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DE4240599B4 - Einrichtung zum Erfassen von Relativbewegungen - Google Patents

Einrichtung zum Erfassen von Relativbewegungen Download PDF

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DE4240599B4
DE4240599B4 DE19924240599 DE4240599A DE4240599B4 DE 4240599 B4 DE4240599 B4 DE 4240599B4 DE 19924240599 DE19924240599 DE 19924240599 DE 4240599 A DE4240599 A DE 4240599A DE 4240599 B4 DE4240599 B4 DE 4240599B4
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brake
force
caliper
transmission member
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DE19924240599
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Joachim Ing.(grad.) Feldmann
Erwin Dr.-Ing. Petersen
Ingo Dipl.-Ing. Stumberg
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ZF CV Systems Hannover GmbH
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Wabco GmbH
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    • G01L1/00Measuring force or stress, in general
    • G01L1/20Measuring force or stress, in general by measuring variations in ohmic resistance of solid materials or of electrically-conductive fluids; by making use of electrokinetic cells, i.e. liquid-containing cells wherein an electrical potential is produced or varied upon the application of stress
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Abstract

Einrichtung zum Erfassen von Relativbewegungen zwischen einem ersten Bauteil (3, 37) und einem zweiten Bauteil (29, 45) einerseits und dem zweiten Bauteil (29, 45) und einem dritten Bauteil (17, 39) andererseits, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
a) zum Erfassen der beiden Relativbewegungen ist ein kombinierter Weg-Kraft-Sensor (9, 36, 19, 21, 23, 44, 43, 41) mit zwei Ausgangssignalen vorgesehen, wobei das erste Ausgangssignal der Position eines auf einer Wegsensorbahn (9, 36) rollend oder gleitend geführten Kraftübertragungsgliedes (19, 21, 23, 44, 43, 41) entspricht und das zweite Ausgangssignal der Größe der von dem Kraftübertragungsglied (19, 21, 23, 44, 43, 41) auf die Wegsensorbahn (9, 36) ausgeübten Kraft entspricht;
b) der kombinierte Weg-Kraft-Sensor ist so angeordnet, daß die Relativbewegung zwischen dem ersten Bauteil (3, 37) und dem zweiten Bauteil (29, 45) zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen dem Kraftübertragungsglied (19, 21, 23, 44, 43, 41) und der Wegsensorbahn (9, 36) dient;...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Erfassen von Relativbewegungen zwischen einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil einerseits und dem zweiten Bauteil und einem dritten Bauteil andererseits gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Um bei zwei relativ zueinander bewegbaren Bauteilen, wie z. B. dem Zylindergehäuse und dem Kolben eines Arbeitszylinders, den Kolbenweg erfassen zu können, ist es denkbar, an dem einen Bauteil ein z. B. als Widerstandsbahn ausgebildetes erstes Sensorelement und an dem anderen Bauteil ein als Schleifer ausgebildetes zweites Sensorelement anzuordnen, wobei das zweite Sensorelement auf dem ersten Sensorelement gleitend geführt wird.
  • Soll die Bewegung von drei relativ zueinander bewegbaren Bauteilen erfaßt werden, so ist zusätzlich zu dem aus dem ersten Sensorelement und dem zweiten Sensorelement bestehenden Sensor ein weiterer, in der gleichen Art ausgebildeter Sensor vorzusehen, wobei ein erstes Sensorelement des zweiten Sensors am zweiten Bauteil und ein zweites Sensorelement des zweiten Sensors am dritten Bauteil angeordnet werden muß. Mittels dieser beiden Sensoren ist es möglich, den Differenzweg zwischen dem ersten Bauteil und dem zweiten Bauteil sowie den Differenzweg zwischen dem zweiten Bauteil und dem dritten Bauteil zu erfassen. Eine derartige, aus zwei Sensoren bestehende Einrichtung erfordert einen relativ großen Bauteile- und Fertigungsaufwand.
  • Aus der GB 2 239 522 A ist ein kombinierter Weg-Kraft-Sensor bekannt, der von einer Folie gebildet wird, welche U-förmig gefaltet zwischen einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil, die relativ zueinander verschiebbar sind, angeordnet ist. Die Folie besteht aus zwei Polymerlagen, die zusammenlaminiert sind, wobei die eine Lage mit Elektroden und die andere Lage mit Halbleitermaterial beschichtet ist. Mit ihrem einen Ende ist die Folie an dem ersten Bauteil und mit ihrem anderen Ende an dem zweiten Bauteil befestigt. Mit einer entsprechenden Beschaltung lässt sich bei einer Linearbewegung des jeweils einen Bauteiles relativ zu dem jeweils anderen Bauteil die Positionsänderung des Messpunktes und somit der zurückgelegte Weg des jeweils einen Bauteiles bestimmen.
  • Ein Weg-Kraft-Sensor der vorstehend erwähnten Art ist z.B. auch aus der Veröffentlichung „Berühren sie die Zukunft...durch Foliendrucksensoren von Interlink Electronics" bekannt.
  • Ebenso zeigt die US 5,008,497 eine kombinierte Weg-Kraft-Sensoreinrichtung, die ähnlich ausgebildet ist wie die in der GB 2 239 522 angegebene Weg-Kraft-Sensoreinrichtung.
  • Jedoch auch mit den drei zuletzt genannten Sensoreinrichtungen ist nur das Erfassen einer Relativbewegung zwischen zwei Bauteilen möglich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Erfassen von Relativbewegungen zwischen einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil einerseits und zwischen dem zweiten Bauteil und einem dritten Bauteil andererseits zu schaffen, die sich mit einfachen Mitteln herstellen läßt.
  • Diese Aufgabe wird mit der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung gelöst. Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung bietet insbesondere den Vorteil, bei einer Anordnung von drei relativ zueinander bewegbaren Bauteilen mit nur einem Sensor den Differenzweg des ersten Bauteiles zum zweiten Bauteil und den Differenzweg des zweiten Bauteiles zum dritten Bauteil erfassen zu können.
  • Der Bauteile- und Fertigungsaufwand für die erfindungsgemäße Einrichtung ist gering. Zudem ist der Platzbedarf der Sensoreinrichtung in einer Bauteilegruppe minimal.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung läßt sich aufgrund ihres geringen Platzbedarfs besonders gut in Bremseinrichtungen für Fahrzeuge, insbesondere in Scheibenbremsen zur Bremsbelagverschleiß-Sensierung einsetzen.
  • Bei Schwimmsattel- oder auch Schwimmrahmen-Scheibenbremsen kann die erfindungsgemäße Einrichtung außer zur Belagverschleißsensierung auch noch zur zusätzlichen Funktionsüberwachung der Scheibenbremse (Relativbewegung zwischen Bremskolben und Bremssattel – Relativbewegung zwischen Bremssattel und Bremsträger) eingesetzt werden.
  • Dadurch, daß in der erfindungsgemäßen Einrichtung ein kombinierter Weg-Kraft-Sensor mit zwei Ausgangssignalen eingesetzt wird, wobei das erste Ausgangssignal der Position eines auf einer Wegsensorbahn rollend oder gleitend geführten Kraftübertragungsgliedes entspricht und das zweite Ausgangssignal der Größe der von dem Kraftübertragungsglied auf die Wegsensorbahn ausgeübten Kraft entspricht, wobei jedes der beiden Ausgangssignale einen weg darstellt, ist es möglich, eine Relativbewegung zwischen dem ersten Bauteil und dem zweiten Bauteil sowie dem zweiten Bauteil und dem dritten Bauteil zu erfassen.
  • Mittels einer geeigneten elektrischen Auswerte- und Regelschaltung kann der Differenzweg zwischen dem ersten Bauteil und dem zweiten Bauteil sowie zwischen dem zweiten Bauteil und dem dritten Bauteil ermittelt werden, woraus bei der Anordnung der erfindungsgemäßen Einrichtung an einer Scheibenbremse auf den Bremsbelagverschleiß und auf die ordnungsgemäße Funktion oder auf Funktionsstörungen an den die Bremsbelagträger antreibenden Bauelementen geschlossen werden kann.
  • Aus der DE 2 123 750 A ist eine Scheibenbremse mit einer Sensoreinrichtung zur Sensierung des Bremsbelagverschleißes bekannt. Die Sensoreinrichtung umfasst ein mit einem Führungsteil für den Bremssattel bzw. ein mit dem Bremssattel ortsfest verbundenes Potentiometer, dessen Betätigungsorgan mit dem Bremssattel bzw. mit dem Führungsteil gekoppelt ist, derart, dass eine Verschiebung des Bremssattels auf dem Führungsteil zu einer entsprechenden Veränderung des elektrischen Widerstandes des Potentiometers und damit zu einer Veränderung der elektrischen Spannung am Potentiometer führt.
  • Des weiteren ist aus der DE 37 07 821 A1 eine Scheibenbremse mit einer Einrichtung zum Sensieren des Bremsbelagverschleißes bekannt, bei welcher die Einrichtung zum Sensieren des Bremsbelagverschleißes als induktiver Geber ausgebildet ist, der eine Spule mit Kern aufweist. Der Kern wird von einem Stift gebildet, der mit einer den Bremsbelag tragende Platte verbunden ist und die Induktivität der Spule je nach Belagstärke mehr oder weniger verändert.
  • Mit den aus diesen beiden Veröffentlichungen bekannten Einrichtungen lässt sich jedoch nur eine Relativbewegung zwischen einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil erfassen. Es ist mit diesen bekannten Einrichtungen jedoch nicht möglich, bei Verwendung nur eines Sensors zusätzlich eine Relativbewegung zwischen dem zweiten Bauteil und einem dritten Bauteil zu erfassen.
  • Anhand der Zeichnung werden nachfolgend zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 schematisch eine Schwimmsattel-Scheibenbremse mit einer Einrichtung zum Erfassen einer Relativbewegung zwischen Bremssattel und Bremskolben sowie zwischen Bremssattel und Bremsträger und
  • 2 drei Bauteile, wobei zwei Bauteile parallel zueinander verschiebbar und ein Bauteil zu diesen beiden Bauteilen verschwenkbar angeordnet sind.
  • In 1 ist schematisch eine Scheibenbremse dargestellt, die im wesentlichen aus einem Bremsträger (17), einem Bremssattel (29) mit Bremskolben (3) sowie Bremsbelagträgern (25, 28) mit Bremsbelägen (26, 27) und einer Bremsscheibe (24) besteht.
  • Der Bremssattel (29) ist in einer Führung (16) des Bremsträgers (17) in Längsrichtung der Drehachse der Bremsscheibe (24) verschiebbar gelagert. Er weist einen inneren Schenkel (2) und einen äußeren Schenkel (1) auf, die im wesentlichen parallel zueinander verlaufen, und einen Teil der Bremsscheibe (24) übergreifen, derart, daß dieser Teil der Bremsscheibe (24) zwischen den Schenkeln (1) und (2) gelegen ist.
  • Der innere Schenkel (2) des Bremssattels (29) weist eine Ausnehmung (4) auf, in welcher der Bremskolben (3) mittels eines Dichtringes (6) abgedichtet in Längsrichtung der Drehachse der Bremsscheibe (24) bewegbar angeordnet ist. Der äußere Schenkel (1) wirkt mit dem Bremsbelagträger (28) zusammen und der Bremskolben (3) wirkt mit dem Bremsbelagträger (25) zusammen. Die beiden Bremsbelagträger (25) und (28) mit den Bremsbelägen (26) und (27) sind so zu den Schenkeln (1, 2) des Bremssattels (29) und so zu der Bremsscheibe (24) angeordnet, daß je ein Bremsbelagträger (25, 28) mit Bremsbelag (26, 27) je einer der einander abgewandten Seiten der Bremsscheibe (24) gegenüberliegt.
  • Von der dem Bremsbelagträger (25) abgewandten Seite des Bremskolbens (3) wird eine Druckmittelkammer (5) im inneren Schenkel (2) begrenzt, welche über einen Durchlaß (7) in der die Druckmittelkammer (5) begrenzenden Wand des inneren Schenkels (2), eine Druckmittelleitung (8), eine Regelventileinrichtung (31) und eine Druckmittelleitung (30) mit einer nicht dargestellten Druckmittelquelle verbindbar ist.
  • Die äußere Mantelfläche des Bremskolbens (3) weist eine in Richtung der Längsachse des Bremskolbens (3) verlaufende Ausnehmung (18) auf, in welcher eine als Wegsensorbahn (9) dienende FPSR-Folie (Force Pressure Sensing Resistor) angeordnet ist. Die Tiefe der Ausnehmung (18) ist so bemessen, daß die dem Boden der Ausnehmung (18) abgewandte Oberfläche der FPSR-Folie mit der äußeren Mantelfläche des Bremskolbens (3) abschließt.
  • Der innere Schenkel (2) des Bremssattels (29) weist im Bereich der Lauffläche für den Bremskolben (3) eine Durchgangsöffnung (20) auf, die quer zur Längsachse der Ausnehmung (4) für den Bremskolben (3) verlaufend sich von der dem Bremsträger (17) zugewandten Seite des Bremssattels (29) ausgehend bis zur Lauffläche für den Bremskolben (3) hin erstreckt.
  • Am Bremsträger (17) ist auf der dem Bremssattel (29) zugewandten Seite eine als Schräge (22) ausgebildete Hilfseinrichtung vorgesehen, die von der der Bremsscheibe (24) zugewandten Seite des Bremsträgers (17) ausgehend sich in Richtung auf den Bremssattel (29) zu ansteigend über einen Teilbereich der dem Bremssattel (29) zugewandten Seite des Bremsträgers (17) erstreckt.
  • In der Durchgangsöffnung (20) des Bremssattels (29) ist eine Druckfeder (21) angeordnet, die mit ihrem einen Ende eine in der Durchgangsöffnung (20) geführte erste Kugel (19) und mit ihrem anderen Ende eine ebenfalls in der Durchgangsöffnung (20) geführte zweite Kugel (23) beaufschlagt. Die erste Kugel (19) wird von der Druckfeder (21), vorzugsweise unter Vorspannung der Druckfeder (21), an der Wegsensorbahn (9), und die zweite Kugel (23) wird von der Druckfeder (21), vorzugsweise unter Vorspannung der Druckfeder (21), auf der Schrägen (22) gehalten.
  • Von der Druckfeder (21) und den beiden Kugeln (19, 23) wird ein Kraftübertragungsglied (19, 23, 21) gebildet, welches mit der Wegsensorbahn (9) einen kombinierten Weg-Kraft-Sensor (9, 19, 23, 21) zum Erfassen einer Druckkraft und eines Weges bildet.
  • Von der Wegsensorbahn (9) des kombinierten Weg-Kraft-Sensors (9, 19, 23, 21) führen drei elektrische Leitungen (13, 14, 15) zu Eingängen einer elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12). Die Ausgänge der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12) sind über elektrische Leitungen (33, 34) mit Warnlampen (10, 11) und über eine elektrische Leitung (32) mit einer Regelventileinrichtung (31) verbunden.
  • Weitere Eingänge der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12) sind über elektrische Leitungen mit Sensoren weiterer Scheibenbremsen verbunden, die hier nicht dargestelllt sind. Ebenso sind weitere Ausgänge der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12) über hier nicht gezeigte elektrische Leitungen mit den weiteren Scheibenbremsen zugeordneten Regelventileinrichtungen verbunden.
  • Die im vorstehenden beschriebene Einrichtung wird nachfolgend näher erläutert.
  • In der Abbildung ist die Scheibenbremse in ihrer gelösten Stellung dargestellt. Wird über die Regelventileinrichtung (31) und die Druckmittelleitung (8) Druckmittel in die im Bremssattel (29) angeordnete Druckmittelkammer (5) eingesteuert, so bewirkt der sich in der Druckmittelkammer (5) aufbauende Druck, daß der Bremskolben und somit auch der den Bremsbelag (26) tragende Bremsbelagträger (25) in Richtung auf die Bremsscheibe (24) zu bewegt und der Bremssattel (29) mit seinem inneren Schenkel (2) von der Bremsscheibe (24) wegbewegt wird, wobei der erste Schenkel (1) des Bremssattels (29) mit dem den Bremsbelag (27) tragenden Bremsbelagträger (28) in Richtung auf die dem zweiten Schenkel (2) des Bremssattels (29) abgewandte Seite der Bremsscheibe (24) zu bewegt wird.
  • Bei dieser Relativbewegung zwischen dem Bremssattel (29) und dem Bremskolben (3) in Längsrichtung der Drehachse der Bremsscheibe (24) und voneinander weg wird das Kraftübertragungsglied (19, 21, 23) parallel zur Längsachse des Bremskolbens (3) über die Oberfläche der Wegsensorbahn (9) geführt. Gleichzeitig findet eine Relativbewegung zwischen Bremssattel (29) und Bremsträger (17) statt. Da die zweite Kugel (23) des Kraftübertragungsgliedes (19, 21, 23), in Bewegungsrichtung des Bremssattels (29) gesehen, über die ansteigende Schräge (22) des Bremsträgers (17) geführt wird, verringert sich der Abstand zwischen zwei auf der Längsachse des Kraftübertragungsgliedes (19, 21, 23) gelegenen, einander gegenüberliegenden Punkten auf der Schrägen (22) und der Wegsensorbahn (9) (Berührungspunkt der ersten Kugel (19) auf der dieser zugewandten Oberfläche der Wegsensorbahn (9) und Berührungspunkt der zweiten Kugel (21) auf der Schrägen (22)). Durch die Verringerung des Abstandes zwischen diesen beiden Punkten werden die beiden Kugeln (19) und (23) des Kraftübertragungsgliedes (19, 21, 23) gegen die Kraft der Druckfeder (21) aufeinander zu bewegt. Die von der Druckfeder (21) über die erste Kugel (19) auf die Wegsensorbahn (9) ausgeübte Kraft vergrößert sich so mit zunehmendem Differenzweg zwischen dem Bremssattel (29) und dem Bremsträger (17). Von der Wegsensorbahn (9) wird über die elektrischen Leitungen (13, 14, 15) ein dem Differenzweg zwischen dem Bremssattel (29) und dem Bremskolben (3) entsprechendes erstes Signal und ein der vom Kraftübertragungsglied (19, 21, 23) auf die Wegsensorbahn (9) ausgeübten Kraft entsprechendes zweites Signal auf die elektrische Auswerte- und Regelschaltung (12) gegeben. Die elektrische Auswerte- und Regelschaltung (12) erkennt eine Relativbewegung zwischen dem Bremskolben (3) und dem Bremssattel (29) und über die sich ändernde Druckkraft eine Relativbewegung zwischen dem Bremssattel (29) und dem Bremsträger (17).
  • Sind in der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12) bei Bremsbetätigung ein eine Relativbewegung zwischen dem Bremssattel (29) und dem Bremskolben (3) anzeigendes Signal und ein eine Relativbewegung zwischen Bremssattel (29) und Bremsträger (17) anzeigendes Signal vorhanden, so wird von der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12) ein Signal auf die Regelventileinrichtung (31) jedoch kein Signal auf die Signallampen (10) und (11) gegeben. Die beiden erwähnten Signale sind nur dann in der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12) gleichzeitig vorhanden, wenn bei einer Betätigung der Scheibenbremse eine Relativbewegung zwischen Bremssattel (29) und Bremskolben (3) sowie zwischen Bremssattel (29) und Bremsträger (17) stattfindet.
  • Klemmt der Bremssattel (29) dagegen in der am Bremsträger (17) vorgesehenen Führung (16), so daß bei einer Betätigung der Scheibenbremse keine Relativbewegung zwischen Bremssattel (29) und Bremsträger (17) stattfindet, so liegt in der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung nur ein eine Relativbewegung zwischen Bremssattel (29) und Bremskolben (3) anzeigendes Signal vor. Von der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12) wird jetzt ein Signal auf die eine Fehlfunktion der Bremsscheibe anzeigende Warnlampe (11) gegeben. Die Warnlampe (11) zeigt dem Fahrer eines mit einer solchen Einrichtung ausgerüsteten Fahrzeugs eine Fehlfunktion dieser Scheibenbremse an.
  • Sind die Bremsbeläge (26, 27) dieser Scheibenbremse soweit verschlissen, daß eine Erneuerung dieser Bremsbeläge erforderlich wird, so wird bei einer Betätigung dieser Scheibenbremse vom Weg-Kraft-Sensor (9, 19, 21, 23) ein Signal auf die Auswerte- und Regelschaltung (12) gegeben, dessen Größe einen vorgegebenen Schwellenwert, der einen vorbestimmten Differenzweg zwischen Bremssattel (29) und Bremskolben (3) darstellt, überschreitet.
  • Wird von der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12) erkannt, daß der Differenzweg zwischen dem Bremskolben (3) und dem Bremssattel (29) an einer einer ersten Achse des Fahrzeugs zugeordneten Scheibenbremse von dem Differenzweg zwischen Bremskolben und Bremssattel an einer einer zweiten Achse des Fahrzeugs zugeordneten Scheibenbremse abweicht, so wird von der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12) ein Steuersignal auf die Regelventileinrichtung für die Scheibenbremse bzw. Scheibenbremsen gegeben, deren Bremsbeläge den geringeren Verschleiß aufweisen, das heißt, der Bremsdruck in den Bremszylindern der Scheibenbremsen der einen Achse, welche den geringeren Bremsbelagverschleiß aufweisen, wird gegenüber dem Bremsdruck in den Bremszylindern der Scheibenbremsen der anderen Achse, welche den größeren Bremsbelagverschleiß aufweisen, erhöht, um möglichst gleichmäßigen Verschleiß der Bremsbeläge an allen Scheibenbremsen des Fahrzeugs zu erzielen. Besondere Bedeutung hat ein solcher Achsenabgleich für die Bremsanlage eines Fahrzeugs, welches an der einen Achse Scheibenbremse und an der anderen Achse Trommelbremsen aufweist.
  • Von Bedeutung für die Erfindung ist es, daß mittels eines kombinierten Weg-Kraft-Sensors zwei einander zuordnungsfähige Wege von drei relativ zueinander bewegbaren Bauteilen erkannt werden können. Dies ist durch die beschriebene Anordnung eines sowohl einen Weg als auch eine Kraft sensierenden kombinierten Weg-Kraft-Sensors möglich, da von der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung zum einen ein erster Weg direkt und ein zweiter Weg über die sich ändernde Kraft erkannt wird.
  • Der Weg-Kraft-Sensor kann, wie im Ausführungsbeispiel gemäß 1 gezeigt und beschrieben, zwischen drei relativ zueinander und im wesentlichen parallel zueinander verschiebbaren Bauteilen angeordnet sein, er kann aber auch zwischen drei Bauteilen angeordnet werden, von denen zwei im wesentlichen parallel zueinander verschiebbar und ein Bauteil zu diesen beiden Bauteilen verschwenkbar angeordnet ist, wie in 2 dargestellt.
  • 2 zeigt ein erstes Bauteil (37) und ein zweites Bauteil (45), die im wesentlichen parallel zueinander angeordnet und relativ zueinander verschiebbar sind. Ein drittes Bauteil (39) ist um eine Drehachse (38) verschwenkbar so zu dem ersten Bauteil (37) und dem zweiten Bauteil (45) angeordnet, daß es auf das zweite Bauteil (45) zu bzw. von diesem weg bewegbar ist.
  • Das erste Bauteil (37) weist auf seiner dem zweiten Bauteil (45) zugewandten Seite eine in Richtung seiner Längsachse verlaufende Ausnehmung (35) auf, in welcher eine als Wegsensorbahn (36) dienende FPSR-Folie (Force Pressure Sensing Resistor) angeordnet ist. Die Tiefe der Ausnehmung (35) ist so bemessen, daß die dem Boden der Ausnehmung (35) abgewandte Oberfläche der FPSR-Folie mit der Oberfläche des ersten Bauteiles (37) abschließt.
  • Das zweite Bauteil (45) weist eine quer zu seiner Längsachse verlaufende Durchgangsöffnung (42) auf. In der Durchgangsöffnung (42) des zweiten Bauteils (45) ist eine Druckfeder (43) angeordnet, die mit ihrem einen Ende eine in der Durchgangsöffnung (42) geführte erste Kugel (44) und mit ihrem anderen Ende eine ebenfalls in der Durchgangsöffnung (42) geführte zweite Kugel (41) beaufschlagt. Die erste Kugel (44) wird von der Druckfeder (43), vorzugsweise unter Vorspannung der Druckfeder (43), auf der Wegsensorbahn (36), und die zweite Kugel (41) wird von der Druckfeder (43), vorzugsweise unter Vorspannung der Druckfeder (43), auf einem am dritten Bauteil (39) angeordneten, und sich auf das zweite Bauteil (45) zu erstreckenden Vorsprung (40) gehalten.
  • Von der Druckfeder (43) und den beiden Kugeln (44) und (41) wird ein Kraftübertragungsglied (44, 43, 41) gebildet, welches mit der Wegsensorbahn (36) einen kombinierten Weg-Kraft-Sensor (44, 43, 41, 36) zum Erfassen einer Druckkraft und eines Weges bildet.
  • Bei einer Verschiebebewegung des zweiten Bauteils (45) relativ zum ersten Bauteil (37) wird die Kugel (44) des Kraftübertragungsgliedes (44, 43, 41) über die ihr zugewandte Oberfläche der Wegsensorbahn (36) geführt. Von einer nicht dargestellten elektrischen Auswerte- und Regelschaltung wird das vom Weg-Kraft-Sensor (44, 43, 41, 36) erzeugte elektrische Signal als ein Differenzweg zwischen dem ersten Bauteil (37) und dem zweiten Bauteil (45) erkannt. Bei einer Verschwenkbewegung des dritten Bauteiles (39) um die Drehachse (38) in Richtung auf das zweite Bauteil (45) zu oder in Richtung vom zweiten Bauteil (45) weg wird der Abstand zwischen den beiden Kugeln (44, 41) je nach Bewegungsrichtung des dritten Bauteiles (39) kleiner oder größer, wodurch die Feder weiter gespannt oder entspannt wird, so daß vom Kraftübertragungsglied (44, 43, 41) eine sich ändernde Kraft auf die Wegsensorbahn (36) ausgeübt wird.
  • Die auf die Wegsensorbahn (36) ausgeübte, sich ändernde Kraft wird von der elektrischen Auswerte- und Regelschaltung als ein Differenzweg zwischen dem dritten Bauteil (39) und dem zweiten Bauteil erkannt.
  • Der Drehpunkt für das dritte Bauteil (39) kann selbstverständlich auch am zweiten Bauteil (45) oder am ersten Bauteil (37) gelegen sein. Dabei müssen das erste Bauteil (37), das zweite Bauteil (45) und das dritte Bauteil (39) so ausgebildet sein, daß zwei einander gegenüberliegende Punkte an der Wegsensorbahn (36) und an der dem zweiten Bauteil (45) zugewandten Seite des dritten Bauteils (39) auf einem Kreisbogen, der durch das Kraftübertragungsglied (44, 43, 41) führt, gelegen sind.
  • Das Kraftübertragungsglied (44, 43, 41) kann, wie in den 1 und 2 dargestellt, aus zwei als Kugeln ausgebildeten Wälzkörpern und einer zwischen den beiden Kugeln angeordneten Druckfeder bestehen, es kann sich aber auch aus einer Hülse und einem Stift zusammensetzen, die nach Art eines Teleskops relativ zueinander verschiebbar angeordnet sind. Zwischen einem Teil der Hülse und dem Stift ist dann ebenfalls ein Federelement anzuordnen. Anstelle der Kugeln können selbstverständlich auch andersartig ausgebildete Bauelemente, wie z. B. Rollen oder Stifte oder Gleitköpfe, verwendet werden. Es ist auch möglich, ausschließlich das Federelement als Kraftübertragungsglied zu benutzen und auf Wälzkörper oder Stifte zu verzichten. Das Kraftübertragungsglied kann auch starr ausgebildet sein und mit einem Federelement zusammenwirken, welches zwischen der Wegsensorbahn und dem Kraftübertragungsglied oder zwischen dem Kraftübertragungsglied und der Hilfseinrichtung oder dem dritten Bauteil angeordnet sein kann.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung ist nicht an die in den 1 und 2 gezeigten Bauteile-Anordnungen gebunden. Sie kann bei allen Bauteile-Anordnungen verwendet werden, bei denen drei Bauteile relativ zueinander bewegbar sind, wobei die von den Bauteilen zurückgelegten Wege einander zuordnungsfähig sein müssen. Denkbar ist es z. B. auch, einen Weg-Kraft-Sensor zum Sensieren des Bremsbelagverschleißes und zur Funktionsüberwachung in einer Trommelbremse anzuordnen. Die Anordnung könnte beispielsweise ähnlich der Anordnung nach 2 sein.
  • Die Scheibenbremse kann selbstverständlich auch anstelle eines Bremskolbens ein z. B. über ein Gestänge anzutreibendes Betätigungsglied zur Betätigung wenigstens des einen Bremsbelagträgers aufweisen. In einem solchen Fall würde die Relativbewegung zwischen dem als Betätigungsglied ausgebildeten ersten Bauteil und dem als Bremssattel ausgebildeten zweiten Bauteil erfaßt werden (Differenzweg zwischen Betätigungsglied und Bremssattel).
  • Von der an dem als Bremskolben (3) ausgebildeten ersten Bauteil angeordneten Wegsensorbahn (9) und dem an dem als Bremssattel (29) ausgebildeten zweiten Bauteil angeordneten Kraftübertragungsglied (19, 21, 23) und der an dem als Bremsträger (17) ausgebildeten dritten Bauteil vorgesehenen als Schräge (22) ausgebildeten Hilfseinrichtung (39) wird die Einrichtung zum Erfassen der Bewegung von relativ zueinander bewegbaren Bauteilen gebildet. Anstelle der Schrägen (22) kann auch eine Steuerkurve, auf welcher das Kraftübertragungsglied (19, 21, 23) mit seinem einen Ende gleitend geführt ist, vorgesehen werden.
  • Es ist natürlich auch möglich, die Wegsensorbahn (9) an der Seite des als Bremsträger (17) ausgebildeten dritten Bauteiles anzuordnen, die dem als Bremssattel (29) ausgebildeten zweiten Bauteil zugewandt ist und die Schräge (22) bzw. die Steuerkurve an dem als Bremskolben (3) ausgebildeten ersten Bauteil vorzusehen.
  • Die Sensoreinrichtung gemäß 2 wird von der Wegsensorbahn (36), dem Kraftübertragungsglied (44, 43, 41) und dem dritten Bauteil (39) oder einem am dritten Bauteil (39) angeordneten Teil (40) gebildet, welches mit dem Kraftübertragungsglied (44, 43, 41) in Wirkverbindung steht.
  • Als Wegsensorbahn kann jedes beliebige Sensorelement verwendet werden, welches auf eine auf dieses ausgeübte Kraft reagiert und welches zusätzlich einen Weg anzeigen kann.
  • In den Ausführungsbeispielen ist ein aus der Veröffentlichung "Berühren Sie die Zukunft ... durch Foliendrucksensoren" der Firma Interlink Electronics bekannter Weg-Kraft-Sensor verwendet worden, wobei der Einfachheit halber die FPSR-Folie als Wegsensorbahn und ein mit dieser zusammenwirkendes Bauteil als Kraftübertragungsglied bezeichnet worden ist. Das bedeutet, daß es sich bei dem als Wegsensorbahn bezeichneten Bauteil immer um ein Sensorelement handelt, welches zum einen ein der Position eines auf der Wegsensorbahn rollend oder gleitend geführten Bauteiles entsprechendes Signal und zum anderen ein der Größe der von diesem Bauteil auf die Wegsensorbahn ausgeübten Kraft entsprechendes Signal abgeben kann.
  • Bei den beschriebenen oder ähnlichen Einrichtungen müssen grundsätzlich die folgenden Bedingungen erfüllt werden:
    Es muß ein kombinierter Weg-Kraft-Sensor mit zwei Ausgangssignalen verwendet werden, wobei das erste Ausgangssignal der Position eines auf einer Wegsensorbahn rollend oder gleitend geführten Kraftübertragungsgliedes entspricht und das zweite Ausgangssignal der Größe der von dem Kraftübertragungsglied auf die Wegsensorbahn ausgeübten Kraft entspricht. Der kombinierte Weg-Kraft-Sensor muß so angeordnet werden (zwischen dem ersten Bauteil und dem dritten Bauteil am zweiten Bauteil), daß die Relativbewegung zwischen dem ersten Bauteil und dem zweiten Bauteil (im wesentlichen parallele Verschiebebewegung zwischen dem ersten Bauteil und dem zweiten Bauteil) zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen dem Kraftübertragungsglied und der Wegsensorbahn dient (Kraftübertragungsglied muß am zweiten Bauteil angeordnet werden – Bauteil zwischen dem ersten Bauteil und dem dritten Bauteil -). Des weiteren ist es erforderlich, daß das Kraftübertragungsglied nach Art eines Federelements ausgebildet ist, damit die Relativbewegung zwischen dem zweiten Bauteil und dem dritten Bauteil (im wesentlichen parallel verlaufende Verschiebebewegung von dem zweiten Bauteil und dem dritten Bauteil zueinander bzw. Verschwenkbewegung dieser beiden Bauteile in Richtung aufeinander zu bzw. voneinander weg) in eine auf die Wegsensorbahn wirkende Kraft umgesetzt werden kann.
  • Es ist erforderlich, das Kraftübertragungsglied so am oder im zweiten Bauteil (z. B. in einer Durchgangsöffnung des zweiten Bauteils) anzuordnen und zu führen, daß die parallel zur Wegsensorbahn gerichtete Bewegungskomponente des zweiten Bauteiles (Verschiebebewegung des zweiten Bauteiles parallel zum ersten Bauteil) zum Antrieb des Kraftübertragungsgliedes dient. Umgekehrt wird das erste Bauteil (Kolben oder Betätigungsglied) parallel zum zweiten Bauteil bewegt, d. h. die Wegsensorbahn wird angetrieben.
  • Das Kraftübertragungsglied muß so zum ersten Bauteil angeordnet werden, daß es mit seinem einen Ende auf der Wegsensorbahn aufliegt und mit seinem anderen Ende entweder auf einer Schrägen oder einer Steuerkurve des dritten Bauteiles aufliegt oder sein anderes Ende vom dritten Bauteil oder von einem mit dem dritten Bauteil verbundenen Teil in Richtung auf die Wegsensorbahn zu beaufschlagt wird, wobei das dritte Bauteil direkt oder über die Schräge bzw. die Steuerkurve bzw. einen als Vorsprung ausgebildeten Teil des dritten Bauteiles so auf das andere Ende des Kraftübertragungsgliedes einwirkt, daß die zu erfassende Relativbewegung zwischen dem zweiten Bauteil und dem dritten Bauteil (Verschiebebewegung oder Verschwenkbewegung) zur Kraftbeaufschlagung des Kraftübertragungsgliedes dient.
  • Wie bereits erwähnt, kann die Wegsensorbahn am ersten Bauteil oder am dritten Bauteil und die Hilfseinrichtung am dritten Bauteil oder am ersten Bauteil angeordnet sein.

Claims (15)

  1. Einrichtung zum Erfassen von Relativbewegungen zwischen einem ersten Bauteil (3, 37) und einem zweiten Bauteil (29, 45) einerseits und dem zweiten Bauteil (29, 45) und einem dritten Bauteil (17, 39) andererseits, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: a) zum Erfassen der beiden Relativbewegungen ist ein kombinierter Weg-Kraft-Sensor (9, 36, 19, 21, 23, 44, 43, 41) mit zwei Ausgangssignalen vorgesehen, wobei das erste Ausgangssignal der Position eines auf einer Wegsensorbahn (9, 36) rollend oder gleitend geführten Kraftübertragungsgliedes (19, 21, 23, 44, 43, 41) entspricht und das zweite Ausgangssignal der Größe der von dem Kraftübertragungsglied (19, 21, 23, 44, 43, 41) auf die Wegsensorbahn (9, 36) ausgeübten Kraft entspricht; b) der kombinierte Weg-Kraft-Sensor ist so angeordnet, daß die Relativbewegung zwischen dem ersten Bauteil (3, 37) und dem zweiten Bauteil (29, 45) zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen dem Kraftübertragungsglied (19, 21, 23, 44, 43, 41) und der Wegsensorbahn (9, 36) dient; c) das Kraftübertragungsglied (19, 21, 23, 44, 43, 41) ist nach Art eines Federelementes (21, 43) ausgebildet oder wirkt mit einem Federelement zusammen und dient zur Umsetzung der Relativbewegung zwischen dem zweiten Bauteil (29, 45) und dem dritten Bauteil (17, 39) in eine auf die Wegsensorbahn (9, 36) ausgeübte, der Relativbewegung entsprechende Kraft.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: a) das Kraftübertragungsglied (19, 21, 23, 44, 43, 41) ist so am oder im zweiten Bauteil (29, 45) angeordnet und geführt, daß die parallel zur Wegsensorbahn (9, 36) gerichtete Bewegungskomponente des zweiten Bauteiles (29, 45) zum Antrieb des Kraftübertragungsgliedes (19, 21, 23, 44, 43, 41) dient; b) das Kraftübertragungsglied (19, 21, 23, 44, 43, 41) und das erste Bauteil (3, 37) sind so zueinander angeordnet, dass das Kraftübertragungsglied (19, 21, 23, 44, 43, 41) mit seinem einen Ende auf der Wegsensorbahn (9, 36) aufliegt; c) das dritte Bauteil (17, 39) wirkt direkt oder über eine Hilfseinrichtung (22, 40) so auf das andere Ende des Kraftübertragungsgliedes (19, 21, 23, 44, 43, 41) ein, daß die zu erfassende Relativbewegung zwischen dem zweiten Bauteil (29, 45) und dem dritten Bauteil (17, 39) zur Kraftbeaufschlagung des Kraftübertragungsgliedes (19, 21, 23, 44, 43, 41) dient.
  3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfseinrichtung als eine am dritten Bauteil (17) vorgesehene Schräge (22) oder eine am dritten Bauteil (17) vorgesehene Steuerkurve ausgebildet ist.
  4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfseinrichtung als ein am dritten Bauteil (39) angeordnetes vorsprungartiges Teil (40) ausgebildet ist.
  5. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftübertragungsglied aus einem Federelement (21, 43) besteht.
  6. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftübertragungsglied aus einem ersten Wälzkörper (19, 44), einem zweiten Wälzkörper (23, 41) und einem zwischen den beiden Wälzkörpern (19, 44, 23, 41) angeordneten Federelement (21, 43) besteht, wobei die beiden Wälzkörper (19, 44, 23, 41) die einander abgewandten Enden des Kraftübertragungsgliedes (19, 21, 23, 44, 43, 41) bilden.
  7. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Bauteil (37) und das zweite Bauteil (45) relativ zueinander verschiebbar und, bezogen auf ihre Verschieberichtung, im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind und das dritte Bauteil (39) zu diesen beiden Bauteilen (37, 45) um eine Drehachse (38) auf diese Bauteile (37, 45) zu bzw. von diesen Bauteilen (37, 45) weg drehbar angeordnet ist.
  8. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Bauteil (3), das zweite Bauteil (29) und das dritte Bauteil (17) relativ zueinander verschiebbar und, bezogen auf ihre Verschieberichtung, im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind.
  9. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der kombinierte Weg-Kraft-Sensor (9, 36, 19, 21, 23, 44, 43, 41) aus einer FPSR-Folie (9, 36) und dem Kraftübertragungsglied (19, 21, 23, 44, 43, 41) besteht.
  10. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bauteil ein Bremsträger, das zweite Bauteil ein Bremssattel und das dritte Bauteil ein Bremskolben einer Scheibenbremse ist.
  11. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bauteil ein Bremskolben (3), das zweite Bauteil ein Bremssattel (29) und das dritte Bauteil ein Bremsträger (17) einer Scheibenbremse ist.
  12. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bauteil ein Betätigungsglied, das zweite Bauteil ein Bremssattel und das dritte Bauteil ein Bremsträger einer Scheibenbremse ist.
  13. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 11 oder 12, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmalen: a) der Bremssattel (29) weist zwei Schenkel (1, 2) auf, welche, bezogen auf ihre Längsachse , im wesentlichen parallel zueinander verlaufen, wobei die beiden Schenkel (1, 2) einen Teil einer Bremsscheibe (24) übergreifen, derart, daß dieser Teil der Bremsscheibe (24) zwischen den Schenkeln (1, 2) des Bremssattels (29) gelegen ist; b) der Bremssattel (29) ist am Bremsträger (17) in Längsrichtung der Drehachse der Bremsscheibe (24) bewegbar angeordnet; c) es sind zwei Bremsbelagträger (25, 28) mit Bremsbelägen (26, 27) vorgesehen, die je einer der einander abgewandten Seiten der Bremsscheibe (24) gegenüber angeordnet sind; d) der eine Bremsbelagträger (25) ist von dem Betätigungsglied oder dem Bremskolben (3), der an dem einen Schenkel (2) des Bremssattels (29) angeordnet ist, gegen eine Rückstellkraft in Richtung auf die zugeordnete Seite der Bremsscheibe (24) zu bewegbar; e) der andere Bremsbelagträger (28) stützt sich an dem anderen Schenkel (1) des Bremssattels (29) ab und ist von diesem gegen eine Rückstellkraft auf die ihm zugeordnete Seite der Bremsscheibe (24) zu bewegbar; f) die Wegsensorbahn (9) ist am Betätigungsglied oder am Bremskolben (3) oder an einem mit dem Betätigungsglied oder dem Bremskolben (3) verbundenen Teil angeordnet; g) das Kraftübertragungsglied (19, 21, 23) ist an dem das Betätigungsglied oder den Bremskolben (3) aufnehmenden Schenkel (2) des Bremssattels (29) derart angeordnet, daß es mit seiner der Wegsen sorbahn (9) zugewandten Seite an der Wegsensorbahn (9) und mit seiner der Wegsensorbahn (9) abgewandten Seite an der Schrägen (22) und/oder an der Steuerkurve anliegt, die an der dem Bremssattel (29) zugewandten Seite des Bremsträgers (17) vorgesehen ist; h) die Schräge (22) und/oder die Steuerkurve ist so zum Bremssattel (29) und zur Wegsensorbahn (9) angeordnet, daß sich bei einer Bewegung des Bremssattels (29) in Längsrichtung der Drehachse der Bremsscheibe (24) der Abstand zwischen zwei auf der Längsachse des Kraftübertragungsgliedes (19, 21, 23) gelegenen, einander gegenüberliegenden Punkten auf der Schrägen (22) bzw. der Steuerkurve und an der Wegsensorbahn (9) und somit eine vom Kraftübertragungsglied (19, 21, 23) auf die Wegsensorbahn (9) ausgeübte Kraft verändert; i) das Kraftübertragungsglied (19, 21, 23) ist so zu der Wegsensorbahn (9) angeordnet, daß das Kraftübertragungsglied (19, 21, 23) bei einer Relativbewegung zwischen dem Betätigungsglied oder dem Bremskolben (3) und dem Bremssattel (29) über die Wegsensorbahn (9) geführt wird.
  14. Einrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der kombinierte Weg-Kraft-Sensor (9, 19, 21, 23, 36, 44, 43, 41) Ausgänge aufweist, die mit Eingängen einer elektrischen Auswerte- und Regelschaltung (12) verbunden sind.
  15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der kombinierte Weg-Kraft-Sensor (9, 19, 21, 23, 36, 44, 43, 41) direkt oder über die elektrische Auswerte- und Regelschaltung (12) mit einer Regelventileinrichtung (31) zum Steuern des Druckes in der Druckmittelkammer (5) der Scheibenbremse und/oder mit wenigstens einer Signaleinrichtung verbunden ist.
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