DE4036666A1 - Verfahren und vorrichtung fuer das trocknen von organischen stoffen, insbesondere von holzteilchen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung fuer das trocknen von organischen stoffen, insbesondere von holzteilchenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für
das Trocknen von organischen Stoffen, insbesondere von
pflanzlichen Stoffen wie Holzteilchen, bei dem warme
Gase in einer Brennkammer erzeugt werden, mindestens
ein Teil dieser Gase mit den Stoffen, die getrocknet
werden sollen, in Berührung gebracht werden, um ein
gasförmiges Gemisch zu bilden, das zu den besagten
warmen Gasen Wasserdampf und Kohlenwasserstoffe aus
den Stoffen, die zu trocknen sind, enthält, das gas
förmige Gemisch von den Stoffen, die getrocknet werden
sollen, getrennt wird, dann mindestens ein Teil dieses
gasförmigen Gemisches durch Einführung in die Brenn
kammer kontinuierlich rezykliert bzw. umgewälzt wird,
um die besagten Kohlenwasserstoffe zu verbrennen und
mindestens einen Teil der Wärme, die bei ihrer Ver
brennung erzeugt wurde, für das Trocknen zurückzuge
winnen.
Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Vorrichtung für
das Trocknen von organischen Stoffen für die Anwendung
dieses Verfahrens, die mindestens besteht aus:
- - einem Gaserzeuger, der mit einem Brenner ausgerüstet ist, für die Erzeugung von warmen Gasen;
- - mindestens einer Trockenkammer, die von einem ersten Strom von warmen Gasen durchströmt ist;
- - Beschickungseinrichtungen für die Eingabe der Stof fe, die zu trocknen sind, in die Trockenkammer;
- - Einrichtungen für das Austragen aus der besagten Trockenkammer der getrockneten Stoffe und einem gas förmigen Gemisch, das, zu dem ersten Strom von war men Gasen, Wasserdampf und Kohlenwasserstoffe aus den Stoffen, die zu trocknen sind, enthält und
- - Einrichtungen für das Zyklieren im geschlossenen Kreislauf, um dem Gaserzeuger mindestens einen Teil des besagten gasförmigen Gemisches zuzuführen, damit die Kohlenwasserstoffe, die in diesem Gemisch ent halten sind, verbrannt werden.
Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art strömt das
gasförmige Gemisch aus dem Trockenraum durch Filter
mit Kiesfüllung und durch elektrostatische Filter, um
die großen und kleinen festen Teilchen auszuscheiden,
bevor die Gase ins Freie abgeführt werden. Jedoch kön
nen diese Filter die gasförmigen Kohlenwasserstoffe
nicht zurückhalten, die im allgemeinen in dem Trocken
raum durch Destillieren der organischen Stoffe freige
setzt werden. Im allgemeinen bei den Einrichtungen für
das Trocknen von Holzteilchen enthält das gasförmige
Gemisch zwischen 80 und 140 mg von unverbrannten Koh
lenwasserstoffen je kg Dampf aus der Trocknung, was
eine Belastung für die Umwelt bedeutet. Das Verbrennen
dieser Kohlenwasserstoffe in dem gasförmigen Gemisch,
das einem Schornstein zugeführt wird, würde sehr kost
spielig zusätzliche Einrichtungen erfordern, die eine
größere Gasmenge zu verarbeiten hätten.
Das US-Patent Nr. 38 37 272 beschreibt eine Vorrich
tung für das Trocknen von Nahrungsmitteln, in der die
Gase und Dämpfe, die aus einer Trockentrommel ausstro
men, zykliert werden, um wieder verbrannt zu werden,
bevor sie ins Freie abgeführt werden. Der geschlossene
Kreislauf für das Zyklieren durchströmt zuerst eine
Gaswäsche, wird dann in zwei Stränge geteilt, wobei
der eine Strang zum Einlauf in die Trockentrommel und
der andere Strang das gasförmige Gemisch zu der Brenn
kammer für ein erneutes Verbrennen führt. Die Verbren
nungsgase werden dann teilweise zum Einlauf in die
Trockentrommel und teilweise zu einem Schornstein für
einen Abzug ins Freie geführt. Dieses System weist den
Vorteil auf, die Temperatur des Gases am Trockenein
lauf herabzusetzen, was die Stoffe, die zu trocknen
sind, schont, jedoch eine Vergeudung von Energie ver
ursacht, weil die abgeführten Gase sehr warm sind.
Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, die vorste
hend angeführten Nachteile zu beseitigen, indem ein
Verfahren und eine Vorrichtung geliefert werden, die
in der Lage sind, organische Stoffe schonend zu trock
nen, einen großen Teil der Kohlenwasserstoffe, die
während der Trocknung von diesen Stoffen freigesetzt
werden, auszuscheiden, die Wärme, die bei dem Verbren
nen der Kohlenwasserstoffe entsteht, zurückzugewinnen
und die Temperatur der Gase, die ins Freie abgeführt
werden, herabzusetzen.
Zu diesem Zweck ist das Verfahren gemäß der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß die warmen Gasen, die aus
der Brennkammer strömen, in einem ersten Strom von Ga
sen, der im geschlossenen Kreislauf verwendet wird,
und in einem zweiten Strom von Gasen, der vor dem Aus
treten ins Freie im offenen Kreislauf verwendet wird,
geteilt sind, daß der erste Strom von Gasen mit den
Stoffen, die zu trocknen sind, in Berührung gebracht
wird, um das besagte gasförmige Gemisch, das zykliert
wird, zu bilden, und daß der zweite Strom von Gasen
dafür verwendet wird, in mindestens zwei einander fol
genden Stufen eines Wärmeaustauschers das gasförmige
Gemisch aus dem geschlossenen Kreislauf, bevor es zy
kliert wird, dann die Stoffe, die zu trocknen sind, zu
erwärmen.
Die Rückgewinnung der Wärme aus dem zweiten Strom von
Gasen durch einen Wärmeaustausch in mehreren Stufen
sichert nicht nur eine maximale Herabsetzung der Tem
peratuur der Gase, die abzuführen sind, und daher eine
ausgezeichnete Energieausbeute, wegen der maximalen
Nutzung der Wärme, die von dem Brennstoff und von den
Kohlenwasserstoffen aus den Stoffen, die zu trocknen
sind, freigesetzt wird. Sie ermöglicht auch eine opti
male Nutzung der wiedergewonnenen Wärme bei verschie
denen Temperaturbereichen. Insbesondere können die Ga
se den pflanzlichen Stoffen Wärme abgeben, wenn sie
bereits teilweise gekühlt sind, um diese Stoffe zu
schonen und anschließend können sie mit etwa der glei
chen Temperatur wie diejenigen der getrockneten Stoffe
abgeführt werden.
Eine Vorrichtung für das Trocknen von organischen
Stoffen mit Wärmerückgewinnung aus dem Strom von Ga
sen, die abzuführen sind, wurde in dem Patent DE-AS
11 98 741 bereits vorgeschlagen, jedoch ohne ein Wie
derverbrennen der zyklierten Gase. Diese zyklierten
Gase sind mit den Verbrennungsgasen vermischt und in
zwei Strömen geteilt, die jeweils einander folgende
Trockentrommeln und Urmantelungen zu diesen Trommeln
durchströmen. Mit diesem System werden die Ummantelun
gen der Trommeln übermäßig erwärmt und bei deren Be
rührung neigen die Stoffe zu versengen und zu verkru
sten.
Bei einer vorteilhaften Ausführung des Verfahrens ge
mäß der Erfindung wird mindestens ein Teil des besag
ten gasförmigen Gemisches zykliert, indem es nach ei
nem Auslauf aus der Brennkammer mit den Verbrennungs
gasen vermischt wird.
Für die Anwendung des vorstehend angeführten Verfah
rens ist eine Vorrichtung für das Trocknen von organi
schen Stoffen gemäß der Erfindung dadurch gekennzeich
net, daß sie einen offenen Kreislauf enthält, der kon
tinuierlich einen zweiten Strom aus einem Teil der
warmen Gase aus dem Gaserzeuger durch mindestens einen
Wärmetauscher, der in dem geschlossenen Kreislauf vor
dem Gaserzeuger oder vor der Trockenkammer angeordnet
ist, abführt, um den ersten Strom von Gasen zu erwär
men, bevor er in den Gaserzeuger oder in die Trocken
kammer zykliert wird.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung enthält
der geschlossene Kreislauf eine Abzweigung, von der
aus ein erster Strang des Kreislaufes zu dem Gaserzeu
ger führt und ein zweiter Strang des Kreislaufes zu
einem Punkt des geschlossenen Kreislaufs nach dem Gas
erzeuger führt, und die beiden Stränge des geschlosse
nen Kreislaufs strömen durch Wärmetauscher, die von
dem zweiten Strom von Gasen erwärmt und in dem Kreis
lauf in Reihe angeordnet sind. Vorzugsweise ist einer
der besagten Stränge des geschlossenen Kreislaufs mit
einem Organ für die Regelung des Durchsatzes versehen,
das ein Ventilator mit verstellbarer Drehzahl sein
kann.
Bei einer vorteilhaften Art der Ausführung enthält die
Trockenkammer Rohre für das Vorwärmen, die durch den
zweiten Strom von Gasen durchströmt sind und in dem
offenen Kreislauf zwischen den Wärmeaustauschern und
den Vorrichtungen für die Abführung der Gase ins Freie
in Reihe angeordnet sind.
Für ein besseres Verständnis der Erfindung ist nach
stehend eine bevorzugte Art der Ausführung als nicht
eingrenzendes Beispiel beschrieben, und zwar unter Be
zug auf die beiliegende Zeichnung, worin:
- - die Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Trockenvorrichtung gemäß der Erfindung ist und
- - die Fig. 2 eine Querschnittzeichnung einer Trocken trommel zu dieser Trockenvorrichtung ist.
Die Vorrichtung, die von der Fig. 1 veranschaulicht
ist, enthält einen Erzeuger von warmen Gasen 1, der
mit einem Brenner 2 und zwei Ausläufen 3 und 4 verse
hen ist. Der Auslauf 3 leitet die Gase in einen ge
schlossenen Kreislauf, der der Reihe nach aus einer
Mischkammer 6, einer Trockenkammer 7 in der Mitte ei
ner drehenden Trormel 8, einem Vorabscheider 9, einem
Abzugsventilator 10, einem Nachabscheider 11 und einer
Rücklaufleitung 12, die in einer Abzweigung 13 mündet,
besteht. Von der Abzweigung 13 durchströmt ein erster
Strang 14 des geschlossenen Kreislaufs einen ersten
Wärmeaustauscher 15 und führt zu einem seitlichen Ein
lauf 16 des Gaserzeugers 1. Ein zweiter Strang 17, der
von der Abzweigung 13 abgeht, durchströmt einen zwei
ten Wärmeaustauscher 18 und einen Abzugsventilator 19
und mündet in die Mischkammer 6.
Der zweite Auslauf 4 aus dem Gaserzeuger 1 führt zu
einem offenen Kreislauf, der zuerst über eine Leitung
21 (Rauchgasleitung), die durch die Wärmeaustauscher
15 und 18 für das Erwärmen der Gase des geschlossenen
Kreislaufs führt, anschließend an einem Verteilring 22
am Einlauf eines Vorwärmers 23 der Trommel S mündet.
Der Auslauf aus diesem Vorwärmer 23 ist von einem Sam
melring 24 gebildet, von dem der Kreislauf durch einen
Abzugsventilator fortgesetzt wird, um beispielsweise
in einem Schornstein 26 zu enden, vor dem ein Satz von
Filtern 27 angeordnet werden kann. Ein Schieber 2S in
der Rauchgasleitung 21 ermöglicht, bei entsprechender
Steuerung die Gase des offenen Kreislaufs, falls not
wendig, in eine Ablaufleitung 29 zu entleeren, bei
spielsweise während der Übergangszeiten oder beim Aus
fall des Ventilators 25. Ein Entleerschieber 30 er
füllt den gleichen Zweck in der Leitung 12 des ge
schlossenen Kreislaufs in Verbindung mit einer Ablauf
leitung 31.
Bei diesem Beispiel sind die Stoffe, die zu trocknen
sind, Holzteilchen, wie sie bei der Herstellung von
Spanplatten oder in der Papierindustrie verarbeitet
werden. Sie werden in die Trockenkammer 7 auf übliche
Weise eingebracht, beispielsweise mit Hilfe einer Do
sierschnecke 32, die sie auf einer Rutsche 33 schiebt,
die in einem axialen Einlauf 34 angeordnet ist, durch
die ebenfalls die warmen Gase, die in die Trockenkam
mer 7 einströmen, geleitet werden. Auch in einer kon
ventionellen Art werden die getrockneten Stoffe aus
der Trommel S, zusammen mit den Gasen, die von dem
Ventilator 10 abgesaugt werden, durch eine Leitung 35
ausgetragen, die beispielsweise eine Förderschnecke
enthalten kann, und, von den Gasen in den Abscheidern
9 und 11 getrennt, von denen sie durch die Austrags
vorrichtung 36 und 37 auf einem Förderband 3S für ei
nen Weitertransport gemäß den Pfeilen abgeführt wer
den.
Der Gaserzeuger 1 kann auf verschiedene Arten für die
Lieferung eines ersten Stroms 41 und eines zweiten
Stroms 42 von warmen Gasen ausgeführt werden. Je nach
Ausführung des Gaserzeugers und nach den Betriebsbe
dingungen können die Gase der beiden Ströme 41 und 42
jeweils verschiedene Zusammensetzungen und Temperatu
ren aufweisen. Evtl. können die beiden Ströme durch
getrennte Gaserzeuger erzeugt werden.
Im vorliegenden Fall enthält der Erzeuger 1 eine
Brennkammer 43, in der der Brenner 2 in ein Flammen
schutzrohr 44 mündet und eine Flamme 45 erzeugt, und
eine Nachbrennkammer 46, die von der Brennkammer 43
durch eine Drosselstelle 47 getrennt ist, die für das
Entstehen einer starken Durchwirbelung in den Gasen
vorgesehen ist.
Die Fig. 2 ist eine ausführliche Darstellung des Auf
baus der Trockentrommmel 8 und insbesondere der
Trockenkammer 7, in der die Stoffe 48, die zu trocknen
sind, unter Einwirkung der längsgerichteten gasförmi
gen Strömung langsam vorrücken, die die Stoffteilchen
schiebt, wenn sie wieder abfallen, nachdem sie durch
die Drehung der Trommel in der Pfeilrichtung angehoben
wurden. Der Vorwärmer besteht aus einem Satz von pa
rallelen Rohren in Längsrichtung 23, von dem Verteil
ring 22 zu dem Sammelring 24 durch die Trockenkammer
7, durch die die Gase aus der Leitung 21 strömen. Die
se Rohre sind mit einem Abstand von der zylindrischen
metallischen Wandung 51 der Trockenkammer 7 angeordnet
und, wie sie, von Tragringen 52, die sich auf nicht
dargestellten Rollen bewegen, gestützt. Somit sind die
Gase und die Stoffe 48 in Berührung mit den Rohren 23
für die Vorwärmung, die nach den Wärmeaustauschern 15
und 18 eine dritte Stufe für einen Wärmeaustausch bil
den.
In Dauerbetrieb arbeitet die vorstehend beschriebene
Vorrichtung wie folgt. Die Stoffe, die zu trocknen
sind, können in die Trockenkammer 7 kontinuierlich
oder diskontinuierlich eingegeben werden, wo sie durch
die Berührung mit den Gasen und mit den Rohren für die
Vorwärmung 23 getrocknet werden, wobei die Drehbewe
gung der Trommel 8 eine Umwälzung gewährleistet. Hier
aus strömt ein gasförmiges Gemisch, das zusätzlich zu
den Gasen, die in die Trommel 8 eingeführt sind, den
Wasserdampf aus dem Trocknungsvorgang sowie die flüch
tigen Kohlenwasserstoffe, die durch Destillation aus
den pflanzlichen Stoffen ausgezogen sind und die im
allgemeinen genannten "blauen Gase" bilden, enthält.
Dieses gasförmige Gemisch reißt auch Staubpartikel
mit, die aus der Verbrennung oder aus der Trocknung
stammen können. Anstatt dieses Gemisch nach Filtrie
rung ins Freie auszuscheiden, wird es im allgemeinen
mit seinem ganzen Volumen in der Einrichtung zykliert
bzw. umgewälzt, um die hierin enthaltenen Kohlenwas
serstoffe und Staubpartikel weitgehend zu verbrennen,
wobei die somit erzeugte Wärme für das Trocknen zu
rückgewonnen wird.
Von der Abzweigung 13 an strömt ein erster Teil des
gasförmigen zyklierten Gemisches durch die Leitung 14
und den Wärmeaustauscher 15, wo er von dem Gegenstrom
der warmen Gase 42 erwärmt wird, die aus der Nach
brennkammer kommen, dann wird er in die Brennkammer 43
eingeführt, wo er durch die Berührung mit dem Flammen
schutzrohr 44 und durch die Strahlung der Flamme 45
erwärmt wird, bevor er sich mit den Verbrennungsgasen
vermischt, insbesondere durch Einwirkung der Drossel
stelle 47. Durch dieses eingehende Mischen werden
praktisch alle organischen Materialien, sowohl die fe
sten als auch die gasförmigen, die sich in der Nach
brennkammer 46 befinden, auf eine Temperatur gebracht,
die hoch genug ist und lang genug andauert, um zu
brennen, so daß die Gase, die durch den Schornstein 26
abgeführt werden, nach der Filtrierung eine sehr ge
ringe Belastung für die Umwelt darstellen. Ferner wird
die Wärme, die durch diese zusätzliche Verbrennung er
zeugt ist, in der Einrichtung durch Erwärmung in meh
reren einander folgenden Stufen mit Hilfe der Wärme
austauscher 15 und 18 und der Rohre 23 der Trommel 8
zurückgewonnen.
Der zweite Teil des gasförmigen Gemisches, der durch
die Leitung 12 umgewälzt wird, wird in die Leitung 17
durch den Ventilator 19 angesaugt, um in dem Wärmeaus
tauscher 18 von dem Gegenstrom erwärmt und in die
Mischkammer 6 eingespritzt zu werden, wo er sich mit
dem ersten Strom von warmen Gasen 41 vermischt. Somit
wird ein Anteil der Energie zurückgewonnen, die in dem
zweiten Strom von warmen Gasen 42 enthalten ist, um
ihn in den ersten Strom wieder einzuspritzen. Mit ei
ner stetigen Regelung der Durchsatzmenge des Ventila
tors 19 kann die Verteilung des zyklierten gasförmigen
Gemisches zwischen den beiden Leitungen 14 und 17 ein
gestellt und auf diese Weise die Durchsatzmengen und
die Temperaturen der beiden Ströme von warmen Gasen
abgeändert werden und vor allem wird das Gemisch von
warmen Gasen, das von der Mischkammer 6 kommt, auf die
erforderliche Temperatur für das Trocknen gebracht.
Außerdem kann durch Einwirkung auf die Drehzahl des
Abzugsventilators 25 die Verteilung der Durchsatzmen
gen zwischen dem geschlossenen Kreislauf und dem offe
nen Kreislauf abgeändert werden.
Mit dem Verfahren und der Vorrichtung, die vorstehend
beschrieben sind, ist es möglich, die Mengen von Bela
stungsstoffe auf äußerst geringe Werte herabzusetzen,
die je kg Wasserdampf, der aus den Stoffen, die zu
trocknen sind, entzogen wird, ins Freie abgeführt wer
den. Die gasförmigen oder festen Materien, die durch
das Verfahren für das Trocknen freigesetzt werden,
werden auf eine vollständigen Weise verbrannt, insbe
sondere die Kohlenwasserstoffe. Vergleichende Versuche
haben gezeigt, daß die Gehalte an Kohlenwasserstoffen
in den abgeführten Gasen um einen Faktor bis zu 30
herabgesetzt werden können. Die Verbrennung ermöglicht
auch, den Geruch aus den behandelten Stoffen fast völ
lig auszuschalten, beispielsweise wenn Kaffeesatz ver
brannt wird. Schließlich ist die Energiebilanz gegen
über einer konventionellen Einrichtung wesentlich ver
bessert, einerseits durch die vollständigere Verbren
nung und andererseits durch eine maximale Wärmerückge
winnnung durch Erwärmung in mehreren Stufen innerhalb
der Trockenvorrichtung, so daß die abgeführten Gase
eine möglichst geringe Temperatur aufweisen.
Claims (7)
1. Verfahren für das Trocknen von organischen Stoffen,
insbesondere von pflanzlichen Stoffen wie Holzteil
chen, bei dem warme Gase in einer Brennkammer er
zeugt werden, mindestens ein Teil dieser Gase mit
den Stoffen, die getrocknet werden sollen, in Be
rührung gebracht werden, um ein gasförmiges Gemisch
zu bilden, das zu den besagten warmen Gasen Wasser
dampf und Kohlenwasserstoffe aus den Stoffen, die
zu trocknen sind, enthält, das gasförmige Gemisch
von den Stoffen, die getrocknet werden sollen, ge
trennt wird, dann mindestens ein Teil dieses gas
förmigen Gemisches durch Einführung in die Brenn
kammer kontinuierlich zykliert wird, um die besag
ten Kohlenwasserstoffe zu verbrennen und mindestens
einen Teil der Wärme, die bei ihrer Verbrennung er
zeugt wurde, für das Trocknen zurückzugewinnen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die warmen Gasen, die aus der Brennkammer (43)
strömen, in einen ersten Strom von Gasen (41), der
im geschlossenen Kreislauf verwendet wird, und in
einen zweiten Strom von Gasen (42), der vor dem
Austreten ins Freie im offenen Kreislauf verwendet
wird, geteilt werden, daß der erste Strom von Gasen
mit den Stoffen, die zu trocknen sind, in Berührung
gebracht wird, um das besagte gasförmige Gemisch
(R), das zykliert wird, zu bilden, und daß der
zweite Strom von Gasen (42) dafür verwendet wird,
in mindestens zwei einander folgenden Stufen eines
Wärmeaustauschers das gasförmige Gemisch (R) aus
dem geschlossenen Kreislauf, bevor es zykliert
wird, dann die Stoffe, die zu trocknen sind, zu er
wärmen.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Teil des besagten gasförmigen Gemi
sches (R) zykliert, indem es nach einem Auslauf (3)
aus der Brennkarmer (43) mit den Verbrennungsgasen
vermischt wird.
3. Vorrichtung für das Trocknen von organischen Stof
fen für die Anwendung des Verfahrens gemäß Anspruch
1, bestehend mindestens aus:
- - einem Gaserzeuger (1), der mit einem Brenner aus gerüstet ist, für die Erzeugung von warmen Gasen;
- - mindestens einer Trockenkarmer (7), die von einem ersten Strom von warmen Gasen (41) durchströmt ist;
- - Beschickungseinrichtungen (32, 33) für die Aufgabe der Stoffe, die zu trocknen sind, in die Trocken kammer;
- - Einrichtungen für das Austragen (9 bis 11, 35) aus der besagten Trockenkammer von den getrockne ten Stoffen und einem gasförmigen Gemisch (R), das, zu dem ersten Strom von warmen Gasen, Was serdampf und Kohlenwasserstoffe aus den Stoffen, die zu trocknen sind, enthält und
- - Einrichtungen (12, 19) für das Zyklieren im ge schlossenen Kreislauf, um dem Gaserzeuger minde stens einen Teil des besagten gasförmigen Gemi sches (R) zuzuführen, damit die Kohlenwasserstof fe, die in diesem Gemisch enthalten sind, ver brannt werden, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen offenen Kreislauf (21 bis 27) enthält, der kontinuierlich einen zweiten Strom (42) aus ei nem Teil der warmen Gase aus dem Gaserzeuger (1) durch mindestens einen Wärmetauscher (15, 18), der in dem geschlossenen Kreislauf vor dem Gaserzeuger (1) oder vor der Trockenkammer (7) angeordnet ist, abführt, um den ersten Strom von Gasen zu erwärmen, bevor er in den Gaserzeuger oder in die Trockenkam mer zykliert wird.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der geschlossene Kreislauf eine Abzweigung (13)
enthält, von der aus ein erster Strang (14) des
Kreislaufes zu dem Gaserzeuger (1) führt und ein
zweiter Strang (17) des Kreislaufes zu einem Punkt
(6) des geschlossenen Kreislaufs nach dem Gaserzeu
ger (1) führt, und daß die beiden Stränge (14, 17)
des geschlossenen Kreislaufs durch Wärmeaustauscher
strömen, die von dem zweiten Strom von Gasen (42)
erwärmt und in dem Kreislauf in Reihe angeordnet
sind.
5. Vorrichtung gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
einer der besagten Stränge des geschlossenen Kreis
laufs mit einem Organ für die Regelung des Durch
satzes (19) versehen ist.
6. Vorrichtung gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Organ für die Regelung des Durchsatzes (19) ein
Ventilator mit verstellbarer Drehzahl ist.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Trockenkammer (7) Rohre für das Vorwärmen (23),
die durch den zweiten Strom von Gasen (42) durch
strömt sind und in dem offenen Kreislauf in Reihe
zwischen den Wärmeaustauschern (15, 18) und den Ein
richtungen für die Abführung der Gase ins Freie
(25-27) angeordnet sind, aufweist.
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