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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung gilt für
das Fachgebiet der chirurgischen Verfahren und Vorrichtungen, die so
konstruiert wurden, dass sie die Akkommodation von Augen, deren
Linsen entfernt worden sind, wiederherstellen können.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Das
menschliche Auge ist ein annähernd
kugelförmiges
Organ, das im Wesentlichen drei deutliche Gewebeschichten enthält, die
in drei einfache Kammern eingeteilt sind. Die robuste, äußere sklerotische Schicht
dient als Schutzbarriere für
das Auge und bildet die transparente Hornhaut, durch die das Licht
in das Auge fällt.
Die sklerotische Schicht besteht aus einem dichten Kollagengewebe.
Die mittlere Choroidea bildet die Iris, eine Membran, die die Lichtmenge
reguliert, die durch die Pupille in das Innere des Auges fällt. Die transparente
kristalline Linse befindet sich unmittelbar hinter der Iris, und
wird durch Zonulafasern, die an Ziliarfortsätzen, die die kristalline Linse
umgeben, angebracht sind, an ihrem Platz festgehalten. Die Zonulafasern kulminieren
zusammen im Suspensionsligament der Linse. Der Bereich zwischen
der Hornhaut und der kristallinen Linse stellt die vordere Augenkammer
dar, und die Lücke,
die zwischen Abschnitten der kristallinen Linse und der Iris geschaffen
wird, ist die hintere Augenkammer. Die Ziliarfortsätze erzeugen
Kammerwasser (Humor aqueus), das die Vorderkammer und Hinterkammer
füllt.
Das Kammerwasser sorgt für
Nährstoffe
und den Stoffwechsel zwischen der avaskulären Hornhaut, der kristallinen
Linse und der Iris. Der hintere Pol der kristallinen Linse liegt
an der Fossa hyaloidea des hinteren Glaskörperraums des Auges an.
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Akkommodation
ist der Prozess, bei dem sich die Fokussierung des Auges zwischen
nahen und fernen Gegenstände
verändert.
Eine Akkommodation wird durch Zusammenziehen und Entspannen des
Ziliarmuskels, der über
das ringförmige
Ligament an der kristallinen Linse angeschlossen ist, erzielt. Diese
Bewegung des Ziliarmuskels dient zum Formen der kristallinen Linse
in die richtige optische Konfiguration zum Fokussieren der Lichtstrahlen
von diesen Gegenständen
auf die innere Schicht des Auges, die ihrer Struktur entsprechend
Netzhaut (Retina) genannt wird.
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Die
kristalline Linse ist ein bikonvexer Körper, der eine vordere Konvexität aufweist, die
weniger steil ist und einen größeren Krümmungsradius
hat, als seine parabolischere hintere Konvexität. Die Linse besteht aus länglichen
prismatischen Zellen (auch Linsenfasern genannt), die dicht gedrängt sind
und somit lamellare Strukturen bilden. Intrazelluläre körnige Kristalle
innerhalb der Linsenfasern verleihen der Linse ihre transparenten
und refraktiven Eigenschaften. Die Struktur und Zusammensetzung
der Linsenfasern variieren innerhalb der Linse, so dass ein fester
zentraler Kern von einem weicheren umgebenden Kortex unterschieden
werden kann. Die gesamte Linse ist von der Linsenkapsel (Capsula
lentis) umgeben, einer Basalmembran, in die die Zonulafasern eintreten.
Die elastische Linsenkapsel besteht aus Collagenfasern, Glykosaminoglykanen und
Glykoproteinen. Aufgrund ihrer elastischen Eigenschaften kann sich
die Linsenkapsel im Wesentlichen in der Zirkumferenz ausdehnen,
ohne zu zerreißen.
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Es
ist bekannt, dass eine Vielfalt von Krankheiten die normale Funktion
des Auges beeinträchtigen oder
zerstören
kann, einschließlich
Erkrankungen der Linse, wie zum Beispiel Katarakt und Presbyopie.
Katarakte entstehen durch eine progressive Trübung der kristallinen Linse,
und wenn sie unbehandelt bleiben, werden die Lichtstrahlen schließlich gestreut
und verdunkelt, anstatt sich auf der Netzhaut zu fokussieren. Ursprünglich wurden
Katarakte chirurgisch behandelt, entweder durch intrakapsuläre Entfernung
der gesamten Linsenstruktur, einschließlich der äußeren Linsenkapsel und des
inneren kristallinen Linsenmaterials, oder durch extrakapsuläre Entfernung
des mittleren Abschnitts der Vorderkapsel und des kristallinen Linsenmaterials,
wobei die hintere Linsenkapsel erhalten bleibt. Die letztere Behandlungsmethode
ist auf diesem Fachgebiet als extrakapsuläre Kataraktextraktion (ECCE-Verfahren)
bekannt. Diese Verfahren neigen zu Komplikationen, wie zum Beispiel
zu einer Ablösung
der Netzhaut und, im Fall einer extrakapsulären Kataraktextraktion, zu
einer Trübung
der Hinterkapsel.
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Wenn
die kristalline Linse älter
wird, wird sie weniger flexibel und verliert allmählich die
Fähigkeit,
ihre Form zu verändern,
wenn der Ziliarmuskel zusammengezogen wird. Das manifestiert sich
beim Menschen als allmählicher
Verlust der Fähigkeit,
die Brechkraft der Linse zu erhöhen,
und schließlich
als Reduzierung der Fähigkeit,
das Auge auf näher
liegende Gegenstände
zu fokussieren. Dieser Verlust der Fokussierungsfähigkeit
wird Presbyopie genannt.
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Presbyopie
wird am häufigsten
mit Bifokalbrillen oder anderen Multifokalbrillen und Kontaktlinsen
behandelt. Diese Vorrichtungen umfassen im typischen Fall diskrete
Zonen unterschiedlicher Brechkräfte,
durch die der Blick des Trägers
selektiv geleitet wird, um ein klares Bild für eine bestimmte Sichtweite
zu erhalten. Gewöhnliche
Nachteile sind, dass diese Brechkräfte statisch und auf spezifische
Blickpositionen beschränkt sind.
Andere Arten von Multifokalkontaktlinsen und Intraokularlinsen wurden
so konstruiert, dass sie Bilder gleichzeitig durch mehrfache Refraktionszonen
erzeugen. Ein häufiger
Nachteil dieser Vorrichtungen ist, dass die Bildschärfe des
fokussierten Teils des Bildes durch die schlecht fokussierten Abschnitte
des Bildes reduziert wird.
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In
jüngster
Zeit entwickelte Verfahren zur Linsenwiederauffüllung könnten die Inzidenz von vielen Komplikationen,
die mit der herkömmlichen
kristallinen Linsenextraktion und Ersatzbehandlungsmodalität assoziiert
werden, reduzieren. Eines dieser Verfahren wird im
U.S.-Patent Nr. 4,002,169 beschrieben,
wobei eine drehbare Zerkleinerungsvorrichtung über eine eingeführte hohle
Nadel in die Linsenstruktur eingebracht wird. Der Inhalt des kapsulären Gewebes,
einschließlich
der Katarakt, des Linsenkortex und Linsenkerns, wird effektiv verflüssigt und
dann durch die Nadel von der Linsenkapsel abgesaugt. Bei diesem
Verfahren bleibt die Linsenkapsel als Kapselsack innerhalb der hinteren
Augenkammer erhalten.
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Eine
chemische Behandlung bzw. Sonikation (Phakoemulsifikation) wird
häufig
einer effektiven Zerkleinerung zum Verflüssigen der Linse vorgezogen.
Nach der Absaugung der verflüssigten
kristallinen Linse kann der Kapselsack ausgespült werden, um Reststoffe zu
entfernen, woraufhin er mit einer geformten Kunstlinse gefüllt werden
kann (siehe dazu zum Beispiel die im
U.S.-Patent
Nr. 5,674,282 beschriebenen Verfahren).
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Intraokularlinsen
können
relativ hartes Material, relativ weiches Material oder eine Kombination
aus beiden Arten von Material umfassen. Zum Beispiel können Methylmethacrylate,
Polysulfone oder ein anderes relativ hartes, biologisch inertes
optisches Material allein oder in Kombination mit weicheren biologisch
inerten Silikonen, Hydrogelen oder einem halbsteifen thermolabilen
Material verwendet werden. Obwohl diese Linsen die optische Transparenz
wiederherstellen und bei entsprechender Brechkraft bewirken können, dass
das Auge ein klares Bild von weit entfernten Gegenständen produziert,
ist ihre Brechkraft jedoch statisch und kann die Brennweite nicht
verändern,
wenn sich die Sichtweiten ändern.
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Andere
Intraokularlinsen haben mehrere Zonen mit unterschiedlicher Krümmung, um
einen Bereich mit statischen Brechkräften bereitzustellen. Diese
werden allgemein Bifokal- bzw.
Multifokal-Intraokularlinsen genannt. Das retinale Bild, das von
solchen Linsen produziert wird, enthält scharfe und unscharfe Bilder.
Die unscharfen Bilder reduzieren den Kontrast des scharfen Bildes
und reduzieren somit die Fähigkeit
des Auges, eine gute Auflösung
für alle
Sichtweiten zu erhalten.
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Eine
neue Linse könnte
mit einem Füllstoff,
der die richtigen Eigenschaften zum Nachahmen der Funktion der natürlichen
kristallinen Linse besitzt, in situ in der Linsenkapsel geschaffen
werden Viele ophthalmische Verfahren, die zur Wiederherstellung
der Akkommodation des Auges entwickelt wurden, wie zum Beispiel die
Linsenwiederauffüllung
zur Korrektur von Presbyopie und Katarakten, basieren auf dem Ersatz
des endogenen Linsenmatrixmaterials mit einem transparenten Material
einer ähnlichen
Beschaffenheit, eines ähnlichen
Refraktionsindex und mit ähnlichen
Spektren.
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Einige
der bevorzugten Materialien zur Kapselsackauffüllung umfassen UV-härtbare Polymere,
die einem ultravioletten Licht ausgesetzt werden müssen, um
eine Vernetzung zu induzieren. Für
eine solche Vernetzung müssen
im typischen Fall bei einer beidhändigen Chirurgie, d. h. einer
Operation, bei der beide Hände des
Augenchirurgen in Anspruch genommen werden, zwei Öffnungen
in der Augenwand geschaffen werden. Anderenfalls kann die Vernetzung
durch die Hornhaut bewirkt werden, aber diese Art von Verfahren
könnten das
Hornhautgewebe beschädigen.
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Im
U.S.-Patent Nr. 5,391,590 werden
Zusammensetzungen beschrieben, die als injizierbares Interokularlinsenmaterial
nützlich
sind. Beispiele polymerisierbarer Formulationen sind ein oder mehrere
Polyorganosiloxane, die die Funktionalität von Vinyl besitzen, einer
Silikon-gebunden Hydridgruppe, und Ähnliches. Diese Arten von Zusammensetzungen
könnten
weiche, schnell härtende,
bei Niedrigtemperatur vulkanisierende Silikongele umfassen, die
zu einer Polymerisation im Kapselsack in situ fähig sind. Silikonprecursor-Flüssigkeiten
mit hohem Molekulargewicht und hoher Viskosität werden bevorzugt, da es weniger
wahrscheinlich ist, dass sie vor der Polymerisation durch die Injektionsstelle
entweichen. Diese Art von Material mit hoher Viskosität benötigt nur
eine niedrige Vernetzungsdichte, um einen elastischen Modulus zu
erzielen, der der menschlichen kristallinen Linse ähnlich ist.
Eine reduzierte Vernetzungsdichte dieser Polymere resultiert jedoch
in einem unakzeptablen gummiartigen Produkt mit niedriger Elastizität.
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Bestimmte
Flüssigkeiten
mit niedriger Viskosität
und niedrigem Molekulargewicht besitzen nach ihrer Aushärtung wünschenswerte
Eigenschaften für
injizierbare Augenlinsen, entweichen aber leicht durch die Injektionsstelle.
Bei der Aushärtung
des entwichenen Gels könnte
sich auf der Oberfläche
einer aufgefüllten Kapsel
eine Beule bilden. Es ist bekannt, dass solche Beulen die Iris reizen
und ein Hornhautödem
verursachen können.
Beim Versuch, diese Einschränkung
zu überwinden,
könnten
geeignete Flüssigkeiten
mit niedrigem Molekulargewicht vorgehärtet werden, um eine Polymerisation
zu induzieren, bevor sie in den Linsenkapselsack injiziert werden.
Die Injektion eines teilweise polymerisierten Materials durch eine
Kanüle
könnte eine
Scherbeanspruchung verursachen, was in rauen Stellen am polymerisierten
Material resultiert, die die Funktion der Kunstlinse beeinträchtigen.
Außerdem
muss vorgehärtetes
Polymermaterial im typischen Fall kurz nach der Einleitung der Vernetzung
injiziert werden, um ein nachteiliges übermäßiges Aushärten und einen reduzierten
Durchfluss durch die Kanüle
zu verhindern.
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Im
typischen Fall neigt der Kapselsack dazu, sich nicht ausreichend
zu füllen,
außer
wenn Material mit sehr hoher Dichte, wie zum Beispiel Gel mit einer
Viskosität
von mehr als 4 × 106 Zentistoke (cSt) verwendet wird. Wie oben
in diesem Dokument angegeben, werden viskose Flüssigkeiten und Gele mit einer
Viskosität von
weniger als 1 × 106 cSt, oder weiche Gele in den Kapselsack
injiziert und eingebracht, und diese Arten von Flüssigkeiten
entweichen oft vom Sack. Ein Entweichen dieser Art von Material
in die vordere Augenkammer könnte
eine Reihe von Augenproblemen verursachen und die empfindlichen
Augenstrukturen gefährden.
Zum Beispiel könnte
aufgrund des ausgelaufenen Materials eine intraokulare Entzündung durch
die Reaktion des Auges auf einen Fremdkörper verursacht werden. Außerdem könnte ein
Entweichen nicht endogener Flüssigkeiten
oder Gele vom Kapselsack aufgrund einer Blockierung der Knochenbälkchen und
einer damit zusammenhängenden
Erhöhung
des Augeninnendrucks durch das erhöhte Volumen des Kammerwassers
ein Glaukom verursachen. Bekannterweise könnten beim Entweichen visköser Flüssigkeiten
und Gele, die in den Kapselsack eingebracht wurden, auch unerwünschte Auswirkungen,
wie zum Beispiel eine Bewegungsstörung der Iris und eine Beeinträchtigung
der Optik des Auges durch Blendung auftreten.
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Ähnlicherweise
könnte
bei einer Kataraktoperation die Einbringung eines chemischen Mittels
zur Verflüssigung
des Kernmaterials und/oder die Injektion eines chemischen oder pharmakologischen
Mittels zum Abtöten
der Linsenepithelzellen oder zur Verminderung ihrer Replikation
erforderlich sein. Durch Entweichen antimitotischer Verbindungen
oder hypoosmolarer Lösungen
werden gesunde, nicht-regenerative Hornhautendothelzellen und Retinazellen
des Auges, anstatt des beabsichtigten hyperproliferativen Linsenepithels, zerstört.
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Im
typischen Fall wird eine vordere Kapsulotomie und speziell eine
Kapsulorhexis durchgeführt,
um einige der prozeduralen und postoperativen Komplikationen, die
mit extrakapsulären
Verfahren und mit der Linsenwiederauffüllung assoziiert werden, zu
reduzieren. Eine kontinuierlich gerissene Kapsulorhexis beinhaltet
die Vorbereitung einer kreisförmigen
(runden) Kapsulotomie in der vorderen Linsenkapsel. Im Fall einer
ECCE, und peripher im Fall einer Linsenwiederauffüllung und
eines Entfernens des im Wesentlichen runden Abschnitts von der Vorderkapsel,
der durch eine kontinuierliche Risslinie dargestellt wird, bildet
eine kontinuierlich gerissene Kapsulorhexis eine effektiv runde
Risslinie, die im Wesentlichen koaxial mit der Linsenachse verläuft.
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Die
Kapsulotomie wird vorzugsweise innerhalb des zonulafreien Bereichs
der vorderen Linsenkapsel positioniert. Bei dieser Art von Kapsulotomie
wird eine kreisförmige Öffnnung
in der vorderen Linsenkapsel geschaffen, durch die die Kataraktlinsenmatrix
zum Beispiel durch Phakoemulsifikation und Aspiration extrahiert werden
kann. Es verbleibt ein Kapselsack mit einer elastischen Hinterkapsel,
einem vorderen Kapselrest um die vordere Kapsulotomie und einem
ringförmigen
Kapselsack (Sulkus) zwischen dem vorderen Kapselrest und der äußeren Zirkumferenz
der Hinterkapsel. Somit bleibt der Kapselsack am umgebenden Ziliarmuskel des
Auges über
die Zonula angebracht, und reagiert auf die Ziliarkontraktion und
-entspannung während
der Akkommodation.
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Obwohl
die kontinuierlich gerissene Kapsulorhexis so entwickelt wurde,
dass sie einen Rest oder Rand der Vorderkapsel mit einer relativ
glatten, kontinuierlichen Innenkante hinterlässt, die bis zur Kapsulotomie
reicht, wird die vordere Kante während
dieses Verfahrens manchmal gerissen, radial geschlitzt oder eingekerbt.
Bei dieser Art von Beschädigung
der vorderen Kante besteht die Gefahr, dass sie radial reißen könnte, wenn
die Kante belastet wird, was besonders bei der Einführung von
Instrumenten zum Manipulieren der Kapsellinsenmatrix der Fall sein
könnte.
Ein Einreißen
der Linsenkapsel während
der Kapsulorhexis erhöht
die Wahrscheinlichkeit eines unerwünschten Entweichens von Material,
das während
der Linsenwiederauffüllung in
den geleerten Kapselsack injiziert wurde. Um das Risiko eines Einreißens zu
reduzieren, wird während
der ganzen Operation unter Verwendung einer balancierten Salzlösung oder
eines viskoelastischen Materials zum Füllen der Kammer eine tiefe
Vorderkammer aufrechterhalten. Risse könnten jedoch trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen
entstehen.
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Um
einige dieser ständigen
Probleme bei der Augenchirurgie anzugehen, entwickelten Nishi et
al. (Graefe's Arch
Clin Exp Ophthalmol (1990) 228:582–588) eine neue Scheibe für die Kleinschnittchirurgie,
die auch zum Versiegeln der Kapselöffnung dient. Nach Durchführung der
Verfahren der runden Minikapsulorhexis und Phakoemulsifikation wird
eine synthetische Scheibe aus Akrylamid, die größer als die Kapselöffnung ist, in
die Öffnung
eingeführt.
Nach Injizieren eines viskoelastischen Materials in den Kapselsack
und in die vordere Augenkammer wird die Scheibe in die Vorderkammer
eingeführt.
Die Scheibe wird dann so manipuliert, dass sie durch den ganzen
Kapselrand an seiner Zirkumferenz entlang eingeschlossen ist, und
somit wird die Scheibe an der Stelle des fehlenden Abschnitts der
Vorderkapsel angebracht. Da die Scheibe die Öffnung der Linsenkapsel versiegelt,
kann der Kapselsack aufgefüllt
werden. Somit wird das Ersatzmaterial, d. h. das Polyacrylamid-Gel, in den Kapselsack
injiziert, um den Sack zu erweitern. Obwohl das allgemein erfolgreich
ist, bestehen bei diesem Prozess bestimmte Nachteile, wie zum Beispiel
die Erweiterung der Kapsulorhexisöffnung während der Auffüllung, was
ein intraoperatives Auslaufen verursacht. Außerdem berichteten Nishi et
al. Schwierigkeiten beim Erzielen einer reproduzierbaren, mittig
positionierten runden Kapsulorhexis einer geeigneten Größe zum sicheren
Halten der eingeführten
Kunstlinse im Kapselsack. Außerdem
entstand bei Patienten, die eine solche Implantation erhalten hatten,
eine Dehnung des Kapselsacks, wodurch ein Verschwommensehen verursacht
wurde.
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Nishi,
et al. (Arch Ophthalmol (1988) 116(10):1358–1361) entwickelten vor kurzem
eine Röhre
mit einem Flansch, die so konstruiert wurde, das sie in eine chirurgisch
hergestellte Kapsulorhexisöffnung
im Kapselsack eines Patienten passt. Diese Röhre ist effektiv ein Implantat,
da sie mithilfe eines Silikon-basierten Klebers permanent an den
Rändern
der Kapsulorhexis haftet. Anschließend wird mithilfe einer Edelstahlkanüle der Größe 30 ein
Gel durch die Röhre
injiziert. Nach der Kapselsackauffüllung wird die Röhre mithilfe
eines Klebers, der sich innerhalb der Röhre befindet, versiegelt. Die
Röhre wird
dann abgeschnitten, um eine übermäßige Länge zu entfernen,
obwohl die restliche Röhre
noch leicht vom Sack in die vordere Augenkammer hervorsteht. Der
Vorsprung dieses Implantats könnte
eine mechanische Störung
der Bewegung der Iris verursachen, was das Öffnen und Schließen der
Pupille beeinträchtigen
könnte.
Ein Kontakt mit der Innenfläche
der Iris verursacht einen Widerstand, was die Akkommodation des
Auges beeinträchtigen
könnte.
Außerdem könnte die
hervorstehende Röhre
das Hornhautendothel kratzen, wenn das Auge des Patienten, das das
Implantat enthält,
gerieben wird. Solche Implantate sind für Biokompatibilitätsprobleme
anfällig
und könnten ernsthafte
Entzündungsreaktionen
im Auge verursachen.
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In
WO-A-93/03686 wird
ein intraokulares Implantat beschrieben, das so konstruiert wurde,
dass es durch eine große,
mittig positionierte Kapsulorhexis in das Auge eines Patienten eingeführt werden
kann. Das Implantat umfasst eine Linse, die an einem Linsenhalter
befestigt ist, ohne den die Linse die Möglichkeit hätte, sich im Flüssigkeitsmedium
zu bewegen.
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Mithilfe
der oben beschriebenen Methoden wird versucht, die Akkommodationsfähigkeit
des Auges erheblich wiederherzustellen. Diese Methoden waren jedoch
nicht ganz erfolgreich. Ein Linsensystem und eine chirurgische Methode
bzw. ein Verfahren zur Wiederherstellung der Akkommodation eines
Auges wäre
besonders vorteilhaft.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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In
diesem Dokument wird ein Verfahren zur Ergänzung der Brechkraft eines
Auges und zur gleichzeitigen Verbesserung der Akkommodationsfähigkeit
eines Auges beschrieben. Ein Phakoersatz-Verfahren wird an einem
Auge durchgeführt,
um eine Linse von der Linsenkapsel eines Auges zu entfernen. Anschließend wird
eine Flüssigkeit
in die Linsenkapsel eingebracht, woraufhin eine ergänzende endokapsuläre Linse
(SECL) in die Linsenkapsel eingeführt wird. Die SECL wird wie
gewünscht
in der Linsenkapsel positioniert, woraufhin die Flüssigkeit
ausgehärtet
wird.
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In
diesem Dokument wird auch ein Verfahren der Ergänzung der Brechkraft eines
Auges und der gleichzeitigen Erhöhung
der Akkommodationsfähigkeit
eines Auges beschrieben, indem ein Phakoersatz-Verfahren zum Entfernen
einer Linse von der Linsenkapsel eines Auges und zum Einbringen
einer Flüssigkeit
in die Linsenkapsel, vorzugsweise durch eine Kapsulorhexis, durchgeführt wird.
Die Flüssigkeit
ist ein Polymer-Gel,
das vorzugsweise aus einem Material gefertigt wurde, das von der
Gruppe, die Siloxane, Hydrogele und Kombinationen davon beinhaltet,
gewählt
wird. Eine SECL wird dann in die Linsenkapsel eingeführt, d.
h. vorzugsweise durch die Kapsulorhexis, und wie gewünscht im
Gel in der Linsenkapsel positioniert. Die SECL wurde vorzugsweise
aus einem Material gefertigt, das von der Gruppe, die Polydimethylsiloxan,
Hydroxyethylmethacrylat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Phenylethylacrylat,
Phenylethylmethylacrylat und Kombinationen davon beinhaltet, gewählt wird.
Nach dem Positionieren der SECL wird das Polymer vorzugsweise ausgehärtet. Die
SECL und die Flüssigkeit
werden in die Linsenkapsel im Wesentlichen gleichzeitig eingebracht.
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Die
vorliegende Erfindung gilt für
eine Vorrichtung zur Ergänzung
der Brechkraft eines Auges und der gleichzeitigen Verbesserung der
Akkommodationsfähigkeit
eines Auges, und die Vorrichtung umfasst in Kombination eine Quantität Polymer-Gel
und eine Linse, die sich im Polymer-Gel in situ befindet, die in
eine leere Linsenkapsel eines Auges und vorzugsweise durch eine
Kapsulorhexis eingebracht werden. Das Polymer-Gel wird vorzugsweise
von der Gruppe, die Siloxane, Hydrogele und Kombinationen davon
beinhaltet, ausgewählt. Die
in die Linsenkapsel vorzugsweise durch die Kapsulorhexis eingeführte SECL
wird in situ in der Flüssigkeit positioniert,
damit sie die gewünschte
Brechkraft und Akkommodationsfähigkeit
erzielen kann. Die Flüssigkeit wird
dann vorzugsweise ausgehärtet.
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Die
SECL wurde vorzugsweise aus einem faltbaren Material hergestellt,
das von der Gruppe, die Polymethylphenylsiloxan, Polyfluoropropylmethylsiloxan,
Hydroxyethylmethacrylat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Phenylethylacrylat,
Phenylethylmethacrylat und Kombinationen davon beinhaltet, ausgewählt wird.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1a–1c stellen
eine teilweise Ansicht im Schnitt dar und enthalten eine bevorzugte
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wobei ein Polymer-Gel über eine
Kanüle
(1a) in die Linsenkapsel eingebracht wird, worauf
die Einführung
(1b) und Platzierung (1c) der
SECL erfolgt.
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2 ist
eine teilweise Ansicht im Schnitt, die eine weitere Ausführungsform
der Erfindung enthält,
wobei die SECL eine Haptik umfasst, die bei der Orientierung hilft.
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3a und 3b enthalten
die Vorteile der Platzierung der SECL in Querschnittsdarstellungen
eines Auges. 3a enthält zum Vergleich ein Auge ohne
SECL, und 3b enthält eine Auge mit der SECL an
ihrem Platz.
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4a–4d sind
Querschnittsdarstellungen eines Auges, die Aberrationskontrolleigenschaften enthalten,
die in die SECL der vorliegenden Erfindung eingebaut werden können.
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5a–5d sind
Querschnittsdarstellungen eines Auges, die die Vergrößerungseigenschaften enthalten,
die in die SECL der vorliegenden Erfindung eingebaut werden können.
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6 ist
ein Diagramm, das die Auswirkung der SECL der vorliegenden Erfindung
sowohl auf die Akkommodation als auch auf die Korrektur der Ametropie,
die auch Refraktionskorrektur genannt wird, enthält.
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7 ist
ein Diagramm, das die Auswirkung der endokapsulären Position der SECL sowohl
auf die Akkommodation als auch auf die Refraktionskorrektur enthält.
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8 ist
eine grafische Darstellung, die die Auswirkung des veränderten
Refraktionsindex des Polymer-Gels sowohl auf die Akkommodation als
auch auf die Refraktionskorrektur enthält.
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9 ist
eine grafische Darstellung, die die Änderung des Akkommodationsbereichs enthält, wobei die
Refraktionskorrektur durch Änderung
des Refraktionsindex des Polymer-Gels erzielt wird.
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10 ist
eine Planansicht einer SECL, die eine tri-haptische Konfiguration
hat.
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11-14 sind
repräsentative
Zeichnungen einer Vorrichtung zum Messen der Linsenausdehnung für eine Ersatzlinse,
die eine SECL hat.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wird nun ausführlicher beschrieben, wobei
auf die beiliegenden Zeichnungen, in denen die bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung enthalten sind, Bezug genommen wird. Diese Erfindung
hat jedoch viele verschiedene Ausführungsformen und sollte nicht
als auf die in diesem Dokument enthaltenen Ausführungsformen beschränkt angesehen
werden. Diese Ausführungsformen
werden stattdessen bereitgestellt, damit diese Beschreibung gründlich und
vollständig
ist, und Fachleuten auf diesem Fachgebiet den Umfang der Erfindung
gründlich
vermitteln. Dieselben Nummern werden im ganzen Dokument für dieselben
Elemente verwendet.
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Die
vorliegende Erfindung gilt für
die Einbringung einer ergänzenden
endokapsulären
Linse (SECL), die entweder in einer Flüssigkeit innerhalb der Kapsel
der kristallinen Linse mit einem Phakoersatz- oder ähnlichen
chirurgischen Verfahren eingeführt
oder eingebettet wird, um die Brechkraft eines Auges im Hinblick
auf (1) die Korrektur einer Ametropie zu ergänzen, während gleichzeitig (2) eine
verwendbare Akkommodationsamplitude aufrechterhalten wird. Die Flüssigkeit
ist vorzugsweise ein polymerisierbares Polymer. Noch stärker bevorzugt
wird ein Polymer in Gel-Form. Es versteht sich, dass der Begriff „Gel" Emulsionen, Suspensionen, etc.
umfasst. Am stärksten
bevorzugt wird, wenn das Polymer-Gel
polymerisierbar ist und wenn es ein Polymer ist, das Siloxan oder
Hydrogel, oder eine Kombination davon enthält. Es versteht sich, dass
ein Hydrogel ein beliebiges hydratisiertes, vernetztes Polymersystem
ist, das Wasser in einem Gleichgewichtszustand enthält. Siloxane
sind polymerische Verbindungen, die ein polymerisches Rückgrad mit
relativ kurzen Poly(oganosiloxan)-Seitenketten am Rückgratpolymer
haben. Die für
die vorliegende Erfindung am besten geeigneten Polymer-Gele sind
diejenigen Gele, die schnell vernetzt und somit mit UV-Licht ausgehärtet werden
können
(innerhalb von ca. 1–15
Minuten). Es versteht sich jedoch, dass die vorliegende Erfindung
nicht auf die Verwendung von aushärtbaren Polymeren beschränkt ist.
Die vorliegende Erfindung zieht sogar auch die Verwendung von Flüssigkeiten
in Betracht, die nicht ausgehärtet
werden müssen,
um wirksam zu sein, wie zum Beispiel Sol-Gele oder andere thermoreversible
Systeme, etc. Die Flüssigkeiten
der vorliegenden Erfindung, die in die Linsenkapsel eingebracht
werden sollen, haben vorzugsweise eine Dichte von ca. 0,90 bis ca.
1,5, und noch stärker bevorzugt
wird eine Dichte von ca. 0,095 bis ca. 1,45.
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Die
SECL ist hauptsächlich
für die
Verwendung mit dem Phakoersatz- oder einem ähnlichen chirurgischen Verfahren
zur Wiederherstellung der Akkommodation gedacht. Jedoch ist eine
Verwendung auch bei anderen zugehörigen chirurgischen oder refraktären Korrekturverfahren
möglich
(zum Beispiel Anwendungen im vaskulären Bereich, bei Herz oder
anderen Organen). Die SECL wurde vorzugsweise aus einem Material hergestellt,
das von der Gruppe, die Polymethylphenylsiloxan, Polyfluoropropylmethylsiloxan,
Hydroxyethylmethacrylat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Phenylethylacrylat,
Phenylethylmethylacrylat und Kombinationen davon beinhaltet, gewählt wird.
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Die
Handhabung, Nützlichkeit
und Anwendbarkeit der SECL werden aus der folgenden Beschreibung der
bevorzugten Ausführungsformen
verständlich.
In 1a wurde die kristalline Linse eines myopen Alterssichtigen
mit dem Phakoersatz-Verfahren behandelt. Die Linse (nicht gezeigt)
des Auges 10 wurde bereits von der Linsenkapsel 12 entfernt.
Ein viskoelastisches Polymer-Gel 14 wurde in die Kapsel 12 injiziert,
d. h. durch die Kanüle 16,
die als Teil des Phakoersatz-Verfahrens durch eine Kapsulorhexis 18 in
der Kapsel 12 und eine korneale Inzision 22 in
der Hornhautwand 20 eingeführt wurde.
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Wie
in 1b gezeigt, wird eine SECL 26 im kompakten
Zustand, d. h. gefaltet oder aufgerollt, vorzugsweise durch die
Kapsulorhexis 18 und die korneale Inzision 22 in
die Kapsel 12 eingebracht. Die SECL 26 wird mit
einem Linsenhalter 28 gehalten und manövriert. 1c enthält die SECL 26,
die nun in einem teilweise geöffneten
Zustand innerhalb der Kapsel 12 und im Polymer-Gel suspendiert
ist. 14. Positionierungszeichen 30, 32 befinden
sich auf der Vorderfläche 34 der
SECL 26.
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Die
SECL könnte
auch so konstruiert sein, dass sie als Ventil fungiert, das betätigt wird,
um die Funktionalität
der Gelretention bereitzustellen, wodurch die Injektion des Phakoersatz-Polymer-Gels
erleichtert wird. 2 stellt eine alternative Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar, bei der eine SECL 42 in einem
Auge 40 implantiert worden ist. Die SECL 42 hat
haptische Abschnitte 44, 45, die bei der Zentrierung und
Ausrichtung der SECL 42 behilflich sind. Wie gezeigt ist
die SECL 42 vorne in der Kapsel 50 implantiert. Wie
gezeigt wird am Haptikabschnitt 45 eine Zugangsöffnung 52 geschaffen,
um die Injektion des Polymer-Gels 46 durch die Kanüle 48 in
die Kapsel 50 (als Teil des Phakoersatz-Verfahrens) zu
erleichtern.
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3a und 3b stellen
die Vorteile der SECL der vorliegenden Erfindung dar, wenn sie in
Kombination mit einem Phakoersatz- oder ähnlichen chirurgischen Verfahren
zur Korrektur einer kombinierten Ametropie und Presbyopie verwendet
wird. In 3a wird ein standardmäßiges Phakoersatz-Verfahren
ohne SECL durchgeführt.
In dieser Ausführungsform
behält
das myope Auge 54 trotz Wiederherstellung der Akkommodation
seinen ursprünglichen
myopen Zustand. Somit werden Lichtstrahlen 56 von einem
besichtigten Gegenstand (nicht gezeigt), der wert vom Auge links
entfernt ist, von der Linse 58, die einem Phakoersatz-Verfahren
unterzogen wurde, auf eine Bildschärfe 60 vor der Netzhaut 62 fokussiert.
Deshalb ist das retinale Bild des weit entfernten Gegenstandes verschwommen.
-
In 3b wird
durch Verwendung der SECL, die derselben Operation unterzogen wurde,
aufgrund der zusätzlichen
Brechkraft, die durch die SECL der vorliegenden Erfindung in einem
myopen Auge 64 erzielt wurde, eine Korrektur der Ametropie
zusammen mit gleichzeitiger Wiederherstellung der Akkommodation
erzielt. In dieser Situation werden nun Lichtstrahlen 66 von
einem besichtigten, weit entfernten Gegenstand (nicht gezeigt) von
der Ersatzlinse 67, in die eine SECL 68 eingeführt wurde,
fokussiert. Aufgrund der zusätzlichen
und richtigen Brechkraft, die durch die SECL 68 bereitgestellt
wird, werden die Lichtstrahlen nun auf die Netzhaut 72 fokussiert.
Das Ergebnis ist ein klares und scharfes retinales Bild 70 des
Gegenstandes.
-
4 stellt die Vorteile der SECL dar. Wie
in 4a und 4b gezeigt,
wird nach einer Phakoersatz-Operation eine herkömmliche Ametropiekorrektur
durchgeführt.
Aufgrund der dokumentierten Veränderung
des Aberrationszustandes eines Auges, wenn es zum Lesen auf „nah" fokussiert, kann
die Aberration des Auges nicht über
den ganzen Sichtbereich (von fern auf nah) korrigiert werden.
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In 4a hat
ein Auge 80, das einem Phakoersatz-Verfahren zur Wiederherstellung
der Akkommodation unterzogen wurde und eine korrigierende Brillenlinse 82 für Ametropie
hat, seine Akkommodation zum Besichtigen eines wert entfernten Gegenstandes
entspannt. In dieser Situation werden Lichtstrahlen 84, 85 vom besichtigten,
wert entfernten Gegenstand durch das Auge mit entspannter Ersatzlinse 86 in
Richtung Netzhaut 88 fokussiert. Aufgrund des Vorliegens
von okulären
Aberrationen werden die periphereren Lichtstrahlen 85' jedoch weiter
vorne 87 als die axialeren Lichtstrahlen 84' an der Netzhaut 88 fokussiert.
Diese unterschiedliche Bildschärfe 89 der
peripheren Strahlen 85' und
axialen Strahlen 84' erzeugt
eine sphärische
Aberration, die die Qualität
des retinalen Bildes reduziert.
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In 4b wird
nun dasselbe Auge 80 mit derselben Brillenkorrektur 82 zum
Besichtigen naher Gegenstände
fokussiert. Die Lichtstrahlen 90, 91 vom besichtigten,
nahen Gegenstand werden vom Auge mit akkommodierter Ersatzlinse 86 in
Richtung Netzhaut 88 fokussiert. Aufgrund der Veränderung
der Aberration des Auges bei nahem Fokus werden die peripheren Strahlen 90' nun weiter
hinter 92 als die axialen Strahlen 91' an der Netzhaut 88 fokussiert.
Aufgrund dieser Veränderung
der Aberration bei Akkommodation ist die fest eingestellte, fokussierte
Brillenlinse 82 nicht in der Lage, im fernen und nahen
Sichtbereich eine optimale Bildschärfe zu erzielen.
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4c und 4d enthalten
eine SECL, die speziell konstruiert und eingeführt wurde, um die Aberration
im fernen und nahen Sichtbereich zu regulieren. In 4c und 4d wurde
in die Linse 104 eines Auges 100 mithilfe des
Phakoersatz-Verfahrens eine SECL 102 implantiert. Die SECL 102 besitzt
eine mechanische Flexibilität,
die so entwickelt wurde, dass sich die SECL 102 auf kontrollierte
Weise biegt, wenn die Ersatzlinse 104 akkommodiert wird.
In 4c werden während
der entspannten Akkommodation Lichtstrahlen 106, 108 von
einem besichtigten, wett entfernten Gegenstand vom Auge 100 mit
der Ersatzlinse 104 und der SECL 102 in Richtung
Netzhaut 109 fokussiert. Da das Profil der SECL 102 so
konstruiert wurde, dass es Aberrationen reduziert, werden nun sowohl
die peripheren Strahlen 106' als
auch die axialen Strahlen 108' in einer einzelnen Bildschärfe 110 auf
der Retina 109 fokussiert.
-
In 4d,
in der die Akkommodation auf das Besichtigen eines nahen Gegenstandes
ausgerichtet ist, werden Lichtstrahlen 106, 108 von
einem nahen Gegenstand vom Auge 100 mit der Ersatzlinse 104 und
der SECL 102 in Richtung Netzhaut 109 fokussiert.
In Anbetracht der geeigneten und kontrollierten Biegung der Linse
bei Akkommodation verändert
sich die Linsenform der SECL 102, wodurch ihre Aberrationseigenschaften
geändert
werden. Auf diese Weise werden sowohl die peripheren Strahlen 106' als auch die
axialen Strahlen 108' immer
noch auf eine einzelne Bildschärfe 110 auf
der Retina 109 fokussiert. Die Implementierung der SECL 102 bietet
somit eine stark verbesserte optische Leistung im fernen und nahen
Sichtbereich.
-
Außerdem kann
eine Vergrößerung in
die Optik der SECL eingebaut werden. Wenn Eigenschaften wie eine
teleskopische Optik oder kontrollierte Feldverzerrungen in das optische
System der SECL eingebaut werden, könnte die SECL dazu verwendet
werden, nicht nur eine Ametropie und Aberrationen zu korrigieren,
sondern auch das Sehvermögen
bei Erkrankungen wie Amblyopie oder Gesichtsfelddefekten (zum Beispiel
Skotom) zu fördern
und zu verbessern. 5a und 5b enthalten
die Vorteile der vorliegenden Erfindung wobei, wie gezeigt, eine
SECL mit reduzierter Vergrößerung zur
Verbesserung des effektiven Sichtfeldes des Patienten verwendet
wird.
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In 5a behält ein Auge 120,
bei dem ein Phakoersatz-Verfahren durchgeführt wurde, seine ursprüngliche
Vergrößerung und
sein ursprüngliches
Sichtfeld. Somit werden Gegenstände,
die über
das Sichtfeld verstreut sind, wie zum Beispiel die drei Buchstaben „F" 122, auf
einem bestimmten Bereich 125 quer über die Netzhaut 126 fokussiert 124.
In 5b wurde ein Auge 130 einem Phakoersatz-Verfahren,
einschließlich einer
die Vergrößerung reduzierenden
SECL 132, unterzogen. In dieser Ausführungsform werden Gegenstande
quer über
das Sichtfeld 122 auf einen Bereich 131 auf der
Netzhaut 126, der kleiner ist als der korrespondierende
retinale Bereich eines Auges ohne SECL 120, fokussiert.
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5c enthält eine
SECL mit weiterer Vergrößerung,
die für
einen Patienten mit Amblyopie nützlich ist.
In dieser Ausführungsform
hat das Auge 140 eine Ersatzlinse 141 mit einer
vergrößernden
SECL 142, so dass Gegenstände quer über ein Sichtfeld 122 auf
einem großen
Bereich 144 quer über
die Netzhaut 126 fokussiert werden.
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5d enthält ein Beispiel
eines Auges 150, in dem eine tonnenförmige Verzeichnung in eine
SECL 152 konstruiert wurde, um eine erhöhte zentrale Vergrößerung zu
erzielen, ohne einen Verlust des Sichtfeldes in der Peripherie zu
verursachen. Eine tonnenförmige
Verzeichnung bezieht sich auf ein Szenarium, wobei sich die Vergrößerung eines
Gegenstandes reduziert, je weiter er von der Sichtlinie entfernt
wird. In dieser Ausführungsform
vergrößert die
SECL 152 einen Gegenstand in Blickrichtung, wie zum Beispiel
den mittleren Buchstaben „F" 154, und
reduziert gleichzeitig Gegenstände,
die weiter von der Blickrichtung entfernt sind, wie die beiden seitlichen
Buchstaben „F" 156, 157.
Somit werden die entsprechenden retinalen Bilder dieser Gegenstände gleichzeitig
vergrößert 154' und reduziert 156' und 157'.
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6 enthält eine
grafische Darstellung, die die Brechkraft, die in einer SECL zur
Korrektur eines Ametropiebereichs erforderlich ist, darstellt. Die
horizontale Achse von 6 repräsentiert die erhöhte Brechkraft
(in Dioptern gemessen) einer SECL, wenn in eingetauchtem Zustand
im Polymer-Gel, das für
das Phakoersatz-Verfahren verwendet wird, gemessen. Die linke vertikale
Achse bezieht sich auf die Akkommodationsamplitude (ebenfalls in
Dioptern), die durch Verwendung einer SECL mit korrespondierender
Brechkraft erlangt wird. Die rechte vertikale Achse zeigt den Grad
der Ametropie (in Dioptern) an, die unter Verwendung der entsprechenden
Brechkraft der SECL korrigiert werden kann. Wenn zum Beispiel ein
Phakoersatz-Verfahren durchgeführt
wird, bei dem ein Polymer-Gel mit einem Refraktionsindex von 1,41
verwendet wird, kann durch Einbringen der SECL mit einer Brechkraft
von –10D
eine Myopie von –7D
mit einer begleitenden Akkommodationsamplitude von etwas unter 4D
korrigiert werden. Man muss bedenken, dass die angegebene Beziehung variiert
werden könnte,
was von der Konstruktion der SECL (zum Beispiel Formfaktor, Refraktionsindex,
Stärke,
Position, etc.) abhängig
ist. Zum Beispiel könnte
die Linsenform oder das optische Systemdesign der SECL so konstruiert
sein, dass sie in der Lage sind, Fehler oder Schwankungen des Refraktionsindex
des Gels oder Polymers vollständig
oder teilweise auszugleichen. Ähnlicherweise
könnte
die Linsenform oder das optische Systemdesign der SECL so abgeändert werden,
dass Aberrationen, Vergrößerungen
oder Verzerrungen reguliert werden, um das Sehvermögen zu verbessern.
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Die
SECL könnte
an einer beliebigen Stelle innerhalb der kristallinen Linse platziert
werden. Die (anteroposteriore) Position der SECL wird gewählt, um
den relativen Einfluss der SECL auf den Akkommodationsbereich, die
Ametropiekorrektur und die Regulierung der Aberration und Vergrößerung zu
kontrollieren. Deshalb versteht es sich, dass die vorliegende Erfindung
eine signifikante Systemflexibilität beinhaltet, d. h. dass die
Eigenschaften der SECL in Kombination mit den Eigenschaften des
Polymer-Gels ausgewählt
werden können,
um den Bedürfnissen
des Patienten gerecht zu werden.
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Zum
Beispiel kann die Dichte des Materials, das in der SECL verwendet
wird, so gewählt
werden, dass sie wahlweise höher
oder niedriger als die Dichte des eingebrachten (vorzugsweise injizierten)
Polymer-Gels ist, oder dass sie gleich ist. Dadurch wird die anteroposteriore
Positionierung der SECL erleichtert. Zum Beispiel zeigt 7 das
Verhalten der SECL mit verschiedenen Brechkräften, wenn sie vorne oder hinten
positioniert wird, wodurch gezeigt wird, dass ihre Position einen
Einfluss auf die Akkommodation und Ametropie hat. In 7 repräsentiert
die horizontale Achse von 7 die erhöhte Brechkraft
(in Dioptern gemessen) einer SECL, wenn in eingetauchtem Zustand
im Polymer-Gel, das für
das Phakoersatz-Verfahren verwendet wird, gemessen. Die linke vertikale
Achse bezieht sich auf die Akkommodationsamplitude (ebenfalls in
Dioptern), die durch Verwendung einer SECL mit korrespondierender
Brechkraft erlangt wird. Die rechte vertikale Achse zeigt den Grad
der Ametropie (in Dioptern) an, die unter Verwendung der entsprechenden
Brechkraft der SECL korrigiert werden kann. Die gezeichneten Kurven
geben die Akkommodationskorrektur und -amplitude an. Wenn zum Beispiel
eine SECL mit –15D
vorne (und innerhalb) der Ersatzlinse platziert wird, korrigiert
sie –13D der
Myopie und stellt gleichzeitig ca. 3,7D der Akkommodation bereit.
Wenn dieselbe SECL hinten innerhalb der Ersatzlinse platziert wird,
korrigiert sie –9D
der Myopie und stellt gleichzeitig fast 4D der Akkommodation bereit.
Außerdem
versteht es sich, dass die SECL vorzugsweise so konstruiert ist,
dass ihre Verdichtung erleichtert wird, indem sie in eine zylindrische
Konfiguration zusammengerollt wird, damit sie durch eine Kapsulorhexis
gehen kann und vorzugsweise einen Durchmesser von weniger als ca.
1 mm hat. Die SECL könnte auch
gefaltet oder anderweitig kompakt gemacht werden, so dass sie durch
die Kapsulorhexis geht und dann in der Linsenkapsel in ihre gewünschte,
endgültige „offene" Konfiguration entfaltet
werden kann, während
sie in der injizierten Flüssigkeit
suspendiert ist.
-
Spezielle
Ziele oder Ausrichtmerkmale können
auf der Oberfläche
der SECL angegeben oder in der Substanz der SECL eingebettet sein,
um die optische Zentrierung und laterale Positionierung bzw. Ausrichtung der
SECL zu erleichtern. Außerdem
können
Merkmale zur Erleichterung der Ausrichtung und Positionierung der
SECL integriert werden. Zum Beispiel können zwei, drei oder mehrere
dünne Haptiken
(oder eine dünne Haptikeinfassung)
zu diesem Zweck an der SECL vorhanden sein.
-
9 ist
ein Diagramm, das die Menge des verfügbaren Akkommodationsbereichs,
der dem Auge zur Verfügung
steht, wenn eine Ametropiekorrektur durch Veränderung des Refraktionsindex
durchgeführt
wird, demonstriert. Es kann festgestellt werden, dass bei der Durchführung einer
Myopiekorrektur von –10D
durch Veränderung
des Refraktionsindex das postoperative Auge nur 1D der resultierenden
Akkommodation hat, d. h. sie ist fast so schlecht wie beim ursprünglichen
presbyopen Auge. Somit ist es nötig,
dass ein Refraktionsindexbereich in einem Polymer-Gel (was vom chemischen
Standpunkt des Polymers aus evtl. nicht realisierbar ist) verfügbar ist.
Außerdem
ist die Genauigkeit der Ametropiekorrektur entscheidend von der
Genauigkeit, nach der der Refraktionsindex des Polymer-Gels hergestellt
wird, abhängig.
Aus der Steigung der Linie in 8 ist ersichtlich,
dass ein Fehler des Refraktionsindex des Polymers von 0,01 in einen
Fehler der Ametropiekorrektur von 1,67 D umgesetzt wird. Dieser
Genauigkeitsgrad ist in einem physiologischen Umfeld evtl. nicht
erzielbar.
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Es
ist bekannt, dass bei einem übermäßigen oder
zu geringen Füllen
der Kapsel, wobei die Brechkraft der Linse zur Korrektur der Ametropie
geändert
werden könnte,
der Akkommodationsbereich ebenfalls betroffen ist. Ein übermäßiges Füllen, das
zur Korrektur einer Myopie durchgeführt wird, reduziert auch den
verfügbaren
Akkommodationsbereich. Aufgrund der Zugfestigkeit der Kapsel besteht
eine Grenze des Ausmaßes, zu
dem die Kapsel übermäßig gefüllt werden
darf. Somit besteht eine Grenze für den Bereich der Myopie, die korrigiert
werden kann. Außerdem
ist ein Mindestvolumen des Polymer-Gels erforderlich, um eine reibungslos injizierte
Kapsel ohne Wellen und Verzug aufrechtzuerhalten. Ein zu geringes
Füllen
unter diesem Volumen verschlechtert das Sehvermögen beträchtlich. Somit besteht auch
eine Grenze des Bereichs der Hypermetropie, die korrigiert werden
kann. Beim übermäßigen und
zu geringen Füllen
ist der Akkommodationsbereich, der verfügbar ist, untrennbar mit dem
Grad der als Ziel gesetzten Ametropiekorrektur verbunden. Deshalb
korrigiert die vorliegende Erfindung zum ersten Mal eine Ametropie
durch Anwendung des Phakoersatz-Verfahrens, hat aber keine negativen
Auswirkungen auf den Akkommodationsbereich, der dem postoperativen
Auge zur Verfügung
steht.
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Mit
dem Phakoersatz- oder ähnlichen
Verfahren entstehen einige Einschränkungen aufgrund der Abhängigkeit
vom Refraktionsindex des Gels oder Polymers zur Korrektur der Ametropie.
Erstens ist der Bereich der Ametropie, der korrigiert werden kann,
auf die Verfügbarkeit
des Bereichs des Refraktionsindex des Gels beschränkt. Zweitens
ist die Genauigkeit, mit der die Ametropie korrigiert werden kann,
entscheidend von der Genauigkeit, nach der der Refraktionsindex
des Gels hergestellt werden kann, abhängig. Ein Fehler von 0,01 in
einem Gel mit einem Refraktionsindex von 1,39 kann einen Fehler
der Refraktionskorrektur von ca. 1,7 D bewirken (siehe 8).
Drittens besteht eine reziproke Beziehung zwischen dem Grad der
korrigierbaren Ametropie und dem ermöglichten Akkommodationsbereich
(siehe 9). Das bedeutet, dass Kurzsichtige, und insbesondere
Patienten mit mittelmäßiger bis
starker Kurzsichtigkeit, einen resultierenden unzureichenden Akkommodationsbereich
haben.
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Die
SECL der vorliegenden Erfindung ergänzt die Brechkraft der Phakoersatzlinse
(und somit des Auges), wobei ermöglicht
wird, dass gleichzeitig die Ametropie des Auges korrigiert wird,
und zwar ohne Zugeständnisse
bezüglich
des Akkommodationsbereichs des Auges zu machen (was geschehen könnte, wenn
die Ametropie allein durch Variieren des Refraktionsindex des Polymer-Gels
korrigiert wird). Deshalb kann die SECL der vorliegenden Erfindung
astigmatische Refraktionsfehler teilweise oder vollständig korrigieren,
indem ein Material für
die SECL gewählt
wird, das den entsprechenden Refraktionsindex und die entsprechende
Linsenform oder ein optisches Systemdesign an verschiedenen Meridianen
entlang hat, und indem die Ausrichtung der SECL innerhalb der Kapsel
kontrolliert wird. Ähnlicherweise
kann die SECL der vorliegenden Erfindung durch entsprechende Wahl,
des Refraktionsindex und der Linsenform oder des optischen Systemdesigns teilweise
oder vollständig
Fehler oder Variationen des Refraktionsindex des Gels oder Polymers
ausgleichen. Durch Wahl eines entsprechenden Refraktionsindex und
einer entsprechenden Linsenform oder eines entsprechenden optischen
Systemdesigns kann die SECL der vorliegenden Erfindung die Aberration
des Auges beim Besichtigen von nahen und fernen Gegenständen teilweise
oder vollständig
regulieren, oder eine geeignete Vergrößerung oder kontrollierte Verzeichnung
zur Verbesserung des Sehvermögens
für eine
Reihe von Sehfehlern (zum Beispiel Amblyopie, Gesichtsfeldstörungen)
bereitstellen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung hat die SECL der vorliegenden Erfindung
einen niedrigeren Refraktionsindex als das Polymer-Gel. Wie in 1 gezeigt, hat die darin enthaltene SECL
eine konvexe Linsenform. Angesichts der konvexen Linsenform hat
eine solche SECL eine negative Brechkraft, wenn sie sich innerhalb
des Polymer-Gels befindet, das einen verhältnismäßig höheren Refraktionsindex hat.
Die Oberflächenprofile
und die Stärke
dieser Art von SECL werden so berechnet (wenn man die Refraktionsindices
der SECL und des injizierten Polymer-Gels sowie die endgültige Position
der SECL bedenkt), dass ihre effektive Brechkraft auf Brillenebene
dem Myopiezustand des Patienten gleicht. Angesichts des myopen Zustandes
eines bestimmten Patienten und des Wunsches, den Akkommodationsbereich
des Patienten zu maximieren, wird die SECL neben der hinteren Kapselfläche positioniert
(1c und 7 dienen zur Veranschaulichung).
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Der
Implementierungsprozess der SECL der vorliegenden Erfindung wird
durch drei zusätzliche
Merkmale der SECL erleichtert. Erstens wurden die mechanischen Eigenschaften
der SECL, einschließlich
ihres elastischen Modulus, ihrer Zugfestigkeit und Biegsamkeit,
gewählt,
um zu ermöglichen,
dass die SECL, wie zum Beispiel durch Aufrollen oder Falten der
SECL während
der Implantation, kompakt gemacht wird (siehe 1b).
Das ermöglicht,
dass die SECL über
dieselbe Kapsulorhexis, die beim Phakoersatz-Verfahren hergestellt
wurde, ohne Erweiterung der bestehenden Kapsulorhexis und ohne eine
weitere Kapsulorhexis schaffen zu müssen, in den Kapselsack eingebracht
wird. Zweitens wurde die anteroposteriore Positionierung der SECL
während
der Implantation durch Wahl eines Materials mit einer höheren Dichte
als der Dichte des Polymer-Gels erleichtert. Während sich der Patient bei
der Implantation in Rückenlage
befindet, fällt
die SECL in die hintere Position, ohne dass eine zusätzliche
komplizierte Manipulation von Seiten des Chirurgen erforderlich
ist (siehe 1c). Zur weiteren Unterstützung der
Positionierung der Linse während
der Implementierung hat die SECL vorzugsweise eine Reihe von Ausrichtzielen
und -markierungen, die in der SECL integriert sind. Diese Merkmale
sind durch ein chirurgisches Hochleistungsmikroskop sichtbar und
helfen dem Chirurgen dabei, die ideale laterale Ausrichtung und
optische Zentrierung der SECL zu erzielen (siehe 1c).
Diese Ausrichtmerkmale bzw. -ziele können auf der Oberfläche geprägt, geformt,
geätzt,
mit Laser eingeritzt oder in der Substanz der SECL eingebettet sein,
um die optische Zentrierung und laterale Positionierung/Ausrichtung
der SECL zu erleichtern. Da diese Markierungen evtl. sehr klein
sein und in der Nähe
des Pupillenrandes des Auges des Patienten liegen könnten, beeinträchtigen
sie nicht das Sehvermögen.
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Wie
in 1b gezeigt, wird die SECL durch die Linsenkapsel
und vorzugsweise mithilfe einer Kanüle eines angemessenen Durchmessers
(vorzugsweise weniger als etwa 1 mm) eingebracht. Die Kanüle sollte
die SECL im kompakten (aufgerollten) Zustand ausreichend ergreifen
und beim Einführen
der SECL durch die Kapsulorhexis behilflich sein. Die Kanüle sollte
dann die SECL an der gewünschten
Position innerhalb der Linsenkapsel im Polymer-Gel entsprechend
loslassen.
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Außerdem könnten auch
andere Geräte
oder Merkmale zur Erleichterung der Ausrichtung und Positionierung
der SECL integriert werden. Zum Beispiel könnte an der SECL zu diesem
Zweck eine oder mehrere dünne
Haptiken bereitgestellt werden. Ein weiteres Beispiel ist die Verwendung
einer dünnen
Haptikeinfassung, die denselben oder einen etwas kleineren Durchmesser
als den äquatorialen
Durchmesser der kristallinen Linse in ihrem akkommodierten Zustand
hat. 10 enthält
eine SECL 200 im ungefalteten Zustand, die drei Haptiken
aufweist 202, 204, 206. Es heißt, dass
diese Ausführungsform
eine optimale Positionierung ermöglicht,
während
auf der Linse nach außen
eine gleiche Kraft aufgetragen wird. Es versteht sich, dass SECL verwendet
werden können,
die eine unterschiedliche Anzahl von Haptik-„Beinen” enthalten, und dass diese „Beine" eine beliebige nützliche
Form oder Konfiguration haben könnten.
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Obwohl
das keine wesentliche Anforderung ist, könnte die SECL entweder durch
Manipulieren ihrer Geometrie oder durch ihre Materialeigenschaften
so konstruiert sein, dass sie sich während der Akkommodation biegt.
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Die
SECL könnte
aus einer einfachen, einzelnen Linse, einer Verbundlinse, einer
Linsenkette oder einem Linsensystem, einem unkonventionellen optischen
System, einschließlich
einer Fresnellinse, beugenden oder holografischen Optik, einem ansteigenden
Refraktionsindexsystem (GRIN) (aber nicht darauf beschränkt) oder
aus einer Kombination aus diesen bestehen. Während bei einer weiteren konventionellen
Konstruktion Materialien verwendet werden könnten, die höher als
die umgebenden Medien für
die SECL sind, ist eine besonders nützliche Variation der SECL,
Material mit einem niedrigeren Refraktionsindex als dem der umgebenden
Medien, oder eine Kombination aus Komponenten mit einem höheren und
niedrigeren Refraktionsindex zu verwenden. Außerdem könnten durch die Verwendung
des entsprechenden optischen Designs für eine SECL Variationen des
Refraktionsindex des Phakoersatz-Gels ausgeglichen werden, so dass
ihre Auswirkung auf die resultierende Ametropie und den Akkommodationsbereich
auf ein Minimum beschränkt oder
ausgeschlossen werden kann.
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Die
Brechkraft der SECL wird gewählt,
um den entsprechenden Grad der Brechkraft zur Korrektur des ametropen
Auges bereitzustellen. Die Brechkraft der SECL wird so gewählt, dass,
wenn sie in situ ist, ihre allgemeine Auswirkung auf die Brechkraft
des Auges gleich und entgegengesetzt der Ametropie des Auges ist. In
dieser Beschreibung der Erfindung bezieht sich die Brechkraft der
SECL somit immer auf ihre Brechkraft, wenn sie von der Flüssigkeit,
die in die Linsenkapsel eingebracht (vorzugsweise injiziert) wird,
umgeben ist. Auf diese Weise kann die SECL eine Ametropie korrigieren
und gleichzeitig ermöglichen,
dass das primäre Verfahren
(zum Beispiel das Phakoersatz-Verfahren) den Akkommodationsbereich
herstellt. Die korrigierbare Ametropie könnte eine sphärische oder
zylindrische Brechkraft, oder eine Kombination aus beiden, haben.
In Spezialfällen
könnte
auch eine prismatische Wirkung integriert werden.
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Die
Dichte (relatives Gewicht) des Materials, das zur Herstellung der
SECL verwendet wird, kann gewählt
werden, so dass sie wahlweise höher
oder niedriger als die Dichte des eingebrachten (vorzugsweise injizierten)
Polymer-Gels ist, oder dass sie gleich ist. Die Verfügbarkeit
dieser Option trägt
zur anteroposterioren Positionierung der SECL bei. Vorzugsweise
ist die Dichte der SECL ca. 0,9 bis ca. 1,5, aber stärker bevorzugt wird
der Bereich von ca. 0,95 bis ca. 1,45.
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Die
effektive Brechkraft der SECL wird vorzugsweise so gewählt, dass
ihre allgemeine Auswirkung auf die Brechkraft des Auges in situ
gleich und entgegengesetzt der residualen Ametropie des Auges ist,
das dem Phakoersatz-Verfahren unterzogen wurde. Somit bezieht sich
die Ametropie des Auges in dieser Beschreibung der Erfindung immer
auf den Refraktionsfehler nach der Phakoersatz-Operation ohne SECL.
Auf diese Weise kann die SECL eine Ametropie korrigieren und gleichzeitig
ermöglichen,
dass das primäre
Verfahren (zum Beispiel das Phakoersatz-Verfahren) den Akkommodationsbereich
bereitstellt. Die korrigierbare Ametropie könnte eine sphärische oder
zylindrische Brechkraft, oder eine Kombination aus beiden haben.
In Spezialfällen
kann eine prismatische Brechkraft integriert werden. Deshalb ist
ein Vorteil der Verwendung einer SECL in Kombination mit dem Phakoersatz-
oder einem ähnlichen
chirurgischen Verfahren die gleichzeitige Korrektur der Ametropie,
ohne den Akkommodationsbereich, der durch den chirurgischen Eingriff
wiederhergestellt wurde, signifikant zu beeinträchtigen.
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Außerdem könnte eine
Aberrationskontrolle in die Optik der SECL eingebaut sein. Die optischen
Leistungseigenschaften der SECL könnten so konstruiert sein,
dass sie die Aberration des Auges ausschalten, ausgleichen, regulieren
oder verbessern. Da die SECL endokapsulär ist, könnten die Aberrationseigenschaften
so konstruiert sein, dass sie sich mit der Akkommodation andern.
Zum Beispiel ist bekannt, dass eine Veränderung der sphärischen
Aberrationen des Auges entsteht, wenn es von fern auf nah fokussiert,
was nicht durch herkömmliche
Mittel korrigierbar ist. Aufgrund ihrer endokapsulären Art
könnte
die SECL so konstruiert sein, dass sie die Aberrationen über den
Fokusbereich ausschließt,
ausgleicht oder reguliert. Die SECL könnte innerhalb der Kapsel in
jeder beliebigen Position (anteroposterior oder lateral) positioniert
werden, um ihre Eigenschaften, ihr Verhalten und ihre Leistung fein
einzustellen.
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Das
Polymer-Gel und die SECL könnten
Zusätze
zur Verbesserung ihrer optischen Leistung aufweisen. Zum Beispiel
könnte
ein beliebiger Farbton aus einer Vielfalt von Farbtönen mit
der SECL und/oder dem Gel verwendet werden. Außer den oben erwähnten Ausrichtmarkierungen
und -zielen könnte
die SECL einen Visibility Tint erhalten, um das Anbringen und Positionieren,
wie zum Beispiel während
einer Operation, zu unterstützen.
Zum Beispiel könnte
ein Optical Tint (zum Beispiel ein Falkenaugen-ähnlicher gelber Farbton) verwendet
werden, um das Sehvermögen
zu verbessern. Zum Zweck der Strahlungssicherheit könnte ein
UV-Blocker zum Hauptmaterial oder zur Oberflächenbeschichtung einer SECL
hinzugefügt
werden. Außerdem
könnten
Blaublocker, Farbtöne
für Farbmängel, Farbtöne zur Kontrastanreicherung,
etc. und Kombinationen davon in die SECL integriert werden. Anderenfalls
können
solche Zusätze
in die Flüssigkeit,
die zur Herstellung der Linse verwendet wird, integriert werden.
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Ein
Mini-Kapsulorhexis-Ventil (MCV) könnte während des Phakoersatz-Verfahrens
ohne Störung durch
die SECL verwendet werden. Umgekehrt wurden die Installation, Positionierung
und Funktion der SECL so entwickelt, dass sie nicht nachteilig durch
die Verwendung eines MCV oder anderer ähnlicher Vorrichtungen beeinträchtigt wird.
Die SECL selbst könnte
auch so konstruiert werden, dass sie als Ventil fungiert, das auf ähnliche
Weise wie ein MCV funktioniert, und/oder dass sie die Funktionsfähigkeit
zur Gelretention bereitstellt. Außerdem könnte ein Zugangskanal bzw.
eine Zugangsöffnung
innerhalb der Peripherie der SECL bereitgestellt werden, um eine
Manipulation des Abschnitts des MCV, der sich innerhalb der Kapsel
befindet, zu ermöglichen.
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Die
SECL könnte
auch mit einem eingebauten Ventil oder einer Art von Gelretentionssystem
konstruiert werden, das auf eine ähnliche Weise wie ein MCV funktioniert,
wodurch die Injektion des Phakoersatz-Polymer-Gels erleichtert wird.
Einige mögliche
Optionen sind im einfachen Fall u. a. ein entsprechend positioniertes
Loch in der Peripherie der SECL oder, im aufwändigeren Konstruktionsfall,
eine kleine flügelartige Klappe in
der Peripherie, die als Ventil fungiert (siehe 2).
-
Aus
der oberen Beschreibung wird klar, dass angesichts der Vielfalt
der optischen und mechanischen Merkmale und Strategien, die für die SECL
verfügbar
sind, die Parameter der SECL einen großen Bereich umfassen. Tabelle
1 enthält
jedoch einige bevorzugte Spezifikationen für Parameter der SECL, die Anweisungen und
Darstellungen bereitstellen.
-
Tabelle
1 enthält
technische Daten für
die bevorzugten Parameter der SECL. TABELLE
| Parameter | Bevorzugter
Spezifikationsbereich | Stärker bevorzugter Spezifikationsbereich | Am
stärksten
bevorzugter Spezifikationsbereich |
| Gesamtdurchmesser (Haptik)a | 9,0
mm–10,5
mm | 9,5
mm–10
mm | Angepasster
Durchmesser |
| Haptikstärke | 0,01–0,1 mm | 0,01–0,05 mm | 0,01–0,02 mm |
| Größe der Optikzoneb | 4,5
mm–9,5
mm | 6,0
mm–9,0
mm | 7,5
mm–8,5
mm |
| Elastizitätsmodulus
Optikc | 0,1
KPa–10
KPa | 0,5
KPa–1
KPa | Derselbe
wie Polymer-Gel |
| Elastizitätsmodulus Haptik | 0,1
KPa–20
KPa | 0,5
KPa–1,5
KPa | Derselbe
wie Polymer-Gel |
| Refraktionsindex
Optikzoned | 1,2–1,8 | 1,3–1,75 | 1,33–1,67 |
| IR-Übertragunge | 80
%–100
% (1060 nm–1100
nm) | 80
%–100
% (1060 nm–1100
nm) | 85
%–98 %
(1060 nm–1100
nm) |
| UV-Übertragung | < 5 % | < 2 % | < 0,5 % |
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Die
obere Grenze des Bereichs des Gesamt- bzw. Haptikdurchmessers der
SECL wird durch den Durchmesser der akkommodierten kristallinen
Linse bestimmt. Bei einigen Designs muss die Reduzierung des äquatorialen
Durchmessers der Ersatzlinse während
der Akkommodation berücksichtigt
werden. Außerdem würde die
Konstruktion der Haptik und die geplante anteroposteriore Position
der SECL die Wahl des Gesamtdurchmessers beeinflussen. Wenn die
SECL zum Beispiel hinten positioniert werden soll, müsste der
Gesamtdurchmesser reduziert werden, um dem „äquivalenten" Durchmesser der akkommodierten Linse
in dieser axialen Tiefe zu entsprechen.
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Die
untere Grenze des optischen Bereichs der Zonengröße der SECL wird durch die Pupillengröße des Patienten
bestimmt. Zum Beispiel haben ältere
Patienten sogar bei schwachem Licht einen kleineren Pupillendurchmesser.
Natürlich
kann die Größe der optischen
Zone der Pupillengröße entsprechend
angepasst werden.
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Die
SECL muss ausreichend flexibel sein, so dass sie wie gewünscht kompakt
gemacht (zum Beispiel aufgerollt) werden kann, damit sie die mechanische
Akkommodation der Ersatzlinse nicht verhindert. Dadurch wird die
obere Grenze des Flexibilitätsbereichs
der SECL definiert. Obwohl dieser Faktor keine untere Grenze auferlegt,
setzt die Notwendigkeit zur Aufrechterhaltung einer gewissen Steifigkeit
entweder zum Einführen oder
zur optischen Leistung eine niedrigere Grenze für die Flexibilität der SECL
voraus.
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Die
bevorzugten Werte des Refraktionsindex treffen nur auf die optische
Zone zu. Die Haptikzone braucht nur klar zu sein (obwohl ein gewisser
Grad an Visibility Tint eingebracht werden kann, um die Implantation
und Ausrichtung zu erleichtern). Außerdem ist der Refraktionsindex,
der für
die SECL gewählt
werden muss, vom Refraktionsindex des gewählten bevorzugten Polymer-Gels
abhängig.
Wie oben beschrieben, kann für
die SECL ein herkömmlicherer
Ansatz für
den Refraktionsindex gelten, d. h. er ist höher als Gel, oder ein Refraktionsindex,
der niedriger ist als das Gel. Der letztere Fall hat besonders für das myope
Auge Vorteile. Außerdem
wird vorzugsweise die Infrarot-Übertragbarkeit
der SECL der vorliegenden Erfindung bereitgestellt, um eine retinale
Laserchirurgie zu ermöglichen.
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Es
gibt viele bevorzugte chirurgische Techniken (Phakoersatz-Verfahren)
zur Wiederherstellung der Akkommodation eines Auges durch Injektion
eines geeigneten Materials in die Kapsel (wie von Parel et al., 1981 & 1986, Haefliger
et al., 1989 & 1994
angegeben). Obwohl der Akkommodationsbereich des Auges mithilfe
dieser Verfahren wiederhergestellt werden kann, war es mit diesen
Verfahren jedoch nicht möglich,
gleichzeitig eine Ametropie (Refraktionsfehler) des Auges zu korrigieren.
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Zwei
Strategien wurden als Teil des Phakoersatz-Verfahrens zur Korrektur
einer Ametropie vorgeschlagen: 1) Übermäßiges oder zu geringes Füllen der
Kapsel, und 2) Änderung
des Refraktionsindex des injizierten Materials. Wenn diese Techniken
jedoch zur Korrektur einer Ametropie eingesetzt werden, ändern sie auch
den Akkommodationsbereich, der dem postchirurgischen Auge ermöglicht wird.
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Die
SECL der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung, die während des
Phakoersatz-Verfahrens eingebracht werden kann, das eine Ametropie
korrigieren kann, während
gleichzeitig ein klinisch nützlicher
Akkommodationsgrad des postoperativen Auges aufrechterhalten wird.
Das wird erzielt, indem die statische Brechkraft der Linse nach
dem Phakoersatz-Verfahren ergänzt
wird, ohne bezüglich
der dynamischen Brechkraft (oder des Akkommodationsbereichs) der
Linse Zugeständnisse
zu machen. Damit die Ametropiekorrektur zu Stande gebracht werden
kann, ohne sich auf die Akkommodation mit dem Phakoersatz-Verfahren
auszuwirken, müsste
der Patient zurzeit auf herkömmliche
Vorrichtungen, wie zum Beispiel eine Brille oder Kontaktlinsen,
zurückgreifen,
oder sich einem zusätzlichen
chirurgischen Verfahren, wie LASIK oder PRK, unterziehen. Die traditionellen
Formen der Ametropiekorrektur (Brille, Kontaktlinsen) werden von
vielen Patienten aufgrund ihrer schlechten Kosmetik, unpraktischen
Handhabung und laufenden Kosten jedoch nicht als attraktive Option
angesehen.
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Die
abenteuerlicheren chirurgischen Techniken wie LASIK und PRK machen
eine zusätzliche
Chirurgie erforderlich, obwohl vor ihrer Durchführung ein Genesungszeitraum
nach dem Phakoersatz-Verfahren erforderlich ist. Deshalb erzielt
der Patient durch einen einzigen chirurgischen Eingriff keine vollständige Akkommodation
und keine Korrektur der Ametropie. Dagegen wird die SECL während derselben
Phakoersatz-Operation eingeführt.
Deshalb sind eine zweite Operation und ein zweiter Termin (und die
zusätzlichen
Risiken, die damit einhergehen) unnötig. Die zur Korrektur der
Ametropie erforderliche Brechkraft wird durch die SECL bereitgestellt,
und wird zum selben Zeitpunkt, zu dem der Akkommodationsbereich
wiederhergestellt wird, zur Verfügung
gestellt. Die SECL stellt die Brechkraft bereit, ohne sich übermäßig auf
den Akkommodationsbereich, der durch das Phakoersatz-Verfahren erzielt
wurde, auszuwirken. Da nur eine einziger chirurgischer Eingriff
(das Phakoersatz-Verfahren selbst) erforderlich ist, und das Ergebnis
eine permanente, wartungsfreie Vorrichtung ist, ist die SECL im
Gegensatz zu Brille, Kontaktlinsen und refraktiver Laserchirurgie
außerdem
kostengünstig
und wartungsfrei, und der Patient wird weniger potenziell riskanten
chirurgischen Eingriffen ausgesetzt.
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Obwohl
der primäre
Zweck des Phakoersatz-Verfahrens oder ähnlicher Verfahren die Wiederherstellung
der Akkommodation ist, hat eine große Mehrheit solcher Patienten
mit Presbyopie auch signifikante Refraktionsfehler (Ametropie),
die eine Korrektur erforderlich machen. Wie oben beschrieben, sind
Phakoersatz-Verfahren oder ähnliche
Verfahren allein nicht in der Lage, gleichzeitig auch eine Ametropie
zu korrigieren, ohne sich auf den erzielten Akkommodationsbereich
auszuwirken. Deshalb macht die Verwendung einer SECL durch ihre
Einbringung in die Kapsel der kristallinen Linse während der
Phakoersatz-Operation
den chirurgischen Eingriff zur Wiederherstellung der Akkommodation
für den
Patienten mit Ametropie und Presbyopie sehr attraktiv. Außerdem ist
die SECL in der Lage, gleichzeitig optische Aberrationen (zum Beispiel
sphärische Aberrationen)
zu regulieren oder die Vergrößerung oder
Verzeichnung gleichzeitig zu modifizieren, um das Sehvermögen des Patienten,
der dem Phakoersatz-Verfahren unterzogen wird, zum Beispiel während der
chirurgischen Wiederherstellung der Akkommodation weiterhin zu verbessern.
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In
den folgenden Beispielen stellen diese Implantationsmethoden keinen
Bestandteil der Erfindung dar, sondern sie dienen als Hintergrund
der Erfindung und sind nützlich,
um die Erfindung verständlich
zu machen.
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BEISPIEL 1
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Methode zur Implantation einer SECL in
der Linsenkapsel und Linsenwiederauffüllung (Phakoersatz-Verfahren)
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Die
Dilatationstropfen Mydriacyl 0,5 % wurden in der Dosierung von 1
Tropfen pro Auge verabreicht. Fünf
(5) Minuten später
wurde 1 Tropfen von 1 % Atropinsulfat pro Auge verabreicht. Das
Auge wurde dann mit 35 mg/kg Ketamin und 5 mg/kg Xylazin mit 0,75
mg/kg Acepromazin betäubt.
Nach der Vorbereitung des Patienten für die Chirurgie unter sterilen
Bedingungen wurde ein Augenlid-Spekulum eingeführt. An der Hornhautperipherie
wurde eine Inzision in zwei Schritten gemacht (1,5 mm breit). Es
wurde eine Mini-Kapsulorhexis hergestellt
(0,8–1,2
mm Durchmesser). Das Linsenmaterial wurde aspiriert. Anschließend wurde
eine Kanüle mit
einer im Voraus aufgerollten SECL durch die Mini-Kapsulorhexis in die Linsenkapsel eingeführt und
die SECL von der Kanüle
gelöst.
Die SECL entfaltete sich daraufhin. Ein Mini-Kapsulorhexis-Ventil
(MCV) wurde dann quer über
die Kapselöffnung
platziert. Anschließend
wurde ein Polymer-Gel von einer Kanüle durch die Kapsulorhexis
und in die Linsenkapsel injiziert. Soweit erforderlich, wurde das
Gel dann mithilfe einer ausreichenden Lichtquelle und Lichtquellenfaser
vernetzt, und das MCV wurde, wenn zutreffend, entfernt. Die Hornhautwunde
wurde dann mit Nylon 10-0 bzw. 9-0 geschlossen. Tropfen von Neomycin
und Polymixin B Sulfat (je 1 Tropfen) wurden auf die okuläre Oberfläche des
Auges gegeben.
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BEISPIEL 2
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In-vitro-Methode zur Prüfung der
Wirksamkeit einer SECL bei der Korrektur einer Ametropie ohne signifikante Reduzierung
der Akkommodationsamplitude
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Die
in diesem Beispiel enthaltenen Anweisungen stellen eine Methode
dar, mit der die optische Leistung einer SECL in situ demonstriert
werden kann. Es versteht sich, dass eine Vielfalt von optometrischen Messmethoden
zum selben Zweck verwendet werden kann. Die in diesem Dokument beschriebene
Methode wurde gewählt,
da sie nur einfache Komponenten beinhaltet.
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Eine
funktionierende SECL würde
im typischen Fall einen Durchmesser haben, der ausreichend groß ist, um
die gesamte Pupille des Auges unter den meisten Erleuchtungsbedingungen
abzudecken. Außerdem würden individuelle
Augen einen unterschiedlichen Grad an Ametropie haben. Angesichts
dieser beiden Einschränkungen
ist es außerordentlich
schwierig und auf jeden Fall unpraktisch, den Unterschied der optischen Leistung
(Brechkraft und Akkommodation) einer postoperativen Ersatzlinse
mit einer postoperativen Ersatzlinse, die außerdem ein SECL-Implantat erhalten
hat, zu vergleichen.
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Deshalb
ist die einfachste Demonstration der optischen Leistung einer SECL
die Verwendung einer SECL mit reduziertem Durchmesser, d. h. einer
SECL, deren Durchmesser ausreichend reduziert wurde, um einen Bereich
einer Ersatzlinse freizulegen, der weder von der Iris noch von der
SECL abgedeckt ist. Somit repräsentiert
dieser freigelegte Bereich die optische Leistung einer Ersatzlinse
ohne SECL. Die restliche Linse würde
die optische Leistung einer Ersatzlinse mit SECL-Implantat repräsentieren.
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Optometer
zum Messen des Refraktionszustandes eines Auges nutzen die gesamte
(oder fast die gesamte) Pupillengröße des Auges. Somit ist es
schwierig, die optische Leistung der SECL und den „freigelegten" Bereich einer Ersatzlinse
separat zu messen. Jede Messung, die zum Demonstrieren des Unterschiedes zwischen
der SECL und dem freigelegten Ersatzlinsenbereich dient, muss in
der Lage sein, die Brechkraft quer über die Pupille des Auges zu
messen.
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Ein
Beispiel dieser Art von Instrumenten sind Instrumente, die die Hartmann-Schack-Methode anwenden.
Diese Instrumente sind jedoch aufgrund des Bedarfs an hoch entwickelten
Komponenten, wie zum Beispiel einem Mikrolinsenarray, relativ teuer
und notwendigerweise kompliziert. Eine weniger teure und unkompliziertere
Demonstration der Wirksamkeit einer SECL kann in vivo in einem Tieraugenmodell
und durch Übertragung
der optometrischen Messungen mit einer SECL mit reduziertem Durchmesser
erzielt werden.
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Verfahren:
- • Ein
geeignetes Tieraugenmodell (zum Beispiel Kaninchenauge) auswählen.
- • Eine
SECL mit reduziertem Durchmesser (RD-SECL), deren Durchmesser bedeutend
niedriger als der Durchmesser der kristallinen Linse (und vorzugsweise
als der Durchmesser der Pupille) ist, auswählen.
- • Ein
Phakoersatz-Verfahren, einschließlich der RD-SECL und des MCV,
wie in der vorherigen standardmäßigen Vorgehensweise
beschrieben, durchführen.
- • Nach
Abschluss des Phakoersatz-Verfahrens, das Auge zum Befestigen an
einer Vorrichtung zur Linsenausdehnung, wie zum Beispiel in Glasser & Campbell beschrieben,
vorbereiten (Glasser A. & Campbell M.C.
Presbyopia and the Optical Changes in the Human Crystalline Lens
with Age. Vision Research. 1988 Volume 38, No. 2, pp. 209–229.),
oder Pierscionek et al. (Pierscionek BK. In vitro alteration of
human lens curvatures by radial stretching. Experimental Eye Research
1993, 57:629–635,
and Pierscionek BK. Age-related response of human lenses to stretching
forces. Experimental Eye Research 1995, 60: 325–332), und die Hornhaut, Iris
und alle okulären
Gewebe hinter dem Äquator
des Auges (zum Beispiel Sehnerv, Retina, hintere Sklera, etc.) entfernen.
- • Zur
Vorrichtung zur Linsenausdehnung ein Optometersystem hinzufügen, das
in der Lage ist, die Brechkraft durch verschiedene Pupillenstellen
(d. h. innerhalb der RD-SECL oder außerhalb der RD-SECL) zu messen.
Ein geeignetes System ist in 11-14 enthalten.
Dieses System basiert auf dem Foucault-Messerschneideprinzip, das
gewöhnlich
beim Testen der Form von astronomischen Teleskopen verwendet wird.
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Eine
Demonstration der optischen Leistung einer Linse mit oder ohne SECL
wird folgendermaßen durchgeführt und
in 11-14 demonstriert. Die Messung
einer Ersatzlinse ohne SECL und mit entspannter Akkommodation ist
in 11 enthalten. Die befestigte Ersatzlinse 230 mit
der RD-SECL 232 wird ausgedehnt, um eine entspannte Akkommodation
zu simulieren, indem eine Spannung auf die Vorrichtung zur Linsenausdehnung 234 aufgetragen
wird. Eine Sammlung von (parallelen) Lichtstrahlen 236 von
links wird durch die Ersatzlinse 230 geleitet. Die periphereren
Lichtstrahlen 238 werden durch den Abschnitt der Ersatzlinse 230 geleitet,
der nicht von der RD-SECL abgedeckt ist. Somit stellt die Bildschärfe 240 die
Brechkraft einer Ersatzlinse mit entspannter Akkommodation und ohne
SECL dar. Das kann gemessen werden, indem man eine Messerschneide 242 an
die Fokusposition 240 gibt und den gesamten optischen Aufbau
mit einem geeigneten Observationssystem 244 betrachtet.
Wenn die Messerschneide 242 auf den Fokus 240 der
Ersatzlinse mit entspannter Akkommodation und ohne SECL eingestellt
ist, ist die Erscheinung durch das Observationssystem 244 wie
an Position 246 gezeigt, wobei der äußere Pupillenbereich 248,
der die Ersatzlinse ohne SECL markiert, als neutral angesehen wird
(durch die Schattierung von 248 angedeutet). Wenn die RD-SECL 232 eine
positive Brechkraft (zur Korrektur einer Hypermetropie) hat, wie
in diesem Beispiel angegeben, ist die Erscheinung 246 durch
das Observationssystem 244 ein innerer Bereich 250,
der die Ersatzlinse markiert, wobei die RD-SECL 232 ein
dunkles oberes Feld und ein helles unteres Feld hat, was eine relativ
positive Brechkraft anzeigt. Der Kehrwert der Distanz vom Fokus 240 zur
Ersatzlinse 230 ist die Brechkraft der entspannten Ersatzlinse
ohne SECL. Wir nennen diese Quantität F1.
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Die
Messung einer Ersatzlinse mit einer SECL und einer entspannten Akkommodation
ist in 12 enthalten. Die befestigte
Ersatzlinse 230 mit der RD-SECL 232 wird ausgedehnt,
um eine entspannte Akkommodation zu simulieren, indem eine Spannung
auf die Vorrichtung zur Linsenausdehnung 234 aufgetragen wird.
Eine Sammlung von (parallelen) Lichtstrahlen 236 von links
wird durch die Ersatzlinse 230 geleitet. Die zentraleren
Lichtstrahlen 252 werden durch den Abschnitt der Ersatzlinse 230 geleitet,
der die RD-SECL 232 beinhaltet. Somit stellt ihr Fokus 254 die
Brechkraft einer Ersatzlinse mit entspannter Akkommodation, einschließlich einer
SECL, dar. Das kann gemessen werden, indem man eine Messerschneide 242 an
die Fokusposition 254 gibt und den gesamten optischen Aufbau
mit einem geeigneten Observationssystem 244 betrachtet.
Wenn die Messerschneide 242 auf den Fokus 254 der
Ersatzlinse mit entspannter Akkommodation und mit einer SECL eingestellt
ist, ist die Erscheinung durch das Observationssystem 244 wie
an Position 256 gezeigt, wobei der zentrale Pupillenbereich 258,
der die Ersatzlinse mit einer SECL markiert, als neutral angesehen wird
(durch die Schattierung von 258 angedeutet). Wenn die RD-SECL 232 eine
positive Brechkraft (zur Korrektur einer Hypermetropie) hat, wie
in diesem Beispiel angegeben, ist die Erscheinung durch das Observationssystem 244 ein äußerer/peripherer
Bereich 260, der die Ersatzlinse ohne SECL markiert, die
ein dunkles unteres Feld und ein helles oberes Feld hat, was eine
relativ negative Brechkraft anzeigt. Der Kehrwert der Distanz vom
Fokus 254 zur Ersatzlinse 230 ist die Brechkraft
der Ersatzlinse mit entspannter Akkommodation und mit einer SECL.
Wir nennen diese Quantität
F2.
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Die
Messung einer Ersatzlinse ohne SECL und mit belasteter Akkommodation
ist in 13 enthalten. Die befestigte
Ersatzlinse 230 mit der RD-SECL 232 kann entspannt
werden, um eine aktivierte Akkommodation zu simulieren, indem die
Spannung von der Vorrichtung zur Linsenausdehnung 234 entfernt
wird. Eine Sammlung von (parallelen) Lichtstrahlen 236 von
links wird durch die Ersatzlinse 230 geleitet. Die periphereren Lichtstrahlen 238 werden
durch den Abschnitt der Ersatzlinse 230 geleitet, der nicht
von der RD-SECL abgedeckt ist. Somit stellt die Bildschärfe 262 die
Brechkraft einer akkommodierten Ersatzlinse ohne SECL dar. Das kann
gemessen werden, indem man eine Messerschneide 242 an die
Fokusposition 262 gibt und den gesamten optischen Aufbau
mit einem geeigneten Observationssystem 244 betrachtet.
Wenn die Messerschneide 242 auf den Fokus 262 der
akkommodierten Ersatzlinse ohne SECL eingestellt ist, ist die Erscheinung
durch das Observationssystem 244 wie an Position 246 gezeigt,
wobei der äußere Pupillenbereich 248,
der die Ersatzlinse ohne SECL markiert, als neutral angesehen wird
(durch die Schattierung von 248 angedeutet). Wenn die RD-SECL 232 eine
positive Brechkraft (zur Korrektur einer Hypermetropie) hat, wie
in diesem Beispiel angegeben, ist die Erscheinung durch das Observationssystem 246 ein
innerer Bereich 250, der die Ersatzlinse mit der RD-SECL 232 markiert,
die ein dunkles oberes Feld und ein helles unteres Feld hat, was
eine relativ positive Brechkraft anzeigt. Der Kehrwert der Distanz
vom Fokus 262 zur Ersatzlinse 230 ist die Brechkraft
der akkommodierten Ersatzlinse ohne SECL. Wir nennen diese Quantität F3.
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Die
Messung einer Ersatzlinse mit einer SECL und belasteten Akkommodation
ist in 14 enthalten. Die befestigte
Ersatzlinse 230 mit der RD-SECL 232 kann entspannt
werden, um eine aktivierte Akkommodation zu simulieren, indem die
Spannung von der Vorrichtung zur Linsenausdehnung 234 entfernt
wird. Eine Sammlung von (parallelen) Lichtstrahlen 236 von
links wird durch die Ersatzlinse 230 geleitet. Die zentraleren Lichtstrahlen 252 werden
durch den Abschnitt der Ersatzlinse 230 geleitet, der die
RD-SECL 232 beinhaltet. Somit stellt ihr Fokus 264 die
Brechkraft einer akkommodierten Ersatzlinse, einschließlich einer
SECL, dar. Das kann gemessen werden, indem man eine Messerschneide 242 an
die Fokusposition 264 gibt und den gesamten optischen Aufbau
mit einem geeigneten Observationssystem 244 betrachtet.
Wenn die Messerschneide 242 auf den Fokus 264 der
akkommodierten Ersatzlinse mit einer SECL eingestellt ist, ist die
Erscheinung durch das Observationssystem 244 wie an Position 256 gezeigt,
wobei der zentrale Pupillenbereich 258, der die Ersatzlinse
mit einer SECL markiert, als neutral angesehen wird (durch die Schattierung
von 258 angedeutet). Wenn die RD-SECL 232 eine
positive Brechkraft (zur Korrektur einer Hypermetropie) hat, wie
in diesem Beispiel angegeben, ist die Erscheinung durch das Observationssystem 246 ein äußerer/peripherer
Bereich 260, der die Ersatzlinse ohne SECL markiert, die
ein dunkles unteres Feld und ein helles oberes Feld hat, was eine
relativ negative Brechkraft anzeigt. Der Kehrwert der Distanz vom
Fokus 264 zur Ersatzlinse 230 ist die Brechkraft
der akkommodierten Ersatzlinse mit einer SECL. Wir nennen diese Quantität F4.
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Durch
Ausführung
der oben angegebenen Messungen kann demonstriert werden, dass sich
F2 von F1 um eine ähnliche
Menge wie F4 von F3 unterscheidet, wodurch gezeigt wird, dass die
SECL einen messbaren Unterschied zwischen der Brechkraft der Ersatzlinse
mit einer SECL ergibt und somit in der Lage ist, eine Ametropie
zu korrigieren. Außerdem
kann demonstriert werden, dass die Unterschiede zwischen F4 und F2
sowie F3 und F1 ungefähr ähnlich sein
werden, wodurch angezeigt wird, dass die Akkommodationsamplitude
nicht durch den Einsatz einer SECL beeinflusst wird.
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Während die
vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf spezifische Beispiele
beschrieben wurde, ist es für
Personen mit Allgemeinkenntnissen auf diesem Fachgebiet offensichtlich,
dass die Erfindung nicht auf diese spezifischen Beispiele und Ausführungsformen
beschränkt
ist, sondern, dass sie sich auch auf andere Ausführungsformen bezieht. Die vorliegende
Erfindung beinhaltet deshalb auch alle diese anderen Ausführungsformen,
wie in den folgenden Ansprüchen
spezifiziert.