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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der chemotherapeutischen
Mittel und insbesondere bestimmte substituierte Caprolactame, pharmazeutische
Zusammensetzungen, die die Caprolactame enthalten, ein Verfahren
zur Behandlung von Tumoren, die Verwendung dieser Caprolactame bei
der Chemotherapie von Tumoren und ein Verfahren zur Herstellung
dieser Verbindungen.
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Krebs
ist weltweit ein ernstes Gesundheitsproblem. Daher wurden extensive
Forschungsanstrengungen unternommen, um Therapien zu entwickeln,
die für
die Behandlung und Linderung von Krebs beim Menschen geeignet sind.
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Im
chemotherapeutischen Bereich wurde Forschung betrieben, um Antitumormittel
zu entwickeln, die gegen verschiedene Krebsarten wirksam sind. Oft
sind Antitumormittel, die entwickelt wurden und gegen Krebszellen
wirksam sind, unglücklicherweise
auch für
normale Zellen toxisch. Diese Toxizität manifestiert sich bei der
Verabreichung des Antitumormittels an einen Patienten, der einer
Krebschemotherapie bedarf, in Gewichtsverlust, Übelkeit, Erbrechen, Haarverlust,
Müdigkeit,
Juckreiz, Halluzinationen, Appetitverlust usw.
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Ferner
haben herkömmlich
verwendete chemotherapeutische Mittel nicht die gewünschte Wirksamkeit oder
sind nicht so breit wie gewünscht
gegen unterschiedliche Krebsarten wirksam. Daher besteht ein großer Bedarf
für chemotherapeutische
Mittel, die nicht nur gegen alle Krebsarten wirksamer sind, sondern
ein höheres
Maß an
Selektivität
zur Abtötung
von Krebszellen ohne oder nur mit minimaler Wirkung auf normale
gesunde Zellen aufweisen. Zusätzlich
sind besonders hoch wirksame und selektive Antitumormittel insbesondere gegen
Krebs des Colon, der Blase, der Prostata, des Magens, des Pankreas,
der Brust, der Lunge, der Leber, des Gehirns, des Hodens, des Ovars,
der Zervix, der Haut, der Vulva und des Dünndarms erwünscht. Darüberhinaus ist eine Antitumoraktivität gegen
Krebs des Colons, der Brust, der Lunge und der Prostata wie auch gegen
Melanome besonders erwünscht,
da eine besonders wirksame Therapie derzeit fehlt.
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Die
vorliegende Erfindung liefert neue Antitumormittel, die gegen eine
Vielzahl an Krebszellen wirksam sind. Insbesondere betrifft die
vorliegende Erfindung bestimmte substituierte Caprolactame, die
ein hohes Maß an
Selektivität
bei der Tötung
von Krebszellen aufweisen. Der Kern der vorliegenden Erfindung ist
die Erkenntnis, dass bestimmte substituierte Caprolactame bei der
Behandlung von Tumoren brauchbar sind.
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Die
Erfindung betrifft Caprolactame der Formel I
worin R
1 für C
1-C
6 Alkyl oder C
3-C
6 Cycloalkyl steht,
R
2 für
Wasserstoff oder C
1-C
6 Alkyl
steht,
X für
C
1-C
12 Alkylen,
C
2-C
12 Alkenylen
oder C
2-C
12 Alkinylen
steht,
m für
0 oder 1 steht und
R
3 für C
3-C
8 Cycloalkyl oder
ein aromatisches Ringsystem steht, ausgewählt ist aus II, III, IV und
V
worin
R
4 für
Wasserstoff Chlor oder Methoxy steht,
R
5 für Wasserstoff
Chlor, C
1-C
18 Alkyl
oder C
1-C
18 Alkoxy
steht und Z für
Sauerstoff Schwefel, N-H oder N-CH
3 steht,
oder
ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz
hiervon, wo dies möglich
ist.
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Bevorzugte
Verbindungen der Formel I sind die, worin
R1 für C1-C6 Alkyl steht,
R2 für
Wasserstoff oder C1-C4 Alkyl
steht,
X für
C1-C6 Alkylen oder
C2-C6 Alkenylen
steht,
m für
0 oder 1 steht, und
R3 für C3-C8 Cycloalkyl oder ein aromatisches Ringsystem
steht, ausgewählt
aus II, III, IV und V, worin
R4 für Wasserstoff
Chlor oder Methoxy steht,
R5 für Wasserstoff,
Chlor, C1-C18 Alkyl
oder C1-C18 Alkoxy
steht und Z für
Sauerstoff Schwefel, N-H oder N-CH3 steht,
oder
ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz
hiervon, wo dies möglich
ist.
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Bevorzugtere
Verbindungen sind die der Formel I, worin
R
1 für i-Propyl
oder t-Butyl steht,
R
2 für Wasserstoff
oder Methyl steht,
m für
0 oder 1 steht,
X für
C
1-C
6 Alkylen steht,
und
R
3 für C
5-C
7 Cycloalkyl oder ein aromatisches Ringsystem
steht, ausgewählt
aus IIa und V
worin
R
4' in der meta Position
steht und für
Wasserstoff oder Chlor steht, und
R
5' in der para Position
steht und für
Wasserstoff Chlor, C
1-C
18 Alkyl
oder C
1-C
18 Alkoxy
steht,
oder ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz
hiervon, wo dies möglich
ist.
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Noch
bevorzugtere Verbindungen sind die der Formel I, worin
R1 für
i-Propyl oder t-Butyl steht,
R2 für Wasserstoff
oder Methyl steht,
m für
0 oder 1 steht,
X für
Methylen oder Ethylen steht, und
R3 für C5-C7 Cycloalkyl,
Phenyl, 3,4-Dichlorphenyl, 4-Methoxyphenyl, 4-n-Decylphenyl, 4-n-Decyloxyphenyl oder
3-Pyridyl steht,
mit der Maßgabe, dass wenn m für 0 steht,
R3 dann für C5-C7 Cycloalkyl, 4-n-Decylphenyl oder 4-n-Decyloxyphenyl
steht,
oder ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz
hiervon, wo dies möglich
ist.
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In
einer weiteren Ausführungsform
liefert die vorliegende Erfindung pharmazeutische Zusammen setzungen,
speziell für
die Behandlung von Tumoren in Warmblütern, die einen pharmazeutisch
annehmbaren Träger
oder ein Verdünnungsmittel
und eine gegen Tumoren wirksame Dosis einer Verbindung der obigen
Formel I enthalten, vorzugsweise 3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[hexahydro-2-oxo-6-(cyclohexylcarbonyl)-oxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
oder 3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-3-phenylpropoxy)-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
oder ein pharmazeutisch annehmbares Säureadditionssalz hiervon, wo
dies möglich
ist.
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In
einer weiteren Ausführungsform
betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung einer Verbindung der
Formel I oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes einer solchen
Verbindung zur Herstellung einer phar mazeutischen Zusammensetzung
zur Verwendung bei der Chemotherapie von Tumoren.
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In
den obigen Definitionen gilt: 1) Die Alkylgruppen, die 1 bis 6 Atome
enthalten, sind entweder gerade oder verzweigtkettig, wobei Beispiele
für letztere
Isopropyl, Isobutyl, t-Butyl, Isopentyl, Neopentyl, Isohexyl, 3-Methylpentyl, 2,2-Dimethylbutyl,
2,3-Dimethylbutyl und 1,1,2,2-Tetramethylethyl sind und 2) die Alkyl-
und Alkoxygruppen, die 1 bis 18 Kohlenstoffatome enthalten, entweder
gerade oder verzweigtkettig sind.
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Der
Ausdruck "C1-C12 Alkylen", wie er hierin verwendet
wird, bezieht sich auf eine gerade oder verzeigtkettige divalente
Gruppe, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff besteht und 1 bis
12 Kohlenstoffatome enthält.
Beispiele für "Alkylengruppen" umfassen Methylen,
Ethylen, Propylen, Butylen, Pentylen, 3-Methylpentylen usw.
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Der
Ausdruck "C2-C12 Alkenylen", wie er hierin verwendet
wird, bezieht sich auf eine gerade oder verzweigtkettige divalente
Gruppe, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff besteht, zumindest
eine Kohlenstoff Kohlenstoff-Doppelbindung aufweist und 2 bis 12
Kohlenstoffatome enthält.
Beispiele für "Alkenylengruppen" unfassen Ethenylen,
Propenylen, Butenylen, Pentenylen, 3-Methylpentenylen usw.
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Der
Ausdruck "C2-C12 Alkinylen", wie er hierin verwendet
wird, bezieht sich auf eine gerade oder verzweigtkettige divalente
Gruppe, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff besteht, zumindest
eine Kohlenstoff Kohlenstoff Dreifachbindung aufweist und 2 bis
12 Kohlenstoffatome enthält.
Beispiele für "Alkinylengruppen" umfassen Acetylen,
Propinylen, Butinylen, Pentinylen, 3-Methylpentinylen usw.
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Die
Säureadditionssalze
der Verbindungen der Formel I können
die von pharmazeutisch annehmbaren organischen oder anorganischen
Säuren
sein. Obwohl die bevorzugten Säureadditionssalze
die von Chlorwasserstoffsäure
und Methansulfonsäure
sind, können
Salze der Schwefel-, Phosphor-, Citronen-, Fumar-, Malein-, Benzoe-,
Benzolsulfon-, Bernstein-, Wein-, Milch- und Essigsäure auch
verwendet werden.
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Die
Caprolactame der Formel I können
hergestellt werden, wie dies im folgenden gezeigt ist:
worin
jeweils R
1, R
2,
X, in und R
3 wie oben definiert sind.
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Bezüglich der
einzelnen Schritte umfasst Schritt A die Acylierung eines Aminocaprolactams
der Formel VI mit einer Lactonverbindung der Formel VII unter Bildung
einer Diamidverbindung der Formel VIII. Die Acylierung wird in einem
polaren, organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem protischen polaren Lösemittel, wie Isopropanol,
bei einer Temperatur ausgeführt,
die leicht oberhalb der Rückflusstemperatur
des verwendeten Lösemittels
liegt, die für
einen Zeitraum zwischen 4 und 48 Stunden angewendet wird.
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Der
Schritt B betrifft die Hydrolyse der 1,3-Dioxangruppe, die in einer
Diamidverbindung der Formel VIII vorhanden ist, um eine substituierte
Caprolactamverbindung der Formel I zu erhalten. Die Hydrolyse wird typischerweise
durch Lösen
des Diamids in einem Gemisch aus Lösemitteln, das besteht aus
1) einer protischen Säure,
vorzugsweise einer organischen Säure,
wie Trifluoressigsäure,
2) einem protischen Lösemittel, vorzugsweise
Wasser, und 3) einem inerten organischen Lösemittel, vorzugsweise einem
cyclischen Ether, wie Tetrahydrofuran bei einer Temperatur zwischen
0°C und
25°C für einen
Zeitraum zwischen 5 Minuten und 2 Stunden ausgeführt.
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Alternativ
dazu können
die Diamidverbindungen der Formel VIII gemäß dem folgenden Dreistufenreaktionsschema
hergestellt werden:
worin
X, m und R
3 und jedes R
1 und
R
2 wie oben definiert sind und R
6 für
eine Alkoholschutzgruppe steht. Vorzugsweise ist R
6 eine
Silylgruppe, wie tert-Butyldimethylsilyl.
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Bezüglich der
einzelnen Schritte umfasst Schritt 1 die Acylierung eines Aminocaprolactams
der Formel IX mit einer Lactonverbindung der Formel VII unter Bildung
emer Diamidverbindung der Formel X. Die Acylierung wird in Gegenwart
einer Base, vorzugsweise einer Alkylaminbase, wie Diisopropylethylamin
und einem polaren, organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem protischen polaren Lösemittel, wie Isopropanol,
bei einer Temperatur leicht unterhalb der Rückflusstemperatur des Lösemittels
ausgeführt,
die für
einen Zeitraum zwischen 4 und 48 Stunden angewendet wird.
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Der
Schritt 2 betrifft die Hydrolyse der Gruppe R6,
die in einer Diamidverbindung der Formel X vorhanden ist, unter
Bildung einer Hydroxycarprolactamverbindung der Formel XI. Die Hydrolyse
wird typischerweise in Gegenwart von Fluorid, vorzugsweise einem
Fluoridsalz, wie Tetrabutylammoniumfluorid, und einem inerten organischen
Lösemittel,
vorzugsweise einem cyclischen Ether, wie Tetrahydrofuran, bei einer
Temperatur zwischen 0°C
und 25°C
für emen
Zeitraum zwischen 5 Minuten und 2 Stunden ausgeführt.
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Der
Schritt 3 betrifft eine Acylierung einer Hydroxycaprolactamverbindung
der Formel XI durch deren Umsetzung mit einem Säurechlorid der Formel R3(X)mCOCl, worin
R3, X und m wie oben definiert sind, um
eine Diamidverbindung der Formel VIII zu erhalten. Die Acylierung
wird in Gegenwart einer Base, vorzugsweise einer Alkylaminbase,
wie Triethylamin, und einem inerten organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem chlorierten Alkan, wie Dichlormethan bei einer
Temperatur zwischen –78°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 1 und 24 Stunden ausgeführt.
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Alternativ
dazu kann die Acylierung einer Hydroxycaprolactamverbindung der
Formel XI in Schritt 3 mit einer Carbonsäure der Formel R3(X)mCO2H, worin R3, X und m wie oben definiert sind, in Gegenwart
eines Carbonsäurekupplungsmittels,
vorzugsweise eines Diimids, wie 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und einem geeigneten Activierungsmittel, das für Diimidkupplungsreaktionen
herkömmlich
verwendet wird, vorzugsweise ein substituiertes Pyridin, wie ein
4-Dimethylaminopyridin und einem inerten organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem chlorierten Alkan, wie Dichlormethan, bei einer
Temperatur zwischen –78°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 1 und 24 Stunden ausgeführt werden.
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Die
Aminocaprolactamverbindungen der Formel VI können hergestellt werden, wie
dies im folgenden gezeigt ist
worin
jedes R
6, R
2, X,
m und R
3 wie oben definiert ist und jedes
R
7 für
eine Carbonyl-enthaltende Gruppe steht. Vorzugsweise steht R
7 für
Alkoxycarbonyl, wie t-Butyloxycarbonyl.
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Bezüglich der
einzelnen Schritte umfasst der Schritt 1a die Cyclisierung von Hydroxylysin
XII (oder eines Salzes oder einer Hydratpräparation hiervon) unter Bildung
von Hydroxycyclolysin XIII. Die Cyclisierung wird typischerweise
in Gegenwart eines Kupplungsmittels, vorzugsweise eines Diimids,
wie 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und einem geeigneten Aktivierungsmittel, das für Diimidkupplungsreaktionen
herkömmlich
verwendet wird, vorzugsweise einer N-Hydroxyverbindung, wie 1-Hydroxybenzotriazolhydrat
und einer Base, vorzugsweise einer Alkylaminbase, wie Triethylamin,
und einem polaren organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem Amid, wie N,N-Dimethylformamid bei einer Temperatur
zwischen 0°C und
40°C für einen
Zeitraum zwischen 12 und 72 Stunden ausgeführt.
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Der
Schritt 2a umfasst die N-Acylierung von Hydroxycyclolysin XIII unter
Bildung einer N-Acylhydroxycyclolysinverbindung der Formel XIV.
Das Acylierungsmittel ist typischerweise ein Säurechlorid oder -anyhydrid.
Wenn R7 für t-Butoxycarbonyl steht, ist
das Acylierungsmittel Di-tert-butyldicarbonat. Die Umsetzung wird
in Gegenwart einer Base, vorzugsweise einer Alkylaminbase, wie Triethylamin,
und einem polaren organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem Amid, wie N,N-Dimethylformamid bei einer Temperatur
zwischen 0°C und
40°C für einen
Zeitraum zwischen 1 und 24 Stunden ausgeführt.
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Der
Schritt 3a umfasst die O-Silylierung einer N-Acylhydroxycyclolysinverbindung
der Formel XIV unter Bildung einer Silyletherverbindung der Formel
XV. Das Silylierungsmittel ist typischerweise ein Silylchlorid oder
Trifluormethansulfonat. Wenn R6 für tert-Butyldimethylsilyl
steht, ist das Silylierungsmittel tert-Butyldimethylsilylchlorid
ist. Die Reaktion wird in Gegenwart einer Base, vorzugsweise einer
milden Base, wie Imidazol, und einem polaren organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem Amid, wie N,N-Dimethylformamid, bei einer Temperatur
zwischen 0°C
und 40°C
für einen
Zeitraum zwischen 1 und 24 Stunden ausgeführt.
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Der
Schritt 4a umfasst die N-Alkylierung einer Silyletherverbindung
der Formel XV mit einem Alkylhalogenid oder -sulfonat (oben als
R2 definiert) unter Bildung einer N-Alkylcaprolactamverbmdung
der Formel XVI. Die Alkylierung wird in Gegenwart einer starken
Base, vorzugsweise einem Alkalimetallamid, wie Natrium-bis(trimethylsilyl)amid
und einem inerten organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem cyclischen Ether, wie Tetrahydrofuran, bei einer
Temperatur zwischen –100°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 5 Minuten und 2 Stunden ausgeführt.
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Der
Schritt 5a betrifft die Hydrolyse der Gruppe R6,
die in einer N-Alkylcaprolactamverbindung der Formel XVI vorhanden
ist, unter Bildung einer Hydroxycaprolactamverbindung der Formel
XVII. Die Hydrolyse wird typischerweise in Gegenwart eines Fluorids,
vorzugsweise eines Fluoridsalzes, wie Tetrabutylammoniumfluorid,
und einem inerten organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem cyclischen Ether, wie Tetrahydrofuran, bei einer
Temperatur zwischen 0°C
und 25°C
für einen
Zeitraum zwischen 5 Minuten und 2 Stunden ausgeführt.
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Der
Schritt 6a betrifft die Acylierung einer Hydroxycaprolactamverbindung
der Formel XVII unter Bildung einer Esterverbindung der Formel XVIII
durch die Umsetzung hiervon mit einem Säurechlorid der Formel R3(X)mCOCl, worin
R3, X und m wie oben definiert sind, in
Gegenwart einer Base, vorzugsweise einer Alkylaminbase, wie Triethylamin,
und einem inerten organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem chlorierten Alkan, wie Dichlormethan, bei einer
Temperatur zwischen –78°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 1 und 24 Stunden.
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Alternativ
dazu kann die Acylierung einer Hydroxycaprolactamverbindung der
Formel XVII in Schritt 6a mit einer Carbonsäure der Formel R3(X)mCO2H, worin R3, X und in wie oben definiert sind, in Gegenwart
eines Carbonsäurekupplungsreagenzes,
vorzugsweise eines Diimids, wie 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und eines geeigneten Aktivierungsmittels, das bei Diimidkupplungsreaktionen
herkömmlich verwendet wird,
vorzugsweise eines substituierten Pyridins, wie eines 4-Dimethylaminopyridins
und eines inerten organischen Lösemittels,
vorzugsweise eines chlorierten Alkans, wie Dichlormethan, bei einer
Temperatur zwischen –78°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 1 und 24 Stunden ausgeführt werden.
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Der
Schritt 7a betrifft die Hydrolyse der Gruppe R7 auf
einer Esterverbindung der Formel XVIII unter Bildung einer Aminocaprolactamverbindung
der Formel VI. Die Hydrolyse wird typischerweise in Gegenwart einer
protischen Säure,
vorzugsweise einer organischen Säure,
wie Trifluoressigsäure,
Wasserstoff oder einem Silylhalogenid, vorzugsweise einem Silyliodid,
wie Trimethylsilyliodid, und einem inerten organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem chlorierten Alkan, wie Dichlormethan, bei einer
Temperatur zwischen –100°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 1 Minute und 2 Stunden ausgeführt.
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Die
Aminocaprolactamverbindungen der Formel VIa können hergestellt werden, wie
dies im folgenden gezeigt ist
worin
jedes R
7, X und in und R
3 wie
oben definiert ist.
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Bezüglich der
einzelnen Schritte betrifft der Schritt 1b die Acylierung einer
Hydroxycaprolactamverbindung der Formel XIV unter Bildung einer
Esterverbindung der Formel XVIIIa durch deren Umsetzung mit einem Säurechlorid
der Formel R3(X)mCOCl,
worin R3, X und in wie oben definiert sind,
in Gegenwart einer Base, vorzugsweise einer Alkylaminbase, wie Triethylamin,
und einem inerten organischen Lösemittel,
vorzugsweise einem chlorierten Alkan, wie Dichlormethan, bei einer
Temperatur zwischen –78°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 1 und 24 Stunden.
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Alternativ
dazu kann die Acylierung einer Hydroxycaprolactamverbindung der
Formel XIV in Schritt 1b mit einer Carbonsäure der Formel R3(X)mCO2H, worin R3, X und m wie oben definiert sind, in Gegenwart
eines Carbonsäurekupplungsmittels,
vorzugsweise eines Diimids, wie 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und eines geeigneten Aktivierungsmittels, das für Diimidkupplungsreaktionen
herkömmlich verwendet
wird, vorzugsweise eines substituierten Pyridins, wie eines 4-Dimethylaminopyridins
und eines inerten organischen Lösemittels,
vorzugsweise eines chlorierten Alkans, wie Dichlormethan, bei einer
Temperatur zwischen –78°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 1 und 24 Stunden ausgeführt werden.
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Der
Schritt 2b betrifft die Hydrolyse der Gruppe R7 auf
einer Esterverbindung der Formel XVIIIa unter Bildung einer Aminocaprolactamverbindung
der Formel VIa. Die Hydrolyse wird typischerweise in Gegenwart einer
protischen Säure,
vorzugsweise einer organischen Säure,
wie Trifluoressigsäure,
Wasserstoff oder eines Silylhalogenids, vorzugsweise eines Silyliodids,
wie Trimethylsilyliodid, und eines inerten organischen Lösemittels,
vorzugsweise eines chlorierten Alkans, wie Dichlormethan, bei einer
Temperatur zwischen –100°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 1 Minute und 12 Stunden ausgeführt.
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Die
Aminocaprolactamverbindungen der Formel IXa können hergestellt werden, wie
dies im folgenden gezeigt ist:
worin R
7 und
jedes R
6 wie oben definiert sind. Die Umsetzung
betrifft die Hydrolyse der Gruppe R
7 auf
einer Esterverbindung der Formel XV unter Bildung einer Aminocaprolactamverbindung
der Formel IXa. Die Hydrolyse wird typischerweise in Gegenwart einer
protischen Säure,
vorzugsweise einer organischen Säure,
wie Trifluoressigsäure,
Wasserstoff oder eines Silylhalogenids, vorzugsweise eines Silyliods,
wie Trimethylsilyliodid, und eines inerten organischen Lösemittels,
vorzugsweise eines chlorierten Alkans, wie Dichlormethan, bei einer
Temperatur zwischen –100°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 1 Minute und 2 Stunden ausgeführt.
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Die
Lactonverbindungen der Formel VII können hergestellt werden, wie
dies im folgenden gezeigt ist:
worin
R
1 wie oben definiert ist.
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Bezüglich der
einzelnen Schritte umfasst der Schritt 1c die Diketalisierung des
polyhydroxylierten Lactons der Formel XIX mit Aceton unter Bildung
von Bis(acetonid) XX. Die Diketalisierung wird in Aceton als Lösemittel
mittels eines Katalysators, wie Iod, bei einer Temperatur zwischen
0°C und
der Rückflusstemperatur für einen
Zeitraum zwischen 2 und 48 Stunden ausgeführt.
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Der
Schritt 2c umfasst die Methylierung des Bis(acetonids) XX mit einem
Methylierungsmittel, wie Methyliodid, unter Bildung des Methylethers
XXI. Die Methylierung wird in Gegenwart von Wasser und einer Base, vorzugsweise
einem Metalloxid, wie Silberoxid, und einem inerten organischen
Lösemittel,
vorzugsweise einem chlorierten Alkan, wie Dichlormethan, bei einer
Temperatur zwischen 0°C
und der Rückflusstemperatur für einen
Zeitraum zwischen 12 Stunden und 7 Tagen ausgeführt.
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Der
Schritt 3c umfasst die Hydrolyse des Methylethers XXI unter Bildung
der Dihydroxyverbindung der Formel XXII. Die Hydrolyse wird in Gegenwart
von Wasser und einer Protonensäure,
vorugsweise einer Carbonsäure,
wie Essigsäure,
bei einer Temperatur zwischen 5°C
und 35°C
für einen
Zeitraum zwischen 1 und 24 Stunden ausgeführt.
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Der
Schritt 4c umfasst die oxidative Spaltung der Dihydroxyverbindung
XXII unter Bildung des Aldehyds XXIII. Die Umsetzung wird in Gegenwart
eines Oxidationsmittels, vorzugsweise eines Periodatsalzes, wie Natriumperiodat,
in einem protischen Lösemittel,
vorzugsweise einem Alkanol, wie Methanol, bei einer Temperatur zwischen
0°C und
25°C für einen
Zeitraum zwischen 10 Minuten und 4 Stunden ausgeführt.
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Der
Schritt 5c umfasst die Olefinierung des Aldehyds XXIII unter Bildung
eines Lactons der Formel VII. Die Olefinierung wird in Gegenwart
einer organometallischen Verbindung, vorzugsweise einer Organochromverbindung,
wie der transienten Spezies, die aus Chrom-(II)-chlorid und einem
Diiodalkan (definiert als R1CHI2, worin
R1 wie oben definiert ist) erzeugt wird,
in Gegenwart eines Lösemittelgemisches,
das besteht aus 1) einem polaren organischen Lösemittel, vorzugsweise einem
Amid, wie N,N-Dimethylformamid und 2) einem inerten organischen
Lösemittel,
vorzugsweise einem cyclischen Ether, wie Tetrahydrofuran, bei einer
Temperatur zwischen –80°C und 25°C für einen
Zeitraum zwischen 5 Minuten und 4 Stunden ausgeführt.
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Obwohl
das Produkt jeder oben beschriebenen Reaktion erforderlichenfalls
durch herkömmliche
Techniken, wie Chromatographie oder Umkristallisation (falls es
ein Feststoff ist) gereinigt werden kann, wird das Rohprodukt der
einen Reaktion vorteilhafterweise in der folgenden Reaktion ohne
Reinigung verwendet.
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Wie
es dem Fachmann bekannt ist, enthalten die substituierten Caprolactamverbindungen
der Formel I asymmetrische Kohlenstoffatome. Es sollte daher verständlich sein,
dass die einzelnen Stereoisomere innerhalb des Schutzumfangs der
Erfindung liegen.
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Wie
oben erwähnt
bilden bestimmte Verbmdungen der Formel I pharmazeutisch annehmbare
Säureadditionssalze.
Beispielsweise kann die freie Base einer Verbindung der Formel I
mit einer Chlorwasserstoffsäure
unter Bildung der entsprechenden Hydrochloridsalzform umgesetzt
werden, während
die Umsetzung der freien Base der Verbindung der Formel I mit Methansulfonsäure die
entsprechende Mesylatsalzform ergibt. Alle pharmazeutisch annehmbaren
Säureadditionssalzformen
der Verbindungen der Formel I werden vom Schutzumfang der Erfindung
umfasst.
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In
emer weiteren Ausführungsform
betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer Caprolactamverbindung der Formel I, die in einem ersten Schritt
die Acylierung einer Aminocaprolactamverbindung der Formel VI
mit einer Lactonverbindung
der Formel VII
in Gegenwart eines polaren,
organischen Lösemittels
unter Bildung einer Diamidverbindung der Formel VIII
worin jeweils R
1,
R
2, X, m und R
3 wie
oben definiert sind und in einem zweiten Schritt die Hydrolyse der
im ersten Schritt erhaltenen Diamidverbindung durch Lösen in einem
Lösemittelgemisch
umfasst, um die gewünschte
Caprolactamverbindung der Formel I zu erhalten. Vorzugsweise wird
der erste Acylierungsschritt in Isopropanol bei einer Temperatur
leicht unterhalb oder bei Rückflusstemperatur
des Isopropanols ausgeführt, während die
Hydrolyse im zweiten Schritt in einem Gemisch ausgeführt wird,
das aus einer protischen, organischen Säure, einem protischen Lösemittel
und einem inerten, organischen Lösemittel
besteht, vorzugsweise einem Gemisch, das aus Trifluoressigsäure, Wasser
und Tetrahydrofuran besteht.
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Wie
oben angegeben sind alle Verbindungen der Formel I und ihre entsprechenden
pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalze
Antitumormittel und daher zur Hemmung des Wachstums von verschiedenen
Lymphomen, Sarkomen, Carzinomen, Myelomen und Leukämiezelllinien
brauchbar. Die Antitumoraktivität der
Verbindungen der Formel I kann mittels des Anchorage Dependent Growth
Monolayer Assay (ADGMA) gezeigt werden, der die wachstumshemmenden
Effekte der Testverbindungen auf die Proliferation von adhärenten Zellmonoschichten
misst. Dieser Test wird ausgehend vom 60 Zelllinientest, der vom
National Cancer Institiute (NCI) mit den folgenden Modifikationen
adaptiert: 1) Es wird eme einzelne Zelllinie verwendet, die für den wichtigen
Tumortyp repräsentativ
ist, beispielsweise MDA-MB-435 Brustcarzinom, 2) es wird ein Tetrazoliumderivat,
beispielsweise MTS zur Bestimmung der Zelldichte verwendet.
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Der
ADGMA vergleicht die Anzahl an lebenden Zellen nach einer 3 Tage
dauernden Exposition gegenüber
einer Testverbindung relativ zur Anzahl an Zellen, die zu der Zeit
vorhanden war, als die Testverbindung zugegeben wurde. Die Zelllebensfähigkeit
wird durch ein Tetrazoliumderivat, nämlich 3-(4,5-Dimethylthiazol-2-yl)-5-(3-carboxymethoxyphenyl)-2-(4-sulfophenyl)-2H-tetrazolium,
inneres Salz (MTS) gemessen, das metabolisch in Gegenwart eines
elektronenkuppelnden Mittels (PMS, Phenazinmethosulfat) durch lebende Zellen
in ein wasserlösliches
Formazanderivat umgewandelt wird. Die Absorption bei 490 nm (A490) des Formazanderivats ist proportional
zur Anzahl an lebenden Zellen. Der HK50 für eine Testverbindung
ist die Konzentration einer Verbindung, die zur Verringerung der
schließlichen
Zellzahl auf 50% der schließlichen
Kontrollzellzahl erforderlich ist. Falls die Zellproliferation gehemmt
wird, definiert der Test ferner Verbindungen als cytostatisch (Zellzahl
nach der Inkubation für
3 Tage mit der Verbindung > Zellzahl
zum Zeitpunkt der Zugabe der Verbindung) oder cytotoxisch (die Zellzahl
nach einer Inkubation für
3 Tage mit der Verbmdung < Zellzahl
zum Zeitpunkt der Zugabe der Verbindung).
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Die
MDA-MB-435 Brustcarzinomlinie erhält man von der American Type
Culture Colleclion (ATCC) und wird nach den Passagen 4–20 nach
dem Auftauen verwendet. MDA-MB-435 Brustcarzinom wird in DME/F12
Medium, das 10% fetales Rinderserum, 15 mM HEPES (pH = 7,4), Penicillin
100 Einheiten/ml und Streptomycin 100 μg/ml enthält, vermehrt und plattiert.
-
Die
Zelllinien werden mit Trypsin behandelt und mittels eines Coulter
Counters zur Bestimmung der Plattierungsdichten gezählt. Die
Zellen werden dann in ihrem jeweiligen Erhaltungsmedium (100 ml/Vertiefung) in
Platten mit 96 Vertiefungen mit den folgenden Dichten plattiert:
MDA-MB-435 mit 3000 Zellen/Vertiefung. Die Anzahl der plattierten
Zellen führt,
wie dies in vorherigen Experimenten bestimmt wurde, zu Zelldichten
mit 75–90%
Konfluenz 4 Tage nach der Plattierung. Die anfänglichen Zelldichten, die einen
Tag nach der Plattierung getestet werden, betragen grob 0,15–0,20 Absorptionseinheiten
mehr als die Mediumskontrolle. Platten mit 96 Vertiefungen werden
am Tag 0 angeimpft und die Testverbindung wird am Tag 1 zugegeben.
Es wird eine Kontrollplatte für
jede Zelllinie angelegt, die nur Medium in Reihe A und nur Zellen
in Reihe B erhält.
Einen Tag nach der Plattierung werden die Testverbindungen (in einem
Endvolumen von 100 μl)
zu den Testplatten gegeben. Die Kontrollplatten erhalten 10 μl MTS Gemisch
(frisch hergestellt am Tag der Zugabe zu den Zellplatten in einem
Verhältnis
von 10 μl
einer 0,92 mg/ml Lösung
aus PMS zu 190 μl
einer 2 mg/ml Lösung
aus MTS) und 100 μl
Medium. Die A490 der Kontrollplatten wird
4 Stunden nach der MTS Zugabe ausgelesen, um die anfänglichen
Zelldichten für
jede Zelllinie zu bestimmen. Drei Tage nach der Zugabe der Testverbindung werden
10 μl/Vertiefung
an MTS Gemisch zu den Platten gegeben und die A490 wird
4 Stunden später
ausgelesen. Die A490 Werte für die Vertiefungen,
die Zellen enthalten, werden um die Mediumsabsorption korrigiert und
dann in anfängliche
Dichtemessungen zur Bestimmung des prozentualen Nettowachhstums
normalisiert. Die HK50 Werte werden aus
Graphen des prozentualen Nettowachstums als Funktion der Konzentration
der Verbindung bestimmt. Das prozentuale Nettowachstum wird berechnet
als (Zellen + Arzneimittel A490 – Anfängliche
A490/Zelle + Arzneimittelträger A490 – Anfängliche
A490).
-
Es
werden die folgenden HK50 Werte (Mittel ± SD) in μM erhalten:
-
-
Die
Antitumoraktivität
der Verbindungen der Formel I kann ferner durch die Verwendung des
athymen (T Zell-defizienten) Nacktmausmodells gezeigt werden, das
der Standard für
die Arzneimittelauffindung und Arzneimittelentwicklung in der präklinischen
Onkologie war und bleibt. Unter Verwendung dieses Modells kann man
die Fähigkeit
der Testverbindungen zur Hemmung des Wachstums der humanen Turmorxenotransplantate
messen, die subkutan (s. c.) in athymischen Nacktmäusen wachsen.
Der histologische Tumortyp, der verwendet wurde, ist das MDA-MB-435
Brustcarzinom.
-
Kurz
gesagt werden 3 Millionen Zellen s. c. in die rechte Flanke von
athymen (nu/nu) Mäusen
implantiert und können
wachsen, bis eine Masse von etwa 30 mm3 etabliert
wurde. Die Testverbindungen werden dreimal pro Woche intravenös (i. v.)
für 3 Wochen
in 5% Dextrose und 10% DMSO in Wasser verabreicht. Die Testverbindungen
werden auf eine Dosis-Antwort-Weise verabreicht, um den vollen potentiellen
Aktivitätsbereich
(Wirksamkeit und Toxizität)
für eine
gegebene Verbindung zu evaluieren und zu dokumentieren. Es werden
Positivkontrollen mit Doxorubicin ausgeführt, das dreimal pro Woche
i. v. verabreicht wird.
-
Die
Toxizität
wird durch Aufzeichnung des mittleren Körpergewichts zweimal pro Woche
und durch tägliche
Untersuchung des allgemeinen Gesundheitszustands verfolgt. Die Wirksamkeit
wird durch Messung der Tumorlänge,
Tumorbreite und Tumordicke wöchentlich
mittels digitalen Mikrometern verfolgt, die an eine automatisierte
Datensammlung angeschlossen sind. Das mittlere Tumorvolumen (MTV)
bei Beginn der Therapie wird vom schließlichen MTV subtrahiert, um
das tatsächliche
Tumorwachstum während
der Behandlung auszudrücken
(ΔMTV).
Die Antitumoraktivität
wird als % T/C (ΔMTV
der behandelten Gruppe: Δ MTV
der Kontrollgruppe × 100)
ausgedrückt.
Die statistische Signifikanz wird mittels eines Student's T-Test (p < 0,05) evaluiert.
-
Die
folgenden Ergebnisse werden für
die Verbindungen von Bsp. 1 bis Bsp. 10 gegen MDA-MB-435 Tumorxenotransplantate
dreimal pro Woche für
3 Wochen erhalten:
-
-
-
Die
genaue Dosis der Verbindungen der Formel I, die zur Hemmung von
Tumoren verwendet wird, hängt
von mehreren Faktoren ab, einschließlich des Wirts, der Art und
Schwere des zu behandelnden Zustands, der Verabreichungsart und
der im einzelnen verwendeten Verbindung. Jedoch wird im allgemeinen eine
befriedigende Hemmung von Tumoren erreicht, wenn eine Verbindung
der Formel I parenteral, beispielsweise intraperitoneal, intravenös, intramuskulär, subkutan,
intratumoral oder rektal oder enteral, beispielsweise oral, vorzugsweise
intravenös
oder oral, bevorzugter intravenös
mit einer Tagesdosis von 1–300
mg/kg Körpergewicht,
für die
größten Primaten,
eine Tagesdosis von 50–5000,
vorzugsweise 500–3000
mg verabreicht wird. Eine bevorzugte intravenöse Tagesdosis beträgt 1–75 mg/kg
Körpergewicht
oder für
die größten Primaten
beträgt
eine Tagesdosis 50–1500
mg. Eine typische intravenöse
Dosis beträgt
20 mg/kg drei- bis fünfmal pro
Woche.
-
Gewöhnlich wird
eine kleine Dosis anfänglich
verabreicht und die Dosis wird graduell erhöht, bis die optimale Dosis
für den
in der Behandlung befindlichen Patienten bestimmt wird. Die obere
Grenze der Dosierung ist die, die durch die Nebenwirkungen gegeben
ist und kann für
den zu behandelnden Patienten durch Versuche bestimmt werden.
-
Die
Verbindungen der Formel I können
mit einem oder mehreren pharmazeutisch annehmbaren Trägern und
wahlweise einem oder mehreren anderen herkömmlichen pharmazeutischen Adjuvantien
kombiniert und enteral, beispielsweise oral in Form von Tabletten,
Kapseln, Caplets usw. oder parenteral, beispielsweise intraperitoneal
oder intravenös
in Form von sterilen injizierbaren Lösungen oder Suspensionen kombiniert
werden. Die enteralen und parenteralen Zusammensetzungen können durch
herkömmliche
Mittel hergestellt werden.
-
Die
Infusionslösungen
gemäß der vorliegenden
Erfindung sind vorzugsweise steril. Dies kann leicht erreicht werden,
beispielsweise durch Sterilfiltrationsmembranen. Die aseptische
Herstellung einer Zusammensetzung in flüssiger Form, die aseptische
Abfüllung
in Gläschen
und/oder die Kombination emer pharmazeutischen Zusammensetzung der
vorliegenden Erfmdung mit einem geeigneten Verdünnungsmittel unter aseptischen
Bedingungen sind dem Fachmann gut bekannt.
-
Die
Verbindungen der Formel I können
in enterale und parenterale pharmazeutische Zusammensetzungen formuliert
werden, die eine Menge des Wirkstoffs enthalten, welche zur Hemmung
von Tumoren wirksam ist, wobei solche Zusammensetzungen in Einheitsdosierungsform
vorliegen und solche Zusammensetzungen einen pharmazeutisch annehmbaren
Träger
enthalten.
-
Die
folgenden Beispiele zeigen repräsentative
Verbindungen, die durch die Erfindung umfasst werden, und ihre Synthese.
-
Beispiel 1
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(cyclohexylcarbonyl)oxy-2H-azepin-3-y1]non-6-enamid
-
a) Herstellung von 3,5:6,7-bis-O-(1-Methylethyliden)-α-D-glucoheptansäure-γ-lacton
-
Es
wird α-D-Glucoheptansäure-γ-lacton (500
g, 2,4 mol) zu 9 Litern Aceton in ein 5 Gallonen fassendes Plastikfass
gegeben. Das Gemisch wird mechanisch gerührt, bis der Großteil des
Feststoffs gelöst
ist (15–20
min): Iod (60 g, 0,236 mol) wird tropfenweise in die Lactonlösung über 5–10 min
gegeben. Das entstehende Gemisch wird über Nacht gerührt. Eine
gesättigte
Lösung
aus Na2S2O3 (1,3 l) wird zu der Iodlösung gegeben,
um die Reaktion abzustoppen. Die entstehende Lösung wird im Vakuum auf die
Hälfte
ihres Originalvolumens konzentriert und Kochsalzlösung (5
l) wird zugegeben. Das entstehende Gemisch wird dreimal mit 1,2
l EtOAc exrtrahiert, alle organischen Phasen werden vereinigt und
zur Trockne eingedamnpft. Der Feststoff wird mit einem Gemisch aus
Ether und Hexan (3 : 7) aufgeschlämmt und filtriert. Der Filterkuchen
wird mit Et2O (50 ml) gewaschen und unter
Bildung von 599 g der gewünschten
Verbindung als weißes
Pulver (86,5%) luftgetrocknet.
1H NMR
(CDCl3) δ 4,62
(m, 1H), 4,50 (m, 1H), 4,35 (m, 2H), 4,07 (m, 1H), 3,93 (m, 1H),
3,82 (dd, 1H), 3,08 (d, 1H), 1,51 (s, 3H), 1,44 (s, 3H), 1,39 (s,
3H), 1,35 (s, 3H). 13C NMR (CDCl3) δ 174,4,
109,4, 98,6, 72,8, 71,4, 69,3, 68,4, 67,8, 66,7, 28,6, 26,7, 24,6,
19,3.
-
b) Herstellung von 2-O-Methyl-3,5:6,7-bis-O-(1-methylethyliden)-α-D-glucoheptansäure-γ-lacton
-
Es
wird 3,5:6,7-bis-O-(1-Methylethyliden)-α-D-glucoheptansäure-γ-lacton (719
g, 2,49 mol) zu 4,5 l CH2Cl2 in
ein 5 Gallonen fassendes Plastikfass gegeben. Das Gemisch wird unter
N2 gerührt.
Iodmethan (2500 g, 17,6 mol) wird sofort zugegeben, gefolgt von
der Zugabe von Silber(I)oxid (1750 g, 7,58 mol). Wasser (30 ml)
wird zu dem Reaktionsgemisch gegeben. Ein Eisbad wird verwendet
um die Reaktionstemperatur bei 15–30°C zu halten. Die Reaktion wird
in Abwesenheit von Licht für
18 h gerührt.
Nach dem Verdünnen
des Reaktionsgemisches mit 1,5 l CH2Cl2 wird der Feststofffiltriert und mit zusätzlichen
2,2 l an CH2Cl2 gewaschen. Der
unerwünschte
Feststoff wird verworfen und das Filtrat wird zur Trockne eingedampft.
Der Rückstand
wird in Et2O (1,5 l) aufgeschlämmt, filtriert
und unter Bildung von 618 g Produkt (82%) getrocknet.
1H NMR (CDCl3) δ 4,75 (m,
1H), 4,33 (m, 1H), 4,29 (m, 1H), 4,15 (m, 1H), 4,07 (m, 1H), 3,96
(dd, 1H), 3,83 (dd, 1H), 3,65 (s, 3H), 1,57 (s, 3H), 1,42 (s, 6H),
1,35 (s, 3H).
13C NMR (CDCl3) δ 172,5,
109,6, 98,5, 79,0, 73,1, 69,5, 68,6, 67,5, 66,9, 59,1, 28,9, 26,9,
24,9, 19,4.
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c) Herstellung von 2-O-Methyl-3,5-O-(1-methylethyliden)-α-D-glucoheptansäure-γ-lacton
-
Es
wird 2-O-Methyl-3,5:6,7-bis-O-(1-methylethyliden)-α-D-glucoheptansäure-γ-lacton (618
g, 2,05 mol) in 8 l eines Gemisches aus Essigsäure und Wasser (1 : 1) über 30 min
gelöst.
Die Lösung
wird bei Umgebungstemperatur über
Nacht gerührt.
Die Lösung
wird im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Feststoff wird in 3–5 l heißem Aceton
aufgeschlämmt
und filtriert. Nach der Ofentrocknung bei 20–30°C werden 363 g der gewünschten
Verbindung erhalten. (67,6%).
1H NMR
(CDCl3): δ 4,92
(d, 1H), 4,80 (m, 1H), 4,47 (d, 1H), 4,42 (t, 1H), 4,39 (m, 1H),
3,95 (dd, 1H), 3,75 (m, 2H), 3,4 (s, 3H), 2,5 (m, 1H), 1,42 (s,
3H), 1,22 (s, 3H).
-
d) Herstellung von 2,4-O-(1-Methylethyliden)-5-O-methyl-L-glucuronsäure-γ-lacton
-
Es
wird 2-O-Methyl-3,5-O-(1-methylethyliden)-α-D-glucoheptansäure-γ-lacton (200
g, 0,76 mol) in einem 1 : 1 Gemisch aus Methanol und Wasser (3,6
l) gelöst.
Das gerührte
Gemisch wird in einem Eiswasserbad auf etwa 8°C gekühlt. Festes NaIO4 (213
g, 0,98 mol) wird portionsweise zugegeben. Die Reaktion ist innerhalb von
40 min vollständig,
wie dies durch TLC (Silicagel, 5% Methanol, 15% EtOAc in CH2Cl2) gezeigt wird.
Festes NaCl wird zu dem Reaktionsgemisch gegeben, um die methanolische
Lösung
zu sättigen.
Der Feststoff wird filtriert und mit 2 l CH2Cl2 gewaschen. Das Filtrat wird mit 7 × 500 ml
CH2Cl2 extrahiert.
Die vereinigten organischen Phasen werden über Na2SO4 getrocknet, filtriert und zu einem Sirup
konzentriert, der unter Zugabe von Hexan einen Niederschlag bildet.
Der Feststoff wird filtriert und mit Et2O
gewaschen. Eine Portion des rohen Produkts (50 g) wird in 3 l CHCl3 gelöst
und am Rückfluss
erhitzt. Nach der Rotationsverdampfung von 2,1 l CHCl3 bei
atmosphärischem
Druck (Methanol wird aus dem System durch gemeinsames Eindampfen
mit CHCl3 entfernt) wird der Rückstand
zur Trockne eingedampft. Es werden 44 g des gewünschten Produkts als Feststoff
nach dem Trocknen im Vakuum über
Nacht erhalten.
1H NMR (CDCl3): δ 9,60
(s, 1H), 4,78 (m, 1H), 4,42 (s, 2H), 4,15 (dd, 1H), 3,65 (s, 3H),
1,58 (s, 3H), 1,55 (s, 3H).
13C NMR
(CDCl3) δ 198,8,
171,9, 99,0, 78,4, 74,4, 72,9, 68,4, 67,4, 59,2, 28,7, 19,0.
-
e) Herstellung von (6E)-6,7,8,9-Tetradesoxy-8,8-dimethyl-2-O-methyl-3,5-O-(1-methylethyliden)-gulo-non-6-enonsäurelacton
-
In
einen 2 l Rundbodenkolben wird CrCl2 (50
g, 41 mmol), wasserfreies THF (750 ml) und DMF (32 ml) gegeben.
Das Gemisch wird unter N2 für 1 h gerührt. Eine
Lösung
aus 2,4-O-(1-Methylethyliden)-5-O-methyl-L-glucuronsäure-γ-lacton (12 g, 50 mmol), 1,1-Diiod-2,2-dimethylpropan
(15 ml) und 500 ml wasserfreies THF werden langsam zu dem Reaktionsgemisch
gegeben. Nach der Zugabe wird das Reaktionsgemisch bei Umgebungstemperatur
für 1,5
h gerührt.
Die Reaktion wird mit gesättigtem
wässrigem
NH4Cl gestoppt. Der Rückstand wird zwischen EtOAc/Wasser
aufgeteilt und unter Bildung von 9 g (63%) der gewünschten
Verbindung als weißer
kristalliner Feststoff chromatographiert (5% EtOAc-CH2Cl2).
1H NMR (CDCl3) δ 5,82
(d, 1H), 5,58 (q, 1H), 4,71 (m, 1H), 4,46 (m, 1H), 4,10 (dd, 1H),
4,0 (m, 1H), 3,66 (s, 3H), 1,58 (s, 3H), 1,53 (s, 3H), 1,07 (s,
9H).
13C NMR (CDCl3) δ 172,5, 147,0,
120,2, 98,7, 79,1, 71,9, 70,3, 67,6, 59,2, 33,2, 29,3, 19,3.
-
f) Herstellung von (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-hydroxy-2H-azepin-2-on
-
In
einen 1 l fassenden Kolben werden (5R)-5-Hydroxy-L-lysin (10 g,
0,040 mol), 1-Hydroxybenzotriazolhydrat (8,2 g, 0,060 mol) und 1-(3-(Dimethylamino)propyl]-3-ethylcarbodiimid-HCl
(11,6 g, 0,060 mol) zu 500 ml DMF unter Rühren gegeben. Nach 0,5 h wird
Triethylamin (16,8 ml, 0,120 mol) zugegeben. Die Reaktion wird bei
Raumtemperatur für
48 Stunden gerührt.
Di-tert-butyldicarbonat (17,6 g, 0,080 mol) und Triethylamin (16,8
ml, 1,120 mol) werden zugegeben. Das Rühren wird für 16 h fortgesetzt. Das Reaktionsgemisch wird
unter Entfernung von Triethylamin-HCl entfernt und das Lösemittel
wird durch Rotationsverdampfung unter Hochvakuum unter Bildung eines
dicken Öls
entfernt. Das Öl
wird in 150 ml CH2Cl2 gelöst und auf
eme Silicagelsäule
(150 g, 40 × 250
mm) gegeben. Die Säule
wird mit 3% Methanol in CH2Cl2 unter
Bildung des rohen Produkts als Feststoff eluiert. Der rohe Feststoff
wird in 120 ml heissem CH2Cl2 gelöst und auf –20°C für 1 h gekühlt. Der
entstehende Feststoff wird filtriert und mit 50 ml CH2Cl2 gewaschen. Die vereinigten Filtrate werden
zur Trockne eingedampft. Es wird CH2Cl2 (40 ml) zu diesem Rückstand gegeben und die entstehende
Aufschlämmung
wird bei Raumtemperatur für
0,5 Stunden gerührt.
Die Aufschlämmung
wird filtriert und der Feststoff wird mit 25 ml CH2Cl2 gewaschen. Die Feststoffe werden unter
Bildung von 5,57 g an (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-hydroxy-2H-azepin-2-on vereinigt.
300
MHz 1H NMR (DMSO) δ 7,42 (1H, t, J = 5,1 Hz), 6,38
(1H, d, J = 6,6 Hz), 4,60 (1H, d, J = 4,2 Hz), 4,07 (1H, m), 3,74
(1H, m), 3,32 (1H, m), 3,03 (1H, m), 1,8–1,5 (4H, m), 1,39 (9H, s).
-
g) Herstellung von (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-(cyclohexancarbonyl)oxy-2H-azepin-2-on
-
Es
wird Triethylamin (8,4 ml, 60 mmol) zu einer Lösung aus Cyclohexancarbonylchlorid
(6,3 g, 43,0 mmol), (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-hydroxy-2H-azepin-2-on
(7,0 g, 28,7 mmol) und 100 ml CH2Cl2 bei 5°C
gegeben. Das Reaktionsgemisch wird bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird dann mit Wasser aufgeteilt und die organische
Phase wird getrocknet (Na2SO4)
und mit einem Rotationsverdampfer konzentriert. Der entstehende
Rückstand
wird unter Bildung von 10,1 g (99,5% an (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-(cyclohexancarbonyl)oxy-2H-azepin-2-on
als weißer Feststoff
chromatographiert (5% EtOAc-CH2Cl2).
1H NMR (CDCl3): δ 5,89
(d, J = 5,27 Hz, 1H), 5,65 (t, J = 4,90 Hz, 1H), 4,89 (s, 1H), 4,30
(q, J = 4,14 Hz, 1H), 3,49 (m, 2H), 2,31 (tt, J = 10,92 Hz und 3,39
Hz, 1H), 2,13 (d, J = 14,32 Hz, 1H), 1,98 (d, J = 13,56 Hz, 2H), 1,88
(d, J = 14,31 Hz, 2H), 1,75 (d, J = 11,30 Hz, 2H), 1,66 (s, 2H),
1,45 (s, 9H), 1,30 (m, 5H).
-
h) Herstellung von (3S,6R)-3-Amionohexahydro-6-(cyclohexancarbonyl)oxy-2H-azepin-2-on
-
Zu
einer Lösung
von (3S,6R)-3-(tert-Butoxzcarbonyl)aminohexahydro-6-(cyclohexancarbonyl)oxy-2H-azepin-2-on (10 g,
28,2 mmol) in 40 ml CH2Cl2 wird
TFA (25 ml) bei Raumtemperatur gegeben und die Reaktionslösung wird
bei Raumtemperatur für
1 Stunde gerührt
und dann durch Rotationsverdampfung (Badtemperatur < 20°C) konzentriert.
Der Rückstand
wird mit CH2Cl2 (100
ml) verdünnt
und mit NH4OH (10 ml) und dann Wasser (2 × 20 ml)
gewaschen und getrocknet (Na2SO4).
Das Reaktionsgemisch wird auf Silicagel adsorbiert und unter Bildung
von 6,0 g (85,0%) an (3S,6R)-3-Aminohexahydro-6-(cyclohexancarbonyl)oxy-2H-azepin-2-on
als weißer
Feststoff chromatographiert (5% Methanol-CH2Cl2).
1H NMR (CDCl3): δ 6,91
(s, 1H), 4,91 (s, 1H), 4,39 (s, 2H), 3,87 (d, J = 9,80 Hz, 1H),
3,48 (t, J = 6,02 Hz, 1H), 3,43 (dd, J = 15,45 Hz und 4,90 Hz, 1H),
2,30 (tt, J = 10,92 Hz und 3,39 Hz, 1H), 2,13 (m, 1H), 1,91 (m,
4H), 1,73 (m, 2H), 1,65 (m, 1H), 1,40 (q, J = 11,68 Hz, 4H), 1,24
(m, 2H).
-
i) Herstellung von (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(cyclohexylcarbonyl)oxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Eine
Lösung
die aus (6E)-6,7,8,9-Tetradesoxy-8,8-dimethyl-2-O-methyl-3,5-(1-methylethyliden)-gulo-non-6-enonsäurelacton
(1,0 g, 3,5 mmol), (3S,6R)-3-Aminohexahydro-6-cyclohexancarboxy-2H-azepin-2-on
(2,5 g, 9,8 mmol) und i-PrOH (4 ml) besteht wird am Rückfluss
für 24
Stunden gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird auf Silicagel adsorbiert und unter Bildung
von 1,85 g (97%) der gewünschten
Verbindung als weißer
Feststoff chromatographiert (2% Methanol-CH2Cl2):
1H NMR (CDCl3) δ 7,58
(d, J = 6,341 Hz, 1H), 5,80 (t, J = 7,68 Hz, 1H), 5,78 (d, J = 15,83
Hz, 1H), 5,53 (dd, J = 15,83 Hz und 6,78 Hz, 1H), 4,92 (sd, J =
3,39 Hz, 1H), 4,60 (dd, J = 0,42 Hz und 7,4 Hz, 1H), 4,28 (d, J
= 6,79 Hz, 1H), 4,07 (dd, J = 7,54 Hz und 1,13 Hz, 1H), 3,90 (d,
J = 7,15 Hz, 1H), 3,52 (dd, J = 12,05 Hz und 7,91 Hz, 2H), 3,48
(s, 3H), 2,82 (d, J = 9,04 Hz, 1H), 2,32 (m, 1H), 2,12 (m, 1H),
2,00 (m, 2H), 1,89 (d, J = 13,06 Hz, 2H), 1,75 (m, 4H), 1,66 (m,
1H), 1,46 (d, J = 4,90 Hz, 6H), 1,38 (m, 2H), 1,26 (m, 3H), 1,03
(s, 9H).
-
j) Herstellung der Titelverbindung
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(cyclohexylcarbonyl)oxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
(3,8 g, 7,1 mmol) wird in einer Portion zu einer gerührten Lösung aus
TFA (10 ml), THF (10 ml) und Wasser (5 ml) bei 0°C gegeben. Die Reaktion wird
bei dieser Temperatur für
30 Minuten gerührt,
mittels Rotationsverdampfung (Badtemperatur < 20°C)
konzentriert, mit gesättigtem
NH4HCO3 (5 ml) gemischt
und für
15 Minuten gerührt.
Das Gemisch wird im Vakuum konzentriert und unter Bildung eines
weißen
Feststoffs mit einer H2O Löslichkeit
von 3,7 mg/ml chromatographiert (2% Methanol-CH2Cl2). Dieses Material wird unter Verwendung
einer präparativen
HPLC (Umkehrphasenelution mit 90% CH3CN-Wasser)
unter Bildung von 2,9 g (82,4%) der Titelverbindung als weißer Feststoff
weiter gereinigt, Smp. 79–80°C.
1H NMR (CDCl3) δ 8,00 (d,
J = 6,30 Hz, 1H), 5,98 (t, J = 5,52 Hz, 1H), 5,83 (d, J = 15,77
Hz, 1H), 5,42 (dd, J = 15,76 Hz und 7,25 Hz, 1H), 4,93 (m, 1H),
5,56 (m, 1H), 4,22 (m, 2H), 3,82 (m, 2H), 3,81 (t, J = 5,99 Hz,
1H), 3,55 (s, 3H), 3,49 (dd, J = 15,77 Hz und 5,36 Hz, 1H), 3,30
(d, J = 7,25 Hz, 1H), 3,10 (s, 1H), 2,31 (m, 1H), 2,16 (d, J = 11,19
Hz, 1H), 2,00 (m, 2H), 1,88 (m, 3H), 1,76 (s, 2H), 1,65 (d, J =
0,87 Hz, 1H), 1,42 (m, 2H), 1,25 (m, 4H), 1,02 (s, 9H).
13C NMR (CDCl3) δ 175,19,
174,11, 172,12, 145,74, 123,20, 81,10, 74,50, 72,75, 72,45, 66,74,
59,93, 51,66, 43,31, 43,22, 33,03, 31,96, 29,43, 29,07, 29,00, 25,70,
25,65, 25,39, 25,36.
-
Beispiel 2
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(cyclopentylcarbonyl)oxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Im
wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1g) und unter Verwendung einer ungefähr äquivalenten
Menge an Cyclopentancarbonylchlorid an Stelle von Cyclohexancarbonylchlorid
wird (3S,6R)-3-(tert-Butoxy carbonyl)aminohexahydro-6-(cyclopentancarbonyl)oxy-2H-azepin-2-on
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
1g) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren von
Beispiel 1h), 1i) und dem letzten Schritt von Beispiel 1 wird die
Titelverbindung erhalten. H2O Löslichkeit =
18 mg/ml. Smp. 75–76°C.
1H NMR (DMSO): δ 7,81 (d, J = 6,47 Hz, 1H),
7,76 (t, J = 6,07 Hz, 1H), 5,64 (d, J = 15,77 Hz, 1H), 5,34 (dd,
J = 15,76 Hz und 2,84 Hz, 1H), 4,80 (s, 1H), 4,57 (d, J = 4,73 Hz,
1H), 4,48 (d, J = 6,94 Hz, 1H), 4,45 (m, 1H), 4,36 (d, J = 5,83
Hz, 1H), 3,98 (m, 1H), 3,71 (d, J = 6,94 Hz, 1H), 3,57 (td, J =
6,78 Hz und 2,68 Hz, 1H), 3,52 (dd, J = 15,61 Hz und 4,57 Hz, 1H),
3,34 (td, 6,15 Hz und 2,84 Hz, 1H), 3,32 (s, 3H), 3,23 (m, 1H),
2,72 (m, 1H), 2,50 (m, 1H), 1,93 (m, 2H), 1,80 (m, 2H), 1,73 (m,
3H), 1,61 (m, 2H). 1,53 (m, 2H), 0,98 (s, 9H).
13C
NMR (DMSO): δ 174,75,
173,56, 169,73, 141,69, 125,32, 81,60, 72,82, 72,54, 70,80, 67,20,
57,31, 50,95, 43,21, 32,44, 31,31, 29,45, 29,38, 25,30, 25,23.
-
Beispiel 3
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(cycloheptylcarbonyl)oxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Im
wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1g) und unter Verwendung einer ungefähr äquivalenten
Menge eines Gemisches aus Cycloheptancarbonsäure, 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und 4-Dimethylaminopyridin an Stelle von Cyclohexancarbonylchlorid
wird (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-(cycloheptancarbonyl)oxy-2H-azepin-2-on
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
1g) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren von
Beispiel 1h), 1i) und dem letzten Schritt von Beispiel 1 wird die
Titelverbindung erhalten. Smp. 84–86°C.
1H
NMR ((CDCl3): δ 8,00 (d, J = 6,30 Hz, 1H),
5,93 (t, J = 5,52 Hz, 1H), 5,83 (d, J = 15,77 Hz, 1H), 5,42 (dd,
J = 15,7 Hz und 7,26 Hz, 1H), 4,93 (m, 1H), 4,55 (dd, J = 9,46 Hz
und 6,31 Hz, 1H), 4,23 (m, 2H), 3,82 (m, 2H), 3,61 (t, J = 6,14
Hz, 1H), 3,57 (m, 1H), 3,55 (s, 3H), 3,49 (dd, J = 15,60 Hz und
5,20 Hz, 1H), 3,29 (d, J = 7,25 Hz, 1H), 3,10 (s, 1H), 2,50 (m,
1H), 2,17 (m, 1H), 1,95 (m, 4H), 1,70 (m, 1H), 1,65 (m, 2H), 1,55
(m, 4H), 1,47 (m, 4H), 1,02 (s, 9H).
13C
NMR (CDCl3): δ 176,17, 174,07, 172,14, 145,75,
123,20, 81,08, 74,51, 72,76, 72,44, 66,79, 59,95, 51,67, 45,07,
43,36, 33,03, 31,95, 30,91, 30,84, 29,43, 28,24, 28,21, 26,26, 25,73.
-
Beispiel 4
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-3-phenylpropoxy)-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Im
wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1g) und unter Verwendung einer ungefähr äquivalenten
Menge an 3-Phenylpropionylchlorid an Stelle von Cyclohexancarbonylchlorid
wird (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-(1-oxo-3-phenylpropoxy)-2H-azepin-2-on
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
1g) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren von
Beispiel 1h), 1i) und dem letzten Schritt von Beispiel 1 wird die
Titelverbindung erhalten. H2O Lösliclkeit
= 0,8 mg/ml. Smp. 75–77°C.
1H NMR (CDCl3): δ 7,96 (d,
J = 6,15 Hz, 1H), 7,31 (t, J = 7,25 Hz, 2H), 7,23 (t, J = 7,57 Hz,
1H), 7,20 (d, J = 7,41 Hz, 2H), 5,82 (d, J = 15,76 Hz, 1H), 5,62
(s, 1H), 5,41 (dd, J = 15,76 Hz und 7,09 Hz, 1H), 4,92 (s, 1H), 4,49
(dd, J = 9,46 Hz und 6,31 Hz, 1H), 4,22 (m, 2H), 3,80 (m, 2H), 3,60
(s, 1H), 3,52 (s, 3H), 3,37 (m, 3H), 3,17 (s, 1H), 2,95 (t, J =
7,57 Hz, 2H), 2,67 (t, J = 7,72 Hz, 2H), 2,06 (d, J = 11,98 Hz,
1H), 1,96 (t, J = 12,77 Hz, 1H), 1,88 (s, 1H), 1,70 (m, 1H), 1,02
(s, 9H).
13C NMR (CDCl3): δ 173,96,
172,05, 172,00, 145,68, 140,08, 128,61, 128,42, 126,52, 123,21,
81,18, 74,46, 72,69, 72,50, 67,14, 59,83, 51,49, 43,22, 35,78, 33,02,
31,79, 31,07, 29,43, 25,58.
-
Beispiel 5
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-3-[3-pyridyl]propoxy)-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Im
wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1g) und unter Verwendung einer ungefähr äquivalenten
Menge eines Gemisches aus 3-(Pyridyl)propionsäure, 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und 4-Dimethylaminopyridin an Stelle von Cyclohexancarbonylchlorid
wird (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-(1-oxo-3-[3-pyridyl]propoxy)-2H-azepin-2-on
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
1g) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1h), 1i) und dem letzten Schritt von Beispiel 1 wird
die Titelverbindung erhalten.
1H NMR
(CDCl3): δ 8,46
(s, 2H), 7,97 (d, J = 6,2 Hz, 1H), 7,53 (m, 1H), 7,23 (m, 1H), 5,88
(t, J = 6,0 Hz, 1H), 5,81 (d, J = 15,6 Hz, 1H), 5,4 (dd, J = 15,6
Hz und 7,3 Hz, 1H), 4,93 (m, 1H), 4,27 (s, 1H), 4,23–4,19 (m,
1H), 3,8 (m, 2H), 3,59 (d, J = 5,2 Hz, 1H), 3,52 (s, 3H), 3,48 (m,
2H), 3,28 (s, 1H), 3,19 (s, 1H), 2,95 (t, J = 7,3 Hz, 2H), 2,67
(t, J = 7,3 Hz, 2H), 2,1–1,67
(m, 6H), 1,0 (s, 9H).
13C NMR (CDCl3) δ 174,0,
172,0, 171,5, 149,7, 148,0, 145,7, 136,0, 135,5, 123,6, 123,2, 81,2,
74,5, 72,7, 72,5, 67,6, 59,8, 51,6, 43,3, 35,2, 33,0, 31,8, 29,4,
28,0, 25,5. HPLC: C-18 Novapac, 4,6 × 250 min, 1,5 ml/min. Lösemittelsystem:
25% MeCN/75% H2O [isokratisch], Retentionszeit
= 13,7 min.
-
Beispiel 6
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(cyclohexyhnethylcarbonyl)oxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Im
wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1g) und unter Verwendung einer ungefähr äquivalenten
Menge eines Gemisches aus Cyclohexylessigsäure, 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und 4-Dimethylaminopyridin an Stelle von Cyclohexancarbonylchlorid
wird (3S,6R)-3-(tert-Butoaycarbonyl)-aminohexahydro-6-(cyclohexylmethylcarbonyl)oxy-2H-azepin-2-on
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
1g) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1h), 1i) und dem letzten Schritt von Beispiel 1 wird
die Titelverbindung erhalten.
1H NMR
(CDCl3): δ 7,98
(d, J = 6,2 Hz, 1H), 5,83–5,7
(m, 1H), 5,80 (d, J = 15,6 Hz, 1H), 4,94 (m, 1H), 4,52 (m, 1H),
4,2 (m, 2H), 3,78 (m, 2H), 3,6–3,48
(m, 3H), 3,52 (s, 3H), 3,23 (d, J = 7,3 Hz, 1H), 3,06 (m, 1H), 2,80
(d, J = 7 Hz, 2H), 2,13–1,63
(m, 12H), 1,30–0,85
(m, 5H), 1,0 (s, 9H).
13C NMR (CDCl3) δ 174,0,
172,3, 172,2, 145,7, 123,3, 81,1, 74,5, 72,8, 72,5, 67,0, 60,0,
51,7, 43,5, 42,1, 35,0, 33,0, 32,0, 29,5, 26,1, 26,0, 25,7. HPLC:
C-18 Novapac, 4,6 × 250
mm, 1,5 ml/min. Lösemittelsystem:
40% MeCN/60 H2O [isokratisch]. Retentionszeit
= 11,5 min.
-
Beispiel 7
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-2-phenylethoxy)-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Im
wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1g) und unter Verwendung einer ungefähr äquivalenten
Menge eines Gemisches aus Phenylessigsäure, 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und 4-Dimethylaminopyridin an Stelle von Cyclohexancarbonylchlorid
wird (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-(1-oxo-2-phenylethoxy)-2H-azepin-2-on
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
1g) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1h), 1i) und dem letzten Schritt von Beispiel 1 wird
die Titelverbindung erhalten.
1H NMR
(CDCl3): δ 7,96
(d, J = 6,2 Hz, 1H), 7,28 (m, 5H), 5,80 (d, J = 15,8 Hz, 1H), 5,68
(t, J = 6,4 Hz, 1H), 5,39 (dd, J = 15,8 Hz und 7,3 Hz, 1H), 4,93
(m, 1H), 4,53–4,47
(m, 1H), 4,22–4,18
(m, 2H), 3,60–3,56
(m, 2H), 3,52 (s, 3H), 3,48–3,38
(m, 2H), 3,27 (d, J = 6,6 Hz, 1H), 3,08 (s, 1H), 2,15–1,67 (m,
5H), 1,0 (s, 9H).
13C NMR (CDCl3) δ 173,9,
172,1, 170,8, 145,8, 133,6, 129,2, 128,8, 127,4, 123,2, 81,1, 74,5,
72,7, 72,4, 67,6, 59,9, 51,6, 43,2, 41,5, 33,0, 31,8, 29,4, 25,5.
HPLC: C-18 Novapac, 4,6 × 250
mm, 1,5 ml/min. Lösemittelsystem:
10–100%
MeCN/H2O [> 20
min Gradient]. Retentionszeit = 12,2 min.
-
Beispiel 8
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-2-[3,4-dichlorphenyl]ethoxy)-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Im
wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1g) und unter Verwendung einer ungefähr äquivalenten
Menge eines Gemisches aus 3,4-Dichlorphenylessigsäure, 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und 4-Dimethylaminopyridin an Stelle von Cyclohexancarbonylchlorid
wird (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-(1-oxo-2-[3,4-dichlorphenyl]ethoxy)-2H-azepin-2-on
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
1g) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1h), 1i) und dem letzten Schritt von Beispiel 1 wird
die Titelverbindung erhalten. Smp. 132–136°C.
1H
NMR (CDCl3): δ 8,00 (d, J = 6 Hz, 1H), 7,51
(s, 1H), 7,41 (m, 2H), 7,16 (dd, J = 3 Hz und 9 Hz, 1H), 5,77 (d,
J = 16 Hz, 1H), 5,42 (dd, J = 8 Hz und 16 Hz, 1H), 4,93 (d, J =
3 Hz, 1H), 4,55 (q, J = 6 Hz, 1H), 4,19 (m, 1H), 3,83 (m, 3H), 3,63
(d, J = 6 Hz, 3H), 3,48 (m, 6H), 3,39 (s, 1H), 2,13 (d, J = 16 Hz,
1H), 2,00 (m, 2H), 1,77 (q, J = 12 Hz, 1H), 1,03 (s, 9H).
13C NMR (CDCl3) δ 169,1, 144,2,
133,5, 131,5, 130,9, 130,8, 129,8, 128,5, 123,4, 81,3, 73,6, 72,2,
71,7, 67,6, 58,4, 50,8, 49,3, 42,0, 32,3, 31,3, 30,7, 28,8, 24,8.
-
Beispiel 9
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-2-[4-methoxyphenyl]ethoxy)-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
a) Herstellung von (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-t-butyl-dimethylsilyloxy-2H-azepin-2-on
-
(3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-hydroxy-2H-azepin-2-on
(25 g, 102 mmol), tert-Butyldimethylsilylchlorid
(23,16 g, 153 mmol) und Imidazol (10,45 g, 153 mmol) werden mit
60 ml DMF vereinigt. Die Reaktion wird bei Raumtemperatur über Nacht
gerührt.
Das Gemisch wird mit 1 l Wasser verdünnt. Das entste hende Gemisch
wird mit einem 1 : 1 Gemisch aus Ethylacetat und Hexan extrahiert
(2 × 200
ml). Alle organischen Phasen werden vereinigt, mit Kochsalzlösung gewaschen,
mit Na2SO4 getrocknet
und konzentriert. Der Rückstand
wird durch Umkristallisation mit Ethylacetat/Hexan unter Bildung
von 28,5 g (78%) an (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-tert-butyldimethylsilyloxy-2H-azepin-2-on
als weißer
Feststoff gereinigt. Smp. 65–66°C.
1H NMR (CDCl3): δ 5,86 (d,
J = 6 Hz, 1H), 5,58 (t, J = 6 Hz, 1H), 4,18 (m, 1H), 3,91 (s, 1H),
3,35 (dd, J = 6 Hz und 16 Hz, 1H), 3,07 (m, 1H), 1,80 (m, 4H), 1,40
(s, 9H), 0,83 (s, 9H), 0,004 (s, 6H).
-
b) Herstellung von (3S,6R)-3-Aminohexahydro-6-tert-butyldimethylsilyloxy-2H-azepin-2-on
-
(3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-tert-butyl-dimethylsilyloxy-2H-azepin-2-on
(8,0 g, 22 mmol) wird in 40 ml CH2Cl2 gelöst
und auf –78°C gekühlt. Trimethylsilyliodid
(3,5 ml, 24,5 mmol) wird langsam zugegeben. Das Gemisch kann für 30 min
bei –78°C reagieren.
Die Reaktion wird auf 0°C
erwärmt
und für
15 min gerührt.
Die Lösung
wird gelb. Die Reaktion wird mit NH4CO3 (3,43 g, 44 mmol) gelöst in 30 ml CH3OH
und 15 ml Wasser gestoppt. Das Gemisch wird konzentriert und mit
einem Gemisch von 95 : 5 CH2Cl2 und
Methanol unter Bildung von 5,45 g (96%) an (3S,6R)-3-Aminohexahydro-6-tert-butyl-dimethylsilyloxy-2H-azepin-2-on
als weißer
Feststoff chromatographiert.
1H NMR
(CDCl3) δ 5,61
(s, 1H), 3,88 (s, 1H), 3,42 (d, J = 8 Hz, 1H), 3,32 (dd, J = 6 Hz
und 16 Hz, 1H), 3,06 (m, 1H), 1,87 (m, 2H), 1,76 (m, 1H), 1,65 (s,
3H), 0,83 (s, 9H), 0,001 (s, 6H).
-
c) Herstellung von (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-tert-butyldimethylsilyloxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
(3S,6R)-3-Aminohexahydro-6-tert-butyldimethylsilyloxy-2H-azepin-2-on
(5,45 g, 21 mmol), (6E)-6,7,8,9-Tetradesoxy-8,8-dimethyl-2-O-methyl-3,5-O-(1-methylethyliden)-gulo-non-6-enonsäurelacton (3,0
g, 11 mmol) und Diisopropylethylamin (4,6 ml, 26 mmol) werden mit
30 ml Isopropanol bei Raumtemperatur vereinigt. Das Gemisch wird
am Rückfluss über Nacht
erhitzt. Das Gemisch wird auf Raumtemperatur gekühlt und konzentriert. Der Rückstand
wird mit einem 98 : 2 Gemisch aus CH2Cl2 und Methanol unter Bildung von 2,53 g (42%)
an (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-tert-butyldimethylsilyloxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
(42%) als weißer
Feststoff chromatographiert.
1H NMR
(CDCl3) δ 7,53
(d, J = 6 Hz, 1H), 5,72 (d, J = 16 Hz, 1H), 5,47 (dd, J = 6 Hz und
16 Hz, 1H), 4,47 (m, 1H), 4,22 (d, J = 6 Hz, 1H), 4,03 (d, J = 8
Hz, 1H), 3,91 (m, 1H), 3,82 (d, J = 7 Hz, 1H), 3,48 (d, J = 9 Hz,
1H), 3,43 (s, 3H), 3,35 (d, J = 6 Hz, 1H), 3,09 (m, 1H), 2,77 (d,
J = 9 Hz, 1H), 1,83 (m, 2H), 1,77 (m, 2H), 1,41 (d, J = 6 Hz, 6H),
0,97 (s, 9H), 0,83 (s, 9H), 0,005 (s, 6H).
13C
NMR (CDCl3) δ 172,2, 169,6, 148,3, 145,3,
121,5, 108,8, 99,6, 81,4, 80,5, 79,2, 78,2, 74,4, 73,1, 69,1, 67,9, 65,8,
59,2, 56,4, 51,7, 36,8, 36,5, 33,1, 29,6, 29,4, 19,1.
-
d) Herstellung von (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-hydroxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-tert-butyldimethylsilyloxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
(2,5 g, 4,6 mmol) wird in 30 ml THF gelöst. Es wird eine 1,0 M Lösung in
THF aus Tetrabutylammoniumfluorid (13,8 ml, 14 mmol) bei Raumtemperatur zugegeben und
für 3 Stunden
gerührt.
Das Gemisch wird konzentriert und mit einem 95 : 5 Gemisch aus CH2Cl2 und Methanol
unter Bildung von 1,8 g (91%) an (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-hydroxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
als weißer
Feststoff chromatographiert.
1H NMR
(CDCl3) δ 7,61
(d, J = 6 Hz, 1H), 6,45 (t, J = 6 Hz, 1H), 5,77 (d, J = 6 Hz, 1H),
5,52 (dd, J = 6 Hz und 16 Hz, 1H), 4,56 (m, 1H), 4,28 (d, J = 6
Hz, 1H), 4,06 (d, J = 8 Hz, 1H), 4,00 (m, 1H), 3,91 (d, J = 8 Hz,
1H), 3,54 (m, 1H), 3,47 (s, 3H), 3,35 (m, 2H), 3,08 (d, J = 8 Hz,
1H), 2,76 (d, J = 6 Hz, 1H), 2,02 (m, 2H), 1,83 (m, 2H), 1,45 (s,
6H), 1,03 (s, 9H).
13C NMR (CDCl3): δ 175,1,
169,7, 145,3, 121,5, 99,7, 83,1, 80,6, 74,5, 73,2, 65,8, 64,6, 59,1,
51,8, 45,9, 34,5, 33,1, 29,5, 29,3, 25,1, 19,1, 13,7.
-
e) Herstellung von (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-2-[4-methoxyphenyl]ethoxy)-2H-azapan-3-yl]non-6-enamid
-
4-Methoxyphenylessigsäure (0,35
g, 2,1 mmol), 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
(0,42 g, 2,1 mmol) und DMAP (0,17 g, 1,4 mmol) werden mit 30 ml
CH2Cl2 vereinigt
und bei Raumtemperatur für
30 min gerührt. (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-hydroxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
(0,6 g, 1,4 mmol) wird zu dem Gemisch gegeben und über Nacht bei
Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wird konzentriert. Der Rückstand wird mit einem 98 :
2 Gemisch aus CH2Cl2 und
Methanol unter Bildung von 0,644 g (80%) an (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3
S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-1-oxo-2-[4-methoxyphenyl]ethoxy)-2H-azapan-3-yl]non-6-enamid
als weißer
Feststoff chromatographiert.
1H NMR
(CDCl3) δ 7,56
(d, J = 6 Hz, 1H), 7,18 (d, J = 8 Hz, 2H), 6,86 (d, J = 8 Hz, 2H),
5,78 (d, J = 16 Hz, 1H), 5,62 (t, J = 6 Hz, 1H), 5,52 (dd, J = 6
Hz und 16 Hz, 1H), 4,93 (s, 1H), 4,58 (m, 1H), 4,28 (d, J = 12 Hz,
1H), 4,06 (d, J = 8 Hz, 1H), 3,88 (d, J = 7 Hz, 1H), 3,80 (s, 3H),
3,56 (s, 2H), 3,48 (s, 5H), 2,82 (d, J = 11 Hz, 1H), 2,05 (m, 3H),
1,71 (s, 2H), 1,42 (d, J = 6 Hz, 6H), 1,03 (s, 9H).
13C NMR (CDCl3) δ 174,3, 171,1,
169,7, 158,9, 145,3, 130,2, 125,7, 121,6, 114,2, 99,7, 80,6, 74,5,
73,3, 67,7, 65,8, 59,3, 55,3, 51,7, 43,3, 40,6, 33,1, 31,8, 31,4,
29,4, 25,8, 19,1.
-
f) Herstellung der Titelverbindung
-
Eine
30 ml Lösung
aus (3 : 3 : 2) TFA, THF und Wasser wird bei 0°C in einen Kolben gegeben, der (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-2-[4-methoxyphenyl]ethoxy)-2H-azapan-3-yl]non-6-enamid
(0,64 g, 1,1 mmol) enthält.
Das Gemisch kann für
30 min bei 0°C
reagieren. Das Gemisch wird unter Hochvakuum zur Trockne eingedampft.
Der Rückstand
wird mit einer Lösung
aus NH4HCO3 (1,2
g in 20 ml Wasser) neutralisiert. Das Gemisch wird zur Trockne unter
Hochvakuum eingedampft. Der Rückstand
wird mit einem 95 : 5 Gemisch aus CH2Cl2 und Methanol unter Bildung von 0,35 g (60%)
der Titelverbindung als weißer
Feststoff chromatographiert.
1H NMR
(CDCl3) δ 7,98
(d, J = 6 Hz, 1H), 7,18 (d, J = 9 Hz, 2H), 6,87 (d, J = 9 Hz, 2H),
5,83 (d, J = 16 Hz, 1H), 5,72 (t, J = 6 Hz, 1H), 5,42 (dd, J = 8
Hz und 16 Hz, 1H), 4,93 (d, J = 3 Hz, 1H), 4,53 (m, 1H), 4,23 (t,
J = 6 Hz, 2H), 3,81 (m, 2H), 3,80 (s, 3H), 3,61 (t, J = 5 Hz, 1H),
3,57 (s, 2H), 3,54 (s, 3H), 3,47 (m, 1H), 3,30 (d, J = 7 Hz, 1H),
3,12 (s, 1H), 2,16 (d, J = 16 Hz, 1H), 1,99 (m, 2H), 1,82 (m, 1H),
1,72 (s, 1H), 1,04 (s, 9H).
13C NMR
(CDCl3) δ 173,8,
172,2, 171,1, 158,9, 145,8, 130,2, 125,6, 123,2, 114,2, 81,0, 74,5,
72,8, 72,4, 67,5, 60,0, 55,3, 51,6, 43,2, 40,6, 33,0, 31,8, 31,3,
29,4, 25,6.
-
Beispiel 10
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-([4-n-decyloxyphenyl]carbonyl)oxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Gemäß dem Verfahren
von Beispiel 9e) und unter Verwendung einer etwa äquivalenten
Menge an 4-Decyloxybenzoesäure
an Stelle von 4-Methoxyphenylessigsäure wird (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5-trihydroxy-2-methoay-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-([4-n-decyloxyphenyl]carbonyl)oxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
9e) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren
des letzten Schritts von Beispiel 9 wird die Titelverbindung als
Feststoff mit einem Smp. von 70–74°C erhalten.
1H NMR (CDCl3) δ 8,06 (d,
J = 6 Hz, 1H), 7,96 (d, J = 9 Hz, 2H), 6,90 (d, J = 9 Hz, 2H), 6,05
(t, J = 6 Hz, 1H), 5,80 (d, J = 15 Hz, 1H), 5,44 (dd, J = 7 Hz und
15 Hz, 1H), 5,20 (m, 1H), 4,63 (m, 1H), 4,25 (t, J = 6 Hz, 1H), 4,02
(t, J = 6 Hz, 2H), 3,84 (dd, J = 7 Hz und 13 Hz, 2H), 3,69 (m, 1H),
3,62 (m, 2H), 3,38 (d, J = 5 Hz, 1H), 3,56 (s, 3H), 3,33 (s, 1H),
3,15 (s, 1H), 2,32 (d, J = 12 Hz, 1H), 2,13 (t, J = 12 Hz, 1H),
2,01 (m, 2H), 1,82 (m, 2H), 1,48 (m, 2H), 1,30 (m, 12H), 1,05 (s,
9H), 0,94 (t, J = 6 Hz, 3H).
13C NMR
(CDCl3) δ 174,1,
172,1, 165,2, 163,4, 145,7, 131,7, 123,2, 121,6, 114,2, 81,1, 74,5,
72,7, 72,4, 68,3, 67,2, 59,9, 51,7, 43,6, 33,0, 32,1, 31,9, 29,5,
29,4, 29,3, 29,2, 29,0, 25,9, 25,9, 22,6, 14,1.
-
Beispiel 11
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-3-phenyl-2-propenoxy)-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1g) und unter Verwerdung einer etwa äquivalenten
Menge an Cinnamoylchlorid an Stelle von Cyclohexancarbonylchlorid
wird (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-(1-oxo-3-phenyl-2-propenoxy)-2H-azepin-2-on
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
1g) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1h), 1i) und dem letzten Schritt von Beispiel 1 wird
die Titelverbindung als Feststoff erhalten. Smp. 83–85°C.
1H NMR (DMSO): δ 8,03 (m, 1H), 7,71 (d, J =
16 Hz, 1H), 7,54 (m, 2H), 7,41 (m, 2H), 6,45 (d, J = 16 Hz, 1H), 5,97
(m, 1H), 5,81 (d, J = 16 Hz, 1H), 5,45 (dd, J = 16 und 8 Hz, 1H),
5,09 (m, 1H), 4,58 (m, 1H), 4,22 (m, 2H), 3,81 (m, 2H), 3,62 (m,
4H), 3,54 (s, 3H), 3,30 (d, J = 8 Hz, 1H), 3,10 (s, 1H), 2,25 (m,
1H), 2,00 (m, 3H), 1,02 (s, 9H).
13C
NMR (DMSO): δ 174,10,
172,15, 166,01, 145,91, 145,75, 134,03, 130,70, 129,00, 128,22,
123,20, 117,34, 81,10, 74,50, 72,76, 72,46, 67,29, 59,93, 51,67,
43,51, 33,03, 32,00, 29,43, 25,75.
-
Beispiel 12
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-([4-n-decylphenyl]carbonyl)oxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Gemäß dem Verfahren
von Beispiel 9e) und unter Verwendung einer etwa äquivalenten
Menge an 4-Decylbenzoesäure an Stelle
von 4-Methoxyphenylessigsäure,
wird (2R,3R,4S,5R,6E)-3,5-(Methylethyliden)-3,4,5- trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-([4-n-decylphenyl]carbonyl)oxy-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid erhalten.
Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
9e) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren
des letzten Schritts von Beispiel 9 wird die Titelverbindung als
Feststoff mit einem Smp. von 60–64°C erhalten.
1H NMR (CDCl3) δ 8,06 (d,
J = 6 Hz, 1H), 7,94 (d, J = 8 Hz, 2H), 7,26 (d, J = 8 Hz, 2H), 6,10
(t, J = 7 Hz, 1H), 5,85 (d, J = 16 Hz, 1H), 5,45 (dd, J = 8 Hz und
16 Hz, 1H), 5,22 (d, J = 3 Hz, 1H), 4,64 (dd, J = 6 Hz und 8 Hz, 1H),
4,25 (t, J = 6 Hz, 2H), 3,84 (dd, J = 6 Hz und 11 Hz, 2H), 3,69
(t, J = 7 Hz, 1H), 3,63 (dd, J = 5 Hz und 8 Hz, 2H), 3,56 (s, 3H),
2,68 (t, J = 8 Hz, 2H), 2,34 (d, J = 13 Hz, 1H), 2,14 (t, J = 12
Hz, 1H), 2,04 (t, J = 11 Hz, 1H), 1,96 (t, J = 3 Hz, 1H), 1,63 (m,
2H), 1,32 (m, 18H), 1,82 (m, 2H), 1,05 (s, 9H), 0,90 (t, J = 7 Hz,
3H).
13C NMR (CDCl3) δ 174,1, 172,1,
165,5, 149,3, 145,7, 129,7, 128,6, 127,0, 123,2, 81,1, 74,5, 72,7,
72,4, 67,4, 59,9, 51,7, 43,5, 36,0, 33,0, 32,1, 31,9, 31,1, 29,6,
29,5, 29,4, 29,3, 29,2, 25,9, 22,6, 14,1.
-
Beispiel 13
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-3-[3-thiophenyl]ethoxy)-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1g) und unter Verwendung einer etwa äquivalenten
Menge eines Gemisches aus 3-Thiophenessigsäure, 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und 4-Dimethylaminopyridin an Stelle von Cyclohexancarbonylchlorid
wird (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-(1-oxo-3-[3-thiophenyl]ethoxy)-2H-azepin-2-on
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
1g) und im wesenthchen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1h), 1i) und dem letzten Schritt von Beispiel 1 wird
die Titelverbindung erhalten. HPLC (C-18 Novapac, 4,6 × 250 min,
1,5 ml/min) Lösemittelsystem:
35% MeCN/65% H2O [isokratisch). Retentionszeit
= 7,89 min.
1H NMR (CDCl3) δ 7,97 (d,
J = 6 Hz, 1H), 7,30 (m, 1H), 7,14 (m, 1H), 7,00 (m, 1H), 5,83 (m,
1H), 5,81 (d, J = 16 Hz, 1H), 5,40 (dd, J = 7 Hz und 16 Hz, 1H),
4,90 (m, 1H), 4,45 (m, 1H), 4,15 (m, 1H), 3,75 (m, 2H), 3,66 (s, 2H),
3,57 (s, 3H), 3,40 (m, 2H), 3,32 (d, J = 7 Hz, 1H), 3,12 (s, 1H),
1,7 (m, 4H), 1,01 (s, 9H).
13C NMR
(CDCl3) δ 174,0,
172,1, 170,3, 145,7, 133,1, 126,2, 123,3, 123,1, 81,2, 74,5, 72,8,
72,5, 67,8, 59,9, 51,6, 43,2, 36,0, 33,0, 31,8, 29,5, 25,6.
-
Beispiel 14
-
(2R,3R,4S,5R,6E)-3,4,5-Trihydroxy-2-methoxy-8,8-dimethyl-N-[(3S,6R)-hexahydro-2-oxo-6-(1-oxo-3-[3-indolyl]ethoxy)-2H-azepin-3-yl]non-6-enamid
-
Gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1g) und unter Verwendung einer etwa äquivalenten
Menge eines Gemisches aus 3-Indolessigsäure, 1-(3-Dimethylaminopropyl)-3-ethylcarbodiimidhydrochlorid
und 4-Dimethylaminopyridin an Stelle von Cyclohexancarbonylchlorid
wird (3S,6R)-3-(tert-Butoxycarbonyl)aminohexahydro-6-(1-oxo-3-[3-indolyl]ethoxy)-2H-azepin-2-on
erhalten. Unter Verwendung der obigen Verbindung an Stelle der Verbindung
1g) und im wesentlichen gemäß dem Verfahren
von Beispiel 1h), 1i) und dem letzten Schritt von Beispiel 1 wird
die Titelverbindung erhalten. HPLC (C-18 Novapac, 4,6 × 250 min,
1,5 ml/min) Lösemittelsystem:
35% MeCN/65% H2O [isokratisch]. Retentionszeit
= 9,2 min.
1H NMR (CDCl3) δ 8,47 (s,
1H), 7,90 (d, J = 6 Hz, 1H), 7,55 (d, J = 8 Hz, 1H), 7,36 (d, J
= 8 Hz, 1H), 7,20–7,05 (m,
3H), 5,81 (d, J = 16 Hz, 1H), 5,75 (m, 1H), 5,37 (dd, J = 8 Hz und
16 Hz, 1H), 4,8 (m, 1H), 4,45–4,30
(m, 2H), 4,25– 4,15
(m, 1H), 3,9–3,7
(m, 4H), 3,65–3,55
(m, 1H), 3,50 (s, 3H), 3,45–3,30
(m, 1H), 3,25–3,10
(m, 2H), 2,15–2,00
(m, 1H), 2,00–1,60
(m, 4H), 0,99 (s, 9H).
13C NMR (CDCl3) δ 173,9,
171,9, 145,7, 136,2, 127,1, 123,3, 123,3, 122,3, 119,8, 118,6, 111,5,
108,0, 81,6, 74,4, 72,7, 72,6, 67,5, 59,7, 51,5, 43,1, 33,0, 31,8,
31,6, 29,5, 25,6.
-
Beispiel 15
-
Infusion
-
Die
Verbindung von Beispiel 1 (15 mg) wird in 98–100% Propylenglycol (1,0 ml)
gelöst.
Die Lösung wird
steril durch einen Filter mit einer Porengröße von 0,22 μm filtriert
und in 1 ml Ampullen gefüllt.
Die gefüllten Ampullen
werden zur Lagerung und zum Transport verwendet. Die gefüllten Ampullen
sind für
einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten bei einer Temperatur von
2 bis 8°C
stabil. Vor der intravenösen
Anwendung werden die Inhalte der Ampulle zu 250 bis 1000 ml einer
5% Glucoselösung
in Wasser für
Injektionszwecke gegeben. Die so gebildete intravenöse Lösung ist
für einen
Zeitraum von 8 Stunden bei Raumtemperatur stabil.
-
Die
entsprechenden Strukturen der Verbindungen der Beispiele 1–14 sind
die folgenden:
-
-
-