DE686412C - Vorrichtung zum Ziehen von Zahnwurzeln mittels Wurzelschraube - Google Patents
Vorrichtung zum Ziehen von Zahnwurzeln mittels WurzelschraubeInfo
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Description
- Vorrichtung zum Ziehen von Zahnwurzeln mittels Wurzelschraube Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ziehen von Zahnwurzeln mittelsWurzelschraube.
- Bisher wurden die zum Ziehen von Zahnwurzeln verwendeten Wurzelschrauben so ausgebildet, daß die in die Zahnwurzel eingesetzte Wurzelschraube an ihren herausstehenden Enden mit einer Zange oder mit einem sich auf einer Gegenlage abstützenden Hebel erfaßt werden konnte. Bei Anwendung einer Zange oder eines Hebels ist die Gefahr einer unbeabsichtigten Verletzung des zu Behandelnden groß, da beim Loslösen der Wurzel aus dem Zahnfleisch der auf die Wurzel ausgeübte Zug nicht abgefangen wird.
- Diese Gefahr wird bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung vermieden. Erreicht wird dies durch Anwendung einer Schraubvorrichtung, durch die der auf die Wurzel ausgeübte Zug von den dem kranken Zahn benachbarten Gebißteilen aufgenommen und die Wurzel beim Lösen vom Zahnfleisch nur um einen keinen Betrag angehoben wird.
- Zwar sind bereits Schraubvorrichtungen zum Ziehen von Zähnen bekannt, bei denen der Zahn mittels Klauen von außen erfaßt wird.
- Zum Ziehen von Zahnwurzeln an schwer zugänglichen Stellen des Gebisses sind jedoeh die bekannten Schraubvorrichtungen mit Klauienfassung für den Zahn ungeeignet, da sie an der anzusetzenden Stelle sehr-viel Raum beanspruchen und außerdem eine tiefsitzende Wurzel ohne vorheriges Freilegen im Kiefer nicht erfassen können.
- Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht das Ziehen von Zahnwurzeln mittels Wurzelschraube, so daß tiefsitzende Wurzeln angehoben werden können, ohne im Kiefer freigelegt zu werden, und zeichnet sich durch niedrige Bauhöhe und einfache, leicht zu handhabende Mittel aus.
- Erreicht werden diese Vorteile dadurch, daß die Wurzelschraube einen mit Gewinde versehenen Schaft besitzt und mit der Wurzel durch eine auf den Schaft aufschraubbare, sich auf einen Gegendruckkörper abstützende Schaubmutter anhebbar ist.
- In den Abb. 1 bis 6 ist die Vorrichtung in verschiedenen Ausführungsformen beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen Abb. 1 verschiedene Größen der Wurzelschraube, Abb. 2 und 3 zwei verschiedene Ausführungsformen der Grundplatte des Gegendruckkörpers, Abb. 4 den Zusammenbau der Vorrichtung beim Ziehen einer senkrecht im Gebiß sitzenden Wurzel, Abb. 5 den Zusammenbau der Vorrichtung beim Ziehen einer schräg im Gebiß sitzenden Wurzel und Abb. 6 die Vorrichtung in Verbindung mit einem aus einer schnell erhärtenden Masse gebildeten Hilfskörper zum Ziehen von Wurzeln, deren benachbarte Zähne zerstört sind.
- Die in Abb. I dargestellten Wurzelschrauben besitzen einen konisch verlaufenden Teil G1, in den ein Gewinde nach Art einer Holzschraube ingeschnitten ist, und einen Gewideschaft g2, dessen Gewinde ein normales Maschineuschraub engewinde ist. Der Teil g1 der Wurzelschraube wird, wie Abb.4 bis 6 erkennen lassen, in die zu ziehende Wurzel h eingeschraubt, die zwedmäßig vor dem Einschrauben der Wurzeischraube etwas angebohrt wird. Nach dem Einschrauben der Wurzelschraube in die Zahanwurzel wird eine Auflegeplatee de oder d1, wie in den Abb.2 und 3 dargestellt, auf das Gebiß gelegt. Je nach Lage des kranken Zahnes im Gebiß wird eine Platte de oder d1 benutzt. Die Auflegeplattend oder dj sind aus Metall gefertigt und besitzen einen Schlitze oder e1 zum Durchlaß desWurzelschraubenschaftesg.,. D Se auflageplatte d nach Abb. 2 ist zum Ziehen von Wurzeln im vorderen Gebiß und die auf lageplatte d1 nach Abb. 3 zum Ziehen von Wurzeln in den hinteren Gebißteilen bestimmt. Zur Schonung des Gebisses kann zwischen Gebiß und Auflageplatte d, c11 eine Gummiauflage f, wie aus Abb. 4 und 5 ersi, chtlich, vorgesehen werden. Je nachdem, ob es sich um eine schräg oder senkrecht im Gebiß sitzende Wurzel handelt, die gezogen werden soll, wird eine Unterlagscheibe r oder r1 und eine Mutter s auf den Schaftfg2 der Wurzelschraube geschraubt und dann die Schraubmutter s angezogen. Durch die Schraubwirkung können sehr große Zugkräfte ausgelöst werden, so daß ein müheloses Ziehen der Wurzel möglich ist. Da die Wurzelschraube durch entsprechende Ausbildung ihres Schaftes selbst einen Teil der Srhraubvorrichtung bildet, wird ein niedriger und einfacher Aufbau der Vorrichtung erreicht.
- In den Fällen, in denen sich die zu ziehende Wurzel an einer Gebißstelle befindet, an der die benachbarten Zähne bereits zerstört sind, muß eine geeignete Auflage für die Vorrichtung geschaffen werden. Zu diesem Zweck wird die zu behandelnde Gebißstelle, wie aus Abb. 6 ersichtlich, mit einer schneel erhärtenden, plastsuchen Masse p ausgekleidet. Hierfür ist Abdruckmasse hervorragend geeignet. Auf die zunächst noch weiche Masse wird mit leichtem Druck die Auflageplatted oder d1 gelegt, und erst nach Erhärten der Masse wird die Mutter s angezogen. Die erhärtete Masse, die sich der Gebißform völlig. angepaßt hat, kann nach dem Erhärten leicht vom Gebiß abgehoben werden. Da die erhärtete Masse wenig elastisch ist, tritt beim Anziehen der Mutter kein Nachgeben der Auflage ein.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. vorrichtung zum Zeihen von Zahnwurzeln mittels Wurzelschraube, dadurch gekennzeichnet, daß die Wurzelschraube (gel) einen mit Gewinde versehenen Schaft (g2) besitzt und mit der Wurzel durch eine auf den Schaft (g2) aufschraubbare. sich auf einen Genendruckkörper (d, r) abstützende Schraubmutter (s) anhebbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß der Gcgendruckkörper aus einer sich auf den Nachbarzähnen abstützenden Grundplatte (d) mit einem Schlitz (e) zum Durchlaß des Wurzelschraubenschaftes (g2) und aus einer mit Durchlaß für den Wurzelschraubenschaft versehenen Unterhagscheibe (r) besteht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Berührungsflächen der Grundplatte (d) und der Unterlagscheibe (r) gegen Verdrehung aufgerauht sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß zur Abstützung der Grundplatte (d) auf teilweise zerstörten Nachbarzähnen eine Hilfsplatte (p) aus einer schnell zum Erhärten zu bringenden plastischen Masse, z. B. Abdruckmasse, @ einschaltbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937B0178215 DE686412C (de) | 1937-04-25 | 1937-04-25 | Vorrichtung zum Ziehen von Zahnwurzeln mittels Wurzelschraube |
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| DE1937B0178215 DE686412C (de) | 1937-04-25 | 1937-04-25 | Vorrichtung zum Ziehen von Zahnwurzeln mittels Wurzelschraube |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE686412C true DE686412C (de) | 1940-01-09 |
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ID=7008354
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1937B0178215 Expired DE686412C (de) | 1937-04-25 | 1937-04-25 | Vorrichtung zum Ziehen von Zahnwurzeln mittels Wurzelschraube |
Country Status (2)
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| DE (1) | DE686412C (de) |
| FR (1) | FR836867A (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1013392B (de) * | 1953-04-04 | 1957-08-08 | Dr Hugo Ackermann | Extraktionseinrichtung fuer Zahnwurzeln |
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-
1937
- 1937-04-25 DE DE1937B0178215 patent/DE686412C/de not_active Expired
-
1938
- 1938-04-20 FR FR836867D patent/FR836867A/fr not_active Expired
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| DE102007053010B4 (de) * | 2007-11-05 | 2011-12-22 | Emmanuel Ouranos | Vorrichtung zum Anheben von Zahnwurzeln |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR836867A (fr) | 1939-01-27 |
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