DE4233162A1 - Verbindungsvorrichtung für flexible Schläuche oder Rohre - Google Patents
Verbindungsvorrichtung für flexible Schläuche oder RohreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung für
flexible Schläuche oder Rohre mit einem rohrförmigen
Verschraubungskörper, der ein mit einem Außengewinde
versehenes Schraubteil, einen an einer Ringschulter des
Schraubteils koaxial zum Außengewinde überstehenden, in
ein stirnseitiges Ende des Schlauchs oder des Rohrs bis
zum Anschlag der Ringschulter einführbaren Nippel und
einen den Nippel und den Schraubteil im wesentlichen
axial durchdringenden Strömungskanal aufweist, und mit
einer Überwurfmutter, die mit einem Muttergewinde auf
das Außengewinde des Schraubteils aufdrehbar ist und die
einen radial nach innen weisenden, beim Aufdrehen des
Muttergewindes auf den Nippel unter Zwischenklemmen des
Schlauches oder des Rohrs auf schiebbaren Quetschring
aufweist.
Bei einer bekannten Verbindungsvorrichtung dieser Art
gleitet der Quetschring beim Aufdrehen der Überwurfmut
ter auf der Oberfläche des auf den Nippel aufgesteckten
Schlauchs auf und quetscht diesen in der Endstellung
radial gegen den Nippel bzw. einen über den Nippel über
stehenden Klemmwulst. Da Kunststoffschläuche gleicher
Nenngröße relativ große Maßtoleranzen aufweisen, kommt
es immer wieder vor, daß kleine Schläuche mit Minustole
ranz nicht richtig von der Überwurfmutter erfaßt werden
und daher leicht von dieser abgezogen werden können,
während größere Schläuche mit Plustoleranz beim Aufdre
hen der Überwurfmutter einen hohen Reibungswiderstand
entgegensetzen, der dazu führen kann, daß das Mutterge
winde beim Aufdrehen überspringt. Hinzu kommt, daß jeder
Kunststoffschlauch ein Sitzverhalten zeigt, das dazu
führt, daß die Spannkraft an der Klemmstelle allmählich
abnimmt. Dadurch besteht die Gefahr, daß der unter Druck
stehende Schlauch vom Nippel allmählich unter dem
Quetschring hindurch abgezogen wird und sich von diesem
löst.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, die bekannte Verbindungsvorrichtung dahingehend
zu verbessern, daß mit einfachen Mitteln trotz großer
Maßtoleranz bei den Kunststoffschläuchen eine dauerhafte
zuverlässige Schlauchverbindung auch bei hohem Innen
druck gewährleistet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung die
im Patentanspruch angegebene Merkmalskombination vorge
schlagen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Wei
terbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängi
gen Ansprüchen.
Die erfindungsgemäße Lösung geht von dem Gedanken aus,
daß sich ein Gewinde relativ leicht in flexibles
Schlauchmaterial eindrücken und bei Vorhandensein eines
starren Widerlagers an diesem schraubenartig verankern
läßt. Um dies zu erreichen, wird gemäß der Erfindung
vorgeschlagen, daß der Quetschring der Überwurfmutter
ein zum Muttergewinde koaxiales, sich beim Aufdrehen des
Muttergewindes in die Schlauchoberfläche eindrückendes,
als Innengewinde ausgebildetes Haltegewinde aufweist.
Das Haltegewinde kann dabei so dimensioniert werden, daß
radiale Maßtoleranzen überbrückt werden. Trotz des un
vermeidlichen Setzverhaltens des flexiblen
Schlauchmaterials kommt es wegen der unterschiedlichen
Eindringtiefe entlang dem Gewindeprofil und dem durch
das Gewinde erzielten Widerhakeneffekt zu keiner Locke
rung, die zu einem versehentlichen Abziehen des Schlau
ches unter der Einwirkung des Innendruckes führen könn
te. Es hat sich vielmehr gezeigt, daß der Kunststoff
schlauch auch bei hohen Innendrücken eher außerhalb der
Verbindungsvorrichtung platzt als daß er vom Nippel ab
gezogen wird.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
daß das Haltegewinde und das Muttergewinde der Überwurf
mutter die gleiche Gewindesteigung aufweisen. Dadurch
wird erreicht, daß beim Aufdrehen der Überwurfmutter auf
den Schraubteil auch das Haltegewinde auf den gegen die
Ringschulter des Schraubteils anliegenden Schlauch nahe
zu mitnahmefrei aufgedreht werden kann. Auch für die
Herstellbarkeit der Überwurfmutter im Spritzgußverfahren
bietet dieses Merkmal im Hinblick auf die Entformbarkeit
einen wesentlichen Vorteil.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung ist das Haltegewinde als Gewindeansatz mit
durch eine wendelförmige Kernfläche voneinander getrenn
ten Gewindegängen ausgebildet. Die Kernfläche erstreckt
sich dabei zweckmäßig über 1/3 bis 2/3, vorzugsweise
über etwa 1/2 der Gewindesteigung, wobei der Gewindean
satz zwischen Kernfläche und Gewindespitze vorteilhaf
terweise eine Höhe von 0,2 bis 0,5 mm aufweist. Dadurch
kann erreicht werden, daß nicht nur die Gewindegänge
sondern auch die dazwischen befindliche Kernfläche am
Quetsch- und Haltevorgang teilnehmen, ohne daß es zu
einer Oberflächenbeschädigung oder Zerstörung der
Schlauchoberfläche kommt. Eine besonders gute Veranke
rung wird erzielt, wenn das Haltegewinde als Dreiecks
gewinde mit scharfkantiger Gewindespitze ausgebildet
ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
sieht vor, daß der Nippel im Bereich des Haltegewindes
bei auf das Schraubteil aufgedrehter Überwurfmutter ei
nen radial überstehenden ringförmigen Klemmwulst auf
weist oder mit radial überstehenden, vorzugsweise ring
förmigen, widerhakenartig geformten Klemmrippen oder
Schraubrippen versehen ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der
Zeichnung in schematischer Weise dargestellten Ausfüh
rungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1a und b eine Verbindungsvorrichtung für flexible
Schläuche mit vom Verschraubungskörper abge
nommener Überwurfmutter bzw. mit aufgedrehter
Überwurfmutter in je einer Seitenansicht;
Fig. 2 einen Schnitt durch die Verbindungsvorrichtung
mit aufgedrehter Überwurfmutter und aufge
klemmtem Schlauch in vergrößerter Darstellung.
Die in der Zeichnung dargestellte Verbindungsvorrichtung
besteht im wesentlichen aus einem rohrförmigen Ver
schraubungskörper 10, einer Überwurfmutter 12 und einem
mit der Überwurfmutter 12 am Verschraubungskörper 10
befestigbaren Kunststoffschlauch 14. Der Verschraubungs
körper 10 weist einen durchgehenden Strömungskanal 16
auf und ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mit
einem Schraubstutzen 18 beispielsweise an einem nicht
gezeigten Gehäuse befestigbar. Weiter weist der Ver
schraubungskörper 10 einen mit einem Außengewinde 22
versehenen Schraubteil 22 sowie einen im Bereich einer
Ringschulter 24 koaxial zum Außengewinde 22 überstehen
den, mit einem ringförmigen Klemmwulst 26 versehenen
Nippel 28 auf. Der Nippel ist in ein stirnseitiges Ende
des Kunststoffschlauchs 14 bis zum Anschlag der Ring
schulter 24 gegen dessen Stirnfläche einführbar. Die
Überwurfmutter 12 weist ein auf das Außengewinde 20 des
Schraubteils 22 aufdrehbares Muttergewinde 30 sowie ei
nen im rückwärtigen Teil angeordneten, radial nach innen
überstehenden Quetschring 32 auf. Der Quetschring ist
seinerseits mit einem Haltegewinde 34 versehen, mit dem
er beim Aufdrehen der Überwurfmutter im Bereich des
Klemmwulstes 26 auf die Schlauchoberfläche aufdrehbar
und in diese eindrückbar ist. Das Haltegewinde 34 ist
als Gewindeansatz ausgebildet, dessen Gewindegänge mit
ihrer Spitze 36 um ca. 0,2 bis 0,5 mm über die wendel
förmige Kernfläche 38 überstehen.
Zur Herstellung der Kupplung wird zunächst die Überwurf
mutter 12 mit nach außen weisendem Muttergewinde 30 auf
das eine Ende des Kunststoffschlauchs 14 aufgesteckt.
Sodann wird der Nippel 28 in den Schlauch bis zum An
schlag der Ringschulter 24 eingeführt und die Überwurf
mutter mit dem Muttergewinde 30 auf das Außengewinde 20
des Schraubteils 22 aufgedreht. Dabei wird das die glei
che Gewindesteigung wie das Muttergewinde aufweisende
Haltegewinde 34 in die Schlauchoberfläche eingedreht und
der Kunststoffschlauch 14 im Bereich des Klemmwulsts 36
am Nippel 28 form- und kraftschlüssig festgeklemmt.
Der Schlauch 14 kann auch als Kabelhülle eines durch den
Verschraubungskörper 10 hindurchgeführten Elektrokabels
ausgebildet sein. Die Überwurfmutter 12 bildet dabei in
Verbindung mit dem Verschraubungskörper 10 eine Zugent
lastung für das Kabel.
Zusammenfassend ist folgendes festzustellen:
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbindungsvorrich
tung für flexible Schläuche oder Rohre, die insbesondere
für den Transport von Druckflüssigkeiten oder -gasen
bestimmt sind. Die Verbindungsvorrichtung weist einen
rohrförmigen Verschraubungskörper 10 sowie eine unter
Zwischenklemmen des Schlauchs 14 auf den Verschraubungs
körper 10 aufschraubbare Überwurfmutter auf. Der Ver
schraubungskörper weist zu diesem Zweck einen in ein
Schlauchende einführbaren Nippel 28 auf, während die
Überwurfmutter einen den Schlauch 14 am Nippel 28 an
klemmenden Quetschring 32 aufweist. Um eine dauerhafte,
form- und kraftschlüssige Quetschverbindung zu erzielen,
weist der Quetschring 32 ein sich beim Aufdrehen der
Überwurfmutter auf den Verschraubungskörper 10 in die
Schlauchoberfläche eindrückendes, als Innengewinde aus
gebildetes Haltegewinde 34 mit gleicher Gewindesteigung
wie das Muttergewinde 30 der Überwurfmutter auf.
Claims (9)
1. Verbindungsvorrichtung für flexible Schläuche oder
Rohre, mit einem rohrförmigen Verschraubungskörper
(10), der ein mit einem Außengewinde versehenes
Schraubteil (22), einen an einer Ringschulter (24)
des Schraubteils (22) koaxial zum Außengewinde (20)
überstehenden, in ein stirnseitiges Ende des
Schlauches (14) oder des Rohrs bis zum Anschlag der
Ringschulter (24) einführbaren Nippel (28) und ei
nen den Nippel (28) und den Schraubteil (22) im
wesentlichen axial durchdringenden Strömungskanal
(16) aufweist, und mit einer Überwurfmutter (12),
die mit einem Muttergewinde (30) auf das Außenge
winde (20) des Schraubteils (22) aufdrehbar ist und
die einen radial nach innen weisenden, beim Aufdre
hen des Muttergewindes (30) auf den Nippel (28)
unter Zwischenklemmen des Schlauchs (14) oder Rohrs
auf schiebbaren Quetschring (32) aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Quetschring (32) der Über
wurfmutter (12) ein zum Muttergewinde (30) koaxia
les, sich beim Aufdrehen des Muttergewindes (30) in
die Schlauchoberfläche eindrückendes, als Innenge
winde ausgebildetes Haltegewinde (34) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Haltegewinde (34) und das Muttergewin
de (30) die gleiche Gewindesteigung aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Haltegewinde (34) als Gewindean
satz mit durch eine wendelförmige Kernfläche (38)
voneinander getrennten Gewindegängen ausgebildet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Kernfläche (38) sich über 1/3 bis 2/3,
vorzugsweise über 1/2 der Gewindesteigung er
streckt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Gewindeansatz zwischen Kernfläche (38)
und Gewindespitze (36) eine Höhe von 0,2 bis 0,5 mm
aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß das Haltegewinde (34) als
Dreiecksgewinde mit scharfkantiger Gewindespitze
(36) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß der Nippel (28) im Be
reich des Haltegewindes (34) einen radial überste
henden ringförmigen Klemmwulst (26) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß der Nippel (28) mit radi
al überstehenden, vorzugsweise ringförmigen, wider
hakenartig geformten Klemmrippen oder Schraubrippen
versehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß der Schlauch (14) als
Kabelhülle eines durch den Verschraubungskörper
(10) hindurchgeführten Elektrokabels ausgebildet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924233162 DE4233162A1 (de) | 1992-10-02 | 1992-10-02 | Verbindungsvorrichtung für flexible Schläuche oder Rohre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924233162 DE4233162A1 (de) | 1992-10-02 | 1992-10-02 | Verbindungsvorrichtung für flexible Schläuche oder Rohre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4233162A1 true DE4233162A1 (de) | 1994-04-07 |
Family
ID=6469487
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924233162 Withdrawn DE4233162A1 (de) | 1992-10-02 | 1992-10-02 | Verbindungsvorrichtung für flexible Schläuche oder Rohre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4233162A1 (de) |
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- 1992-10-02 DE DE19924233162 patent/DE4233162A1/de not_active Withdrawn
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