DE4335304C2 - Verfahren zum Betreiben eines Doppelsiebformers - Google Patents
Verfahren zum Betreiben eines DoppelsiebformersInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F9/00—Complete machines for making continuous webs of paper
- D21F9/003—Complete machines for making continuous webs of paper of the twin-wire type
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines
Doppelsiebformers einer Papiermaschine gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs.
Bezüglich des Standes der Technik wird auf die folgenden
Druckschriften verwiesen:
- 1) WO 91/01408
- 2) DE-PS 6 82 894
- 3) US-A-5 045 153
- 4) DE-PS 20 23 521.
Druckschrift (3) ist ein typisches Beispiel für einen
Doppelsiebformer einer Papiermaschine. Hierbei sind Leisten
in beiden Siebschlaufen angeordnet. Dabei sind die Leisten
innerhalb der einen Siebschlaufe den Leisten innerhalb der
anderen Siebschlaufe gegenüberliegend angeordnet. Die
Leisten der einen wie auch der anderen Gruppe können sich
innerhalb von Saugkästen befinden weil die den gesamten
Bereich der Leisten mit Unterdruck beaufschlagen, um somit
die Entwässerung zu steigern. Die Saugkästen haben
entsprechende Sauganschlüsse, an welchen ein Unterdruck
angelegt wird, um das Wasser aus den Kästen zu entfernen.
Die zur Bildung des Oberbegriffs herangezogene
Druckschrift (1) befaßt sich im einzelnen mit der
Gestaltung und dem Betreiben von Saugkästen für die
Siebpartie einer Papiermaschine. Dabei geht es um ein
möglichst intensives und rasches Entwässern der noch sehr
feuchten Papierbahn. Auf Seite 12 dieser Schrift ist
erläutert, daß sich innerhalb der Saugkästen ein Meniskus
einstellt. Dies bedeutet somit, daß sich zwischen dem
Spiegel des im Saugkasten angesammelten Siebwassers und dem
Sieb ein Luftpolster verbleibt.
Der Papiermacher ist bestrebt, ein Papier zu erzeugen, das
in jeder Beziehung homogen ist. Ganz besondere Bedeutung
hat dabei der Aufbau der entstehenden Papierbahn über ihre
Dicke hinweg. Die Papierbahn soll nämlich - in einem
Querschnitt gesehen - jedenfalls im Bereich ihrer beiden
Seiten eine möglichst gleichmäßige Zusammensetzung haben.
Dies betrifft vor allem den Gehalt an sogenannten
Feinstoffen sowie Füllstoffen, die beide für die
Bedruckbarkeit des fertigen Papieres von entscheidender
Bedeutung sind. Man strebt somit an, die Zweiseitigkeit,
wie der Fachausdruck lautet, zu vermeiden. Hierzu wurden
stets große Anstrengungen unternommen, bis heute jedoch
ohne den vollen Erfolg.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Betreiben eines Doppelsiebformers zu schaffen, mit dem die
Zweiseitigkeit des Papiers verringert oder vermieden wird.
Diese Aufgabe wird durch die Kombination der im Patentanspruch
enthaltenen Merkmale gelöst.
Die Erfinder haben erkannt, daß die oben genannten
Entwässerungskästen während des Betriebes der
Papiermaschine nicht oder nicht vollständig mit Siebwasser
gefüllt sind. Der Siebwasserspiegel innerhalb des
Saugkastens kann während des Betriebes ganz erheblich
schwanken. So kann es Phasen geben, in welchen sich der
Spiegel fast am Boden des Kastens befindet, und solche, in
welchen er das Sieb mehr oder minder berührt. Außerdem
haben die Erfinder festgestellt, daß es bei solchen
Bedingungen zu stark bewegten Wasserspiegeln innerhalb der
Saugkästen kommt, und daß hierdurch das im Entstehen
begriffene Papierblatt durch das von unten heranklatschende
Siebwasser ausgewaschen wird, so daß der Gehalt an
Füllstoffen und Feinstoffen verarmt. Insgesamt gesehen
führen alle diese Erscheinungen zu Störungen der
Blattbildung, und damit zu einer Minderung der
Gleichmäßigkeit der entstehenden Papierbahn.
Die Erfinder haben ferner erkannt, daß der an das Sieb
angrenzende Innenraum des Saugkastens ständig voll Wasser
sein sollte, so daß das Sieb stets "unter Wasser steht".
Ist dies der Fall, so kann es nicht zu dem genannten
Auswaschen des Papierblattes kommen. Es wird zwar
entwässert, jedoch wird das Wasser in der Menge aus dem
betreffenden Saugkasten abgeführt, in welchem es ihm durch
das Sieb hindurch zuströmt, so daß es nicht zu einem freien
Spiegel des Siebwassers im Saugkasten kommen kann.
Die Erfindung läßt sich sowohl bei sogenannten
Hybridformern als auch bei sogenannten Gapformern anwenden.
Dabei kann unter anderem wichtig sein, daß sich die
Saugkästen des einen Siebes und jene des anderen Siebes
gegenüberliegen, und zwar derart, daß sie sich wenigstens
teilweise überlappen. Es kann vorteilhaft sein, daß die
Saugkästen auf der einen und auf der anderen Seite der
Entwässerungsstrecke formidentisch ausgebildet sind.
Die Erfindung läßt sich sowohl bei horizontaler als auch
bei vertikaler Entwässerungsstrecke anwenden, aber auch bei
einer gegen die Horizontale geneigten Entwässerungsstrecke.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert.
Darin ist im einzelnen folgendes dargestellt:
Fig. 1 zeigt schematisch in Seitenansicht gesehen einen
Doppelsiebformer mit zwei Sieben 1, 2, die jeweils eine
Siebschlaufe miteinander bilden. Das untere der beiden
Siebe, nämlich Sieb 1, umschlingt unter anderem einen
Siebtisch 3 mit gekrümmter Arbeitsfläche, sodann einen
Saugkasten 4 mit einer Mehrzahl von Entwässerungsleisten 5,
und schließlich einen Trennsauger 6. Das Obersieb 2
umschlingt einen Saugkasten 14 mit darin befindlichen
Entwässerungsleisten 15. Außerdem sind beiden Siebschlaufen
Leitwalzen zugeordnet, die aber für die Erfindung keine
Rolle spielen.
Die innerhalb des Saugkastens 4 befindlichen
Entwässerungsleisten 5 sind elastisch gegen Sieb 1
angedrückt, während die Entwässerungsleisten 15 des
Saugkastens 14 von Sieb 2 starr gelagert sind. Die Leisten
5 und die Leisten 15 sind auf Lücke angeordnet.
Fig. 2 zeigt etwas genauer die Art und Weise, in welcher
Saugkasten 14 gestaltet sein kann. Saugkasten 14 ist durch
eine Trennwand 14.3 in zwei Saugkästen 14.1, 14.2
unterteilt. Man erkennt ferner Sauganschlüsse 14.4 und
14.5.
Noch aufschlußreicher sind die Fig. 3 und 4. Beide
Darstellungen sind Vertikalschnitte durch die im
wesentlichen horizontal angeordnete Entwässerungsstrecke,
welche aus den beiden Sieben 1 und 2 gebildet ist. Dabei
ist Fig. 3 ein Vertikalschnitt in Laufrichtung der
Papierbahn, und Fig. 4 ein Vertikalschnitt senkrecht zur
Laufrichtung der Papierbahn. Man erkennt wiederum die
beiden Saugkästen 4, 14, sowie bereits in Fig. 1 angedeutet,
ferner die Entwässerungsleisten 5 bzw. 15. Der untere
Saugkasten 4 ist an ein Standrohr 4.1 angeschlossen, das
mit dem Innenraum des Saugkastens hier in leitender
Verbindung steht. Standrohr 4.1 weist einen Sauganschluß
4.2 auf. Im Standrohr 4.1 wird mittels Unterdruckes ein
Siebwasserspiegel 4.3 hergestellt, der deutlich oberhalb
des Siebes 1 liegt. Die beiden Siebe 1 und 2 umhüllen
sandwichartig die im Entstehen begriffene Papierbahn 7.
Auch Saugkasten 14 hat einen Unterdruckanschluß 14.2. Der
Siebwasserspiegel 14.3 von Saugkasten 14 liegt natürlich
ebenfalls oberhalb von Sieb 2, was sich bei Anwendung von
Saugkästen in einem Doppelsieb automatisch ergibt.
Wesentlich ist allerdings, daß die beiden Saugkästen 4 und
14 einander gegenüberliegen, wie man aus den Fig. 3 und 4
erkennt.
In den Fig. 5 und 6 ist die Erfindung bei einem
Doppelsiebformer mit im wesentlichen vertikaler
Entwässerungsstrecke angewandt. Man erkennt wiederum die
zwei Siebe 1, 2, die jeweils eine geschlossene Siebschlaufe
bilden. Innerhalb des Siebes 1 befindet sich wiederum ein
Saugkasten 4 mit Entwässerungsleisten 5, die elastisch
gegen die Innenfläche von Sieb 1 anstellbar sind. Innerhalb
von Sieb 2 befindet sich ein Entwässerungskasten 14 mit
Entwässerungsleisten 15, die nicht-nachgiebig angeordnet
sind und somit ortsfest an der Innenfläche von Sieb 1
anliegen.
Die beiden Saugkästen weisen Sauganschlüsse 4.4 und 14.4
auf, ferner Standrohre 8 und 18. Die Standrohre haben
Sauganschlüsse 8.1 bzw. 18.1. Dabei wird im Betrieb der
Unterdruck an den Sauganschlüssen 8.1 und 18.1 derart
bemessen, daß der Spiegel 8.2 bzw. 18.2 in dem betreffenden
Standrohr deutlich oberhalb der Oberkante des betreffenden
Saugkastens liegt, so daß die beiden Siebe 1,2 ständig
"unter Wasser stehen".
Alternativ zur Ausführungsform gemäß Fig. 5 können die
beiden Entwässerungskästen 4,14 mit ihren zugehörenden
Entwässerungsleisten 5 bzw. 15 gemäß Fig. 6 ausgebildet
werden.
Dem Doppelsiebformer ist selbstverständlich ein
Stoffauflauf zugeordnet, von welchem in den Fig. 1 und 5
nur die Auslaufdüse 10 dargestellt ist. Außerdem schließen
sich an die Doppelsiebformer die üblichen Aggregate an, im
allgemeinen eine Pressenpartie, die aber hier nicht gezeigt
ist.
Claims (1)
- Verfahren zum Betreiben eines Doppelsiebformers, wobei die beiden Siebe mit der dazwischen befindlichen, im Entstehen begriffenen, Papierbahn über Saugkästen streichen, dadurch gekennzeichnet, daß der an das Sieb angrenzende Innenraum des Saugkastens ständig voll Wasser ist.
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