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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung stellt isolierte Nukleinsäure- und Aminosäuresequenzen
von CNG2B, Antikörper
gegen CNG2B, Verfahren zum Detektieren von CNG2B und Verfahren zum
Screenen von Modulatoren von durch zyklische Nukleotide gesteuerten
Kationenkanälen
unter Verwendung von biologisch aktivem CNG2B bereit. Die Erfindung
stellt ferner, in einem Computersystem, ein Verfahren zum Screenen
nach Mutationen von humanen CNG2B Genen bereit wie auch ein Verfahren
zum Identifizieren einer dreidimensionalen Struktur von humanen CNG2B-Polypeptiden
bereit.
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Hintergrund der Erfindung
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Durch
zyklische Nukleotide gesteuerte Kanäle (CNG) sind eine Klasse von
nicht selektiven Kationenkanälen,
die durch direkte Bindung von zyklischen Nukleotiden, wie cGMP und
cAMP, geöffnet
werden. CNG-Kanäle
sind für
Na+ und Ca2+ hoch durchlässig und ihre Aktivierung führt zur
Depolarisierung und zu Erhöhungen
der internen Ca2+ Konzentrationen. Diese
Kanäle
können Änderungen
der zytoplasmatischen zyklischen Nukleotid-Niveaus mit Änderungen
der zellulären
Erregbarkeit, der Sekretion von Neurotransmittern und der Stimulierung
von Kalzium-abhängigen
Wegen in Verbindung setzen.
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Kanalproteine
der CNG-Familie sind Multimere und können durch wenigstens zwei
funktional unterschiedliche Klassen von Untereinheiten gebildet
werden. Die zwei Klassen von Untereinheiten, Alpha und Beta, teilen
ein gemeinsames Motiv aus 6 Transmembrandomänen, einem Porenmotiv und einer
zytoplasmatischen zyklischen Nukleotid-Bindungsdomäne (Finn
et al., Annu. Rev. Physiol. 58: 395-426: 1996). CNG Alpha-Untereinheiten
können
funktionale Kanäle
als Homomultimere bilden, d.h. alle Untereinheiten, die zu der Kanalpore
beitragen, sind identisch. Beta-Untereinheiten können im Gegensatz dazu nur
funktionale Kanäle bilden,
wenn sie mit einer Alpha-Untereinheit exprimiert werden. Diese heteromultimeren
Kanäle
zeigen funktionale Eigenschaften, die konsistent sind mit nativen
CNG-Kanälen
(Gerstner, et al., J Neurosci. 20 (4): 1324-1332, 2000; Finn, et
al., Annu. Rev. Physio. 58: 395-426, 1996). Zum Beispiel tritt Koexpression
von Alpha- und Beta-Untereinheiten in retinalen Stäbchenzellen
auf, wobei die Alpha-Untereinheit CNGA1 einen Heteromultimer mit
der Beta-Untereinheit CNGB1 (CNG4) bildet (Gerstner, et al., J Neurosci.
20 (4): 1324-1332, Feb. 15, 2000).
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CNG-Kanäle sind
für die
sensorische Signaltransduktion in retinalen und Geruchs- und Geschmacksknospenzellen
in Reaktion auf primäre
sensorische Reize wie Licht und aerosolische oder aufgelöste Moleküle wichtig
(Ding, C, et al., Am. J. Physiol. 272 (Cell Physiol. 41): C1335- C1344, 1997). In
Photorezeptorzellen sind die CNG-Kanäle in Dunkelheit wegen der
hohen Grundkonzentration von cGMP offen. Dies verursacht eine tonische
Depolarisierung der Membran und eine konstitutive Neurotransmitterfreisetzung.
Nach Stimulierung durch Licht fallen die cGMP-Niveaus, was die CNG-Kanäle schließt. Dies
wiederum verursacht eine Hyperpolarisierung der Membran, einen Abfall
der internen Ca2+ Konzentration, und eine
Reduzierung der Freisetzung von Neurotransmittern (Finn, et al.,
Annu. Rev. Physiol. 58: 395-426, 1996).
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CNG-Kanäle wurden
in einer Anzahl von Geweben gefunden, was nahe legt, dass diese
Kanäle
eine Vielzahl von Reizen mit einer Änderung des Membranpotentials
und des zytoplasmatischen Kalziumniveaus verbinden (Ding, et al.,
Am. J. Physiol. 272 (Cell Physiol. 41): C1335-C1344, 1997; Kingston
P, Synapse 32: 1-12, 1999). Zum Beispiel werden retinale und Geruchs-CNG-Kanäle in zahlreichen
Teilen des Gehirns exprimiert (Ding, et al., Am. J. Physio. 272
(Cell Physiol. 41): C1335-C1344, 1997; Kingston P, Synapse 32: 1-12, 1999).
Da diese Kanäle
für Ca2+ hoch durchlässig sind, können sie
Ca2+ abhängige
Wege stimulieren, die signifikante Effekte auf die neuronale Aktivität besitzen.
Direkter, können
sie zu der neuronalen Aktivität
durch das Bereitstellen von exzitatorischen Depolarisierungen beitragen.
CNG-Kanäle
können
auch mit anderen zweiten Botensystemen wie dem Stickoxidweg interagieren,
um die länger
anhaltenden Änderungen
bereitzustellen, die bei dem Lernen und dem Gedächtnis wichtige Mechanismen
sind (Kingston, Synapse 32: 1-12, 1999). CNG-Kanäle wurden in den Testis gefunden
und können
durch die Regulierung der internen Ca2+ Konzentration
in der Chemotaxis des Spermiums involviert sein (Weyand, et al.,
Nature 368: 859-863, 1994). Expression von CNG-Kanälen wurde
in auch im Herzen, der Aorta und Niere festgestellt, in denen sie
eine Rolle in der Regulierung der Herzschlagzahl, des Blutdrucks
bzw. des Elektrolytentransports spielen können (Finn et al., Ann. Rev.
Physio. 1996,58: 395-426). Der volle Umfang der CNG-Kanalfunktion
wird noch nicht vollständig
verstanden, aber es ist klar, dass sie eine Schlüsselrolle in vielen physiologischen
Prozessen spielen.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt die erste Isolierung und Charakterisierung
von humanem CNG2B bereit, einer neuen Untereinheit eines durch zyklische
Nukleotide gesteuerten Kanals. Die vorliegende Erfindung stellt
sowohl die Nukleotid- als auch die Aminosäuresequenz von CNG2B zur Verfügung, wie
auch Verfahren zum Testen auf Modulatoren von CNG2B und Verfahren
zum Detektieren von CNG2B Nukleinsäuren und Proteinen.
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In
einem Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine isolierte Nukleinsäure, die
für ein
Polypeptid kodiert, bereit, das eine Untereinheit eines Kationenkanals
umfasst, wobei das Polypeptid: (i) mit wenigstens einer CNG Alpha-Untereinheit
einen Kationenkanal bildet, der die Eigenschaft des Steuerns durch
zyklische Nukleotide oder Stickoxid besitzt; und (ii) eine Aminosäuresequenz
SEQ ID NO: 1 umfasst.
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In
einem anderen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine isolierte
Nukleinsäure
bereit, die für
ein CNG26-Polypeptid kodiert, wobei die Nukleinsäure eine Nukleotidsequenz SEQ
ID NO: 2 oder SEQ ID NO: 3 umfasst.
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In
einem anderen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine isolierte
Nukleinsäure
bereit, die für
ein CNG2B-Polypeptid kodiert, wobei die Nukleinsäure eine Nukleotidsequenz SEQ
ID NO: 2 oder SEQ ID NO: 3 umfasst.
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In
einer Ausführungsform
kodiert die Nukleinsäure
für ein
Polypeptid, das die Aminosäuresequenz SEQ
ID NO: 1 umfasst. In einer anderen Ausführungsform umfasst die Nukleinsäure ein
Aminosäuresequenz SEQ
ID NO: 2 oder SEQ ID NO: 3.
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In
einem anderen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
bereit zum Detektieren einer Nukleinsäure, wobei das Verfahren das
in Kontakt bringen der Nukleinsäure
mit einer isolierten Nukleinsäure, wie
oben beschrieben, umfasst.
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In
einem anderen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung Expressionsvektoren
bereit, die Nukleinsäuren
der Erfindung umfassen, und Wirtszellen, die solche Expressionsvektoren
umfassen.
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In
einem anderen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein isoliertes
Polypeptid bereit, das eine Untereinheit eines Kationenkanals umfasst,
wobei das Polypeptid: (i) mit wenigstens einer CNG Alpha-Untereinheit
einen Kationenkanal bildet, der die Eigenschaft besitzt, sich durch
zyklische Nukleotide steuern zu lassen; und (ii) eine Aminosäuresequenz
SEQ ID NO: 1 umfasst.
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Das
Polypeptid bindet spezifisch an Antikörper, die gegen ein Polypeptid
erzeugt wurden, das eine Aminosäuresequenz
SEQ ID NO: 1 umfasst. In einer anderen Ausführungsform umfasst das Polypeptid
eine Alpha-Untereinheit eines homomeren, durch zyklische Nukleotide
gesteuerten Kationenkanals. In einer anderen Ausführungsform
umfasst das Polypeptid eine Alpha-Untereinheit eines heteromeren, durch
zyklische Nukleotide gesteuerten Kationenkanals. In einer anderen
Ausführungsform
besitzt das Polypeptid ein Molekulargewicht von zwischen ungefähr 61 kD
bis ungefähr
71 kD. In einer anderen Ausführungsform
besitzt das Polypeptid eine Aminosäuresequenz von humanem CNG2B.
In einer anderen Ausführungsform
besitzt das Polypeptid eine Aminosäuresequenz SEQ ID NO: 1.
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In
einem anderen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
bereit zum Identifizieren einer Verbindung, die den Ionenfluss durch
einen Kationenkanal steigert oder vermindert, wobei das Verfahren
die Schritte umfasst: (i) In-Kontakt-Bringen der Verbindung mit
dem CNG2B-Polypeptid,
wobei das Polypeptid (a) mit wenigstens einer CNG Alpha-Untereinheit
einen Kationenkanal bildet, der die Eigenschaft besitzt, sich durch
zyklische Nukleotide steuern zu lassen und (b) eine Aminosäuresequenz
SEQ ID NO: 1 umfasst; und (ii) Bestimmen der funktionellen Wirkung
der Verbindung auf den Kationenkanal.
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In
einer Ausführungsform
ist der funktionale Effekt ein physikalischer Effekt oder ein chemischer
Effekt. In einer Ausführungsform
ist das Polypeptid rekombinant. In einer anderen Ausführungsform
wird die funktionelle Wirkung durch Messung der Ligandenbindung
an den Kanal bestimmt. In einer anderen Ausführungsform ist der Kationenkanal
homomultimer. In einer anderen Ausführungsform ist der Kationenkanal
heteromultimer.
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In
einer Ausführungsform
wird das Polypeptid in einer eukaryotischen Wirtszelle oder Zellmembran
exprimiert. In einer anderen Ausführungsform wird der funktionale
Effekt durch Messung des Ionenflusses, Veränderungen der Ionenkonzentrationen,
Veränderungen
des Stroms oder Veränderungen
der Spannung bestimmt.
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In
einer Ausführungsform
ist die Aminosäuresequenz
von einem Volllängen-CNG2B-Polypeptid.
In einem anderen Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zum Detektieren des Vorliegens von CNG2B in humanem Gewebe bereit,
wobei das Verfahren die Schritte umfasst: (i) Isolieren einer biologischen Probe;
(ii) in Kontakt bringen der biologischen Probe mit einem CNG2B spezifischem
Reagenz, das selektiv mit CNG2B assoziiert; und (iii) Detektieren
des Niveaus von CNG2B spezifischem Reagenz, das selektiv mit der
Probe assoziiert.
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In
einer Ausführungsform
wird das CNG2B spezifische Reagenz aus der Gruppe ausgewählt bestehend
aus: CNG2B spezifischen Antikörpern,
CNG2B spezifischen Oligonukleotidprimern und CNG2B-Nukleinsäuresonden.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1.
Aminosäure-Anlagerung
von CNG2B (SEQ ID NO: 1) mit Ratten OCNC2 (SEQ ID NO: 16). Identische
Reste sind schattiert und Zahlen an dem linken Rand zeigen die Aminosäureposition
an.
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2.
Vollständige
CNG2B Sequenz, die aus einer Zusammensetzung von PCR Fragmenten
abgeleitet wurde (SEQ ID NO: 2).
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3.
Vollständige
CNG2B kodierende Nukleotidsequenz (SEQ ID NO: 3).
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4.
Vollständige
CNG2B Aminosäuresequenz
(SEQ ID NO: 1).
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Eingehende Beschreibung der Erfindung
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I. Einführung
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Die
vorliegende Erfindung stellt zum ersten Mal Nukleinsäuren bereit,
die CNG2B kodieren, ein Mitglied der CNG-Familie von durch zyklische
Nukleotide gesteuerten Kationenkanälen. Mitglieder dieser Familie sind
Polypeptiduntereinheiten von Kationenkanälen mit sechs Transmembranregionen,
einem Porenmotiv und einer zytoplasmatischen Bindungsdomäne für zyklische
Nukleotide. CNG2B ist dem Ratten OCNC2 am ähnlichsten, das, ohne an eine
bestimmte Theorie gebunden zu sein, Eigenschaften sowohl von Alpha-
als auch Beta-Untereinheiten
besitzt. Da CNG2B in dem zentralen Nervensystem exprimiert wird,
können
Modulatoren der CNG2B identifiziert werden, die bei der Behandlung
jeglicher einer großen
Anzahl von neurologischen Störungen
nützlich
sein würden.
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Die
Erfindung stellt daher Verfahren zum Screenen nach Aktivatoren und
Inhibitoren von Kationenkanälen
bereit, die eine CNG2B-Untereinheit enthalten. Solche Modulatoren
von Kationenkanalaktivität
sind nützlich
bei der Behandlung von Störungen
einschließlich
neurologischer Störungen.
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Weiterhin
stellt die Erfindung Assays für
CNG Aktivität
bereit, in denen CNG2B als ein direktes oder indirektes Reportermolekül funktioniert.
Solche Verwendungen von CNG2B als ein Reportermolekül in Assay- und
Detektionssystemen besitzen breite Anwendungen, z.B. kann CNG2B
als ein Reportermolekül
verwendet werden, um Änderungen
der Kationenkonzentration, des Membranpotentials, Stromflusses,
Ionenflusses, der Transkription, Signaltransduktion, von Rezeptor-Liganden-Interaktionen,
Zweitbotenkonzentrationen, in vitro, in vivo und ex vivo zu messen.
In einer Ausführungsform
kann CNG2B als ein Indikator des Stromflusses in eine bestimmte
Richtung (z.B nach außen
oder innen gerichteter Kationenfluss) verwendet werden, und in einer
anderen Ausführungsform
kann CNG2B als ein indirekter Reporter über die Anheftung an ein zweites
Reportermolekül,
wie „green
fluorescent protein",
verwendet werden.
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Die
Erfindung stellt auch Verfahren zum Detektieren von CNG2B Nukleinsäure- und
Proteinexpression bereit, die die Untersuchung der Kanaldiversität erlauben,
die durch die CNG2B Familienmitglieder bereitgestellt wird, wie
auch die Diagnose von Störungen
einschließlich
neurologischer Störungen.
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Schließlich stellt
die Erfindung ein Verfahren zum Screenen nach Mutationen von CNG2B
Genen oder Proteinen bereit. Die Erfindung schließt ein,
aber ist nicht eingegrenzt auf Verfahren zum Screenen nach Mutationen
in CNG2B unter der Verwendung eines Computers. In ähnlicher
Weise stellt die Erfindung Verfahren zum Identifizieren der dreidimensionalen
Struktur von CNG2B-Polypeptiden
bereit, wie auch die resultierenden Computer lesbaren Bilder oder
Daten, die die dreidimensionale Struktur von CNG26-Polypeptiden
umfassen. Andere Verfahren zum Screenen nach Mutationen von CNG2B
Genen oder Proteinen schließen
hochdichte Oligonukleotid-Arrays, PCR, Immunoassays und ähnliche
ein.
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Funktional
sind CNG26-Polypeptide Untereinheiten, z.B. Alpha-Untereinheiten
von durch zyklische Nukleotide gesteuerten Kationenkanälen. CNG2B
enthaltende Kanäle
sind entweder homomultimer oder heteromultimer. Heteromultimere
CNG2B enthaltende Kanäle
können
zusätzlich
zu den CNG2B Untereinheiten eine oder mehr CNG Alpha- oder Beta-Untereinheiten
enthalten. Die Präsenz
von CNG2B in einem Kationenkanal kann die Aktivität des heteromeren
Kanals modulieren und somit die Kanaldiversität erhöhen. Die Kanaldiversität wird auch
durch alternativ gespleißte
Formen von CNG2B Genen erhöht.
CNG2B Nukleinsäuren wurden
aus cDNAs aus dem humanen Zentralnervensystem isoliert.
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Strukturell
kodiert die Nukleotidsequenz des humanen CNG2B (SEQ ID NOS: 2-3)
für ein
Polypeptidmonomer mit einem vorausgesagten Molekulargewicht von
ungefähr
66 kD und einem vorausgesagten Molekulargewichtsbereich von 61-71
kD. CNG2B-Polypeptide enthalten typischerweise jedes der Motive,
die für
Alpha- und Beta-Untereinheiten üblich
sind, einschließlich
sechs Transmembrandomänen,
einem Porenmotiv und einer zytoplasmatischen Bindungsdomäne für zyklische
Nukleotide (Finn et al. Ann. Rev. Physio. 58: 395-426: 1996). Verwandte
CNG2B Gene aus anderen Spezies besitzen wenigstens ungefähr 60%,
65%, 70%, 75%, 80%, 85%, 90% oder vorzugsweise 95% bis 100% Aminosäureidentität mit dem
CNG2B, das als SEQ ID NO: 1 gezeigt wird.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch polymorphe Varianten des humanen
CNG1B bereit, das in SEQ ID NO: 1 abgebildet ist: Variante #1, in
der ein Isoleucinrest für
den Valinrest an Aminosäureposition
110 ersetzt ist; Variante #2, in der ein Glycinrest für den Serinrest
an Aminosäureposition
520 ersetzt ist; Variante #3, in der ein Lysinrest für den Argininrest
an Aminosäureposition
537 ersetzt ist; und Variante #4, in der ein Glutaminsäurerest
für den
Asparaginsäurerest
an Aminosäureposition
550 ersetzt ist.
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Die
CNG2B Nukleotid- und Aminosäuresequenz
kann verwendet werden, um CNG2B polymorphe Varianten, Interspezies-Homologe
und Allele zu identifizieren. Die Identifizierung kann in vitro
gemacht werden, z.B. unter stringenten Hybridisierungsbedingunen
und Sequenzierung oder durch Verwendung der Sequenzinformation in
einem Computersystem zum Vergleich mit anderen Nukleotidsequenzen,
oder unter Verwendung von Antikörpern,
die gegen CNG2B entwickelt wurden. Typischerweise wird die Identifikation
von CNG2B polymorphen Varianten, Orthologen und Allelen durch Vergleichen
der Aminosäuresequenz
(oder der Nukleinsäure,
die die Aminosäuresequenz
kodiert) SEQ ID NO:1 gemacht. Aminosäureidentität von ungefähr wenigstens 60% oder darüber, 70%,
65%, 75%, 80%, vorzugsweise 85%, am bevorzugtesten 95%, 96%, 97%, 98%
oder 99% demonstriert typischerweise, dass ein Protein eine CNG2B
polymorphe Variante, ein Interspezies-Homolog oder Allel ist. Sequenzvergleich
wird typischerweise mit dem BLAST oder BLAST 2.0 Algorithmus mit
Standardparametern, die unten diskutiert werden, durchgeführt.
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CNG26
polymorphe Varianten, Interspezies-Homologe und Allele können durch
Exprimieren oder Co-Exprimieren des vermuteten CNG2B-Polypeptidmonomers
bestätigt
werden und durch Untersuchung, ob es einen Kationenkanal mit den
funktionalen und biochemischen Eigenschaften der CNG Familien bildet.
Dieser Assay wird verwendet, um zu demonstrieren, dass ein Protein
mit ungefähr
60% oder darüber,
65%, 70%, 75%, 80%, vorzugsweise 85%, 90%, oder 95% oder größerer Aminosäureidentität mit CNG2B
die gleichen funktionalen Eigenschaften wie CNG2B besitzt und daher
eine Spezies von CNG2B ist. Typischerweise wird humanes CNG2B mit
der Aminosäuresequenz
SEQ ID NO: 1 als eine positive Kontrolle gegenüber dem möglichen CNG2B Protein verwendet,
um die Identifizierung einer CNG2B polymorphen Variante, Ortholog,
konservativ modifizierten Variante, Mutante oder Allel zu belegen.
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CNG2B-Nukleotid
und Amionsäuresequenzinformation
kann auch verwendet werden, um Modelle von durch zyklische Nukleotide
gesteuerten Kationenkanälen
in einem Computersystem zu konstruieren. Diese Modelle werden dann
verwendet, um Verbindungen zu identifizieren, die durch zyklische
Nukleotide gesteuerten Kationenkanälen, die CNG2B-Polypeptide
umfassen, aktivieren oder inhibieren können. Solche Verbindungen,
die die Aktivität
von Kanälen,
die CNG2B-Polypeptide
umfassen, können
verwendet werden, um die Rolle von CNG2B-Polypeptiden bei der Modulation
von Kanalaktivität
und bei der Kanaldiversität
zu untersuchen.
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Die
Isolierung von biologisch aktivem CNG2B stellt zum ersten Mal ein
Mittel bereit, um Tests auf Inhibitoren und Aktivatoren von durch
zyklische Nukleotide gesteuerten Kationenkanälen durchzuführen, die CNG2B
Untereinheiten umfassen. Biologisch aktive CNG26-Polypeptide sind
nützlich
für das
Testen von Inhibitoren und Aktivatoren von durch zyklische Nukleotide
gesteuerten Kationenkanälen,
die CNG2B Untereinheiten umfassen, mit in vivo und in vitro Expression,
die z.B. Änderungen
der Spannung oder des Stroms messen. Solche Aktivatoren und Inhibitoren,
die mit einem Kationenkanal identifiziert wurden, der wenigstens
eine CNG2B Untereinheit, optional bis zu vier CNG2B Untereinheiten,
umfasst, können
verwendet werden, um weiter die Steuerung durch zyklische Nukleotide,
Kanalkinetiken und Leitungseigenschaften von Kationenkanälen zu studieren.
Solche Aktivatoren und Inhibitoren sind nützlich als pharmazeutische
Agenzien zum Behandeln von Krankheiten, die abnormalen Ionenfluss
involvieren, z.B. Störungen,
einschließlich
neurologischer Störungen,
wie oben beschrieben.
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Verfahren
zum Detektieren von CNG2B Nukleinsäuren und Polypeptiden und von
Expression der Kanäle,
die CNG2B-Polypeptide umfassen, sind auch nützlich für diagnostische Anwendungen
für Krankheiten, die
abnormalen Ionenfluss, z.B. wie oben beschrieben, involvieren. Zum
Beispiel kann die Chromosomenlokalisierung des Gens, das für humanes
CNG2B kodiert, verwendet werden, um Krankheiten zu identifizieren,
die durch CNG2B verursacht sind und mit CNG2B assoziiert sind. Verfahren
zum Detektieren von CNG2B sind auch nützlich zur Untersuchung der
Rolle von CNG2B bei der Kanaldiversität und Modulation der Kanalaktivität.
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II. Definitionen
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Wie
hier verwendet, haben die folgenden Begriffe die Bedeutungen, die
ihnen zugeordnet werden, falls nicht anders spezifiziert wurde.
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"CNG2B" bezieht sich auf
ein Polypeptid, das eine Untereinheit oder ein Monomer eines durch
zyklische Nukleotide gesteuerten Kationenkanals und ein Mitglied
der CNG-Familie ist. Wenn CNG2B Teil eines Kationenkanals ist, z.B.
ein homomultimerer oder heteromultimerer Kationenkanal, besitzt
der Kanal die Eigenschaften des Steuerns durch zyklische Nukleotide
oder des Steuerns durch Stickoxid. Der Begriff CNG2B bezieht sich
daher auf CNG2B polymorphe Varianten, Allele, Mutanten und Interspezieshomologe,
die: (1) eine Aminosäuresubsequenz
besitzen, die mehr als ungefähr
60% Aminosäuresequenzidentität, 65%,
70%, 75%, 80%, 85%, 90%, vorzugsweise 95%, 96%, 97%, 98% oder 99%
oder höhere
Aminosäuresequenzidentität mit einer
CNG2B Sequenz SEQ ID NO: 1 besitzen; (2) an Antikörper binden,
z.B. polyklonale Antikörper,
die gegen ein Immunogen erzeugt wurden, das eine Aminosäuresequenz
SEQ ID NO: 1 oder ein Fragment oder konservativ modifizierte Varianten
davon besitzt; (3) spezifisch unter stringenten Hybridisierungsbedingungen
an eine Sequenz von SEQ ID NOS: 2-3 und Fragmenten oder konservativ
modifizierte Varianten davon hybridisiert; (4) eine Nukleinsäuresubsequenz
besitzt, die mehr als ungefähr
90%, vorzugsweise mehr als 96%, 97%, 98%, 99% oder höhere Nukleinsäuresequenzidentität mit SEQ
ID NO: 2 oder SEQ ID NO: 3 besitzt; oder (5) durch Primer amplifiziert
werden, die spezifisch unter stringenten Hybridisierungsbedingungen
an die gleiche Sequenz hybridisieren wie ein Primersatz, der ausgewählt ist
aus der Gruppe bestehend aus SEQ ID NOS: 4-13.
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Der
Begriff „durch
zyklische Nukleotide gesteuerte" Aktivität oder „Steuern
durch zyklische Nukleotide" bezieht
sich auf eine Eigenschaft eines Kationenkanals, der zusammengesetzt
ist aus individuellen Polypeptidmonomeren oder Untereinheiten. Im
Allgemeinen sind durch zyklische Nukleotide gesteuerte Kationenkanäle eine
Klasse von nicht-selektiven Kationenkanälen, die geöffnet werden durch direkte
Bindung von zyklischen Nukleotiden, wie cGMP oder cAMP. CNG-Kanäle sind
hoch permeabel für
Na+ und Ca2+, und
ihre Aktivierung führt
zur Depolarisierung und Anstiegen der internen Ca2+-Konzentrationen.
CNG-Kanäle
können
somit Änderungen
der zytoplasmatischen zyklischen Nukleotid-Niveaus mit Änderungen
der zellulären
Anregbarkeit, Sekretion von Neurotransmittern und/oder Stimulierung
von Kalzium-abhängigen
Wegen in Verbindung setzen. CNG-Kanäle spielen eine wichtige Rolle
bei der sensorischen Signaltransduktion in zahlreichen Zellen, z.B.
Zellen im gesamten zentralen Nervensystem, in Reaktion auf primäre sensorische
Reize, wie Licht und aerosoligen oder gelösten Molekülen. In Photorezeptorzellen
sind CNG-Kanäle
wegen einer hohen basalen Konzentration von cGMG in Dunkelheit offen,
was eine tonische Depolarisierung der Membran und konstitutive Neurotransmitterfreisetzung
verursacht. Nach Stimulierung durch Licht fallen die cGMP-Niveaus,
was die CNG-Kanäle
schließt
und weiter eine Hyperpolarisierung der Membran, einen Abfall der
internen Ca2+ Konzentration und einen Abfall
der Neurotransmitterfreisetzung verursacht. CNG-Kanäle
können
auch mit Zweitbotensystemen wie dem Stickoxidweg interagieren. In
einigen Fällen
kann NO zyklische Nukleotide beim Steuern dieser Kanäle ersetzen
(siehe z.B. Broillet, et al., Neuron 18: 951-958 (1997)).
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„Homomerer
Kanal" oder „homomultimerer
Kanal" bezieht sich
auf einen CNG-Kanal, der aus identischen Alpha-Untereinheiten zusammengesetzt
ist, wobei „heteromerer
Kanal" oder „heteromultimerer
Kanal" sich auf
einen CNG-Kanal bezieht, der aus wenigstens einer CNG-Alpha-Untereinheit, z.B.
CNG2B, zusammengesetzt ist, plus wenigstens einem anderen Typ von
Alpha- oder Beta-Untereinheit.
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Eine "Alpha-Untereinheit" ist ein Polypeptidmonomer,
der eine essentielle Untereinheit eines CNG-Kationenkanals ist, da wenigstens eine
Alpha-Untereinheit benötigt
wird, um einen funktionalen Kanal zu erzeugen. Alpha-Untereinheiten
können
einen homomultimeren Kationenkanal oder einen heteromultimeren Kanal
bilden, der andere Beta-Untereinheiten oder andere heterologe Alpha-Untereinheiten
umfasst. Jede bestimmte Alpha-Untereinheit kann an einer Vielzahl
von Kanaltypen in einem Organismus oder in einer Zelle beteiligt
sein, wobei sie, z.B., in einem Zelltyp homomultimere Kanäle bildet,
in einem zweiten Zelltyp einen heteromultimeren Kanal mit einer
Beta-Untereinheit bildet und in einem dritten Zelltyp einen dritten
heteromultimeren Kanal mit einer heterologen Alpha-Untereinheit
bildet.
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Eine "Beta-Untereinheit" ist ein Polypeptid-Monomer,
der eine Hilfsuntereinheit eines CNG-Kationenkanals ist, der aus Alpha-Untereinheiten
zusammengesetzt ist; jedoch können
Beta-Untereinheiten
alleine keinen Kanal bilden (siehe z.B.
U.S. Patent Nr. 5,776,734 ). Von Beta-Untereinheiten ist
bekannt, dass sie, zum Beispiel, die Anzahl der Kanäle erhöhen, indem
sie die Alpha-Untereinheiten dabei unterstützen, die Zelloberfläche zu erreichen,
die Aktivierungskinetiken zu ändern
und die Sensitivität
natürlicher
Liganden, die an die Kanäle
binden, zu ändern.
Beta-Untereinheiten
können
außerhalb
der Porenregion sein und mit Alpha-Untereinheiten assoziiert sein,
die die Porenregion umfassen. Sie können auch zu dem externen Schlund
der Porenregion beitragen.
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Der
Begriff „funktionale
Effekte" in dem
Kontext von Assays zum Testen von Verbindungen, die einen Kanal
beeinflussen, der ein CNG2B-Polypeptid umfasst, schließt die Bestimmung
jedes Parameters ein, der indirekt oder direkt unter dem Einfluss
des Kanals ist. Er schließt
z.B. direkte physikalische Effekte ein, wie Ligandenbindung, und
indirekte chemische oder phenotypische Effekt, z.B. Änderungen
des Ionenflusses und Membranpotentials und andere physiologische
Effekte, wie Anstiege oder Absenkungen der Transkription oder der
Hormonfreisetzung. „Funktionale
Effekte" schließen in vitro-(biochemische
oder Ligandenbindungsassays mit, z.B. isoliertem Protein, Zelllysaten
oder Zellmembranen ein), in vivo-(Zell- und Tierbasierte Assays)
und ex vivo-Aktivitäten
ein.
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„Bestimmen
des funktionalen Effekts" bezieht
sich auf die Untersuchung des Effektes einer Verbindung, die einen
direkten physikalischen Effekt auf eine CNG2B Untereinheit oder
Kanal hat, der eine CNG2B Untereinheit umfasst, z.B. Ligandenbindung
oder indirekte oder phenotypische Effekte auf einen Kanal, der eine
CNG2B Untereinheit umfasst, z.B. Anstiege oder Absenkungen des Ionenflusses
in einer Zelle oder Zellmembran. Der Ionenenfluss kann jedes Ion
und Analoge davon sein, das durch einen Kanal tritt, z.B. Kalium, Rubidium.
Vorzugsweise bezieht sich der Begriff auf den funktionalen Effekt
der Verbindung auf die Kanäle, die
CNG2B umfassen, z.B. Änderungen
des Ionenflusses einschließlich
Radioisotopen, Stromamplitude, Membranpotential, Stromfluss, Leitfähigkeit,
Transkription, Proteinbindung, Phosphorylierung, Dephosphorylierung,
Zweitbotenkonzentrationen (cAMP, cGMP, Ca2+,
IP3), Ligandenbindung, Änderungen der Ionenkonzentration
und andere physiologische Effekte, wie Hormon- und Neurotransmitterfreisetzung,
wie auch Änderungen
der Spannung und Stromstärke.
Solche funktionalen Effekte können
durch jegliches Mittel, das den Fachleuten bekannt ist, gemessen werden,
z. B. Patchclamping, spannungssensitive Farbstoffe, innensensitive
Farbstoffe, Ganzzell-Stöme, Radioisotopenausfluss,
induzierbare Marker und ähnliche.
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„Inhibitoren", „Aktivatoren" oder „Modulatoren" von durch zyklische
Nukleotide gesteuerten Kationenkanälen, die ein CNG2B-Polypeptid
umfassen, beziehen sich auf inhibitorische oder aktivierende Moleküle, die mit
in vitro und in vivo Assays für
CNG2B Kanalfunktion identifiziert wurden. Inhibitoren sind Verbindungen,
die die Aktivierung verringern, blocken, verhindern oder aufschieben,
den Kanal inaktivieren, dessen Empfindlichkeit herabsetzen oder
herunter regulieren. Aktivatoren sind Verbindungen, die die Aktivierung
erhöhen,
eröffnen,
aktivieren, vereinfachen, verstärken,
die Kanalaktivität
in ihrer Empfindlichkeit erhöhen
oder sie herauf regulieren. Solche Assays für Inhibitoren und Aktivatoren
schließen
ein, z.B. das Exprimieren eines CNG2B-Polypeptids in Zellen oder Zellmembranen
und anschließendes
Messen des Ionenflusses durch den Kanal und Bestimmen der Änderung
der Polarisierung oder Ca2+ Konzentration
(d.h. des elektrischen Potentials). Alternativ können Zellen, die endogene CNG2B
Kanäle
exprimieren, in solchen Assays verwendet werden. Um das Ausmaß der Inhibierung
zu untersuchen wurden Proben oder Assays, die einen CNG2B Kanal
umfassen, mit einem potentiellen Aktivator oder Inhibitor behandelt
und mit Kontrollproben ohne den Inhibitor verglichen. Kontrollbeispiele
(nicht mit Inhibitoren behandelt) wird ein relativer CNG2B Aktivitätswert von
100% zugeordnet. Inhibition von Kanälen, die CNG2B umfassen, wird
erreicht, wenn der CNG2B Aktivitätswert
relativ zu der Kontrolle ungefähr
90%, vorzugsweise 50%, noch bevorzugter 25-0% ist. Aktivierung von
Kanälen,
die CNG2B umfassen, wird erreicht, wenn der CNG2B Aktivitätswert relativ
zu der Kontrolle ungefähr
110%, noch bevorzugter 150%, am meisten bevorzugt wenigstens 200-500%
höher oder
1000% oder höher
ist.
-
„Biologisch
aktive" CNG2B-Polypeptide
beziehen sich auf CNG2B-Polypeptide, die die Fähigkeit besitzen, einen Kationenkanal
zu bilden, mit der Eigenschaft des Steuerns durch zyklische Nukleotide,
der, wie hier beschrieben, getestet wurde.
-
Die
Begriffe „isoliert", „aufgereinigt" oder „biologisch
rein" beziehen sich
auf Material, das im Wesentlichen oder essentiell frei von Verbindungen
ist, die es normalerweise begleiten, wenn es in seinem natürlichen Zustand
gefunden wird. Reinheit und Homogenität werden typischerweise mit
Techniken der analytischen Chemie bestimmt, wie Polyacrylamid-Gelelektrophorese
oder Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie.
Ein Protein, das die vorherrschende Spezies in einer Zubereitung
ist, ist im substantielle aufgereinigt. Insbesondere wird eine isolierte
CNG2B Nukleinsäure
von offenen Leserastern getrennt, die das CNG2B Gen flankieren und
die Proteine, die nicht CNG2B sind, kodieren. Der Begriff „aufgereinigt" bedeutet, dass eine
Nukleinsäure oder
Protein essentiell nur eine Bande in einem elektrophoretischen Gel
erzeugt. Insbesondere bedeutet es, dass die Nukleinsäure oder
das Protein wenigstens 85% rein, bevorzugter wenigstens 95% rein
und am bevorzugtesten wenigstens 99% rein ist.
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Der
Begriff „Testverbindung" oder „Wirkstoffkandidat" oder „Modulator" oder grammatikalische Äquivalente,
wie hier verwendet, bezeichnet jedes Molekül, entweder natürlich vorkommend
oder synthetisch, z.B. Protein, Oligopeptid (z.B. ungefähr 5 bis
ungefähr
25 Aminosäuren
lang), vorzugsweise ungefähr
10 bis 20 oder 12 bis 18 Aminosäuren
lang, vorzugsweise 12, 15 oder 18 Aminosäuren lang, ein kleines organisches Molekül, Polysaccharid,
Lipid (z.B. ein Sphingolipid), Fettsäure, Polynukleotid, Oligonukleotid,
etc., das auf die Fähigkeit
getestet wird, direkt oder indirekt Lymphozytenaktivierung zu modulieren.
Die Testverbindung kann in der Form einer Bibliothek von Testverbindungen
sein, wie einer kombinatorischen oder randomisierten Bibliothek,
die einen ausreichenden Bereich an Diversität zur Verfügung stellt. Testverbindungen
sind optional mit einem Fusionspartner verbunden, z.B. zielführenden
Verbindungen, Rückgewinnungsverbindungen,
Dimerisierungsverbindungen, stabilisierenden Verbindungen, adressierbaren
Verbindungen und anderen funktionalen Einheiten. Konventionellerweise
werden neue chemische Einheiten mit nützlichen Eigenschaften durch Identifizieren
einer Testverbindung (genannt eine „Leit(„lead")verbindung") mit einer wünschenswerten Eigenschaft oder
Aktivität,
z.B. inhibierender Aktivität,
durch Erzeugen von Varianten der Leitverbindung, und durch Evaluieren
der Eigenschaft und Aktivität
dieser Verbindungsvarianten erzeugt. Oft werden Hochdurchsatzscreeningverfahren
(HTS) für
solch eine Analyse verwendet.
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Ein „kleines
organisches Molekül" bezieht sich auf
ein organisches Molekül,
das entweder natürlich vorkommt
oder synthetisch ist, das ein Molekulargewicht von mehr als ungefähr 50 Dalton
und weniger als ungefähr
5000 Dalton, vorzugsweise weniger als ungefähr 2000 Dalton vorzugsweise
zwischen ungefähr
100 bis ungefähr
1000 Dalton, noch bevorzugter zwischen ungefähr 200 bis ungefähr 500 Dalton
besitzt.
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„Nukleinsäure" bezieht sich auf
Desoxyribonukleotide oder Ribonukleotide und Polymere davon in entweder
einzel- oder doppelsträngiger
Form. Der Begriff umfasst Nukleinsäuren, die bekannte Nukleotidanaloge, oder
modifizierte Rückgratreste
oder Verbindungen, die synthetisch sind, natürlich vorkommend und nicht
natürlich
vorkommend sind, enthalten, die ähnliche
Bindungseigenschaften wie die Referenznukleinsäure besitzen, und die in einer
Weise ähnlich
der der Referenznukleotide metabolisiert werden. Beispiele solcher
Analoge schließen
ein, ohne Beschränkung,
Phosphorothioate, Phosphoramidate, Methylphosphonate, Chiralmetyl-Phosphonate, 2-O-Methylribonukleotide,
Peptidnukleinsäuren
(PNAs).
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Falls
nicht anders angemerkt, umfasst eine bestimmte Nukleinsäuresequenz
auch implizit konservativ modifizierte Varianten davon (z.B. degenierte
Kodonersetzungen) und komplementäre
Sequenzen, wie auch die explizit dargestellte Sequenz. Spezifisch
können
degenerierte Kondonersetzungen durch Erzeugen von Sequenzen erreicht
werden, die in der dritten Position eines oder mehrerer ausgewählter (oder
aller) Codons mit gemischten Basen und/oder Deoxyinosinresten substituiert
sind (Batzer et al., Nucleic Acid Res. 19: 5081 (1991); Ohtsuka
et al., J. Biol. Chem. 260: 2605-2608 (1985); Rossolini et al.,
Mol. Cell. Probes 8: 91-98 (1994)). Der Begriff Nukleinsäure wird
austauschbar mit Gen, cDNA, mRNA, Oligonukleotid und Polynukleotid verwendet.
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Eine
bestimmte Nukleinsäuresequenz
umfasst auch implizit „Spleißvarianten". In ähnlicher
Weise umfasst ein bestimmtes Protein, das durch eine Nukleinsäure kodiert
wird, implizit jedes Protein, das durch eine Spleißvariante
dieser Nukleinsäure
kodiert wird. „Spleißvarianten", wie der Name nahe
legt, sind Produkte von alternativen Spleißungen eines Gens. Nach Transkription
kann ein erstes Nukleinsäuretranskript
so gespleißt werden,
dass verschiedene (alternative) Nukleinsäure-Spleißprodukte verschiedene Polypeptide
kodieren. Mechanismen für
die Produktion von Spleißvarianten
variieren, aber schließen
das alternative Spleißen
von Exons ein. Alternative Polypeptide, die von der der gleichen
Nukleinsäure
durch Durchlese-Transkription abgeleitet wurden, sind auch durch
diese Erfindung umfasst. Alle Produkte einer Spleißreaktion,
einschließlich der
rekombinanten Formen der Spleißprodukte,
sind in dieser Definition eingeschlossen.
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Die
Begriffe „Polypeptid", „Peptid" und „Protein" werden hier austauschbar
verwendet, um sich auf einen Polymer von Aminosäureresten zu beziehen. Die
Begriffe werden verwendet für
Aminosäurepolymere,
in denen ein oder mehr Aminosäurereste
eine künstliche
chemische Nachahmung einer entsprechenden natürlich vorkommenden Aminosäure sind,
wie auch für
natürlich
vorkommende Aminosäurepolymere
und nicht natürlich
vorkommendes Aminosäurepolymer.
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Der
Begriff „Aminosäure" bezieht sich auf
natürlich
vorkommende und synthetische Aminosäuren, wie auch Aminosäureanaloge
und Aminosäurenachahmer,
die in einer Weise funktionieren, die ähnlich ist der von natürlich vorkommenden
Aminosäuren.
Natürlich
vorkommende Aminosäuren
sind diejenigen, die durch den genetischen Code kodiert werden,
wie auch diejenigen Aminosäuren,
die später
modifiziert werden, z.B. Hydroxyprolin, γ-Carboxyglutamat und O-Phosphoserin. Aminosäureanaloge
beziehen sich auf Verbindungen, die die gleiche chemische Basisstruktur
haben wie eine natürlich
vorkommende Aminosäure,
d.h. einen Kohlenstoff, der an einen Wasserstoff, eine Carboxylgruppe,
eine Aminogruppe und eine R-Gruppe gebunden ist, z.B. Homoserin,
Norleucin, Methioninsulfoxid, Methioninmethylsulfonium. Solche Analoge
besitzen modifizierte R-Gruppen (z.B. Norleucin) oder modifizierte
Peptidrückgrate,
behalten aber die gleiche chemische Basisstruktur wie eine natürlich vorkommende
Aminosäure
bei. Aminosäurenachahmer
beziehen sich auf chemische Verbindungen, die eine Struktur besitzen,
die verschieden ist von der allgemeinen chemischen Struktur einer
Aminosäure,
die aber in ähnlichen
Weise wie eine natürliche
vorkommende Aminosäure
funktionierten.
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Auf
Aminosäuren
wird hier Bezug genommen entweder durch ihre allgemein bekannten
Dreibuchstabensymbole oder durch die Einbuchstabensymbole, die durch
die IUPAC-IUB „Biochemical
Nomenclature Commission” empfohlen
werden. Nukleotide können
in ähnlicher
Weise mit ihren allgemein akzeptierten Einbuchstaben-Codes bezeichnet
werden.
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„Konservativ
modifizierte Varianten" bezieht
sich sowohl auf Aminosäure-
als auch auf Nukleinsäuresequenzen.
Bei Bezug auf bestimmte Nukleinsäuresequenzen
bezeichnen konservativ modifizierte Varianten diejenigen Nukleinsäuren, die
identische oder im Wesentlichen identische Aminosäuresequenzen
kodieren, oder wo die Nukleinsäure
nicht eine Aminosäuresequenz
kodiert, im Wesentlichen identische Sequenzen. Wegen der Degeneration
des genetischen Codes kodieren eine große Anzahl von funktional identischen
Nukleinsäuren
jedes gegebene Protein. Zum Beispiel kodieren die Codons GCA, GCC,
GCG und GCU alle die Aminosäure
Alanin. Somit kann an jeder Position, an der ein Alanin durch ein
Codon spezifiziert wird, das Codon zu jedem der entsprechenden beschriebenen
Codons geändert
werden, ohne das kodierte Polypeptid zu ändern. Solche Nukleinsäurevariationen
sind „stumme
Variationen", die
eine Spezies von konservativ modifizierten Variationen sind. Jede
Nukleinsäuresequenz
hierin, die ein Polypeptid kodiert, beschreibt entsprechend jede
mögliche
stumme Variation der Nukleinsäure.
Ein Fachmann wird erkennen, dass jedes Codon in einer Nukleinsäure (außer AUG,
das normalerweise das einzige Codon für Methionin ist, und TGG, das
normalerweise das einzige Codon für Tryptophan ist) modifiziert
werden kann, um ein funktional identisches Molekül zu ergeben. Entsprechend
ist jede stumme Variation einer Nukleinsäure, die ein Polypeptid kodiert,
in jeder beschriebenen Sequenz implizit enthalten.
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In
Hinblick auf Aminosäuresequenzen
wird ein Fachmann erkennen, dass individuelle Substitutionen, Deletionen
oder Additionen an einer Nukleinsäure, Peptid, Polypeptid oder
Proteinsequenz, die eine einzelne Aminosäure oder einen kleinen Prozentsatz
von Aminosäuren
in der kodierten Sequenz ändern,
hinzufügen oder
deletieren, eine „konservativ
modifizierte Variante" ist,
in der die Änderung
in der Substitution einer Aminosäure
mit einer chemisch ähnlichen
Aminosäure
resultiert. Konservative Substitutionstabellen, die funktional ähnliche
Aminosäuren
bereitstellen, sind in der Technik wohl bekannt. Solche konservativ
modifizierten Varianten sind zusätzlich
und schließen
polymorphe Varianten, Interspezieshomologe und Allele der Erfindung nicht
aus.
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Die
folgenden acht Gruppen enthalten jede der Aminosäuren, die für einander konservative Substitutionen
sind:
- 1) Alanin (A), Glycin (G);
- 2) Asparaginsäure
(D), Glutaminsäure
(E);
- 3) Asparagin (N), Glutamin (Q);
- 4) Arginin (R), Lysine (K);
- 5) Isoleucin (I), Leucin (L), Methionin (M), Valin (V);
- 6) Phenylalanin (F), Tyrosin (Y), Tryptophan (W);
- 7) Serine (S), Threonin (T); und
- 8) Cystein (C), Methionin (M)
(siehe z.B., Creighton, Proteins
(1984)).
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Makromolekulare
Strukturen, wie Polypeptidstrukturen, können in Begriffen für zahlreiche
Organisationslevels beschrieben werden. Für eine allgemeine Diskussion
dieser Organisation, siehe z.B. Alberts et al., Molecular Biology
of the Cell (3te Ausgabe, 1994) und Cantor und Schimmel, Biophysical
Chemistry Part I: The Conformation of Biological Macromolecules
(1980). „Primärstruktur" bezeichnet die Aminosäuresequenz
eines bestimmten Peptids. „Sekundärstruktur" bezeichnet lokal
geordnete, dreidimensionale Strukturen innerhalb eines Polypeptids.
Diese Strukturen sind gemeinhin als Domänen bekannt. Domänen sind
Teile eines Polypeptids, die eine kompakte Einheit des Polypeptids
bilden und sind typischerweise 15 bis 350 Aminosäuren lang. Typische Domänen werden
hergestellt aus Sektionen mit geringerer Organization, wie Bereichen
von β-Faltblattern
und α-Helizes. „Tertiärstruktur" bezeichnet die vollständige dreidimensionale
Struktur eines Polypeptidmonomers. „Quatärstruktur" bezeichnet die dreidimensionale Struktur,
die durch die nicht kovalente Assoziierung von unabhängigen tertiären Einheiten
gebildet wird. Anisotropische Begriffe sind auch als Energiebegriffe
bekannt.
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Eine „Markierung" ist eine durch spektroskopische,
photochemische, biochemische, immunochemische oder chemische Mittel
detektierbare Zusammensetzung. Zum Beispiel schließen nützliche
Markierungen 32P, fluoreszente Farbstoffe,
elektronendichte Reagenzien, Enzyme (z.B. wie gemeinhin in einem
ELISA verwendet), Biotin, Digoxigenin oder Haptene und Proteine,
für die
Antisera oder monoklonale Antikörper
verfügbar
sind (z.B. das Polypeptid SEQ ID NO: 1 kann detektierbar gemacht
werden, z.B. durch Einbau einer radioaktiven Markierung in das Peptid,
und verwendet werden, um Antikörper
zu detektieren, die mit dem Peptid spezifisch reagieren).
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Wie
hier verwendet wird eine „Nukleinsäuresonde
oder Oligonukleotid" als
eine Nukleinsäure
definiert, die in der Lage ist an eine Zielnukleinsäure mit
komplementärer
Sequenz durch einen oder mehrere Typen von chemischen Bindungen
zu binden, gewöhnlich
durch komplementäre
Basenpaarung, gewöhnlich
durch Wasserstoffbrückenbindungsbildung.
Wie hier verwendet kann eine Sonde natürliche (d.h. A, G, C oder T)
oder modifizierte Basen (7-Deazaguanosin, Inosin, etc.) einschließen. Zusätzlich können die
Basen in einer Sonde durch eine Bindung verbunden werden, die nicht
eine Phosphodiesterbindung ist, so lange, wie sie nicht mit der
Hybridisierung interferiert. Somit können zum Beispiel Sonden Peptidnukleinsäuren sein,
in der die konstituierenden Basen eher durch Peptidbindungen als
durch Phosphodiesterbindungen verbunden sind. Ein Fachmann wird
verstehen, dass Sonden Zielsequenzen binden können, denen eine vollständige Komplementarität in Abhängigkeit
von den Hybridisierungsbedingungen mit der Sondensequenz fehlt.
Die Sonden sind vorzugsweise direkt markiert, wie mit Isotopen,
Chromophoren, Lumiphoren, Chromogenen oder indirekt markiert, so wie
mit Biotin, an das ein Streptavidin-Komplex später binden kann. Durch Testen
auf das Vorliegen oder Nicht-Vorliegen der Sonde kann man das Vorliegen
oder Nicht-Vorliegen der gewählten
Sequenz oder Subsequenz detektieren.
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Eine „markierte
Nukleinsäurensonde
oder ein Oligonukleotid" ist
eine solche, die entweder kovalent durch einen Linker oder eine
chemische Bindung oder nicht kovalent durch ionische, van der Waals,
elektrostatische oder Wasserstoffbrückenbindungen so an eine Markierung
gebunden ist, dass das Vorliegen der Sonde durch Detektieren des
Vorliegens der Markierung, die an die Sonde gebunden ist, detektiert
werden kann.
-
Der
Begriff „rekombinant", wenn er unter Bezug
auf z.B. eine Zelle oder Nukleinsäure, ein Protein oder einen
Vektor verwendet wird, zeigt an, dass die Zelle, Nukleinsäure, Protein
oder Vektor durch das Einführen einer
heterologen Nukleinsäure
oder eines Proteins oder der Änderung
einer nativen Nukleinsäure
oder Protein modifiziert wurden oder dass die Zelle aus einer Zelle
abgeleitet ist, die so modifiziert wurde. Somit exprimieren zum
Beispiel rekombinante Zellen Gene, die nicht innerhalb der nativen
(nicht rekombinanten) Form der Zelle gefunden werden oder exprimieren
native Gene, die sonst abnormalerweise exprimiert, unterexprimiert
oder überhaupt
nicht exprimiert werden.
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Ein „Promotor" wird als ein Array
von Nukleinsäure-Kontrollsequenzen
definiert, der die Transkription einer Nukleinsäure steuert. Wie hier verwendet,
schließt
ein Promotor notwendige Nukleinsäuresequenzen nahe
der Startstelle der Transkription ein sowie, im Fall eines Polymerase
II Typ Promotors, ein TATA Element. Ein Promotor schließt auch
optional distale Enhancer- oder Repressorelemente ein, die bis zu
viele tausend Basenpaare von der Startstelle des der Transkription
lokalisiert sein können.
Ein „konstitutiver" Promotor ist ein
Promotor, der unter den meisten Umwelt- und Entwicklungsbedingungen
aktiv ist. Ein „induzierbarer" Promotor ist ein
Promotor, der unter Umwelt- und Entwicklungsregulierung aktiv ist.
Der Begriff „funktional
verbunden" bezeichnet
eine funktionale Verbindung zwischen einer Nukleinsäure-Expressionskontrolsequenz
(wie einem Promotor, oder einem Array von Transkriptionsfaktorbindungsstellen)
und eine zweite Nukleinsäuresequenz,
wobei die Expressionskontrollsequenz die Transkription der Nukleinsäure steuert,
die zu der zweiten Sequenz korrespondiert.
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Der
Begriff „heterolog", wenn er unter Bezug
auf Teile einer Nukleinsäure
verwendet wird, zeigt an, dass die Nukleinsäure zwei oder mehr Subsequenzen
umfasst, die nicht in der gleichen Beziehung zueinander in der Natur
gefunden werden. Zum Beispiel wird die Nukleinsäure typischerweise rekombinant
produziert, wobei zwei oder mehr Sequenzen von nicht verwandten
Genen angeordnet sind, eine neue funktionale Nukleinsäure zu ergeben,
z.B. einen Promotor aus einer Quelle und eine kodierende Region
aus einer anderen Quelle. In ähnlicher
Weise bedeutet ein heterologes Protein, dass das Protein zwei oder
mehr Subsequenzen umfasst, die nicht in der gleichen Beziehung zu
einander in der Natur gefunden werden (z.B. ein Fusionsprotein).
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Ein „Expressionsvektor" ist ein Nukleinsäurekonstrukt,
das rekombinant oder synthetisch erzeugt wird, mit einer Serie von
spezifizierten Nukleinsäureelementen,
die Transkription einer bestimmten Nukleinsäure in einer Wirtszelle erlauben.
Der Expressionsvektor kann Teil eines Plasmids, Virus oder Nukleinsäurefragments sein.
Typischerweise schließt
der Expressionsvektor eine Nukleinsäure ein, die funktional mit
einem Promotor verknüpft
ist, um transkribiert zu werden. Die Begriffe „identisch" oder Prozent-„Identität" beziehen sich in dem Kontext von zwei
oder mehr Nukleinsäuren
oder Polypeptidsequenzen auf zwei oder mehr Sequenzen oder Subsequenzen,
die die Gleichen sind oder einen bestimmten Prozentsatz von Aminosäureresten
oder Nukleotiden besitzen, die die Gleichen sind (d.h. 60% Identität, 65%,
70%, 75%, 80% vorzugsweise 85%, 90%, 91%, 92%, 93%, 94%, 95%, 96%,
97%, 98%, 99% oder höhere
Identität
mit einer Aminosäuresequenz
wie SEQ ID NO: 1 oder einer Nukleotidsequenz wie SEQ ID NO:2 oder
SEQ ID NO: 3), wenn sie für
maximale Entsprechung über
ein Vergleichsfenster oder eine bestimmte Region, wie mit einem
der folgenden Sequenzvergleichsalgorithmen oder durch manuelles
Anlagerung und Untersuchung mit dem Auge verglichen und angelagert werden.
Solche Sequenzen werden dann als „im Wesentlichen identisch" bezeichnet. Diese
Definition bezieht sich auch auf das Komplement einer Testsequenz.
Vorzugsweise existiert die Identität in einer Region, die wenigstens
25 Aminosäuren
oder Nukleotide lang ist, oder noch bevorzugter in einer Region,
die 50-100 Aminosäuren
oder Nukleotide lang ist.
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Für den Sequenzvergleich
funktioniert typischerweise eine Sequenz als ein Referenzsequenz,
mit der die Testsequenzen verglichen werden. Bei Verwendung eins
Sequenzvergleichsalgorithmus werden Test- und Referenzsequenzen
in einen Computer eingegeben, Subsequenzkoordinaten werden, wenn
nötig,
bestimmt und Sequenzalgorithmusprogramm-Parameter können bestimmt
werden. Standardprogrammparameter können verwendet werden oder
alternative Parameter können
bestimmt werden. Der Sequenzvergleichsalgorithmus berechnet dann
den Prozentsatz der Sequenzidentität der Testsequenzen bezogen
auf die Referenzsequenz basierend auf den Programmparametern. Für den Sequenzvergleich
von Nukleinsäuren
und Proteinen mit CNG2B Nukleinsäuren
und Proteinen werden die BLAST und BLAST 2.0 Algorithmen und die
Standardparameter, die unten diskutiert werden, verwendet.
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Ein „Vergleichsfenster", wie hier verwendet,
schließt
den Bezug auf ein Segment von jeder der Anzahl von zusammenhängenden
Positionen ein, die aus der Gruppe bestehend aus 20 bis 600, gewöhnlich ungefähr 50 bis
ungefähr
200, noch gewöhnlicher
ungefähr
100 bis ungefähr
150 ausgewählt
sind, in denen eine Sequenz mit einer Referenzsequenz der gleichen
Anzahl von zusammenhängenden
Positionen verglichen werden kann, nachdem die zwei Sequenzen optimal
angelagert sind. Verfahren für
das Anlagerung von Sequenzen für
den Vergleich sind in der Technik gut bekannt. Optimales Anlagerung
von Sequenzen für
den Vergleich kann z.B. durch den lokalen Homologiealgorithmus von
Smith & Watermann,
Aa'v. Appl. Math.
2: 482 (1981), durch den HomologieAnlagerung-Algorithmus von Needleman & Wunsch, J. Mol.
Biol. 48: 443 (1970), durch das Ähnlichkeitssucheverfahren
von Pearson & Lipman,
Proc. Natl. Acad. Sci. USA 85: 2444 (1988), durch Computerimplementationen
dieser Algorithmenten (GAP, BESTFIT, FASTA und TFASTA in dem Wisconsin Genetics
Software Package, Genetics Computer Group, 575 Science Dr., Madison,
WI), oder durch manuelles Anlagerung und Überprüfung mit dem Auge (siehe z.B.
Current Protocols in Molecular Biology (Ausubel et al., Hrg. 1995
Annex)) durchgeführt
werden. Ein bevorzugtes Beispiel eines Algorithmus, der geeignet
ist zum Bestimmen des Prozentsatzes der Sequenzidentität und der
Sequenzähnlichkeit
sind die BLAST und BLAST 2.0 Algorithmen, die beschrieben sind in
Altschul et al., Nuc. Acids Res. 25: 3389-3402 (1977) bzw. Altschul
et al., J. Mol. Biol. 215: 403-410 (1990). BLAST und BLAST 2.0 werden
mit den hier beschriebenen Parametern verwendet, um den Prozentsatz
der Sequenzidentität
für die
Nukleinsäuren
und Proteine der Erfindung zu bestimmen. Software, um Blast Analysen
durchzuführen,
ist öffentlich über das „National
Center for Biotechnology Information" verfügbar (http://www.ncbi.nlm.nih.gov).
Dieser Algorithmus involviert zunächst das Identifizieren von
Sequenzpaaren mit hoher Trefferquote („high scoring sequence pairs", HSPs) durch das
Identifizieren von kurzen Worten der Länge W in der Suchsequenz, die
entweder einen bestimmten positiven Mindestwert T treffen oder ihm
genügen,
wenn sie mit einem Wort der gleichen Länge in einer Datenbanksequenz
angelagert sind. T wird als der Nachbarschaftswortmindestwert bezeichnet
(Altschul et al., supra), Diese initialen Nachbarschaftswort-Treffer
funktionieren als Ausgangspunkte für das Initiieren von Suchen,
um längere
HSPs, die diese enthalten, zu finden. Die Worttreffer werden in
beide Richtungen entlang jeder Sequenz ausgedehnt, solange der kumulative
Anlagerungstreffer erhöht
werden kann. Kumulative Treffer werden für Nukleotidsequenzen mit den
Parametern M (Ergebniswert für
ein Paar von passenden Resten; immer >0) und N (Strafwert für ein Paar von nicht passenden
Resten; immer >0)
berechnet. Für
Aminosäuresequenzen
wird eine Treffermatrix verwendet, um den kumulativen Treffer zu
berechnen. Verlängerung
der Worttreffer in jede Richtung wird angehalten, wenn: der kumulative
Anlagerungswert um die Menge X von seinem maximal erreichten Wert
abfällt;
der kumulative Wert wegen der Anhäufung eines oder mehrerer Resteanlagerung
mit negativem Wert auf Null oder darunter geht; oder das Ende jeder
Sequenz erreicht ist. Die BLAST Algorithmusparameter W, T und X
bestimmen die Sensitivität
und Geschwindigkeit der Anlagerung. Das BLASTN Programm (für Nukleotidsequenzen)
verwendet als Standardwerte eine Wortlänge (W) von 11, eine Erwartung
(E) von 10, M = 5, N = –4 und
einen Vergleich beider Stränge.
Für Aminosäuresequenzen
verwendet das BLASTP Programm als Standardwerte eine Wortlänge (W)
von 3, eine Erwartung (E) von 10, und die BLOSUM62 Treffermatrix
(siehe Henikoff & Henikoff,
Proc. Natl. Acad. Sci. USA 89: 10915 (1989)) Anlagerungen (B) von
50, eine Erwartung (E) von 10, M = 5, N = -4, und einen Vergleich
beider Stränge.
-
Der
BLAST Algorithmus führt
auch eine statistische Analyse der Ähnlichkeit zwischen zwei Sequenzen durch
(siehe auch Karlin & Altschul,
Proc. Natl. Acad. Sci. USA 90: 5873-5787 (1993)).
-
Ein
Maß für Ähnlichkeit,
das durch den BLAST Algorithmus bereitgestellt wird, ist die kleinste
Summenwahrscheinlichkeit (P(N)), das ein Maß für die Wahrscheinlichkeit ist,
mit der ein Aufeinanderpassen zwischen zwei Nukleotid- oder Aminosäuresequenzen
per Zufall sich ereignen würde.
Zum Beispiel wird eine Nukleinsäure
als mit einer Referenzsequenz als ähnlich angesehen, wenn der
kleinste Summenwahrscheinlichkeit in einem Vergleich der Testnukleinsäure mit
der Referenznukleinsäure
weniger als ungefähr
0.2 ist, noch bevorzugter weniger als ungefähr 0.01, und am bevorzugtesten
weniger als ungefähr
0.001.
-
Ein
Anzeichen dafür,
dass zwei Nukleinsäuresequenzen
oder Polypeptide im Wesentlichen identisch sind, ist, dass das Polypeptid,
das durch die erste Nukleinsäure
kodiert wird, immunologisch kreuzreaktiv ist mit den Antikörpern, die
gegen das Polypeptid erzeugt wurden, die durch die zweite Nukleinsäure kodiert
werden, wie unten beschrieben wird. Somit ist ein Polypeptid typischerweise
im Wesentlichen identisch mit einem zweiten Polypeptid, zum Beispiel
wenn sich die zwei Peptide nur durch konservative Substitutionen
unterscheiden. Ein anderes Anzeichen, dass zwei Nukleinsäuresequenzen
im Wesentlichen identisch sind, ist dass die zwei Moleküle oder
ihre Komplemente mit einander unter stringenten Bedingungen hybridisieren,
wie unten beschrieben wird. Ein weiteres Anzeichen, dass zwei Nukleinsäuresequenzen
im Wesentlichen identisch sind, ist dass die gleichen Primer verwendet
werden können,
um die Sequenz zu amplifizieren.
-
Der
Begriff „hybridisiert
selektiv (oder spezifisch) an" bezeichnet
das Binden, Ausbilden einer Duplex oder Hybridisieren eines Moleküls nur an
eine bestimmte Nukleinsäuresequenz
unter stringenten Hybridisierungsbedingungen, wenn die Sequenz in
einer komplexen Mischung vorliegt (z.B. vollständige Zell- oder Bibliotheks-DNA
oder RNA).
-
Der
Begriff „stringente
Hybridisierungsbedingungen" bezeichnet
die Bedingungen, unter denen eine Sonde an seine Zielsubsequenz,
typischerweise in einer komplexen Mischung von Nukleinsäuren, aber
nicht an andere Sequenzen hybridisieren wird. Stringenzbedingungen
sind sequenzabhängig
und unter verschiedenen Bedingungen verschieden sein. Längere Sequenzen
hybridisieren spezifisch bei höheren
Temperaturen. Eine ausführliche
Anleitung für
die Hybridisierung von Nukleinsäuren
findet sich in Tijssen, Techniques in Biochemistry and Molecular
Biology-Hybridization with Nucleic Probes, "Overview of principles of hybridization and
the strategy of nucleic acid assays" (1993). Im Allgemeinen werden die stringenten
Bedingungen gewählt, ungefähr 5-10°C niedriger
zu sein als der thermale Schmelzpunkt (Tm)
für die
spezifische Sequenz an einem pH mit definierter Ionenstärke. Der
Tm ist die Temperatur (bei definierter Ionenstärke, pH
und Nukleinsäurekonzentration)
bei dem 50% der Sonden, die mit dem Ziel komplementär sind,
mit der Zielsequenz im Äqulibrium hybridisieren
(wenn die Zielsequenzen im Überschuss
vorhanden sind, sind am Tm 50% der Sonden
im Äquilibrium
besetzt). Stringente Bedingungen können auch mit der Zugabe von
destabilisierenden Agenzien wie Formamid bewirkt werden. Bei selektiver
oder spezifischer Hybridisierung entspricht ein positives Signal
wenigstens zweimal dem Hintergrund, vorzugsweise zehnmal der Hintergrundhybridisierung.
Exemplarische stringente Hybridisierungsbedingungen können wie
folgt sein: 50% Formamid, 5x SSC und 1% SDS, inkubiert bei 42 °C, oder 5x
SSC, 1% SDS, inkubiert bei 65 °C,
mit Waschungen in 0.2x SSC, und 0.1% SDS bei 65 °C.
-
Nukleinsäuren, die
nicht aneinander unter stringenten Bedingungen hybridisieren, sind
immer noch im Wesentlichen identisch, wenn die Polypeptide, die
sie kodieren im Wesentlichen identisch sind. Dies tritt auf, zum
Beispiel, wenn eine Kopie einer Nukleinsäure mit der maximalen Codondegeneration
erzeugt wird, die durch den genetischen Code erlaubt ist. In solchen
Fällen
hybridisieren die Nukleinsäuren
typischerweise unter moderat stringenten Hybridisierungsbedingungen.
Beispielhafte „moderat
stringente Hybridisierungsbedingungen" schließen eine Hybridisierung in
einem Puffer aus 40% Formamid, 1 M NaCl, 1% SDS bei 37 °C, und eine
Waschung in 1X SSC bei 45 °C
ein. Eine positive Hybridisierung ist wenigstens Faktor 2 über dem
Hintergrund. Die Fachleute werden leicht erkennen, dass alternative
Hybridisierungs- und
Waschbedingungen verwendet werden können, um Bedinungen ähnlicher
Stringenz bereitzustellen. Zusätzliche
Leitfäden
für die Bestimmung
von Hybridisierungsparametern werden in zahlreichen Fundstellen
bereitgestellt, z.B. in Current Protocols in Molecular Biology,
Hrg. Ausubel, et al.
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Für PCR ist
eine Temperatur von ungefähr
36°C typisch
für Niedrigstringenz-Amplifikation,
obwohl die Annealingtemperaturen zwischen ungefähr 32°C und 48°C abhängig von der Primerlänge variieren
können. Für Hochstringenz-PCR
Amplifikationen ist eine Temperatur von ungefähr 62°C typisch, obwohl die Hochstringenz
Annealingtemperaturen im Bereich zwischen ungefähr 50°C und 65°C abhängig von der Primerlänge und Spezifität sein können. Typische
Zyklusbedingungen sowohl für
Hoch- als auch Niedrigstringenz-Amplifikationen schließen eine
Denaturierungsphase von 90°C-95°C für 30 Sek – 2 Min.,
eine Annealingphase, die 30 Sek. – 2 Min. dauert und eine Extensionsphase
von ungefähr
72° für 1-2 Min
ein. Protokolle und Leitfäden
für Niedrig-
und Hochstringenzamplifikationen werden z.B. bereitgestellt in Innis
et al. (1990) PCR Protocols, A Guide to Methods and Applications,
Academic Press, Inc. N. Y.).
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"Antikörper" bezieht sich auf
ein Polypeptid, das eine Gerüstregion
aus einem Immmunoglobulingen oder Fragmenten davon, die ein Antigen
spezifisch binden und erkennen, umfasst. Die anerkannten Immunoglobulinregionen
schließen
die Kappa, Lambda, Alpha, Gamma, Delta, Epsilon und Mu konstanten
Region Gene, wie auch die Myriaden von Immunoglobulin variable Region
Genen ein. Leichte Ketten werden entweder als Kappa oder Lambda
klassifiziert. Schwere Ketten werden als Gamma, Mu, Alpha, Gamma,
Delta oder Epsilon klassifiziert, die wiederum die Immunglobulinklassen
IgG, IgM, IgA, IgD bzw. IgE definieren.
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Eine
exemplarische strukturelle Immunglobulin (Antikörper) Einheit umfasst ein Tetramer.
Jeder Tetramer ist aus zwei identischen Paaren von Polypeptidketten
zusammengesetzt, jedes Paar mit einer „leichten" (ungefähr 25 kD) und einer „schweren" Kette (ungefähr 50-70
kD). Der N-Terminus jeder Kette definiert eine variable Region von
ungefähr
100 bis 110 oder mehr Aminosäuren,
die primär
für die
Antigenerkennung verantwortlich sind. Die Begriffe variable leichte
Kette (VL) und variable schwere Kette (VH) bezieht sich auf diese leichten bzw. schweren
Ketten. Es gibt Antikörper,
z.B. als intakte Immunoglobuline oder als eine Vielzahl von gut
charakterisierten Fragmenten, die durch Verdau mit zahlreichen Peptidasen
produziert werden. Somit verdaut Pepsin zum Beispiel einen Antikörper unter
den Disulfidbrücken
in der Gelenkregion, um F(ab)'2 zu produzieren, einen Dimer von Fab, der
seinerseits eine leichte Kette ist, die mit VH-CH1 durch eine Disulfidbindung verbunden ist.
Das F(ab)'2 kann unter milden Bedingungen reduziert
werden, um die Disufidbindung in der Gelenkregion zu brechen, wodurch
der F(ab)'2 Dimer in einen Fab' Monomer umgewandelt wird. Das Fab' Monomer ist im Wesentlichen
Fab mit einem Teil der Gelenkregion (siehe Fundamental Immunology
(Paul Hrg., 3d Ausgabe. 1993)). Während zahlreiche Antikörperfragmente
durch Begriffe des Verdaus eines intakten Antikörpers definiert sind, wird
ein Fachmann es zu schätzen
wissen, dass solche Fragmente de novo entweder chemisch oder durch
Verwendung der rekombinanten DNA Methodik synthetisiert werden können. Somit
schließt der
Begriff Antikörper,
wie hier verwendet, auch Antikörperfragmente
ein, die entweder durch die Modifikation ganzer Antikörper produziert
werden, oder diejenigen ein, die de novo mit rekombinanter DNA Methodik
(z.B. Einzelketten FV) synthetisiert werden oder diejenigen ein,
die mit Phagendisplay Bibliotheken identifiziert werden (siehe z.B.
McCafferty et al., Nature 348: 552-554 (1990)).
-
Zur
Herstellung von monoklonalen oder polyklonalen Antikörpern kann
jede in der Technik bekannte Technik verwendet werden (siehe, z.
B., Kohler & Milstein,
Nature 256: 495-497 (1975); Kozbor et al., Immunology Today 4: 72
(1983); Cole et al., S. 77-96 in Monoclonal Antibodies and Cancer
Therapy, Alan R. Liss, Inc. (1985)). Techniken für die Produktion von Einzelkettenantikörpern (
U.S. Patent 4,946,778 ) können adaptiert
werden, um Antikörper
gegen Polypeptide dieser Erfindung zu produzieren. Auch können transgene
Mäuse oder
andere Organismen, wie andere Säuger,
verwendet werden, um humanisierte Antikörper zu exprimieren. Alternativ
kann die Phagendisplaytechnologie verwendet werden, um Antikörper und
heteromere Fab Fragmente zu identifizieren, die spezifisch an ausgewählte Antigene
binden (siehe McCafferty et al., Nature 348: 552-554 (1990); Marks
et al., Biotechnology 10: 779-783 (1992)). Ein „Anti-CNG2B" Antikörper ist
ein Antikörper
oder Antikörperfragment,
der spezifisch an ein Polypeptid bindet, das durch ein CNG2B Gen,
cDNA oder eine Subsequenz davon kodiert wird. Ein „chimärer Antikörper" ist ein Antikörpermolekül, in dem
(a) die konstante Region, oder ein Teil davon, geändert, ersetzt
oder ausgetauscht ist, so dass die Antigenbindungsstelle (variable
Region) mit einer konstanten Region einer anderen oder veränderten
Klasse, Effektorfunktion und/oder Spezies oder eines vollkommen
verschiedenen Moleküls
verbunden ist, das dem chimären
Antikörper
neue Eigenschaften verleiht, z.B. ein Enzym, Toxin, Hormon, Wachstumsfaktor,
Wirkstoff etc.; oder (b) die variable Region oder ein Teil davon
geändert,
ersetzt oder durch eine variable Region ausgetauscht ist, die eine
andere oder geänderte
Antigenspezifität
besitzt.
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Der
Begriff „Immunoassay" ist ein Assay, der
einen Antikörper
verwendet, um ein Antigen spezifisch zu binden. Der Immunoassay
wird durch die Verwendung von spezifischen Bindungseigenschaften
eines bestimmten Antikörpers
gekennzeichnet, um das Antigen zu isolieren, anzuzielen und/oder
zu quantifizieren.
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Der
Begriff „bindet
spezifisch (oder selektiv)" an
einen Antikörper
oder „ist
spezifisch (oder selektiv) immunoreaktiv mit", bezeichnet, wenn er sich auf ein Protein
oder Peptid bezieht, eine Bindungsreaktion, die das Vorliegen des
Proteins in einer heterogenen Population von Proteinen und anderen
Biologica anzeigt. Somit binden unter angegebenen Immunoassay-Bedingungen
die spezifischen Antikörper
an ein bestimmtes Protein mit wenigstens dem zweifachen des Hintergrunds
und binden nicht wesentlich in einer signifikanten Menge an andere
in der Probe vorhandene Proteine. Spezifische Bindung an ein Protein
unter solchen Bedingungen kann einen Antikörper notwendig machen, der
für seine
Spezifität
für ein
bestimmtes Protein selektiert ist. Zum Beispiel können polyklonale
Antikörper,
die gegen CNG2B erzeugt wurden, wie in SEQ ID NO: 1 gezeigt, oder
Spleißvarianten
oder Teile davon selektiert werden, um nur diejenigen polyklonalen
Antikörper
zu erhalten, die mit CNG2B und nicht anderen Proteinen spezifisch
immunreaktiv sind. Diese Selektion kann durch Abziehen der Antikörper erreicht
werden, die mit Molekülen
kreuzreagieren, die nicht CNG Familienmitglieder sind. Zusätzlich können polyklonale
Antikörper,
die gegen CNG2B polymorphe Varianten, Allele, Orthologe und konservativ
modifizierte Varianten erzeugt wurden, selektiert werden, um nur
diejenigen Antikörper zu
erhalten, die CNG2B erkennen, aber nicht andere CNG Familienmitglieder.
Zusätzlich
können
Antikörper für humanes
CNG2B, aber nicht andere CNG2B Orthologe in der gleichen Weise selektiert
werden. Eine Vielzahl von Immunoassayformaten kann verwendet werden,
um Antikörper
zu selektieren, die mit einem bestimmten Protein spezifisch immunreaktiv
sind. Zum Beispiel werden Festphasen ELISA Immunoassays routinemäßig verwendet,
um Antikörper,
die mit einem Protein spezifisch immunreaktiv sind zu selektieren
(siehe z.B. Harlow & Lane,
Antibodies, A Laborstory Manual (1988) für eine Beschreibung der Immunosassayformate und
Bedingungen, die verwendet werden können, um die spezifische Immunreaktivität zu bestimmen).
Typischerweise wird eine spezifische oder selektive Reaktion wenigsten
zwei Mal dem Hintergrundsignal oder Rauschen entsprechen und noch
typischer mehr als 10 bis 100 Mal dem Hintergrund entsprechen.
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Der
Begriff „selektiv
assoziiert mit" bezeichnet
die Fähigkeit
einer Nukleinsäure
mit einander „selektiv zu
hybridisieren",
wie oben definiert wurde, oder die Fähigkeit eines Antikörpers an
ein Protein „selektiv
(oder spezifisch) zu binden",
wie oben definiert wurde.
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Mit „Wirtszelle" wird eine Zelle
gemeint, die einen Expressionsvektor enthält und die Replikation oder Expression
des Expressionsvektors unterstützt.
Wirtszellen können
prokaryotische Zellen, wie E. coli, oder eukaryotische Zellen, wie
Hefe, Insekten-, Amphibien oder Säugerzellen sein, wie CHO, HeLa
und ähnliche,
z.B. kultivierte Zellen, Explantate und Zellen in vivo.
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„Biologische
Probe", wie hierin
verwendet, ist eine Probe eines biologischen Gewebes oder Flüssigkeit,
die CNG2B-Polypeptide enthält
oder Nukleinsäure,
die ein CNG2B Protein kodiert. Solche Proben schließen Gewebe
ein, das aus Menschen isoliert wurde, sind darauf aber nicht eingegrenzt.
Biologische Proben können
auch Schnitte aus Geweben, wie gefrorene Schnitte, die für histologische
Zwecke verwendet werden, einschließen. Eine biologische Probe
wird typischerweise aus einem eukaryotischen Organismus erhalten, vorzugsweise
Eukaryoten wie Pilzen, Pflanzen, Insekten, Protozoen, Vögeln, Fischen,
Reptilien und vorzugsweise einem Säuger, wie Ratte, Mäusen, Kuh,
Hund, Meerschweinchen oder Kaninchen und am bevorzugtesten einem
Primaten, wie Schimpanse oder Menschen.
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III. Isolieren eines Gens, das ein CNG2B-Polypeptid
kodiert
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A. Allgemeine DNA Verfahren
-
Diese
Erfindung beruht auf Routinetechniken in dem Gebiet der rekombinanten
Genetik. Grundlegende Texte, die allgemeine Verfahren für die Verwendung
in dieser Erfindung offenbaren, schließen Sambrook et al., Molecular
Cloning, A Laborstory Manual-(2te A. 1989); Kriegler, Gene Transfer
and Expression: A Laborstory Manual (1990); und Current Protocols
in Molecular Biology (Ausubel et al., Hrg., 1994)) ein.
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Für Nukleinsäuren sind
die Größen entweder
in Kilobasen (Kb) oder Rasenpaaren (bp) angegeben. Dies sind Schätzungen,
die aus Agarose oder Acrylamid-Gelelektrophoresen, aus sequenzierten
Nukleinsäuren
oder aus veröffentlichten
DNA Sequenzen abgeleitet wurden. Für Proteine sind die Größen in Kilodalton (kD)
oder in der Anzahl der Aminosäurereste
angegeben. Proteingrößen werden
aus Gelelektropherese, aus sequenzierten Proteinen, aus abgeleiteten
Aminosäuresequenzen
oder aus veröffentlichten
Proteinsequenzen abgeschätzt.
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Oligonukleotide,
die kommerziell nicht verfügbar
sind, können
gemäß dem Festphasen
Phosphoramidit-Triester Verfahren synthetisiert werden, das zuerst
beschrieben wurde von Beaucage & Caruthers,
Tetrahedron Letts. 22: 1859-1862 (1981), mit einem automatisierten
Synthesegerät,
wie beschrieben in Van Devanter et al., Nucleic Acids Res. 12: 6159-6168
(1984). Reinigung der Oligonukleotide erfolgt entweder durch native
Acrylamid-Gelelektrophorese oder durch Anionenaustauscher HPLC,
wie beschrieben in Pearson & Reanier,
J. Chrom. 255: 137-149 (1983).
-
Die
Sequenz der klonierten Gene und synthetischen Oligonukleotide kann
nach dem Klonieren mit z.B. dem Kettenterminationsverfahren zum
Sequenzieren von doppelsträngigen
Templates von Wallace et al., Gene 16: 21-26 (1981) verifiziert
werden.
-
B. Klonierungsverfahren für die Isolierung
von Nukleotidsequenzen, die CNG2B-Polypeptide kodieren
-
Im
Allgemeinen werden die Nukleinsäuresequenzen,
die CNG2B und verwandte Nukleinsäurehomologe
kodieren, aus Bibliotheken mit cDNA und mit genomischer DNA kloniert
oder mittels Amplifikationstechniken mit Oligonukleotidprimern isoliert.
Zum Beispiel werden CNG2B Sequenzen typischerweise aus humanen Nukleinsäure (genomische
oder cDNA) Bibliotheken durch Hybridisieren mit einer Nukleinsäuresonde oder
einem Polynukleotid isoliert, dessen Sequenz aus SEQ ID NOS: 2-3
isoliert werden kann. Ein geeignetes Gewebe, aus dem CNG2B RNA und
cDNA isoliert werden können,
ist das zentrale Nervensystem (ZNS). Vorzugsweise ist das Template
für die
Amplifikation Erststrang-cDNA, die aus einem Teil des menschlichen
ZNS hergestellt wurde.
-
Amplifikationstechniken
mit Primern können
auch verwendet werden, um CNG2B aus DNA oder RNA zu isolieren. Die
folgenden Primer können
auch verwendet werden, um eine Sequenz von humanem CNG2B zu amplifizieren:
-
Diese
Primer können
verwendet werden, z.B., um die Volllängensequenz oder eine Sonde
von einem oder vielen hundert Nukleotiden zu amplifizieren, welche
dann verwendet wird, um eine Bibliothek nach Volllängen CNG2B
zu screenen. Zum Beispiel kann Oligo 1 (SEQ ID NO: 4) mit Oligo
2 (SEQ ID NO: 5) verwendet werden, um eine 657 bp Bande zu produzieren,
und Oligo 9 (SEQ ID NO: 12) und Oligo 10 (SEQ ID NO: 13) können verwendet
werden, um die gesamte kodierende Region zu amplifizieren. Weiterhin
kann zusammen mit anderen Oligos, Oligo 9 mit Oligos 2, 6, 7 oder
8 (SEQ ID NOs: 5, 9, 10 oder 11) verwendet werden, um Banden von
ungefähr
1.7 Kb, 1.28 Kb, 170 bp, oder bzw. 90 bp zu produzieren. In ähnlicher
Weise kann Oligo 10 mit Oligos 1,3, oder 4 (SEQ ID NOs: 4,6 oder
7) verwendet werden, um Fragmente von ungefähr 715 bp, 455 bp, oder bzw.
240 bp zu produzieren. Nur die Nukleotide in Fettdruck in Oligos
9 und 10 werden für
die CNG2B Amplifikation benötigt,
und jede der obigen Produktgrößen ist
eine ungefähre
Angabe.
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Nukleinsäuren, die
CNG2B und andere CNG2B Familienmitglieder kodieren, können auch
aus Expressionsbibliotheken mit Antikörpern als Sonden isoliert werden.
Solche polyklonalen oder monoklonalen Antikörper können mit der Sequenz von SEQ
ID NO: 1 oder jedem immunogenen Teil davon erzeugt werden.
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CNG2B
polymorphe Varianten, Orthologe und Allele, die im Wesentlichen
mit der konservierten Region von CNG2B identisch sind, können mit
CNG2B Nukleinsäuresonden
und Oligonukleotiden unter stringenten Hybridisierungsbedingungen
durch das Screenen von Bibliotheken isoliert werden. Alternativ
können
Expressionsbibliotheken verwendet werden, um CNG2B und CNG2B polymorphe
Varianten, Orthologe und Allele durch das immunologische Detektieren
von exprimierten Homologen mittels Antiseren oder gereinigten Antikörpern, die
gegen humanes CNG2B oder Teile davon hergestellt wurden, die das
CNG2B Homolog erkennen und selektiv daran binden, zu klonieren.
-
Um
eine cDNA Bibliothek herzustellen, sollte man eine Quelle wählen, die
reich an CNG2B mRNA ist, z.B. das zentrale Nervensystem. Die mRNA
wird dann in cDNA mit reverser Transkriptase überführt, in einen rekombinanten
Vektor ligiert und in einen rekombinanten Wirt für die Vermehrung, das Screenen
und Klonieren transfiziert. Verfahren zum Herstellen und Screenen
von cDNA Bibliotheken sind gut bekannt (siehe z.B. Gubler & Hoffman, Gene
25: 263-269 (1983); Sambrook et. al., supra; Ausubel et al., supra).
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Für eine genomische
Bibliothek wird die DNA aus dem Gewebe extrahiert und entweder mechanisch geschert
oder enyzmatisch verdaut, um Fragmente von ungefähr 12-20 kb zu ergeben. Die
Fragmente werden dann durch Gradientenzentrifugation von unerwünschten
Größen getrennt
und werden in Bakteriophage Lambda-Vektoren konstruiert. Diese Vektoren
und Phagen werden in vitro verpackt. Rekombinante Phagen werden
durch Plaque-Hybridisierung analysiert, wie in Genton & Davis, Science
196: 180-182 (1977) beschrieben wurde. Koloniehybridisierung wird
durchgeführt,
wie allgemein beschrieben in Grunstein et al., Proc. Natl. Acad.
Sci. USA., 72: 3961-3965 (1975).
-
Ein
alternatives Verfahren zum Isolieren von CNG2B Nukleinsäure und
ihren Orthologen, Allelen, Mutanten, polymorphen Varianten und konservativ
modifizierten Varianten kombiniert die Verwendung von synthetischen
Oligonukleotidprimern und die Amplifikation eines RNA oder DNA Templats
(siehe U. S. Patente 4,683,195 und 4,683,202; PCR Protocols: A Guide
to Methods andApplications (Innis et al., Hrg., 1990)). Verfahren
wie Polymerase Kettenreaktion (PCR) und Ligase Kettenreaktion (LCR)
können
verwendet werden, um Nukleinsäuresequenzen
von humanem CNG26 direkt aus mRNA, aus cDNA, aus genomischen Bibliotheken oder
cDNA Bibliotheken zu amplifizieren. Degenerierte Oligonukleotide
können
entworfen werden, um CNG2B Homologe mit den hierin bereit gestellten
Sequenzen zu amplifizieren. Restriktionsendonuklease- Stellen können in
die Primer eingebaut werden. Polymerase Kettenreaktion oder andere
in vitro Amplifikationsverfahren können auch nützlich sein, zum Beispiel,
um Nukleinsäuresequenzen
zu klonieren, die für
Proteine kodieren, die exprimiert werden sollen, um Nukleinsäuren herzustellen,
um sie als Sonden zum Detektieren des Vorliegens von CNG2B kodierender
mRNA in physiologischen Proben, zum Sequenzieren von Nukleinsäure oder für andere
Zwecke zu verwenden. Durch die PCR Reaktion amplifizierte Gene können aus
Agarosegelen aufgereinigt werden und in einen geeigneten Vektor
kloniert werden.
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Genexpression
von CNG2B kann auch durch Techniken analysiert werden, die in der
Technik bekannt sind, z.B. Reverse Transkription und Amplifikation
von mRNA, Isolierung von Gesamt-RNA
oder Poly-A+-RNA, Northernblotting, Dotblotting,
in situ Hybridisierung, RNase Protektion, Hochdichte-Polynukleotidarraytechnologie
und ähnliche.
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Synthetische
Oligonukleotide können
verwendet werden, um rekombinante CNG2B Gene zur Verwendung als
Sonden oder für
die Expression von Protein zu konstruieren. Dieses Verfahren wird
mit einer Reihe von überlappenden
Oligonukleotiden, die gewöhnlicherweise
40-120 bp lang sind, durchgeführt,
die sowohl die Sense als auch die nicht Sense (Antisense) Stränge des
Gens darstellen. Diese DNA-Fragmente werden dann annealt, ligiert
und kloniert. Alternativ können
Amplifikationstechniken mit präzisen
Primern verwendet werden, um eine spezifische Subsequenz des CNG2B-Gens
zu amplifizieren. Die spezifische Subsequenz wird dann in einen
Expressionsvektor ligiert.
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Das
Gen für
CNG2B wird typischerweise in intermediäre Vektoren vor der Transformation
in prokaryotische oder eukaryotische Zellen für die Replikation und/oder
Expression kloniert. Diese intermediären Vektoren sind typischerweise
prokaryotische Vektoren, z.B., Plasmide oder Shuttle-Vektoren.
-
C. Expression in Prokaryoten und Eukaryoten
-
Um
ein hohes Niveau an Expression eines klonierten Gens zu erhalten,
wie von denjenigen cDNAs, die für
CNG2B kodieren, subkloniert man typischerweise das Gen in einen
Expressionsvektor, der einen starken Promotor, um die Transkription
zu steuern, einen Transkriptions-/Translationsterminator und, falls
er für eine
Nukleinsäure
ist, die für
ein Protein kodiert, ein Ribosomenbindungsstelle für die Translations-Initiierung enthält. Geeignete
bakterielle Promotoren sind in der Technik wohl bekannt und werden
beschrieben z.B. in Sambrook et al., und Ausubel et al., siehe oben.
Bakterielle Expressionssysteme zur Expression des CNG2B Proteins
sind verfügbar
in z.B. E. coli, Bacillus sp., und Salmonella (Palva et al., Gene
22: 229-235 (1983); Mosbach et al., Nature 302: 543-545 (1983).
Kits für
solche Expressionssysteme sind kommerziell verfügbar. Eukaryotische Expressionssysteme
für Säugerzellen,
Hefe und Insektenzellen sind in der Technik wohl bekannt und sind
auch kommerziell verfügbar.
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Die
Auswahl des Promotors, der verwendet wird, um die Expression einer
heterologen Nukleinsäure zu
steuern, hängt
von der speziellen Anwendung ab. Der Promotor wird vorzugsweise
ungefähr
im gleichen Abstand von der heterologen Transkriptionsstartstelle
positioniert, wie von der Transkriptionsstartstelle in seiner natürlichen
Umgebung. Wie in der Technik bekannt ist, kann jedoch einige Variation
dieses Abstands ohne Verlust der Promotorfunktion erreicht werden.
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Zusätzlich zu
dem Promotor enthält
der Expressionsvektor typischerweise eine Transkriptionseinheit oder
Expressionskassette, die all die zusätzlichen Elemente enthält, die
für die
Expression der CNG2B kodierenden Nukleinsäure in Wirtszellen benötigt werden.
Eine typische Expressionskassette enthält somit einen Promoter, der
funktional mit der Nukleinsäuresequenz
verknüpft
ist, die für
CNG2B kodiert und Signale, die für die
effiziente Polyadenylierung des Transkript benötigt werden, Ribosomenbindungsstellen
und Translationstermination. Zusätzliche
Elemente der Kassette können
Enhancer einschließen
und, falls genomische DNA als das strukturelle Gen verwendet wird,
Introns mit funktionalen Spleißdonor-
und Akzeptorstellen einschließen.
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Zusätzlich zu
einer Promotorsequenz sollte die Expressionskassette auch eine Transkriptionsterminationsregion
stromab des strukturellen Gens enthalten, um effiziente Termination
zu gewährleisten.
Die Terminationsregion kann aus dem gleichen Gen wie die Promotorsequenz
erhalten werden oder kann aus anderen Genen erhalten werden.
-
Der
spezielle Expressionsvektor, der verwendet wird, um die genetische
Information in die Zelle zu transportieren, ist nicht besonders
kritisch. Jeder der konventionellen Vektoren, der für die Expression
in eukaryotischen oder prokaryotischen Zellen verwendet wird, kann
verwendet werden. Standard bakterielle Expressionsvektoren schließen Plasmide,
wie pBR322 basierte Plasmide, pSKF, pEP23D und Fusionsexpressionssysteme,
wie MBP, GST und LacZ ein. Epitop-Tags können auch zu den rekombinanten
Proteinen hinzugefügt
werden, um bequeme Isolierungsverfahren zu gewährleisten, z. B., c-myc.
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Expressionsvektoren,
die regulatorische Elemente aus eurkaryotischen Viren enthalten,
werden typischerweise in eukaryotischen Expressionsvektoren verwendet,
z.B. SV40 Vektoren, Papilloma-Virusvektoren und
Vektoren, die von Epstein-Barr Virus abgeleitet sind. Andere exemplarische
eukaryotische Vektoren schließen
pMSG, pAV009/A+, pMTO10/A+,
pMAMneo-5, Baculovirus pDSVE und jeden anderen Vektor ein, der die
Expression von Proteinen unter der Steuerung des CMV Promotors,
SV40 „Early
Promotors", SV40 „Later
Promotors", Metallothionein-Promotors,
murinen „Mammary
Tumor" Viruspromotors,
Rous sarcoma Viruspromotors, Polyhedrin-Promotors oder anderen Promotoren
erlaubt, die sich als für
die Expression in eukaryotischen Zellen als effektiv zeigten.
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Expression
von Proteinen aus eukaryotischen Vektoren kann auch mit induzierbaren
Promotoren reguliert werden. Bei induzierbaren Promotoren sind die
Expressionsniveaus mit der Konzentration der induzierenden Agenzien,
wie Tetracyclin oder Ecdyson, durch den Einbau von Reaktionselementen
für diese
Agenzien in den Promotor verknüpft.
Im Allgmeinen wird die Expression auf hohem Niveau von induzierbaren
Promotoren nur in der Gegenwart des induzierenden Agens erreicht;
die basalen Expressionsniveaus sind minimal. Induzierbare Expressionsvektoren
werden häufig
gewählt,
wenn die Expression des interessierenden Proteins für die eukaryotischen
Zellen nachteilig ist.
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Solche
Expressionssysteme besitzen Marker, die Genamplifikation gewährleisten,
wie Thymidinkinase und Dihydrofolat-Reductase. Alternativ sind Expressionssysteme
mit hoher Ausbeute, die keine Genamplifikation involvieren, auch
geeignet, wie die Verwendung eines Baculovirusvektors in Insektenzellen,
mit einer für
CNG2B kodierenden Sequenz unter der Steuerung des Polyhedrin-Promotors
oder anderer starker Baculovirus-Promotoren. Die Elemente, die typischerweise
in Expressionsvektoren enthalten sind, enthalten auch ein Replicon,
das in E. coli funktioniert, ein Gen, das eine Antibiotikaresistenz
kodiert, um die Selektion der Bakterien zu erlauben, die die rekombinanten
Plasmide enthalten, und einzigartige Restriktionsstellen in nicht-essentiellen
Regionen des Plasmids beinhalten, um Insertion von eukaryotischen
Sequenzen zu erlauben. Das spezifisch gewählte Antibiotikaresistenzgen
ist nicht kritisch – jedes
der vielen in der Technik bekannten Resistenzgene ist geeignet.
Die prokaryotischen Sequenzen werden vorzugsweise ausgewählt, so
dass sie nicht mit der Replikation der DNA in eukaryotischen Zellen,
falls notwendig, interferieren.
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Standard
Transfektionsverfahren werden verwendet, um bakterielle, Säuger-, Hefe-
oder Insektenzellen zu produzieren, die große Mengen von CNG2B Protein
exprimieren, die dann mit Standardtechniken aufgereinigt werden
(siehe z.B. Colley et al., J. Biol. Chem. 264: 17619-17622 (1989);
Guide to Protein Purification, in Methods in Enzymology, Vol. 182
(Deutscher, Hrg., 1990)). Transformation von eukaryotischen und
prokaryotischen Zellen wird gemäß den Standardtechniken
durchgeführt
(siehe, z.B., Morrison, J. Bact. 132: 349-351 (1977); Clark-Curtiss & Curtiss, Methods
in Enzymology 101: 347-362 (Wu et al., Hrg., 1983).
-
Jede
der gut bekannten Prozeduren zum Einführen von fremden Nukleotidsequenzen
in Wirtszellen kann verwendet werden. Diese schließen die
Verwendung von Kalzium-Phosphat-Transfektion,
Polybren, Protoplastenfusion, Elektroporation, Biolistics, Liposomen,
Mikroinjektion, Plasmavektoren, viralen Vektoren und jedes der anderen
gut bekannten Verfahren zum Einführen
von klonierter genomischer DNA, cDNA, synthetischer DNA oder anderen
fremden genetischen Materials in eine Wirtszelle ein (siehe z.B.
Sambrook et al., siehe oben). Es ist nur notwendig, dass das spezifische
genetische verwendete Konstruktionsverfahren in der Lage ist, erfolgreich
wenigstens ein Gen in die Wirtszelle einzuführen, das in der Lage ist CNG2B
zu exprimieren. Nachdem der Expressionsvektor in die Zellen eingeführt wurde,
werden die transfizierten Zellen unter Bedingungen kultiviert, die
die Expression von CNG2B begünstigen,
das aus der Kultur mit Standardtechniken, die unten identifiziert
werden, gewonnen wird.
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IV. Aufreinigung von CNG2B-Polypeptiden
-
Zur
Verwendung in funktionalen Assays kann entweder natürlich vorkommendes
oder rekombinantes CNG2B aufgereinigt werden. Natürlich vorkommende
CNG2B-Monomere können
z.B. aus humanem Gewebe, wie dem zentralen Nervensystem oder jeder
Quelle eines CNG2B Homologs aufgereinigt werden. Rekombinante CNG2B-Monomere
können
aus jeder geeigneten Expressionssystem aufgereinigt werden.
-
Die
CNG2B-Monomere können
zu substantieller Reinheit durch Standardtechniken aufgereinigt
werden, einschließlich
der selektiven Präzipitation
mit solchen Substanzen wie Ammoniumsulfat, Säulenchromatographie, Immunoaufreinigungsverfahren
und andere (siehe z.B. Scopes, Protein Purification: Principles
and Practice (1982);
U.S. Patent
Nr. 4,673,641 ; Ausubel et al., siehe oben; und Sambrook
et al., siehe oben).
-
Eine
Anzahl von Prozeduren kann eingesetzt werden, wenn rekombinante
CNG2B-Monomere aufgereinigt werden. Zum Beispiel können Proteine
mit etablierten molekularen Adhäsionseigenschaften
reversibel mit den CNG2B-Monomeren verbunden werden. Mit dem geeigneten
Liganden können
die CNG2B-Monomere selektiv an eine Aufreingungssäule adsorbiert
werden und dann von der Säule
in einer relativ reinen Form freigesetzt werden. Das verbundene
Protein wird dann durch enzymatische Aktivität entfernt. Schließlich könnten die
CNG2B-Monomere mit
Immunaffinitätssäulen aufgereinigt
werden.
-
A. Aufreinigung von CNG2B-Monomeren aus
rekombinanten Bakterien
-
Rekombinante
Proteine werden durch transformierte Bakterien in großen Mengen,
typischerweise nach Promotorinduktion, exprimiert; Expression kann
auch konstitutiv sein. Promotorinduktion mit IPTG ist ein Beispiel
eines induzierbaren Promotorsystem. Bakterien werden gemäß den Standardverfahren
in der Technik gezogen. Frische oder gefrorene Bakterienzellen werden
für die
Isolierung von Protein verwendet.
-
Proteine,
die in Bakterien exprimiert werden, bilden unlösliche Aggregate („Inclusion
Bodies"). Zahlreiche
Protokolle sind für
die Aufreinigung der CNG2B-Monomere von Inclusions Bodies geeignet.
Zum Beispiel involviert die Aufreinigung von Inclusion Bodies typischerweise
die Extraktion, Separation und/oder Aufreinigung von Inclusion Bodies
durch Disruption der bakteriellen Zellen, z.B. durch Inkubation
in einem Puffer mit 50 mM TRIS/HCL pH 7.5, 50 mM NaCl, 5 mM MgCl2, 1 mM DTT, 0.1 mM ATP und 1 mM PMSF. Die
Zellsuspension kann mit 2-3 Passagen durch eine French Press lysiert,
mit einem Polytron (Brinkmann Instruments) homogenisiert oder auf
Eis sonifiziert werden. Alternative Verfahren des Lysierens von
Bakterien sind dem Fachmann offenkundig (siehe z.B. Sambrook et
al., siehe oben; Ausubel et al., siehe oben).
-
Wenn
notwendig, werden die Inclusion Bodies solubilisiert und die lysierte
Zellsuspension wird typischerweise zentrifugiert, um ungewolltes
unlösliches
Material zu entfernen. Proteine, die die Inclusion Bodies gebildet
haben, können
durch Verdünnung
oder Dialyse mit einem kompatiblen Puffer renaturiert werden. Geeignete
Lösungen
schließen,
sind aber nicht beschränkt
auf, Harnstoff (ungefähr
4 M bis ungefähr
8 M), Formamid (wenigstens ungefähr
80%, Volumen/Volumen-Basis) und Guanidinium Hydrochlorid (ungefähr 4 M bis
ungefähr
8 M) ein. Einige Lösungsmittel,
die in der Lage sind Aggregat bildende Proteine zu solubilisieren, zum
Beispiel SDS (Natriumdodecylsulfat), 70% Ameisensäure sind
nicht geeignet für
die Verwendung in diesem Verfahren wegen der irreversiblen Denaturierung
der Proteine, die mit einem Mangel an Immunogenität und/oder
Aktivität
einhergeht. Obwohl Guanidinium hydrochlorid und ähnliche Agenzien Denaturierungsmittel sind,
ist diese Denaturierung nicht irreversibel und Renaturierung kann
nach Entfernung (durch zum Beispiel Dialyse) oder Verdünnung des
Denaturierungsmittels auftreten, was die erneute Bildung des immunologisch und/oder
biologisch aktiven Proteins ermöglicht.
Andere geeignete Puffer sind den Fachleuten bekannt, Humane CNG
Monomere werden von anderen bakteriellen Proteinen durch Standardseparationtechniken
abgetrennt, z.B. mit Ni-NTA Agarosematerial.
-
Alternativ
ist es möglich
die CNG2B-Monomere aus dem Bakterienperiplasma aufzureinigen. Nach Lyse
der Bakterien, wenn die CNG2B-Monomere in das Periplasma der Bakterien
exportiert werden, kann die periplasmatische Fraktion der Bakterien
durch kalten osmotischen Schock zusätzlich zu anderen dem Fachmann
bekannten Verfahren isoliert werden. Um rekombinante Proteine aus
dem Periplasma zu isolieren, werden die bakteriellen Zellen zentrifugiert,
um ein Pellet zu bilden. Das Pellet wird in einem Puffer, der 20%
Saccharose enthält,
resuspendiert. Um die Zellen zu lysieren, werden die Bakterien zentrifugiert
und das Pellet in eiskaltem 5 mM MgSO4 resuspendiert
und in einem Eisbad für
ungefähr
10 Minuten gehalten. Die Zellsuspension wird zentrifugiert und der Überstand
dekantiert und aufbewahrt. Die rekombinanten Proteine, die in dem Überstand
vorliegen, können
von den Wirtsproteinen durch Standardauftrennungstechniken abgetrennt
werden, die dem Fachmann gut bekannt sind.
-
B. Standardproteintrennungstechniken zum
Aufreinigen von CNG2B-Monomeren
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Solubilitätsfraktionierung
-
Eine
anfängliche
Salzfraktionierung kann, oft als ein anfänglicher Schritt, besonders
dann, wenn die Proteinmischung komplex ist, viele der ungewollten
Wirtszellproteine (oder Proteine, die aus dem Zellkulturmedium stammen)
von den interessierenden rekombinanten Protein abtrennen. Das bevorzugte
Salz ist Ammoniumsulfat. Ammoniumsulfat präzipitiert Proteine durch effektives
Reduzieren der Wassermenge in der Proteinmischung. Proteine präzipitieren
dann aufgrund ihrer Solubilität.
Je hydrophober ein Protein ist, desto wahrscheinlicher ist, bei
geringeren Ammoniumsulfat-Konzentrationen zu präzipitieren. Ein typisches Protokoll schließt das Hinzugeben
von gesättigtem
Ammoniumsulfat zu einer Proteinlösung
ein, so dass die resultierende Ammoniumsulfat Konzentration zwischen
20-30% ist. Diese Konzentration wird die am meisten hydrophoben
Proteine präzipitieren.
Das Präzipitat
wird dann verworfen (außer
das interessierende Protein ist hydrophob) und Ammoniumsulfat wird
zu dem Überstand
bis zu einer Konzentration hinzugegeben, von der bekannt ist, dass
dabei das interessierende Protein präzipitiert. Das Präzipitat
wird dann in einem Puffer solubilisiert und das überschüssige Salz wird, falls notwendig
entweder durch Dialyse und Membranfiltrierung, entfernt. Andere
Verfahren, die auf der Löslichkeit
von Proteinen basieren, wie kalte Ethanolfällung, sind den Fachleuten
bekannt, und können
verwendet werden, um komplexe Proteinmischungen fraktionieren.
-
Differentielle Größenfiltration
-
Das
Molekulargewicht der CNG2B-Monomere (z.B. ungefähr 92 kD) kann verwendet werden,
um sie von Proteinen mit größerer und
geringerer Größe unter
Verwendung von Ultrafiltration durch Membranen von verschiedenen
Porengröße zu isolieren
(zum Beispiel Amicon oder Millipore Membranen). Als ein erster Schritt wird
die Proteinmischung durch eine Membran mit einer Porengröße ultrafiltriert,
die eine geringere Molekulargewichtsausschlussgröße besitzt als das Molekulargewicht
des interessierenden Proteins. Das Retentat der Ultrafiltration
wird dann gegen eine Membran ultrafiltriert mit einer molekularen
Ausschlussgröße, die
größer ist
als die des interessierenden Proteins. Das rekombinante Protein
wird durch die Membran in das Filtrat hindurch treten. Das Filtrat
kann dann, wie unten beschrieben, chromatographiert werden.
-
Säulenchromatoqraphie
-
Die
CNG2B-Monomere können
auch von anderen Proteinen auf der Basis von Größe, Nettooberflächenladung,
Hydrophobizität
und Affinität
für Liganden
separiert werden. Zusätzlich
können
Antikörper,
die gegen Proteine erzeugt werden, mit den Säulenmatrizen konjugiert werden
und die Proteine immuno-gereinigt werden. All diese Verfahren sind
in der Technik wohl bekannt. Es wird auch für einen Fachmann offensichtlich sein,
dass chromatographische Techniken in jedem Maßstab und unter Verwendung
der Geräte
von vielen verschiedenen Herstellern (z.B. Pharmacial Biotech) durchgeführt werden
können.
-
V. Immunologische Detektion von CNG2B-Polypeptiden
-
Zusätzlich zu
der Detektion von CNG2B Genen und Genexpression mit der Nukleinsäurehybridisierungstechnologie
kann man auch Immunoassays verwenden, um die CNG2B-Monomere der
Erfindung zu detektieren. Immunoassays können verwendet werden, um qualitativ
oder quantitativ die CNG2B-Monomere zu analysieren. Einen allgemeinen Überblick über die
geeignete Technologie kann in Harlow & Lane, Antibodies, A Laborstory Manual
(1988) gefunden werden.
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A. Antikörper gegen CNG2B-Monomere
-
Verfahren
zum Produzieren von polyklonalen und monoklonalen Antikörpern, die
mit CNG2B-Monomeren
spezifisch reagieren, oder CNG2B-Monomeren aus spezifischen Spezies,
wie humanem CNG2B, sind den Fachleuten bekannt (siehe, z.B., Coligan,
Current Protocols in Immunology (1991); Harlow & Lane, siehe oben; Goding, Monoclonal
Antibodies: Principles and Practice (2te A. 1986); und Kohler & Milstein, Nature
256: 495-497 (1975). Solche Techniken schließen die Antikörperpräparation
durch Auswahl von Antikörpern
aus Bibliotheken von rekombinanten Antikörpern in Phagen- oder ähnlichen
Vektoren ein, wie auch die Präparation von
polyklonalen und monoklonalen Antikörpern durch das Immunisieren
von Ratten oder Mäusen
ein (siehe, z.B., Huse et al., Science 246:1275-1281 (1989); Ward
et al., Nature 341: 544-546(1989)). Eine Vielzahl von Immunogenen,
die Teile von CNG2B-Monomeren umfassen, können verwendet werden, um Antikörper zu
produzieren, die mit CNG2B-Monomeren spezifisch reaktiv sind. Zum
Beispiel können
rekombinante CNG2B-Monomere oder ein antigenes Fragment davon, wie
hier beschrieben, isoliert werden. Rekombinantes Protein kann in
eukaryotischen oder prokaryotischen Zellen, wie oben beschrieben,
exprimiert werden, und gereinigt werden, wie oben im Allgemeinen
beschrieben wurde. Rekombinantes Protein ist das bevorzugte Immunogen für die Produktion
von monoklonalen oder polyklonalen Antikörpern. Alternativ kann ein
synthetisches Peptid, das von den hier offenbarten Sequenzen abgeleitet
wurde, und mit einem Trägerprotein
konjugiert wurde, als ein Immunogen verwendet werden. Natürlich vorkommendes
Protein kann auch entweder in reiner oder unreiner Form verwendet
werden. Das Produkt wird dann in ein Tier injiziert, das in der
Lage ist Antikörper
zu produzieren. Entweder monoklonale oder polyklonale Antikörper können für die nachfolgende
Verwendung in Immunoassays erzeugt werden, um das Protein zu messen.
Verfahren zur Produktion von polyklonalen Antikörpern sind den Fachleuten bekannt.
Ein durch Inzucht erzeugter Mausstamm (z.B. BALB/C Mäuse) oder
Ratten wird mit dem Protein mit einem Standardadjuvans, wie Freund's Adjuvans, und einem
Standardimmunisierungprotokoll immunisiert. Die Immunantwort des
Tieres auf die Immunogen-Präparation
wird durch das Nehmen von Testblutungen und das Bestimmen des Reaktivitätstiters
gegenüber
Beta-Untereinheiten überwacht. Wenn
geeignet hohe Antikörpertiter
gegen das Immunogen erhalten wurden, wird Blut aus dem Tier gesammelt
und Antisera werden hergestellt. Weitere Fraktionierung der Antiseren,
um Antikörper
anzureichern, die gegen das Protein reaktiv sind, kann unternommen
werden, falls das gewünscht
ist (siehe Harlow & Lane oben).
-
Monoklonale
Antikörper
können
durch zahlreiche Techniken erhalten werden, die den Fachleuten vertraut
sind. Kurz gesagt, werden Milzzellen aus einem Tier, das mit einem
gewünschten
Antigen immunisiert ist, gewöhnlich
durch Fusion mit einer Myelomazelle immortalisiert (siehe Kohler & Milstein, Eur.
J Immunol. 6: 511-519 (1976)). Alternative Verfahren der Immortalisierung
schließen
die Transformation mit Epstein Barr Virus, Oncogenen oder Retroviren
oder andere in der Technik wohl bekannte Verfahren ein. Kolonien,
die aus einzelnen immortalisierten Zellen hervorgehen, werden auf
die Produktion von Antikörpern
mit der gewünschten
Spezifität
und Affinität
für das
Antigen gescreent und die Produktionsmenge der monoklonalen Antikörper, die
durch solche Zellen produziert werden, können durch zahlreiche Techniken
erhöhst
werden, einschließlich der
Injektion in die peritonale Höhlung
eines Wirbeltierwirts. Alternativ kann man DNA Sequenzen isolieren,
die ein monoklonalen Antikörper
oder ein Bindungsfragment davon durch Screenen einer DNA Bibliothek
aus humanen B-Zellen gemäß dem allgemeinen
Protokoll, das durch Huse, et al., Science 246: 1275-1281 (1989) umrissen
wird, isolieren.
-
Monoklonale
Antikörper
und polyklonale Seren werden gesammelt und gegen das Immunogenprotein in
einem Immunoassay, zum Beispiel einem Festphasen Immunoassay, titriert
wobei das Immunogen auf einem festen Träger immobilisiert ist. Typischerweise
werden polyklonale Antiseren mit einem Titer von 104 oder größer selektiert
und auf Kreuzreaktivität
mit Nicht-CNG Familienproteinen und anderen CNG Familienproteinen
mit einem kompetitiven Bindungsimmunoassay getestet. Spezifische
polyklonale Antiseren und monoklonale Antikörper werden gewöhnlich mit
einem Kd von wenigstens ungefähr 0.1 mM,
noch gewöhnlicher
von wenigstens ungefähr
1 M, bevorzugt wenigstens ungefähr
0.1 M oder besser, und am bevorzugtesten 0.01 M oder besser binden.
Antikörper,
die nur für
ein CNG2B Ortholog spezifisch sind, wie humanem CNG2B, können auch
hergestellt werden durch Hinausnehmen anderer kreuzreagierender
Orthologen von einer Spezies, wie einem nicht humanem Säuger. Sobald
die spezfischen Antikörper
gegen ein CNG2B verfügbar
sind, kann das CNG2B mit einer Vielzahl von Immunoassayverfahren
detektiert werden. Für
eine Übersicht über immunologische
und Immunoassayprozeduren, siehe Basic and Clinical Immunology (Stites & Terr Hrg., 7te
A. 1991). Darüber
hinaus können
die Immunoassays der vorliegenden Erfindung in jeder der zahlreichen
Konfigurationen durchgeführt
werden, die intensiv in Übersicht
in Enzyme Immunoassay (Maggio, Hrg., 1980); und Harlow & Lane, siehe oben,
dargestellt werden.
-
B. Immunologische Bindungsassays
-
Die
CNG26-Polypeptide der Erfindung können mit jeder einer Anzahl
von gut anerkannten immunologischen Bindungsassays detektiert und/oder
quantifiziert werden (siehe, z.B.
U.S.
Patente 4,366,241 ;
4,376,110 ;
4,517,288 ; und
4,837,168 ). Für eine Übersicht über die allgemeinen Immunoassays
siehe auch Methods in Cell Biology: Antibodies in Cell Biology,
Band 37 (Asai, Hrg. 1993); Basic and Clinical Immunology (Stites & Terr, Hrgs.,
7te A. 1991). Immunologische Bindungsassays (oder Immunoassays)
verwenden typischerweise einen Antikörper, der spezifisch an ein
Protein oder ein Antigen der Wahl bindet (in diesem Fall das CNG2B
oder eine antigene Subsequenz davon). Der Antikörper (z.B. Anti-CNG2B) kann
durch jede einer Anzahl von Mitteln hergestellt werden, die Fachleuten
bekannt sind und wie sie oben beschrieben sind.
-
Immunoassays
verwenden oft auch ein Markierungsagens, um spezifisch an den Komplex
zu binden und ihn zu markieren, der durch den Antikörper und
das Antigen gebildet wird. Das Markierungsagens kann selbst eine
der Einheiten sein, die den Antikörper/das Antigen umfassen.
Somit kann das Markierungsagens ein markiertes CNG2B-Polypeptid
oder ein markierter Anti-CNG2B
Antikörper
sein. Alternativ kann das Markierungsagens eine dritte Einheit,
wie ein sekundärer
Antikörper
sein, der spezifisch an den Antikörper/CNG2B Komplex bindet (ein
sekundärer
Antikörper
ist typischerweise für
Antikörper
der Spezies spezifisch, aus der der erste Antikörper abgeleitet ist). Andere
Proteine, die in der Lage sind, spezifisch konstante Immunoglobulin Regionen
zu binden, wie Protein A oder Protein G können auch als das Markierungsagens
verwendet werden. Diese Proteine weisen eine starke nicht immunogene
Reaktivität
mit den konstanten Immunoglobulinregionen aus einer Vielzahl von
Spezies auf (siehe z.B. Kronval et al., J. Immunol. 111: 1401-1406
(1973); Akerstrom et al., J. Immunol. 135: 2589-2542 (1985)). Das Markierungsagens kann
mit einer detektierbaren Einheit modifiziert werden, wie Biotin,
an das ein anderes Molekül
spezifisch binden kann, wie Straptavidin. Eine Vielzahl von detektierbaren
Einheiten sind den Fachleuten wohl bekannt.
-
Überall in
den Assays können
Inkubations- und oder Waschschritte nach jeder Kombinierung von
Reagenzien notwendig sein. Inkubationsschritte können von ungefähr 5 Sekunden
bist zu zahlreichen Stunden variieren, vorzugsweise von ungefähr 5 Minuten
bis ungefähr
24 Stunden. Jedoch wird die Inkubationszeit von dem Assayformat,
Antigen, Lösungsvolumen,
Konzentrationen und ähnlichem
abhängen.
Gewöhnlicherweise werden
die Assays bei Raumtemperatur durchgeführt, obwohl sie über einen
breiten Temperaturbereich, wie von 10°C bis 40°C, durchgeführt werden können.
-
Nicht kompetetive Assayformate
-
Immunoassays
zum Detektieren des CNG2B in Proben können entweder kompetetiv oder
nicht kompetetiv sein. Nicht kompetetive Immunoassays sind Assays,
in denen die Menge des Antigens direkt gemessen wird. In einem bevorzugten "Sandwich"-Assay, zum Beispiel,
können
die Anti-CNG2B Untereinheitsantikörper direkt
an ein festes Substrat, auf dem sie immobilisiert sind, gebunden
werden. Diese immobilisierten Antikörper fangen dann CNG2B ein,
das in der Testprobe vorliegt. Die CNG2B-Monomere werden somit immobilisiert und
dann durch ein Markierungsreagens gebunden, wie einen zweiten CNG2B
Antikörper,
der eine Markierung trägt.
Alternativ kann dem zweiten Antikörper eine Markierung fehlen,
aber er kann selbst durch einen markierten dritten Antikörper gebunden
werden, der wiederum für
Antikörper
der Spezies spezifisch ist, von der der zweite Antikörper abgeleitet
ist. Der zweite oder dritte Antikörper wird typischerweise mit
einer detektierbaren Einheit, wie Biotin, modifiziert, an den ein
anderes Molekül
spezifisch bindet, z.B., Streptavidin, um eine detektierbare Einheit
bereit zu stellen.
-
Kompetitive Assayformate
-
In
kompetitiven Assays wird die Menge des in der Probe vorliegenden
CNG2B indirekt durch Messen der Menge von bekanntem (exogen) hinzu
gefügten
CNG2B gemessen, das von einem Anti-CNG2B Antikörper durch das unbekannte in
einer Probe vorliegende CNG2B verdrängt (weg kompetiert) wird.
In einem kompetitiven Assay wird eine bekannte Menge des CNG2B einer
Probe hinzugefügt
und die Probe wird dann mit einem Antikörper in Kontakt gebracht, der
spezifisch an das CNG2B bindet. Die Menge von exogenem CNG2B, das
an den Antikörper
gebunden ist, ist invers proportional mit der Konzentration des
in der Probe vorliegenden CNG2B. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform
wird der Antikörper
auf einem festen Substrat immobilisiert. Die Menge des an den Antikörper gebundenen
CNG2B kann entweder durch Messen der in einem CNG2B/Antikörperkomplex
vorliegendem CNG2B oder alternativ durch Messen der Menge des verbleibenden
unkomplexierten Proteins bestimmt werden. Die Menge von CNG2B kann
durch Bereitstellen eines markierten CNG2B Moleküls detektiert werden. Ein Hapten-Inhibierungsassay
ist ein anderer bevorzugter kompetitiver Assay. In diesem Assay
wird das bekannte CNG2B auf einem festen Substrat immobilisiert. Eine
bekannte Menge von Anti-CNG2B Antikörper wird der Probe hinzugefügt, und
die wird dann mit dem immobilisierten CNG2B in Kontakt gebracht.
Die Menge des an das bekannte immobilisierte CNG2B gebundenen Anti-CNG2B
Antikörpers
ist invers proportional mit der Menge des in der Probe vorhandenen
CNG2B. Wiederum kann die Menge des immobililisierten Antikörpers durch
Detektieren entweder der immobilisierten Fraktion des Antikörpers oder
der Fraktion des Antikörpers
detektiert werden, die in Lösung
bleibt. Detektion kann direkt sein, wenn der Antikörper markiert
ist oder indirekt durch die nachfolgende Zugabe einer markierten
Einheit, die spezifisch den Antikörper, wie oben beschrieben,
bindet.
-
Kreuzreaktivitätsbestimmungen
-
Immunoassays
in dem kompetitiven Bindungsformat können auch für Kreuzreaktivitätsbestimmungen von
CNG2B verwendet werden. Zum Beispiel kann ein CNG2B Protein, das
wenigstens teilweise mit einer Aminosäuresequenz SEQ ID NO: 1 oder
einer immunogenen Region davon korrespondiert auf einem festen Träger immobilisiert
werden. Andere Proteine wie andere CNG Familienmitglieder werden
dem Assay hinzugefügt,
um so um das Binden der Antisera an das immobilisierte Antigen zu
kompetetieren. Die Fähigkeit
des hinzugefügten
Antikörpers
um die Bindung der Antisera an das immobilisierte Protein zu kompetetieren,
wird mit der Fähigkeit
des CNG26 oder eines immunogenen Teils davon verglichen, mit sich
selbst zu kompetetieren. Der Prozentsatz der Kreuzreaktivität mit den
obigen Proteinen wird mit Standardberechnungen berechnet. Die Antisera
mit weniger als 10% Kreuzreaktivität mit jedem der oben aufgeführten hinzugefügten Proteine werden
ausgewählt
und gepoolt. Die Kreuzreaktivitätsantikörper werden
optional aus den gepoolten Antisera durch Immunoabsorption mit den
hinzugefügten
erwogenen Proteinen entfernt, z.B., entfernt verwandten Homologen.
Antikörper,
die spezifisch nur an die speziellen Orthologe von CNG2B binden,
wie humanes CNG2B, können
auch mit dieser Methodologie hergestellt werden.
-
Die
immunoabsorbierten und gepoolten Antisera werden in einem kompetetiven
Bindungsimmunassay, wie oben beschrieben, verwendet, um ein zweites
Protein zu vergleichen, von dem gedacht wird, dass es vielleicht
ein Allel, Ortholog oder polymorphe Variante von CNG2B zu dem immunogenen
Protein sei. Um diesen Vergleich durchzuführen werden die zwei Proteine
jeweils in einem breiten Konzentrationsbereich in Assays getestet
und die Menge jedes Proteins, die benötigt wird, um 50% der Antiserabindung
an das immobilisierte Protein zu inhibieren, bestimmt. Wenn die
Menge des zweiten Proteins, die benötigt wird, um 50% Bindung zu
inhibieren, geringer als das 10fache der Menge des Proteins ist,
das durch CNG2B kodiert wird, die benötigt wird, um 50% Bindung zu
inhibieren, dann soll das zweite Protein spezifisch an den polyklonalen
Antikörper
binden, die durch das jeweilige CNG2B Immunogen erzeugt wurde.
-
Andere Assayformate
-
Westernblot
(Immunoblot) Analyse wird verwendet, um das CNG2B in der Probe zu
detektieren und quantifizieren. Dies umfasst im Allgemeinen das
Auftrennen der Probenproteine durch Gelelektrophorese auf der Basis
des Molekulargewichts, das Transferieren der aufgetrennten Proteine
auf einen geeigneten festen Träger
(wie Nitrozellulosefilter, einen Nylonfilter oder derivatisierten
Nylonfilter) und das Inkubieren der Probe mit Antikörpern, die
spezifisch CNG2B binden. Die Anti-CNG2B Antikörper binden spezifisch an CNG2B
auf dem festen Träger.
Diese Antikörper
können
direkt markiert werden oder können
alternativ dann mit markierten Antikörpern detektiert werden (z.B.
markierten Schaf Anti-Maus Antikörpern),
die spezifisch an die Anti-CNG2B Antikörper binden.
-
Andere
Assayformate schließen
Liposom-Immunoassays (LIA) ein, die Liposomen verwenden, um spezifische
Moleküle
(z.B. Antikörper)
zu binden und eingekapselte Reagenzien oder Marker frei zusetzen.
Die freigesetzten Chemikalien werden gemäß Standardtechniken detektiert
(siehe Monroe et al., Amer. Clin. Prod. Rev. 5: 34-41 (1986)).
-
Reduktion von nicht spezifischer Bindung
-
Ein
Fachmann wird zu schätzen
wissen, dass es oft wünschenswert
ist, nicht spezifische Bindung in Immunoassays zu minimieren. Besonders,
wenn der Asssay ein Antigen oder Antikörper involviert, der auf einem
festen Substrat immobilisiert ist, ist es wünschenswert, die Menge von
nicht spezifischer Bindung an das Substrat zum minimieren. Mittel
zum Reduzieren nicht spezifischer Bindung sind den Fachleuten wohl
bekannt. Typischerweise involviert diese Technik das Beschichten
des Substrats mit einer proteinhaltigen Zusammensetzung. Insbesondere
Proteinzusammensetzungen wie bovinem Serumalbumin (BSA), nicht-fettiger
Trockenmilch und Gelatine werden häufig verwendet, wobei Trockenmilch
am bevorzugtesten ist.
-
Markierungen
-
Die
genaue Markierung oder detektierbare Gruppe, die in dem Assay verwendet
wird, ist nicht ein kritischer Aspekt der Erfindung, so lange wie
sie nicht signifikant mit der spezifischen Bindung des Antikörpers, der
in dem Assay verwendet wird, interferiert. Die detektierbare Gruppe
kann jedes Material mit einer detektierbaren physikalischen oder
chemischen Eigenschaft sein. Solche detektierbaren Markierungen
sind in dem Gebiet der Immunoassays weit entwickelt worden und im
Allgemeinen kann fast jede Markierung, die in solchen Verfahren
nützlich
ist, in der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden. Daher ist
eine Markierung jede Zusammensetzung, die durch spektroskopische,
photochemische, biochemische, immunochemische, elektrische, optische
oder chemische Mittel detektierbar ist. Nützliche Markierungen in der
vorliegenden Erfindung schließen
magnetische Kügelchen
(z.B. DYNABEADSTM) ein, fluoroeszente Farbstoffe
(z.B. Fluoresceinisothiocyanat, Texas rot, Rhodamin, und ähnliche),
radioaktive Markierungen (z.B. 3H, 125I, 35S oder 32P), Enzyme (z.B. Pferderettich Peroxidase,
Alkalische Phosphatase und andere, die in einem ELISA gemeinhin
verwendet werden) und colometrische Markierungen wie kolloidales
Gold oder gefärbtes
Glas oder Plastikkügelchen
(z.B. Polystyrol, Polypropylen, Latex, etc.).
-
Die
Markierung kann direkt oder indirekt an die gewünschte Komponente des Assays
gemäß den in der
Technik bekannten Verfahren gekoppelt werden. Wie oben angezeigt,
kann eine breite Vielzahl von Markierungen verwendet werden, wobei
die Wahl der Markierung von der benötigten Sensitivität, der Einfachheit sie
mit der Komponente zu konjugieren, Stabilitätsanforderungen, den verfügbaren Geräten und
Entsorgungsvorschriften abhängt.
-
Nicht
radioaktive Markierungen werden oft durch indirekte Mittel angebracht.
Im Allgemeinen wird ein Ligandenmolekül (z.B. Biotin) kovalent mit
dem Molekül
verbunden. Der Ligand bindet dann an ein anderes Molekül (z.B.
Streptavidin), das entweder inhärent
detektierbar ist oder kovalent an ein Signalsystem gebunden ist,
wie einem detektierbaren Enzym, einer fluoreszierenden Verbindung
oder einer chemilumineszenten Verbindung. Die Liganden und ihre
Ziels können
in jeder geeigneten Kombination mit Antikörpern, die CNG2B erkennen,
oder sekundären
Antikörpern
verwendet werden, die Anti-CNG2B Antikörper erkennen.
-
Die
Moleküle
können
auch direkt mit Signal erzeugenden Verbindungen konjugiert werden,
z.B. durch Konjugieren mit einem Enzym oder Fluorophor. Als Markierungen
interessierende Enyzme werden primär Hydrolasen, insbesondere
Phosphatasen, Esterasen und Glycosidasen oder Oxidasen, insbesondere
Peroxidasen sein. Fluroszierende Verbindungen schließen Fluoreszin
und seine Derivate, Rhodamin und seine Derivate, Dansyl, Umbelliferon
etc. ein. Chemilumineszente Verbindungen schließen Luciferin und 2,3-Dihydrophthalazinedione,
z.B. Luminol ein. Für
eine Übersicht über die
zahlreichen Markierungs- oder Signal produzierenden Systeme, die
verwendet werden können,
siehe
U.S. Patent Nr. 4,391,904 .
-
Mittel
zum Detektieren von Markierungen sind den Fachleuten wohl bekannt.
Somit schließen,
wenn zum Beispiel die Markierung eine radioaktive Markierung ist,
die Detektionsmittel ein Szintellierungszähler oder photographischen
Film ein, wie bei der Autoradiographie. Wenn die Markierung eine
fluoreszente Markierung ist, kann sie durch Anregen des Fluorochroms
mit der geeigneten Wellenlänge
und Detektieren der resultierenden Fluoreszens detektiert werden.
Die Fluoreszens kann visuell, durch Mittel des photographischen Films,
durch die Verwendung von elektronischen Detektoren wie Geräten mit
Ladungskopplung (CCD) oder Photomultiplizierern und ähnlichen
detektiert werden. In ähnlicher
Weise können
enzymatische Markierungen durch das Bereitstellen der geeigneten
Substrate für
die Enzyme und das Detektieren des resultierenden Reaktionsprodukts
detektiert werden. Schließlich
können
einfache kolometrische Markierungen durch Beobachten der Farbe,
die mit dem Markierung assoziiert ist, detektiert werden. Somit
erscheint in zahlreichen Eintauch-(„Dipstick") Assays konjugiertes Gold oft als rosa,
während
zahlreiche konjugierte Kügelchen
als die Farbe des Kügelchens
erscheinen.
-
Einige
Assayformate benötigen
nicht die Verwendung von markierten Komponenten. Zum Beispiel können Agglutinierungsassays
verwendet werden, um das Vorliegen der Ziel-Antikörper zu
detektieren. In diesem Fall werden Antigen beschichtete Partikel
durch Proben agglutiniert, die die Ziel-Antikörper umfassen. In diesem Format
bracht keine der Komponenten markiert zu sein und das Vorliegen
des Ziel-Antikörpers
wird durch einfache visuelle Beobachtung detektiert.
-
VI. Assays für Modulatoren von CNG2B
-
A. Assays
-
Einführung
-
Humanes
CNG2B und CNG2B Allele, Orthologe und polymorphe Varianten sind
Untereinheiten von Kationenkanälen.
Die Aktivität
eines Kationenkanals, der CNG2B umfasst, kann mit einer Vielzahl
von in vitro und in vivo Assays bewertet werden, z.B. durch Messen
des Stromes, durch Messen des Membranpotentials, durch Messen des
Ionenflusses, z.B. Kationen wie Natrium oder Kalzium, durch Messen
der Ionenkonzentration, durch Messen der Zweitbotenstoffe und Transkriptionsniveaus,
durch Messen der Ligandenbindung und Verwendung, z.B., von spannungssensitiven
Farbstoffen, ionensensitiven Farbstoffen, wie kationensensitiven (z.B.
Natrium oder Kalzium) spezifischen Farbstoffen, radioaktiven Markierungen
und „Patchclamp" Elektrophysiologie.
-
In
bevorzugten Ausführungsformen
wird die Aktivität
eines CNG Kationenkanals durch Detektion des Kations, z.B. Kalzium
oder Natrium, der Konzentration oder Flusses mit einem ionenspezifischen
(z.B. Kalzium oder Natrium) Farbstoff, z.B. einem fluoreszenten
Farbstoff detektiert werden. Jeder solche Farbstoff, von denen eine
große
Anzahl den Fachleuten wohl bekannt sind, kann verwendet werden.
Zum Beispiel kann jede einer Anzahl von fluoreszenten Sonden, die
eine spektrale Reaktion auf Ca2+ Bindung
zeigen, die die Detektion von Änderungen der
intrazellulären
freien Ca2+ Konzentrationen mit Fluoreszenzmikroskopie,
Durchflusscytometrie oder Fluoreszenspektroskopie erlauben, verwendet
werden.
-
Weiterhin
können
solche Assays verwendet werden, um auf Inhibitoren und Aktivatoren
der Kanäle, die
CNG2B umfassen, zu testen. Solche Modulatoren eines Kationenkanals
sind für
die Behandlung von zahlreichen Störungen, die Kationenkanäle involvieren,
nützlich,
z.B. neurologischen Störungen,
z.B. des zentralen Nervensystems. Solche Modulatoren sind auch nützlich zum
Untersuchen der Kanalvielfalt, die durch die Mitglieder der CNG-Familie
bereitgestellt wird, und der Regulation/Modulation der Kationenkanalaktivität, die durch
Mitglieder der CNG Familie, wie CNG2B, bereitgestellt wird.
-
Modulatoren
der CNG Kationenkanäle
werden mit biologisch aktivem, entweder rekombinantem oder natürlich vorkommenden,
vorzugsweise humanem CNG2B, getestet. CNG2B kann isoliert, in einer
Zelle coexprimiert oder exprimiert werden oder in einer Membran,
die aus einer Zelle abgeleitet wurde, exprimiert werden. In solchen
Assays kann CNG2B alleine exprimiert werden, um einen homomultimeren
Kationenkanal zu bilden, oder in Kombination mit anderen CNG Proteinen,
einschließlich
Alpha- und/oder Beta-Untereinheiten, um einen heteromultimeren Kationenkanal
zu bilden. Vorzugsweise wird das CNG2B-Polypeptid, das ein Teil des
Kationenkanals ist, der in dem Assay verwendet wird, die Sequenz
haben, die in SEQ ID NO: 1 oder einer konservativ modifizierten
Variante davon dargestellt ist. Im Allgemeinen wird die Aminosäuresequenzidentität des Polypeptids
zu SEQ ID NO: 1 wenigstens 60%, 65%, 70%, 75%, 80%, vorzugsweise
85% oder 90%, am bevorzugtesten wenigstens 95% oder höher sein.
Modulation wird mit einem der in vitro oder in vivo Assays, die
hierin beschrieben sind, getestet. Proben oder Assays, die mit einem
potentiellen Kationenkanalinhibitor oder Aktivator behandelt werden,
werden mit Kontrollbeispielen ohne die Testverbindung verglichen,
um das Ausmaß der
Modulation zu untersuchen. Oft werden solche Assays in der Gegenwart
eines zyklischen Nukleotids, z.B., cAMP oder cGMP, durchgeführt und
die Fähigkeit
des Testagens die Wirkung des zyklischen Nukleotids zu modulieren
wird detektiert.
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Kontrollproben
(die nicht mit Aktivatoren oder Inhibitoren behandelt werden) wird
eine relative Kationenkanalaktivität von 100 zugewiesen. Inhibierung
von Kanälen,
die ein CNG2B-Polypeptid umfassen, wird erreicht, wenn der Wert
der Kationenkanalaktivität
relativ zu der Kontrolle ungefähr
90%, vorzugsweise 50%, noch bevorzugter 25% ist. Aktivierung von
Kanälen,
die ein CNG2B-Polypeptid
umfassen, wird erreicht, wenn der Wert der Kationenkanalaktivität relativ
zu der Kontrolle ungefähr
110%, vorzugsweise 150%, noch bevorzugter 200% höher ist. Verbindungen, die
den Ionenfluss erhöhen,
werden einen detektierbaren Anstieg der Ionenstromdichte durch Erhöhen der
Wahrscheinlichkeit, dass ein Kanal, der ein CNG2B-Polypeptid umfasst, offen
ist, durch Erniedrigen der Wahrscheinlichkeit, dass er geschlossen
ist, durch Erhöhen
der Leitfähigkeit durch
den Kanal und/oder durch Erlauben des Durchtritts von Ionen verursachen.
-
In vitro Assays
-
Assays,
um Verbindungen mit Kationenkanal modulierender Aktivität zu identifizieren,
können
in vitro durchgeführt
werden, z.B. Bindungsassays und biochemische Assays. Aufgereinigtes
rekombinantes oder natürlich
vorkommendes CNG2B Protein oder ein Kanal, der CNG2B Protein umfasst,
können
in den in vitro Verfahren der Erfindung verwendet werden. Zusätzlich zu
dem aufgereinigten CNG2B Protein oder Kanal, das selbige enthält, können das
rekombinante oder natürlich
vorkommende CNG2B Protein Teil eines Lysats oder einer Zellmembran
sein. Wie unten beschrieben, kann der Assay entweder festphasig
oder löslich
sein. Vorzugsweise wird das Protein oder die Membran an einen festen
Träger
gebunden, entweder kovalent oder nicht kovalent. Oft sind die in
vitro Assays der Erfindung Liganden oder Toxin bindende oder Ligandenaffinitätsassays, entweder
nicht kompetetiv oder kompetetiv. Andere in vitro Assays schließen das
Messen von Änderungen
der spektroskopischen (z.B. Fluoreszenz, Absorption, Brechungsindex),
hydrodynamischen (z.B. Form), chromatographischen oder Löslichkeitseigenschaften
des Proteins oder Kanals ein. Zellmembranen oder Lysate können auch
verwendet werden, um Änderungen
der Polarisation (d.h. elektrischen Potentials) der Zelle oder Membran,
die den Kationenkanal exprimiert, der ein CNG2B-Polypeptid umfasst,
ein, wie unten beschrieben wird.
-
In vivo Zell oder Membran basierte Assays
-
Änderungen
des Ionenflusses können
durch Bestimmen der Änderungen
der Polarisation (d.h. des elektrischen Potentials) der Zelle oder
Membran, die den Kationenkanal exprimiert, der ein CNG26-Polypeptid umfasst,
bestimmt werden. Ein bevorzugtes Mittel, um Änderungen der zellulären Polarisation
zu bestimmen, ist durch Messen der Änderungen des Stromes (wodurch Änderung
der Polarisation gemessen werden) mit Spannungs-Clamp und Patch-Clamp
Techniken, z.B. dem „an
der Zelle angebrachten" Modus,
dem "drinnen-draußen" Modus und dem „Gesamtzell" Modus (siehe auch
Ackerman et al., New Engl. J Med. 336: 1575-1595 (1997)). Gesamtzellströme werden
mit Standardmethodologie bequem bestimmt (siehe z.B. Hamil et al.,
PFlugers. Archiv. 391: 85 (1981). Andere bekannte Assays schließen Fluoreszenzassays
mit ionensensitiven Farbstoffen ein (siehe z.B. Vestergarrd-Bogind
et al., J. Membrane Biol. 88: 67-75 (1988); Daniel et al., J. Pharmacol.
Meth. 25: 185-193 (1991); Holevinsky et al., J. Membrane Biology
137: 59-70 (1994)).
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Beispiele
für solche
Farbstoffe, die für
die Detektion von Kalzium nützlich
sind, schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf, Fura-2, Bis-fura 2, Indo-1, Quin-2, Quin-2 AM, Benzothiaza-1,
Benzothiaza-2, Indo-5F, Fura-FF, BTC, Mag-Fura-2, Mag-Fura-5, Mag-indo-1,
Fluo-3, Rhod-2, Fura-4F, Fura-5F, Fura-6F, Fluo-4, Fluo-5F, Fluo-5N,
Oregon Green 488 BAPTA, Kalzium Grün, Calcein, Fura-C18, Kalzium
Grün-C18,
Kalzium Orange, Kalzium Crimson, Kalzium Grün-5N, Magnesium Grün, Oregon
Grün 488
BAPTA-1, Oregon Grün
488 BAPTA-2, X-rhod-1, Fura Rot, Rhod-5F, Rhod-5N, X-Rhod-5N, Mag-Rhod2,
Mag-X-Rhod-1, Fluo-5N, Fluo-5F, Fluo-4FF, Mag-Fluo-4, Aequorin, Dextrankonjugate oder
andere Derivate dieser Farbstoffe und andere (siehe z.B. den Katalog
oder die Internetseite (www.probes.com) von Molecular Probes, Eugene,
OR; siehe auch Nuccitelli, Hrg., Methods in Cell Biology, Volume
40: A Practical Guide to the Study of Calcium in Living Cells, Academic
Press (1994); Lambert, Hrg., Calcium Signaling Protocols (Methods
in Molecular Biology Volume 114), Humana Press (1999); W. T. Mason,
Hrg., Fluorescent and Luminescent Probes for Biological Activity.
A Practical Guide to Technology for Quantitative Real-Time Analysis,
Zweite A., Academic Press (1999)). Beispiele von Natriumindikatoren
schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf, SBFI und Natrium Grün
(siehe z.B. Molecular Probes Katalog oder Internetseite; Mason,
oben).
-
Assays
für Verbindungen,
die in der Lage sind den Kationenfluss durch die Kanalproteine,
die ein CNG2B-Polypeptid umfassen, zu inhibieren oder zu erhöhen, können durch
Zugabe der Verbindungen zu einer Badlösung durchgeführt werden,
die in Kontakt ist mit den Zellen und die Zellen umfasst, die einen
Kanal der vorliegenden Erfindung besitzen (siehe z.B. Blatz et al.,
Nature 323: 718-720 (1986); Park, J Physiol. 481: 555-570 (1994)).
Im Allgemeinen sind die Verbindungen, die getestet werden sollen
in dem Bereich von 1 pM bis 100 mM.
-
Die
Effekte der Testverbindungen auf die Funktion der Kanäle können durch Änderungen
der elektrischen Ströme
oder des Ionenflusses oder durch die Folgen der Änderungen der Ströme und des
Flusses gemessen werden. Änderungen
des elektrischen Stromes oder des Ionenflusses werden entweder durch
Erhöhung
oder Verringerung des Flusses von Ionen wie Natrium- oder Kaliumionen
gemessen. Die Ionen können auf
eine Vielzahl von Standardwegen gemessen werden. Sie können direkt
durch Konzentrationsänderungen der
Ionen, z.B. Änderungen
der intrazellulären
Konzentrationen, z.B., mit jeder der oben aufgeführten Farbstoffe oder radioaktiv
markierten Ionen oder indirekt durch das Membranpotential gemessen
werden. Die Folgen der Testverbindung für den Ionenfluss können sehr
variabel sein. Demzufolge kann jede geeignete physiologische Änderung
verwendet werden, um den Einfluss einer Testverbindung auf die Kanäle der Erfindung
zu bestimmen. Die Effekte einer Testverbindung können durch einen Toxinbindungsassay
gemessen werden. Man kann auch eine Vielzahl von Effekten, wie Transmitterfreisetzung
(z.B. Dopamin), intrazelluläre
Kalziumänderungen,
Hormonfreisetzung (z.B. Insulin), transkriptionale Änderungen
sowohl von bekannten als auch uncharakterisierten genetischen Markern
(z.B. Northern-Blots), Zellvolumenänderungen (z.B. von roten Blutzellen),
Immunreaktionen (z.B. T-Zellaktivierung), Änderungen des Zellmetabolismus,
wie Zellwachstum oder pH-Änderungen, Änderungen
der intrazellulären
Zweitbotenstoffe wie zyklischen Nukleotiden messen.
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CNG2B
Orthologe, Allele, polymorphen Varianten und konservativ modifizierte
Varianten werden im Allgemeinen im Wesentlichen einem Kanal ähnliche
Eigenschaften verleihen, der ein CNG2B-Polypeptid umfasst, wie oben beschrieben
wurde. In einer bevorzugten Ausführungsform
wird die Zelle, die in Kontakt mit einer Verbindung gebracht wurde,
von der vermutet wird, dass sie ein CNG2B Homolog ist, auf das Erhöhen oder
Erniedrigen des Ionenflusses in einer eukaryotischen Zelle getestet,
z.B. eine Oozyte von Xenopus (z.B. Xenopus laevis) oder eine Säugerzelle,
wie eine CHO oder HeLa Zelle. Kanäle, die durch Verbindungen
auf Weisen, die denen von CNG2B ähnlich
sind, beeinflusst werden, werden als Homologe oder Orthologe von CNG2B
betrachtet.
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Tiermodelle
-
Tiermodelle
finden auch Anwendung beim Screenen auf Kationenkanalmodulatoren.
Transgene Tiertechnologie, einschließlich der Gen-Knockout-Technologie
als ein Ergebnis der homologen Rekombination mit einem geeigneten
Gen-Zieling-Vektor, oder Genüberexpression,
wird in der Abwesenheit oder verstärkten Expression des CNG2B
Proteins resultieren. Wenn es gewünscht ist, kann gewebsspezifische
Expression oder Knockout des CNG2B Proteins notwendig sein. Transgene
Tiere, die durch solche Verfahren erzeugt wurden, finden Anwendung
als Tiermodelle für
abnormalen Ionenfluss und werden zusätzlich nützlich sein beim Screenen auf
Modulatoren der Kationenkanäle.
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B. Modulatoren
-
Die
Verbindungen, die als Modulatoren der CNG-Kanäle getestet werden, die eine
CNG2B Untereinheit umfassen, können
jedes kleine organische Molekül
oder eine biologische Einheit, wie ein Protein, Peptid, Zucker,
Nukleinsäure,
Oligonukleotid oder Lipid sein. Alternativ können Modulatoren genetisch
geänderte
Versionen einer CNG2B Untereinheit sein. Typischerweise werden Testverbindungen
kleine chemische Moleküle und
Peptide sein. Praktisch jede chemische Verbindung kann als ein potentieller
Modulator oder Ligand in den Assays der Erfindung verwendet werden,
obwohl Verbindungen, die in wässrigen
oder organischen (insbesondere DMSO basierten) Lösungen gelöst werden können, verwendet werden. Die
Assays sind entworfen, um große
chemische Bibliotheken durch Automatisieren der Assayschritte und
Bereitstellen von Verbindungen aus jeder zugänglichen Quelle für Assays
zu screenen, die typischerweise parallel durchgeführt werden
(z.B. in Microtiterformaten auf Microtiterplatten in robotischen
Assays). Es wird gewürdigt
werden, dass es viele Lieferanten für chemische Verbindungen gibt,
einschließlich
Sigma (St. Louis, MO), Aldrich (St. Louis, MO), Sigma-Aldrich (St.
Louis, MO), Fluka Chemika-Biochemika
Analytika (Buchs Schweiz) und ähnliche.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
involvieren Hochdurchsatz-Screeningverfahren das Bereitstellen einer
kombinatorischen chemischen oder Peptid-Bibliothek, die eine große Anzahl
von potentiellen therapeutischen Verbindungen (potentielle Modulator-
oder Ligandenverbindungen) enthält.
Solche „kombinatorischen
chemischem Bibliotheken" oder „Ligandenbibliotheken" werden dann in einem
oder mehr Assays, wie hier beschrieben, gescreent, um die Bibliotheksmitglieder
zu identifizieren (bestimmte chemische Spezies oder Subklassen),
die eine gewünschte
charakteristische Aktivität
aufweisen. Die somit identifizierten Verbindungen können als
konventionelle „Leitverbindungen" dienen oder können selbst
als potentielle oder tatsächliche
Therapeutika verwendet werden.
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Eine
kombinatorische chemische Bibliothek ist eine Sammlung von diversen
chemischen Verbindungen, die entweder durch chemische Synthese oder
biologische Synthese durch Kombinieren einer Anzahl von chemischen „Baublöcken", wie Reagenzien,
erzeugt wurden. Zum Beispiel wird eine lineare kombinatorische chemische
Bibliothek, wie eine Polypeptidbibliothek, durch Kombinieren eines
Satzes von chemischen Baublöcken
(Aminosäuren)
auf jede mögliche
Weise für
eine bestimmte Verbindungslänge
gebildet (d.h. die Anzahl von Aminosäuren in einer Polypeptidverbindung).
Millionen von chemischen Verbindungen können durch solches kombinatorisches
Mischen von chemischen Baublöcken
synthetisiert werden.
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Präparation
und Screenen von kombinatorischen chemischen Bibliotheken wird von
den Fachleuten gut verstanden. Solche kombinatorischen Bibliotheken
schließen
ein, sind aber nicht eingegrenzt auf, Peptidbibliotheken (siehe,
z.B.,
U.S. Patent 5,010,175 ,
Furka, Int. J. Pept. Prot. Res. 37: 487-493 (1991) und Houghton
et al., Nature 354: 84-88 (1991)). Andere Chemien zum Erzeugen von
chemischen Diversitätsbibliotheken können auch
verwendet werden. Solche Chemien schließen ein, sind aber nicht eingegrenzt
auf: Peptoide (z.B., PCT Veröffentlichungsnr.
WO 91/19735 ), kodierte Peptide
(z.B., PCT Veröffentlichungsnr.
WO 93/20242 ), zufällige Bio-Oligomere (z.B.,
PCT Veröffentlichungsnr.
WO 92/00091 ), Benzodiazepine
(z.B.,
U.S. Pat. Nr. 5,288,514 ),
Diversomere wie Hydantoine, Benzodiazepine und Dipeptide (Hobbs
et al., Proc. Nat. Acad. Sci. USA 90: 6909-6913 (1993)), Vinyloge
Polypeptide (Hagihara et al., J. Amer. Chem. Soc. 114: 6568 (1992)),
nicht peptidale Peptidomimetica mit Glucosegerüst (Hirschmann et al., J. Amer.
Chem. Soc. 114: 9217-9218 (1992)), analoge organische Synthese von
kleinen Verbindungsbibliotheken (Chef et al., J. Amer. Chem. Soc.
116: 2661 (1994)), Oligocarbamate (Cho et al., Science 261: 1303
(1993)), und/oder Peptidylphosphonate (Campbell et al., J. Org.
Chem. 59:658 (1994)), Nukleinsäurebibliotheken
(siehe Ausubel, Berger und Sambrook, alle oben), Peptidnukleinsäure-Bibliotheken
(siehe z.B.,
U.S. Patent 5,539,083 ),
Antikörper-Bibliotheken (siehe
z.B., Vaughn et al., Nature Biotechnology, 14 (3): 309-314 (1996)
und
PCT/US96/10287 ),
Kohlenhydrat-Bibliotheken (siehe z.B., Lang et al., Science, 274:
1520-1522 (1996) und
U.S. Patent
5,593,853 ), kleine organische Molekülbibliotheken (siehe z.B.,
Benzodiazepine, Baum C & EN,
Jan 18, Seite 33 (1993); Isoprenoide,
U.S.
Patent 5,569,588 ; Thiazolidinone und Metathiazanone,
U.S. Patent 5,549,974 ; Pyrrolidine,
U.S. Patente 5,525,735 und
5,519,134 ; Morpholino-Verbindungen,
U.S. Patent 5,506,337 ; Benzodiazepine,
5,288,514 , und ähnliche).
-
Geräte für die Präparation
von kombinatorischen Bibliotheken sind kommerziell verfügbar (siehe
z.B., 357 MPS, 390 MPS, Advanced Chem Tech, Louisville KY, Symphony,
Rainin, Woburn, MA, 433A Applied Biosystems, Foster City, CA, 9050
Plus, Millipore, Redford, MA). Zusätzlich sind zahlreiche kombinatorische
Bibliotheken selbst kommerziell verfügbar (siehe z.B., ComGenex,
Princeton, N. J., Asinex, Moscow, Ru, Tripos, Inc., St. Louis, MO,
ChemStar, Ltd, Moscow, RU, 3D Pharmaceuticals, Exton, PA, Martek
Biosciences, Columbia, MD, etc.).
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In
einer Ausführungsform
stellt die Erfindung auf Festphasen basierte in vitro Assays in
einem Hochdurchsatz-Format zur Verfügung, in dem die Zelle oder
das Gewebe, das einen CNG-Kanal exprimiert, der eine humane CNG2B-Untereinheit
umfasst, an einem Festphasensubstrat angebracht ist. In den Hochdurchsatz-Assays
der Erfindung ist es möglich,
zahlreiche tausend verschiedene Modulatoren oder Liganden in einem
einzelnen Tag zu screenen. Insbesondere kann jede Nocke einer Mikrotiterplatte
verwendet werden, um einen separaten Assay gegen einen ausgewählten potentiellen
Modulator laufen zu lassen, oder, falls Konzentrations- oder Inkubationszeiteffekte
beobachtet werden sollen, könne
alle 5-10 Nocken einen einzelnen Modulator testen. Somit kann eine
einzelne Standard-Mikrotiterplatte ungefähr 96 Modulatoren testen. Wenn 1536
Nockenplatten verwendet werden, dann kann eine einzelne Platte leicht
ungefähr
100- ungefähr
1500 verschiedene Verbindungen testen. Es ist möglich, viele Platten pro Tag
zu testen; Assayscreens für
bis zu ungefähr
6,000, 20,000, 50,000 oder 100,000 oder mehr verschiedene Verbindungen
sind mit den integrierten Systemen der Erfindung möglich.
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C. Festphasen und lösliche Hochdurchsatz-Assays
-
In
einer Ausführungsform
stellt die Erfindung Assays mit Kationenkanälen, die ein CNG2B-Polypeptid umfassen,
eine Membran, die einen CNG2B Kationenkanal umfasst oder eine Zelle
oder Gewebe, die Kationenkanäle
exprimiert, die ein entweder natürlich
vorkommendes oder rekombinantes CNG2B-Polypeptid umfassen, zur Verfügung. In
einer Ausführungsform
stellt die Erfindung auf Festphasen basierte in vitro Assays in
einem Hochdurchsatz-Format zur Verfügung, in dem ein CNG2B Kationenkanal
an einem Festphasen-Substrat angebracht ist. In den Hochdurchsatzassays
der Erfindung ist es möglich
bis zu viele tausend verschiedene Modulatoren oder Liganden in einem
einzelnen Tag zu screenen. Insbesondere kann jede Nocke einer Mikrotiterplatte
verwendet werden, um einen separaten Assay gegen einen ausgewählten potentiellen
Modulator laufen zu lassen, oder, falls Konzentrations- oder Inkubationszeiteffekte
beobachtet werden sollen, könne alle
5-10 Nocken einen einzelnen Modulator testen. Somit kann eine einzelne
Standard-Mikrotiterplatte ungefähr
100 (z.B. 96) Modulatoren testen. Wenn 1536 Nockenplatten verwendet
werden, dann kann eine einzelne Platte leicht ungefähr 100-
ungefähr
1500 verschiedene Verbindungen testen. Es ist möglich viele Platten pro Tag
zu testen; Assayscreens für
bis zu ungefähr
6,000, 20,000, 50,000 oder 100,000 oder mehr verschiedene Verbindungen
sind mit den integrierten Systemen der Erfindung möglich.
-
Der
interessierende Kanal, oder eine Zelle oder Membran, die den interessierenden
Kanal umfasst, kann an die Festphasenkomponente, direkt oder indirekt über kovalente
oder nicht kovalente Bindung, z.B. über einen Tag gebunden sein.
Der Tag kann jede einer Vielzahl von Komponenten sein. Im Allgemeinen
wird ein Molekül,
das den Tag bindet (ein Tag-Binder) an einen festen Träger fixiert,
und das getaggte interessierende Molekül wird an den festen Träger durch
Interaktion des Tags und des Tag-Binders angebracht.
-
Eine
Anzahl von Tags und Tag-Bindern kann verwendet werden, basierend
auf den bekannten molekularen Interaktionen, die in der Literatur
gut beschrieben sind. Zum Beispiel kann dort, wo ein Tag einen natürlicher
Binder, zum Beispiel Biotin, Protein A oder Protein G besitzt, es
in Verbindung mit geeigneten Tag-Bindern verwendet werden (Avidin,
Streptavidin, Neutravidin, die Fc Region eines Immunoglobins etc.).
Antikörper für Moleküle mit natürlichen
Bindern wie Biotin sind auch häufig
verfügbare
und geeignete Tag-Binder; siehe SIGMA Immunochemicals 1998 Katalog
SIGMA, St. Louis MO).
-
In ähnlicher
Weise kann jede haptenische oder antigene Verbindung in Kombination
mit einem geeigneten Antikörper
verwendet werden, um ein Tag/Tag-Binder Paar zu bilden. Tausende
von spezifischen Antikörpern
sind kommerziell verfügbar
und viele zusätzliche
Antikörper
werden in der Literatur beschrieben. Zum Beispiel ist einer häufigen Konfiguration
der Tag ein erster Antikörper
und der Tag-Binder ist ein zweiter Antikörper, der den ersten Antikörper erkennt.
Zusätzlich
zu den Antikörper-Antigen
Interaktionen sind Rezeptor-Liganden Interaktionen auch als Tag
und Tag-Binder Paare
geeignet. Zum Beispiel, Agonisten und Antagonisten von Zellmembranrezeptoren
(z.B., Zell-Rezeptor-Ligand Interaktionen wie Transferrin, c-kit,
virale Rezeptorliganden, Zytokinrezeptoren, Chemokinrezeptoren,
Interleukinrezeptoren, Immunoglobulinrezeptoren und Antikörper, die
Cadherin Familie, die Integrin Familie, die Selectin Familie und ähnliche;
siehe z.B. Pigott & Power,
The Adhesion Molecule Facts Books (1993)). In ähnlicher Weise können Toxine
und Tiergifte, virale Epitope, Hormone (z.B. Opiate, Steroide, etc.),
intrazelluläre
Rezeptoren (z.B., die die Effekte von zahlreichen kleinen Liganden
vermitteln, einschließlich
Steroiden, Thyroid-Hormonen,
Retinoiden und Vitamin D; Peptiden), Wirkstoffen, Lectinen, Zuckern,
Nukleinsäuren
(sowohl lineare als auch zyklische Polymerkonfigurationen), Oligosaccharide,
Proteine, Phospholipide und Antikörper alle mit zahlreichen Zellrezeptoren
interagieren.
-
Synthetische
Polymere, wie Polyurethane, Polyester, Polycarbonate, Polyharnstoffe,
Polyamide, Polyethylenimine, Polyarylensulfide, Polysiloxane, Polyimide
und Polyacetate können
auch einen geeigneten Tag oder Tag-Binder bilden. Viele andere Tag/Tag-Binderpaare
sind auch in den hier beschriebenen Assaysystemen nützlich,
wie einem Fachmann nach Durchsicht dieser Offenbarung klar sein
würde.
-
Übliche Linker
wie Peptide, Polyether und ähnliche
können
auch als Tags dienen und schließen
Polypeptidsequenzen, wie Poly-Gly-Sequenzen von zwischen ungefähr 5 bis
200 Aminosäuren
ein. Solche flexiblen Linker sind den Fachleuten bekannt. Zum Beispiel
sind Poly(ethelynglykol)Linker von Shearwater Polymers, Inc. Huntsville,
Alabama verfügbar.
Diese Linker besitzen optional Amidbindungen, Sulfhydrylbindungen oder
heterofunktionale Bindungen.
-
Tag-Binder
sind auf festen Substraten mit jeder einer Vielzahl von Verfahren,
die gegenwärtig
verfügbar
sind, fixiert. Feste Substrate werden üblicherweise derivatisiert
und funktionalisiert durch das Exponieren des ganzen oder einen
Teils des Substrats gegenüber
einem chemischen Reagenz, das eine chemische Gruppe auf der Oberfläche fixiert,
die mit einem Teil des Tag-Binders
reaktiv ist. Zum Beispiel würden
Gruppen, die für
die Anbringung an einen länger
kettigen Teil geeignet sind, Amine, Hydroxyl-, Thiol- und Carboxyl-Gruppen einschließen. Aminoalkylsilane
und Hydroxyalkylsilane können
verwendet werden, um eine Vielzahl von Oberflächen, wie Glasoberflächen zu
funktionalisieren. Die Konstruktion von solchen Festphasen-Biopolymerarrays wird
in der Literatur gut beschrieben. Siehe, z.B., Merrifield, J Am.
Chem. Soc. 85: 2149-2154 (1963) (der die Festphasensynthese von
z.B. Peptiden beschreibt); Geysen et al., J. Immun. Meth. 102: 259-274(1987)
(der die Festphasensynthese von Komponenten auf Nadeln beschreibt);
Frank & Doring,
Tetrahedron 44: 60316040 (1988) (der die Synthese von zahlreichen
Peptidsequenzen auf Zellulosescheiben beschreibt); Fodor et al.,
Science, 251: 767-777 (1991); Sheldon et al., Clinical Chemistry
39 (4): 718-719 (1993); und Kozal et al., Nature Medicine 2 (7):
753759 (1996) (die alle Biopolymer-Arrays beschreiben, die auf festen
Substraten fixiert werden). Nicht chemische Ansätze zum Fixieren von Tag-Bindern
auf Substraten schließen
andere übliche
Verfahren, wie Hitze, Vernetzung durch UV Strahlung und ähnliche,
ein.
-
VII. Computerunterstütztes Wirkstoffdesign mit CNG2B
-
Ein
weiterer Assay für
Verbindungen, die die Aktivitäten
eines CNG2B Kanals modulieren, involviert das durch Computer unterstützte Wirkstoffdesign,
bei dem ein Computersystem verwendet wird, um eine dreidimensionale
Struktur von CNG2B zu erzeugen, das auf der strukturellen Information,
die durch die Aminosäuresequenz
kodiert wird, basiert. Die eingegebene Aminosäuresequenz interagiert direkt
und aktiv mit einem vorgelegtem Algorithmus in einem Computerprogramm,
um sekundäre,
tertiäre
und quaternäre
Strukturmodelle des Proteins zu ergeben. Die Modelle der Proteinstruktur
werden dann untersucht, um Strukturregionen zu identifizieren, die
die Fähigkeit
besitzen, beispielsweise Liganden oder andere Kationenkanaluntereinheiten
zu binden. Diese Regionen werden dann verwendet, um Liganden zu
identifizieren, die an das Protein oder der Region binden, an der
CNG2B mit anderen Kationenkanalunterheiten interagiert.
-
Das
dreidimensionale Strukturmodell des Proteins wird durch Eingabe
von Kanalprotein-Aminosäuresequenzen
von wenigstens 25, 50, 75, 100, 150 oder 200 Aminosäureresten
oder entsprechenden Nukleinsäuresequenzen
in das Computersystem erzeugt, die für ein CNG2B Monomer kodieren.
Die Aminosäuresequenz
jedes der Monomere wird aus der Gruppe bestehend aus SEQ ID NO:
1, konservativ modifizierten Versionen davon, und immunogenen Teilen
davon ausgewählt.
Die Aminosäuresequenz
stellt die Primärsequenz oder
Subsequenz jedes der Proteine dar, die die strukturelle Information
des Proteins kodieren. Wenigstens 25, 50, 75, 100 oder 200 Reste
der Aminosäuresequenz
(oder einer Nukleotidsequenz, die wenigstens ungefähr 25, 50,
75, 100, 150 oder 200 Aminosäuren
kodiert) werden in das Computersystem von Computertastaturen, Computer
lesbaren Substraten, die einschließen, aber nicht beschränkt sind
auf elektronische Speichermedien (z.B. magnetische Disketten, Bänder, Gerätschaften
und Chips), optische Medien (z.B. CD ROM), Information, die über Internetseiten
verteilt wird, und durch RAM eingegeben. Das dreidimensionale strukturelle Modell
des Kanalproteins wird dann durch Interaktion der Aminosäuresequenz
und des Computersystems mit Software, die den Fachleuten bekannt
ist, erzeugt. Das resultierende dreidimensionale Computermodell
kann dann auf einem Computer lesbaren Substrat aufbewahrt werden.
-
Die
Aminosäuresequenz
stellt eine Primärstruktur
dar, die die Information kodiert, die notwendig ist, um die sekundäre, tertiäre und quaternäre Struktur
des Monomers zu bilden und das heteromere Kationenkanalprotein,
das vier Monomere umfasst. Die Software betrachtet bestimmte Parameter,
die durch die Primärsequenz
kodiert werden, um das Strukturmodell zu erzeugen. Diese Parameter
werden als „Energiewerte" oder anisotropische
Werte bezeichnet und beinhalten primäre elektrostatische Potentiale,
flüssigkeitszugängliche
Oberflächen
und Wasserstoffbrückenbindungen.
Sekundäre
Energiewerte beinhalten van der Waals Potentiale. Biologische Moleküle bilden
die Strukturen, die den Energiewert in einer kumulativen Weise minimieren.
Das Computerprogramm verwendet daher dieser Werte, die durch die
Primärstruktur
oder Aminosäuresequenz
kodiert werden, um das Sekundärstrukturmodell
zu erzeugen. Die Tertiärstruktur
des Proteins, das durch die Sekundärstruktur erzeugt wird, wird
dann auf der Basis der Energiewerte der Sekundärstruktur gebildet. Der Verwender
kann an diesem Punkt zusätzliche
Variablen, wie ob das Protein membrangebunden oder löslich ist,
seine Lokalisierung in dem Körper
und seine zelluläre
Lokalisierung, z.B. zytoplasmatisch, an der Oberfläche oder
nuklear, eingeben. Diese Variablen zusammen mit den Energiewerten
der Sekundärstruktur
werden verwendet, um das Modell der Tertiärstruktur zu bilden. Beim Modellieren
der Tertiärstruktur
fügt das
Computerprogramm einander entsprechende hydrophobe Oberflächen der
Sekundärstruktur,
und einander entsprechende hydrophile Oberflächen der Sekundärstruktur
zusammen.
-
Sobald
die Struktur erzeugt wurde, werden potentielle Ligandenbindungsregionen
durch das Computersystem identifiziert. Dreidimensionale Strukturen
für potentielle
Liganden werden durch Eingabe der Aminosäure- oder Nukleotidsequenzen
oder chemischer Formeln von Verbindungen, wie oben beschrieben,
erzeugt. Die dreidimensionale Struktur des potentiellen Liganden
wird dann mit dem des CNG2B Proteins verglichen, um Liganden zu
identifizieren, die an CNG2B binden. Bindungsaffinität zwischen
dem Protein und den Liganden wird mit Energiewerten bestimmt, um
zu bestimmen, welche Liganden eine erhöhte Wahrscheinlichkeit besitzen,
an das Protein zu binden. Computersysteme werden auch verwendet,
um nach Mutationen, polymorphen Varianten, Allelen und Interspezies-Homologen
von CNG2B Genen zu screenen. Solchen Mutationen können mit Krankheitszuständen assoziiert
sein. Sobald die Varianten identifiziert wurden, können diagnostische
Assays verwendet werden, um Patienten mit solchen mutierten Genen,
die mit Krankheitszuständen
assoziiert sind, zu identifizieren. Identifikation der mutierten
CNG2B Gene involviert das Erhalten einer Eingabe einer ersten Nukleinsäure, z.B.
SEQ ID NOS: 2-3, oder einer Aminosäuresequenz, die für CNG2B
kodiert, z.B. SEQ ID NO: 1 und konservativ modifizierte Versionen
davon. Die Sequenz wird in das Computersystem, wie oben beschrieben,
eingegeben. Die erste Nukleinsäure
oder Aminosäuresequenz
wird mit einer zweiten Nukleinsäure
oder Aminosäuresequenz
verglichen, die wesentliche Identität mit der ersten Sequenz besitzt.
Die zweite Sequenz wird in das Computersystem in der oben beschriebenen
Weise eingegeben. Sobald die ersten und zweiten Sequenzen verglichen
sind, werden Nukleotid- oder Aminosäuredifferenzen zwischen den
Sequenzen identifiziert. Solche Sequenzen können allelische Unterschiede
der CNG2B Gene darstellen, vorzugsweise der humanen CNG2B Gene,
und Mutationen, die mit Krankheitszuständen assoziiert sind. Die oben beschriebenen
ersten und zweiten Sequenzen können
auf einem Computer lesbaren Substrat aufbewahrt werden. Nukeinsäuren, die
für CNG26-Monomere
kodieren, können
zusammen mit hoch dichter Oligonnukleotid-Arraytechnologie verwendet
werden (z. B. GeneChipTM), um CNG2B Homologe,
Orthologe, Allele, konservativ modifizierte Varianten und polymorphe
Varianten in dieser Erfindung zu identifizieren. In dem Fall, in
dem die identifizierten Homologe mit einer bekannten Krankheit in
Verbindung stehen, können
sie mit GeneChipTM als einem diagnostischen
Werkzeug zur Detektion der Krankheit in einer biologischen Probe
verwendet werden, siehe z.B. Gunthand et al., AIDS Res. Hum. Retroviruses
14: 869-876 (1998); Kozal et al., Nat. Med. 2: 753-759 (1996); Matson
et al., Anal. Biochem. 224: 110106 (1995); Lockhart et al., Nat.
Biotechnol. 14:1675-1680 (1996); Gingeras et al., Genome Res. 8:
435-448(1998); Hacia et al., Nucleic Acids Res. 26: 3865-3866 (1998).
-
VIII. Zelluläre Transfektions- und Gentherapie
-
Die
vorliegende Erfindung stellt die CNG2B Gene für die Transfektion von Zellen
in vitro und in vivo bereit. Diese Nukleinsäuren können in jeden einer Anzahl
von gut bekannten Vektoren für
die Transfektion von Ziel-Zellen und Organismen, wie oben beschrieben,
eingefügt
werden. Die Nukleinsäuren
werden, ex vivo und in vivo, über
die Interaktion des Vektors und der Ziel-Zelle in Zellen transfiziert.
Die Nukleinsäure
für CNG2B exprimiert
dann unter der Kontrolle eines Promotors einen CNG2B Monomer der
vorliegenden Erfindung, wodurch die Effekte von nicht vorhandener,
partieller Inaktivierung oder abnormaler Expression des CNG2B Gens abgeschwächt werden.
Die Zusammensetzungen werden an einen Patienten in einer Menge verabreicht,
die ausreichend ist eine therapeutische Reaktion in dem Patienten
hervorzurufen. Eine Menge, die angemessen ist, dies zu erreichen,
wird als „therapeutisch
effektive Dosis oder Menge" definiert.
-
Solche
Gentherapieprozeduren wurden verwendet, um erworbene und vererbte
genetische Effekte, Krebs und virale Infektion in einer Anzahl von
Kontexten zu korrigieren. Die Fähigkeit
künstliche
Gene in Menschen zu exprimieren, erleichtert die Prävention
und/oder Heilung von vielen wichtigen menschlichen Krankheiten,
einschließlich
vieler Krankheiten, die nicht durch andere Therapien behandelbar
sind (für
eine Übersicht über die
Gentherapieprozeduren, siehe Anderson, Science 256: 808-813 (1992);
Nabel & Felgner,
TIBTECH 11: 211-217 (1993); Mitani & Caskey, TIBTECH 11: 162-166 (1993);
Mulligan, Science 926-932 (1993); Dillon, TIBTECH 11: 167-175 (1993);
Miller, Nature 357: 455-460 (1992); Van Brunt, Biotechnology 6 (10): 1149-1154
(1998); Vigne, Restorative Neurology and NeuroScience 8: 35-36 (1995);
Kremer & Perricaudet, British
Medical Bulletin 51(1): 31-44 (1995); Haddada et al., in Current
Topics in Microbiology and Immunology (Doerfler & Bohr Hrg., 1995); und Yu et al.,
Gene Therapy 1: 13-26 (1994)). Lieferung des Gens oder des genetischen
Materials in die Zelle ist der erste Schritt bei der Gentherapiebehandlung
von Krankheit. Eine große Anzahl
von Lieferungsverfahren sind den Fachleuten gut bekannt. Vorzugsweise
werden die Nukleinsäuren
für in
vivo oder in vitro Gentherapieverwendungen verabreicht. Nicht virale
Vektor-Lieferungssysteme mit nicht-viralem Vektor schließen DNA
Plasmide, nackte Nukleinsäure
und Nukleinsäure,
die mit einem Liefervehikel wie einem Liposom komplexiert ist, ein.
Liefersysteme mit viralem Vektor schließen DNA und RNA Viren ein,
die entweder episomale oder integrierte Genome nach Lieferung an
die Zelle besitzen.
-
Verfahren
zur nicht viralen Lieferung der Nukleinsäuren schließen Lipofection, Microinjektion,
Biolistics, Virosomen, Liposomen, immunoliposomen, Polykation oder
Lipid:Nukleinsäure-Konjugate, nackte
DNA, künstliche
Virionen und durch Agens verstärkte
Aufnahme von DNA ein. Lipofection wird beschrieben in z.B.
US Pat. Nr. 5,049,386 ,
US Pat. Nr. 4,946,787 ; und
US Pat. Nr. 4,897,355 und
Lipofectionsreagenzien werden kommerziell vertrieben (z.B. Transfectam
TM und Lipofectin
TM).
Kationische und neutrale Lipide, die für effiziente Rezeptorerkennungs-Lipofection
von Polynukleotiden geeignet sind, schließen diejenigen von Felgner
ein,
WO 91/17424 ,
WO 91/16024 . Lieferung kann
an Zellen (ex vivo Verabreichung) oder Ziel-Gewebe sein (in vivo Verabreichung).
-
Die
Präparation
von Lipid:Nukleinsäurekomplexen,
einschließlich
anvisierter Liposome wie Immunolipidkomplexe, ist dem Fachmann gut
bekannt (siehe z.B. Crystal, Science 270: 404-410 (1995); Blaese
et al., Cancer Gene Ther. 2: 291-297 (1995); Behr et al., Bioconjugate
Chem. 5: 382-389 (1994); Remy et al., Bioconjugate Chem. 5: 647-654
(1994); Gao et al., Gene Therapy 2: 710-722 (1995); Ahmad et al.,
Cancer Res. 52: 4817-4820 (1992);
U.S.
Pat. Nr. 4,186,183 ,
4,217,344 ,
4,235,871 ,
4,261,975 ,
4,485,054 ,
4,501,728 ,
4,774,085 ,
4,837,028 und
4,946,787 ). Die Verwendung von RNA
oder DNA auf Virus-basierten Systemen für die Lieferung von Nukleinsäuren profitieren
von den hoch evolvierten Prozessen des Zielings eines Virus zu spezifischen
Zellen in dem Körper
und das Wandern der viralen Ladung zu dem Nukleus. Virale Vektoren
können
direkt an Patienten (in vivo) verabreicht werden oder sie können verwendet
werden, um Zellen in vitro zu behandeln, und die modifizierten Zellen
werden an Patienten verabreicht (ex vivo). Konventionelle auf Virus basierte
Systeme für
die Lieferung von Nukleinsäuren
können
Retrovirus, Lentivirus, Adenovirus, Adeno-assoziierte und Herpes-simplex-Virusvektoren für den Gentransfer
einschließen.
Virale Vektoren sind gegenwärtig
die effizientesten und vielseitigsten Verfahren für Gentransfer
in Ziel-Zellen und Gewebe. Integration in das Wirtsgenom ist mit
den Retrovirus, Lentivirus und Adeno-assoziierten Virusgentransferverfahren
möglich,
was oft in lang andauernder Expression des eingefügten Transgens
resultiert. Zusätzlich
wurden hohe Transduktionseffizienzen in vielen verschiedenen Zelltypen
und Zielgeweben beobachtet.
-
Der
Tropismus eines Retrovirus kann durch Einbauen von fremden Hüllproteinen
geändert
werden, was die potentielle Ziel-Population der Ziel-Zellen erweitert.
Lentivirus-Vektoren sind retrovirale Vektoren, die in der Lage sind,
nicht teilende Zellen zu transduzieren oder zu infizieren, und produzieren
typischerweise hohe Titer. Die Auswahl eines retroviralen Gentransfersystems
würde daher
von dem Ziel-Gewebe abhängen.
Retrovirale Vektoren sind aus cis-wirkenden langen terminalen Wiederholsequenzen
(LTRs) mit einer Packungskapazität
für bis
zu 6-10 kb der fremden Sequenz zusammengesetzt. Die Minimum cis-wirkenden
LTRs sind ausreichend für
die Replikation und das Verpacken der Vektoren, die dann verwendet
werden, um das therapeutische Gen in die Ziel-Zelle zu integrieren,
um permanente Transgenexpression bereitzustellen. Häufig verwendete
retrovirale Vektoren schließen
diejenigen ein, die auf Murine Leukemia Virus (MuLV), Gibbon Ape Leukemia
Virus (GaLV), Simian Immunodeficiency Virus (SIV), Humanem Immundefizenz
Virus (HIV), und Kombinationen davon basieren (siehe z.B. Buchscher
et al., J Virol. 66: 2731-2739 (1992); Johann et al., J. Virol.
66: 1635-1640 (1992); Sommerfelt et al., Virol. 176: 58-59 (1990);
Wilson et al., J. Virol. 63: 2374-2378 (1989); Miller et al., J.
Virol. 65: 2220-2224 (1991);
PCT/US94/05700 ).
-
In
Anwendungen, in denen transiente Expression der Nukleinsäure bevorzugt
ist, werden auf Adenovirus basierende Vektoren typischerweise verwendet.
Auf Adenovirus basierende Systeme sind zu sehr hoher Transduktionseffizienz
in vielen Zelltypen in der Lage und benötigen keine Zellteilung. Mit
solchen Vektoren wurden hohe Titer und Expressionslevels erreicht.
Dieser Vektor kann in großen
Mengen in einem relativ einfachen System produziert werden. Adeno-assoziierte
Virusvektoren („AAV") werden auch verwendet,
um Zellen mit Ziel-Nukleinsäuren
zu transduzieren, z.B. bei der in vitro Produktion von Nukleinsäuren und
Peptiden, und für
in vivo und ex vivo Gentherapieprozeduren (siehe z.B. West et al.,
Virology 160: 38-47 (1987);
U.S. Patent
Nr. 4,797,368 ;
WO 93/24641 ;
Kotin, Human Gene Therapy 5: 793-801 (1994); Muzyczka, J. Clin.
Invest. 94: 1351 (1994)) verwendet werden. Die Konstruktion von
rekombinanten AAV-Vektoren wurde in einer Anzahl von Publikationen
beschrieben, einschließlich
U.S. Pat. No. 5,173,414 ;
Tratschin et al., Mol. Cell. Biol. 5: 3251-3260 (1985); Tratschin
et al., Mol. Cell. Biol. 4: 2072-2081 (1984); Hermonat & Muzyczka, Proc.
Natl. Acad. Sci. U. S. A. 81: 6466-6470 (1984); und Samulski et
al., J. Virol. 63: 03822-3828 (1989).
-
Bei
vielen Gentherapieanwendungen ist es wünschenswert, dass der Gentherapievektor
mit einem hohen Grad an Spezifität
an einen bestimmten Zelltyp geliefert wird. Ein Virusvektor wird
typischerweise so modifiziert, dass er eine Spezifität für einen
bestimmten Zelltyp durch Expression eines Liganden als ein Fusionsprotein
mit einem viralen „Coat"-Protein auf den
Viren der äußeren Oberfläche besitzt.
Der Ligand wird so gewählt,
dass er eine Affinität
für einen
Rezeptor besitzt, von dem man weiß, dass er auf dem interessierenden Zelltyp
vorliegt. Zum Beispiel Han et al., Proc. Natl. Acad. Sci. U. S.
A. 92: 9747-9751 (1995), berichteten, dass "Moloney murine leukaemia virus" modifiziert werden
kann, humanes Heregulin zu exprimieren, das mit gp70 fusioniert
ist, und der rekombinante Virus infiziert bestimmte humane Brustkrebszellen,
die „human
epidermal growth factor receptor" exprimieren.
Dieses Prinzip kann auf andere Paare von Virus, das ein Ligandenfusionsprotein
exprimiert, und Zielzelle, die einen Rezeptor exprimiert, ausgedehnt
werden. Zum Beispiel können filamentöse Phagen
konstruiert werden, Antikörperfragmente
(z.B. FAB oder Fv) mit spezifischer Bindungsaffinität für praktisch
jeden gewählten
zellulären
Rezeptor darzubieten. Obwohl die obige Beschreibung primär auf virale
Vektoren zutrifft, können
die gleichen Prinzipien auch auf nicht virale Vektoren angewendet
werden. Solche Vektoren könne
so konstruiert werden, dass sie spezifische Aufnahmesequenzen enthalten,
von denen man annimmt, dass sie die Aufnahme durch spezifische Ziel-Zellen
befördern.
-
Gentherapievektoren
können
in vivo durch Verabreichung an einen individuellen Patienten verabreicht werden,
typischerweise durch systemische Verabreichung (z.B. intravenöse, intraperitonael,
intramuskuläre, subdermale
oder intracraniale Infusion) oder topische Applikation, wie unten
beschrieben wird. Alternativ können
Vektoren an Zellen ex vivo geliefert werden, wie Zellen, die aus
einem individuelle Patienten explantiert wurden (z.B. Lymphozyten,
Knochenmarkaspirate, Gewebebiopsie) oder Universaldonor hämatopoetische Stammzellen,
gefolgt von Reimplantation der Zellen in einen Patienten, gewöhnlich nach
Selektion auf Zellen, die den Vektor inkorporiert haben.
-
Ex
vivo Zelltransfektion für
Diagnose, Forschung oder für
Gentherapie (z.B. über
Reinfusion der transfizierten Zellen in den Wirtsorganismus) ist
den Fachleuten gut bekannt. In einer bevorzugten Ausführungsform werden
Zellen aus dem Subjekts-Organismus isoliert, mit einer Nukleinsäure (Gen
oder cDNA) transfiziert, und in den Subjekts-Organismus zurück infundiert
(z.B. einem Patienten). Zahlreiche Zelltypen, die für die die
ex vivo Transfektion geeignet sind, sind den Fachleuten gut bekannt
(siehe z.B. Freshney et al. Culture of Animal Cells, A Manual of
Basic Technique (3te A. 1994)) und die darin zitierten Fundstellen
für eine
Diskussion über das
Wie des Isolierens und Kultivierens von Zellen aus Patienten).
-
Vektoren
(z.B. Retroviren, Adenoviren, Liposomen etc.), die therapeutische
Nukleinsäuren
enthalten, können
auch direkt an den Organismus zur Transduktion der Zellen in vivo
verabreicht werden. Alternativ kann nackte DNA verabreicht werden.
Verabreichung erfolgt über
jede der Routen, die normalerweise für das letztliche In-Kontakt-Bringen
eines Moleküls
mit Blut oder Gewebezellen verwendet werden. Geeignete Verfahren zum
Verabreichen solcher Nukleinsäuren
sind verfügbar
und den Fachleuten wohl bekannt und, obwohl mehr als eine Route
verwendet werden kann, um eine bestimmte Zusammensetzung zu verabreichen,
kann eine bestimmte Route oft eine unmittelbarere und effektivere
Reaktion als eine andere Route bewirken.
-
Verabreichung
erfolgt über
jede der Routen, die normalerweise für das letztliche In-Kontakt-Bringen eines Moleküls mit Blut
oder Gewebezellen verwendet werden. Die Nukleinsäuren werden auf jede geeignete Weise
verabreicht, vorzugsweise zusammen mit pharmazeutisch verträglichen
Trägern.
Geeignete Verfahren zum Verabreichen solcher Nukleinsäuren sind
verfügbar
und den Fachleuten bekannt, und, obwohl mehr als eine Route verwendet
werden kann, um eine bestimmte Zusammensetzung zu verabreichen,
kann eine bestimmte Route oft eine unmittelbarere und effektivere
Reaktion als eine andere Route bewirken.
-
IX. Pharmazeutische Zusammensetzungen
und Verabreichung
-
Pharmazeutisch
verträgliche
Träger
werden zum Teil durch die jeweilige Zusammensetzung, die verabreicht
wird, bestimmt (z.B. Nukleinsäure,
Protein, modulatorische Verbindungen oder transduzierte Zelle), wie
auch durch das jeweilige Verfahren, das verwendet wird, um die Zusammensetzung
zu verabreichen. Entsprechend gibt es eine breite Vielzahl von geeigneten
Formulierungen von pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung (siehe z.B. Remington's
Pharmaceutical Sciences, 17te A., 1989). Verabreichung kann auf
jede annehmbare Weise vorgenommen werden, z.B. durch Injektion,
orale Verabreichung, Inhalierung oder transdermale Anwendung.
-
Formulierungen,
die für
orale Verabreichung geeignet sind, können bestehen aus (a) flüssigen Lösungen,
wie einer effizienten Menge der verpackten Nukleinsäure, die
in Verdünnungsmitteln
suspendiert ist, wie Wasser, Kochsalzlösung oder PEG 400; (b) Kapseln,
Päckchen
oder Tabletten, wobei jede eine vorbestimmte Menge des aktiven Inhaltsstoffes
enthält,
wie Flüssigkeiten,
Feststoffen, Granulat oder Gelatine; (c) Suspensionen in einer geeigneten
Flüssigkeit
und (d) geeignete Emulsionen. Tablettenformen können eine oder mehrere von
Lactose, Saccharose, Mannitol, Sorbitol, Kalziumphosphat, Maisstärke, Kartoffelstärke, mikrokristalline
Zellulose, Gelatine, kolloidales Siliziumdioxid, Talk, Magnesiumstearat,
Stearinsäure
und andere Auszüge, Farbstoffe,
Füllstoffe,
Binder, Verdünnungsmittel,
Pufferagenzien, Befeuchtungsagenzien, Präservative, Geschmacksstoffe,
Farbstoffe, Zersetzungsagenzien und pharmazeutische verträgliche Träger enthalten.
Rautenformen können
den aktiven Inhaltsstoff in einem Geschmacksstoff, z.B. Saccharose
umfassen, wie auch Pastillen den aktiven Inhaltsstoff in einer inerten
Base, wie Gelatine und Glyzerin oder Saccharose und Akazienemulsionen,
Gelen und ähnliche
umfassen, die zusätzlich
zu dem aktiven Inhaltsstoff in der Technik bekannte Träger enthalten.
-
Die
Verbindung der Wahl kann alleine oder in Kombination mit anderen
geeigneten Komponenten als Aerosol-Formulierungen hergestellt werden
(d.h. sie können „vernebelt" werden), um über Inhalation
verabreicht zu werden. Aerosol-Formulierungen können mit akzeptablen Treibmitteln
verdichtet werden, wie Dichlorodifluoromethan, Propan, Stickstoff
und ähnlichen.
-
Formulierungen,
die für
parenterale Verabreichung, wie zum Beispiel durch intraartikuläre (in die
Gelenke), intravenöse,
intramuskuläre,
intradermale, intraperitonale und subkutane Routen geeignet sind,
beinhalten wässrige
und nicht wässrige,
isotonische sterile Injektionslösungen,
die Antioxidantien, Puffer, Bakteriostatika und gelöste Stoffe
enthalten können,
die die Formulierung mit dem Blut des beabsichtigten Rezipienten
isotonisch machen, und wässrige
und nicht wässrige
Lösungen
sterile Suspensionen, die Suspendierungsmittel, Lösungsmittel,
Verdickungsmittel, Stabilisierungsmittel und Präservative beinhalten können. Bei
der Ausübung
dieser Erfindung können
Zusammensetzungen verabreicht werden zum Beispiel durch intravenöse Infusion,
oral, topisch, intraperitonal, intravesical oder intrathecal. Parenterale
Verabreichung und intravenöse Verabreichung
sind die bevorzugten Verfahren der Verabreichung. Die empfohlenen
Formulierungen können als
versiegelte Eindosis oder Mehrdosis-Behälter, wie Ampullen oder Röhrchen,
präsentiert
werden.
-
Injektionslösungen und
Suspensionen können
aus sterilen Pudern, Granulat und Tabletten der zuvor beschriebenen
Art hergestellt werden. Durch Nukleinsäure für ex vivo Therapie transduzierte
Zellen können auch
intravenös
oder parenteral verabreicht werden, wie zuvor beschrieben. Die an
einen Patienten verabreichte Dosis sollte im Kontext der vorliegenden
Erfindung ausreichend sein, um eine vorteilhafte therapeutische
Reaktion in dem Patienten mit der Zeit zu bewirken. Die Dosis wird
durch die Effizienz des jeweiligen eingesetzten Vektors und dem
Zustand des Patienten bestimmt werden, wie auch durch das Körpergewicht
oder die Oberflächenregion
des zu behandelnden Patienten. Die Größe der Dosis wird auch das
Vorhandensein, die Natur und das Ausmaß jeglicher nachteiliger Nebenwirkungen
bestimmen, die mit der Verabreichung eines bestimmten Vektors oder
transduzierten Zelltyps in einem bestimmten Patienten einhergehen.
Bei der Bestimmung der wirksamen Menge des Vektors, der bei der
Behandlung oder Prophylaxe von Zuständen verabreicht werden wird,
die auf die verringerte oder falsche Expression der CNG-Kanäle zurückzuführen ist,
die eine CNG2B Untereinheit umfassen, bewertet der Arzt die zirkulierenden
Plasmamengen des Vektors, Vektortoxizitäten, Fortschritt der Krankheit
und die Produktion von Anti-Vektor Antikörpern. Im Allgemeinen ist das
Dosisäquivalent
einer nackten Nukleinsäure
eines Vektors ungefähr
1 μg bis
100 μg für einen
typischen 70 Kilogramm schweren Patienten, und die Dosen von Vektoren,
die einen Retrovirus-Partikel enthalten, werden so berechnet, dass
sie eine äquivalente
Menge von therapeutischer Nukleinsäure ergeben.
-
Für die Verabreichung
können
Verbindungen und transduzierte Zellen der vorliegenden Erfindung
bei einer Rate verabreicht werden, die dem LD-50 des Inhibitors,
Vektors oder transduzierten Zelltyps und der Nebenwirkungen des
Inhibitors, Vektors, oder Zelltyps bei verschiedenen Konzentrationen,
wie sie der Masse und dem Gesamtgesundheitszustand des Patienten
angemessen sind. Verabreichung kann über einzelne oder aufgeteilte
Dosen erreicht werden.
-
X. Kits
-
Humanes
CNG2B und seine Homologe sind nützliche
Werkzeuge zum Untersuchen der Expression und Regulation von Kationenkanälen. Humane
CNG2B spezifische Reagenzien, die spezifisch an CNG2B Nukleinsäure hybridisieren,
wie CNG2B Sonden und Primer, und CNG2B spezifische Reagenzien, die
spezifisch an das CNG2B Protein binden, z.B., CNG2B Antikörper werden
verwendet, um Expression und Regulation zu untersuchen.
-
Nukleinsäureassays
für das
Vorliegen von CNG2B DNA und RNA in einer Probe beinhalten zahlreiche Techniken,
die den Fachleuten wohl bekannt sind, wie Southern-Analyse, Northern-Analyse, Dot-Blots,
RNase Schutz, S1 Analyse, Amplifikationstechniken wie PCR und LCR
und in situ Hybridisierung. Bei der in situ Hybridisierung wird
zum Beispiel die Ziel-Nukleinsäure
aus ihrer zellulären
Umgebung freigesetzt, so dass sie für Hybridisierung innerhalb
der Zelle verfügbar
ist, während
die zelluläre
Morphologie für
nachfolgende Interpretation und Analyse bewahrt wird. Die folgenden
Artikel stellen einen Überblick über die
Technik der in situ Hybridisierung zur Verfügung: Singer et al., Biotechniques
4: 230250 (1986); Haase et al., Methods in Virology, Vol. VII, S.
189-226 (1984);
und Nucleic Acid Hybridization: A Practical Approach (Harnes et
al., Hrg. 1987). Zusätzlich
kann CNG2B Protein mit den zahlreichen oben beschriebenen immunoassay-Techniken detektiert werden.
Die Testprobe wird typischerweise sowohl mit einer positiven Kontrolle
(z.B. einer Probe, die rekombinanten CNG2B-Monomere exprimiert)
als auch einer negativen Kontrolle verglichen.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt auch Kits zur Verfügung zum Screenen nach Modulatoren
der Kationenkanäle
der Erfindung. Solche Kits können
auch aus problemlos verfügbaren
Materialien und Reagenzien hergestellt werden. Zum Beispiel können solche
Kits jedes oder mehr der folgenden Materialien enthalten: CNG2B-Monomere,
Reaktionsröhrchen
und Instruktionen zum der Testen der Aktivitäten der Kationenkanäle, die
CNG2B enthalten. Eine große
Vielzahl von Kits und Komponenten können gemäß der vorliegenden Erfindung
hergestellt werden, abhängig
von dem voraussichtlichen Verwender des Kits und den speziellen
Anforderung des Verwenders. Zum Beispiel kann der Kit für in vitro
oder in vivo Assays zum Messen der Aktivität eines Kationenkanals, der
einen CNG2B Monomer enthält,
ausgelegt werden.
-
Beispiele
-
Die
folgenden Beispiele werden nur zum Zwecke der Illustration bereitgestellt
und nicht zum Zwecke der Einschränkung.
Die Fachleute werden leicht eine Vielzahl von nicht-kritischen Parametern
erkennen, die geändert
und modifiziert werden können,
um im Wesentlichen ähnliche
Ergebnisse zu ergeben.
-
A. Identifikation von humanem CNG2B
-
Multiple
Exons von humanem CNG2B wurden aus öffentlichen genomischen Daten
identifiziert (Zugangsnummern AC022762 und AC021935) mit den TBLASTN
Recherchen mit Sequenzen für
Kanalproteinen, die durch zyklische Nukleotide gesteuert werden.
Die 5' und 3' Exons der CNG2B
kodierenden Sequenz konnten durch diese Recherchen nicht identifiziert
werden. Oligonukleotide, die auf den AC022762 und AC021935 Sequenzen
basierten, wurden entworfen, um eine Vollängen-CNG2B cDNA zu klonieren.
-
Eine
Bande von ungefähr
657 bp wurde aus Erststrang-cDNA amplifiziert, die aus humanem Gehirn präpariert
worden war, was die Expression im zentralen Nervensystem belegte.
Die Oligos, die verwendet wurden, um diese Bande zu amplifizieren
waren (1) 5'-GCAGATCTTCCAGAACTGTAAGGCCA
(SEQ ID NO: 14) (Sense) und (2) 5'-CCTGCCCTCTTCATCTTTGGAAGTTC
(SEQ ID NO: 5) (Antisense). Das vollständige 3'-Ende von CNG26 wurde durch Standard
3' RACE PCR Techniken
für humane
Gehirn-cDNA in zwei aufeinander folgenden Runden amplifiziert. In
der ersten Runde war der verwendete Gen spezifische Primer (3) 5'-GCCAACATCAAGAGCCTAGGTTATTC
(SEQ ID NO: 6) (Sense). Diese Reaktion wurde dann mit einem verschachtelten
Gen spezifischen Oligo (4) 5'-GGATGATCTACAGACCAAGTTTGCTCG
(SEQ ID NO: 7) (Sense) reamplifiziert, um ein Fragment von ungefähr 765 bp
Länge zu
produzieren, bei dem nach Sequenzierung gefunden wurde, dass es
das vollständige
3' Ende der humanen
CNG2B mRNA einschließt.
Die Sequenz dieses Fragments überlappte
mit dem originalen 657 bp CNG2B Fragment, um eine zusammenhängende Sequenz
zur Verfügung
zu stellen. Der größte Teil
des 5' Endes der
CNG2B kodierenden Sequenz wurde aus humaner Gehirn-cDNA mit einem
degenerierten Sense-Strang Oligo amplifiziert, der auf der N-terminalen
Aminosäuresequenz
von Ratten OCNC2 Protein basierte ((5) 5'-ATGAGCCAGGACGGNAARGTNAARAC (SEQ ID
NO: 15)), und einem Antisense-Primer, der für humanes CNG2B spezifisch
ist ((6) 5'-GTTGATGATGCTGATCTCCCCAAAG
(SEQ ID NO: 9)). Diese Reaktion produzierte ein Fragment von ungefähr 1.2 Kb
mit einer Sequenz, die der von Ratte OCNC2 hoch-homolog ist. Zwei
Runden von Standard-5' RACE
PCR wurden dann verwendet, um die 5'-kodierende Sequenz von humanem CNG2B
zu vervollständigen
und das Initiator Methionin-Codon zu identifizieren. Das CNG2B spezifische
Oligo (7) 5'-GGATGATGAGGTTATACATGACTGGG (SEQ
ID NO: 10) (Antisense) wurde in der ersten Runde von RACE PCR verwendet.
Diese Reaktion wurde dann mit einem verschachtelten Gen spezifischen
Oligo (8) 5'-AGGCTAGCAACTTCCTGGCCTTGGAT
(SEQ ID NO: 11) (Antisense) reamplifiziert. Ein ungefähr 410 bp
langes Fragment, das das vollständige
5' Ende von CNG2B
enthielt, wurde isoliert. Dieses Fragment überlappte mit dem oben beschriebenen
1.2 Kb PCR-Fragment. Die gesamte zusammenhängende kodierende Region der
CNG2B mRNA wurde durch Zusammenbau dieser zwei Fragmente mit dem
originalen internen 657 bp Fragment und dem 765 bp 3' RACE Produkt bestimmt.
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Die
gesamte kodierende Region von humanem CNG26 wurde dann in einem
einzelnen Fragment mit Oligonukleotiden isoliert, die mit den Enden
der CNG2B kodierenden Sequenz überlappten.
Die verwendeten Oligonukleotide waren (9) 5'-GCGAAAGCTTCCACCATGAGCCAGGACACCAAAGTG
(SEQ ID NO: 12) (Sense) und (10) 5'-CATGTCTAGAATGGGGATGGGGTCACTCTGGACCT (SEQ ID NO:
13) (Antisense). Das erste Oligonukleotid beinhaltet das Initiator-Methionin
und die ersten 21 kodierenden Nukleotide des CNG2B Gens. Stromaufwärts sind
eine HindIII Restriktionsenzymstelle zum Subklonieren in Plasmidvektoren
und eine Kozak „Consensus"-Sequenz, um die
Translation zu verstärken.
Alle Nukleotide, die CNG2B entsprechen, sind fett gedruckt. Das
zweite Oligonukleotid ist von der 3'Sequenz von CNG2B und beinhaltet eine
Xbal Restriktionsenyzmstelle zum Subklonieren. Alle Nukleotide in
Fettdruck entsprechen der Sequenz des 3'-Endes von CNG2B. Das Stopcodon ist
unterstrichen. Es wichtig zu bemerken, dass nur die Nukleotide,
die in Fettdruck von den zwei obigen Oligos sind, notwendig für die Amplifikation
von CNG2B sind. Das bevorzugte Template für die Amplifikation ist Erststrang-cDNA
aus dem humanem Gehirn. Die verwendeten Amplikationsbedingungen
waren wie folgt: 24 Zyklen von 95°C
für 15
Sekunden, 72-60°C
für 15
Sekunden (die Temperatur fiel um 0.5°C in jedem auf einander folgendem
Zyklus), 72°C
für 3 Minuten,
gefolgt von 20 Zyklen von 95°C
für 15
Sekunden, 60°C
für 15
Sekunden und 72°C
für 3 Minuten.
Eine ungefähr
1.73 Kb Bande, die der gesamten kodierenden Region von CNG2B entsprach,
wurde erhalten und durch Sequenzieren bestätigt.
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Das
vorausgesagte Molekulargewicht des humanen CNG2B Proteins ist ungefähr 66 KD,
mit einem Bereich von ungefähr
60 Kd-80 Kd, vorzugsweise ungefähr
61-71 Kd.
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A. Vergleich von humanem CNG2B mit anderen
CNG-Genen
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Ein
Anlagerung der abgeleiteten Sequenz von CNG2B mit Ratten OCNC2 (Bradley,
et al., Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A. 91, 8890-8894, 1994) ist
in 1 gezeigt. Die Aminosäuresequenzen von humanem CNG2B
und Ratten OCNC2 sind zu 93% identisch, was anzeigt, dass sie wahrscheinlich
orthologe Gene sind. Ein zusätzlicher
Beleg, der diese Idee unterstützt,
ist, dass humanes CNG26 viel homologer mit Ratten OCNC2 ist, als
jeder der anderen klonierten CNG-Kanäle. Die
meisten der Unterschiede zwischen den zwei Aminosäuresequenzen
sind an den Amino- und Carboxyl-Termini geclustert. Humanes CNG2B
und Ratten OCNC2 sind zu weniger als 90% auf dem Nukleinsäurelevel
identisch.
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Das
humane CNG2B Gen scheint mit dem Ratten-OCNC2-Gen ortholog zu sein,
was nahe legt, das es einer ähnlichen
funktionalen Rolle dient. Ein Argument für diese Idee ist unser Beleg
für Expression
von humanem CNG2B in dem Gehirn, in dem es eine weit verbreitete
Expression von Ratten-OCNC2 gibt (Kingston, et al., Synapse 32:
1-12 (1999)). Das Ratten-OCNC2-Gen wurde ursprünglich als eine Beta-Untereinheit klassifiziert,
da es funktional gegenüber
zyklischen Nukleotiden nicht sensitiv ist, wenn es als ein Homomultimer
exprimiert wird (Bradley, et al., Proc. Nat. Acad. Sci. 91: 8890-8894
(1994)). Stattdessen wurde gezeigt, dass es funktionale heteromultimere
Kanäle
mit der Ratten OCNC1 Alpha-Untereinheit bildet, die an der olfaktorischen
Transduktion teilnimmt (Bradley, et al., Proc. Nat. Acad. Sci. 91:
8890-8894 (1994)). Diese heteromultimeren Alpha- und Beta-Kanäle zeigten
erhöhte
Sensitivität
gegenüber
cAMP, was dem nativen CNG olfaktorischen Kanal sehr ähnlich ist
(Linman, et al., Neuron 13: 611-621 (1994)). Jedoch haben andere
Studien gezeigt, dass funktionale homomere Ratten-OCNC2-Kanäle in dem
Gehirn existieren können
und dass sie gegenüber
Stickoxid sensitiv sind (Broillet, et al., Neuron 18: 951-958 (1997)).
Dieser Befund, zusammen mit der weiten Verteilung von Ratten-OCNC2 über das
Gehirn und seiner hohen Permeabilität für Ca
2+ legen
nahe, dass diese Kanäle
ein Rolle bei der neuronalen Signalgebung und der synaptischen Plastizität spielen
können (Bradley,
et al., JNC 17: 1993-2005 (1997)). Die Fähigkeit von Ratten-OCNC2, funktionale
homomultimere Kanäle
zu bilden, ist konsistent mit der Tatsache, dass es eine größere Homologie
mit CNG Alpha-Untereinheiten teilt
als mit CNG Beta-Untereinheiten. Ratten-OCNC2 und humanes CNG2B
sind somit wahrscheinlich sowohl als Heteromultimere als auch als
Homomultimere funktional bedeutsam. SEQUENZPROTOKOLL