DE4430775A1 - Dichtungsvorrichtung für mehrpolige elektrische Steckverbinder - Google Patents
Dichtungsvorrichtung für mehrpolige elektrische SteckverbinderInfo
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- Connector Housings Or Holding Contact Members (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Dichtungsvorrichtung für mehrpolige
elektrische Steckverbinder, die das Eindringen von Wasser in die
Kontaktelemente lagernden Gehäusekammern eines Steckverbinderge
häuses verhindert.
Bekannt ist, auf der Rückseite eines Steckverbindergehäuses im
Öffnungsbereich jeder Gehäusekammer einen Einzelleitungsdich
tungsstopfen aus einem elastischen Material anzuordnen, der mit
einem Preßsitz von einem Leiterdraht durchgriffen wird, an den
das in der Gehäusekammer lagernde elektrische Kontaktelement
gecrimpt ist.
Der Einzelleitungsdichtungsstopfen sitzt seiner
seits mit einem Preßsitz formschlüssig in der rückwärtigen Ge
häusekammeröffnung und verhindert das Eindringen von Wasser in
die Gehäusekammer an der Rückseite des Steckverbindergehäuses.
Eine elektrische Steckverbindung weist in der Regel zwei zusam
menpassende Steckverbindergehäuse auf. In dem einen Steckver
bindergehäuse lagern in den Gehäusekammern Stift- und/oder zun
genförmige oder dergleichen Steckkontaktelemente und in den
Gehäusekammern des anderen Steckverbindergehäuses lagern die
korrespondierenden hülsen- und/oder gabelfederförmigen oder
dergleichen Steckkontaktelemente. Im folgenden wird der Einfach
heit halber das eine Steckverbindergehäuse Kontaktstiftgehäuse
und das dazugehörende andere Steckverbindergehäuse Kontakthül
sengehäuse genannt.
Jedes Steckverbindergehäuse weist ein der Rückseite gegenüber
liegendes ebenflächiges Steckgesicht auf, in das die Stecköff
nungen der Kontaktelementgehäusekammern münden. Im Falle des
Kontaktstiftgehäuses ragt die jeweilige Kontaktzone der Kontakt
elemente in Form eines Stift- oder Zungenteils über das jeweili
ge Steckgesicht hinaus nach außen. Nach dem Zusammenstecken der
Steckverbindergehäuse liegen sich die Steckgesichtflächen gegen
über und bilden einen Steckgesichtspalt.
Bekannt ist, das Eindringen von Wasser in diesen Steckgesicht
spalt zu verhindern, indem die Außenwandung eines der Steckver
bindergehäuse peripher von einer auf Abstand davon angeordneten
weiteren Wandung ringförmig umgeben wird, die mit einer ange
formten Bodenwandung an die eigentliche Außenwandung des Steck
verbindergehäuses anschließt. Durch diese Anformung wird ein
Ringraum mit einem Ringraumboden geschaffen, auf dem ein Dicht
ring gelagert wird, der mit einem Preßsitz auf der Außenwandung
des Steckverbindergehäuses sitzt und einen Ringspalt zur Innen
fläche der äußeren Ringwandung freiläßt. Als korrespondierendes
Element ist am anderen Steckverbindergehäuse eine Ringwandung
angeformt, die in den Ringraum und den Ringspalt passend ein
taucht und den Dichtring zumindest formschlüssig, vorzugsweise
aber auch mit einem Preßsitz hintergreift. Auf diese Weise ist
der Steckgesichtsspalt der Steckverbindung peripher gegen das
Eindringen von Wasser von außen abgedichtet.
Die bekannte Dichtungsvorrichtung für den Steckgesichtspalt der
Steckverbindung vergrößert die Raumform der Steckverbindergehäu
se erheblich und erfordert einen relativ großen Materialaufwand.
Hinzu kommt, daß eine Schadhaftigkeit dieser Dichtungseinrich
tung den Zutritt von Wasser zu allen Kontaktstellen im Steckge
sichtsspalt zur Folge haben kann und dadurch alle elektrischen
Kontakte praktisch gleichzeitig ausfallen können.
Aufgabe der Erfindung ist, eine Dichtungsvorrichtung für den
Steckgesichtsspalt einer Kontaktverbindung zu schaffen, die
keinen zusätzlichen Außenraum und wenig Materialaufwand erfor
dert und die weniger störanfällig ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen werden in den Un
teransprüchen gekennzeichnet. Anhand der in der Zeichnung abge
bildeten Beispiele wird die Erfindung im folgenden näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1a und 1b je eine perspektivische Ansicht zweier
korrespondierender Steckverbinderge
häuse, wobei in der Darstellung des
Steckverbindergehäuses in. Fig. 1b ein
Steckstift mit Kontaktelementdich
tungsstopfen freigeschnitten ist,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch ein Steckverbindergehäu
se im Bereich einer Kontaktelementkammer mit
eingesetztem Kontaktelement und Kontaktelement
dichtungsstopfen,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein Steckverbindergehäu
se im Bereich einer Kontaktelementkammer mit
Kontaktelement und Zwischenplatte, in die ein
Kontaktelementdichtungsstopfen eingesetzt ist,
Fig. 4a eine Draufsicht auf ein Kontaktelement mit Steck
stift,
Fig. 4b einen Querschnitt längs der Linie I-I aus Fig. 4a,
Fig. 4c eine Seitenansicht des Kontaktelementes aus Fig. 4a
mit aufgestecktem Kontaktelementdichtungs
stopfen,
Fig. 4d einen Längsschnitt durch ein Steckverbindergehäu
se im Bereich einer Kontaktelementkammer mit dem
Kontaktelement aus Fig. 4a bis 4c,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch ein Steckverbindergehäu
se im Bereich einer Kontaktelementkammer mit
eingesetztem hülsenförmigen Kontaktelement,
Fig. 6 einen Längsschnitt durch die zwei Steckverbinder
gehäuse aus Fig. 4d und Fig. 5 im zusammenge
steckten Zustand im Bereich der Kontaktverbin
dung,
Fig. 7a eine Seitenansicht eines weiteren Kontaktelemen
tes mit Steckstift,
Fig. 7b einen Längsschnitt durch Kontaktbasis und Kon
taktsteckstift des Kontaktelementes aus Fig. 7a,
Fig. 8a eine Seitenansicht eines Kontaktelementdich
tungsstopfens,
Fig. 8b bis 8d Draufsicht mit unterschiedlichen Quer
schnittsformen des Dichtungsstopfens
aus Fig. 8a längs der Linie II-II.
Die erfindungsgemäße Dichtungsvorrichtung ist für ein- und mehr
polige elektrische Steckverbinder vorgesehen. Die Steckverbinder
1 bestehen aus zwei Steckverbindergehäusen, dem Kontakthülsenge
häuse 2 und dem Kontaktstiftgehäuse 3 (Fig. 1a, 1b), die an
ihrer Steckgesichtsseite 10 zusammengesteckt werden können. Die
Steckverbindergehäuse sind im Inneren mit Kontaktelementkammern
5 zur Aufnahme von elektrischen Kontaktelementen versehen (Fig. 2),
wobei die Kontaktelementkammern 5 eine Steckgesichtsöffnung
6 haben, so daß in den zusammengesteckten Steckverbindergehäusen
2, 3 jeweils zwei gegenüberliegende, korrespondierende Kontakt
elemente 7, 8 durch die entsprechenden Steckgesichtsöffnungen 6
hindurch eine elektrische Kontaktverbindung 13 (Fig. 6) bilden.
Die in den Kontaktelementkammern 5 lagernden Kontaktelemente 7, 8
geben den Steckverbindergehäusen 2, 3 an der Steckgesichtsseite
10 ein charakteristisches räumliches Profil bzw. Steckgesicht
12, das beispielsweise mehrere nebeneinander angeordnete Kon
taktsteckstifte 7c oder im Kontakthülsengehäuse 2 mehrere neben
einander angeordnete Kontaktmündungen 16 zur Aufnahme eines
Kontaktsteckstiftes 15 umfaßt. Die Steckverbindergehäuse 2, 3
haben eine äußere Mantelwandung 20, 21, die sich nach vorne in
Steckrichtung über das Steckgesicht 12 hinaus erstreckt, so daß
sich im zusammengesteckten Zustand der Steckverbindergehäuse 2,
3 die vorderen Bereiche der Mantelwandungen 20, 21 überlappen.
Das Steckgesicht 12 kann eine ebene Fläche sein (Fig. 1a), die
beispielsweise Kontaktmündungen 16 in regelmäßigen Abständen
aufweist, oder kann auch reliefartig ausgebildet sein (Fig. 1b).
Eine reliefartige Form des Steckgesichts 12 ergibt sich bei
spielsweise dadurch, daß die Kontaktelementkammern 5 in rohrför
migen Bereichen 17 vorgesehen sind, die sich aus dem Inneren des
Steckverbindergehäuse 3 nach vorne in Richtung zur Steckge
sichtsseite 10 erstrecken. Aus den rohrförmigen Bereichen 17
stehen beispielsweise Kontaktelemente 7 mit Kontaktsteckstiften
7c vor, wobei ein Kontaktelementdichtungsstopfen 4 vorzugsweise
den Kontaktsteckstift 15 umfaßt.
Die Steckverbindergehäuse 2, 3 werden durch lösbare Rasteinrich
tungen 22, 23 zusammengehalten, die in Form von federnd nach
gebenden Klemmelementen auf der äußeren Oberfläche der Mantel
wandung 20 angeordnet sind. An der der Steckgesichtsseite 10
gegenüberliegenden Rückseite 11 der Steckverbindergehäuse 2, 3
befinden sich Öffnungen 30, durch die Leiterdrähte 9 in das
Innere der Kontaktelementkammern 5 geführt werden. Die Leiter
drähte 9 sind an das in der Kontaktelementkammer 5 lagernde
Kontaktelement 7 gecrimpt. Die elektrische Verbindung zwischen
Leiterdraht 9 und Kontaktelement 7 kann jedoch auch auf andere
Weise, wie z. B. Löten oder durch eine Schneidverbindung, herge
stellt werden. In der Öffnung 30 sitzt ein Einzelleitungsdich
tungsstopfen 31, der mit einem Preßsitz von dem Leiterdraht 9
durchgriffen wird, so daß zwischen dem Leiterdraht 9 und dem
Einzelleitungsdichtungsstopfen 31 ein dichter formschlüssiger
Abschluß besteht (bspw. Fig. 2). Der Einzelleitungsdichtungs
stopfen 31 liegt mit seinem äußeren Umfang, der rippenförmig
ausgebildet ist, an der Innenfläche 18 der Kontaktelementkammer
5 an, so daß die Kontaktelementkammer 5 an der Öffnung 30 gegen
Eindringen von Wasser und Schmutz abgedichtet ist. Die Kontakt
elemente 7,8 haben einen Anschlußbereich 7a bzw. 8a und eine
Kontaktbasis 7b bzw. 8b. Die Kontaktbasis 7b ist vorzugsweise
eine kastenförmige Basis (beispielsweise Fig. 2 oder Fig. 4b)
mit einer Bodenwandung 18a und Seitenwandungen 18b und seitlich
an einem U-förmigen zentralen Bereich angebundenen Deckenwandun
gen 18c, die drehfest in einer entsprechend geformten Kontakt
elementkammer 5 lagert. An die Kontaktbasis 7b kann der Kontakt
steckstift 7c oder ein zungenförmiges Steckkontaktelement oder
dergleichen angebunden sein, oder die Kontaktbasis 8b ist hül
senförmig (Fig. 2) zur Aufnahme eines solchen Kontaktsteckstif
tes 7c oder dergleichen ausgebildet. Die hülsenförmige Kontakt
basis 8b aus Fig. 2 besteht aus einer Überfeder und nicht darge
stellten Kontaktabschnitten, die mit einem korrespondierenden
eingesteckten Steckstift 7c in Verbindung treten und so den
elektrischen Kontakt herstellen.
Die Kontaktelementkammer 5 und die Kontaktbasis 7b, 8b sind vor
zugsweise in der Form aufeinander angepaßt, so daß die Kontakt
basis 7b, 8b formschlüssig in der Kontaktelementkammer 5 lagert.
Hierzu sind beispielsweise an der Kontaktbasis 7b, 8b Rastfeder
arme 35 vorgesehen, die in entsprechende Nuten 36 an der Innen
wandung 18 der Kontaktelementkammer 5 (Fig. 2) eingreifen, wobei
die Rastfederarme 35 vorzugsweise mit ihrem Ende am Nutende 37
anliegen, so daß sie die Kontaktelemente 7, 8 in der Art von
Widerhaken in der Kontaktelementkammer 5 halten. In Richtung zur
Rückseite 11 sind an die Kontaktbasis 8b nach außen gebogene
Fixierlappen 38 angebunden, die an der Innenfläche in einem sich
verjüngenden Bereich der Kontaktelementkammer 5 anliegen, und so
einem weiteren Vorschub des Kontaktelementes 8 in Richtung zur
Steckgesichtsöffnung 6 entgegenwirken. Durch die Rastfederarme
35 und die außenstehenden Lappen 38 ist das Kontaktelement 8 in
Steckrichtung eindeutig festgelegt und fixiert. Diese Fixierung
der Kontaktelemente 8 kann jedoch auch auf andere Art und Weise
herbeigeführt werden, wie z. B. durch feste Anschläge 40 an der
Innenfläche 18 der Kontaktelementkammer 5, an die hakenförmige
Elemente 41 der Kontaktbasis 7b zum Anliegen kommen (Fig. 4d).
In gegenüberliegenden Kontaktelementkammern 5 der zusammensteck
baren Steckverbindergehäuse 2, 3 sind jeweils korrespondierende
Steckkontaktelemente 7, 8 vorgesehen, so daß beim Zusammenstecken
der Steckverbindergehäuse 2,3 zwischen den Kontaktelementen 7, 8
eine elektrisch leitende Kontaktverbindung 13 entsteht (Fig. 6),
indem der Kontaktsteckstift 7c des einen Kontaktelementes 7
durch die hülsenförmige Kontaktbasis 8b in dem in der gegenüber
liegenden Kontaktelementkammer 5 angeordneten Kontaktelement 8
aufgenommen wird, wobei in der hülsenförmigen Kontaktbasis 8b
vorgesehene Leiterabschnitte (nicht dargestellt) mit dem Kon
taktstift 7c in Berührung stehen und die elektrische Verbindung
herstellen. Die sich in den zusammengesteckten Steckverbinderge
häusen 2, 3 gegenüberliegenden Öffnungen 6 werden durch den Kon
taktelementdichtungsstopfen 4 abgedichtet, der die elektrische
Kontaktverbindung 13 zwischen den zusammengesteckten Kontaktele
menten 7, 8 im Bereich der Steckgesichtsöffnungen 6 umgreift, so
daß die Kontaktelementkammern 5 vor dem Eindringen von Wasser
und Schmutz durch die Steckgesichtsöffnungen 6 geschützt sind.
Der Kontaktelementdichtungsstopfen 4 kann den Kontaktsteckstift
7c umgreifen (Fig. 1b, 4c, 4d, 6), der aus dem Kontaktstiftge
häuse 3 bzw. aus der entsprechenden Steckgesichtsöffnung 6 des
Kontaktstiftgehäuses 3 vorsteht. Beim Zusammenstecken von Kon
taktstiftgehäuse 3 mit dem Kontakthülsengehäuse 2 dringt der
Kontaktelementdichtungsstopfen 4 in die Steckgesichtsöffnung 6
des Kontakthülsengehäuses 2 ein und erstreckt sich somit über
den Bereich der gegenüberliegenden Steckgesichtsöffnungen 6. Der
Umfang des Kontaktelementdichtungsstopfens 4 liegt hierbei im
Bereich der Steckgesichtsöffnungen 6 mit Preßsitz an den Innen
flächen 18 der sich gegenüberliegenden Kontaktelementkammern 5
an, so daß er einen dichten Abschluß gegen das Eindringen von
Wasser oder Schmutz bildet. An der Steckgesichtsöffnung 6 kann
zur Aufnahme des Kontaktelementdichtungsstopfens 4 ein Senkbe
reich 14 vorgesehen sein (Fig. 3).
Die Kontaktelementkammer 5 im Kontakthülsengehäuse 2 ist im
Bereich zwischen der hülsenförmigen Kontaktbasis 7b und der
Steckgesichtsöffnung 6 bzw. dem Kontaktelementdichtungsstopfen
4 trichterförmig in Richtung zum Kontaktelement 5 hin verjüngend
ausgebildet, so daß hierdurch ein zentraler Findungstrichter 39
zum Einführen des Kontaktsteckstiftes 7c vorgesehen wird (Fig. 3, 5).
Das sich über die gegenüberliegenden Steckgesichtsöffnungen 6
erstreckende Kontaktelement muß kein Kontaktsteckstift 7c sein,
sondern kann beispielsweise auch eine Gabelfeder sein, die im
korrespondierenden Kontaktelement einen entsprechenden zungen
förmigen Kontakt erfaßt und so die leitende Kontaktverbindung
herstellt. Die Anordnung des Kontaktelementdichtungsstopfens 4
ist somit nicht auf das Aufstecken auf einen Kontaktsteckstift
7c beschränkt, sondern der Kontaktelementdichtungsstopfen 4 um
greift bzw. umfaßt den Bereich der Kontaktelemente, der sich im
Bereich der gegenüberliegenden Steckgesichtsöffnung 6 oder zwi
schen den Steckgesichtsöffnungen 6 in den zusammengesteckten
Steckverbindergehäusen 2, 3 befindet.
Die Anordnung des Kontaktelementdichtungsstopfens 4 auf einem
Kontaktsteckstift 7c hat den Vorteil, daß die Justierung einfach
durch Aufschieben des Kontaktelementdichtungsstopfens 4 auf den
Kontaktsteckstift 7c erfolgt, nachdem das Kontaktelement 7 in
die Kontaktelementkammer 5 eingesteckt worden ist und der Kon
taktsteckstift 7c aus dieser nach vorne durch die Steckgesichts
öffnung 6 vorsteht. Der Kontaktelementdichtungsstopfen 4 wird
hierbei von der Spitze 15 des Kontaktsteckstiftes 7c aufgescho
ben, bis er vorzugsweise etwas in der Kontaktelementkammer 5 mit
Preßsitz steckt (Fig. 4d). Hierzu ist es vorteilhaft, wenn das
Kontaktelement 7 axial beispielsweise durch den Anschlag 40 und
die Zunge 41 fixiert ist, und das Kontaktelement 7 eine An
schlagfläche vorsieht, bis zu der der Kontaktelementdichtungs
stopfen 4 aufgeschoben wird, ohne daß eine zusätzliche Nachju
stierung von Hand notwendig ist. Diese Anschlagfläche wird vor
zugsweise durch die zur Steckgesichtsöffnung 6 hin zeigenden
Stirnfläche 42 gebildet. Der Kontaktelementdichtungsstopfen 4
ist am Kontaktsteckstift 7c ferner durch einen Vorsprung 44
gegen ein Lösen in Richtung zur Spitze 15 des Kontaktsteckstif
tes 7c gesichert, der wulstförmig (Fig. 4a bis 4d) oder in Form
von mehreren dreieckigen Elementen ausgebildet sein kann, die
mit ihrer Spitze in Richtung zur Spitze 15 des Kontaktsteck
stifts 7c zeigen, und mit einer Seitenfläche, die quer zur
Steckrichtung verläuft, eine Anlagekante 45 bilden, an der der
Kontaktelementdichtungsstopfen 4 zur Anlage kommt. Die
dreieckförmigen Vorsprünge 44 werden bei einem Kontaktsteckstift
7c, der aus einer zylinderförmigen Wandung besteht, vorzugsweise
durch Ausstanzen gebildet, wobei der Vorsprung 44 an der
Anlagekante 45 herausgebogen wird und mit seiner zur Spitze des
Kontaktsteckstiftes 7c zeigenden Spitze 15 einen bündigen
Übergang mit der Oberfläche des Kontaktsteckstiftes 7c bildet
(Fig. 7b). Der Abstand zwischen dem Vorsprung 44 und der
Stirnfläche 42 der Kontaktbasis 7b entspricht vorzugsweise der
Länge des Kontaktelementdichtungsstopfens 4, so daß dessen Lage
auf dem Kontaktsteckstift 7c sowohl nach vorne als auch nach
hinten eindeutig festgelegt ist. Der Kontaktelement
dichtungsstopfen 4 kann auch mit einer Klammer an die Kontakt
elemente 7,8 befestigt werden. Die Klammer ist beispielsweise an
die Kontaktbasis 7b, 8b angebunden und umfaßt kraftschlüssig
einen Endbereich des Kontakteleinentdichtungsstopfens.
Der Dichtungsstopfen 4 kann jedoch auch im entsprechenden Steck
verbindergehäuse 2, 3 gesichert sein. Eine solche Sicherung
besteht beispielsweise aus einer Öse 50 (Fig. 2), die in der
Kontaktelementkammer 5 im Bereich der Steckgesichtsöffnung 6
angeordnet ist und eine Öffnung mit einer im Vergleich zur
Steckgesichtsöffnung 6 geringeren Öffnungsweite begrenzt. In die
Öse 50 wird der Kontaktelementdichtungsstopfen 4 mit einem
zylinderförmigen Endbereich 51 hineingesteckt, der mit einem
umlaufenden Wulst 52 abgeschlossen ist, so daß der Kontaktele
mentdichtungsstopfen 4 gegen Herausfallen gesichert in der Öse
50 steckt. An dem umlaufenden Wulst 52 liegt an der der Öse 50
gegenüberliegenden Seite die Kontaktbasis 8b des in der Kontakt
elementkammer 5 angeordneten Kontaktelementes 8 an, wobei die
Kontaktelementbasis 8b mit nach innen gebogenen Anschlagzungen
53 versehen ist, so daß der äußere Umfang der Anschlagzungen 53
etwa dem Umfang des Wulstes 52 entspricht.
Eine weitere Möglichkeit der Sicherung des Kontaktelementdich
tungsstopfens 4 ist das Vorsehen einer Zwischenplatte 55 mit
Öffnungen 56, in denen die Kontaktelementdichtungsstopfen 4
formschlüssig mit Preßsitz stecken. Die Kontaktelementdichtungs
stopfen 4 können Bereiche von unterschiedlichem. Durchmesser
aufweisen, so daß die Öffnung 56 von einem Bereich kleineren
Durchmessers durchgriffen wird und sich der Dichtungsstopfen 4
an der die Öffnung 56 begrenzenden Wandung der Zwischenplatte 55
mit seinem Bereich größeren Durchmessers abstützt.
Die Kontaktelementdichtungsstopfen 4 können je nach Ausbildung
der Kontaktöffnung 6 mit kreisförmigem oder rechteckigem bzw.
quadratischem Querschnitt ausgebildet sein. Sie bestehen vor
zugsweise aus einem elastischen Material und haben einen zen
tralen zylinderförmigen Körper 4a, der ein Durchgangsloch 4b
begrenzt, durch das die elektrische Kontaktverbindung geführt
wird (Fig. 8a bis 8d). An dem Körper 4a sind Dichtrippen 4c
angebunden, die mit einem Preßsitz an der Innenfläche 18 der
Kontaktelementkammer 5 anliegen, um so die Kontaktelementkammer
5 gegen das Eindringen von äußeren Umwelteinflüssen, wie z. B.
Wasser oder Schmutz, abzudichten. Die Durchgangslöcher bzw.
Durchgangsöffnungen 4b haben eine Form, die der jeweiligen elek
trischen Kontaktverbindung angepaßt sein kann. Die Dichtung muß
den Kontakt nicht berühren, d. h. die Durchgangsöffnungen 4b
können auch für mehrere Kontaktformen gleich sein, z. B. kreis
förmig (Kontatsteckstift), rechteckig (Kontaktzunge) oder qua
dratisch, oder schlitzförmig mit runden Seitenflanken ausgebil
det sein.
Die Abdichtung zwischen dem Kontaktstiftgehäuse 3 und dem Kon
takthülsengehäuse 2 kann jedoch auch durch Anlage der Stirnflä
chen 4d an den Steckgesichtern 12 erfolgen, wobei die Kontakt
elementdichtungsstopfen 4 hierbei in dem Spalt zwischen den sich
gegenüberliegenden Steckgesichtern 12 etwas zusammengedrückt
werden, so daß sie mit Preßsitz daran anliegen und einen dichten
Abschluß herstellen. Bei einer derartigen Ausführungsform, bei
der der Kontaktelementdichtungsstopfen 4 zwischen den Steckge
sichtern zusammengepreßt wird, kann es zweckmäßig sein, die
Dichtungsrippen 4c an dem Kontaktelementdichtungsstopfen 4 weg
zulassen. Das wird insbesondere dann der Fall sein, wenn es sich
als zweckmäßig erweist, den Dichtungsstopfen 4 einzuspritzen.
Das kann z. B. dann vorteilhaft sein, wenn Kotaktstiftgehäuse 3
und Kontakthülsengehäuse 2 nicht mehr entriegelt werden sollen.
Vorzugsweise kann jedoch auch von der Kombination einer Anord
nung, bei der der Kontaktelementdichtungsstopfen 4 sich in die
Kontaktelementkammer 5 etwas hinein erstreckt und mit seinem
Umfang an der Innenfläche 18 derselben anliegt, und dem Zusam
mendrücken des Kontaktelementdichtungsstopfens 4 an den Stirn
flächen 4d derselben Gebrauch gemacht werden, was insbesondere
von Vorteil ist, wenn der Kontaktelementdichtungsstopfen durch
das axiale Zusammenpressen in seinem Querschnitt auseinanderge
drückt wird, so daß er unter erhöhtem Druck an der Innenfläche
18 der Kontaktelementkammer 5 anliegt und selbst Wasser, das in
größerer Menge in den Spalt zwischen den Steckgesichtern 12
eingedrungen ist und womöglich einen hydrostatischen oder son
stigen Druck unterliegt, widerstehen kann.
Claims (13)
1. Dichtungsvorrichtung für einen mehrpoligen elektrischen
Steckverbinder, wobei der Steckverbinder (1) aus zwei
Steckverbindergehäusen (2, 3) besteht, die mit ihren Steck
gesichtsseiten (10) zusammengesteckt werden können und
jeweils mehrere in Steckrichtung etwa parallel verlaufende
Kontaktelementkammern (5) zur Aufnahme von elektrischen
Kontaktelementen (7, 8) haben, wobei die Kontaktelementkam
mern (5) in Richtung zur Steckgesichtsseite jeweils eine
Steckgesichtsöffnung (6) aufweisen, so daß in den zusammen
gesteckten Steckverbindergehäusen (2, 3) jeweils zwei sich
gegen überliegende, korrespondierende Kontaktelemente durch
die entsprechenden Steckgesichtsöffnungen (6) hindurch
einen Steckgesichtsspalt zwischen den gegenüberliegenden
Steckgesichtern überbrückend eine elektrische Kontaktver
bindung bilden,
dadurch gekennzeichnet,
daß an jeder elektrischen Kontaktverbindung (13) jeweils
ein diese umgreifender Kontaktelementdichtungsstopfen (4)
derart angeordnet ist, daß er den Steckgesichtsspalt über
greift und die Kontaktverbindungen (13) vor dem Eindringen
von äußeren Einflüssen, wie z. B. von Flüssigkeit und
Schmutz abdichtet.
2. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckgesichtsöffnungen (6) einen Öffnungsquer
schnitt haben, der etwas kleiner als der Querschnitt der
Dichtungsstopfen (4) ist, so daß bei zusammengesteckten
Steckverbindergehäusen (2, 3) die Dichtungsstopfen (4)
etwas in die Kontaktelementkammern (5) eindringen und form
schlüssig mit Preßsitz an Innenflächen (18) der Kontakt
elementkammern (5) anliegen.
3. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktelementdichtungsstopfen (4) zwischen den
Steckverbindergehäusen (2, 3) derart angeordnet sind, daß
sie beim Zusammenstecken der Steckverbindergehäuse (2, 3) in
Steckrichtung etwas zusammengedrückt werden, so daß sie mit
einem Preßsitz an den Steckverbindergehäusen (2, 3) anlie
gen.
4. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktelementdichtungsstopfen (4) aus einem ela
stischen Material bestehen und einen zylinderförmigen Kör
per (4a) haben, der mit einer Durchgangsöffnung (4b) in
Steckrichtung zur Aufnahme eines Kontaktelementes (7, 8)
durchsetzt ist, wobei am äußeren Umfang Dichtrippen (4c)
umlaufend quer zur Steckrichtung angeordnet sind.
5. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden korrespondierenden eine Kontaktverbindung
bildenden Kontaktelemente (7, 8) ein stift- und/oder zungen
förmiges Kontaktelement (7) und ein hülsen- und/oder gabel
förmiges Kontaktelement (8) umfassen.
6. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontaktdichtungsstopfen (4) auf dem stift- und/oder
zungenförmigen Kontaktelement (7) angeordnet ist und gegen
eine axiale Verschiebung gesichert ist.
7. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das stift- und/oder zungenförmige Kontaktelement eine
Kontaktbasis (7b) hat, an die ein stift- bzw. zungenförmi
ger Bereich angebunden ist, dessen Querschnitt kleiner als
der der Kontaktbasis (7b) ist und der einen Vorsprung (44)
aufweist, der in einem Abstand zur Kontaktbasis (7b) an
geordnet ist, der etwa der Länge des Kontaktdichtungsstop
fens (4) entspricht, so daß ein dazwischen angeordneter
Kontaktdichtungsstopfen (4) durch die Kontaktbasis (7b) und
den Vorsprung (44) gegen ein Verschieben in Steckrichtung
gesichert ist.
8. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontaktelementdichtungsstopfen (4) durch eine ihn
umgreifende Klammer mit dem Kontaktelement (7) fest ver
bunden ist.
9. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontaktelementdichtungsstopfen (4) an einem der
Steckverbindergehäuse (2, 3) in Steckrichtung gegen ein
Verrutschen gesichert ist.
10. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Steckgesichtsöffnungen (6) eines der
Steckverbindergehäuse (2, 3) einstückig mit dem Steckver
bindergehäuse (6) ausgebildete Ösen (50) vorgesehen sind,
in denen ein Bereich, vorzugsweise ein Endbereich, des
Kontaktelementdichtungsstopfens (4) formschlüssig mit Preß
sitz gehalten ist.
11. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Zwischenplatte (55) zwischen den zusammengesteck
ten Steckverbindergehäusen (2, 3) vorgesehen ist und Durch
gangslöcher (56) zum Durchführen der Kontaktverbindungen
(13) aufweist.
12. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontaktelementdichtungsstopfen (4) zylinderförmig
oder kegelstumpfförmig ohne Dichtungsrippen (4c) ausgebil
det ist.
13. Mehrpoliger elektrischer Steckverbinder mit zwei zusammen
steckbaren Steckverbindergehäusen (2, 3) und einer Dich
tungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944430775 DE4430775A1 (de) | 1994-08-30 | 1994-08-30 | Dichtungsvorrichtung für mehrpolige elektrische Steckverbinder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944430775 DE4430775A1 (de) | 1994-08-30 | 1994-08-30 | Dichtungsvorrichtung für mehrpolige elektrische Steckverbinder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4430775A1 true DE4430775A1 (de) | 1996-03-07 |
Family
ID=6526930
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944430775 Withdrawn DE4430775A1 (de) | 1994-08-30 | 1994-08-30 | Dichtungsvorrichtung für mehrpolige elektrische Steckverbinder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4430775A1 (de) |
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