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DE4219866A1 - Teilvernetzte Kunststoffmasse aus statistischen Propylencopolymerisaten mit Bismaleinimidoverbindungen - Google Patents

Teilvernetzte Kunststoffmasse aus statistischen Propylencopolymerisaten mit Bismaleinimidoverbindungen

Info

Publication number
DE4219866A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkyl
radical
weight
propylene copolymer
compound
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19924219866
Other languages
English (en)
Inventor
Bernd Lothar Dr Marczinke
Klaus-Dieter Dr Hungenberg
Juergen Dr Kerth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19924219866 priority Critical patent/DE4219866A1/de
Priority to ES93109152T priority patent/ES2101167T3/es
Priority to DE59306367T priority patent/DE59306367D1/de
Priority to EP93109152A priority patent/EP0574796B1/de
Priority to JP5146526A priority patent/JPH0649226A/ja
Publication of DE4219866A1 publication Critical patent/DE4219866A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/34Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring
    • C08K5/3412Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring having one nitrogen atom in the ring
    • C08K5/3415Five-membered rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L2312/00Crosslinking

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine teilvernetzte Kunst­ stoffmasse mit einem Schmelzflußindex von 0,1 bis 100 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg, aus
  • a) einem statistischen Propylencopolymerisat mit einpoly­ merisierten C2-C10-Alk-1-enen, wobei der Comonomeren­ gehalt weniger als 15 Gew.-% beträgt und
  • b) einer Bismaleinimidoverbindung der folgenden Formel (I) in der R die folgende Bedeutung hat:
    C1-C20-Alkyl, wobei der Alkylrest mit einem oder mehreren Sauerstoffatomen unterbrochen sein kann, C5-C7-Cycloalkyl, C6-C15-Aryl, wobei der Cycloalkyl- bzw. Arylrest jeweils seinerseits mit einer oder mehrerer C1-C10-Alkyl- und/oder C1-C6-Alkoxy- und/oder C1-C4-Di­ alkylaminogruppen substituiert sein kann, sowie einen Rest der folgenden Formel (II)R¹-Z-R² (II)wobei R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander für C1-C10-Alkyl-, C5-C7-Cycloalkyl- oder C6-C10-Arylreste stehen, die ihrerseits jeweils mit einer oder mehrerer C1-C10-Alkyl- und/oder C1-C6-Alkoxy- und/oder C1-C4-Di­ alkylaminogruppen substituiert sein können,
    und Z eine C1-C10-Alkylgruppe, eine C1-C4-Dialkylaminogruppe, ein Sauerstoffatom oder eine Sulfongruppe bedeutet,
erhältlich durch Umsetzung des Polymerisats a) mit der Bis­ maleinimidoverbindung b) bei Temperaturen von 180 bis 280°C, Drücken von 1 bis 100 bar und mittleren Verweilzeiten des Reaktionsgemisches von 0,2 bis 10 Minuten.
Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung dieser teilvernetzten Kunststoffmasse sowie Folien und Formkörper aus dieser Kunststoffmasse.
Vernetzte Polymerisate weisen gegenüber nicht vernetzten Polymerisaten den Vorteil einer höheren mechanischen Stabi­ lität auf. Vollständig vernetzte Materialien lassen sich aber aufgrund ihres geringen Schmelzflusses thermisch nicht mehr mit den in der Kunststofftechnik üblichen Methoden ver­ formen (H.G. Elias "Makromoleküle", Verlag Hüthig & Wepf, 4. Auflage, Seite 1000-1003). Für die Verarbeitung von Poly­ merisaten ist es deshalb notwendig, darauf zu achten, daß der Vernetzungsgrad der Polymerisate nicht zu hoch liegt, so daß diese noch mit den in der Kunststofftechnik üblichen Apparaturen verformt werden können.
Es ist bekannt, Polypropylene oder Copolymerisate des Propy­ lens mit ungesättigten Silanen in Gegenwart eines Silanol­ kondensationskatalysators und eines Peroxids zu vernetzen (DE-A 33 27 149 und DE-A 35 20 106). Die dabei erhaltenen Polymerisate zeichnen sich u. a. durch eine hohe Kälteschlag­ zähigkeit und Formbeständigkeit aus. Die Vernetzung mit Hilfe ungesättigter Silane ist jedoch verfahrenstechnisch relativ aufwendig, da in diesem Fall drei verschiedene Kom­ ponenten, das Silan, der Katalysator und das Peroxid einge­ setzt werden müssen.
Weiterhin ist bekannt, in Propylenhomopolymerisaten durch energiereiche Strahlung Langkettenverzweigungen zu erzeugen, um auf diese Weise deren rheologische Eigenschaften zu ver­ bessern (AU-A 36 776/89, AU-A 52 158/90). Derartige Bestrah­ lungsverfahren sind jedoch in der Regel mit einem erhebli­ chen technischen Aufwand verbunden.
In der DE-A 3 901 606 wird ein Verfahren zur Herstellung von vernetzbaren Copolymerisaten des Propylens beschrieben, wobei in einem ersten Schritt die dabei verwendeten Copoly­ merisate mit Maleinsäurederivaten gepfropft werden. Im Anschluß daran werden die gepfropften Copolymerisate mit multifunktionellen Aminen oder Alkoholen zu vernetzbaren Polymerisaten umgesetzt. Die auf diese Weise erhaltenen Produkte sind gut lagerfähig und können leicht weiterverar­ beitet werden. Die Herstellung dieser vernetzbaren Polymeri­ sate ist jedoch relativ aufwendig, da diese in mehreren, aufeinanderfolgenden Schritten erfolgt. Darüber hinaus haben die daraus erhaltenen Produkte entweder saure oder basische Eigenschaften, was für manche technische Anwendungsgebiete nicht erwünscht ist.
Die Vernetzung von kautschukartigen Materialien auf der Ba­ sis von Ethylen und Propylen mit Hilfe von Bismaleinimido­ verbindungen ist ebenfalls möglich, vorausgesetzt, daß diese durch energiereiche Strahlen (S.M. Miller et al., J. Polym. Sci. 58, 737 (1962)), durch schwefelhaltige Vernetzungssy­ steme (W. Hofmann, Kautschuk + Gummi, Kunststoffe, 308, Nr. 4/87) oder durch Peroxidverbindungen (Y. W. Chow, G.T. Knight, Gummi-Asbest-Kunststoffe 31, 716 (1978) initiiert wird. Bei diesen Verfahren beobachtet man aber häufig einen Molmassenabbau des Propylenpolymerisats, der dessen mechanische Eigenschaften verschlechtert. Darüber hinaus sind diese Verfahren technisch relativ aufwendig.
Weiterhin sind in der JP-OS 269 128/90 Verfahren zum Thermo­ formen von Polypropylenfolien beschrieben, bei welchen Poly­ merisate aus Propylen, gegebenenfalls mit untergeordneten Anteilen von Ethylen, mit einem anorganischen Füller, einem Gleitmittel und einem Bismaleinimid umgesetzt werden. Die dabei verwendeten Materialien werden gemeinsam in einen Extruder eingeführt, ohne daß vorher die Polymerisate aus Propylen mit dem Bismaleinimid umgesetzt werden. Die dabei erhaltenen Folien lassen sich gut formen, sind aber hin­ sichtlich ihrer mechanischen Belastbarkeit noch verbesse­ rungsfähig.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, den geschilderten Nachteilen abzuhelfen und eine teilver­ netzte Kunststoffmasse mit guten anwendungstechnischen Eigenschaften zu entwickeln, die nach einem wenig aufwendi­ gen Verfahren hergestellt werden kann.
Demgemäß wurde die eingangs definierte, teilvernetzte Kunst­ stoffmasse gefunden.
Die erfindungsgemäßen teilvernetzten Kunststoffmassen weisen einen Schmelzflußindex von 0,1 bis 100 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg, auf. Der Schmelzfluß­ index entspricht dabei der Menge an Polymerisat, die inner­ halb von 10 Minuten aus der nach DIN 53 735 genormten Prüf­ vorrichtung bei einer Temperatur von 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg ausgepreßt wird. Besonders bevorzugt sind dabei solche teilvernetzten Kunststoffmassen, deren Schmelzflußindex 0,1 bis 50 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg, beträgt.
Die erfindungsgemäßen teilvernetzten Kunststoffmassen ent­ halten ein statistisches Propylencopolymerisat a) mit ein­ polymerisierten C2-C10-Alk-1-enen, wobei der Comonomerenge­ halt weniger als 15 Gew.-% beträgt. Bevorzugt sind dabei solche statistischen Propylencopolymerisate a), bei denen der Comonomerengehalt weniger als 12 Gew.-% beträgt. Beson­ ders bevorzugte teilvernetzte Kunststoffmassen weisen ein solches statistisches Propylencopolymerisat a) auf, dessen Comonomerengehalt im Bereich von 1,0 bis 10 Gew.-% liegt. Unter einpolymerisierten C2-C10-Alk-1-enen sind in diesem Zusammenhang insbesondere Ethylen, But-1-en, Pent-1-en, Hex-1-en, Hept-1-en oder Oct-1-en oder Gemische aus diesen Comonomeren zu verstehen, wobei bevorzugt Ethylen oder But-1-en eingesetzt werden.
Die Herstellung des erfindungsgemäß zu verwendenden stati­ stischen Propylencopolymerisats a) kann in den üblichen, für die Polymerisation von Propylen verwendeten Reaktoren entwe­ der absatzweise oder bevorzugt kontinuierlich durchgeführt werden. Geeignete Reaktoren sind u. a. kontinuierlich betrie­ bene Rührkessel, wobei man auch eine Reihe von mehreren hin­ tereinander geschalteten Rührkesseln einsetzen kann. Die Re­ aktoren enthalten ein Festbett aus feinteiligem Polymerisat, welches üblicherweise durch Rühren in Bewegung gehalten wird.
Das Verfahren kann mit den in der Polymerisationstechnik üblichen Ziegler-Natta-Katalysatoren sowohl in der Gasphase, als auch in einer Lösung oder in einer Suspension durchge­ führt werden. Diese enthalten u. a. neben einer titanhaltigen Feststoffkomponente noch Cokatalysatoren. Als Co­ katalysatoren kommen dabei Aluminiumverbindungen zusammen mit Elektronendonorverbindungen in Frage.
Zur Herstellung der titanhaltigen Feststoffkomponente werden als Titanverbindungen im allgemeinen Halogenide oder Alkoho­ late des drei- oder vierwertigen Titans verwendet, wobei die Chloride des Titans, insbesondere Titantetrachlorid, bevor­ zugt sind. Vorteilhaft enthält die titanhaltige Feststoff­ komponente einen feinteiligen Träger, wofür sich Silicium- und Aluminiumoxide, sowie Aluminiumsilicate der Bruttoformel SiO2·aAl2O3, wobei a für einen Wert von 0,001 bis 2, insbe­ sondere von 0,01 bis 0,5 steht, gut bewährt haben.
Die bevorzugt verwendeten Träger weisen einen Teilchendurch­ messer von 0,1 bis 1000 mm, insbesondere von 10 bis 300 mm, ein Porenvolumen von 0,1 bis 10 cm3/g, insbesondere von 1,0 bis 5,0 cm3/g und eine spezifische Oberfläche von 10 bis 1000 m2/g, insbesondere von 100 bis 500 m2/g auf.
Weiter werden bei der Herstellung der titanhaltigen Fest­ stoffkomponente u. a. Verbindungen des Magnesiums eingesetzt. Als solche kommen insbesondere Magnesiumhalogenide, Magnesiumalkyle und Magnesiumaryle, sowie Magnesiumalkoxy- und Magnesiumaryloxyverbindungen in Betracht, wobei bevor­ zugt Magnesiumdichlorid, Magnesiumdibromid und Magnesium­ di-(C1-C10-alkyl)-Verbindungen verwendet werden. Daneben kann die titanhaltige Feststoffkomponente noch Halogen, bevorzugt Chlor oder Brom, enthalten.
Außerdem werden bei der Herstellung der titanhaltigen Fest­ stoffkomponente in der Regel noch Elektronendonor­ verbindungen, beispielsweise mono- oder polyfunktionelle Carbonsäuren, Carbonsäureanhydride und Carbonsäureester, Ke­ tone, Ether, Alkohole, Lactone, sowie phosphor- und siliciumorganische Verbindungen verwendet. Bevorzugt werden als Elektronendonorverbindungen innerhalb der titanhaltigen Feststoffkomponente Phthalsäurederivate der allgemeinen Formel (III)
eingesetzt, wobei X und Y jeweils für Chlor oder einen C1- bis C10-Alkoxyrest oder gemeinsam für Sauerstoff stehen. Besonders bevorzugte Elektronendonorverbindungen sind Phthalsäureester, wobei X und Y C1-C8-Alkoxyreste, beispielsweise Methoxy-, Ethoxy-, Propyloxy- oder Butyloxy­ reste bedeuten.
Weiter bevorzugte Elektronendonorverbindungen innerhalb der titanhaltigen Feststoffkomponente sind u. a. Diester von 3- oder 4-gliedrigen, gegebenenfalls substituierten Cyclo­ alkyl-1,2-dicarbonsäuren, sowie Monoester von, gegebenen­ falls substituierten Benzophenon-2-carbonsäuren. Als Hydroxyverbindungen werden bei diesen Estern die bei Ver­ esterungsreaktionen üblichen Alkohole verwendet, u. a. C1- bis C15-Alkanole, C5- bis C7-Cyclo-alkanole, die ihrerseits C1- bis C10-Alkylgruppen tragen können, ferner Phenole, Naphthole sowie die C1-C10-Alkylderivate dieser Verbindungen.
Die titanhaltige Feststoffkomponente kann nach an sich be­ kannten Methoden hergestellt werden. Beispiele dafür sind u. a. in der EP-A 45 975, der EP-A 86 473, der EP-A 171 200, der GB-A 2 111 066 und der US-A 4 857 613 beschrieben.
Bei der Herstellung der titanhaltigen Feststoffkomponente wird bevorzugt das nachstehende dreistufige Verfahren ange­ wandt.
In der ersten Stufe versetzt man zunächst einen feinteiligen Träger, bevorzugt Siliciumdioxid oder SiO2·aAl2O3 mit einem Wassergehalt von 0,5 bis 5 Gew.-% - wobei a für eine Zahl im Bereich von 0,001 bis 2, insbesondere im Bereich von 0,01 bis 0,5 steht - mit einer Lösung der magnesiumhaltigen Ver­ bindung in einem flüssigen Alkan, wonach man dieses Gemisch 0,5 bis 5 Stunden lang bei einer Temperatur zwischen 10 und 120°C rührt.
Vorzugsweise setzt man pro Mol des Trägers 0,1 bis 1 mol der Magnesiumverbindung ein. Anschließend fügt man unter ständi­ gem Rühren ein Halogen oder einen Halogenwasserstoff, insbe­ sondere Chlor oder Chlorwasserstoff im wenigstens zwei­ fachen, bevorzugt im wenigstens fünffachen molaren Über­ schuß, bezogen auf die magnesiumhaltige Verbindung, hinzu. Nach etwa 30 bis 120 Minuten trennt man den Feststoff von der flüssigen Phase ab.
In der zweiten Stufe bringt man das auf diese Weise erhaltene Produkt in ein flüssiges Alkan ein und fügt danach ein C1- bis C8-Alkanol, insbesondere Ethanol, ein Halogenid oder ein Alkoholat des drei- oder vierwertigen Titans, ins­ besondere Titantetrachlorid, sowie eine Elektronendonor­ verbindung, insbesondere ein Phthalsäurederivat der allge­ meinen Formel (III) hinzu. Dabei setzt man pro Mol Magnesium des aus der ersten Stufe erhaltenen Feststoffs 1 bis 5 mol, insbesondere 2 bis 4 mol, Alkanol, 2 bis 20 mol, ins­ besondere 4 bis 10 mol, des drei- oder vierwertigen Titans und 0,01 bis 1 mol, insbesondere 0,1 bis 1,0 mol, der Elektronendonorverbindung ein. Dieses Gemisch wird wenig­ stens eine Stunde lang bei einer Temperatur zwischen 10 und 150°C gerührt, der so erhaltene feste Stoff anschließend abfiltriert und mit einem flüssigen Alkan, bevorzugt mit Hexan oder Heptan, gewaschen.
In der dritten Stufe extrahiert man den aus der zweiten Stufe erhaltenen Feststoff einige Stunden lang bei Tempera­ turen zwischen 100 und 150°C mit überschüssigem Titantetra­ chlorid oder einer im Überschuß vorliegenden Lösung von Titantetrachlorid in einem inerten Lösungsmittel, vorzugs­ weise einem Alkylbenzol, wobei das Lösungsmittel wenigstens 5 Gew.-% Titantetrachlorid enthält. Danach wäscht man das Produkt solange mit einem flüssigen Alkan, bis der Gehalt der Waschflüssigkeit an Titantetrachlorid weniger als 2 Gew.-% beträgt.
Die auf diese Weise erhältliche titanhaltige Feststoffkompo­ nente wird mit Cokatalysatoren als Ziegler-Natta-Katalysato­ rensystem verwendet. Als Cokatalysatoren kommen dabei Aluminiumverbindungen und Elektronendonorverbindungen in Betracht.
Geeignete Aluminiumverbindungen sind neben Trialkylaluminium auch solche Verbindungen, bei denen eine Alkylgruppe durch eine Alkoxygruppe oder durch ein Halogenatom, beispielsweise durch Chlor oder Brom, ersetzt ist.
Bevorzugt werden Trialkylaluminiumverbindungen verwendet, deren Alkylgruppen jeweils 1 bis 8 C-Atome aufweisen, beispielsweise Trimethyl-, Triethyl- oder Methyldiethyl­ aluminium.
Bevorzugt verwendet man neben der Aluminiumverbindung noch als weiteren Cokatalysator Elektronendonorverbindungen wie beispielsweise mono- oder polyfunktionelle Carbonsäuren, Carbonsäureanhydride und Carbonsäureester, Ketone, Ether, Alkohole, Lactone, sowie phosphor- und siliciumorganische Verbindungen. Besonders geeignete Elektronendonor­ verbindungen sind dabei siliciumorganische Verbindungen der allgemeinen Formel (IV)
nSi (OR⁴)4-n (IV)
wobei R3 gleich oder verschieden ist und eine C1- bis C20- Alkylgruppe, eine 5- bis 7-gliedrige Cycloalkylgruppe, die ihrerseits eine C1- bis C10-Alkylgruppe tragen kann, oder eine C6- bis C20-Aryl- oder Arylalkylgruppe bedeutet, R4 gleich oder verschieden ist und eine C1- bis C20-Alkylgruppe bezeichnet und n für die Zahlen 1, 2 oder 3 steht. Besonders bevorzugt werden dabei solche Verbindungen, in denen R3 eine C1- bis C8-Alkylgruppe oder eine 5- bis 7-gliedrige Cyclo­ alkylgruppe, R4 eine C1- bis C4-Alkylgruppe und n die Zahlen 1 oder 2 bedeuten.
Unter diesen Verbindungen sind Dimethoxydiisopropylsilan, Dimethoxyisobutylisopropylsilan, Dimethoxydiisobutylsilan, Dimethoxydicyclopentylsilan und Diethoxyisobutylisopropyl­ silan hervorzuheben.
Bevorzugt werden solche Katalysatorsysteme verwendet, bei denen das Atomverhältnis zwischen Aluminium aus der Aluminiumverbindung und Titan aus der titanhaltigen Fest­ stoffkomponente 1 : 1 bis 800 : 1, insbesondere 2 : 1 bis 200 : 1, und das Molverhältnis zwischen der Aluminiumverbindung und der als Cokatalysator eingesetzten Elektronendonorverbindung 1 : 1 bis 100 : 1, insbesondere 2 : 1 bis 80 : 1 beträgt. Die Katalysatorbestandteile können in beliebiger Reihenfolge einzeln oder als Gemisch der Komponenten in das Polymerisa­ tionssystem eingebracht werden.
Mit Hilfe derartiger Katalysatorsysteme können die erfindungsgemäß einzusetzenden statistischen Propylencopoly­ merisate a) hergestellt werden.
Zur Herstellung dieser Propylencopolymerisate a) polymeri­ siert man Propylen in Anwesenheit eines C2-C10-Alk-1-ens oder eines Gemisches aus mehreren dieser Comonomeren. Die Herstellung derartiger Propylencopolymerisate a) kann sowohl in einem, als auch in mehreren hintereinander geschalteten Reaktoren erfolgen.
Die Polymerisation des Propylens mit den C2-C10-Alk-1-enen wird üblicherweise bei einem Druck von 20 bis 40 bar, einer Temperatur von 60 bis 90°C und einer mittleren Verweilzeit des Reaktionsgemisches von 1 bis 5 Stunden durchgeführt. Bevorzugt sind dabei Drücke von 20 bis 35 bar, Temperaturen von 65 bis 85°C und mittlere Verweilzeiten von 1,5 bis 4 Stunden. Man wählt die Reaktionsbedingungen vorzugsweise so, daß pro mmol der Aluminiumkomponente 0,05 bis 2 kg, bevor­ zugt 0,1 bis 1,5 kg, des Propylencopolymerisats a) gebildet werden. Zur Molmassenregelung können dabei auch Regler wie beispielsweise Wasserstoff eingesetzt werden.
Die auf diese Weise erhältlichen statistischen Propylencopo­ lymerisate weisen einen Schmelzflußindex von 0,1 bis 100 g/10 min, insbesondere von 0,1 bis 50 g/10 min auf. Der Schmelzflußindex entspricht dabei derjenigen Menge an Poly­ merisat, die innerhalb von 10 Minuten und bei einer Tempera­ tur von 230°C aus der nach DIN 53 735 genormten Prüfvorrich­ tung ausgepreßt wird.
Weiterhin enthalten die erfindungsgemäßen, teilvernetzten Kunststoffmassen eine Bismaleinimidoverbindung b) der folgenden Formel (I),
in der R die folgende Bedeutung hat: C1-C20-Alkyl, wobei der Alkylrest mit einem oder mehreren Sauerstoffatomen unterbrochen sein kann, C5-C7-Cycloalkyl, C6-C15-Aryl, wobei der Cycloalkyl- bzw. Arylrest jeweils seinerseits mit einer oder mehrerer C1-C10-Alkyl- und/oder C1-C6-Alkoxy- und/oder C1-C4-Di­ alkylaminogruppen substituiert sein kann, sowie einen Rest der folgenden Formel (II)
R¹-Z-R² (II)
wobei R¹ und R² jeweils unabhängig voneinander für C1-C10-Alkyl-, C5-C7-Cycloalkyl- oder C6-C10-Arylreste stehen, die ihrerseits jeweils mit einer oder mehrerer C1-C10-Alkyl- und/oder C1-C6-Alkoxy- und/oder C1-C4-Di­ alkylaminogruppen substituiert sein können, und Z eine C1-C10-Alkylgruppe, eine C1-C4-Dialkylaminogruppe, ein Sauerstoffatom oder eine Sulfongruppe bedeutet.
Bevorzugt sind dabei solche Bismaleinimidoverbindungen b) der allgemeinen Formel (I), bei denen R die folgende Bedeu­ tung hat:
C2-C10-Alkyl, wobei der Alkylrest mit einem oder mehreren Sauerstoffatomen unterbrochen sein kann, C5-C7-Cycloalkyl, C6-C15-Aryl, wobei der Cycloalkyl- bzw. Arylrest jeweils seinerseits mit einer oder mehrerer C1-C4-Alkylgruppen substituiert sein kann, sowie einen Rest der Formel (II) R1-Z-R2, wobei R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander für C1-C6-Alkyl-, C5-C7-Cycloalkyl- oder C6-C10-Arylreste stehen, und Z ein Sauerstoffatom oder eine Sulfongruppe bedeutet.
Unter diesen Verbindungen sind insbesondere 1,6-Bismalein­ imidohexan, 1,3-Bismaleinimidobenzol, 1,3-Bismalein­ imido-4-methylbenzol, 4,4′-Bismaleinimidodiphenylmethan, 4,4′-Bismaleinimido-3,5,3′,5′-tetramethyldiphenylmethan oder 3,3′-Bismaleinimidodiphenylsulfon hervorzuheben.
Die Bismaleinimidoverbindungen können beispielsweise dadurch hergestellt werden, daß Maleinsäureanhydrid mit den entspre­ chenden Diaminen und anschließend mit Essigsäure und Natriumacetat umgesetzt wird. Derartige Herstellungsverfah­ ren sind dem Fachmann bekannt.
Die erfindungsgemäßen, teilvernetzten Kunststoffmassen sind erhältlich durch Umsetzung des statistischen Propylencopoly­ merisats a) mit der Bismaleinimidoverbindung b) bei Tempera­ turen von 180 bis 280°C, Drücken von 1 bis 100 bar und mitt­ leren Verweilzeiten des Reaktionsgemisches von 0,2 bis 10 Minuten. Bevorzugt sind dabei Temperaturen von 190 bis 260°C, Drücke von 1 bis 50 bar und mittlere Verweilzeiten von 0,2 bis 5 Minuten. Die Umsetzung der einzelnen Komponen­ ten erfolgt in den in der Kunststoffverarbeitung üblicher­ weise zur Vereinigung von Stoffen eingesetzten Apparaturen, beispielsweise in Trommelmischern, in Mühlen, in Schnecken- oder Scheibenextrudern, in Walzwerken oder Knetern.
Die Umsetzung des Propylencopolymerisats a) mit der Bisma­ leinimidoverbindung b) kann auch in Anwesenheit eines radikalisch zerfallenden Initiators erfolgen.
Als radikalische Initiatoren werden vorzugsweise organische Peroxide oder Azoverbindungen eingesetzt. Bevorzugt werden dabei solche organischen Peroxidverbindungen verwendet, die bei einer Temperatur von 210°C Halbwertszeiten von 1 bis 30 Sekunden aufweisen. Innerhalb dieser Verbindungen sind insbesondere Dicumylperoxid, Monocumyl(tert.butyl)-peroxid, Di(tert.butyl)peroxid, 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert.butyl­ peroxy)hexan und 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert.butylper­ oxy)hexin-3 hervorzuheben.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen, teilvernetzten Kunst­ stoffmasse werden pro 100 Gew.-Teile des Propylencopolymeri­ sats a) 0,001 bis 5 Gew.-Teile der Bismaleinimidoverbindung b) und 0 bis 2 Gew.-Teile des radikalischen Initiators ver­ wendet. Vorzugsweise werden pro 100 Gew.-Teile des Propylen­ copolymerisats a) 0,01 bis 2 Gew.-Teile und insbesondere 0,02 bis 1,0 Gew.-Teile der Bismaleinimidoverbindung b) und 0 bis 1,0 Gew.-Teile und insbesondere 0 bis 0,5 Gew.-Teile des radikalischen Initiators eingesetzt. Dabei findet eine teilweise Vernetzung des Propylencopolymerisats a) statt.
In einem besonders bevorzugten Herstellungsverfahren werden dem Propylencopolymerisat a) unmittelbar nach dessen Her­ stellung entsprechende Mengen der Bismaleinimidoverbindung b), und soweit vorhanden, des radikalischen Initiators in einer, an den Herstellungsreaktor angeschlossenen Mischappa­ ratur hinzugefügt. Vorzugsweise wird dabei als Mischappara­ tur ein Extruder verwendet. Nach Beendigung der Umsetzung wird die teilweise vernetzte Kunststoffmasse aus der Misch­ apparatur ausgetragen und in einem daran angeschlossenen Schachttrockner von flüchtigen Ausgangsprodukten getrennt. Die auf diese Weise erhaltene Kunststoffmasse ist direkt weiterverarbeitbar.
Durch die Wahl der speziellen Propylencopolymerisate a) und der Bismaleinimidoverbindungen b) erhält man teilvernetzte Kunststoffmassen, die eine hohe mechanische Festigkeit auf­ weisen und im Gegensatz zu vollständig vernetzten Kunst­ stoffen noch gut verarbeitet werden können. Die erfindungs­ gemäßen teilvernetzten Kunststoffmassen sind auf sehr ein­ fache Weise erhältlich, da sowohl die Pfropfung als auch die sich daran anschließende teilweise Vernetzung in einem Herstellungsschritt durchgeführt werden können.
Die erfindungsgemäßen teilweise vernetzten Kunststoffmassen eignen sich aufgrund ihrer relativ guten Verarbeitbarkeit insbesondere als Materialien für den Spritzguß, das Blas­ formen und die Extrusion. Sie können dabei zur Herstellung von Formkörpern, Folien und Überzugsmaterialien verwendet werden.
Beispiele
Die Beispiele 1 und 2 sowie das Vergleichsbeispiel A wurden in einem Zweischneckenextruder der Firma Werner & Pfleiderer mit einem Länge/Durchmesser-Verhältnis von 30 durchgeführt. Die dabei verwendeten statistischen Propylencopolymeri­ sate a) wurden als Grieß oder Granulat dem Zweischnecken­ extruder zugeführt und dort mit der Bismaleinimidoverbin­ dung b), sowie beim Beispiel 1 mit einem radikalischen In­ itiator aufgeschmolzen.
Beispiel 1
100 Gew.-Teile des im Beispiel 2 verwendeten Propylencopoly­ merisats a) wurden bei einer Temperatur von 240°C, einem Druck von 20 bar und einer mittleren Verweilzeit von 30 Sekunden mit 0,2 Gew.-Teilen 1,3-Bismaleinimidobenzol und 0,02 Gew.-Teilen 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert.-butyl-per­ oxy)hexan vermischt und entsprechend aufgearbeitet.
Der Schmelzflußindex der auf diese Weise erhaltenen teilver­ netzten Kunststoffmasse kann der nachfolgenden Tabelle ent­ nommen werden.
Beispiel 2
100 Gew.-Teile eines Propylencopolymerisats a) mit einem Schmelzflußindex von 2 g/10 min, bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735 und 2,5 Gew.-% einpolymerisiertem Ethylen wurden im Zweischneckenextruder mit 0,2 Gew.-Teilen 1,3-Bismaleini­ midobenzol vermischt und granuliert. Die Temperatur betrug dabei 240°C, der Druck 20 bar und die mittlere Verweilzeit 30 Sekunden. Danach wurde das Gemisch aus dem Zweischnecken­ extruder ausgetragen und granuliert.
Der Schmelzflußindex der auf diese Weise erhaltenen teilver­ netzten Kunststoffmasse kann der nachfolgenden Tabelle ent­ nommen werden.
Vergleichsbeispiel A
100 Gew.-Teile des im Beispiel 2 verwendeten Propylencopoly­ merisats a) wurden unter den Bedingungen des Beispiels 2 ohne Zusatz einer Bismaleinimidoverbindung b) aufgearbeitet.
Der Schmelzflußindex der auf diese Weise erhaltenen Kunst­ stoffmasse kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Beim Beispiel 1 wurde zusätzlich die Dehnverfestigung im Vergleich zu dem Produkt des Vergleichsbeispiels A gemessen. Die Untersuchung der Dehneigenschaften erfolgte dabei mit Hilfe eines bei der BASF Aktiengesellschaft entwickelten Dehnrheometers (H. Münstedt, J. Rheol. 23 (1979), 421-36). Dabei wurden zylindrische Proben mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Länge von ca. 20 mm, die zwischen Aluminium­ halterungen eingebracht wurden, verstreckt. Die Versuche wurden bei einer konstanten Zugspannung δ von 1·104 Pa und einer Temperatur von 175°C durchgeführt. Auf diese Weise konnte die Dehnverfestigung gemessen werden.
Wie aus der nachfolgenden Figur hervorgeht, beobachtet man bei den teilvernetzten Proben des Beispiels 1 im Bereich kleiner Dehnung zunächst einen starken Anstieg, der an­ schließend in eine deutliche Dehnverfestigung übergeht. Da­ gegen zeigt die unvernetzte Probe des Vergleichsbeispiels A über den gesamten Bereich der Dehnung einen nahezu linearen Verlauf.
Daraus folgt, daß das erfindungsgemäße Beispiel 1 zu teil­ vernetzten Kunststoffmassen mit einer hohen Dehnverfestigung führt.
Figur: Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel A.

Claims (11)

1. Teilvernetzte Kunststoffmasse mit einem Schmelzflußindex von 0,1 bis 100 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg, aus
  • a) einem statistischen Propylencopolymerisat mit ein­ polymerisierten C2-C10-Alk-1-enen, wobei der Comono­ merengehalt weniger als 15 Gew.-% beträgt und
  • b) einer Bismaleinimidoverbindung der folgenden Formel (I) in der R die folgende Bedeutung hat:
C1-C20-Alkyl, wobei der Alkylrest mit einem oder mehreren Sauerstoffatomen unterbrochen sein kann,
C5-C7-Cycloalkyl, C6-C15-Aryl, wobei der Cyclo­ alkyl- bzw. Arylrest jeweils seinerseits mit einer oder mehrerer C1-C10-Alkyl- und/oder C1-C6-Al­ koxy- und/oder C1-C4-Dialkylaminogruppen substi­ tuiert sein kann, sowie einen Rest der folgenden Formel (II) R¹-Z-R² (II)wobei R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander für C1-C10-Alkyl-, C5-C7-Cycloalkyl- oder C6-C10-Aryl­ reste stehen, die ihrerseits jeweils mit einer oder mehrerer C1-C10-Alkyl- und/oder C1-C6-Alkoxy- und/ oder C1-C4-Dialkylaminogruppen substituiert sein können,
und Z eine C1-C10-Alkylgruppe, eine C1-C4-Dialkylamino­ gruppe, ein Sauerstoffatom oder eine Sulfongruppe bedeutet,
erhältlich durch Umsetzung des Propylencopolymerisats a) mit der Bismaleinimidoverbindung b) bei Temperaturen von 180 bis 280°C, Drücken von 1 bis 100 bar und mittleren Verweilzeiten des Reaktionsgemisches von 0,2 bis 10 Mi­ nuten.
2. Teilvernetzte Kunststoffmasse nach Anspruch 1, wobei als statistisches Propylencopolymerisat a) ein Copolymerisat verwendet wird, dessen Comonomerengehalt weniger als 12 Gew.-% beträgt.
3. Teilvernetzte Kunststoffmasse nach den Ansprüchen 1 oder 2, wobei die Umsetzung des Propylencopolymerisats a) mit der Bismaleinimidoverbindung b) in Anwesenheit eines radikalisch zerfallenden Initiators erfolgt.
4. Teilvernetzte Kunststoffmasse nach den Ansprüchen 1 bis 3, wobei als radikalisch zerfallender Initiator eine Pe­ roxy- oder eine Azoverbindung verwendet wird.
5. Teilvernetzte Kunststoffmasse nach den Ansprüchen 1 bis 4, wobei man pro 100 Gew.-Teile des Propylencopolymeri­ sats a) 0,001 bis 5 Gew.-Teile der Bismaleinimidoverbin­ dung b) und 0 bis 2 Gew.-Teile des radikalischen Initia­ tors verwendet.
6. Teilvernetzte Kunststoffmasse nach den Ansprüchen 1 bis 5, wobei als Bismaleinimidoverbindungen b) Verbindungen der Formel (I) verwendet werden, in der R die folgende Bedeutung hat:
C2-C10-Alkyl, wobei der Alkylrest mit einem oder mehre­ ren Sauerstoffatomen unterbrochen sein kann, C5-C7-Cy­ cloalkyl, C6-C15-Aryl, wobei der Cycloalkyl- bzw. Aryl­ rest jeweils seinerseits mit einer oder mehrerer C1-C4-Alkylgruppen substituiert sein kann, sowie einen Rest der Formel (II), wobei R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander für C1-C6-Alkyl-, C5-C7-Cycloalkyl- oder C6-C10-Arylreste stehen, und Z ein Sauerstoffatom oder eine Sulfongruppe bedeutet.
7. Teilvernetzte Kunststoffmasse nach den Ansprüchen 1 bis 6, wobei als Bismaleinimidoverbindung b) 1,6-Bismalein­ imidohexan, 1,3-Bismaleinimidobenzol. 1,3-Bismalein­ imido-4-methylbenzol, 4,4′-Bismaleinimidodiphenylmethan, 4,4′-Bismaleinimido-3,5,3′,5′-tetramethyldiphenylmethan oder 3,3′-Bismaleinimidodiphenylsulfon verwendet wird.
8. Verfahren zur Herstellung von teilvernetzten Kunststoff­ massen gemäß den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß man die Umsetzung des Propylencopolymeri­ sats a) mit der Bismaleinimidoverbindung b) bei Tempera­ turen von 190 bis 260°C, Drücken von 1 bis 50 bar und mittleren Verweilzeiten von 0,2 bis 5 Minuten durch­ führt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man die Bismaleinimidoverbindung b), gegebenenfalls zu­ sammen mit dem radikalischen Initiator dem Propylencopo­ lymerisat a) unmittelbar nach dessen Herstellung in ei­ ner, an den Herstellungsreaktor angeschlossenen Mischap­ paratur hinzusetzt.
10. Folien und Formkörper aus den teilvernetzten Kunststoff­ massen nach den Ansprüchen 1 bis 7.
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DE4342605A1 (de) * 1993-12-14 1995-06-22 Buna Gmbh Funktionalisierte Olefinhomo- und -copolymere

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