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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Epoxyharzzusammensetzung, die
sich für
die Anwendung als Matrixharz für
faserverstärkte
Kompositmaterialien eignet, und ein Prepreg, das diese verwendet.
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Stand der Technik
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Faserverstärkte Kompositmaterialien
werden in einem breiten Bereich von Anwendungen eingesetzt, von
Sport- und Freizeitbezogenen Zwecken hin zu Transportzwecken, wie
zum Beispiel Flugzeugen, und für industrielle
Anwendungen. Formverfahren, die Formen verwenden, sind die geläufigsten
Formverfahren für solche
faserverstärkten
Kompositmaterialien.
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Beispiele
solcher Verfahren schließen
das Handlaminierverfahren ein, wobei ein verstärkendes Fasermaterial, wie
zum Beispiel ein Gewebe, mit einem Harz imprägniert wird, während es
in eine Form ausgelegt wird, oder ein "Prepreg" eines verstärkenden Fasermaterials, das
mit einem Harz vorimprägniert
ist, in eine Form ausgelegt wird, und nach Wiederholen dieses Prozesses
gehärtet
und aus der Form ausgelöst
wird, um einen geformten Gegenstand zu erhalten; das Harztransfer-Formverfahren,
wobei ein Verstärkungsfasermaterial,
wie zum Beispiel ein Gewebe, in eine Form gesetzt wird, ein Harz
eingespritzt wird und gehärtet
wird, und dann aus der Form ausgelöst wird, um einen geformten
Gegenstand zu erhalten; und das Spritzgießverfahren, wobei ein verstärkendes
Fasermaterial, das in Stapelfasern geschnitten ist, mit einem Harz
gemischt wird, um ein Formmaterial herzustellen, welches in eine
Form injiziert wird und dann gehärtet
wird und aus der Form ausgelöst
wird, um einen geformten Gegenstand zu erhalten.
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Die
Formen, die für
solche Formverfahren verwendet werden, werden aus unterschiedlichen
Materialien, wie zum Beispiel Metall, Harz oder Holz hergestellt.
Metallformen zeigen ausgezeichnete Wärmebeständigkeit und Haltbarkeit, sind
aber kostspielig, da sie Aufwand und Mühe für die Herstellung erfordern,
während Harzformen
und Holzformen den Vorteil der kostengünstigeren Verfügbarkeit
besitzen trotz geringerer Wärmebeständigkeit
und Haltbarkeit.
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Um
den steigenden Anforderungen der letzten Jahre gerecht zu werden,
war es üblich,
günstig
verfügbare
Harzformen für
die steigende Produktion von verschiedenen Typen geformter Gegenstände in kleinem Maßstab einzusetzen,
während
Holzformen manchmal für
das Formen faserverstärkter
Kompositmaterialien großer
Größe für Marineschiffe
und ähnliches
verwendet werden.
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Formverfahren,
die solche Harzformen oder Holzformen verwenden, lassen das Formen
bei hoher Temperatur nicht zu, da Wärmebeständigkeit der Harz- oder Holzformen
selbst unzureichend ist, und können deshalb
nicht für
das Formen von Gegenständen
mit hoher Wärmebeständigkeit
eingesetzt werden.
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Als
ein Verfahren, um geformte Gegenstände aus faserverstärkten Kompositmaterialien
mit hoher Wärmebeständigkeit
unter Verwendung von Harz- oder Holz-Formformen ("molding dies") mit niedriger Wärmebeständigkeit zu erhalten, wurde
ein Verfahren vorgeschlagen, worin eine Formform niedriger Wärmebeständigkeit
für ein
erstes Aushärten
bei einer relativ geringen Temperatur von 100°C oder darunter verwendet wird,
um einen auslösbaren
primär
gehärteten
geformten Gegenstand herzustellen, wonach der primär gehärtete geformte
Gegenstand aus der Formform niedriger Wärmebeständigkeit ausgelöst wird
und anschließend erlaubt
wird, in einer Hochtemperaturatmosphäre für ein zweites Aushärten zu
stehen, und dieses Verfahren wurde für das Formen geformter Gegenstände großer Größe versucht,
die hohe Wärmebeständigkeit
erfordern, wie zum Beispiel Gegenstände, die für die Schiffs- und die Luft-
und Raumfahrtindustrie bestimmt sind.
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Übrigens,
wenn solche Formverfahren, die Aushärtemittel verwenden, die sowohl
ein erstes Aushärten
und ein zweites Aushärten
umfassen, unter Verwendung von Prepregs durchgeführt werden, ist es wesentlich
für das
Prepreg, für
eine kurze Zeit bei einer relativ niedrigen Temperatur von 100°C oder darunter
ausgehärtet
zu werden, um auslösbares
Aushärten
zu erreichen, um ein ausgehärtetes
Produkt mit hoher Wärmebeständigkeit
durch zweites Aushärten
bei hoher Temperatur zu erhalten, und um sicherzustellen, daß das Prepreg
selbst exzellente Stabilität
und zufriedenstellende Handhabbarkeit bei Raumtemperatur besitzt.
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JP 58 168620 A offenbart
eine Epoxyharzzusammensetzung, die ein Epoxyharz, ein Diethylaminopropylamin/Epoxy-Verbindungsaddukt
und eine aromatische Diamin-Verbindung umfaßt.
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JP-A-10045925
offenbart ein Verfahren für
die Herstellung eines Prepregs unter Verwendung einer Harzzusammensetzung,
die ein Epoxyharz, Diaminphenylsulfon und verkapselte ("capsulated") Imidazole umfaßt.
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Im
Hinblick auf diese Umstände
haben zahlreiche technische Dokumente, wie zum Beispiel die japanische
ungeprüfte
Patentveröffentlichung
HEI Nr. 11-302412, zum Beispiel, Harzzusammensetzungen offenbart,
die relativ stabil bei Raumtemperatur sind und bei vergleichsweise
niedrigen Temperaturen von 70-100°C aushärtbar sind,
und obwohl diese Harzzusammensetzungen alle bei niedriger Temperatur
aushärtbar
sind und primär
gehärtete
Produkte mit exzellenten mechanischen Eigenschaften ergeben, weisen
sie selbst während
dem nachfolgenden zweiten Aushärten
bei hoher Temperatur keine zufriedenstellende Wärmebeständigkeit auf.
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Auf
der anderen Seite sind konventionelle Harzzusammensetzungen, die
gehärtete
Produkte mit zufriedenstellender Wärmebeständigkeit ergeben, ebenfalls
insofern problematisch, da ein langer Zeitraum erforderlich ist
für das
auslösbare
primäre
Härten
bei relativ niedrigen Temperaturen von 100°C und darunter.
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Eine
Aufgabe der Erfindung ist deshalb, Epoxyharzzusammensetzungen bereitzustellen,
die keine lange Zeit erfordern, um auslösbare gehärtete Produkte durch primäres Härten bei
relativ niedriger Temperatur von 100°C oder darunter zu erhalten,
wobei gehärtete
Produkte mit hoher Wärmebeständigkeit
durch ein zweites Aushärten
bereitgestellt werden, wobei die Epoxyharzzusammensetzungen ebenfalls
Eigenschaften wie zum Beispiel zufriedenstellende Stabilität bei Raumtemperatur
und zufriedenstellende Handhabbarkeit ihrer Prepregs besitzen, die
dadurch erhalten werden, daß sie
in verstärkende
Fasermaterialien imprägniert
werden, sowie Prepregs bereitzustellen, die verstärkende Fasermaterialien
enthalten, die mit den Epoxyharzzusammensetzungen imprägniert sind.
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Diese
Aufgabe kann durch die erfindungsgemäßen Epoxyharzzusammensetzungen
mit der unten beschriebenen Zusammensetzung erreicht werden.
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Insbesondere
ist eine Epoxyharzzusammensetzung gemäß der Erfindung eine Harzzusammensetzung,
die die folgenden Komponenten (a), (b) und (c) umfaßt, die
in zwei Schritten härtbar
ist.
- (a): Ein Epoxyharz.
- (b): Ein latentes Härtungsmittel
mit Aushärtefähigkeit
bei 100°C
oder darunter.
- (c): 4,4'-Diaminodiphenylsulfon.
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In
der erfindungsgemäßen Epoxyharzzusammensetzung
mit der zuvor beschriebenen Zusammensetzung ist das Mischungsverhältnis von
Komponente (a), Komponente (b) und Komponente (c) 3-40 Gew.-Teile von
Komponente (b) und 10-40
Gew.-Teile von Komponente (c) auf 100 Gew.-Teile der Komponente
(a).
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Das
Epoxyharz als Komponente (a) ist ein Epoxyharz, das zumindest 40
Gew.% eines trifunktionellen oder höherfunktionellen Epoxyharzes
enthält,
und das trifunktionelle oder höherfunktionelle
Epoxyharz ist bevorzugt ein Epoxyharz, das zumindest eines enthält, das
unter Epoxyharzen vom Novolak-Typ, durch die folgende chemische
Formel (1) unten dargestellt, Epoxyharzen vom Novolak-Typ, dargestellt
durch die chemische Formel (2) unten, und Tetraglycidyldiaminodiphenylmethan
ausgewählt
ist.
worin
n eine Zahl von 0 oder größer darstellt,
worin
n eine Zahl von 0 oder größer darstellt.
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Das
latente Härtungsmittel
(b) besitzt eine solche Eigenschaft, daß eine Epoxyharzzusammensetzung,
die durch gleichförmiges
Mischen von 100 Gew.-Teilen eines flüssigen Epoxyharzes vom Bisphenyl A-Typ
mit 184-194 Epoxyäquivalenten
und 20 Gew.-Teilen eines Härtungsmittels
erhalten wird, eine Temperatur, bei der durch Härtung gebildete Wärme auftritt,
weg von der Grundlinie eines DSC-Graphen, von 100°C oder niedriger
aufweist, wenn die beim Härten
gebildete Wärme
unter Temperaturanstiegsbedingungen von 10°C/min mittels DSC gemessen wird.
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Das
latente Härtungsmittel
als Komponente (b) ist bevorzugt ein Härtungsmittel vom Aminaddukt-Typ, oder
andernfalls ist das latente Härtungsmittel
der Komponente (b) bevorzugt ein mikrokapselförmiges Härtungsmittel.
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Die
Komponente (c) ist 4,4'-Diaminodiphenylsulfon.
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Die
Epoxyharzzusammensetzung gemäß der Erfindung
umfaßt
darüber
hinaus bevorzugt einen Härtungsbeschleuniger
als Komponente (d).
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Die
Viskosität
einer Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung, wenn die Epoxyharzzusammensetzung
hergestellt wird und bei 25°C
für 3 Wochen
stehengelassen wird, ist bevorzugt nicht größer als zweimal die Viskosität unmittelbar
nach der Herstellung der Harzzusammensetzung.
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Außerdem gibt
die Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung bevorzugt ein gehärtetes Produkt
mit einem Härtungsgrad
von mindestens 70%, wenn es nach dem primären Härten für nicht mehr als 10 Stunden bei
einer Temperatur von 100°C
oder niedriger erhalten wird, und es gibt bevorzugt ein gehärtetes Produkt
mit einer Scherzugfetigkeit (Haftung) von mindestens 10 MPa gemäß JIS-K-6848
und JIS-K-6850.
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Ein
Prepreg gemäß der Erfindung
umfaßt
ein verstärkendes
Fasermaterial, das mit der Epoxyharzzusammensetzung mit der oben
beschriebenen Zusammensetzung imprägniert ist.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 ist
ein Graph, der verwendet wird, um die Tg eines gehärteten Produktes
aus der Überschneidung
zwischen der Tangente des Graphen für das gehärtete Produkt in einem Glaszustand
und der Tagente des Graphen in dem Übergangsbereich zu bestimmen.
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Beste Art für die Durchführung der
Erfindung
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Das
Epoxyharz als Komponente (a) der Epoxyharzzusammensetzung gemäß der Erfindung
ist nicht besonders beschränkt,
und ein Epoxyharz vom Bisphenol-Typ, Novolak-Typ, Cresol/Novolak-Typ
oder Aminoglycidyl-Typ kann verwendet werden. Das Epoxyharz, das
als Komponente (a) verwendet wird, ist eines, welches mindestens
40 Gew.% eines trifunktionellen oder höherfunktionellen Epoxyharzes
enthält,
um ausgezeichnete Wärmebeständigkeit
für gehärtete Produkte
zu erreichen, die durch zweites Härten erhalten werden.
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Wenn
der Gehalt des Tri- oder höherfunktionellen
Epoxyharzes in dem Epoxyharz der Komponente (a) weniger als 40 Gew.%
ist, kann das gehärtete
Produkt, das durch zweites Härten
erhalten wird, keine ausreichende Wärmebeständigkeit besitzen. Das Epoxyharz,
das hauptsächlich
aus einem trifunktionellen oder höherfunktionellen Epoxyharz
zusammengesetzt ist, ist deshalb eines, das das trifunktionelle
oder höherfunktionelle
Epoxyharz mit 40 Gew.% oder höher
in dem Epoxyharz der Komponente (a) enthält, und besonders bevorzugt
ist es eines, daß das
trifunktionelle oder höherfunktionelle
Epoxyharz mit 60 Gew.% oder mehr in dem Epoxyharz der Komponente
(a) enthält.
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Als
trifunktionelle oder höherfunktionelle
Epoxyharze können
Tetraglycidyldiaminodiphenylmethan, Epoxyharze vom Aminophenol-Typ,
Epoxyharze vom Aminocresol-Typ, Epoxyharze vom Phenol/Novolak-Typ, Epoxyharze
vom Cresol/Novolak-Typ und Epoxyharze genannt werden, die durch
die folgenden chemischen Formeln (3) und (4) dargestellt werden.
worin
n eine Zahl von 0 oder größer darstellt,
worin
n eine Zahl von 0 oder größer darstellt.
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Besonders
bevorzugt als trifunktionelle oder höherfunktionelle Harze sind
Epoxyharz von Novolak-Typ, dargestellt durch die obige chemische
Formel (3) und/oder Tetraglycidyldiaminodiphenylmethan.
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Als
Epoxyharzen außer
trifunktionellen Epoxyharzen in dem Epoxyharz der Komponente (a)
können zum
Beispiel Epoxyharze vom Bisphenol-Typ, Epoxyharze vom hydrierten
Bisphenol-Typ, Epoxyharze vom Biphenol-Typ und Epoxyharze vom Naphthalindiol-Typ
genannt werden, aber für
höhere
Wärmebeständigkeit des
gehärteten
Produktes, das durch zweites Härten
erhalten wird, ist es bevorzugt, ein Epoxyharz mit relativ starrer
Rückgradstruktur
zu verwenden, wie zum Beispiel ein Epoxyharz vom Biphenol-Typ oder
Epoxyharz vom Naphthalindiol-Typ.
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Wenn
zum Beispiel ein Epoxyharz vom Bisphenol-S-Typ mit einer SO2-Struktur oder das Vorreaktionsprodukt eines
aromatischen Diamins und eines Harzes vom Bisphenol-Typ verwendet
werden, gibt zweites Härten
ein gehärtetes
Produkt mit vergleichsweise hoher Wärmebeständigkeit und ausgezeichneter
Härte.
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Wenn
ein Epoxyharz mit einem Oxazolidon-Ring, wie durch die folgende
chemische Formel (5) dargestellt, verwendet wird, weist die Epoxyharzzusammensetzung
zufriedenstellende Adhäsion
mit verstärkenden Fasermaterialien
auf und resultiert so in einem faserverstärkten Kompositmaterial mit
exzellenten mechanischen Eigenschaften.
worin R Wasserstoff oder
eine Alkyl-Gruppe darstellt.
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Wenn
das Epoxyharz mit einem Oxazolidon-Ring ein Epoxyharz ist, das aus
einer Einheit zusammengesetzt ist, die durch die chemische Formel
(6) unten dargestellt wird, weist die Epoxyharzzusammensetzung noch
zufriedenstellendere Adhäsion
mit verstärkenden
Fasermaterialien auf, was in einem faserverstärkten Kompositmaterial mit
noch exzellenteren mechanischen Eigenschaften resultiert.
worin
jedes R unabhängig
voneinander Wasserstoff oder eine Alkyl-Gruppe darstellt, R
1-R
8 jeweils unabhängig voneinander
ein Halogen oder Wasserstoffatom oder eine Alkyl-Gruppe mit 1 bis
4 Kohlenstoffen darstellten und R
9 eine
Gruppe der chemischen Formel (7) oder (8) unten darstellt.
worin R'
1-R'
4 jeweils
unabhängig
voneinander Wasserstoff oder eine Alkyl-Gruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffen darstellen.
worin
R'
1-R'
8 jeweils
unabhängig
voneinander Wasserstoff oder eine Alkyl-Gruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffen darstellen
und R'
9 eine
Einfachbindung, -CH
2-, -C(CH
3)
2-, -SO
2-, -SO-,
-S- oder -O- darstellt.
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Als
Epoxyharze mit Oxazolidon-Ringen, dargestellt durch die chemische
Formel (5) oben, können ARALDITE
XAC4151 und XAC4152 von Asahi-Ciba genannt werden.
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Das
Härtungsmittel
der Komponente (b) ist ein latentes Härtungsmittel mit Härtungsfähigkeit
bei 100°C oder
darunter. Das bedeutet, daß das
Härtungsmittel
der Komponente (b) Härtungsfähigkeit
bei bis zu 100°C besitzt
und latente Wärmereaktivität besitzt
oder Latenz.
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Die
Härtungsfähigkeit
eines Härtungsmittels
bei 100°C
oder darunter wird auf die folgende Art und Weise bestimmt. Insbesondere
wird eine Epoxyharzzusammensetzung durch gleichförmiges Mischen von 100 Gew.-Teilen
eines flüssigen
Epoxyharzes vom Bisphenol A-Typ mit 184-194 Epoxyäquivalenten
(zum Beispiel Epikote 828 von Japan Epoxy Resins Co., Ltd.) und
20 Gew.-Teilen eines Härtungsmittels
erhalten, und dann die Wärme,
die durch Härten
unter Temperaturanstiegsbedingungen von 10°C/min gebildet wird, mit Hilfe
von DSC gemessen, und das Härtungsmittel
wird als Härtungsfähigkeit
bei 100°C
oder niedriger besitzend beurteilt, wenn die Temperatur, bei der
durch Härtung
gebildete Wärme
auftritt, weg von der Grundlinie eines DSC-Graphen, 100°C oder niedriger ist. Die Verwendung
eines Härtungsmittels
mit einer durch anfängliche Härtung gebildeten
Wärmetemperatur
von 90°C
oder weniger ist bevorzugt, um eine Harzzusammensetzung mit zufriedenstellender
Reaktivität
bei 90°C
oder niedriger zu erreichen.
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Wenn
ein Härtungsmittel
latente Wärmereaktivität oder Latenz
besitzt, dann wird es nahezu keine Reaktion bei Temperaturen nahe
Raumtemperatur eingehen. Die Latenz eines Härtungsmittels, welches nahezu keine
Reaktion bei nahe Raumtemperatur eingeht, kann auf die folgende
Art und Weise bestätigt
werden. Im Speziellen wird eine Epoxyharzzusammensetzung durch gleichförmiges Mischen
von 100 Gew.-Teilen eines flüssigen
Epoxyharzes vom Bisphenol A-Typ
mit 184-194 Epoxyäquivalenten
(zum Beispiel Epikote 828 von Japan Epoxy Resins Co., Ltd.) und
20 Gew.-Teilen eines Härtungsmittels
erhalten, und das Härtungsmittel kann
als latenzbesitzend bezeichnet werden, wenn die Viskosität nach Stehen
bei 30°C
für 3 Wochen
nicht größer als
zweimal die Viskosität
vor dem Stehen ist. Exzellentere und bevorzugte latente Reaktivität wird von einem
Härtungsmittel
gezeigt, bei dem die Viskosität
nicht größer 1,5-mal
die Viskosität
vor dem Stehen ist, nachdem die Epoxyharzzusammensetzung bei 30°C für 3 Wochen
stehengelassen wurde.
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Die
Viskosität
der Epoxyharzzusammensetzung, die das Härtungsmittel enthält, wird
auf die folgende Art und Weise gemessen. Im speziellen wird ein
DSR-200 von Rheometrics oder ein Meßapparat mit dazu vergleichbarer
Leistung für
die Messung der 30°C
isothermen Viskosität
verwendet, wobei 25 mm-Durchmesser Scheibenblätter bei einem Scheibenblattabstand
von 0,5 mm verwendet werden, unter Bedingungen mit einer Scherrate
von 10 rad/s, und die Daten werden 10 Minuten nach dem Beginn der
Messung aufgenommen. Die Viskosität der Epoxyharzzusammensetzung,
die gemessen wird, wird durch dieses Verfahren bestimmt bevor und
nachdem sie bei 30°C
für 3 Wochen
stehen gelassen wurde, und das Vorhandensein oder die Abwesenheit
von latenter Reaktivität
wird bestimmt.
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Das
Härtungsmittel
als Komponente (b) ist nicht besonders beschränkt solange es Härtungsfähigkeit bis
zu 100°C
besitzt und latente Wärmereaktivität besitzt,
wie oben erklärt,
aber die Verwendung eines mikrokapselförmigen Härtungsmittels kann eine Epoxyharzzusammensetzung
gemäß der Erfindung
ergeben mit einer exzellenten Balance zwischen Härtungsfähigkeit bei 90°C und darunter
und Stabilität
nahe Raumtemperatur. Die Produkte Novacure HX3721 und HX3722 von
Asahi-Ciba Co., Ltd. können
als Härtungsmittel
für die Komponente
(b) verwendet werden, die exzellente Härtefähigkeit bis zu 100°C und Latenz
bei Raumtemperatur besitzen, und welche Mikrokapseln bilden.
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Eine
Epoxyharzzusammensetzung, die ein Härtungsmittel vom Aminaddukt-Typ
als das Härtungsmittel
der Komponente (b) verwendet, ist noch geeigneter, um Härtungsfähigkeit
bei 90°C
oder darunter und zufriedenstellende Stabilität bei einer Temperatur nahe
Raumtemperatur bereitzustellen. Als Härtungsmittel vom Aminaddukt-Typ
können
Fujicure FXE1000 und FXE1030 von Fuji Chemical Industry Co., Ltd.,
PN-23 von Ajinomoto Co., Inc., ACR Hardener H-3615, H-4070, H-3366,
H-3849 und H-3670 A.C.R. Co., Ltd., und Cureduct P-0505 von Shikoku
Chemical Industries, Inc. erwähnt
werden.
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Wenn
der Gehalt des latenten Härtungsmittels
als Komponente (B) weniger als 3 Gew.-Teile auf 100 Gew.-Teile des
Epoxyharzes der Komponente (a) ist, wird das primäre Härten dazu
neigen, bei Temperaturen von 100°C
und darunter nicht ausreichend zu sein, wohingegen die Stabilität der Harzzusammensetzung
bei Raumtemperatur dazu neigen wird, vermindert zu sein, wenn er
größer als
40 Gew.-Teile ist, und deshalb ist der Bereich 3 bis 40 Gew.-Teile.
Dies bezieht sich natürlich
auf das Gewicht des Härtungsmittels
allein als wirksame Komponente, falls ein pastenartiges Härtungsmittel
durch Vormischen des Härtungsmittels
mit einem Epoxyharz mit niedriger Viskosität erhalten wird.
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In
einem primären
Härtungsschritt
bei relativ niedriger Temperatur für eine relativ kurze Zeitdauer
härtet
die Epoxyharzzusammensetzung auf ein auslösbare Art und Weise durch den
Einfluß des
Härtungsmittels der
Komponente (b), und dann wird das auslösbare gehärtete Produkt im nachfolgenden
zweiten Härten
bei hoher Temperatur durch die Wirkung von 4,4'-Diaminodiphenylsulfon, d.h. Komponente
(c), in ein gehärtetes Produkt
mit vollständig
vernetzter Struktur umgewandelt, das hohe Wärmebeständigkeit aufweist, d.h. ein
gehärtetes
Produkt mit hoher Glasübergangstemperatur
und ausgezeichneter Steifigkeit bei hoher Temperatur.
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Wenn
der Gehalt von 4,4-Diaminodiphenylsulfon, d.h. Komponente (c), weniger
als 10 Gew.-Teile auf 100 Gew.-Teile des Epoxyharzes und der Komponente
(a) ist, wird das gehärtete
Produkt, das durch sekundäres
Härten
erhalten wird, dazu tendieren, eine niedrigere Glasübergangstemperatur
zu haben und/oder verringerte Steifigkeit bei hoher Temperatur,
wohingegen das gehärtete
Produkt, das durch zweites Härten
erhalten wird, mehr unreagierten Aminrückstand besitzen wird und deshalb
erhöhte
Hygroskopizität
oder größere Zerbrechlichkeit,
wenn er größer als
40 Gew.-Teile ist, so daß der
Bereich 10 bis 40 Gew.-Teile ist.
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Die
Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung kann ebenfalls einen Härtungsbeschleuniger
als Komponente (d) enthalten, um das Härten für das primäre gehärtete Produkt zu beschleunigen.
Als Komponente (d) kann es einen Härtungsbeschleuniger enthalten,
der zum Beispiel eine Harnstoff-Verbindung, Cyano-Verbindung, Dihydrazid-Verbindung, ein Säureanhydrid
oder ähnliches
umfaßt.
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Insbesondere,
wenn eine Harnstoff-Verbindung als Härtungsbeschleuniger der Komponente
(d) verwendet wird, ist es möglich,
eine Epoxyharzzusammensetzung mit exzellenter Härtbarkeit bei relativ niedrigen Temperaturen
zu erhalten, ohne die Stabilität
der Harzzusammensetzung bei Raumtemperatur zu opfern. Besonders
bevorzugt als Harnstoff-Verbindungen,
die in dem Härtungsbeschleuniger
der Komponente (d) enthalten sind, sind aromatische Harnstoff-Verbindungen,
und noch bevorzugter sind Verbindungen, die durch die folgende chemische
Formel (9) dargestellt werden.
worin
X
1 und X
2 Wasserstoff
oder Chlor darstellen und X
1 und X
2 jeweils gleich oder verschieden sind.
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Die
Viskosität
der Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung, wenn die Epoxyharzzusammensetzung
hergestellt wurde und bei 25°C
für 3 Wochen
stehengelassen wurde, ist bevorzugt nicht größer als zweimal die Viskosität direkt
nach der Herstellung der Harzzusammensetzung. Die Zusammensetzung
besitzt exzellente Stabilität
bei Raumtemperatur und sie wird bevorzugt auf eine auslösbare Art
und Weise gehärtet durch
primäres
Härten
für nicht
mehr als 10 Stunden bei 100°C
oder darunter, mehr bevorzugt in einer auslösbaren Art und Weise durch
primäres
Härten
für nicht
mehr als 5 Stunden bei 100°C
oder darunter gehärtet,
im Hinblick auf den Formzyklus, und noch mehr bevorzugt wird sie
in einer auslösbaren
Art und Weise durch primäres
Härten
für nicht
mehr als 5 Stunden bei 90°C
und darunter gehärtet.
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Die
Viskosität
der Epoxyharzzusammensetzung, wenn sie hergestellt wurde und bei
25°C für 3 Wochen
stehengelassen wurde, ist noch mehr bevorzugt nicht größer als
1,5-mal die Viskosität
direkt nach der Herstellung der Harzzusammensetzung für eine längere Topfzeit
der Epoxyharzzusammensetzung.
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Die
Viskosität
der Epoxyharzzusammensetzung wird auf die folgende Art und Weise
gemessen. Die Viskosität ηi der Epoxyharzzusammensetzung
bei 40°C
wird direkt nach der Herstellung unter Verwendung eines Rheometrics
DSR-200 oder eines Gerätes
mit dazu vergleichbarer Leistung gemessen, mit parallelen Platten
bei einer Frequenz von 10 Rad/s, und dann wird die Epoxyharzzusammensetzung
in einer thermostatischen Kammer bei 25°C für 3 Wochen stehengelassen,
wonach die Viskosität η bei 40°C auf dieselbe
Art und Weise gemessen wird und die Steigerung der Viskosität als η/ηi bestimmt
wird.
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Das
folgende Verfahren wird verwendet, um festzustellen, ob die Epoxyharzzusammensetzung
auf eine auslösbare
Art und Weise durch das primäre
Härten
härtet.
Insbesondere wird das Härten
als auslösbar beurteilt,
wenn der Härtegrad
wenigstens 70% ist, bestimmt nach der Formel Härtegrad (%) = {(Ei) – (E1)} × 100/Ei,
wobei die durch Härtung
gebildete Wärme
(Ei) der hergestellten Epoxyharzzusammensetzung und die durch primäre Härtung gebildete
Wärme (E1)
der Epoxyharzzusammensetzung unter Verwendung eines Differential-Scanning-Calorimeters
(DSC) gemessen werden, oder wenn die Scherzugfestigkeit (Haftung)
des primären
gehärteten
Produktes der Epoxyharzzusammensetzung wenigstens 10 MPa gemäß JIS-K-6848
und JIS-K-6850 ist.
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Die
Messung der Scherzugfestigkeit (Haftung) des primären gehärteten Produktes
der Epoxyharzzusammensetzung gemäß JIS-K-6848 und JIS-K-6850
wird durchgeführt
unter Verwendung einer Probe, hergestellt durch Polieren des 12,5
mm Querschnitts einer 25 × 100 × 1,5 mm
Aluminiumplatte (A2024P, spezifiziert durch JIS-H-4000) mit Sandpapier
(#240) und Entölen
mit Aceton, gleichmäßiges Beschichten
des Querschnitts, mit der zu messenden Epoxyharzzusammensetzung,
Kombinieren davon mit dem Querschnitt einer anderen Aluminiumplatte,
die auf dieselbe Art und Weise poliert und entölt wurde, und dann unterwerfen
von diesen primärem
Härten,
während
sie unter einem Druck von 1 kgf/cm2 eingespannt
sind und langsam auf Raumtemperatur abgekühlt werden.
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Die
erfindungsgemäße Epoxyharzzusammensetzung
ist bevorzugt eine mit einer Glasübergangstemperatur von 150°C oder darüber als
das gehärtete
Produkt, das dadurch erhalten wird, daß das primäre Produkt, das bei niedriger
Temperatur von 100°C
oder darunter gehärtet
wurde, sekundärem
Härten
bei einer Temperatur von 130°C
oder darüber
unterzogen wird. Besonders exzellente Wärmebeständigkeit wird aufgewiesen,
wenn das gehärtete
Produkt der Epoxyharzzusammensetzung eine Glasübergangstemperatur von 180°C oder darüber hat,
wenn sie durch zweites Härten
bei 150°C
oder darüber
(zum Beispiel 180°C)
gehärtet wird.
Die Härtungszeit
für das
zweite Härten
ist nicht besonders beschränkt,
aber sie ist bevorzugt nicht länger als
10 Stunden und mehr bevorzugt nicht länger als 5 Stunden.
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Die
Glasübergangstemperatur
des gehärteten
Produktes wird durch folgendes Verfahren gemessen. Insbesondere
wird ein Rheometrics RDA-700 oder eine Gerät für die Messung der Viskoelastizität mit einer ähnlichen
Leistung dazu verwendet, um den elastischen Speichermodul (G') bei verschiedenen
Temperaturen zu messen, wenn die Temperatur des zu messenden gehärteten Produkts
in einer schrittweisen Art und Weise erhöht wird. Die Temperatur wird
mit 5°C/Schritt
erhöht,
und bei jedem Schritt wird eine Messung bei einer Frequenz von 10
rad/s nach der Temperaturstabilisierung und Halten bei der Temperatur
für 1 Minute
genommen. Der Logarithmus des elastischen Speichermoduls (G') wird gegen die
Temperatur aufgetragen, wie in 1 gezeigt,
und die Glasübergangstemperatur
wird als die Temperatur bei dem Schnittpunkt der Tangenten der erhaltenen
G'-Kurven bestimmt.
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Die
Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung kann ebenfalls andere Additive
enthalten, innerhalb des Geistes der Aufgabe der Erfindung. Zum
Beispiel ist es möglich
durch Auflösen
und Zugeben eines thermoplastischen Harzes, die Klebrigkeit der
Harzzusammensetzung zu vermeiden, die Klebrigkeit des Prepregs auf
ein geeignetes Maß einzustellen
oder Änderungen
in der Klebrigkeit mit der Zeit zu vermindern. Als Beispiele solcher
thermoplastischer Harze können
Phenoxyharze, Polyvinylformal, Polyethylensulfone und ähnliche
genannt werden.
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Die
Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung kann ebenfalls ein zugegebenes
feines partikuläres oder
kurzes faserförmiges
thermoplastisches Harz oder Kautschukkomponente enthalten für verbesserte
Zähigkeit
des erhaltenen gehärteten
Produkts, und als solche Additive können thermoplastische Harze,
wie zum Beispiel Polyamide, Polyimide, Polyurethane, Polyethersulfone
und ähnliche,
oder Kautschukkomponenten, wie zum Beispiel Acrylkautschuk, Butadienkautschuk
und Butylkautschuk sowie ihre am molekularen Ende modifizierten
Derivate genannt werden.
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Die
erfindungsgemäße Epoxyharzzusammensetzung
kann ebenso zugegebene feine Partikel einer anorganischen Komponente,
wie zum Beispiel Talk oder Silica enthalten, oder ein Metall, wie
zum Beispiel Stahl, für
den Zweck der Erhöhung
der Steifigkeit des erhaltenen gehärteten Produkts.
-
Es
gibt keine besonderen Beschränkungen
des Verwendungszwecks der erfindungsgemäßen Epoxyharzzusammensetzung,
und zum Beispiel kann sie als Matrixharz für faserverstärkte Kompositmaterialien
oder als Haftmittel für
strukturelle Materialien verwendet werden, aber sie kann mit besonderer
Eignung als Matrixharz für
faserverstärkte
Kompositmaterialien verwendet werden.
-
Es
gibt keine besonderen Einschränkungen
bezüglich
der Fasermaterialien für
das Formen eines faserverstärkten
Kompositmaterials, und jedes verstärkende Fasermaterial, das gewöhnlich für faserverstärkte Kompositmaterialien
verwendet wird, wie z.B. Kohlenstofffaser, Glasfaser, hochrührbare organische
Faser, Metallfaser oder anorganische Faser, kann verwendet werden.
Es gibt ebenfalls keine bestimmtem Beschränkungen der Form des verstärkenden
Fasermaterials, und zum Beispiel kann es ein unidirektionelles Material, Gewebe
oder Vlies oder ein aus mehreren tausend oder mehr Fasern gebildetes
Towgarn sein.
-
Eine
Epoxyharzzusammensetzung gemäß der Erfindung
wird sich als Matrixharz eignen, um in ein verstärkendes Fasermaterial imprägniert zu
werden als Prepreg für
die Bildung einer Folie, wenn seine Viskosität bei 60°C wenigstens 10 Pa·s und
bevorzugt wenigstens 30 Pa·s
und nicht größer als
700 Pa·s
und bevorzugt nicht größer als
500 Pa·s
ist.
-
Das
heißt,
daß die
Viskosität
der Epoxyharzzusammensetzung bei 60°C, bevorzugt nicht weniger als 10
Pa·s
ist, da die Klebrigkeit ("tack
or stickiness")
des Prepreg zu stark sein wird, und sie ist bevorzugt nicht größer als
700 Pa·s,
da der Prepreg unzureichende Streckeigenschaft aufweisen wird und übermäßige Härte. Das
Verfahren zur Messung der Viskosität der Epoxyharzzusammensetzung
bei 60°C
ist dasselbe Verfahren, das für
die Messung der Viskosität
der Epoxyharzzusammensetzung wie oben erklärt verwendet wird, außer daß die Meßtemperatur
60°C ist.
-
Die
Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung kann in eine Folie geformt
werden, um den Harzfluß zu
unterbrechen, oder kann durch Imprägnieren in ein Glasgewebe oder ähnliches
als blattförmiges
Haftmaterial verwendet werden. Die Epoxyharzzusammensetzung der
Erfindung kann ebenso Mikroballons oder Schäummittel als Additive enthalten,
wenn der Verwendungszweck der eines gewichtsreduzierenden zusätzlichen
Materials ist.
-
Zusätzlich kann
ein hochzähes
Material, wie zum Beispiel ein thermoplastisches Harz oder eine
Kautschukkomponente selektiv nahe der Oberfläche eines Prepregs, das mit
der Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung imprägniert ist, zugegeben werden,
da das Härten
bei niedrigen Temperaturen von 100°C oder darunter durchgeführt werden
kann, um die Zähigkeit
zwischen den Schichten des erhaltenen laminierten gehärteten Produkts
zu erhöhen,
so daß das
Formen durchgeführt
werden kann, während
die Form beibehalten wird, selbst wenn ein thermoplastisches Harz
mit niedrigem Schmelzpunkt zugegeben wird. Das erleichtert die Kontrolle der
Morphologie und macht es möglich,
die vorgesehene Menge an hochzähem
Material, wie zum Beispiel einem thermoplastischen Harz oder einer
Kautschukkomponente zwischen den Schichten zu plazieren, um die
vorgesehene Zähigkeit
zwischen den Schichten zu erhalten. Es gibt keine besonderen Beschränkungen
der Form des hochzähen
Materials (wie zum Beispiel eines thermoplastischen Harzes oder
einer Kautschukkomponente), die zwischen den Schichten plaziert
wird, aber bevorzugt wird ein hochzähes Material, das Partikel
oder lange oder kurze Fasern bildet, selektiv zwischen den Schichten
plaziert.
-
Es
gibt ebenfalls keine besonderen Beschränkungen im Hinblick auf das
Verfahren für
die Herstellung der Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung, aber
wenn ein festes Epoxyharz oder thermoplastisches Harz durch Auflösen eingeschlossen
wird, wird die feste Komponente bevorzugt als homogene Lösung in
einem Epoxyharz verwendet, in dem es löslich ist.
-
Wenn
das latente Härtungsmittel
mit Härtbarkeit
bei 100°C
oder darunter als Komponente (b) in Pulverform ist, kann es zugegeben
werden, nachdem ein Epoxyharz mit relativ niedriger Viskosität in der
Epoxyharzzusammensetzung (a) verwendet wurde, um eine Paste herzustellen,
da dies sekundäre
Aggregation der pulverförmigen
Komponente (b) verhindert und gleichförmige Dispersion ermöglicht.
Wenn Komponente (b) in fester Form ist, wird sie bevorzugt in ein
Pulver pulverisiert und dann nach dem Herstellen einer Paste mit
dem Epoxyharz niedriger Viskosität
zugegeben. Wenn Komponente (b) ein mikrokapsuläres latentes Härtungsmittel
ist, wird Rühren
mit starker Scherspannung einen nachteiligen Effekt auf die Kapseln
haben und ihre Stabilität
bei Raumtemperatur vermindern. Deshalb wird ein mikrokapsuläres latentes
Härtungsmittel
bevorzugt als zuvor hergestellte Vormischung als gleichförmige Mischung
mit dem Epoxyharz niedriger Viskosität verwendet.
-
In
den Fällen,
in denen Komponente (c) (d.h. 4,4'-Diaminodiphenylsulfon) sich nicht durch
das primäre Härten löst, d.h.,
wenn der Schmelzpunkt der Komponente (c) höher als die primäre Härtungstemperatur
ist oder die Lösungstemperatur
der Komponente (c) in dem Epoxyharz höher ist als die primäre Härtungstemperatur,
wird die Komponente (c) bevorzugt in der Form einer hergestellten
Lösung
in dem Epoxyharz der Komponente (a) zugegeben. Alternativ, wenn
Komponente (c) in Form eines Pulvers ist, das sich bei dem primären Härten löst, wird
seine Zugabe nach Bildung einer Paste mit einem Epoxyharz relativ
niedriger Viskosität
in Komponente (A) sekundäre
Aggregation des Komponente (c)-Pulvers
vermeiden und gleichförmige
Dispersion erlauben. Wenn Komponente (c) ein Feststoff ist, der
sich bei dem primären
Härten
löst, wird
er bevorzugt in ein Pulver pulverisiert und dann nach der Bildung
einer Paste mit einem Epoxyharz niedriger Viskosität zugegeben.
Wenn Komponente (c) eine Flüssigkeit
ist, kann sie in jedem Stadium zugegeben und gleichförmig gemischt
werden.
-
Da
die Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung dadurch gekennzeichnet
ist, daß sie
eine anfängliche
Reaktion bei niedriger Temperatur eingeht, wird sie bevorzugt bei
70°C oder
darunter durch Zugabe eines latenten Härtungsmittels der Komponente
(b) hergestellt, um die Epoxyharzzusammensetzung bei Raumtemperatur
zu stabilisieren. Herstellung bei 60°C oder darunter kann die Stabilität der Epoxyharzzusammensetzung
bei Raumtemperatur weiter verbessern.
-
Das
Verfahren zur Herstellung eines Prepregs unter Verwendung einer
Epoxyharzzusammensetzung gemäß der Erfindung
ist bevorzugt ein Heißschmelzverfahren.
Wenn die Epoxyharzzusammensetzung auf eine Trennmittelfolie ("release step sheet") beschichtet wird,
um eine Epoxyharzzusammensetzungsfolie zu erhalten für die Verwendung
zur Herstellung eines Prepregs durch ein Heißschmelzverfahren, wird die
Beschichtung bevorzugt bei 70°C
oder darunter und mehr bevorzugt bei 60°C oder darunter durchgeführt, um
die Lebensdauer des erhaltenen Prepregs zu stabilisieren.
-
Beispiele
und Vergleichsbeispiele werden nun bereitgestellt zur Erläuterung
der Epoxyharzzusammensetzungen der Erfindung und die konkrete Struktur
eines Prepregs, der unter Verwendung der Epoxyharzzusammensetzungen
erhalten wird. Die Abkürzungen
für die
in den Epoxyharzzusammensetzungen der Beispiele und Vergleichsbeispiele
verwendeten Komponenten sind wie folgt:
-
(1) Trifuktionelle oder höherfunktionelle
Epoxyharze
-
- EP604: Tetraglycidyldiaminodiphenymethan, "EPIKOTE 604", Produkt von Japan
Epoxy Resins Co., Ltd.
- TACTIX742: festes trifunktionelles Epoxyharz gemäß Formel
(1), worin n = 0, "TACTIX
742", Produkt von
The Dow Chemical Company.
- EP1032: spezielles Epoxyharz vom Novolak-Typ gemäß Formel
(1), worin n > 0, "EPIKOTE 1032S50", Produkt von Japan
Epoxy Resins Co., Ltd.
- EP157: Ep157S65: spezielles Epoxyharz vom Novolak-Typ gemäß Formel
(2), worin n > 0, "EPIKOTE 157S65", Produkt von Japan
Epoxy Resins Co., Ltd.
- ELM-100: Epoxyharz vom Aminophenol-Typ, "SUMIEPOXY ELM-100", Produkt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.
- N-740: Epoxyharz vom Phenol/Novolak-Typ, "EPICLON N-740", Produkt von Dainippon Ink & Chemicals Inc.
- N-670: Epoxyharz vom Cresol/Novolac-Typ, "EPICLON N-670", Produkt von Dainippon Ink & Chemicals Inc.
-
(2) Andere Epoxyharze als trifunktionelle
oder höherfunktionelle
Epoxyharze
-
- EP828: flüssiges
Bisphenol A-Epoxyharz, "EPIKOTE
828", Produkt von
Japan Epoxy Resins Co. Ltd.
- Ep1001: halbfestes Bisphenol A-Epoxyharz, "EPIKOTE 1001", Produkt von Japan Epoxy Resins Co.
Ltd.
- Ep5050: flammhemmendes Epoxyharz, "EPIKOTE 5050", Produkt von Japan Epoxy Resins Co.
Ltd.
- XAC4152: modifiziertes Epoxyharz, "ARALDITE XAC4152", Produkt von Asahi-Ciba Co., Ltd.
-
(3) Latente Härtungsmittel mit Härtungsfähigkeit
bei 100°C
und darunter
-
- HX3722: "NOVACURE
HX3722", Produkt
von Asahi-Ciba Co., Ltd.
- FXE1000: "FUJICURE
FXE-1000", Produkt
von Fuji Kasei Kogyo Co., Ltd.
- PN23: "AMICURE
PN-23", Produkt
von Ajinomoto Co., Inc.
-
(4) Härtungsmittel
auf Basis aromatischen Amins oder acyclischen Amins
-
- DDS: Diamindiphenylsulfon, "SEIKACURE", Produkt von Wakayama Seika Kogyo Co.,
Ltd.
- DDM: Diaminodiphenylmethan, Produkt von Hodogaya Chemical Co.,
Ltd.
- BACHM: Bis(4-aminocyclohexyl)methan, "WANDAMIN HM", Produkt von New Japan Chemical Co.,
Ltd.
- ET300: Dimethylthiotoluoldiamin, "ETACURE 300", Produkt von Ethyl Corporation
-
(5) Härtungsbeschleuniger
-
- PDMU: Phenyldimethylharnstoff, "OMICURE 94", Produkt von B.T.R. Japan
- DCMU: Dichlorphenyldimethylharnstoff, "DCMU 99", Produkt von Hodogaya Chemical Co.,
Ltd.
-
(6) Andere Komponenten
-
- PES: Polyethylensulfon, "SUMIKA
EXCEL PES 3600P",
Produkt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.
- Aerosil 300: "Aerosil
300", Produkt von
Nippon Aerosil Co., Ltd.
- BF3MEA: Bortrifluoridmonomethylamin-Komplex
- sDicy: Dicyandiamid, "Dicy
7", Produkt von
Japan Expoxy Resins Co., Ltd.
- T#241: "TOHMIDE
#241", Produkt von
Fuji Kasei Kogyo Co., Ltd.
-
Beispiele 1-11
-
Epoxyharzzusammensetzungen
mit den in den entsprechenden Spalten der Tabellen 1 und 2 unten aufgelisteten
Komponenten wurden erhalten. Die Werte in den Tabellen bezeichnen
die Gew.-Teile der zugegebenen Komponenten.
-
Das
Verfahren für
die Zugabe der Komponenten war wie folgt. Zuerst wurden die Epoxyharze
der Komponente (a) auf 150°C
erhitzt und gleichförmig
gemischt. Wenn eine andere Komponente, wie zum Beispiel ein thermoplastisches
Harz oder eine anorganische Substanz unter den Komponenten waren,
wurde sie zu der erhitzten Mischung der Komponenten (a) zugegeben
und darin gelöst
oder dispergiert.
-
Danach
wurde Komponente (a) oder die Mischung der Komponente (a) und einer
anderen Komponente auf eine Temperatur von 130°C erniedrigt und das Härtungsmittel
auf Basis des aromatischen Amins und/oder das Härtungsmittel auf Basis des
alicyclischen Amins der Komponente (c) zugegeben und gleichförmig gelöst. Dies
wurde sofort gefolgt von Abkühlen
auf 50-60°C,
Zugabe der Komponente (b) und, abhängig von dem Fall, Zugabe der
Komponente (d) als Härtungsbeschleuniger,
und dann Mischen bis zur Gleichförmigkeit,
um Epoxyharzzusammensetzungen herzustellen.
-
Die
Stabilität
jeder der erhaltenen Epoxyharzzusammensetzungen wurde beurteilt,
basierend auf dem Verhältnis
des Viskositätsanstiegs
nach Stehen bei 25°C
für 3 Wochen
(Viskositätsanstiegsfaktor).
Die Ergebnisse werden in Tabellen 1 und 2 aufgeführt.
-
Jede
Epoxyharzzusammensetzung wurde dann auf 60°C erwärmt fürs Entschäumen und auf eine Trennmittel-behandelte
Glasplatte mit einer Dicke von 2 mm gegossen, die dann mit einer
auf dieselbe Art und Weise behandelte Glasplatte eingeschlossen
wurde, und auf eine Temperatur von 100°C über eine Zeitdauer von einer
Stunde erhöht,
und anschließend
primärem
Härten
für 4 Stunden
bei 100°C
unterworfen. Der Härtungsgrad
in dem primären
Härten
wurde anhand des Meßverfahrens
für den
Härtegrad
durch DSC wie oben beschrieben bestimmt. Die Ergebnisse werden in
den Tabellen 1 und 2 aufgeführt.
Separat wurde jede der erhaltenen Epoxyharzzusammensetzungen auf
eine Temperatur von 100°C über eine
Zeitdauer von einer Stunde erhöht
und primären
Härten
für 4 Stunden
bei 100°C
unterzogen, wonach die Scherzugfestigkeit (Haftung) des primär gehärteten Produkts
gemäß JIS-K-6848
und JIS-K-6850 gemessen wurde. Die Ergebnisse werden in Tabellen
1 und 2 aufgeführt.
-
Danach
wurde das primär
gehärtete
Produkt, das erhalten wurde, wenn der Härtegrad des Produktes des primären Härtens bestimmt
wurde, abgelöst
und in einem Heißluftofen
in einem freistehenden Zustand stehengelassen, die Temperatur wurde
auf 180°C über eine
Zeitdauer von 2 Stunden erhöht,
und dann wurde zweites Härten
bei 180°C
für 4 Stunden
durchgeführt.
Die Glasübergangstemperaturen
(°C) der
sekundär
gehärteten
Produkte werden in Tabellen 1 und 2 aufgeführt, zusammen mit den G'-Werten bei 150°C und 180°C. Die G'-Werte bei 150°C und 180°C sind Indizien
für die
Hochtemperatureigenschaften von Kompositmaterialien, die die Epoxyharzzusammensetzungen
verwenden.
-
-
-
-
-
Vergleichsbeispiel 1
-
Eine
Epoxyharzzusammensetzung, die die in den entsprechenden Spalten
der Tabelle 3 aufgelisteten Komponenten umfaßt, wurde dadurch erhalten,
daß DDS
in EP604 bei 130°C
gelöst
und gemischt wurde und dann die Temperatur sofort auf 70°C erniedrigt
wurde und BF3MEA damit gelöst
und gemischt wurde.
-
Die
erhaltene Epoxyharzzusammensetzung war bei Raumtemperatur stabil
und gab ein gehärtetes Produkt
mit einer Glasübergangstemperatur
von 205°C
nach Härten
bei 180°C
für 2 Stunden,
aber die Härtbarkeit
war selbst bei primärem
Härten
bei 100°C
für 10
Stunden schlecht.
-
Vergleichsbeispiel 2
-
Eine
Epoxyharzzusammensetzung, die die in den entsprechenden Spalten
von Tabelle 3 aufgelisteten Komponenten umfaßt, wurde dadurch erhalten,
daß EP828
und EP1001 bei 120°C
gleichförmig
gemischt wurden und dann die Temperatur auf 60°C erniedrigt wurde und HX3722
und PDMU zugegeben und gemischt wurden.
-
Die
Stabilität
der Epoxyharzzusammensetzung, der Härtungsgrad eines primär gehärteten Produkts, welches
primärem
Härten
bei 100°C
für 4 Stunden
unterworfen wurde, die Scherzugfestigkeit (Haftung) des primär gehärteten Produktes,
die Glasübergangstemperatur
(°C) eines
sekundär
gehärteten
Produkts, das einem zweiten Härten
bei 180°C
für 4 Stunden
unterworfen wurde, und die G'-Werte
bei 150°C
und 180°C
wurden auf dieselbe Art und Weise wie in Beispiel 1 beschrieben
gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 aufgeführt. Die
Epoxyharzzusammensetzung gab kein gehärtetes Produkt, das nach zweitem
Härten
ausreichende Wärmebeständigkeit
aufweist.
-
Vergleichsbeispiel 3
-
Eine
Epoxyharzzusammensetzung, die die in den entsprechenden Spalten
von Tabelle 3 aufgelisteten Komponenten umfaßt, wurde dadurch erhalten,
daß Ep1032,
EP828 und Ep1001 bei 120°C
gleichförmig
gemischt wurden und dann die Temperatur auf 70°C erniedrigt wurde und PDMU
und Dicy zugegeben, dispergiert und gemischt wurden.
-
Die
Stabilität
der Epoxyharzzusammensetzung, der Härtungsgrad eines primär gehärteten Produktes, die
Scherzugfestigkeit (Haftung) des primär gehärteten Produktes, die Glasübergangstemperatur
(°C) eines sekundär gehärteten Produktes
und die G'-Werte
bei 150°C
und 180°C
wurden auf dieselbe Art und Weise wie in Vergleichsbeispiel 2 beschrieben
gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 aufgeführt. Die
Epoxyharzzusammensetzung ergab kein gehärtetes Produkt, das nach zweitem
Härten
angemessene Wärmebeständigkeit aufwies.
-
-
Beispiel 12
-
Eine
Epoxyharzzusammensetzung wurde auf dieselbe Weise wie Beispiel 2
hergestellt. Die Viskosität dieser
Epoxyharzzusammensetzung bei 60°C
war 100 Pa·s.
Die auf 60°C
erwärmte
Epoxyharzzusammensetzung wurde gleichmäßig auf eine Trennmittelfolie
geschichtet, um eine Harzschicht mit einem Basisgewicht von 80 g/m2 herzustellen.
-
Auf
die Harzschicht wurden "TR50S-12L" Kohlenstofffasern,
hergestellt von Mitsubishi Rayon Co., Ltd., in eine Richtung in
ein Kohlenstofffaservlies mit einem Basisgewicht von 150 g/m2 angeordnet, und dann Wärme und Druck unterworfen,
um die Epoxyharzzusammensetzung in das Kohlenstofffaservlies zu
imprägnieren,
um ein unidirektionales Prepreg zu erhalten. Das Prepreg hat zufriedenstellende
Klebrigkeit und Streckeigenschaften.
-
Nachdem
das Prepreg bei 25°C
für 3 Wochen
stehengelassen wurde und die Änderungen
in der Klebrigkeit und der Streckeigenschaft mit der Zeit durch
Fühlen
beurteilt wurden, wurde festgestellt, daß es wenig Veränderung
in der Klebrigkeit und der Streckeigenschaft selbst nach Stehen
für 3 Wochen
zeigt, wodurch eine zufriedenstellende Topfzeit angezeigt wird.
-
Das
Prepreg wurde dann 14-lagig entlang einer Richtung laminiert und
primärem
Härten
durch Vakuumfolienformen unterzogen. Das primäre Härten wurde dadurch erreicht,
daß die
Temperatur von Raumtemperatur auf 100°C über eine Dauer von einer Stunde
erhöht
wurde, und sie bei 100°C
für 4 Stunden
gehalten wurde. Der geformte Gegenstand, der durch das primäre Härten erhalten
wurde, war ausreichend auslösbar, und
entwickelte keine Risse, selbst wenn er mit einem nassen Diamantcutter
geschnitten wurde. Die Glasübergangstemperatur
des primär
gehärteten
Formgegenstandes war 120°C.
-
Der
primär
gehärtete
geformte Gegenstand wurde in einem Heißluftofen (freistehend) für ein zweites Härten stehengelassen.
Das zweite Härte
wurde durch Erhöhen
der Temperatur von Raumtemperatur auf 180°C über eine Dauer von 3 Stunden,
Halten bei 180°C
für 4 Stunden
und dann Abkühlen
auf Raumtemperatur über
eine Dauer von 3 Stunden erreicht.
-
Das
gehärtete
Produkt mit einer Dicke von ungefähr 2 mm wurde durch Ultraschall-Fehlerdetektion
untersucht, welche eine praktische Abwesenheit von Hohlräumen anzeigte.
Außerdem
wurde eine Probe aus dem gehärteten
Produkt ausgeschnitten und nach dem Messen von G', um seine Glasübergangstemperatur (°C) zu bestimmen,
war das Ergebnis 199°C.
Die Zwischenschichtscherfestigkeit des gehärteten Produktes bei Raumtemperatur
(23°C),
100°C, 160°C und 180°C wurde gemäß ASTM D2344
gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt.
-
Beispiel 13
-
Eine
Epoxyharzzusammensetzung wurde auf dieselbe Weise wie Beispiel 9
hergestellt. Die Viskosität der
Epoxyharzzusammensetzung bei 60°C
war 50 Pa·s.
Die Epoxyharzzusammensetzung wurde verwendet, um ein unidirekionales
Prepreg auf dieselbe Art und Weise wie Beispiel 12 zu erhalten.
Das Prepreg hatte zufriedenstellende Klebrigkeit und Streckeigenschaft
zeigte geringe Änderung
in der Klebrigkeit und der Streckeigenschaft selbst nach Stehen
bei 25°C
für 3 Wochen,
wodurch eine zufriedenstellende Topfzeit angezeigt wird.
-
Nachdem
anschließend
eine primär
gehärtete
Folie aus dem unidirektionalen Prepreg auf dieselbe Art und Weise
wie in Beispiel 12 geformt wurde, war der geformte Gegenstand, der
durch das primäre
Härten
erhalten wurde, ausreichend auslösbar
und entwickelte keine Risse, selbst wenn er mit einem nassen Diamantcutter
geschnitten wurde. Die Glasübergangstemperatur
des primär
gehärteten
geformten Gegenstandes war 115°C.
-
Der
primäre
gehärtete
geformte Gegenstand wurde dann in einem Heißluftofen (freistehend) für das zweite
Härten stehengelassen.
Das zweite Härten
wurde auf dieselbe Art und Weise wie in Beispiel 12 durchgeführt.
-
Das
gehärtete
Produkt mit einer Dicke von ungefähr 2 mm wurde mit Hilfe von
Ultraschallfehlerdetektion untersucht, welche das Vorhandensein
eines geringen Grades an Hohlräumen
anzeigte, das kein signifikantes Problem darstellte. Eine Probe
wurde ebenfalls aus dem gehärteten
Produkt ausgeschnitten, und nach Messung von G', um seine Glasübergangstemperatur (°C) zu bestimmen,
war das Ergebnis 189°C.
Die Zwischenschichtscherfestigkeit des gehärteten Produktes bei Raumtemperatur
(23°C),
100°C, 160°C und 180°C wurde gemäß ASTM D2344
gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt.
-
-
Beispiel 14
-
Eine
Epoxyharzzusammensetzung wurde erhalten, die die in den entsprechenden
Spalten von Tabelle 5 aufgelisteten Komponenten umfaßt. Nach
Untersuchung der Härtungsfähigkeit
von HX3722 als Komponente (b) war die anfängliche Temperatur für die durch
Härtung
gebildete Wärme
86°C und
Härtungsfähigkeit
wurde bei unter 100°C
gezeigt. Nach Untersuchen der Stabilität bei Raumtemperatur, d.h.
der latenten Reaktivität, wurde
festgestellt, daß die
Viskosität
um einen Faktor von 1,1 ansteigt, was sehr hohe Stabilität nahe Raumtemperatur
anzeigt und exzellente Latenz.
-
Als
Mischverfahren für
die Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung wurde die erste Komponente (c)
zu den Komponenten von (a) außer
Ep828 zugegeben und darin bei 100°C
gelöst,
wonach die Temperatur sofort auf 50°C gesenkt wurde und Ep828 und
Komponente (b) zugegeben wurden und gleichförmig damit gemischt wurden.
Die Stabilität
der Epoxyharzzusammensetzung wurde bestätigt, basierend auf dem Viskositätsanstiegsfaktor
nach Stehen bei 25°C
für 3 Wochen,
welcher ein Faktor von 1,5 war, was exzellente Stabilität bei 25°C anzeigt.
-
Die
Epoxyharzzusammensetzung wurde dann primärem Härten bei 90°C für 2 Stunden unterworfen und
eine 2 mm dicke Folie wurde geformt.
-
Die
Auslösbarkeit
der geformten Folie nach Auslösen
aus der Form ist in Tabelle 5 gezeigt, basierend auf der folgenden
Skala:
=
ohne Probleme auslösbar;
O = auslösbar;
X = nicht leicht auslösbar,
Knicke oder Risse entwickeln sich.
-
Die
primär
gehärtete
geformte Folie wurde dann einem zweiten Härten bei 200°C für 4 Stunden
unterworfen. Die Glasübergangstemperatur
(°C) Tg
der gehärteten
Folie, die durch zweites Härten
erhalten wurde, wurde durch ein Meßverfahren, basierend auf der
G'-Temperaturverteilung,
unter Verwendung eines Rheometrics RDS-700 als 185°C bestimmt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 gezeigt.
-
Beispiele 15-22
-
Epoxyharzzusammensetzungen
wurden erhalten, die die in den entsprechenden Spalten von Tabellen 5
und 6 aufgelisteten Komponenten umfassen.
-
Als
das Mischverfahren für
die Epoxyharzzusammensetzungen der Erfindung der Beispiele 15, 16,
17, 20 und 22 (welche Ep828 in Komponente (a) enthalten), wurde
Komponente (c) zu den Komponenten (a) außer Ep828 zugegeben und darin
bei 100°C
gelöst,
wonach die Temperatur sofort auf 50°C gesenkt wurde und eine Mischung
aus Ep828 und PDMU als Komponente (d), gleichförmig gemischt mit einer Dreifachwalze,
zusammen mit Komponente (b) zugegeben und gleichförmig damit
gemischt. Die Zusammensetzungen, die nicht Ep828 in Komponente (a)
enthielten, wurden wie folgt hergestellt. Zuerst, für Beispiel
18, wurde die gesamte Menge TACTIX742 und 30 Gew.-Teile N-740 von Komponente
(a) mit Komponente (c) bei 100°C
gelöst,
wonach die Temperatur sofort auf 50°C abgesenkt wurde, und eine
Mischung aus 20 Gew.-Teilen N-740 und Komponente (d), gleichförmig gemischt
mit einer Dreifachwalze, zusammen mit Komponente (b) zugegeben wurde und
gleichförmig
damit gemischt wurde.
-
Für Beispiel
19 wurde die gesamte Menge Ep1032 und 30 Gew.-Teile N-670 mit Komponente (c) bei 100°C gemischt,
wonach die Temperatur sofort auf 50°C abgesenkt wurde, und eine
Mischung aus 20 Gew.-Teilen N-740 und Komponente (d), gleichförmig gemischt
mit einer Dreifachwalze, zusammen mit Komponente (b) zugegeben wurde
und gleichförmig
damit gemischt wurde.
-
Für Beispiel
21 wurde die gesamte Menge an Ep1032, die gesamte Menge an XAC4152
und 20 Gew.-Teile von Ep604 mit Komponente (c) bei 100°C gelöst, wonach
die Temperatur sofort auf 50°C
gesenkt wurde, und eine Mischung aus 20 Gew.-Teilen Ep604 und Komponente
(d), gleichförmig
gemischt mit einer Dreifachwalze, zusammen mit Komponente (d) zugegeben
wurden, und gleichförmig
damit gemischt wurden.
-
Die
Stabilität
jeder der Epoxyharzzusammensetzungen aus Beispielen 15-22 wurde
bestätigt,
basierend auf dem Viskositätsanstiegsfaktor
nach Stehen bei 25°C
für 3 Wochen.
Die Ergebnisse sind in Tabellen 5 und 6 gezeigt. Die Auslösbarkeit
des primär
gehärteten
Produkts der Epoxyharzzusammensetzungen und die Tg-Werte der sekundär gehärteten Produkte
wurden auf dieselbe Art und Weise wie in Beispiel 14 ausgewertet.
Die Ergebnisse sind in Tabellen 5 und 6 gezeigt.
-
-
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Vergleichsbeispiel 4
-
Eine
Epoxyharzzusammensetzung wurde erhalten, die die in den entsprechenden
Spalten von Tabelle 7 aufgelisteten Komponenten umfaßt. Der
Zugabeprozeß wurde
auf dieselbe Art und Weise wie in Beispiel 15 durchgeführt, außer daß kein HX3722
zugegeben wurde. Die Auslösbarkeit
des primär
gehärteten
Produkts der Epoxyharzzusammensetzung wurde auf dieselbe Art und
Weise wie in Beispiel 14 beurteilt, aber die Zusammensetzung härtete während des
primären
Härtens
für 2 Stunden
bei 90°C
nicht aus.
-
Vergleichsbeispiel 5
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Eine
Epoxyharzzusammensetzung wurde erhalten, die die in den entsprechenden
Spalten von Tabelle 7 aufgelisteten Komponenten umfaßt. Der
Zugabeprozeß wurde
auf dieselbe Art und Weise wie in Beispiel 15 durchgeführt, außer daß kein DDS
zugegeben wurde. Als die Auslösbarkeit
des primär
gehärteten
Produkts der Epoxyharzzusammensetzung auf dieselbe Art und Weise
wie in Beispiel 14 beurteilt wurde, wurde festgestellt, daß die Auslösbarkeit
bei dem primären
Härten
zufriedenstellend war. Die Tg nach zweitem Härten wurde ebenfalls auf dieselbe
Weise wie in Beispiel 14 gemessen und festgestellt, niedrig bei
134°C zu
sein.
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Vergleichsbeispiel 6
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Eine
Epoxyharzzusammensetzung wurde erhalten, die die in den entsprechenden
Spalten von Tabelle 7 aufgelisteten Komponenten umfaßt. Der
Zugabeprozeß wurde
auf dieselbe Weise wie in Beispiel 15 durchgeführt, außer daß kein HX3722 zugegeben wurde.
Dicy wurde zusammen mit PDMU zu 20 Gew.-Teile Ep828 zugegeben, und eine gleichförmige Mischung
wurde unter Verwendung einer Dreifachwalze erhalten.
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Die
Auslösbarkeit
des primär
gehärteten
Produkts der Epoxyharzzusammensetzung wurde auf dieselbe Art und
Weise wie in Beispiel 14 beurteilt, aber Auslösen war nicht möglich aufgrund
unzureichender Härtung
in dem primären
Härten
für 2 Stunden
bei 90°C.
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Da
das Dicy, das in diesem Vergleichsbeispiel verwendet wird ein exzellentes
latentes Härtungsmittel ist,
und seine aktive Temperatur durch Verwendung in Kombination mit
einer Harnstoff-Verbindung gesenkt werden kann, wird es allgemein
als Härtungsmittel
einer Epoxyharzzusammensetzung für
Prepregs verwendet. Allerdings, selbst mit einem Dicy/PDMU-System, welches in
diesem Vergleichsbeispiel verwendet wird, ist die Anfangshärtungstemperatur
115°C, und
es hat keine Härtungsfähigkeit
bei 100°C
oder darunter.
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Beispiele 23-26
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Epoxyharzzusammensetzungen
wurden erhalten, die die in den entsprechenden Spalten von Tabelle 8
aufgelisteten Komponenten umfassen. Als Zugabeverfahren wurden für die Zusammensetzungen
von Beispiel 23 und 24, die keine zusätzliche Komponenten enthalten,
50 Gew.-Teile Ep1032 und 30 Gew.-Teile Ep604 und Komponente (c)
bei 100°C
gelöst,
wonach die Temperatur sofort auf 50°C gesenkt wurde, und eine Mischung
aus Komponente (b), einem Härtungsmittel
als Komponente (d), in den Fällen,
bei denen Komponente (d) verwendet wurde, und 20 Gew.-Teile Ep604
von Komponente (a), gleichförmig
gemischt mit einer Dreifachwalze, wurde darin hineingeladen und
die gesamte Zusammensetzung wurde bis zur Gleichförmigkeit
gemischt.
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Für Beispiel
25 wurde PES zu 50 Gew.-Teilen Ep1032 in Komponente (a) und 30 Gew.-Teilen
Ep604 zugegeben, das PES wurde darin bei 150°C gelöst, und dann nach dem Absenken
der Temperatur auf 100°C wurde
Komponente (c) zugegeben und darin gelöst und das Verfahren wurde
anschließend
auf dieselbe Art und Weise wie in Beispiel 23 durchgeführt.
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Für Beispiel
26 wurden Aerosil 300, PDMU und 20 Gew.-Teile Ep604 in eine gleichförmige Mischung mit
einer Dreifachwalze kombiniert und das Verfahren wurde anschließend auf
dieselbe Art und Weise wie in Beispiel 23 durchgeführt.
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Die
Viskosität
jeder der Epoxyharzzusammensetzungen bei 60°C, der Viskositätsanstiegsfaktor
nach Stehen bei 25°C
für 3 Wochen,
der Biegemodul des primär
gehärteten
Produkts, das nach primären
Härten bei
90°C für 2 Stunden
erhalten wurde, die Tg des sekundär gehärteten Produkts, das durch
zweites Härten des
primär
gehärteten
Produkts bei 200°C
für 4 Stunden
erhalten wurde, und die Retention des Elastizitätsmoduls (%) bei 180°C in bezug
auf 30°C
wurden gemessen.
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Die
Glasübergangstemperatur
(°C) Tg
wurde basierend auf der Temperaturverteilung von G' bestimmt. Die Retention
des Elastizitätsmoduls
(%) bei 180°C
in bezug auf 30°C
wurde durch Messung des G'-Wertes
bei 30°C
und des G'-Wertes
bei 180°C
bestimmt und Berechnen von "(G' bei 180°C) × 100/(G' bei 30°C)". Die Ergebnisse
sind in Tabelle 8 gezeigt.
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Ein
Heißschmelzverfahren
wurde verwendet, um jede der Epoxyharzzusammensetzungen in ein verstärkendes
Fasermaterial, das in eine Richtung mit TR50S-12L-Kohlenstofffasern
von Mitsubishi Rayon Co., Ltd. verdoppelt ist, zu imprägnieren,
um ein Prepreg mit einem Faserbasisgewicht von 125 g/m2 und
einem Harzgehalt von 30 Gew.% zu erhalten.
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Nach
Beurteilen der Klebrigkeit des Prepregs durch Fühlen, wurde festgestellt, daß es zufriedenstellende
und geeignete Klebrigkeit aufweisen. Jedes Prepreg wies geeignete
Klebrigkeit selbst nach Stehen bei 25°C für 20 Tage auf, und deshalb
wurde bestätigt,
daß die
Prepreglebensdauer 20 Tage oder länger war.
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Das
Prepreg wurde für
das Formen einer unidirektionalen Folie mit 2 mm Dicke durch primäres Härten bei
90°C für 2 Stunden
verwendet. Die Auslösbarkeit
des primär
gehärteten
Produkts war zufriedenstellend. Das ausgelöste primär gehärtete Produkt wurde einem zweiten
Härten
bei 200°C
für 4 Stunden
unterworfen, und nach Messung des ILSS des sekundär gehärteten CFRP-Panel
bei 150°C
gemäß ASTM D2344-84
wurde bestätigt,
daß es
exzellente mechanische Eigenschaften bei hoher Temperatur besitzt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 8 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 7
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Nach
Erhalt einer Epoxyharzzusammensetzung, die die in den entsprechenden
Spalten von Tabelle 9 aufgelisteten Komponenten umfaßt, wurde
die Epoxyharzzusammensetzung verwendet, um ein Prepreg auf dieselbe
Art und Weise wie in Beispiel 23 herzustellen, und es wurde versucht,
das Prepreg zu verwenden, um ein primär gehärtetes Produkt auf dieselbe
Weise wie in Beispiel 23 zu bilden, aber die Zusammensetzung härtete beim
primären
Härten
nicht aus.
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Vergleichsbeispiel 8
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Nach
Erhalt einer Epoxyharzzusammensetzung, die die in den entsprechenden
Spalten von Tabelle 9 aufgelisteten Komponenten umfaßt, wurde
die Epoxyharzzusammensetzung verwendet, um ein Prepreg auf dieselbe
Art und Weise wie in Beispiel 23 herzustellen, und das Prepreg wurde
verwendet, um primär
und sekundär
gehärtete
Produkte zu formen.
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Die
T#241, die in der Epoxyharzzusammensetzung dieses Vergleichsbeispiels
verwendet wurde, ist ein Härtungsmittel
mit Härtungsfähigkeit
bei 100°C
und darunter, aber sie zeigt keine latente Reaktivität, und deshalb
härtete
die Zusammensetzung in der latenten Reaktivitätsbeurteilung nach einem Tag.
Der Viskositätsanstieg
der Epoxyharzzusammensetzung war schnell, vollständiges Aushärten wurde durch 3 Wochen bei 25°C erreicht.
Die Topfzeit des Prepreg war somit kurz, wobei ein kompletter Verlust
der Klebrigkeit und ein unbrauchbarer Zustand nach 3 Tagen erreicht
wurde.
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Vergleichsbeispiel 9
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Nach
Erhalt einer Epoxyharzzusammensetzung, die die in den entsprechenden
Spalten von Tabelle 9 aufgelisteten Komponenten umfaßt, wurde
die Epoxyharzzusammensetzung verwendet, um ein Prepreg auf dieselbe
Art und Weise wie in Beispiel 23 herzustellen und das Prepreg wurde
verwendet, um primär
und sekundär
gehärtete
Produkte zu formen.
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Da
die Epoxyharzzusammensetzung dieses Vergleichsbeispiels keine Komponente
(c) enthielt, war die Tg der sekundär gehärteten Zusammensetzung niedrig,
und die Retention des elastischen Modulus (%) bei 180°C in bezug
auf 30°C
war ebenfalls gering. Außerdem
war die 150°C
ILSS des CFRP, das durch zweites Härten erhalten wurde, nicht
meßbar
und die mechanischen Eigenschaften bei hoher Temperatur waren schlecht.
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Beispiele 27-32
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Epoxyharzzusammensetzungen
wurden erhalten, die die in den entsprechenden Spalten von Tabelle 10
aufgelisteten Komponenten umfassen. Die Harzzusammensetzungen wurden
dadurch hergestellt, daß alle von
Komponente (a) bei 100°C
oder darunter gleichförmig
gemischt wurden, anschließend
die Temperatur auf 60°C
abgesenkt wurde, Komponente (b), (c) und (d) zugegeben wurden und
sie damit gleichförmig
gemischt wurden. Die Anfangshärtungstemperatur
von FXE1000 ist 69°C
und die Anfangshärtungstemperatur
von PN23 ist 62°C.
Die Viskositätsanstiegsfaktoren
von FXE1000 und PN23, die die Stabilität anzeigen, sind beide 1,2,
und beide weisen exzellente latente Reaktivität auf.
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Die
Stabilitäten
jeder der Epoxyharzzusammensetzungen wurden beurteilt, basierend
auf dem Viskositätsanstiegsfaktor
nach Stehen bei 25°C
für 3 Wochen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 10 gezeigt. Die erhaltenen Epoxyharzzusammensetzungen
wurden primären
Härten
bei 90°C
für 2 Stunden
unterzogen, aus der Form ausgelöst,
und einem zweiten Härten
bei 200°C
für 4 Stunden
unterzogen. Die Glasübergangstemperaturen
(°C) der
sekundär
gehärteten
Produkte sind in Tabelle 10 zusammen mit den Auslösbarkeiten
der primär gehärteten Produkte
gezeigt.
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Industrielle Anwendbarkeit
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Wie
oben im Detail erläutert,
besitzen die Epoxyharzzusammensetzungen der Erfindung exzellente Härtbarkeit
bei niedrigen Temperaturen von 100°C und darunter, sowie exzellente
Stabilität
bei Raumtemperatur, und geben gehärtete Produkte mit exzellenter
Wärmebeständigkeit,
die durch zweites Hochtemperaturhärten der primären Niedrigtemperatur-gehärteten Produkte
erhalten werden.
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Die
Prepregs der Erfindung werden durch Imprägnieren von verstärkenden
Fasermaterialien mit Epoxyharzzusammensetzungen erhalten, die die
zuvor erwähnten
Eigenschaften besitzen, und weisen deshalb eine lange Topfzeit und
zufriedenstellende Handhabbarkeit auf, wobei sie in einer kurzen
Zeit zu einem aus der Form auslösbaren
Härte durch
primäres
Härten
bei niedrigen Temperaturen von 100°C und darunter aushärten, und
gehärtete
geformte Gegenstände
mit exzellenter Wärmebeständigkeit
durch anschließendes
zweites Härten
bei hoher Temperatur geben.