DE4129076A1 - Verfahren zur reinigung von caprolactam - Google Patents
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Description
Zur Erreichung einer den Anforderungen der Weiterverarbeitung
zu Feinseiden entsprechenden Caprolactamqualität wird das
als Zwischenprodukt der Vorreinigungsstufen gewonnene Roh-
Caprolactam üblicherweise durch Destillation und Rektifikation
unter vermindertem Druck und unter Zusatz alkalisch
reagierender Substanzen gereinigt.
Es ist allgemein bekannt, die destillative Reinigung unter
Anwendung von Rotationsdünnschichtverdampfern und -rektifikatoren
in mehreren Stufen durchzuführen und dabei eine
Trennung des entwässerten Roh-Caprolactams in eine mit leichtflüchtigen
Verunreinigungen angereicherte Fraktion, in den
mit hochsiedenden Verunreinigungen angereicherten Destillationsrückstand
und in reines Caprolactam vorzunehmen. Diese Verfahrensweise
besitzt die Nachteile des hohen apparativen Aufwandes
und hohen Energieverbrauches.
Modifikationen der allgemein bekannten Verfahrensweise durch
Verringerung der Verdampferstufen bei Steigerung der Rektifikationsstufen
(DD-PS 81 846 und DD-PS 1 52 914) oder durch Erhöhung
der Verdampferstufen bei Reduzierung der Rektifikationsstufen
(DE-OS 30 07 338) führen nur zur geringfügigen Senkung
des apparativen und energetischen Aufwandes. Bei diesen wie
bei den oben angeführten Verfahren beträgt der spezifische
Energieeinsatz das 3- bis 4-fache der für eine einmalige
Caprolactam-Verdampfung notwendigen Wärmeenergie.
In den DD-PS 2 26 560, 2 26 561, 2 26 562, 2 26 879 und 2 51 553
werden Verfahren zur destillativen und rektifikativen Caprolactamreinigung
beansprucht, nach denen man unter ausschließlicher
Anwendung von Fallfilmverdampfern und Packungskolonnen
sehr reines Caprolactam mit relativ geringem energetischen
Aufwand gewinnt. Dabei wird das Caprolactam in mehreren Stufen
durch wiederholte Verdampfung und Kondensation unter Mehrfachnutzung
der Wärmeenergie bei Gewährleistung der erforderlichen
Temperaturdifferenzen für den Wärmeaustausch der Destillation
und Rektifikation unterworfen. Obwohl bei diesem Verfahren in
Abhängigkeit von der Stufenzahl auf Grund der Mehrfachnutzung
der Wärmeenergie der spezifische Energiebedarf auf das 0,8-
bis 1,2fache der für eine einmalige Caprolactam-Verdampfung
notwendigen Wärmeenergie gesenkt wird, ist auch bei diesem
Verfahren der apparative Aufwand zu hoch. Die Mehrfachnutzung
der Wärmeenergie erfordert mehrere Verdampferstufen mit
relativ großen Wärmeaustauschflächen auf Grund der verfügbaren
geringen Temperaturdifferenzen.
Nach einem in der EP-PS 65 168 beschriebenen Verfahren wird aus
dem entwässerten Roh-Caprolactam in einer 1. Stufe, bestehend
aus einem Verdampfer und einer Packungskolonne, eine mit leichtsiedenden
Verunreinigungen angereicherte Frakion abgetrennt
und das Sumpfprodukt in einer 2., ebenfalls aus einem Verdampfer
und einer Packungskolonne bestehenden Stufe rektifiziert,
dabei reines Caprolactam als Destillat gewonnen und die
hochsiedenden Verunreinigungen in angereicherter Form mit dem
Destillationsrückstand abgetrennt. Dabei finden Packungskolonnen
mit einem Packungsmaterial Anwendung, das einen Druckabfall
von weniger als 2,5 mbar pro theoretische Stufe gewährleistet.
Auch dieses Verfahren mit 2 Verdampfer- und 2 Rektifikationsstufen
ist technisch aufwendig. Außerdem ist zur Erreichung
der erforderlichen hohen Caprolactamqualität ein gegenüber den
letztgenannten Verfahren erhöhter Energieverbrauch notwendig,
der etwa dem 1,5fachen der für eine einmalige Caprolactam-
Verdampfung erforderlichen Wärmeenergie entspricht.
Es bestand deshalb die technische Aufgabe, bei der destillativen
und rektifikativen Reinigung des entwässerten Roh-Caprolactams
den apparativ-technischen Aufwand bei Gewährleistung eines geringen
spezifischen Energieverbrauches zu senken.
Diese Aufgabe
wird dadurch gelöst, daß man das entwässerte Roh-Caprolactam
in nur einer Verdampferstufe bis auf einen Sumpfproduktanfall
von maximal 5 Masse-% verdampft, das Sumpfprodukt
als mit hochsiedenden Verunreinigungen angereicherten Destillationsrückstand
ausschleust, die erzeugten Caprolactamdämpfe
einer Teilkondensation unterwirft, dabei eine mit hochsiedenden
Verunreinigungen angereicherte Caprolactamfraktion
abtrennt, die bei der Teilkondensation nicht kondensierten
Caprolactamdämpfe in eine Packungskolonne einleitet und rektifiziert,
dabei als Kopfprodukt der Packungskolonne eine mit
leichtflüchtigen Verunreinigungen angereicherte Fraktion abtrennt
und als Sumpfprodukt der Packungskolonne reines Caprolactam
gewinnt, indem man die der Packungskolonne zugeführten
Caprolactamdämpfe an deren Kopf abzieht, nacheinander einer
Teil- und Totalkondensation unterwirft, das dabei erzeugte
Teilkondensat als Rücklauf in die Packungskolonne zurückführt
und das Totalkondensat als mit leichtflüchtigen Verunreinigungen
angereicherte Fraktion ausschleust. Zur Erzielung einer
hohen Caprolactamqualität bezüglich des Anteils an hochsiedenden
Verunreinigungen ist es in Abhängigkeit vom Gehalt an
hochsiedenden Verunreinigungen des eingesetzten Roh-Caprolactams
von Vorteil, daß man 5 bis 20 Masse-% der in der Verdampferstufe
erzeugten Caprolactamdämpfe bei der Teilkondensation
kondensiert und die dabei erhaltene Caprolactamfraktion
in die Verdampferstufe zurückführt. Für eine weitestgehende
Abtrennung der leichtflüchtigen Verunreinigungen ist es zweckmäßig,
daß man 90 bis 95 Masse-% der am Kopf der Packungskolonne
abgezogenen Caprolactamdämpfe im Teilkondensator kondensiert
und als Rücklauf in die Packungskolonne zurückführt.
Für die Reinigung von Roh-Caprolactam mit einem hohen Gehalt
an hochsiedenden und nichtflüchtigen, insbesondere harzartigen
Verunreinigungen ist es vorteilhaft, daß man die Verdampfung
des entwässerten Roh-Caprolactams in zwei Schritten vornimmt,
indem man in einem 1. Schritt in einem Fallfilmverdampfer 85
bis 95 Masse-% des eingesetzten entwässerten Roh-Caprolactams
verdampft und in einem 2. Schritt vorzugsweise in einem Rotationsdünnschichtverdampfer
die weitere Verdampfung des Sumpfproduktes
des 1. Verdampfungsschrittes bis auf einen Sumpfproduktanteil
von maximal 5 Masse-% bezogen auf das in den
1. Verdampfungsschritt eingesetzte Roh-Caprolactam durchführt.
Die erfindungsgemäße Arbeitsweise gestattet es, bei außerordentlich
geringem apparativ-technischen bzw. technologischen
Aufwand in nur einer, aus einem Verdampfer und einer Packungskolonne
bestehenden Stufe Caprolactam in hoher Reinheit herzustellen.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist der
geringe spezifische Energieverbrauch. Er beträgt das 1,2-
bis 1,3fache der für eine einmalige Caprolactam-Verdampfung
notwendigen Wärmeenergie.
Zur Erreichung hoher Wirtschaftlichkeit bei geringen Verweilzeiten
zur Produktschonung sind bei der Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens vorzugsweise Fallfilmverdampfer einzusetzen.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Arbeitsweise
ist jedoch nicht auf den Einsatz von Fallfilmverdampfern eingeschränkt.
In der Packungskolonne sind vorzugsweise Packungen einzusetzen,
die neben einem geringen Druckverlust eine hohe Trennstufenzahl
pro Meter Packungshöhe, einen kleinen Betriebsinhalt
(Hold-up) und eine geringe Flüssigkeitsbelastung bei hoher
Dampfbelastung gewährleisten. Derartige Packungen sind beispielsweise
Sulzer-Packungen BX oder CY sowie Mellapak u.a.
Die Trennstufenzahl der Packungskolonne sollte 5 bis 15, vorzugsweise
10 betragen.
Das Prinzipschema der erfindungsgemäßen Arbeitsweise zeigt
Fig. 1. Durch Rohrleitung 1 werden stündlich 5250 Gewichtsteile
entwässertes Roh-Caprolactam mit einem Gehalt von
0,11 Masse-% Natriumaminocapronat in den Rohrraum des Fallfilmverdampfers
2 eingespeist und unter einem Druck von
1,5 kPa bei einer Temperatur von 137°C, gemessen im Rohrraumsumpf
des Fallfilmverdampfers 2, unter Gegenstromführung von
Dampf und Flüssigkeit verdampft. Das nicht verdampfte Caprolactam
wird in einer Menge von 45 000 Gewichtsteilen pro
Stunde über Rohrleitung 3 im Kreislauf geführt. Aus dem Fallfilmverdampfer
2 zieht man stündlich 252 Gewichtsteile Sumpfprodukt
ab und führt es über Rohrleitung 4 in die Synthesestufen
des Caprolactamprozesses zurück. Die im Fallfilmverdampfer
2 erzeugten Caprolactamdämpfe werden in einer Menge
von 5453 Gewichtsteilen pro Stunde über Rohrleitung 5 in den
Teilkondensator 6 eingeleitet. Im Teilkondensator 6 werden
stündlich 455 Gewichtsteile der Caprolactamdämpfe bei einer
Temperatur von 124°C und unter einem Druck von 0,8 kPa kondensiert
und das Caprolactamkondensat über Rohrleitung 7 in
den Rohrraum des Fallfilmverdampfers 2 zurückgeführt. Die im
Teilkondensator 6 nicht kondensierten Caprolactamdämpfe in einer
Menge von 4998 Gewichtsteilen pro Stunde werden über Rohrleitung
8 in die Packungskolonne 9 eingeleitet. Am Kopf der
Packungskolonne 9 werden über Rohrleitung 10 stündlich 4998
Gewichtsteile Caprolactamdämpfe abgezogen und dem Teilkondensator
11 zugeführt. In diesem kondensiert man unter einem Druck von
0,4 kPa und einer Temperatur von 109°C stündlich 4550 Gewichtsteile
Caprolactam und führt dieses über Rohrleitung 12 als
Rücklauf in die Packungskolonne 9 zurück. Am Boden der
Packungskolonne 9 fallen stündlich 4550 Gewichtsteile reines
Caprolactam an, das über Rohrleitung 13 abgezogen wird. Die im
Teilkondensator 11 nicht kondensierten Caprolactamdämpfe werden
über Rohrleitung 14 dem Kondensator 15 zugeführt und kondensiert.
Dabei fallen stündlich 420 Gewichtsteile einer mit leichtflüchtigen
Verunreinigungen angereicherter Fraktion an, die man über
Rohrleitung 16 in die Synthesestufen zurückführt. Der Fallfilmverdampfer
2 wird beheizt mit Wasserdampf von 1,0 MPa Druck,
wobei der Heizdampf über Rohrleitung 17 dem Mantelraum des Fallfilmverdampfers
zugeführt und das anfallende Kondensat über
Rohrleitung 18 abgezogen wird. Der Heizdampfverbrauch beträgt
1381 Gewichtsteile pro Stunde.
Der Reinigungseffekt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
durch die im folgenden aufgeführten Qualitätskennziffern der
Einsatz- und Endprodukte demonstriert.
Der Heizdampfverbrauch beträgt 0,304 Gewichtsteile pro Gewichtsteil
reines Caprolactam. Das ist das 1,2-fache der für eine
einmalige Caprolactam-Verdampfung notwendigen Wärmeenergie.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Arbeitsweise
zeigt Fig. 2. Über Rohrleitung 1 werden 5730 Gewichtsteile
pro Stunde entwässertes Roh-Caprolactam mit einem Gehalt von
0,13 Masse-% Natriumaminocapronat in den Rohrraum des Fallfilmverdampfers
2 eingespeist und unter einem Druck von
1,5 kPa bei einer Temperatur von 137°C, gemessen im Rohrraumsumpf
des Fallfilmverdampfers 2, unter Gegenstromführung
von Dampf und Flüssigkeit bis auf einen Sumpfproduktanfall
von stündlich 1635 Gewichtsteilen verdampft. Das anfallende
Sumpfprodukt wird über Rohrleitung 4 in den Rotationsdünnschichtverdampfer
19 eingespeist und unter einem
Druck von 1,2 kPa bei einer Temperatur von 133°C bis auf
einen Sumpfproduktanfall von 275 Gewichtsteilen pro Stunde
weitgehend verdampft. Dieses Sumpfprodukt wird über Rohrleitung
20 in die Synthesestufen des Caprolactamprozesses zurückgeführt.
Die im Fallfilmverdampfer 2 in einer Menge von 5200 Gewichtsteilen
pro Stunde erzeugten Caprolactamdämpfe werden über
Rohrleitung 5 und die im Rotationsdünnschichtverdampfer 19
in einer Menge von 1360 Gewichtsteilen pro Stunde erzeugten
Caprolactamdämpfe werden über Rohrleitung 21 in den Teilkondensator
6 eingeleitet. In diesem kondensiert man stündlich
1105 Gewichtsteile der Caprolactamdämpfe unter einem Druck
von 0,8 kPa bei einer Temperatur von 124°C und führt das
anfallende Caprolactamkondensat über Rohrleitung 7 in den
Rohrraum des Fallfilmverdampfers 2 zurück. Die im Teilkondensator
6 nicht kondensierten Caprolactamdämpfe in einer Menge
von stündlich 5455 Gewichtsteilen leitet man in die Packungskolonne
9. Am Kopf der Packungskolonne 9 werden über Rohrleitung
10 stündlich 5455 Gewichtsteile Caprolactamdämpfe
abgezogen und dem Teilkondensator 11 zugeführt. Im Teilkondensator
11 kondensiert man unter einem Druck von 0,4 kPa
bei einer Temperatur von 109°C stündlich 5180 Gewichtsteile
Caprolactam und führt diese über Rohrleitung 12 als Rücklauf
in die Packungskolonne 9 zurück. Am Boden der Packungskolonne
9 fallen stündlich 5180 Gewichtsteile reines Caprolactam an,
das über Rohrleitung 13 abgezogen wird.
Die im Teilkondensator 11 nicht kondensierten Caprolactamdämpfe
werden über Rohrleitung 14 dem Kondensator 15 zugeführt
und kondensiert. Dabei fallen stündlich 245 Gewichtsteile
einer mit leichtflüchtigen Verunreinigungen angereicherten
Fraktion an, die man über Rohrleitung 16 in die
Synthesestufen zurückführt.
Der Fallfilmverdampfer 2 und der Rotationsdünnschichtverdampfer
19 werden beheizt mit Wasserdampf von 1,0 MPa, wobei
die Heizdampfzuführung über die Rohrleitungen 17 bzw.
22 und die Kondensatabführung über die Rohrleitungen 18 bzw.
23 erfolgt. Der Heizdampfverbrauch des Fallfilmverdampfers 2
beträgt 1330 Gewichtsteile pro Stunde, der des Rotationsdünnschichtverdampfers
19 beträgt 320 Gewichtsteile pro Stunde.
Der Reinigungseffekt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
durch die im folgenden aufgeführten Qualitätskennziffern
der Einsatz- und Endprodukte verdeutlicht.
Der Heizdampfverbrauch beträgt 0,32 Gewichtsteile pro
Gewichtsteil reines Caprolactam, das ist das 1,27fache
der für eine einmalige Caprolactam-Verdampfung notwendigen
Wärmeenergie.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
1 Rohrleitung
2 Fallfilmverdampfer
3 bis 5 Rohrleitung
6 Teilkondensator
7 und 8 Rohrleitung
9 Packungskolonne
10 Rohrleitung
11 Teilkondensator
12 bis 14 Rohrleitung
15 Kondensator
16 bis 18 Rohrleitung
19 Rotationsdünnschichtverdampfer
20 bis 23 Rohrleitung
2 Fallfilmverdampfer
3 bis 5 Rohrleitung
6 Teilkondensator
7 und 8 Rohrleitung
9 Packungskolonne
10 Rohrleitung
11 Teilkondensator
12 bis 14 Rohrleitung
15 Kondensator
16 bis 18 Rohrleitung
19 Rotationsdünnschichtverdampfer
20 bis 23 Rohrleitung
Claims (4)
1. Verfahren zur Reinigung von Caprolactam durch Destillation
und Rektifikation von entwässertem Roh-Caprolactam unter
vermindertem Druck, unter Zusatz alkalisch reagierender
Substanzen und bei Anwendung von Rotationsdünnschicht-
und bzw. oder Fallfilmverdampfern sowie von Packungskolonnen,
deren Packungsmaterial einen Druckverlust von weniger
als 0,25 kPa pro theoretische Stufe gewährleistet, zur
Trennung in eine mit leichtflüchtigen Verunreinigungen
angereicherte Fraktion, in den mit hochsiedenden Verunreinigungen
angereicherten Destillationsrückstand und in
reines Caprolactam, dadurch gekennzeichnet, daß man das
entwässerte Roh-Caprolactam in nur einer Verdampferstufe
bis auf einen Sumpfproduktanfall von maximal 5 Masse-%
verdampft, das Sumpfprodukt als mit hochsiedenden Verunreinigungen
angereicherten Destillationsrückstand ausschleust,
die erzeugten Caprolactamdämpfe einer Teilkondensation
unterwirft, dabei eine mit hochsiedenden Verunreinigungen
angereicherte Caprolactamfraktion abtrennt, die bei
der Teilkondensation nicht kondensierten Caprolactamdämpfe
in eine Packungskolonne einleitet und rektifiziert, dabei
als Kopfprodukt der Packungskolonne eine mit leichtflüchtigen
Verunreinigungen angereicherte Fraktion abtrennt
und als Sumpfprodukt der Packungskolonne reines Caprolactam
gewinnt, indem man die der Packungskolonne zugeführten
Caprolactamdämpfe an deren Kopf abzieht, nacheinander
einer Teil- und Totalkondensation unterwirft, das dabei
erzeugte Teilkondensat als Rücklauf in die Packungskolonne
zurückführt und das Totalkondensat als mit leichtflüchtigen
Verunreinigungen angereicherte Fraktion ausschleust.
2. Verfahren zur Reinigung von Caprolactam nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß man 5 bis 20 Masse-% der in der
Verdampferstufe erzeugten Caprolactamdämpfe bei der Teilkondensation
kondensiert und die dabei erhaltene Caprolactamfraktion
in die Verdampferstufe zurückführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man 90 bis 95 Masse-% der am Kopf der Packungskolonne
abgezogenen Caprolactamdämpfe im Teilkondensator kondensiert
und als Rücklauf in die Packungskolonne zurückführt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Verdampfung des entwässerten Roh-Caprolactams
in zwei Schritten vornimmt, indem man in einem 1. Schritt
in einem Fallfilmverdampfer 85 bis 95 Masse-% des eingesetzten
entwässerten Roh-Caprolactams verdampft und in
einem 2. Schritt, vorzugsweise in einem Rotationsdünnschichtverdampfer,
die weitere Verdampfung des Sumpfproduktes
des 1. Verdampfungsschrittes bis auf einen
Sumpfproduktanteil von maximal 5 Masse-%, bezogen auf
das in den 1. Verdampfungsschritt eingesetzte Roh-Caprolactam,
durchführt.
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| DE19914129076 Expired - Fee Related DE4129076C2 (de) | 1991-09-02 | 1991-09-02 | Verfahren zur Reinigung von Caprolactam |
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