-
Hintergrund
der Erfindung
-
Diese
Erfindung betrifft die Verwendung von Naphtochinon-Derivaten der Formel
1a oder 1b, wie in Anspruch 1 definiert, für die Herstellung eines Arzneimittels
zur Behandlung und Kontrolle von Tuberkulose, verursacht durch Mycobacterium
tuberculosis.
-
Tuberkulose
(TB) bleibt ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem in vielen Regionen
der Welt, insbesondere in Entwicklungsländern. Sie ist eine infektiöse Krankheit
und wird in einigen Teilen der Welt epidemisch. Es wird geschätzt, dass
30–60%
der Erwachsenen in Entwicklungsländern
mit Mycobacterium tuberculosis infiziert sind. Etwa 8–10 Millionen
Individuen entwickeln klinische TB und 3 Millionen sterben jedes
Jahr an TB (WHO/IUATLD, 1989).
-
In
Südafrika
sterben mehr als 3 von Tausend Leuten an TB, die höchste Quote
in der Welt, während einer
von 200 Leuten an aktiver Tuberkulose leidet. Tuberkulose ist die
am häufigsten
gemeldete Krankheit in Südafrika
und die fünftgrößte Todesursache
unter der schwarzen Bevölkerung
(South African Tuberculosis Association, 1998).
-
In
den Vereinigten Staaten nahm die Anzahl der TB-Fälle bis 1986, als ein Anstieg
bemerkt wurde, stetig ab. Seitdem sind die TB-Fälle kontinuierlich angestiegen.
Zehn Millionen Individuen sind in den U.S.A. infiziert, mit etwa
26.000 neuen Fällen aktiver
Krankheit jedes Jahr (National Jewish Medical and Research Center,
1994).
-
Mit
humanem Immunschwächevirus
(HIV) infizierte Individuen sind sehr empfänglich für Tuberkulose und entwickeln
diese Krankheit oft bevor andere Anzeichen von AIDS sichtbar werden
(Grange und Davey, 1990). Die Kontrolle der mit HIV-Infektion verbundenen
TB-Epidemie wird größtenteils
von der angemessenen Behandlung von TB abhängen, und möglicherweise von wirksamer
Chemoprophylaxe, nicht nur für
HIV-infizierte Personen sondern auch für Gemeinschaften (WHO/IUATLD,
1989).
-
Die
TB-Therapie wurde revolutioniert und die gegenwärtigen Behandlungsweisen für TB basieren
auf einer Arzneimittelcocktailtherapie mit gewöhnlich 3 oder 4 anti-Tuberkulose-Arzneimitteln.
Jedoch tritt das Problem von gegen Arzneimittel multi-resistenten
Tuberkelbazillen für
verschiedene Arzneimittel auf, wie z.B. Isoniazid, Ethambutol, Rifampicin
und Streptomycin (Girling, 1989; Grange und Davey, 1990).
-
Arzneimittel-restitentes
TB ist sehr schwer zu behandeln und erfordert größere Zahlen und Vielfältigkeit
der Medikationen für
eine längere
Zeitspanne der Behandlung. Das Bedürfnis für neue anti-Tuberkulosemittel
ist aufgrund der zunehmenden Resistenz der Mykobakterien gegen diese
klassischen anti-Tuberkulose-Arzneimittel
dringend. Ein neuer WHO-Bericht stellt fest, dass weltweit 2% aller
Fälle von
Tuberkulose multirestitent gegen Arzneimittel sind – per Definition,
Resistenz gegen Rifampicin und Isoniazid (plus/minus andere Resistenzen).
Solche Fälle
können
in den U.S.A. und anderen hoch entwickelten Regionen behandelt werden,
aber mit hohen Kosten (> US$
250.000 pro Fall!) und unter Verwendung von ziemlich toxischen Arzneimitteln
für sehr
lange Zyklen, wodurch ernste Probleme der Einwilligung aufkommen
(WHO, 1997). Südafrika
erlebt eine Explosion der Anzahl von Fällen von Arzneimittel-resistenter
Tuberkulose. In einigen Teilen von Südafrika ist 1 von 10 TB-Fällen resistent
gegen Behandlung (New Scientist, März 1997). Es ist wesentlich, neue
anti-Tuberkulosemittel zu haben, bevorzugt solche, die leicht und
einfach aus einer lokalen Quelle produziert werden können.
-
Verschiedene
Petrol-Ether und dann Chloroformextrakte von Euclea natalensis Wurzelrinde
sind früher
untersucht worden und zeigten, dass sie eine deutliche antibiotische
Aktivität
gegen Staphylococcus aureus haben. 7-Methyljuglon, Mamegakinon und
Diospyrin wurden isoliert und als wirksam gegen eine Reihe von pathogenen
Organismen, einschließlich
Neisseria gonorrhoeae und Shigella Spp., erkannt, obwohl ein aus
E. natalensis isoliertes Triterpenoid Lupeol als unwirksam gegen
Staphylococcus aureus befunden wurde. (KHAN, M.R. et al: "Antibiotic action
of constituents of root bark of Euclea-Natalensis", Pak J Sci Ind Res,
(1978 (recd 1979)) 21 (5–6),
197–199.,
XP000978450).
-
Eine
Untersuchung der antibakteriellen Aktivität von D.maritima und D.novoguinensis
bestätigte,
dass es auf das Vorhandensein von 7-Methyljuglon und Plumbagin zurückzuführen sei.
(KHAN, M. R. et al: "Constituents
of Diospyros Iolin, D.maritima und D.novoguinensis", Fitoterapia, (April,
1999), Bd. 70, Nr. 2, S. 194–196,
XP000978591).
-
Eine
Untersuchung der antimikrobiellen Aktivität von 191 Präparationen
aus 70 Pflanzenspezies und der antiviralen Aktivität von 22
Chinonen zeigte, dass Plumbagin aus Phumbago europea und Ceratostigma plumbaginsides
wirksam gegen grampositive und gramnegative Bakterien, Mycobacterium
tuberculosis, Microsporum lanesum, Candida albicans, Entamoebo histolytica
und Trichomonas vaginalis war. (VICHKANOVA, S.A. et al: "Search for antimicrobial
drugs among quinones of plant origin" bezogen von STN Datenbankzugang Nr.
91:83030 XP002157353 & Rastit.
Resur. (1979), 15(2), 167–77).
-
Die
potentiellen antiplasmodialen Effekte eines aus Pflanzen stammenden
Bis-naphtochinoids, Diospyrin (aus Diospyros Montana Roxb.) und
einige semisynthetische Derivate desselben sind früher auch
untersucht worden. (HAZRA, Banasri et al: "In vitro antiplasmodial effects of Diospyrin,
a plant-derived naphtoquinoid, and a novel series of derivatives", Phytother. Res.
(1995), 9(1), 72–4,
XP000978372).
-
Die
in vitro Aktivität
von Diospyrin und Derivaten desselben gegen Leishmania donovani,
Trypanosoma cruzi und Trypanosoma brucei brucei, zeigten auch Potenzial
bei der Behandlung der parasitären
Protozoenkrankheit Leishmaniose und Trypanosomiasis. (YARDLEY, Vanessa
et al: "In vitro
activity of diospyrin and derivatives against Leishmania donovani,
Trypanosoma cruzi und Trypanosoma brucei brucei, Phytother. Res. (1996),
10(7), 559– 562,
XP000978369).
-
Diospyrin
wurde aus der Rinde von Diospyros Montana Roxb., isoliert, gereinigt
und in vitro und in vivo Experimente durchgeführt, um dessen biologische
Aktivität
gegen Ehrlich Aszites Karzinom in Swiss A Mäusen zu untersuchen. Die Untersuchungen
ließen
erkennen, dass eine weitere Untersuchung sinnvoll erschien, um ihr
Potential als Antitumormittel zu erkunden. (HAZRA, Banasri et al: "Biological activity
of Diospyrin towards Ehrlich ascites carcinoma in Swiss A mice", Plant Med. (1984),
50(4), 295–7,
XP000978377).
-
In
Anbetracht der bekannten Tumorinhibierungswirkung von Diospyrin
gegen Ehrlich Aszites Karzinom, wurden auch Derivate von Diospyrin
hergestellt und mit Blick auf die Verringerung seiner ausgeprägten cytotoxischen
Wirkungen auf den Tierwirt getestet. (HAZRA, Banasri et al: "New diospyrin derivatives
with improved tumour inhibitory activity towards Ehrlich ascites
carcinoma", Med.
Sci. Res (1994), 22(5), 351–3, XP000978374).
-
Die
frühere
Isolierung von Phthiocol (3-Hydroxy-2-methyl-1,4-naphtochinon) aus der Aceton-löslichen Fettfraktion
der Tuberkelbazillen und die Bestätigung, dass es in vitro gegen
Stamm H-37 R.V. und in Mäusen eine
antituberkulöse
Aktivität
hatte veranlaßte
auch die Synthese von einigen 2-Alkyl-3-hydroxy-1,4-naphthochinon-4-aryl(aroyl)hydrazonen
als mögliche
tuberkulostatische Mittel. (ROUSHDI, I.M. et al: "Synthesis of 1,4-naphthoquinones-4-aryl(aroyl)hydrazones
of potential antimicrobial activity", Pharmazie, (1976) 31(12)856–9, XP000971908).
-
2-
und 3-substituierte α-Naphtochinone
sind auch synthetisiert worden und für eine Anzahl von diesen ist
gezeigt worden, dass sie antibakteriostatische Aktivität gegen
Mycobacterium tuberculosis haben. (OERIU, I: "Relation between the chemical structure
and the antitubercular effect of alpha-naphthoquinone derivatives substituted
in 2 and 3 positions",
Pharmazie, (1961 Mai) 16 266–72,
XP000971910; und OERIU I: "Zusammenhänge zwischen
der chemischen Struktur und der antituberkulösen Wirkung der in Stellung
2 und 3 substituierten Derivate des alpha-Naphthochinons", Pharmazie, Nr.
16, 1961, S. 320–327,
XP002078405 ISSN: 0031–7144).
-
Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen
-
Die
vorliegende Erfindung ist gerichtet auf die Verwendung von Naphthochinonderivaten
der Formel 1a und 1b:
Formel
1a
Formel
1b wobei R eine OH-Gruppe repräsentiert und R
1 eine
Methylgruppe repräsentiert,
oder pharmazeutisch verträgliche
Salze derselben, bei der Herstellung eines Medikaments zur Verwendung
bei der Behandlung und/oder Kontrolle der durch Mycobacterium tuberculosis
hervorgerufenen Tuberkulose.
-
Für Diospyrin
und Methyljuglon bzw. Naphthochinonderivate der Formel 1a und Formel
1b, in welchen R OH ist und R1 eine Methylgruppe ist, wurde festgestellt,
dass sie mehrere Antibiotika-resistente sowie für Antibiotika empfängliche
Mycobacterium tuberculosis-Stämme
inhibieren.
-
Ein
umfassendes Forschungsprogramm wurde unternommen, um antituberkulöse Mittel
zu identifizieren, die leicht und einfach aus lokalen Quellen produziert
werden können.
-
Zwanzig
südafrikanische
Medizinpflanzen, die verwendet werden, um Lungenkrankheiten zu behandeln,
wurden auf Aktivität
gegen Wirkstoff-resistente und empfindliche M. tuberculosis-Stämme gescreent.
Ein vorläufiges
Screening der Aceton- und Wasserpflanzenextrakte gegen einen Wirkstoff-empfindlichen
M. tuberculosis-Stamm, H37Rv, wurde mit dem Agarplattenverfahren
ausgeführt.
Vierzehn der 20 Acetonextrakte zeigten bei einer Konzentration von
0,5 mg/ml inhibitorische Aktivität
gegen diesen Stamm. Aceton- sowie Wasserextrakte von Cryptocarya
latifolia, Euclea natalensis, Helichrysum melanacme, Nidorella anomala
und Thymus vulgaris inhibierten das Wachstum von M. tuberculosis.
Die Aktivität
von 14 Acetonextrakten bei 0,5 mg/ml gegen den Wirkstoff-empfindlichen
Stamm bei dem Agarplattenverfahren gegeben, wurde eine weitere Untersuchung,
verwendend das schnelle radiometrische Verfahren, ausgeführt, um
die Inhibitoraktivität
zu bestätigen.
Diese aktiven Acetonextrakte wurden gegen den Stamm H37Rv sowie
einen gegen die Wirkstoffe Isoniazid und Rifampicin resistenten
Stamm gescreent. Die minimale Inhibitorkonzentration von Croton
pseudopulchellus, Ekebergia capensis, Euclea natalensis, Nidorella
anomala und Polygala myrtifolia war 0,1 mg/ml gegen den Stamm H37Rv
bei dem radiometrischen Verfahren. Extrakte von Chenopodium ambrosioides,
Ekebergia capensis, Euclea natalensis, Helichrysum melanacme, Nidorella
anomala und Polygala myrtifolia waren wirksam gegen den resistenten
Stamm bei 0,1 mg/ml. Acht Pflanzen zeigten Aktivität gegen
beide Stämme
bei einer Konzentration von 1,0 mg/ml.
-
Das
folgende Verfahren wurde durch den Anmelder für die Isolierung von Diospyrin
und Mehtyljuglon aus E. natalensis und anderen Spezies dieser Gattung
sowie jeglichen anderen Pflanzen, die Diospyrin oder Methyljuglon
oder andere Chinonderivate synthetisieren könnten, entwickelt.
-
1. Identifizierung der
Pflanzenspezies
-
Wurzeln
und die aerialen Pflanzenteile von E. natalensis wurden nahe Durban
gesammelt und am HGWJ Schweickerdt Herbarium der Universität von Pretoria
identifiziert und auch am Herbarium des Nationalen Botanischen Instituts,
Pretoria.
-
2. Extraktion
-
Getrocknete
Wurzeln von E. natalensis wurden mit einer Trockenmühle zu einem
Pulver zerrieben und 48 Stunden lang mit Aceton extrahiert. Der
Extrakt wurde filtriert und bei reduziertem Druck an einem Rotationsverdampfer
bis zur Trockenheit konzentriert.
-
3. Dünnschichtchromatographie
-
Ein
direkter antibakterieller Bioassay (Dilika & Meyer 1996) auf DC-Platten wurde
angewandt, um die aktivitätsgeführte Isolierung
der antituberkulösen
Verbindungen zu beschleunigen. M. tuberculosis kann wegen seiner
sehr langsamen Wachstumsrate nicht auf diese Weise getestet werden.
Die direkten antibakteriellen Bioassays des Acetonextrakts wurden
auf DC-Platten (Merck), entwickelt mit Chloroform-Hexan (1:1), durchgeführt. Nach
der Entwicklung wurden die DC-Platten getrocknet und mit einer 24
h-alten Staphylococcus aureus Kultur in Nährlösung besprüht. Nach 24 h Inkubation wurden
die Platten mit einer 2 mg/ml wässrigen
Lösung
von p-Iodonitrotetrazolviolett besprüht, um die bakteriellen Zellen
sichtbar zu machen. Die Platten wurden dann bei 37° C für 2–3 Stunden
reinkubiert.
-
Zwei
Zonen der Inhibition des bakteriellen Wachstums konnten auf mit
S. aureus besprühten
DC-Platten beobachtet werden. Die Aktivität war ausgeprägter in
der Rf 0,30-Zone (Chloroform-Hexan (1:1))
als in der Rf 0,54-Zone.
-
4. Säulenchromatographie
-
Der
Rohextrakt der Pflanze wurde getrocknet, seine Masse bestimmt und
in Chloroform resuspendiert. Säulenchromatographie
wurde auf Silika-Gel 60 unter Verwendung von Chloroform als Elutionsmittel
durchgeführt.
Die gesammelten antibakteriellen Fraktionen wurden dann einer Sephadex
LH-20 Säulenchromatographie
unter Verwendung von Ethanol als Elutionsmittel unterzogen. Die
gesammelten Fraktionen wurden erneut auf antibakterielle Aktivität auf DC
getestet, um die Fraktionen zu detektieren, die die aktiven Verbindungen von
Rf 0,30 und Rf 0,54
enthalten.
-
5. Hochleistungsflüssigchromatographie
-
Die
Verbindungen wurden durch HPLC unter Verwendung einer 250 × 4,60 mm
analytischen Phenomenexsäule
mit reverser Phase bei einer Durchflussgeschwindigkeit von 1,0 ml/min,
einer Ofentemperatur von 40°C
und einer Wellenlänge
von 206 nm weiter gereinigt. Eine Ethanol-Wasser- (50:50) Lösung wurde
als mobile Phase verwendet. Die reinen Verbindungen wurden noch
einmal einer Sephadex LH-20 Säulenchromatographie
unterzogen und als rein bestätigt.
-
Die
chemischen Strukturen wurden durch 1H und 13C NMR und MS bestätigt zu sein:
-
-
Diospyrin
(5,5'-Dihydroxy-7,7'-binaphthochinon);
C22H14O6.
-
Molekulargewicht:
374,35
-
-
7-Methyljuglon(5-Hydroxy-7-methyl-1,4-naphtochinon);
C11H8O3 Molekulargewicht:
188,19.
-
Die
Wirkung von Diospyrin und Methyljuglon auf das Wachstum des empfindlichen
Stamms (H37Rv) und der resistenten Mycobacterium tuberculosis-Stämme, wie
bestimmt durch das radiometrische Verfahren, sind in Tabelle 1 und
Tabelle 2 angegeben.
-
Tabelle
1 Wirkung
von Diospyrin auf das Wachstum des empfindlichen Stamms (H37Rv)
und der resistenten Mycobacterium tuberculosis Stämme, wie
durch das radiometrische Verfahren bestimmt.
-
Tabelle
2 Wirkung
von 7-Methyljuglon als ein Einzelmittel und in Kombination mit Diospyrin
auf das Wachstum des empfindlichen Stamms (H37Rv) und resistente
Mycobacterium tuberculosis Stämme,
wie bestimmt durch das radiometrische Verfahren.
-
Die
Ergebnisse zeigen, daß Diospyrin
und Methyljuglon das Mycobacterium tuberculosis Bakterium wirksam
kontrollieren. Die orale Verabreichung von Diospyrin oder Methyljuglon
in einer geeigneten pharmazeutischen Zusammensetzung mit passenden
Verdünnungsmitteln
und Trägern,
werden üblicherweise
verwendet werden, um Tuberkulose zu behandeln oder zu kontrollieren.
Dies wird durch eine Tablette, Flüssigkeit oder eine ähnliche
orale Dosierungsform geschehen, da Diospyrin und Methyljuglon leicht
vom Darm absorbiert werden.
-
Jedoch
wird angenommen, daß intravenös oder intramuskulär verabreichtes
Diospyrin oder Methyljuglon auch wirksam durch Blutgefäße und den
Blutstrom eines Patienten absorbiert werden wird. Die transdermale
Verabreichung über
ein Pflaster oder ein ähnliches
transdermales Verabreichungsvehikel ist auch eine Möglichkeit.
-
Eine
Kombinationsbehandlung mit Diospyrin und Methyljuglon, die wirksamer
sein könnte
als Einzelbehandlungen mit den zwei Naphtochinonen, ist auch ins
Auge gefaßt.
-
Der
Anmelder nimmt an, daß es
möglich
sein könnte,
die Konzentration an Diospyrin, Methyljuglon und anderen Chinonen
in E. natalensis oder ähnlichen
Spezies durch phytoalexische Stimulation oder durch die biotechnologische
Manipulation der Gewebekulturen und/oder vollständigen Pflanzen zu erhöhen.
-
Chinone
werden im Allgemeinen aus Catechol (1,2-Chinonen) oder Hydrochinon
(1,4-Chinonen) durch milde Oxidation synthetisiert.
-
-
Soweit
der Anmelder feststellen konnte, ist Diospyrin einmal in einem Labor
sythetisiert worden (Yoshida, M. und Mori, K. 2000. European Journal
of Organic Chemistry, Seiten 1313–1317). Jedoch können ähnliche
Binaphtochinone auch durch die Umsetzung von Plumbagin (94mg in
Methanol, 10ml) und dessen Hydrochinon (190mg in Methanol, 14ml),
gepuffert in Phosphat auf pH 6,8 bei 30°C, synthetisiert werden (Sankaram
et al. 1975; Kumari et al. 1982).
-
-
Es
wird angenommen, daß Diospyrin,
Methyljuglon und verwandte Naphthochinonderivate brauchbare Alternativen
zu herkömmlichen
Wirkstoffen bei der Behandlung und Kontrolle von Tuberkulose bei
Menschen sind.