DE3120073A1 - Doppelsiebpapiermaschine - Google Patents
DoppelsiebpapiermaschineInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F9/00—Complete machines for making continuous webs of paper
- D21F9/003—Complete machines for making continuous webs of paper of the twin-wire type
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Description
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O Θ β) β O C
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P. 5610/VsBr Escher Wyss GmbH, Ravensburg/Württ., (Deutschland)
Doppelsiebpapiermaschine
Die Erfindung betrifft eine Doppelsiebpapiermaschine mit zwei parallel zueinander verlaufenden und mit gleicher
Geschwindigkeit bewegten Sieben, sowie mit mindestens einer Vorrichtung zum Einbringen der Faserstoffsuspension
durch eines der Siebe.
Doppelsiebmaschinen dieser Art sind z.B. aus den US-Patentschriften
2 062 445 und 4 158 596 bekannt. Bei beiden bekannten Maschinen wird ein sogenanntes Verteilsieb verwendet,
das in einigem Abstand vom Hauptsieb geführt ist, und auf welches aus besonderen Sprühdüsen die Faserstoff-,
suspension versprüht wird. Diese Faserstoffsuspension durchdringt das Verteilsieb und lagert sich auf dem Hauptsieb
ab.
Diese Ausführungsform hat eine Reihe von Nachteilen. So ■ ist es z.B. sehr schwierig, die Siebe in einem nicht
allzu grossen Abstand parallel zueinander zu führen. Ausserdem entsteht die Gefahr von Schwingungen der Siebe,
insbesondere des Verteilsiebes, wodurch die GleichmMsslgkeit der Verteilung der Faserstoffsuspension gestört wird.
Die Erfindung hat die Schaffung einer Doppelsiebpapiermaschine zum Ziel, bei welcher die erwähnten Nachteile
nicht bestehen, und welche zudem eine Reihe neuartiger und wesentlicher Vorteile aufweist.
Durch die erfindungsgemässe Doppelsiebmaschine soll eine
Vereinfachung der Führung beider Siebe erzielt werden,
zusammen mit einer Vereinfachung der Einbringevorrichtung " und der Möglichkeit einer·Verbesserung der Möglichkeiten
bei der Herstellung von Papier, insbesondere auch der Herstellung neuartiger Papiersorten·
Die erfindungsgemässe Doppelsiebmaschine, durch welche
dieses Ziel erreicht wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Siebe zumindest im Bereich der Einbringevorrichtung
aufeinander aufliegend geführt sind, und dass die Einbringevorrichtung die Form eines Kastens hat, welcher
eine offene Seite aufweist, entlang welcher die beiden Siebe bewegt werden, wobei die im Kasten befindliche
Stoffsuspension im Bereich der Siebe einen Ueberdruck
gegenüber der Atmosphäre aufweist.
Dadurch, dass die Siebe aufeinander aufliegend geführt sind,
wird die Siebführung vereinfacht, da nur eines der Siebe geführt zu werden braucht. Die Einbringevorrichtung in
Form eines Kastens ist ebenfalls einfacher als eine grosse Anzahl von Sprühdüsen, wobei zudem die Probleme mit einer
gleichmässigen Verteilung der Stoffsuspension, auf die
einzelnen Sprühdüsen und von den Sprühdüsen auf das Hauptsieb entfallen. Auch die bei normalen Stoffaufläufen auftretenden
Probleme mit der Verwirbelung der Stoffsuspension entfallen, da diese Verwirbelung selbstätig durch die Bewegung
des Siebes am Kasten der Einbringevorrichtung vorbei erzielt wird.
ο ο e β ο β
β O
ο ο * β
Die erfindungsgemässe Maschine gestattet die Herstellung
von Papieren mit beliebig dünnen· Lagen von geringer oder gar keiner Nassfestigkeit bei steuerbarer Lagentrennschärfe. Gegenüber Maschinen mit den üblichen Stoffauf-
laufen steht dabei keine Gefahr einer Störung der bereits gebildeten Bahn durch einen auftreffenden Suspensionsstrahl.
Weiter sind verschiedene neuartige Effekte;, wie z.B. die Bildung einer samtartigen Oberfläche bei
Tissuepapieren möglich. Ausserdem kann die erfindungs-.
gemässe Maschine mit höheren Stoffdichten betrieben werden, was Energieeinsparungen zur Folge hat.
Ih diesem Zusammenhang ist noch darauf hinzuweisen, dass aus der DE-OS 19 04 962 und der DE-OS 19 42 348 Doppelsiebpapiermaschinen
bekannt sind, bei welchen die Siebe aufeinander aufliegend geführt werden und aussen angeordnete
Sprühvorrichtungen vorgesehen sind. Diese Sprühvorrichtungen dienen jedoch nicht zur Zufuhr von faserhaltiger
Stoffsuspertsion sondern zur Zufuhr von Zuschlagstoffen.
Vorzugsweise können die Siebe im Bereich der Einbringevorrichtung mit einer Richtungsänderung geführt sein und
durch die aus der Siebspannung sich ergebende Kraft aneinander gedrückt werden. Dadurch wird die erforderliche
Anpresskraft der Siebe untereinander mit besonders einfachen Mitteln erhalten.
Bei einer möglichen Ausführungsform kann der Kasten der Aufgabevorrichtung innerhalb einer perforierten Walze
angeordnet sein, über welche die Siebe geführt sind, wobei der Kasten im Zylinder dichtend angeordnet ist. Es
wird dadurch eine Vorrichtung erhalten^ welche an eine
Saugwalze erinnert, mit dem Unterschied, dass im Kasten
·· β
(ο
Ueberdruck herrscht und dass diesem die Stoffsuspension
zugeführt wird. Durch die Umschlingung des Siebes wird ein gleichmässiger Druck der Siebe, aufeinander während
des Umschlingungswinkels erhalten.
Es versteht sich, dass zur Erhöhung der Wirkung der Einbringevorrichtung
eine Saugvorrichtung vorgesehen sein kann, die im Bereich der Einbringevorrichtung an der von
der Einbringevorrichtung abgewandten Seite der Siebe angeordnet ist.
Vorzugsweise kann der Einbringevorrichtung, in Bewegungsrichtung der Siebe betrachtet, eine Vorrichtung zum Entfernen
von an der Aussenseite des Siebes haftenden überschüssigen Fasern nachgeschaltet sein.
Diese Vorrichtung zum Entfernen überschüssiger Fasern kann eine Abstreifleiste aufweisen.
Die Vorrichtung zum Entfernen überschüssiger. Fasern kann jedoch auch einen drehbaren Zylinder mit glatter Oberfläche
aufweisen, auf welchem die Fasern haften bleiben, und von welchem sie darauf abgestreift werden können.
Besondere Vorteile werden durch die Hintereinanderschaltung mehrerer Einbringevorrichtungen an einer oder an
verschiedenen Seiten der Siebe erhalten. Dadurch können auf vorteilhafte Weise mit wesentlich einfacheren Mitteln
als bisher mehrschichtige Papiere hergestellt werden. Es versteht sich jedoch, dass durch die erfindungsgemässen
Einbringevorrichtungen nicht nur Faserstoffsuspensionen sondern auch Suspensionen anderer, bei der Papierherstellung
verwendeter Stoffe, wie z.B. von Füllstoffen zugeführt werden können.
Die Erfindung wird anhand in der Zeichnung schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele erläutert«.
Die Figuren 1 bis 3 der Zeichnung zeigen verschiedene
Ausführungsbeispiele der Erfindung» In den Figuren sind für einander entsprechende Teile gleiche Bezugszeichen
gewählt worden.
Die Maschine nach der Fig. 1 enthält ein oberes Sieb 1
und ein unteres Sieb 2. Das obere Sieb 1 ist über Führungswalzen 3, eine Einbringevorrichtung 4 in Form einer
perforierten Walze 5, in welcher dichtend ein Kasten 6 angeordnet ist, sowie einen Zylinder 7 zum Entfernen überschüssiger
Fasern von der inneren Seite des Siebes 2 geführt. Der Zylinder 7 hat eine glatte Oberfläche und ist
mit einer Abstreifleiste 8 versehen, die zur Entfernung von Material dient, das auf der Oberfläche des Zylinders
haftet.
Das untere Sieb 2 ist über weitere Führungswalzen 3 geführt,
umschlingt zusammen mit dem Sieb 1 die Walze 5, ist über eine weitere Abstreifwalze 7 mit Abstreifleiste 8
geführt und ist mit einer Abnahmewalze IO versehen, welche
zur Abnahme einer gebildeten Papierbahn 11 dient.
Erfindungsgemäss sind zusätzlich zum Einbringekasten 6
der Walze 5 noch zwei Einbringekästen 12 vorgesehen. Diese sind, in gleicher Weise wie der Einbringekasten 6, an
Rohrleitungen 13 angeschlossen, welche in gleicher Weise wie bei den bekannten Stoffauflaufvorrichtungen zur Zufuhr
einer Faserstoffsuspension dienen. Der, in Bewegungsrichtung der Siebe betrachtet, erste Einbririgekasten 12
wirkt mit einem Saugkasten 14 zusammen, der an der anderen Seite der beiden Siebe angeordnet ist, welche zwischen
dem Einbringekasten 12 und dem Saugkasten 14 durchgeführt
sind. Schliessllch sind noch innerhalb des oberen Siebes
1 nach der Walze 5 und dem zweiten Einbringekasten 12 Abstreifleisten 15 mit schematisch dargestellten Abführ-' ·
rinnen angeordnet.
Im Betrieb wird den Kästen 6 und 12 Stoffflüssigkeit
mit geeignetem Druck zugeführt, welche durch die Maschen des am betreffenden Kasten angrenzenden Siebes durchgedrückt
wird, und zwischen die beiden Siebe 1 und 2 gelangt. Durch den Einbringekasten 6 der Walze 5 wird
zwischen den beiden Sieben 1 und 2 eine erste Schicht ge-. bildet, auf welche dann von beiden Seiten durch die
folgenden Kästen 12 je eine weitere Schicht aufgelegt wird. Die Abstreifleisten 15 und der Abstreifzylinder 7
dienen zum Entfernen des auf der Aussenseite des betreffenden Siebes haftenden Fasermateriales.
Durch eine Maschine nach der Fig. 1 kann dreischichtiges Material hergestellt werden, wobei die Schichten aus
Faserstoffmaterial mit verschiedenen Eigenschaften bestehen
können.
Die Maschine nach der Fig. 2 unterscheidet sich von der nach der Fig. 1 hauptsächlich dadurch, dass die Einbringevorrichtung
4 durch eine volle Walze 20 ersetzt ist, und dass die erste Stoffzufuhr zwischen die beiden Siebe 1 und
2 durch einen konventionellen Stoffauflauf 21 erfolgt. Es sind zusätzlich zwei Einbringekästen 12 vorgesehen, deren
Führungsflachen für die beiden Siebe unter einem Winkel.
zueinander stehen. Auch hier sind die beiden Einbringkästen 12 an Zuführleitungen 13 für Stoffflüssigkeit angeschlossen.
Bei der Maschine nach der Fig. 2 entsteht zwischen den
beiden Sieben 1 und 2 eine erste Schicht von Fasermaterial mit der Hilfe des Stoffauflaufes 21 auf konventionelle
SO DO ΟΟΟβ
* O ο Θ QOOO
Weise. Auf dieser Schicht können dann durch die Einbringe= kästen 12 zwei weitere Schichten eines gewünschten Faser·=
stoffmateriales angebracht werden. Die gebildete Papierbahn kann darauf z.B. auf einen Filz 22 aufgelegt werdeno
Bei der Maschine nach der Fig. 3 sind vier Einbringekästen 12 hintereinander am Sieb 2 angeordnet. Jedem Einbringekasten 12 ist eine Abstreifwalze 7 zugeordnet. Ausserdem
sind auf der oberen Seite des Siebstranges innerhalb des Siebes 1 Abstreifleisten 15 vorgesehen.
Dem ersten und dem letzten Einbringekasten 12 1st je ein Abführ- bzw. Saugkasten 30 zugeordnet, welcher eine Abstreifkante 31 und eine Abströmrinne 32 aufweist. Innerhalb
des Kastens 30 ist jeweils mindestens eine schematisch dargestellte Stützleiste 33 für die Siebe vorgesehen. Die
Kästen 33 sind an Abströmleitungen 34 angeschlossen, die zur Aufnahme der abgestreiften Flüssigkeit dienen und nach
Bedarf auch an eine Saugleitung angeschlossen werden können.
Bei der.Ausführungsform nach der Fig. 1 erfahren die beiden
Siebe 1 und 2 bei der Umschlingung der Walze 5 eine Richtungsänderung, wobei sie durch die Siebspannkraft
gegen die Oberfläche der perforierten Walze 5 und auch auseinander gedrückt werden. Die gleiche Wirkung wird
in der Fig. 2 durch den Winkel {X zwischen den beiden Einbringekästen
12 erzielt. Sonst wird ein Aufeinanderliegen der beiden Siebe durch auf der Gegenseite angeordnete
Kästen 14 oder 30 oder durch die Abstreifleisten 15 gewährleistet.
Claims (8)
1. Doppelsiebpapiermaschine mit zwei parallel zueinander
verlaufenden und mit gleicher Geschwindigkeit bewegten Sieben, sowie mit mindestens einer Vorrichtung zum Einbringen der Faserstoffsuspension zwischen die beiden
Siebe durch eines der Siebe, dadurch g e k e η η -· zeichnet, dass die Siebe (1, 2) zumindest im
Bereich der Einbringevorrichtung (4, 12) aufeinander aufliegend geführt sind, und dass die Einbringevorrichtung
(4, 12) die Form eines Kastens hat5 welcher eine offene ·
Seite aufweist, entlang welcher die beiden Siebe (I9 2)
bewegt werden, wobei die im Kasten befindliche Stoffsuspension im Bereich der Siebe (1, 2) einen Ueberdruek
gegenüber der Atmosphäre aufweist«
2. Papiermaschine1nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Siebe (1, 2) im Bereich der Einbringevorrichtung (4, 12) mit einer Richtungsänderung ("C ) geführt sind und
durch die aus der Siebspannung sich ergebende Kraft aneinandergedrückt werden. (Fig. 1, 2)
3. Papiermaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kasten (6) der Einbringevorrichtung (4) innerhalb einer perforierten Walze (5) dichtend angeordnet ist,
• über welche die Siebe (1, 2) geführt sind. (Fig. 1)
4. Papiermaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche^
gekennzeichnet durch eine Saugvorrichtung (149 30), die
im Bereich der Einbringevorrichtung (12) an der von der Einbringevorrichtung (12) abgewandten Seite der Siebe
(1, 2) angeordnet ist.
5. Papiermaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einbringevorrichtung
(4, 12), in der Bewegungsrichtung der Siebe (1, 2) betrachtet, eine Vorrichtung (7, 15) zum Entfernen von an
der Aussenseite des Siebes (1, 2) haftenden überschüssigen
Fasern nachgeschaltet ist.
6. Papiermaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Entfernen überschüssiger Fasern
eine Abstreifleiste (15) aufweist.
7. Papiermaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung zum Entfernen überschüssiger Fasern einen drehbaren Zylinder (7) mit glatter Oberfläche aufweist.
8. Papiermaschine nach einem oder mehreren der vorangehenden Patentansprüche, gekennzeichnet durch eine Hintereinanderschaltung
mehrerer Einbringevorrichtungen (6, 12).
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SULZER-ESCHER WYSS GMBH, 7980 RAVENSBURG, DE |
|
| 8131 | Rejection |