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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das technische Gebiet der glasartigen
Materialien und betrifft insbesondere ein Verfahren und einen elektrischen
Ofen für
die Herstellung gläserner
Mosaikmaterialien, keramischer Glasmassen und ähnlicher Erzeugnisse sowie
für die
Verglasung von Abfall.
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Stand der
Technik
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Es
ist bekannt, dass Kammeröfen
oder Schmelztiegel oder kontinuierliche Kanalöfen, die sich voneinander hinsichtlich
der Verfahren für
den Schmelzvorgang unterscheiden, verwendet werden können für die Herstellung
gläserner
Materialien, wie zum Beispiel einem Mosaikerzeugnis, das zusammen
gesetzt ist aus einer gläsernen
Masse.
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Bei
Kammeröfen
werden die rohen Materialen, die in dem Tiegel enthalten sind erst
erhitzt auf eine hohe Temperatur, um sie zu schmelzen und um die
gläserne
Mischung zu bilden und andere rohe Materialien, wie zum Beispiel,
Siliziumsand, werden dann hinzugefügt um eine matte Wirkung und
eine kristalline Körnung zu
erzielen, schließlich
werden die Materialien gekühlt
bevor sie zu geeigneten Formmaschinen gefördert werden, um das Endprodukt
herzustellen, zum Beispiel gläsernes
Mosaikmaterial.
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Auf
Grund dieser Verfahrensmerkmale sind Schmelztiegel geeignet für kleinen
Produktausstoß,
der sich zwischen 100 und 3000 kg gläserner Produkte pro Tag bewegt.
Bei kontinuierlichen Öfen
sind die unterschiedlichen Stufen der Herstellung räumlich getrennt,
werden aber zeitgleich durch geführt.
Die rohen Materialien, die das primäre, gläserne Gemisch bilden werden
kontinuierlich geschmolzen in einem Tiegel, der mittels untergetauchter
Durchlässe
oder Gullie mit einem Kanal verbunden ist. Stoffe, die erforderlich
sind für
die Herstellung der matten Wirkung werden dem Kanal zugegeben. Ein
Gussbehälter,
der die Formmaschinen versorgt, ist an dem anderen Ende des Kanals
angeordnet.
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Anders
als Schmelztiegel sind kontinuierliche Öfen geeignet für größere Produktzahlen,
die 5000 kg gläserner
Produkte pro Tag überschreiten.
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Keramische
Glasmassen werden gewerblich in Öfen
der kontinuierlichen Art hergestellt. Zur Zeit werden Schmelzöfen von
der Sauerstoff-Verbrennungsart besonders bevorzugt. In Anbetracht
von deren kleinen Abmessungen wird für diese Anwendungen die Verwendung
von effizienten aber teuren Systemen zum Vorheizen der Verbrennungsluft,
wie zum Beispiel Regeneratoren, vermieden. So werden die Dämpfe direkt
in den Abzug gefördert
noch bei einer hohen Temperatur. Auf Grund des beachtlichen Einflusses
der Dampfemissionen auf die Umgebung müssen in Übereinstimmung mit neuerer
Gesetzgebung Öfen
für keramische
Glasmassen auch ausgestattet sein mit einer Vorrichtung zum Filtern
der Dämpfe
von der Art der Hüllenfilter.
Diese Anlagen haben nicht nur hohe Installationskosten sondern sind
auch teuer zu betreiben auf Grund von des großen Volumens der Dämpfe und
auch auf Grund des Mischens mit Umgebungsluft, die erforderlich
ist, um die Temperatur abzusenken auf Bereiche, die verträglich sind
mit den verwendeten Filtern.
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Öfen zur
Verglasung von Abfall stellen zur Zeit eine Art von Anlage dar,
die noch im Versuchsstadium ist. Die rohen Materialien, die die
verglasbare Mischung bilden, bestehen ganz oder zum Teil aus giftigem
Abfall mit anorganischer Herkunft, so wie zum Beispiel der Rest
aus RSU Verbrennungen und die Schlacke, die sich aus der Verarbeitung
von Metallen und zusammen gesetzten Materialien, die Asbest enthalten,
ergibt. Das Ziel dieser Art von Behandlung von gefährlichem
Abfall ist es Glas herzustellen, das eine geeignete chemische Stabilität aufweist
und das, selbst wenn es nicht ganz veredelt ist, wieder verwendet
werden kann als ein halb verarbeitetes Produkt in der Keramik-,
Glasfaser- und Schaumglasindustrie für Wärmeisolierung oder Kacheln,
die im Baugewerbe verwendet werden.
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Bei
all den oben genannten Verarbeitungsverfahren ist das Verfahren
zum Schmelzen der gläsernen Produkte,
wie das für
keramische Glasmassen und für
die Verglasung von Abfall, gekennzeichnet durch die Produktion von
Glas, dasnicht ganz frei ist von inneren Luftblasen, es ist nämlich nicht
veredelt. Die verglasbare Mischung kann zudem Elemente enthalten,
die leicht verdampfen und kann deshalb eine beachtliche und problematische
Auswirkung auf die Umwelt haben.
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Schließlich wird
es, da die Zusammensetzung der Mischung häufigen Wechseln ausgesetzt
ist für
die Herstellung von Produkten mit einer anderen Farbe und Dämmwirkung
zur Beschleunigung der Vorgänge
der Ersetzung von Material, bevorzugt, sehr niedrige Pegel an Glas
zu verwenden.
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Im
Allgemeinen besteht ein Nachteil von einigen Lösungen darin, dass die Dicke
der Schicht der verglasbaren Mischung, die auf der Oberfläche des
Schmelzbads abgesetzt wird, begrenzt ist und nicht ausreicht die
Dispersionen abzuschirmen, die bestrahlt werden zu dem Aufsatz des
Ofens. So können
einige Anteile in der Mischung leicht verdampfen und sich mit den
Abgasen vermischen, wobei sie diese kontaminieren.
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Auf
grund ihrer hohen Temperatur und des schädlichen Inhalts erfordert das
bestehende Gesetz zum Abfall die Verwendung von teuren Filteranlagen.
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Das
Deutsche Patent Nr. 1 080 740 offenbart einen Ofen für gläserne Materialien
mit einem Tiegel mit einer polygonalen Form in ebener Ansicht, der
geeignet geformt ist, um eine gleichmäßige Temperatur in dem Schmelzbad
zu gewährleisten.
Elektroden sind auf den Seitenwänden
des Ofens und zum zentralen Bereich des Tiegels montiert, und erzeugen,
wenn sie geeignet mit Energie beaufschlagt sind mittels elektrischer Transformatoren,
einen diffusierten Strom in dem Schmelzbad.
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Dieser
diffusierte Strom erwärmt
die gläserne
Mischung, die in dem Tiegel enthalten ist, als ein Ergebnis des
Joule-Effekts. Während ständigen Betriebs
wird die gläserne
Mischung abgelagert auf der oberen Oberfläche des Schmelzbads, um eine
gleichmäßige Schicht
zu bilden, während
eine Öffnung
am Boden und nahe der Ecke des Tiegels es dem geschmolzenen Glas
ermöglicht
auszufließen.
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Ein
Nachteil der betrachteten Lösung
besteht in der beachtlichen Dicke der Pegel an Glas auf grund der
Form des Tiegels und der Anordnung der Elektroden. Dies stellt eine
Beschränkung
dar, wenn die gläserne Mischung
häufig
gewechselt werden muss, da es die Zeit erhöht, die gebraucht wird zum
Wechseln der Mischung an rohen Materialien, die zu verglasen sind.
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Ein
zweiter Nachteil der fraglichen Lösung besteht in der Tatsache,
dass die Enden der Elektroden frei eingetaucht sind in das Schmelzbad,
wodurch sich eine hohe Stromintensität in der Nähe der Enden ergibt. Aus diesem
Grund sind die eingetauchten Enden der Elektroden schnellem Verschleiß ausgesetzt.
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US-A
4143232 offenbart einen Glasofen mit drei Gruppen von Elektroden,
die in dem SchmelzTiegel angeordnet sind an drei verschiedenen Höhen um Konvektionsströme in dem
Schmelzbad zu erreichen. Die Gruppen von Elektroden, die an der
oberen Höhe,
weit von dem Boden angeordnet sind, spielen eine sehr wichtige Rolle
während
des Verfahrens, da sie es ermöglichen,
das Schmelzbad flacher und stabiler zu halten. Überdies sind die zwei anderen
Gruppen von Elektroden an verschiedenen Höhen und Abständen von
den Seitenwänden
des Tiegels angeordnet, um die Steuerung der Konvektionsströme und der
Form des Schmelzbads zu verbessern.
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DE-C
564 491, die als der nächste
Stand der Technik angesehen wird, auf dem der Oberbegriff der Ansprüche 1 und
5 basiert, offenbart einen elektrischen Ofen mit einer Vielzahl
von am Boden angeordneten Elektroden. Jede Elektrode hat einen variablen
Querschnitt und eine Unterbrechung in Entsprechung mit einem zentralen
Bereich des Bads. Diese Unterbrechung bestimmt einen inneren Raum,
aus dem die Konvektionsströme
des Schmelzbads herrühren.
Dieser bekannte Ofen sieht nichts vor zur Verminderung der Abnutzung
an der Spitze der Elektroden.
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Offenbarung
der Erfindung
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Eine
vorrangige Aufgabe der Erfindung ist es, die oben genannten Nachteile
zu beseitigen, indem ein Verfahren und ein Ofen vorgesehen wird
für die
Herstellung von gläsernen
Mosaikmaterialien, keramischer Glasmassen und ähnlicher Erzeugnisse sowie
für die
Verglasung von Abfall, die die Eigenschaften niedriger Kosten und
begrenzter Auswirkung auf die Umwelt haben.
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Eine
besondere Aufgabe ist es, einen Ofen mit kaltem Aufsatz vorzusehen,
der in der Lage ist, die Abnutzung an der Spitze der Elektroden
zu vermindern.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist es, einen elektrischen Ofen vorzusehen,
der eine Reduktion der Zeit ermöglicht,
in die erforderlich ist, um das verglasbare Material zu wechseln.
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Eine
weitere besondere Aufgabe ist es, einen elektrischen Ofen vorzusehen,
der so ausgebildet ist, dass der spezifische Leistungsverbrauch
begrenzt ist.
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Diese
Aufgaben zusammen mit anderen, die im folgenden deutlicher werden,
werden erreicht mit einem Verfahren für das Schmelzen verglasbarer
Materialien, insbesondere für
die Herstellung gläserner
Mosaikmaterialien und keramischer Glasmassen sowie für die Verglasung
von Abfall gemäß Anspruch
1.
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Als
ein Ergebnis dieses Verfahrens wird es möglich sein, die Abnutzung an
der Spitze der Elektroden zu vermindern.
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Entsprechend
einem weiteren Aspekt sieht die Erfindung einen elektrischen Ofen
vor für
das Schmelzen verglasbarer Materialien, insbesondere für die Herstellung
gläserner
Mosaikmaterialien und keramischer Glasmassen sowie für die Verglasung
von Abfall, in dem das Primärmaterial
häufig
gewechselt wird gemäß Anspruch
5.
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Vorzugsweise
sind die Elektroden im wesentlichen zylindrisch und gerade und weisen
eine Länge
auf, die mindestens gleich dem Abstand ist zwischen den sich gegenüber liegenden
Seitenwänden
des Tiegels und im wesentlichen parallel zu einander angeordnet
sind mit einem vorgegebenen gegenseitigen Abstand, um so die Verteilung
des elektrischen Stroms in dem Schmelzbad zu optimieren.
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Dank
dieses kennzeichnenden Merkmals ist es möglich, eine gleichmäßige Verteilung
der Leistung in dem Schmelzbad zu erreichen.
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Vorteilhafterweise
haben die Elektroden ein longitudinales Ende, das fest gesichert
ist an einer Seitenwand des Tiegels, und das andere longitudinale
Ende ist in Anlage mit der gegenüber
liegenden Seitenwand, um leicht zusammen gedrückt oder gespannt zu sein an
der Spitze. Als ein Ergebnis dieser Maßnahme, ist es möglich, die
elektrische Kontinuität
zu gewährleisten
selbst nach einem möglichen
Bruch oder Splittern der Elektroden. Zudem ist das kennzeichnend
hohe Maß der
Abnutzung der Spitzen vermieden.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Weitere
Eigenschaften und Vorzüge
der Erfindung werden besser verstanden anhand der genauen Beschreibung
einiger bevorzugter aber nicht ausschließlicher Ausgestaltungen des
elektrischen Ofens gemäß der Erfindung,
der dargestellt ist mittels einem nicht beschränkenden Beispiels mit Hilfe
der beigefügten
Zeichnungsblätter,
von denen:
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1 eine
geschnittene Seitenansicht des Ofens insgesamt zeigt,
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2 einen
Querschnitt durch das Schmelzbad und die Elektroden zeigt,
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3 eine
ebene Ansicht eines bevorzugten Beispiels des Ofens gemäß der Erfindung
zeigt,
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4 eine
ebene Ansicht eines zweiten bevorzugten Beispiels des Ofens gemäß der Erfindung
zeigt,
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5 Diagramme
des spezifischen elektrischen Verbrauchs zeigt, die dargestellt
sind gemäß dem Wert
des durchschnittlichen Tagesverbrauchs.
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Genaue Beschreibung
der bevorzugten Ausgestaltung
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Mit
besonderem Bezug auf die Figuren, bezieht sich die folgende Beschreibung
auf einen elektrischen Ofen für
das Schmelzen verglasbarer Materialien, insbesondere für die Herstellung
gläserner
Mosaikmaterialien und keramischer Glasmassen sowie für die Verglasung
von Abfall gemäß der Erfindung,
wobei der Ofen insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet
ist.
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Der
Ofen 1 umfasst einen SchmelzTiegel 2 zur Aufnahme
eines Schmelzbads 3, das im wesentlichen gebildet ist durch
einen Boden 4 und durch Seitenwände 5, auf die sich
oft bezogen wird als "Palisaden". Geeignete Auslasskanäle 6 sind
in dem Boden gebildet, um das Entsorgen des geschmolzenen Materials
aus dem Tiegel 2 zu ermöglichen
und zu erleichtern.
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Bewegungs-
und Transporteinrichtungen 7 sind vorgesehen zum Einführen von
einem ersten Stapel verglasbaren Materials V in den Tiegel 2 und
zum Ablegen einer Deckschicht C auf dem Schmelzbad 3. Die Bewegungs-
und Transporteinrichtungen 7 können aus einem Förderband 8 oder ähnlichen
Vorrichtungen bestehen, die durch die Mündung des Ofens (nicht dargestellt
in den Zeichnungen) gehen.
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Während des
Startens des Ofens werden herkömmliche
Heizeinrichtungen, vorzugsweise vom Verbrennungstyp (nicht dargestellt
in den Zeichnungen und von einer an sich bekannten Art) verwendet
zum Schmelzen, zumindest teilweise, des verglasbaren Materials V
und zur Ausbildung des Schmelzbads 3 auf diese Art. Nachdem
das Schmelzbad geschaffen wurde, ist es möglich den Ofen anzuheizen durch
Verwendung elektrischer Einrichtungen.
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Vorteilhafterweise
wird das elektrische Heizen des Ofens mittels eines elektrischen
Stroms bewerkstelligt, der in dem Schmelzbad 3 diffundiert,
wobei der Strom Wärme
erzeugt als ein Ergebnis des Joule Effekts. Zu diesem Zweck sind
eine Vielzahl von Elektroden 9, die eine vorbestimmte Form
und Stellung haben, auf eine solche Weise vorgesehen in dem Tiegel 2,
dass der elektrische Strom zwischen ihnen fließt.
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Die
Elektroden 9 können
mit einem einphasigen Wechselstrom R-S versorgt sein, wobei im allgemeinen
die Hälfte
der Elektroden 9 mit dem Leiter R und die verbleibende
Hälfte
mit dem Leiter S verbunden sind. Bei einem anderen Beispiel der
Ausgestaltung können
die Elektroden 9 mit einem dreiphasigen Wechselstrom R-S-T
versorgt sein.
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Gemäß der Erfindung
liegen die Elektroden 9 im wesentlichen auf dem Boden 4 auf,
so dass der Pegel B des Schmelzbads 3 auf ein Minimum reduziert
ist mit einer daraus folgenden Reduktion der erforderlichen Zeit
zum Wechseln des ersten Stapels und des Leistungsverbrauchs Vorzugsweise
sind die Elektroden 9 zylindrisch und gerade und im wesentlichen
parallel zu einander angeordnet mit einem vorgegebenen gegenseitigen
Abstand D, D', um
so die Verteilung des elektrischen Stroms in dem Schmelzbad 3 zu
optimieren.
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Die
Länge L
der Elektroden 9 ist mindestens gleich dem Abstand zwischen
den sich gegenüber
liegenden Seitenwänden
des Tiegels 2. Auf diese Weise ist der Oberflächenbereich
der Elektroden 9, der in Anlage ist mit den Materialien
des Schmelzbads 3, erhöht.
Zudem haben die Elektroden 9 ein 1ongitudinales Ende, das
fest gesichert ist an einer Seitenwand 5 des Tiegels 2,
und das andere longitudinale Ende ist in Anlage mit der gegenüber liegenden
Seitenwand 5, um leicht zusammen gedrückt oder gespannt zu sein an
der Spitze. Als ein Ergebnis des weiten Bereichs der Anlage zwischen
den Elektroden 9 und dem Schmelzbad 3 und der
Abwesenheit von Elektroden, die ihre Spitzen frei eingetaucht haben
in das Schmelzbad 3, ist es möglich die Stromintensität und folglich
das Phänomen
der Abnutzung zu begrenzen.
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Die
Spannungen, die verbunden sind mit nicht vorhersehbaren thermischen
Setzbewegungen könnte Anlass
geben für
Bruchrisse oder Spalte. Der leichte Druck, dem die Elektroden 9 ausgesetzt
sind, trägt
dazu bei, die elektrische Kontinuität zu gewährleisten auch in dem Fall
von Bruch oder Splittern der Elektroden 9.
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Die
Seitenwände 5 des
Tiegels 2 haben eine minimale Höhe H, die größer ist
als der maximale Wert des Pegels B des Schmelzbads 3 plus
der maximalen Dicke S der Deckschicht C. Diese minimale Höhe H der Seitenwände 5 des
Tiegels 2 kann zwischen 35 und 60 cm sein, wenn der Durchmesser
der Elektroden 9 zwischen 2,54 cm (1'')
und 6,35 cm (2 1/2'') ist. Wenn andererseits
der Durchmesser der Elektroden 9 zwischen 3,81 cm (1 1/2'') und 5,08 cm (2'')
ist, dann ist die minimale Höhe
H der Seitenwände 5 vorzugsweise
zwischen 40 und 60 cm.
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Da
der Durchmesser der Elektroden 9 vergleichbar ist mit dem
Pegel B des Schmelzbads 3, könnten die Elektroden 9 das
Entleeren des geschmolzenen Glases behindern. Aus diesem Grund erstrecken
sich die Kanäle 6 zum
Ablassen zumindest teilweise unterhalb der Elektroden 9.
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Die
Kanäle 6 zum
Ablassen können
zumindest einen Hauptaufnahmekanal 10 umfassen, der verbunden
ist mit der Aussenseite des Ofens mittels einem Entsorgungsschacht 11.
Der Hauptkanal 10 kann eine Richtung haben, die im wesentlichen
parallel ist zu den Elektroden 9.
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Bei
einer anderen Ausgestaltung kann der Hauptkanal 10 eine
Richtung haben, die im wesentlichen senkrecht ist zu den Elektroden 9.
Zudem ist es möglich
auch eine Vielzahl von Nebenaufnahmekanälen 12 zu verwenden,
die verbunden sind mit dem Hauptkanal 10, insbesondere
bei der Ausgestaltung, bei der die Elektroden 9 senkrecht
sind zu dem Hauptkanal 10.
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Vorzugsweise
sind die Haupt- und Nebenaufnahmekanäle 10, 12 quer
zueinander und erstrecken sich vollständig unterhalb der Elektroden 9.
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Der
Ofen ist oben mit einem Aufsatz 13 verschlossen, der über dem
Boden 4 angeordnet ist an den Seitenwänden 5.
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Im
Betrieb wird ein erster Stapel von verglasbarem Material V in den
Tiegel 2 über
die Einlassmündung des
Ofens eingeführt
(nicht dargestellt in den Zeichnungen) und mittels der Förder- und
Transporteinrichtungen 7.
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Nur
während
der anfänglichen
kalten Ofenphase, wird die Ladung von Material V vorgeheizt mit
herkömmlichen
Heizeinrichtungen, um sie so wenigstens teilweise zu schmelzen und
das Schmelzbad 3 zu bilden mit einem Pegel B. An diesem
Punkt wird das Heizen des Ofens gestartet durch Beaufschlagen der
Elektroden 9 mit Energie aus einphasigem oder dreiphasigem
elektrischem Strom, um so die verglasbaren Materialien V vollständig zu
schmelzen.
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Eine
Deckschicht C von verglasbaren Materialien im festen Zustand wird
auf der oberen Oberfläche des
Schmelzbads 3 abgesetzt, um so die Wärmeabgaben des Bads aufzunehmen
und um den Aufsatz 13 des Ofens abzuschirmen.
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Auf
grund der Stellung der Elektroden 9, die über ihre
gesamte Länge
auf dem Boden 4 aufliegen, wird eine reduktion des Pegels
B des Schmelzbads 3 erhalten mit einer daraus folgenden
Reduktion der erforderlichen Zeit zum Wechseln des ersten Stapels
und des Leistungsverbrauchs.
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5 zeigt
Diagramme, die den spezifischen elektrischen Verbrauch zeigen, der
normiert ist mit Bezug auf die Masseeinheit des hergestellten Glases
für den
Fall eines Ofens mit einem Boden mit einer quadratischen Form gemäß der Erfindung
und mit den Parametern des spezifischen Verbrauchs (Tonne/Tag m2 Boden).
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Der
spezifische Verbrauch ist abhängig
von beiden Abmessungen des Ofens und der hergestellten Glasmenge,
ausgedrückt
in Tonnen von Glas pro Tag. Mit einer Zunahme der Abmessungen gibt
es offensichtlich eine Zunahme in beiden den Dispersionen und der
täglich
hergestellten Glasmenge.
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Aus
dem Verhältnis
von Dispersionen zu hergestellter Glasmenge geht hervor, dass für den selben täglichen
Durchsatz (normiert mit Bezug auf den Oberflächenbereich des Bodens) die
verbrauchte Energie pro Einheit des Produkts abnimmt bei einer Zunahme
den Oberflächenbereichs
des Bodens.
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Wie
in 5 gesehen werden kann nimmt der spezifische Verbrauch
auch ab bei einer Zunahme des spezifischen Durchsatzes. Im Rechenbeispiel
wurden Werte eines spezifischen Durchsatzes verwendet, die von 3250
bis 3750 kg/Tag m2 Boden)
reichen.
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Es
kann gesehen werden, wie mit einem geeigneten Oberflächenbereich
des Bodens und mit dem oben genannten Werten für spezifischen Durchsatz, es
möglich
ist, leicht spezifische Verbrauchsniveaus zu erreichen von bis zu
0,6 kWh/kg.
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Bei
Betriebsverhältnissen
hängt die
Menge elektrischer Leistung, die in dem Schmelzbad 3 fließt, ab von
dem elektrischen Widerstand des Glases, der variiert in Abhängigkeit
von der chemischen Zusammensetzung des Glases selbst. Der Verbrauch
an Strom hängt
nicht nur von dem Unterschied im Potential an den Anschlüssen der
eingetauchten Elektroden und dem elektrischen Widerstand des geschmolzenen
Glasbades ab sondern auch auf entscheidende Weise von der geometrischen
Verteilung der Elektroden.
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Die
begrenzende Wirkung muss auch berücksichtigt werden bei der Berechnung
des elektrischen Widerstands zwischen den eingetauchten Elektroden.
In der Tat wurde das Volumen, das von dem geschmolzenen Glasbad
eingenommen wird, reduziert im Vergleich mit einem herkömmlichen
elektrischen Ofen. Deshalb ändern
die Schnittstellen, die das Schmelzbad 3 begrenzen, deutlich
den Potentialbereich und die vereinfachte Theorie von unbegrenzten
Einrichtungen, die normalerweise angenommen wird in großen elektrischen Öfen ist
nicht mehr gültig.
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Der
Potentialbereich hängt
auch ab von der Art der verwendeten Versorgung mit elektrischer
Leistung: ein einphasiges Wechselspannungssystem kann nur bei Öfen mit
kleinen Abmessungen berücksichtigt
werden, wohingegen das dreiphasige System im allgemeinen vorzuziehen
und verpflichtend ist bei Öfen
mit großen
Abmessungen.
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Eine
homogene Verteilung der Leistung in dem Schmelzbad ist wesentlich
für den
richtigen Betrieb eines elektrischen Ofens. Eine zweite Bedingung,
die vom Betriebs-/Entwurfstyp ist, betrifft die Grenzwerte der Stromdichte
in dem Glas an den Elektroden 9.
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Im
Fall von gewerblichem Glas ist es ratsam, nicht eine Stromdichte
von 2 A/cm2 zu überschreiten, wohingegen in
dem Fall von Glas mit hoher Qualität oder besonders reich mit
Zusätzen,
die korrosiv sind für die
Elektroden 9, ist es ratsam, nicht eine Dichte von 0,7
A/cm2 zu überschreiten. Diese zweite
bedingung ergibt das Erfordernis, die Elektroden 9 mit
einer beachtlichen Länge
zu entwerfen und wegen des niedrigen Pegels B des Glases müssen diese
Elektroden seitlich in die Seitenwand 5 eingesetzt sein
und müssen
auf dem Boden 4 aufliegen entlang ihrer gesamten Länge.
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Mit
Bezug auf 2 zeigt Tabelle 1 ein Beispiel
für eine
Berechnung der angelegten Spannung Vapp, des Stroms I und der Stromdichte
i an den Elektroden 9 (Effektivwerte) als eine Funktion
der gegenseitigen Abstände
D, D' zwischen den
Elektroden 9.
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Die
Berechnung bezieht sich auf einen Ofen mit Boden 4 mit
Abmessungen von ungefähr
4 m2 mit einer quadratischen, ebenen Auslegung,
deren Leistung gerechnet wurde mit ungefähr 343 kW Bei dem spezifischen
Durchsatz von 3540 kg/(Tag m2 Boden)
Tabelle 1 Charakteristische Spannungs- und Stromdaten (Effektivwerte)
des Ofens gemäß 2 mit
einphasiger Leistungszufuhr (ρglas ∼ 3,45 Ω cm). Der
Zustand bei dem gleichförmige
Verteilung der Ströme
in dem geschmolzenen Glas ist, ist hervorgehoben gezeigt.
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- In Strom in der Elektrode n
- in Stromdichte an der Schnittstelle
n Glas-Elektrode
- ID(D') Strom
in dem Glas zwischen seitlicher und zentraler Elektrode (D', zwischen zentralen
Elektroden) des Schmelztiegels gemäß 2
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In
dem Fall, in dem der Ofen angetrieben ist mit einer dreiphasigen
Wechselspannung R-S-T nimmt die Stromdichte an den Elektroden 9 ab.
Die folgende Tabelle 2 zeigt die selbe Berechnung, die in der Tabelle 1
dargestellt ist. In diesem Fall sind mit Bezug auf 2 die
zwei äußeren Elektroden
angeschlossen an die Phase R, die zweite Elektrode von links ist
angeschlossen an die Phase S und die verbleibende Elektrode an die
Phase T, was eine Dreiecksschaltung ergibt, die symmetrisch versorgt
ist.
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Tabelle
2 Charakteristische Stromdaten (Effektivwerte) des Ofens gemäß 2 mit
dreiphasiger Leistungszufuhr (ρglas 3,45 Ω cm). Der Zustand, bei dem
gleichförmige
Verteilung der Ströme
in dem geschmolzenen Glas ist, ist hervorgehoben gezeigt.
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- In Strom in der Elektrode n
- in Stromdichte an der Schnittstelle
n Glas-Elektrode
- IR(S, T) Phasenstrom R (S, T) in dem
Fall der zentralen Elektroden der Strom in der Elektrode ist gleich
dem Phasenstrom S und T
- JST Leitungsstrom zwischen den Phasen
S und T
- ID(D') Strom
in dem Glas zwischen seitlicher und zentraler Elektrode (D', zwischen zentralen
Elektroden) des Schmelztiegels gemäß 2
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Aus
dem oben gesagten ist es klar, dass mit dem Verfahren gemäß der Erfindung
und seiner Umsetzung mittels einem elektrischen Ofen gemäß den Ansprüchen es
möglich
ist, die vorbestimmten Ziele zu erreichen und insbesondere auf eine
kosteneffektive Weise das Schmelzen von verglasbaren Materialien
zu bewerkstelligen, insbesondere für die Herstellung gläserner Mosaikmaterialien
und keramischer Glasmassen sowie für die Verglasung von Abfall
unter Verwendung elektrischer Energie.
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Insbesondere
ist es mit dem Verfahren gemäß der Erfindung
möglich
einen Ofen mit einem kalten Aufsatz vorzusehen, der in der Lage
ist, die Temperatur abzusenken und die Menge der verschmutzenden
Substanzen, die in den Gasen enthalten sind, die in die Atmosphäre abgelassen
werden, wobei der spezifische Leistungsverbrauch begrenzt wird.
Zudem ist es mit der Erfindung möglich,
die Zeit zu begrenzen, die erforderlich ist zum Wechseln des verglasbaren
Materials.
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Das
Verfahren und der Ofen gemäß der Erfindung
sind vielerlei Änderungen
und Variationen ausgesetzt, die alle in die erfinderische Idee fallen,
die in den Ansprüchen
ausgedrückt
ist. Alle Einzelheiten können ersetzt
werden durch andere technisch gleichwirkende Elemente und die Materialien
können
variieren entsprechend den Erfordernissen ohne aus dem Schutzbereich
der Erfindung zu gelangen.
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Obwohl
der Gegenstand der Erfindung beschrieben wurde mt besonderem Bezug
auf die beigefügten Figuren,
werden die Bezugszeichen, die in der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendet
werden, verwendet um das Verständnis
der Erfindung zu erleichtern und nicht um in irgendeiner Weise den
beanspruchten Schutzbereich zu begrenzen.