiert. Hieraus wurden 318 mg eines weißen Feststoffs
isoliert, dessen 1H-NMR mit dem von Natriumbutylsulfat übereinstimmte.
Das Filtrat wurde durch Silicagel filtriert unter Verwendung von
1:1 Ethylacetat/Petrolether und das Filtrat aus einer minimalen
Menge Ethylacetat und Petrolether umkristallisiert, was das Produkt
als elfenbeinfarbigen Feststoff lieferte (119 mg, 56%).
1H-NMR (CDCl3) δ 8,93 (s,
1H), 8,85 (s, 1H), 8,28 (d, J = 8,3 Hz, 1H), 7,64 (ddd, J = 8,3,
7,2, 1,1 Hz, 1H), 7,45-7,39 (m, 3H), 7,21 (dd, J = 8,5, 2,4 Hz,
1H), 6,54 (d, J = 2,3 Hz, 1H), 4,49 (t, J = 7 Hz, 2H), 1,87 (m,
2H), 1,51 (m, 2H), 1,01 (t, J = 7 Hz, 3H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 427.
-
Beispiel 15
-
Herstellung
von 9-(2 5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäurepropylester
-
9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(195 mg, 0,5 mmol) wurde mit n-Propanol
(15 ml) und konz. Schwefelsäure
(1,5 ml) am Rückfluss
erhitzt, wie für
die Synthese von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäurebutylester
beschrieben, was einen elfenbeinfarbenen Feststoff lieferte (152
mg, 74%).
1H-NMR (CDCl3) δ 8,94 (s,
1H), 8,85 (s, 1H), 8,28 (d, J = 8,3 Hz, 1H), 7,64 (t, J = 7,5 Hz,
1H), 7,45-7,40 (m, 3H), 7,22 (dd, J = 8,5, 2,3 Hz, 1H), 6,55 (s,
1H), 5,66 (s, 2H), 4,45 (t, J = 7 Hz, 2H), 1,93 (m, 2H), 1,07 (t,
J = 7 Hz, 3H);
MS (APCl; (M + H)+)
m/z 413.
-
Beispiel 16
-
Herstellung
von 9-[(5,6-Dichlor-3-pyridyl)methyl]-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
-
9-[(5,6-Dichlor-3-pyridyl)methyl]-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
wurde mit Methode A hergestellt und mit präparativer Dünnschichtchromatographie (DC)
gereinigt.
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6) δ 8,91
(s, 2H), 8,23-8,26 (m, 2H), 7,59-7,68 (m, 1H), 7,39-7,45 (m, 3H),
5,62 (s, 2H), 4,53 (q, J = 7,2, 2H), 1,49 (t, J = 7,2, 3H);
LRMS
berechnet für
C20H15Cl2N3O2 (M
+ Cl–)
434, gefunden 433,9.
-
Beispiel 17
-
Herstellung
von 9-(3,5-Dinitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
-
9-(3,5-Dinitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
wurde mit Methode A hergestellt und mit präparativer Dünnschichtchromatographie gereinigt
(Ausbeute 66%).
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6) δ 8,95
(s, 2H), 8,90 (s, 1H), 8,31 (s, 3H), 7,65-7,67 (m, 1H), 7,41-7,49
(m, 2H), 5,86 (s, 2H), 4,54 (q, J = 7,1, 2H), 1,50 (t, J = 7,1,
3H);
LRMS berechnet für
C21H16N4O6 (M – H)
419, gefunden 419,0.
-
Beispiel 18
-
Herstellung
von 9-β-Nitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
-
9-(3-Nitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
wurde mit Methode A hergestellt und mit präparativer Dünnschichtchromatographie gereinigt
(Ausbeute 39%).
1N-NMR (300 MHz, DMSO-d6) δ 8,90
(s, 1H), 8,88 (s, 1H), 8,24 (d, J = 7,9, 1H), 8,08-8,13 (m, 2H),
7,61-7,66 (m, 1H), 7,35-7,46 (m, 4H), 5,72 (s, 2H), 4,52 (q, J =
7,1, 2H), 1,49 (t, J = 7,1, 3H);
LRMS berechnet für C21H17N3O4 (M – H)
374, gefunden 374,0.
-
Beispiel 19
-
Herstellung
von [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methylcyclopropancarboxylat
-
Eine
Lösung
von [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methanol
(357 mg, 1,0 mmol) und Cyclopropylcarbonylchlorid (133 mg, 1,27
mmol) in Methylenchlorid (5 ml) wurde 10 Minuten lang stehen gelassen. Das
Lösungsmittel
wurde verdampft und der Rückstand
zwischen wässrigem
Na2CO3 und Methylenchlorid
aufgetrennt. Der Extrakt wurde über
Na2SO4 getrocknet,
filtriert und eingedampft, was ein Harz lieferte. Dieses wurde in
Ether gelöst
und durch eine Pfropfen aus Silicagel filtriert, mit etherischem
Chlorwasserstoff versetzt, ver dampft und der Rückstand aus Ethanol/Ethylacetat/Ether
umkristallisiert, was 270 mg (58%) der Titelverbindung als gelben
Feststoff lieferte.
1H-NMR (CDCl3) δ 8,85
(s, 1H), 8,44 (s, 1H), 8,25 (d, J = 7,9 Hz, 1H), 7,58 (t, J = 7,5
Hz, 1H), 7,35-7,28 (m, 3H), 7,10 (dd, J = 8, 2,3 Hz, 1H), 6,37 (d,
J = 2,3 Hz, 1H), 5,62 (s, 2H), 5,46 (s, 2H), 1,74 (m, 2H), 1,56
(m, 1H), 0,84-0,71 (m, 4H);
MS (APCl; (M + H)+)
m/z 425.
-
Beispiel 20
-
Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-4-(methoxymethyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureisopropylester
-
Eine
Mischung von 4-(Methoxymethyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureisopropylester
(100 mg, 0,33 mmol), NaH (0,36 mmol, 15 mg einer 60 gew.-%igen Suspension
in Mineralöl)
und 2,5-Dichlorbenzylchlorid (80 mg, 0,41 mmol) in DMF (2 ml) wurde
gemäß Methode
A behandelt. Die Reinigung des rohen Produktes mit Säulenchromatographie
auf Silica nur Hexan/Ether (1:1) als Elutionsmittel lieferte das
gewünschte
Produkt (90 mg, 60% Ausbeute) als fahlgelben Feststoff.
1H-NMR (CDCl3) δ 8,64 (s,
1H), 8,25 (d, J = 7,5 Hz, 1H), 7,49 (t, J = 7,7 Hz, 1H), 7,18-7,31
(m, 2H), 7,05-7,11 (m, 2H), 6,38 (s, 1H), 5,52 (s, 2H), 5,23 (s,
2H), 5,20-5,23 (m, 1H), 3,40 (s, 3H), 1,33 (d, J = 6,3 Hz, 6H);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 457.
-
Beispiel 21
-
Herstellung
von 6-Amino-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
-
Eine
Mischung von 6-Amino-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
(100 mg, 0,39 mmol), NaH (0,58 mmol, 24 mg einer 60 gew.-%igen Suspension
in Mineralöl)
und 2,5-Dichlorbenzylchlorid (115 mg, 0,59 mmol) in DMF (2 ml) wurde
gemäß Methode
A behandelt. Die Reinigung des rohen Produktes mit Säulenchromatographie
auf Silica mit Hexan/Ethylacetat (7:3) als Elutionsmittel lieferte
das gewünschte
Produkt (87 mg, 54%, Ausbeute) als gelben Feststoff.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 8,96 (s,
1H), 8,74 (s, 1H), 7,60 (d, J = 8,6 Hz, 1H), 7,48 (d, 1H), 7,41
(dd, 1 = 8,4 Hz, 2,1 Hz, 1H), 7,35 (d, J = 8,8 Hz, 1H), 7,01 (d,
J = 8,6 Hz, 1H), 6,51 (d, J = 1,8 Hz, 1H), 5,80 (s, 2H), 5,10 (br
s, 1H), 4,37 (q, J = 7,0 Hz, 2H), 1,37 (t, J = 7,0 Hz, 3H);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 414.
-
Beispiel 22
-
Herstellung
von 6-(2,5-Dichlorbenzyl)-1-methyl-1,6-dihydro-3H-furo[3',4':5,6]pyrido[3, 4-b]indol-3-on
-
6-(2,5-Dichlorbenzyl)-1-methyl-1,6-dihydro-3H-furo[3',4':5,6]pyrido[3,4-b]indol-3-on
wurde hergestellt unter Verwendung der Methode A aus 1-Methyl-1,6-dihydro-3H-furo[3',4':5,6]pyrido[3,4-b]indol-3-on
(9 mg, 0,038 mmol), NaH (0,046 mmol, 2 mg einer 60 gew.-%igen Suspension
in Mineralöl)
und 2,5-Dichlorbenzylchlorid (9 mg, 0,046 mmol) in DMF (1 ml). Die
Reinigung des rohen Produktes durch präparative Dünnschichtchromatographie mit
Hexan/Ether (2:1) als Elutionsmittel lieferte das gewünschte Produkt
(5 mg, 33% Ausbeute) als gelben Feststoff.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,93
(s, 1H), 8,09 (d, J = 8,0 Hz, 1H), 7,65 (t, J = 7,8 Hz, 1H), 7,37-7,46
(m, 3H), 7,16 (d, J = 2,2 Hz, 1H), 6,42 (d, J = 2,2 Hz, 1H), 6,05
(q, J = 6,6 Hz, 1H), 5,70 (s, 2H), 1,92 (d, J = 6,6 Hz, 3H);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 397.
-
Beispiel 23
-
Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(3,5-dinitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(3,5-dinitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit Methode A hergestellt.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,93
(m, 2H), 8,86 (s, 1H), 8,28 (m, 3H), 7,68 (t, 1H), 7,47-7,34 (m,
2H), 5,80 (s, 2H), 4,53 (t, 2H), 3,69 (m, 4H), 2,81 (t, 2H), 2,53
(m, 4H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 506.
-
Beispiel 24
-
Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit Methode D hergestellt. Nach der chromatographischen Reinigung
wurde die freie Base mit etherischem Chlorwasserstoff versetzt und
das Produkt als Dihydrochloridsalz in einer Ausbeute von 11% nach
Umkristallisation aus Ethanol/Ether isoliert.
1H-NMR
(DMSO-d6) δ 11,7 (br s, 1H), 9,63 (s, 1H),
9,42 (s, 1H), 8,75 (d, J = 7,9 Hz, 1H), 7,81-7,70 (m, 2H), 7,63
(d, J = 8,5 Hz, 1H), 7,53 (t, J = 7,4 Hz, 1H), 7,44 (dd, J = 8,5,
2,4 Hz, 1H), 6,68 (d, J = 2,4 Hz, 1H), 6,05 (s, 2H), 4,75 (br s,
2H, Überlappung
mit dem Wasser-Peak), 4,00 (br s, 4H), 3,60 (br s, 4H), 3,22 (br
s, 2H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 484.
-
Beispiel 25
-
Herstellung
von 9-(2-Methoxy-5-nitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
-
9-(2-Methoxy-5-nitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
wurde mit Methode A hergestellt. Das Produkt wurde mit Reverse-Phase-HPLC
gereinigt.
1H-NMR (CDCl3) δ 8,94 (s,
1H), 8,91 (s, 1H), 8,23-8,13 (m, 2H), 7,66 (s, 1H), 7,63 (m, 1H),
7,44 (d, J = 7,5 Hz, 1H), 7,32 (t, J = 7,5 Hz, 1H), 6,96 (d, J =
8,5 Hz, 1H), 5,60 (s, 2H), 4,52 (q, J = 6,7 Hz, 2H), 3,93 (s, 3H),
1,51 (t, J = 6,7 Hz, 3H);
MS (APCl; (M + H)+)
m/z 406.
-
Beispiel 26
-
Herstellung
von [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methyl-2-chloronicotinat
-
[9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methyl-2-chloronicotinat
wurde mit der Methode C hergestellt und mit Reverse-Phase-HPLC gereinigt.
Das Produkt wurde als freie Base isoliert.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,77
(s, 2H), 8,51 (dd, J = 4,6, 2,0 Hz, 1H), 8,29-8,21 (in, s, Überlappung,
3H), 7,60 (t, J = 7,8 Hz, 1H), 7,42-7,29 (m, Überlappung, 3H), 7,21 (dd,
J = 8,5, 2,3 Hz, 1H), 6,50 (s, 1H), 5,63 (s, 2H), 5,59 (s, 2H);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 496.
-
Beispiel 27
-
Herstellung
von [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methylnicotinat
-
[9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methylnicotinat
wurde mit der Methode C hergestellt und mit präparativer DC gereinigt. Das
Produkt wurde als Hydrochloridsalz isoliert durch Behandlung der
freien Base mit etherischem Chlorwasserstoff und anschließende Umkristallisation
aus Ethanol/Ether (Gesamtausbeute: 43%).
1H-NMR
(DMSO-d6) δ 9,61 (s, 1H), 9,40 (s, 1H),
9,18 (s, 1H), 9,02 (d, 1H); 8,75 (m, 2H), 7,8-7,39 (m, 6H), 6,70 (s,
1H), 6,03 (s, 2H), 5,89 (s, 2H) (Anmerkung: die sauren Wasserstoffatome
einschließlich
des Wassers im Lösungsmittel
wurden nicht beobachtet, wahrscheinlich aufgrund zu starker Verbreiterung);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 462.
-
Beispiel 28
-
Herstellung
von 9-(3,5-Dinitrobenzyl)-4-(methoxymethyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureisopropylester.
-
9-(3,5-Dinitrobenzyl)-4-(methoxymethyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureisopropylester
wurde aus 4-(Methoxymethyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureisopropylester
nur Methode A in einer Ausbeute von 44% hergestellt. Die freie Base
wurde mit etherischem Chlorwasserstoff versetzt und das Produkt
als Hydrochloridsalz isoliert.
1H-NMR
(DMSO-d6) δ 9,38 (s, 1H), 8,72 (t, J =
2 Hz, 1H), 8,48 (d, J = 2, Hz, 2H), 8,37 (d, J = 7,5 Hz, 1H), 7,3 (br
s, 1H), 6,24 (s, 2H), 5,31-5,23 (s, m, Überlappung, 3H), 3,41 (s, 3H),
1,41 (d, J = 6,3 Hz, 6H);
MS (APCl; (M + H)+)
m/z 479.
-
Beispiel 29
-
Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
Eine
Suspension von β-Carbolin-3-carbonsäuremethylester
(5,3 g, 23,4 mmol), 4-(2-Hydroxyethyl)-morpholin (4,62 g, 35 mmol), 4-Dimethylaminopyridin
(1,2 g, 9,8 mmol), 4-Å-Molekularsieben
(5 g) und Xylol (250 ml) wurde 48 Stunden lang am Rückfluss
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur gekühlt, im
Vakuum eingeengt und die entstehende Aufschlämmung zwischen CH2Cl2 (250 ml) aufgetrennt. Die Mischung wurde
im Vakuum filtriert und der Rückstand
mit CH2Cl2 (2 × 25 ml)
gewaschen. Die vereinigten organischen Phasen wurden mehrere Male
mit Wasser gewaschen, über
Na2SO4 getrocknet
und eingeengt. Die Reinigung des rohen Produktes mit Säulenchromatographie
auf Silica mit 8% 2 M NH3-CH3OH
in CH2Cl2 als Elutionsmittel
lieferte das gewünschte
Produkt (4,8 g, 64%) als fahlgelben Feststoff.
1H-NMR
(CDCl3) δ 9,09
(s, 1H), 8,88 (s, 1H), 8,21 (d, J = 7,9 Hz, 1H), 7,63 (d, J = 8,1
Hz, 1H), 7,63 (d, J = 8,1 Hz, 1H), 7,62 (t, J = 7,4 Hz, 1H), 7,38
(t, J = 7,4 Hz, 2H), 4,63 (t, J = 6,1 Hz, 2H), 3,73 (t, J = 4,6
Hz, 4H), 2,87 (t, J = 6,1 Hz, 2H), 2,59 (t, J = 4,6 Hz, 4H);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 326.
-
Beispiel 30
-
Herstellung
von 9-(3,5-Dinitrobenzyl)-3-[3-(methoxymethyl)-1,2,4-oxadiazol-5-yl]-9H-β-carbolin
-
9-(3,5-Dinitrobenzyl)-3-[3-(methoxymethyl)-1,2,4-oxadiazol-5-yl]-9H-β-carbolin
wurde hergestellt gemäß einer
Modifikation eines Literaturverfahrens zur Synthese von Oxadiazolen
aus Estern (Swain et al., J. Med. Chem. 1991, 34:140).
-
Eine
Suspension von Hydroxylaminhydrochlorid (2,02 g, 29,2 mmol), Kaliumcarbonat
(5,48 g, 39,6 mmol) und 2-Methoxyacetonitril (1,42 g, 20 mmol) in
absolutem Ethanol (160 ml) wurde 15 Stunden lang am Rückfluss
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde gekühlt, filtriert und im Vakuum
eingeengt. Der Rückstand wurde
nur Säulenchromatographie
auf Silicagel gereinigt mit einer Gradientenelution von 10 bis 30%
2 M NH3-CH3OH in CH2Cl2, was 2-Methoxyacetamidoxim (1,35 g, 65%)
als weißen
Feststoff lieferte.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 9,25
(br s, 1H), 5,40 (br s, 2H), 3,76 (s, 2H), 3,25 (s, 3H);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 105.
-
Eine
Suspension von 9H-β-Carbolin-3-carbonsäuremethylester
(2,26 g, 10 mmol), Natriumhydrid (11 mmol, 440 mg einer 60%igen
Mineralöldispersion)
und 3,5-Dinitrobenzylchlorid (2,17 g, 10 mmol) in DMF (25 ml) wurde
behandelt, wie in Methode B beschrieben. Die Umkristallisation des
rohen Materials aus Ethylacetat/Hexan lieferte 9-(3,5-Dinitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(2,85 g, 70%) als gelben Feststoff.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,95
(s, 2H), 8,94 (s, 1H), 8,37 (s, 2H), 8,30 (d, J = 7,7 Hz, 1H), 7,67
(t, J = 7,4 Hz, 1H), 7,39-7,50 (5-Linien-Multiplett, 2H), 5,94 (s,
2H), 4,06 (s, 3H);
MS (APCl; (M + H)+)
m/z 406.
-
Eine
Suspension von 2-Methoxyacetamidoxim (260 mg, 2,5 mmol) und 4-Å-Molekularsieben
(1 g) in wasserfreiem Tetrahydrofuran (15 ml) wurde 0,5 Stunden
lang bei Raumtemperatur gerührt
und dann mit Natriumhydrid (2,75 mmol, 110 mg einer 60%igen Mineralölsuspension)
versetzt. Die Mischung wurde 1 Stunde lang am Rückfluss erhitzt. Nach Abkühlen auf
Raumtemperatur wurde eine Suspension von 9-(3,5-Dinitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremetlylester
(205 mg, 0,5 mmol) in wasserfreiem Tetrahydrofuran (10 ml) zugegeben.
Die entstehende Mischung wurde 15 Stunden lang am Rückfluss
erhitzt, gekühlt,
filtriert und das Filtrat im Vakuum eingeengt. Der Rückstand
wurde mit präparativer
Dünnschichtchromatographie
gereinigt mit 4% 2 M NH3-CH3OH in CH2Cl2 als Elutionsmittel,
was das gewünschte
Produkt (86 mg, 38% Ausbeute) als weißen Feststoff lieferte.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 9,41 (s,
1H), 9,24 (s, 1H), 8,72 (t, J = 1,9 Hz, 1H), 8,59 (d, J = 7,8, 1H),
8,49 (d, J = 1,9 Hz, 2H), 7,94 (d, J = 8,3 Hz, 1H), 7,73 (t, J =
7,8 Hz, 1H), 7,45 (t, J = 7,5 Hz, 1H), 6,20 (s, 2H), 4,67 (s, 2H), 3,42
(s, 3H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 461.
-
Beispiel 31
-
Herstellung
von 9-(2-Cyanobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
-
9-(2-Cyanobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
wurde mit der Methode A hergestellt. Die Verbindung wurde mit RP-HPLC
gereinigt unter Verwendung von Acetonitril/Wasser/Trifluoressigsäure als
Elutionsmittel und als Trifluoracetatsalz isoliert.
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6) δ 9,23 (s,
1H), 9,11 (s, 1H), 8,57 (d, J = 7,9, 1H), 7,95-7,98 (m, 1H), 7,67-7,71 (m,
2H), 6,40-6,53 (m, 3H), 6,72-6,78 (m, 1H), 6,13 (s, 2H), 4,42 (q,
J = 7,2, 2H), 1,39 (t, J = 7.2. 3H);
LRMS berechnet für C22H17N3O2 (M + H) 356, gefunden 356,1.
-
Beispiel 32
-
Herstellung
von 9-(4-Methyl-3-nitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
-
9-(4-Methyl-3-nitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureethylester
wurde mit Methode A hergestellt. Das Produkt wurde mit RP-HPLC gereinigt
unter Verwendung von Acetonitril/Wasser/Trifluoressigsäure als Elutionsmittel
und als Trifluoracetatsalz isoliert.
1H-NMR
(300 MHz, DMSO-d6) δ 9,21 (s, 1H), 8,93 (s, 1H),
8,45 (d, J = 8,0, 1H), 7,88 (s, 1H), 7,78-7,8 (m, 1H), 7,58-7,68
(m, 1H), 7,30-7,45 (m, 3H), 5,89 (s, 2H), 4,31 (q, J = 7,2, 2H),
2,35 (s, 3H). 1,30 (t, J = 7,2, 3H);
LRMS berechnet für C22H19N3O4 (M + H) 390, gefunden 390,1.
-
Beispiel 33
-
Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2-methoxy-5-nitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2-methoxy-5-nitrobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit Methode A hergestellt.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,95
(s, 1H), 8,94 (s, 1H), 8,28 (d, J = 7,9 Hz, 1H), 8,23 (dd, J = 9,1
Hz, 2,8 Hz, 2H), 7,73 (d, J = 2,6 Hz, 1H), 7,66 (t, J = 7,7 Hz,
1H), 7,51 (d, J = 8,2 Hz, 1H), 7,43 (t, J = 7,5 Hz, 1H), 7,03 (d,
J = 9,1 Hz, 1H), 5,66 (s, 2H), 4,63 (t, J = 6,1 Hz, 2H), 4,02 (s,
3H), 3,76 (t, J = 4,6 Hz, 4H), 2,89 (t, J = 6,0 Hz, 2H), 2,63 (t,
J = 4,4 Hz, 4H);
MS (APCl; (M + H)+)
m/z 491.
-
Beispiel 34
-
Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2,4-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2,4-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit Methode A hergestellt.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,95
(s, 1H), 8,86 (s, 1H), 8,23 (d, J = 8,1 Hz, 1H), 7,65 (dd, J = 8,0
Hz, 7,5 Hz, 2H), 7,56 (d, J = 1,8 Hz, 1H), 7,44 (dd, J = 8,3 Hz,
4,8 Hz, 2H), 7,02 (dd, 7 = 8,3 Hz, 1,2 Hz, 1H), 6,48 (d, J = 8,3
Hz, 1H), 5,70 (s, 2H), 4,62 (t, J = 6,0 Hz, 2H), 3,76 (t, J = 4,5
Hz, 4H), 2,88 (t, J = 6,0 Hz, 2H), 2,88 (t, J = 4,4 Hz, 4H);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 484.
-
Beispiel 35
-
Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(3,4-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(3,4-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit Methode A hergestellt.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,93
(s, 1H), 8,90 (s, 1H), 8,27 (d, J = 5,8 Hz, 1H), 7,66 (t, J = 7,7
Hz, 1H), 7,35-7,48 (7-Linien-Multiplett, 3H), 7,27 (s, 1H), 6,96
(d, J = 8,3 Hz, 1H), 5,60 (s, 2H), 4,62 (t, J = 6,2 Hz, 2H), 3,76
(t, J = 4,4 Hz, 4H), 2,88 (t, J = 6,1 Hz, 2H), 2,63 (t, J = 4,0
Hz, 4H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 484.
-
Beispiel 36
-
Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-[3-fluor-5-(trifluormethyl)benzyl]-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-[3-fluor-5-(trifluormethyl)benzyl]-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit Methode A hergestellt.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,96
(s, 1H), 8,89 (s, 1H), 8,30 (d, J = 8,1 Hz, 1H), 7,68 (t, J = 7,7
Hz, 1H), 7,43-7,48 (Multiplett, 2H), 7,34 (s, 1H), 7,28 (s, 1H),
6,88 (d, J = 8,7 Hz, 1H), 5,70 (s, 2H), 4,63 (t, J = 6,1 Hz, 2H),
3,76 (t. J = 4,5 Hz, 4H), 2,89 (t, J = 6,1 Hz, 2H), 2,63 (t, J =
4,0 Hz, 4H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z
502.
-
Beispiel 37
-
Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(4-fluor-3-(trifluormethyl)benzyl]-1-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(4-fluor-3-(trifluormethyl)benzyl]-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit Methode A hergestellt.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,95
(s, 1H), 8,90 (s, 1H), 8,29 (d, J = 7,8 Hz, 1H), 7,68 (t, J = 7,7
Hz, 1H), 7,42-7,53 (7-Linien-Multiplett, 3H), 7,20-7,25 (Multiplett,
1H), 7,12 (t, 1 = 9,2 Hz, 1H), 5,67 (s, 2H), 4,62 (t, J = 6,0 Hz,
2H), 3,76 (t, J = 4,0 Hz, 4H), 2,89 (t, J = 6,1 Hz, 2H), 2,60 (t,
J = 4,0 Hz, 4H);
MS (APCl; (M + H)+)
m/z 502.
-
Beispiel 38
-
Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2,3,4-trifluorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2,3,4-trifluorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit Methode A hergestellt.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,97
(s, 1H), 8,93 (s, 1H), 8,26 (d, J = 7,8 Hz, 1H), 7,68 (td, J = 7,2
Hz, 1,0 Hz, 1H), 7,53 (d, J = 8,3 Hz, 1H), 7,44 (t, J = 7,4 Hz,
1H), 6,78-6,87 (10-Linien-Multiplett, 1H), 6,57-6,65 (Multiplett,
1H), 5,68 (s, 2H), 4,62 (t, J = 6,1 Hz, 2H), 3,76 (t, J = 4,5 Hz,
4H), 2,89 (t, J = 6,1 Hz, 2H), 2,63 (t, J = 4,5 Hz, 4H);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 470.
-
Beispiel 39
-
Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2-brom-5-fluormethylbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
-
2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2-brom-5-fluormethylbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit Methode A hergestellt.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,94
(s, 1H), 8,83 (s, 1H), 8,28 (d, J = 7,8 Hz, 1H), 7,61-7,68 (5-Linien-Multiplett,
2H), 7,40-7,46 (5-Linien-Multiplett, 2H), 6,90 (td, J = 8,2 Hz,
2,9 Hz, 1H), 6,16 (dd, J = 9,0 Hz, 2,9 Hz, 1H), 5,64 (s, 2H), 4,62
(t, J = 6,1 Hz, 2H), 3,76 (t, J = 4,6 Hz, 4H), 2,88 (t, J = 6,1
Hz, 2H), 2,62 (t, J = 4,5 Hz, 4H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 514.
-
Beispiel 40
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Herstellung
von 2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2-cyanobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
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2-(4-Morpholinyl)ethyl-9-(2-cyanobenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde aus 9H-β-Carbolin-3-carbonsäure-2-(4-morpholinyl)ethylester
gemäß Methode
A hergestellt. Die freie Base wurde mit etherischem Chlorwasserstoff
versetzt und das Produkt als Dihydrochloridsalz in einer Ausbeute
von 25% nach Kristallisation aus Aceton/Ether isoliert.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 11,8 (br
s, 1H), 9,61 (s, 1H), 9,40 (s, 1H), 8,71 (d, J = 8 Hz, 1H), 7,93
(d, J = 8 Hz, 1H), 7,72 (s, 2H), 7,54-7,47 (m, 3H), 6,78 (d, J =
7,3 Hz, 1H), 6,22 (s, 2H), 4,79 (br s, 2H, Überlappung mit Wasser-Peak),
4,00 (br s, 4H), 3,66 (br s, 4H), 3,27 (br s, 2H);
MS (APCl;
(M + H)+) m/z 441.
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Beispiel 41
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Herstellung
von 9-[2,4-Bis(trifluormethyl)benzyl]-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-2-(4-morpholinyl)ethylester
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9-[2,4-Bis(trifluormethyl)benzyl]-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-2-(4-morpholinyl)ethylester
wurde hergestellt aus 9H-β-Carbolin-3-carbonsäure-2-(4-morpholino)ethylester
unter Verwendung der Alkylierungsmethode A in einem Maßstab von
0,2 mmol (Ausbeute 45%).
1H-NMR (CDCl3) δ 8,97
(s, 1H), 8,83 (s, 1H), 8,31 (d, J = 8 Hz, 1H), 8,07 (s, 1H), 7,66
(t, J = 7,5 Hz, 1H), 7,54 (d, J = 7,9 Hz, 1H), 7,47 (t, J = 7,5
Hz, 1H), 7,38 (d, J = 8 Hz, 1H), 6,79 (d, J = 7,9 Hz, 1H), 5,9 (s,
2H), 4,63 (t, J = 6 Hz, 2H), 3,75 (m, 4H), 2,88 (t, J = 6 Hz, 2H),
2,62 (m, 4H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z
552.
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Beispiel 42
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Herstellung
von 6-(2,5-Dichlorbenzyl)-1-hydroxy-2-[2-(4-morpholinyl)ethyl]-1,6-dihydropyrrolo[3',4':5,6]pyrido[3,4-b]indol-3(2H)on
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6-(2,5-Dichlorbenzyl)-1-hydroxy-2-[2-(4-morpholinyl)ethyl]-1,6-dihydropyrrolo[3',4':5,6]pyrido[3,4-b]indol-3(2H)on wurde
hergestellt mit einer geringen Modifikation eines angegebenen Verfahrens
(Dodd et al., J. Org. Chem. 1993, 58:7587): Eine Lösung von
9-(2,5-Dichlorbenzyl)-N-[2,(4-morpholinyl)ethyl]-9H-β-carbolin-3-carboxamid (400
mg, 0,83 mmol) in wasserfreiem THF (12 ml) wurde gerührt und
unter Stickstoff auf –78°C gekühlt. Als
eine innere Temperatur von –78°C erreicht
war, wurde 1,0 M Methyllithium in Diethylether/Cumol (4,2 ml, 4,2
mmol) mit einer Spritze über
einen Zeitraum von 0,3 Stunden zugegeben. Die Reaktionsmischung
entwickelte eine sehr tiefblaue Farbe nach vollständiger Zugabe
des Methyllithiums. Die Lösung wurde
2 Stunden lang bei –78°C gerührt und
das Trockeneis-Acetonbad durch ein Eis-Wasserbad ersetzt. Nach 0,5
Stunden wurde wasserfreies DMF (3070 mg, 4,2 mmol) tropfenweise
zugegeben und die Reaktionsmischung bei Raumtemperatur weitere 15
Stunden lang gerührt.
Die Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt
und destilliertes Wasser wurde langsam zugegeben, während die
innere Temperatur der Reaktionsmischung auf 0 bis 5°C gehalten
wurde. Die Lösung
wurde auf etwa 10 ml unter vermindertem Druck eingeengt, überschüssiges CH2Cl2 zugegeben und
die Mischung mit Wasser gewaschen. Die organische Phase wurde getrocknet (Na2SO4) und die Lösungsmittel
im Vakuum entfernt. Der entstehende rohe Rückstand wurde mehrere Male mit
Ether gewaschen. Die Reinigung des rohen Materials mit Säulenchromatographie
auf Silica mit 4% 2 M MH3-CH3OH
in CH2Cl2 als Elutionsmittel
lieferte das Lactam (106 mg, 25%) als fahlgelben Feststoff. Ein
Anteil von 241 mg (60%) nicht umgesetztem Ausgangsmaterial wurde
gewonnen, indem die vereinigten Etherphasen und Chromatographiefraktionen
eingedampft wurden.
1H-NMR (CDCl3) δ 8,76
(s, 1H), 8,48 (d, J = 7,6 Hz, 1H), 7,66 (td, J = 8,2 Hz. 0,91 Hz,
1H), 7,46 (t, J 7,4 Hz, 1H), 7,35-7,40 (4-Linien-Multiplett, 2H),
7,18 (dd, 1 = 8,5 Hz, 2,4 Hz, 1H), 6,42 (d, J = 2,3 Hz, 1H), 6,17
(s, 1H), 5,56 (s, 2H), 4,46 (dt, J = 9,6, 2,7 Hz, 1H), 3,83 (t,
J = 4,3 Hz, 4H), 3,47 (td, 1 = 9,8, 1,5 Hz, 1H), 2,78-2,86 (m, 3H), 2,51-2,64
(m, 3H), 1,50-2,30 (v br s, 1H);
MS (APCl; (M + H)+)
m/z 511.
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Beispiel 43
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Herstelluntg
von 3-(3-Pyridyl)propyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
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Eine
Suspension von 3-(1-Imidazolylcarbonyl)-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9h-β-carbolin
(505 mg, 1,20 mmol) und 3-Pyridinpropanol (8,2 g, 60 mmol) wurde
22 Stunden lang in Toluol (15 ml) auf 80°C erhitzt. Die entstehende Lösung wurde
auf Raumtemperatur gekühlt
und mehrere Male mit Wasser extrahiert, bevor die organische Phase
nur Na2SO4 getrocknet
wurde. Das Verdampfen des Lösungsmittels
und die anschließende präparative
Dünnschichtchromatographie
des entstehenden rohen Materials mit Hexan/Ethylacetat (6:4) als Elutionsmittel
lieferte das gewünschte
Produkt (470 mg, 80% Ausbeute) als fahlgelben Feststoff.
1H-NMR (CDCl3) δ 8,91 (s,
1H), 8,88 (s, 1H), 8,56 (s, 1H), 8,48 (s, 1H), 8,31 (d, J = 8,0
Hz, 1H), 7,67 (AB q, J = 7,4 Hz, 1H), 7,60 (d, J = 7,8 Hz, 1H),
7,42-7,48 (m, 3H), 7,22-7,28 (m, 2H), 6,60 (s, 1H), 5,70 (s, 2H),
4,53 (t, J = 6,5 Hz, 3H), 2,87 (t, J = 7,7 Hz, 3H), 2,26 (t, J =
7,3 Hz, 3H);
MS (ACPl; (M + H)+) m/z
490.
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Beispiel 44
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Herstellung
von Tetrahydro-3-furanylmethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
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Tetrahydro-3-furanylmethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit Methode B hergestellt. Die Verbindung wurde mit RP-HPLC
gereinigt unter Verwendung von Acetonitril/Wasser/Trifluoressigsäure als
Elutionsmittel und das Produkt wurde als Trifluoracetatsalz isoliert.
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6) δ 9,12 (s,
1H), 9,02 (s, 1H), 8,54 (d, J = 4,72 Hz, 1H), 7,65-7,68 (m, 2H),
7,61 (d, J = 5,28 Hz, 1H), 7,39-7,45 (m, 2H), 6,65 (d, J = 1,6 Hz,
1H), 5,94 (s, 1H), 4,35 (dd, J = 4,05, 6,48 Hz, 1H), 4,27 (dd, J
= 4,75 Hz, 6,48, 1H), 3,77-3,85 (m, 2H), 3,65-3,71 (m, 2H), 3,57-3,62
(m, 1H), 2,69-2.74 (m, 1H), 2,03-2,09 (m, 1H), 1,68-1,75 (m, 1H);
LRMS
berechnet für
C24H20Cl2N2O3 (M
+ H) 455, gefunden 455,1.
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Beispiel 45
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-N-[2-(4-morpholinyl)ethyl]-9H-β-carbolin-3-carboxylat
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9-(2,5-Dichlorbenzyl)-N-[2-(4-morpholinyl)ethyl]-9H-β-carbolin-3-carboxylat
wurde mit einer Modifikation eines bekannten Verfahrens hergestellt
(Dodd et al., J. Org. Chem., 1993, 58:7587). Zu einer Lösung von Trimethylaluminium
(2 ml einer 2 M Lösung
in Hexan, 4 mol) in wasserfreiem CH2Cl2 (12,5 ml), die auf –10°C gekühlt war, wurde eine Lösung von
4-(2-Aminoethyl)morpholin (261 mg, 2 mmol) in wasserfreiem CH2Cl2 (2,5 ml) tropfenweise
zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde 0,5 Stunden lang bei –10°C gerührt und
dann 0,5 Stunden lang auf Raumtemperatur erwärmen gelassen. Eine Lösung von
9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(800 mg, 2 mmol) in wasserfreiem CH2Cl2 (5 ml) wurde zu der Reaktionsmischung zugegeben
und letztere 15 Stunden lang am Rückfluss erhitzt. Die Lösung wurde
auf Raumtemperatur gekühlt,
langsam mit 1,8 M wässriger
Salzsäure
(5 ml) abgeschreckt und nur wässrigem
Natriumbicarbonat auf einen pH-Wert
von 9,0 bis 9,5 basisch gemacht, was einen weißen Feststoff lieferte. Die
Suspension wurde durch ein Kissen aus Celite filtriert und der Rückstand
mit CH2Cl2 (2 × 5 ml)
gewaschen. Das Verdampfen des getrockneten (über Na2SO4) Filtrats lieferte einen gelben Feststoff,
der bei Umkristallisation aus Ethylacetat das gewünschte Carboxamid
isoliert, in einer Ausbeute von 80% (774 mg) lieferte.
1H-NMR (CDCl3) δ 9,00 (s,
1H), 8,68 (s, 1H), 8,43 (t, J = 3,9 Hz, 1H), 8,30 (dd, J = 7,5,
1,1 Hz, 1H), 7,64 (dt, J = 7,7, 1,1 Hz, 1H), 7,42 (t, J = 7,9 Hz,
2H), 7,23 (dd, J = 8,5, 2,4 Hz, 1H), 6,54 (s, 1H), 5,67 (s, 2H),
3,77 (t, J = 4,6 Hz, 4H), 3,68 (q, J = 5,8, 3,9 Hz, 2H), 2,67 (t,
J = 6,2 Hz, 2H), 2,56 (t, J = 5,1 Hz, 4H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 483.
-
Beispiel 46
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbohydrazid
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Eine
Mischung von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäuremethylester
(4,8 g, 12,5 mmol), Hydrazin (6 ml) und Methanol (50 ml) wurde 5
Stunden lang am Rückfluss
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur gekühlt und
der Niederschlag durch Filtration gesammelt. Der Feststoff wurde
mit Methanol (50 ml) versetzt und die Aufschlämmung 10 Minuten lang gerührt, filtriert
und getrocknet, was 4,6 g (98%) der Titelverbindung lieferte.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 9,5 (s,
1H), 8,8 (s, 1H), 8,7 (s, 1H), 8,25 (d, 1H), 7,6-7,4 (m, 3H), 7,2-7,1
(m, 2H), 6,5 (s, 1H), 5,7 (s, 2H), 4,3 (s, 2H);
MS (APCl; (M
+ H)+) m/z 385.
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Beispiel 47
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbaldehyd-O-methyloxim
-
Eine
Mischung von 9H-β-Carbolin-3-carbaldehyd-O-methyloxim
(46 mg, 0,20 mmol), NaH (0,22 mmol, 9 mg einer 60 gew.-%igen Suspension
in Mineralöl)
und 2,5-Dichlorbenzylchlorid (43 mg, 0,22 mmol) in DMF (1,5 ml)
wurde gemäß Methode
A behandelt. Die Reinigung des rohen Produktes mit präparativer
Dünnschichtchromatographie
mit Hexan/Ethylacetat (7:3) als Elutionsmittel lieferte das gewünschte Produkt
(37 mg, 48% Ausbeute) als weißen
Feststoff.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 9,00 (s,
1H), 8,64 (s, 1H), 8,45 (d, J = 7,8 Hz, 1H), 8,32 (s, 1H), 7,64-7,59
(m, 2H), 7,61 (d, J = 8,6 Hz, 1H), 7,41 (dd, J = 8,6, 1,5 Hz, 1H),
7,36 (m, 1H), 6,60 (d, J = 2,5 Hz, 1H), 5,86 (s, 2H), 3,97 (s, 3H);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 384.
-
Beispiel 48
-
Herstellung
von 4-[2-{[9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]carbnyl}hydrazono)methyl]benzoesäure
-
Eine
Mischung von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbohydrazid (77
mg, 0,2 mmol), 4-Formylbenzoesäure (30
mg, 0,2 mmol), DMSO (5 ml) und einem Tropfen Eisessig wurde bei
Raumtemperatur 12 Stunden lang gerührt. Ethylacetat (50 ml) wurde
dem Kolben zugegeben. Die Mischung wurde mit Wasser und Kochsalzlösung extrahiert.
Das Produkt, das aus der organischen Phase kristallisierte, wurde
filtriert, was 80 mg (78%) der Titelverbindung lieferte.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 9,0 (s,
2H), 8,3 (s, 1H), 8,3 (s, 1H), 8,0 (d, 2H), 7,8 (d, 2H), 7,5-7,7
(m, 4H), 7,3-7,4
(m, 2H), 6,8 (s, 1H), 5,9 (s, 2H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 517.
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Beispiel 49
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Herstellung
von 4-[1-(2-{[9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]carbonyl}hydrazono)ethyl]benzoesäure
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Eine
Mischung von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbohydrazid (100
mg, 0,25 mmol), 4-Acetylbenzoesäure (50
mg, 0,3 mmol), DMSO (5 ml) und einem Tropfen Eisessig wurde 12 Stunden
lang bei Raumtemperatur gerührt.
Ethylacetat (50 ml) wurde in den Kolben gegeben. Die Mischung wurde
mit Wasser und Kochsalzlösung
extrahiert. Das Produkt, das aus der organischen Phase kristallisierte,
wurde filtriert, was 97 mg (73%) der Titelverbindung lieferte.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 9,0 (s,
2H), 8,5 (d, 1H), 8,25 (s, 1H), 8,0-7,9 (m, 4H), 7,6-7,5 (m, 3H),
7,4-7,3 (m, 2H), 6,6 (s, 1H), 5,9 (s, 2H), 2,4 (s, 3H);
MS
(APCl; (M + H)+) m/z 531.
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Beispiel 50
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Herstellung
von 9-(3,5-Dinitrobenzyl)-4-(methoxymethyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-2-(4-morpholinyl)ethylester
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Eine
Suspension von 4-(Methoxymethyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäureisopropylester
(522 mg, 1,75 mmol), 4-(2-Hydroxyethyl)morpholin (6,7 g, 51 mmol),
4-Dimethylaminpyridin (130 mg, 1,05 mmol), 4-Å-Molekularsieben (500 mg) und Xylol (25
ml) wurde 48 Stunden lang am Rückfluss
erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde auf Raumtemperatur gekühlt, im
Vakuum eingeengt und die entstehende Aufschlämmung mit CH2Cl2 (50 ml) aufgetrennt. Die Mischung wurde
filtriert und der Rückstand
mit CH2Cl2 (2 × 5 ml)
gewaschen. Die vereinigten organischen Phasen wurden mehrere Male
mit Wasser gewaschen, über
Na2SO4 getrocknet und eingeengt. Das
rohe Produkt, 4-(Methoxymethyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-2-(4-morpholinyl)ethylester
war gemäß 1H-NMR zu etwa 95% rein und wurde in der
nächsten
Stufe ohne weitere Reinigung verwendet.
-
Die
Titelverbindung wurde mit der Methode A hergestellt unter Verwendung
von 4-(Methoxymethyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-2-(4-morpholinyl)ethylester
(100 mg, 0,27mmol), Natriumhydrid (0,30 mmol, 12 mg einer 60%igen
Mineralölsuspension)
und 3,5-Dinitrobenzylchlorid (65 mg, 0,30 mmol) in DMF (2 ml). Die
Reinigung des rohen Materials mit präparativer Dünnschichtchromatographie mit
Ethylacetat/Hexan (7:3) lieferte 9-(3,5-Dinitrobenzyl)-4-(methoxymethyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-2-(4-morpholinyl)ethylester
(107 mg, 72%).
1H-NMR (CDCl3) δ 8,98
(s, 1H), 8,81 (s, 1H), 8,44 (d, J = 8,0 Hz, 1H), 8,31 (d, J = 1,9
Hz, 2H), 7,68 (t, J = 7,3 Hz, 1H), 7,49 (t, J = 7,6 Hz, 1H), 7,42
(d, J = 8,3 Hz, 2H), 5,83 (s, 2H), 5,44 (s, 2H), 4,59 (t, 7 = 5,8
Hz, 2H), 3,76 (t, J = 4,5 Hz, 4H), 3,56 (s, 3H), 2,85 (t, J = 5,8
Hz, 2H), 2,63 (t, J = 4,5 Hz, 4H);
MS (APCl; (M + H)+) m/z 550.
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Beispiel 51
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-3-(4-pyridinyl)propylester
-
9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-3-(4-pyridinyl)propylester
wurde mit Methode B hergestellt.
1H-NMR
(300 MHz, DMSO-d6) δ 9,10 (s, 1H), 8,94 (s, 1H),
8,53 (d, J = 7,9, 1H), 8,47 (d, J = 5,3, 2H), 7,59-7,68 (m, 3H),
7,40-7,45 (m, 2H), 7,32 (d, J = 5,6, 2H), 6,64 (d, J = 2,3, 1H),
5,93 (s, 2H), 2,77-2,85 (m, 4H), 2,08-2,16 (m, 2H);
LRMS berechnet
für C27H21Cl2N3O2 (M + H) 490,
gefunden 490,1.
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Beispiel 52
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-3-(2-oxo-1-pyrrolidinyl)propylester
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9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-3-(2-oxo-1-pyrrolidinyl)propylester
wurde mit Methode B hergestellt.
1H-NMR
(300 MHz, DMSO-d6) δ 9,17 (s, 1H), 9,07 (s, 1H),
8,52 (d, J = 7,93 Hz, 1H), 7,56-7,69 (m, 3H), 7,37-7,44 (m, 2H),
6,64 (d, J = 2,3 Hz, 1H), 5,92 (s, 2H), 4,32 (t, J = 6,2 Hz, 2H),
3,33-3,40 (m, 4H), 2,16 (t, J = 7,9 Hz, 2H), 1,82-2,00 (m, 4H);
LRMS
berechnet für
C26H23Cl2N3O3 (M
+ H) 496, gefunden 496,1.
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Beispiel 53
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-3-(2-pyrdinyl)propylester
-
9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-3-(2-pyridinyl)propylester
wurde mit Methode B hergestellt.
1H-NMR
(300 MHz, DMSO-d6) δ 9,14 (s, 1H), 8,97 (s, 1H),
8,56 (d, J = 4,5 Hz, 1H), 8,50 (d, J = 7,9 Hz, 1H), 7,60-7,75 (m,
SH), 7,39-7,46 (m, 2H), 7,34 (d, J = 7,6 Hz, 1H), 7,20-7,25 (m,
1H), 6,69 (d, J = 2,3 Hz, 1H), 5,90 (s, 1H), 4,46 (t, J = 6,4 Hz,
2H), 3,00 (t, J = 7,4 Hz), 2,22-2,32 (m, 2H);
LRMS berechnet
für C27H21Cl2N3O2 (M + H) 490,
gefunden 490.
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Beispiel 54
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-2-[4-(ethoxycarbonyl)-1-piperazinyl]ethylester
-
9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-2-[4-(ethoxycarbonyl)-1-piperazinyl]ethylester wurde
mit Methode B hergestellt.
1H-NMR (300
MHz, DMSO-d6) δ 9,11 (s, 1H), 8,99 (s, 1H),
8,50 (d, J = 7,9 Hz, 1H), 7,59-7,67 (m, 3H), 7,38-7,44 (m, 2H),
6,65 (d, J = 2,3 Hz, 1H), 5,90 (s, 2H), 4,46-4,52 (m, 2H), 4,05
(q, J = 7,2 Hz, 2H), 3,35-3,45 (m, 4H), 2,75-2,87 (m, 2H), 2,45-2,60
(m, 4H), 1,18 (t, J = 7,2 Hz, 3H);
LRMS berechnet für C28H28Cl2N4O4 (M + H) 555,
gefunden 555,1.
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Beispiel 55
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbaldehyd
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Ein
250-ml-Rundkolben wurde mit [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl)methanol
(1,84 g, 5,1 mmol), Mangan(IV)oxid (1,14 g, 13,1 mmol) und Dichlormethan
(60 ml) beschickt. Die Reaktionsmischung wurde 12 Stunden lang bei
Raumtemperatur gerührt.
Die Mischung wurde filtriert, im Vakuum eingeengt und der Rückstand
chromatographiert (Hexan:Ethylacetat = 10: 1), was die Titelverbindung
lieferte (1,6 g, 87% Ausbeute).
1H-NMR
(CDCl3) δ 10,3
(s, 1H), 8,9 (s, 1H), 8,8 (s, 1H), 8,3 (d, 1H), 7,7 (t, 1H), 7,5-7,4
(m, 3H), 7,2 (s, 1H), 6,6 (s, 1H), 5,7 (s, 2H);
MS (Cl): 355,
357, 359.
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Beispiel 56
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Herstellung
von [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methylamin
-
Eine
Lösung
von [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methanol
(7,14 g, 20 mmol) in wasserfreiem CH2Cl2 (100 ml) wurde unter Stickstoffatmosphäre auf 0°C gekühlt und
Thionylchlorid (2,5 g, 20,8 mmol wurde unter Rühren tropfenweise zugegeben.
Die Lösung
wurde auf Raumtemperatur erwärmen
gelassen und weitere 15 Stunden lang gerührt. Die Reaktionsmischung
wurde mit wasserfreiem Ethanol (50 ml) verdünnt und an einem Rotationsverdampfer
eingeengt, was einen fahlgelben Feststoff lieferte. Das rohe Material
wurde durch Zugabe von wasserfreiem Ether kristallisiert, was 6,92
g (84%) 3-Chlormethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolinhydrochlorid lieferte. Dieses
Salz wurde in die freie Base umgewandelt durch Zugabe von wässrigem
Na2CO3 und dann
wurde die entstehende Mischung mit CH2Cl2 extrahiert. Die organische Phase wurde
getrocknet (Na2SO4)
und im Vakuum eingeengt, was 0,30 g (100%) der freien Base als fahlgelben
Feststoff ergab.
1H-NMR (CDCl3) δ 8,72
(s, 1H), 8,20 (d, J = 7,9, 2,3 Hz, 1H), 8,18 (s, 1H), 7,60 (t, J
= 7 Hz, 1H), 7,38 (m, 3H), 7,20 (dd, 1 = 8,3, 2,3 Hz, 1H), 6,55
(s, 1H), 5,65 (s, 2H), 4,92 (s, 2H);
MS Monoisotopische Masse
(berechnet) 374,0, MH+ (beobachtet) 375,2, (MH+-HCl) 339,1.
-
Eine
Suspension von 3-Chlormethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolinhydrochlorid
(5,64 g, 15 mmol) und Natriumazid (2,0 g, 30 mmol) in wasserfreiem
Ethanol (60 ml) wurde 15 Stunden lang unter Stickstoff am Rückfluss
erhitzt. Die entstehende Suspension wurde auf Raumtemperatur gekühlt, mit
einem gleichen Volumen an CH2Cl2,
verdünnt
und mit Wasser (2 × 50
ml) und Kochsalzlösung
(2,5 ml) gewaschen. Der organische Extrakt wurde über wasserfreiem
Na2SO4 getrocknet
und eingeengt, was 5,70 g (100%) 3-Azidomethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin
als fahlgelben Feststoff ergab.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,75
(s, 1H), 8,20 (d, J = 7,4 Hz, 1H), 8,04 (s, 1H), 7,58 (t, J = 7,5
Hz, 1H), 7,32-7,40 (m, 3H), 7,20 (dd, J = 9,6, 2,5 Hz, 1H), 6,53
(d, J = 2,3 Hz, 1H), 5,52 (s, 2H), 4,20 (s, 2H);
MS Monoisotopische
Masse (berechnet) 381,1, MH+ (beobachtet) 382,0, (MH+-N2) 354,2.
-
Die
Reduktion dieses Azids zu dem entsprechenden Amin wurde ausgeführt gemäß einem
von Gartiser et al., Tetrahedron Lett. 1983, 24:1609 veröffentlichten
Verfahren. Eine Suspension von 3-Azidomethyl-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin
(4,60 g, 12 mmol), Ammoniumformiat (3,90 g, 61,7 mmol) und 10% Pd auf
Kohlenstoff (2,0 g, 20 Mol-%) in Ethanol (200 ml) wurde bei Raumtemperatur
unter Stickstoff 15 Stunden lang gerührt. Die Reaktionsmischung
wurde filtriert, um die Feststoffe zu entfernen und das Filtrat
eingeengt und mit CH2Cl2 (100
ml) verdünnt.
Die entstehende Lösung
wurde mit Wasser (2 × 25
ml) und Kochsalzlösung (25
ml) gewaschen, über
wasserfreiem Na2SO4 getrocknet
und eingeengt. Das rohe Produkt wurde aus Ethylacetat umkristallisiert,
was 3,0 g (65%) N-Formyl-[9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methylamin
als fahlgelben Feststoff lieferte.
1H-NMR
(CDCl3) δ 8,65
(s, 1H), 8,30 (s, 1H), 8,24 (d, 1H), 7,95 (s, 1H), 7,58 (t, 1H),
7,30-7,40 (m, 3H), 7,20 (dd, 1H), 6,51 (s, 1H), 5,60 (s, 2H), 4,78
(d, 1H);
MS Monoisotopische Masse (berechnet) 383,1, MH+ (beobachtet)
384,9.
-
Dieses
Formamid (2,90 g, 7,5 mmol) wurde mit Kaliumhydroxid (5,40 g, 9,4
mmol) in Ethanol/Wasser (5:1, 48 ml) 6 Stunden lang am Rückfluss
erhitzt. Die entstehende Suspension wurde auf Raumtemperatur gekühlt, eingeengt
und mit CH2Cl2 (50
ml) verdünnt.
Die organische Phase wurde mit Wasser (2 × 25 ml) gewaschen, getrocknet
(Na2SO4), filtriert
und eingeengt, was [9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methylamin als
gelben Feststoff lieferte. Das rohe Material wurde aus Ethylacetat/Hexan
umkristallisiert, was 1,48 g (55%) eines fahlgelben Feststoffs lieferte.
1H-NMR (CDCl3) δ 8,70 (s,
1H), 8,18 (d, J = 7,9 Hz, 1H), 8,03 (s, 1H), 7,58 (td, J = 7,2,
1,1 Hz, 1H), 7,32-7,42 (6-Linien-m, 3H), 7,20 (dd, J = 9,6, 2,6
Hz, 1H), 6,55 (d, J = 2,6 Hz, 1H), 5,60 (s, 2H), 4,28 (d, 1H), 1,96
(br s, 2H);
MS Monoisotopische Masse (berechnet) 355,1, MH+
(beobachtet) 356,7.
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Beispiel 57
-
Herstellung
von N-{[9-(2 5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methyl}-5-methyl-3-isoxazolcarboxamid
-
Eine
Lösung
von 5-Methylisoxazol-3-carbonylchlorid in DCE (0,25 M) wurde mit
einer Lösung von[9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methylamin
in DME (0,25 M, 1 Äquivalent)
und anschließend
einer Lösung
von Triethylamin in DME (1,0 M, 1 Äquivalent) versetzt. Die Mischung
wurde bewegt und über Nacht
stehen gelassen. Das Lösungsmittel
wurde eingedampft und der Rückstand
mit präparativer
HPLC gereinigt.
1H-NMR (300 MHz, DMSO-d6) δ 9,5
(br t, 1H), 9,40 (s, 1H), 8,74 (s, 1H), 8,60 (d, J = 7,8 Hz, 1H),
7,78 (m, 1H), 7,66-7,60 (m, Überlappung,
2H), 7,50-7,41 (m, Überlappung,
2H), 6,69 (s, 1H), 6,65 (s, 1H), 5,97 (s, 1H), 4,96 (d, J = 5,4
Hz, 2H), 2,49 (s, Überlappung
mit DMSO-Peak). Ein Peak bei 13,7 ppm im 13C-NMR-Spektrum stimmte überein mit
der Methylgruppe, die wahrscheinlich mit dem Lösungsmittel im 1H-NMR-Spektrum überlappt.
Monoisotopische
Masse berechnet für
C24H18Cl2N4O2: 464,1, (M +
H) gefunden 465,4.
-
Beispiel 58
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Herstellung
von N-{9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methyl-2-(trifluormethyl)}benzamid
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Die
Titelverbindung wurde hergestellt unter Verwendung des für N-{[9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methyl}-5-methyl-3-isoxazolcarboxamid
beschriebenen Verfahrens.
1H-NMR (300
MHz, DMSO-d6) δ 9,41 (t, J = 5,6 Hz, 1H), 9,35
(s, 1H), 8,59 (s, 1H), 8,43 (d, J = 7,9 Hz, 1H), 7,84-7,60 (m, Überlappung,
7H), 7,50-7,33 (m, Überlappung,
2H), 6,66 (d, J = 2,4 Hz, 1H), 5,94 (s, 2H), 4,87 (d, J = 5,6 Hz,
2H).
Monoisotopische Masse berechnet für C27H18Cl2F3N3O: 527,1, (M + H) gefunden 528,5.
-
Beispiel 59
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Herstellung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-2-(2,5-dioxo-1-pyrrolidinyl)ethylester
-
9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbonsäure-2-(2,5-dioxo-1-pyrrolidinyl)ethylester
wurde mit der allgemeinen Methode C hergestellt.
1H-NMR
(300 MHz, CDCl3) δ 8,95 (s, 1H), 8,85 (s, 1H),
8,30 (d, J = 7,8 Hz, 1H), 7,65 (m, 1H), 7,47-7,42 (m, Überlappung,
3H), 7,23 (dd, J = 8,5, 2,4 Hz, 1H), 6,59 (d, J = 2,4 Hz, 1H), 5,68
(s, 2H), 4,65 (t, J = 5 Hz, 2H), 4,05 (t, J = 5 Hz, 2H), 2,75 (s,
4H).
Monoisotopische Masse berechnet für C25H19Cl2N3O4: 495,1, (M + H) gefunden 495,8.
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Beispiel 60
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Herstellung
von 6-(2,5-Dichlorbenzyl)-1-hydroxy-1,6-dihydro-3H-furo[3',4':5,6]pyrido[3,4-b]indol-3-on
-
6-(2,5-Dichlorbenzyl)-1-hydroxy-1,6-dihydro-3H-furo[3',4':5,6]pyrido[3,4-b]indol-3-on
wurde mit einem Literaturverfahren (Narasimhan et al., Synthesis,
1975, 797) mit einigen Modifikationen wie folgt hergestellt. Eine
Lösung
von 6-(2,5-Dichlorbenzyl)-1-hydroxy-2-[2-[2-(4-morpholinyl)ethyl]-1,6-dihydropyrrolo[3',4':5,6]-pyrido[3,4-b]indol-3(2H)-on
(2,51 g, 4,91 mmol) in konzentrierter Salzsäure (35 ml, 406 mmol wurde
48 Stunden lang am Rückfluss
erhitzt (unter Verwendung einer Badtemperatur von 140°C). Die Lösung färbte sich
im Verlauf von etwa 24 Stunden von braun nach grünlich-gelb. Die Lösung wurde
gekühlt,
mit gesättigtem
NaHCO3 auf pH ~9 basisch gemacht und zweimal
mit CH2Cl2 (2 × 25 ml)
extrahiert. Die wässrige Phase
wurde mit 10% wässriger
Salzsäure
auf pH ∼6
angesäuert.
Der entstehende fahlbraune Niederschlag wurde filtriert, mit CH2Cl2 und Ether gewaschen
und im Vakuum bei 80°C
15 Stunden lang getrocknet. Beim Stehen über Nacht fiel aus dem schwach
sauren Filtrat eine weitere Menge an Feststoff aus. Dieses wurde filtriert
und wie oben behandelt, was eine vereinigte Ausbeute von 1,6 g (82%)
lieferte.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 9,25 (s,
1H), 8,52 (d, J = 1,7 Hz, 1H, Austausch mit D2O),
8,30 (d, J = 7,8 Hz, 1H), 7,67 (m, 2H), 7,55 (d, J = 8,5 Hz, 1H),
7,42 (t, J = 5,8 Hz, 1H), 7,36 (dd, J = 8,4, 1,6 Hz, 1H), 7,13 (s,
1H), 6,52 (d, J = 1,7 Hz, 1H), 5,94 (s, 2H);
13C-NMR
(DMSO-d6): δ 166,1, 140,1, 136,4, 135,3,
135,0, 134,8, 133,5, 130,8, 130,4, 129,6, 128,5, 128,1, 125,8, 123,1,
121,1, 120,5, 117,6, 109,9, 94,4, 43,5;
MS Monoisotopische
Masse (berechnet) 398,0, MH+ (beobachtet) 399,0.
-
Beispiel 61
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Herstellung
von 2-([(4-Cyanocyclohexyl]methyl]{[9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methyl}amino)-2-oxoethylacetat
-
Die
erste Stufe der Sequenz, die verwendet wurde, um diese Verbindung
herzustellen, war eine Modifikation eines Verfahrens, das für eine reduktive
Aminierung berichtet wurde (Abdel-Magid et al., J. Org. Chem., 1996,
61:3849). Eine Lösung
von 9-(2,5-Dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-carbaldehyd
in Methanol (0,10 M) wurde mit 1 Äquivalent 4-Cyanocyclohexanmethylamin
(als Mischung von Diastereomeren) in Methanol (0,10 M) versetzt.
Die Mischung wurde kurz bewegt und bei Raumtemperatur über Nacht
stehen gelassen. Die Lösung
wurde mit 2 Äquivalenten
einer frisch hergestellten Lösung
von Natriumborhydrid in nicht denaturiertem wasserfreien Ethanol
(0,50 M) versetzt, bewegt und bei Raumtemperatur 2 Stunden lang
stehen gelassen. Die Lösung
wurde mit der Hälfte
ihres Volumens an Wasser verdünnt,
bewegt (Gas entwickelte sich) und die flüchtigen Bestandteile im Vakuum
entfernt. Zu dem festen Rückstand
wurde 1 Äquivalent
einer 0,1 M Lösung von
Acetoxyacetylchlorid in DCE, 1 Äquivalent
einer 0,2 M Lösung
von Triethylamin in Methylenchlorid zugegeben und die Mischung 2
Stunden lang bewegt. Das Lösungsmittel
wurde verdampft und der Rückstand
mit präparativer
HPLC chromatographiert. Ungefähr
50 mg des Rückstandes
wurden in 15 ml 15% DMSO, 30% Isopropanol und 55% Hexan gelöst. Dies
wurde auf einer Kromasil 100-5 Sil (250 × 22 mm)-Säule eluiert unter Verwendung
eines Gradienten von Hexan (A) und Isopropanol (B) mit 12 ml/min,
während
bei 238 mm überwacht
wurde. Die Säule
wurde mit einer Mischung aus 95% A und 5% B 15 Minuten lang eluiert
und auschließend
die Menge an B alle 10 Minuten um 2% erhöht, bis die Peaks für das cis-
und trans-Isomer eluierten (etwa 60 bis 80 Minuten). Die Säule wurde
mit einer Mischung von 80% B und 20% A 20 Minuten lang gewaschen bei
einer insgesamten Durchlaufzeit von 120 Minuten.
cis-Isomer:
Die Verbindung erschien als ein Satz von Rotameren um die Tertiäramidbindung.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 8,92, 8,86
(s, 1H), 8,30 (m, 1H), 8,17, 7,98 (s, 1H), 7,59 (m, Überlappung,
3H), 7,40-7,31 (m, 2H), 6,45 (br s, 1H), 5,82 (s, 2H), 5,01, 4,87
(s, 2H), 4,69 (br s, 2H), 3,17 (m, 2H), 2,55 (m, Wh/2 =
29 Hz, 1H), 2,08, 2,04 (s, 3H), 2,00-1,89 (m, 2H), 1,75-1,52 (m,
3H), 1,45-1,20 (m, 2H), 1,30-0,82 (m, 2H);
LRMS berechnet für C31H30Cl2N4O3: 567,2; MH+ (beobachtet)
577,2.
trans-Isomer: Die Verbindung erschien als ein Satz von
Rotameren um die Tertiäramidbindung.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 8,92, 8,85
(s, 1H), 8,30 (m, 1H), 8,19, 7,98 (s, 1H), 7,60 (m, Überlappung
3H), 7,38 (dd, J = 8,6, 2,4 Hz, 1H), 7,30 (m, 1H), 6,51 (d, J =
2,6 Hz, 1H), 5,81 (br s, 2H), 5,03, 4,90 (s, 2H), 4,71 (br s, 2H), 3,25,
3,20 (d, J = 6,4 Hz bzw. 7,2 Hz, 2H), 3,09, 3,03 (m, Wh/2 =
8,7 Hz bzw. 10,5 Hz, 1H), 2,08, 2,04 (s, 3H), 1,85-1,2 (m, Überlappung,
9H);
LRMS berechnet für
C31H30Cl2N4O3:
576,2, MH+ (beobachtet) 577,2.
-
Beispiel 62
-
Herstellung
von N-{[(4-Cyanocyclohexyl)methyl]-N-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methyl}cyclopropancarboxamid
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N-{[(4-Cyanocyclohexyl)methyl]-N-9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methyl;
cyclopropancarboxamid wurde hergestellt mit dem Verfahren, das oben
für 2-([(4-Cyanocyclohexyl)methyl]{[9-(2,5-dichlorbenzyl)-9H-β-carbolin-3-yl]methyl}amino)-2-oxoethylacetat
beschrieben wurde. Diese Verbindung erscheint als Mischung von Rotameren
um die Tertiäramidbindung.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 8,92, 8,87
(s, 1H), 8,31 (m, Überlappung,
1H), 8,09, 7,96 (s, 1H), 7,60 (m, Überlappung, 3H), 7,38 (dd,
J = 8,7, 2,6 Hz, 1H), 7,30 (m, 1H), 6,52, 6,50 (d, J = 2,3 Hz, 1H),
5,82, 5,80 (s, 2H), 4,93, 4,73 (s, 2H), 3,44, 3,27 (d, J = 7,2,
6,8 Hz, 2H), 2,58 (m, 1H), 1,95 (m, 2H), 1,72-1,56 (m, 2H), 1,48-0,55
(m, Überlappung,
10H);
LRMS berechnet für
C31H30Cl2N4O: 544,2, MH+
(beobachtet) 545,2.
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Beispiel 63
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Herstellung
von 7-(2,5-Dichlorbenzyl)-3-(2-hydroxyethyl)-3,7-dihydro-4H-pyridazino[4',5':5,6]pyrido(3,4-b]indol-4-on
-
Dieses
Ringsystem wurde hergestellt mit einer Modifikation eines angegebenen
Verfahrens (Mylari et al., J. Org. Chem., 1991, 56:2587). Eine Lösung von
6-(2,5-Dichlorbenzyl)-1-hydroxy-1,6-dihydro-3H-furo-[3',3':5,6]pyrido[3,4-b]indol-3-on
und 1 Äquivalent
2-Hydroxyethylhydrazin in Ethanol (0,033 M) wurde 1 Stunden lang
am Rückfluss
erhitzt. Das Lösungsmittel
wurde verdampft und das Produkt mit präparativer HPLC gereinigt.
1H-NMR (DMSO-d6) δ 9,48 (s,
1H), 9,29 (s, 1H), 8,78 (d, J = 8 Hz, 1H), 7,68 (m, 2H), 7,57 (d,
J = 8,5 Hz, 1H), 7,48 (m, 1H), 7,37 (dd, J = 8,5, 2,5 Hz, 1H), 6,55
(d, J = 2,5 Hz, 1H), 6,01 (s, 2H), 4,82 (br s, 1H), 4,28 (t, J = 6
Hz, 2H), 3,78 (t, J = 6 Hz, 2H);
LRMS berechnet für C22H16Cl2N4: 438,1, (M + H) gefunden 439,1.
-
Testen der Verbindungen
auf biochemische Aktivität
-
Die
folgenden Assays wurden durchgeführt,
um die GLP-1-Aktivität
zu bestimmen, wenn die Zellen mit den erfindungsgemäßen Verbindungen
vorbehandelt wurden.
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Assay 1: GLP-1-Bindungsassay
-
Die
Rezeptorbindung wurde untersucht unter Verwendung von kloniertem
humanen GLP-1-Rezeptor. der in einer Babyhamster-Nierenzelllinie
(BHK) exprimiert wurde. Klone wurden ausgewählt in Gegenwart von 0.5 mg/ml
G-418 und es wurde gezeigt, dass sie über mehr als 40 Passagen stabil
waren.
-
Plasmamembranen
wurden hergestellt, indem Zellen bis zum Zusammenfließen gezüchtet wurden, von
der Oberfläche
abgenonmmen wurden und die Zellen in kaltem Puffer (10 mM Tris/HCl),
pH 7,4, der 30 mM NaCl, I mM Dithiothreitol, 5 mg/l Leupeptin, 5
mg/ml Pepstatin, 100 mg/l Bacitracin und 15 mg/l rekombinantes Aprotinin
enthielt, resuspendiert wurden. Die Zellen wurden durch zwei 10
Sekunden lange Bursts unter Verwendung eines Polytron PT 10-35-Homogenisators
(Kinematica) homogenisiert und zentrifugiert. Der Niederschlag,
der die Plasmamembranen enthielt, wurde in Puffer suspendiert und
bei –80°C aufbewahrt,
bis er benötigt
wurde.
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Bindungsassays
wurden in doppelter Ausführung
in Polypropylenröhrchen
oder 96-Napf-Platten durchgeführt.
Der in diesem Test verwendete Puffer war 25 mM HEPES, pH 7,4, der
0,1 % Rinderserumalbumin (Sigma) und 0,01% Bacitracin enthielt.
Typischerweise wurden 100 μl
Probe (GLP-1 oder Testverbindung) jedem Röhrchen zugegeben. Tracer (radioiodiertes
GLP-1; 20.000 cpm) wurde in Puffer verdünnt und 100 μl jedem Röhr chen zugegeben.
Frisch aufgetautes Plasmamembranprotein (0,5 μg), verdünnt in Puffer, wurde dann in
Anteilen von jeweils 100 μl
in jedes Röhrchen
gegeben. Die Röhrchen
wurden 1 Stunde lang bei 37°C inkubiert.
Die nicht spezifische Bindung wurde in Gegenwart von 100 nM GLP-1
bestimmt. Gebundener und ungebundener Tracer wurden dann durch Vakuumfiltration
getrennt. Die Röhrchen
wurden zweimal mit 3 ml Puffer pro Röhrchen gewaschen. Die Filter
wurden in einem Gamma-Szintillationszähler gezählt. Da radioaktiv iodiertes
GLP-1 mit hoher Aktivität
verfügbar
ist, konnten die Tests unter solchen Bedingungen durchgeführt werden,
dass radioaktiv iodiertes GLP-1, das in den Tests verwendet wurde,
nur 5 bis 10% der Dissoziationskonstante von GLP-1 für den GLP-1-Rezeptor
bildete und sich somit die gemessenen IC50-Werte
des Antagonisten stark an die Ki-Werte annäherten.
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Assay 2: GLP-1-Funktionstest
-
Mit
dem funktionellen Test oder Assay wurde die Fähigkeit der Verbindungen, entweder
die GLP-1-Dosis-Wirkungs-Kurve
in einem Gesamtzell-cAMP-Test nach rechts zu verschieben oder ihre
Fähigkeit,
die cAMP-Ansammlung in diesen Zellen zu stimulieren, getestet. Der
Test wurde in Borsilicatglasröhrchen
12 × 75 durchgeführt. Die
Pufferkonzentrationen im Test waren 10 mM HEPES, 1 mM EGTA, 1,4
mM MgCl2, 0,1 mM IBMX, 30 mM NaCl, 4,7 mM
KCl, 2,5 mM NaH2PO4,
3 mM Glucose und 0,2% BSA. Der pH-Wert wurde auf 7,4 eingestellt.
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Um
die Fähigkeit
von Verbindungen festzustellen, die durch GLP-1 vermittelte cAMP-Ansammlung
zu antagonisieren, wurden Zellen (typischerweise 0,5 ml, 106/ml) mit verschiedenen Konzentrationen der
Verhindungen 10 Minuten lang bei 37°C vorbehandelt, dann mit steigenden
Konzentrationen von GLP-1 20 Minuten lang beaufschlagt. Bei der
Bestimmung der Fähigkeit
der Verbindungen, als Agonisten zu wirken, wurden Zellen mit verschiedenen
Konzentrationen der Verbindungen alleine behandelt. Die Reaktionen
wurden durch Zentrifugation beendet und anschließend durch Zelllyse unter Zugabe
von 500 μl
0,1% HCl. Zellbruchstücke wurden
pelletisiert und der Überstand,
der cAMP enthielt, zur Trockene eingeengt. cAMP wurde unter Verwendung
eines RIA-Kits (New England Nuclear) gemessen.
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Bevorzugte
Verbindungen der Erfindung zeigten IC50-Bindungsaffinitäten von
weniger als 1 μM
beim oben beschriebenen GLP-1-Bindungsassay und bevorzugtere Verbindungen
hatten IC50-Bindungsaffinitäten von
weniger als 10 nM. Da die Konzentration an iodiertem GLP-1, das
in den Tests verwendet wurde, nur 5 bis 10% der Dissoziationskonstante
von GLP-1 für
den GLP-Rezeptor bildete, näherten
sich die IC50-Werte der Antagonisten eng
ihren Ki-Werten an. Keine der getesteten
Verbindungen zeigte eine Agonistaktivität in dem GLP-1-Funktionsassay.
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Pharmazeutische Zusammensetzungen
-
Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen, die erfindungsgemäße Verbindungen
enthalten, können hergestellt
werden unter Verwendung bekannter Techniken, z.B. mithilfe von üblichen
Misch-, Lösungs-,
Granulierungs-, Drageeherstellungs-, Pulverisierungs-, Emulsions-,
Verkapselungs-, Einfang- oder Lyophilisierungsverfahren. Pharmazeutische
Zusammensetzungen werden in üblicher
Weise formuliert unter Verwendung eines oder mehrerer physiologisch
annehmbarer Träger,
die Hilfsstoffe enthalten, die die Verarbeitung der aktiven Verbin dungen
zu Präparaten,
die pharmazeutisch verwendet werden können, erleichtern. Die genaue
Formulierung hängt
von dem ausgewählten
Verabreichungsweg ab.
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Zur
Injektion werden die erfindungsgemäßen Mittel in wässrigen
Lösungen
formuliert, bevorzugt in physiologisch kompatiblen Puffern, wie
Hank's Lösung, Ringer-Lösung oder
physiologischem Kochsalzpuffer. Für die transmucosale Verabreichung
werden Penetranzien, die geeignet sind, die Schranke zu durchdringen, in
der Formulierung verwendet. Solche Penetranzien sind im Stand der
Technik allgemein bekannt.
-
Für die orale
Verabreichung werden die Verbindungen leicht formuliert, indem die
aktiven Verbindungen mit pharmazeutisch annehmbaren Trägern, die
im Stand der Technik bekannt sind, vereinigt werden. Solche Träger ermöglichen
es, die Verbindungen der Erfindung in Form von Tabletten, Pillen,
Dragees, Kapseln, Flüssigkeiten,
Gelen, Sirupen, Aufschlämmungen,
Suspensionen und dgl. zu formulieren für die orale Aufnahme durch
einen zu behandelnden Patienten. Pharmazeutische Präparate für die orale
Verwendung werden erhalten als feste Hilfsstoffe, gegebenenfalls
durch Vermahlen der entstehenden Mischung, Zugabe geeigneter Hilfsmittel,
falls erwünscht,
und Verarbeitung der Mischung von Körnchen, um Tabletten oder Drageekerne
zu erhalten. Geeignete Hilfsstoffe schließen Füllstoffe, wie Zucker, einschließlich Lactose,
Saccharose, Mannit oder Sorbit, und Cellulosepräparate, wie Maisstärke, Weizenstärke, Reisstärke, Kartoffelstärke, Gelatine, Gummi
arabicum, Methylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose
und/oder Polyvinylpyrrolidon (PVP) ein. Falls erwünscht, werden
Sprengmittel zugegeben, wie vernetztes Polyvinylpyrrolidon, Agar
oder Alginsäure
oder ein Salz davon, wie Natriumalginat.
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Drageekerne
werden mit geeigneten Beschichtungen versehen. Für diesen Zweck werden konzentrierte
Zuckerlösungen
verwendet, die gegebenenfalls Gummi arabicum, Polyvinylpyrrolidon,
Carbopol-Gel, Polyethylenglycol und/oder Titandioxid, Lacklösungen und
geeignete organische Lösungsmittel
oder Lösungsmittelmischungen
enthalten können.
Färbenmittel
oder Pigmente werden gegebenenfalls den Tabletten oder Drageebeschichtungen
zugegeben zur Kennzeichnung oder um verschiedene Kombinationen von
Dosen aktiver Verbindungen zu unterscheiden.
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Pharmazeutische
Präparate,
die oral verwendet werden können,
schließen
Push-fit-Kapseln aus Gelatine ebenso wie weiche verschlossene Kapseln
aus Gelatine und einem Weichmacher, wie Glycerin oder Sorbit ein.
Die Push-fit-Kapseln enthalten die aktiven Inhaltsstoffe gegebenenfalls
in Mischung mit Füllstoffen, wie
Lactose, Bindemitteln, wie Stärken
und/oder Gleitmitteln, wie Talk oder Magnesiumstearat und gegebenenfalls
Stabilisatoren. In weichen Kapseln werden die aktiven Verbindungen
in geeigneten Flüssigkeiten,
z.B. fetten Ölen,
flüssigem
Paraffin oder flüssigen
Polyethylenglycolen gelöst
oder suspendiert. Außerdem
werden gegebenenfalls Stabilisatoren zugegeben. Alle Formulierungen
für die
orale Verabreichung sind in Dosierungen, die für eine solche Verabreichung
geeignet ist. Für
die buccale Verabreichung haben die Zusammensetzungen die Form von
Tabletten oder Pastillen, die in üblicher Weise formuliert werden.
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Für die Verabreichung
durch Inhalation werden die Verbindungen zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung geeigneterweise in Form eines Aerosolsprays aus unter
Druck gesetzten Verpackungen oder einem Vernebler unter Verwendung
eines geeigneten Treibmittels, z.B. Dichlordifluormethan, Trichlorfluormethan,
Dichlortetrafluorethan, Kohlendioxid oder anderen geeigneten Gasen
abgegeben. Im Fall eines unter Druck gesetzten Aerosols wird die
Dosierungseinheit bestimmt, indem ein Ventil vorgesehen wurd, um
eine abgemessene Menge abzugeben. Kapseln und Patronen aus Gelatine
werden z.B. zur Verwendung in einem Inhalator oder Insufflator formuliert,
die eine Pulvermischung der Verbindung und einen geeigneten Pulvergrundstoff,
wie Lactose oder Stärke,
enthalten.
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Die
Verbindungen werden für
die parenterale Verabreichung durch Injektion, z.B. durch Bolusinjektion oder
kontinuierliche Infusion formuliert. Formulierungen zur Injektion
werden in Einheitsdosierungsform bereitgestellt, z.B. in Ampullen
oder Mehrdosisbehältern
mit zugegebenem Konservierungsmittel. Die Zusammensetzungen haben
solche Formen, wie Suspensionen, Lösungen oder Emulsionen in öligen oder
wässrigen
Trägern
und enthalten gegebenenfalls Formulierungsmittel, wie Suspensions-,
Stabilisierungs- und/oder Dispersionsmittel.
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Pharmazeutische
Formulierungen für
die parenterale Verabreichung schließen wässrige Lösungen der aktiven Verbindungen
in wasserlöslicher
Form ein. Außerdem
werden Suspensionen der aktiven Verbindungen nach Bedarf als ölige Injektionssuspensionen
hergestellt. Geeignete lipophile Lösungsmittel oder Träger schließen fette Öle, wie
Sesamöl,
oder synthetische Fettsäureester,
wie Ethyloleat, Triglycerid oder Liposomen ein. Wässrige Injektionssuspensionen
enthalten gegebenenfalls Substanzen, die die Viskosität der Suspension
erhöhen,
wie z.B. Natriumcarboxymethylcellulose, Sorbit oder Dextran. Gegebenenfalls
kann die Suspension auch geeignete Stabilisatoren oder Mittel, die
die Löslichkeit
der Verbindungen erhöhen,
enthalten, die die Herstellung von hoch konzentrierten Lösungen zulassen.
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Alternativ
wird der aktive Inhaltsstoff in Pulverform für die Konstitution mit einem
geeigneten Träger, z.B.
sterilem pyrogenfreien Wasser, vor der Verwendung bereitgestellt.
Die Verbindungen werden auch in rektalen Zusammensetzungen, wie
Zäpfchen
oder Klistieren formuliert, die z.B. übliche Zäpfchengrundstoffe, wie Kakaobutter
oder andere Glyceride enthalten.
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Zusätzlich zu
den vorher beschriebenen Formulierungen werden die Verbindungen
auch als Depotpräparate
formuliert. Solche lang wirkenden Präparate werden durch Implantation
(z.B. subcutan oder intramuskulär)
oder intramuskuläre
Injektion verabreicht. So werden z.B. die Verbindungen mit geeigneten
polymeren oder hydrophoben Materialien (z.B. als Emulsion in einem
geeigneten Öl)
oder Ionenaustauschharzen oder als kaum lösliche Derivate, z.B. als kaum
lösliches
Salz formuliert.
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Ein
pharmazeutischer Träger
für die
hydrophoben Verbindungen der Erfindung ist ein Co-Lösungsmittelsystem
mit Benzylalkohol, einem nicht polaren Tensid, einem mit Wasser
mischbaren organischen Polymer und einer wässrigen Phase. Das Co-Lösungsmittelsystem
ist wünschenswerterweise
das VPD-Co-Lösungsmittelsystem.
VPD ist eine Lösung
von 3% G/V Benzylalkohol, 8% G/V des nicht polaren Tensids Polysorbat 80
und 65% G/V Polyethylenglycol 300, dessen Volumen in absolutem Ethanol
eingestellt wird. Das VPD-Co-Lösungsmittelsystem
(VPD:5W) enthält
VPD verdünnt
1:1 mit 5% Dextrose in Wasserlösung.
Dieses Co-Lösungsmittelsystem
löst hydrophobe
Verbindungen gut und erzeugt selbst kaum Toxizität bei systemischer Verabreichung.
Die Anteile eines wünschenswerten
Co-Lösungsmittelsystems
variieren erheblich, ohne die Löslichkeit
und die Toxizitätseigenschaften
zu zerstören.
Weiterhin kann die Identität
der Co-Lösungsmittelkomponenten
variiert werden. Z.B. können
andere nicht polare Tenside mit geringer Toxizität anstelle von Polysorbat 80
verwendet werden; die Fraktionsgröße des Polyethylenglycols kann
variiert werden; andere biokompatible Polymere können Polyethylenglycol ersetzen,
z.B. Polyvinylpyrrolidon; und andere Zucker oder Polysaccharide
können
Dextrose ersetzen.
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Alternativ
werden andere Abgabesysteme für
hydrophobe pharmazeutische Verbindungen angewendet. Liposomen und
Emulsionen sind wohl bekannte Beispiele für Abgabeträger oder Träger für hydrophobe Arzneimittel.
Bestimmte organische Lösungsmittel,
wie Dimethylsulfoxid, werden auch angewendet, wenn auch gewöhnlich auf
Kosten einer höheren
Toxizität.
Außerdem
werden die Verbindungen abgegeben unter Verwendung eines Systems
mit verzögerter
Freisetzung, z.B. semipermeable Matrizes fester hydrophober Polymere,
die das therapeutische Mittel enthalten. Verschiedene Materialien
mit verzögerter
Freisetzung wurden etabliert und sind dem Fachmann auf diesem Gebiet
wohl bekannt. Kapseln mit verzögerter
Freisetzung können
abhängig
von ihrer chemischen Art die Verbindungen über einen Zeitraum von wenigen
Wochen bis zu mehr als 100 Tagen freisetzen.
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Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen enthalten auch geeignete feste
oder gelartige Träger oder
Hilfsstoffe. Beispiele für
solche Träger
oder Hilfsstoffe schließen
Calciumcarbonat, Calciumphosphat, verschiedene Zucker, Stärken, Cellulosederivate,
Gelatine und Polymere, wie Polyethylenglycole, ein (ohne darauf
beschrankt zu sein).
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Einige
der erfindungsgemäßen Verbindungen
werden als Salze mit pharmazeutisch kompatiblen Gegenionen bereitgestellt.
Pharmazeutisch kompatible Salze können mit vielen Säuren gebildet
werden, einschließlich
Salzsäure,
Schwefelsäure,
Essigsäure,
Milchsäure,
Weinsäure, Äpfelsäure, Bernsteinsäure etc., ohne
darauf beschränkt
zu sein. Salze sind eher in wässrigen
oder anderen protonischen Lösungsmitteln
löslich,
als die entsprechenden freien Baseformen.
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Pharmazeutische
Zusammensetzungen, die zur Verwendung der erfindungsgemäß bereitgestellten Verbindungen
geeignet sind, schließen
Zusammensetzungen, ein, bei denen die aktiven Inhaltsstoffe in einer wirksamen
Menge, um den vorgesehenen Zweck zu erzielen, enthalten sind, z.B.
um die Entwicklung von Symptomen des zu behandelnden Patienten zu
verhindern oder bereits bestehende Symptome zu lindern. Die Bestimmung
der optimalen Menge, um die gewünschten
biologischen, chemischen oder anderen Wirkungen zu bewirken, liegt
im Können
des Fachmanns auf diesem Gebiet.
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Z.B.
kann eine parenterale pharmazeutische Zusammensetzung, die zur Verabreichung
durch Injektion geeignet ist, 10 mg eines wasserlöslichen
Salzes einer Verbindung der Formel (I) gemischt mit 10 ml 0,9% steriler
Kochsalzlösung
enthalten, die anschließend
in eine Dosierungseinheitsform eingearbeitet wird, die zur Verabreichung
durch Injektion geeignet ist.
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Zusätzlich kann
eine orale pharmazeutische Zusammensetzung, die zur Verabreichung
geeignet ist, 10 mg einer Verbindung der Formel (I) gemischt mit
750 mg Lactose enthalten, die anschließend in eine Dosierungseinheitsform
eingearbeitet wird, wie eine Hartgelatinekapsel, für die orale
Verabreichung.
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Während die
Erfindung unter Bezugnahme auf spezifische Beispiele und bevorzugte
Ausführungsformen
erläutert
wurde, ist es für
den Fachmann auf diesem Gebiet selbstverständlich, dass verschiedene Modifikationen
und Variationen gemacht werden können.
Somit soll die Erfindung nicht auf die vorhergehende Beschreibung
beschränkt
werden, sondern durch die folgenden Ansprüche und deren Äquivalente
definiert werden.