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1. Gebiet
der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
einen Leistungsschalter, der typischerweise im Verlauf von Stromkabeln
in einem Elektrofahrzeug vorgesehen sein kann.
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2. Beschreibung des einschlägigen Standes
der Technik
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Bei bestimmten Modellen von elektrischen Fahrzeugen
ist ein Leistungsschalter im Verlauf von Stromkabeln vorgesehen,
so daß diese
bei Bedarf, wie etwa bei der Wartung, unterbrochen werden können. Ein
Beispiel des Standes der Technik für einen solchen Leistungsschalter
ist in der japanischen Offenlegungsschrift (Kokai) Nr. 223439/1997
beschrieben. Wie in 10 gezeigt
ist, weist der allgemein unter a gezeigte Leistungsschalter ein
Gehäuse
b und zwei zylindrische feststehende Elektroden c und d auf, die
freistehend im Gehäuse
b angeordnet sind, so daß sie
einen bipolaren Aufbau zur Verfügung stellen.
Eine feststehende Elektrode c ist mit einer an ein Elektrokabel
e angedrückten
metallischen Anschlußplatte
f verbunden, während
die weitere feststehende Elektrode d über eine Sammelschiene h mit einem
Ende einer Schmelzsicherung i verbunden ist. Das andere Ende der
Schmelzsicherung i ist mit einer an ein Elektrokabel e angedrückten metallischen Anschlußplatte
g verbunden.
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Eine bewegliche Elektrode j mit einem
Handgriff o kann in oder außer
Kontakt mit den feststehenden Elektroden c und d gebracht werden.
Die Kombination dieser Elektroden stellt einen Trennschalter p dar,
der zwischen den Elektrokabeln mit der Schmelzsicherung i in Reihe
verbunden ist. Die bewegliche Elektrode j des Trennschalters p weist
Kontakte k und m auf, die über
einen Verbindungsabschnitt n eine Verbindung herstellen. Die Kontakte
k und m werden in oder außer
Kontakt mit den feststehenden Elektroden c und d gebracht, um einen Durchgang
zwischen den Elektrokabeln e herzustellen oder zu unterbrechen.
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Bei Elektrofahrzeugen ist es heutzutage
erforderlich, daß sie
kleinere und leichtere Teile verwenden, wobei der Leistungsschalter
a keineswegs eine Ausnahme darstellt. Ein Problem bei diesem Leistungsschalter
ist es, daß seine
minimale Größe durch
den bipolaren Aufbau der feststehenden Elektroden c und d bestimmt
wird, und die Erfordernis einer weiteren Verringerung der Größe und des
Gewichts nicht erfüllt
werden kann.
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Als ein weiteres Problem, um die
bewegliche Elektrode j in Eingriff mit den feststehenden Elektroden
c und d zu bringen, müssen
die zwei Kontakte k und m deckungsgleich mit der jeweiligen feststehenden
Elektrode c bzw. d sein, jedoch beinhaltet dies einen umständlichen
Arbeitsschritt. Falls die Kontakte und die feststehenden Elektroden
in Positionen installiert sind, die von einer exakten Übereinstimmung versetzt
sind, erhöht
sich der zum Einsetzen der beweglichen Elektrode j erforderliche
Druck, wodurch es schwierig wird, diese Elektrode in oder außer Kontakt
mit den feststehenden Elektroden zu bringen.
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Die Schrift
EP 0 537 751 A beschreibt
einen Leistungsschalter gemäß dem Oberbegriff
von Patentanspruch 1.
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BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung entstand
unter diesen Umständen
und hat die Aufgabe, einen Leistungsschalter zur Verfügung zu
stellen, der kleiner und leichter gemacht ist und es leichter macht,
die bewegliche Elektrode in oder außer Kontakt mit den feststehenden
Elektroden zu bringen.
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Um die oben genannte Aufgabe zu lösen, wird
gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung ein Leistungsschalter zur Verfügung gestellt,
welcher aufweist: ein Paar feststehende Elektroden, eine bewegliche
Elektrode, die mit dem Paar von feststehenden Elektroden in oder
außer
Kontakt gebracht wird, um eine Verbindung der feststehenden Elektroden herzustellen
bzw. zu unterbrechen, und ein Gehäuse der beweglichen Elek trode,
das aus einem Isolierharz gefertigt ist, wobei die bewegliche Elektrode
in einstückiger
Kombination Halteteile aufweist, die in dem Gehäuse gehalten sind, eine Kontaktfahne,
die entweder die feststehenden Elektroden kontaktiert oder von ihnen
abhebt, und ein Verbindungsteil mit einer geringen Breite, welches
die Halteteile und die Kontaktfahne miteinander verbindet.
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Gemäß einem zweiten Aspekt der
Erfindung bilden die Halteteile eine Röhrenform, welche die Kontaktfahne
umgibt.
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Gemäß einem dritten Aspekt der
Erfindung ist die Kontaktfahne im distalen Endabschnitt durch einen
Schlitz längsgeteilt,
der sich vom distalen Ende zum Ansatzende hin erstreckt.
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Gemäß einem vierten Aspekt der
Erfindung sind die feststehenden Elektroden jeweils mit einer elastischen
Fahne versehen, die durch Biegen des freien Endes in eine U-Form
gebildet ist, so daß sie parallel
mit der Richtung ist, in der die bewegliche Elektrode eingesetzt
ist.
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Bei dem ersten Aspekt der Erfindung
hat das Paar von feststehenden Elektroden einen einpoligen Aufbau,
der durch gegenüberliegende
Anordnung von zwei Elektroden hergestellt wird. Im Vergleich mit feststehenden
Elektroden, die in einem bipolaren Aufbau angeordnet sind, erfordert
der einpolige Aufbau weniger Einbauraum, und es kann ein kleinerer und
leichterer Leistungsschalter verwirklicht werden. Die feststehenden
Elektroden eines einpoligen Aufbaus besitzen darüber hinaus den Vorteil, daß die Wahrscheinlichkeit
des Auftretens eines Versatzes zwischen den Positionen des Paares
von feststehenden Elektroden und der beweglichen Elektrode verringert
wird, wodurch es leichter gemacht wird, die bewegliche Elektrode
in oder außer
Kontakt mit den feststehenden Elektroden zu bringen. Als ein weiterer
Vorteil ist die bewegliche Elektrode in einem aus einem Isolierharz
gefertigten Gehäuse
enthalten, so daß die
Sicherheit gewährleistet
ist, wenn sie in oder außer
Kontakt mit den feststehenden Elektroden gebracht wird.
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Da die bewegliche Elektrode in dem
Gehäuse
enthalten ist, könnte
man vermuten, daß der
Arbeitsschritt des Positionierens des Gehäuses einen Versatz mit den
Positionen der feststehenden Elektroden eher hervorrufen als beseitigen
wird. Bei der vorliegenden Erfindung kommt dies jedoch nicht vor; die
Kontaktfahne der beweglichen Elektrode, welche das Paar von feststehenden
Elektroden kontaktiert, und das im Gehäuse gehaltene Halteteil sind über das
Verbindungsteil mit einer geringen Breite miteinander verbunden,
und sobald sich das Verbindungsteil verformt, indem es sich durchbiegt,
nimmt es jeglichen Positionsversatz auf und gewährleistet so, daß keine
Scheuerbeanspruchung auf die bewegliche Elektrode bzw. die feststehenden
Elektroden ausgeübt
wird. Dies erleichtert den Vorgang, mit dem die bewegliche Elektrode
in oder außer
Kontakt mit den feststehenden Elektroden gebracht wird.
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Bei dem zweiten Aspekt der Erfindung
sind die Halteteile der beweglichen Elektrode in einer die Kontaktfahne
umgebenden Röhrenform
ausgebildet, weshalb es der Kontaktfahne unmöglich ist, sich durch Anstoßen gegen
einen Fremdkörper
zu verformen oder beim Herstellungsvorgang bei dem Schritt des Einbaus
der beweglichen Elektrode am Gehäuse beschädigt zu
werden.
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Bei dem dritten Aspekt der Erfindung
ist der distale Endabschnitt der Kontaktfahne der beweglichen Elektrode
durch einen Schlitz in zwei Teile längsgeteilt, weshalb die bewegliche
Elektrode, wenn sie mit den feststehenden Elektroden in Eingriff gebracht
wird, eine bessere Passung besitzt und dadurch einen stabilen Kontakt
mit diesen gewährleistet.
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Bei dem vierten Aspekt der Erfindung
sind die feststehenden Elektroden jeweils mit der elastischen Fahne
versehen und können
daher einen stabileren Kontakt mit der Kontaktfahne der beweglichen
Elektrode aufweisen.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
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1 zeigt
im Schnitt die Steckereinheit und die Buchseneinheit eines Leistungsschalters
gemäß der ersten
Ausführungsform
der Erfindung im voneinander getrennten Zustand zum Unterbrechen
des Kreises;
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2 zeigt
im Schnitt die beiden Grundeinheiten im zusammengefügten (verbundenen)
Zustand zum Schließen
des Kreises;
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3 ist
eine perspektivische auseinandergezogene Ansicht der wesentlichen
Teile des Leistungsschalters gemäß der ersten
Ausführungsform der
Erfindung;
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4 ist
eine Draufsicht auf die bewegliche Elektrode in dem Leistungsschalter
gemäß der ersten
Ausführungsform
der Erfindung;
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5 ist
eine Vorderansicht der gleichen beweglichen Elektrode;
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6 ist
eine Seitenansicht der gleichen beweglichen Elektrode;
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7 ist
eine perspektivische auseinandergezogene Ansicht der wesentlichen
Teile eines Leistungsschalters gemäß der zweiten Ausführungsform der
Erfindung;
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8 ist
eine Schnittansicht eines Leistungsschalters gemäß der dritten Ausführungsform der
Erfindung;
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9 ist
eine perspektivische Ansicht von einer der gepaarten feststehenden
Elektroden, die in dem Leistungsschalter gemäß der dritten Ausführungsform
der Erfindung verwendet werden; und
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10 ist
eine perspektivische Ansicht eines Leistungsschalters des Standes
der Technik.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Im nachfolgenden sind mehrere Ausführungsformen
der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben.
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Erste Ausführungsform
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Es wird nun die erste Ausführungsform
der Erfindung unter Bezugnahme auf die 1–6 beschrieben. Diese Ausführungsform
betrifft einen Leistungsschalter, der im Verlauf von Versorgungskabeln in
einem Elektrofahrzeug vorgesehen ist. Der Leistungsschalter besteht
aus einer Steckereinheit 10, die im unteren Block von 1 gezeigt ist, und einer Buchseneinheit 20,
die im oberen Block gezeigt ist. Es wird zuerst eine Beschreibung
der Steckereinheit 10 gegeben, die eine innere Röhre 11 und
eine äußere Röhre 12 aufweist,
welche jeweils die Form einer allgemein rechteckigen Röhre besitzen
und in ihrer Kombination ein auf der Unterseite abgeschlossenes Steckergehäuse 13 bilden,
in dessen Innerem ein Paar von feststehenden Elektroden 14 befestigt
ist. Jede feststehende Elektrode 14 ist durch Biegen einer
Metallplatte in eine allgemeine L-Form ausgebildet. Die Unterseiten 14A der
feststehenden Elektroden 14 sind mit Schrauben 15 am Boden
des Steckergehäuses 13 befestigt,
und ihre vertikalen Seiten 14B sind an entgegengesetzten
Seiten einer Elektrodenhalteplatte 16 befestigt, die freistehend
und einstückig
mit der Mitte der inneren Röhre 11 angeordnet
ist. Jede vertikale Seite 14B weist einen sich in der Vertikalrichtung
erstreckenden Kontakthöcker 14C auf.
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Jede Schraube 15 spannt
auch eine metallische Anschlußplatte 18 fest,
die an jedem Kabel 17 in der Versorgungsleitung eines Elektrofahrzeugs festgeklemmt
ist, so daß die
zwei Kabel 17 durch die beiden feststehenden Elektroden 14 unterbrochen sind.
Die linke Seite der äußeren Röhre 12 des
Steckergehäuses 13 weist
eine Eingriffswand 19 auf, die einstückig damit vorsteht, wobei
in dieser Wand ein Eingriffsloch 19A ausgebildet ist.
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Die Buchseneinheit 20 weist
ein Buchsengehäuse 21 und
eine darin enthaltene bewegliche Elektrode 30 auf. Das
aus einem Isolierkunstharz geformte Buchsengehäuse 21 besteht aus
einer Elektrodenhalteröhre 22 mit
der Form einer rechteckigen Röhre, die
in die innere Röhre 11 des
Steckergehäuses 13 eingesteckt
wird, und einer äußeren Röhre 23,
die zwischen die innere Röhre 11 und
die äußere Röhre 12 des
Steckergehäuses 13 eingeschoben
werden kann. Das Buchsengehäuse 21 besitzt
die Form eines umgestülpten
Behälters,
wobei die beiden Röhren 22 und 23 auf
der Oberseite miteinander verbunden sind, und kann in das Steckergehäuse 13 eingefügt werden.
Die äußere Röhre 23 des
Buchsengehäuses 21 weist
als damit einstückigen
Teil eine elastische Eingriffsfahne 24 auf, die sich vom
unteren Ende der linken Seite nach oben erstreckt. Wenn die zwei
Gehäuse 13 und 21 gemäß der Darstellung
in 2 zusammengesetzt
sind, fügt
sich ein Eingriffsvorsprung 24A der elastischen Eingriffsfahne 24 in das
Eingriffsloch 19A im Steckergehäuse 13 ein, wodurch
das Buchsengehäuse 21 nicht
aus dem Steckergehäuse 13 herausrutschen
kann. Die äußere Röhre 23 des
Buchsengehäuses 21 weist
eine in sie eingesetzte ringförmige
Wasserdichtung 25 auf, so daß sich die innere Umfangsfläche der
Wasserdichtung 25 im zusammengesetzten Zustand der beiden Gehäuse 13 und 21 in
inniger Anlage an der äußeren Umfangsfläche der
inneren Röhre 11 des
Steckergehäuses 13 befindet
und so das Eindringen von Wasser in die innere Röhre 11 verhindert.
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Die Elektrodenhalteröhre 22 hält die bewegliche
Elektrode 30, die gegen Herausrutschen durch ein Halteelement 26 gesichert
ist, das wiederum mittels eines Eingriffsvorsprungs 22A am
unteren Ende der Elektrodenhalteröhre 22 gegen Herausrutschen gesichert
ist.
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Es wird nun die bewegliche Elektrode 30 im Detail
beschrieben. Diese Elektrode ist durch Biegen einer einzigen Metallplatte
in die in den 3-6 gezeigte Form ausgebildet.
Wie in 5 konkret gezeigt
ist, weist die bewegliche Elektrode 30 eine im wesentlichen
U-förmige
Kontaktfahne 31 mit einer U-förmigen Biegung 31A auf,
die sich nach unten erstreckt, wobei sich der Abstand der beiden
Arme zunehmend verringert, so daß diese an den unteren Enden
nach außen
hin gekrümmte
Führungen 31B bilden.
Der Abstand zwischen den gekrümmten
Führungen 31B ist
so eingestellt, daß er
kleiner als die Dicke der Elektrodenhalteplatte 16 der
Steckereinheit 10 ist. Die bewegliche Elektrode 30 weist
des weiteren ein Paar von Halteteilen 32 in einer solchen Position
auf, daß sie
die Kontaktfahne 31 von entgegengesetzten Seiten her kontaktieren.
Die Halteteile 32 haben jeweils einen U-förmigen Querschnitt
und bilden im zusammengesetzten Zustand eine rechteckige Röhre, welche
die Kontaktfahne 31 von entgegengesetzten Seiten her hält und in
der Elektrodenhalteröhre 22 des
Buchsengehäuses 21 aufgenommen
ist. Die in die Elektrodenhalteröhre 22 eingesteckten
Halteteile 32 stellen keinen Anlagekontakt mit deren Innenflächen her,
sondern lassen einen geringen Spalt frei, der groß genug
ist, um eine gewisse Flatterbewegung zuzulassen.
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Das obere Ende eines jeden Halteteiles 32 und
die U-förmige
Biegung 31A der Kontaktfahne 31 sind mit Hilfe
eines Verbindungsteiles 33 mit einer geringen Breite als
Einheit zusammengefügt,
so daß die Kontaktfahne 31 von
oben her aufgehängt
ist und zwischen den Halteteilen 32 liegt. Das Verbindungsteil 33 mit
einer geringen Breite, das die Kontaktfahne 31 aufgehängt hält, kann
sich in einer Durchbiegung verformen, so daß die unteren Enden der Kontaktfahne 31 in
der Richtung des zweispitzigen Pfeils A in 1 hin- und herschwingen. Jedes Halteteil 32 weist
an seinem unteren Ende einen nach innen gebogenen Kontaktfahnenschutz 34 auf.
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Der Leistungsschalter gemäß der ersten Ausführungsform
der Erfindung mit dem obenstehend beschriebenen Aufbau funktioniert
folgendermaßen.
Wenn die Buchseneinheit 20 nicht in die Steckereinheit 10 eingeschoben
ist, wie in 1 gezeigt ist,
stehen die feststehenden Elektroden 14 nicht in Kontakt
miteinander, so daß die
Elektrokabel 17 elektrisch unterbrochen sind.
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Wenn die Buchseneinheit 20 in
die Steckereinheit 10 eingeschoben wird, wird die Elektrodenhalteröhre 22 der
Buchseneinheit 20 zuerst in die innere Röhre 11 des
Stekkergehäuses 13 eingeschoben,
und da sie von der inneren Umfangsfläche der inneren Röhre 11 geführt wird,
wird das Einfügen
der Buchseneinheit 20 fortgesetzt, bis die Kontaktfahne 31 der
beweglichen Elektrode 30 die beiden feststehenden Elektroden 14 kontaktiert
und übergreift,
wodurch ein Durchgang zwischen diesen feststehenden Elektroden hergestellt
wird (s. 2).
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Bei dem obenstehend beschriebenen
Einsetzvorgang werden das Gehäuse 13 der
Stekkereinheit 10 und das Gehäuse 21 der Buchseneinheit 20 ineinandergeschoben,
um einen Positionierungseffekt zu bewirken, und die bewegliche Elektrode 30 kontaktiert
und übergreift
die feststehenden Elektroden 14 in den durch diesen Positionierungseffekt festgelegten
Positionen. Die feststehenden Elektroden 14 sind im Steckergehäuse 13 befestigt,
und die bewegliche Elektrode 30 ist im Buchsengehäuse 21 vorgesehen,
so daß die
beiden Gruppen von Elektroden 14 und 30 einander
theoretisch in angemessenen Relativpositionen kontaktieren müßten. In
der Praxis sind jedoch verschiedentlich Abweichungen wie etwa Abweichungen
beim Biegen von Elektroden, beim Formen von Gehäusen und beim Einbau von Elektroden
nicht zu vermeiden, und selbst wenn die Gehäuse 13 und 21 infolge
des Positionierungseffektes in den normalen Positionen zusammengesetzt
werden können,
kann es vorkommen, daß die beiden
Gruppen von Elektroden 14 und 30 zueinander versetzt
sind. In einem solchen Fall könnten
die Elektroden 14 und 30 bei dem Vorgang des Zusammensetzens
der Gehäuse 13 und 21 anfänglich schräg oder in
einem versetzten Zustand miteinander in Berührung kommen.
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Bei der betrachteten Ausführungsform
ist die Kontaktfahne 31 der beweglichen Elektrode 30 über das
Verbindungsteil 33 mit einer geringen Breite an jedes Halteteil 32 angefügt. Selbst
wenn die Halteteile 32 in Bezug auf das Steckergehäuse 13 so
positioniert sind, als seien sie einstückig mit dem Buchsengehäuse 21 ausgebildet,
verformt sich daher das Verbindungsteil 33 mit einer geringen
Breite in einer Durchbiegung, wenn die Kontaktfahne 31 in
das Steckergehäuse 13 eingeschoben
wird, bis sie die feststehenden Elektroden 14 übergreift;
infolgedessen wird jeglicher Versatz zwischen den beiden Gruppen von
Elektroden 14 und 30 wirksam aufgenommen, und diese Elektroden
gelangen problemlos in die letztendlichen Einfügepositionen, ohne irgendwelche ungehinderten
Scheuerbeanspruchungen zu erzeugen. Überdies können die Halteteile 32 der
beweglichen Elektrode 30 innerhalb der Elektrodenhalteröhre 22 des
Buchsengehäuses 21 eine
gewisse Flatterbewegung ausführen,
wobei auch dieses Flattern den Ef fekt hat, Positionierungsabweichungen
aufzunehmen. Infolgedessen kann die Buchseneinheit 20 (bewegliche
Elektrode 30) auf sehr einfache Weise in und außer Eingriff
mit der Steckereinheit 10 (feststehende Elektroden 14)
gebracht werden.
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Offensichtlich besitzt das Paar von
feststehenden Elektroden 14 einen einpoligen Aufbau, der durch
die gegenüberliegende
Anordnung von zwei Elektroden hergestellt wird. Im Vergleich mit
dem Leistungsschalter des Standes der Technik, bei dem feststehende
Elektroden in einem bipolaren Aufbau angeordnet sind, erfordert
der einpolige Aufbau einen kleineren Einbauraum, und ein kleinerer
und leichterer Leistungsschalter kann erzielt werden. Als ein weiterer
Vorteil ist die bewegliche Elektrode 30 in dem aus einem
Isolierharz gefertigten Buchsengehäuse 21 enthalten,
so daß die
Sicherheit gewährleistet
ist, wenn sie in oder außer
Eingriff mit den feststehenden Elektroden 14 gebracht wird. Überdies
bilden bei der betrachteten ersten Ausführungsform die Halteteile 32 der
beweglichen Elektrode 30 eine Röhrenform, welche die Kontaktfahne 31 umgibt,
so daß keine
Möglichkeit
für die
Kontaktfahne 31 besteht, sich durch Anstoßen gegen
einen Fremdkörper
zu verformen oder bei dem Vorgang der Herstellung des Leistungsschalters
während
des Vorgangs des Einbaus der beweglichen Elektrode 30 am Buchsengehäuse 21 beschädigt zu
werden.
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Zweite Ausführungsform
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7 zeigt
die zweite Ausführungsform
der Erfindung. Sie unterscheidet sich in zwei Punkten von der ersten
Ausführungsform:
erstens weist die Kontaktfahne 31 der beweglichen Elektrode 30 einen Schlitz 35 auf,
der sich vom distalen Ende auf das Ansatzende hin erstreckt, so
daß er
den distalen Endabschnitt der Länge
nach in zwei Teile teilt; zweitens sind zwei Kontakthöcker 14C auf
entsprechende Weise an jeder feststehenden Elektrode 14 ausgebildet.
Die weiteren Merkmale der zweiten Ausführungsform sind im wesentlichen
die gleichen wie bei der ersten Ausführungsform und erfordern keine
ausführliche
Beschreibung.
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Bei dieser Bauform kontaktieren die
geteilten Abschnitte des Kontaktsteckers 31 jeweils die
beiden Kontakthöcker 14C und
stellen so einen formschlüssigeren
Kontakt zwischen den beiden Gruppen von Elektroden zur Verfügung.
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Dritte Ausführungsform
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Die 8 und 9 zeigen die dritte Ausführungsform
der Erfindung. Auch diese unterscheidet sich in zwei Punkten von
der ersten Ausführungsform:
erstens weist die vertikale Seite 14A einer jeden feststehenden
Elektrode 14 eine elastische Fahne 14D auf, die
durch Hinunterbiegen ihres freien Endes in eine U-Form ausgebildet
ist; zweitens weist die vertikale Seite 14A eine Eingriffsfahne 14E auf,
die von ihrem oberen Ende vorsteht und in Eingriff mit dem oberen
Abschnitt der Elektrodenhalteplatte 16 des Steckergehäuses 13 gelangt.
Die weiteren Merkmale der dritten Ausführungsform sind im wesentlichen
die gleichen wie bei der ersten Ausführungsform und erfordern keine
ausführliche
Beschreibung.
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Bei dieser Bauform trägt die elastische
Fahne 14D einer jeden feststehenden Elektrode 14 auch zur
Erzeugung einer elastischen Kraft am Berührungspunkt mit der beweglichen
Elektrode 30 bei, und selbst wenn an den feststehenden
Elektroden 14 keine Kontakthöcker vorgesehen sind, können sie über die
gesamte Fläche
der Kontaktfahne 31 in Kontakt mit der beweglichen Elektrode
treten. Infolgedessen können
die beiden Gruppen von Elektroden einen zuverlässigeren Kontakt besitzen,
während gleichzeitig
der Kontaktwiderstand verringert ist.
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Weitere Ausführungsformen
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Die vorliegende Erfindung ist keineswegs
auf die anhand der vorausgegangenen Beschreibung und die beigefügte Zeichnung
beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt.
Auch die nachfolgenden Ausführungsformen
sind realisierbar und im technischen Schutzumfang der Erfindung
enthalten.
- (1) Bei jeder der obenstehend beschriebenen Ausführungsformen
sind die feststehenden Elektroden von einem bipolaren Typ, können jedoch von
einem dreipoligen Typ sein, bei dem sie mit drei Bereichen eines
Kreises versehen sind, die durch einen Winkel von 120° voneinander
beabstandet sind, wobei eine feststehende Elektrode zwei zueinander
benachbarten feststehenden Elektroden gegenüberliegend angeordnet ist,
so daß zwei
feststehende Elektroden bezüglich
einer gemeinsamen feststehenden Elektrode ein Paar bilden.
- (2) Bei jeder der obenstehend beschriebenen Ausführungsformen
ist der Leistungsschalter so gestaltet, daß er nur eine Schaltfunktion
besitzt, jedoch kann er auch so gestaltet sein, daß eine mit
den feststehenden Elektroden verbundene Schmelzsicherung in die
Steckereinheit eingegliedert ist.
- (3) Bei jeder der obenstehend beschriebenen Ausführungsformen
befindet sich das Paar von feststehenden Elektroden auf der Steckerseite, und
die bewegliche Elektrode auf der Buchsenseite, die in die Steckerseite
eingeschoben wird. Der Grundgedanke der Erfindung ist auch dann
anwendbar, wenn sich das Paar von feststehenden Elektroden auf der
Buchsenseite und die bewegliche Elektrode auf der Steckerseite befindet.
- (4) Falls sich das Paar von feststehenden Elektroden auf der
Steckerseite befindet, ist die jeweilige Formgebung der feststehenden
Elektroden nicht auf einen Zylinder beschränkt und kann ein Prisma sein.
Selbst nicht-säulenartige
Formen liegen im Schutzumfang der Erfindung.