DE4028984A1 - Verfahren und vorrichtung zum reinigen von gasen - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrich
tung zum Reinigen von Gasen nach dem Naßwaschverfahren,
mit dem Stäube, Flugasche oder sonstige feste Partikel,
aber auch flüssige Stoffe wie Ärosole und gasförmige
Stoffe wie Schwefeldioxid aus gasförmigen Medien voll
ständig und in einer wiederverwendbaren oder deponier
fähigen Form abgeschieden werden.
Üblicherweise werden für die Staubabscheidung u. a.
Elektrofilter, Zyklonabscheider oder Gewebefilter ver
wendet. Während Elektrofilter einen hohen Energiebedarf
besitzen und Zyklonfilter bei Wirkungsgraden um 70 bis
90% je nach Staubart und Korngrößen keine vollständige
Staubabscheidung gewährleisten, haben die Gewebefilter
den Nachteil der begrenzten Standzeit, wobei mit zuneh
mender Staubkonzentration im Filter der Druckverlust
ansteigt und die Filterelemente gereinigt bzw. ausge
wechselt werden müssen. Dies ist in der Regel mit einer
Unterbrechung des Betriebs und entsprechenden Wartungs
kosten verbunden.
Flüssige und gasförmige Bestandteile von Gasen werden
üblicherweise in Wäschern ausgeschieden, die nach dem
Prinzip der Erzeugung kleiner Flüssigkeitströpfchen
arbeiten und die das zu reinigende Gas zumeist im
Gegenstrom auswaschen. Nachteilig ist dabei u. a. der
große Raumbedarf solcher Anlagen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einer kom
pakten Anlage Gase mit geringem Energieaufwand und bei
kontinuierlichem, wartungsarmen Betrieb möglichst voll
ständig zu reinigen.
Die Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merk
male der Ansprüche 1, 4 und 11. Die Erfindung nutzt das
Prinzip der physikalischen Absorption bzw. Dispersion
von Feststoffen, Tröpfchen und Gasen in geeigneten
Lösungsmitteln. Dabei wird als Lösungsmittel vorzugs
weise ein Schaum aus tensidhaltigem Wasser verwendet.
Je nach den chemisch-physikalischen Eigenschaften der
abzuscheidenden Stoffe kommen auch andere Lösungsmittel
und Schaumerzeuger in Frage.
Die auf den Flüssigkeitsgehalt bezogen große Oberfläche
des Schaumes mit seinen vielen Flüssigkeitsmembranen
ermöglicht einen intensiven Kontakt zwischen durchströ
menden Feststoffen, Tröpfchen und Schadgasen mit der
Flüssigkeit, wodurch deren Bindung an dieselbe erfolgt.
Auf diese Weise werden auch feinste Staubteilchen und
Tröpfchen bzw. Gasspuren sicher abgeschieden. Der
geringe Strömungswiderstand, den die Gase beim Durch
strömen des Wassers und des Schaumes erfahren, hat
einen geringen Energieaufwand für die Gasreinigung zur
Folge. Die vorteilhafte laufende Neubildung des Schau
mes durch das zu reinigende Gas selbst bewirkt eine
fortlaufende Regeneration des "Filters", während die
entsprechende Rückbildung des Schaumes zu einer vor
teilhaften Einbringung der Feststoffe in das Wasserbad
führt, aus dem diese problemlos und unaufwendig ent
sorgt werden können. Dadurch bleibt das Reinigungsver
fahren lange und konstant wirksam, ohne daß nennens
werte Wartungsarbeiten anfallen.
Die Rückbildung des Schaumes geschieht bei instabilen
Schäumen von selbst und wird bei stabilen Schäumen
durch mechanische Mittel, z. B. ein Schaufelrad, oder
durch hydraulische Mittel, z. B. Flüssigkeitsstrahlen
bewirkt. Die Stabilität des Schaumes wird u. a. durch
Menge und Art des Tensides gesteuert.
Die Erzeugung der Gasbläschen und des Schaumes sowie
die Selbstregelung der Schaummenge wird durch eine
Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 4 verwirk
licht. Die Löcher im Lochblecheinsatz bewirken auf ein
fache Weise die Entstehung und die gleichmäßige Größe
und Verteilung der Gasbläschen, wobei die Größe der
wirksamen Fläche des Lochblechkegels und damit die
Menge des entstehenden Schaumes vom Gasdurchsatz durch
die Reinigungsvorrichtung abhängen. Mit steigendem Gas
durchsatz wird der Flüssigkeitsspiegel unterhalb des
Lochblechkegels abgesenkt und damit ein größerer Teil
des Lochblechkegels mit entsprechend größerer Zahl von
Bohrungen freigelegt. Voraussetzung dafür ist die An
ordnung eines Domes in der Mitte des Lochblechkegels,
der über den Flüssigkeitsspiegel hinausragt und selbst
keine Lochung aufweist.
Durch die vorteilhafte Anordnung des Gaseinlasses
unterhalb des Domes und oberhalb des Flüssigkeits
spiegels wird dieser dort mit steigendem Gasvordruck
abgesenkt, womit eine größere Fläche des Lochblech
kegels freigelegt wird.
Der Gasvordruck und damit die durchgesetzte Gasmenge
werden vorteilhafterweise dem jeweiligen Gasmengen
anfall durch Regeln der Drehzahl eines Gasförderge
bläses angepaßt.
Es ist vorteilhaft, den Gasauslaß an der höchsten
Stelle und in der Mitte des Auswaschbehälters anzuord
nen, da auf diese Weise am wenigsten Schaum von den
gereinigten Gasen mitgerissen wird.
Durch eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung
können vor allem die anfallenden Feststoffe auf ein
fache Weise entsorgt werden. Da diese sich am Boden des
Auswaschbehälters sammeln, können sie von dort durch
eine Ablaufleitung auf einfache Weise abgezogen und in
einen Sammelbehälter geleitet werden, wo sie sich
absetzen. Von dort wird das geklärte Wasser mittels
einer Pumpe durch eine Rücklaufleitung zurück in den
Auswaschbehälter gefördert, wo es ein Mindestniveau der
Flüssigkeit sichert.
Durch eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung
erfolgt die Zuführung des Wassers in den Auswaschbe
hälter so, daß dieses über den Dom gleichmäßig verteilt
zum Lochblechkegel strömt und so einen möglichen Gas
durchbruch verhindert.
Ein zu hohes Ansteigen des Flüssigkeitsniveaus im Aus
waschbehälter wird durch die vorteilhafte Anordnung
einer Überlaufleitung erreicht.
Für eine einfache und schnelle Entsorgung der Fest
stoffe ist es von Vorteil, daß sämtliche Verbindungs
leitungen zwischen dem Auswaschbehälter und dem Sammel
behälter absperrbar und leicht lösbar sind. Auf diese
Weise kann der Sammelbehälter leicht ausgetauscht
werden, ohne die Gasreinigung zu unterbrechen.
Für Gase, die neben Feststoffen auch von Flüssig
keitströpfchen wie z. B. Farbtröpfchen oder bestimmten
gasförmigen Bestandteilen gereinigt werden sollen, ist
es vorteilhaft, die Kontaktdauer und die Kontaktfläche
mit dem Schaum zu vergrößern. Hierzu dient ein in
Anspruch 11 vorgesehener zusätzlicher Behälter. Um die
Menge des stabilen Schaumes zu begrenzen, eignet sich
in vorteilhafter Weise ein Schaumzerleger. Dieser kann
auf einfache Weise als radiales Laufrad, das elektrisch
angetrieben wird, ausgebildet werden, wobei die
radialen Schaufeln des Laufrades die Schaumbläschen
zerschlagen.
Durch eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung
wird eine große Reaktionslänge und Reaktionsdauer des
zu reinigenden Gases mit dem Schaum erreicht. Dabei
bietet die spiralförmige Anordnung der Durchström
strecke den Vorteil einer kompakten Bauweise, während
die Anordnung des Abluftrohres für schaumfreies, gerei
nigtes Gas sorgt.
Durch eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist
eine genaue Abstimmung der Wirksamkeit des Schaumzer
legers an die Menge des zu reinigenden Gases und damit
an die Schaummenge gegeben.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Behälter
bodens wird eine wirksame, schnelle Abführung des ver
flüssigten Schaumes und der Verunreinigungen bewirkt
und dadurch deren Beseitigung ermöglicht.
Es ist auch eine Lösung denkbar, bei der der Reini
gungsvorgang in einem einzigen Behälter vonstatten
geht, dessen Bauhöhe gegenüber dem Auswaschbehälter
vergrößert ist und an dessen oberen Ende ein Schaumzer
leger in Gestalt eines Radialläufers angeordnet ist,
der zugleich das Gasgebläse ersetzt und das zu reini
gende Gas durch die Reinigungsvorrichtung hindurch
saugt.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
folgenden Beschreibung und der Zeichnung, in der ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dar
gestellt ist.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Gas
reinigungsanlage ohne Behälter mit Durchströmstrecke.
Fig. 2 einen Detailschnitt durch einen doppelschich
tigen Lochblechkegel.
Fig. 3 einen Schnitt durch die komplette Gasreini
gungsanlage.
Die erfindungsgemäße Gasreinigungsanlage besteht nach
Fig. 1 aus einem Auswaschbehälter 1, dem eine Gebläse
strecke 14 vorgeschaltet und ein Abfallsammelbehälter 8
zugeordnet ist. Ein nicht abgebildeter Aufbereitungs
teil und ein Vorratsbehälter für die Waschflüssigkeit
ergänzen die Anlage.
Der im Querschnitt runde Auswaschbehälter 1 weist einen
Boden 15 und einen Deckel 7 auf, die nach außen konisch
ausgebildet sind. In der unteren Hälfte des Auswaschbe
hälters 1 befindet sich ein Lochblecheinsatz 2, der aus
einem Lochblechkegel 3 und einem Dom 4 besteht.
Der Lochblechkegel 3 besteht aus einem nach oben
weisenden, kegelförmigen Blech 16 mit großem Kegel
winkel, in das zahlreiche Löcher 17 gleichmäßig ver
teilt eingebracht sind. Für besondere Anwendungsfälle
ist es vorteilhaft, den Lochblechkegel 3 gemäß Fig. 2
doppelschichtig auszubilden.
In der Mitte des Lochblechkegels 3 befindet sich der
Dom 4, der den Lochblechkegel 3 überragt. Der Dom 4,
der aus ungelochtem Blech besteht, weist einen ebenen
Abschnitt 18 und einen konischen Abschnitt 19 auf, wo
bei letzterer mit dem Lochblechkegel 3 verbunden ist.
Eine Gasleitung 20, die durch den Boden 15 des Aus
waschbehälters 1 geführt ist, mündet kurz unterhalb des
ebenen Abschnitts 18 des Domes 4 in einen Gasauslaß 6,
der einen die Strömung leitenden Austrittswulst 21 auf
weist.
In der Gasleitung 20 ist ein Gebläse 12 angeordnet, das
von einem frequenzmodulierten Elektromotor 22 über
einen Riementrieb 24 mit regelbarer Drehzahl angetrie
ben wird.
Getrennt vom Auswaschbehälter 1 ist ein Abfallsammel
behälter 8 angeordnet, der durch eine Ablaufleitung 9,
eine Überlaufleitung 10 und eine Zulaufleitung 11 mit
dem Auswaschbehälter 1 verbunden ist. Die Ablaufleitung
9 geht vom tiefsten Punkt des Auswaschbehälters 1 aus,
wo sich die ausgewaschenen Feststoffe sammeln. Die
Überlaufleitung 10 mündet seitlich in den Auswaschbe
hälter 1 und zwar an der Stelle des vorgesehenen maxi
malen Flüssigkeitsspiegels.
Die Zulaufleitung 11 endet im flüssigkeitsfreien Teil
des Auswaschbehälters kurz oberhalb der Mitte des Domes
4 und auf diesen gerichtet.
In allen drei Leitungen sind Absperrorgane 13 und zwi
schen diesen und dem Abfallsammelbehälter 8 jeweils
schnell lösbare Verbindungen vorgesehen, die in Fig. 1
nicht dargestellt sind. Der Zulaufleitung 11 ist in
Strömungsrichtung hinter der Absperrvorrichtung 13 eine
Flüssigkeitspumpe 23 angeordnet.
In der Ausführung nach Fig. 3 ist dem Auswaschbehälter
1 ein Behälter 25 nachgeschaltet, wobei die Behälter 1,
25 über eine Verbindungsleitung 28 in Strömungsverbin
dung stehen. Im Behälter 25 ist eine Durchströmstrecke
29 vorgesehen, die sich vom oberen Ende des Behälters
25 beginnend spiralförmig um ein Abluftrohr 30 windet,
das zentral im Behälter 25 angeordnet ist. Das Abluft
rohr 30 steht mit der Durchströmstrecke 29 und einem
Auslaß 27 in Strömungsverbindung.
Am unteren Ende der Durchströmstrecke 29 ist ein
Schaumzerleger 31 vorgesehen, der aus einem drehzahlge
regelten, zweiten Elektromotor 32 und einem von diesem
angetriebenen Laufrad 33 mit radialen Schaufeln be
steht.
Der Boden 34 des Behälters 25 ist als nach unten wei
sender Kegel gestaltet, der an seiner tiefsten Stelle
einen Ablauf 35 mit einer absperrbaren Strömungsverbin
dung zum Abfallsammelbehälter 8 aufweist.
Die Reinigungsvorrichtung nach Fig. 1 funktioniert fol
gendermaßen:
Das zu reinigende Gas wird von dem Gebläse 12 angesaugt
und über die Gasleitung 20 unter den Dom 4 gedrückt,
wobei die Drehzahl und damit die Förderhöhe und das
Fördervolumen des Gasgebläses 12 über den frequenzmodu
lierten Elektromotor 12 dem zu reinigenden Gasvolumen
angepaßt werden. Das im Auswaschbehälter 1 befindliche
tensidhaltige Wasser bildet einen Flüssigkeitsspiegel,
der in Abhängigkeit vom Gasdruck unterhalb des Domes 4
mehr oder weniger abgesenkt wird, wodurch der Flüssig
keitsspiegel außerhalb des Domes 4 entsprechend an
steigt. Dadurch wird eine mehr oder weniger große An
zahl Löcher 17 des kegelförmigen Bleches 16 freigelegt,
durch die das zu reinigende Gas strömt und dabei Gas
blasen bildet. Die Gasblasen steigen im Wasser hoch und
bilden aufgrund von dessen Tensidgehalt auf dem Flüs
sigkeitsspiegel Bläschen, die sich zu einem Schaumtep
pich verdichten. Aufgrund der gasdruckabhängigen Zahl
der freigelegten Löcher 17 paßt sich die Zahl der Gas
bläschen und damit die Menge des Schaumes der zu reini
genden Gasmenge an.
Der Schaum entsteht im Bereich des Domes 4, strömt nach
außen und verschwindet im Umfangsbereich des Auswasch
behälters 1 wieder im Wasser. Die Menge und Zusammen
setzung der Tenside ist so abgestimmt, daß die Menge
des entstehenden und des vergehenden Schaumes im
Gleichgewicht stehen, wobei eine gewisse Verweilzeit
des Gases in der Blase sichergestellt sein muß. Auf
diese Weise wird erreicht, daß der Schaumteppich nicht
zu dick wird und Schaum aus dem Gasauslaß 6 gelangt.
Dabei werden die Feststoffe, aber auch Flüssigkeits
teilchen und gewisse Gase von den zahlreichen dünnen
Schaummembranen absorbiert bzw. gelöst und dadurch aus
dem Gas ausgeschieden.
Mit dem Rückbilden des Schaumes gelangen alle Fremdkör
per ins Wasser. Dort sinken die Festkörper, die schwe
rer als Wasser sind, auf den Boden 15 des Auswaschbe
hälters 1, von wo sie über die Ablaufleitung 9 in den
Abfallsammelbehälter 8 gelangen und sich dort absetzen.
Der Kreislauf zwischen dem Auswaschbehälter 1 und dem
Abfallsammelbehälter 8 wird durch die Flüssigkeitspumpe
23 aufrecht erhalten. Diese saugt geklärtes Wasser aus
dem Abfallsammelbehälter 8 an und pumpt es über die
Zulaufleitung 11 zurück in den Auswaschbehälter 1. Dort
strömt das Wasser von oben auf die Mitte des Domes 4,
von wo es sich gleichmäßig auf das kegelförmige Loch
blech 16 verteilt und so einen möglichen Gasdurchbruch
verhindert, der die Schaumbildung unterbinden würde.
Die Maximalhöhe des Flüssigkeitsspiegels wird durch die
Überlaufleitung 10 begrenzt, durch die überschüssiges
Wasser in den Abfallsammelbehälter 8 strömt.
Aus dem nicht dargestellten Flüssigkeitsvorratsbehälter
kann die Umlaufwassermenge ergänzt werden. Das ist
wichtig nach Wechseln des Abfallsammelbehälters 8 und
beim Reinigen warmer Gase, die Verdunstungsverluste
verursachen.
Der Energieaufwand zum Betreiben der Gasreinigungsvor
richtung ist gering, da der Strömungswiderstand im
Wasser und vor allem im Schaum minimal ist und somit
die erforderliche Förderhöhe des Gebläses niedrig
bleibt.
Trotz des geringen Energieaufwandes ist der Reinigungs
effekt aufgrund der auf den Wassergehalt bezogenen
beträchtlichen Oberfläche der Schaumbläschen groß.
Nach Betätigen der Absperrvorrichtungen 13 und nach
Lösen von schnell lösbaren Verbindungen - wobei beide
Funktionen in Gestalt von Schnellkupplungen vereinigt
werden können - wird der mit Feststoffen gefüllte
Abfallsammelbehälter 8 gegen einen neuen ausgetauscht.
Diese einzige erforderliche Wartungsarbeit der Gasrei
nigungsvorrichtung erfolgt ohne Unterbrechung des
Reinigungsvorganges.
Bei der Reinigungsvorrichtung nach Fig. 3 wird ein
Tensid verwendet, durch das ein stabiler Schaum erzeugt
wird. Dieser füllt den gesamten Auswaschbehälter 1 und
über die Verbindungsleitung 28 die Durchströmstrecke 29
des Behälters 25. Auf diese Weise wird die Verweilzeit
und damit die Zeit für chemische und physikalische
Reaktionen der zu reinigenden Gase im Schaum verlängert
und die reaktive Oberfläche des Schaums vergrößert. In
Verbindung mit unterschiedlichen Schaum- bzw. Abschei
demitteln können so die verschiedensten Tröpfchen und
Gasbestandteile aus dem Gas ausgewaschen werden.
Am Ende der spiralförmigen Durchströmstrecke 29 trifft
der kompakte Schaum axial auf das radial beschaufelte
Laufrad 33 des Schaumzerlegers 31. Der Schaum wird
durch Fliehkraftwirkung radial nach außen geschleudert,
wobei die Schaumblasen zerplatzen und das gereinigte
Abgas durch den Auslaß 27 ins Freie gelangt. Die Flüs
sigkeit mit den angesammelten Schadstoffen fließt nach
unten auf den Boden 34 und strömt durch den Ablauf 35
in den oder die Abfallsammelbehälter 8, aus dem oder
denen sie entsorgt werden kann.
Claims (14)
1. Verfahren zum Reinigen von Gasen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gase in Form von Gas
bläschen durch eine Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser
geleitet werden, das Tenside enthält, aufgrund derer
sich auf der Flüssigkeitsoberfläche Schaum bildet, in
dem die Gase für eine gewisse Zeit eingeschlossen sind,
wobei Verunreinigungen des Gases in der Flüssigkeit
ausgewaschen und im Schaum absorbiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß aufgrund der gewählten
Menge und Zusammensetzung der Tenside ein instabiler
Schaum entsteht, wobei die Menge des gebildeten Schau
mes gleich der Menge des sich selbst rückbildenden
Schaumes ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß aufgrund der gewählten Menge
und Zusammensetzung der Tenside ein stabiler Schaum
entsteht, dessen Menge durch mechanische oder hydrauli
sche Mittel begrenzbar ist.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ein geschlossener, vorzugs
weise zylindrischer Auswaschbehälter (1), der bis zu
einer bestimmten Flüssigkeitshöhe mit tensidhaltigem
Wasser gefüllt ist, einen Gaseinlaß (5), einen Gasaus
laß (6) und einen Lochblecheinsatz (2) aufweist, wobei
der Lochblecheinsatz (2) teilweise unterhalb des Flüs
sigkeitsspiegels, der Gaseinlaß (5) unterhalb des Loch
blecheinsatzes (2) und der Gasauslaß (6) im oberen
Bereich des flüssigkeitsfreien Teils des Auswaschbe
hälters (1) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lochblecheinsatz (2)
einen mindestens einschichtig ausgeführten, flachen,
nach oben weisenden Lochblechkegel (3) aufweist, in
dessen Mitte ein diesen überragenden Dom (4) aus nicht
gelochtem Blech angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lochblechkegel (3)
unterhalb des Flüssigkeitsspiegels, der Dom (4) teil
weise jedoch oberhalb des Flüssigkeitsspiegels angeord
net sind, wobei der Gaseinlaß (5) sich unterhalb des
Domes (4) vorzugsweise in der Achse des Auswaschbe
hälters (1) und oberhalb des Flüssigkeitsspiegels
befindet, während der Gasauslaß (6) vorzugsweise in der
Mitte eines Deckels (7) des Auswaschbehälters (1) ange
ordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Auswaschbe
hälter (1) und einem Abfallsammelbehälter (8) eine Ab
laufleitung (9), eine Überlaufleitung (10) und eine Zu
laufleitung (11) vorgesehen sind, wobei die Ablauflei
tung (9) an der tiefsten Stelle des Auswaschbehälters
(1), die Überlaufleitung (10) seitlich in Höhe des
maximal vorgesehenen Flüssigkeitsspiegels und die Zu
laufleitung (11) auf den Dom (4) spritzend angeordnet
sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zulaufleitung (11) nach
unten auf die Mitte des Domes (4) spritzend angeordnet
ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Ablaufleitung (9),
der Überlaufleitung (10) und der Zulaufleitung (11)
Absperrvorrichtungen (13) und zwischen diesen und dem
Sammelbehälter (8) schnell lösbare Verbindungen vorge
sehen sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Förderung des Gases ein
Gebläse (12) vorgesehen ist, dessen Drehzahl durch
mechanische, hydraulische oder elektrische Mittel
regelbar ist.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zur Vorrichtung
nach den Ansprüchen 4 bis 10 ein mit dem Gasauslaß (5)
des Auswaschbehälters (1) in Strömungsverbindung
stehender Behälter (25) vorgesehen ist, der eine Durch
strömstrecke (29) und einen Schaumzerleger (31) auf
weist.
12. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Durchströmstrecke (29)
von einem Einlaß (26) im oberen Bereich des Behälters
(25) beginnend in Spiralen um ein in der Längsachse des
Behälters (25) vorgesehenes Abluftrohr (30) angeordnet
ist, wobei das Abluftrohr (30) an seinem unteren Ende
in Strömungsverbindung mit der Durchströmstrecke (29),
an seinem oberen Ende jedoch in Strömungsverbindung mit
dem Auslaß (27) steht.
13. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schaumzerleger (31),
der am unteren Ende der Durchströmstrecke (29) angeord
net ist, einen drehzahlgeregelten zweiten Elektromotor
(32) mit einem radial beschaufelten Laufrad (33) auf
weist.
14. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (25) einen
nach außen kegelförmigen Boden (34) aufweist, dessen
tiefste Stelle in Strömungsverbindung mit dem Abfall
sammelbehälter (8) steht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904028984 DE4028984A1 (de) | 1990-09-13 | 1990-09-13 | Verfahren und vorrichtung zum reinigen von gasen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904028984 DE4028984A1 (de) | 1990-09-13 | 1990-09-13 | Verfahren und vorrichtung zum reinigen von gasen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4028984A1 true DE4028984A1 (de) | 1992-03-19 |
Family
ID=6414131
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904028984 Withdrawn DE4028984A1 (de) | 1990-09-13 | 1990-09-13 | Verfahren und vorrichtung zum reinigen von gasen |
Country Status (1)
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