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DE4028984A1 - Verfahren und vorrichtung zum reinigen von gasen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum reinigen von gasen

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Publication number
DE4028984A1
DE4028984A1 DE19904028984 DE4028984A DE4028984A1 DE 4028984 A1 DE4028984 A1 DE 4028984A1 DE 19904028984 DE19904028984 DE 19904028984 DE 4028984 A DE4028984 A DE 4028984A DE 4028984 A1 DE4028984 A1 DE 4028984A1
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DE
Germany
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container
foam
gas
line
dome
Prior art date
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Withdrawn
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DE19904028984
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English (en)
Inventor
Edmund Ludorf
Heinz Brockmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rolls Royce Deutschland Ltd and Co KG
Original Assignee
BMW Rolls Royce GmbH
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Publication date
Application filed by BMW Rolls Royce GmbH filed Critical BMW Rolls Royce GmbH
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Publication of DE4028984A1 publication Critical patent/DE4028984A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/04Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent by passing the gas or air or vapour through foam
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption
    • B01D53/18Absorbing units; Liquid distributors therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrich­ tung zum Reinigen von Gasen nach dem Naßwaschverfahren, mit dem Stäube, Flugasche oder sonstige feste Partikel, aber auch flüssige Stoffe wie Ärosole und gasförmige Stoffe wie Schwefeldioxid aus gasförmigen Medien voll­ ständig und in einer wiederverwendbaren oder deponier­ fähigen Form abgeschieden werden.
Üblicherweise werden für die Staubabscheidung u. a. Elektrofilter, Zyklonabscheider oder Gewebefilter ver­ wendet. Während Elektrofilter einen hohen Energiebedarf besitzen und Zyklonfilter bei Wirkungsgraden um 70 bis 90% je nach Staubart und Korngrößen keine vollständige Staubabscheidung gewährleisten, haben die Gewebefilter den Nachteil der begrenzten Standzeit, wobei mit zuneh­ mender Staubkonzentration im Filter der Druckverlust ansteigt und die Filterelemente gereinigt bzw. ausge­ wechselt werden müssen. Dies ist in der Regel mit einer Unterbrechung des Betriebs und entsprechenden Wartungs­ kosten verbunden.
Flüssige und gasförmige Bestandteile von Gasen werden üblicherweise in Wäschern ausgeschieden, die nach dem Prinzip der Erzeugung kleiner Flüssigkeitströpfchen arbeiten und die das zu reinigende Gas zumeist im Gegenstrom auswaschen. Nachteilig ist dabei u. a. der große Raumbedarf solcher Anlagen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einer kom­ pakten Anlage Gase mit geringem Energieaufwand und bei kontinuierlichem, wartungsarmen Betrieb möglichst voll­ ständig zu reinigen.
Die Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merk­ male der Ansprüche 1, 4 und 11. Die Erfindung nutzt das Prinzip der physikalischen Absorption bzw. Dispersion von Feststoffen, Tröpfchen und Gasen in geeigneten Lösungsmitteln. Dabei wird als Lösungsmittel vorzugs­ weise ein Schaum aus tensidhaltigem Wasser verwendet. Je nach den chemisch-physikalischen Eigenschaften der abzuscheidenden Stoffe kommen auch andere Lösungsmittel und Schaumerzeuger in Frage.
Die auf den Flüssigkeitsgehalt bezogen große Oberfläche des Schaumes mit seinen vielen Flüssigkeitsmembranen ermöglicht einen intensiven Kontakt zwischen durchströ­ menden Feststoffen, Tröpfchen und Schadgasen mit der Flüssigkeit, wodurch deren Bindung an dieselbe erfolgt. Auf diese Weise werden auch feinste Staubteilchen und Tröpfchen bzw. Gasspuren sicher abgeschieden. Der geringe Strömungswiderstand, den die Gase beim Durch­ strömen des Wassers und des Schaumes erfahren, hat einen geringen Energieaufwand für die Gasreinigung zur Folge. Die vorteilhafte laufende Neubildung des Schau­ mes durch das zu reinigende Gas selbst bewirkt eine fortlaufende Regeneration des "Filters", während die entsprechende Rückbildung des Schaumes zu einer vor­ teilhaften Einbringung der Feststoffe in das Wasserbad führt, aus dem diese problemlos und unaufwendig ent­ sorgt werden können. Dadurch bleibt das Reinigungsver­ fahren lange und konstant wirksam, ohne daß nennens­ werte Wartungsarbeiten anfallen.
Die Rückbildung des Schaumes geschieht bei instabilen Schäumen von selbst und wird bei stabilen Schäumen durch mechanische Mittel, z. B. ein Schaufelrad, oder durch hydraulische Mittel, z. B. Flüssigkeitsstrahlen bewirkt. Die Stabilität des Schaumes wird u. a. durch Menge und Art des Tensides gesteuert.
Die Erzeugung der Gasbläschen und des Schaumes sowie die Selbstregelung der Schaummenge wird durch eine Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 4 verwirk­ licht. Die Löcher im Lochblecheinsatz bewirken auf ein­ fache Weise die Entstehung und die gleichmäßige Größe und Verteilung der Gasbläschen, wobei die Größe der wirksamen Fläche des Lochblechkegels und damit die Menge des entstehenden Schaumes vom Gasdurchsatz durch die Reinigungsvorrichtung abhängen. Mit steigendem Gas­ durchsatz wird der Flüssigkeitsspiegel unterhalb des Lochblechkegels abgesenkt und damit ein größerer Teil des Lochblechkegels mit entsprechend größerer Zahl von Bohrungen freigelegt. Voraussetzung dafür ist die An­ ordnung eines Domes in der Mitte des Lochblechkegels, der über den Flüssigkeitsspiegel hinausragt und selbst keine Lochung aufweist.
Durch die vorteilhafte Anordnung des Gaseinlasses unterhalb des Domes und oberhalb des Flüssigkeits­ spiegels wird dieser dort mit steigendem Gasvordruck abgesenkt, womit eine größere Fläche des Lochblech­ kegels freigelegt wird.
Der Gasvordruck und damit die durchgesetzte Gasmenge werden vorteilhafterweise dem jeweiligen Gasmengen­ anfall durch Regeln der Drehzahl eines Gasförderge­ bläses angepaßt.
Es ist vorteilhaft, den Gasauslaß an der höchsten Stelle und in der Mitte des Auswaschbehälters anzuord­ nen, da auf diese Weise am wenigsten Schaum von den gereinigten Gasen mitgerissen wird.
Durch eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung können vor allem die anfallenden Feststoffe auf ein­ fache Weise entsorgt werden. Da diese sich am Boden des Auswaschbehälters sammeln, können sie von dort durch eine Ablaufleitung auf einfache Weise abgezogen und in einen Sammelbehälter geleitet werden, wo sie sich absetzen. Von dort wird das geklärte Wasser mittels einer Pumpe durch eine Rücklaufleitung zurück in den Auswaschbehälter gefördert, wo es ein Mindestniveau der Flüssigkeit sichert.
Durch eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung erfolgt die Zuführung des Wassers in den Auswaschbe­ hälter so, daß dieses über den Dom gleichmäßig verteilt zum Lochblechkegel strömt und so einen möglichen Gas­ durchbruch verhindert.
Ein zu hohes Ansteigen des Flüssigkeitsniveaus im Aus­ waschbehälter wird durch die vorteilhafte Anordnung einer Überlaufleitung erreicht.
Für eine einfache und schnelle Entsorgung der Fest­ stoffe ist es von Vorteil, daß sämtliche Verbindungs­ leitungen zwischen dem Auswaschbehälter und dem Sammel­ behälter absperrbar und leicht lösbar sind. Auf diese Weise kann der Sammelbehälter leicht ausgetauscht werden, ohne die Gasreinigung zu unterbrechen.
Für Gase, die neben Feststoffen auch von Flüssig­ keitströpfchen wie z. B. Farbtröpfchen oder bestimmten gasförmigen Bestandteilen gereinigt werden sollen, ist es vorteilhaft, die Kontaktdauer und die Kontaktfläche mit dem Schaum zu vergrößern. Hierzu dient ein in Anspruch 11 vorgesehener zusätzlicher Behälter. Um die Menge des stabilen Schaumes zu begrenzen, eignet sich in vorteilhafter Weise ein Schaumzerleger. Dieser kann auf einfache Weise als radiales Laufrad, das elektrisch angetrieben wird, ausgebildet werden, wobei die radialen Schaufeln des Laufrades die Schaumbläschen zerschlagen.
Durch eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung wird eine große Reaktionslänge und Reaktionsdauer des zu reinigenden Gases mit dem Schaum erreicht. Dabei bietet die spiralförmige Anordnung der Durchström­ strecke den Vorteil einer kompakten Bauweise, während die Anordnung des Abluftrohres für schaumfreies, gerei­ nigtes Gas sorgt.
Durch eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist eine genaue Abstimmung der Wirksamkeit des Schaumzer­ legers an die Menge des zu reinigenden Gases und damit an die Schaummenge gegeben.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Behälter­ bodens wird eine wirksame, schnelle Abführung des ver­ flüssigten Schaumes und der Verunreinigungen bewirkt und dadurch deren Beseitigung ermöglicht.
Es ist auch eine Lösung denkbar, bei der der Reini­ gungsvorgang in einem einzigen Behälter vonstatten geht, dessen Bauhöhe gegenüber dem Auswaschbehälter vergrößert ist und an dessen oberen Ende ein Schaumzer­ leger in Gestalt eines Radialläufers angeordnet ist, der zugleich das Gasgebläse ersetzt und das zu reini­ gende Gas durch die Reinigungsvorrichtung hindurch­ saugt.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dar­ gestellt ist.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Gas­ reinigungsanlage ohne Behälter mit Durchströmstrecke.
Fig. 2 einen Detailschnitt durch einen doppelschich­ tigen Lochblechkegel.
Fig. 3 einen Schnitt durch die komplette Gasreini­ gungsanlage.
Die erfindungsgemäße Gasreinigungsanlage besteht nach Fig. 1 aus einem Auswaschbehälter 1, dem eine Gebläse­ strecke 14 vorgeschaltet und ein Abfallsammelbehälter 8 zugeordnet ist. Ein nicht abgebildeter Aufbereitungs­ teil und ein Vorratsbehälter für die Waschflüssigkeit ergänzen die Anlage.
Der im Querschnitt runde Auswaschbehälter 1 weist einen Boden 15 und einen Deckel 7 auf, die nach außen konisch ausgebildet sind. In der unteren Hälfte des Auswaschbe­ hälters 1 befindet sich ein Lochblecheinsatz 2, der aus einem Lochblechkegel 3 und einem Dom 4 besteht.
Der Lochblechkegel 3 besteht aus einem nach oben weisenden, kegelförmigen Blech 16 mit großem Kegel­ winkel, in das zahlreiche Löcher 17 gleichmäßig ver­ teilt eingebracht sind. Für besondere Anwendungsfälle ist es vorteilhaft, den Lochblechkegel 3 gemäß Fig. 2 doppelschichtig auszubilden.
In der Mitte des Lochblechkegels 3 befindet sich der Dom 4, der den Lochblechkegel 3 überragt. Der Dom 4, der aus ungelochtem Blech besteht, weist einen ebenen Abschnitt 18 und einen konischen Abschnitt 19 auf, wo­ bei letzterer mit dem Lochblechkegel 3 verbunden ist.
Eine Gasleitung 20, die durch den Boden 15 des Aus­ waschbehälters 1 geführt ist, mündet kurz unterhalb des ebenen Abschnitts 18 des Domes 4 in einen Gasauslaß 6, der einen die Strömung leitenden Austrittswulst 21 auf­ weist.
In der Gasleitung 20 ist ein Gebläse 12 angeordnet, das von einem frequenzmodulierten Elektromotor 22 über einen Riementrieb 24 mit regelbarer Drehzahl angetrie­ ben wird.
Getrennt vom Auswaschbehälter 1 ist ein Abfallsammel­ behälter 8 angeordnet, der durch eine Ablaufleitung 9, eine Überlaufleitung 10 und eine Zulaufleitung 11 mit dem Auswaschbehälter 1 verbunden ist. Die Ablaufleitung 9 geht vom tiefsten Punkt des Auswaschbehälters 1 aus, wo sich die ausgewaschenen Feststoffe sammeln. Die Überlaufleitung 10 mündet seitlich in den Auswaschbe­ hälter 1 und zwar an der Stelle des vorgesehenen maxi­ malen Flüssigkeitsspiegels.
Die Zulaufleitung 11 endet im flüssigkeitsfreien Teil des Auswaschbehälters kurz oberhalb der Mitte des Domes 4 und auf diesen gerichtet.
In allen drei Leitungen sind Absperrorgane 13 und zwi­ schen diesen und dem Abfallsammelbehälter 8 jeweils schnell lösbare Verbindungen vorgesehen, die in Fig. 1 nicht dargestellt sind. Der Zulaufleitung 11 ist in Strömungsrichtung hinter der Absperrvorrichtung 13 eine Flüssigkeitspumpe 23 angeordnet.
In der Ausführung nach Fig. 3 ist dem Auswaschbehälter 1 ein Behälter 25 nachgeschaltet, wobei die Behälter 1, 25 über eine Verbindungsleitung 28 in Strömungsverbin­ dung stehen. Im Behälter 25 ist eine Durchströmstrecke 29 vorgesehen, die sich vom oberen Ende des Behälters 25 beginnend spiralförmig um ein Abluftrohr 30 windet, das zentral im Behälter 25 angeordnet ist. Das Abluft­ rohr 30 steht mit der Durchströmstrecke 29 und einem Auslaß 27 in Strömungsverbindung.
Am unteren Ende der Durchströmstrecke 29 ist ein Schaumzerleger 31 vorgesehen, der aus einem drehzahlge­ regelten, zweiten Elektromotor 32 und einem von diesem angetriebenen Laufrad 33 mit radialen Schaufeln be­ steht.
Der Boden 34 des Behälters 25 ist als nach unten wei­ sender Kegel gestaltet, der an seiner tiefsten Stelle einen Ablauf 35 mit einer absperrbaren Strömungsverbin­ dung zum Abfallsammelbehälter 8 aufweist.
Die Reinigungsvorrichtung nach Fig. 1 funktioniert fol­ gendermaßen: Das zu reinigende Gas wird von dem Gebläse 12 angesaugt und über die Gasleitung 20 unter den Dom 4 gedrückt, wobei die Drehzahl und damit die Förderhöhe und das Fördervolumen des Gasgebläses 12 über den frequenzmodu­ lierten Elektromotor 12 dem zu reinigenden Gasvolumen angepaßt werden. Das im Auswaschbehälter 1 befindliche tensidhaltige Wasser bildet einen Flüssigkeitsspiegel, der in Abhängigkeit vom Gasdruck unterhalb des Domes 4 mehr oder weniger abgesenkt wird, wodurch der Flüssig­ keitsspiegel außerhalb des Domes 4 entsprechend an­ steigt. Dadurch wird eine mehr oder weniger große An­ zahl Löcher 17 des kegelförmigen Bleches 16 freigelegt, durch die das zu reinigende Gas strömt und dabei Gas­ blasen bildet. Die Gasblasen steigen im Wasser hoch und bilden aufgrund von dessen Tensidgehalt auf dem Flüs­ sigkeitsspiegel Bläschen, die sich zu einem Schaumtep­ pich verdichten. Aufgrund der gasdruckabhängigen Zahl der freigelegten Löcher 17 paßt sich die Zahl der Gas­ bläschen und damit die Menge des Schaumes der zu reini­ genden Gasmenge an.
Der Schaum entsteht im Bereich des Domes 4, strömt nach außen und verschwindet im Umfangsbereich des Auswasch­ behälters 1 wieder im Wasser. Die Menge und Zusammen­ setzung der Tenside ist so abgestimmt, daß die Menge des entstehenden und des vergehenden Schaumes im Gleichgewicht stehen, wobei eine gewisse Verweilzeit des Gases in der Blase sichergestellt sein muß. Auf diese Weise wird erreicht, daß der Schaumteppich nicht zu dick wird und Schaum aus dem Gasauslaß 6 gelangt.
Dabei werden die Feststoffe, aber auch Flüssigkeits­ teilchen und gewisse Gase von den zahlreichen dünnen Schaummembranen absorbiert bzw. gelöst und dadurch aus dem Gas ausgeschieden.
Mit dem Rückbilden des Schaumes gelangen alle Fremdkör­ per ins Wasser. Dort sinken die Festkörper, die schwe­ rer als Wasser sind, auf den Boden 15 des Auswaschbe­ hälters 1, von wo sie über die Ablaufleitung 9 in den Abfallsammelbehälter 8 gelangen und sich dort absetzen.
Der Kreislauf zwischen dem Auswaschbehälter 1 und dem Abfallsammelbehälter 8 wird durch die Flüssigkeitspumpe 23 aufrecht erhalten. Diese saugt geklärtes Wasser aus dem Abfallsammelbehälter 8 an und pumpt es über die Zulaufleitung 11 zurück in den Auswaschbehälter 1. Dort strömt das Wasser von oben auf die Mitte des Domes 4, von wo es sich gleichmäßig auf das kegelförmige Loch­ blech 16 verteilt und so einen möglichen Gasdurchbruch verhindert, der die Schaumbildung unterbinden würde.
Die Maximalhöhe des Flüssigkeitsspiegels wird durch die Überlaufleitung 10 begrenzt, durch die überschüssiges Wasser in den Abfallsammelbehälter 8 strömt.
Aus dem nicht dargestellten Flüssigkeitsvorratsbehälter kann die Umlaufwassermenge ergänzt werden. Das ist wichtig nach Wechseln des Abfallsammelbehälters 8 und beim Reinigen warmer Gase, die Verdunstungsverluste verursachen.
Der Energieaufwand zum Betreiben der Gasreinigungsvor­ richtung ist gering, da der Strömungswiderstand im Wasser und vor allem im Schaum minimal ist und somit die erforderliche Förderhöhe des Gebläses niedrig bleibt.
Trotz des geringen Energieaufwandes ist der Reinigungs­ effekt aufgrund der auf den Wassergehalt bezogenen beträchtlichen Oberfläche der Schaumbläschen groß.
Nach Betätigen der Absperrvorrichtungen 13 und nach Lösen von schnell lösbaren Verbindungen - wobei beide Funktionen in Gestalt von Schnellkupplungen vereinigt werden können - wird der mit Feststoffen gefüllte Abfallsammelbehälter 8 gegen einen neuen ausgetauscht. Diese einzige erforderliche Wartungsarbeit der Gasrei­ nigungsvorrichtung erfolgt ohne Unterbrechung des Reinigungsvorganges.
Bei der Reinigungsvorrichtung nach Fig. 3 wird ein Tensid verwendet, durch das ein stabiler Schaum erzeugt wird. Dieser füllt den gesamten Auswaschbehälter 1 und über die Verbindungsleitung 28 die Durchströmstrecke 29 des Behälters 25. Auf diese Weise wird die Verweilzeit und damit die Zeit für chemische und physikalische Reaktionen der zu reinigenden Gase im Schaum verlängert und die reaktive Oberfläche des Schaums vergrößert. In Verbindung mit unterschiedlichen Schaum- bzw. Abschei­ demitteln können so die verschiedensten Tröpfchen und Gasbestandteile aus dem Gas ausgewaschen werden.
Am Ende der spiralförmigen Durchströmstrecke 29 trifft der kompakte Schaum axial auf das radial beschaufelte Laufrad 33 des Schaumzerlegers 31. Der Schaum wird durch Fliehkraftwirkung radial nach außen geschleudert, wobei die Schaumblasen zerplatzen und das gereinigte Abgas durch den Auslaß 27 ins Freie gelangt. Die Flüs­ sigkeit mit den angesammelten Schadstoffen fließt nach unten auf den Boden 34 und strömt durch den Ablauf 35 in den oder die Abfallsammelbehälter 8, aus dem oder denen sie entsorgt werden kann.

Claims (14)

1. Verfahren zum Reinigen von Gasen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase in Form von Gas­ bläschen durch eine Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser geleitet werden, das Tenside enthält, aufgrund derer sich auf der Flüssigkeitsoberfläche Schaum bildet, in dem die Gase für eine gewisse Zeit eingeschlossen sind, wobei Verunreinigungen des Gases in der Flüssigkeit ausgewaschen und im Schaum absorbiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aufgrund der gewählten Menge und Zusammensetzung der Tenside ein instabiler Schaum entsteht, wobei die Menge des gebildeten Schau­ mes gleich der Menge des sich selbst rückbildenden Schaumes ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aufgrund der gewählten Menge und Zusammensetzung der Tenside ein stabiler Schaum entsteht, dessen Menge durch mechanische oder hydrauli­ sche Mittel begrenzbar ist.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein geschlossener, vorzugs­ weise zylindrischer Auswaschbehälter (1), der bis zu einer bestimmten Flüssigkeitshöhe mit tensidhaltigem Wasser gefüllt ist, einen Gaseinlaß (5), einen Gasaus­ laß (6) und einen Lochblecheinsatz (2) aufweist, wobei der Lochblecheinsatz (2) teilweise unterhalb des Flüs­ sigkeitsspiegels, der Gaseinlaß (5) unterhalb des Loch­ blecheinsatzes (2) und der Gasauslaß (6) im oberen Bereich des flüssigkeitsfreien Teils des Auswaschbe­ hälters (1) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lochblecheinsatz (2) einen mindestens einschichtig ausgeführten, flachen, nach oben weisenden Lochblechkegel (3) aufweist, in dessen Mitte ein diesen überragenden Dom (4) aus nicht gelochtem Blech angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lochblechkegel (3) unterhalb des Flüssigkeitsspiegels, der Dom (4) teil­ weise jedoch oberhalb des Flüssigkeitsspiegels angeord­ net sind, wobei der Gaseinlaß (5) sich unterhalb des Domes (4) vorzugsweise in der Achse des Auswaschbe­ hälters (1) und oberhalb des Flüssigkeitsspiegels befindet, während der Gasauslaß (6) vorzugsweise in der Mitte eines Deckels (7) des Auswaschbehälters (1) ange­ ordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Auswaschbe­ hälter (1) und einem Abfallsammelbehälter (8) eine Ab­ laufleitung (9), eine Überlaufleitung (10) und eine Zu­ laufleitung (11) vorgesehen sind, wobei die Ablauflei­ tung (9) an der tiefsten Stelle des Auswaschbehälters (1), die Überlaufleitung (10) seitlich in Höhe des maximal vorgesehenen Flüssigkeitsspiegels und die Zu­ laufleitung (11) auf den Dom (4) spritzend angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zulaufleitung (11) nach unten auf die Mitte des Domes (4) spritzend angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ablaufleitung (9), der Überlaufleitung (10) und der Zulaufleitung (11) Absperrvorrichtungen (13) und zwischen diesen und dem Sammelbehälter (8) schnell lösbare Verbindungen vorge­ sehen sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Förderung des Gases ein Gebläse (12) vorgesehen ist, dessen Drehzahl durch mechanische, hydraulische oder elektrische Mittel regelbar ist.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zur Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 10 ein mit dem Gasauslaß (5) des Auswaschbehälters (1) in Strömungsverbindung stehender Behälter (25) vorgesehen ist, der eine Durch­ strömstrecke (29) und einen Schaumzerleger (31) auf­ weist.
12. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchströmstrecke (29) von einem Einlaß (26) im oberen Bereich des Behälters (25) beginnend in Spiralen um ein in der Längsachse des Behälters (25) vorgesehenes Abluftrohr (30) angeordnet ist, wobei das Abluftrohr (30) an seinem unteren Ende in Strömungsverbindung mit der Durchströmstrecke (29), an seinem oberen Ende jedoch in Strömungsverbindung mit dem Auslaß (27) steht.
13. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaumzerleger (31), der am unteren Ende der Durchströmstrecke (29) angeord­ net ist, einen drehzahlgeregelten zweiten Elektromotor (32) mit einem radial beschaufelten Laufrad (33) auf­ weist.
14. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (25) einen nach außen kegelförmigen Boden (34) aufweist, dessen tiefste Stelle in Strömungsverbindung mit dem Abfall­ sammelbehälter (8) steht.
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