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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft gepulste Laser und Verfahren zum Erzeugen gepulster
Laserstrahlung und im Spezielleren passiv modengekoppelte, optisch
gepumpte, oberflächenemittierende
Halbleiterlaser mit externem Resonator (OPS-EXSELs).
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Halbleiterlaser
sind auf dem Gebiet bekannt. Deren Laserverstärkungsmedium besteht aus einem Halbleitermaterial,
wie zum Beispiel InGaAs. In den meisten Fällen benötigen sie keinen externen Resonator, weil
die Endflächen
des Halbleitermaterials als die Resonatorspiegel ausgelegt werden
können.
Sie können elektrisch
gepumpt werden, indem eine geeignete Spannung an das Halbleitermaterial
angelegt wird. Die sogenannte Bandabstandstechnik, eine Technik,
die die große
Anzahl bekannter Halbleitermaterialien und Laserausführungen
nutzt, bietet eine hohe Anzahl emittierbarer Wellenlängen in
dem Infrarot- und sichtbaren Bereich. Halbleiterlaser sind klein
und kompakt und können
bei geringen Kosten in großen
Stückzahlen
hergestellt werden.
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Halbleiterlaser
können
entweder als kantenemittierende Laser oder als oberflächenemittierende
Laser ausgelegt sein. Kantenemittierende Laser stellen die gebräuchlichste
Form von Halbleiterlasern dar, dieses Konzept schränkt aber
die Modenfläche
in der Vorrichtung sehr stark ein. Für die Erzeugung ultrakurzer
Pulse besteht eine Folge davon darin, dass die Pulsenergie auch
auf Werte weit unter dem begrenzt ist, was z. B. mit auf ionendotierten
Kristallen basierten Lasern erreichbar ist. Auch kann eine hohe
mittlere Ausgangsleistung (wenige Watt oder mehr) nicht mit guter
Querstrahlqualität
erzeugt werden. Diese Probleme können
mit oberflächenemittierenden
Halbleiterlasern gelöst
werden, wo die Modenflächen
stark vergrößert werden
können,
insbesondere wenn die Vorrichtung optisch gepumpt wird.
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Zur
Zeit bekannte elektrisch gepumpte oberflächenemittierende Laser mit
vertikalem Resonator (VCSELs; engl: vertical-cavity surface-emitting
lasers) sind in ihrer Ausgangsleistung oder hinsichtlich der Strahlqualität eingeschränkt. Dies
ist der Fall, weil bei einem VCSEL mit kleiner Fläche die
Wärmeabstrahlung
den Treiberstrom begrenzt, während
bei einem VCSEL mit großer
Fläche
die Pumpverteilung nicht gleichmäßig genug
ist, um einen Grundquermodenbetrieb unterstützen. Mit optischem Pumpen
kann das Problem der Pumpgleichmäßigkeit überwunden
werden, und ein externer Resonator gewährleistet einen stabilen Grundmodenbetrieb
auch bei einem großen
Modenumfang (M. Kuznetsov et al., "High-power (> 0.5-W CW) diode-pumped vertical-external-cavity
surface-emitting semiconductor lasers with circular TEM00 beams", IEEE Phot. Tech. Lett.,
Bd. 9, Nr. 8, S. 1063, 1997). Die ausgedehnte Verstärkungsbandbreite
von Halbleiterquantentopflasern ist zur Erzeugung ultrakurzer Pulse
reizvoll. Laser, die kurze (im Nanosekunden- und Sub-Nanosekunden-Bereich)
oder ultrakurze (im Sub-Picosekunden-Bereich) Pulse emittieren,
sind auf dem Gebiet bekannt. Ein bekanntes Verfahren zur Erzeugung
kurzer oder ultrakurzer Pulse ist Modenkopplung. Modenkopplung ist
eine kohärente Überlagerung
longitudinaler Laserresonatormoden. Sie wird durch eine zeitliche
Verlustmodulation erzwungen, die die Verluste im Resonator für einen
Puls innerhalb jeder Resonatorumlaufzeitdauer verringert. Dies resultiert
zu einem offenen Gesamtverstärkungsfenster,
in dem Pulse nur eine Verstärkung
erfahren, wenn sie den Modulator zu einem vorgegebenen Zeitpunkt
passieren. Die Verlustmodulation kann entweder aktiv oder passiv
gebildet sein.
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Aktive
Modenkopplung wird zum Beispiel unter Verwendung eines akusto-optischen
Modulators als Element im Resonator erreicht, das mit der Resonatorumlaufzeitdauer
synchronisiert ist. Aktive Modenkopplung eines diodengepumpten Quantentopflasers
ist z. B. mit einem akusto-optischen Prisma im Resonator erreicht
worden, das Pulslängen
von 100–120
ps bereitstellt (M. A. Holm, P. Cusumano, D. Burns, A. I. Ferguson und
M. D. Dawson, CLEO '99
Technical Digest, Baltimore 1999, Referat CTuK63).
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Die
Erzeugung ultrakurzer Pulse beruht jedoch auf passiven Modenkopplungsverfahren,
weil nur ein passiver Shutter schnell genug ist, ultrakurze Pulse
zu formen und zu stabilisieren. Passive Modenkopplung beruht auf
einer sättigbaren
Absorbervorrichtung, die mit ansteigender optischer Intensität abnehmenden
Verlust hervorruft. Wenn die Parameter des sättigbaren Absorbers für das Lasersystem
korrekt eingestellt sind, wird eine stabile und selbst beginnende
Modenkopplung erreicht. Modenkopplung mit sättigbarem Absorber von Diodenlasern
ist umfangreich untersucht worden, wobei ursprünglich ein sättigbarer
Halbleiterabsorberspiegel (SESAM; engl.: semiconductor saturable
absorber mirror) in einem externen Resonator (Y. Silberberg, P.
W. Smith, D. J. Eilenberger, D. A. B. Miller, A. C. Gossard und
W. Woiegman, Opt. Lett. 9, 507, 1984), und vor kürzerem in monolithischen Vorrichtungen
verwendet wurde, die Abschnitte eines in Rückwärtsrichtung vorgespannten Übergangs
nutzen, um für
sättigbare
Absorption zu sorgen (für
eine Übersicht
siehe "Ultrafast Diode
Lasers: Fundamentals and Applications", herausgegeben von P. Vasil'ev, Artech House,
Boston, 1995). Es wurde gezeigt, dass ein harmonisch modengekoppelter
monolithischer Laser Picosekunden-Pulse bei einer bis zu 1,54 THz
variablen Wiederholungsrate erzeugt (S. Arahira, Y. Matsui und Y.
Ogawa, IEEE J. Quantum Electron. 32, 1211, 1996); solche Vorrichtungen
sind jedoch auf wenige Zehn Milliwatt Ausgangsleistung beschränkt.
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Ein
anderer Ansatz zur Erzeugung kurzer Pulse bestand darin, einen modengekoppelten
Farb stoff- oder Festkörperlaser
als synchrone optische Pumpe für
einen oberflächenemittierenden
Laser mit vertikalem externen Resonator (VECSEL) zu verwenden (W.
B. Jiang, R. Mirin und J. E. Bowers, Appl. Phys. Lett. 60, 677,
1992). Diese Laser erzeugten typischer Weise Chirp-Pulse mit einer Länge von
etwa 20 ps, die extern auf Sub-Picosekunden oder sogar Sub-100-Femtosekunden-Dauer
komprimiert wurden (W. H. Xiang, S. R. Friberg, K. Watanabe, S.
Machida, Y. Sakai, H. Iwamura und Y. Yamamoto, Appl. Phys. Lett.
59, 2076, 1991). Der allgemeine Nachteil dieses Ansatzes, der weit
verbreitete Anwendungen verhindert, besteht darin, dass der pumpende
Laser selbst ultrakurze Pulse zu liefern hat. Dies beeinträchtigt stark
die Attraktivität
des Gesamtsystems hinsichtlich Komplexität, Größe, Kosten und erreichbarer
Pulswiederholrate.
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In
dem U.S.-Patent Nr. 5,461,637 (Mooradian et al.) ist ein oberflächenemittierender
Laser mit vertikalem Resonator (VCSEL) mit einem über einem
Halbleitersubstrat ausgeformten Quantentopfbereich offenbart. Über dem
Quantentopfbereich ist eine erste reflektierende Oberfläche ausgebildet
und über
dem Substrat, gegenüber
der ersten reflektierenden Oberfläche, ist eine zweite reflektierende
Oberfläche
ausgebildet, die einen Laserresonator bilden. Es gibt jedoch keine
Lehre über
Maßnahmen,
die zum Modenkoppeln eines solchen VCSEL ergriffen werden müssen.
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Die
Zusammenfassung der japanischen Patentanmeldungsveröffentlichung
JP456293 offenbart einen oberflächenemittierenden
Laser mit externem Resonator mit monolithisch integrierter Doppel-Heteroübergangsverstärkungsstruktur
und sättigbarer
Absorberstruktur, um Piezosekundenpulse zu erzeugen. Der derart offenbarte
elektrisch gepumpte Laser hat jedoch eingeschränkte Auslegungsfreiheitsgrade.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe dieser Erfindung, einen einfachen, robusten Laser,
der kurze (im Picosekunden-Bereich) oder ultrakurze (im Sub-Picosekunden-Bereich)
Pulse erzeugt, mit einer hohen Wiederholrate (im Bereich von einigen
GHz oder höher),
mit einer hohen optischen mittleren Ausgangsleistung (von wenigstens
Hunderten von Milliwatt) und einer guten Strahlqualität (Koeffizient
der Strahlqualität
M2 ≤ 5;
cf. T. F. Johnston, Jr., "M2 concept characterizes beam quality", Laser Focus World,
Mai 1990) bereitzustellen.
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Es
ist festgestellt worden, dass die Kombination eines optisch gepumpten
oberflächenemittierenden Lasers
mit externem Resonator (EXSEL) mit einer sättigbaren Halbleiterabsorberstruktur
das obige Problem löst.
Daher umfasst der Laser gemäß der Erfindung
einen oberflächenemittierenden
Halbleiterlaser mit externem Resonator. Der Laser wird optisch gepumpt,
vorzugsweise mit einer Diodenlaserleiste hoher Leistung. Schließlich wird
er mit einem SESAM in dem externen Resonator modengekoppelt oder
alternativ mit einem sättigbaren
Absorber, der in die Halbleiterlaserstruktur integriert ist. SESAM
steht hier für
jegliche sättigbare Halbleiterabsorberstrukturen,
die zum Beispiel manchmal als A-FPSA (Opt. Lett. 17, 505, 1992),
SBR (Opt. Lett. 20, 1406, 1995), D-SAM (Opt. Lett. 21, 486, 1996),
dotierte dielektrische Halbleiterschichten (Opt. Lett. 23, 1766,
1998) oder gefärbte
Glasfilter (Appl. Phys. Lett. 57, 229, 1990) bezeichnet worden sind.
Beliebige andere sättigbare
Absorber könnten
verwendet werden, die es ermöglichen,
die Betriebsparameter zur stabilen Modenkopplung einzustellen (cf.
C. Hönninger
et al., "Q-switching
stability limits of cw passive mode locking", J. Opt. Soc. Am. B 16, 46, 1999).
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Insbesondere
umfasst der Laser gemäß der Erfindung:
Ein
erstes reflektierendes Element und ein von diesem getrenntes, zweites
reflektierendes Element, wobei die ersten und zweiten reflektierenden
Elemente einen optischen Resonator für Laserstrahlung definieren;
eine
im Wesentlichen ebene Halbleiter-Verstärkungsstruktur mit einer sich
im Wesentlichen in einer Oberflächenebene
erstreckenden Oberfläche,
um die Laserstrahlung zu emittieren;
Mittel zum Anregen der
Halbleiter-Verstärkungsstruktur,
um die Laserstrahlung ausgehend von der Oberflächenebene zu emittieren, wobei
die Anregungsmittel eine Pumpquelle umfassen, um eine Pumpstrahlung
zu emittieren, die auf die Halbleiter-Verstärkungsstruktur fällt; und
eine
sättigbare
Halbleiter-Absorberstruktur zum Modenkoppeln der Laserstrahlung.
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Das
Verfahren zum Erzeugen gepulster elektromagnetischer Laserstrahlung
gemäß der Erfindung umfasst
die Schritte:
Erzeugen einer Pumpstrahlung;
Anregen einer
im Wesentlichen ebenen Halbleiter-Verstärkungsstruktur, die eine Oberfläche aufweist,
die sich im Wesentlichen in einer Oberflächenebene erstreckt, um ausgehend
von der Oberfläche
Laserstrahlung zu emittieren, indem die Pumpstrahlung auf die Halbleiter-Verstärkungsstruktur
fällt;
Rückführen der
Laserstrahlung in einen optischen Resonator; und
Modenkoppeln
der Laserstrahlung mittels einer sättigbaren Halbleiter-Absorberstruktur.
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Im
Folgenden erläutern
wir wie diese Erfindung eine Anzahl von Problemen löst, der
mit zuvor verwendeten Ansätzen
verbunden sind. Indem ein Halbleiter-Verstärkungsmaterial verwendet wird,
wird eine große Verstärkungsbandbreite,
wie für
die Erzeugung ultrakurzer Pulse erforderlich, erhalten. Die relativ
geringe Sättigungsenergie
des Halbleiter-Verstärkungsmediums
ist, wie unten erläutert,
zur Pulserzeugung bei hohen Wiederholraten förderlich. Die oberflächenemittierende
Geometrie ermöglicht
eine relativ große
Lasermodenfläche,
die die optischen Spitzenintensitäten auf dem Halbleiter reduziert
und somit hohe Pulsenergien zulässt. Zum
Betrieb mit Ausgangsleistungen von mehreren Watt stellt elektrisches
Pumpen des Verstärkungsmediums
keine gute Option dar, weil es auf diese Weise schwierig ist, eine
im Wesentlichen gleichförmige
Pumpdichte über
eine große
Modenfläche
zu erhalten. Optisches Pumpen beseitigt dieses Problem und verleiht gleichzeitig
mehr Konstruktionsfreiheit für
die Optimierung der Verstärkungsstruktur.
Eine Diodenleiste hoher Leistung, die kompakt ist und mehrere zehn
Watt Pumplicht mit gutem. Wirkungsgrad liefert, ist als Pumpquelle am
besten geeignet, wobei die schlechte Strahlqualität aufgrund
der sehr geringen Absorptionslänge
der Verstärkungsstruktur
nicht bedeutsam ist. Ferner bestimmt der externe Laserresonator
die Laserwiederholrate (über
die Resonatorlänge)
und erlaubt es auch, einen SESAM zu integrieren. Der letztere (oder
alternativ ein in die Verstärkungsstruktur
integrierter, sättigbarer
Absorber) führt
zur Modenkopplung, d. h. die Bildung von kurzen oder ultrakurzen
Pulsen mit einem Abstand gemäß der Laserresonatorlänge.
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Die
relativ geringe Sättigungsenergie
des Halbleiter-Verstärkungsmediums
ist zur Pulserzeugung bei hohen Wiederholraten sehr bedeutsam. Andere
passiv modengekoppelte Laser, die auf ionendotierten Kristallen
basieren, haben eine viel größere Verstärkungssättigungsenergie.
(Dies ist insbesondere für
die meisten ionendotierten Verstärkungsmaterialien
mit großer
Verstärkungsbandbreite,
wie zur Erzeugung von Sub-Picosekunden-Pulsen erforderlich, der
Fall.) Aus diesem Grund neigen solche Laser zu Q-Schaltinstabilitäten (oder Q-geschalteter
Modenkopplung, QML, siehe C. Hönninger
et al., J. Opt. Soc. Am. B 16, 46, 1999). Diese Tendenz ist schwierig
zu unterdrücken,
wenn eine hohe Pulswiederholrate erforderlich ist und insbesondere
wenn gleichzeitig eine hohe Ausgangsleistung erforderlich ist. Aufgrund
ihrer deutlich kleineren Verstärkungssättigungsenergie
zeigen Halbleiterlaser im Wesentlichen diese Probleme nicht auf
und sind daher für
die Erzeugung von Pulsketten mit hohen Wiederholungsraten und hohen
mittleren Leistungen geeignet.
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Ein
wichtiges Konstruktionskriterium besteht darin, dass die Sättigungsenergie
der Laserver stärkungsstruktur
größer als
die Sättigungsenergie
des sättigbaren
Absorbers sein muss. Zur stabilen Modenkopplung sollte das Verhältnis dieser
zwei Größen vorzugsweise
zwei oder noch größer sein.
Wenn ein SESAM zur passiven Modenkopplung verwendet wird, kann seine
Sättigungsenergie
sowohl durch die SESAM-Auslegung als auch durch die Modenfläche des
SESAM eingestellt werden, wobei die letztere durch die Laserresonatorauslegung
gesteuert wird. Typischerweise würde
die Modenfläche
des SESAM deutlich kleiner (z. B. mehr als fünfmal kleiner und vorzugsweise
mehr als zehnmal kleiner) als die Modengröße der Verstärkungsstruktur
sein. Für
einen sättigbaren
Absorber, der in die Verstärkungsstruktur
integriert ist, kann ein geeignetes Verhältnis der Sättigungsenergie durch eine
geeignete Auslegung erreicht werden. Insbesondere kann die Vorrichtung
so ausgelegt werden, dass die optischen Intensitäten in der Absorberstruktur
größer als die
Intensitäten
in der Verstärkungsstruktur
sind, z. B. indem die sich räumlich ändernden
Intensitäten
aufgrund eines Feldes stehender Wellen in der Struktur genutzt werden
oder durch gekoppelte Resonatoren, wo sich in einem Resonator die
Verstärkung
und in dem anderen der Absorber befinden. Für einen Breitbandbetrieb sollte
der gekoppelte Resonator bei Parallelresonanz liegen. Alternativ
könnten
die intrinsischen Sättigungsenergien
des Absorbers und der Verstärkungsstruktur
durch Bandabstandtechnik gesteuert werden.
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Zur
Erzeugung ultrakurzer Pulse muss die Auslegung der Laserverstärkungsstruktur
Bandbreiten beschränkende
Effekte gekoppelter Resonatoren vermeiden, die von internen Reflexionen,
z. B. ausgehend von der Oberfläche
der Laserverstärkungsstruktur,
herrühren
können.
Solche Reflexionen modulieren wirksam das Verstärkungsspektrum der Vorrichtung,
was die nutzbare Verstärkungsbandbreite
begrenzt. Eine Möglichkeit, solche
Reflexionen zu unterdrücken,
besteht darin, Halbleiterschichten (oder mögliche Schichten hergestellt aus
anderen Materialien, wie zum Beispiel Dielektrika) so anzuordnen,
dass sich die Reflexionen von den einzelnen Grenzflächen wirksam
auslöschen.
(Dies ist im Grundsatz das Prinzip von Antireflexionsbeschichtungen.)
Eine andere Möglichkeit
besteht darin, gewisse Reflexion ausgehend von der Oberfläche der
Verstärkungsstruktur
zuzulassen, aber die Dicke der gesamten Struktur so auszulegen,
dass sie über
den gesamten Wellenlängenbereich,
wo Verstärkung
auftritt, parallelresonant ist. Dies erhöht etwas den Pumpgrenzwert
der Vorrichtung, erhöht
aber auch die wirksame Verstärkungssättigungsenergie,
was, wie oben erläutert,
vorteilhaft sein kann.
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Reflexionen
ausgehend von der Rückseite
des Halbleitersubstrats (auf dem die Verstärkungsstruktur gezüchtet ist)
können
ebenfalls bedeutsam die Vorrichtungsleistung beeinflussen, auch
wenn die Restübertragung
der Bragg-Spiegelstruktur recht gering ist. Die Ursache dafür besteht
darin, dass Fabry-Perot-Effekte aufgrund der Reflexionen des Bragg-Spiegels
und der Rückseite
des Substrats entstehen können.
Ein Erhöhen des
Reflexionsvermögen
des Bragg-Spiegels
verringert solche Effekte, aber ein Aufrauen oder ein Winkelpolieren
des Substrats stellt eine einfache und effektive Alternative dar.
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Die
Vorrichtung wird vorzugsweise mit einem einzelnen, in dem Resonator
zirkulierenden Puls betrieben. Es kann jedoch eine harmonische Modenkopplung
verwendet werden, um eine höhere
Wiederholrate zu erreichen. Dies bedeutet, dass mehrere Pulse in
dem Laserresonator mit einem festgelegten Abstand zirkulieren. Die
Steuerung des Betriebs kann z. B. durch Hinzufügen eines geeigneten Spektralfilters
in dem Laserresonator oder realisiert werden, indem der sättigbare
Absorber an einer Stelle in dem Resonator angeordnet wird, wo sich
einander entgegengesetzt ausbreitende Pulse treffen.
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Es
sollte beachtet werden, dass das Laserkonzept gemäß der Erfindung
hinsichtlich der Leistung skalierbar ist. Zum Beispiel ist eine
Verdoppelung der Ausgangsleistung möglich, indem das Doppelte der
Pumpleistung verwendet wird, wobei die Modenflächen auf der Verstärkungsstruktur
und der sättigbaren
Absorberstruktur gleichzeitig verdoppelt werden. Die Verstärkungs-
und Absorberstruktur werden dann mit den gleichen Intensitäten wie
bei der ursprünglichen
Vorrichtung betrieben. Der Temperaturanstieg an beiden Strukturen wird
ebenfalls nicht bedeutsam erhöht,
weil der Modendurchmesser größer als
die Dicke der Verstärkungsstruktur
und der Absorberstruktur gemacht werden kann; für diesen Fall haben Simulationen
gezeigt, dass die Wärme
im Wesentlichen in einer Dimension fließt, d. h. in der Richtung,
in der die Dicken der Strukturen gemessen werden. Die Modenkopplungsleistung
wird aufgrund der unveränderten
Intensitäten
ebenfalls nicht beeinflusst. Diese Skalierbarkeit gibt es für kantenemittierende
Laser oder für
elektrisch gepumpte oberflächenemittierende
Laser nicht.
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EXSELs
(und auch VECSELs) verwenden einen Halbleiterwafer, bei dem ein
Quantentopf oder ein Stapel von Quantentöpfen benachbart zu einer einzelnen
Bragg-Spiegelstruktur oder einem metallischen Spiegel gezüchtet wird.
Es ist auch möglich,
eine dickere Hauptschicht für
das Verstärkungsmedium
vorzusehen. Es wird jedoch erwartet, dass Quantentopfverstärkungsschichten
für den
Lasergrenzwert besser sind, aber für Modenkopplung könnte es
nützlich
sein, dass die Sättigungsenergie
für den
Körper
höher als
in einem Quantentopf ist. Licht von einem oder mehreren Hochleistungsdiodenlasern
mit mehreren Moden wird auf die Stirnfläche des Wafers fokussiert und
pumpt die Töpfe
durch Absorption in den Sperrschichtbereichen. Die Fläche der
Lasermode auf einem aktiven Spiegel kann etwa 104-mal
größer als
die Modenfläche
auf der Seitenfläche eines
kantenemittierenden Lasers sein, was Raum für die Erzeugung hoher mittlerer
Leistung und großer
Pulsenergie bietet. Gleichzeitig erzwingt der externe Resonator
einen Grundmodenbetrieb in einem kreisförmigen, nahezu beugungsbeschränkten Strahl.
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Mit
dem Laser gemäß der Erfindung
sind Sub-Picosekunden-Pulsdauern erreichbar, indem gekoppelte Resonatoreffekte
eliminiert werden, und durch Kompression externer Pulse. Solche
Vorrichtungen sind im Wesentlichen frei von der Q-Schaltneigung,
die bei passiv modengekoppelten dielektrischen Lasersystemen mit
hohen Wiederholraten inhärent
ist (cf. C. Hönninger,
R. Paschotta, F. Morier-Genoud, M. Moser und U. Keller, J. Opt.
Soc. Am. B, 16, 46, 1999). Bandabstands- und Vorrichtungsstrukturtechnik
erlaubt es, einen großen Wellenlängenbereich
mit der gleichen Lasertechnik abzudecken, und sie erlaubt es auch,
die Pulse zu formen oder Verstärkung
und sättigbaren
Absorber innerhalb des gleichen Wafers zu integrieren. Die Erfindung
ermöglicht
somit robuste, effiziente gepulste Laserquellen mit hoher mittlerer
Leistung bei einem hinsichtlich Beugung begrenzten Strahl, Sub-Picosekunden-Pulsdauern
und Wiederholraten von mehreren GHz.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine schematische Veranschaulichung einer bevorzugten Ausführungsform
eines EXSEL gemäß der Erfindung;
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2 ist
ein schematischer Querschnitt eines bei einer bevorzugten Ausführungsform
des EXSEL gemäß der Erfindung
verwendeten Halbleiter-Aktivspiegel-Elements;
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3 ist
ein schematischer Querschnitt eines bei einer bevorzugten Ausführungsform
des EXSEL gemäß der Erfindung
verwendeten SESAM;
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4 ist
eine graphische Wiedergabe des Hochfrequenzspektrums der Leistungsausgabe
des EXSEL von 1;
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5 ist
eine graphische Wiedergabe der Autokorrelationsspur von dem EXSEL
von 1 emittierten modengekoppelten Pulsen (durchgezogene
Kurve) und eine Anpassung an die Daten, die ein hyperbolisches Sekantenpulsprofil
mit 25,7 ps FWHM voraussetzen;
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6 ist
eine graphische Wiedergabe des gemessenen spektralen Profils der
modengekoppelten Ausgabe des EXSEL von 1;
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7–9 sind
schematische Veranschaulichungen weiterer Ausführungsformen von EXSELs gemäß der Erfindung;
und
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10 ist
eine graphische Wiedergabe des Brechungsindexprofils und des Feldmusters
ei nes EXSEL gemäß der Erfindung.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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1 zeigt
eine schematische, vereinfachte Veranschaulichung eines Lasers gemäß der Erfindung. Der
Laser umfasst einen optischen Resonator 1, der durch ein
erstes reflektierendes Element 11 und ein zweites reflektierendes
Element 12 zum Reflektieren von Laserstrahlung 10 begrenzt
ist. Bei der bevorzugten Ausführungsform
von 1 ist das erste reflektierende Element 11 ein
Bragg-Reflektor 4; alternativ könnte das erste reflektierende
Element 11 eine metallische reflektierende Schicht sein.
Das zweite reflektierende Element 12 ist ein sättigbarer
Halbleiterabsorberspiegel (SESAM; engl.: semiconductor saturable
absorber mirror) 5, um den Laser passiv modenzukoppeln;
eine bevorzugte Ausführungsform
des SESAM 5 ist unten unter Bezugnahme auf 3 beschrieben.
Der Laser umfasst ferner eine Mehrfach-Quantentopf-(MQW)-Verstärkungstruktur 3.
Die Quantentopf-Verstärkungsstruktur 3 und
der Bragg-Reflektor 4 sind als benachbarte Stapel von auf
einem Halbleitersubstrat 28 gezüchteten Halbleiterschichten
realisiert; dieses Mehrfachfunktionselement wird als "Aktivspiegel-Element" 2 bezeichnet
und ist unter Bezugnahme auf 2 im Einzelnen
beschrieben. Das Aktivspiegel-Element 2 ist auf einer Wärmesenke 29 befestigt,
vorzugsweise durch eine Rückseite 22.
Alternativ könnte
die Vorrichtung durch Kontakt mit einer transparenten Wärmesenke
auf einer Vorderseite 21 gekühlt werden, z. B. ein Stück eines
an den Halbleiter bondierten Saphirs.
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Die
Verstärkungsstruktur 3 wird
durch ein Pumplicht 70 optisch gepumpt, das die Quantentöpfe in der Mehrfach-Quantentopf-Verstärkungsstruktur 3 durch
Absorption in den Sperrschichtbereichen pumpt. Das Pumplicht 70 wird
vorzugsweise durch einen oder mehrere Hochleistungsdiodenpumplaser 7 mit
mehreren Moden erzeugt und auf eine Vorderseite des Aktivspiegel-Elements 2 durch
eine Pumpoptik 71 fokussiert. Alternativ könnte das
Pumplicht 70 auch durch eine optische Faser zugeführt werden.
Zum Beispiel kann ein 2 W Breitstreifendiodenlaser 7, der
bei 810 nm emittiert, verwendet werden, um die Verstärkungsstruktur 3 kontinuierlich
mit bis zu 1,6 W zu pumpen, die auf einen Bereich mit einer Fläche von
etwa 90 × 90 μm2 auf der Vorderseite 21 des Aktivspiegel-Elements 2 fokussiert
sind. Das Aktivspiegel-Element 2 absorbiert typischer Weise
etwa 60% der einfallenden Pumpleistung. Die Fläche der Lasermode 10 auf
dem Aktivspiegel-Element 2 kann etwa 104-mal
größer als
der die Modenfläche
auf der Seitenfläche
eines kantenemittierenden Lasers sein, was Raum zur Erzeugung hoher
mittlerer Leistung und großer
Pulsenergie liefert. Gleichzeitig erzwingt der externe Resonator 1 einen
Grundmodenbetrieb bei einem kreisförmigen, nahezu beugungsbeschränkten Strahl 10.
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Der
Laserresonator 1 ist V-förmig, d. h. durch einen sphärischen
Faltspiegel 8 einmal gefaltet.
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Der
Faltspiegel 8 dient gleichzeitig als Ausgangskoppelspiegel
und hat z. B. einen Radius von 10 mm und eine Transmission von 0,4%
bei einer Laserwellenlänge
von etwa 1030 nm.
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Die
in 1 gezeigte Ausführungsform eines Lasers gemäß der Erfindung
ist ein optisch gepumpter oberflächenemittierender
Halbleiterlaser mit vertikalem externen Resonator (OPS-VECSEL; engl.: optically pumped
semiconductor vertical-external-cavity surface-emitting laser),
der mittels eines SESAM 5 passiv modengekoppelt ist. Bei
früheren
Experimenten emittierte der VECSEL von 1 Pulse
von einer 26 ps FWHM-Dauer bei 1030 nm mit einer um 4,4 GHz variablen
Wiederholrate.
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2 zeigt
ein Beispiel eines Halbleiter-Aktivspiegel-Elements 2,
das für
den EXSEL gemäß der Erfindung
verwendet werden kann. Die verschiedenen Schichten können z.
B. durch das bekannte metallorganische chemische Dampfabscheidungs-(MOCVD;
engl.: metalorganic-chemical-vapor-deposition)- oder Molekularstrahlepitaxie-(MBE;
engl.: molecular-beam-epitaxy)-Verfahren
aus einem GaAs-Substrat 28 (in 2 nicht
gezeigt) gezüchtet
werden. Der Bragg-Spiegel 4 umfasst z. B. einen 27-fachen
Stapel von Paaren aus AlAs-Schichten 41 und Al0,1Ga0,9As-Schichten 42. Die Mehrfach-Quantentopf-Verstärkungsstruktur 3 auf
der Oberseite des Bragg-Spiegels 4 besteht aus einem Stapel
von 12 (in 2 sind nur 4 gezeigt) zusammendrückend belasteten
In0,2Ga0,8As-Quantentöpfe 31 zusammen
mit belastungskompensierenden GaAs0,94P0,06-Schichten 32 einer Dicke, die
ausgelegt ist, die Gesamtbelastung in der Struktur auf Null abzugleichen.
Die GaAsP-Schichten 32 sind von den InGaAs-Quantentöpfen 31 durch
GaAs-Schichten 33 getrennt, die die Töpfe in Halbwellenintervallen
räumlich
teilen. Eine Fensterschicht 24 aus 450 nm dickem Al0,43Ga0,57As ist
auf der Mehrfach-Quantentopf-Verstärkungsstruktur 3 gezüchtet, um
Ladungsträger
von der Vorderseite 21 weg zu halten. Die Vorderseite 21 ist
mit einer 10 nm dicken Deckschicht 23 aus GaAs ausgerüstet.
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Nach
dem Züchten
der oben beschriebenen Schichten auf einem Wafer werden Plättchen 2 mit
einer Fläche
von näherungsweise
5 × 5
mm2 von dem Wafer getrennt, gefaltet und
poliert, um das GaAs-Substrat 28 auf eine Dicke von etwa
200 μm zu
verringern, und an eine Kupferwärmesenke 29 unter
Verwendung von Indium-Metall angebracht (cf. 1). Das
von einem Rand eines solchen getrennten Plättchens 2 emittierte Photoluminiszenzspektrum
zeigt eine starke Spitze bei etwa 980 nm. Die Plättchen 2 legen einen
Laserbetrieb bei Wellenlängen über dem
Bereich 1000–1040
nm an den Tag, bestimmt von der Temperatur und auch durch Variation
der Schichtdicke über
dem Wafer.
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Eine
vereinfachte Ausführungsform
eines SESAM 5, der für
den EXSEL gemäß der Erfindung
verwendet werden kann, ist in 3 gezeigt.
Dieser SESAM 5 besteht aus einem Bragg-Spiegel mit einem
25-fachen Stapel von Paaren aus AlAs-Schichten 53 und GaAs-Schichten 54 und
einem Parallelresonanz-λ/2-Resonator 52 geringer
Genauigkeit, der einen einzelnen 20 nm dicken In0,2Ga0,8As-Quantentopf 51 integriert,
der durch Molekularstrahlepitaxie (MBE) bei geringer Temperatur
(300°C)
gezüchtet
ist. Der Niederintensitätsverlust
eines solchen SESAM 5 beträgt etwa 1,3% und die Bleichantwort
(engl. bleaching response) ist bitemporal mit einer 130-fs schnellen
Komponente und einer Verzögerungszeit
von 4 ps. Strukturen dieses Typs sind als extrem vielseitige modenkoppelnde
Vorrichtungen für
Festkörperlaser
etabliert (cf. U. Keller, K. J. Weingarten, F. X. Kärtner, D.
Kopf, B. Braun, I. D. Jung, R. Fluck, C. Hönninger, N. Matuschek und J.
Aus der Au, IEEE J. Selected Topics in Quantum Electron. 2, 435,
1996).
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Mit
einer auf den Wafer einfallenden Pumpleistung von 1,4 W emittiert
der durch 1–3 veranschaulichte
VECSEL eine Gesamtleistung von 21,6 mW, die zwischen zwei Ausgangsstrahlen 10', 10'' gleich aufgeteilt ist. Ein weiterer
Anstieg der Pumpleistung bewirkt, dass die Ausgangsleistung aufgrund
thermischer Effekte abfällt.
Der VESCEL zeigt eine stabile, selbstbeginnende Modenkopplung bei
der Resonatorumlaufwiederholrate von 4,43 GHz. 4 zeigt
die Grundschwingungsspitze in dem Hochfrequenzspektrum des Photostroms
von einer die Laserausgabe überwachenden
schnellen Diode. Das Signal wurde mit einer 50 GHz Photodiode und
einem 26 GHz Verstärker
und Spektrumanalysegerät
erhalten. Spektrale Messungen mit geringerer Auflösungsbandbreite
zeigen einen Jitter von etwa 10 kHz, der wahrscheinlich durch geringe
Schwankungen der Resonatorlänge
in der Größenordnung
von 80 nm verursacht wird.
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Eine
gemessene Pulsautokorrelationsspur ist in 5 (durchgezogene
Kurve) mit einer besten Anpassung an ein hyperbolisches Sekantenprofil
(gestrichelte Kurve), für
die die FWHM-Pulsdauer von 25,7 ps angenommen ist, gezeigt.
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6 zeigt
das optische Spektrum des durch 1–3 veranschaulichten
VECSEL mit einer Bandbreite von 0,25 nm FWHM, was einem Zeit-Bandbreite-Produkt
für diese
Pulse von etwa 1,8 entspricht. Auch innerhalb der eingeschränkten Bandbreite
sind die Pulse durch Verstärkungssättigung
stark verzittert, was die Pulse selbstphasenmoduliert. Bei einem
synchron gepumpten VECSEL kann dieser Effekt teilweise durch die
durch gepulstes Pumpen induzierte externe Phasenmodulation kompensiert
werden kann, die von entgegengesetztem Vorzeichen ist (cf. W. Jiang
und J. E. Bowers, in "Compact
Sources of Ultrashort Pulses", herausgegeben
von Irl N. Duling III, C. U. P. 1995). Nichtsdestotrotz ist über eine
externe Kompression von Pulsen von synchron gepumpten VECSELs um
drei Größenordnungen
auf eine Dauer von 21 fs berichtet worden (W. H. Xiang, S. R. Friberg,
K. Watanabe, S. Machida, Y. Sakai, H. Iwamura und Y. Yamamoto, Appl.
Phys. Lett. 59, 2076, 1991).
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Während sich
die intrinsische Quantentopfverstärkung über mehrere zehn Nanometern
erstreckt, kann die Bandbreite des VECSEL durch einen Effekt gekoppelter
Resonatoren eingeschränkt
sein, der aus einer Restübertragung
durch den Bragg-Spiegel 4 und Reflexion von der In-beschichteten
Rückseite 22 des Substrats 28 herrührt. Ein
Aufrauhen oder Winkelpolieren der Rückseite 22 beseitigt
diesen Effekt. Ein weiterer untergeordneter Resonator kann durch
den Bragg-Spiegel 4 und Fresnel-Reflexion ausgehend von
der Vorderseite 21 des Aktivspiegel-Elements 2 mit
einem freien spektralen Bereich von etwa 40 nm gebildet werden. Dieser
untergeordnete Resonator arbeitet in der Nähe der Resonanz bei der Laserwellenlänge und
kann daher den Lasergrenzwert etwas verringern und auch den effektiven
Verstärkungssättigungsfluss
auf einen Wert unterhalb des Absorptionssättigungsflusses des Parallelresonanz-SESAM
absenken. Der V-Resonator 1 ist daher vorzugsweise asymmetrisch
ausgebildet, um die Resonatormode stärker auf den SESAM 5 als
auf das Aktivspiegel-Element 2 zu fokussieren. Die Längen der
den SESAM 5 und das Aktivspiegel-Element 2 enthaltenden
Resonatorschenkel sind z. B. 6 mm bzw. 28 mm, was zu einem Verhältnis der
Modenfläche
auf der Verstärkungsstruktur 3 zu
der auf dem SESAM 5 von etwa 40 führt. Eine weitere Verringerung
des Modenflächenverhältnisses
ruft eine progressive Verlängerung
der Pulse von bis zu etwa 80 ps und schließlich einen Betriebszustand
mit verrauschtem Pulsieren hervor. Eine bedeutsame Erhöhung der
Ausgangsleistung kann durch mit Diodenleisten gepumpte Vorrichtungen
mit verbessertem Wärmemanagement
und Waferaufbau erreicht werden.
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Weitere
Ausführungsformen
von Lasern gemäß der Erfindung
sind in den 7–9 gezeigt.
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Der
Laser von 7 weist auch einen V-förmigen Laserresonator 1 auf,
aber im Gegensatz zu der Ausführungsform
von 1 wird das Aktivspiegel-Element 2 als
Faltspiegel 8 verwendet. Der Resonator 1 ist von
dem SESAM 5 und dem Ausgangskopplungsspiegel 12 begrenzt.
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Die 8 und 9 zeigen
Ausführungsformen,
bei denen die Verstärkungsstruktur 3 und
die Absorberstruktur 5 in das gleiche Element 6 integriert
sind, das als das "Aktivabsorberspiegel-Element" bezeichnet wird.
Die verschiedenen Schichten sind nicht im Einzelnen gezeigt. In 8 ist
die Verstärkungsstruktur 3 mit einem
Quantentopf 31 oder mit einer Mehrzahl von Quantentöpfen auf
der Oberseite des Aktivabsorberspiegel-Elements 6 angeordnet.
Der Verstärkungsstruktur 3 folgt
ein dazwischen liegendes Element 63, das Pumplicht 70 im
Wesentlichen reflektiert, Laserstrahlung 10 aber im Wesentlichen
durchlässt.
Die Pumpstrahlung 70 bei dieser Ausführungsform fällt ausgehend
von einer Vorderseite 61 des Aktivabsorberspiegel-Elements 6 auf
die Verstärkungsstruktur 3.
Dem dazwischen liegenden Element 63 folgt eine Absorberstruktur 5 mit
einem Quantentopf 51 oder einer Mehrzahl von Quantentöpfen. Alle
diese Elemente sind auf einem Substrat 68 gezüchtet. Das
Aktivabsorberspiegel-Element 6 und ein externer Spiegel 12 bilden
einen Laserresonator 1. Bei der Ausführungsform von 9,
ist die Verstärkungsstruktur 3 benachbart
zu dem Substrat 68. Das Pumplicht 70 geht durch
das Substrat 68 hindurch und fällt ausgehend von der Rückseite 62 des
Aktivabsorberspiegel-Elements 6 auf die Verstärkungsstruktur 3.
Die Absorberstruktur 5 und die Verstärkungsstruktur 3 sind
wiederum durch ein dazwischen liegendes Element 63 getrennt,
das Pumplicht 70 im Wesentlichen reflektiert, Laserstrahlung 10 aber
im Wesentlichen durchlässt.
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10 zeigt
ein Brechungsindexprofil (oben) und eine Berechnung des Feldmusters
(unten) eines z. B. bei der Ausführungsform
von 9 verwendeten Aktivabsorberspiegel-Elements 6.
Auf der Oberseite des Aktivabsorberspiegel-Elements 6 ist
eine Absorberstruktur 5 gezüchtet. Mit einzelnen Elementen
wird die Sättigungsenergie
der Absorberstruktur 5 und der Verstärkungsstruktur 3 durch
mehr oder weniger genaues Fokussieren der Lasermode eingestellt.
Bei einem Aktivabsorberspiegel-Element 6 können die
Intensität
und dadurch die Sättigungsenergie
durch Verwendung des Musters stehender Wellen variiert werden. Bei
der Absorberstruktur 5 von 10 wird
ein Fabry-Perot-Resonatorhohlraum für den Absorber 5 verwendet,
um die Intensität
zu erhöhen
und dadurch die effektive Absorbersättigungsenergie zu verringern.
Das Pumplicht 70 wird größtenteils durch die Absorberstruktur 5 hindurch übertragen,
hauptsächlich
weil der Absorberquantentopf 51 im Gegensatz zu den verstärkenden
Quantentöpfen 31 nicht
von pumpabsorbierendem Material umgeben ist. Die verstärkenden
Quantentöpfe 31 werden
hauptsächlich
durch Ladungsträger
angeregt, die in dem umgebenden Medium 33 erzeugt und davon
ausgehend zu den Quantentöpfen 31 übertragen
werden. Somit kann das Pumplicht 70 durch den sättigbaren
Absorber 5 hindurch übertragen
werden, ohne dabei den letzteren bedeutsam anzuregen, während die
höhere
Spitzenintensität
des zirkulierenden Laserpulses 10 den Absorber 5 weiterhin
sättigen
kann.
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Ein
Beispiel des Aufbaus des Aktivabsorberspiegel-Elements 6,
wie in 10 gezeigt, ist in Tabelle I angegeben.
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Verschiedene
weitere Ausführungsformen
können
ins Auge gefasst werden, ohne sich dabei vom Umfang der Erfindung
zu entfernen.