DE4138145A1 - Antriebseinrichtung fuer einen schleuderstreuer - Google Patents
Antriebseinrichtung fuer einen schleuderstreuerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung für einen
Schleuderstreuer für rieselfähiges Streugut mit wenigstens
zwei in größerem Abstand voneinander angeordneten Schleuder
scheiben, bestehend aus einem von einem Gehäuse umschlosse
nen Getriebe mit einem mittleren Winkelgetriebe, dessen
Eingangswelle an die Zapfwelle eines Schleppers anschließ
bar ist, und beiderseits des Mittelgetriebes angeordneten,
mit diesem über eine Querwelle verbundenen Eckgetrieben,
auf deren etwa senkrecht zur Eingangswelle angeordneten
Abtriebswellen je eine der Schleuderscheiben sitzt, wobei
sämtliche Wellen des Getriebes am Gehäuse gelagert sind.
In dem Bestreben, die Streuarbeit, insbesondere das Aus
bringen von Dünger in der Landwirtschaft, möglichst effek
tiv zu gestalten, werden einerseits große Streugutbehälter
eingesetzt, um mit einer Füllung eine größtmögliche Fläche
bestreuen zu können, andererseits grobe Streubreiten ge
fordert, die wiederum fahrwegabhängig eine große Streumenge
erfordern. Diese Forderungen haben dazu geführt, daß die
Streugutbehälter eine die für den Straßenverkehr zulässige
Maximalbreite erreichende seitliche Ausladung aufweisen
und die Schleuderscheiben einen großen Abstand voneinander
besitzen, um insbesondere über geneigte Wandungen des
Streugutbehälters das Streugut allein durch Schwerkraft
den Auslauföffnungen des Behälters zuführen zu können.
Die weit auseinanderliegenden Schleuderscheiben führen
zu speziellen Antriebsproblemen. Es bieten sich hierfür
zwar hydraulische Einzelantriebe für die beiden Schleuder
scheiben an, jedoch sind solche Antriebe teuer und insbe
sondere hinsichtlich der Drehzahlregelung aufwendig. Auch
die Funktionssicherheit dieser Hydraulikantriebe und ins
besondere der hydraulischen Leitungssysteme werden durch
den rauhen Betrieb leicht beeinträchtigt. Auch ist der
Wartungsaufwand erheblich.
Herkömmliche preisgünstige Antriebe arbeiten deshalb mit
Zahnradgetrieben, die ein mittleres Winkelgetriebe auf
weisen, an deren Eingangswelle die Zapfwelle angeschlos
sen wird. Über eine Querwelle, auf der das Abtriebsrad
des Winkelgetriebes sitzt, wird das Drehmoment auf zwei
endständige Eckgetriebe übertragen, auf deren Abtriebs
welle wiederum die Schleuderscheiben aufgesetzt sind.
Diese bei Schleuderstreuern gebräuchlichen Getriebe sind
bei kurzer Baulänge ohne Probleme preisgünstig her zu
stellen. Sie weisen in der Regel ein rechteckiges Guß
gehäuse auf, in welchem die Getriebe und deren Lager
sowie die Stützlager der Querwelle angeordnet sind
(US-PS 21 80 044).
Bei größerer Baulänge muß das Gehäuse entweder mehrteilig
ausgeführt werden, um innenseitig die für die Anbringung
und Zentrierung der Lager notwendige Bearbeitung vornehmen
zu können. Dadurch wird das Getriebe teuer und in der
Regel auch schwerer, was beim Schlepperbetrieb im Sinne
einer größtmöglichen Nutzlast (Streugutmenge) von Nach
teil ist.
Weiterhin ergeben sich bei großer Baulänge des Getrie
bes und einem erwünschten einfachen Aufbau zwangsläufig
größere Fertigungstoleranzen, die zu Fluchtfehlern bezüg
lich der Querwelle und damit zum Versatz der Getriebe
führen können. Diesen Schwierigkeiten hat man dadurch
zu begegnen versucht (DE-OS 38 19 794), daß das Mittel
getriebe und die beiden Eckgetriebe als gekapselte Ein
zelgetriebe ausgebildet und an einer Quertraverse
des Rahmens des Schleuderstreuers befestigt sind. Die
Querwelle ist in mehrere Abschnitte unterteilt worden,
wobei beiderseits des Mittelgetriebes biegefähige und
tordierbare Abschnitte vorgesehen sind, um die sich aus
Maßungenauigkeiten, Schweißverzug etc. an der Quertraverse
ergebenden Toleranzen auszugleichen. Hierbei muß eine
zusätzliche, gehäuseartige Abdeckung für die umlaufenden
Abschnitte der Querwelle vorgesehen sein. Auch dieser
Aufbau ist deshalb konstruktiv aufwendig und teuer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine herkömm
liche, mechanische Antriebseinrichtung für Schleuder
streuer mit weit auseinanderliegenden Schleuderscheiben
vorzuschlagen, die sich bei geringer konstruktiver Masse
preisgünstig herstellen läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
das Gehäuse des Getriebes aus einem handelsüblichen Recht
eckrohr gebildet ist und die Lager der Wellen an bearbei
teten Flächen auf der Außenseite des Rechteckrohrs zen
triert und abgestützt sind, und daß das Reckteckrohr an
seinen beiden Stirnseiten mit Deckeln geschlossen ist.
Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung wird ein handels
übliches und damit preisgünstiges Rechteckrohr als Gehäu
se eingesetzt. Bei solchen Rechteckrohren würde die innen
seitige Anordnung und Zentrierung der Lager einen erhebli
chen Fertigungsaufwand erfordern, da mit Durchgangsbohrungen
ausreichend großer lichter Weite gearbeitet werden müßte,
die anschließend zumindest an einer Seite zu verschließen
wären. Auch wäre die innenseitige Montage aufgrund des
geringen lichten Querschnittes und der großen Baulänge
erheblich erschwert. Die Erfindung begegnet diesen Schwie
rigkeiten dadurch, daß die Lager der Wellen an bearbeiteten
Flächen auf der Außenseite des Rechteckrohrs zentriert und
abgestützt sind, wo eine problemlose einfache Bearbeitung
mit herkömmlichen Werkzeugmaschinen möglich ist, ohne daß
das Gehäuse durch querverlaufende Durchbrüche geschwächt
und zusätzlicher Aufwand für das verschließen von Durchbre
chungen notwendig ist. Da bei Rechteckrohren großer Länge
auch größere Fertigungstoleranzen vorliegen, die sich
beispielsweise in mangelhafter Parallelität der Wandungen,
Verwindungen in Längsrichtung etc. äußern können, wird mit
der erfindungsgemäß ausschließlich außenseitig vorgesehenen
Bearbeitung eine einfache Möglichkeit geschaffen, diesen
Toleranzen Rechnung zu tragen und sie auszugleichen. Die
Lager sind also entweder außen aufgesetzt oder aber von
außen in das Getriebegehäuse eingehängt. Der Fertigungs
aufwand ist nicht höher als bei Getrieben kurzer Bauweise.
Die konstruktive Masse erhöht sich nur um das unbedingt
notwendige Maß.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorge
sehen, daß die die Querwelle lagernden Stützlager an Kon
solen angeordnet sind, die in Öffnungen einer Wandung
des Rechteckrohrs eingehängt und zentriert und an bear
beiteten Flächen auf der Außenseite dieser Wandung be
festigt sind.
Alle notwendigen Stützlager der Querwelle, in der Regel
drei Stützlager, erfordern demzufolge eine Bearbeitung
an nur einer Außenseite des Getriebegehäuses. Die Konsolen
mit den vormontierten Stütz lagern werden lediglich noch
in die Konsolen zentrierende Öffnungen von außen eingeführt
und auf der Außenseite am Öffnungsrand befestigt.
In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen,
daß die Lager der Abtriebswellen der Eckgetriebe und das
Lager der Eingangswelle des Mittelgetriebes in Öffnungen
des Getriebegehäuses zentriert und an dessen Außenseite
befestigt sind, so daß auch für diese Lager eine Bearbei
tung nur an der Außenseite des Getriebegehäuses notwendig
ist.
Eine bevorzugte Ausführungsform ergibt sich dann, wenn die
Konsolen der Stützlager der Querwelle und die Lager der
Abtriebswellen der Eckgetriebe an bearbeiteten Flächen der
Außenseite der gleichen Wand des Rechteckrohrs befestigt
sind.
Bei der vorgenannten Ausführungsform sind sämtliche Be
arbeitungsmaßnahmen für die Stützlager der Querwelle und
die Lager der Abtriebswellen für die Schleuderscheiben
in nur einer Ebene und damit in nur einer Aufspannung auf
der Werkzeugmaschine vorzunehmen.
Die herkömmlichen Getriebe für die Schleuderscheiben
laufen in Öl. Es weist deshalb das Getriebegehäuse eine
Öl-Füllöffnung mit Filter und einen stabförmigen Füll
standsmesser sowie ein oder mehr Öl-Ablaßschrauben auf.
Im Sinne einer einfachen Fertigungstechnik ist vorgesehen,
daß die Öl-Füllöffnung in derjenigen Wandung des Recht
eckrohrs vorgesehen ist, welche die Öffnungen für die
Abtriebswellen der Eckgetriebe aufweist, und daß die Öl-
Ablaßöffnungen in der dazu senkrechten Wandung vorgesehen
sind, an der die Eingangswelle gelagert ist.
Mit dieser Ausbildung ergibt sich der Vorteil, daß das
Getriebegehäuse an nur zwei senkrecht zueinander verlau
fenden Wandungen, also in nur zwei Ebenen und damit in
nur zwei Aufspannungen vollständig bearbeitet werden kann.
Wie bereits angedeutet, sind mit Vorteil drei Stützlager
für die Querwelle vorgesehen, die vorzugsweise jeweils
nahe dem Mittelgetriebe und den beiden Eckgetrieben an
geordnet sind.
Hiermit werden die an der Außenseite des Rechteckrohrs
zu bearbeitenden Flächen lokal konzentriert.
Aufgrund der großen Baulänge wäre auch bei Minimierung
des freien Querschnitts des Rechteckrohrs eine erhebliche
Ölmenge notwendig, um sicherzustellen, daß die einzelnen
Getriebestufen stets in Öl laufen. Da dies auch beim
Streuen in hängigem Gelände gewährleistet sein muß, würde
dies eine vollständige Ölfüllung notwendig machen. Dies
wiederum wäre teuer und - wegen des notwendigen Ölwech
sels - umweltschädlich. Die Erfindung begegnet diesem
Nachteil dadurch, daß in dem Rechteckrohr zwischen dessen
unterer Wandung und der Querwelle den Rauminhalt des Ge
häuses verringernde Füllkörper angeordnet sind.
Durch die Füllkörper wird der freie Querschnitt des Ge
triebegehäuses bzw. dessen Rauminhalt zumindest bereichs
weise verringert, ohne daß die Laufeigenschaften der Ge
triebestufen beeinträchtigt werden.
Im Sinne einer Optimierung dieser Maßnahme ist vorgesehen,
daß lediglich der Raum im Bereich der Stützlager der Quer
welle sowie des Mittelgetriebes und der Eckgetriebe frei
von Füllkörpern ist.
Mit der vorgenannten Maßnahme werden lediglich im Bereich
der Getriebestufen und der Stützlager Kammern geschaffen,
die den vollen lichten Querschnitt aufweisen. Auf diese
Weise braucht lediglich ein Öl-Füllstand vorgesehen wer
den, der etwa in Höhe der Querwelle liegt, da selbst bei
Streuarbeit in hängigem Gelände sichergestellt ist, daß
in den jeweiligen Kammern eine ausreichende Ölmenge vor
handen ist und das Öl nicht vollständig auf eine Seite
läuft.
Vorzugsweise bestehen die Füllkörper aus ölbeständigem
Leichtwerkstoff, der zwar einen freien Fluß des Öls über
bei Streuarbeit in hängigem Gelände jedoch einen ausrei
chend großen Widerstand bildet, um das Ablaufen und Ansam
meln des Öls an der tiefsten Stelle des Getriebegehäuses
zu verhindern. Die Füllkörper bestehen vorzugsweise aus
einem geschlossenporigen Schaumstoff oder einem Kunst
stoff-Blaskörper. Dadurch ergibt sich eine nennenswerte
Gewichtsreduzierung gegenüber der ansonsten notwendigen
Ölfüllung.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung zeichnet
sich dadurch aus, daß das Rechteckrohr an seinen Stirn
seiten je einen Flansch für einen der Deckel aufweist,
und daß jeder Flansch aus zwei nur die vertikalen Wandun
gen des Rechteckrohrs seitlich überragenden Flanschlei
sten und zwei mit der oberen und unteren Wandung des
Rechteckrohrs bündig abschließenden, in den lichten Quer
schnitt des Rechteckrohrs hineinragenden Flanschleisten
besteht.
Durch die vorgenannte Ausbildung ist einerseits gewähr
leistet, daß ein ausreichend großer lichter Querschnitt
zwischen den nach innen ragenden Flanschleisten für das
Einbringen und die Montage der Füllkörper zur Verfügung
steht, andererseits eine geringstmögliche Bauhöhe in der
Vertikalebene gegeben ist, was wiederum vorteilhaft ist
für die Unterbringung eines Streugutbehälters größtmögli
cher Bauhöhe und damit größtmöglichen Fassungsvermögens
bei wiederum geringer Gesamthöhe, die für den Schwerpunkt
des als Anbaugerät ausgebildeten Schleuderstreuers wesent
lich ist.
Schließlich können gemäß einem Ausführungsbeispiel die
Deckel des Rechteckrohrs Befestigungs- und/oder Führungs
mittel für das Getriebegehäuse am Rahmen aufweisen.
Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung des Rechteckrohrs
als Quadratrohr, da sich die Radsätze der Getriebe raumspa
rend unterbringen lassen, insgesamt also eine kleinstmög
liche Baugröße gegeben ist.
In weiterhin zweckmäßiger Ausbildung ist vorgesehen, daß
das Mittelgetriebe und die beiden Eckgetriebe aus glei
chen Radsätzen bestehen, wobei Durchmesser und Zähnezahl
der Zahnräder auf der Eingangswelle des Mittelgetriebes
und der Zahnräder der beiden Eckgetriebe auf der Querwel
le einerseits sowie Durchmesser und Zähnezahl der damit
kämmenden anderen Räder andererseits jeweils unterein
ander gleich sind. Durch diese Maßnahme lassen sich Werk
zeug- und Lagerhaltungskosten minimieren.
Bei der vorgenannten Ausführung ist es insbesondere mög
lich, daß das Übersetzungsverhältnis in jeder Getriebe
stufe 1 : 1,33 beträgt. Auf diese Weise läßt sich die nor
mierte Drehzahl der Zapfwelle von 540 l/min problemlos
auf eine Drehzahl von 1000 l/min an den Schleuderschei
ben übersetzen.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeich
nung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels beschrieben.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines
Schleuderstreuers in Fahrtrichtung
von hinten;
Fig. 2 einen vertikalschnitt des Getriebe
gehäuses und
Fig. 3 eine teilweise geschnittene Darauf
sicht auf das Getriebegehäuse.
Der Schleuderstreuer nach Fig. 1 weist einen Vorratsbehäl
ter 1 auf, der sich nach beiden Seiten trichterförmig
zu je einem Auslaufschacht 2 verjüngt. Der Vorratsbehälter
1 ist von einem Rahmen aufgenommen, der - wiederum schema
tisch - aus senkrechten Stützen 3 und einer horizontalen
Quertraverse 4 gebildet ist. Innerhalb des Vorratsbehälters
1 läuft eine Rührwerkswelle 5, die das Streugut insbeson
dere im Bereich oberhalb der Auslaufschächte 2 fließfähig
hält. Oberhalb der Auslaufschächte 2 sind Dosierorgane 6
angedeutet, die mittels Antrieben 7 einstellbar sind.
Unterhalb jedes Auslaufschachtes 2 ist eine Schleuderschei
be 8 angeordnet, auf die das den Auslaufschacht 2 verlassen
de Streugut aufgegeben wird. Die beiden Schleuderscheiben
8 weisen, wie aus Fig. 1, ersichtlich einen relativ großen
Abstand auf. Sie werden mechanisch von der Zapfwelle eines
Schleppers, an dessen Dreipunktgestänge der Rahmen mit
seinen vertikalen Stützen 3 und einem nicht gezeigten
Mittelanschluß angekuppelt ist, angetrieben.
Die Schleuderscheiben 8 werden von der Zapfwelle über
die in den Fig. 2 und 3 näher dargestellte Antriebs
einrichtung mit vorzugsweise regelbarer Drehzahl ange
trieben. Die Antriebseinrichtung weist ein insgesamt mit
10 bezeichnetes Getriebe auf, das aus einem mittleren
Winkelgetriebe 11 und zwei endständigen Eckgetrieben 12,
13 besteht. Das mittlere Winkelgetriebe 11 weist eine
Eingangswelle 14 auf, an die die Zapfwelle 15 des Schlep
pers angekuppelt ist. Die Eckgetriebe 12 und 13 besitzen
je eine Abtriebswelle 16, 17 mit je einer Nabe 18, 19,
auf die die Schleuderscheiben 8 mittels eines Schnell
verschlusses aufgesetzt sind.
Das mittlere Winkelgetriebe 11 ist mit den Eckgetrieben
12, 13 durch eine Querwelle 20 verbunden, die sich an
nähernd über die gesamte Baulänge des Getriebes erstreckt.
Sie ist in drei Stützlagern 21, 22 und 23 gelagert, die
jeweils nahe den Getriebestufen angeordnet sind. Das
mittlere Winkelgetriebe 11, die beiden Eckgetriebe 12,
13 und die Stützlager 21, 22, 23 sind in einem Gehäuse
24 untergebracht, das aus einem handelsüblichen Recht
eckrohr gebildet ist.
Um trotz der großen Baulänge des Rechteckrohrs eine ein
wandfreie Zentrierung und Befestigung der Getriebeteile
zu ermöglichen und Fertigungstoleranzen am Rechteckrohr
ausgleichen zu können, sind die Stützlager 21, 22 und
23 an Tragkonsolen 25, 26 und 27 angeordnet, die von
außen in das Rechteckrohr 24 eingehängt sind. Zu diesem
Zweck ist das Rechteckrohr 24 an der Außenseite 28 seiner
oberen Wandung 29 mit Sitzflächen für die Tragkonsolen 25, 26
und 27 bearbeitet. Die Tragkonsolen werden in ent
sprechenden Öffnungen dieser Wandung 29 zentriert.
An der gleichen Wandung 29 sind entsprechende Sitzflächen
für die Lager 30, 31 der Abtriebswellen 16, 17 der beiden
Eckgetriebe vorgesehen, die im übrigen durch entsprechende
Lagergehäuse in Öffnungen dieser Wandung zentriert sind.
Im Inneren des Gehäuses 10 befinden sich lediglich Loslager
32, 33 für die Abtriebswellen der Eckgetriebe 12, 13.
In ähnlicher Weise ist das Lager 34 für die Eingangswelle
14 des mittleren Winkelgetriebes an einer Sitzfläche auf
der Außenseite 35 der dem Schlepper zugekehrten Wandung
36 des Rechteckrohrs 24 an einer dort hergestellten Sitz
fläche befestigt und ist das Lagergehäuse in einer ent
sprechenden Öffnung dieser Wandung 36 zentriert. An der
gleichen Wandung sind Öl-Ablaßöffnungen 37 (Fig. 2)
mit Öl-Ablaßschrauben 38 vorgesehen, während eine Füll
öffnung mit Füllstandsmesser 39 (Fig. 2) an der Wandung
29 angeordnet ist, die auch die Tragkonsolen 25, 26 und
27 der Stützlager 21, 22 und 23 aufnimmt. Die gesamte
mechanische Bearbeitung des Getriebegehäuses beschränkt
sich also auf die Außenseiten zweier senkrecht zueinan
der liegenden Wandungen 29, 36 des Rechteckrohrs 24.
Das Rechteckrohr 24 ist an seinen Stirnseiten durch je
einen Deckel 40, 41 geschlossen. Zum Anbringen der Deckel
40, 41 ist am Rechteckrohr 24 ein Flansch vorgesehen,
der aus zwei Flanschleisten 42, 43 besteht, die das Recht
eckrohr 24 nur in bzw. entgegen der Fahrtrichtung überra
gen (Fig. 3). Ferner weist der Flansch nach innen ragende
und mit der Außenseite der oberen und der unteren Wandung
des Rechteckrohrs 24 bündig abschließende Flanschleisten
44, 45 auf, die den lichten Querschnitt des Rechteckrohrs 24
verengen, so daß die Bauhöhe des Getriebes im wesent
lichen ausschließlich durch die Höhe des Rechteckrohrs
24 bestimmt wird.
Zur Minimierung der notwendigen Ölmenge und Verringerung
der beim Ölwechsel notwendigen Austauschmenge sind inner
halb des Getriebes 10 bzw. innerhalb des Rechteckrohrs
24 Füllkörper 46, 47 angeordnet, die vorzugsweise aus
einem ölbeständigen Kunststoffschaum oder Kunststoff-
Blaskörper bestehen. Die Füllkörper 46, 47 (s. Fig. 2)
sind an der unteren Wandung des Rechteckrohrs 24 festgelegt
und erstrecken sich bis knapp unterhalb der Querwelle 20.
Lediglich der Raum im Bereich des Winkelgetriebes 11 und
der Eckgetriebe 12, 13 sowie der in deren Nähe angeord
neten Stützlager 21, 22 und 23 ist frei von Füllkörpern,
so daß dort Kammern gebildet werden, deren Höhe dem lich
ten Querschnitt entspricht. Das Getriebegehäuse wird etwa
bis in Höhe der Querwelle 20 mit Öl gefüllt, wobei durch
die Kammern im Bereich der Getriebestufen und der Stütz
lager gewährleistet ist, daß die Zahnräder ausreichend
mit Öl versorgt sind. Dies gilt auch bei Fahrten in hän
gigem Gelände, da bei Schräglage des Getriebes 10 das
Öl im Bereich der einzelnen Kammern zumindest bis in
Höhe der Füllkörper zurückgehalten wird. Auch ist bei
wechselnder Neigungslage ein schneller Ausgleich des Öl
standes innerhalb des Getriebes 10 gewährleistet.
Das Mittelgetriebe 11 und die Eckgetriebe 12, 13 beste
hen aus gleichen Radsätzen (Fig. 2), die jeweils eine
Übersetzung 1 : 1,33 in Sekundenschnelle ermöglichen. Die
Konsolen 25, 26 und 27 der Stützlager 21, 22 und 23 der
Querwelle, wie auch die Lagerflansche der Lager 30, 31
und 34 der Eingangs- und Abtriebswellen 14, 16, 17 kön
nen als Kunststoff-Spritzgußteile oder Leichtmetall-
Druckgußteile ausgebildet sein.
Claims (14)
1. Antriebseinrichtung für einen Schleuderstreuer für
rieselfähiges Streugut mit wenigstens zwei in größe
rem Abstand voneinander angeordneten Schleuderscheiben,
bestehend aus einem von einem Gehäuse umschlossenen
Getriebe mit einem mittleren Winkelgetriebe, dessen
Eingangswelle an die Zapfwelle eines Schleppers an
schließbar ist, und beiderseits des Mittelgetriebes
angeordneten, mit diesem über eine Querwelle verbun
denen Eckgetrieben, auf deren etwa senkrecht zur Ein
gangswelle angeordneten Abtriebswellen je eine der
Schleuderscheiben sitzt, wobei sämtliche Wellen des
Getriebes am Gehäuse gelagert sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gehäuse (24) des Getriebes (10)
aus einem handelsüblichen Rechteckrohr gebildet ist
und die Lager der (21, 22, 23, 30, 31, 34) Wellen
(16, 17, 20) an bearbeiteten Flächen auf der Außen
seite des Rechteckrohrs zentriert und abgestützt
sind, und daß das Rechteckrohr an seinen beiden
Stirnseiten mit Deckeln (40, 41) geschlossen ist.
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die die Querwelle (20) lagernden Stütz
lager (21, 22, 23) an Konsolen (25, 26, 27) angeord
net sind, die in Öffnungen einer Wandung (29) des
Rechteckrohrs (24) eingehängt und zentriert und an
bearbeiteten Flächen auf der Außenseite dieser Wan
dung befestigt sind.
3. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (30, 31)
der Abtriebswellen (16, 17) der Eckgetriebe (12, 13)
und das Lager (34) der Eingangswelle (14) des Mittel
getriebes (11) in Öffnungen des Getriebegehäuses (24)
zentriert und an dessen Außenseite befestigt sind.
4. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Konsolen (25, 26, 27)
der Stützlager (21, 22, 23) der Querwelle (20) und die
Lager (30, 31) der Abtriebswellen (16, 17) der Eck
getriebe (12, 13) an bearbeiteten Flächen der Außen
seite der gleichen Wand (29) des Rechteckrohrs (24)
befestigt sind.
5. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, mit einer Öl-Füllöffnung mit Filter und einem
stabförmigen Füllstandsmesser sowie mit ein oder
mehr Öl-Ablaßöffnungen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Öl-Füllöffnung in derjenigen Wandung (29) des
Rechteckrohrs (24) vorgesehen ist, welche die Öffnun
gen für die Abtriebswellen (16, 17) der Eckgetriebe
(12, 13) aufweist, und daß die Öl-Ablaßöffnungen (37)
in der dazu senkrechten Wandung (36) vorgesehen
sind, an der die Eingangswelle (14) gelagert ist.
6. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5
dadurch gekennzeichnet, daß drei Stützlager (21,
22, 23) für die Querwelle (20) vorgesehen sind, die
jeweils nahe dem Mittelgetriebe (11) und den Eckge
trieben (12, 13) angeordnet sind.
7. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Rechteckrohr (24)
zwischen dessen unterer Wandung und der Querwelle (20)
den Rauminhalt des Gehäuses verringernde Füllkörper
(46, 47) angeordnet sind..
8. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß lediglich der Raum im
Bereich der Stützlager (21, 22, 23) der Querwelle
(20) sowie des Mittelgetriebes (11) und der Eckge
triebe (12, 13) frei von Füllkörpern (47) ist.
9. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Füllkörper (47) aus
einem ölbeständigen Leichtwerkstoff, z. B. einem
geschlossenporigen Schaumstoff, einem Blaskörper aus
Kunststoff oder dergleichen, bestehen.
10. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rechteckrohr (24)
an seinen Stirnseiten je einen Flansch für einen
der Deckel (40, 41) aufweist, und daß jeder Flansch
aus zwei nur die vertikalen Wandungen des Rechteck
rohrs seitlich überragenden Flanschleisten (48, 43)
und zwei mit der oberen und unteren Wandung des
Rechteckrohrs (24) bündig abschließenden, in den
lichten Querschnitt des Rechteckrohrs hineinragen
den Flanschleisten (44, 45) besteht.
11. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Deckel (40, 41) des
Rechteckrohrs (24) Befestigungs- und/oder Führungs
mittel für das Getriebegehäuse am Rahmen (3, 4) auf
weisen.
12. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß das Rechteckrohr (24)
ein Quadratrohr ist.
13. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelgetriebe
(11) und die beiden Eckgetriebe (12, 13) aus gleichen
Radsätzen bestehen, wobei Durchmesser und Zähnezahl
der Zahnräder auf der Eingangswelle (14) des Mittel
getriebes (11) und der Zahnräder der beiden Eckgetrie
be (12, 13) auf der Querwelle (20) einerseits sowie
Durchmesser und Zähnezahl der damit kämmenden anderen
Räder andererseits jeweils untereinander gleich sind.
14. Antriebseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß das Übersetzungsver
hältnis in jeder Getriebestufe 1:1,33 beträgt.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19914138145 DE4138145B4 (de) | 1991-11-20 | 1991-11-20 | Antriebseinrichtung für einen Schleuderstreuer |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914138145 DE4138145B4 (de) | 1991-11-20 | 1991-11-20 | Antriebseinrichtung für einen Schleuderstreuer |
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Cited By (1)
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- 1992-11-20 FR FR9214144A patent/FR2683699B1/fr not_active Expired - Fee Related
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|---|---|---|---|---|
| FR2789260A1 (fr) * | 1999-02-09 | 2000-08-11 | Rauch Landmaschfab Gmbh | Epandeur centrifuge a arbres d'entrainement montes chacun sur une console mobile |
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