DE4111058C2 - Verdichter mit variabler Fördermenge - Google Patents
Verdichter mit variabler FördermengeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04C—ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
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- F04C28/10—Control of, monitoring of, or safety arrangements for, pumps or pumping installations specially adapted for elastic fluids characterised by changing the positions of the inlet or outlet openings with respect to the working chamber
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verdichter, insbesondere einen
Flügelzellenverdichter, mit variabler Fördermenge gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Mit derart ausgebildeten Verdichtern wird Kältemittelgas, wel
ches in einer z. B. in einem Kraftfahrzeug oder dergleichen
installierten Klimaanlage strömt, verdichtet. Derart ausge
staltete Verdichter sind z. B. durch die JP-OS 63-205478 und
die JP-OS 63-85285 bekannt, die jeweils einen Verdichter mit
einem Steuerelement offenbaren, welches zwischen einer Stellung
für die minimale Fördermenge und einer Stellung für die maximale
Fördermenge zum Steuern des Zeitpunkts des Verdichtungsbeginns
verdrehbar ist. Ferner weisen diese Verdichter eine Niederdruck
kammer auf, die an einer Seite eines druckaufnehmenden Vor
sprungs des Steuerelements vorgesehen ist, und in der ein einen
Niederdruck darstellender Saugdruck herrscht. Ferner ist eine
auf der anderen Seite des druckaufnehmenden Vorsprungs vorge
sehene Hochdruckkammer bekannt, in die über einen Drosseldurch
laß ein einen Hochdruck darstellender Auslaßdruck eingeleitet
wird, der darin einen Steuerdruck zu bildet, wodurch das Steuer
element in Abhängigkeit von der Differenz zwischen der Summe
des in die Niederdruckkammer eingeleiteten Saugdrucks und der
Verdrängungskraft eines Federelements auf der einen Seite und
dem Steuerdruck auf der anderen Seite verdreht wird. Bei dem
bekannten Verdichter ist ferner ein Elektromagnetventil zum
Öffnen und Schließen eines die Hochdruckkammer mit der Saug
kammer verbindenden Durchlasses vorgesehen, wobei das Öffnen
und Schließen des Durchlasses durch das Elektromagnetventil
durch ein externes, von außerhalb des Verdichters bereitge
stelltes Steuersignal angesteuert wird, um die Durchflußmenge
des Kältemittelgases, welches von der Hochdruckkammer in die
Saugkammer überströmt, zu steuern, um den in der Hochdruckkammer
herrschenden Steuerdruck derart zu verändern, daß das Steuer
element entsprechend der Veränderung des Steuerdrucks verdreht
wird, um dadurch die Fördermenge des Verdichters kontinuierlich
zu steuern.
Bei diesen bekannten Verdichtern wird der die Hochdruckkammer
mit der Saugkammer verbindende Durchlaß mittels eines Elektro
magnetventils zur Veränderung des Steuerdrucks innerhalb eines
Bereichs von etwa 2 bis 14 kg/cm2 geöffnet und verschlossen,
so daß die Fördermenge des Verdichters kontinuierlich zwischen
einem Minimal- und einem Maximalwert verändert wird. Außerdem
ist die Querschnittsfläche des Durchlasses groß. Im speziellen
wirkt am Elektromagnetventil ein unter einem Druck von etwa
14 kg/cm2 stehendes Kältemittelgas, wenn die Fördermenge des Ver
dichters maximal ist. Ferner wird die Durchflußmenge des unter
einem derart hohen Druck stehenden Kältemittelgases welches
von der Hochdruckkammer in die Saugkammer überströmt, durch
Öffnen und Schließen des Durchlasses, welcher eine derart große
Querschnittsfläche aufweist, mit dem Elektromagnetventil be
wirkt, was für das Elektromagnetventil eine starke Belastung
darstellt. Demnach muß das Elektromagnetventil eine starke
Ventilschließkraft (magnetische Anzugskraft) aufweisen, was
jedoch in einer vergrößerten Bauform des Elektromagnetventils
resultiert.
Diese Forderung nach einer starken Ventilschließkraft, die in
einem vergrößerten Elektromagnetventil resultiert, steht der
Forderung nach einer feinfühligen Reaktionsfähigkeit, d. h.
einer großen Empfindlichkeit eines von außen angesteuerten Magnet
ventils, zumindest teilweise entgegen.
Ein aus der EP 0 261 507 bekannter Flügelzellenverdichter
weist für die Steuerung der Fördermenge auf Grund innerer und
äußerer wechselnder Betriebsparameter zwei Verbindungskanäle
36 und 48 auf, die jeweils Druckkammern 28a und 28b mit einer
Saugkammer 10 verbinden. Der Öffnungsgrad des einen der beiden
Verbindungskanäle wird mittels eines ersten Steuerventils 35
gesteuert, welches kein Magnetventil, sondern ein balgbetätigtes
Ventilglied ist, und der Öffnungsgrad des anderen Verbindungs
kanals wird von einem zweiten Steuerventil 43 gesteuert, welches
ein Magnetventil ist. Beim ersten Steuerventil 35 wird die
Kontraktion durch Dehnung des Balgs entsprechend dem Druck in
der Saugkammer geregelt. Dagegen wird das zweite Steuerventil
43 von einem externen Steuersignal von einem Prozessor gesteu
ert. Das zweite Steuerventil 43 wird normalerweise so ange
steuert, daß das Nadelventilglied 47 nur gering vom Ventilsitz
49 beabstandet ist. Folglich kann nur eine geringe Menge Kühlgas
aus den Druckkammern 28a und 28b zur Niederdruckkammer 10
fließen, wodurch der Druck in den Druckkammern 28a und 28b
normalerweise unter
dem Druck in der Hochdruckkammer 11 bleibt. Bei unterschied
lichen äußeren Betriebsbedingungen des Prozessors steuert die
Steuereinheit das zweite Steuerventil entsprechend diesen sich
verändernden Betriebsbedingungen, um dadurch die Fördermenge
des Kompressors zu steuern.
Die US-PS 4 737 081 beschreibt ebenfalls einen bekannten Flügel
zellenverdichter mit veränderlicher Förderleistung. Im bekannten
Flügelzellenverdichter befindet sich eine mit der Saugkammer
17 über eine Einlaßöffnung 16 und 23 in Verbindung stehende
erste Druckkammer 271. Eine zweite Druckkammer 272 steht mit
der Auslaßdruckkammer 19 über einen Hochdruckverbindungskanal
29 und mit der Saugkammer 17 über einen Niederdruckverbindungs
kanal 28 in Verbindung. Ein Steuerventil 33, welches kein Magnet
ventil ist, ist über dem Niederdruckverbindungskanal 28 und
dem Hochdruckverbindungskanal 29 angeordnet. Im Steuerventil
33 kann ein zylinderförmiges Ventilglied 35 in einer Ventilboh
rung 37 mit der Kontraktion oder der Dehnung eines Balgs 34 in
Abhängigkeit vom Saugdruck in der Saugkammer 17 hin und her
bewegt werden. Wenn der Saugdruck oberhalb eines vorgegebenen
Werts liegt, zieht sich der Balg 34 zusammen und spannt den
Ventilkörper 35 in einer solchen Position vor, daß der Hoch
druckverbindungskanal 29 mit der Auslaßdruckkammer 19 über
eine ringförmige Nut im Ventilkörper 35 in Verbindung tritt.
Gleichzeitig wird der Niederdruckverbindungskanal 28 durch den
Ventilkörper 35 unterbrochen. Die Wirkung besteht darin, daß
bei ansteigendem Druck in der zweiten Druckkammer 272 das Steuer
glied 24 in Richtung seiner die maximale Fördermenge angebende
Position gedreht und die Fördermenge dadurch erhöht wird. Umge
kehrt dehnt sich der Balg 34, wenn der Saugdruck einen vorge
gebenen Wert unterschreitet, aus und spannt den Ventilkörper
35 in einer solchen Position vor, daß der Niederdruckverbin
dungskanal 28 mit der Saugkammer 17 in Verbindung steht und daß
gleichzeitig der Hochdruckverbindungskanal 29 vom Ventilkörper
35 unterbrochen ist. Folglich wird bei absinkendem Druck in
der zweiten Druckkammer 272, wobei das Steuerelement 24 in
Richtung seiner die minimale Fördermenge angebenden Position
gedreht wird, die Fördermenge reduziert. Ein Magnetventil, das
durch ein äußeres Steuersignal steuerbar ist, ist in der US-PS
4 737 081 nicht offenbart. Das dort beschriebene Balg-Steuer
ventil arbeitet so, daß bei geöffnetem Hochdruckverbindungskanal
29 der Niederdruckverbindungskanal 28 blockiert ist und umge
kehrt. Das heißt, daß der Hochdruckverbindungskanal und der Nieder
druckverbindungskanal nicht gleichzeitig geöffnet sein können,
da immer bei der Öffnung des einen Kanals der andere unterbro
chen ist.
Aus der DE 36 29 199 A1 ist ein Flügelzellenverdichter bekannt,
der einen Stellantrieb für das Steuerelement mit einem öldruck
betätigten Kolben aufweist. Die Strömungsrichtung des Antriebs
fluids im Hinblick auf die Anordnung von Drossel und Ventil
stimmt mit der bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung überein,
jedoch ist das dortige Ventil nicht elektromagnetisch
betätigt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Verdichter
der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß die Förder
menge mittels eines externen Steuersignals feinfühlig durch
ein Elektromagnetventil gesteuert werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmals
kombination des Anspruchs 1.
Vorzugsweise ist zum Öffnen und Schließen der Drosselbohrung
das Elektromagnetventil über ein variables Arbeits-Ruhe-Ver
hältnis des externen Steuersignals ansteuerbar.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung er
geben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter
Bezugnahme auf die Zeichnung zwei
Ausführungsbeispiele im einzelnen beschrieben sind. Dabei zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt einer ersten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Flügelzellenverdichters mit va
riabler Fördermenge, der mit einem externen Steuer
signal angesteuert werden kann;
Fig. 2 einen Querschnitt mit einem vergrößerten Maßstab
eines wesentlichen Ausschnitts der Ausführungsform
gemäß Fig. 1;
Fig. 3a eine Schemadarstellung zur Erläuterung des Zustandes
des Verdichters bei geöffnetem Elektromagnetventil
gemäß Fig. 1, wobei der Verdichter in der Position
für die maximale Fördermenge steht;
Fig. 3b eine Schemadarstellung zur Erläuterung des Zustandes
des Verdichters bei geschlossenem Elektromagnetventil
gemäß Fig. 1, wobei der Verdichter in der Position
für die minimale Fördermenge steht;
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, eines
anderen Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Die Fig. 1 zeigt einen Flügelzellenverdichter mit variabler
Fördermenge, der von einem externen, von außen bereit gestellten
Steuersignal angesteuert werden kann. Der Verdichter weist im
wesentlichen einen durch einen Kurvenring 1 gebildeten Zylinder
auf, der eine innere Umfangsfläche 1a mit einem im wesentlichen
elliptischen Querschnitt aufweist. Der Verdichter besitzt wei
terhin ein vorderes Seitenteil 3 und ein hinteres Seitenteil
4, welche einander gegenüberliegende Enden des Kurvenrings 1
verschließen, einen zylindrischen Rotor, der drehbar vom Zylin
der aufgenommen ist, einen vorderen Kopf 5 und einen hinteren
Kopf 6, welche an die äußeren Enden der vorderen und hinteren
Seitenteile 3 und 4 befestigt sind, und eine Antriebswelle 7,
an der der Rotor 2 befestigt ist. Die Antriebswelle 7 ist dreh
bar in einem Paar von Lagern 8 und 9 gelagert, welche in
den Seitenteilen 3 und 4 vorgesehen sind.
In einer oberen Wand des vorderen Kopfes 5 ist eine Auslaß
öffnung 5a vorgesehen, durch welche das Kältemittelgas
ausgestoßen wird. Im oberen Teil der hin
teren Endwand des hinteren Kopfes 6 ist eine Saugöffnung
6a vorgesehen, durch welche das Kältemittelgas in den Ver
dichter angesaugt wird. Die Auslaßöffnung 5a und die Saugöffnung
6a sind mit einer Auslaßdruckkammer 10, welche vom vorderen
Kopf 5 und vom vorderen Seitenteil 3 gebildet wird bzw. mit
einer Saugkammer 11, welche vom hinteren Kopf 6 und vom hinteren
Seitenteil 4 gebildet wird, verbunden.
An diametral einander gegenüberliegenden Stellen sind zwischen
der inneren Umfangsfläche 1a des Kurvenrings 1, der äußeren
Umfangsfläche des Rotors 2, einer zum Kurvenring 1 hinweisenden
Stirnfläche des vorderen Seitenteils 3 und einer zum Kurvenring
1 hinweisenden Stirnfläche eines Steuerelements 23 ein Paar
von Verdichtungsräumen 12 gebildet. Der Rotor 2 weist
eine Vielzahl von axialen Flügelschlitzen
auf, welche in der Zeichnung nicht dargestellt sind, und die
in Umfangsrichtung gleiche Abstände zueinander aufweisen. In
jedem der Flügelschlitze ist ein Flügel 13 radial gleitend
eingepaßt.
An diametral einander gegenüberliegenden Stellen sind im hin
teren Seitenteil 4 Kältemittel-Einlaßöffnungen 14, wie in
Fig. 1 dargestellt, vorgesehen. In Fig. 1 ist lediglich eine
Kältemittel-Einlaßöffnung gezeigt, da der Querschnitt, der in
Fig. 1 wiedergegeben ist, an der Längsachse des Verdichters um
90° abgewinkelt ist. Diese Kältemittel-Einlaßöffnungen 14 er
strecken sich in axialer Richtung durch das hintere Seitenteil
4 und verbinden die Saugkammer 11 mit den Verdichtungsräumen
12.
An einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Kurvenrings 1
sind Kältemittel-Auslaßöffnungen 15 mit jeweils zwei Öffnungen
vorgesehen. In Fig. 1 ist aus dem gleichen Grund wie oben ledig
lich eine Kältemittel-Auslaßöffnung dargestellt. An jeder der
einander gegenüberliegenden Seitenwände des Kurvenrings 1 ist
mittels einer Schraube 17 ein Auslaßventildeckel 16 mit Ventil
anschlägen 16a befestigt. Zwischen der Seitenwand und dem Ven
tilanschlag 16a ist ein Auslaßventil 18 vorgesehen, welches
vom Auslaßventildeckel 16 gehalten wird. Zwischen dem Kurvenring
1 und den jeweiligen Ventildeckeln 16 sind an diametral einander
gegenüberliegenden Stellen Auslaßräume 19 vorgesehen, welche
die jeweiligen Kältemittel-Auslaßöffnungen 15 miteinander ver
binden, wenn sich die Auslaßventile 18 öffnen. Im vorderen
Seitenteil 3 sind an diametral einander gegenüberliegenden
Stellen ein Paar von Durchlässen 20 vorgesehen, die jeweils
mit einem korrespondierenden Durchlaß der Auslaßräume 19 ver
bunden sind, so daß, wenn das Auslaßventil 18 öffnet, um die
zugeordnete Kältemittel-Auslaßöffnung 15 zu öffnen, verdichtetes
Kältemittelgas aus dem Verdichtungsraum 12 über die Kältemittel-
Auslaßöffnungen 15, den Auslaßraum 19, den Durchlaß 20 und die
Auslaßdruckkammer 10 durch die Auslaßöffnung 5a ausgestoßen
wird.
Wie in den Fig. 1 und 3a dargestellt, weist das hintere
Seitenteil 4 eine dem Rotor 2 zugewandte Stirnfläche auf, in
der eine ringförmige Nut 21 vorgesehen ist. Im Grund der ring
förmigen Nut 21 ist an diametral gegenüberliegenden Stellen
ein Paar von Druckarbeitskammern 22 vorgesehen. In der ring
förmigen Nut 21 ist ein Steuerelement 23, welches die Form
eines Ringes aufweist, derart eingesetzt, daß es um seine Achse
in beiden Umfangsrichtungen drehbar ist. Das Steuerelement 23
steuert den Zeitpunkt des Verdichtungsbeginns des Verdichters
und weist an seiner Außenumfangskante an diametral einander
gegenüberliegenden Stellen Ausschnitte auf, welche nicht dar
gestellt sind. Die eine Stirnseite des Steuerelements 23 ist
mit einem Paar von diametral einander gegenüberliegenden druck
aufnehmenden Vorsprüngen 23a versehen, die axial vorstehen und
als druckaufnehmende Elemente wirken. Die druckaufnehmenden
Vorsprünge 23a (siehe Fig. 3a) sind gleitend in den jeweiligen
Druckarbeitskammern 22 eingesetzt. Der Innenraum einer jeden
Druckarbeitskammer 22 wird durch die zugeordneten druckauf
nehmenden Vorsprünge 23a in eine Niederdruckkammer 22 1 und
eine Hochdruckkammer 22 2 aufgeteilt.
Jede Niederdruckkammer 22 1 ist mit der Saugkammer 11 über die
korrespondierende Kältemittel-Einlaßöffnung 14 verbunden, die
mit unter Saugdruck Ps oder Niederdruck stehendem Kältemittelgas
versorgt wird.
Wie in den Fig. 1, 2 und 3a wiedergegeben, ist eine der
Hochdruckkammern 22 2 mit einem der Auslaßräume 19 über einen
Hochdruckeinlaßkanal 30, der eine Drosselbohrung 31 aufweist,
verbunden, und gleichzeitig sind die Hochdruckkammern 22 2 durch
einen Verbindungskanal 24 miteinander verbunden. Durch diese
Anordnung wird die Möglichkeit geschaffen, das unter Auslaßdruck
Pd stehende Kältemittelgas vom Auslaßraum 19 über die Drossel
bohrung 31 in die Hochdruckkammer 22 2 einströmen zu lassen,
so daß darin der Steuerdruck Pc gebildet wird. Im hinteren
Seitenteil 4 und im hinteren Kopf 6 ist ein Elektromagnetsitzventil
40 zum Öffnen und Schließen der Drosselbohrung 31 in Abhängig
keit von einem externen Steuersignal vorgesehen, wobei das
Steuersignal von einer Steuereinheit 60 geliefert wird, welche
außerhalb des Verdichters vorgesehen ist. Weiterhin ist eine der
Hochdruckkammern 22 2 mit der Saugkammer 11 durch einen Überström
kanal 50 mit einer Querschnittsfläche, die geringer ist als
die der Drosselbohrung 31 verbunden, um dadurch eine sehr kleine
Menge an Kältemittelgas kontinuierlich von der einen Hochdruck
kammer 22 2 in die Saugkammer 11 überströmen zu lassen.
Demgemäß wird das drehbeweglich gelagerte Steuerelement 23
durch den in der Hochdruckkammer 22 2 herrschenden Steuerdruck
Pc in Richtung der Position für die maximale Fördermenge ge
drängt, wohingegen die Summe aus dem in der Niederdruckkammer
22 1 herrschenden Saugdruck Ps und der Federkraft der Schraubenfeder
25 eine Verdrängung in Richtung der Position für die minimale
Fördermenge bewirkt, wobei die Drehlage des Steuerelements 23
durch die Differenz des Steuerdrucks Pc und der Summe aus dem
Saugdruck Ps und der Federkraft der Schraubenfeder 25 gesteuert wird,
um dadurch den Zeitpunkt des Verdichtungsbeginns zu steuern.
Wie in Fig. 2 wiedergegeben, weist das Elektromagnetventil 40
ein Überströmelement 41 auf, welches die oben genannte Drossel
bohrung 31 aufweist sowie einen Spulenkörper 43 mit darum ge
wickelter Erregerspule 42, einen Kern 44 mit einem einstückig
ausgebildeten radialen Flansch, der zwischen dem einen Ende
des Spulenkörpers 43 und dem einen Ende des Überströmelements
41 eingelegt ist und von dem ein stangenförmiger Abschnitt in
den Spulenkörper 43 eingepaßt ist, einen Stößel 45, der aus
einem magnetischen Material hergestellt ist und einen vergrößer
ten Abschnitt 45a aufweist, welcher gleitend in einer Durch
gangsbohrung 44a, welche im Kern 44 vorgesehen ist, eingesetzt
ist, einen Anschlag 46, welcher auf der anderen Seite des Spu
lenkörpers 43 zur Beschränkung der Verlagerung des Stößels 45
in der in der Fig. 2 nach rechts gerichteten Bewegung bestimmt
ist, und eine Feder 47, welche den Stößel 45 nach rechts drängt
sowie ein Abdeckelement 48, dessen eines Ende um einen radialen
Flansch 41a, welcher einstückig am Überströmelement 41 vorge
sehen ist, umgebördelt ist, und dessen anderes Ende um das
eine Ende des Anschlags 46 umgebördelt ist. Ferner weist der
Anschlag 46 eine Leitung 49 zur Versorgung der Erregerspule 42
mit dem von der Steuereinheit 60, die in der Fig. 1 wiederge
geben ist, kommenden Steuersignal. Die Gesamtheit des Elektro
magnetventils 40 ist in einer im hinteren Seitenteil 4 vorge
sehenen Befestigungsöffnung 4a und in einer im hinteren Kopf 6
vorgesehenen Befestigungsöffnung 6a derart festgelegt, daß das
Überströmelement 41 und ein Teil des Abdeckelements 48 in der
Befestigungsöffnung 4a und der Rest des Abdeckelements 48 in
der Befestigungsöffnung 6a eingesetzt sind, während ein offenes
Ende der Befestigungsöffnung 6a auf der Seite des Anschlags 46
mit einem Deckel 48a verschlossen ist.
Zwischen der äußeren Umfangsfläche des Überströmelements 41
und der inneren Umfangsfläche der Befestigungsöffnung 4a be
findet sich ein Ringraum 32, und zwischen einer freien Stirn
fläche des Überströmelements 41 und dem Grund der Befestigungs
öffnung 4a befindet sich ein Raum 33. Das Überströmelement 41
weist eine axial darin vorgesehene zentrale Öffnung 41b, eine
Verbindungsöffnung 41c, welche die zentrale Öffnung 41b mit
dem Ringraum 32 verbindet, und eine Erweiterungsöffnung 41d,
welche sich in den Raum 33 erstreckt und mit der zentralen
Öffnung 41b über die Drosselbohrung 31 verbunden ist, auf.
Der Ringraum 32 ist über einen Durchlaß 34 im hinteren Seiten
teil 4 und einen Durchlaß 35 im Kurvenring 1 mit dem Auslaßraum
19 verbunden, wobei der Raum 33 über einen Durchlaß 36 mit
einem der Hochdruckkammern 22 2 verbunden ist. Demnach ist der
die eine Hochdruckkammer 22 2 mit dem einen Auslaßraum 19 ver
bindende Hochdruck-Einlaßkanal 30 durch die Durchlässe 35 und
34, den Ringraum 32, die Verbindungsöffnung 41c, die zentrale
Öffnung 41b, die Drosselbohrung 31, die Erweiterungsöffnung
41d, den Raum 33 und den Durchlaß 36 gebildet.
Die Steuereinheit (C/U) 60 versorgt das Elektromagnetventil 40
mit einem EIN/AUS-Signal (externes Steuersignal) zur arbeits
abhängigen Steuerung eines Zeitintervalls, in dem das Elektro
magnetventil 40 geöffnet (oder geschlossen) werden soll, und
zwar auf der Grundlage von Eingangssignalen, wie einem die
Drehzahl des den Verdichter antreibenden Motors kennzeichnenden
Signals (rpm), einem die an der Auslaßseite eines nicht darge
stellten Verdampfers kennzeichnenden Signals (Tem), welche die
thermische Belastung des Verdichters darstellt, und einem Be
schleunigungssignal, das bei einer starken Beschleunigung des Fahrzeugs
festgestellt wird.
Nachfolgend wird die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Flü
gelzellenverdichters mit variabler Fördermenge beschrieben.
Die Steuereinheit 60 versorgt die Erregerspule mit einem
AUS/EIN-Signal, welches das externe Steuersignal darstellt
und ein Arbeitsverhältnis aufweist, d. h. das Verhältnis zwi
schen der Einschaltzeit und der Ausschaltzeit, bestimmt durch
die oben erwähnten Signale, inklusive des die Motordrehzahl
kennzeichnenden Signals (rpm). Weist das Steuersignal einen
niedrigen Pegel auf, so erzeugen die Erregerspule 42 und der
Kern 44 keine magnetische Anziehungskraft (eine das Ventil
schließende Kraft), wodurch der Stößel 45 durch die Federkraft
der Feder 47 in eine in der Fig. 2 nach rechts weisende oder
eine das Ventil öffnende Richtung gedrängt wird. Hierdurch
wird das linke Ende des Stößels 45 von der Oberfläche des Ven
tilsitzes, welcher von einem offenen Ende der Drosselbohrung
31 gebildet wird, abgehoben, wodurch die Drosselbohrung 31
geöffnet wird. Das Elektromagnetventil 40 ist demnach offen.
Weist das Steuersignal jedoch einen hohen Pegel auf, so erzeugen
die Erregerspule 42 und der Kern 44 eine magnetische Anziehungs
kraft, so daß der Stößel 45 entgegen der Federkraft der Feder
47 nach links in eine das Ventil schließende Lage magnetisch
angezogen wird, so daß das Ende des Stößels 45 auf der Ober
fläche des Ventilsitzes aufsitzt, um die Drosselbohrung 31 zu
verschließen. Das Elektromagnetventil 40 ist in diesem Falle
geschlossen.
Öffnet das Elektromagnetventil 40, d. h. das Nadelventil 45b
öffnet die Drosselbohrung 31 (wie in den Fig. 2 und 3a dar
gestellt), so wird unter Auslaßdruck Pd stehendes Kältemittelgas
aus dem Auslaßraum 19 durch den Hochdruckeinlaßkanal 30, welcher
die Drosselbohrung 31 aufweist, in die Hochdruckkammern 22 2
übergeleitet. In diesem Fall strömt ein sehr kleiner Teil des
Kältemittelgases über den Nebenkanal 50 weiter in die Saugkammer
11. Verglichen mit der Strömungsmenge des in die Hochdruckkammer
22 2 übergeleiteten Kältemittelgases ist die Strömungsmenge des
weiterströmenden Kältemittelgases gering. Demgemäß steigt der
Steuerdruck Pc an, wodurch das Steuerelement 23 in die Position
für die maximale Fördermenge verdreht und dadurch die Förder
menge des Verdichters erhöht wird. Sobald das Steuerelement 23
die Position für die maximale Fördermenge, wie in der Fig. 3a
wiedergegeben, erreicht hat, weist der Verdichter seine maximale
Fördermenge auf.
Andererseits wird dann, wenn das Elektromagnetventil 40 ge
schlossen ist, d. h. das Nadelventil 45b die Drosselbohrung
31 wie in der Fig. 3b wiedergegeben, verschließt, das Über
strömen von unter Auslaßdruck Pd stehendem Kältemittelgas in
die Hochdruckkammern 22 2 verhindert. Dennoch strömt in diesem
Fall eine sehr kleine Menge an Kältemittelgas über den Neben
kanal 50 in die Saugkammer 11, wodurch der Steuerdruck Pc all
mählich abnimmt und das Steuerelement 23 in die Position für
die minimale Fördermenge verdreht wird, wodurch die Förder
menge des Verdichters verringert wird. Sobald das Steuerelement
23 seine Lage für die minimale Fördermenge erreicht hat, was
in der Fig. 3b wiedergegeben ist, ist die Fördermenge des Ver
dichters minimal.
Wie oben dargestellt, steigt der in den Hochdruckkammern 22 2
herrschende Steuerdruck Pc während des Zeitintervalls an, in
dem das Elektromagnetventil 40 abgeschaltet ist, und fällt
während des Zeitintervalls ab, in dem das Elektromagnet
ventil 40 eingeschaltet ist. Dies bedeutet, daß der
Steuerdruck Pc einen Pegel einnimmt, der dem Verhältnis von
Anschaltzeit und Ausschaltzeit des Steuersignals entspricht,
d. h. dem Arbeitsverhältnis des Steuersignals. Demgemäß erzeugt
die Steuereinheit 60 ein Steuersignal mit einem verringerten
Verhältnis von Anzeit zur Auszeit in Abhängigkeit zu einem
Temperaturanstieg dann, wenn die thermische Last ansteigt,
wodurch bewirkt wird, daß die Temperatur an der Auslaßseite
des Verdampfers steigt. Im Gegensatz hierzu erzeugt die Steuer
einheit 60 ein Steuersignal mit einem erhöhten Verhältnis von
Anzeit zu Auszeit in Abhängigkeit einer Temperaturabnahme,
wenn die thermische Belastung abnimmt, wodurch die Temperatur
an der Auslaßseite des Verdampfers fällt.
Gemäß der oben beschriebenen Ausführungsform weist die Drossel
bohrung 31 eine kleine Querschnittsfläche auf, die durch das
Elektromagnetventil 40 in Abhängigkeit des von außen gelieferten
Steuersignals geöffnet und verschlossen wird, wodurch die Menge
an unter Auslaßdruck Pd in die Hochdruckkammern 22₂ eingelei
teten Kältemittelgases gesteuert wird, wohingegen ständig dafür
gesorgt wird, daß eine sehr kleine Menge an Kältemittelgas aus
einer der Hochdruckkammern 22 2 in die Saugkammer 11 abströmen
kann, wodurch der Steuerdruck Pc in den Hochdruckkammern 22 2
verändert wird. Demnach ist die auf das Elektromagnetventil 40
ausgeübte Kraft klein, so daß nur eine geringe, das Ventil
schließende Kraft erforderlich ist. Somit wird die Möglichkeit
geschaffen, ein Elektromagnetventil 40 zu verwenden, das ge
eignet ist, eine geringe, das Ventil schließende Kraft zu er
zeugen, wodurch der Steuerdruck Pc, d. h. die Fördermenge des
Verdichters von außen feinfühlig hochgenau gesteuert werden
kann. Außerdem schwankt der Steuerdruck Pc nur gering, was in
einer verringerten Vibration und einer geringeren Geräusch
entwicklung resultiert.
Im nachfolgenden wird auf die erforderliche, das Ventil
schließende Kraft des Elektromagnetventils 40 der obigen Aus
führungsform näher eingegangen.
In der folgenden Beschreibung stellen s1 und s2 die Quer
schnittsflächen der Drosselbohrung 31 bzw. des Überströmkanals 50
dar.
1. Um den Steuerdruck Pc innerhalb eines Bereichs von etwa
2 bis 14 kg/cm2 zu verändern und dadurch die Fördermenge des
Verdichters zwischen einem Minimum und einem Maximum zu steuern,
ist es erforderlich, daß der Steuerdruck Pc einen Wert von z. B.
Pc Pd-0,2 kg/cm2 dann einnimmt, wenn die Fördermenge
des Verdichters maximal ist (Pd ≒ 14 kg/cm2). Dabei nimmt das
Elektromagnetventil 40 seine Offenstellung bei maximalem Ar
beitsverhältnis ein. Wenn die Fördermenge des Verdichters ma
ximal ist, nimmt die Durchflußleistung Q1 des durch die Drossel
bohrung 31 strömenden Kältemittelgases und die Durchflußleistung
Q2 des durch den Nebenkanal 50 strömenden Kältemittelgases
gleiche Werte dann an, sobald der Steuerdruck Pc einen kon
stanten Wert erreicht hat. Demgemäß ist
wobei α einen Strömungskoeffizienten und ϕ die Dichte des
Kältemittelgases darstellen.
Hieraus kann die folgende Gleichung (1) abgeleitet werden:
Da angestrebt wird, daß der Steuerdruck Pc wie oben beschrieben
einen Wert Pc Pd-0,2 kg/cm2 annehmen soll, wird in der
Gleichung Pc durch den Term Pd-0,2 kg/cm2 ersetzt. Hieraus
ergibt sich die folgende Gleichung (1′):
Angenommen daß normalerweise Pd ≒ 14 kg/cm2 und Ps ≒ 2 kg/cm2
sind, kann die Gleichung (1′) in die nachfolgende Gleichung
transformiert werden:
2. Die Menge an Kältemittelgas, welches durch den Nebenkanal
50 strömt, ist empirisch bestimmt worden. Der Wert des Betrages
ist äquivalent der Querschnittsfläche s2 des Nebenkanals 50,
welche 0,08 mm2 sein sollte.
Demgemäß ist
s₁ = 7,7s₂ = 0,616 mm² (2)
3. Nachfolgend wird auf die Last, welche auf das geöffnete
Elektromagnetventil 40 wirkt, eingegangen.
Es ist erforderlich, das Elektromagnetventil 40 derart aus
zugestalten, daß es einem maximal einwirkenden Differenzdruck
von Pd-Pc ca. 28 kg/cm2 standhalten kann. Demgemäß kann
aus der Gleichung (2) der Maximalwert der Belastung wie nach
folgend aufgezeigt berechnet werden:
28 kg/cm² × 0,00616 cm² = 0,173 kg
Demgemäß ist eine Kraft von etwa 500 Gramm als eine vom Elektro
magnetventil 40 ausgeübte, das Ventil schließende Kraft aus
reichend.
Die Fig. 4 zeigt eine Abwandlung des oben beschriebenen Aus
führungsbeispiels der Erfindung.
In dieser Abwandlung ist der Raum 33 mit einem der Auslaßräume
19 über einen Durchlaß 34′ im hinteren Seitenteil 4 und einen
Durchlaß 35′ im Kurvenring 1 verbunden, wobei der Ringraum 32
über einen Durchlaß 36′ im hinteren Seitenteil 4 mit einer der
Druckarbeitskammern 22 2 verbunden ist.
Aufgrund der Ausgestaltung dieses erfindungsgemäßen Ausführungs
beispiels wird unter Auslaßdruck Pd stehendes Kältemittelgas
aus dem Auslaßraum 19 durch den Hochdruckeinlaßkanal 30, welcher
von den Durchlässen 35′ und 34′ gebildet wird, den Raum 33,
die Erweiterungsöffnung 41d, die Drosselbohrung 31, die zentrale
Öffnung 41b, die Verbindungsöffnung 41c, den Ringraum 32 und
den Durchlaß 36′ in die Hochdruckkammern 22 2 dann überströmen,
wenn das Elektromagnetventil 40 öffnet, um die Drosselbohrung
31 zu öffnen.
Auch mit dieser abgewandelten Ausführungsform werden Ergebnisse
erhalten, die zu denen des zuvor beschriebenen Ausführungsbei
spiels vergleichbar sind.
Claims (6)
1. Verdichter mit variabler Fördermenge, wobei der Verdichter
durch ein externes Steuersignal ansteuerbar ist, mit einer
Saugkammer (11), einem Auslaßraum (19), in dem ein
Auslaßdruck (Pd) herrscht, mit einem Steuerelement (23)
zum Bestimmen des Zeitpunktes des Verdichtungsbeginns
eines Kältemittelgases, wobei das Steuerelement (23) einen
druckaufnehmenden Vorsprung (23a) aufweist, mit einer
Niederdruckkammer (22 1), in der ein Saugdruck (Ps) herrscht
und an dem druckaufnehmenden Vorsprung (23a) des
Steuerelements (23) angreift, mit einem mit dem Saugdruck
(Ps) zusammenwirkenden Federelement (25) zum Verlagern
des Steuerelements (23) in Richtung der minimalen
Fördermenge, mit einer Hochdruckkammer (22 2), in der ein
Steuerdruck (Pc) herrscht und an dem druckaufnehmenden
Vorsprung (23a) des Steuerelements (23) zum Verlagern des
Steuerelements (23) in Richtung der maximalen Fördermenge
angreift, mit einem Hochdruckeinlaßkanal (30) zum Einleiten
von Kältemittelgas vom Auslaßraum (19) in die
Hochdruckkammer (22 2), um hierin den Steuerdruck (Pc) zu
bilden, wobei der Hochdruckeinlaßkanal (30) eine
Drosselbohrung (31) zur Drosselung der Strömung des
Kältemittelgases aufweist, und mit einem in Abhängigkeit
von dem externen Steuersignal sich öffnenden und
schließenden Elektromagnetsitzventil (40), dadurch
gekennzeichnet, daß das Elektromagnetsitzventil (40) die
Drosselbohrung (31) öffnet und schließt, und daß ein
Überströmkanal (50) vorgesehen ist, mittels dessen das
Kältemittelgas kontinuierlich von der Hochdruckkammer
(22₂) in die Saugkammer (11) überströmt, wobei der
Überströmkanal (50) eine Querschnittsfläche (s2) aufweist,
die geringer ist als die Querschnittsfläche (s1) der
Drosselbohrung (31).
2. Verdichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis der Querschnittsfläche (s1) der Drossel
bohrung (31) zur Querschnittsfläche (s2) der Überström
kanals (50) einem Wert von 5 bis 10, insbesondere 7,7,
entspricht.
3. Verdichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Öffnen und Schließen der Drosselbohrung (31) das
Elektromagnetsitzventil (40) über ein variables Arbeits-
Ruhe-Verhältnis (EIN-AUS-Verhältnis) des externen
Steuersignals ansteuerbar ist.
4. Verdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Seitenteil (4) mit einer Ausnehmung
(4a) vorgesehen ist, daß ein Überströmelement (41), welches
in der Ausnehmung (4a) angeordnet ist und einen ersten
Durchlaß aufweist, vorgesehen ist, wobei die Drosselbohrung
(31) ein Teil des Durchlasses darstellt, daß der Hoch
druckeinlaßkanal (30) einen zweiten Durchlaß (34) aufweist,
der in dem Seitenteil (4) vorgesehen ist und der Kälte
mittelgas vom Auslaßraum (19) überleitet, daß ein zwischen
einer inneren Umfangsfläche der Ausnehmung (4a) des Seiten
teils (4) und einer äußeren Umfangsfläche des Überström
elements (41) gebildeter und mit dem zweiten Durchlaß
(34) verbundener Ringraum (32) vorgesehen ist, daß ein
Ende des ersten Durchlasses mit dem Ringraum (32) verbunden
ist, daß ein zweiter, zwischen dem Grund der Ausnehmung
(4a) und einer Stirnfläche des Überströmelements (41) ge
bildeter und mit dem anderen Ende des ersten Durchlasses
verbundener Raum (33) vorgesehen ist, und daß ein dritter,
im Seitenteil (4) angeordneter und mit dem zweiten Raum
(33) und der Hochdruckkammer (22 2) verbundener Durchlaß
(36) zum Überleiten von Kältemittelgas vorgesehen ist
(Fig. 2).
5. Verdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Seitenteil (4) mit einer Ausnehmung
(4a) vorgesehen ist, daß ein Überströmelement (41), welches
in der Ausnehmung (4a) angeordnet ist und einen ersten
Durchlaß aufweist, vorgesehen ist, wobei die Drosselbohrung
(31) ein Teil des Durchlasses darstellt, daß der Hochdruck
einlaßkanal (30) einen zweiten Durchlaß (34) aufweist,
der in dem Seitenteil (4) vorgesehen ist und der Kälte
mittelgas vom Auslaßraum (19) überleitet, daß ein zwischen
dem Grund der Ausnehmung (4a) und einer Stirnfläche des
Überströmelements (41) gebildeter und mit dem zweiten
Durchlaß (34′) verbundener zweiter Raum (33) vorgesehen
ist, wobei das eine Ende des ersten Durchlasses mit dem
zweiten Raum (33) verbunden ist, daß ein zwischen der
inneren Umfangsfläche der Ausnehmung (4a) des Seitenteils
(4) und der äußeren Umfangsfläche des Überströmelements
(41) gebildeter und mit dem anderen Ende des ersten Durch
lasses verbundener Ringraum (32) vorgesehen ist, und daß
ein im Seitenteil (4) angeordneter und mit dem Ringraum
(32) und der Hochdruckkammer (22 2) verbundener dritter
Durchlaß (36′) zum Überleiten von Kältemittelgas vorgesehen
ist (Fig. 4).
6. Verdichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verdichter ein Flügelzellenver
dichter ist.
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