DE3020592A1 - Schiffsanker flacher bauart - Google Patents
Schiffsanker flacher bauartInfo
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Description
Guy ROYER 30. Mai 1980
Les Sapins d'Or
Saint Laurent de la Mer R95 B2 D
22190 - Pierin
Frankreich D 1781 Al/ra
Frankreich D 1781 Al/ra
Beschreibung 10
Schiffsanker flacher Bauart
Die Erfindung bezieht sich auf Schiffsanker/ insbesondere auf flache Anker mit zwei beiderseits eines Schaftes angeordneten
coplanaren Schaufeln, deren Fersenbereiche bzw. hintere Abschnitte mit einem Kippblock verbunden sind
zur Ausbildung eines Aufbaus, an welchen der Schaft angelenkt ist, und deren Spitzen sich zum freien Ende des
Schaftes hin erstrecken, das ein Auge aufweist, welches von einem Schäkel durchquert ist, an welchem ein biegsames
Bindungsglied, z.B. eine Kette oder eine Trosse, befestigt ist, das den Anker mit dem Schiff verbindet.
Ein Schiffsanker greift bekanntermaßen am Grund an und dies, wenn möglich, unabhängig von der Beschaffenheit des
Grundes, derart, daß in allen Ankergründen ein Haltepunkt für das Schiff gebildet wird.
Der ideale Anker muß eine Vielzahl von Eigenschaften aufweisen: Er muß sich schnell auf jedem beliebigen Grund
einhaken; er muß ein leichtes Ankerlichten ermöglichen; er muß eine schnelle Steigerung der Halterung bei schlechtem
Wetter durch Auslassen der angemessenen Ketten- oder Trossenlänge ermöglichen und er muß sich schließlich leicht
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' rückwärts bewegen lassen durch Auslassen der Kette im
Falle eines Enterrisikos.
Es sind verschiedene Schiffsankertypen bekannt, z.B. Stockanker,
Dreganker, Pfluganker, Flachanker, die jeweils ihre Vorteile und Nachteile entsprechend der Beschaffenheit des
Grundes (Schlick, Sand, Geröll, Gestein, Algen oder Pflanzen) und den Festmachbedingungen (Wassertiefe, Strömungen,
Winde, Kettenlänge usw.) aufweisen. 10
Beim Ankern fällt der Flachanker zunächst mit seinem hinteren Kippblock auf den Grund und legt sich dann flach.
Wenn sich die Beanspruchung des biegsamen Bindegliedes, welches den Anker mit dem Schiff verbindet, fühlen läßt,
stellen sich die Schaufeln schräg und dringen aufgrund ihres eigenen Gewichtes in den Grund ein. Der hintere
Block des Ankers bildet einen Vorsprung, der, sobald er durch Unebenheiten des Grundes zurückgehalten wird, den
Kippvorgang und den Eingriff der Schaufeln des Ankers un-
terstützt. Je mehr sich der Zug des Bindungsgliedes auf
den Anker in der Folge verstärkt, umso stärker graben sich die Schaufeln ein.
Wenn der Zug auf einen flachen Anker in der Schaftachse
erfolgt, bewirken die beiden Schaufeln, welche gemeinsam im Grund verhakt sind, ebenfalls gemeinsam die Halterung.
Der Flachankertyp weist jedoch Unzulänglichkeiten auf, insbesondere bei jeder Änderung der Schwenkbewegung, wenn
die Kette an der Breitseite zieht.
Bei jeder Schwenkbewegung hat der Flachanker aufgrund des erzeugten Moments die Neigung, um seinen seitlichen Endpunkt
zu kippen.
Von diesem Augenblick an wird der flache Anker vom Grund, mit dem er in Eingriff stand, getrennt und gewährleistet
nicht mehr oder nur noch schlecht die Halterung des Schif-
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fes.
Der seitliche Endpunkt wird allgemein durch die seitlichen Schmalseiten des Kippblockes und/oder der hinteren Abschnitte
der Schaufeln gebildet. Es besteht daher ein Widerspruch, der bis heute nicht gelöst worden ist: Der
flache Anker soll - natürlich in vernünftigen Grenzen möglichst groß sein, um den besten Eingriff zu garantieren,
aber er soll auch schmal sein, um sich im Zeitpunkt einer Schwenkbewegung nicht vom Grund zu lösen.
Ein weiterer Nachteil der flachen Anker besteht in ihrer ziemlich ausgeprägten Schwäche, auf Pflanzenreichen, algen
haltigen und steinigen Gründen zu greifen.
Diese Unzulänglichkeiten bestehen bei Stockankern nicht, die sehr leicht eindringen und die leicht um die in Eingriff
stehende Schaufel geschwenkt werden können.
Die hauptsächlichen Nachteile der Stockanker, die mit ihrer Formgebung verbunden sind, bestehen offensichtlich ;
darin, daß sie, wenn der Stock einmal plaziert ist, ein großes, an Bord des Schiffes hinderliches Volumen haben, , ■
da es unmöglich ist, den Schaft in der Klüse in Eingriff ,
zu bringen. Darüber hinaus haben diese Anker nur eine mit- ;
telmäßige Halterung in Sandböden. . j
Die vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, die Vor- j
teile der beiden vorher beschriebenen Bauarten, nämlich j
des Flachankers und des Stockankers ohne ihre jeweiligen !
Nachteile in dem gleichen Anker zu vereinigen.
Die vorliegende Erfindung ist daher auf einen Flachanker mit geringem Raumbedarf und sehr guter Halterung in Sand-
OD boden gerichtet, der im Augenblick einer Schwenkbewegung
wie ein Stockanker wirkt und dessen Aufbau darüber hinaus derart ist, daß er in jeden Unterwassergrund eindringt
und/oder sich mit diesem verhakt einschließlich pflanzen-
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ORIGINAL INSPECTED
- 7 reicher, algenreicher und steiniger Böden.
Dies wird gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem flachen
Anker erreicht, welcher dadurch gekennzeichnet ist, daß die Schaufeln derart ausgebildet sind, daß ihre Masse
und ihre Tragfläche zu den Spitzen verschoben sind: durch erhebliche Vergrößerung der Schaufeln von ihren hinteren
Abschnitten aus mit anschließender Verengung an ihren Spitzen und
durch bemerkenswerte Erhöhung der hinteren Abschnitte der Schaufeln,
wobei der Anker demzufolge eine Form aufweist, die an eine Franziska (Kriegsbeil) erinnert, deren Griff vom Schaft
gebildet wird, und daß der Kippblock teilweise den zentralen Bereich bedeckt, in welchem die hinteren Abschnitte
der Schaufeln verbunden sind.
Durch seine heue Geometrie weist dieser Ankertyp eine bemerkenswerte
Gewichtserhöhung und folglich der Stützfläche am Ende der Schaufeln auf. Seither favorisiert man den
flachen Eingriff und erzielt ein maximales Eingraben in weichen Böden sowie eine bessere Halterung des Ankers in
weichen Böden, da die Schaufeln in dem tiefen, notwendigerweise widerstandsfähigerem Bereich des Bodens eine größere
Tragfläche entgegensetzen.
Bei einer ersten vorteilhaften Ausführungsform ist der
Kippblock schmal und der Abstand zwischen den Spitzen der
Schaufeln größer als die Breite des Kippblocks. 30
Durch derartige Verringerung der Breite des Kippblocks bringt man den Drehpunkt näher an die Längsachse des
Schaftes heran, derart, daß das Drehmoment, das bisher eine Trennung der beiden Schaufeln von flachen Ankern vom
Seeboden bewirkte, nunmehr dauerhaft den Eingriff einer
der beiden Schaufeln mit dem Grund begünstigt, selbst wenn die zweite Schaufel etwas getrennt wird.
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-δ-
Es wird angemerkt/ daß sich die Ablenkplatten des Kippblocks vollständig getrennt von den Furchen befinden, welche
von den Spitzen bei der Rückbewegung beim flachen Eingriff gebildet werden; die Wirksamkeit der sich auf dem
Grund abstützenden Ablenkplatte wird erheblich verbessert, da sie sich leichterdrehen kann und demzufolge das Eindringen
der Schaufeln in den Grund begünstigt.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist der Abstand zwischen den Spitzen der Schaufeln größer als die
Länge derjenigen Kante, von welcher die hinteren Abschnitte der Schaufeln ausgehen. Durch Entfernen der Enden der
Schaufeln erhöht man offensichtlich die Halterung beim Schwenken derjenigen der beiden Schaufeln, welche für den
Zug interessant ist,und begünstigt darüber hinaus das Eindringen dieses Ankertyps in Algenböden und in steinige Boden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der
zentrale Bereich des inneren Randes der Schaufeln parabelartig ausgebildet, um mit dem Schaft eine Halteecke des
Ankers im Boden zu bilden.
Der zentrale Bereich des inneren Randes der Schaufeln wird von einem Ausschnitt bzw.einer Einschnürung (etrangloir) unterbrochen,
ist aber vollständig vom Schaft getrennt. Demzufolge kann man sich dieser Schaufeln und des Schaftes bedienen,
um eine Blockierung des flachen Ankers gemäß der vorliegenden Erfindung im Boden in der Art und Weise eines
3" Pflugankers zu erzielen.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
OJ der Zeichnung. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht einer ersten Ausführungsform eines
flachen Ankers gemäß der vorliegenden Erfindung,
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1 °Fig. 2 eine perspektivische von oben nach unten gerichtete
Seitenansicht des Ankers gemäß Fig. 1, Fig. 3 eine perspektivische von oben nach unten gerichtete
Rückansicht einer zweiten Ausführungsform eines
flachen Ankers gemäß der vorliegenden Erfindung,und Fig. 4 den Anker gemäß Fig. 3 in einer anderen perspektivischen
Darstellung.
Der in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Anker weist zwei flaehe
und coplanare Schaufeln 1 und 2 auf, die an einem Schaft 3 angelenkt sind, der für die Schaufeln eine Symmetrieachse
bildet.
Die beiden Schaufeln sind fest miteinander in ihren hinteren Abschnitten 4 verbunden, welche mit einem Kippblock 5
verbunden sind, der mit den hinteren Abschnitten der Schaufeln eine Gesamtheit bildet, an welcher das Ende des Schaftes
angelenkt ist. Die Spitzen 6 und 7 der Schaufeln 1 und 2 sind zum freien Ende des Schaftes hin gedreht, der mit
einem Auge 3a versehen ist, das von einem Schäkel 3b durchquert wird, an welchem das biegsame Bindungsglied 3c, z.B.
eine Kette oder Trosse, das den Anker mit dem Schiff verbindet, befestigt ist.
Der Kippblock 5 wird von zwei Ablenkplatten 5a und 5b gebildet, die an den hinteren Abschnitten 4 der Schaufeln 1
und 2 angeschweißt sind unter Bildung eines V, dessen Winkelhalbierende Ebene derjenigen der Schaufeln entspricht.
ou Die hinteren Bereiche der Schaufeln gehen von einer geradlinigen
Kante 8 aus, welche orthogonal zum Schaft 3 ver- . läuft.
Die hinteren Abschnitte sind insbesondere erhöht und er-
strecken sich über eine Höhe in der Größenordnung von einem Drittel der Höhe der Schaufeln 1 und 2 zwischen der
Kante 8 und den Spitzen 6 und 7.
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-ιοί Die beiden Ablenkplatten 5a und 5b bedecken teilweise den
zentralen Bereich, in welchem die hinteren Abschnitte 4 der Schaufeln 1 und 2 miteinander verbunden sind und stehen
leicht über die Kante 8 über.
5
5
Bei der ersten in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform sind die überstehenden Teile der beiden Ablenkplatten
durch einen Querstab 9 verbunden, der den Ankerstab (la tige d'oringage) und den Haridhabungsstab bildet.
10
Die Gelenkachse des Schaftes 3 an der aus den hinteren Abschnitten
4 und dem Kippblock 5 gebildeten Gesamtheit ist in der Nähe der Kante 8 angeordnet, derart, daß der Schwerpunkt
jeder Schaufel 1 und 2 so weit wie möglich von der Gelenkachse des Schaftes entfernt ist.
Der maximale Winkel zwischen der Achse des Schaftes 3 und der Ebene der Schaufeln 1 und 2 wird vom Boden 10 der beiden
in den Ablenkplatten 5a und 5b des Kippblockes 5 aus-™ genommenen Aussparungen bestimmt. Ein oberhalb desjenigen
Bereiches, längs welchem die hinteren Abschnitte 4 der Schaufeln 1 und 2 verbunden sind, ausgenommener Ausschnitt
11 ermöglicht den freien Durchgang des Schaftes 3. Dieser
Ausschnitt bildet eine Einschnürung. 25
Der in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Anker hat eine allgemeine Form, die an diejenige eines Kriegsbeils der Bauart
der Franziska erinnert, deren Griff oder Symmetrieachse vom Schaft gebildet würde.
Diese Form trägt dazu bei, dem Anker ein besseres Einhaken und eine bessere Stabilität zu geben.
Die Spitzen 6 und 7 der Schaufeln 1 und 2 sind weit vonein-
ander entfernt und der Abstand D zwischen den Spitzen ist deutlich größer als die Breite 1 des Kippblockes 5.
Demzufolge bewirkt im Augenblick der Rückbewegung· oder des
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-πι flachen Eingriffs des Ankers der Kippblock 5 eine fortschreitende
Verschwenkung der Schaufeln zum Boden hin. Der Anker dringt somit bis zu seinem Winkel maximalen Anschlags,
d.h. dem hackenwinkel, ein.
Bei Betrachtung der Fig. 2 bis 4 stellt man fest, daß aufgrund der guten seitlichen Freigabe des Schaftes 3 im Verhältnis
zur Ebene der Schaufeln 1 und 2 quasi die Gesamtheit der Schaufeln im Boden verhakt und eingegraben werden
kann. Darüber hinaus bildet die parabelartige Form des inneren Randes der Schaufeln in dem zentralen Bereich, in welchem
die hinteren Abschnitte der Schaufeln miteinander verbunden sind, mit dem Schaft eine Halteecke 14 des Ankers im
Boden.
Der innere Rand der Schaufeln, unterbrochen vom Ausschnitt 11, aber vollständig freigegeben vom Schaft 3, kann zum
ersten Mal in sehr vorteilhafter Weise dazu verwendet werden, den Anker im Boden in der Art eines Pflugankers zu
ersten Mal in sehr vorteilhafter Weise dazu verwendet werden, den Anker im Boden in der Art eines Pflugankers zu
blockieren.
Es wird angemerkt, daß die parabelartige Form des inneren
Randes des Schaufeln in dem zentralen Bereich, in welchem
die hinteren Abschnitte miteinander verbunden sind, auch
*5 eine polygonale Linie sein könnte, wobei das wesentliche
darin besteht, mit der Freigabe des Schaftes eine Halteecke im Boden zu bilden.
Randes des Schaufeln in dem zentralen Bereich, in welchem
die hinteren Abschnitte miteinander verbunden sind, auch
*5 eine polygonale Linie sein könnte, wobei das wesentliche
darin besteht, mit der Freigabe des Schaftes eine Halteecke im Boden zu bilden.
Es wird ebenfalls angemerkt, daß in dem Maße des Eingriffs und Eingrabens des Ankers im Boden die Spitzen 6 und 7
Furchen bilden, die sich nicht in derBahn des Kippblocks 5
• aufgrund der Schmalheit dieses letzteren befinden.
Furchen bilden, die sich nicht in derBahn des Kippblocks 5
• aufgrund der Schmalheit dieses letzteren befinden.
Der Block 5 kann daher vollständig seine Kipprolle spielen und die Spitzen 1 und 2 verhaken und graben sich leichter
und schneller ein, woraus eine größere Wirksamkeit des
neuen Ankers folgt.
und schneller ein, woraus eine größere Wirksamkeit des
neuen Ankers folgt.
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!. INSPECTED
] Im Zeitpunkt einer Schwenkbewegung bildet ein solcher Kippblock
reduzierter Größe einen Drehzapfen für den Anker, der nahe der Längsachse des Schaftes 3 angeordnet ist.
ς Der so beschriebene Anker wirkt demzufolge in der Art eines
Stockankers.
Der erhebliche Abstand D zwischen den Spitzen 6 und 7 trägt ebenfalls zur Erzielung eines guten Eindringens in einen
Algenboden oder einen steinigen Boden und einer guten Halterung bei der Schwenkbewegung bei, indem er den Eingriff
der vom Zug angesprochenen Schaufel erleichtert. Es wird ebenfalls die besondere Form der Schaufeln 1 und 2 angemerkt,
deren Breite cL.-Vom Ausgangspunkt, d.h. von der geradlinigen Kante 8 aus bis zum mittleren Teil d~ ansteigt,
um dann wieder reduziert, d.h. regelmäßig bis zum Ende der Spitzen "6 und 7 verengt zu werden.
Eine solche Geometrie erlaubt die Verschiebung des Gewichtes und demzufolge der Tragfläche der Schaufeln 1 und 2 zu
den Spitzen 6 und 7 hin. Einerseits erhöht man hierdurch das Kippmoment der Schaufel im Verhältnis zur Gelenkachse
am Schaft 3. Andererseits wird die Halterung des Ankers im Boden verbessert, da die Stützfläche der Schaufeln im tiefsten
Bereich, der auch der widerstandsfähigste Bereich des
Bodens ist, da das Material hier die größte Haftung aufweist, erheblich erhöht ist.
Außerdem wird das flache Eingreifen verbessert, indem aufgrund der reduzierten Breite 1 des Kippblockes 5 und aufgrund
der reduzierten Länge der Kante 8, die beide wesentlich kleiner als der Abstand D zwischen den Spitzen sind,
das Schwenken des Ankers um die Längsachse des Schaftes 3 zum Zeitpunkt der Schwenkbewegung bzw. des Schwojens erleichtert
wird.
Eine andere vorteilhafte Eigenschaft der besonderen Geometrie der Schaufeln liegt darin, daß die äußeren Ränder
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gekrümmt sind, wodurch die Einhakchancen des Ankers zwischen den Steinen erhöht werden ,da das Gleiten der Schaufeln
begünstigt wird, daß die Neigung des Ankers relativ zum Boden beständig sich verändern kann, so daß viele mögliche
5 Orientierungen für den Anker möglich sind, der sich früher oder später,anstelle sich durch die Felsen bzw. Steine
hindurchzuwinden, für eine wirksame und sichere Verhakung plaziert, wenn die Spitze einer Schaufel zwischen
den Felsen bzw. Steinen eine ausreichende Öffnung findet.
Gemäß einer anderen, besonders in den Fig. 1 bis 3 erkennbaren Eigenschaft sind die Spitzen 6 und 7 der Schaufeln
spatelartig (en spatule) an ihrer inneren Schnittfläche in der Art von Stockankern gestaltet.
Hierzu weisen die Ränder der Spitzen 6 und 7 jeweils eine überstärke 12 auf, welche eine zentrale Vertiefung bilden,
wobei eine solche Gestalt ein wenig den Aspekt eines Schnabels hat, welcher das Eindringen und die Halterung des Ankers,
insbesondere wenn nur eine Schaufel eingreift, begünstigt.
Die beiden Ablenkplatten 5a und 5b des Kippblockes 5 weisen vorteilhafterweise eine Trapezform auf, wobei die beiden
kleinen Basen 16 an den hinteren Abschnitten 4 der Schaufeln
angeschweißt sind. Diese Trapezform des Kippblockes 5
sowie die ebene, d.h. frei von Unebenheiten vorgesehene Form der hinteren Abschnitte der Schaufeln erlauben beim.
Eingraben des Ankers ein gutes Abfließen von Sand- und Schlickstrahlen ohne Zerstörung der Klumpen, der demzufolge
seine ganze Widerstandsfähigkeit behält und ein gutes Verhaken auf dem Grund garantiert.
Darüber hinaus bildet die klare Öffnung der hinteren Abschnitte in der Nähe des Schaftes 3 einen sehr wirksamen
Verhakungspunkt, wobei unter gleichem Hackenwinkel (angle de pioche)1 in vorteilhafter Weise die Gelenkachse des
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Schaftes an den Schaufeln und/oder dem Kippblock im Verhältnis zur Kante 8 nähergebracht wird.
Bei der z.B. in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform sind die
beiden Ablenkplatten 5a und 5b des Kippblockes durch zwei parallele Schultern 13 verbunden, welche sich senkrecht
zur Ebene der Schaufeln 1 und 2 erstrecken, wobei diese Schultern an den Ablenkplatten und an den Schaufeln angeschweißt
und in einem der Dicke des Schaftes entsprechenden Abstand angeordnet sind.
Diese Konstruktion erlaubt es somit, die hinteren Abschnitte 4 der Schaufeln 1 und 2 total freizugeben, relativ zu
dem Teil der Ablenkplatten, der sie bedeckt, derart, daß die gesamte Fläche der hinteren Abschnitte 4 wirksam ist
und daß gleichfalls beim Eindringen des Ankers ein wirksamer Abfluß der Sand- oder Schlickstrahlen begünstigt
wird, wie es schematisch durch die Pfeile 17 dargestellt ist.
Die Gelenkachse des Schaftes verläuft in diesen Schultern 13 in der Ebene der hinteren Abschnitte 4, wobei die
Schultern gleichzeitig eine Führung für den Schaft bei seiner Verschwenkung relativ zu den Schaufeln bildet.
Der Ankerstab 9 kann weggelassen werden und durch Längslöcher
15 ersetzt werden, die sich senkrecht zum Schaft 3 in den Ablenkplattendes Kippblockes 5 erstrecken.
Diese Längslöcher, welche bei der Ausführungsform gemäß
Fig. 3 und 4 sichtbar sind, welche abgesehen von diesem Detail identisch mit der Ausführungsform der Fig. 1 und 2
ist, haben eine doppelte Rolle:
Sie bilden ein Auge für das Antauen (pour l'oringage) und
Sie bilden ein Auge für das Antauen (pour l'oringage) und
OJ einen sehr praktischen Handgriff für die Handhabung,
sie haben eine Stabilisationswirkung beim Eingriff in Sandböden .
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ORIGINAL INSPECTED
' Der Abfluß der Sandstrahlen (schematisch in Fig. 4 durch
die Pfeile 18 dargestellt) durch das Längsloch 15, dessen Innenrand entsprechend profiliert ist, begünstigt die Aufrechterhaltung
eines flachen Zustandes der Schaufeln beim Vergraben (Düseneffekt).
Die spezielle genau bestimmte Geometrie der Ankerschaufeln, die von ihrem Ausgang 8bis zu ihren Spitzen 6, 7 aufeinanderfolgend
wenig groß, sehr groß und dünn sind, führt zu '« einer möglichst großen Annäherung des Schwerpunktes an die
Spitzen und bringt demzufolge bestimmte Vorteile mit sich, sowohl vom dynamischen wie auch vom statischen Standpunkt
aus.
·** Das Verschieben des Gewichtes der Schaufeln möglichst weit
zu den Spitzen der Schaufeln begünstigt das Eingreifen des Ankers in Seeböden in seiner Schwenkbewegung um den Kippblock
(dynamisch).
Wenn man darüber hinaus berücksichtigt, daß die Ankerschaufeln in Eingriff mit einem Seeboden geführt worden sind,
ist es klar, daß eine effektive Halterung des Ankers in diesem Boden begünstigt wird, wenn sich die wirksame Oberfläche
der Schaufeln möglichst in den tiefen Bereichen des
Bodens befindet, von denen man weiß, daß sie widerstandsfähiger sind als die Oberflächenzonen (statisch).
Aufgrund von Vergleichsversuchen, die unter der offiziellen Kontrolle der Firma "A.P.A.V.E." durchgeführt und in der
Zeitschrift "Bateaux" vom November 1979, Seiten 124 bis
128 veröffentlicht warden sind, drücken sich die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Ankers und die Bestätigung seiner
gegenüber Konkurrenzankern erheblich besseren Eigenschaften in deutlicher Weise bei der Lektüre der nachfolgenden
Tabelle aus:
030050/08A3
- 16 Während der Versuche gemessene Kräfte
| Ankertyp | 5 | Stockanker | Versuch Nr. 1 | Gleitkraft | Versuch Nr. 2 | kg |
| Pfluganker | Loshakkraft | kg | Ioshakkraft Gleitkra | nicht | ||
| monolithischer Anker van Kreuztyp "Bruce" |
kg - | 90/110 | kg | versuch 400 |
||
| flache Anker mit | 160 | 780/925 | nicht | nicht gemessen |
||
| 10 großem Kippblock | 260 | 90/110 | verbucht | 90/135 | ||
| flacher Anker mit | 290 | 110/135 T->1* CT |
270 | |||
| schmalem Kippkopf | 280 bis 320 | DxS 140/185 |
230 | 345/650 | ||
| Anker gemäß der vor | 460/685 | |||||
| liegenden Erfindung | 780 | 375 | nicht | |||
| nicht | gemessen | |||||
| 925 | losgehakt | 775 | ||||
Alle getesteten Anker sind 12kg Anker, die gewöhnlich auf
Kreuzfahrt-Segelschiffen verwendet werden. Die Messungen sind in Frankreich durchgeführt worden, in Baie de Saint-Brieuc,unter
Bedingungen, die einer wirklichen Benutzung möglichst angenähert sind, wobei ein Fischfangboot von 10m
für 10 Tonnen Verdrängung verwendet wurde, das mit einem 180 PS Motor ausgerüstet war. Jeder Anker erhielt die gleiche
Ankerkette mit einem Lineargewicht vom 1,40 kg und einer Länge von 30m. Diese hinten verankerte Kette wurde mit
einem Festpunkt im Bereich des Bootes verbunden. Die Methode des Ankerns war für alle Anker die gleiche.
Alle Anker sind aufeinanderfolgend an zwei verschiedenen Standorten getestet worden:
ein kompakter Sandboden, der mit kleinen Pflanzen bedeckt war und ungleiche Höhe aufwies mit einer Wassertiefe zwischen
3 und 5 m (Versuch Nr. 1);
ein Boden, der aus einer Mischung von Sand, Schlick und harten Muscheln, welche wenig homogen war, gebildet wurde
mit einer konstanten Tiefe von 5m (Versuch Nr. 2).
Mit Hilfe eines Fulmer-Spannungsmessers, der an ein Stahlkabel
von 6mm angeordnet wurde, das sich zwischen dem Kettenende und dem Festpunkt auf dem Boot befand, ist bei den
030050/0843
ORIQlNAL INSPECTED
- 17 -
zwei Versuchen folgendes gemessen worden:
Die maximale Kraft auf die Ankerkette vor dem Losreißen (Loshakkraft in kg);
die Extremwerte des Oszillationsbereiches der Spannungsmessernadel,
als der Anker zu gleiten (chasser) begann, um eine Idee des Widerstands des Ankers gegen einen Vorschub
zu geben (Gleitkraft in kg).
In der Spalte "Loshakkraft" des Versuches Nr. 1 ist der Wert 925 kg eingetragen, der wahrscheinlich übertroffen
worden ist, da bei der Durchführung des Versuches das Experiment nicht über diesen Wert hinaus fortgeführt werden
konnte, weil die Widerstandsfähigkeit des Festpunktes auf
dem Boot auf den Wert von 925 kg beschränkt war. Da der erfindungsgemäße Anker nicht losgehakt werden konnte, konnte
seine Gleitkraft nicht gemessen werden.
Ein mit einer Unterwasserkamera und Fotomaterial ausgerüsteter Taucher beobachtete unter Wasser das Verhalten jedes
Ankers derart, um genaue Informationen über die Art und Weise zu liefern, in welcher die getesteten Anker arbeiteten
.
Es konnte verifiziert werden, daß sich der erfindungsgemäße Anker aufgrund seines Angriffswinkels augenblicklich
auf allen Bodentypen festhakt. Die verringerte Abmessung
seines Kippblockes erleichtert das Eindringen und ermöglicht ein totales Vergraben.
Neben einem ausgezeichneten Widerstand gegenüber dem Loshaken, dem Vorschub nach dem Loshaken und der Schwenkbewegung
erlaubt der erfindungsgemäße Anker durch seine Konzeption darüber hinaus eine leichte Anordnung auf der
Schiffsbrücke oder in den Böden.
Die vorliegende Erfindung ist natürlich nicht auf die dargestellten
und beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern sie umfaßt natürlich alle vorstellbaren geometri-
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' sehen Abänderungen.
So können z.B. die Innen- und Außenränder der Schaufeln Polygone sein/ die von zahlreichen Facetten gebildet wer-5
den. Darüber hinaus ist die Erfindung nicht auf die Einhakbzw. Anschlagvorrichtung des Schaftes auf dem Kippblock,
die nur beispielhaft angegeben ist, beschränkt.
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Leerseite
Claims (10)
1. Schiffsanker flacher Bauart mit zwei beiderseits eines Schaftes
angeordneten coplanaren Schaufeln, deren hintere Abschnitte mit einem Kippblock verbunden sind zur Ausbildung
eines Aufbaus, an welchem der Schaft angelenkt ist, und
deren Spitzen sich zum freien Ende des Schaftes hin erstrekken, das ein Auge aufweist, welches von einem Schäkel durchquert
wird, an welchem ein biegsames Bindungsglied, z.B. eine Kette oder Trosse, befestigt ist, welches den Anker mit dem
Schiff verbindet, dadurch gekennzeich-'" net, daß die Schaufeln (1, 2) derart ausgebildet sind,
daß ihre Masse und ihre Tragfläche zu den Spitzen (6, 7) hin verschoben sind"
a) durch erhebliche Vergrößerung der Schaufeln von ihrem hinteren Abschnitt (4) aus mit anschließender Verengung an
ihrer Spitze und
b) durch erhebliche Erhöhung der hinteren Abschnitte der Schaufeln, wobei der Anker eine Form aufweist, die an
eine Franziska (Kriegsbeil) erinnert, deren Griff vom Schaft (3) gebildet wird,
und daß der Kippblock (5) 030050/0843
"ZUGELASSENE VERTRETER BEIM EUROPAISCHEN PATENTAMT · PROFESSIONAL REPRESENTATIVES BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFJCE
MANOATAIRES AGREES PRbS L" OFFICE EUROPEEN DES BREVETS
INSPECTED
• teilweise den zentralen Bereich bedeckt, in welchem die
hinteren Abschnitte der Schaufeln verbunden sind.
2. Ankernach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kippblock (5) schmal ist.
3. Anker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (D) zwischen den Spitzen (6, 7) der
Schaufeln größer als die Breite (1) des Kippblockes ist.
4. Anker nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (D) zwischen den
Spitzen (6, 7) der Schaufeln größer als die Länge derjenigen Kante (8) ist, von welcher die hinteren Abschnitte
(4) der Schaufeln ausgehen.
5. Anker nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spitzen (6, 7) der Schaufeln auf ihren inneren Kanten spateiförmig (12) ausgebildet
sind.
6. Anker nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet,, daß die äußeren Ränder der Schaufel
(1, 2) gekrümmt sind.
7. Anker nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Rand der Schaufeln
in seinem zentralen Bereich, in welchem die hinteren Abschnitte (4) der Schaufeln miteinander verbunden sind,
parabelartig ausgebildet ist, um mit dem Schaft eine Halteecke des Ankers im Boden zu bilden.
8. Anker nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
innere Rand der Schaufeln durch einen Ausschnitt (11)
unterbrochen ist und vollständig frei vom Schaft (3) ist.
9. Anker nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Ablenkplatten (5a, 5b) des
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1 Kippblocks, die einen Teil der hinteren Abschnitte der
Schaufeln abdecken, frei von dem hinteren Abschnitt sind, um ein gutes Abfließen der Sand- oder Schlickstrahlen
zu ermöglichen., und um die gesamte Oberfläche der Schau-
5 fein wirksam zu machen.
10. Anker nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Ablenkplatte (5a, 5b) des Kippblocks (5) von einem Längsloch (15) durchbohrt ist,
10 das sich rechtwinklig zum Schaft (3) erstreckt.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7914081A FR2457801A1 (fr) | 1979-05-31 | 1979-05-31 | Perfectionnements aux ancres marines |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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|---|---|---|---|
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| CA (1) | CA1149683A (de) |
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| ES (1) | ES492004A0 (de) |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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