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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Benzodiazepin-Derivate, die eine
wichtige Rolle auf medizinischem Gebiet besitzen. Insbesondere betrifft
die Erfindung Calciumsalze von 1,5-Benzodiazepin-Derivaten, die
einen Gastrin- und/oder CCK-B-(Cholecystokinin-B)-Rezeptorantagonismus
aufweisen und gleichzeitig eine starke Magensäure-Sekretionsinhibitor-Wirkung
besitzen; Herstellungsverfahren für diese Verbindungen und Arzneimittel,
die diese Verbindungen als wirksamen Bestandteil enthalten.
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Hintergrund der Erfindung
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Cholecystokinin
(CCK) ist eine gastrointestinales Hormon, das von Duodenal- und
Jejunal-Schleimhäuten
gebildet und freigesetzt wird, und von dem es bekannt ist, dass
es Wirkungen, wie z. B. eine Sekretion des Pankreassaftes, ein Gallenblasenzusammenziehen
und eine Stimulation der Insulinsekretion, besitzt. Es ist auch
bekannt, dass CCK in der Großhirnrinde,
dem Hyppothalamus und Hippocampus in hoher Konzentration vorkommt,
und Wirkungen, wie z. B. eine Inhibierung von Essen und Hunger,
Zunahme des Gedächtnisvermögens und
Ausbildung von Angst, besitzt. Gastrin ist ein gastrointestinales
Hormon, das von in Pylorus vorhandenen G-Zellen gebildet und freigesetzt
wird, und es ist bekannt, dass es Wirkungen zeigt, wie z. B. eine
Sekretion von Magensäure
und ein Zusammenziehen des Pylorus und der Gallenblase. CCK und
Gastrin, die die gleichen fünf
Aminosäuren
in ihren C-Terminals aufweisen, wirken über Rezeptoren. CCK-Rezeptoren werden
klassifiziert in CCK-A, die im Pankreas, der Gallenblase und den
Gedärmen
vorhandene Rezeptoren vom peripheren Typ sind; und CCK-B, die im
Gehirn vorhandene Rezeptoren vom zentralen Typ sind. Da Gastrin-Rezeptoren
und CCK-B-Rezeptoren in Rezeptor-Bindungstests ähnliche Eigenschaften zeigen
und eine hohe Homologie aufweisen, werden sie oft CCK-B/Gastrin-Rezeptoren
genannt. Es wird angenommen, dass Verbindungen, die einen Antagonismus
zu diesen Rezeptoren, z. B. Gastrin- oder CCK-B-Rezeptoren, zeigen, brauchbar sind
für die
Vorbeugung oder Behandlung von Magengeschwür, Duodenal-Geschwür, Gastritis, Refluxösophagitis
oder Zollinger-Ellison-Syndrom, Vakuolisierung von G-Zellen-Hyperplasie, basaler
Schleimhaut-Hyperplasie, Cholecystitis, Gallenkollik, Dysmotilitäten des
Verdaungskanals, Reizkolon, bestimmten Typen von Tumoren, Essstörungen,
Angst, Panik, Depressionen, Schizophrenie, Parkinson-Krankheit,
später Dyskinäsie, Gilles-de-la-Tourette-Syndrom,
Drogenabhängigkeit
und Drogenentzugserscheinungen. Außerdem wird angenommen, dass
diese Verbindungen eine Schmerzerleichterungen induzieren, oder
die Induktion einer Schmerzerleichterung durch Verabreichung von
opioiden Mitteln beschleunigen (Folia Pharmacologica Japonica, Bd.
105, 171–180
(1995), Drugs of the Future, Bd. 18, 919–931 (1993), American Journal
of Physiology, Bd. 269, G628–G646
(1995), American Journal of Physiology, Bd. 259, G184–G190 (1990),
European Journal of Pharmacology, 261, 257–263 (1994), Trends in Pharmacological
Science, Bd. 15, 65–66
(1994)).
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Als
Gastrin-Rezeptorantagonist ist Proglumid als Heilmittel für Magengeschwür und Gastritis
bekannt. Die Affinität
von Proglumid mit Gastrin- oder CC-B-Rezeptoren ist jedoch sehr
gering, und seine Heilwirkung ist schwach. Es wird berichtet, dass
einige Benzodiazepin-Derivate, z. B.
L-364,718 (Devazepid,
japanische offengelegte Patentanmeldung (Kokai) Nr.
63666/1986 )
und
L-365,260 (japanische offengelegte Patentanmeldung
(Kokai) Nr.
238069/1988 ), CCK-A-Rezeptorantagonismus
oder CCK-B-Rezeptorantagonismis zeigen. Es wird auch berichtet,
dass Verbindungen mit einem starken CCK-B-Rezeptorantagonismus eine
Pentagastrin-stimulierte Sekretion von Magensäure unterdrücken (
WO 94/438 und
WO
95/18110 ). Die Verabreichung dieser Verbindungen in vivo
ergibt jedoch nicht immer zufriedenstellende Wirkungen. In
WO
98/25911 und
WO 99/64403 haben die Erfinder
der vorliegenden Anmeldung deshalb 1,5-Benzodiazepin-Derivate beschrieben, die
einen starke Gastrin- und/oder CCK-B-Rezeptorantagonismus zeigen,
und gleichzeitig eine starke inhibitorische Wirkung der Magensäuresekretion
aufweisen. Es besteht jedoch das Bedürfnis für Verbindungen, die einen starken
Gastrin- und/oder CCK-B-Rezeptorantagonismus und inhibitorische
Wirkung der Magensäuresekretion
aufweisen, und insbesondere eine starke inhibitorische Wirkung der
Magensäuresekretion,
und die für
eine klinische Verwendung geeignet sind.
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Beschreibung der Erfindung
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Im
Hinblick auf den vorstehend erläuterten
Sachverhalt haben die Erfinder der vorliegenden Anmeldung umfangreiche
Untersuchungen durchgeführt.
Als Ergebnis wurde gefunden, dass, im Vergleich mit 1,5-Benzodiazepin-Derivaten,
wie sie spezifisch in
WO 98/25911 und
WO
99/64403 beschrieben sind, Calciumsalze von 1,5-Benzodiazepin-Derivaten
mit einer spezifischen Struktur, die in einen in
WO 98/25911 und
WO
99/64403 beschriebenen Bereich fallen, dort aber nicht
spezifisch beschrieben sind, eine ausgesprochen starke inhibitorische
Wirkung gegen Magensäuresekretion
aufweisen; und aufgrund ihrer geringen Hygroskopizität und leichten
Reinigung vom Standpunkt der Aufrechterhaltung der Qualität zweckmäßig sind,
weshalb sie als Arzneimittel, insbesondere Präventiv- oder Heilmittel, für verschiedene
Erkrankungen des Verdauungstraktes, die aus einer übermäßigen Sekretion
von Magensäure
resultieren, brauchbar sind, was zur Vervollständigung der vorliegenden Erfindung
geführt
hat.
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In
einem Aspekt der vorliegenden Erfindung werden somit Calciumsalze
eines 1,5-Benzodiazepin-Derivats bereitgestellt, dargestellt durch
die folgende Formel (I):
(worin R
1 eine
lineare oder verzweigte C
1–4-Alkylgruppe, R
2 eine Phenyl- oder Cyclohexylgruppe und
Y eine Einfachbindung oder eine lineare oder verzweigte Alkylengruppe
bedeutet); und ein Herstellungsverfahren des Calciumsalzes.
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In
einem anderen Aspekt der Erfindung wird auch ein Magensäuresekretionsinhibitor
bereitgestellt, der als wirksamen Bestandteil ein Calciumsalz eines
1,5-Benzodiazepin-Derivats, dargestellt durch die Formel (I), enthält.
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In
einem weiteren Aspekt der Erfindung wird auch ein Arzneimittel bereitgestellt,
das als wirksamen Bestandteil ein Calciumsalz eines 1,5-Benzodiazepin-Derivats,
dargestellt durch die Formel (I), enthält, und insbesondere ein Präventiv-
oder Heilmittel für
Magengeschwür,
Duodenal-Geschwür,
Gastritis, Refluxösophagitis
oder Zollinger-Ellison-Syndrom.
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In
einem weiteren erfindungsgemäßen Aspekt
wird auch eine pharmazeutische Zusammensetzung bereitgestellt, die
ein Calciumsalz eines 1,5-Benzodiazepin-Derivats, dargestellt durch
die Formel (I), und einen pharmazeutisch annehmbaren Träger enthält, insbesondere
eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Vorbeugung und/oder Behandlung
von Magengeschwür,
Duodenal-Geschwür,
Gastritis, Refluxösophagitis oder
Zollinger-Ellison-Syndrom.
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In
einem weiteren erfindungsgemäßen Aspekt
wird auch die Verwendung eines Calciunmsalzes eines 1,5-Benzodiazepin-Derivats,
dargestellt durch Formel (I), zur Herstellung eines Präventiv-
und/oder Heilmittels für
Magengeschwür,
Duodenal-Geschwür,
Gastritis, Refluxösophagitis
oder Zollinger-Ellison-Syndrom bereitgestellt.
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In
einem weiteren Aspekt wird auch eine Behandlungsmethode für Magengeschwür, Duodenal-Geschwür, Gastritis,
Refluxösophagitis
oder Zollinger-Ellison-Syndrom bereitgestellt, die das Verabreichen
eines Calciumsalzes eines 1,5-Benzodiazepin-Derivats, dargestellt
durch Formel (I), umfasst.
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Beste Ausführungsform
zur Durchführung
der Erfindung
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Beispiele
für die "lineare oder verzweigte
C1–4-Alkylgruppe" umfassen Methyl,
Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sec-Butyl und tert-Butyl,
während
die der "linearen
oder verzweigten C1–4-Alkylengruppe" Methylen, Ethylen,
Propylen, Butylen, Methylmethylen, Dimethylmethylen, 1-Methylethylen,
1,1-Dimethylethylen, 1-Methylpropylen
und 2-Methylpropylen umfassen.
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Der
Ausdruck "Halogenatom", wie er hier verwendet
wird, bedeutet ein Fluor-, Chlor-, Brom- oder Iodatom. Der Ausdruck "Metallatom", wie er hier verwendet
wird, bedeutet ein Metallatom, das in ein einwertiges oder zweiwertiges
Kation überführt werden
kann, und Beispiele umfassen Natrium-, Kalium- und Calciumatome.
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Bevorzugt
ist es, dass in der Formel (I) R1 eine verzweigte
C4-Alkylgruppe bedeutet, insbesondere eine tert-Butylgruppe; R2 eine Cyclohexylgruppe und Y eine Einfachbindung
oder Dimethylmethylen.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst nicht nur optisch aktive Isomere und
Diastereomere, sondern auch Solvate, wie z. B. Hydrate und polymorphe
Verbindungen.
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Vom
Standpunkt der inhibitorischen Wirkung gegen Magensäuresekretion
und der Lagerstabilität
sind von den erfindungsgemäßen Verbindungen
(I) insbesondere bevorzugt Calcium-(R)-(–)-3-[3-(1-tertbutylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoat
(Verbindung von Beispiel 1) und Calcium-(R)-(–)-2-[3-[3-(1-tert-butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]phenyl]-2-methylpropionat
(Verbindung von Beispiel 4), wobei die Verbindung von Beispiel 1 noch
bevorzugter ist.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
(I) können
unter Berücksichtigung
ihres Grundgerüstes
oder der Merkmale der Gruppen der Bestandteile nach verschiedenen
Syntheseverfahren hergestellt werden. Die nachstehend genannten
sind typische Herstellungsverfahren für sie. Herstellungsverfahren
A
(worin R
1, R
2 und
Y die vorstehend beschriebene Bedeutung besitzen, Boc eine tert-Butoxycarbonylgruppe und
X ein Halogenatom bedeuten).
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Stufe A1
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Umsetzung
eines 3-substituierten Aminobenzodiazepin-Derivats (V) mit Cyclohexanon
führt zur
Herstellung des entsprechenden 5-substituierten Derivats (VI). Zur
Herstellung des 5-substituierten Derivats (VI) mit einer Cyclohexylgruppe
als R2 wird ein Katalysator, wie z. B. Platinoxid
oder Palladium-Kohle zu einer Lösung
des Derivats (V) in Essigsäure
zugegeben, und nachfolgend unter Normaldruck oder unter Druck in
einer Wasserstoffatmosphäre
gerührt.
Diese Umsetzung kann üblicherweise
bei Raumtemperatur, unter Erwärmen oder
unter Erhitzen, durchgeführt
werden. Für
die Herstellung eines 5-substituierten Derivats (VI) mit einer Phenylgruppe
als R2 wird andererseits ein Wasserstoffakzeptor,
wie z. B. Cycloocten oder Nitrobenzol, zum Derivat (V) lösungsmittelfrei
oder in einem gegenüber
der Umsetzung inerten Lösungsmittel,
wie z. B. Xylol, und dann ein Katalysator, wie z. B. Palladiumn-Kohle,
zugegeben, und danach gerührt.
Diese Umsetzung kann üblicherweise
unter Erwärmen
oder Erhitzen durchgeführt
werden.
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Stufe A2
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Umsetzung
des 5-substituierten Derivats (VI) mit einer Halomethylketonverbindung
(VII) führt
zur Herstellung des entsprechenden 1,5-substituierten Derivats (VIII).
Diese Umsetzung wird üblicherweise
durchgeführt,
indem man eine Base, wie z. B. Natriumhydrid, Kaliumcarbonat oder
Kalium-tert-butoxid zum 5-substituierten
Derivat (VI) zugibt, die Verbindung (VII) zur resultierenden Mischung
zugibt, und dann, wenn erforderlich, einen Phasentransferkatalysator,
wie z. B. Tetrabutylammoniumbromid, zugibt. Für die Umsetzung ist irgendein
gegenüber
der Umsetzung inertes Lösungsmittel
geeignet. Normalerweise wird ein Ether-Lösungsmittel verwendet, wie
z. B. Tetrahydrofuran oder Dioxan, Toluol, Ethylacetat, N,N-Dimethylformamid
oder Dimethylsulfoxid. Alternativ kann die Umsetzung in einem Zwei-Phasen-System,
wie z. B. Wasser-Toluol, in Gegenwart eines Transferkatalysators,
wie z. B. Tetrabutylaminoniumbromid, durchgeführt werden. Die Umsetzung wird üblicherweise
in einem Temperaturbereich von –78
bis 150°C
durchgeführt.
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Stufe A3
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Das
1,5-substituierte Derivat (VIII) kann nach Entfernung der Schutzgruppen
in ein Oxalat (III) eines 3-Amino-l,5-benzodiazepin-Derivats überführt werden.
Die Entfernung der Schutzgruppen wird durch Zugabe einer Säure, wie
z. B. Chlorwasserstoffsäure
oder Trifluoressigsäure,
zum Derivat (VIII) bewirkt. Diese Umsetzung wird üblicherweise
in Gegenwart oder Abwesenheit eines Lösungsmittels in eine Temperaturbereich
von 0 bis 100°C
durchgeführt.
Beispiele für
das geeignete Lösungsmittel
umfassen Alkohole, wie z. B: Methanol und Ethanol, Halogen-Lösungsmittel,
wie z. B. Chloroform, und Ether-Lösungsmittel, wie z. B. Dioxan
und Diethylether. Die nachfolgende Überführung in ein Oxalat wird auf
eine an sich bekannte Weise durchgeführt, indem man Oxalsäure oder
ein Hydrat davon zu dem nach der oben beschriebenen Reaktion erhaltenen
Hydrolysat zufügt.
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Stufe A4
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Umsetzung
des Oxalats (III) eines 3-Amino-1,5-benzodiazepin-Derivats mit Verbindung
(IV) führt
zur Herstellung des entsprechenden 1,5-Benzodiazepin-Derivats (II).
Diese Umsetzung wird üblicherweise
in Gegenwart oder Abwesenheit einer Base, wie z. B. Triethylamin,
in einem Bereich von 0°C
bis zur Rückflusstemperatur
durchgeführt.
Für die
Umsetzung ist irgendein gegenüber
der Umsetzung inertes Lösungsmitel
geeignet, und üblicherweise
werden N,N-Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxid verwendet.
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Stufe A5
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Dann
wird zum 1,5-Benzodiazepin-Derivat (II) wässeriger Ammoniak zugegeben,
und danach die Mischung durch Zugabe einer Calciumchloridlösung behandelt,
wodurch die erfindungsgemäße Verbindung
(I) hergestellt werden kann. Diese Umsetzung wird üblicherweise
durchgeführt,
indem man wässerigen
Ammoniak unter Eiskühlung,
bei Raumtemperatur, unter Erwärmen
oder Erhitzen, zugibt, die Mischung rührt und dann eine Calciumchloridlösung zugibt.
Für diese
Umsetzung ist irgendein gegenüber
der Umsetzung inertes Lösungsmittel
geeignet, und üblicherweise
wird Ethanol verwendet. Herstellungsverfahren
B
(worin R
1, R
2 und
Y die vorstehend angegebene Bedeutung besitzen, R
3 ein
Wasserstoffatom oder ein Metallatom bedeutet, und X ein Halogenatom
bedeutet).
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Stufe B1
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Umsetzung
des Oxalats (III) eines 3-Amino-1,5-benzodiazepin-Derivats mit Verbindung
(IX) führt
zur Herstellung des entsprechenden 3-Phenoxycarbonylamino-Derivats
(X). Diese Umsetzung wird üblicherweise unter
Eiskühlung,
bei Raumtemperatur, unter Erwärmen
oder Erhitzen, in Gegenwart oder Abwesenheit einer Base, wie z.
B. Kaliumcarbonat oder Triethylamin, durchgeführt. Für die Umsetzung ist irgendein
gegenüber der
Umsetzung inertes Lösungsmittel
geeignet, und normalerweise werden Ethylacetat, Tetrahydrofuran
oder N,N-Dimethylformamid verwendet.
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Stufe B2
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Durch
Zugabe eines Anilin-Derivats (XI) zum 2-Phenoxycarbonylamino-Derivat
(X) kann das entsprechende 1,5-Benzodiazepin-Derivat (II) hergestellt
werden. Diese Umsetzung wird üblicherweise
in Gegenwart oder Abwesenheit einer Base, wie z. B. Trimethylamin
oder Kaliumcarbonat, in einem Bereich von 0°C bis Rückflusstemperatur, durchgeführt. Für die Umsetzung
ist irgendein gegenüber
der Umsetzung inertes Lösungsmittel
geeignet, und üblicherweise
wird Dimethylsulfoxid oder N,N-Dimethylformamid verwendet. Das in Stufe
B2 erhaltene 1,5-Benzodiazepin-Derivat (II) kann in die erfindungsgemäße Verbindung
(I) gemäß Stufe A5
des Herstellungsverfahrens A überführt werden.
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Die
so hergestellte erfindungsgemäße Verbindung
(I) wird isoliert und dann mittels einer üblicherweise angewendeten Arbeitsweise
gereinigt, die wie erforderlich ausgewählt wird aus Extraktion, Konzentration,
Verdampfung, Kristallisation, Filtration, Umkristallisation, Pulverisierung
und Chromatographie. Die optisch aktive erfindungsgemäße Verbindung
(I) kann unter Verwendung einer geeigneten Ausgangsverbindung hergestellt werden
oder durch eine üblicherweise
verwendete racemische Aufspaltungsmethode, wie z. B. einer Methode der Überführung der
Verbindung in das entsprechende diastereomere Salz mit einer typischen
optisch aktiven Säure,
wie z. B. Dibenzoyltartrat, gefolgt von einer optischen Aufspaltung;
oder einer Methode zur Überführung der
Verbindung in die entsprechende diastereomere Verbindung, diese
dann abtrennt und dann die abgetrennte Verbindung einem Edman-Abbau
unterwirft.
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Die
erfindungsgemäße Verbindung
(I) kann nach Einarbeitung eines pharmazeutisch annehmbaren Trägers oder
Adjuvans oral oder parenteral verabreicht werden. Für die orale
Verabreichung kann die erfindungsgemäße Verbindung zu einer festen
Zubereitung verarbeitet werden, wie z. B. Tabletten, Pulver und
Kapseln, indem man in Kombination geeignete Additive verwendet,
z. B. Arzneimittelträger,
wie z. B. Lactose, Mannit, Maisstärke und kristalline Cellulose;
Bindemittel, wie z. B. Cellulose-Derivate, Gummiarabikum und Gelatine;
Zerfallsmittel, wie z. B. Calciumcarboxymethylcellulose; Schmiermittel,
wie z. B. Talk und Magnesiumstearat. Diese festen Zubereitungen
können
als Zubereitungen mit enterischer Beschichtung ausgebildet werden, indem
man ein Beschichtungsmittel, wie z. B. Hydroxypropylmethylcellulosephthalat,
Hydroxypropylmethylcelluloseacetatsuccinat, Celluloseacetatphthalat
oder ein Methacrylat-Copolymer, verwendet. Alternativ können aus
ihnen flüssige
Zubereitungen, wie z. B. Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen, ausgebildet werden.
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Für die parenterale
Verabreichung kann die erfindungsgemäße Verbindung in eine flüssige Zubereitung
zur Injektion überführt werden,
indem man mit Wasser, Ethanol, Glycerin oder einem üblicherweise
verwendeten oberflächenaktiven
Mittel kombiniert. Unter Verwendung einer Suppositorienbasis können sie
auch zu einem Suppositorium verarbeitet werden.
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Die
Dosis der erfindungsgemäßen Verbindung
(I) variiert abhängig
von der Dosierungsform, dem Verabreichungsweg, dem Alter oder den
Symptomen. Oral beträgt
die Dosis 1 bis 1.000 mg, vorzugsweise 5 bis 500 mg, pro Tag für einen
Erwachsenen, und wird vorzugsweise einmal oder in 2 bis 3 Anteilen
pro Tag verabreicht.
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Wie
dies später
beschrieben wird, zeigen die erfindungsgemäßen Verbindungen (I) im Vergleich
zu den in
WO 98125911 und
WO 99/64403 beschriebenen
Verbindungen, eine starke inhibitorische Wirkung gegenüber einer
Magensäuresekretion.
Zusätzlich
besitzen sie eine geringe Hygroskopizität und können leicht gereinigt werden,
weshalb sie im Hinblick auf den Qualitätserhalt als Arzneimittel hervorragend
geeignet sind. Darüber
hinaus zeigen sie einen starken Antagonismus gegen Gastrin- und/oder
CCK-B-Rezeptor und sind deshalb zur Behandlung, Besserung oder Vorbeugung
verschiedener Erkrankungen des Verdauungstrakts geeignet, die aus
einer übermäßigen Sekretion
von Magensäure
resultieren, z. B. Magengeschwür,
Duodenal-Geschwür,
Gastritis, Refluxösophagitis,
Pankreatitis und Zollinger-Ellison-Syndrom. Sie sind auch zur Behandlung,
Besserung oder Vorbeugung von mit Gastrin- und/oder CCK-B-Rezeptor-Antagonismus verbundenen
Erkrankungen geeignet, wie z. B. vakuolisierender G-Zellen-Hyperplasie,
basaler Schleimhaut-Hyperplasie, Cholecystitis, Gallenkollik, Dysmotilitäten des
Verdauungskanals, Reizkolon, bestimmten Typen von Tumoren, Essstörungen,
Angst, Panik, Depressionen, Schizophrenie, Parkinson-Krankheit, später Dyskinäsie, Gilles-de-la-Tourette-Syndrom,
Drogenabhängigkeit
und Drogenentzugserscheinungen; und zur Induzierung einer Schmerzlinderung
oder Verstärkung
der Induzierung einer Schmerzlinderung durch Verabreichung von opioiden
Mitteln.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend mittels Beispielen beschrieben.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf
oder durch diese beschränkt
wird.
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Beispiel 1
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Herstellung
von Calcium-(R)-(–)-3-[3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoat
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Stufe 1
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Herstellung
von (R)-(–)-2-Oxo-3-tert-butoxycarbonylamino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
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Zu
einer Lösung
von 50 g (R)-(+)-2-Oxo-3-tertbutoxycarbonylamino-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin, wie
in WO 98/25911 beschrieben, in 43,3 g Essigsäure wurden 70,8 g Cyclohexanon
und 1,5 g Platinoxid zugegeben. Die resultierende Mischung wurde
bei Raumtemperatur 5 Stunden lang unter einem Druck von 3 bis 3,5
kg/cm2 in einer Wasserstoffatmosphäre gerührt. Zur
Reaktionsmischung wurden 200 ml Ethylactat und 5 g Aktivkohle zugegeben
und dann eine 1 Stunde lang bei Raumtemperatur weiter gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde filtriert. Zum Filtrat wurde unter Rühren eine
2 N wässerige
Lösung
von Natriumhydroxid zugegeben, um dieses zu neutralisieren, und
dann in zwei Schichten getrennt. Die organische Schicht wurde aufeinander
folgend mit gesättigter
wässeriger
Lösung
von Natriumbicarbonat und Salzlösung
gewaschen und über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck abgedampft. Zum Rückstand
wurden 200 ml Ethanol und 200 ml Wasser zugegeben. Die Mischung
wurde bei 50°C
1 Stunde lang gerührt
und dann 2 Stunden unter Eiskühlung.
Die so ausgefallenen Kristalle wurden durch Saugfiltration gesammelt,
mit einem Lösungsmittelgemisch
aus Ethanol und Wasser (1 : 1) gewaschen und dann getrocknet und
59,3 g der Titelverbindung erhalten.
Schmelzpunkt: 156 bis
159°C
1H-NMR (CDCl3) δ: 1,11–2,07 (19H,
m), 3,15–3,27
(1H, m), 3,33 (1H, dd), 3,68 (1H, dd), 4,38–4,49 (1H, m), 5,53 (1H, d),
6,91–6,96
(2H, m), 7,11–7,16
(2H, m), 7,45 (1H, brs). [a]D23: –188° (C = 1,02,
CHCl3)
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2-Oxo-3-tert-butoxycarbonylamino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
wurde außerdem
auch nach der nachstehend beschriebenen Art und Weise hergestellt.
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In
1,2 g Essigsäure
wurden 1,39 g 2-Oxo-3-tert-butoxycarbonylamino-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin und
3,9 g Cyclohexanon gelöst.
Zur resultierenden Lösung
wurden 302 mg 10% Palladium- Kohle zugegeben.
Unter einem Wasserstoffdruck von 10 kg/cm2 wurde
die Mischung bei 50 bis 55°C
12 Stunden lang gerührt.
Nach Abkühlen
der Reaktionsmischung auf Raumtemperatur wurde die Reaktionsmischung über Celite
filtriert. Zum Filtrat wurde Wasser zugegeben, und die so ausgefallenen
Kristalle wurden mittels Saugfiltration gesammelt. Die resultierenden
Kristalle wurden aus einem Lösungsmittelgemisch
aus Ethanol und Wasser umkristallisiert, wobei 1,63 g der Titelverbindung
erhalten wurden.
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Stufe 2
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Herstellung
von (R)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-tert-butoxycarbonylamino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
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Zu
einer Lösung
von 50 g (R)-(–)-2-Oxo-3-tert-butoxycarbonylamino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
in 200 ml Dimethylsulfoxid wurden 28,1 g 1-Chlorpinacolon, 28,8
g Kaliumcarbonat (Pulver), 1,15 g Kaliumiodid und 1,35 g Tetrabutylammoniumbromid
zugegeben. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur 4 Stunden lang
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde in Eiswasser gegossen. Der so gebildete
Niederschlag wurde mittels Saugfiltration gesammelt, mit Wasser
gewaschen und dann getrocknet, wodurch 63,5 g der Titelverbindung
erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3) δ:
1,15–2,07
(28H, m), 3,13–3,24
(1H, m), 3,26 (1H, dd), 3,61 (1H, dd), 4,11 (1H,d), 4,39–4,50 (1H,
m), 5,17 (1H, d), 5,57 (1H, d), 6,92–7,03 (2H, m), 7,12–7,20 (2H,
m)
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Stufe 3
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Herstellung
von (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepinoxalat-Monohydrat
und (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepinoxalat
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Zu
einer Lösung
von 63,5 g (R)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-tert-butoxycarbonylamino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-diazepin
in 100 ml Ethanol wurden 100 ml 6 N Chlorwasserstoffsäure zugegeben.
Die Mischung wurde bei 60°C
1,5 Stunden lang gerührt.
Nach Abkühlen
der Reaktionsmischung auf Raumtemperatur wurde ein Lösungsmittelgemisch
aus Wasser und Diethylether (1 : 1) zugegeben. Die wässerige
Schicht wurde abgetrennt, mit einer 6 N-wässerigen Lösung von Natriumhydroxid neutralisiert und
dann mit Ethylacetat extrahiert. Der Extrakt wurde mit Salzlösung gewaschen, über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft,
wodurch 46,3 g (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3) δ:
1,11–2,08
(2H, m), 3,12–3,27
(2H, m), 3,40(1H, dd), 3,53–3,62
(1H, m), 4,01 (lH,d), 5,29 (1H, d), 6,92–7,04 (2H,m), 7,15–7,19 (2H,
m)
[α]D25: –28,9° (C = 1,04,
MeOH)
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Das
so erhaltene (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin wurde
in 550 ml Ethylacetat gelöst.
Zur resultierenden Lösung
wurden 16,31 g Oxalsäuredihydrat
gegeben, um letztere Verbindung in der Lösung zu lösen. Dann wurden 367 ml n-Hexan zugegeben
und die Mischung über
Nacht gerührt.
Die so ausgefallenen Kristalle wurden mittels Saugfiltration gesammelt,
mit einem Lösungsmittelgemisch
aus Ethylacetat und n-Hexan (1 : 1) gewaschen und dann getrocknet,
wobei 55 g (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepinoxalat-Monohydrat
erhalten wurden.
Schmelzpunkt: 97 bis 99°C
1H-NMR
(DMSO-d6) δ: 1,10–1,83 (18H, m), 1,93–2,07 (1H,
m), 3,15–3,28
(1H, m), 3,39–3,57
(2H, m), 3,88 (1H, dd), 4,47 (1H, d), 5,10 (1H, d), 6,70 (6H, br),
7,03–7,16
(2H, m),
[α]D27 : –12,2
(C = 1,00, MeOH)
Elementaranalyse: (C) 59,15, (H) 7,45, (N)
9,03 (C21H31N3O2·C2H2O4·H2O)
-
In
10 ml Ethylacetat wurde 1 g (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
gelöst.
Oxalsäureanhydrid
(252 mg) wurde zur resultierenden Lösung zugegeben, und dann über Nacht
gerührt.
Die so ausgefallenen Kristalle wurden durch Saugfiltration gesammelt,
mit Ethylacetat gewaschen und dann getrocknet, und 1,5 g (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepinoxalat
erhalten.
Schmelzpunkt: 147 bis 150°C
1H-NMR
(DMSO-d
6) δ: 1,10–1,83 (18H, m), 1,93–2,07 (1H,
m) , 3,15–3,28
(1H, m), 3,39–3,57
(2H, m), 3,88 (1H, dd), 4,47 (1H, d), 4,70 (4H, br), 5,10 ((H, dd),
7,03–7,16
(2H, m), 7,22–7,33
(1H, m)
[α]D
27: –13,3
(C = 1,00, MeOH)
Elementaranalyse: (C) 61,67, (H) 7,47, (N)
9,28 (C
21H
31N
3O
2·C
2H
2O
4) Stufe
4 Herstellung von 3-Phenyloxycarbonylaminobenzoesäure
-
Nach
Lösen von
274,3 g 3-Aminobenzoesäure
in 4 1 einer 0,5 N wässerigen
Lösung
von Natriumhydroxid wurde eine Lösung
von 328,8 g Phenylchlorformiat in 1 l Tetrahydrofuran tropfenweise
bei 10°C
zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde bei der gleichen Temperatur
1 Stunde lang gerührt
und dann 1 Stunde lang bei Raumtemperatur. Die so ausgefallenen
Kristalle wurden durch Saugfiltration gesammelt, mit Wasser gewaschen,
getrocknet und dann aus Ethanol umkristallisiert, und 412 g der
Titelverbindung erhalten.
Schmelzpunkt: 131 bis 133°C
1H-NMR (DMSO-d6) δ: 7,21–7,32 (3H,
m), 7,40–7,49
(3H, m) , 7,61–7,66
(1H, m), 7,71–7,77
(1H, m) , 8,16 (1H,t), 10,42 (1H, s), 12,96 (1H, brs)
-
Stufe 5
-
Herstellung
von (R)-(–)-3-[3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoesäuremonohydrat
-
Zu
einer Lösung
von 51,2 g (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepinoxalat-Monohyddrat
in 500 ml wasserfreiem Dimethylsulfoxid wurden 28,0 g 3-(N-Phenoxycarbonyl)aminobenzoesäure und
44,5 g Triethylamin zugegeben. Die resultierende Mischung wurde
bei 60 bis 65°C
2 Stunden lang gerührt.
Ethanol (550 ml) wurde dann zur Reaktionsmischung zugegeben. Unter
Eiskühlen
wurden 550 ml 1 N Chlorwasserstoffsäure tropfenweise zugegeben
und die Mischung dann bei Raumtemperatur 2 Stunden lang gerührt. Die
so ausgefallenen Kristalle wurden gesammelt und aus einem Lösungsmittelgemisch
aus Ethanol und Wasser umkristallisiert, wobei 46,3 g der Titelverbindung
als farblose Kristalle erhalten wurden.
Schmelzpunkt: 159 bis
161°C
1H-NMR (DMSO-d6) δ: 1,05–2,08 (19H,
m), 3,16–3,49
(3H, m) , 4,33–4,40
(1H, m), 4,39 (1H, d), 5,12 (1H, d), 6,62 (1H, d), 6,98–7,14 (2H,
m) , 7,23–7,36
(3H, m), 7,44–7,52
(2H, m), 7,99 (1H, brs), 9,06 (1H, brs), 11,50 (1H, br)
MS(FAB)m/z:
521 (MH+), 543 (M + Na)+
IR(KBr)cm–1:
3370, 2932, 2855, 1727, 1644, 1561, 1497
[α]D25: –148° (C = 1,0,
CHCl3)
Elementaranalyse: (C) 64,32,
(H) 7,41, (N) 10,16 (C29H36NaO5·0,5C2H5OH·H2O)
-
Stufe 6
-
Herstellung
von Calcium-(R)-(–)-3-[3-(1-tert-butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoat
-
In
220 ml Ethanol wurden 22,0 g (R)-(–)-3-[3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoesäure-Monohydrat
suspendiert. Unter Eiskühlen
wurde die resultierende Suspension in 26,4 ml konzentriertem wässerigen
Ammoniak gelöst.
Zur Reaktionsmischung wurden 22 ml einer wässerigen Lösung von 3,05 g Calciumchlorid
zugegeben, und dann 30 Minuten lang gerührt. Es wurde Wasser zugegeben.
Der Niederschlag wurde durch Filtration gesammelt und mit einem
Lösungsmittelgemisch
aus Wasser und Ethanol (2 : 1) gewaschen, wobei 21,0 g der Titelverbindung
als Pulver erhalten wurden.
1H-NMR
(DMSO-d6) δ: 0,94–1,96 (38H, m), 3,21–3,44 (6H,
m), 4,36–4,43
(4H, m,), 5,12 (2H, d), 6,77 (2H, d), 7,00–7,29 (10H, m), 7,52–7,56 (4H,
m) 7,90 (2H, s), 9,16 (2H, s)
MS(FAB)m/z: 1079 (MH+),
559, 521
IR(KBr)cm–1: 2932, 2361, 1662,
1552, 1498, 1396, 1217, 767
[α]D26: –66,1° (C = 1,
MeOH)
-
Beispiel 2
-
Herstellung
von (R)-(–)-3-[3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoesäure
-
Stufe 1
-
Herstellung
von (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-phenoxycarbonylamino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
-
Zu
einer Suspension von 8,9 g (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepinoxalat
in 45 ml Ethylacetat wurden 45 ml einer wässerigen Lösung von 8,25 g Kaliumcarbonat
unter Eiskühlung
zugegeben. Die Mischung wurde 30 Minuten lang bei der gleichen Temperatur
gerührt.
Nach Zugabe von 3,12 g Phenylchlorcarbonat unter Eiskühlung wurde
die Mischung 5 Minuten unter Eiskühlung gerührt und dann bei Raumtemperatur
30 Minuten lang. Die Reaktionsmischung wurde dann in zwei Schichten
getrennt. Die wässerige
Schicht wurde mit Ethylacetat gewaschen und die so erhaltene organische
Schicht wurde mit der vorher schon erhaltenen organischen Schicht
kombiniert. Die kombinierte organische Schicht wurde mit Salzlösung gewaschen, über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft,
wobei 9,19 g der Titelverbindung erhalten wurden.
1H-NMR
(CDCl3) δ:
1,10–1,90
(9H, m), 1,28 (9H, s), 1,97–2,08
(1H, m), 3,14–3,27
(1H, m), 3,38 (1H, dd), 3,73 (1H, dd), 4,15 (1H, d), 4,53 (1H, dt),
5,20 (1H, d), 6,11 (1H, d), 6,93–7,24 (7H, m), 7,28–7,36 (2H,
m)
[α]D: –45,6° (C = 1,0,
CHCl3)
-
Stufe 2
-
Herstellung
von (R)-(–)-3-[3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoesäure
-
Unter
einer Argonatmosphäre
wurden 2,0 g Natrium-3-aminobenzoat, 77 mg 4-Dimethylaminopyridin und
3,0 g Molekularsiebe 3A zu einer Lösung von 3,0 g (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-phenoxycarbonylamino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
in 30 ml wasserfreiem Dimethylsulfoxid zugegeben. Nach Filtration
der Reaktionsmischung wurden Eiswasser und eine 1 N wässerige
Lösung
von Natriumhydroxid dem Filtrat zugegeben. Die Mischung wurde mit
Ethylacetat extrahiert. Die organische Schicht wurde aufeinander
folgend mit 1 N wässeriger
Lösung
von Natriumhydroxid, 1 N Chlorwasserstoffsäure und Salzlösung gewaschen, über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft.
Zum Rückstand
wurde ein Lösungsmittelgemisch
von Ethanol und Wasser (2 : 1) zugegeben. Die so ausgefallenen Kristalle
wurden durch Filtration gesammelt, wobei 2,32 g der Titelverbindung
erhalten wurden.
-
Die
in Stufe 2 erhaltene (R)-(–)-3-[3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoesäure wurde
auf ähnliche
Weise zu Stufe 6 des Beispiels 1 behandelt, wobei Calcium(R)-(–)-3-[3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoat
erhalten wurde.
-
Beispiel 3
-
Herstellung
von Calcium-(R)-(–)-3-[3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-phenyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoat
-
Stufe 1
-
Herstellung
von (R)-(–)-2-oxo-3-tert-Butoxycarbonylamino-5-phenyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
-
Zu
einer Lösung
von 5 g (R)-(+)-2-oxo-3-tert-Butoxycarbonylamino-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin in
25 ml Cyclohexanon wurden 5,96 g Cycloocten und 0,5 g 10% Palladium-Kohle
zugegeben. Die Mischung wurde bei einer internen Temperatur von
145°C 2,5
Stunden lang gerührt.
Nach Abkühlen
der Reaktionsmischung bei Raumtemperatur wurden 20 ml Ethylacetat
zugegeben. Die Mischung wurde abfiltriert und das Filtrat unter
vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde kristallisiert
durch Zugabe von Diisopropylether und n-Hexan, und die resultierenden
Kristalle wurden durch Filtration gesammelt, wobei 3,2 g der Titelverbindung
erhalten wurden.
Schmelzpunkt: 160 bis 165°C
1H-NMR
(CDCl3) δ:
1,43 (9H, s), 3,67 (1H, dd), 4,27 (1H, dd) , 4,57–4,65 (1H,
m) , 5,60 (1H, d), 6,69–6,90
(3H, m), 7,09–7,25
(6H, m), 7,60 (1H, s)
[α]D25: –233° (C = 1,00,
CHCl3)
-
Stufe 2
-
Herstellung
von (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-phenyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepinoxalat-Monohydrat
-
Die
Titelverbindung wurde auf ähnliche
Weise wie in Stufe 2 des Beispiels 1 erhalten, mit der Ausnahme,
dass (R)-(–)-2-Oxo-3-tert-butoxycarbonylamino-5-phenyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
anstelle von (R)-(-)-2-Oxo-3-tert-butoxycarbonylamino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin verwendet
wurde, und dann nach einer ähnlichen
Arbeitsweise zu Stufe 3 des Beispiels 1 verarbeitet.
Schmelzpunkt:
130 bis 135°C
1H-NMR (DMSO-d6) δ: 1,17 (9H,
s), 3,90 (1H, dd), 4,04–4,13
(2H, m), 4,79 (1H, d), 5,13 (1H, d), 6,38 (6H, br), 6,88 (1H, t),
7,12 (1H, d), 7,21–7,34
(5H, m)
[α]D25: –56° (C = 1,0,
MeOH)
Elementaranalyse: (C) 60,24, (H) 6,51, (N) 9,13 (C21H25N3O2·C2H2O4·H2O)
-
Stufe 3
-
Herstellung
von (R)-(–)-3-[3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-phenyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoesäure
-
Die
Titelverbindung wurde erhalten, indem man ähnlich zum letzten Schritt
der Stufe 3 des Beispiels 1 arbeitete, mit der Ausnahme, dass (R)-(–)-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-phenyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepinoxalat-Monohydrat
anstelle von (R)-(–)-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin
verwendet wurde, und anschließend
nach einer zur Stufe 5 des Beispiels 1 ähnlichen Arbeitsweise.
1H-NMR (CDCl3) δ: 1,29 (9H,
s) , 3,72 (1H, dd), 4,32 (1H, d), 4,43 (1H, dd), 4,81–4,90 (1H,
m), 5,23 (1H, d), 7,13–8,41
(13H, m), 7,50 (1H,d), 8,29 (1H, s), 10,71–10,77 (1H, br)
[α,]D25: –134,8
(C = 1,00, MeOH)
-
Stufe 4
-
Herstellung
von Calcium-(R)-(–)-3-[3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-phenyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoat
-
Die
Titelverbindung wurde erhalten, indem man ähnlich zur Stufe 6 des Beispiels
1 arbeitete, mit der Ausnahme, dass (R)-(–)-[3-(3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-phenyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoesäure anstelle
von (R)-(–)-[3-(3-(1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoesäure verwendet
wurde.
1H-NMR (DMSO-d6) δ: 1,17 (18H,
s), 3,60 (2H, dd), 4,00 (2H, dd), 4,55–4,65 (2H, m), 4,75 (2H, d),
5,11 (2H,d), 6,77–6,93
(8H, m), 7,12–7,35
(14H, m), 7,50–7,57
(4H, m), 7,88 (2H, s), 9,20 (2H, s)
MS(FAB)m/z: 1067 (MH+), 553, 514
IR(KBr)cm–1:
3368, 2969, 1664, 1552, 1500, 1397, 1296, 1240, 764
-
Beispiel 4
-
Herstellung
von Calcium-(R)-(–)-2-[3-[3-(1-tert-butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]phenyl]-2-methylpropionat
-
Stufe 1
-
Herstellung
von Methyl-2-(4-chlorphenyl)-2-methylpropionat
-
In
500 ml N,N-dimethylformamid wurden 38,7 g 60% Natriumhydrid suspendiert,
gefolgt von einer tropfenweise Zugabe von 50,0 g 4-Chlorphenylessigsäure bei
Raumtemperatur in einer Argongas-Atmosphäre. Die Mischung wurde dann
bei Raumtemperatur 30 Minuten gerührt. Unter Eiskühlung wurden
167,3 g Methyliodid tropfenweise zugegeben, und die resultierende
Mischung bei Raumtemperatur 1 Stunde lang gerührt. Die Reaktionsmischung
wurde in Eiswasser gegossen und dann mit Ethylacetat extrahiert.
Die organische Schicht wurde hintereinander mit Wasser und Salzlösung gewaschen, über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingestampft,
wobei 62,3 g der Titelverbindung erhalten wurden.
1H-NMR
(CDCl3) δ:
1,56 (6H, s), 3,66 (3H, s), 7,24–7,31 (4H, m)
-
Stufe 2
-
Herstellung
von Methyl-2-(4-chlor-3-nitrophenyl)-2-methylpropionat
-
Nach
tropfenweiser Zugabe von 40,0 g konzentrierter Salpetersäure zu 90,7
g konzentrierter Schwefelsäure
unter Eiskühlung
wurden 62,3 g Methyl-2-(4-chlorphenyl)-2-methylpropionat tropfenweise
zugegeben. Die resultierende Mischung wurde bei Raumtemperatur 30
Minuten lang gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde in Eiswasser gegossen und dann mit Ethylacetat
extrahiert. Die organische Schicht wurde hintereinander mit Wasser
und Salzlösung
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck
eingedampft, wobei 75,5 g der Titelverbindung erhalten wurden.
Schmelzpunkt:
160 bis 161°C
1H-NMR (DMSO-d6) δ: 1,61 (6H,
s), 3,68 (3H, s), 7,52 (2H, s), 7,86 (1H, s)
-
Stufe 3
-
Herstellung
von 2-(4-Chlor-3-nitrophenyl)-2-methylpropionsäure
-
In
200 1 Methanol wurden 75,5 g Methyl-2-(4-chlor-3-nitrophenyl)-2-methylpropionat
gelöst.
Unter Eiskühlung
wurden 70 ml einer wässerigen
Lösung
von 49,3 g Kaliumhydroxid tropfenweise zugegeben und die Mischung
bei Raumtemperatur 3 Stunden lang gerührt. Die Reaktionsmischung
wurde unter vermindertem Druck eingedampft. Zum Rückstand
wurden Wasser und Hexan zugegeben, um die Mischung in Schichten
zu trennen. Zur wässerigen
Schicht wurde zur Einstellung ihres pH-Wertes auf 2 oder weniger
konzentrierte Chlorwasserstoffsäure
zugegeben und dann mit Ethylacetat extrahiert. Die Ethylacetat-Schicht
wurde hintereinander mit Wasser und einer Salzlösung gewaschen, über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft.
Der Rückstand
wurde auf Ethylacetat umkristallisiert und 53,1 g der Titelverbindung
erhalten.
1H-NMR (CDCl3) δ: 1,64 (6H,
s), 7,50–7,58
(2H, m), 7,91–7,92
(1H, m)
-
Stufe 4
-
Herstellung
von 2-(3-Aminophenyl)-2-methylpropionsäure-Hydrochlorid
-
In
50 ml Methanol wurden 10,0 g 2-(4-Chlor-3-nitrophenyl)-2-methylpropionsäure gelöst. Zu der
resultierenden Mischung wurden 1,0 g 10% Palladium-Kohle zugegeben.
In einer Wasserstoffatmosphäre
wurde die Mischung bei Raumtemperatur 3 Stunden lang gerührt. Die
Reaktionsmischung wurde abfiltriert, das Filtrat unter vermindertem
Druck eingedampft, und 8,84 g der Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (DMSO-d6) δ: 1,48 (6H,
s), 3,80 (2H, brs), 7,22–7,26
(1H, m), 7,35–7,48
(3H, m), 10,20 (2H, brs)
-
Stufe 5
-
Herstellung
von 2-Methyl-2-(3-phenyloxycarbonylamino)phenylpropionsäure
-
Auf
einer zur Stufe 4 des Beispiels 1 ähnlichen Weise, mit der Ausnahme,
dass 2-(3-Aminophenyl)-2-methylpropionsäure-Hydrochlorid
anstelle von 3-Aminobenzoesäure
verwendet wurde, wurde die Titelverbindung erhalten.
1H-NMR (CDCl3) δ: 1,59 (6H
,5), 6,79–6,94
(1H, m), 7,04 (1H, brs), 7,12–7,42
(8H, m), 7,50 (1H, brs)
-
Stufe 6
-
Herstellung
von (R)-(–)-2-[3-[3-(1-tert-butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]phenyl]-2-methylpropionsäure
-
In
einer gesättigten
wässerigen
Lösung
von Natriumbicarbonat wurden 5,04 g (R)-(–)-1-tert-Butylcarbonylmethyl-2-oxo-3-amino-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepinoxalat
suspendiert, um die freie Base zu erhalten, und dann mit Ethylacetat
extrahiert. Die organische Schicht wurde hintereinander mit gesättigter
wässeriger
Lösung
von Natriumbicarbonat und Salzlösung
gewaschen, über
wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck
eingedampft. Der Rückstand
wurde in 12 ml Dimethylsulfoxid gelöst. Zur resultierenden Lösung wurden
3,0 g 2-Methyl-2-(3-phenyloxycarbonylamino)phenylpropionsäure zugegeben
und dann bei 70°C
1 Stunde lang gerührt.
Nach Abkühlen
der Reaktionsmischung auf Raumtemperatur wurden 100 ml Ethylacetat
zugegeben. Die resultierende Mischung wurde dann hintereinander
mit 1 N wässeriger
Lösung
von Natriumhydroxid, 1 N Chlorwasserstoffsäure und Salzlösung gewaschen, über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft.
Zur Kristallisation wurde ein 1 : 1-Lösungsmittelgemisch aus Toluol
und Heptan zum Rückstand
zugegeben. Die so ausgefallenen Kristalle wurden durch Filtration
gesammelt und getrocknet, wobei 3,99 g der Titelverbindung erhalten
wurden.
Schmelzpunkt: 139 bis 144°C
1H-NMR
(CDCl3) δ:
1,13–2,04
(25H, m), 3,15–3,35
(2H, m), 3,64–3,70
(1H, m), 4,20 (1H, d), 4,64–4,73
(1H, m), 5,06 (1H, d), 6,74 (1H, d) , 6,96–7,22 (7H, m), 7,50–7,53 (1H,
m), 7,58 (1H, s)
[α]
D23: –111° (C = 1,03,
CHCl3)
-
Stufe 7
-
Herstellung
von Calcium-(R)-(–)-2-[3-[3-(1-tert-butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]phenyl]-2-methylpropionat
-
Die
Titelverbindung wurde ähnlich
zur Stufe 6 des Beispiels 1 erhalten, mit der Ausnahme, dass (R)-(–)-2-[3-[3-(1-tert-butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]phenyl]-2-methylpropionsäure anstelle
von (R)-(–)-2-[3-[3-(1-tert-butylcarbonylmethyl-2-oxo-5-cyclohexyl-1,3,4,5-tetrahydro-2H-1,5-benzodiazepin-3-yl)ureido]benzoesäure verwendet
wurde
1H-NMR (DMSO-d6) δ: 1,17 (18H,
s), 1,34 (12H, s), 1,08–1,82
(18H, m), 1,92–2,05
(2H, m), 3,13–3,45
(6H, m), 4,31–4,43
(4H, m), 5,11 (2H, d), 6,64 (2H, d), 6,90–7,35 (16H, m), 8,95 (2H, s)
MS(FAB)m/z:
1163 (MH+)
IR(KBr)cm–1:
3300, 2932, 2857, 1727, 1665, 1497, 1406, 1366, 1215, 756, 702
[α]D26: –66,1° (C = 1,
MeOH)
Elementaranalyse: (C) 63,95, (H) 7,50, (N) 9,21, (Ca)
3,24 (C64H82N8O10Ca)
-
Test 1
-
Test auf Inhibierung
von Pentagastrin-stimulierter Magensäuresekretion
-
Es
wurden Sprague-Dawley-(SD)-Ratten verwendet. Unter Anästhesie
mit Ether wurde jede Ratte einer Operation zur Pylorus-Ligation
und Einsetzung eines Duodenal-Katheters und einer Magenfistel unterworfen.
Nach Beendigung der Operation wurde jede Ratte in einem Käfig vom
Bollman-Typ gehalten und konstant mit 15 μg/h Pentagastrin über die
Schwanzvene infundiert. Testverbindungen wurden in einer 0,5%-Natriumcarboxymethylcellulose-Lösung (nachfolgend
als "Träger" bezeichnet) suspendiert.
Die Verabreichung des Trägers
oder der Testverbindung wurde durch den Intraduodenal-Katheter 1
Stunde nach Beginn der Pentagastrin-Infusion durchgeführt. Die
Azidität
des gesammelten Magensaftes wurde mittels eines automatischen Tritators
gemessen. Die Säuremenge
wurde bestimmt durch Multiplizieren des Volumnens des Magensaftes
mit seiner Azidität.
Die Inhibierung der Säuremenge
während
3 Stunden, 1 bis 4 Stunden nach Verabreichung der Testverbindung,
wurde durch die folgende Gleichung berechnet.
Inhibierung (%)
= (Mittlere Säuremenge
der Gruppe, der ein Träger
verabreicht wurde – nmittlere
Säureenge der
Gruppe, der die Verbindung verabreicht wurde)/mittlere Säuremenge
der Gruppe, der ein Träger
verabreicht wurde × 100
Ergebnisse
sind in Tabelle 1 und 2 angegeben. Tabelle
1
Tabelle
2
-
Test 2
-
Bindungstest an CCK-B-Rezeptor
-
Die
aus männlichen
Hartley-Meerschweinchen exzisierte Großhirnrinde wurde in der 50-fachen
Menge von 50 mM Tris-HCl-Puffer (pH 7,4) homogenisiert und dann
10 Minuten lang einer zentrifugalen Trennung bei 50.000 × g unterworfen.
Die Zugabe der gleichen Menge des gleichen Puffers zum so erhaltenen
Niederschlag und die Zentrifugierung wurden zweimal wiederholt.
Der endgültige
Niederschlag wurde in einem 10 mM-HEPES-Puffer (pH 6,5), der 5 mM
Magnesiumchlorid, 1 mM EGTA, 0,25 mg/ml Bacitracin und 130 mM Natriumchlorid
enthielt, homogenisiert und als Rezeptorzubereitung verwendet.
-
Der
Bindungsversuch wurde durchgeführt,
indem man zu 50 μl
einer Testverbindungslösung
50 μl einer
[
3H]CCK-8-Lösung mit einer Endkonzentration
von 1,0 nM und 900 μl
der Rezeptorzubereitung (Proteingehalt: 800 μg/Röhrchen) zugab und diese Mischung
2 Stunden lang bei 25°C
reagieren ließ.
Nach Beendigung der Umsetzung wurde die Mischung einer Saugfiltration über ein
Whatman GF/B-Filter, das vorher mit 0,1% BSA behandelt wurde, unterworfen.
Gleich nach der Filtration wurde das Filter, jeweils mit 3 ml eiskaltem 50
mM Tris-HCl-Puffer (pH 7,4) viermal gewaschen. Nach Zugabe eines
Szintillators zum Filter und Stehenlassen des resultierenden Filters
während
eines Tages wurde die Radioaktivität am Filter mittels eines Flüssigkeits-Szintillationszählers gemessen.
Die Bindung von [
3H]CCK-8 in Gegenwart von
1 μM CCK-8
bei Nichtzugabe der Testverbindung wurde als nicht-spezifische Bindung
definiert. Die Differenz zwischen der Gesamtbindung (in Abwesenheit
von CCK-8) und der nicht-spezifischen Bindung wurde als spezifische
Bindung definiert. Die Konzentration (IC
50)
der Testverbindung, die 50% der spezifischen Bindung von [
3H]CCK-8 inhibierte, wurde berechnet.
Ergebnisse
sind in der Tabelle 3 angegeben. Tabelle
3
-
Test 3
-
(Test auf Hygroskopizität unter
hohen Feuchtigkeitsbedingungen)
-
(1)
Eine gesättigte
wässerige
Lösung
von Kaliumsulfat wurde in einen Exsikkator gegeben und mindestens
1 Tag lang in einem auf 25°C
eingestellten temperaturkontrollierten Raum stehen gelassen. Die
Probe (0,5 g) wurde gelagert und gewogen. Die Hygroskopizität wurde
durch ihre Gewichtsänderung
bestimmt. Die relative Feuchtigkeit betrug zu dieser Zeit 97,3%
RH.
-
Es
wurde gefunden, dass die Verbindung des Beispiels 1 (Ca-Salz) eine
niedrigere Hygroskopizität zeigte
als das entsprechende Na-Salz (Na-Salz der Verbindung des Beispiels
143 in
WO 98/25911 ). Tabelle
4
-
(2)
Eine gesättigte
wässerige
Lösung
von Kaliumsulfat wurde in einen Exsikkator gegeben und mindestens
l Tag lang in einem auf 25°C
eingestellten temperaturkontrollierten Raum stehen gelassen. Die
Probe (0,1 g) wurde gelagert und gewogen. Die Hygroskopizität wurde über ihre
Gewichtsänderung
bestimmt. Die relative Feuchtigkeit betrug zu dieser Zeit 97,3%
RH.
-
Es
wurde gefunden, dass die Verbindung des Beispiels 4 (Ca-Salz) eine
geringere Hygroskopizität zeigte
als das entsprechende Na-Salz (Verbindung des Beispiels 5 in
WO
99/64403 ). Tabelle
5
-
Toxizitätstest
-
Es
wurden 5,5 Wochen alte männliche
SD-Ratten verwendet, und eine Gruppe bestand aus 3 Ratten. Nach
Suspendieren der Verbindung jedes Beispiels in 0,5% Methylcellulose
wurden 1000 mg;/kg der resultierenden Suspension oral verabreicht.
Die Beobachtung wurde 1 Woche lang durchgeführt, aber in keiner der Gruppen,
denen die Suspension verabreicht wurde, wurde ein Todesfall festgestellt. Herstellungsbeispiel
1
| Verbindung
des Beispiels 3 | 20
g |
| Lactose | 315
g |
| Maisstärke | 125
g |
| Kristalline
Cellulose | 25
g |
-
Die
vorstehend angegebenen Bestandteile wurden gleichmäßig gemischt.
Zur resultierenden Mischung wurden 200 ml einer 7,5% wässerigen
Lösung
von Hydroxypropylcellulose gegeben. Mittels eines mit einem Sieb
von 0,5 mm im Durchmesser ausgestatteten Extrudiergranulators wurde
die Mischung granuliert, und gleich danach wurde die granulierte
Mischung mittels eines Marumerizers abgerundet und getrocknet, wobei
Granulate erhalten wurden. Herstellungsbeispiel
2
| Verbindung
des Beispiels 1 | 20
g |
| Lactose | 100
g |
| Maisstärke | 36
g |
| Kristalline
Cellulose | 30
g |
| Carboxymethylcellulose-Calcium | 10
g |
| Magnesiumstearat | 4
g |
-
Die
vorstehend beschriebenen Bestandteile wurden gleichmäßig gemischt
und dann mittels einer Ein-Stempel-Tablettiermaschine
mit einem Stempel mit einem Durchmesser von 7,5 mm zu Tabletten
von je 200 mg Gewicht tablettiert.
-
Herstellungsbeispiel
3
| Verbindung
des Beispiels 4 | 100
g |
| Natriumacetat | 2
g |
| Essigsäure (zur
Einstellung auf pH 5,8) | q.s. |
| Destilliertes
Wasser | q.s. |
| | Insgesamt
10 ml/Ampulle |
-
Gemäß der vorstehend
angegebenen Formulierung wurde eine Injektionslösung hergestellt.
-
Industrielle
Anwendbarkeit
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
besitzen eine starke inhibitorische Wirkung auf Magensäuresekretion
und einen starken Gastrin- und/oder CCK-B-Rezeptorantagonismus und
sind vom Standpunkt der Aufrechterhaltung der Qualität aufgrund
der geringen Hygroskopizität
und der leichten Reinigung als Arzneimittel zweckmäßig. Sie
können
deshalb zur Behandlung, Verbesserung und Vorbeugung von mit den
vorstehend beschriebenen Wirkungen verbundenen Erkrankungen verwendet
werden, wie z. B. Magengeschwür, Duodenal-Geschwür, Gastritis,
Refluxösophagitis,
Pankreatitis, Zollinger-Ellison-Syndrom, Antrum-G-Zellen-Hyperplasie, basaler
Schleimhaut-Hyperplasie, Cholecystitis, Gallenkolik, gastrointestinaler
Dysmotilität, Reizkolon,
bestimmten Typen von Tumoren, Essstörungen, Angst, Panik, Depressionen,
Schizophrenie, Parkinson-Krankheit, später Dyskinäsie, Gilles-de-la-Tourette-Syndrom,
Drogenabhängigkeit
und Drogenentzugssymptome; und zur Induzierung einer Schmerzlinderung
oder zur Erleichterung der Induktion einer Schmerzlinderung unter
Verwendung eines opioden Mittels.