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Die
Erfindung bezieht sich auf das Gebiet von Schiffsankern und insbesondere
auf asymmetrische Anker.
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Danforth,
Fortress, Plastimo, FOB und weitere verkaufen Gelenkanker. Die Schaufel
ist aus einer flachen Metallplatte gebildet. Der Schaft ist geradlinig
und an einem Ende zwischen zwei Spitzen der Schaufel an der Schaufel
angelenkt. Dieser Typ Anker ist nicht sehr effizient, da die Schaufel
dazu neigt, parallel zum Meeresboden zu bleiben. Dieser Anker ist
symmetrisch.
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Rolf
KACZIREK mit Sitz in GETTORF, Deutschland, verkauft unter dem Handelsnamen
Bügelanker einen
Anker, der aus einer flachen Metallplatte mit einer Dreiecksform
gebildet ist. Ein Winkelende des Dreiecks bildet die Spitze des
Ankers. Entlang der Seite der Platte, die der Spitze gegenüberliegt,
ist ein Bogen (Bügel)
vorgesehen. Ein geradliniger Schaft ist an die Platte geschweißt. Der
Bügel stellt
sicher, dass sich der Anker dreht, wenn er auf den Meeresboden auftrifft,
so dass der Anker auf seiner Seite liegt, wobei die Spitze, die
Rückseite
der Platte und das Ende des Schafts den Meeresboden berühren. Der
Nachteil dieses Typs von Anker besteht darin, dass der Bügel am hinteren
Teil der Schaufel das Gewicht an einer Stelle erhöht, die
nicht zum Eingraben des Ankers in den Meeresboden beiträgt. Da die
Schaufel aus einer flachen Metallplatte gebildet ist, muss sie zudem
dick sein, damit sie in Gebrauch ihre Form behält. Dies erhöht die Kosten
des Ankers und das unnötige
Gewicht.
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EP-B-0 840 691 offenbart
einen Schiffsanker mit einer Schaufel, die längs einer Linie geknickt ist,
um so einen V-förmigen
Querschnitt zu bilden. Ein Schaft ist an die Schaufel geschweißt. Ein
Ballast ist an der Spitze der Ankerschaufel vorgesehen; die Rückseite
der Schaufel hat eine quasielliptische Form mit einer konkaven Oberfläche. Wegen
des Ballasts an der Spitze der Schaufel befindet sich der Schwerpunkt
des Ankers in der Nähe
der Spitze. Wenn der Anker auf den Meeresboden fällt, positioniert er sich folglich
automatisch selbst in eine seitliche Position, bei der er auf der
Spitze der Schaufel, auf einer Seite der ellipsenförmigen Rückseite
der Schaufel und auf dem Endpunkt des Schafts liegt. In dieser Position
dringt der Anker wegen der V-förmigen
Spitze der Schaufel und wegen der schwer mit Ballast versehenen
Spitze leicht in den Meeresboden ein. Die Funktion des in diesem
Dokument offenbarten Ankers ist völlig zufriedenstellend und
gegenüber anderen
Ankern des Stands der Technik verbessert. Dennoch besteht ein Bedarf
an einem Anker, der einfacher und kostengünstiger herzustellen ist und
der effizienter ist.
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FR-A-2 820 108 offenbart
einen Anker mit einer ähnlichen
Form, bei dem der Schaft an der Schaufel beweglich montiert ist.
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US-A-6 390 011 offenbart
einen Schiffsanker mit einteilig ausgebildeten Halbschaufeln, die
zusammen eine Deltaanordnung haben, die Halbschaufeln mit einer
bogenförmigen
Hinterkante umfasst. Jede Halbschaufel hat einen Keil, der in den
hinteren Abschnitt geschnitten ist, um sich nach außen erstreckende äußere Rippen
bereitzustellen.
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Die
in diesen Dokumenten besprochenen Anker sind auf dem Gebiet als
asymmetrische Anker bekannt. Obwohl es eine Symmetrieebene gibt,
ist der Schaft nicht symmetrisch an der Schaufel montiert; er verläuft an einer
Seite der Schaufel.
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Entsprechend
gibt es weiterhin einen Bedarf an einem Anker, der einfach herzustellen
ist, massiv und effizienter ist.
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In
einer Ausführungsform
schafft die Erfindung einen asymmetrischen Schiffsanker mit einer
ballastlosen Schaufel mit einer Spitze und einer Rückseite
mit einem gekrümmten
Rand und mit einem an der Schaufel montierten Schaft mit einer Öffnung an
einem der Schaufel gegenüberliegenden
Ende. Der Rand des von der Spitze der Schaufel entfernten Schaftes
ist gekrümmt
und die Öffnung
ist von einer tangential zur Rückkante
der Schaufel und zur Kante des Schaftes verlaufenden Ebene versetzt.
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Der
Anker kann außerdem
eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen:
- – das
Verhältnis
der Oberfläche
der Schaufel zu dem Gewicht des Ankers ist höher als 80 cm2/kg
und vorzugsweise höher
als 100 cm2/kg;
- – der
Schwerpunkt der Schaufel befindet sich näher bei der Hinterkante der
Schaufel als bei der Spitze der Schaufel;
- – der
Schaft ist auf dem halben Abschnitt der Schaufel nahe der Spitze
montiert;
- – der
Anteil des Gewichts des Ankers an der Spitze ist höher als
20%;
- – die
Schaufel ist aus einer Metallplatte konstanter Dicke gebildet;
- – der
Winkel zwischen einer Bodenlinie der Schaufel und einer Linie von
dem geometrischen Zentrum der Schaufel zu der Öffnung beträgt zwischen 30 bis 38° und vorzugsweise
um die 34°;
- – der
Schaft weist eine zweite Öffnung
auf und der Winkel zwischen einer Bodenlinie der Schaufel und einer Linie
von dem geometrischen Zentrum der Schaufel zu der zweiten Öffnung beträgt zwischen
40 bis 50° und
vorzugsweise um die 45°;
- – die
Schaufel ist mit einer Sandführung
an einer Oberseite der Rückseite
versehen;
- – der
Schaft ist mit einem vorspringenden Abschnitt an seiner unteren
Kante versehen.
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Ein
Anker, der die Erfindung verkörpert,
wird nun mittels eines nicht einschränkenden Beispiels und anhand
der beigefügten
Zeichnung beschrieben, in der:
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1 eine
schematische Ansicht eines Ankers gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung ist;
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2 eine
Seitenansicht des Ankers von 1 ist.
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Die
Erfindung beruht auf der Tatsache, dass die Funktion eines Ankers
nicht mit seinem Gewicht, sondern mit der wirksamen Oberfläche seiner
Schaufel zunimmt. Folglich überwindet
sie das Vorurteil des Stands der Technik, gemäß dem ein Anker so schwer wie
möglich
sein sollte. Im Gegensatz zu diesem Vorurteil stellt die Erfindung
vor, die Oberfläche
des Ankers im Vergleich zu Ankern des Stands der Technik mit ähnlichen Gewichten
zu erhöhen.
Dies ermöglicht
es, dass die Anker, wenn sie im Meeresboden eingegraben sind, einem
Zug am Schaft effizient standhalten. Zudem beseitigt oder begrenzt
die Erfindung den Bedarf, den Anker mit Ballast zu versehen; dies
vereinfacht die Herstellung des Ankers und macht ihn kostengünstiger.
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Die
Erfindung schafft folglich einen ballastlosen asymmetrischen Anker.
Der Anker ist ballastlos dahingehend, dass es nicht erforderlich
ist, einen zusätzli chen
Ballast an der Schaufel vorzusehen – wie in
EP-B-0 840 691 oder in
FR-A-2 820 108 .
Dies schließt
nicht die Verwendung von Verstärkungselementen
z.B. an der Spitze des Ankers aus; diese Elemente haben jedoch eine
geringe Auswirkung oder im Wesentlichen keine Auswirkung auf die
Funktion des Ankers. Dies kann durch die Lokalisierung des Schwerpunkts
der Schaufel bewiesen werden. Bei einer mit Ballast versehenen Schaufel,
wie sie der Stand der Technik offenbart, befindet sich der Schwerpunkt
der Schaufel in der Nähe
der Spitze der Schaufel – wegen
des Ballastes. Im Gegensatz dazu befindet sich bei einer ballastlosen
Schaufel der Schwerpunkt der Schaufel näher bei der Rückseite
der Schaufel.
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Das
einfachste Beispiel eines ballastlosen Ankers ist im Bezug auf die
Zeichnung offenbart; die Schaufel ist aus einer Metallplatte mit
konstanter Dicke gebildet. Die Metallplatte kann wie im Beispiel
der Figur gebildet sein; andernfalls kann die Schaufel aus zwei
gestanzten Metallteilen gebildet werden, die z.B. durch Schweißen zusammengebaut
werden.
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Die
Tatsache, dass der Anker ballastlos ist, kann auch durch das Verhältnis der
Oberfläche
der Schaufel zum Gewicht des Ankers ausgedrückt werden. Die Oberfläche der
Schaufel wird als die Projektion der Schaufel in eine Ebene gemessen,
die die Bodenlinie der Schaufel enthält. Das Verhältnis für den in
EP-B-0 840 691 offenbarten
Anker des Stands der Technik liegt bei etwa 45 bis 65 cm
2/kg. Für
den Anker der Erfindung ist das Verhältnis höher als 80 cm
2/kg
und vorzugsweise höher
als 100 cm
2/kg. Noch stärker bevorzugt ist das Verhältnis höher als
115 cm
2/kg.
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Der
Anker der Erfindung hat eine Verankerungsposition, wie es in
EP-B-0 840 691 offenbart ist,
bei der er den Meeresboden mit der Spitze der Schaufel, einer Seite
der Rückseite
der Schaufel und dem freien Ende des Schafts berührt. Dies ist eine stabile
Gleichgewichtsposition. Jeglicher Zug am freien Ende des Ankerschafts
hat zur Folge, dass die Spitze in den Meeresboden eindringt.
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Ein
ballastloser Anker kann eine instabile Gleichgewichtsposition haben,
wenn er in einer umgekehrten Position auf dem Meeresboden liegt.
In dieser instabilen Position ist der Anker mit der Rückseite
der Schaufel und der oberen Kante des Schafts mit dem Meeresboden
in Kontakt. Um sicherzustellen, dass sich der Anker in die Verankerungsposition
dreht, sorgt die Erfindung dafür,
dass in der instabilen Gleichgewichtsposition das freie Ende des
Schafts vom Meeresboden versetzt ist. Mit anderen Worten ist das
freie Ende des Schafts von einer Ebene versetzt, die tangential
zur Rückseite
der Schaufel und der oberen Kante des Schafts ist. Dies stellt sicher,
dass der Anker auf die obere Kante des Schafts in die Verankerungsposition
rollt, wenn die Zugkraft des verankerten Schiffs am freien Ende
des Schafts zieht. Dieses Rollen des Ankers wird erleichtert, wenn
die obere Kante des Schafts zwischen dem freien Ende und dem Berührungspunkt
der Ebene gekrümmt
ist.
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Auf
Grund dieser Merkmale kehrt der Anker immer in die Verankerungsposition
zurück,
auch wenn er ballastlos ist. Wenn er sich in der Verankerungsposition
befindet, dringt er in den Meeresboden ein, wie es nachfolgend anhand
der Zeichnung erklärt
wird.
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1 ist
eine schematische Ansicht eines Ankers gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung. Bei dieser Ausführungsform
ist der Anker aus gestanzten Metallplatten gebildet, die durch Schweißen zusammengefügt werden. 1 zeigt
die Schaufel 2 des Ankers und den Schaft 4. Die
Schaufel ist im Wesentlichen dreieckig mit einer Spitze 6 und
einer gekrümmten
Rückseite 8.
Im Querschnitt ist in einer Ebene senkrecht zur Ebene des Schafts
die Spitze des Ankers V-förmig;
dies erleichtert ein Eindringen des Ankers in den Meeresboden; der
Winkel, der bei der Spitze des Ankers durch die zwei seitlichen
Abschnitte der Schaufel gebildet wird, kann im Bereich zwischen
130 und 160° liegen,
vorzugsweise um 145°.
Die Tatsache, dass der Anker ballastlos ist, erleichtert außerdem ein
Eindringen, da die Spitze des Ankers so dünn sein kann wie der Rest der
Schaufel.
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Die
Rückseite
der Schaufel ist wie ein Löffel
gekrümmt.
Dies trägt
dazu bei, den Halt des Ankers zu verbessern, wenn der Anker im Meeresboden
eingegraben ist. Zusätzlich
ist die Kante 10 der Rückseite
der Schaufel ebenfalls gekrümmt.
Die gekrümmte
Form der Hinterkante 10 der Schaufel erleichtert eine Drehung des
Ankers von seiner instabilen Gleichgewichtsposition in die stabile
Gleichgewichtsposition der Verankerung.
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An
einer oder an beiden Seiten ihrer Hinterkante kann die Schaufel
mit Laschen 12, 14 versehen sein. Diese Laschen
oder seitlichen Sandführungen erstrecken
sich in einem Winkel von etwa 70° zur
Oberfläche der
Schaufel, oder in einem kleinen Winkel zum Meeresboden (wie der
Arbeitswinke eines Spreizers), wenn sich der Anker in der Verankerungsposition
befindet. Sie schränken
das Eingraben der Rückseite
der Schaufel in den Meeresboden ein, wodurch ein Eindringen der
Spitze des Ankers unterstützt
wird, wenn der Anker durch das Schiff gezogen wird.
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Der
Schaft
4 des Ankers ist im Beispiel von
1 ebenfalls
aus einer Metallplatte hergestellt. Der Schaft ist an einem Ende
16 an
der Schaufel montiert, z.B. durch Schweißen an die Schaufel. Es können weitere
Montageverfahren verwendet werden, wie etwa Bolzen oder Gewindemuttern.
Es kann auch ein Schaft mit einem prismatischen Querschnitt in einer
entsprechend geformten Öffnung
der Schaufel verwendet werden, wie es im Gebiet bereits bekannt
ist, beispielsweise wie beim Luke-Anker oder wie es in
FR-A-2 820 108 beschrieben
ist. Das andere Ende des Schafts – oder das freie Ende im restlichen
Teil dieser Beschreibung – ist
mit einer Öffnung
20 zur
Befestigung des Endes eines Seils oder einer Kette versehen, die
zum Verankern des Schiffes verwendet wird. Die untere Kante des
Schafts – die
Kante, die der Spitze des Ankers zugewandt ist – ist mit einem vorspringenden
Teil
22 versehen. Eine zweite Öffnung
24, deren Verwendung
nachfolgend besprochen wird, kann sich entweder an der oberen oder
an der unteren Kante befinden. Die obere Kante
26 des Schafts – die Kante,
die von der Spitze des Ankers entfernt ist oder der Rückseite
der Schaufel zugewandt ist – ist
aus den Gründen,
die anhand
2 besprochen werden, ebenfalls
gekrümmt.
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Wie
es in 1 dargestellt ist, erstreckt sich der Schaft über die
Schaufel hinaus über
die Spitze der Schaufel. Dies trägt
dazu bei, den Anteil des Gewichts des Ankers an der Spitze 6 des
Ankers zu erhöhen. Zudem
ist, wie es am besten in 2 zu sehen ist, der Schaft an
dem vorderen Teil der Schaufel montiert, d. h. näher bei der Spitze 6 als
bei der Rückseite 8 der
Schaufel. Die Position des Schafts kann gemessen werden, indem der
vordere und der hintere Kontaktpunkt berücksichtigt wird, oder indem
der Schnittpunkt der Schaufel mit der Mittellinie zwischen der unteren
und der oberen Kante berücksichtigt
wird. Wie es aus 2 hervorgeht, ist in beiden
Fällen
der Schaft in der Verkörperung
der Figuren näher
bei der Spitze als bei der Rückseite
der Schaufel. Dieses Merkmal trägt
ebenfalls zu einer Erhöhung
des Anteils des Gewichts des Ankers an der Spitze bei. Dieser Anteil
kann durch Positionieren des Ankers in der Verankerungsposition
an drei Skalierungen gemessen werden, die sich bei den drei Kontaktpunkten
befinden. Es ist vorzuziehen, dass der Anteil des Gewichts an der
Spitze höher
als 20% ist; im Beispiel beträgt
der Anteil etwa 23%. Dies ist erheblich höher als der Anteil des Gewichts
beim zuvor besprochenen ballastlosen Anker des Stands der Technik,
der etwa 16% beträgt.
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Die
Schaufel kann so hergestellt werden, wie es in
EP-B-0 840 691 besprochen
ist, abgesehen davon, dass hier kein Ballast erforderlich ist. Der
Schaft kann gestanzt oder aus einer Metallplatte ausgeschnitten
werden.
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2 ist
eine Ansicht des Ankers von 1 im Querschnitt
längs der
Symmetrieebene des Ankers. Sie zeigt die Montage des Schafts in
einer Öffnung 28 der
Schaufel, wobei der Schaft danach von unterhalb oder oberhalb der
Schaufel angeschweißt
wird. 2 zeigt ferner die gekrümmte Rückseite 8 der Schaufel, wobei
die Bodenlinie der Schaufel in 2 horizontal
ist. 2 zeigt mit Strichlinien die Ebene 30 tangential zur
gekrümmten
Hinterkante 10 der Schaufel und tangential zur oberen Kante 26 des
Schafts 4. Wie es in 2 gezeigt
ist, ist die Ebene mit der oberen Kante 36 des Schafts
bei einem Punkt 32 in Kontakt. Wenn sich der Anker in der
instabilen Gleichgewichtsposition befindet, entspricht der Meeresboden
der Ebene 30. Der Anker ist mit dem Meeresboden beim Punkt 32 und
beim Punkt der Hinterkante der Schaufel, der in der Symmetrieebene
des Ankers enthalten ist, in Kontakt. Wie es zuvor besprochen wurde,
ist das freie Ende 18 des Schafts von der Ebene 30 versetzt.
Die stellt sicher, dass sich das freie Ende über dem Meeresboden befindet, wenn
sich der Anker in der instabilen Gleichgewichtsposition auf dem
Meeresboden befindet. Wenn sich der Anker in der instabilen Gleichgewichtsposition
befindet, führt
folglich die Zugkraft der Schiffskette oder des Seils dazu, das
freie Ende des Schafts nach unten zum Meeresboden zu ziehen. Dies
hat zur Folge, dass der Anker auf die obere Kante des Schaftes zwischen
dem Punkt 32 und dem freien Ende des Schafts rollt. Der Anker
dreht sich hierauf automatisch von der instabilen Gleichgewichtsposition
in die Verankerungsposition.
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Wie
es zuvor erklärt
wurde, wird die Rollbewegung durch die Tatsache erleichtert, dass
die obere Kante des Schafts wenigstes zwischen dem Kontaktpunkt 32 und
dem freien Ende 18 des Schafts gekrümmt oder konvex ist. 2 zeigt,
dass unter der Annahme, dass der Meeresboden eben ist, die Form
der oberen Kante des Schafts zwischen dem Kontaktpunkt 32 und
der Schaufel nicht maßgeblich
ist. Praktisch ist es vorzuziehen, dass die obere Kante des Schafts
auch zwischen dem Punkt 32 und der Schaufel konvex ist.
Folglich wird in dem Fall, dass der Meeresboden nicht vollkommen
eben ist, der Anker auch auf die obere Kante des Schafts rollen,
auch in dem Teil der oberen Kante, die sich zwischen dem Punkt 32 und
der Schaufel befindet.
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2 zeigt
ferner das geometrische Zentrum G der Schaufel. In der beispielhaften
Ausführungsform ist
dieses geometrische Zentrum auch der Schwerpunkt der Schaufel, da
die Schaufel aus einer Metallplatte mit konstanter Dicke gebildet
ist. Wie es zuvor besprochen wurde, ist der Schwerpunkt näher an der
Hinterkante 10 der Schaufel als an der Spitze 6 der
Schaufel. In Projektion auf die Bodenlinie beträgt der Abstand vom Schwerpunkt
zur Spitze des Ankers etwa 63% der Gesamtlänge der Schaufel. Ein Bereich
von über
50% ist für
ballastlose Schaufeln repräsentativ,
wie es zuvor besprochen wurde.
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2 zeigt,
dass der Winkel zwischen der Bodenlinie der Schaufel – horizontal
im Beispiel – und
einer Linie 34, die das geometrische Zentrum G und die Öffnung 20 bei
dem freien Ende der Schaufel verbindet, etwa 34° beträgt. Der bevorzugte Bereich
für diesen
Winkel liegt zwischen 30 und 38°.
Dieser Bereich ist am besten geeignet, um ein Eindringen der Spitze
des Ankers in sandige Böden
zu unterstützen.
Für schlammige oder
matschige Böden
beträgt
der bevorzugte Winkel jedoch etwa 45° im Bereich zwischen 40° und 50°. Deswegen
ist der Schaft 2 ferner mit einer zweiten Öffnung 24 versehen.
Der Winkel zwischen der Bodenlinie der Schaufel und einer Linie 36,
die das geometrische Zentrum G und die zweite Öffnung 24 verbindet,
beträgt
45° im Beispiel
von 2. Die zweite Öffnung
ermöglicht
es, die Kette des Schiffes direkt an der zweiten Öffnung zu
befestigen, um die Funktion des Ankers in schlammigen Böden zu verbessern.
Eine weitere Lösung
besteht in der Bereitstellung eines Bogenbügels (bow shackle) in der zweiten Öffnung.
Anstatt die Position des Endes der Kette zu ändern, kann die Kette einfach
durch den Bogenbügel
der zweiten Öffnung 24 hindurchgeführt werden.
Dies hat die Wirkung, dass praktisch der Befestigungspunkt verändert wird,
macht es jedoch nicht erforderlich, die Kette abzubauen.
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Wie
es in 2 gezeigt ist, ist die zweite Öffnung ebenfalls von der Ebene 30 versetzt.
Auch wenn die zweite Öffnung
verwendet wird, um die Kette des Schiffes zu befestigen oder durchzuführen, bleibt
folglich der Anker von 2 nicht in der instabilen Gleichgewichtsposition.
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2 zeigt
wiederum den vorspringenden Teil 22 an der unteren Kante
des Schafts. Dieser ist nützlich,
um den Anker am Bugroller (bow roller) zu blockieren, wenn der Anker
nach oben gezogen wird. Dies vermeidet jegliche Beschädigung,
die die Spitze des Ankers am Bug des Schiffs verursachen könnte. Es
bleibt möglich,
den Anker hochzuheben, so dass der vorspringende Teil 22 am
Bugroller vorbei gelangt. Der Anker kann hierauf am Bug fixiert
oder befestigt werden. Selbstverständlich verbessert eine konkave
ununterbrochene untere Kante die Möglichkeit, den Anker anzuheben
und ihn über
den Bugroller rollen zu lassen.
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Die
folgende Tabelle listet für
verschiedene mögliche
Gewichtswerte des Ankers die Dicke der Schaufel, die Dicke des Schafts,
die Oberfläche
der Schaufel, die Abmessungen der Schaufel sowie den Versatz zwischen
der Achse der Befestigungsöffnung
20 und
der horizontalen Ebene
30 auf, wenn sich der Anker in der umgekehrten
Position befindet.
| Gewicht
(kg) | 4 | 8 | 12 | 16 |
| Schaufeldicke (mm) | 5 | 5 | 6 | 6 |
| Schaftdicke
(mm) | 8 | 8 | 10 | 10 |
| Schaufeloberfläche (cm2) | 536 | 1070 | 1298 | 1738 |
| Schaufelabmessungen
(mm × mm) | 392 × 267 | 553,7 × 377,5 | 610 × 416 | 706 × 481 |
| Versatz
(mm) | 140 | 177 | 200 | 233 |
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Die
Tabelle zeigt, dass das Verhältnis
der Schaufeloberfläche
zum Gewicht des Ankers für
jedes der Beispiele über
100 cm
2/kg liegt. Dies ist höher als
der bevorzugte untere Wert von 80 cm
2/kg.
Für die
ersten beiden Beispiele liegt das Verhältnis bei etwa 134 cm
2/kg, was höher ist als der stärker bevorzugte
Wert von 115 cm
2/kg. Zum Vergleich beträgt das Verhältnis für die Lösung des
Stands der Technik von
EP-B-0
840 691 etwa 55 cm
2/kg. Die Tabelle
zeigt ferner, dass bei allen Ausführungsformen der Versatz zwischen
der Ebene
30 und der Öffnung
20 größer als
10 cm ist. Er ist größer als
15 cm für
einen Anker mit einem Gewicht von mehr als 4 kg.
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Der
Anker der Erfindung hat eine Oberfläche, die wesentlich größer ist
als die von Ankern des Stands der Technik mit dem gleichen Gewicht.
Im Vergleich zu der Lösung
des Stands der Technik von
EP-B-0
840 691 ist die Oberfläche
der Ankerschaufel doppelt so wichtig. Die Verbesserung in der Funktion – tragbarer
Zug des Schiffs – liegt
im gleichen Verhältnis.
Wieder sorgt der Anker der Erfindung dadurch für bessere Ergebnisse, dass
das frühere
Vorurteil bezüglich
eines Versehens mit Ballast überwunden
wurde.
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Die
Erfindung ist nicht auf die bevorzugten Ausführungsformen beschränkt, die
anhand der Zeichnung besprochen wurden. Insbesondere kann die Form
des hinteren Teils 8 der Schaufel geändert werden. Sie ist in der
Zeichnung löffelförmig, sie
kann jedoch facettiert oder anders geformt sein. Die obere oder
die untere Kante des Schafts können
teilweise unterbrochen sein.