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DE60107872T2 - Herstellung von wirkstoffpartikeln durch evaporation-präzipitation in wässrige lösungen - Google Patents

Herstellung von wirkstoffpartikeln durch evaporation-präzipitation in wässrige lösungen Download PDF

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DE60107872T2
DE60107872T2 DE60107872T DE60107872T DE60107872T2 DE 60107872 T2 DE60107872 T2 DE 60107872T2 DE 60107872 T DE60107872 T DE 60107872T DE 60107872 T DE60107872 T DE 60107872T DE 60107872 T2 DE60107872 T2 DE 60107872T2
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DE
Germany
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drug
active ingredient
aqueous solution
particles
particle
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DE60107872T
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P. Keith JOHNSTON
O. Robert WILLIAMS
J. Timothy YOUNG
Xiaoxia Chen
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University of Texas System
University of Texas at Austin
Original Assignee
University of Texas System
University of Texas at Austin
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    • A61K9/1682Processes
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Wirkstoffpartikel und Verfahren zu deren Herstellung. Im Speziellen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf die Herstellung von Wirkstoffpartikeln unter Verwendung von Verdampfungsniederschlagung in wässrige Lösungen hinein.
  • Bioverfügbarkeit ist ein Begriff, der das Ausmaß wiedergibt, zu welchem ein Wirkstoff im Zielgewebe verfügbar wird, nachdem er dem Körper verabreicht wurde. Schlechte Bioverfügbarkeit ist ein signifikantes Problem, auf welches bei der Entwicklung pharmazeutischer Zusammensetzungen gestoßen wird, insbesondere jener, die einen aktiven Inhaltsstoff enthalten, der in Wasser schwer löslich ist. Schwer wasserlösliche Wirkstoffe neigen dazu, aus dem gastrointestinalen Trakt ausgeschieden zu werden, bevor sie in den Blutkreislauf aufgenommen werden.
  • Es ist bekannt, dass die Auflösungsgeschwindigkeit eines teilchenförmigen Wirkstoffs mit steigender Oberfläche ansteigen kann, d. h. Verminderung der Partikelgröße. Es wurden Bemühungen unternommen, um die Größe und den Größenbereich von Wirkstoffpartikeln in pharmazeutischen Zusammensetzungen zu beeinflussen. Z. B. wurden, wie im U.S. Patent Nr. 5,145,684 beschrieben, Nassmahltechniken verwendet. Jedoch weisen solche Nassmahltechniken Probleme auf, die mit Kontamination aus den Reibemitteln zusammenhängen. Es ist schwer, höchst gleichmäßige Submikrometerpartikel mit Nassmahlung und Festmahlung herzustellen und diese Behandlung kann zeitaufwändig sein. Darüber hinaus kann das Aussetzen einer Wirkstoffsubstanz gegenüber mechanischer Scherung oder hohen Temperaturen für anhaltende Zeiträume zur Folge haben, dass der Wirkstoff seine Aktivität verliert.
  • Sprühtrocknung in Dampf hinein ist ein anderes Verfahren, das verwendet wird, um Wirkstoffpartikel, welche Mikrometergröße besitzen, zu bilden. Sprühtrocknung wird allgemein verwendet, um trockenes pharmazeutisches Puder zu formulieren. In den meisten Fällen werden entweder hydrophile Wirkstoffe in wässriger Lösung oder schwer wasserlösliche Wirkstoffe in organischer Lösung versprüht. Diese Ansätze bieten keinen Weg, einen schlecht wasserlöslichen Wirkstoff und gleichzeitig einen wasserlöslichen Hilfsstoff zu versprühen.
  • Das U.S. Patent Nr. 5,985,248 lehrt das Auflösen eines hydrophilen Hilfsstoffes oder Stabilisierungsmittels, und eines hydrophoben Wirkstoffs in einem Verschnittmittel-System, wie z. B. Wasser : Ethanol, und Sprühtrocknung des Systems in Dampf hinein. U.S. Patent Nr. 6,001,336 lehrt das Suspendieren eines hydrophoben Wirkstoffs in einer wässrigen Lösung, die ein hydrophiles Stabilisierungsmittel enthält, und Sprühtrocknung der Suspension in Dampf hinein. U.S. Patent Nr. 6,077,543 und WO 98/29096 lehren das gemeinsame Zerstäuben einer organischen und einer wässrigen Lösung in Dampf hinein. In all diesen Lehren werden Wirkstoffpartikel im Mikrometergrößenbereich gebildet. Aufgrund des Wachstums der Wirkstoffpartikel während der Lösungsmittelverdampfung ist es schwer, Submikrometerpartikel durch diese Techniken herzustellen. Da das Wasser verdampft, wird es nicht länger hydrophile Stabilisierungsmittel solvatisieren. Die Solvatisierung der Stabilisierungsmittel ist nötig, um das Wachstum der Wirkstoffpartikel verhindern zu können. Als Ergebnis wird das Wachstum der Wirkstoffpartikel höchstwahrscheinlich nicht gehemmt und die Partikelgröße ist typischerweise größer als ein Mikrometer. Darüber hinaus erfolgt in allen diesen Lehren die Ausscheidung von oberflächenaktivem Stoff und Stabilisierungsmitteln gleichzeitig in der coaxialen Düse und es ist viel schwerer, die Partikelmorphologie zu beeinflussen. Des Weiteren sind die in allen diesen Lehren nützlichen Hilfsstoffe Zucker, Salze, Pectin und Zitronensäure, welche keine guten Stabilisierungsmittel zur Verhinderung des Partikelwachstums während des Zerstäubungsprozesses sind.
  • U.S. Patent Nrs. 5,795,594 und 5,851,453 lehren die Verwendung von verdichteten flüssigen Antisolventien, um Wirkstoffpartikel im Mikrometergrößenbereich zu bilden. Dieser Prozess wurde Fällen unter Verwendung verdichteter Antisolventien (eng. Precipitation Using Compressed Antisolvents (PCA)), durch Lösung erhöhte Dispersion von Feststoffen (eng. Solution-Enhanced Dispersion of Solids (SEDS)) und Überkritisches Antisolvents Verfahren (eng. Supercritical AntiSolvent Process (SAS)) genannt. In den meisten Fällen verwendet dieses Verfahren wegen der niedrigen Löslichkeit von Wasser in komprimierten Kohlendioxid kein Wasser, sodass es schwer ist, wasserlösliche Hilfstoffe in diesem Verfahren zu verwenden. In einigen Fällen ist dieses Verfahren dennoch im Stande, Wasser durch Einfließen einer organischen Wirkstofflösung, einer wässrigen Lösung und eines zweiten organischen Lösungsmittels, wie z. B. Ethanol, in komprimiertes Kohlendioxid, zu verwenden. Das Ethanol wird benötigt, um das Wasser in die CO2-Phase zu extrahieren. Wegen der Komplexität der Vermischung der drei Strahlen in der Düse ist es in diesem Verfahren schwer, die Partikelgröße zu kontrollieren. Ferner müssen die Partikel aus einem Hochdruckgefäß zurückgewonnen werden und hohe Verhältnisse von CO2 zu Wirkstoff sind nötig. Da das Wasser mit CO2 in Kontakt kommt, erreicht der pH-Wert im Wasser darüber hinaus 3, was der Wirkstoffstabilität und Wechselwirkungen mit Hilfsstoffen abträglich sein kann.
  • Young et al., Rapid Expansion from Supercritical to Aqueous Solution to Produce Submicron Suspensionsd of Water-Insoluble Drugs, Biotechnol. Prog. 2000, 16, 402–407 lehren die Bildung schwer wasserlöslicher Wirkstoffpartikel durch schnelle Expansion überkritischer Fluidlösungen in Wasser hinein. Das überkritische Fluid war Kohlendioxid über seiner kritischen Temperatur. Die Löslichkeit von Wirkstoffen in Kohlendioxid und anderen überkritischen Fluiden, wie z. B. Ethan und Propan, ist üblicherweise sehr klein. Wegen der niedrigen Löslichkeit von Wasser in CO2 ist es schwer, wasserlösliche Stabilisierungsmittel und Hilfstoffe in Sprühantisolventsverfahren (PCA, SAS oder SEDS) in Kohlendioxid hinein zuzusetzen. Reverchon E., Supercritical Antisolvent Precipitation of Micro- and Nano-particles, J. Supercrit. Fluid., 1999, 15, 1–21. Diese Antisolventsverfahren erfordern hohe Verhältnisse von Kohlenstoffdioxid zu Wirkstoff und die Verwendung von Hochdruckgefäßen zur Gewinnung von Produkt. Selbst wenn eine wässrige und zwei organische Lösungen durch eine koaxiale Düse versprüht werden, unterliegt das Verfahren vielen der Einschränkungen, die oben für Sprühtrocknung organischer und wässriger Phasen durch koaxiale Düsen diskutiert wurden. Da das Wasser sich in der Ethanol-Kohlendioxid-Mischung löst, steht es nicht länger zur Verfügung, um Stabilisierungsmittel zu solvatisieren, um Partikalwachstum zu verhindern. Daher ist dieses Verfahren auf relativ wenige Wirkstoffe beschränkt.
  • Es würde in der Technik der Herstellung von Wirkstoffpartikeln ein Gewinn sein, ein Verfahren bereitzustellen, das die einfache Beeinflussung der Partikelgröße und Morphologie erlaubt und welches für einen breiten Umfang an Wirkstoffsubstanzen anwendbar ist.
  • Gemäß einem Aspekt ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung schwer wasserlöslicher Wirkstoffpartikel, das die Schritte der Auflösung eines Wirkstoffs in wenigstens einem organischen Lösungsmittel unter Ausbildung einer Wirkstoff/Organisch-Mischung; Einsprühen der Wirkstoff/Organisch-Mischung in eine wässrige Lösung; und gleichzeitige Verdampfung des organischen Lösungsmittels in Gegenwart der wässrigen Lösung unter Ausbildung einer wässrigen Dispersion der Wirkstoffpartikel umfasst.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt umfasst die vorliegende Erfindung schwer wasserlösliche Wirkstoffpartikel, die einen durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 50 Nanometer bis 20 Mikrometer besitzen, wobei die Wirkstoffpartikel, die nach einem Verfahren hergestellt werden, das die Schritte des Auflösens des Wirkstoffs in mindestens einem organischen Lösungsmittel unter Ausbildung einer Wirkstoff/Organisch-Mischung; Einsprühen der Wirkstoff/Organisch-Mischung in eine wässrige Lösung; und gleichzeitige Verdampfung des organischen Lösungsmittels in Gegenwart der wässrigen Lösung unter Ausbildung einer wässrigen Dispersion der Wirkstoffpartikel, umfasst.
  • Die vorliegende Erfindung verwendet Verdampfungsniederschlagung in wässrige Lösungen (eng. evaporative precipitation into aqueous solutions (EPAS)) hinein, um Wirkstoffpartikel mit Mikrometer- bis Submikrometergröße zu bilden, was relativ zu größeren Partikeln zu gesteigerter Bioverfügbarkeit führt. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung hat eine Anwendung auf einen weiten Bereich von Wirkstoffsubstanzen, da verschiedene Lösungsmittel gewählt werden können, um den Wirkstoff aufzulösen. Die Fähigkeit, schwer lösliche Wirkstoffe und wasserlösliche Stabilisierungsmittel/Hilfsstoffe zu verwenden, eröffnet die Möglichkeit, Submikrometerpartikel, die hohe Auflösungsgeschwindigkeiten in wässrigen Medien haben, zu bilden. Die vorliegende Erfindung bietet außerdem die Befähigung, die sich ergebende Partikelgröße und Morphologie relativ in Bezug auf die Techniken, die nach dem oben ermittelten Stand der Technik beschrieben wurden, besser zu beeinflussen. Darüber hinaus führt die vorliegende Erfindung oft zu Partikeln, die, verglichen mit der unbehandelten Wirkstoff-Rohmasse, eine herabgesetzte Kristallinität besitzen, was die Auflösung steigert.
  • 1 ist eine schematische Darstellung, die eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens veranschaulicht.
  • 2 ist eine Querschnittsansicht eines Gefäßes, wie es im erfindungsgemäßen Verfahren verwendbar ist.
  • 3 bis 4 sind Graphen, die verbesserte Auflösungsgeschwindigkeiten für erfindungsgemäße Partikel zeigen.
  • 5 ist eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme, die die verringerte Kristallinität von erfindungsgemäßen Partikeln zeigt.
  • 6 ist ein Graph, der verbesserte Auflösungsgeschwindigkeiten für erfindungsgemäße Partikel zeigt.
  • 1 ist eine schematische Darstellung, die eine Ausführungsform einer Vorrichtung zeigt, wie sie im erfindungsgemäßen Verfahren verwendbar ist. Tank 11 enthält, wie gezeigt, eine Wirkstoff/Organisch-Mischung. Die Wirkstoff/Organisch-Mischung wird durch Lösen eines Wirkstoffes in mindestens einem organischen Lösungsmittel gebildet. Die sich ergebende Wirkstoff/Organisch-Mischung kann eine Lösung, eine Emulsion oder eine Mikroemulsion sein.
  • Der Wirkstoff, der im erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden kann, kann jeder schlecht wasserlösliche Wirkstoff sein. Passende Wirkstoffsubstanzen können aus einer Vielfalt von bekannten Wirkstoffklassen gewählt werden, die z. B. einschließen Analgetika, entzündungshemmende Mittel, Anthelminika, antianginale Mittel, antiarrhythmische Mittel, Antibiotika (einschließlich Penicilline), Antikoagulantien, Antidepressiva, antidiabetische Mittel, Antiepileptika, Antigonadotropine, Antihistamine, antihypertensive Mittel, antimuscarinerge Mittel, antimycobakterielle Mittel, antineoplastische Mittel, Immunsuppressiva, antithyreoide-Mittel, antivirale Mittel, anxiolytische Sedidativa (Hypnotika und Neuroleptika), Adstringentien, beta-Adrenoceptorblockierende Mittel, Blutprodukte und -ersatzstoffe, inotrope Herz Mittel, Kontrastmittel, Kortikosteroide, Hustenmittel (Expecorantien und Mucolytika), diagnostische Mittel, diagnostisch abbildende Mittel, Diuretika, Dopaminergika (Anti-Parkinson-Mittel), Hämostyptika, immunsuppressive zyklische Oligopeptide, immunologische Mittel, Lipid-regulierende Mittel, Muskelrelaxantien, Parasympatomimetika, parathyreoides Calcitonin und Biphosphonate, Prostaglandine, Radiopharmazeutika, Geschlechtshormone (einschließlich Steroide), antiallergische Mittel, Anregungsmittel und Appetitzügler, Sympathikomimetika, Thyroid-Mittel, Vasodilatantien und Xanthine. Bevorzugte Wirkstoffsubstanzen schließen solche ein, die für orale Verabreichung und intravenöse Verabreichung bestimmt sind. Eine Beschreibung dieser Wirkstoffklassen und eine Auflistung der Arten innerhalb jeder Klasse kann in Martindale, The Extra Pharmacopoeia, Twenty-ninth Edition, The Pharmaceutical Press, London, 1989 gefunden werden. Spezifischere Beispiele für Wirkstoffsubstanzen, die in der Anwendung der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, schließen Danazol, Cyclosporin, Nifedipin, Carbamazepin, Naproxen, Triamcinolon und seine Salze, Hydrocortison und seine Salze, Prednison und seine Salze, Phenylbutazon, Betamethason und seine Salze, Dexamethason und seine Salze, 17-β-Östradiol, Ketoprofen, Verapamil, Ketoconazol, Mefenaminsäure und Metronidazol ein.
  • Das organische Lösungsmittel, in welchem der Wirkstoff gelöst wird, kann jedes organische Lösungsmittel sein, welches den Wirkstoff zu einem angemessenen Grad löst. Vorzugsweise löst das organische Lösungsmittel den Wirkstoff zu einem einem Grad von 0,1 Gewichtsprozent oder mehr und stärker bevorzugt zu einem Grad von 1,0 Gewichtsprozent und mehr. Das organische Lösungsmittel ist mit Wasser vorteilhafter Weise nicht mischbar. Geeignete organische Lösungsmittel schließen Diethylether, Methylenchlorid, Ethylacetat, Dimethylether, Perfluoralkane und Isomere hiervon, partiell fluorinierte Lösungsmittel mit oder ohne andere funktionelle Gruppen, und andere organische Lösungsmittel mit Siedepunkten unter ungefähr 70°C und Kombinationen hiervon ein.
  • In einer Ausführungsform enthält die Wirkstoff/Organisch-Mischung ferner ein Partikel-Stabilisierungsmittel. Stabilisierung ist hierin in ihrer Bedeutung so definiert, dass die sich ergebenden Wirkstoffpartikel nicht wesentlich wachsen und nicht übermäßig kristallisieren. In diesem Zusammenhang ist ein Partikel-Stabilisierungsmittel hierin in seiner Bedeutung als Substanz definiert, die das Partikelwachstum wesentlich hemmt und wesentlich die Kristallisierung der Wirkstoffpartikel hemmt. Das Partikel-Stabilisierungsmittel kann wasserlöslich oder organisch löslich sein, obgleich die Bioverfügbarkeit sogar zu einem größeren Ausmaß gesteigert werden kann, wenn das Partikel-Stabilisierungsmittel wasserlöslich ist. Partikel-Stabilisierungsmittel können außerdem als Absorptionsverstärker zwecks Steigerung der Bioverfügbarkeit der Wirkstoffpartikel wirken.
  • Das Partikel-Stabilisierungsmittel, gegenwärtig in im organischen Lösungsmittel kann zur Stabilisierung des Partikels in der wässrigen Phase beitragen. Beispiele für Partikel-Stabilisierungsmittel schließen Phospholipide, oberflächenaktive Stoffe, entweder von niederem Molekulargewicht oder polymerisch, Vesikel, Polymere einschließlich Copolymere und Homopolymere und Biopolymere, und/oder Dispersionshilfen ein. Das Partikel-Stabilisierungsmittel kann nicht-ionisch, anionisch, kationisch oder zwitterionisch sein. Geeignete oberflächenaktive Stoffe schließen Gelatine, Kasein, Lecithin, (Phosphatide), Gummiarabikum, Cholesterin, Traganthgummi, Stearinsäure, Benzalkoniumchlorid, Calciumstearat, Glycerinmonostearat, Cetostearylalkohol, Cetomacrogol 1000, Polyoxyethylencastorölderivate, Polyoxyethylensorbitanfettsäureester, z. B. die kommerziell erhältlichen Tweens, Polyethylenglykole, Copolymere von Polyethylenglykol und Polypropylenglykol, Polyoxyethylenstearate, colloidales Siliciumdioxid, Phosphate, Natriumdodecylsulfat, Calciumcarboxymethylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose, Methylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulosephthalat, nicht-kristalline Cellulose, Magnesiumaluminiumsilikat, Triethanolamin, Polyvinylalkohol, Natriumlaurylsufat (Sodiumlaurylsulfat, SLS), Polyvinylpyrrolidon (PVP), Gallensalze ein.
  • Wieder Bezug nehmend auf 1 wird die Wirkstoff/Organisch-Mischung durch Versorgungsleitung 12 einem Zerstäuber zugeführt, wo die Wirkstoff/Organisch-Mischung in eine wässrige Lösung, welche im Tank 13 enthalten ist, eingesprüht wird. Die Wirkstoff/Organisch-Mischung wird am oder unter dem Flüssigkeitsspiegel der wässrigen Lösung in Tank 13 gesprüht.
  • In einer alternativen erfindungsgemäßen Ausführungsform kann ein Teil der wässrigen Lösung zusammen mit der Wirkstoff/Organisch-Mischung in den verbleibenden Teil der wässrigen Lösung eingesprüht werden. In einer solchen Ausführung sollte die Düse so ausgelegt sein, dass sie das gleichzeitige Zersprühen von zwei Strahlen erlaubt. In einer solchen Ausführung kann der Füllstand der wässrigen Lösung in Tank 13 z. B. durch einen Überfluss kontrolliert werden, derart, dass sich eine kontinuierlicher Brei an Partikeln ergibt. Der Partikelbrei kann dann die weitere Bearbeitung durchmachen, um den fertigen Wirkstoffpartikel zu ergeben.
  • 2 ist ein Querschnittsanblick von Tank 13, der die wässrige Lösung 21 enthält. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die wässrige Lösung 21 mindestens ein Partikel-Stabilisierungsmittel. Geeignete Partikel-Stabilisierungsmittel schließen diejenigen ein, welche oben für den Einschluss in der Wirkstoff/Organisch-Mischung aufgelistet wurden. Das spezifische Partikel-Stabilisierungsmittel oder die Partikel-Stabilisierungsmittel, die für die Verwendung in der wässrigen Lösung 21 ausgewählt werden, können dasselbe oder können verschieden sein von dem/den Partikel-Stabilisierungsmittel(n) in der Wirkstoff/Organisch-Mischung. Das Gewichtsverhältnis von Wirkstoff zu Gesamtpartikel-Stabilisierungsmittel reicht von 0,01 : 1 bis 10 : 1, vorzugsweise von 0,05 : 1 bis 7 : 1 und besonders bevorzugt von 0,1 : 1 bis 4 : 1.
  • Die Wirkstoff/Organisch-Mischung wird am oder unter dem Flüssigkeitsspiegel in Tank 13 durch den Zerstäuber 22 gesprüht, um einen Strahl zu bilden, der die Tröpfchen 23 umfasst. Der Strahl führt zu einer intensiven Mischung zwischen den Wirkstoff/Organisch-Mischungstropfen und der wässrigen Lösung. Auf diese Weise wird das organische Lösungsmittel, da die Wirkstoff/Organisch-Mischung durch den Zerstäuber 22 gesprüht wird, gleichzeitig in die wässrige Lösung 21 abgedampft, um so eine wässrige Dispersion der Wirkstoffpartikel zu ergeben. Auf diese Weise geschieht die Verdampfung des organischen Lösungsmittels schnell mit dem Sprühen und der Stabilisierung der Wirkstoffpartikel durch die Hilfstoffe in der wässrigen Lösung. Die Verdampfung des organischen Lösungsmittels geschieht unter der Oberfläche der wässrigen Lösung.
  • Der Zerstäuber 22 kann jede Vorrichtung sein, die geeignet ist, ein Hauptvolumen Flüssigkeit in Tröpfchen aufzutrennen. Als Zerstäuber anwendbare Vorrichtungen schließen Druckdüsen, Venturi-Düsen, vibrierende Öffnungen, Utraschallspraydüsen, rotierende Schalen oder Scheiben, Hauben oder Gitter oder perforierte Platten ein.
  • Die Zerstäubung der verdampfenden organischen Lösung in kleine Tröpfchen in das Wasser und die Intensität des Sprühens bewirken eine starke Durchmischung zwischen den wachsenden Wirkstoffpartikeln und den wasserlöslichen Stabilisierungsmitteln und Hilfsstoffen. Die schnelle Verdampfung des organischen Lösungsmittels bewirkt eine erhebliche Übersättigung des Wirkstoffs und eine schnelle Ausfällung. Die schnelle Ausfällung des Wirkstoffs hat das Potential, amorphe anstelle von kristallinen Partikeln herzustellen, da der Zeitrahmen für Kristallisation zu kurz ist. Während der Verdampfung des organischen Lösungsmittels verbleiben die hydrophilen Stabilisierungsmitteln durch Wasser gelöst. Auf diese Weise bedecken die Stabilisierungsmittel die wachsenden Wirkstoffpartikel und hemmen das Wachstum. Die Morphologie und Partikelgröße der sich ergebenden Partikel kann durch Verändern der Flussrate, der Düsengestaltung, der Konzentration des Wirkstoffs und des Stabilisierungsmittels und durch die Art des/der Stabilisierungsmittel kontrolliert werden.
  • Die Temperatur der Wirkstoff/Organisch-Mischung ist auf einer Höhe, welche die schnelle Verdampfung des Lösungsmittels erlaubt. Typischerweise wird diese Temperatur mindestens 50 Grad Celsius unter dem normalen Siedepunkt des organischen Lösungsmittels bis zu 80 Grad über dem normalen Siedepunkt des organischen Lösungsmittels sein. Wenn die Temperatur der Wirkstoff/Organisch-Mischung am oder über seinem normalen Siedepunkt ist, muss die Zuführleitung 12 unter ausreichendem Druck stehen, um die wässrige Phase aufrechtzuerhalten.
  • Die Temperatur der wässrigen Phase beträgt vorzugsweise mindestens 10°C, mehr bevorzugt mindestens 50°C und noch bevorzugter mindestens 70°C. Die obere Temperaturgrenze wird vom Betriebsdruck abhängen, ist aber vorzugsweise tief genug, um den Wirkstoff nicht zu degradieren, aber hoch genug, um das Solvent zu verdampfen, aber nicht zu viel des Wassers zu verdampfen. In einer bevorzugten Ausführung ist die Temperatur geringer als 120°C, mehr bevorzugt geringer als 95°C und noch bevorzugter geringer als 85°C. Der Druck der wässrigen Lösung kann Raumdruck, Unterraumdruck, um die Verdampfung zu erleichtern, oder Überraumdruck sein.
  • Erfindungsgemäß werden die Wirkstoffpartikel eher in einer wässrigen Phase als in einer Gasphase erzeugt. Deshalb wird das Partikelwachstum durch wässrige Stabilisierungsmittel, welche nicht ausfallen, gehemmt. Die Auflösungsgeschwindigkeiten der Wirkstoffpartikel, welche mit wasserlöslichen Stabilisierungsmitteln überzogen sind, sind hoch zu erwarten, da die Dispersionen aus einer wässrigen Phase stammen. In der vorliegenden Erfindung ist die Stufe der Partikelausformung verschieden von der Stufe auf der die wässrige Lösung getrocknet wird. Daher kann die vorliegende Erfindung eine größere Kontrolle über die Partikelgröße bieten.
  • Der durchschnittliche Partikeldurchmesser der Partikel in der wässrigen Dispersion reicht von 50 Nanometer bis 20 Mikrometer, mehr bevorzugt von 100 Nanometer bis 5 Mikrometer und noch bevorzugter von 200 Nanometer bis 1 Mikrometer. Die Wirkstoffpartikel sind nicht notwendigerweise sphärisch. Der durchschnittliche Partikeldurchmesser kann durch Techniken bestimmt werden, wie sie dem Fachmann bekannt sind, wie z. B. Sedimentationsfeld-Fluss Fraktionierung, Photonenkorrelationsspektroskopie, Scheibenzentrifugation oder dynamische Lichtstreutechniken.
  • Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist die enge Polydispersität, auch als Partikelgrößenverteilung bezeichnet, die sich ergibt. Die Partikelgrößenverteilung ist üblicherweise monomodal mit engen Größenabgrenzungen.
  • Für einen zusätzlichen Vorteil wird gehalten, dass Wirkstoffpartikel, die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wurden, verglichen mit der unbehandelten Wirkstoff-Rohmasse, eine verminderte Kristallinität besitzen. So verringerte Kristallinität kann zu gesteigerten Auflösungsgeschwindigkeiten und Bioverfügbarkeit führen.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung umfasst ferner wünschenswerterweise den Schritt der Gewinnung der Wirkstoffpartikel. In einer Ausführungsform schließt die Gewinnung der Wirkstoffpartikel das Entfernen des Wassers von den Partikeln ein. Das Entfernen des Wassers kann durch jede Technik, die dem Fachmann bekannt ist, ausgeführt werden einschließlich Sprühtrocknung, Sprühgefriertrocknung, Gelierung, definiert als Gelieren der Partikel innerhalb einer polymeren Matrix, Lyophilisierung, Trocknung mit kalter Luft und Filtration.
  • Hilfsstoffe können vorteilhaft entweder der Wirkstoff/Organisch-Mischung oder der wässrigen Lösung zugesetzt werden, entweder bevor oder nachdem die Wirkstoffpartikel gebildet werden, um so die Wirkstoffpartikel zu aktivieren für eine geeignete Verabreichung homogen vermischt zu sein. Geeignete Hilfsstoffe schließen Polymere, Absorptionsverstärker, löslichkeitsverstärkende Mittel, Auflösungsgeschwindigkeit erhöhende Mittel, stablilitätserhöhende Mittel, bioadhäsive Mittel, die Freisetzung kontrollierende Mittel, Flusshilfen und Verfahrenshilfen ein. Im Speziellen schließen geeignete Hilfsstoffe Celluloseether, Acrylsäurepolymere und Gallsalze ein. Andere geeignete Hilfsstoffe werden im Detail im Handbuch der pharmazeutischen Hilfsstoffe beschrieben, welches gemeinsam durch die Amerikanische Pharmazeutische Gesellschaft und Die Pharmazeutische Gesellschaft Großbritanniens, The Pharmaceutical Press, 1986 veröffentlicht wurde. Solche Hilfsstoffe sind kommerziell erhältlich und/oder können durch fachbekannte Techniken hergestellt werden.
  • Die folgenden Beispiele sind zu erläuternden Zwecken. Soweit nicht anders angegeben, sind Prozentangaben in Gewichtsprozent.
  • Beispiele
  • Für die folgenden Beispiele wurde die in 1 gezeigte Apparatur verwendet. Die Wirkstoff/Organisch-Mischung wurde mittels einer Constametric 3200 HPLC-Pumpe über eine Vorwärmspule in einen 30 ml Auffangtank, der die erforderliche Menge der wässrigen Lösung enthielt, zugeführt. Die Düse, welche für das Sprühen verwendet wurde, wurde durch Schneiden eines 1/16'' rostfreien Stahlröhrchens unter Entstehung einer elliptisch kegelförmigen Ausgestaltung am Ende hergestellt. Das Ende des Röhrchens wurde abgefeilt, um die gewünschte Flussrate zu erlangen. Stickstoff wurde beständig nach unten gespült, um Schaum in Fällen, in welchen er sich bildete, aufzulösen. Für alle der Beispiele wurde die Partikelgröße durch dynamische Lichtstreuungs-Techniken innerhalb von 4 Stunden des Sprühvorgangs gemessen.
  • Tests zum Auflöseverhalten der folgenden Beispiele wurden unter Verwendung einer Vankel-Auflösungsapparatur, die auf der USP Apparatus II-Schaufelmethode beruht, durchgeführt. Um die Einsinkbedingungen zu gewährleisten, wurde während aller Auflösungstests nur 10–30 Prozent der Löslichkeitssättigung des Wirkstoffes in die Auflösungsapparatur gegeben. Die adäquate Menge der endgültigen Wirkstoff-Präparation wurde gewogen und zu 900 ml destilliertem Wasser gegeben. Jede Probe wurde unter Verwendung eines Rührers vom Schaufeltyp bei 50 U/min gerührt. Die Auflösungsapparatur wurde während des Experiments bei 37°C gehalten. Proben der Größe 5 ml wurden automatisch in 10, 20, 30 und 60 Minutenintervallen entnommen. Diese Proben wurden unter Verwendung eines 0,45 μm Filters (Gelman GHP Acrodisc 0,45 μm, VWR) gefiltert. Um sicherzugehen, dass während der HPLC Analyse keine Fällung auftrat, wurden 0,5 ml organisches Lösungsmittel zu 3 ml gefilterter Probe gegeben. Dieses organische Lösungsmittel war vorzugsweise die organische Komponente in der mobilen Phase (Acetonitril). Diese wurden unter Verwendung eines Vortexmixers bei hoher Geschwindigkeit für schätzungsweise 10 Sekunden gemischt und dann unter Verwendung eines 0,45 μm Filters in ein HPLC-Vial zur Analyse abermals gefiltert. Die HPLC-Analyse war für jeden Wirkstoff unterschiedlich und die genauen Methoden wurden nach denen, die in "HPLC methods for pharmaceutical analysis" von George Lunn und Norman R. Schmuff, John Wiley & Sons, NY, 1997 vorgeschlagen sind, abgeändert.
  • Beispiele 1–8
  • Der Wirkstoff war Cyclosporin, das organische Lösungsmittel war Diethylether und die Konzentration der Wirkstoff/Organisch-Mischung betrug 5,0 Gewichtsprozent Cyclosporin in Diethylether. Für die wässrige Lösung war Tween-80, ein Polyoxyethylensorbitanmonolaurat (ACROS), ein oberflächenaktiver Stoff, der als Partikel-Stabilisierungsmittel verwendet wurde. Die Wirkstoff/Organisch-Mischung wurde in 10 ml der wässrigen Lösung mit einer Geschwindigkeit von 1 ml/min eingesprüht. Tabelle A listet die Verfahrensparameter und die sich ergebenden Partikelgrößen auf.
  • Tabelle A
    Figure 00140001
  • Beispiele 9–13
  • Der Wirkstoff war Cyclosporin, das organische Lösungsmittel war Diethylether und die Konzentration der Wirkstoff/Organisch-Mischung war wie weiter unten in Tabelle B gezeigt. Für die wässrige Lösung war Phosphatidylcholin (10 Gewichtsprozent), ein Sigma Ei-Lecithin, 60% sauber, ein oberflächenaktiver Stoff, welcher als Partikel-Stabilisierungsmittel eingesetzt wurde. Die Wirkstoff/Organisch-Mischung wurde in 10 ml wässrige Lösung mit einer Geschwindigkeit von 1 ml/min eingesprüht. Die Temperatur der wässrigen Lösung betrug 75°C, während die Wirkstoff/Organisch-Mischung in die wässrige Lösung mit einer Temperatur von 75°C eingesprüht wurde. Tabelle B listet einige der Verfahrensparameter und die sich ergebenden Partikelgrößen auf.
  • Tabelle B
    Figure 00150001
  • Beispiele 14–16
  • Der Wirkstoff war Cyclosporin (5 Gewichtsprozent), das organische Lösungsmittel war das, wie tiefer in Tabelle C aufgelistet. Für die wässrige Lösung war, Poloxamer 407 (1 Gewichtsprozent), auch bekannt als Lutrol-F127, ein Poly(ethylen)-poly(propylen)-Blockpolymer, welches aus 73 Prozent Polyethylenglycol und 27 Prozent Polypropylenglycol mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 12.000 besteht (BASF), ein oberflächenaktiver Stoff, der als Partikel-Stabilisierungsmittel eingesetzt wurde. Die Wirkstoff/Organisch-Mischung wurde in 25 ml wässrige Lösung mit einer Geschwindigkeit von 1 ml/min eingesprüht. Die Temperaturen der wässrigen Lösung und die der Wirkstoff/Organisch-Mischung betrugen 75°C. Tabelle C listet einige der Verfahrensparameter und die sich ergebenden Partikelgrößen auf.
  • Tabelle C
    Figure 00160001
  • Beispiele 17–21
  • Der Wirkstoff war Danazol und das Lösungsmittel war Methylenchlorid. Das Partikel-Stabilisierungsmittel in der wässrigen Lösung ist in Tabelle D unten aufgelistet. In allen Fällen war die Konzentration des Partikel-Stabilisierungsmittels in wässriger Lösung 1 Gewichtsprozent. Die Wirkstoff/Organisch-Mischung (2 Gewichtsprozent Wirkstoff) wurde in die wässrige Lösung mit einer Geschwindigkeit von 2 ml/Minute über 5 Minuten eingesprüht. Die Temperatur sowohl der wässrigen Lösung als auch der Wirkstoff/Organisch-Mischung betrug 75°C. Das Wirkstoff/oberflächenaktiver Stoff-Verhältnis betrug 1,06. Tabelle D
    Figure 00160002
  • Myrj
    ist Polyoxyethylen Monostearat.
  • Beispiele 22–26
  • Der Wirkstoff war Carbamazepin und das Lösungsmittel war Methylenchlorid. Die Konzentration des Wirkstoffs im organischen Lösungsmittel betrug 2 Gewichtsprozent. Das Partikel-Stabilisierungsmittel in der wässrigen Lösung ist unten in Tabelle E aufgelistet. In allen Fällen betrug die Konzentration des Partikel-Stabilisierungsmittels in der wässrigen Lösung 1 Gewichtsprozent. Die Wirkstoff/Organisch-Mischung wurde in die wässrige Lösung mit einer Geschwindigkeit von 2,5 ml/min eingesprüht. Die Temperatur sowohl der wässrigen Lösung als auch der Wirkstoff/organischen Mischung betrug 75°C. Das Verhältnis von Wirkstoff zu oberflächenaktivem Stoff betrug 1 : 30.
  • Tabelle E
    Figure 00170001
  • Beispiele 27–29
  • Der Wirkstoff war Triamcinolonacetonid, hier auch als TAA bezeichnet, und das Lösungsmittel war Methylenchlorid. Die Konzentration des Wirkstoffs im organischen Lösungsmittel betrug 0,5 Gewichtsprozent. Die Partikel-Stabilisierungsmittel in der wässrigen Lösung und der organischen Lösung sind in Tabelle F aufgeführt. In allen Fällen betrug die Konzentration des Partikel-Stabilisierungsmittels in der wässrigen Lösung 1 Gewichtsprozent und in der organischen Lösung 0,5 Gewichtsprozent. Das Volumen der wässrigen Lösung betrug 15 ml. In allen Fällen wurde die sich ergebende wässrige Wirkstoffsuspension in Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) (Güteklasse E-5) gegossen, sorgfältig per Hand vermischt, in eine gläserne Kristallisationsschüssel gegossen und für mindestens 10 Stunden bei Temperaturen in einem Bereich von 40–60°C und einem Vakuumniveau von 30 Zoll Quecksilbersäule vakuumgetrocknet. Die sich ergebenden Festkörper wurden mechanisch zu einem Puder gemahlen und Auflösungsstudien wurden mit diesen Pudern durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Auflösungstests wurden verglichen mit den für TAA-Mengen. Die in 3 dargestellten Ergebnisse zeigen die gestiegenen Auflösungsgeschwindigkeiten für TAA, welches gemäß der vorliegenden Erfindung bearbeitet wurde.
  • Tabelle F
    Figure 00180001
  • Beispiele 30–32
  • Der Wirkstoff war Carbamazepin und das Lösungsmittel war Methylenchlorid. Die Temperatur der Wirkstoff/Organisch-Mischung und der empfangenden wässrigen Lösung betrug 87°C. Die Konzentration des Wirkstoffs in der organischen Phase betrug 1,0 Gewichtsprozent. Die Partikel-Stabilisierungsmittel in der wässrigen Lösung sind in Tabelle G aufgelistet. In allen Fällen betrug die Konzentration des Partikel-Stabilisierungsmittels in der wässrigen Lösung 2 Gewichtsprozent und die organische Lösung enthält, zusätzlich zu dem Wirkstoff, 0,5 Gewichtsprozent Poloxamer 407. Das Volumen der wässrigen Lösung betrug 20 ml. In allen Fällen wurde die sich ergebende wässrige Wirkstoffsuspension in flüssigen Stickstoff gesprüht und die gefrorenen Partikel wurden dann für 24 Stunden lyophilisiert. Das sich ergebende Puder wurde sorgfältig gemischt und Auflösungsstudien wurden mit diesen Pudern durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Auflösungstests wurden verglichen mit denen für Carbamazepin-Mengen. Die in 4 gezeigten Ergebnisse zeigen deutlich die gestiegenen Auflösungsanteile von Carbamazepin, welches gemäß der vorliegenden Erfindung bearbeitet wurde, gegenüber der unbehandelten Carbamazepin-Menge. Die Kristallinität dieser Puder wurde ebenfalls untersucht mit dem Ergebnis einer Reduktion in der Kristallinität verglichen mit der Wirkstoff-Rohmasse.
  • Tabelle G
    Figure 00180002
  • Beispiel 33
  • Der Wirkstoff war Carbamazepin und das Lösungsmittel war Methylenchlorid. Die Temperatur der Wirkstoff/Organisch-Mischung und der empfangenden wässrigen Lösung war 87°C. Die Konzentration des Wirkstoffs im organischen Lösungsmittel betrug 1,0 Gewichtsprozent. Das Partikel-Stabilisierungsmittel in der wässrigen Lösung war 2 Gewichtsprozent Desoxycholsäure und in der organischen Lösung war 0,5 Gewichtsprozent Poloxamer 407. Die organische Lösung wurde mit 2 ml/min für 27 Minuten in 50 ml der wässrigen Desoxycholsäurelösung eingesprüht. Die Suspension wurde sofort einem Buchi 190-Sprühtrockner, wobei eine Einlasstemperatur von 145–150 Grad C und eine Auslasstemperatur von 90–95°C eingehalten wurde, sprühgetrocknet. Das sich ergebende trockene Puder wurde gesammelt und eine mikroskopische Aufnahme dieses Puders ist in 5 gezeigt. Die Abbildung zeigt hinweisend auf den amorphen Charakter des unter Verwendung von EPAS hergestellten Wirkstoffs keine kristallinen Partikel.
  • Beispiele 34–37
  • Der Wirkstoff war Nifedipin und das Lösungsmittel war Methylenchlorid. Die Konzentration des Wirkstoffs in dem organischen Lösungsmittel betrug 1,0 Gewichtsprozent. In allen Fällen war das Stabilisierungsmittel in der wässrigen Lösung Polyvinylalkohol (PVA). Das Volumen der wässrigen Lösung betrug 20 ml. Tabelle H listet Hilfsstoffe auf, die der wässrigen Lösung zusätzlich zum PVA zugesetzt wurden. In allen Fällen wurde die sich ergebende wässrige Wirkstoffsuspension durch Eintauchen des Probengefäßes in flüssigen Stickstoff rasch gefroren und dann für 24 Stunden lyophilisiert. Das sich ergebende Puder wurde sorgfältig gemischt und Auflösestudien wurden mit diesen Pudern durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Auflösungstests wurden mit dem für eine Nifedipin-Mengen verglichen. Die in 6 gezeigten Ergebnisse, zeigen deutlich die gestiegenen Auflösungsgeschwindigkeiten von EPAS behandeltem Nifedipin gegenüber der unbehandeltem Nifedipin-Menge. Die Kristallinität dieser Puder wurde auch unter Verwendung von Röntgenbeugungsmustern, mit dem Ergebnis einer Abnahme in der Kristallinität der Wirkstoffe, die gemäß der vorliegenden Erfindung behandelt wurden, verglichen zu der Wirkstoff-Rohmasse, untersucht,
  • Tabelle H
    Figure 00200001
  • Beispiele 38–39
  • Der Wirkstoff war Ketoprofen und das Lösungsmittel war Methylenchlorid. Die Temperatur der eingesprühten Wirkstoff/Organisch-Mischung und der empfangenden wässrigen Lösung betrug 87°C. Die Konzentration des Wirkstoffs in dem organischen Lösungsmittel betrug 1,0 Gewichtsprozent. Die Partikel-Stabilisierungsmittel in der wässrigen Lösung sind in Tabelle J aufgelistet. In allen Fällen betrug die Konzentration des Partikel-Stabilisierungsmittels in der wässrigen Lösung 2 Gewichtsprozent und die organische Lösung enthält, zusätzlich zum Wirkstoff, 0,5 Gewichtsprozent Poloxamer 407. Das Volumen der wässrigen Lösung betrug 20 ml. In allen Fällen wurde die sich ergebende wässrige Wirkstoffsuspension durch Eintauchen des Probenbehälters in wässrigen Stickstoff rasch gefroren und dann für 24 Stunden lyophilisiert. Kristallinitätsuntersuchungen dieser Puder wurden unter Verwendung von Röntgenbeugungsmustern ausgeführt und wurden verglichen mit dem für Ketoprofen-Rohmasse, welche ergaben, dass behandeltes Puder entgegengesetzt zur Ketoprofen-Rohmasse amorphen Charakter aufweist.
  • Tabelle J
    Figure 00200002

Claims (27)

  1. Ein Verfahren zur Herstellung schwer wasserlöslicher Wirkstoffpartikel, umfassend die Schritte: Auflösen eines Wirkstoffs in wenigstens einem organischen Lösungsmittel unter Ausbildung einer Wirkstoff/Organisch-Mischung; Einsprühen der Wirkstoff/Organisch-Mischung durch eine Zerstäubervorrichtung in eine wässrige Lösung; und gleichzeitiges Verdampfen des organischen Lösungsmittels in Gegenwart der wässrigen Lösung unter Ausbildung einer wässrigen Dispersion der Wirkstoffpartikel.
  2. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das darüber hinaus den Schritt zur Stabilisierung der Wirkstoffpartikel mit wenigstens einem Partikel-Stabilisierungsmittel umfasst.
  3. Das Verfahren gemäß Anspruch 2 wobei anfänglich wenigstens ein Partikel-Stabilisierungsmittel in der wässrigen Lösung, in der Wirkstoff/Organisch-Mischung oder in beiden vorliegt.
  4. Das Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei das Partikel-Stabilisierungsmittel ein oberflächenaktiver Stoff, ein Polymer oder eine Dispersionshilfe ist.
  5. Das Verfahren gemäß Anspruch 4 wobei das Partikel-Stabilisierungsmittel ein Absorptionsverstärker für die Bioverfügbarkeit ist.
  6. Das Verfahren gemäß Anspruch 3, wobei das Partikel-Stabilisierungsmittel in der wässrigen Lösung sich vom Partikel-Stabilisierungsmittel in der Wirkstoff/Organisch-Mischung unterscheidet.
  7. Das Verfahren gemäß Anspruch 3, wobei das Partikel-Stabilisierungsmittel in der wässrigen Lösung das gleiche ist wie das Partikel-Stabilisierungsmittel in der Wirkstoff/Organisch-Mischung.
  8. Das Verfahren gemäß Anspruch 3, wobei das Gewichtsverhältnis von Wirkstoff zu Partikel-Stabilisierungsmittel von 0,1 : 1 bis 10 : 1 reicht.
  9. Das Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei das Partikel-Stabilisierungsmittel ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend aus oberflächenaktiven Stoffen, Phospholipiden, Copolymeren und Homopolymeren.
  10. Das Verfahren gemäß Anspruch 9, wobei das Partikel-Stabilisierungsmittel nicht-ionisch, anionisch, kationisch oder zwitterionisch ist.
  11. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das darüber hinaus den Schritt des Zusetzens eines oder mehrerer Hilfstoffe umfasst.
  12. Das Verfahren gemäß Anspruch 11, wobei die Hilfstoffe anfänglich in der wässrigen Lösung, in der Wirkstoff/Organisch-Mischung oder in beiden vorliegen.
  13. Das Verfahren gemäß Anspruch 11, wobei die Hilfstoffe der wässrigen Dispersion zugesetzt werden, nachdem die Wirkstoff-Partikel gebildet wurden.
  14. Das Verfahren gemäß Anspruch 11, wobei die Hilfstoffe ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Polymeren, Absorptionsverstärkern, Löslichkeitsverstärkern, die Auflösungsgeschwindigkeit erhöhenden Mitteln, die Stabilität verstärkenden Mitteln, bioadhäsiven Mitteln, Hilfen zur geregelten Freisetzung, Flusshilfen und Verfahrenshilfen.
  15. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Wirkstoff/Organisch-Mischung eine Lösung, eine Emulsion oder eine Mikroemulsion ist.
  16. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Temperatur der Wirkstoff/Organisch-Mischung sich in einer Höhe befindet, welche eine schnelle Verdampfung des Lösungsmittels erlaubt.
  17. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Temperatur der wässrigen Phase zwischen 10°C bis 120°C beträgt.
  18. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei ein Teil der wässrigen Lösung zusammen mit der Wirkstoff/Organisch-Mischung in den verbleibenden Teil der wässrigen Lösung eingesprüht wird.
  19. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, das ferner den Schritt zur Gewinnung der Partikel umfasst.
  20. Das Verfahren gemäß Anspruch 19, wobei die Gewinnung der Partikel die Entfernung des Wassers von den Partikeln umfasst.
  21. Das Verfahren gemäß Anspruch 20, wobei das Entfernen des Wassers Sprühtrocknung, Sprühgefrieren, Gelbildung, Lyophilisierung, Trocknung mit kalter Luft oder Filtration umfasst.
  22. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei der durchschnittliche Partikeldurchmesser der Partikel in der wässrigen Dispersion von 50 Nanometer bis 20 μm (Mikrometer) reicht.
  23. Das Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Sprühen durch eine Düse erfolgt.
  24. Das Verfahren gemäß Anspruch 23, wobei die Düse einen Strahl erzeugt, der feine Tröpfchen umfasst.
  25. Das Verfahren gemäß Anspruch 24, wobei der Strahl zu einer starken Durchmischung zwischen den Wirkstoff/Organisch-Mischungs-Tröpfchen und der wässrigen Lösung führt.
  26. Die Wirkstoffpartikel, die gemäß dem Verfahren aus Anspruch 1 hergestellt werden.
  27. Schwer wasserlösliche Wirkstoffpartikel, die einen durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 50 Nanometer bis 20 μm (Mikrometer) haben, wobei die Wirkstoffpartikel durch ein Verfahren hergestellt werden, das die Schritte umfasst: Lösen eines Wirkstoffes in wenigstens einem organischen Lösungsmittel, um eine Wirkstoff/Organisch-Mischung zu bilden; Einsprühen der Wirkstoff/Organisch-Mischung in eine wässrige Lösung; und gleichzeitiges Verdampfen des organischen Lösungsmittels in Gegenwart der wässrigen Lösung, um eine wässrige Dispersion der Wirkstoffpartikel auszubilden.
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