DE60120643T2 - Drehbares munitionmagazin - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein drehbares Munitionsmagazin in Übereinstimmung mit dem Oberbegriff von Anspruch 1.
- In Verbindung mit dem Laden einer Granatwerterwaffe vom rückwärtigen Ende des Laufs der Waffe her besteht häufig ein Bedarf an großer Aufnahmekapazität und damit einer kompakten Auslegung des Munitionsmagazins, wenn solche Waffen in mobilen Einheiten montiert sind, in denen der Raum begrenzt ist. Desgleichen müssen sich solche Granatenmagazine mit Lademagazinen für rückwärtiges Laden der Waffe koordinieren lassen.
- SE-C-217 868 offenbart ein Munitionsmagazin der Art, die in dem Oberbegriff von Anspruch 1 definiert ist, wobei zwei Granaten in jedes Magazinfach aufgenommen werden und mit der gleichen Menge von Granaten, die sich in zwei radial verschiedenen Lagen des Magazins befinden.
- Zu diesem Zweck ist das drehbare Munitionsmagazin gemäß der Erfindung, auf das in der Einleitung Bezug genommen wurde, durch die in Anspruch 1 dargelegten Merkmale gekennzeichnet. Auf Grund einer solchen Konstruktion des Magazins kann eine große Anzahl von Granaten in einem sehr begrenzten Raum aufgenommen werden, wobei es möglich ist, Granaten von einer radial innen liegenden Aufnahmeposition in den ersten Munitionshalterelementen automatisch in eine radial außen liegende Ausstoßposition zu überführen, indem während der Drehbewegung des Magazins Schwerkraft auf sie einwirkt, wenn eine radial außen liegende Granate in dem gleichen Halterelement vorher ausgestoßen worden ist.
- Weitere Merkmale und Details des Munitionsmagazins gemäß der Erfindung sind in den folgenden Nebenansprüchen angegeben und werden im Folgenden ausführlicher beschrieben.
- In einer besonders geeigneten Anordnung von Munitionsmagazinen gemäß der Erfindung sind zwei Magazine spiegelverkehrt in Bezug aufeinander positioniert, wobei sich ein gemeinsamer Munitionsausstoßmechanismus zwischen den Magazinen befindet. Dementsprechend kann eine Granatwerterwaffe mit einer sehr kompakten Lade- und Magazineinheit mit großer Kapazität koordiniert werden.
- Die Erfindung wird im folgenden ausführlicher unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen im Anhang beschrieben:
-
1 ist eine Rückansichtsicht eines leeren Munitionshalters für ein drehbares Munitionsmagazin gemäß der Erfindung; -
2 ist eine Rückansicht ähnlich1 von der Haltereinheit, die mit Granaten gefüllt ist; -
3 ist eine bruchstückhafte Perspektivansicht der Munitionshaltereinheit in2 ; -
4 ist eine Rückansicht von der Rückseite von zwei drehbaren Magazinen aus, die spiegelverkehrt montiert sind, welche jeweils eine Munitionshaltereinheit aufweisen, die drehbar in einem entsprechenden Magazinrahmen montiert sind, wobei ein Granatenausstoßmechanismus zwischen den Magazinen angeordnet ist; und -
5 ist eine Perspektivansicht der Anordnung in4 . - In
1 bezeichnet 10 allgemein eine erfindungsgemäße Munitionshaltereinheit für ein drehbares Munitionsmagazin für Granaten. Die Haltereinheit10 umfasst fünf längliche Granatenhalterelemente14 mit einem im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt, die in der Umfangsrichtung gleichmäßig um eine längslaufende Mittelachse12 verteilt sind und von denen jede zwei Granaten G1 und G2 aufnehmen kann, die parallel zu und in einem unterschiedlichen radialen Abstand von der Mittelachse12 liegen, wie in2 und3 gezeigt. An den äußeren Enden der Schenkel14a ,14b der Halterelemente montiert befinden sich gebogene Flügelelemente16 und entsprechend18 , wobei ein gebogener Flanschteil16a des Flügelelements16 direkt auf einen entsprechenden gebogenen Flanschteil18a des gebogenen Flügelelements18 an dem Ende des Schenkels14b hin ausgerichtet ist, so dass die zueinander hin ausgerichteten Flanschteile16a ,18a den Abstand zwischen den Schenkelenden teilweise überbrücken und einen Raum20 begrenzen, um somit eine radial außen liegenden Granate G1 in dem Halterelement4 zu sichern, während ein radial innen liegender gebogener Bahnabschnitt14c des Halters14 einen Raum22 begrenzt, um eine radial innen liegende Granate G2 zu sichern. Die gebogenen Flügelelemente16 ,18 weisen auch einen gebogenen Flanschteil16b und entsprechend18b auf, welche Flanschteile auf eine solche Weise zueinander hin ausgerichtet sind, dass sie zwischen zwei benachbarten Halterelementen14 und in Wechselwirkung mit der Außenseite der Schenkel14a und14b von zwei benachbarten Halterelementen14 einen Raum24 begrenzen für die Aufnahme einer Granate G3 (2 und3 ) mit dem gleichen radialen Abstand von der Mittelachse12 wie die Granaten G1 in den Räumen20 der Halterelemente14 . Auf diese Weise kann die Munitionseinheit10 zehn Granaten G1 und G3 in einer radial außen liegenden Aufnahmeposition und fünf Granaten G2 und einer radial innen liegenden Aufnahmeposition aufnehmen. - Die Flügelelemente
16 ,18 können mittels einer schwalbenschwanzähnlichen Verbindung25 aufschiebend auf dem äußeren Endabschnitt der Schenkel14a ,14b angeordnet werden. - Auf der Innenseite der Schenkel
14b befindet sich ein im Wesentlichen V-förmiges Tellerfederelement26 , das so angeordnet ist, dass es nachgibt und eine Bewegung einer radial innen liegenden Granate G2 in dem Raum22 zu dem radial außen liegenden Raum20 gestattet, wenn aus dem Letzteren vorher seine Granate G1 entleert worden ist, und wenn auf die Granate G2 während der Drehbewegung der Munitionshaltereinheit10 durch die Schwerkraft eingewirkt wird und sie damit in den Raum20 fällt. Das Tellerfederelement26 springt wieder nach außen zurück und verhindert, dass die jetzt außen liegende Granate wieder in den jetzt leeren, radial innen liegenden Raum22 zurückfällt. - Verriegelungsmittel in der Form von schwenkbaren Verschlussriegeln
28 am rückwärtigen Ende der Flügelelemente16 ,18 können die Granaten axial in den außen liegenden Räumen20 ,24 abnehmbar fixieren mittels Eingreifen in einen rückwärtigen Abschnitt der Granaten, während Verriegelungselemente30 die Granaten axial in den radial innen liegenden Räumen22 abnehmbar sichern können, ebenfalls durch Eingreifen in einen rückwärtigen Abschnitt der Granaten. - In einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Munitionsmagazins M ist die oben beschriebene Munitionshaltereinheit
10 , wie in4 und5 gezeigt, drehbar in einem entsprechenden Rahmen32 montiert, der zwei Rahmen-Seitenteile32a ,32b und obere und untere Winkelstreben34 auf einer innen liegenden begrenzenden Seite des Magazins M umfasst. Auf der entgegengesetzten, außen liegenden begrenzenden Seite des Magazins M können die Rahmen-Seitenteile32a ,32b ebenfalls untereinander verbunden und durch eine Anzahl von rohrförmigen Elementen36 verspannt werden, die gleichzeitig einen feststehenden Halteraum für weitere Granaten (sieben in dem gezeigten Beispiel) bilden können. - Der rückwärtige Rahmen-Seitenteil
32a weist einen dreieckigen Ausschnitt38 auf, der sich in die innen liegende begrenzende Seite des Magazins M öffnet und der so ausgelegt ist, dass er zwei der radial außen liegenden Räume20 ,24 für Granaten G1 und G3 und einen innen liegenden Raum22 für Granaten G2 freilegt, so dass leere derartige Räume in dem Magazin von der Rückseite her mit neuen Granaten geladen werden können. Es ist auch möglich, das Laden des Magazins M von einer Öffnung in dem vorderen Rahmen-Seitenteil32b her zu konzipieren, in welchem Fall die Öffnung den radial innen liegenden Raum22 des Halterelements14 zur gleichen Zeit wie den äußeren Raum20 (die Ausstoßposition P in4 ) freilegen kann. - In dem in den Zeichnungen gezeigten Beispiel kann die Munitionshaltereinheit
10 in Schritten von 36° mittels eines Elektromotors40 gedreht werden, der über Zahnräder42 ,44 und eine Kette46 die Einheit10 um die Mittelachse12 dreht. Ein einstellbares Kettenspannrad48 hält die Kette46 wie erforderlich gespannt. - In
4 und5 sind zwei Magazine M des oben beschriebenen Typs Seite an Seite spiegelverkehrt angeordnet, wobei eine (nicht ausführlicher beschriebene) Granatenausstoßeinheit50 zwischen den Magazinen M angeordnet ist, um Granaten in den jeweiligen Positionen P in den Magazinen einzeln in ein (nicht gezeigtes) Ladefach oder vollständig in das rückwärtige Ende eines dazugehörigen Waffenlaufs auszustoßen. Dank einer solchen Zwillingsanordnung von drehbaren Magazinen M mit einer gemeinsamen Ausstoßeinheit50 kann eine doppelläufige Waffe mit wenigstens 44 Granaten in einem sehr begrenzten Raum in einem Fahrzeug bestückt werden. - Obwohl die Ausführungsform der gezeigten und beschriebenen drehbaren Munitionshaltereinheit
10 für die Aufnahme von Granaten in zwei radial getrennten Aufnahmepositionen ausgelegt ist, ist es innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung möglich, die Granatenhalterelemente auf eine ähnliche Weise auszulegen, so dass mehrere radial getrennte Aufnahmepositionen für Granaten dann aufgenommen werden können, so dass dann eine sogar noch größere Kapazität erreicht werden kann.
Claims (10)
- Drehbares Munitionsmagazin, insbesondere für Granaten, umfassend eine Munitionshaltereinheit (
10 ), die in einem Rahmen (32 ) drehbar um eine längslaufende Mittelachse (12 ) montiert ist, und die eine Anzahl von länglichen ersten Munitionshalterelementen (14 ) umfasst, die in Bezug aufeinander gleichmäßig um die Mittelachse verteilt und so ausgelegt und positioniert sind, dass sie wenigstens zwei Granaten (G1, G2) halten können, die im Wesentlichen parallel zu und in einem unterschiedlichen radialen Abstand von der Mittelachse (12 ) liegen, gekennzeichnet durch zweite Munitionshalterelemente (14a ,14b ,16b ,18b ), die so ausgelegt und angeordnet sind, dass sie in der Lage sind, wenigstens eine Granate (G3) im Wesentlichen parallel zu der Mittelachse (12 ) und zwischen den ersten Munitionshalterelementen (14 ) in dem gleichen radialen Abstand von der Mittelachse (12 ) zu halten wie die radial äußeren Granaten (G1) in den ersten Halterelementen (14 ). - Magazin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Munitionshalterelemente (
14 ) ein im Wesentlichen U-förmiges Querschnittsprofil aufweisen. - Magazin nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Schenkelenden jedes U-förmigen Profils (
14 ) gebogene Flansche (16a ,18a ) tragen, die zueinander hin ausgerichtet sind und den Abstand zwischen den Schenkelenden wenigstens teilweise überbrücken. - Magazin nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Munitionshalterelemente gebogene Flansche (
16b ,18b ) umfassen, die zueinander hin ausgerichtet sind, die an den freien Enden von sich gegenseitig zugewandten Schenkeln (14a ,14b ) von benachbarten ersten Munitionshalterelementen (14 ) montiert sind und den Abstand zwischen diesen sich zugewandten Schenkel teilweise überbrücken. - Magazin nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Flansche (
16a ,16b ;18a ,18b ), die an jedem Schenkelende in entgegengesetzte Richtungen ausgerichtet sind, durchgehend miteinander verbunden sind. - Magazin nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Flansche (
16a ,16b ;18a ,18b ) über eine schwalbenschwanzähnliche Verbindung (25 ) mit dem Schenkelende verbunden werden können. - Magazin nach irgendeinem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass Federelemente (
26 ), die in die U-förmigen Profile (14 ) vorspringen, so angeordnet sind, dass sie eine Bewegung einer Granate (G2) nach außen in der radialen Richtung in jedem U-förmigen Profil gestatten, aber eine Bewegung in der entgegengesetzten Richtung verhindern. - Magazin nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente in Form einer länglichen, im Wesentlichen V-förmigen Tellerfeder (
26 ) vorliegen. - Magazin nach irgendeinem der Ansprüche 1–8, dadurch gekennzeichnet, dass Verriegelungselemente (
28 ,30 ) mit den ersten und den zweiten Munitionshalterelementen koordiniert sind, um die Granaten darin axial zu sichern. - Anordnung von Munitionsmagazinen (M) nach irgendeinem der Ansprüche 1–9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Magazine (M) spiegelverkehrt in Bezug aufeinander mit einem gemeinsamen Munitionsausstoßmechanismus (
50 ) positioniert sind, der sich zwischen den Magazinen befindet.
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