DE4234144A1 - Zoomlinsensystem - Google Patents
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Description
Die vorliegende Anmeldung beruht auf der japanischen
Patentanmeldung Nr. HEI 3-3 29 415, die am 11. Oktober 1991
eingereicht wurde und deren Offenbarung durch Bezugnahme
in die vorliegende Anmeldung eingeschlossen wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein
Zoomlinsensystem, das zur Verwendung bei Kompaktkameras
geeignet ist, die geringeren Beschränkungen bezüglich des
rückwärtigen Brennpunkts unterliegen als Einzellinsen-
Spiegelreflexkameras. Insbesondere betrifft die
vorliegende Erfindung ein Zoomlinsensystem, welches ein
hohes Zoomverhältnis von 2,5 und mehr aufweist.
Zur Verwendung bei Kompaktkameras wurden bisher
unterschiedliche Arten von Zoomlinsensystemen eingesetzt.
Zoomlinsen, die aus drei oder mehr Linsengruppen bestehen,
und ein Zoomverhältnis von mehr als 2 aufweisen, lassen
sich wie folgt unterteilen:
- i) Vier-Gruppen-Zoomlinsensysteme mit vier Linsengruppen (einer positiven, einer negativen, einer positiven und einer negativen Gruppe), wobei eine Blendenöffnung zwischen der zweiten und dritten Gruppe vorgesehen ist, und sämtliche Linsengruppen unabhängig voneinander in Richtung auf das Objekt bewegt werden (diese Art schließt ein System ein, in welchem einige der vier Linsengruppen zusammen bewegt werden). Beispiele für derartige Zoomlinsensysteme sind in den japanischen offengelegten Patentveröffentlichungen Nr. SHO 63-43 115, SHO 63-1 59 818, und SHO 63-1 57 120 beschrieben.
- ii) Drei-Gruppen-Zoomlinsensysteme mit drei Linsengruppen (einer positiven, einer positiven und einer negativen Gruppe), wobei eine Blendenöffnung in der zweiten Gruppe vorgesehen ist, und sämtliche Linsengruppen unabhängig voneinander in Richtung auf das Objekt bewegt werden. Beispiele für ein derartiges Zoomlinsensystem sind in den japanischen offengelegten Patentveröffentlichungen Nr. SHO 63-153 511 und SHO 63-1 61 423 beschrieben.
- iii) Drei-Gruppen-Zoomlinsensysteme mit drei Linsengruppen (einer positiven, einer positiven und einer negativen Gruppe), wobei eine Blendenöffnung zwischen der zweiten und der dritten Gruppe vorgesehen ist, und sämtliche Linsengruppen in Richtung auf das Objekt bewegt werden (siehe beispielsweise die Veröffentlichung der gemeinsam übertragenen japanischen ungeprüften Patentanmeldung Nr. HEI 2-73 211).
- iv) Ein praktisch vier Gruppen aufweisendes Zoomlinsensystem, welches denselben Aufbau wie das System (iii) aufweist, jedoch mit der Ausnahme, daß die zweite Gruppe in eine vordere und eine hintere Gruppe unterteilt ist, die unabhängig voneinander bewegt werden können, siehe Beispiel 3 in der Beschreibung der Veröffentlichung der gemeinsam übertragenen japanischen ungeprüften Patentanmeldung Nr. HEI 2-73 211, oben).
Die voranstehend beschriebenen konventionellen
Zoomlinsensysteme weisen jeweils ihre eigenen Probleme
auf. In dem System (i) müssen sämtliche vier Linsengruppen
unabhängig voneinander bewegt werden, so daß eine große
Anzahl von Nocken eingesetzt werden muß; es ist jedoch
mechanisch schwierig, diese Nocken in dem geringen Raum
vorzusehen, der für Linsen zur Verfügung steht, die bei
einer Kompaktkamera eingesetzt werden sollen.
Die Systeme (i) und (ii) erfordern es, daß ein
Verschlußblock, der auch als Blendenöffnung dient,
entweder zwischen der zweiten und der dritten Linsengruppe
angeordnet ist (deren Leistung sich in Folge von
Herstellungsfehlern wesentlich verschlechtern kann), oder
innerhalb der zweiten Gruppe. Hierbei ist bezüglich der
Positionierung des Verschlußblocks eine hohe Genauigkeit
erforderlich, und gleichzeitig ist es schwierig, eine
gleichbleibende optische Leistung sicherzustellen, da sich
die Abbildungsleistung beim Vorliegen geringfügiger Fehler
wesentlich verschlechtert.
Weiterhin weisen sämtliche Systeme (i) bis (iv) ein
gemeinsames Problem auf; insgesamt sind diese Systeme
nicht genügend kompakt, um sie bei einer Kompaktkamera
einzusetzen, und in jedem Fall besteht das Gesamtsystem
aus mindestens zehn Elementen oder mehreren, wobei
zumindest fünf Elemente in der zweiten Gruppe eingesetzt
werden.
Die vorliegende Erfindung wurde unter Berücksichtigung
dieser Gegebenheiten des Stands der Technik entwickelt,
und die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht in
der Bereitstellung eines Zoomlinsensystems mit einem hohen
Zoomverhältnis von 2,5 oder mehr, welches eine kurze
Gesamtlinsenlänge aufweist, welches eine geringere Anzahl
von Linsenelementen hat, und welches zur Verwendung bei
einer Kompaktkamera geeignet ist.
Die voranstehend geschilderte Aufgabe, die der
vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, wird durch ein
Zoomlinsensystem gelöst, welches zumindest drei
Linsengruppen aufweist, die in der Reihenfolge von der
Objektseite aus so angeordnet sind, daß eine erste
Linsengruppe mit einer positiven Brennweite vorgesehen
ist, eine zweite Linsengruppe mit einer positiven
Brennweite, und eine dritte Linsengruppe mit einer
negativen Brennweite, wobei dann, wenn ein Zoomen vom
Weitwinkel zu einem kleinen Winkel (Tele) ausgeführt wird,
die erste, zweite und dritte Linsengruppe in Richtung auf
das Objekt bewegt werden, so daß die Entfernung zwischen
der ersten und der zweiten Linsengruppe vergrößert wird,
wogegen die Entfernung zwischen der zweiten und dritten
Linsengruppe verringert wird, wobei sich das System
dadurch auszeichnet, daß sowohl die erste als auch die
zweite Linsengruppe zumindest eine asphärische Oberfläche
aufweist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zeichnerisch
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert, aus
welchen sich weitere Vorteile und Merkmale ergeben. Es
zeigt:
Fig. 1 eine vereinfachte Querschnittsansicht des
Zoomlinsensystems gemäß Beispiel 1 am
Weitwinkelende;
Fig. 2 eine Kurvenschar, welche die Aberrationskurven
darstellt, die mit dem Zoomlinsensystem gemäß
Beispiel 1 erhalten werden,
Fig. 3 eine vereinfachte Querschnittsansicht des
Zoomlinsensystems gemäß Beispiel 2 am
Weitwinkelende; und
Fig. 4 eine Kurvenschar, welche die Aberrationskurven
darstellt, die mit dem Zoomlinsensystem des
Beispiels 2 erhalten werden.
Jedes der Zoomlinsensysteme in den Beispielen ist ein
Teleobjektivsystem, welches in Reihenfolge von der
Objektseite aus eine erste Linsengruppe mit einer
positiven Brennweite aufweist, eine zweite Linsengruppe
mit hoher Brechkraft und einer positiven Brennweite, sowie
eine dritte Linsengruppe mit einer negativen Brennweite.
Diese Zoomlinsensysteme verwenden eine asphärische
Oberfläche sowohl in der ersten als auch in der zweiten
Linsengruppe, und verringern erfolgreich die Anzahl von
Linsenbauteilelementen sowie die Linsengesamtlänge.
Allgemein weisen Drei-Gruppen-Zoomlinsensysteme eine hohe
Brechkraft in der zweiten Linsengruppe auf, und diese
Linsengruppe besteht aus zahlreichen Linsenelementen.
Daher läßt sich die Anzahl an Linsenbauteilelementen
verringern, während die Gesamtabmessung des
Zoomlinsensystems kompakt gehalten werden, und zwar durch
Bereitstellung einer asphärischen Oberfläche in der
zweiten Linsengruppe. Dieselben Ergebnisse lassen sich
durch Bereitstellung einer asphärischen Oberfläche in der
ersten Linsengruppe erreichen, welche - wie die zweite
Linsengruppe - eine positive Brechkraft hat.
Wenn bei der Durchführung dieser Vorgehensweise, nämlich
asphärische Oberflächen einzusetzen, nur in der zweiten
Linsengruppe eine einzige asphärische Oberfläche
vorgesehen wird, so ist dies nicht besonders effektiv
bezüglich der Verringerung der Anzahl an
Linsenbauteilelementen. Eine wirksamere Vorgehensweise
besteht in der Bereitstellung zumindest einer asphärischen
Oberfläche sowohl in der ersten als auch in der zweiten
Linsengruppe.
Die zweite Linsengruppe weist eine derartig hohe positive
Brechkraft auf, daß es schwierig ist, nur mit Hilfe
sphärischer Oberflächen einen Ausgleich zwischen der
sphärischen Aberration und anderen Aberrationen zu
erreichen. Daher wird vorzugsweise die sphärische
Aberration, die in der zweiten Linsengruppe auftritt,
durch eine divergente asphärische Oberfläche korrigiert,
wogegen sämtliche anderen Aberrationen durch die
asphärischen Oberflächen korrigiert werden, wodurch ein
Ausgleich zwischen sämtlichen Aberrationen erreicht wird,
die in der zweiten Linsengruppe auftreten.
Wird die Anzahl an Linsenbauteilelementen verringert, so
kann eine Unterkorrektur des Astigmatismus auftreten, der
aus diesem Grunde vorzugsweise durch asphärische
Oberflächen korrigiert wird.
Nachstehend erfolgt eine zusätzliche Diskussion des
Ausmaßes der Variation des Koeffizienten der Aberration
dritter Ordnung in Folge einer asphärischen Oberfläche.
Die Form einer asphärischen Oberfläche läßt sich allgemein
durch nachstehende Gleichung (1) ausdrücken:
Hierbei ist x die Entfernung, um welche die Koordinaten in
dem Punkt auf der asphärischen Oberfläche, an welchem die
Höhe gegenüber der optischen Achse y beträgt, von der
Ebene getrennt sind, die tangential zum Scheitelpunkt der
asphärischen Oberfläche verläuft; c ist die Krümmung (1/r)
des Scheitelpunktes der asphärischen Oberfläche; K ist die
Konizitätskonstante; und α4, α6, α8 und α10 sind die
asphärischen Koeffizienten der vierten, sechsten, achten
bzw. zehnten Ordnung.
Setzt man die Brennweite auf f = 1,0, setzt man also in
Gleichung (1) folgende Werte ein: X = x/f, Y = y/f, C = fc,
A4 = f³α4, A6 = f⁵α6, A8 = f⁷α8 und A10 = f⁹α10, so
erhält man die nachstehende Gleichung (2):
Das erste Glied und die folgenden Glieder der Gleichung
(2) legen das Ausmaß der Asphärizität fest, und die
Beziehung zwischen dem Koeffizienten A4 des zweiten
Gliedes und dem asphärischen Koeffizienten Φ dritter
Ordnung wird ausgedrückt durch
Φ = 8(N′ - N) A4;
wobei N der Brechungsindex des Mediums vor der
asphärischen Oberfläche ist, und N′ der Brechungsindex des
Mediums hinter der asphärischen Oberfläche.
Der asphärische Koeffizient Φ gibt die nachstehenden
Variationsbeträge der Aberrationskoeffizienten dritter
Ordnung an, wie aus der Aberrationstherorie hervorgeht:
| ΔI | |
| = h⁴Φ | |
| ΔII | = h³HΦ |
| ΔIII | = h²H²Φ |
| ΔIV | = h²H²Φ |
| ΔV | = hH³Φ |
Hierbei bedeutet:
I: sphärischer Aberrationskoeffizient;
II: Koma-Koeffizient;
III: Astigmatismus-Koeffizient;
IV: Sagittalfeld-Krümmungskoeffizient;
V: Verzerrungskoeffizient;
h: Höhe achsennaher Strahlen auf der Achse, in welcher sie durch jede Linsenoberfläche gelangen; und
H: Höhe achsennaher, nicht auf der Achse liegender Strahlen, die durch das Zentrum der Pupille gelangen, in welcher sie durch jede Linsenoberfläche gelangen.
II: Koma-Koeffizient;
III: Astigmatismus-Koeffizient;
IV: Sagittalfeld-Krümmungskoeffizient;
V: Verzerrungskoeffizient;
h: Höhe achsennaher Strahlen auf der Achse, in welcher sie durch jede Linsenoberfläche gelangen; und
H: Höhe achsennaher, nicht auf der Achse liegender Strahlen, die durch das Zentrum der Pupille gelangen, in welcher sie durch jede Linsenoberfläche gelangen.
Wenn in der ersten und zweiten Linsengruppe asphärische
Oberflächen vorgesehen werden sollen, so ist die
Verwendung nur einer asphärischen Oberfläche nicht
ausreichend, eine wesentliche Verringerung der Anzahl an
Linsenbauteilelementen zu erzielen. Daher wird
vorzugsweise zumindest eine asphärische Oberfläche sowohl
bei der ersten als auch bei der zweiten Linsengruppe
vorgesehen, welche die nachstehenden Bedingungen (a) und
(b) erfült:
(a) -30 < ΔI₂ < 0
(b) -1 < ΔIII₁ < 0
Hierbei gibt
ΔI₂: die Summe der Variationen des Koeffizienten der
sphärischen Aberration dritter Ordnung in Folge
sämtlicher asphärischer Oberflächen in der
zweiten Linsengruppe an (wobei sich der
Aberrationskoeffizient unter der Voraussetzung
berechnet, daß die Brennweite des Gesamtsystems
am Weitwinkelende auf 1,0 gesetzt wird); und
ΔIII₁: gibt die Summe der Variationen des Astigmatismus-Koeffizienten in Folge sämtlicher asphärischer Oberflächen in der ersten Linsengruppe an.
ΔIII₁: gibt die Summe der Variationen des Astigmatismus-Koeffizienten in Folge sämtlicher asphärischer Oberflächen in der ersten Linsengruppe an.
Die Bedingung (a) betrifft die asphärischen Oberflächen in
der zweiten Linsengruppe und muß deswegen erfüllt sein,
damit durch die asphärischen Oberflächen die sphärische
Aberration wirksam korrigiert werden kann. Wird die
Obergrenze dieser Bedingung überschritten, so sind die
asphärischen Oberflächen bei der Korrektur der sphärischen
Aberration nicht mehr wirksam. Wird die Untergrenze der
Bedingung (a) nicht erreicht, so tritt eine Überkorrektur
der sphärischen Aberration auf.
Die Bedingung (b) betrifft die asphärischen Oberflächen in
der ersten Linsengruppe und muß deswegen erfüllt sein,
damit der Astigmatismus wirksam durch die asphärischen
Oberflächen korrigiert werden kann. Wird die Obergrenze
dieser Bedingung überschritten, so sind die asphärischen
Oberflächen bei der Korrektur des Astigmatismus nicht mehr
wirksam. Wird die Untergrenze der Bedingung (b) nicht
erreicht, so tritt eine Überkorrektur des Astigmatismus
auf.
Sind zumindest zwei asphärische Oberflächen sowohl in der
ersten als auch in der zweiten Linsengruppe auf solche
Weise vorgesehen, daß die Bedingungen (a) und (b) erfüllt
sind, so können die jeweiligen asphärischen Oberflächen so
ausgelegt werden, daß sie unterschiedliche Funktionen
erfüllen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann auch
in der dritten Linsengruppe eine asphärische Oberfläche
vorgesehen werden, und hierdurch läßt sich der
konventionelle Aufbau mit drei Elementen, der in der
Reihenfolge von der Objektseite aus ein positives, ein
negatives und ein weiteres negatives Element aufweist,
vereinfachen zu einem Aufbau mit zwei Elementen, welche in
der Reihenfolge von der Objektseite ein positives und ein
negatives Element aufweist.
In den Beispielen sind sämtliche Linsensysteme so
beschrieben, daß sie zur Kategorie des Typs mit drei
Gruppen gehören; allerdings wird darauf hingewiesen, daß
die zweite Linsengruppe so betrachtet werden kann, daß sie
aus zwei Untergruppen besteht, und in dieser Hinsicht
erstreckt sich der Einsatz der vorliegenden Erfindung auf
das Vier-Gruppen-Zoomlinsensystem, welches in der
Einleitung der vorliegenden Erfindung bei der Schilderung
des Stands der Technik beschrieben wurde. Auf
entsprechende Weise ist auch ein Drei-Gruppen-
Zoomlinsensystem, bei welchem auf die letzte Linsengruppe
eine hintere Linsengruppe folgt, die eine geringere
Brechkraft aufweist, in den Umfang der vorliegenden
Erfindung eingeschlossen.
Die Blende kam entweder innerhalb der zweiten
Linsengruppe oder hinter dieser angeordnet werden. Im
erstgenannten Fall kann der Linsendurchmesser der
Vordergruppe verringert werden, jedoch treten andererseits
Schwierigkeiten beim Entwurf einer wirksamen.
Linsenzusammenstellung auf. Im letztgenannten Fall (in
welchem sich Blende zwischen der zweiten und dritten
Linsengruppe befindet) kann der Linsenblock von dem
Verschlußblock getrennt werden, und dies trägt dazu bei.
einen einfachen mechanischen Aufbau zu erhalten.
Nachstehend werden unter Bezug auf Datenblätter die
Beispiele 1 und 2 des Zoomlinsensystems gemäß der
vorliegenden Erfindung beschrieben, wobei f die Brennweite
bezeichnet, fB den rückwärtigen Brennpunkt, r den
Krümmungsradius einer einzelnen Linsenoberfläche (oder den
Krümmungsradius des Scheitelpunkts im Falle einer
asphärischen Oberfläche), d die Linsendicke oder den
Luftspalt zwischen Linsen (die voranstehenden Parameter
sind in mm angegeben), FNO die Blendenzahl, ω den halben
Betrachtungswinkel (in °), n den Brechungsindex einer
einzelnen Linse an der d-Linie, und v die Abb´-Zahl einer
einzelnen Linse an der d-Linie. In jedem Datenblatt werden
asphärische Oberflächen dadurch von sphärischen
Oberflächen unterschieden, daß hinter der Nummer der
Oberfläche ein Stern gesetzt wird, und bezeichnen A4, A6,
A8 den asphärischen Koeffizienten der vierten, sechsten
bzw. achten Ordnung.
Fig. 1 ist eine vereinfachte Querschnittsansicht des
Zoomlinsensystems gemäß Beispiel 1 am Weitwinkelende.
Einzelne Daten für dieses Beispiel sind in der Tabelle 1
angegeben. Die Aberrationskurven, die bei diesem
Linsensystem erhalten werden, sind in den Fig. 2(a), 2(b),
und 2(c) angegeben.
Die Werte für FNo, f, fB, ω, d4 und d10 variieren beim
Zoomen, wie in Tabelle 2 gezeigt ist.
Fig. 3 ist eine vereinfachte Querschnittsansicht des
Zoomlinsensystems gemäß Beispiel 2 am Weitwinkelende.
Einzelne Daten für dieses Beispiel sind in Tabelle 3
angegeben. Die Aberrationskurven, die bei diesem
Linsensystem erhalten werden, sind in Fig. 4(a), 4(b) und
4(c) aufgetragen.
Die Werte für FNo, f, fB, ω, d4 und d9 variieren beim
Zoomen, wie in der nachstehenden Tabelle 4 angegeben ist.
Tabelle 5 zeigt Werte, welche die Bedingungen (a) und (b)
in den Beispielen 1 und 2 erfüllen:
Wie aus der voranstehenden Beschreibung deutlich wird,
setzt das Zoomlinsensystem gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Anordnung ein, die so einfach aufgebaut ist
wie eine Anordnung mit drei Gruppen, allerdings wird durch
Einführung spezieller Merkmale bezüglich der Anordnung der
Linsenelemente in der ersten und zweiten Linsengruppe
sowie durch deren Form ein hohes Zoomverhältnis von 2,5
und höher erzielt, wobei ein breiterer Sehwinkel erzielt
wird, der Linsendurchmesser verringert wird, und die
Gesamtlinsenlänge ebenfalls verringert wird. Gleichzeitig
treten geringere Variationen der Aberration beim Zoomen
vom Weitwinkel zum Schmalwinkelende auf, oder von
Unendlich bis zu einer Entfernung in der Nähe. Weiterhin
verringert das erfindungsgemäße Zoomlinsensystem die
Anzahl der Linsenelemente, die in dem Gesamtsystem
eingesetzt werden. Daher stellt die vorliegende Erfindung
ein Zoomlinsensystem des Tele-Typs zur Verfügung, welches
insgesamt aus drei Gruppen besteht und zur Verwendung bei
einer Kompaktkamera geeignet ist.
Claims (3)
1. Zoomlinsensystem mit zumindest drei Linsengruppen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppen in der
Reihenfolge von der Objektseite aus als eine erste
Linsengruppe mit einer positiven Brennweite, eine
zweite Linsengruppe mit einer positiven Brennweite,
und eine dritte Linsengruppe mit einer negativen
Brennweite angeordnet sind, daß dann, wenn ein Zoomen
vom Weitwinkelende zum Schmalwinkelende ausgeführt
wird, die erste, zweite und dritte Linsengruppe in
Richtung auf das Objekt bewegt wird, so daß sich die
Entfernung zwischen der ersten und zweiten
Linsengruppe vergrößert, wogegen die Entfernung
zwischen der zweiten und dritten Linsengruppe
abnimmt, und daß sowohl die erste als auch die zweite
Linsengruppe jeweils zumindest eine asphärische
Oberfläche aufweist.
2. Zoomlinsensystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die asphärische Oberfläche die
folgenden Bedingungen erfüllt:
(a) -30 < ΔI₂ < 0(a) -1 < ΔIII₁ < 0wobeiΔI₂: die Summe der Variationen des Koeffizienten
der sphärischen Aberration dritter Ordnung
in Folge sämtlicher asphärischen
Oberflächen in der zweiten Linsengruppe
angibt (wobei der Aberrationskoeffizient so
berechnet wird, daß die Brennweite des
Gesamtsystems am Weitwinkelende auf 1,0
gesetzt ist); und
ΔIII₁: die Summe der Variationen des Astigmatismus-Koeffizienten in Folge sämtlicher asphärischer Oberflächen in der ersten Linsengruppe bezeichnet.
ΔIII₁: die Summe der Variationen des Astigmatismus-Koeffizienten in Folge sämtlicher asphärischer Oberflächen in der ersten Linsengruppe bezeichnet.
3. Zoomlinsensystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die dritte Linsengruppe zwei
Linsenelemente umfaßt, die in der Reihenfolge von der
Objektseite aus als ein positives und ein negatives
Element angeordnet sind, und zumindest eine
asphärische Oberfläche aufweist.
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