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DE60316253T2 - Ballastloser asymmetrischer Anker - Google Patents

Ballastloser asymmetrischer Anker Download PDF

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DE60316253T2
DE60316253T2 DE60316253T DE60316253T DE60316253T2 DE 60316253 T2 DE60316253 T2 DE 60316253T2 DE 60316253 T DE60316253 T DE 60316253T DE 60316253 T DE60316253 T DE 60316253T DE 60316253 T2 DE60316253 T2 DE 60316253T2
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B21/00Tying-up; Shifting, towing, or pushing equipment; Anchoring
    • B63B21/24Anchors
    • B63B21/30Anchors rigid when in use
    • B63B21/32Anchors rigid when in use with one fluke

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Piles And Underground Anchors (AREA)
  • Details Of Television Scanning (AREA)
  • Road Signs Or Road Markings (AREA)
  • Dental Prosthetics (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet von Schiffsankern und insbesondere auf asymmetrische Anker.
  • Danforth, Fortress, Plastimo, FOB und weitere verkaufen Gelenkanker. Die Schaufel ist aus einer flachen Metallplatte gebildet. Der Schaft ist geradlinig und an einem Ende zwischen zwei Spitzen der Schaufel an der Schaufel angelenkt. Dieser Typ Anker ist nicht sehr effizient, da die Schaufel dazu neigt, parallel zum Meeresboden zu bleiben. Dieser Anker ist symmetrisch.
  • Rolf KACZIREK mit Sitz in GETTORF, Deutschland, verkauft unter dem Handelsnamen Bügelanker einen Anker, der aus einer flachen Metallplatte mit einer Dreiecksform gebildet ist. Ein Winkelende des Dreiecks bildet die Spitze des Ankers. Entlang der Seite der Platte, die der Spitze gegenüberliegt, ist ein Bogen (Bügel) vorgesehen. Ein geradliniger Schaft ist an die Platte geschweißt. Der Bügel stellt sicher, dass sich der Anker dreht, wenn er auf den Meeresboden auftrifft, so dass der Anker auf seiner Seite liegt, wobei die Spitze, die Rückseite der Platte und das Ende des Schafts den Meeresboden berühren. Der Nachteil dieses Typs von Anker besteht darin, dass der Bügel am hinteren Teil der Schaufel das Gewicht an einer Stelle erhöht, die nicht zum Eingraben des Ankers in den Meeresboden beiträgt. Da die Schaufel aus einer flachen Metallplatte gebildet ist, muss sie zudem dick sein, damit sie in Gebrauch ihre Form behält. Dies erhöht die Kosten des Ankers und das unnötige Gewicht.
  • EP-B-0 840 691 offenbart einen Schiffsanker mit einer Schaufel, die längs einer Linie geknickt ist, um so einen V-förmigen Querschnitt zu bilden. Ein Schaft ist an die Schaufel geschweißt. Ein Ballast ist an der Spitze der Ankerschaufel vorgesehen; die Rückseite der Schaufel hat eine quasielliptische Form mit einer konkaven Oberfläche. Wegen des Ballasts an der Spitze der Schaufel befindet sich der Schwerpunkt des Ankers in der Nähe der Spitze. Wenn der Anker auf den Meeresboden fällt, positioniert er sich folglich automatisch selbst in eine seitliche Position, bei der er auf der Spitze der Schaufel, auf einer Seite der ellipsenförmigen Rückseite der Schaufel und auf dem Endpunkt des Schafts liegt. In dieser Position dringt der Anker wegen der V-förmigen Spitze der Schaufel und wegen der schwer mit Ballast versehenen Spitze leicht in den Meeresboden ein. Die Funktion des in diesem Dokument offenbarten Ankers ist völlig zufriedenstellend und gegenüber anderen Ankern des Stands der Technik verbessert. Dennoch besteht ein Bedarf an einem Anker, der einfacher und kostengünstiger herzustellen ist und der effizienter ist.
  • FR-A-2 820 108 offenbart einen Anker mit einer ähnlichen Form, bei dem der Schaft an der Schaufel beweglich montiert ist.
  • US-A-6 390 011 offenbart einen Schiffsanker mit einteilig ausgebildeten Halbschaufeln, die zusammen eine Deltaanordnung haben, die Halbschaufeln mit einer bogenförmigen Hinterkante umfasst. Jede Halbschaufel hat einen Keil, der in den hinteren Abschnitt geschnitten ist, um sich nach außen erstreckende äußere Rippen bereitzustellen.
  • Die in diesen Dokumenten besprochenen Anker sind auf dem Gebiet als asymmetrische Anker bekannt. Obwohl es eine Symmetrieebene gibt, ist der Schaft nicht symmetrisch an der Schaufel montiert; er verläuft an einer Seite der Schaufel.
  • Entsprechend gibt es weiterhin einen Bedarf an einem Anker, der einfach herzustellen ist, massiv und effizienter ist.
  • In einer Ausführungsform schafft die Erfindung einen asymmetrischen Schiffsanker mit einer ballastlosen Schaufel mit einer Spitze und einer Rückseite mit einem gekrümmten Rand und mit einem an der Schaufel montierten Schaft mit einer Öffnung an einem der Schaufel gegenüberliegenden Ende. Der Rand des von der Spitze der Schaufel entfernten Schaftes ist gekrümmt und die Öffnung ist von einer tangential zur Rückkante der Schaufel und zur Kante des Schaftes verlaufenden Ebene versetzt.
  • Der Anker kann außerdem eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen:
    • – das Verhältnis der Oberfläche der Schaufel zu dem Gewicht des Ankers ist höher als 80 cm2/kg und vorzugsweise höher als 100 cm2/kg;
    • – der Schwerpunkt der Schaufel befindet sich näher bei der Hinterkante der Schaufel als bei der Spitze der Schaufel;
    • – der Schaft ist auf dem halben Abschnitt der Schaufel nahe der Spitze montiert;
    • – der Anteil des Gewichts des Ankers an der Spitze ist höher als 20%;
    • – die Schaufel ist aus einer Metallplatte konstanter Dicke gebildet;
    • – der Winkel zwischen einer Bodenlinie der Schaufel und einer Linie von dem geometrischen Zentrum der Schaufel zu der Öffnung beträgt zwischen 30 bis 38° und vorzugsweise um die 34°;
    • – der Schaft weist eine zweite Öffnung auf und der Winkel zwischen einer Bodenlinie der Schaufel und einer Linie von dem geometrischen Zentrum der Schaufel zu der zweiten Öffnung beträgt zwischen 40 bis 50° und vorzugsweise um die 45°;
    • – die Schaufel ist mit einer Sandführung an einer Oberseite der Rückseite versehen;
    • – der Schaft ist mit einem vorspringenden Abschnitt an seiner unteren Kante versehen.
  • Ein Anker, der die Erfindung verkörpert, wird nun mittels eines nicht einschränkenden Beispiels und anhand der beigefügten Zeichnung beschrieben, in der:
  • 1 eine schematische Ansicht eines Ankers gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist;
  • 2 eine Seitenansicht des Ankers von 1 ist.
  • Die Erfindung beruht auf der Tatsache, dass die Funktion eines Ankers nicht mit seinem Gewicht, sondern mit der wirksamen Oberfläche seiner Schaufel zunimmt. Folglich überwindet sie das Vorurteil des Stands der Technik, gemäß dem ein Anker so schwer wie möglich sein sollte. Im Gegensatz zu diesem Vorurteil stellt die Erfindung vor, die Oberfläche des Ankers im Vergleich zu Ankern des Stands der Technik mit ähnlichen Gewichten zu erhöhen. Dies ermöglicht es, dass die Anker, wenn sie im Meeresboden eingegraben sind, einem Zug am Schaft effizient standhalten. Zudem beseitigt oder begrenzt die Erfindung den Bedarf, den Anker mit Ballast zu versehen; dies vereinfacht die Herstellung des Ankers und macht ihn kostengünstiger.
  • Die Erfindung schafft folglich einen ballastlosen asymmetrischen Anker. Der Anker ist ballastlos dahingehend, dass es nicht erforderlich ist, einen zusätzli chen Ballast an der Schaufel vorzusehen – wie in EP-B-0 840 691 oder in FR-A-2 820 108 . Dies schließt nicht die Verwendung von Verstärkungselementen z.B. an der Spitze des Ankers aus; diese Elemente haben jedoch eine geringe Auswirkung oder im Wesentlichen keine Auswirkung auf die Funktion des Ankers. Dies kann durch die Lokalisierung des Schwerpunkts der Schaufel bewiesen werden. Bei einer mit Ballast versehenen Schaufel, wie sie der Stand der Technik offenbart, befindet sich der Schwerpunkt der Schaufel in der Nähe der Spitze der Schaufel – wegen des Ballastes. Im Gegensatz dazu befindet sich bei einer ballastlosen Schaufel der Schwerpunkt der Schaufel näher bei der Rückseite der Schaufel.
  • Das einfachste Beispiel eines ballastlosen Ankers ist im Bezug auf die Zeichnung offenbart; die Schaufel ist aus einer Metallplatte mit konstanter Dicke gebildet. Die Metallplatte kann wie im Beispiel der Figur gebildet sein; andernfalls kann die Schaufel aus zwei gestanzten Metallteilen gebildet werden, die z.B. durch Schweißen zusammengebaut werden.
  • Die Tatsache, dass der Anker ballastlos ist, kann auch durch das Verhältnis der Oberfläche der Schaufel zum Gewicht des Ankers ausgedrückt werden. Die Oberfläche der Schaufel wird als die Projektion der Schaufel in eine Ebene gemessen, die die Bodenlinie der Schaufel enthält. Das Verhältnis für den in EP-B-0 840 691 offenbarten Anker des Stands der Technik liegt bei etwa 45 bis 65 cm2/kg. Für den Anker der Erfindung ist das Verhältnis höher als 80 cm2/kg und vorzugsweise höher als 100 cm2/kg. Noch stärker bevorzugt ist das Verhältnis höher als 115 cm2/kg.
  • Der Anker der Erfindung hat eine Verankerungsposition, wie es in EP-B-0 840 691 offenbart ist, bei der er den Meeresboden mit der Spitze der Schaufel, einer Seite der Rückseite der Schaufel und dem freien Ende des Schafts berührt. Dies ist eine stabile Gleichgewichtsposition. Jeglicher Zug am freien Ende des Ankerschafts hat zur Folge, dass die Spitze in den Meeresboden eindringt.
  • Ein ballastloser Anker kann eine instabile Gleichgewichtsposition haben, wenn er in einer umgekehrten Position auf dem Meeresboden liegt. In dieser instabilen Position ist der Anker mit der Rückseite der Schaufel und der oberen Kante des Schafts mit dem Meeresboden in Kontakt. Um sicherzustellen, dass sich der Anker in die Verankerungsposition dreht, sorgt die Erfindung dafür, dass in der instabilen Gleichgewichtsposition das freie Ende des Schafts vom Meeresboden versetzt ist. Mit anderen Worten ist das freie Ende des Schafts von einer Ebene versetzt, die tangential zur Rückseite der Schaufel und der oberen Kante des Schafts ist. Dies stellt sicher, dass der Anker auf die obere Kante des Schafts in die Verankerungsposition rollt, wenn die Zugkraft des verankerten Schiffs am freien Ende des Schafts zieht. Dieses Rollen des Ankers wird erleichtert, wenn die obere Kante des Schafts zwischen dem freien Ende und dem Berührungspunkt der Ebene gekrümmt ist.
  • Auf Grund dieser Merkmale kehrt der Anker immer in die Verankerungsposition zurück, auch wenn er ballastlos ist. Wenn er sich in der Verankerungsposition befindet, dringt er in den Meeresboden ein, wie es nachfolgend anhand der Zeichnung erklärt wird.
  • 1 ist eine schematische Ansicht eines Ankers gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Bei dieser Ausführungsform ist der Anker aus gestanzten Metallplatten gebildet, die durch Schweißen zusammengefügt werden. 1 zeigt die Schaufel 2 des Ankers und den Schaft 4. Die Schaufel ist im Wesentlichen dreieckig mit einer Spitze 6 und einer gekrümmten Rückseite 8. Im Querschnitt ist in einer Ebene senkrecht zur Ebene des Schafts die Spitze des Ankers V-förmig; dies erleichtert ein Eindringen des Ankers in den Meeresboden; der Winkel, der bei der Spitze des Ankers durch die zwei seitlichen Abschnitte der Schaufel gebildet wird, kann im Bereich zwischen 130 und 160° liegen, vorzugsweise um 145°. Die Tatsache, dass der Anker ballastlos ist, erleichtert außerdem ein Eindringen, da die Spitze des Ankers so dünn sein kann wie der Rest der Schaufel.
  • Die Rückseite der Schaufel ist wie ein Löffel gekrümmt. Dies trägt dazu bei, den Halt des Ankers zu verbessern, wenn der Anker im Meeresboden eingegraben ist. Zusätzlich ist die Kante 10 der Rückseite der Schaufel ebenfalls gekrümmt. Die gekrümmte Form der Hinterkante 10 der Schaufel erleichtert eine Drehung des Ankers von seiner instabilen Gleichgewichtsposition in die stabile Gleichgewichtsposition der Verankerung.
  • An einer oder an beiden Seiten ihrer Hinterkante kann die Schaufel mit Laschen 12, 14 versehen sein. Diese Laschen oder seitlichen Sandführungen erstrecken sich in einem Winkel von etwa 70° zur Oberfläche der Schaufel, oder in einem kleinen Winkel zum Meeresboden (wie der Arbeitswinke eines Spreizers), wenn sich der Anker in der Verankerungsposition befindet. Sie schränken das Eingraben der Rückseite der Schaufel in den Meeresboden ein, wodurch ein Eindringen der Spitze des Ankers unterstützt wird, wenn der Anker durch das Schiff gezogen wird.
  • Der Schaft 4 des Ankers ist im Beispiel von 1 ebenfalls aus einer Metallplatte hergestellt. Der Schaft ist an einem Ende 16 an der Schaufel montiert, z.B. durch Schweißen an die Schaufel. Es können weitere Montageverfahren verwendet werden, wie etwa Bolzen oder Gewindemuttern. Es kann auch ein Schaft mit einem prismatischen Querschnitt in einer entsprechend geformten Öffnung der Schaufel verwendet werden, wie es im Gebiet bereits bekannt ist, beispielsweise wie beim Luke-Anker oder wie es in FR-A-2 820 108 beschrieben ist. Das andere Ende des Schafts – oder das freie Ende im restlichen Teil dieser Beschreibung – ist mit einer Öffnung 20 zur Befestigung des Endes eines Seils oder einer Kette versehen, die zum Verankern des Schiffes verwendet wird. Die untere Kante des Schafts – die Kante, die der Spitze des Ankers zugewandt ist – ist mit einem vorspringenden Teil 22 versehen. Eine zweite Öffnung 24, deren Verwendung nachfolgend besprochen wird, kann sich entweder an der oberen oder an der unteren Kante befinden. Die obere Kante 26 des Schafts – die Kante, die von der Spitze des Ankers entfernt ist oder der Rückseite der Schaufel zugewandt ist – ist aus den Gründen, die anhand 2 besprochen werden, ebenfalls gekrümmt.
  • Wie es in 1 dargestellt ist, erstreckt sich der Schaft über die Schaufel hinaus über die Spitze der Schaufel. Dies trägt dazu bei, den Anteil des Gewichts des Ankers an der Spitze 6 des Ankers zu erhöhen. Zudem ist, wie es am besten in 2 zu sehen ist, der Schaft an dem vorderen Teil der Schaufel montiert, d. h. näher bei der Spitze 6 als bei der Rückseite 8 der Schaufel. Die Position des Schafts kann gemessen werden, indem der vordere und der hintere Kontaktpunkt berücksichtigt wird, oder indem der Schnittpunkt der Schaufel mit der Mittellinie zwischen der unteren und der oberen Kante berücksichtigt wird. Wie es aus 2 hervorgeht, ist in beiden Fällen der Schaft in der Verkörperung der Figuren näher bei der Spitze als bei der Rückseite der Schaufel. Dieses Merkmal trägt ebenfalls zu einer Erhöhung des Anteils des Gewichts des Ankers an der Spitze bei. Dieser Anteil kann durch Positionieren des Ankers in der Verankerungsposition an drei Skalierungen gemessen werden, die sich bei den drei Kontaktpunkten befinden. Es ist vorzuziehen, dass der Anteil des Gewichts an der Spitze höher als 20% ist; im Beispiel beträgt der Anteil etwa 23%. Dies ist erheblich höher als der Anteil des Gewichts beim zuvor besprochenen ballastlosen Anker des Stands der Technik, der etwa 16% beträgt.
  • Die Schaufel kann so hergestellt werden, wie es in EP-B-0 840 691 besprochen ist, abgesehen davon, dass hier kein Ballast erforderlich ist. Der Schaft kann gestanzt oder aus einer Metallplatte ausgeschnitten werden.
  • 2 ist eine Ansicht des Ankers von 1 im Querschnitt längs der Symmetrieebene des Ankers. Sie zeigt die Montage des Schafts in einer Öffnung 28 der Schaufel, wobei der Schaft danach von unterhalb oder oberhalb der Schaufel angeschweißt wird. 2 zeigt ferner die gekrümmte Rückseite 8 der Schaufel, wobei die Bodenlinie der Schaufel in 2 horizontal ist. 2 zeigt mit Strichlinien die Ebene 30 tangential zur gekrümmten Hinterkante 10 der Schaufel und tangential zur oberen Kante 26 des Schafts 4. Wie es in 2 gezeigt ist, ist die Ebene mit der oberen Kante 36 des Schafts bei einem Punkt 32 in Kontakt. Wenn sich der Anker in der instabilen Gleichgewichtsposition befindet, entspricht der Meeresboden der Ebene 30. Der Anker ist mit dem Meeresboden beim Punkt 32 und beim Punkt der Hinterkante der Schaufel, der in der Symmetrieebene des Ankers enthalten ist, in Kontakt. Wie es zuvor besprochen wurde, ist das freie Ende 18 des Schafts von der Ebene 30 versetzt. Die stellt sicher, dass sich das freie Ende über dem Meeresboden befindet, wenn sich der Anker in der instabilen Gleichgewichtsposition auf dem Meeresboden befindet. Wenn sich der Anker in der instabilen Gleichgewichtsposition befindet, führt folglich die Zugkraft der Schiffskette oder des Seils dazu, das freie Ende des Schafts nach unten zum Meeresboden zu ziehen. Dies hat zur Folge, dass der Anker auf die obere Kante des Schaftes zwischen dem Punkt 32 und dem freien Ende des Schafts rollt. Der Anker dreht sich hierauf automatisch von der instabilen Gleichgewichtsposition in die Verankerungsposition.
  • Wie es zuvor erklärt wurde, wird die Rollbewegung durch die Tatsache erleichtert, dass die obere Kante des Schafts wenigstes zwischen dem Kontaktpunkt 32 und dem freien Ende 18 des Schafts gekrümmt oder konvex ist. 2 zeigt, dass unter der Annahme, dass der Meeresboden eben ist, die Form der oberen Kante des Schafts zwischen dem Kontaktpunkt 32 und der Schaufel nicht maßgeblich ist. Praktisch ist es vorzuziehen, dass die obere Kante des Schafts auch zwischen dem Punkt 32 und der Schaufel konvex ist. Folglich wird in dem Fall, dass der Meeresboden nicht vollkommen eben ist, der Anker auch auf die obere Kante des Schafts rollen, auch in dem Teil der oberen Kante, die sich zwischen dem Punkt 32 und der Schaufel befindet.
  • 2 zeigt ferner das geometrische Zentrum G der Schaufel. In der beispielhaften Ausführungsform ist dieses geometrische Zentrum auch der Schwerpunkt der Schaufel, da die Schaufel aus einer Metallplatte mit konstanter Dicke gebildet ist. Wie es zuvor besprochen wurde, ist der Schwerpunkt näher an der Hinterkante 10 der Schaufel als an der Spitze 6 der Schaufel. In Projektion auf die Bodenlinie beträgt der Abstand vom Schwerpunkt zur Spitze des Ankers etwa 63% der Gesamtlänge der Schaufel. Ein Bereich von über 50% ist für ballastlose Schaufeln repräsentativ, wie es zuvor besprochen wurde.
  • 2 zeigt, dass der Winkel zwischen der Bodenlinie der Schaufel – horizontal im Beispiel – und einer Linie 34, die das geometrische Zentrum G und die Öffnung 20 bei dem freien Ende der Schaufel verbindet, etwa 34° beträgt. Der bevorzugte Bereich für diesen Winkel liegt zwischen 30 und 38°. Dieser Bereich ist am besten geeignet, um ein Eindringen der Spitze des Ankers in sandige Böden zu unterstützen. Für schlammige oder matschige Böden beträgt der bevorzugte Winkel jedoch etwa 45° im Bereich zwischen 40° und 50°. Deswegen ist der Schaft 2 ferner mit einer zweiten Öffnung 24 versehen. Der Winkel zwischen der Bodenlinie der Schaufel und einer Linie 36, die das geometrische Zentrum G und die zweite Öffnung 24 verbindet, beträgt 45° im Beispiel von 2. Die zweite Öffnung ermöglicht es, die Kette des Schiffes direkt an der zweiten Öffnung zu befestigen, um die Funktion des Ankers in schlammigen Böden zu verbessern. Eine weitere Lösung besteht in der Bereitstellung eines Bogenbügels (bow shackle) in der zweiten Öffnung. Anstatt die Position des Endes der Kette zu ändern, kann die Kette einfach durch den Bogenbügel der zweiten Öffnung 24 hindurchgeführt werden. Dies hat die Wirkung, dass praktisch der Befestigungspunkt verändert wird, macht es jedoch nicht erforderlich, die Kette abzubauen.
  • Wie es in 2 gezeigt ist, ist die zweite Öffnung ebenfalls von der Ebene 30 versetzt. Auch wenn die zweite Öffnung verwendet wird, um die Kette des Schiffes zu befestigen oder durchzuführen, bleibt folglich der Anker von 2 nicht in der instabilen Gleichgewichtsposition.
  • 2 zeigt wiederum den vorspringenden Teil 22 an der unteren Kante des Schafts. Dieser ist nützlich, um den Anker am Bugroller (bow roller) zu blockieren, wenn der Anker nach oben gezogen wird. Dies vermeidet jegliche Beschädigung, die die Spitze des Ankers am Bug des Schiffs verursachen könnte. Es bleibt möglich, den Anker hochzuheben, so dass der vorspringende Teil 22 am Bugroller vorbei gelangt. Der Anker kann hierauf am Bug fixiert oder befestigt werden. Selbstverständlich verbessert eine konkave ununterbrochene untere Kante die Möglichkeit, den Anker anzuheben und ihn über den Bugroller rollen zu lassen.
  • Die folgende Tabelle listet für verschiedene mögliche Gewichtswerte des Ankers die Dicke der Schaufel, die Dicke des Schafts, die Oberfläche der Schaufel, die Abmessungen der Schaufel sowie den Versatz zwischen der Achse der Befestigungsöffnung 20 und der horizontalen Ebene 30 auf, wenn sich der Anker in der umgekehrten Position befindet.
    Gewicht (kg) 4 8 12 16
    Schaufeldicke (mm) 5 5 6 6
    Schaftdicke (mm) 8 8 10 10
    Schaufeloberfläche (cm2) 536 1070 1298 1738
    Schaufelabmessungen (mm × mm) 392 × 267 553,7 × 377,5 610 × 416 706 × 481
    Versatz (mm) 140 177 200 233
  • Die Tabelle zeigt, dass das Verhältnis der Schaufeloberfläche zum Gewicht des Ankers für jedes der Beispiele über 100 cm2/kg liegt. Dies ist höher als der bevorzugte untere Wert von 80 cm2/kg. Für die ersten beiden Beispiele liegt das Verhältnis bei etwa 134 cm2/kg, was höher ist als der stärker bevorzugte Wert von 115 cm2/kg. Zum Vergleich beträgt das Verhältnis für die Lösung des Stands der Technik von EP-B-0 840 691 etwa 55 cm2/kg. Die Tabelle zeigt ferner, dass bei allen Ausführungsformen der Versatz zwischen der Ebene 30 und der Öffnung 20 größer als 10 cm ist. Er ist größer als 15 cm für einen Anker mit einem Gewicht von mehr als 4 kg.
  • Der Anker der Erfindung hat eine Oberfläche, die wesentlich größer ist als die von Ankern des Stands der Technik mit dem gleichen Gewicht. Im Vergleich zu der Lösung des Stands der Technik von EP-B-0 840 691 ist die Oberfläche der Ankerschaufel doppelt so wichtig. Die Verbesserung in der Funktion – tragbarer Zug des Schiffs – liegt im gleichen Verhältnis. Wieder sorgt der Anker der Erfindung dadurch für bessere Ergebnisse, dass das frühere Vorurteil bezüglich eines Versehens mit Ballast überwunden wurde.
  • Die Erfindung ist nicht auf die bevorzugten Ausführungsformen beschränkt, die anhand der Zeichnung besprochen wurden. Insbesondere kann die Form des hinteren Teils 8 der Schaufel geändert werden. Sie ist in der Zeichnung löffelförmig, sie kann jedoch facettiert oder anders geformt sein. Die obere oder die untere Kante des Schafts können teilweise unterbrochen sein.

Claims (9)

  1. Asymmetrischer Schiffsanker mit – einer ballastlosen Schaufel (2) mit einer Spitze (6) und einer Rückseite (8) mit einem gekrümmten Rand (10); – einem an der Schaufel montierten Schaft (4), mit einer Öffnung (20) an einem der Schaufel gegenüberliegenden Ende (18); wobei ein Rand (26) des von der Spitze (6) der Schaufel entfernten Schafts gekrümmt ist; wobei die Öffnung (20) von einer tangenzial zu der Rückkante (10) der Schaufel und zu der Kante (26) des Schafts verlaufenden Ebene (30) versetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (4) auf dem halben Abschnitt der Schaufel nahe der Spitze (6) montiert ist.
  2. Anker nach Anspruch 1, wobei das Verhältnis der Oberfläche der Schaufel (2) zu dem Gewicht des Ankers höher als 80 cm2/kg, und vorzugsweise höher als 100 cm2/kg ist.
  3. Anker nach Anspruch 1 oder 2, wobei sich der Schwerpunkt der Schaufel näher zu der Hinterkante (10) der Schaufel als zu der Spitze (6) der Schaufel befindet.
  4. Anker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Anteil des Gewichts des Ankers an der Spitze höher als 20% ist.
  5. Anker nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Schaufel aus einer Metallplatte konstanter Dicke gebildet ist.
  6. Anker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Winkel zwischen einer Bodenlinie der Schaufel (2) und einer Linie von dem geometrischen Zentrum (G) der Schaufel zu der Öffnung (20) zwischen 30 bis 38° und vorzugsweise um die 34° beträgt.
  7. Anker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Schaft eine zweite Öffnung (24) aufweist und wobei der Winkel zwischen einer Bodenlinie der Schaufel (2) und einer Linie von dem geometrischen Zentrum (G) der Schaufel zu der zweiten Öffnung (24) zwischen 40 bis 50°, und vorzugsweise um die 45° beträgt.
  8. Anker nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Schaufel mit einer Sandführung (12, 14) an einer Oberseite der Rückseite (8) vorgesehen ist.
  9. Anker nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Schaft mit einem vorspringenden Abschnitt (22) an seiner unteren Kante versehen ist.
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