-
Gebiet der Erfindung
-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Mischmetall-Katalysatorzusammensetzung,
umfassend Bulk-Katalysatorteilchen, die wenigstens ein Nicht-Edelmetall
der Gruppe VIII und wenigstens zwei Metalle der Gruppe VIB umfassen,
die Katalysator-Zusammensetzung, die durch dieses Verfahren erhältlich ist,
und die Verwendung dieser Zusammensetzung als Katalysator bei Hydroprocessing-Anwendungen.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Bei
der Hydroverarbeitung (Hydroprocessing) von Kohlenwasserstoff-Einsatzmaterialien
werden die Einsatzmaterialien in Gegenwart von Wasserstoff einer
Hydrobehandlung und/oder einem Hydrokracken unterzogen. Das Hydroprocessing
umfasst alle Verfahren, in denen ein Kohlenwasserstoff-Einsatzmaterial
mit Wasserstoff bei erhöhter
Temperatur und erhöhtem
Druck umgesetzt wird, einschließlich
Verfahren wie Hydrierung, Hydroentschwefelung, Hydroentstickung,
Hydrodemetallisierung, Hydrodearomatisierung, Hydroisomerisierung,
Hydroentwachsen, Hydrockracken und Hydrockracken unter milden Druckbedingungen,
was herkömmlicherweise
als mildes Hydrockracken bezeichnet wird.
-
Im
Allgemeinen umfassen Hydroprocessing-Katalysatoren einen Träger, auf
dem eine Metall-Komponente der Gruppe VIB und eine Nicht-Edelmetall-Komponente
der Gruppe VIII abgeschieden ist. Im Allgemeinen werden solche Katalysatoren
hergestellt, indem man einen Träger
mit wässrigen
Lösungen
von Verbindungen der in Frage kommenden Metalle durchtränkt, worauf
ein oder mehrere Trocknungs- und Calcinierungsschritte folgen. Ein
solches Katalysator-Herstellungsverfahren wird z.B. in
US 2,873,257 und
EP 0469675 beschrieben.
-
Eine
alternative Technik zur Herstellung der obigen Katalysatoren wird
in
US 4,113,605 beschrieben, wobei
z.B. Nickelcarbonat mit z.B. MoO
3 umgesetzt
wird, um kristallines Nickelmolybdat zu bilden, das anschließend mit
Aluminiumoxid vermischt und extrudiert wird.
-
Ein ähnliches
Verfahren wird in
DE 3029266 offenbart,
wobei Nickelcarbonat mit WO
3 vermischt wird, und
die sich ergebende Zusammensetzung mit Aluminiumoxid, das z.B. mit
Nickelnitrat und Ammoniumwolframat imprägniert wurde, vermischt wird.
-
Da
der eigentliche Träger
keine oder eine geringe katalytische Aktivität hat, ist die Aktivität der obigen Träger-enthaltenden
Katalysatoren beim Hydroprocessing eher mäßig. Eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung besteht daher darin, einen Katalysator bereitzustellen,
der ohne Träger
angewendet werden kann. Solche trägerfreien Katalysatoren werden
im Allgemeinen als Bulk-Katalysatoren bezeichnet.
-
Die
Herstellung von Bulk-Katalysatoren ist bekannt, z.B. aus GB 836,936
und
EP 0 014 218 . Der
Katalysator von z.B.
EP 0 014
218 wird durch Sprühtrocknen
einer wässrigen
Aufschlämmung
von Kaliumcarbonat, Kaliumdichromat, Vanadiumoxid, Eisenoxid, Portland-Zement,
Methylcellulose und Graphit hergestellt.
-
Es
ist festzustellen, dass alle der obigen Katalysatoren ein Nicht-Edelmetall
der Gruppe VIII und ein Metall der Gruppe VIB umfassen. Solche Katalysatoren
haben nur eine mäßige Aktivität beim Hydroprocessing.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, Katalysatoren
mit erhöhter
katalytischer Aktivität
bereitzustellen.
-
Eine
jüngere
Entwicklung ist die Anwendung von Katalysatoren, die ein Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII
und zwei Metalle der Gruppe VIB umfassen.
-
Ein
solcher Katalysator wird z.B. in
JP
09000929 ,
US 4,596,785 ,
US 4,820,677 ,
US 3,678,124 ,
US 4,153,578 und der nicht vorher
veröffentlichten
Internationalen Patentanmeldung WO 9903578 offenbart.
-
Der
Katalysator von
JP 09000929 ,
der ein Träger-enthaltender
Katalysator ist, wird durch Durchtränken eines anorganischen Trägers mit
Cobalt oder Nickel als Nicht-Edelmetall
der Gruppe VIII und Molydän
und Wolfram als Metalle der Gruppe VIB hergestellt.
-
Der
Katalysator von
US 4,596,785 umfasst
Disulfide wenigstens eines Nicht-Edelmetalls
der Gruppe VIII und wenigstens eines Metalls der Gruppe VIB. Der
Katalysator von
US 4,820,677 ist
ein amorphes Sulfid, umfassend Eisen als Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII und ein Metall,
ausgewählt
aus Molybdän,
Wolfram oder Mischungen derselben, als Metall der Gruppe VIB sowie
einen mehrzähnigen
Liganden wie Ethylendiamin. In beiden Literaturstellen wird der
Katalysator durch gemeinsames Ausfällen wasserlöslicher
Quellen von einem Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII und zwei Metallen
der Gruppe VIB in Gegenwart von Sulfiden hergestellt. Der Niederschlag
wird isoliert, getrocknet und calciniert. Alle Verfahrensschritte
müssen
in einer inerten Atmosphäre
durchgeführt
werden, was bedeutet, dass komplizierte Techniken notwendig sind,
um das Verfahren durchzuführen.
Aufgrund dieser Technik des gemeinsamen Ausfällens fallen darüber hinaus
riesige Mengen an Abwasser an.
-
Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin,
ein Verfahren bereitzustellen, das technisch einfach und robust
ist und während
der Herstellung des Katalysators keine Handhabung unter einer inerten
Atmosphäre
erfordert und bei dem riesige Mengen an Abwasser vermieden werden
können.
-
US 3,678,124 offenbart oxidische
Bulk-Katalysatoren, die bei der oxidativen Dehydrierung von Paraffin-Kohlenwasserstoffen
verwendet werden sollen. Die Katalysatoren werden durch gemeinsames
Ausfällen wasserlöslicher
Komponenten der entsprechenden Metalle hergestellt. Wiederum ergibt
die Technik des gemeinsamen Ausfällens
riesige Mengen an Abwasser.
-
Der
Katalysator von
US 4,153,578 ist
ein Raney-Nickel-Katalysator, der für die Hydrierung von Butindiol
verwendet werden soll. Der Katalysator wird hergestellt, indem man
Raney-Nickel, das gegebenenfalls z.B. Wolfram enthält, mit
einer Molybdän-Komponente
in Gegenwart von Wasser in Kontakt bringt. Molybdän wird auf
dem Raney-Nickel absorbiert, indem man die sich ergebende Suspension
bei Raumtemperatur rührt.
-
GB
1 282 950 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung transparenter
Gele, die Eisen und Molybdän enthalten,
und die Verwendungen derselben. Die Gele werden durch ein Verfahren
hergestellt, in dem die Ausgangsmaterialien in Gegenwart einer Wassermenge
vermischt werden, die nicht größer als
diejenige ist, welche notwendig ist, um einzelne gesättigte Lösungen der
Verbindungen zu bilden. Die ausgewählten Verbindungen haben eine
hohe Löslichkeit.
-
CZ
158758 offenbart die Herstellung von zwei separaten Niederschlägen durch
Kombination von Lösungen
der verschiedenen Verbindungen. Der erste Niederschlag wird durch
Kombination von Lösungen
von Ammoniummolybdat und Eisen(3+)chlorid
hergestellt. Der zweite Niederschlag wird durch Kombination von
Lösungen
von Ammoniummolybdat und Chrom(3+)chlorid
hergestellt. Die Niederschläge
werden mit einem Überschuss
an destilliertem Wasser gewaschen, das durch Dekantieren entfernt
wird. Die Suspensionen der zwei Niederschläge werden vereinigt, die Mischung
wird filtriert, der Filterkuchen wird mit destilliertem Wasser gewaschen
und bei Raumtemperatur statisch an der Luft getrocknet, durch Extrusion
geformt, bei Raumtemperatur getrocknet, dann bei 120 °C getrocknet
und dann bei 420 °C
calciniert. In dieser Literaturstelle werden feste Komponenten,
die zwei Metalle der Gruppe VI und ein Metall der Gruppe VIII umfassen,
kombiniert, sie werden aber nicht umgesetzt, um ein neues Material
zu bilden.
-
Schließlich werden
in der nicht vorher veröffentlichten
Internationalen Patentanmeldung WO 9903578 Katalysatoren hergestellt,
indem man bestimmte Mengen einer Nickel-, Molybdän- und Wolframquelle in Abwesenheit
von Sulfiden gemeinsam ausfällt.
-
Kurzbeschreibung der Erfindung
-
Es
wurde nun gefunden, dass alle obigen Aufgaben durch ein Verfahren
gelöst
werden können,
das das Folgende umfasst: Die Kombination und Umsetzung wenigstens
einer Nicht-Edelmetall-Komponente der Gruppe VIII und wenigstens
zweier Metall-Komponenten der Gruppe VIB in Gegenwart einer protischen
Flüssigkeit,
wobei wenigstens eine der Metall-Komponenten wenigstens teilweise
im festen Zustand während
des gesamten Verfahrens verbleibt, die Metalle der Gruppe VIII und
der Gruppe VIB 50 Gew.-% bis 100 Gew.-% – berechnet als Oxide – des Gesamtgewichts
der Bulk-Katalysatorteilchen ausmachen, wobei die Löslichkeit derjenigen
der Metall-Komponenten, die während
der Umsetzung wenigstens teilweise in einem festen Zustand vorliegen,
weniger als 0,05 mol/100 ml Wasser bei 18 °C ist.
-
Das
Verfahren gemäß der Erfindung
ermöglicht
die Herstellung von Katalysatorteilchen mit einem hohen Gehalt an
Metallen, während
die Verwendung wenigstens einer Komponente, die wenigstens teilweise
im festen Zustand verbleibt, zu einer Abnahme der Produktion von
salzhaltigem Abwasser führt.
-
Ein
anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine neue Katalysator-Zusammensetzung.
-
Ein
weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der
obigen Zusammensetzung für das
Hydroprocessing eines Kohlenwasserstoff-Einsatzmaterials.
-
Ausführlichen Beschreibung der Erfindung
-
Verfahren der Erfindung
-
(A) Herstellung von Bulk-Katalysatorenteilchen
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
einer Katalysator-Zusammensetzung, die Teilchen eines Bulk-Katalysators
umfasst, der wenigstens ein Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII und
wenigstens zwei Metalle der Gruppe VIB umfasst, wobei das Verfahren
folgendes umfasst: das Vereinigen und Umsetzen wenigstens einer
Nicht-Edelmetall-Komponente der Gruppe VIII mit wenigstens zwei Metall-Komponenten
der Gruppe VIB in Gegenwart einer protischen Flüssigkeit, wobei wenigstens
eine der Metall-Komponenten während
des gesamten Verfahrens wenigstens teilweise im festen Zustand verbleibt.
Die Metalle der Gruppe VIII und der Gruppe VIB machen 50 Gew.-%
bis 100 Gew.-% – berechnet
als Oxide – des Gesamtgewichts
der Bulk-Katalysatorteilchen aus. Die Löslichkeit derjenigen der Metall-Komponenten,
die während
der Umsetzung wenigstens teilweise im festen Zustand vorliegen,
ist weniger als 0,05 mol/100 ml Wasser bei 18 °C.
-
Für das Verfahren
der Erfindung ist es somit wesentlich, dass wenigstens eine Metall-Komponente während des
gesamten Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen
Zustand verbleibt. Dieses Verfahren umfasst das Vereinigen und Umsetzen
der Metall-Komponenten. Insbesondere umfasst es die Zugabe der Metall-Komponenten
zueinander und die gleichzeitige und/oder anschließende Umsetzung
derselben. Demgemäß ist es
für das
Verfahren der Erfindung wesentlich, dass wenigstens eine Metall-Komponente wenigstens
teilweise im festen Zustand zugegeben wird und diese Metall-Komponente
während
der gesamten Umsetzung wenigstens teilweise im festen Zustand verbleibt.
Der Ausdruck "wenigstens
teilweise im festen Zustand" bedeutet
in diesem Zusammenhang, dass wenigstens ein Teil der Metall-Komponente
als feste Metall-Komponente
vorliegt, und gegebenenfalls ein anderer Teil der Metall-Komponente
als Lösung
dieses Metalls in der protischen Flüssigkeit vorliegt. Ein typisches
Beispiel dafür
ist eine Suspension einer Metall-Komponente in einer protischen
Flüssigkeit,
in der das Metall wenigstens teilweise als Feststoff vorliegt und
gegebenenfalls teilweise in der protischen Flüssigkeit gelöst ist.
-
Es
ist möglich,
zuerst eine Suspension einer Metall-Komponente in der protischen
Flüssigkeit
herzustellen und gleichzeitig oder nacheinander eine Lösung (Lösungen)
und/oder eine weitere Suspension (weitere Suspensionen) zuzufügen, die
eine gelöste
und/oder suspendierte Metall-Komponente (Metall-Komponenten) in
der protischen Flüssigkeit
umfassen. Es ist auch möglich,
zuerst Lösungen
entweder gleichzeitig oder nacheinander zu vereinigen und anschließend eine
weitere Suspension (weitere Suspensionen) und gegebenenfalls eine
Lösung
(Lösungen)
entweder gleichzeitig oder nacheinander zuzufügen.
-
In
allen diesen Fällen
kann eine Suspension, die eine Metall-Komponente umfasst, hergestellt
werden, indem man eine feste Metall-Komponente in der protischen
Flüssigkeit
suspendiert.
-
Es
ist jedoch auch möglich,
die Suspension herzustellen, indem man eine oder mehrere Metall-Komponenten
gemeinsam ausfällt.
Die sich ergebende Suspension kann als solche in dem Verfahren der
Erfindung verwendet werden, d.h. weitere Metall-Komponenten in Lösung, in
Aufschlämmung
oder per se werden zu der sich ergebenden Suspension gegeben. Die
sich ergebende Suspension kann auch nach der Fest-Flüssig-Trennung
und/oder nachdem sie gegebenenfalls getrocknet wurde und/oder nachdem
sie gegebenenfalls thermisch behandelt wurde und/oder nachdem sie
befeuchtet wurde und/oder nachdem sie erneut in der protischen Flüssigkeit
aufgeschlämmt
wurde, verwendet werden. Anstelle einer Suspension einer Metall-Komponente
kann eine Metall-Komponente im angefeuchteten oder trockenen Zustand
verwendet werden.
-
Es
ist festzustellen, dass die obigen Verfahrensalternativen nur einige
Beispiele sind, um die Zugabe der Metall-Komponenten zur Reaktionsmischung
zu erläutern.
Im Allgemeinen sind alle Reihenfolgen der Zugabe möglich. Vorzugsweise
werden alle Nicht-Edelmetall-Komponenten der Gruppe VIII gleichzeitig
vereinigt, und alle Metall-Komponenten der Gruppe VIB werden gleichzeitig
vereinigt, und die sich ergebenden zwei Mischungen werden nacheinander
vereinigt.
-
Solange
wenigstens eine Metall-Komponente während des Verfahrens der Erfindung
wenigstens teilweise im festen Zustand vorliegt, ist die Anzahl
der Metall-Komponenten, die wenigstens teilweise im festen Zustand
vorliegen, nicht entscheidend. So ist es für alle Metall-Komponenten möglich, die
in dem Verfahren der Erfindung vereinigt werden sollen, wenigstens
teilweise im festen Zustand angewendet zu werden. Alternativ dazu
kann eine Metall-Komponente, die wenigstens teilweise im festen
Zustand vorliegt, mit einer Metall-Komponente vereinigt werden,
die im Zustand eines gelösten
Stoffs vorliegt. Z.B. eine der Metall-Komponenten wird wenigstens
teilweise im festen Zustand zugegeben, und wenigstens zwei und vorzugsweise
zwei Metall-Komponenten werden im Zustand eines gelösten Stoffs
zugegeben. In einer anderen Ausführungsform werden
zwei Metall-Komponenten wenigstens teilweise im festen Zustand zugegeben,
und wenigstens eine und vorzugsweise eine Metall-Komponente wird
im Zustand eines gelösten
Stoffs zugegeben.
-
Dass
eine Metall-Komponente "im
Zustand eines gelösten
Stoffs" zugegeben
wird, bedeutet, dass die gesamte Menge dieser Metall-Komponente
als Lösung
dieser Metall-Komponente in der protischen Flüssigkeit zugegeben wird.
-
Ohne
sich auf irgendeine Theorie festlegen zu wollen, nimmt der Anmelder
an, dass die Metall-Komponenten, die während des Verfahrens der Erfindung
zugegeben werden, wenigstens teilweise miteinander in Wechselwirkung
treten: die protische Flüssigkeit
ist für
den Transport von gelösten
Metall-Komponenten verantwortlich. Aufgrund dieses Transports werden
die Metall-Komponenten miteinander in Kontakt gebracht und können reagieren.
Es wird angenommen, dass diese Reaktion selbst dann stattfinden
kann, wenn alle Metall-Komponenten sich tatsächlich im festen Zustand befinden.
Aufgrund des Vorliegens der protischen Flüssigkeit kann sich noch ein
kleiner Anteil der Metall-Komponenten lösen und demgemäß reagieren,
wie oben beschrieben wurde. Das Vorliegen einer protischen Flüssigkeit
während
des Verfahrens der vorliegenden Erfindung wird daher als wesentlich
angesehen.
-
Die
Umsetzung kann durch konventionelle Techniken wie IR-Spektroskopie
oder Raman-Spektroskopie überwacht
werden. Die Umsetzung wird in diesem Fall durch Signaländerungen
angezeigt. In einigen Fällen
ist es auch möglich,
die Umsetzung zu überwachen,
indem man den pH der Reaktionsmischung misst. Die Umsetzung wird
in diesem Fall durch die pH-Änderung
angezeigt. Weiterhin kann die Vollständigkeit der Umsetzung durch
Röntgenbeugung
gemessen werden. Dies wird ausführlicher
unter der Überschrift "Katalysator-Zusammensetzung
der Erfindung" beschrieben.
-
Es
ist klar, dass es unzweckmäßig ist,
zuerst eine Lösung
herzustellen, die alle Metall-Komponenten umfasst, die für die Herstellung
einer bestimmten Katalysator-Zusammensetzung notwendig sind, und
anschließend
diese Komponenten gemeinsam auszufällen. Noch ist es für das Verfahren
der Erfindung geeignet, Metall-Komponenten wenigstens teilweise
im festen Zustand zuzufügen,
und die Verfahrensbedingungen wie Temperatur, pH oder die Menge
an protischer Flüssigkeit
auf derartige Weise auszuwählen,
dass alle zugegebenen Metall-Komponenten
wenigstens in einem bestimmten Stadium vollständig im Zustand eines gelösten Stoffs
vorliegen. Im Gegenteil – wie
oben ausgeführt
wurde – muss
wenigstens eine der Metall-Komponenten, die wenigstens teilweise
im festen Zustand zugegeben wird, während des gesamten Reaktionsschrittes
wenigstens teilweise im festen Zustand verbleiben.
-
Vorzugsweise
werden wenigstens 1 Gew.-%, noch mehr bevorzugt wenigstens 10 Gew.-%
und noch mehr bevorzugt wenigstens 15 Gew.-% einer Metall-Komponente, bezogen
auf das Gesamtgewicht aller Metall-Komponenten der Gruppe VIB und
aller Nicht-Edelmetall-Komponenten der Gruppe VIII – berechnet
als Metalloxide – während des
Verfahrens der Erfindung im festen Zustand zugegeben. Wenn es erwünscht ist, eine
hohe Ausbeute zu erhalten, d.h. eine große Menge der fertigen Katalysator-Zusammensetzung,
kann die Verwendung von Metall-Komponenten, von denen eine große Menge
im festen Zustand während
des Verfahrens der Erfindung verbleibt, das bevorzugte Verfahren
sein. In diesem Fall bleiben geringe Mengen an Metall-Komponenten
in der Mutterlauge gelöst
zurück,
und die Menge an Metall-Komponenten, die während der nachfolgenden Fest-Flüssig-Trennung
im Abwasser enden, ist reduziert. Jeglicher Verlust an Metall-Komponenten
kann vollständig
vermieden werden, wenn die Mutterlauge, die sich aus der Fest-Flüssig-Trennung
ergibt, in das Verfahren der vorliegenden Erfindung im Kreislauf
zurückgeführt wird.
Es ist festzustellen, dass ein besonderer Vorteil des Verfahrens
der vorliegenden Erfindung, verglichen mit einer Katalysator-Herstellung, die
auf einem Verfahren des gemeinsamen Ausfällens basiert, darin liegt,
dass die Menge an Abwasser beträchtlich
reduziert werden kann.
-
In
Abhängigkeit
von der Reaktivität
der Metall-Komponenten werden vorzugsweise wenigstens 0,01 Gew.-%,
mehr bevorzugt wenigstens 0,05 Gew.-% und am meisten bevorzugt wenigstens
0,1 Gew.-% aller Metall-Komponenten, bezogen auf das Gesamtgewicht
aller Metall-Komponenten – berechnet
als Oxide -, die anfänglich
in dem Verfahren der Erfindung verwendet wurden, als Lösung zugegeben.
Auf diese Weise wird ein zweckmäßiges In-Kontakt-Bringen
der Metall-Komponenten
gewährleistet.
Wenn die Reaktivität
einer bestimmten zuzufügenden
Metall-Komponente gering ist, wird es empfohlen, eine große Menge
dieser Metall-Komponente
als Lösung
zuzugeben.
-
Die
in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung zu verwendende protische
Flüssigkeit
kann jede protische Flüssigkeit
sein. Beispiele sind Wasser, Carbonsäuren und Alkohole wie Methanol,
Ethanol oder Mischungen derselben. Vorzugsweise wird eine Flüssigkeit,
umfassend Wasser, wie Mischungen eines Alkohols und Wasser, und
mehr bevorzugt Wasser, als protische Flüssigkeit in dem Verfahren der
vorliegenden Erfindung verwendet. Auch können unterschiedliche protische
Flüssigkeiten
in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung gleichzeitig angewendet
werden. Z.B. ist es möglich,
eine Suspension einer Metall-Komponente
in Ethanol zu einer wässrigen
Lösung
einer anderen Metall-Komponente
zu geben. In einigen Fällen
kann eine Metall-Komponente verwendet werden, die sich in ihrem
eigenen Kristallwasser löst.
In diesem Fall dient das Kristallwasser als protische Flüssigkeit.
Natürlich
muss eine protische Flüssigkeit
ausgewählt
werden, die die Umsetzung nicht stört.
-
Wenigstens
eine Nicht-Edelmetall-Komponente der Gruppe VIII und wenigstens
zwei Metall-Komponenten der Gruppe VIB werden in dem Verfahren der
Erfindung verwendet. Geeignete Metalle der Gruppe VIB schließen Chrom,
Molybdän,
Wolfram oder Mischungen derselben ein, wobei eine Kombination von
Molybdän, Wolfram
am meisten bevorzugt wird. Geeignete Nicht-Edelmetalle der Gruppe
VIII schließen
Eisen, Cobalt, Nickel oder Mischungen derselben, vorzugsweise Cobalt
und/oder Nickel ein. Vorzugsweise wird in dem Verfahren der Erfindung
eine Kombination von Metall-Komponenten, umfassend Nickel, Molybdän und Wolfram oder
Nickel, Cobalt, Molybdän
und Wolfram oder Cobalt, Molybdän
und Wolfram verwendet.
-
Es
wird bevorzugt, dass Nickel und Cobalt wenigstens 50 Gew.-% der
gesamten Nicht-Edelmetall-Komponenten der Gruppe VIII – berechnet
als Oxide -, mehr bevorzugt wenigstens 70 Gew.-%, noch mehr bevorzugt
wenigstens 90 Gew.-% ausmachen. Es kann speziell bevorzugt werden,
dass die Nicht-Edelmetall-Komponente
der Gruppe VIII im Wesentlichen aus Nickel und/oder Cobalt besteht.
-
Es
wird bevorzugt, dass Molybdän
und Wolfram wenigstens 50 Gew.-% der gesamten Metall-Komponenten
der Gruppe VIB- berechnet als Trioxide – ausmachen, mehr bevorzugt
wenigstens 70 Gew.-%, noch mehr bevorzugt wenigstens 90 Gew.-%.
Es kann speziell bevorzugt werden, dass die Metall-Komponente der Gruppe
VIB im Wesentlichen aus Molybdän
und Wolfram besteht.
-
Das
Stoffmengenverhältnis
von Metallen der Gruppe VIB zu Nicht-Edelmetallen der Gruppe VIII,
das in dem Verfahren der Erfindung verwendet wird, reicht im Allgemeinen
von 10:1 bis 1:10 und vorzugsweise von 3:1 bis 1:3. Das Stoffmengenverhältnis der
unterschiedlichen Metalle der Gruppe VIB zueinander ist im Allgemeinen
nicht entscheidend. Das gleiche gilt, wenn mehr als ein Nicht-Edelmetall der Gruppe
VIII verwendet wird. Wenn Molybdän
und Wolfram als Metalle der Gruppe VIB verwendet werden, liegt das
Stoffmengenverhältnis
von Molybdän:Wolfram
im Bereich von 9:1 bis 1:19, mehr bevorzugt von 3:1 bis 1:9, am
meisten bevorzugt von 3:1 bis 1:6.
-
Wenn
die protische Flüssigkeit
Wasser ist, ist die Löslichkeit
der Nicht-Edelmetall-Komponenten
der Gruppe VIII und der Metall-Komponenten der Gruppe VIB, die wenigstens
teilweise im festen Zustand während des
Verfahrens der Erfindung vorliegen, im Allgemeinen kleiner als 0,05
mol/(100 ml Wasser bei 18 °C).
-
Wenn
die protische Flüssigkeit
Wasser ist, umfassen geeignete Nicht-Edelmetall-Komponenten der Gruppe VIII, die wenigstens
teilweise im festen Zustand während
des Verfahrens der Erfindung vorliegen, Nicht-Edelmetall-Komponenten
der Gruppe VIII mit einer geringen Löslichkeit in Wasser, wie Citrate,
Oxalate, Carbonate, Hydroxycarbonate, Hydroxide, Phosphate, Phosphide,
Sulfide, Aluminate, Molybdate, Wolframate, Oxide oder Mischungen
derselben.
-
Vorzugsweise
umfassen Nicht-Edelmetall-Komponenten der Gruppe VIII, die wenigstens
teilweise im festen Zustand während
des Verfahrens der Erfindung vorliegen, Oxalate, Carbonate, Hydroxycarbonate,
Hydroxide, Phosphate, Molybdate, Wolframate, Oxide oder Mischungen
derselben, und mehr bevorzugt bestehen sie im Wesentlichen aus denselben,
wobei Hydroxycarbonate und Carbonate am meisten bevorzugt werden.
Im Allgemeinen liegt das Stoffmengenverhältnis zwischen den Hydroxygruppen
und den Carbonatgruppen im Hydroxycarbonat im Bereich von 0 – 4, vorzugsweise
von 0 – 2,
mehr bevorzugt von 0 – 1
und am meisten bevorzugt von 0,1 – 0,8. Am meisten bevorzugt
ist die Nicht-Edelmetall-Komponente der Gruppe VIII, die während des
Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand
vorliegt, ein Salz eines Nicht-Edelmetalls
der Gruppe VIII.
-
Wenn
die protische Flüssigkeit
Wasser ist, umfassen geeignete Nickel- und Cobalt-Komponenten, die während des
Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand
vorliegen, wasserunlösliche
Nickel- oder Cobalt-Komponenten wie Oxalate, Citrate, Aluminate,
Carbonate, Hydroxycarbonate, Hydroxide, Molybdate, Phosphate, Phosphide,
Sulfide, Wolframate, Oxide oder Mischungen derselben von Nickel und/oder
Cobalt. Vorzugsweise umfasst die Nickel- oder Cobalt-Komponente
Oxalate, Citrate, Carbonate, Hydroxycarbonate, Hydroxide, Molybdate,
Phosphate, Wolframate, Oxide oder Mischungen derselben von Nickel und/oder
Cobalt, und mehr bevorzugt besteht sie im Wesentlichen aus denselben,
wobei Nickel- und/oder
Cobalthydroxycarbonat, Nickel- und/oder Cobalthydroxid, Nickel- und/oder Cobaltcarbonat
oder Mischungen derselben am meisten bevorzugt werden. Im Allgemeinen
liegt das Stoffmengenverhältnis
zwischen den Hydroxygruppen und den Carbonatgruppen in dem Nickel-
oder Cobalt- oder Nickel-Cobalthydroxycarbonat im Bereich von 0 – 4, vorzugsweise
von 0 – 2,
mehr bevorzugt von 0 – 1
und am meisten bevorzugt von 0,1 – 0,8. Geeignete Eisen-Komponenten, die
wenigstens teilweise im festen Zustand vorliegen, sind Eisen(II)citrat,
Eisencarbonat, -hydroxycarbonat, -hydroxid, -phosphat, -phosphid,
-sulfid, -oxid oder Mischungen derselben, wobei Eisen(II)citrat,
Eisencarbonat, -hydroxycarbonat, -hydroxid, -phosphat, -phosphid,
-oxid oder Mischungen derselben bevorzugt werden.
-
Wenn
die protische Flüssigkeit
Wasser ist, umfassen geeignete Metall-Komponenten der Gruppe VIB, die während des
In-Kontakt-Bringens wenigstens teilweise im festen Zustand vorliegen,
Metall-Komponenten der Gruppe VIB mit einer geringen Löslichkeit
in Wasser wie Di- und Trioxide, Carbide, Nitride, Aluminiumsalze,
Säuren,
Sulfide oder Mischungen derselben. Bevorzugte Metall-Komponenten der Gruppe
VIB, die während
des In-Kontakt-Bringens wenigstens teilweise im festen Zustand vorliegen,
umfassen Di- und Trioxide, Säuren
oder Mischungen derselben und bestehen im Wesentlichen vorzugsweise
aus denselben.
-
Geeignete
Molybdän-Komponenten,
die während
des Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand
vorliegen, umfassen wasserunlösliche
Molybdän-Komponenten
wie Molybdändi-
und -trioxid, Molybdänsulfdid,
Molybdäncarbid,
Molybdännitrid,
Aluminiummolybdat, Molybdänsäuren (z.B.
H2MoO4), Ammoniumphosphomolybdat
oder Mischungen derselben, wobei Molybdänsäure und Molybdändi- und
trioxid bevorzugt werden.
-
Schließlich umfassen
geeignete Wolfram-Komponenten, die während des Verfahrens der Erfindung wenigstens
teilweise im festen Zustand vorliegen, wasserunlösliche Wolfram-Verbindungen,
wie Wolframdi- und -trioxid, Wolframsulfid (WS2 und
WS3), Wolframcarbid, ortho-Wolframsäure (H2WO4·H2O), Wolframnitrid, Aluminiumwolframat (auch
Meta- oder Polywolframat), Ammoniumphosphowolframat oder Mischungen
derselben, wobei ortho-Wolframsäure
und Wolframdi- und -trioxid bevorzugt werden.
-
Alle
obigen Komponenten sind im Allgemeinen im Handel erhältlich oder
können
z.B. durch Ausfällen hergestellt
werden. Z.B. kann Nickelhydroxycarbonat aus einer Nickelchlorid-,
Nickelsulfat- oder Nickelnitrat-Lösung hergestellt werden, indem
man eine geeignete Menge an Natriumcarbonat zufügt. Dem Fachmann ist es allgemein
bekannt, die Ausfällungsbedingungen
in derartiger Weise auszuwählen,
dass man die erwünschte
Morphologie und Struktur erhält.
-
Im
Allgemeinen werden Metall-Komponenten bevorzugt, die neben dem Metall
hauptsächlich
C, O und/oder H enthalten, weil sie weniger schädlich für die Umgebung sind. Nicht-Edelmetallcarbonate
und -hydroxycarbonat der Gruppe VIII sind bevorzugte Metall-Komponenten,
die wenigstens teilweise im festen Zustand zuzufügen sind, weil, wenn das Carbonat
oder Hydroxycarbonat angewendet wird, sich CO2 bildet
und dasselbe den pH der Reaktionsmischung positiv beeinflusst. Weil
das Carbonat in CO2 überführt wird und nicht im Abwasser
endet, ist es weiterhin möglich,
das Abwasser in den Kreislauf zurückzuführen. Weiterhin ist in diesem
Fall kein Waschschritt notwendig, um unerwünschte Anionen aus den sich
ergebenden Bulk-Katalysatorteilchen zu entfernen.
-
Bevorzugte
Nicht-Edelmetall-Komponenten der Gruppe VIII, die im Zustand eines
gelösten
Stoffs zuzufügen
sind, umfassen wasserlösliche
Nicht-Edelmetallsalze der Gruppe VIII wie Nitrate, Sulfate, Acetate, Chloride,
Formiate, Hypophosphite und Mischungen derselben. Beispiele schließen wasserlösliche Nickel- und/oder
Cobalt-Komponenten
ein, z.B. wasserlösliche
Nickel- und/oder Cobaltsalze wie Nitrate, Sulfate, Acetate, Chloride,
Formiate oder Mischungen derselben von Nickel und/oder Cobalt sowie
Nickelhypophosphit. Geeignete Eisen-Komponenten, die im Zustand
eines gelösten
Stoffs zuzufügen
sind, umfassen Eisenacetat, -chlorid, -formiat, -nitrat, -sulfat
oder Mischungen derselben.
-
Geeignete
Metall-Komponenten der Gruppe VIB, die im Zustand eines gelösten Stoffs
zugegeben werden sollen, schließen
wasserlösliche
Metallsalze der Gruppe VIB ein, wie normale Ammonium- oder Alkalimetallmonomolybdate
und -wolframate sowie wasserlösliche
Isopoly-Verbindungen von Molybdän
und Wolfram, wie Metawolframsäure,
oder wasserlösliche
Heteropoly-Verbindungen von Molybdän oder Wolfram, die weiterhin
z.B. P, Si, Ni oder Co oder Kombinationen derselben umfassen. Geeignete
wasserlösliche
Isopoly- und Heteropoly-Verbindungen werden in Molybdenum Chemicals,
Chemical data series, Bulletin Cdb-14, Februar 1969 und in Molybdenum
Chemicals, Chemical data series, Bulletin Cdb-12a-revidiert, November
1969 angegeben. Geeignete wasserlösliche Chrom-Verbindungen sind
z.B. normale Chromate, Isopolychromate und Ammoniumchromsulfat.
-
Bevorzugte
Kombinationen von Metall-Komponenten sind ein Nicht-Edelmetallhydroxycarbonat und/oder
-carbonat der Gruppe VIII wie Nickel- oder Cobalthydroxycarbonat
und/oder -carbonat mit einem Metalloxid der Gruppe VIB und/oder
einer Säure
der Gruppe VIB wie die Kombination von Wolframsäure und Molybdänoxid oder
die Kombination von Molybdäntrioxid
und Wolframtrioxid, oder ein Hydroxycarbonat und/oder Carbonat der
Gruppe VIII wie Nickel- oder Cobalthydroxycarbonat und/oder -carbonat
mit Metallsalzen der Gruppe VIB, wie Ammoniumdimolybdat, Ammoniumheptamolybdat
und Ammoniummetawolframat. Es obliegt dem Geschick des Fachmanns,
weitere geeignete Kombinationen von Metall-Komponenten auszuwählen.
-
Es
wurde gefunden, dass die Morphologie und Struktur der Metall-Komponente
oder Metall-Komponenten, die wenigstens teilweise im festen Zustand
während
des Verfahrens der Erfindung verbleiben, während des Verfahrens der vorliegenden
Erfindung beibehalten werden können.
Demgemäß kann durch
Anwendung von Metall-Komponententeilchen mit einer bestimmten Morphologie
und Struktur die Morphologie und Struktur der Bulk-Katalysatorteilchen,
die in der fertigen Katalysator-Zusammensetzung enthalten sind,
wenigstens bis zu einem gewissen Maße gesteuert werden. "Morphologie und Struktur" im Sinne der vorliegenden
Erfindung bezieht sich auf das Porenvolumen, die Porengrößenverteilung,
die spezifische Oberfläche,
die Teilchenform und die Teilchengröße. Die "Bulk-Katalysatorteilchen", die in der fertigen
Katalysator-Zusammensetzung enthalten sind, werden unter der Überschrift "Katalysator-Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung" beschrieben.
-
Im
Allgemeinen beträgt
die spezifische Oberfläche
der oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen wenigstens 60 %, vorzugsweise
wenigstens 70 % und mehr bevorzugt wenigstens 80 % der spezifischen
Oberfläche der
Metall-Komponente, die während
des Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand verbleibt.
Die spezifische Oberfläche
wird in diesem Fall als Oberfläche
pro Gewicht der Metall-Komponente – berechnet
als Metalloxid – ausgedrückt. Weiterhin
beträgt
der mediane Porendurchmesser (bestimmt durch Stickstoffadsorption)
der oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen im Allgemeinen wenigstens
40 %, und vorzugsweise wenigstens 50 % des medianen Porendurchmessers
der Metall-Komponente, die während
des Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand
verbleibt. Weiterhin beträgt
das Porenvolumen (bestimmt durch Stickstoffadsorption) in den oxidischen
Bulk-Katalysatorteilchen im Allgemeinen wenigstens 40 % und vorzugsweise
wenigstens 50 % des Porenvolumens der Metall-Komponente, die während des
Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand
verbleibt, wobei das Porenvolumen als Volumen der Poren pro Gewicht
dieser Metall-Komponente – berechnet
als Oxid – ausgedrückt wird.
-
Die
Beibehaltung der Teilchengröße ist im
Allgemeinen von dem Ausmaß der
mechanischen Beschädigung
abhängig,
die die oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen während der Verarbeitung erleiden,
insbesondere während
der Schritte des Mischens oder Knetens. Der Teilchendurchmesser
kann in hohem Maße
beibehalten werden, wenn diese Behandlungen kurz und schonend sind.
In diesem Fall beträgt
der mediane Teilchendurchmesser der oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen
im Allgemeinen wenigstens 80 % und vorzugsweise wenigstens 90 %
des medianen Teilchendurchmessers der Metall-Komponente, die während des
Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand
verbleibt. Die Teilchengröße kann
auch durch Behandlungen wie Sprühtrocknen
beeinflusst werden, insbesondere wenn weitere Materialien vorliegen.
Es obliegt dem Geschick des Fachmanns, geeignete Bedingungen auszuwählen, um
die Teilchengrößenvereilung
während
solcher Behandlungen zu steuern.
-
Wenn
eine Metall-Komponente, die wenigstens teilweise im festen Zustand
zugegeben wird und einen großen
medianen Teilchendurchmesser hat, ausgewählt wird, nimmt man an, dass
die anderen Metall-Komponenten nur mit der äußeren Schicht des großen Metall-Komponententeilchens
reagieren. In diesem Fall ergeben sich die sogenannten "Kern-Hülle"-strukturierten Bulk-Katalysatorteilchen.
-
Eine
geeignete Morphologie und Struktur der Metall-Komponente (der Metall-Komponenten) kann
erreicht werden, indem man entweder geeignete vorgeformte Metall-Komponenten
verwendet oder diese Metall-Komponenten durch das oben beschriebene
Ausfällen
oder Umkristallisieren oder irgendeine andere Technik herstellt,
die dem Fachmann bekannt ist, und zwar unter solchen Bedingungen,
dass eine geeignete Morphologie und Struktur erhalten wird. Die
richtige Auswahl geeigneter Ausfällungsbedingungen
kann durch Routineversuche erfolgen.
-
Um
eine fertige Katalysator-Zusammensetzung mit hoher katalytischer
Aktivität
zu erhalten, wird es bevorzugt, dass die Metall-Komponente oder
Metall-Komponenten,
die während
des Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand
vorliegen, poröse
Metall-Komponenten sind. Es ist erwünscht, dass das gesamte Porenvolumen
und die gesamte Porengrößenverteilung
dieser Metall-Komponenten
denjenigen konventioneller Hydroprocessing-Katalysatoren ähnlich sind.
Konventionelle Hydroprocessing-Katalysatoren haben im Allgemeinen
ein Porenvolumen von 0,05 – 5
ml/g, vorzugsweise von 0,1 – 4
ml/g, mehr bevorzugt von 0,1 – 3
ml/g und am meisten bevorzugt von 0,1 – 2 ml/g, wie durch Quecksilber-
oder Wasserporosimetrie bestimmt wurde. Weiterhin haben konventionelle
Hydroprocessing-Katalysatoren im Allgemeinen eine spezifische Oberfläche von
wenigstens 10 m2/g, mehr bevorzugt von wenigstens
50 m2/g und am meisten bevorzugt von wenigstens
100 m2/g, die durch die B.E.T.-Methode bestimmt
wurde.
-
Der
mediane Teilchendurchmesser der Metall-Komponente oder Metall-Komponenten, die
während des
Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand
vorliegen, liegt im Bereich von wenigstens 0,5 μm, mehr bevorzugt von wenigstens
1 μm, am
meisten bevorzugt von wenigstens 2 μm, vorzugsweise aber nicht mehr
als 5000 μm,
mehr bevorzugt nicht mehr als 1000 μm, noch mehr bevorzugt von nicht
mehr als 500 μm
und am meisten bevorzugt von nicht mehr als 150 μm. Noch mehr bevorzugt liegt
der mediane Teilchendurchmesser im Bereich von 1 – 150 μm und am
meisten bevorzugt im Bereich von 2 – 150 μm. Im Allgemeinen gilt: Je kleiner
die Teilchengröße der Metall-Komponenten
ist, umso größer ist
ihre Reaktivität.
Daher sind Metall-Komponenten mit Teilchengrößen, die unterhalb der bevorzugten
unteren Grenzen liegen, im Prinzip eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In Anbetracht von Gesundheits-, Sicherheits-
und Umweltsproblemen erfordert jedoch die Handhabung solcher kleinen
Teilchen spezielle Vorsichtsmaßnahmen.
-
Im
Folgenden werden bevorzugte Verfahrensbedingungen während der
Kombination der Metall-Komponenten und des (nachfolgenden) Reaktionsschrittes
beschrieben:
-
a) Kombination der Metall-Komponenten
-
Die
Verfahrensbedingungen während
der Kombination der Metall-Komponenten sind im Allgemeinen nicht
entscheidend. Es ist möglich,
alle Komponenten bei Umgebungstemperatur bei ihrem natürlichen
pH zuzugeben (wenn eine Suspension oder Lösung angewendet wird). Im Allgemeinen
wird es natürlich
bevorzugt, die Temperatur der zuzufügenden Metall-Komponenten unterhalb
des atmosphärischen
Siedepunktes der Reaktionsmischung zu halten, um eine leichte Handhabung
der Komponenten während
der Zugabe zu gewährleisten.
Falls es erwünscht
ist, können
jedoch auch Temperaturen oberhalb des atmosphärischen Siedepunktes der Reaktionsmischung
oder andere pH-Werte verwendet werden. Wenn der Reaktionsschritt
bei erhöhter Temperatur
durchgeführt
wird, können
die Suspensionen und gegebenenfalls Lösungen, die zu der Reaktionsmischung
gegeben werden, im Allgemeinen vorher auf eine erhöhte Temperatur
erwärmt
werden, die mit der Reaktionstemperatur identisch sein kann.
-
Wie
oben erwähnt
wurde, kann die Zugabe einer oder mehrerer Metall-Komponenten auch
durchgeführt
werden, während
bereits kombinierte Metall-Komponenten
miteinander reagieren. In diesem Fall überlappen sich die Kombination
der Metall-Komponenten und die Umsetzung derselben und stellen einen
einzigen Verfahrensschritt dar.
-
b) Reaktionsschritt
-
Während und/oder
nach der Zugabe werden die Metall-Komponenten im Allgemeinen während einer bestimmten
Zeitspanne bei einer bestimmten Temperatur gerührt , um eine Durchführung der
Umsetzung zu ermöglichen.
Die Reaktionstemperatur liegt vorzugsweise im Bereich von 0 – 300 °C, mehr bevorzugt
von 50 – 300 °C, noch mehr
bevorzugt von 70 – 200 °C und am
meisten bevorzugt von 70 – 180 °C. Wenn die
Temperatur unterhalb des atmosphärischen
Siedepunktes der Reaktionsmischung liegt, wird das Verfahren im
Allgemeinen bei atmosphärischem
Druck durchgeführt.
Oberhalb dieser Temperatur wird die Umsetzung im Allgemeinen bei
erhöhtem
Druck durchgeführt,
vorzugsweise in einem Autoklaven und/oder statischen Mischer.
-
Im
Allgemeinen wird die Mischung während
des Reaktionsschrittes bei ihrem natürlichen pH gehalten. Der pH
liegt vorzugsweise im Bereich von 0 – 12, mehr bevorzugt im Bereich
von 1 – 10
und noch mehr bevorzugt im Bereich von 3 – 8. Wie oben ausgeführt wurde,
muss sorgfältig
verfahren werden, damit der pH und die Temperatur so ausgewählt werden,
dass nicht alle Metalle während
des Reaktionsschrittes gelöst
werden.
-
Die
Reaktionszeit liegt im Allgemeinen im Bereich von 1 Minute bis mehrere
Tage, mehr bevorzugt im Bereich von 1 Minute bis 24 Stunden und
am meisten bevorzugt im Bereich von 5 Minuten bis 20 Stunden. Wie oben
erwähnt
wurde, hängt
die Reaktionszeit von der Temperatur ab.
-
Nach
dem Reaktionsschritt kann der Feststoff – falls es notwendig ist- von
der Flüssigkeit
abgetrennt werden, z.B. durch Filtration.
-
Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung kann sowohl als diskontinuierliches
Verfahren als auch als kontinuierliches Verfahren durchgeführt werden.
-
Falls
es erwünscht
ist, kann ein Material, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus Bindemittel-Materialien, herkömmlichen Hydroprocessing-Katalysatoren,
Krack-Komponenten oder Mischungen derselben, während der oben beschriebenen
Herstellung der Bulk-Katalysatorteilchen zugegeben werden oder zu
den Teilchen gegeben werden, nachdem sie hergestellt wurden, wie
nachstehend erläutert
wird. Einzelheiten bezüglich
dieser Materialien sind nachstehend im Kapitel (B) angegeben.
-
Für diese
Ausführungsform
des Verfahrens sind die folgenden Optionen verfügbar: Die Metall-Komponenten
der Gruppe VIB und die Nicht-Edelmetall-Komponenten der Gruppe VIII
können
im Allgemeinen mit irgendeinem der obigen Materialien entweder vor
oder während
der Reaktion der Metall-Komponenten kombiniert werden. Sie können z.B.
entweder gleichzeitig oder nacheinander zu dem Material gegeben
werden. Alternativ dazu können
die Metall-Komponenten der Gruppe VIB und die Nicht-Edelmetall-Komponenten
der Gruppe VIII kombiniert werden, wie oben beschrieben wurde, und
anschließend
kann ein Material zu den kombinierten Metall-Komponenten gegeben
werden. Es ist weiterhin möglich,
einen Teil der Metall-Komponenten der Gruppe VIB und die Nicht-Edelmetall-Komponenten
der Gruppe VIII entweder gleichzeitig oder nacheinander zu kombinieren,
um anschließend
das Material zuzugeben, und schließlich den Rest der Metall-Komponenten der Gruppe
VIB und die Nicht-Edelmetall-Komponenten der Gruppe VIII entweder
gleichzeitig oder nacheinander zuzugeben. Z.B. kann eine Metall-Komponente der Gruppe
VIB oder eine Nicht-Edelmetall-Komponente der Gruppe VIII, die während des
Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand
vorliegt, zuerst mit dem Material vermischt und – falls erwünscht – geformt werden, und anschließend kann
eine weitere Metall-Komponente der Gruppe VIB und/oder eine Nicht-Edelmetall-Komponente
der Gruppe VIII (können
weitere Metall-Komponenten der Gruppe VIB und/oder Nicht-Edelmetall-Komponenten der Gruppe
VIII) zu der gegebenenfalls geformten Mischung gegeben werden. Es
ist jedoch auch möglich,
das Material mit einer Metall- Komponente
der Gruppe VIB und einer Nicht-Edelmetall-Komponente der Gruppe
VIII (mit Metall-Komponenten der Gruppe VIB und Nicht-Edelmetall-Komponenten
der Gruppe VIII) im Zustand eines gelösten Stoffs zu kombinieren
und anschließend
eine Metall-Komponente zuzugegen, die wenigstens teilweise im festen
Zustand vorliegt. Schließlich
ist die gleichzeitige Zugabe der Metall-Komponenten und des Materials möglich.
-
Wie
oben festgestellt wurde, kann das Material, das während der
Herstellung der Bulk-Katalysatorteilchen zugegeben werden soll,
ein Bindemittel-Material sein. Ein Bindemittel-Material gemäß der vorliegenden Erfindung
bedeutet ein Bindemittel und/oder eine Vorstufe desselben. Wenn
eine Vorstufe in Form einer Lösung
zugegeben wird, muss darauf geachtet werden, dass das Bindemittel
während
des Verfahrens der Erfindung in den festen Zustand überführt wird.
Dies kann dadurch erfolgen, dass man die pH-Bedingungen derartig einstellt,
dass eine Ausfällung
des Bindemittels erfolgt. Geeignete Bedingungen für das Ausfällen des
Bindemittels sind dem Fachmann bekannt und bedürfen keiner weiteren Erklärung. Wenn
die Menge der Flüssigkeit der
sich ergebenden Katalysator-Zusammensetzung zu groß ist, kann
gegebenenfalls eine Fest-Flüssig-Trennung
durchgeführt
werden.
-
Zusätzlich dazu
können
weitere Materialien, wie phosphorhaltige Verbindungen, borhaltige
Verbindungen, siliciumhaltige Verbindungen, fluorhaltige Verbindungen,
zusätzliche Übergangsmetalle,
Seltenerdmetalle oder Mischungen derselben während der Herstellung der Bulk-Katalysatorteilchen
auf eine Weise zugegeben werden, die derjenigen ähnlich ist, die für die obigen
Materialien beschrieben wurde. Einzelheiten in Bezug auf diese weiteren
Materialien sind nachstehend aufgeführt.
-
Es
ist festzustellen, dass unabhängig
davon, ob irgendwelche der obigen (weiteren) Materialien während der
Herstellung der Teilchen zugegeben werden, die Teilchen, die sich
aus dem oben unter (A) beschriebenen Verfahren ergeben, als "Bulk-Katalysatorteilchen" in der vorliegenden
Erfindung bezeichnet werden.
-
(B) Nachfolgende Verfahrensschritte
-
Vorzugsweise
werden die Bulk-Katalysatorteilchen entweder als solche oder indem
sie irgendeines der obigen (weiteren) Materialien umfassen, einem
oder mehreren der folgenden Verfahrensschritte unterzogen:
- (i) dem Kompoundieren mit einem Material, das
aus der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus Bindemittel-Materialien, herkömmlichen Hydroprocessing-Katalysatoren,
Krack-Komponenten oder Mischungen derselben,
- (ii) dem Sprühtrocknen,
(Blitz)Trocknen, Mahlen, Kneten, Aufschlämmungsvermischen, Trocken-
oder Nassmischen oder Kombinationen derselben,
- (iii) dem Formen,
- (iv) dem Trocken und/oder der thermischen Behandlung und
- (v) dem Sulfidieren.
-
Diese
Verfahrensschritte werden im Folgenden ausführlicher erklärt.
-
Verfahrensschritt (i)
-
Das
Material kann im trockenen Zustand – entweder wärmebehandelt
oder nicht wärmebehandelt
-, im angefeuchteten und/oder suspendierten Zustand und/oder als
Lösung
zugegeben werden.
-
Das
Material kann während
der Herstellung der Bulk-Katalysatorteilchen zugegeben werden (siehe oben),
es kann anschließend
an die Herstellung der Bulk-Katalysator-Zusammensetzung,
aber vor irgendeinem der Maßnahmen
des Schrittes (ii) und/oder während
und/oder nach irgendeinem der Maßnahmen des Schrittes (ii),
aber vor irgendeinem Formungsschritt (iii) zugegeben werden.
-
Vorzugsweise
wird das Material anschließend
an die Herstellung der Bulk-Katalysatorteilchen
und vor dem Sprühtrocken
oder irgendeiner alternativen Technik zugegeben, oder falls das
Sprühtrocken
oder die alternative Technik nicht verwendet werden, wird es vor
dem Formen zugegeben. Gegebenenfalls kann die Bulk-Katalysator-Zusammensetzung,
die hergestellt wurde, wie oben beschrieben wurde, einer Fest-Flüssig-Trennung
unterzogen werden, bevor sie mit dem Material kompoundiert wird.
Nach der Fest-Flüssig-Trennung
kann gegebenenfalls ein Waschschritt eingeschlossen sein. Weiterhin
ist es möglich,
die Bulk-Katalysator-Zusammensetzung
nach einer wahlweisen Fest-Flüssig-Trennung
und einem Trocknungsschritt und bevor sie mit dem Material kompoundiert
wird, thermisch zu behandeln.
-
In
allen oben beschriebenen Verfahrensalternativen bedeutet der Ausdruck "Kompoundieren der Bulk-Katalysator-Zusammensetzung
mit einem Material",
dass das Material zu der Bulk-Katalysator-Zusammensetzung gegeben
wird oder vice versa und die sich ergebende Zusammensetzung vermischt
wird. Das Vermischen erfolgt vorzugsweise in Gegenwart einer Flüssigkeit
("Nassmischen"). Dies verbessert
die mechanische Festigkeit der fertigen Katalysator-Zusammensetzung.
-
Es
wurde gefunden, dass das Kompoundieren der Bulk-Katalysatorteilchen
mit dem Material und/oder das Einfügen des Materials während der
Herstellung der Bulk-Katalysatorteilchen zu Bulk-Katalysator-Zusammensetzungen
mit besonders hoher mechanischer Festigkeit führt, insbesondere wenn die
mediane Teilchengröße der Bulk-Katalysatorteilchen
im Bereich von wenigstens 0,5 μm,
mehr bevorzugt von wenigstens 1 μm, am
meisten bevorzugt im Bereich von wenigstens 2 μm, aber vorzugsweise nicht mehr
als 5000 μm,
mehr bevorzugt nicht mehr als 1000 μm, noch mehr bevorzugt nicht
mehr als 500 μm
und am meisten bevorzugt nicht mehr als 150 μm liegt. Noch mehr bevorzugt
liegt der mediane Teilchendurchmesser im Bereich von 1 – 150 μm und am
meisten bevorzugt im Bereich von 2 – 150 μm.
-
Das
Kompoundieren der Bulk-Katalysatorteilchen mit dem Material ergibt
Bulk-Katalysatorteilchen,
die in diesem Material eingebettet sind, oder vice versa. Normalerweise
wird die Gestalt der Bulk-Katalysatorteilchen in der sich ergebenden
Katalysator-Zusammensetzung im Wesentlichen beibehalten.
-
Wie
oben festgestellt wurde, kann das Material aus einem Bindemittel-Material,
einem konventionellen Hydroprocessing-Katalysator, einer Krack-Komponente
oder Mischungen derselben ausgewählt
werden. Diese Materialien werden nachstehend ausführlicher
beschrieben.
-
Die
anzuwendenden Bindemittel-Materialien können alle Materialien sein,
die üblicherweise
als Bindemittel in Hydroprocessing-Katalysatoren verwendet werden.
Beispiele sind Siliciumdioxid, Siliciumdioxid-Aluminiumoxid wie
herkömmliches
Siliciumdioxid-Aluminiumoxid, Siliciumdioxid-beschichtetes Aluminiumoxid
und Aluminiumoxid-beschichtetes Siliciumdioxid, Aluminiumoxid wie
(Pseudo)Böhmit
oder Gibbsit, Titandioxid, Titandioxid-beschichtetes Aluminiumoxid,
Zirconiumoxid, kationische Tone oder anionische Tone wie Saponit,
Bentonit, Kaolin, Sepiolit oder Hydrotalcit oder Mischungen derselben.
Bevorzugte Bindemittel sind Siliciumdioxid, Siliciumdioxid-Aluminiumoxid,
Aluminiumoxid, Titandioxid, Titandioxid-beschichtetes Aluminiumoxid,
Zirconiumoxid, Bentonit oder Mischungen derselben. Diese Bindemittel
können
als solche oder nach der Peptisierung angewendet werden.
-
Es
ist auch möglich,
Vorstufen dieser Bindemittel anzuwenden, die während des Verfahrens der Erfindung
in irgendeines der oben beschriebenen Bindemittel umgewandelt werden.
Geeignete Vorstufen sind z.B. Alkalimetallaluminate (um ein Aluminiumoxid-Bindemittel
zu erhalten), Wasserglas (um ein Siliciumdioxid-Bindemittel zu erhalten), eine Mischung
von Alkalimetallaluminaten und Wasserglas (um ein Siliciumdioxid-Aluminiumoxid-Bindemittel
zu erhalten), eine Mischung von Quellen eines zwei-, drei- und/oder
vierwertigen Metalls wie eine Mischung von wasserlöslichen
Salzen von Magnesium, Aluminium und/oder Silicium (um einen kationischen
Ton und/oder einen anionischen Ton herzustellen), Aluminiumchlorhydrol,
Aluminiumsulfat, Aluminiumnitrat, Aluminiumchlorid oder Mischungen
derselben.
-
Falls
es erwünscht
ist, kann das Bindemittel-Material mit einer ein Metall der Gruppe
VIB enthaltenden Verbindung und/oder einer ein Nicht-Edelmetall
der Gruppe VIII enthaltenden Verbindung kompoundiert werden, bevor
es mit der Bulk-Katalysator-Zusammensetzung kompoundiert wird und/oder
bevor es während
der Herstellung desselben zugegeben wird. Das Kompoundieren des
Bindemittel-Materials mit irgendeiner dieser Metall-enthaltenden
Verbindungen kann durch Imprägnieren
des Bindemittels mit diesen Materialien durchgeführt werden. Geeignete Imprägnierungstechniken
sind dem Fachmann bekannt. Wenn das Bindemittel peptisiert wird,
ist es auch möglich,
die Peptisierung in Gegenwart von Verbindungen durchzuführen, die
ein Metall der Gruppe VIB und/oder ein Nicht-Edelmetall der Gruppe
VIII enthalten.
-
Wenn
Aluminiumoxid als Bindemittel angewendet wird, liegt die spezifische
Oberfläche
des Aluminiumoxids im Allgemeinen im Bereich von 50 – 600 m2/g und vorzugsweise von 100 – 450 m2/g, wie durch die B.E.T.-Methode gemessen
wurde. Das Porenvolumen des Aluminiumoxids liegt vorzugsweise im
Bereich von 0,1 – 1,5
ml/g, wie durch Stickstoffadsorption gemessen wurde. Vor der Charakterisierung
des Aluminiumoxids wird es 1 Stunde lang bei 600 °C wärmebehandelt.
-
Im
Allgemeinen hat das Bindemittel-Material, das in dem Verfahren der
Erfindung zugegeben werden soll, eine geringere katalytische Aktivität als die
Bulk-Katalysator-Zusammensetzung
oder überhaupt
keine katalytische Aktivität.
-
Demgemäß kann durch
die Zugabe eines Bindemittel-Materials die Aktivität der Bulk-Katalysator-Zusammensetzung
reduziert werden. Weiterhin führt
die Zugabe eines Bindemittel-Materials zu einer beträchtlichen
Zunahme der mechanischen Festigkeit der fertigen Katalysator-Zusammensetzung.
Daher hängt
die Menge an Bindemittel-Material, die in dem Verfahren der Erfindung
zugegeben werden soll, im Allgemeinen von der erwünschten
Aktivität
und/oder der erwünschten
mechanischen Festigkeit der fertigen Katalysator-Zusammensetzung
ab. Bindemittelmengen von 0 – 95
Gew.-% der gesamten Zusammensetzung können geeignet sein, und zwar
in Abhängigkeit
von der beabsichtigten katalytischen Anwendung. Um jedoch einen
Vorteil aus der sich ergebenden ungewöhnlich hohen Aktivität der Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung zu ziehen, liegen die zuzufügenden Mengen
im Allgemeinen im Bereich von 0 – 75 Gew.-% der gesamten Zusammensetzung,
vorzugsweise von 0 – 50
Gew.-%, mehr bevorzugt von 0 – 30
Gew.-%.
-
Konventionelle
Hydroprocessing-Katalysatoren sind z.B. konventionelle Hydroentschwefelungs-,
Hydroentstickungs- oder Hydrockrack-Katalysatoren. Diese Katalysatoren
können
im verwendeten, im regenerierten, frischen oder sulfidierten Zustand
verwendet werden. Falls es erwünscht
ist, kann der konventionelle Hydroprocessing-Katalysator gemahlen
werden oder auf irgendeine andere Weise behandelt werden, bevor er
in dem Verfahren der Erfindung verwendet wird.
-
Eine
Krack-Komponente gemäß der vorliegenden
Erfindung ist jede beliebige konventionelle Krack-Komponente wie
kationische Tone, anionische Tone, kristalline Krack-Komponenten
wie Zeolithe, z.B. ZMS-5 (ultrastabil), Zeolith Y, Zeolith X, ALPOs,
SAPOs, MCM-41, amorphe Krack-Komponenten wie Siliciumdioxid-Aluminiumoxid
oder Mischungen derselben. Es ist klar, dass einige Materialien
gleichzeitig als Bindemittel und Krack-Komponente fungieren. z.B.
kann Siliciumdioxid-Aluminiumoxid gleichzeitig eine Krack-Funktion
und eine Bindungsfunktion haben.
-
Erwünschtenfalls
kann die Krack-Komponente mit einem Metall der Gruppe VIB und/oder
einem Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII kompoundiert werden, bevor
sie mit der Bulk-Katalysator-Zusammensetzung kompoundiert wird und/oder
bevor sie während
der Herstellung derselben zugegeben wird. Das Kompoundieren der
Krack-Komponente mit irgendeinem dieser Metalle kann die Form des
Durchtränkens
der Krack-Komponente mit diesen Materialien annehmen.
-
Im
Allgemeinen hängt
es von der beabsichtigten katalytischen Anwendung der fertigen Katalysator-Zusammensetzung
ab, welche der oben beschriebenen Krack-Komponenten – falls überhaupt eine verwendet wird – zugegeben
wird. Eine kristalline Krack-Komponente wird vorzugsweise zugegeben,
wenn die sich ergebende Zusammensetzung beim Hydrokracken angewendet
werden soll. Andere Krack-Komponenten wie Siliciumdioxid-Aluminiumoxid
oder kationische Tone werden vorzugsweise zugegeben, wenn die fertige Katalysator-Zusammensetzung bei
Hydrobehandlungsanwendungen oder einem milden Hydrokracken verwendet
werden soll. Die Menge des Krack-Materials, die zugegeben wird,
hängt von
der erwünschten
Aktivität der
fertigen Zusammensetzung und der angestrebten Anwendung ab und kann
so von 0 – 90
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Katalysator-Zusammensetzung,
variieren.
-
Gegebenenfalls
können
weitere Materialien wie Phosphor-enthaltende Verbindungen, Bor-enthaltende
Verbindungen, Silicium-enthaltende Verbindungen, Fluorenthaltende
Verbindungen, zusätzliche Übergangsmetall-Verbindungen,
Seltenerdmetall-Verbindungen oder Mischungen derselben in die Katalysator-Zusammensetzung
eingefügt
werden.
-
Als
Phosphor-enthaltende Verbindungen können Amminiumphosphat, Phosphorsäure oder
organischen Phosphor enthaltende Verbindungen verwendet werden.
Phosphor-enthaltende Verbindungen können in jedem Stadium des Verfahrens
der vorliegenden Erfindung, vor dem Formungsschritt und/oder nach
dem Formungsschritt, zugegeben werden. Wenn das Bindemittel-Material
peptisiert wird, können
auch Phosphor-enthaltende Verbindungen zur Peptisierung verwendet
werden. Z.B. kann ein Aluminiumoxid-Bindemittel peptisiert werden,
indem man es mit Phosphorsäure
oder einer Mischung von Phosphorsäure und Salpetersäure in Kontakt
bringt.
-
Bor-enthaltende
Verbindungen können
angewendet werden, z.B. Borsäure
oder Heteropoly-Verbindungen des Bors mit Molybdän und/oder Wolfram, und als
Fluorenthaltende Verbindungen kann z.B. Ammoniumfluorid angewendet
werden. Typische Silicium-enthaltende Verbindungen sind Wasserglas,
Kieselsäuregel,
Tetraethylorthosilicat oder Heteropoly-Verbindungen des Siliciums
mit Molybdän
und/oder Wolfram. Weiterhin können
Verbindungen wie Fluorkieselsäure,
Fluorborsäure,
Difluorphosphorsäure
oder Hexafluorphosphorsäure
angewendet werden, wenn eine Kombination von F mit Si, B bzw. P
erwünscht
ist.
-
Geeignete
zusätzliche Übergangsmetalle
sind z.B. Rhenium, Mangan, Ruthenium, Rhodium, Iridium, Chrom, Vanadium,
Eisen, Platin, Palladium, Titan, Zirconium, Niob, Cobalt, Nickel,
Molybdän
oder Wolfram. Diese Metalle können
in jedem Stadium des Verfahrens der vorliegenden Erfindung vor dem
Formungsschritt zugegeben werden. Abgesehen von der Zugabe dieser
Metalle während
des Verfahrens der Erfindung ist es auch möglich, die fertige Katalysator-Zusammensetzung damit
zu kompoundieren. Somit ist es möglich,
die fertige Katalysator-Zusammensetzung mit einer Imprägnierungslösung zu
durchtränken,
die irgendwelche dieser Metalle umfasst.
-
Verfahrensschritt (ii)
-
Die
Bulk-Katalysatorteilchen, die gegebenenfalls irgendwelche der obigen
(weiteren) Materialien umfassen, können einem Sprühtrocknen,
(Blitz)Trocknen, Mahlen, Kneten, Aufschlämmungsvermischen, Trocken-
oder Nassmischen oder Kombinationen derselben unterzogen werden,
wobei eine Kombination von Nassmischen und Kneten oder Aufschlämmungsvermischen
und Sprühtrocknen
bevorzugt wird.
-
Diese
Techniken können
entweder vor oder nach der Zugabe irgendwelcher der obigen (weiteren)
Materialien (falls überhaupt
welche zugegeben werden), nach der Fest-Flüssig-Trennung, vor oder nach
einer Wärmebehandlung
und anschließend
an ein erneutes Befeuchten angewendet werden.
-
Vorzugsweise
werden die Bulk-Katalysatorteilchen sowohl mit irgendeinem der obigen
Materialien kompoundiert als auch irgendeiner der obigen Techniken
unterzogen. Es wird angenommen, dass durch die Anwendung irgendeiner
der oben beschriebenen Techniken des Sprühtrocknens, (Blitz)Trocknens,
Mahlens, Knetens, Aufschlämmungsvermischens,
Trocken- oder Nassmischens oder Kombinationen derselben der Mischgrad
zwischen der Bulk-Katalysator-Zusammensetzung und irgendeinem der
obigen Materialien verbessert wird. Dies ist auf Fälle anwendbar,
in denen das Material vor sowie nach der Anwendung irgendeiner der oben
beschriebenen Verfahren zugegeben wird. Jedoch wird es im Allgemeinen
bevorzugt, das Material vor dem Schritt (ii) zuzugeben. Wenn das
Material nach dem Schritt (ii) zugegeben wird, wird die sich ergebende Mischung
vorzugsweise durch irgendeine herkömmliche Technik gründlich vermischt,
bevor irgendwelche weitere Verfahrensschritte wie das Formen erfolgen.
Ein Vorteil z.B. des Sprühtrocknens
besteht darin, dass keine Abwasserströme erhalten werden, wenn diese
Technik angewendet wird.
-
Das
Sprühtrocknen
wird typischerweise bei einer Auslasstemperatur im Bereich von 100 – 200 °C und vorzugsweise
von 120 – 180 °C durchgeführt.
-
Das
Trockenmischen bedeutet das Vermischen der Bulk-Katalysatorteilchen
im trockenen Zustand mit irgendeinem der obigen Materialien im trockenen
Zustand. Das Nassmischen umfasst z.B. das Vermischen des feuchten
Filterkuchens, umfassend die Bulk-Katalysatorteilchen und gegebenenfalls
irgendeines der obigen Materialien, als Pulver oder feuchten Filterkuchen,
um eine homogene Paste derselben zu bilden.
-
Verfahrensschritt (iii)
-
Falls
es erwünscht
ist, kann der Bulk-Katalysator, umfassend irgendwelche der obigen
(zusätzlichen) Materialien,
geformt werden, und zwar gegebenenfalls nachdem der Schritt (ii)
angewendet wurde. Das Formen umfasst die Extrusion, die Zerkleinerung,
die Bildung von Kügelchen
(Perlen) und/oder das Sprühtrocknen.
Es ist darauf hinzuweisen, dass, wenn die Katalysator-Zusammensetzung
in Reaktoren vom Aufschlämmungstyp,
in Fließbetten,
Wanderbetten oder Verschäumungsbetten
(expanded beds) verwendet werden soll, wird im Allgemeinen das Sprühtrocknen
oder die Bildung von Kügelchen
(Perlen) angewendet. Für
Festbett-Anwendungen oder Anwendungen eines wallenden Bettes wird
die Katalysator-Zusammensetzung im Allgemeinen extrudiert, pelletisiert
und/oder zu Kügelchen
verarbeitet. Im letzteren Falle können in jeden Stadium vor oder
während
des Formungsschrittes irgendwelche Additive, die herkömmlicherweise
zur Erleichterung des Formens verwendet werden, zugegeben werden.
Diese Additive können
Aluminiumstearat, Tenside, Graphit, Stärke, Methylcellulose, Bentonit,
Polyethylenglycole, Polyethylenoxide oder Mischungen derselben umfassen.
Wenn Aluminiumoxid als Bindemittel verwendet wird, kann es weiterhin
wünschenswert
sein, Säuren wie
Salpetersäure
vor dem Formungsschritt zuzufügen,
um die mechanische Festigkeit der Extrudate zu erhöhen.
-
Wenn
das Formen das Extrudieren, die Bildung von Kügelchen und/oder das Sprühtrocknen
umfasst, wird es bevorzugt, dass der Formungsschritt in Gegenwart
einer Flüssigkeit
wie Wasser durchgeführt
wird. Vorzugsweise liegt für
das Extrudieren und/oder die Bildung von Kügelchen die Menge an Flüssigkeit
in der Formungsmischung, ausgedrückt
als LOI, im Bereich von 20 % bis 80 %.
-
Falls
es erwünscht
ist, kann eine koaxiale Extrusion irgendeines der obigen Materialien
mit den Bulk-Katalysatorteilchen, die gegebenenfalls irgendeine
der obigen Materialien umfassen, angewendet werden. Insbesondere
können
zwei Mischungen gemeinsam extrudiert werden, wobei in diesem Fall
die Bulk-Katalysatorteilchen,
die gegebenenfalls irgendeines der obigen Materialien umfassen,
in dem inneren Extrusionsmedium vorliegen, während irgendeines der obigen
Materialien ohne die Bulk-Katalysatorteilchen, in dem äußeren Extrusionsmedium
vorliegt oder vice versa.
-
Schritt (iv)
-
Nach
einem wahlweisen Trocknungsschritt, vorzugsweise oberhalb von 100 °C, kann die
sich ergebende geformte Katalysator-Zusammensetzung thermisch behandelt
werden, falls es erwünscht
ist. Eine thermische Behandlung ist jedoch für das Verfahren der Erfindung
nicht wesentlich. Eine "thermische
Behandlung" gemäß der vorliegenden
Erfindung bezieht sich auf eine Behandlung, die bei einer Temperatur
von z.B. 100 °C
bis 600 °C,
vorzugsweise von 150 °C
bis 550 °C,
mehr bevorzugt von 150 °C
bis 450°C
während
einer Zeitspanne, die von 0,5 Stunden bis 48 Stunden variiert, in
einem inerten Gas wie Stickstoff oder in einem Sauerstoff-enthaltenden
Gas wie Luft oder reinem Sauerstoff durchgeführt wird.
-
In
allen obigen Verfahrensschritten muss die Menge an Flüssigkeit
gesteuert werden. Wenn z.B. – bevor
man die Katalysator-Zusammensetzung einem Sprühtrocknen unterzieht – die Menge
der Flüssigkeit
zu gering ist, muss zusätzliche
Flüssigkeit
zugegeben werden. Wenn andererseits, z.B. vor der Extrusion der
Katalysator-Zusammensetzung, die Menge der Flüssigkeit zu hoch ist, muss
die Menge der Flüssigkeit
reduziert werden, z.B. durch Fest-Flüssig- Trennung mittels z.B. Filtration, Dekantation
oder Verdampfung, und nötigenfalls
kann das sich ergebende Material getrocknet werden und anschließend in
gewissem Maße
wieder angefeuchtet werden. Bei allen der obigen Verfahrensschritte
obliegt es dem Fachmann, die Menge der Flüssigkeit in zweckmäßiger Weise
zu steuern.
-
Verfahrensschritt (v)
-
Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung kann weiterhin einen Sulfidierungsschritt
umfassen. Die Sulfidierung wird im Allgemeinen durchgeführt, indem
man die Bulk-Katalysatorteilchen direkt nach ihrer Herstellung oder
nach irgendeinem der Verfahrensschritte (i) – (iv) mit einer Schwefel-enthaltenden
Verbindung wie elementarem Schwefel, Schwefelwasserstoff, DMDS oder
Polysulfiden in Kontakt bringt. Der Sulfidierungsschritt kann in
der flüssigen
oder gasförmigen
Phase durchgeführt
werden. Die Sulfidierung kann anschließend an die Herstellung der
Bulk-Katalysator-Zusammensetzung, aber vor dem Schritt (i) und/oder
anschließend
an den Schritt (i), aber vor dem Schritt (ii) und/oder anschließend an
den Schritt (ii), aber vor dem Schritt (iii) und/oder anschließend an
den Schritt (iii), aber vor dem Schritt (iv) und/oder anschließend an
den Schritt (iv), durchgeführt
werden. Es wird bevorzugt, dass die Sulfidierung nicht vor irgendeinem
Verfahrensschritt durchgeführt
wird, durch den die erhaltenen Metallsulfide in ihre Oxide umgewandelt
werden. Solche Verfahrensschritte sind z.B. eine Wärmebehandlung
oder ein Sprühtrocknen
oder irgendeine andere Hochtemperatur-Behandlung, wenn sie unter
einer Sauerstoff-enthaltenden Atmosphäre durchgeführt wird. Wenn die Katalysator-Zusammensetzung
einem Sprühtrocknen
und/oder irgendeiner alternativen Technik oder einer Wärmebehandlung
unter einer Sauerstoff-enthaltenden Atmosphäre unterzogen wird, wird demgemäß die Sulfidierung
vorzugsweise anschließend
an die Anwendung irgendeines dieser Verfahren durchgeführt. Wenn diese
Verfahren unter einer inerten Atmosphäre angewendet werden, kann
die Sulfidierung natürlich
auch vor diesen Verfahren durchgeführt werden.
-
Wenn
die Katalysator-Zusammensetzung in Festbett-Verfahren verwendet
wird, wird die Sulfidierung vorzugsweise anschließend an
den Formungsschritt und – falls
angewendet – anschließend an
die letzte thermische Behandlung in einer oxidierenden Atmosphäre durchgeführt.
-
Die
Sulfidierung kann im Allgemeinen in situ und/oder ex situ durchgeführt werden.
Vorzugsweise wird die Sulfidierung ex situ durchgeführt, d.h.
die Sulfidierung wird in einem separaten Reaktor durchgeführt, bevor die
sulfidierte Katalysator-Zusammensetzung in die Hydroprocessing-Einheit
gegeben wird. Weiterhin wird es bevorzugt, dass die Katalysator-Zusammensetzung
sowohl ex situ als auch in situ sulfidiert wird.
-
Ein
bevorzugtes Verfahren der vorliegenden Erfindung umfasst die folgenden
nacheinander erfolgenden Verfahrensschritte der Herstellung der
Bulk-Katalysatorteilchen,
wie oben beschrieben wurde: Das Aufschlämmungsvermischen der erhaltenen
Bulk-Katalysatorteilchen mit z.B. einem Bindemittel, das Sprühtrocknen
der sich ergebenden Zusammensetzung, das erneute Befeuchten, das
Kneten, die Extrusion, das Trocknen, das Calcinieren und das Sulfidieren.
Eine andere bevorzugte Ausführungsform
des Verfahrens umfasst die folgenden nacheinander erfolgenden Schritte
der Herstellung der Bulk-Katalysatorteilchen,
wie oben beschrieben wurde: Das Isolieren der Teilchen durch Filtration,
das Nassvermischen des Filterkuchens mit einem Material wie einem
Bindemittel, das Kneten, Extrudieren, Trocknen, Calcinieren und
Sulfidieren.
-
Katalysator-Zusammensetzung
der Erfindung
-
Die
Erfindung betrifft weiterhin eine Katalysator-Zusammensetzung, die
durch das oben beschriebene Verfahren erhältlich ist. Vorzugsweise betrifft
die Erfindung eine Katalysator-Zusammensetzung, die durch den Verfahrensschritt
(A) und gegebenenfalls durch einen oder mehrere der oben beschriebenen
Verfahrensschritte B(i)–(iv)
erhältlich
ist.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
bezieht sich die Erfindung auf eine Katalysator-Zusammensetzung,
die durch das oben beschriebene Verfahren erhältlich ist, wobei die Morphologie
der Metall-Komponente (Metall-Kompo nenten), die während des
Verfahrens wenigstens teilweise im festen Zustand vorliegt (vorliegen),
in der Katalysator-Zusammensetzung beibehalten wird. Dieses Beibehalten
der Morphologie wird unter der Überschrift "Verfahren der vorliegenden
Erfindung" ausführlich beschrieben.
-
(a) oxidische Katalysator-Zusammensetzung
-
Weiterhin
betrifft die Erfindung eine Katalysator-Zusammensetzung, die Bulk-Katalysatorteilchen
umfasst, welche wenigstens ein Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII
und wenigstens zwei Metalle der Gruppe VIB umfassen, wobei die Metalle
in ihrem oxidischen und/oder sulfidischen Zustand vorliegen, wobei
das Stoffmengenverhältnis
zwischen den Metallen der Gruppe VIB und den Nicht-Edelmetallen
der Gruppe VIII von 3:1 bis 1:3 reicht, die Metalle der Gruppe VIII
und der Gruppe VIB 50 Gew.-% bis 100 Gew.-% – berechnet als Oxide – des Gesamtgewichts
der Bulk-Katalysatorteilchen ausmachen, wobei Nickel und Cobalt
wenigstens 70 Gew.-% der gesamten Nicht-Edelmetall-Komponenten der
Gruppe VIII ausmachen – berechnet
als Oxide -, wobei, wenn die Metall-Komponenten in der Katalysator-Zusammensetzung
in ihrem oxidischen Zustand vorliegen, die Katalysator-Zusammensetzung
ein Röntgenbeugungsdiagramm
hat, in dem, wenn die Metalle der Gruppe VIB Molybdän, Wolfram
und gegebenenfalls Chrom sind, die Katalysator-Zusammensetzung ein
Röntgenbeugungsdiagramm
hat, in dem die charakteristische volle Breite beim halben Maximum
des Peaks, der bei 2θ =
53,6° (±0,7°) liegt,
2,5° nicht übersteigt;
wenn
die Metalle der Gruppe VIB Molybdän und Chrom sind, die Katalysator-Zusammensetzung ein
Röntgenbeugungsdiagramm
hat, in dem die charakteristische volle Breite beim halben Maximum
des Peaks, der bei 2θ =
63,5° (±0,6°) liegt,
4° nicht übersteigt,
oder
wenn die Metalle der Gruppe VIB Wolfram und Chrom sind,
die Katalysator-Zusammensetzung
ein Röntgenbeugungsdiagramm
hat, in dem die charakteristische volle Breite beim halben Maximum
des Peaks, der bei 2θ =
53,6° (±0,7°) liegt,
4° nicht übersteigt.
-
Vorzugsweise übersteigt
die charakteristische volle Breite beim halben Maximum des Peaks
nicht 2,2°,
mehr bevorzugt nicht 2,0°,
noch mehr bevorzugt nicht 1,8°,
und am meisten bevorzugt übersteigt
sie nicht 1,6° (wenn
die Metalle der Gruppe VIB Molybdän, Wolfram und gegebenenfalls
Chrom sind), oder sie übersteigt
nicht 3,5°,
mehr bevorzugt nicht 3,0°,
noch mehr bevorzugt nicht 2,5° und
am meisten bevorzugt nicht 2,0° (wenn
die Metalle der Gruppe VIB Molybdän und Chrom oder Wolfram und
Chrom sind).
-
Vorzugsweise
zeigt das Röntgenbeugungsdiagramm
zwei Peaks an den Positionen 2θ =
38,7° (±0,6) und
40,8° (±0,7) (diese
Peaks werden als Dublett P bezeichnet) und/oder zwei Peaks an den
Positionen 2θ = 61,1° (±1,5) und
64,1° (±1,2) (diese
Peaks werden als Dublett Q bezeichnet), wenn die Metalle der Gruppe
VIB Molybdän,
Wolfram und gegebenenfalls Chrom sind.
-
Aus
der charakteristischen vollen Breite beim halben Maximum der oxidischen
Katalysator-Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung und gegebenenfalls
dem Vorliegen wenigstens eines der zwei Dubletten P und Q kann geschlossen
werden, dass die Mikrostruktur des Katalysators der vorliegenden
Erfindung sich von derjenigen entsprechender Katalysatoren unterscheidet,
die durch gemeinsames Ausfällen
hergestellt wurden, wie in WO 9903578 oder
US 3,678,124 beschrieben wird.
-
Typische
Röntgenbeugungsdiagramme
werden in den Beispielen beschrieben.
-
Das
Röntgenbeugungsdiagramm
der Bulk-Katalysatorteilchen enthält vorzugsweise keine Peaks,
die für
die umzusetzenden Metall-Komponenten charakteristisch sind. Falls
erwünscht,
ist es natürlich
auch möglich,
die Mengen der Metall-Komponenten
auf solche Weise auszuwählen,
dass Bulk-Katalysatorteilchen erhalten werden, die durch ein Röntgenbeugungsdiagramm
gekennzeichnet sind, das noch einen oder mehrere Peaks umfasst,
die für
wenigstens eine dieser Metall-Komponenten charakteristisch sind.
Wenn z.B. eine große
Menge der Metall-Komponente, die die während des Verfahrens der Erfindung
wenigstens teilweise im festen Zustand vorliegt, zugegeben wird,
oder wenn diese Metall-Komponente
in Form großer
Teilchen zugegeben wird, können
geringe Mengen dieser Metall-Komponente im Röntgenbeugungsdiagramm der sich
ergebenden Bulk-Katalysatorteilchen in Spuren gefunden werden.
-
Das
Stoffmengenverhältnis
der Metalle der Gruppe VIB zu den Nicht-Edelmetallen der Gruppe VIII reicht
von 3:1 bis 1:3. Im Falle eines Kern-Hüllestrukturierten Teilchens
beziehen sich diese Verhältnisse
natürlich
auf die in der Hülle
enthaltenen Metalle. Das Verhältnis
der unterschiedlichen Metalle der Gruppe VIB untereinander ist im
Allgemeinen nicht entscheidend. Das Gleiche gilt, wenn mehr als
ein Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII verwendet wird. In Fällen, in
denen Molybdän
und Wolfram als Metalle der Gruppe VIB vorliegen, liegt das Verhältnis von
Molybdän:Wolfram
vorzugsweise im Bereich von 9:1 bis 1:19, mehr bevorzugt von 3:1 bis
1:9, am meisten bevorzugt von 3:1 bis 1:6.
-
Die
Bulk-Katalysatorteilchen umfassen wenigstens eine Nicht-Edelmetall-Komponente der Gruppe VIII
und wenigstens zwei Metall-Komponenten der Gruppe VIB. Geeignete
Metalle der Gruppe VIB schließen Chrom,
Molybdän,
Wolfram oder Mischungen derselben ein, wobei eine Kombination von
Molybdän
und Wolfram am meisten bevorzugt wird. Geeignete Nicht-Edelmetalle
der Gruppe VIII schließen
Eisen, Cobalt, Nickel oder Mischungen derselben ein, vorzugsweise
Nickel und/oder Cobalt.
-
Vorzugsweise
ist eine Kombination von Metallen, umfassend Nickel, Molybdän und Wolfram
oder Nickel, Cobalt, Molybdän
und Wolfram oder Cobalt, Molybdän
und Wolfram, in den Bulk-Katalysatorteilchen der Erfindung enthalten.
-
Nickel
und Cobalt machen wenigstens 70 Gew.-% der gesamten Nicht-Edelmetall-Komponenten
der Gruppe VIII – berechnet
als Oxide – aus,
mehr bevorzugt wenigstens 90 Gew.-%. Es kann besonders bevorzugt
werden, wenn die Nicht-Edelmetall-Komponente der Gruppe VIII im
Wesentlichen aus Nickel und/oder Cobalt besteht.
-
Es
wird bevorzugt, dass Molybdän
und Wolfram wenigstens 50 Gew.-% der gesamten Metall-Komponenten
der Gruppe VIB – berechnet
als Trioxide – aus machen,
mehr bevorzugt wenigstens 70 Gew.-%, noch mehr bevorzugt wenigstens
90 Gew.-%. Es kann besonders bevorzugt werden, wenn die Metall-Komponente der Gruppe
VIB im Wesentlichen aus Molybdän
und Wolfram besteht.
-
Vorzugsweise
haben die oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen, die in diesen Katalysator-Zusammensetzungen
enthalten sind, eine spezifische B.E.T.-Oberfläche von wenigstens 10 m2/g, mehr bevorzugt von wenigstens 50 m2/g und am meisten bevorzugt von wenigstens
80 m2/g, wie durch die B.E.T.-Methode gemessen wurde.
-
Wenn
während
der Herstellung der Bulk-Katalysatorteilchen keines der obigen (weiteren)
Materialien wie ein Bindemittel-Material, eine Krack-Komponente
oder ein konventioneller Hydroprocessing-Katalysator zugegeben wird,
umfassen die Bulk-Katalysatorteilchen etwa 100 Gew.-% Metalle der
Gruppe VIB und Nicht-Edelmetalle
der Gruppe VIII. Wenn irgendeines der obigen Materialien während der
Herstellung Bulk-Katalysatorteilchen zugegeben wurde, umfassen sie
50 – 100
Gew.-% und vorzugsweise 70 – 100
Gew.-% Metalle der Gruppe VIB und Nicht-Edelmetalle der Gruppe VIII,
wobei der Rest irgendwelche der oben erwähnten (weiteren) Materialien
ist. Die Menge der Metalle der Gruppe VIB und der Nicht-Edelmetalle
der Gruppe VIII kann durch TEM-EDX, AAS oder ICP bestimmt werden.
-
Der
mediane Porendurchmesser (50 % des Porenvolumens liegen unterhalb
dieses Durchmessers, die anderen 50 % darüber) der oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen
ist vorzugsweise 3 – 25
nm, mehr bevorzugt 5 – 15
nm (bestimmt durch N2-Adsorption).
-
Das
gesamte Porenvolumen der oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen beträgt wenigstens
0,05 ml/g und mehr bevorzugt wenigstens 0,1 ml/g, wie durch N2-Adsorption
bestimmt wurde).
-
Es
ist erwünscht,
dass die Porengrößenverteilung
der Bulk-Katalysatorteilchen mit derjenigen von konventionellen
Hydroprocessing-Katalysatoren in etwa identisch ist. Insbesondere
haben die Bulk-Katalysatorteilchen vorzugsweise einen medianen Porendurchmesser
von 3 – 25
nm, wie durch Stickstoff-Adsorption bestimmt
wurde, ein Porenvolumen von 0,05 – 5 ml/g, mehr bevorzugt von
0,1 – 4
ml/g, noch mehr bevorzugt von 0,1 – 3 ml/g und am meisten bevorzugt
von 0,1 – 2
ml/g, wie durch Stickstoff-Adsorption bestimmt wurde.
-
Weiterhin
haben diese Bulk-Katalysatorteilchen vorzugsweise eine mediane Teilchengröße im Bereich von
wenigstens 0,5 μm,
mehr bevorzugt von wenigstens 1 μm,
am meisten bevorzugt von wenigstens 2 μm, aber vorzugsweise nicht mehr
als 5000 μm,
mehr bevorzugt nicht mehr als 1000 μm, noch mehr bevorzugt von nicht
mehr als 500 μm
und am meisten bevorzugt von nicht mehr als 150 μm. Noch mehr bevorzugt liegt
der mediane Teilchendurchmesser im Bereich von 1 – 150 μm und am
meisten bevorzugt im Bereich von 2 – 150 μm.
-
Wie
oben erwähnt
wurde, ist es möglich – falls
dies erwünscht
wird -, Kern-Hülle-strukturierte
Bulk-Katalysatorteilchen unter Verwendung des Verfahrens der Erfindung
herzustellen. In diesen Teilchen ist wenigstens eines der Metalle
anisotrop in den Bulk-Katalysatorteilchen verteilt. Die Konzentration
eines Metalls – dessen
Metall-Komponente während
des Verfahrens der Erfindung wenigstens teilweise im festen Zustand
vorliegt – ist
im Allgemeinen im inneren Teil, d.h. dem Kern der fertigen Bulk-Katalysatorteilchen,
höher als
im äußeren Teil,
d.h. der Hülle
der fertigen Bulk-Katalysatorteilchen. Im Allgemeinen macht die
Konzentration dieses Metalls in der Hülle der fertigen Bulk-Katalysatorteilchen
höchsten
95 % und in den meisten Fällen
höchstens 90
% der Konzentration dieses Metalls im Kern der fertigen Bulk-Katalysatorteilchen
aus. Weiterhin wurde gefunden, dass das Metall einer Metall-Komponente,
die während
des Verfahrens der Erfindung im Zustand eines gelösten Stoffes
angewendet wird, auch anisotrop in den fertigen Bulk-Katalysatorteilchen
verteilt ist. Insbesondere ist die Konzentration dieses Metalls
im Kern der fertigen Bulk-Katalysatorteilchen
im Allgemeinen geringer als die Konzentration dieses Metalls in
der Hülle.
Insbesondere beträgt
die Konzentration dieses Metalls im Kern der fertigen Bulk-Katalysatorteilchen
höchstens
80 % und häufig
höchstens
70 % und oft höchstens
60 % der Konzentration dieses Metalls in der Hülle. Es ist festzustellen,
dass die oben beschriebenen anisotropen Metallverteilungen – falls
sie vorliegen – in
der Katalysator-Zusammensetzung der Erfindung gefunden werden können, unabhängig davon,
ob die Katalysator-Zusammensetzung thermisch behandelt wurde und/oder
sulfidiert wurde. In den obigen Fällen hat die Hülle im Allgemeinen
eine Dicke von 10 nm bis 1000 nm.
-
Obwohl
die obige anisotrope Metallverteilung mit dem Verfahren der Erfindung
erreicht werden kann, sind die Metalle der Gruppe VIB und die Nicht-Edelmetalle der Gruppe
VIII im Allgemeinen homogen in den Bulk-Katalysatorteilchen verteilt. Diese
Ausführungsform
wird im Allgemeinen bevorzugt.
-
Vorzugsweise
umfasst die Katalysator-Zusammensetzung zusätzlich dazu ein geeignetes
Bindemittel-Material. Solche Bindemittel-Materialien sind vorzugsweise
solche, die oben beschrieben wurden. Die Teilchen sind im Allgemeinen
in dem Bindemittel-Material eingebettet, das als Leim fungiert,
um die Teilchen zusammen zu halten. Vorzugsweise sind die Teilchen
homogen in dem Bindemittel verteilt. Das Vorliegen des Bindemittels
führt im
Allgemeinen zu einer erhöhten
mechanischen Festigkeit der fertigen Katalysator-Zusammensetzung.
Im Allgemeinen hat die Katalysator-Zusammensetzung der Erfindung
eine mechanische Festigkeit, ausgedrückt als Seitenbruchfestigkeit,
von wenigstens 0,45 kg/mm (1 Ibs/mm) und vorzugsweise von 1,36 kg/mm
(3 Ibs/mm) (gemessen mit Extrudaten eines Durchmessers von 1 mm
bis 2 mm).
-
Die
Menge des Bindemittels hängt
u.a. von der erwünschten
Aktivität
der Katalysator-Zusammensetzung ab. Bindemittelmengen von 0 – 95 Gew.-%
der gesamten Zusammensetzung können
geeignet sein, und zwar in Abhängigkeit
von der beabsichtigten katalytischen Anwendung. Um sich jedoch die
ungewöhnlich
hohe Aktivität
der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung zu Nutze zu machen,
liegen die Bindemittelmengen im Bereich von 0 – 50 Gew.-%, vorzugsweise von
0 – 30
Gew.-%.
-
Falls
es erwünscht
ist, kann die Katalysator-Zusammensetzung eine geeignete Krack-Komponente umfassen.
Geeignete Krack-Komponenten sind vorzugsweise solche, die oben beschrieben
wurden. Die Menge der Krack-Komponente liegt vorzugsweise im Bereich
von 0 – 90
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Katalysator-Zusammensetzung.
-
Darüber hinaus
kann die Katalysator-Zusammensetzung konventionelle Hydroprocessing-Katalysatoren
umfassen. Der konventionelle Hydroprocessing-Katalysator umfasst
im Allgemeinen irgendwelche der oben beschriebenen Bindemittel-Materialien und Krack-Komponenten.
Die Hydrierungsmetalle des herkömmlichen
Hydroprocessing-Katalysators umfassen im Allgemeinen Metalle der
Gruppe VIB und Nicht-Edelmetalle der Gruppe VIII, wie Kombinationen
von Nickel oder Cobalt mit Molybdän oder Wolfram. Geeignete konventionelle
Hydroprocessing-Katalysatoren
sind z.B. Hydrobehandlungs- oder Hydrokrack-Katalysatoren. Diese Katalysatoren
können
im verwendeten, im regenerierten, frischen oder sulfidierten Zustand
verwendet werden.
-
Weiterhin
kann die Katalysator-Zusammensetzung irgendein weiteres Material
umfassen, das herkömmlicherweise
in Hydroprocessing-Katalysatoren vorliegt, wie Phosphor-enthaltende
Verbindungen, Bor-enthaltende Verbindungen, Silicium-enthaltende
Verbindungen, Fluor-enthaltende Verbindungen zusätzliche Übergangsmetalle, Seltenerdmetalle
oder Mischungen derselben. Einzelheiten bezüglich dieser weiteren Materialien
sind vorstehend aufgeführt.
Die Übergangs-
oder Seltenerdmetalle liegen im Allgemeinen in oxidischer Form vor,
wenn die Katalysator-Zusammensetzung in einer oxidierenden Atmosphäre wärmebehandelt wurde,
oder sie liegen in einer sulfidischen Form vor, wenn die Katalysator-Zusammensetzung
sulfidiert wurde.
-
Um
Katalysator-Zusammensetzungen mit hoher mechanischer Festigkeit
zu erhalten, kann es wünschenswert
sein, dass die Katalysator-Zusammensetzung der Erfindung eine geringe
Makroporosität
aufweist. Vorzugsweise weniger als 30 % des Porenvolumens der Katalysator-Zusammensetzung
liegen in Poren mit einem Durchmesser von größer als 100 nm vor (bestimmt
durch Quecksilber-Intrusion,
Kontaktwinkel: 130°), mehr
bevorzugt weniger als 20 %.
-
Die
oxidische Katalysator-Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung
umfasst im Allgemeinen 10 – 100
Gew.-%, vorzugsweise 25 – 100
Gew.-%, mehr bevorzugt 45 – 100
Gew.-% und am meisten bevorzugt 65 – 100 Gew.-% Metalle der Gruppe
VIB und Nicht-Edelmetalle der Gruppe VIII, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Katalysator-Zusammensetzung, berechnet als Metalloxide.
-
Es
ist festzustellen, dass ein Katalysator, der durch das schrittweise
Durchtränken
mit Lösungen
von Metallen der Gruppe VIB und Nicht-Edelmetallen der Gruppe VIII
auf einem Aluminiumoxid-Träger
hergestellt wurde, wie in JP 09000929 beschrieben wurde, keine Bulk-Katalysatorteilchen
umfasst und somit eine Morphologie hat, die von derjenigen der vorliegenden
Erfindung vollkommen verschieden ist.
-
(b) Sulfidierte Katalysator-Zusammensetzung
-
Falls
es erwünscht
ist, kann die Katalysator-Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung
sulfidiert werden. Demgemäß betrifft
die vorliegende Erfindung weiterhin eine Katalysator-Zusammensetzung,
die sulfidische Bulk-Katalysatorteilchen umfasst, welche wenigstens
ein Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII und wenigstens zwei Metalle
der Gruppe VIB umfassen, wobei der Sulfidierungsgrad unter den Anwendungsbedingungen
90 % nicht übersteigt.
-
Weiterhin
bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Katalysator-Zusammensetzung,
umfassend sulfidische Bulk-Katalysatorteilchen, die wenigstens ein
Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII und wenigstens zwei Metalle der
Gruppe VIB umfassen, wobei der Sulfidierungsgrad unter den Anwendungsbedingungen
90 % nicht übersteigt
und wobei die Katalysator-Zusammensetzung keine sulfidierten Formen
einer Verbindung der Formel NibMocWdOz umfasst,
wobei b/(c+d) im Bereich von 0,75 bis 1,5 oder sogar von 0,5 bis
3 liegt, und c/d im Bereich von 0,1 bis 10 liegt oder sogar gleich
oder größer als
0,01 ist, und z = [2b+6(c+d)]/2, oder wobei die Katalysator-Zusammensetzung
keine sulfidierten Formen von Nickelmolybdat umfasst, in denen wenigstens ein
Teil des Molybdäns,
aber weniger als das gesamte Molybdän, durch Wolfram ersetzt ist,
wie in der nicht vorher veröffentlichten
Internationalen Patentanmeldung WO 9903578 offenbart wird.
-
Es
ist klar, dass die obige sulfidierte Katalysator-Zusammensetzung
irgendwelche der oben beschriebenen (weiteren) Materialien umfassen
kann.
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich weiterhin auf eine geformte und
sulfidierte Katalysator-Zusammensetzung, umfassend:
- (i) sulfidische Bulk-Katalysatorteilchen, die wenigstens ein
Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII und wenigstens zwei Metalle der
Gruppe VIB umfassen, wobei der Sulfidierungsgrad unter Anwendungsbedingungen
90 % nicht übersteigt,
und
- (ii) ein Material, das aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Bindemittel-Materialien,
konventionellen Hydroprocessing-Katalysatoren, Krack-Komponenten oder
Mischungen derselben.
-
Es
ist wesentlich, dass der Sulfidierungsgrad der sulfidischen Bulk-Katalysatorteilchen
unter den Anwendungsbedingungen 90 % nicht übersteigt. Vorzugsweise liegt
der Sulfidierungsgrad unter den Anwendungsbedingungen im Bereich
von 10 – 90
%, mehr bevorzugt von 20 – 90
% und am meisten bevorzugt von 40 – 90 %. Der Sulfidierungsgrad
wird bestimmt, wie im Kapitel "Charakterisierungsverfahren" beschrieben wird.
-
Wenn
herkömmliche
Sulfidierungstechniken im Verfahren der vorliegenden Erfindung angewendet werden,
ist der Sulfidierungsgrad der sulfidischen Bulk-Katalysatorteilchen vor der Anwendung
im Wesentlichen mit dem Sulfidierungsgrad unter den Anwendungsbedingungen
identisch. Wenn jedoch sehr spezielle Sulfidierungstechniken angewendet
werden, kann es sein, dass der Sulfidierungsgrad vor der Verwendung des
Katalysators höher
ist als während
der Anwendung desselben, da während
der Anwendung ein Teil der Sulfide oder elementarer Schwefel aus
dem Katalysator entfernt wird. In diesem Fall ist der Sulfidierungsgrad derjenige,
welcher sich während
der Verwendung des Katalysators und nicht vor der Verwendung desselben ergibt.
Die Anwendungsbedingungen sind diejenigen, welche nachstehend im
Kapitel "Anwendung
gemäß der Erfindung" beschrieben werden.
Dass sich der Katalysator "unter
Anwendungsbedingungen" befindet,
bedeutet, dass er diesen Bedingungen während einer Zeitspanne ausgesetzt
wird, die lang genug ist, damit der Katalysator ein Gleichgewicht
mit der Reaktionsumgebung erreicht.
-
Es
wird weiterhin bevorzugt, dass die Katalysator-Zusammensetzung der
vorliegenden Erfindung im Wesentlichen frei von Disulfiden von Nicht-Edelmetallen der
Gruppe VIII ist. Insbesondere liegen die Nicht-Edelmetalle der Gruppe
VIII vorzugsweise als (Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII)ySx vor, wobei x/y
im Bereich von 0,5 bis 1,5 liegt.
-
Es
wird festgestellt, dass die sulfidischen Katalysator-Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung eine wesentlich bessere katalytische
Leistungsfähigkeit
haben als Katalysatoren, die ein Nicht-Edelmetall der Gruppe VIII
und nur ein Metall der Gruppe VIB umfassen.
-
Die
geformten und sulfidierten Katalysatorteilchen können viele unterschiedliche
Formen aufweisen. Geeignete Formen schließen Kugeln, Zylinder, Ringe
und symmetrische und asymmetrische mehrlappige Gebilde, z.B. drei-
und vierlappige Gebilde, ein. Teilchen, die sich aus der Extrusion,
der Herstellung von Perlen oder der Herstellung von Kügelchen
("pilling") ergeben, haben üblicherweise
einen Durchmesser im Bereich von 0,2 mm bis 10 mm, und ihre Länge liegt
gleichermaßen
im Bereich von 0,5 mm bis 20 mm. Teilchen, die sich aus dem Sprühtrocknen
ergeben, haben im Allgemeinen einen medianen Teilchendurchmesser
im Bereich von 1 μm
bis 100 μm.
-
Details
bezüglich
der Bindemittel-Materialien, der Krack-Komponenten, der konventionellen
Hydroprocessing-Katalysatoren und irgendwelcher weiterer Materialien
sowie der Mengen derselben sind oben aufgeführt. Weiterhin sind Details
bezüglich
der Nicht-Edelmetalle der Gruppe VIII und der Metalle der Gruppe
VIB, die in den sulfidierten Katalysator-Zusammensetzungen enthalten
sind, und der Mengen derselben oben aufgeführt.
-
Es
ist festzustellen, dass die Kern-Hülle-Struktur, die oben für die oxidische
Katalysator-Zusammensetzung beschrieben wurde, nicht durch die Sulfidierung
zerstört
wird, d.h. die sulfidierten Katalysator-Zusammensetzungen können auch
diese Kern-Hülle-Struktur
umfassen.
-
Es
ist ferner festzustellen, dass die sulfidierten Katalysatoren wenigstens
teilweise kristalline Materialien sind, d.h. das Röntgenbeugungsdiagramm
der sulfidischen Bulk-Katalysatorteilchen umfasst im Allgemeinen
mehrere kristalline Peaks, die für
Nicht-Edelmetallsulfide der Gruppe VIII und Metallsulfide der Gruppe
VIB charakteristisch sind.
-
Wie
bei der oxidischen Katalysator-Zusammensetzung liegen weniger als
30 % des Porenvolumens der sulfidischen Katalysator-Zusammensetzung
in Poren mit einem Durchmesser von größer als 100 nm vor (bestimmt
durch Quecksilber-Intrusion;
Kontaktwinkel: 130°),
mehr bevorzugt weniger als 20 %.
-
Im
Allgemeinen sind die medianen Teilchendurchmesser der sulfidischen
Bulk-Katalysatorteilchen
mit denjenigen identisch, die oben für die oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen
angegeben wurden.
-
Anwendung gemäß der Erfindung
-
Die
Katalysator-Zusammensetzung gemäß der Erfindung
kann in tatsächlich
allen Hydroprocessing-Verfahren verwendet werden, um eine Mehrzahl
von Einsatzmaterialien unter weitreichenden Reaktionsbedingungen
zu behandeln, z.B. bei Temperaturen im Bereich von 200 °C bis 450 °C, Wasserstoffdrücken im Bereich
von 5 bar bis 300 bar und Raumgeschwindigkeiten (LHSV) im Bereich
von 0,05 h–1 bis
10 h–1.
Der Ausdruck "Hydroprocessing" umfasst in diesem
Zusammenhang alle Verfahren, in denen ein Kohlenwasserstoff-Einsatzmaterial
mit Wasserstoff bei erhöhter
Temperatur und erhöhtem
Druck umgesetzt wird, einschließlich
der Verfahren wie Hydrierung, Hydroentschwefelung, Hydroentstickung,
Hydrodemetallisierung, Hydrodearomatisierung, Hydroisomerisierung, Hydroentwachsen,
Hydrockracken und Hydrockracken unter milden Druckbedingungen, was
herkömmlicherweise
als mildes Hydrockracken bezeichnet wird. Die Katalysator-Zusammensetzung
der Erfindung ist zur Hydrobehandlung von Kohlenwasserstoff-Einsatzmaterialien
besonders geeignet. Solche Hydrobehandlungsverfahren z.B. die Hydroentschwefelung,
Hydroentstickung und Hydrodearomatisierung von Kohlenwasserstoff-Einsatzmaterialien.
Geeignete Einsatzmaterialien sind z.B. Mitteldestillate, Kerosin,
Naphtha, Vakuumgasöle
und schwere Gasöle.
Konventionelle Verfahrensbedingungen können angewendet werden, wie
Temperaturen im Bereich von 250 – 450 °C, Drücke im Bereich von 5 – 250 bar,
Raumgeschwindigkeiten im Bereich von 0,1 – 10 h–1 und
H2/Öl-Verhältnisse
im Bereich von 50 – 2000
NI/l.
-
Charakterisierungsmethoden
-
1. Bestimmung der Seitenbruchfestigkeit
-
Zuerst
wurde die Länge
z.B, eines Extrudat-Teilchens gemessen, und dann wurde das Extrudat-Teilchen
einer Druckbelastung (25 Ibs in 8,6 s) durch einen beweglichen Kolben
unterzogen. Die Kraft, die erforderlich ist, um das Teilchen zu
zerbrechen, wurde gemessen. Die Arbeitsweise wurde mit wenigstens
40 Extrudat-Teilchen
wiederholt, und der Durchschnittswert wurde als kg/mm oder Kraft
(Ibs) pro Längeneinheit (mm)
berechnet. Die Methode wurde vorzugsweise auf geformte Teilchen
angewendet, die eine Länge
von nicht mehr als 7 mm haben.
-
2. Porenvolumen durch N2-Adsorption
-
Die
N2-Adsorptionsmessung wurde durchgeführt, wie
in der Ph.D.-Dissertation von J.C.P. Broekhoff (Delft University
of Technology 1969) beschrieben wird.
-
3. Menge der zugegebenen
festen Metall-Komponenten
-
Qualitative
Bestimmung: Das Vorliegen fester Metall-Komponenten während des
Verfahrens der Erfindung kann leicht nachgewiesen werden, indem
man wenigstens visuell untersucht, ob die Metall-Komponenten in
Form von Teilchen mit einem Durchmesser vorliegen, der größer als
die Wellenlänge
des sichtbaren Lichts ist. Natürlich
können
auch Verfahren wie die quasielastische Lichtstreuung (QELS) oder
die Beinahe-Vorwärtsstreuung
verwendet werden, die dem Fachmann bekannt sind, um zu verifizieren,
dass zu keinem Zeitpunkt während
des Verfahrens der Erfindung alle Metalle im Zustand eines gelösten Stoffs
vorliegen.
-
Quantitative
Bestimmung: Wenn die Metall-Komponenten, die wenigstens teilweise
im festen Zustand zugefügt
werden, als Suspension (Suspensionen) zugegeben werden, kann die
Menge der festen Metall-Komponenten, die während des Verfahrens der Erfindung
zugegeben wurden, durch Filtration der Suspension (der Suspensionen)
bestimmt werden, die unter den Bedingungen zugegeben werden sollen,
welche während
der Zugabe angewendet werden (Temperatur, pH, Druck, Menge an Flüssigkeit),
und zwar auf derartige Weise, dass das gesamte feste Material, das
in der Suspension (den Suspension) enthalten ist, als fester Filterkuchen gesammelt
wird. Aus dem Gewicht des festen und getrockneten Filterkuchens
kann das Gewicht des festen Metall-Komponenten durch Standardtechniken
bestimmt werden. Wenn abgesehen von festen Metall-Komponenten weitere
feste Komponenten wie ein festes Bindemittel in dem Filterkuchen
vorliegen, muss natürlich das
Gewicht dieses festen und getrockneten Bindemittels vom Gewicht
des festen und getrockneten Filterkuchens abgezogen werden.
-
Die
Menge an festen Metall-Komponenten im Filterkuchen kann auch durch
Standardtechniken wie Atomabsorptionsspektroskopie (AAS), XRF, nasschemische
Analyse oder ICP bestimmt werden.
-
Wenn
die Metall-Komponenten, die wenigstens teilweise im festen Zustand
zugegeben werden, im angefeuchteten oder trockenen Zustand zugegeben
werden, ist eine Filtration im Allgemeinen nicht möglich. In diesem
Fall wird das Gewicht der festen Metall-Komponenten als identisch
mit dem Gewicht der entsprechenden anfänglich verwendeten Metall-Komponenten – auf Trockenbasis – angesehen.
Das Gesamtgewicht aller Metall-Komponenten ist die Menge aller Metall-Komponenten,
die anfänglich
verwendet wurden, auf Trockenbasis, berechnet als Metalloxide.
-
4. Charakteristische volle
Breite beim halben Maximum
-
Die
charakteristische volle Breite beim halben Maximum der oxidischen
Katalysatoren wurde auf der Basis des Röntgenbeugungsdiagramms der
Katalysatoren unter Verwendung eines linearen Hintergrundes bestimmt.
- (a) Wenn die Metalle der Gruppe VIB Molybdän und Wolfram
sind, ist die charakteristische volle Breite beim halben Maximum
die volle Breite beim halben Maximum (in Form von 2θ) des Peaks
bei 2θ =
53,6° (±0,7°);
- (b) wenn die Metalle der Gruppe VIB Molybdän und Chrom sind, ist die charakteristische
volle Breite beim halben Maximum die volle Breite beim halben Maximum
(in Form von 2θ)
des Peaks bei 2θ =
63,5° (±0,6°);
- (c) wenn die Metalle der Gruppe VIB Wolfram und Chrom sind,
ist die charakteristische volle Breite beim halben Maximum die volle
Breite beim halben Maximum (in Form von 2θ) des Peaks bei 2θ = 53,6° (±0,7°);
- (d) wenn die Metalle der Gruppe VIB Molybdän, Wolfram und Chrom sind,
ist die charakteristische volle Breite beim halben Maximum die volle
Breite beim halben Maximum (in Form von 2θ) des Peaks bei 2θ = 53,6° (±0,7°).
-
Für die Bestimmung
des Röntgenbeugungsdiagramms
kann ein Standardpulver-Diffraktometer
(z.B. Philips PW1050), das mit einem Graphit-Monochromator versehen
ist, verwendet werden. Die Messbedingungen können z.B. wie folgt ausgewählt werden:
- Einstellungen des Röntgenstrahlengenerators:
40 kV und 40 mA
- Wellenlänge:
1,5418 Å
- Divergenz und Antistreuungsspalte: 1°
- Detektorspalt: 0,2 mm
- Stufengröße: 0,04
(°2θ)
- Zeit/Stufe: 20 Sekunden
-
5. Sulfidierungsgrad
-
Irgendein
in der sulfidischen Bulk-Katalysator-Zusammensetzung enthaltener
Schwefel wurde in einem Sauerstoffstrom oxidiert, indem man in einem
Induktionsofen erwärmte.
Das sich ergebende Schwefeldioxid wurde unter Verwendung einer Infrarotzelle
mit einem Detektionssystem analysiert, das auf den IR-Eigenschaften
des Schwefeldioxids basierte. Um die Schwefelmenge zu erhalten,
werden die Signale, die sich auf Schwefeldioxid beziehen, mit denjenigen
verglichen, die bei der Kalibrierung mit wohlbekannten Standards
erhalten werden. Der Sulfidierungsgrad wird dann als das Verhältnis zwischen
der Schwefelmenge, die in den sulfidischen Bulk-Katalysatorteilchen
enthalten ist, und der Schwefelmenge berechnet, die in den Bulk-Katalysatorteilchen
vorliegen würde,
wenn alle Metalle der Gruppe VIB und alle Nicht-Edelmetalle der
Gruppe VIII in Form ihrer Disulfide vorliegen würden.
-
Dem
Fachmann ist es klar ersichtlich, dass der Katalysator, dessen Sulfidierungsgrad
gemessen werden soll, unter einer inerten Atmosphäre gehandhabt
werden muss, bevor der Sulfidierungsgrad bestimmt wird.
-
Die
Erfindung wird weiterhin durch die folgenden Beispiele erläutert.
-
Beispiel 1
-
17,65
g Ammoniumheptamolybdat (NH4)6Mo7O24·4H2O (0,1 mol Mo von Aldrich) und 24,60 g Ammoniummetawolframat
(NH4)6H2W12O40 (0,1 mol W
von Strem Chemical) wurden in 800 ml Wasser bei Raumtemperatur gelöst, was
eine Lösung
mit einem pH von etwa 5,2 ergab. Die Lösung wurde anschließend auf
90 °C erwärmt (Lösung A).
-
35,3
g Nickelhydroxycarbonat 2NiCO3·3Ni(OH)2·4H2O (0,3 mol Ni von Aldrich) wurden in 200
ml Wasser suspendiert, und diese Suspension wurde auf 90 °C erwärmt (Suspension
B). Das Nickelhydroxycarbonat hatte eine spezifische B.E.T.-Oberfläche von
239 m2/g (= 376 m2/g
NiO), ein Porenvolumen von 0,39 cm3/g (=0,62
cm3/g NiO) (gemessen durch Stickstoffadsorption),
einen medianen Porendurchmesser von 6,2 nm und einen medianen Teilchendurchmesser
von 11,1 μm.
-
Dann
wurde die Suspension B in 10 Minuten zu der Lösung A gegeben, und die sich
ergebende Suspension wurde während
einer Zeitspanne von 18 – 20
Stunden unter kontinuierlichem Rühren
bei 90 °C
gehalten. Am Ende dieser Zeitspanne wurde die Suspension filtriert.
Der sich ergebende Feststoff wurde 4 Stunden bei 120 °C getrocknet
und anschließend
bei 400 °C
calciniert. Die Ausbeute betrug etwa 92 %, bezogen auf das berechnete
Gewicht aller Metall-Komponenten, die in ihre Oxide überführt wurden.
-
Die
oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen hatten eine spezifische B.E.T.-Oberfläche von
167 m2/g (= 486 m2/g
NiO = 128 % der entsprechenden spezifischen Oberfläche des
Nickelhydroxycarbonats), ein Porenvolumen von 0,13 cm3/g
(=0,39 cm3/g NiO = 63 % des Porenvolumens
des Nickelhydroxycarbonats) einen medianen Porendurchmesser von
3,4 nm (55 % des medianen Porendurchmessers des Nickelhydroxycarbonats) und
einen medianen Teilchendurchmesser von 10,6 μm (= 95 % des medianen Teilchendurchmessers
des Nickelhydroxycarbonats).
-
Das
Röntgenbeugungsdiagramm,
das nach dem Calcinierungsschritt erhalten wurde, ist in der 1 aufgeführt. Die
charakteristische volle Breite beim halben Maximum wurde bestimmt
und betrug 1,38° (auf
der Basis des Peaks bei 28 = 53,82°).
-
Anschließend wurde
der Katalysator sulfidiert: 1,5 g bis 2 g des Katalysators wurden
in ein Quarzschiffchen gegeben, das in ein horizontales Quarzrohr
eingeführt
wurde, und in einen Lindbergofen gelegt. Die Temperatur wurde in
etwa 1 Stunde auf 370 °C
erhöht,
wobei Stickstoff mit 50 ml/min hindurchströmte, und das Strömen wurde
1,5 Stunden bei 370 °C
fortgesetzt. Der Stickstoff wurde abgeschaltet und 10 % H2S/H2 wurden dann
mit 20 ml/min in den Reaktor gegeben. Die Temperatur wurde auf 400 °C erhöht und 2
Stunden dabei gehalten. Dann wurde der Wärmezustrom abgeschaltet, und
der Katalysator wurde in strömendem
H2S/H2 bei 70 °C gekühlt, wobei
an diesem Punkt das Strömen
unterbrochen wurde, und der Katalysator unter Stickstoff auf Raumtemperatur
gekühlt
wurde.
-
Der
sulfidierte Katalysator wurde in einem modifizierten, diskontinuierlich
300-ml-Carberry-Reaktor, der
für einen
konstanten Wasserstoffstrom entworfen ist, bewertet. Der Katalysator
wurde zu Kügelchen
geformt und zu einer Maschenweite von 20/40 mesh gesiebt, und 1
g wurde in einen Edelstahlkorb gegeben, und zwar sandwichartig zwischen
Schichten von Mullit-Perlen. 100 ml flüssigen Einsatzmaterials, das
5 Gew.-% Dibenzothiophen (DBT) in Dekalin enthält, wurden in den Autoklaven
gegeben. Ein Wasserstoffstrom von 100 ml/min wurde durch den Reaktor
geschickt, und der Druck wurde bei 3150 kPa gehalten, indem man
einen Gegendruckregulator verwendete. Die Temperatur wurde mit 5 – 6 °C/min auf
350 °C erhöht, und
der Test wurde durchgeführt,
bis entweder 50 % des DBT umgewandelt waren oder 7 Stunden vergangen
waren. Eine kleine Teilmenge des Produkts wurde alle 30 Minuten
entfernt und durch Gaschromatographie (GC) analysiert. Geschwindigkeitskonstanten
für die
Gesamtumwandlung wurden berechnet, wie von M. Daage und R.R. Chianelli
(J. Catal., 149, 414–427
(1994)) beschrieben wird.
-
Die
gesamte DBT-Umwandlung (ausgedrückt
als Geschwindigkeitskonstante) bei 350 °C (χtotal)
wurde gemessen und betrug 138·1018 Moleküle/(g·s).
-
Vergleichsbeispiel A
-
Ein
Katalysator wurde hergestellt, wie im Beispiel 1 beschrieben wurde,
außer
dass nur eine Metall-Komponente der Gruppe VIB angewendet wurde:
Ein Katalysator wurde wie im Beispiel 1 hergestellt, wobei man 35,3
g Ammoniumheptamolybdat (NH4)6Mo7O24·4H2O (0,2 mol Mo) und 35,3 g Nickelhydroxycarbonat 2NiCO3·3Ni(OH)2·4H2O (0,3 mol Ni) verwendete. Die Ausbeute
war 85 %, bezogen auf das berechnete Gewicht aller Metall-Komponenten,
die in ihre Oxide überführt wurden.
Der Katalysator wurde sulfidiert und getestet, wie im Beispiel 1
beschrieben wurde. Die gesamte DBT-Umwandlung (ausgedrückt als
Geschwindigkeitskonstante) bei 350 °C (χtotal)
wurde gemessen und betrug 95,21016 Moleküle/(g·s) und
war somit beträchtlich
kleiner als diejenige des Beispiels 1.
-
Vergleichsbeispiel B
-
Ein
Katalysator wurde hergestellt, wie im Beispiel 1 beschrieben wurde,
außer
dass nur eine Metall-Komponente der Gruppe VIB angewendet wurde:
Ein Katalysator wurde wie im Beispiel 1 hergestellt, wobei man 49,2
g Ammoniummetawolframat (NH4)6H2W12O40 (0,2
mol W) und 35,3 g Nickelhydroxycarbonat 2NiCO3·3Ni(OH)2·4H2O (0,3 mol Ni) verwendete. Die Ausbeute
war 90 %, bezogen auf das berechnete Gewicht aller Metall-Komponenten,
die in ihre Oxide überführt wurden.
Der Katalysator wurde sulfidiert und getestet, wie im Beispiel 1
beschrieben wurde. Die gesamte DBT-Umwandlung (ausgedrückt als
Geschwindigkeitskonstante) bei 350 °C (χtotal)
wurde gemessen und betrug 107·1016 Moleküle/(g·s) und
war somit beträchtlich
kleiner als diejenige des Beispiels 1.
-
Beispiel 2
-
28,8
g MoO3 (0,2 mol Mo von Aldrich) und 50,0
g Wolframsäure
H2WO4 (0,2 mol W
von Aldrich) wurden in 800 ml Wasser aufgeschlämmt (Suspension A) und auf
90 °C erwärmt. 70,6
g Nickelhydroxycarbonat 2NiCO3·3Ni(OH)2·4H2O (0,6 mol Ni von Aldrich) wurden in 200
ml Wasser suspendiert und auf 90 °C
erwärmt (Suspension
B).
-
Suspension
B wurde in 60 Minuten zur Suspension A gegeben, und die sich ergebende
Mischung wurde während
einer Zeitspanne von 18 Stunden unter kontinuierlichem Rühren bei
90 °C gehalten.
Nach dem Ende dieser Zeitspanne wurde die Suspension filtriert,
und der sich ergebende Feststoff wurde 4 bis 8 Stunden bei 120 °C getrocknet
und bei 400 °C
calciniert. Die Ausbeute war etwa 99 %, bezogen auf das berechnete Gewicht
aller Metall-Komponenten, die in ihre Oxide überführt wurden.
-
Die
oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen hatten eine spezifische B.E.T.-Oberfläche von
139 m2/g (374 m2/g
Ni = 99 % der entsprechenden spezifischen Oberfläche des Nickelhydroxycarbonats),
ein Porenvolumen von 0,13 cm3/g (=0,35 cm3/g NiO = 56 % des Porenvolumens des Nickelhydroxycarbonats),
einen medianen Porendurchmesser von 3,7 nm (= 60 % des medianen
Porendurchmessers des Nickelhydroxycarbonats) und einen medianen
Teilchendurchmesser von 14,5 μm
(131 % des medianen Teilchendurchmessers des Nickelhydroxycarbonats).
-
Das
Röntgenbeugungsdiagramm
der oxidischen Bulk-Katalysatorteilchen umfasste Peaks bei 2θ = 23,95° (sehr breit),
30,72° (sehr
breit), 35,72°,
38,76°,
40,93°,
53,80°,
61,67° und
64,23°.
-
Die
charakteristische volle Breite bei halben Maximum wurde bestimmt
und betrug 1,60° für die calcinierte
Katalysator-Zusammensetzung (bestimmt auf der Basis des Peaks bei
2θ = 53,80°).
-
Der
Katalysator wurde sulfidiert, und die katalytische Leistungsfähigkeit
wurde gestestet, wie im Beispiel 1 beschrieben wurde. Die gesamte
Umwandlung bei 350 °C
(χtotal)
wurde gemessen und betrug 144·1016 Moleküle/(g·s).
-
Der
Sulfidierungsgrad unter den Anwendungsbedingungen war 62 %.
-
Beispiel 3
-
Die
Herstellung gemäß Beispiel
2 wurde wiederholt, außer
dass anstelle von H2WO4 (NH4)6H2W12O40 verwendet wurde.
Das Ausbeute betrug etwa 96 %, bezogen auf das berechnete Gewicht
aller Metall-Komponenten, die in ihre Oxide überführt wurden.
-
Beispiel 4
-
Beispiel
2 wurde mit anderen Nickelmengen wiederholt. Die Ausbeuten und die
charakteristische volle Breite beim halben Maximum (bestimmt auf
der Basis der Peaks im Bereich von 2θ = 53,66° bis 53,92°) sind in der nachstehenden
Tabelle aufgeführt.
-
-
Beispiel 5
-
Beispiel
4 wurde mit anderen Molybdän:
Wolfram-Verhältnissen
wiederholt.
-
Die
Ausbeuten und die charakteristischen vollen Breiten beim halben
Maximum (bestimmt auf der Basis der Peaks im Bereich von 28 = 53,80° bis 53,94°) sind in
der nachstehenden Tabelle aufgeführt.
-
-
Beispiel 6
-
Eine
Katalysator-Zusammensetzung wurde auf eine Weise hergestellt, die
der im Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise analog ist. Die sich
ergebende Mischung wurde sprühgetrocknet.
Das sprühgetrocknete Pulver
enthielt 43,5 Gew.-% NiO, 20,1 Gew.-% MoO3 und
34,7 Gew.-% WO3. Das Porenvolumen der sprühgetrockneten
Bulk-Katalysatorteilchen war 0,14 ml/g, gemessen durch Stickstoffadsorption,
und die spezifische B.E.T.-Oberfläche war 171 m2/g.
-
Die
Bulk-Katalysatorteilchen wurden mit 20 Gew.-% Aluminiumoxid-Bindemittel,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Katalysator-Zusammensetzung, nassvermischt.
Der Wassergehalt der Mischung wurde eingestellt, um ein extrudierfähiges Gemisch
zu erhalten, und die Mischung wurde anschließend extrudiert. Nach der Extrusion
wurde das Extrudat bei 120 °C
getrocknet und bei 385 °C
calciniert. Die sich ergebende Katalysator-Zusammensetzung hatte
eine spezifische B.E.T-Oberfläche
von 202 m2/g, ein Porenvolumen – gemessen
durch Quecksilber-Porosimetrie – von
0,25 ml/g und eine Seitenbruchfestigkeit von wenigstens 2,5 kg/mm (5,4
Ibs/mm).
-
Ein
Teil des sich ergebenden Katalysators wurde unter Verwendung von
SRGO (Straigth-Run-Gasöl), das
mit DMDS (Dimethylsulfoxid) versehen ist, um einen S-Gesamtgehalt von
2,5 Gew.-% S zu erhalten, bei 30 bar (LHSV = 4 h–1,
H:Öl =
200) sulfidiert. Die Katalysator-Temperatur wurde von Raumtemperatur
auf 320 °C
erhöht,
wobei man eine Anstiegsrate von 0,5°C/min verwendete, und 10 Stunden
bei 320 °C
gehalten. Die Proben wurden dann auf Raumtemperatur abgekühlt.
-
Der
Sulfidierungsgrad der sulfidierten Katalysator-Zusammensetzung unter
Anwendungsbedingungen wurde bestimmt und betrug 52 %.
-
Ein
anderer Teil des Katalysators wurde mit einem Einsatzmaterial, das
mit DMDS versehen wurde, sulfidiert. Der auf derartige Weise sulfidierte
Katalysator wurde dann mit LCCO (leichtes gekracktes Kreislauföl ("light cracked cycle
oil")) getestet.
Die relative Volumenaktivität
bei der Hydroentstickung wurde gemessen und betrug 281, verglichen
mit einem im Handel erhältlichen
Aluminiumoxidgestützten,
Nickel- und Molybdän-enthaltenden
Katalysator.
-
Beispiel 7
-
Eine
Katalysator-Zusammensetzung wurde auf eine Weise hergestellt, die
der im Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise analog ist. Nachdem
die Umsetzung vervollständigt
war, wurde peptisiertes Aluminiumoxid (15 Gew.-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Katalysator-Zusammensetzung) gemeinsam mit den Bulk-Katalysatorteilchen
aufgeschlämmt,
und die Aufschlämmung
wurde sprühgetrocknet.
Der sich ergebende Katalysator enthielt 13,2 Gew.-% Al2O3, 33,9 Gew.-% NiO, 20,5 Gew.-% MoO3 und 30,2 Gew.-% WO3.
Das Porenvolumen der oxidischen Katalysator-Zusammensetzung war
0,17 ml/g – gemessen
durch Stickstoffadsorption – und
die spezifische B.E.T.-Oberfläche
war 114 m2/g. Die sprühgetrockneten Teilchen wurden
mit einer Menge an Wasser vermischt, die notwendig war, um ein extrudierbares
Gemisch zu bilden. Die sich ergebende Mischung wurde extrudiert,
und die sich ergebenden Extrudate wurden bei 120 °C getrocknet
und bei 385 °C calciniert.
-
Die
sich ergebende Katalysator-Zusammensetzung hatte eine spezifische
B.E.T.-Oberfläche von
133 m2/g, ein Porenvolumen – gemessen
durch Quecksilber-Porosimetrie – von 0,24
ml/g und eine Seitenbruchfestigkeit von 2,40 kg/mm (5,3 Ibs/mm).
-
Ein
Teil des sich ergebenden Katalysators wurde unter Verwendung einer
Mischung von 10 Vol-% H2S in H2 bei
atmosphärischem
Druck (GHSV (Gas-Raum-Geschwindigkeit pro Stunde) = etwa 8700 Nm3·m–3·h–1) sulfidiert.
Die Katalysator-Temperatur
wurde von Raumtemperatur auf 400 °C
erhöht,
wobei man eine Anstiegsrate von 6°C/min
verwendete, und 2 Stunden lang bei 400 °C gehalten. Dann wurde die Probe
in der H2S/H2-Mischung
auf Raumtemperatur abgekühlt.
-
Der
Sulfidierungsgrad der sulfidierten Katalysator-Zusammensetzung unter
Anwendungsbedingungen wurde bestimmt und betrug 64 %.
-
Ein
anderer Teil des Katalysators wurde mit einem Einsatzmaterial, das
mit DMDS versehen wurde, sulfidiert. Der auf derartige Weise sulfidierte
Katalysator wurde dann mit LCCO (leichtes gekracktes Kreislauföl) getestet.
Die relative Volumenaktivität
bei der Hydroentstickung wurde gemessen und betrug 235, verglichen
mit einem im Handel erhältlichen
Aluminiumoxid-gestützten,
Nickel- und Molybdän-enthaltenden
Katalysator.