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DE60007893T2 - Nadellose Spritze mit einem vorübergehend zurückgehaltenen Schubmittel - Google Patents

Nadellose Spritze mit einem vorübergehend zurückgehaltenen Schubmittel Download PDF

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DE60007893T2
DE60007893T2 DE2000607893 DE60007893T DE60007893T2 DE 60007893 T2 DE60007893 T2 DE 60007893T2 DE 2000607893 DE2000607893 DE 2000607893 DE 60007893 T DE60007893 T DE 60007893T DE 60007893 T2 DE60007893 T2 DE 60007893T2
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DE
Germany
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piston
syringe
needleless syringe
syringe according
pushing means
Prior art date
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DE2000607893
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English (en)
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DE60007893D1 (de
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Patrick Alexandre
Bernard Brouquieres
Philippe Gautier
Denis Roller
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Crossject Co
Original Assignee
Crossject Co
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Publication date
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Publication of DE60007893T2 publication Critical patent/DE60007893T2/de
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    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M5/00Devices for bringing media into the body in a subcutaneous, intra-vascular or intramuscular way; Accessories therefor, e.g. filling or cleaning devices, arm-rests
    • A61M5/178Syringes
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft den Bereich der nadellosen Spritzen, die für intrakutane, subkutane oder intramuskuläre Injektionen eines flüssigen Wirkstoffs zur therapeutischen Verwendung auf dem Gebiet der Human- oder der Veterinärmedizin verwendet werden.
  • In der Regel ist eine nadellose Spritze nicht invasiv: es gibt keine Nadel, die die Haut durchdringt, um den Wirkstoff dahin zu bringen, wo er wirken soll. Bei einer nadellosen Spritze muss der aus einer Injektionsöffnung oder einem Injektionskanal austretende flüssige Wirkstoff die Haut durchstoßen und je nach dem gewünschten Injektionstyp mehr oder weniger tief eindringen: Hierzu muss der Strahl eine große Geschwindigkeit haben. Wenn der Strahl zu langsam ist, verteilt sich die Flüssigkeit an der Oberfläche der Haut und geht verloren, da sie keine therapeutische Wirkung erzeugt.
  • Bei den meisten Spritzen sind die Vorrichtungen zum Fördern des Wirkstoffs durch den Injektor hindurch im allgemeinen verschiebbare Wände von der Art Kolben oder von der Art verformbare Membran, die schnell mit einer starken Beschleunigung verschoben oder verformt werden müssen, um schnell einen Strahl von hoher Geschwindigkeit zum Durchstoßen der Haut zu erzeugen.
  • Im Patent US 2 322 245 beschreibt LOCKHART nadellose Spritzen, deren verschiebbare Wand entweder von einer zusammengedrückten mechanischen Feder oder von einer Druckgasreserve verschoben oder angetrieben wird. Diese Antriebsvorrichtung wirkt direkt auf eine Stange, die auf einen Förderkolben aufschlägt, der sich in einem ziemlich großen Abstand befindet; über diesen Abstand wird die Stange vom Auslösen der Feder beschleunigt, sie schlägt auf den Förderkolben, versetzt ihn in Bewegung und verschiebt ihn schnell genug, um den Wirkstoff über eine ziemlich dünne Leitung zu zerstäuben und einzuspritzen.
  • Bei Spritzen mit pyrotechnischem Antrieb, die im gleichen Patent oder den Patenten US 3 802 430 und US 4 124 024 beschrieben sind, wirkt die pyrotechnische Ladung entweder direkt auf den Förderkolben, oder über einen auf dem Kolben aufliegenden Faltenbalg.
  • In jüngster Zeit hat die Patentanmeldung WO 95/03844 in Bezug auf nadellose Spritzen im wesentlichen die gleiche Technik einer Aufprallstange wieder aufgenommen, die auf einen Förderkolben wirkt. Die Aufprallstange wird von einer zusammengedrückten mechanischen Feder oder einer Druckgasreserve angetrieben. Die Antriebsvorrichtung ist in einem hohen Energiezustand, sie wirkt direkt auf die Aufprallstange ein, die von einem Riegel zurückgehalten wird, wodurch die zusammengedrückte Feder oder das Druckgas daran gehindert wird, sich zu entspannen. Während der ganzen Lagerung vor der Benutzung sind die Stange und der Riegel stark vorgespannt.
  • Die Öffnung des Riegels, direkt oder mit Hilfe einer Nocke, gibt die Aufprallstange frei, und die gespeicherte Energie, die die beweglichen Teile verschiebt, spritzt die Flüssigkeit. Das System geht von einem hohen Energieniveau auf ein niedriges Niveau am Ende des Spritzvorgangs über. Bei den Wegwerfspritzen ist die Rückkehr in den Ursprungszustand unmöglich. Die mehrfach zu verwendenden Spritzen weisen Hilfsvorrichtungen auf, um die Feder wieder zusammenzudrucken und den Behälter wieder mit flüssigem Wirkstoff zu füllen oder auszutauschen.
  • Auch die Patentanmeldung WO 97/13537 beschreibt eine nadellose Spritze, die eine verschiebbare Wand und ein Schubmittel aufweist, das aus einer Stange mit einem Kolbenkopf besteht. Das Schubmittel setzt sich in Bewegung, wenn die aus dem Gasdruck des Generators auf den Kopf des Kolbens resultierende Kraft größer ist als die aus den Reibungen des Kolbens resultierende Kraft: der so durch dieses Kräftegleichgewicht hergestellte, vorübergehende Halt zeigt sich in einem ziemlich langsamen Inbewegungsetzen der verschiebbaren Wand.
  • Diese Vorrichtungen haben mehrere Nachteile. Die mit diesen Vorrichtungen erhaltene Bio-Verfügbarkeit ist nicht völlig zufriedenstellend. Es sei daran erinnert, dass die Bio-Verfügbarkeit durch die Menge an Flüssigkeit, die tatsächlich gespritzt wird, in Bezug auf diejenige definiert wird, die ursprünglich des Reservoir der Spritze füllt.
  • Diese Vorrichtungen sind platzraubend und schwer, da Platz vorgesehen werden muss, um eine relativ große Strecke für die Beschleunigung der Aufprallstange herzustellen. Außerdem sind Federmotoren oder Druckgasmotoren, die vorgesehen sind, um lange vor der Benutzung ein hohes Energieniveau zu lagern, vom Aufbau her ziemlich schwerfällig. Außerdem haben diese Vorrichtungen Probleme der Zuverlässigkeit. Bei einer längeren Lagerung verschlechtert sich die maximal zusammengedrückte Feder; die Druckgasreserve bekommt Lecks, und der stark vorgespannte Riegel kann auch Betriebsschwierigkeiten haben. In allen Fällen werden diese Vorrichtungen mit dem Ziel, die erwähnten Probleme der Zuverlässigkeit zu überwinden, überdimensioniert und sind daher noch ein wenig platzraubender und noch ein wenig schwerer.
  • Der Gegenstand der Erfindung hat zum Ziel, die Bio-Verfügbarkeit des Wirkstoffs zu erhöhen, indem die Phase des Beschleunigens der Flüssigkeit verbessert wird, und auch kompaktere und zuverlässigere Vorrichtungen vorzuschlagen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine nadellose Spritze zum Einspritzen eines flüssigen Wirkstoffs, der ursprünglich zwischen einerseits einem Injektor, der mindestens einen Einspritzkanal aufweist, wobei der Injektor sich in Kontakt mit oder in der direkten Nähe der Haut des zu behandelnden Individuums befindet, und andererseits einer verschiebbaren Wand angeordnet ist, die ursprünglich von einem Schubmittel getrennt ist, das von den Gasen eines Gasgenerators verschoben wird und das Unterdrucksetzen und den Ausstoß des flüssigen Wirkstoffs durch den am stromabwärts liegenden Ende der Spritze angeordneten Injektor hindurch gewährleistet, wobei die Spritze so ist, dass das Schubmittel eine Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung aufweist, die durch den Betrieb des Gasgenerators deaktiviert wird, der von einem Auslöseorgan gezündet wird.
  • Ursprünglich ist das Schubmittel von der verschiebbaren Wand durch einen geringen Abstand getrennt, dessen Bestimmung nachfolgend erklärt wird. Der Betrieb des Generators deaktiviert das Mittel zur vorübergehenden Zurückhaltung, verschiebt abrupt das Schubmittel, um es mit der verschiebbaren Wand in Kontakt zu bringen, wodurch ein sehr schnelles Unterdrucksetzen der Flüssigkeit und ihr Spritzen mit hoher Geschwindigkeit gewährleistet wird. Genauer gesagt, wirkt die Bedienungsperson auf ein Auslöseorgan für den Betrieb des Gasgenerators ein, wobei diese letzteren auf das Schubmittel einwirken und dabei das Mittel zur vorübergehenden Zurückhaltung des Schubmittels deaktivieren. Bei den bekannten Vorrichtungen wirkt dagegen die Bedienungsperson (direkt oder nicht) auf einen Riegel ein, der eine Rückhaltevorrichtung ist, um die für den Betrieb der Vorrichtung notwendige Energie freizusetzen.
  • In der vorliegenden Erfindung wird unter einem flüssigen Wirkstoff hauptsächlich eine mehr oder weniger viskose Flüssigkeit oder eine Mischung von Flüssigkeiten oder ein Gel verstanden. Der Wirkstoff kann fest sein, in Form eines Pulvers, das in einer geeigneten Flüssigkeit in mehr oder weniger konzentrierter Form aufgeschlämmt ist. Die Korngröße des festen und pulverförmigen Wirkstoffs sowie die Form des Kanals müssen angepasst sein, um ein Verstopfen der Kanäle zu verhindern.
  • Vorteilhafterweise ist bei dieser Spritze die Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung zerreißbar: Sie wird beim Betrieb des Gasgenerators zerbrochen. Das System zur vorübergehenden Zurückhaltung ist kalibriert, das heißt, dass das Brechen der zerreißbaren Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung nur auftritt, wenn das Schubmittel unter der Wirkung der Gase des Generators einer gegebenen Kraft unterworfen wird, die insbesondere vom Wirkstoff und den Nutzungsbedingungen abhängt, um sehr schnell einen Flüssigkeitsstrahl von hoher Geschwindigkeit zu erhalten.
  • Vorzugsweise ist bei dieser Spritze der ursprüngliche Abstand zwischen dem Schubmittel und der verschiebbaren Wand größer als die maximale Verformung der Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung vor dem Zerbrechen. Wenn diese Bedingung beachtet wird, kommt das Schubmittel bei der Verformung der Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung nicht mit der verschiebbaren Wand in Kontakt: Es gibt also während der Verformung der zerreißbaren Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung keine mit sehr langsamer Geschwindigkeit geförderte Flüssigkeit.
  • Vorteilhafterweise bleibt der das Schubmittel von der verschiebbaren Wand trennende ursprüngliche Abstand gering, um den Raumbedarf der Spritze zu begrenzen. Der Abstand liegt höchstens in der Größenordnung einer feststellbaren Abmessung des Schubmittels, die die Kraft bestimmt, die auf die zerreißbare Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung einwirkt. Zum Beispiel bleibt der Abstand un ter etwa einem Zehntel des Durchmessers oder des entsprechenden Durchmessers des Schubmittels.
  • Vorzugsweise ist der die Spritze antreibende Gasgenerator ein pyrotechnischer Gasgenerator. Diese Art Gasgenerator weist vor dem Betrieb eine in fester oder ggf. pulvriger Form vorliegende pyrotechnische Ladung, eine Vorrichtung zum Zünden des Verbrennens der Ladung und ein Auslöseorgan für die Zündvorrichtung auf. Im Gegensatz zu einer zusammengedrückten Feder ist das Auslöseorgan keiner Vorspannung ausgesetzt.
  • Vorteilhafterweise wird die Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung aus der Gruppe ausgewählt, zu der die Stifte gehören: einfache abscherbare Stifte oder mit Schwächungszonen, zerreißbare Zapfen; die abscherbaren Abdeckfolien, die gemäß einem Kreis abgeschert werden, wenn das Schubmittel kreisförmig ist, abscherbare Kragen.
  • Vorteilhafterweise kann die Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung auch eine axiale Stange sein, deren eines Ende am Schubmittel und das andere an einer geeigneten Vorrichtung auf der Seite des Gasgenerators befestigt ist. Das Brechen dieser axialen Stange erfolgt durch Längung; dieses Brechen kann von einer geeignet geschwächten Zone der Stange beherrscht werden.
  • Zum Erfüllen der Funktion einer zerreißbaren Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung kann man ggf. Rückhaltevorrichtungen verwenden, die sich durch Verformung oder Verschiebung bestimmter Elemente deaktivieren; zum Beispiel Vorrichtungen mit Rasten, die verformt werden, oder mit Sperrklinken, die verschoben werden, wenn die Vorrichtungen einer starken und vorbestimmten Kraft unterworfen werden, die auf das Schubmittel ausgeübt wird.
  • Weiter vorteilhafterweise ist das Schubmittel ein Kolben, um den Raumbedarf der Vorrichtung zu begrenzen. Dieser Kolben weist Dichtvorrichtungen auf, zum Beispiel einen O-Ring, um seinen guten Betrieb zu gewährleisten und Gaslecks zum Wirkstoffreservoir hin zu vermeiden.
  • In einer ersten Ausführungsform ist die verschiebbare Wand ebenfalls ein Kolben, ein Förderkolben, mit Dichtvorrichtungen, um einen zweiten Dichtungsgrad zu bilden. Die Wahl geeigneter Materialien für das Schubmittel und die verschiebbare Wand ermöglicht es, den Stoß beim Aufprall der beiden Teile in gewisser Weise zu regeln.
  • In dieser Ausführungsform haben die das Schubmittel und den Förderkolben bildenden Kolben gleiche oder unterschiedliche Durchmesser. Wenn das Schubmittel einen größeren Durchmesser aufweist als der Förderkolben, hat das Schubmittel aber an seinem stromabwärts liegenden Teil einen vorstehenden Bereich, dessen Durchmesser höchstens gleich demjenigen des Förderkolben ist, wobei die Länge dieses Vorsprungs größer ist als der Hub des Schubmittels.
  • In einer zweiten Ausführungsform ist die verschiebbare Wand eine verformbare Membran. Diese Membran, die vorzugsweise dünn ist, besteht aus Metall oder Elastomermaterial oder aus Kunststoff; diese Materialien sind mit dem Wirkstoff kompatibel. Die Befestigung der Membran in der Spritze gewährleistet die Dichtheit. Diese Befestigung erfolgt zum Beispiel durch Einklemmen, Einquetschen oder Überformen.
  • In dieser Ausführungsform hat die stromabwärts liegende Seite des Schubmittels eine Form, die angepasst ist, um die verformbare Membran auf der Innenseite des Injektors zu prägen und zu verfor men, damit am Ende des Spritzvorgangs die verformte Membran sandwichartig zwischen der stromabwärts liegenden Seite des Schubmittels und der Innenseite des Injektors gehalten wird, um das Wirkstoffreservoir vollständig zu leeren. Es sei angemerkt, dass die stromabwärts liegende Seite des Schubmittels und die Innenseite des Injektors aneinander angepasste Formen aufweisen.
  • Aufgrund der mit einem pyrotechnischen Gasgenerator verfügbaren Leistung und der zerreißbaren Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung erhält man sehr schnell einen Strahl großer Geschwindigkeit zum Durchstoßen der Haut; man verbessert also die Bio-Verfügbarkeit des Wirkstoffs.
  • Der Raumbedarf und das Gewicht der Spritze sind durch die Begrenzung der Verschiebung des Schubmittels zur verschiebbaren Wand verringert. Die Kompaktheit des pyrotechnischen Gasgenerators trägt noch zu dieser Wirkung bei.
  • Schließlich ist die Zuverlässigkeit der pyrotechnischen Gasgeneratoren ausgezeichnet, insbesondere steht während der ganzen Phase, die vom Zusammenbau bis zur Nutzung reicht, kein Element des pyrotechnischen Gasgenerators unter einer Vorspannung.
  • Ein weiterer Vorteil dieser Spritze ist mit der Trennung des Schubmittels und der verschiebbaren Wand verbunden: man kann zwei Untereinheiten in der Spritze unterscheiden. Die erste enthält den Wirkstoff, er wird unter den der Pharmaindustrie eigenen Bedingungen zubereitet und verpackt, die andere enthält den Gasgenerator, auch er wird unter den für diese Art Gerät spezifischen Bedingungen hergestellt und verpackt. Die beiden Untereinheiten werden in einer Werkstatt zusammengesetzt, in der die reglementären und technischen Zwänge sehr begrenzt sind.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert, die besondere Ausführungsformen darstellen.
  • 1 stellt schematisch und teilweise im Schnitt eine erste Ausführungsform der Spritze mit einem Schubkolben und einem Förderkolben dar.
  • 2 stellt teilweise im Schnitt eine zweite Ausführungsform mit einer dünnen verformbaren Membran dar.
  • 3 stellt das Detail des stromabwärts liegenden Bereichs der obigen Spritze nach der Benutzung dar.
  • Um die Beschreibung zu vereinfachen wird angenommen, dass die Spritzen senkrecht sind, mit ihrem stromabwärts liegenden Bereich nach unten gerichtet.
  • 1 zeigt teilweise im Längsschnitt eine nadellose Spritze gemäß der Erfindung. Der stromabwärts liegende Teil 9 der Spritze weist in diesem Beispiel einen Injektor 2 mit einem einzigen Einspritzkanal 3 auf. Der Injektor 2 liegt auf der Haut des zu behandelnden Individuums auf. Im vom Innenbereich des stromabwärts liegenden Teils 9 der Spritze, der vom Förderkolben 4 verschlossen wird, gebildeten Reservoir befindet sich der flüssige Wirkstoff 1. Der Förderkolben 4 weist einen O-Ring auf, um die Dichtheit zu gewährleisten. Im Körper 71 befindet sich, durch Schraubverbindung am stromabwärts liegenden Teil 9 befestigt, das Schubmittel, hier ein Kolben 5, mit einem O-Ring zur Gewährleistung der Dichtheit. Der Kolben 5 wird vorübergehend von einem Stift 6 in Stellung gehalten, der den Kolben und den Körper 71 durchquert. In diesem Beispiel hat der Schubkolben 5 einen geringfügig kleineren Durchmesser als der Förderkolben 4, der Schubkolben erfordert keine besondere Anordnung, wie oben beschrieben, um einen korrekten Betrieb zu gewährleisten. Der Schubkolben 5 ist in geringem Abstand zum Förderkolben 4 angeordnet. Dieser Abstand ist größer als die maximale Verformung des Stifts vor dem Brechen. Der Kolben 5 kommt bei dieser langsamen Verformung nicht mit dem Kolben 4 in Kontakt, und es gibt somit keine mit schwacher Geschwindigkeit geförderte Flüssigkeit. Der Kolben 5 hat einen Abstand von etwa dem doppelten Durchmesser des Stifts, um diesen Abstand zu begrenzen und den Platzbedarf zu reduzieren.
  • Das zwischen dem Schubkolben 5 und dem Förderkolben 4 liegende Volumen steht ggf. mit der Außenumgebung über mindestens ein Lüftungsloch in Verbindung, wie zum Beispiel das Lüftungsloch 8, dieses Lüftungsloch ist durch den stromabwärts liegenden Teil 9 und den Körper 71 gebohrt und dient dazu, die im Betrieb zwischen den beiden Kolben enthaltene Luft abzuführen.
  • In diesem Beispiel wird der Kolben 5 von einem pyrotechnischen Gasgenerator 7 verschoben, dessen Hauptelemente nun beschrieben werden. Der pyrotechnische Gasgenerator 7 weist im Körper 71 oberhalb des Förderkolbens 5 eine pyrotechnische Ladung 72 auf, deren Verbrennung von einer Zündpille 80 gestartet wird, auf die ein Schlagbolzen 74 aufprallt. Dieser Schlagbolzen ist nicht im Schnitt, sondern von der Seite gesehen gezeigt. Die Zündpille 80 ist in einem Zündpillenträger 73 angeordnet. In der ursprünglichen Stellung wird der Schlagbolzen 74 in der durch Schraubverbindung fest mit dem Körper 71 verbundenen Schlagbolzenführung 75 durch mindestens eine Kugel wie die Kugel 77 zurückgehalten, die teilweise in eine Kehle des Schlagbolzens eingeführt ist. Die Schlagvorrichtung weist einen Druckknopf 78 mit einer Kehle 79 und einer inneren Feder 76 auf.
  • Der Druckknopf 78 gleitet auf der Außenseite der Schlagbolzenführung 75 und wird von Zapfen zurückgehalten, die sich in seitlichen Nuten bewegen. Dieser Druckknopf 78 ist hier das Zündorgan.
  • Um die Verbrennung der pyrotechnischen Ladung 72 zu starten, kann man selbstverständlich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, andere Startvorrichtungen als die hier beschriebene Vorrichtung mit Schlagbolzen verwenden. Ohne auf Einzelheiten einzugehen und ohne erschöpfend sein zu wollen, werden Startvorrichtungen mit elektrischer Batterie oder piezoelektrische Startvorrichtungen erwähnt.
  • Gegebenenfalls kann der piezoelektrische Gasgenerator durch einen Gasgenerator ersetzt werden, der aus einem Druckgasreservoir besteht, das von einem schnellöffnenden Ventil verschlossen wird. Das Zündorgan öffnet das Ventil, die Druckgase des Reservoirs dehnen sich aus und wirken auf das Schubmittel ein, um die Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung zu deaktivieren, um das Schubmittel zu beschleunigen und um es mit der verschiebbaren Wand zu verschieben, um den Spritzvorgang durchzuführen.
  • In dieser 1 ist die Spritze gebrauchsfertig und liegt auf der Haut des zu behandelnden Individuums auf. Die Bedienungsperson drückt mit ihrem Daumen auf den Druckknopf 78, der sich eindrückt, indem er die Feder 76 zusammendrückt. Der Druckknopf verschiebt sich, bis die Kehle 79 in Höhe der Kehle des Schlagbolzens 74 ankommt, wobei die Kugeln, wie die Kugel 77, die den Schlagbolzen 74 zurückhalten, in die Kehle 79 entweichen und den Schlagbolzen freigeben, der heftig auf die Zündpille 80 aufprallt, deren Zündung die pyrotechnische Ladung 72 entzündet. Der auf dem Zündpillenträger 73 aufliegende Schlagbolzen gewährleistet die Dichtheit: Die Verbrennungsgase steigen nicht zum Druckknopf hoch.
  • Die Verbrennung der pyrotechnischen Ladung erzeugt Gase, die auf den Schubkolben 5 einwirken. Der Druck oberhalb dieses Kolbens steigt, bis die resultierende Kraft ausreicht, um den Stift 6 abzuscheren. Wenn der Stift 6 bricht, wird der Schubkolben 5 sehr schnell beschleunigt, da er einer großen Krafteinwirkung ausgesetzt ist. Der Schubkolben 5 prallt auf den Förderkolben 4 auf und verschiebt ihn sehr schnell. Der flüssige Wirkstoff 1 wird durch den Kanal 3 des Injektors 2 mit hoher Geschwindigkeit ausgestoßen: er durchstößt leicht die Haut und diffundiert mehr oder weniger tief durch sie hindurch. Die Verbrennungskinetik der pyrotechnischen Ladung 72 und die Kalibrierung des Stifts 6 ermöglichen die Einstellung der Geschwindigkeit des flüssigen Strahls.
  • In einer weiterentwickelten Ausführungsform weist der Stift, der aus einem abscherfesteren Material hergestellt ist, zwei Schwachstellen vor der Außenfläche des Schubkolbens auf. Die Bruchstellen des Stifts haben einen kleineren Querschnitt und stören den Betrieb des Schubkolbens weniger. Die Einschnitte, die den Zonen mit geringerem Querschnitt entsprechen, sind so bemessen, dass der Bruch bei dem gleichen Druck wie bei einem einfachen Stift auftritt, der aus einem weniger festen Material hergestellt ist.
  • Für das zerbrechliche System zur vorübergehenden Zurückhaltung sind der Schubkolben, der Körper 71 und der Stift 6 vorzugsweise metallisch, zum Beispiel aus entsprechend ausgewähltem Stahl. Der Förderkolben 4, der mit dem flüssigen Wirkstoff in Kontakt steht, wird aus einem metallischen oder Kunststoff- oder Elastomermaterial hergestellt, das mit dem Wirkstoff kompatibel ist.
  • Die pyrotechnische Ladung besteht zum Beispiel aus einem Pulver auf der Basis von Nitrocellulose, dessen Korngröße ausgewählt wird, um eine geeignete Verbrennungskinetik zu ergeben, zum Beispiel 120 mg BTu-Pulver gemäß dem Katalog von SNPE, das es ermöglicht, einen Stift aus Hartstahl mit einem Durchmesser von 1,5 mm für einen Druck von 9 MPa auf einem Kolben mit einem Durchmesser von 12 mm abzuscheren.
  • Man kann anhand dieser 1 auch den Vorteil erörtern, den die Verwendung eines Schubkolbens 5 getrennt von einem Förderkolben 4 bringt, oder allgemeiner, eines von einer verschiebbaren Wand getrennten Schubmittels. Die Spritze kann in zwei Untereinheiten aufgeteilt sein. Die erste Untereinheit weist den stromabwärts liegenden Teil 9 der Spritze, der den flüssigen Wirkstoff 1 enthält, vom Förderkolben 4 verschlossen auf: Diese Untereinheit kann in einer Werkstatt zusammengebaut und gefüllt werden, die den Normen der pharmazeutischen Herstellung insbesondere in Bezug auf die Asepsis entspricht; die Asepsis der stromabwärts liegenden Seite des Injektors 2 muss von einem geeigneten Stopfen geschützt werden, wodurch auch Flüssigkeitsverluste während der Handhabungen nach dem Füllen vermieden werden. Die zweite Untereinheit entsteht aus einer Vorbereitung und einem Zusammenbau in einer Werkstatt, die den Normen der Pyrotechnik entspricht; diese Untereinheit wird entsprechend gesichert, um Verschiebungen des Druckknopfs zu verhindern, die der Grund für einen Betrieb des Gasgenerators zum falschen Zeitpunkt wären. Diese beiden getrennt hergestellten Untereinheiten werden schließlich in einer Umgebung zusammengesetzt, die weniger Vorsichtsmaßnahmen erfordert, um die komplette Spritze herzustellen; sie wird anschließend für die Lieferung an die Kunden verpackt.
  • 2 beschreibt eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Spritze. Sie unterscheidet sich von der vorhergehenden ins besondere durch die Form des Schubkolbens, durch die Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung und die verschiebbare Wand.
  • Man findet in dieser Figur einen Injektor 22 mit einem Einspritzkanal 23. Der Innenbereich des Injektors hat im wesentlichen die Form einer kugelförmigen Kalotte; sie enthält den flüssigen Wirkstoff 10, eine dünnen verformbare Membran 24 verschließt das Reservoir. In diesem Beispiel wird die dünne Membran zwischen dem Injektor 22 und dem Führungsteil 29 eingeklemmt. Die dünne verformbare Membran 24 kann auch auf den Injektor 22 gequetscht oder aufgeformt werden. Oberhalb dieser verformbaren Membran befindet sich der Schubkolben 25, der von einem zerbrechlichen Kragen 26 gehalten wird, der zwischen das Führungsteil 29 und den Körper des Gasgenerators geklemmt ist. Der Schubkolben 25 hat auf seiner stromabwärts liegenden Seite zur dünnen verformbaren Membran 24 hin die Form einer kugelförmigen Kalotte, die derjenigen des Injektors angepasst ist. Der den Schubkolben 25 von der dünnen Membran trennende Abstand ist geringer als die doppelte Dicke des zerbrechlichen Kragens 26. In dieser Figur wurden die Dicken der dünnen verformbaren Membran 24, des zerbrechlichen Kragens 26, zum besseren Verständnis der Figur übertrieben dargestellt.
  • In diesem Beispiel sind die einander entsprechenden Formen der Vorderseite des Schubkolbens und der Innenseite des Injektors kugelförmige Kalotten; es sind auch kompliziertere Formen denkbar.
  • Der Schubkolben wird von einem pyrotechnischen Gasgenerator mit dem Bezugszeichen 27 verschoben; dieser Generator ist gleich dem des Beispiels 1, seine Beschreibung wird nicht im Einzelnen wieder aufgenommen.
  • Wenn die Verbrennung der pyrotechnischen Ladung gestartet wird, lassen die erzeugten Gase den Druck auf der stromaufwärts liegenden Seite des Schubkolbens 25 ansteigen, bis die resultierende Kraft den Kragen abschert, der Schubkolben 25 wird sehr schnell beschleunigt, da er einer großen Krafteinwirkung ausgesetzt wird. Der Schubkolben 25 prallt auf die verformbare Membran 24 auf und drückt sie gegen die Innenfläche des Injektors 22 ein; dabei wird der Wirkstoff durch den Kanal 23 des Injektors 22 wie im vorhergehenden Fall mit hoher Geschwindigkeit ausgestoßen.
  • 3 zeigt schematisch den stromabwärts liegenden Teil der Spritze des vorhergehenden Beispiels am Ende des Betriebs. Die pyrotechnische Ladung ist vollständig verbrannt. Der Kragen 26 des Kolbens wurde in Umfangsrichtung abgeschert, er bleibt zwischen den Teilen 29 und 71. Der Schubkolben 25 hat die verformbare Membran 24 eingedrückt und verformt.

Claims (9)

  1. Nadellose Spritze, die von einem Gasgenerator (7, 27) angetrieben wird, zum Einspritzen eines flüssigen Wirkstoffs (1, 10), der in einem Behälter innerhalb des stromabwärtsliegenden Bereichs (9, 29) der Spritze enthalten ist, wobei der Behälter auf der stromabwärts liegenden Seite eine Einspritzdüse (2, 22) mit mindestens einem Einspritzkanal (3, 23) und auf der entgegengesetzten Seite eine verschiebbare Wand (4, 24) aufweist, wobei die verschiebbare Wand in Abstand zu einem Schubmittel (5, 25) angeordnet ist, das eine kalibrierte Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung eine zerreißbare Vorrichtung (6, 26) ist.
  2. Nadellose Spritze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Schubmittel (5, 25) von der verschiebbaren Wand (4, 24) trennende, ursprüngliche Abstand größer ist als die maximale Verformung der zerreißbaren Vorrichtung (6, 26) vor dem Zerreißen.
  3. Nadellose Spritze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der das Schubmittel (5, 25) von der verschiebbaren Wand (4, 24) trennende, ursprüngliche Abstand kleiner als etwa ein Zehntel des Durchmessers des Schubmittels ist.
  4. Nadellose Spritze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasgenerator (7, 27) ein pyrotechnischer Gasgenerator ist.
  5. Nadellose Spritze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur vorübergehenden Zurückhaltung (6, 26) aus der Gruppe ausgewählt wird, zu der insbesondere die Stifte und die Abdeckfolien gehören.
  6. Nadellose Spritze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubmittel (5, 25) ein Kolben ist.
  7. Nadellose Spritze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbare Wand (4) ein Druckkolben ist.
  8. Nadellose Spritze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbare Wand (24) eine verformbare Membran ist.
  9. Nadellose Spritze nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die stromabwärts liegende Seite des Schubmittels (25) und die Innenseite der Einspritzdüse (22) einander zugeordnete Formen haben.
DE2000607893 1999-11-05 2000-10-23 Nadellose Spritze mit einem vorübergehend zurückgehaltenen Schubmittel Expired - Lifetime DE60007893T2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

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FR9913850A FR2800619B1 (fr) 1999-11-05 1999-11-05 Seringue sans aiguille avec un moyen de poussee temporairement retenu
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