DE4115028C2 - Luftfeder für Fahrzeuge mit einem elastomeren Luftfederbalg - Google Patents
Luftfeder für Fahrzeuge mit einem elastomeren LuftfederbalgInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Luftfeder für Fahrzeuge mit
einem elastomeren Luftfederbalg, der an seinen offenen
Enden konische Dichtwülste aufweist, die jeweils auf einem
konischen Dichtsitz eines Befestigungsteiles dicht
anliegen.
Luftfederbälge sind an den beiden offenen Enden mittels
Befestigungsteilen abgedichtet und über diese am Fahrzeug
befestigt. Um einen dichten Sitz der Enden des
Luftfederbalges an den Befestigungsteilen zu erreichen,
ist es bekannt, den Luftfederbalg an seinen Enden jeweils
mit einem Dichtwulst zu versehen. Die Befestigungsteile
weisen konische Dichtsitze auf. Luftfederbälge mit
entsprechenden konischen Dichtwülsten lassen sich einfach
montieren und abdichten. Die konisch ausgebildeten
Dichtwülste werden durch den Innendruck auf die konischen
Dichtsitze der Befestigungsteile gepreßt. Die
zusammenwirkenden konischen Abdichtflächen des
Dichtwulstes und des Dichtsitzes ergeben eine dauerhafte
Dichtheit und einen zuverlässigen Sitz des Luftfederbalges
auf den konischen Dichtflächen der Befestigungsteile.
Die mit den Befestigungsteilen zu einer Luftfeder
komplettierten Luftfederbälge werden beispielsweise
zwischen dem Fahrzeugrahmen und den Achsen eingebaut,
wobei das obere Befestigungsteil am Fahrzeugrahmen und das
üblicherweise als Abrollkolben ausgebildete untere
Befestigungsteil mit seinem Boden an einem verlängerten
Lenker der Achse befestigt sind. Damit der Luftfederbalg
beim Ausfedern nicht von den konischen Dichtsitzen der
Befestigungsteile abgezogen wird, muß der maximale
Federweg mit einer Fangvorrichtung, die beispielsweise am
Fahrzeugrahmen befestigt ist, begrenzt werden.
Ist keine Fangvorrichtung vorhanden, besteht die Gefahr
des Abgleitens des Luftfederbalges von den Dichtsitzen
unter Zugbelastung, z. B. bei einem Verladen des
Fahrzeuges, bei dem die Hubkräfte nicht über die Räder
eingeleitet werden.
Aus der DE 31 47 231 C1 ist es bekannt, den Dichtwulst
eines als Rollbalg ausgebildeten Luftfederbalges am
Dichtsitz des oberen Befestigungsteiles mit einem
Sprengring zu sichern. Diese Ausbildung zeichnet sich
durch eine komplizierte Montage aus, da der Sprengring
schwer zugänglich ist.
Aus der US 29 25 265 ist ein Dichtsitz für einen Luft
federbalg bekannt, der zur Befestigung des Balges auf dem
konischen Dichtsitz eines der Befestigungsteile umlaufende
Dichtrippen aufweist. Diese Dichtrippen wirken wie Zähne,
die sich in den aufgeschobenen konischen Dichtwulst ein
formend festkrallen. Die Montage eines Luftfederbalges auf
einen derartigen Dichtsitz mit umlaufenden Rippen
erfordert eine gleichzeitige Deformation des gesamten
Dichtsitzumfangs und dadurch erheblich hohe Montage
kräfte. Die Montage erfordert daher stets die Hilfe einer
Presse oder kann nur unter Aufbringen eines Innendruckes
durch axiales Aufschieben auf den Dichtsitz montiert
werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Luftfeder
der eingangs geschilderten Art derart auszugestalten, daß
ein Abgleiten des Luftfederbalges von einem konischen
Dichtsitz unter Zugbelastung verhindert wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemaß dadurch gelöst, daß auf
dem konischen Dichtsitz eines oder beider
Befestigungsteile erhabene Gewindegangabschnitte
angeordnet sind.
Die auf dem konischen Dichtsitz des Befestigungsteils
angeordneten erhabenen Gewindegangabschnitte drücken sich
bei der Luftfedermontage aufgrund einer Aufschraubbewegung
in das Gummi der Dichtwülste elastisch ein. Das
nichtdurchlaufende Gewinde auf dem jeweiligen konischen
Dichtsitz gewährleistet ein günstiges Einformen des
Gummimaterials.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die
Gewindegangabschnitte mehrgängig angeordnet, wobei sich
die Gangabschnitte in axialer Richtung gesehen überlappen.
Durch diese Ausgestaltung werden größere Abzugskräfte
möglich.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind
die Gewindegangabschnitte mehrgängig angeordnet, wobei die
Gangabschnitte benachbarter Gewindegänge in axialer
Richtung gesehen mit Abstand zueinander angeordnet sind.
Die Dichtheit der Balgbefestigung wird weiter erhöht.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind
die Gewindegangabschnitte auf dem konischen Dichtsitz
mehrgängig angeordnet, wobei die Höhe der
Gewindeausführung derart gewählt ist, daß nur ein
Gewindegangabschnitt pro Gewindegang vorhanden ist. Die
Montage des Luftfederbalges wird bedeutend erleichtert, da
nur eine geringe Verdrehung zur Erzielung des festen
Dichtsitzes notwendig ist.
Enden die Gewindegangabschnitte mit Abstand zu dem übrigen
Körper des Befestigungsteils, wird die Dichtheit des
Sitzes erhöht, da das Gummi sich in diesem Bereich
einformen kann.
Werden die Gewindegangabschnitte gemäß Anspruch 6 mit
einer asymmetrischen Querschnittsform versehen, erhöhen
sich die Abzugskräfte, die die Verbindung aufnehmen kann.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung wird im
Kennzeichen des Anspruchs 7 offenbart. Durch die
unterschiedliche Gewinderichtung von oberem und unterem
Befestigungsteil kann der Luftfederbalg gleichzeitig an
beiden Befestigungsteilen montiert werden.
Anhand der Zeichnung wird nachstehend ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 einen als Rollbalg ausgebildeten Luftfederbalg,
der zwischen zwei Befestigungsteilen auf deren
konischen Dichtsitzen eingespannt ist,
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung eine Teilansicht des
konischen Dichtsitzes des unteren, als
Abrollkolben ausgebildeten Befestigungsteiles
gemäß Fig. 1,
Fig. 3 ein Querschnittsprofil eines
Gewindegangabschnittes.
Die in Fig. 1 gezeigte Luftfeder weist einen als Rollbalg
ausgebildeten Luftfederbalg 12 auf, der mit seinem oberen
Dichtwulst 13, in dem ein Stahldrahtkern 11
einvulkanisiert ist, auf einem konischen Dichtsitz 14
eines als Anschlußplatte 15 ausgebildeten
Befestigungsteils angeordnet ist. Am unteren Ende ist der
Luftfederbalg 12 mit seinem Dichtwulst 16 auf einem
konischen Dichtsitz 17 eines Abrollkolbens 18 befestigt.
Die Anschlußplatte 14 wird über hier nicht gezeigte
Elemente am Fahrzeugrahmen befestigt, während der
Abrollkolben 18 an einem beweglichen Teil der
Fahrzeugachse befestigt wird.
Aus der vergrößerten Darstellung gemäß Fig. 2 wird
ersichtlich, daß der konische Dichtsitz 17 auf seiner
Umfangsfläche erhabene Gewindegangabschnitte 19 aufweist.
Diese Gewindegangabschnitte 19 bilden ein mehrgängiges,
unterbrochenes Gewinde, wobei die Gewindegangabschnitte 19
zweier benachbarter Gewindegänge mit Abstand 21 zueinander
angeordnet sind. Die Höhe H der konischen Dichtfläche 17
ist so bemessen, daß von jedem Gewindegang lediglich ein
Gewindegangabschnitt 19 vorhanden ist.
Die Gewindegangabschnitte 19 sind im Querschnitt gesehen
keilförmig. Es sind aber auch andere Querschnittsformen
möglich, wie beispielsweise die Fig. 3 beweist, in der ein
asymmetrisches Querschnittsprofil gezeigt wird. Bei diesem
Querschnittsprofil ist die steile Gewindeflanke 22 zum
Befestigungsteil gerichtet.
Claims (7)
1. Luftfeder für Fahrzeuge mit einem elastomeren
Luftfederbalg, der an seinen offenen Enden konische
Dichtwülste aufweist, die jeweils auf einem konischen
Dichtsitz eines Befestigungsteiles dicht anliegen,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem konischen Dichtsitz (14; 17) eines oder
beider Befestigungsteile (15; 18) erhabene
Gewindegangabschnitte (19) angeordnet sind.
2. Luftfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gewindegangabschnitte (19) mehrgängig angeordnet
sind, wobei sich die Gangabschnitte (19) in axialer
Richtung gesehen überlappen.
3. Luftfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gewindegangabschnitte (19) mehrgängig angeordnet
sind, wobei die Gangabschnitte (19) zweier
benachbarter Gewindegänge in axialer Richtung gesehen
mit Abstand (21) zueinander angeordnet sind.
4. Luftfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewindegangabschnitte (19)
mehrgängig angeordnet sind, wobei die Höhe (H) der
Gewindeausführung derart bemessen ist, daß nur ein
Gewindegangabschnitt (19) pro Gewindegang vorhanden
ist.
5. Luftfeder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gewindegangabschnitte (19) mit Abstand zum
Befestigungsteil (18) auf dem konischen Dichtsitz (17)
enden.
6. Luftfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewindegangabschnitte ein
asymmetrisches Querschnittsprofil aufweisen, wobei die
steilere Gewindeflanke (22) dem jeweiligen
Befestigungsteil (15 bzw. 18) benachbart ist.
7. Luftfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gewindegangabschnitte (19) auf den konischen
Dichtsitzen (14, 17) der an den beiden Enden des
Luftfederbalges (12) angebrachten Befestigungsteile
(15, 18) mit gegensätzlicher Gewindesteigung
ausgestattet sind.
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Publications (2)
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| DE4115028A1 DE4115028A1 (de) | 1992-11-12 |
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1991
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