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DE60026743T2 - Verwendung von Kontrastmitteln zur Herstellung eines Diagnostischen Mittels für die Darmlumenbildgebung - Google Patents

Verwendung von Kontrastmitteln zur Herstellung eines Diagnostischen Mittels für die Darmlumenbildgebung Download PDF

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DE60026743T2
DE60026743T2 DE60026743T DE60026743T DE60026743T2 DE 60026743 T2 DE60026743 T2 DE 60026743T2 DE 60026743 T DE60026743 T DE 60026743T DE 60026743 T DE60026743 T DE 60026743T DE 60026743 T2 DE60026743 T2 DE 60026743T2
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Frederik Giesel
Hendrik Von Tengg-Kobligk
Jannis Radeleff
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Bracco Imaging SpA
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    • A61K49/08Nuclear magnetic resonance [NMR] contrast preparations; Magnetic resonance imaging [MRI] contrast preparations characterised by the carrier
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Description

  • Die Erfindung betrifft die Verwendung spezieller Kontrastmittel zur Herstellung diagnostischer Verbindungen, welche für nichtinvasive Bildgebung unter physiologischen Bedingungen des Darmlumens und speziell des Kolons geeignet sind.
  • Die Bedeutung des Erfassens diagnostisch nützlicher Bilder des Kolons kann aus der Bedeutung der Krankheiten, welche das Kolon betreffen, gefolgert werden. Beispielsweise ist Kolonkrebs eine der häufigsten bösartigen Krankheiten unter der männlichen Bevölkerung.
  • Bis heute war die am häufigsten für die Magen-Darm-Bildgebung verwendete diagnostische Technik, insbesondere für das Kolon, die Röntgen-Radiografie nach oraler oder aboraler Verabreichung von geeignet als Suspension formuliertem Bariumsulfat. Der hauptsächliche Nachteil dieser Technik ist jedoch der häufig niedrige Grad der diagnostischen Brauchbarkeit, welcher durch die ungleichmäßige Verteilung des Kontrastmittels im Darm hervorgerufen wird. Dies kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, beispielsweise durch die Gegenwart von Kot, Divertikeln und so weiter. Des weitern führt die Einnahme des Mittels bei Patienten häufig zu Beschwerden.
  • Magnetresonanz-Bildgebungs(MRI)-Kolonografie ist eine kürzlich eingeführte Technik, welche eine gewisse Bewertung von Kolonerkrankungen erlaubt, wobei die diagnostischen Bilder vorzugsweise mittels dreidimensionaler Bildgebung von Querschnitten der betroffenen Regionen erfasst werden. Jedoch bedingt diese diagnostische Technik orale oder rektale Verabreichung von exogenen Kontrastmitteln und bedingt häufig die gleichzeitige intravenöse Verabreichung eines geeigneten MRI Kontrastmittels zur Visualisierung des Gefäßsystems.
  • Orale oder aborale Verabreichung von Kontrastmitteln bedingt normalerweise eine angemessene Vorbereitung des Patienten. Diese Vorbereitung beinhaltet das möglichst vollständige Entleeren des Darmtrakts, welcher einer Diagnostik unterzogen werden soll, sowie das Dehnen durch zusätzliche Verabreichung von geeigneten Entspannungsmitteln. Bilder des Darms oder Kolons können auf diesem Wege offensichtlich nicht unter physiologischen Bedingungen erhalten werden. Auch in diesem Fall erleidet der Patient beträchtliche Beschwerden.
  • Eine weitere kürzlich eingeführte Technik ist die Computertomografie(CT)-Kolonografie; jedoch bedingt auch diese Technik eine orale oder rektale Verabreichung eines geeigneten Kontrastmittels und eine angemessene Vorbereitung des Patienten.
  • Im wesentlichen ist jede der beschriebenen Techniken mehr oder weniger invasiv und schließt vor allem Unannehmlichkeiten für den Patienten mit ein. Ferner erlaubt keine davon die Durchführung der Untersuchung unter physiologischen Bedingungen, was bedeutet, dass sie nicht brauchbar angewendet werden können um die Funktionalität des Magendarm-Trakts, speziell des Kolons, oder Veränderungen davon zu beurteilen. Schließlich können durch die mögliche ungleichmäßige Verteilung des Kontrastmittels in dem untersuchten Trakt falsche Positive erhalten werden.
  • Schering's EP 405 704 B1 , EP 485 045 B1 und die entsprechenden US-Patente decken neue lineare oder zyklische Polyaminopolycarbonsäure-Derivate ab, welche mit der Bildgebung sowohl des Nieren- als auch des Leber-Gallen-Systems übereinstimmen.
  • Nach intravenöser Verabreichung gelten solche Mittel als des weiteren übereinstimmend mit der Unterscheidung zwischen dem Magen, Leber, Zwölffingerdarm und Pankreas. Zyklische Kontrastverbindungen, offenbart und beansprucht in US 5,871,709 und EP 485 045 B1 gelten trotzdem als besonders nützlich für die enterale und parenterale Verabreichung und als übereinstimmend mit einer verbesserten Bildgebung, speziell der Leber.
  • US 6,039,931 enthält Beispiele, in welchen Ratten lineare Komplexverbindungen intravenös verabreicht werden, was mit einer Kontraststeigerung im Magen, der Harnblase und den Darmschlingen sowie einer markanten Verstärkung der Leber einhergeht.
  • US 4,999,445 , WO 93/15093 und US 5,382,421 beziehen sich auf neue Desferrioxamin B-Derivate und ein Verfahren zu deren Verwendung als MRI-Kontrastmittel. Bei intravenöser Verabreichung sollen diese Derivate diagnostische Informationen über das Leber-Gallen-System und den Verdauungstrakt, insbesondere den Dünndarm liefern.
  • Die beanspruchten Desferrioxamin-B-Derivate sammeln sich in der Galle an und treten normalerweise innerhalb 2 Minuten nach der Injektion im Dünndarm auf.
  • Die oben zitierten Patente lehren insbesondere, dass die beanspruchten Desferrioxamin-B-Derivate die einzigen Komplexverbindungen sind, welche erfolgreich eingesetzt werden können, wenn MRI-Bildgebung des Dünndarms rasch nach intravenöser Verabreichung gewünscht ist. Konventionelle Leber- und Gallenmitteln (wie beispielsweise Fe-EHPG und Fe-HBED) sollen tatsächlich nicht vor etwa 20 Minuten nach der Injektion in der Galle in Erscheinung treten und des weiteren bei intravenöser Verabreichung nur selten die gewünschte Verbesserung des Dünndarmlumens erzielen.
  • WO93/15093 offenbart Carbonsäure-Derivate des Eisen(III)-Chelates von Desferrioxamin B, welche nützlich sind als Magnetresonanz-Bildgebungs-Kontrastmittel für die Nieren-, Leber-, Gallen- und insbesondere Dünndarm-Bildverstärkung. Bei intravenöser Verabreichung liefern diese Derivate rasch diagnostische Informationen, normalerweise innerhalb zwei Minuten nach der Injektion.
  • WO93/03351 offenbart Aminosäure-ähnliche Magnetresonanz-Bildgebungs-Kontrastmittel und ein Verfahren für deren Herstellung. Die chelatierten Komplexe erzeugen T1-Kontrasteffekte im Herzen, der Leber, des Gallenbaumes ("biliary tree") und dem oberen Dünndarm.
  • US 5,401,493 offenbart organische Verbindungen für die diagnostische Bildgebung, welche mindestens eine Arylgruppe enthalten, die derivatisiert wurde um mindestens einen Perflour-1H, 1H-Neopentyl-Rest zu enthalten. Nach intravenöser Injektion erlauben diese Verbindungen Fluor-Magnetresonanz-Bildgebung der Leber und des oberen Darmlumens.
  • WO093/10821 offenbart Rezepturen, welche nützlich sind für die diagnostische Bildgebung durch Kernspinresonanz des Magendarmtrakts, der Blase und den Hohlräumen des weiblichen Fortpflanzungssystems unter Verwendung T2-gewichteter Sequenzen.
  • Es wurde nun überraschenderweise entdeckt, dass MRI-Kontrastmittel, welche bei intravenöser Verabreichung auch nur einen minimalen Grad an Leber-Gallenexkretion aufweisen, einen beträchtlichen Anstieg der Intensität des im Darm und speziell im Kolon erfassten MRI-Signals erzeugen.
  • Dieses überraschende Resultat wird erhalten, ohne dass eine gleichzeitige Verabreichung irgendeines anderen Kontrastmittels nötig wäre und vor allem ohne irgendwelche größere Vorbereitung des Patienten. Das bedeutet, dass sehr klare, gut kontrastierte Bilder des Darmlumens und speziell des Kolons unter im wesentlichen physiologischen Bedingungen auf eine so gut wie nicht-invasive Art erhalten werden können.
  • Das Resultat ist umso überraschender angesichts der Tatsache, dass diese Mittel eine starke, bleibende Steigerung des intraluminalen Kontrasts liefern, sogar bei Verabreichung in den niedrigen Dosen, wie sie zum Beispiel üblicherweise bei der Leber-Gallenbildgebung verwendet werden.
  • Die Erfindung bezieht sich daher auf die Verwendung von über den Leber-Gallenweg selbst zu einem teilweisen oder begrenzten Prozentsatz, aber auf jeden Fall gleich oder mehr als 0,5% der verabreichten Dosis, ausgeschiedenen Kontrastmitteln, zur Herstellung intravenöser diagnostischer Kontrastrezepturen für die virtuelle dreidimensionale endoskopische Bildgebung des Kolons durch Magnetresonanz-Bildgebung (MRI).
  • Die für die Anwendung der Erfindung bevorzugten Verbindungen umfassen beispielsweise paramagnetische Chelate, welche (unter anderem) geeignet sind für die Bildgebung des Leber-Gallensystems. Darunter sind die gemeinhin als Gd-BOPTA und Gd-EOB-DTPA bekannten Verbindungen und deren physiologisch kompatiblen Salze, z.B. Meglumin-Salze (MultiHanceTM) für ers teres und Natrium-Salze (EovistTM) für letzteres besonders bevorzugt.
  • Insbesondere Gd-BOPTA in Form des Meglumin-Salzes ist ein bereits für die Leber-Bildgebung vermarktetes MRI Kontrastmittel, welches sowohl über den Nieren- als auch über den Gallenweg ausgeschieden wird, obwohl letzteres beim Menschen nur einem sehr kleinen Anteil, nämlich 2–4%, entspricht. Dieses Kontrastmittel ist in Wasser löslich und wird Patienten üblicherweise intravenös verabreicht. Vorläufige Resultate bezüglich seines Nutzens in angiografischen, mit Magnetresonanz-Bildgebung durchgeführten Untersuchungen wurden ebenfalls beschrieben. Schließlich wurden pharmazeutische diagnostische Zusammensetzungen beschrieben, welche dasselbe Mittel für die Magnetresonanz-Bildgebung des Magen-Darm-Trakts beinhalten (Patentanmeldungen WO 93/10821 und WO 98/28258) in welchen die Rezepturen herkömmlich auf oralem oder aboralem Wege, vorzugsweise nach Vorbereitung des Patienten, verabreicht werden.
  • Wie untenstehend in dem experimentellen Abschnitt beschrieben, wurde nun recht unerwartet entdeckt, dass Gd-BOPTA trotz seiner begrenzten Ausscheidung über die Galle nach intravenöser Verabreichung eine beträchtliche Steigerung an intraluminalem Kontrast und speziell an im Kolon aufgenommenem Kontrast erzeugt, wodurch dessen Morphologie in einer extrem gleichmäßigen, klaren und vollständigen Art skizziert wird.
  • Die Konzentration der verabreichten Rezepturen ist dieselbe wie sie normalerweise für die Leberbildgebung verwendet wird; jedoch kann die Konzentration entsprechend des zu untersuchenden Teils des Magendarm-Trakts verändert werden. Im allgemeinen haben solche Rezepturen eine Konzentration an Kon trastmittel, die sich zwischen 0,001 und 1,0 mmol/ml bewegen, vorzugsweise von 0,01 bis 0,5, und noch bevorzugter von 0,01 bis 0,25.
  • Diese neue Verwendung von Kontrastmitteln, welche zumindest teilweise über die Galle ausgeschieden werden, bietet große Vorteile.
  • Der erste ist die Möglichkeit, das Magen-Darm-Lumen unter physiologischen Bedingungen darzustellen ohne den Patienten einer unangenehmen und manchmal schmerzhaften Vorbereitung zu unterziehen.
  • Die Intensität und Schärfe des intraluminalen Kontrasts, welche durch die neue erfindungsgemäße Anwendung von Kontrastmitteln erhalten werden und die große Homogenität von solchem Kontrast macht es ebenfalls möglich, die wirkliche interne morphologische Situation des Darms darzustellen, wobei jegliche Läsionen, Modifikationen und/oder Änderungen von struktureller Natur, sogar bei Vorhandensein von pathologischen Manifestationen verschiedenster Art, deutlich skizziert werden.
  • Solche, hier als Beispiele aber nicht als Einschränkung aufgelistete Funktionsstörungen können entzündliche Erkrankungen, Reizdarmsyndrom, Peritonitis, Verstopfungen, Polyposis, Divertikulitis, Perforationen, Krebsformen, kolorektaler Krebs, Entzündungen aufgrund pharmakologischer Behandlungen, wie Langzeit-Antibiotikum-Behandlungen, oder Chemotherapie und so weiter sein.
  • Schließlich ist eine post-operationelle Überwachung der Morphologie des Magendarm-Trakts möglich.
  • Da das diagnostische Verfahren unter physiologischen Bedingungen durchgeführt wird, ist ein noch wichtigerer Aspekt der erfindungsgemäßen Verwendung von Kontrastmitteln die Möglichkeit die funktionellen Charakteristika des Darm-Trakts aufzuzeichnen, was dem Radiologen die Möglichkeit gibt, jegliche funktionelle Veränderungen und/oder Abnormitäten davon, von pathologischer Art oder funktionelle Änderungen, beispielsweise hervorgerufen durch pharmakologische Behandlungen, Chemotherapie oder Operationen, festzustellen.
  • Eine weitere Folge der Möglichkeit, Bildgebung unter physiologischen Bedingungen durchzuführen ist die mögliche, vorteilhafte, erfindungsgemäße Verwendung der Mittel um Gallen-Exkretions-Krankheiten zu erforschen und Gallen-Transport-Kinetiken zu untersuchen.
  • Die Tatsache, dass eine hohe intraluminale Signalintensität im Mittel mit den diagnostischen, beispielsweise für Leber-Gallen-Bildgebung in der laufenden Nutzung verwendeten Dosen erhalten wird, bedeutet, dass die erfindungsgemäßen Mittel für aufeinanderfolgende und kombinierte Bildgebung der Leber, des Gallengangs, der Gallenblase und des Darmlumens nach einer einzigen Verabreichung des Mittels verwendet werden können. Die Benutzung der erfindungsgemäßen Mittel für gemeinsame Bildgebung der Gallenblase und des Darmlumens ist besonders vorteilhaft und ihre Verwendung für die gemeinsame Bildgebung der Gallenblase und des Kolons ist sogar noch vorteilhafter.
  • Schließlich bewirkt diese neue Anwendung von Kontrastmitteln mit mindestens teilweiser Ausscheidung über die Galle eine Erhöhung des intraluminalen Signals von solcher Homogenität und Intensität, dass virtuell dreidimensionale Bildgebung des Lumens unter physiologischen Bedingungen möglich wird; diese neue Anwendung und all jene oben beschriebenen, bilden allesamt verschiedene Aspekte der Erfindung.
  • Das diagnostische MR-Verfahren wird für diese neue Verwendung von erfindungsgemäßen Kontrastmitteln speziell bevorzugt. Jedoch könnten andere diagnostische Verfahren wie beispielsweise Szintigraphie und Röntgenaufnahmen bequem verwendet werden, sofern sie mit der intravenösen Verabreichung von geeigneten Kontrastmitteln, welche zumindest eine begrenzte Leber-Gallen-Ausscheidung besitzen, kombiniert werden.
  • Von allen möglichen Verfahren des Aufnehmens von Bildern ist die Verwendung von dreidimensionalen angiografischen Sequenzen bevorzugt.
  • Die Reaktionszeit variiert von Patient zu Patient, wobei sie von der Darm-Durchgangs-Rate und auch von der Ernährungsweise abhängt: ein starker Anstieg an intraluminalem Kontrast im Kolon wird normalerweise innerhalb 24 Stunden nach Verabreichung beobachtet. Im Mittel erreicht die Intensität des Signals zwischen 10 und 70 Stunden und vorzugsweise zwischen 15 und 50 Stunden nach Injektion des Kontrastmittels ihren Höhepunkt. In einigen Patienten wurde jedoch eine intensives Signal bis zu 100 Stunden nach Verabreichung beobachtet, während eine teilweise Signalintensität für bis zu 8 Tage nach Verabreichung beobachtet werden kann.
  • Experimentalbeispiel
  • Beschreibung der Methode zur Aufnahme von MRI-Bildern des luminalen Teils des Kolons unter Verwendung der dreidimensiona len Angiografie-Technik in gesunden Freiwilligen nach intravenöser Injektion von MultiHanceTM (GdBOPTA-Megluminsalz).
  • Es wurde ein dreidimensionales angiografisches Bildgebungsverfahren verwendet, weil es eine vorteilhafte Visualisierung von großen Regionen der Anatomie, besonders verbunden mit der Verabreichung von Kontrastmitteln, welche besonders effektiv in der Reduzierung des T1-Relaxationszeit in Standart-MRI-Untersuchungen sind.
  • In dem durchgeführten Test wurde der erhöhte Kontrast im Leber-Gallen-System und im Magendarm-Trakt mit Hilfe eins derartigen diagnostischen Verfahrens erhalten, welches bis zu 42 Bilder eines dreidimensionalen Volumens mit den Maßen 40 × 32 × 12 cm während eines einzigen Anhaltens des Atems erzeugte.
  • Der Test wurde an 6 gesunden Freiwilligen im Alter zwischen 22 und 29 Jahren durchgeführt. Das verwendete Kontrastmittel war Gd-BOPTA-Megluminsalz (MultiHanceTM), intravenös in einer Dosis von 0,1 mmol/kg des Körpergewichts verabreicht. Das aufeinanderfolgende Aufnehmen der Bilder des Unterleibs wurde 1, 12, 24, 36, 48, 70 und 105 Stunden nach Verabreichung des Mittels unter Verwendung der folgenden 3D Angiosequenz durchgeführt: 3D FLASH; TR 4,6 ms; TE 1,8 ms; α 50°C; rect. FOV 390 mm (6/8); Ma: 215 × 512; acq 28 s; Schichtpaket-Dicke 120 mm; 42 Schnitte. Drei Freiwillige wurden 14 Tage nach Verabreichung des Mittels abermals getestet.
  • T1-gewichtete axiale Bilder der Leber und des Unterleibs wurden zusätzlich zu der oben genannten 3D Angiosequenzen aufgenommen.
  • Das Visualisierungs-Verfahren wurde mit einem MRI-Scanner bei 1,5 Tesla (Magnetom Vision Plus, Siemens Medical Systems, Erlangen, Deutschland) ausgestattet mit einer in phasengesteuerten Körperspule ("phased array body coil").
  • Die Bilder wurden mit der Standard-MIP-Software auf einer zugehörigen 3D MR Workstation (Virtuoso, Siemens Medical System) bearbeitet.
  • Die untersuchten Freiwilligen wurden keiner Vorbereitung, medikamentösen Behandlung oder gemeinsamen Verabreichung anderer Medikamente oder Kontrastmittel unterzogen.
  • Ein starker Anstieg des intraluminalen Kontrasts wurde in allen Freiwilligen innerhalb maximal 24 Stunden nach Verabreichung von MultiHanceTM registriert. Der Kot zeigte einen homogenen Kontrast im Lumen, was auf eine optimale Durchmischung mit dem Kontrastmittel hindeutet. Dieser homogene Anstieg des Signals war stark genug um eine virtuelle dreidimensionale Endoskopie zu ermöglichen. Das optimale Nacheinspritzungs-Zeitintervall zum Erhalt der benötigten Bilder erwies sich als zwischen 15 und 50 Stunden. In einigen Patienten wurde ein intensives intraluminales Signal im Kolon bis zu 100 Stunden nach Verabreichung detektiert, während eine teilweise Steigerung noch nach 8 Tagen detektierbar war.
  • Vor der Durchführung der Kolonografie war es möglich, die Leberfunktion durch Aufzeichnung der Signalintensität im Leberparenchym und der Gallenblase in den ersten paar Stunden nach Verabreichung des Kontrastmittels zu untersuchen. Die in diesen Organen aufgenommene, verstärkte Signalintensität ist in dem Diagramm der 1, welche die Intensität des Signals in Bezug auf die Zeit im Kolon, dem Leberparenchym und der Gallenblase als Mittel der in den Tests mit den sechs gesunden Freiwilligen erhaltenen Resultate, dargestellt. Die schnellste Abnahme an Signalintensität wurde im Leberparenchym beobachtet, wo das Signal innerhalb von 10 Stunden nach Verabreichung halbiert wurde. Die in der Gallenblase aufgezeichnete Signalintensität war mit einer Halbwertszeit von 15 Stunden stärker und beständiger. Die größte Signalintensität wurde im Kolon zwischen 15 und 40 Stunden nach Verabreichung beobachtet. Dies scheint der ideale Zeitraum für die Aufnahme dreidimensionaler MRI-Kolonografie zu sein.
  • 2 zeigt eine 24 Stunden nach Injektion von 0,1 mmol/kg Körpergewicht Gadobenatdimeglumin aufgenommene 3D MR Kolonographie. Es wurde keine Vorbereitung des Darms und keine medikamentöse Behandlung vor der Bildgebung durchgeführt. Wir können die immer noch starke Verstärkung innerhalb der Gallenblase vermerken. Ein homogenes Signal kann in allen Segmenten des Kolons innerhalb des Bildfeldes gesehen werden. Daraus resultiert eine sehr klare Skizzierung der Kolonhaustrierung. Die Bilder wurden innerhalb von 28 s aufgenommen und sind als Maximalintensitätsprojektion dargestellt. Da die Daten als 3D-Zusammenstellung aufgenommen wurden, sind Echtzeit-Durchflug und Visualisierung in jede Richtung möglich.
  • 3 zeigt den mittleren Qualitätsabschätzungswert ("median qualitative assessment score") eines Blindlesers (blinded reader) der diagnostischen Visualisierung in Bezug auf die Zeit und die anatomische Lage.

Claims (12)

  1. Verwendung von Kontrastmitteln, welche in einer Menge von gleich oder mehr als 0,5% der verabreichten Dosis auf dem hepatobiliären Weg ausgeschieden werden, zur Herstellung von intravenösen diagnostischen Kontrastzusammensetzungen für die virtuelle dreidimensionale endoskopische Bildgebung des Kolons durch Magnetresonanz-Bildgebung (MRI).
  2. Verwendung von Kontrastmitteln gemäß Anspruch 1, wobei die Bildgebung unter physiologischen Bedingungen erhalten wird.
  3. Verwendung von Kontrastmitteln gemäß Anspruch 1 zur Bildgebung der Morphologie des Kolons.
  4. Verwendung von Kontrastmitteln nach Anspruch 1 zur Bildgebung von morphologischen/strukturellen oder pathologischen Läsionen, Modifikationen und/oder Veränderungen des Kolons.
  5. Verwendung von Kontrastmitteln gemäß Anspruch 1 zur Bildgebung funktioneller Abnormitäten.
  6. Verwendung von Kontrastmitteln gemäß der Ansprüche 4 und 5, wobei die funktionellen Läsionen, Modifikationen, Änderungen und/oder Abnormitäten durch entzündliche Zustände, Peritonitis, Reizdarm-Syndrom, Verstopfungen, Polyposis, Divertikulitis, Krebserkrankungen, Perforationen und/oder pharmakologische Behandlungen hervorgerufen werden.
  7. Verwendung von Kontrastmitteln gemäß Anspruch 1 zur Bildgebung des Kolons nach Operationen.
  8. Verwendung von Kontrastmitteln gemäß Anspruch 1 zur kombinierten und sequentiellen Bildgebung der Leber, der Gallengänge, der Gallenblase und des Kolons mit einer einzigen Verabreichung des Mittels.
  9. Verwendung von Kontrastmitteln gemäß Anspruch 1, wobei die Bildgebung durch dreidimensional angiographische Sequenzen erhalten wird.
  10. Verwendung von Kontrastmitteln gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher der Patient vor der Verabreichung des Kontrastmittels keinerlei Vorbereitung oder Vorbehandlung unterzogen wird.
  11. Verwendung von Kontrastmitteln gemäß Anspruch 1, wobei die Mittel Gd-BOPTA, Gd-EOB-DTPA und/oder deren physiologisch verträgliche Salze sind.
  12. Verwendung von Kontrastmitteln gemäß Anspruch 1 zur Herstellung diagnostischer Zusammensetzungen, welche für die Verwendung in Studien von Gallen-Transport-Kinetiken geeignet sind.
DE60026743T 1999-12-29 2000-12-21 Verwendung von Kontrastmitteln zur Herstellung eines Diagnostischen Mittels für die Darmlumenbildgebung Expired - Lifetime DE60026743T2 (de)

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