DE4231987A1 - Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohrhammer - Google Patents
Handwerkzeugmaschine, insbesondere BohrhammerInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine, ins
besondere einem Bohrhammer, nach der Gattung des Anspruchs
1.
In der DE-OS 33 29 005 und 40 00 822 ist eine solche Hand
werkzeugmaschine beschrieben, bei der der Getrieberaum durch
einen Gehäuseteil mit darin enthaltenem Kugellager für das
vom Motor angetriebene Ritzel vom Motorraum getrennt ist.
Das Kugellager ist beidseitig mit Dichtscheiben versehen und
kann auf der dem Getrieberaum zugewandten Seite zusätzlich noch
mit einer am Lagerinnenring befestigten Schleuderscheibe
versehen sein, um eine Abdichtung des Getrieberaumes zum
Motorraum hin zu fördern.
Durch Erwärmung im Betrieb der Handwerkzeugmaschine entwickelt
sich im Getrieberaum ein erheblicher Überdruck, der bei der be
kannten Handwerkzeugmaschine durch die vorhandenen Dichtelemente
insbesondere bei Schlagbetrieb, nicht ohne Verlust an
Schmiermittel, insbesondere Fett,
abgebaut werden kann.
Die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine mit den kenn
zeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den
Vorteil, daß über die Druckausgleichseinrichtung eine Ent
lüftung des Getrieberaumes und somit ein Druckabbau ermög
licht wird. Ein Schmiermittelverlust durch etwaiges Ein
treten von Schmiermittel in die Druckausgleichseinrichtung
wird infolge der Rotation der einzelnen Bauteile im Getrieberaum der Hand
werkzeugmaschine vermieden, die das Schmiermittel nach außen schleudern.
Durch die in den Unteransprüchen 2-6 aufgeführten
Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Ver
besserungen der im Hauptanspruch angegebenen Handwerkzeug
maschine möglich. Der mindestens eine Verbindungskanal, ins
besondere die mindestens eine Bohrung, die den Getrieberaum
mit der Atmospähre und/oder dem Motorraum verbindet, ermöglicht
in einfacher und kostengünstiger Weise einen Druckabbau im
Getrieberaum.
Eine weitere eigenständige Erfindungslösung ergibt sich aus
den Merkmalen des nebengeordneten Anspruchs 7. Durch das
ständig umlaufend angetriebene Rotationselement wird
Schmiermittel aufgrund der Fliehkräfte nach
außen gefördert und somit zusätzlich gezielt einem etwaigen
Eindringen von Schmiermittel in den mindestens einen Ver
bindungskanal, insbesondere die mindestens eine Bohrung,
entgegengewirkt. Somit ergibt sich bei kostengünstiger
Gestaltung eine zuverlässige, problemlose Abdichtung und
gleichzeitige Entlüftung des Getrieberaumes, wobei zugleich
der Gefahr eines Schmiermittelaustritts begegnet ist.
Durch die in den Unteransprüchen 8-27 aufgeführten Maß
nahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
der in den Ansprüchen 1 und 7 angegebenen Handwerkzeug
maschine möglich. Durch die Merkmale im Anspruch 12 wird erreicht, daß
durch die bei der Rotation des Rotationselements entstehenden Fliehkräfte
ein Eintritt von Schmiermittel in den Verbindungskanal verhindert wird
und ein Druckabbau im Getrieberaum über den Verbindungskanal möglich ist.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeich
nungen gezeigten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt eines Bohrhammers
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 einen schematischen Schnitt einer Einzelheit
des Bohrhammers in Fig. 1 in demgegenüber
größerem Maßstab,
Fig. 3 einen schematischen Schnitt, etwa entsprechend
demjenigen in Fig. 2, eines zweiten Ausführungs
beispieles.
In Fig. 1 und 2 ist schematisch ein motorisch betriebener
Bohrhammer 1 gezeigt, der so ausgebildet ist und arbeitet,
wie in der DE-OS 33 29 005 und 40 00 822 im einzelnen be
schrieben ist, auf die ausdrücklich zum Zwecke der Offen
barung und zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen ver
wiesen wird. Der Bohrhammer 1 enthält in einem Gehäuse 2
einen elektrischen Motor 3, ein Getriebe 4, ein als Luft
polsterschlagwerk ausgebildetes Schlagwerk 5 und eine
Werkzeugaufnahme 6, in die ein für den jeweiligen Anwen
dungszweck geeignetes Werkzeug 7 einsetzbar ist. Der Motor 3
hat ein Ritzel 8, das stets in Eingriff mit einem äußeren
Zahnkranz 9 eines Kupplungszahnrades 10 steht, das Teil
einer Hülse 30 ist. Das Zahnrad 10 weist an seiner Stirn
seite eine Verzahnung 11 auf. Es steht unter der Wirkung
einer Druckfeder 12, die ihrerseits gegen ein an einem
Gehäuseteil 13 anliegendes Axiallager 14 abgestützt ist. Die
Verzahnung 11 am Ende der Hülse 30 kann in eine Gegenver
zahnung 15 an einer Taumelnabe 29 des Schlagwerks 5 ein
greifen und bildet mit dieser zusammen eine Kupplung 11/15.
Das Kupplungszahnrad 10 ist in der Taumelnabe 29 gelagert.
Innerhalb der Taumelnabe 29 und Hülse 30 verläuft eine
Zwischenwelle 17. Im Kupplungszahnrad 10 ist ein Nadellager 16 einge
preßt, wobei das Kupplungszahnrad 10 und die Zwischenwelle 17 im Bereich
des Nadellagers 16 relativ verschiebbar sind.
Die Zwischenwelle 17 weist einen verdickten Mittelteil 18
auf, an dessen dem Kupplungszahnrad 10 zugewandter rechter
Seite eine Gegenverzahnung 19 angeordnet ist, die mit der
Verzahnung 11 eine Kupplung 11/19 bildet. Am anderen Ende
des Mittelteils 18 ist eine Längsverzahnung 20 angebracht,
die mit ihrem dem Kupplungszahnrad 10 abgewandten linken
Ende in eine drehfest mit dem Gehäuse 2 verbundene Zahnschei
be 21 einrückbar ist. Das linke Ende der Zwischenwelle 17
ist in einem im Gehäuse 2 sitzenden Nadellager 22 axial
verschieblich gelagert. Auf das Mittelteil 18 ist im An
schluß an die Längsverzahnung 20 ein Kugellager 23 aufge
preßt, an dessen Außenring 24 ein Schaltstück 25 zur Axial
verschiebung der Zwischenwelle 17 angreift.
Im Gehäuse 2 ist auf der in Fig. 1 rechten Seite ein
Motorraum 31 ausgebildet, in dem der elektrische Motor 3
enthalten ist, und auf der in Fig. 1 sich links anschließen
den Seite ein Getrieberaum 32, in dem das Getriebe 4, das
Schlagwerk 5 und die übrigen bereits erläuterten Elemente
enthalten sind. Der Gehäuseteil 13 trennt den Motorraum 31
vom Getrieberaum 32. Das Ritzel 8 erstreckt sich durch den
Gehäuseteil 13 hindurch in den Getrieberaum 32 und ist
innerhalb des Gehäuseteils 13 mittels eines Kugellagers 26
gelagert. Das Kugellager 26 weist, wie nicht besonders
hervorgehoben ist, beidseitig Dichtscheiben auf und auf der
zum Getrieberaum 32 weisenden Seite außerdem eine Schleuder
scheibe 27, die drehfest mit dem Innenring des Kugellagers
26 verbunden ist. Ferner ist das Kugellager 26 mit Schiebesitz im Ge
häuseteil 13 gehalten, wobei zwischen dem Außenring und dem Gehäuseteil 13
ein O-Ring 54 angeordnet ist. Diese Ausbildung des Kugellagers 26 mit
beidseitigen Dichtscheiben, Schleuderscheibe 27 und O-Ring 54 soll in die
sem Bereich eine Abdichtung des Getrieberaumes 32 zum Motorraum 31 hin
fördern. Der weiteren Abdichtung dient ein O-Ring 33.
Der Bohrhammer 1 weist eine Druckausgleichseinrichtung 34
auf, die insbesondere in Fig. 2 im Detail dargestellt und
anhand dieser nachfolgend näher erläutert ist. Die Druck
ausgleichseinrichtung 34 ermöglicht einen Abbau des im Be
trieb im Getrieberaum 32 entstehenden Druckes und somit
einen Druckausgleich. Bekanntlich entwickelt sich im Betrieb
des Bohrhammers 1 vor allem im Getrieberaum 32 Wärme, insbe
sondere dann, wenn der Bohrhammer 1 im Schlagbetrieb
arbeitet. Durch die Erwärmung im Getrieberaum 32 entwickelt
sich ein erheblicher Überdruck, der mittels der Druckaus
gleichseinrichtung 34 abgebaut werden kann, und dies mit
Vorteil ohne Schmiermittelverlust innerhalb des Getriebe
raumes 32.
Die Druckausgleichseinrichtung 34 verbindet mit Vorteil den
Getrieberaum 32 mit dem Motorraum 31 und nimmt einen Druck
ausgleich des Getrieberaumes 32 zum Motorraum 31 hin vor.
Hierzu weist die Druckausgleichseinrichtung 34 mindestens
einen Verbindungskanal 35 zwischen dem Getrieberaum 32
und dem Motorraum 31 auf. Teil der Druckausgleichseinrichtung
34, insbesondere des Verbindungskanales 35, ist mindestens
eine im Gehäuseteil 13 enthaltene Bohrung 36, die mit einem
Ende 37 in den Getrieberaum 32 und mit ihrem anderen Ende 38
in den Motorraum 31 ausmündet und vorteilhafterweise
parallel zur Achse des Ritzels 8 durch den Gehäuseteil 13
hindurchläuft. Der Gehäuseteil 13 weist im Bereich der Hülse 30 mit end
seitigem Kupplungszahnrad 10, der Druckfeder 12 und der Zwischenwelle 17
einen zum Getrieberaum 32 vorstehenden Vorsprung 28, z. B. Stift, auf, der
einstückiger Teil des Gehäuseteils 13 ist und durch den die mindestens
eine Bohrung 36 hindurchläuft, wobei deren getrieberaumseitiges Ende 37
im Bereich der Stirnseite 39 dieses Vorsprunges 28 ausmündet.
In Fig. 1 und 2 ist angedeutet, daß alternativ oder zusätzlich der Getriebe
raum 32 nach außen, zur Atmosphäre, entlüftet sein kann. Hierzu dient ein
nur gestrichelt angedeuteter Kanal 36′, z. B. eine Bohrung, im Gehäuseteil 13,
der nach außen führt, gegebenenfalls durch das Gehäuse 2 hindurch oder in
sonstiger Weise. Der Kanal 36′ schließt an den in Fig. 2 links davon ver
laufenden Bohrungsabschnitt der Bohrung 36 an.
Die Druckausgleichseinrichtung 34 weist ferner im Getriebe
raum 32 ein ständig umlaufend angetriebenes Rotationselement
40 auf, mittels dessen im Getrieberaum 32 befindliches
Schmiermittel infolge Fliehkraft radial nach außen
schleuderbar ist. Das Rotationselement 40 ist mittels der
vom Ritzel 8 ständig angetriebenen Hülse 30 des Getriebes 4
angetrieben, und zwar über die Druckfeder 12, deren Enden
an der Hülse 30 einerseits und am Rotationselement 40 ander
erseits kraftschlüssig und/oder formschlüssig angreifen.
Mit dem in Fig. 2 linken Endbereich ist die Druckfeder 12
z. B. mit ihrer letzten Windung kraftschlüssig und/oder
formschlüssig in einer Bohrung 41 der Hülse 30 gehalten,
z. B. festgeklemmt. Das in Fig. 2 rechte, andere Ende der
Druckfeder 12, z. B. deren letzte Windung oder ein Teil
dieser, ist kraftschlüssig und/oder formschlüssig auf einem
Absatz des Rotationselements 40 gehalten. Auf diese Weise
wird über die vom Ritzel 8 ständig angetriebene Hülse 30 und
die somit ständig umlaufend angetriebene Druckfeder 12 das
Rotationselement 40 ständig angetrieben, und zwar sowohl in
der Arbeitsstellung Bohren als auch in der Arbeitsstellung
Schlagbohren und Meißeln des Bohrhammers 1. Das Rotations
element 40 befindet sich somit immer in Rotation.
Das Rotationselement 40 ist dem in den Getrieberaum 32 ausmündenden Ende 37
des Verbindungskanals 35, insbesondere der Bohrung 36, räumlich mit axia
lem Abstand davon vorgelagert, wobei das Rotationselement 40 dieses Ende
37 in Radialrichtung überdecken kann.
Das Rotationselement 40 ist aus einer etwa hutförmigen
Abdeckkappe 42 gebildet, die eine Stirnwand 43, einen sich
daran anschließenden, etwa zylindrischen Mantel 44 und einen
an den Mantel 44 anschließenden Ringflansch 45 aufweist. Die
Abdeckkappe 42 übergreift den Vorsprung 28 des Gehäuseteils
13 beim ersten Ausführungsbeispiel mit sowohl axialem als
auch radialem Abstand. Die Stirnwand 43 überdeckt radial das
Ende 37 der Bohrung 36. Bei Rotation des ständig ange
triebenen Rotationselements 40 in Gestalt der Abdeckkappe 42
bleibt die zum Getrieberaum 32 weisende Seite der Stirnwand
43 in Folge der Fliehkraft ständig schmiermittelfrei, z. B.
fettfrei. Das Schmiermittel wird aufgrund der Rotation auf
der Stirnwand 43 radial nach außen geschleudert.
Die Abdeckkappe 42 enthält in der Stirnwand 43 mindestens
einen Durchlaß 46, z. B. eine Bohrung. Gestrichelt ist in
Fig. 2 angedeutet, daß die Abdeckkappe 42 zusätzlich oder
statt dessen auch in ihrem Mantel 44 einen Durchlaß 47
enthalten kann. Über den jeweiligen Durchlaß 46, 47 steht
der Getrieberaum 32 mit dem Innenraum 48, der von der Ab
deckkappe 42 umschlossen ist, und über den Innenraum 48 mit
dem darin ausmündenden Ende 37 des Verbindungskanals 35,
insbesondere der Bohrung 36, in Verbindung. Somit kann der
im Betrieb aufgrund Erwärmung im Getrieberaum 32 sich
bildende erhebliche Überdruck über den Durchlaß 46, 47, den Innen
raum 48 und die Bohrung 36 zur Atmosphäre oder zum Motorraum 31 hin abge
baut werden, wobei zugleich vermieden ist, daß im Getrieberaum
32 enthaltenes Schmiermittel, insbesondere Fett, auf diesem Wege aus dem Ge
trieberaum 32 entweichen und etwa in die Atmosphäre bzw. in den Motorraum 31
gelangen kann. Es ist somit mit einfachen Mitteln und auf
kostengünstige Weise eine zuverlässige Abdichtung des
Getrieberaumes 32 bei gleichzeitiger Entlüftung dieses
erreicht, wobei ein Austritt von Schmiermittel, insbe
sondere Fett, und somit ein etwaiger Schmiermittelverlust,
vermieden ist. Sollte im Betrieb Schmiermittel evtl. doch
durch den Durchlaß 46, 47 in den Innenraum 48 eindringen, so
wird das Schmiermittel aufgrund des ständig rotierenden
Rotationselementes 40 und somit aufgrund der Fliehkraft
innerhalb der Abdeckkappe 42 gegen die Innenseite des
Mantels 44 geschleudert, wobei das Schmiermittel allenfalls
entlang des Mantels 44 bis hin zum Axiallager 14 gelangen
kann und dort radial aufgrund der Fliehkraft wieder in den
Getrieberaum 32 zurückgefördert wird. Auf keinen Fall kann
Schmiermittel, welches über den Durchlaß 46, 47 in den
Innenraum 48 gelangt, in die Bohrung 36 eindringen.
In besonders einfacher Ausgestaltung ist das Rotations
element 40 Teil des Axiallagers 14, über das die Druckfeder
12 der Hülse 30 mit dem in Fig. 2 rechten Ende axial am
Gehäuseteil 13 abgestützt und drehbar gelagert ist. Beim
ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 ist das
Axiallager 14 als Wälzlager, insbesondere Kugellager,
ausgebildet. Es enthält in einem Lagerkäfig 49 Lagerkörper
50, z. B. in Form von Kugeln. Am Gehäuseteil 13 ist
das Axiallager 14 mittels eines Lagerringes 51, auf dem die
Lagerkörper 50 laufen, abgestützt. Das Rotationselement 40,
insbesondere die Abdeckkappe 42, bildet auf der den Lager
körpern 50 zugewandten axialen Ringfläche des Ringflansches
45 eine Lagerfläche 52, die derjenigen des Lagerringes 51 im
wesentlichen entspricht und auf der die Lagerkörper 50
laufen.
Bei einem anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist
das Rotationselement 40 statt dessen aus einer Scheibe ge
bildet.
Bei dem in Fig. 3 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel sind
für die Teile, die dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
1 und 2 entsprechen, um 100 größere Bezugszeichen verwendet,
so daß dadurch zur Vermeidung von Wiederholungen auf die
Beschreibung des ersten Ausführungsbeispieles Bezug genommen
ist.
Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom ersten
hinsichtlich der Ausbildung des Axiallagers 114, das beim
zweiten Ausführungsbeispiel als Gleitlager ausgebildet ist.
Das Axiallager 114 weist eine Gleitscheibe 160 auf, die über
ein Dichtelement 161 axial am Gehäuseteil 113 abgestützt
ist. Das Rotationselement 140, insbesondere in Gestalt der
Abdeckkappe 142, ist mit der am Ringflansch 145 vorgesehenen
Lagerfläche 152 an der Gleitscheibe 160 axial abgestützt und
gelagert. Im Radialraum zwischen dem Vorsprung 128, z. B.
Stift, des Gehäuseteils 113 und dem Mantel 144 der Abdeck
kappe 142 ist eine Gleithülse 162 angeordnet, die mit der
Gleitscheibe 160 einstückig ist und die Abdeckkappe 142
auf dem Vorsprung 128 zentriert. Die Gleitscheibe 160 ist
auf den Vorsprung 128 und das Dichtelement 161 gepreßt.
Wie Fig. 3 zeigt, kann die Bohrung 136, die den Getrieberaum 132
mit der Atmosphäre oder mit dem Motorraum 131 verbindet, im Bereich des
Vorsprunges 128 und der zentrierenden Hülse 162 auf den
kleinstmöglichen Durchlaßquerschnitt reduziert werden.
Das Rotationselement 140 weist im Bereich der Lagerfläche 152 zu
mindest eine radiale oder tangentiale Nut 163 auf, die radial oder tangen
tial nach außen in den Getrieberaum 132 ausmündet. Ferner weist das
Rotationselement 140 im Bereich der Lagerfläche 152 auf
seinem Umfang eine Schleudereinrichtung 164 auf, die z. B.
aus einer axial überstehenden, ringförmigen Schürze 165
gebildet ist. Die Schürze 165 ist als Kegelstumpfring ausge
bildet, dessen innere Fläche 166 sich in der zum Gehäuse
teil 113 gerichteten Achsrichtung etwa kegelstumpfförmig
erweitert. Aufgrund der Nut 163 und der Schleudereinrichtung
164 wird der Dicht- und Schleudereffekt noch gesteigert. Die
Nut 163 dient als Rückfördernut für etwaiges Schmiermittel
aus dem Innenraum 148 radial nach außen zurück in den
Getrieberaum 132. Auch bei diesem zweiten Ausführungsbei
spiel bleibt die Stirnseite der Stirnwand 143 in Folge der
Fliehkraft bei der Rotation des Rotationselements 140 stets
frei von Schmiermittel, insbesondere Fett. Sollte Schmier
mittel wider Erwarten doch durch einen Durchlaß 146, 147 in
den Innenraum 148 eindringen, so wird das Schmiermittel
aufgrund der Rotation nach außen geschleudert gegen die
Innenfläche des Mantels 144, längs der das Schmiermittel zum
Axiallager 114, insbesondere zur Gleitscheibe 160, wandert.
Das Schmiermittel kann sodann über die mindestens eine Nut
163 radial nach außen gelangen und wird über die etwa
winkelige Schürze 165 heraus und zurück in den Getrieberaum
132 geschleudert. Somit kann auch in diesem Fall das in den
Innenraum 148 eindringende Schmiermittel nicht in die
Bohrung 136 gelangen.
Die Ausgestaltung des Axiallagers 114 als Gleitlager beim
zweiten Ausführungsbeispiel in Fig. 3 ist im Vergleich zum
ersten Ausführungsbeispiel noch einfacher und noch kosten
günstiger.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel in Fig. 3 ist das dort
rechte Ende der Druckfeder 112 auf einem im Durchmesser
größeren Absatz 167 gehalten, wobei der Absatz 167 eine z. B.
radial gerichtete Mitnahmefläche 168 aufweist, an der das
Ende 169 der Feder 112 formschlüssig anliegen kann, so daß
die umlaufend angetriebene Feder 112 über dieses Ende 169
und die Mitnahmefläche 168 das Rotationselement 140 in der
einen Drehrichtung formschlüssig mitnimmt und antreibt.
Statt dessen kann z. B. so wie beim ersten Ausführungsbei
spiel in Fig. 1 und 2 das rechte Ende der Druckfeder 112
auch klemmend und somit kraftschlüssig mit dem Rotations
element 140 derart verbunden sein, daß darüber die ständig
angetriebene Druckfeder 112 das Rotationselement 140 an
treibt.
Claims (27)
1. Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohrhammer, mit einem
in einem Motorraum des Gehäuses enthaltenen elektrischen
Antriebsmotor zum Antrieb eines Ritzels, das sich durch
einen Gehäuseteil hindurch in einen Getrieberaum er
streckt und dort mit einem Getriebe zum Antrieb einer
Werkzeugaufnahme in Eingriff steht, gekennzeichnet durch
eine einen im Getrieberaum (32; 132) im Betrieb ent
stehenden Druck abbauende Druckausgleichseinrichtung
(34; 134).
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Druckausgleichseinrichtung (34; 134)
den Getrieberaum (32; 132) mit der Atmosphäre, insbesondere
mit dem Motorraum (31; 131), verbindet und den Druckaus
gleich zur Atmosphäre bzw. zum Motorraum (31; 131) hin
vornimmt.
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckausgleichseinrichtung
(34; 134) mindestens einen Verbindungskanal (35; 135)
zwischen dem Getrieberaum (32; 132) und der Atmosphäre und/oder
dem Motorraum (31; 131) aufweist.
4. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckausgleichsein
richtung (34; 134) mindestens eine Bohrung (36, 36′; 136) im
Gehäuseteil (13; 113) aufweist, die mit einem Ende (37;
137) in den Getrieberaum (32; 132) und mit dem anderen
Ende (38; 138) in die Atmosphäre oder in den Motorraum (31; 131) ausmündet.
5. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die mindestens eine Bohrung (36, 36′; 136) zumindest
mit einem Bohrungsabschnitt zumindest annähernd parallel zur Achse des
Ritzels (8; 108) durch den Gehäuseteil (13; 113) hindurch verläuft.
6. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die mindestens eine Bohrung (36, 36′; 136)
durch einen etwa achsparallel zur Achse des Ritzels (8;
108) verlaufenden, in den Getrieberaum (32; 132) vorstehenden
Vorsprung (28; 128), z. B. Stift, des Gehäuseteils (13; 113) hindurch verläuft
und im Bereich der Stirnseite (39; 139) des Vorsprunges (28; 128) in den
Getrieberaum (32; 132) ausmündet und daß sich an diesen Bohrungsabschnitt
ein solcher Bohrungsabschnitt anschließt, der zur Atmosphäre und/oder in
den Motorraum (31; 131) ausmündet.
7. Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohrhammer, mit einem
in einem Motorraum des Gehäuses enthaltenen elektrischen
Antriebsmotor zum Antrieb eines Ritzels, das sich durch
einen Gehäuseteil hindurch in einen Getrieberaum er
streckt und dort mit einem Getriebe zum Antrieb einer
Werkzeugaufnahme in Eingriff steht, insbesondere nach
einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Druckausgleichseinrichtung
(34; 134) im Getrieberaum (32; 132) ein ständig umlaufend
angetriebenes Rotationselement (40; 140) aufweist, mittels
dessen im Getrieberaum (32; 132) befindliches Schmier
mittel infolge Fliehkraft nach außen schleuderbar ist.
8. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationselement (40; 140)
mittels einer vom Ritzel (8; 108) angetriebenen Hülse
(30; 130) des Getriebes (4) angetrieben ist.
9. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationselement (40; 140)
mittels einer die Hülse (30; 130) axial abstützenden
Druckfeder (12; 112) angetrieben ist, deren Enden an der
Hülse (30; 130) und am Rotationselement (40; 140) kraft
schlüssig und/oder formschlüssig angreifen.
10. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (12; 112) mit
einem Ende, z. B. mit der letzten Windung, kraftschlüssig
und/oder formschlüssig in einer Bohrung (41; 141) der
Hülse (30; 130) gehalten ist.
11. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (12; 112) mit
ihrem anderen Ende, z. B. mit der letzten Windung oder einem
Teil (169). dieser, kraftschlüssig und/oder formschlüssig auf
einem Absatz (167, 168) des Rotationselements (40; 140) gehalten
ist.
12. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-11,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationselement (40; 140)
dem in den Getrieberaum (32; 132) ausmündenden Ende (37;
137) des Verbindungskanals (35; 135), insbesondere der
Bohrung (36, 36′; 136), räumlich mit axialem Abstand davon
vorgelagert ist und dieses Ende (37; 137) in Radialrich
tung überdeckt.
13. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationselement aus
einer Scheibe gebildet ist.
14. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationselement
(40; 140) aus einer etwa hutförmigen Abdeckkappe (42; 142)
gebildet ist.
15. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abdeckkappe (42; 142) den Vorsprung
(28; 128), z. B. Stift, des Gehäuseteils (13; 113) über
greift, vorzugsweise mit axialem und radialem Abstand.
16. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckkappe (42; 142)
in ihrer Stirnwand (43; 143) und/oder in ihrem Mantel
(44; 144) mindestens einen Durchlaß (46; 47; 146, 147) ent
hält, über den der Getrieberaum (32; 132) mit dem von der
Abdeckkappe (42; 142) umschlossenen Innenraum (48; 148)
und dem in letzteren einmündenden Ende (37; 137) des Ver
bindungskanals (35; 135), insbesondere der Bohrung (36, 36′;
136), in Verbindung steht.
17. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-16,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationselement (40;
140) Teil eines Axiallagers (14; 114) ist, mittels dessen
die Druckfeder (12; 112) der Hülse (30; 130) mit einem
Ende axial am Gehäuseteil (13; 113) abgestützt und dreh
bar gelagert ist.
18. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1-17,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationselement (40;
140), insbesondere die Abdeckkappe (42; 142), auf einem
Ringflansch (45; 145) eine axiale Lagerfläche (52; 152)
aufweist.
19. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Rotationselement (40) mit der Lager
fläche (52) über Lagerkörper (50), z. B. Kugeln, eines
Axiallagers (14) am Gehäuseteil (13) axial abgestützt
und gelagert ist.
20. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Rotationselement (140) mit der Lager
fläche (152) mittels einer Gleitscheibe (160) am Ge
häuseteil (113) axial abgestützt und gelagert ist.
21. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen der Gleitscheibe (160) und dem
Gehäuseteil (113) ein Dichtelement (161) angeordnet ist.
22. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 14-21,
dadurch gekennzeichnet, daß im Radialraum zwischen dem
Vorsprung (128), z. B. Stift, des Gehäuseteils (113) und
Mantel (144) der etwa hutförmigen Abdeckkappe (142) eine
die Abdeckkappe (142) zentrierende Gleithülse (162)
angeordnet ist.
23. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 22, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Gleitscheibe (160) mit der Gleithülse
(162) einstückig ist.
24. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 18-23,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationselement (140)
im Bereich der Lagerfläche (152) zumindest eine z. B. radiale
Nut (163) aufweist, die radial oder tangential nach außen in den
Getrieberaum (132) ausmündet.
25. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 18-24,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rotationselement (140)
im Bereich der Lagerfläche (152) auf seinem Umfang eine
Schleudereinrichtung (164) aufweist.
26. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 25, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schleudereinrichtung (164) aus einer
axial überstehenden ringförmigen Schürze (165) gebildet
ist.
27. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 26, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schürze (165) als Kegelstumpfring
ausgebildet ist, dessen innere Fläche (166) sich in der
zum Gehäuseteil (113) gerichteten Achsrichtung kegel
stumpfförmig erweitert.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE4231987A DE4231987A1 (de) | 1992-09-24 | 1992-09-24 | Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohrhammer |
| EP93114799A EP0589337B1 (de) | 1992-09-24 | 1993-09-15 | Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohrhammer |
| DE59303491T DE59303491D1 (de) | 1992-09-24 | 1993-09-15 | Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohrhammer |
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| DE4231987A DE4231987A1 (de) | 1992-09-24 | 1992-09-24 | Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohrhammer |
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