DE4026073A1 - Schnittstelle - Google Patents
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04B10/00—Transmission systems employing electromagnetic waves other than radio-waves, e.g. infrared, visible or ultraviolet light, or employing corpuscular radiation, e.g. quantum communication
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schnittstelle nach dem Oberbe
griff des Patentanspruchs 1.
Datenverarbeitungsanlagen, insbesondere Großrechner, sind
im allgemeinen in klimatisierten Räumen ortsfest instal
liert und über Übertragungsleitungen im allgemeinen mit
mehreren Datenendgeräten, z. B. mehreren Terminals (Ta
statur und Sichtgerät) und/oder Druckern und/oder Multi
plexern, lösbar verbunden. Dabei können die Datenendgeräte
in verschiedenen Räumen, z. B. Büroräumen, angeordnet
sein. Es ist derzeit üblich, zu jedem Raum eine Datenüber
tragungsleitung, z. B. eine verdrillte Mehrdrahtleitung
zur seriellen Datenübertragung, ortsfest
zu legen. In dem Raum befindet sich ein ortsfest instal
liertes erstes Bauelement, vorzugsweise eine Daten-Steck
dose, an das eine zu dem Datenendgerät führende flexible
Übertragungsleitung, z. B. ebenfalls eine verdrillte
Mehrdrahtleitung, anschließbar ist, z. B. mit Hilfe eines
in die Daten-Steckdose passenden Steckers. An dem Date
nendgerät ist ein zweites Bauelement, z. B. ebenfalls eine
Daten-Steckdose vorhanden, an welche die flexible Übertra
gungsleitung lösbar anschließbar ist, z. B. ebenfalls mit
Hilfe eines Steckers.
Ein Nachteil der beschriebenen Anordnung besteht darin,
daß es vielfach nicht möglich ist, das Datenendgerät in
unmittelbarer Nähe des ortsfesten ersten Bauelements (Da
ten-Steckdose) aufzustellen, so daß eine längere (z. B. bis
zu 15 m) flexible Übertragungsleitung im allgemeinen auf
den Fußboden verlegt werden muß. Zur Vermeidung von Unfäl
len muß diese Übertragungsleitung z. B. mit Hilfe speziell
geformter Kunststoffleisten abgedeckt werden. Selbst bei
diesen ist eine Stolpergefahr vorhanden und außerdem be
hindern diese das Verschieben von rollbaren Gegenständen,
z. B. einem Aktenwagen, und das Reinigen der Fußböden.
Zur Beseitigung dieses Nachteils ist es naheliegend, in
dem Raum oder den Räumen nachträglich oder gleich von An
fang an mehrere Daten-Steckdosen zu installieren. Dieses
ist aber nachteiligerweise sehr kostenaufwendig und daher
unwirtschaftlich, da zu jeder Daten-Steckdose eine umfang
reiche Peripherie, z. B. Multiplexer und/oder Zwischenver
stärker und/oder Zwischen- und/oder Verteilerrechner, ge
hört. Eine einfache Ringleitung, wie z. B. bei dem 220 V,
50 Hz-Netz, ist nicht möglich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gat
tungsgemäße Schnittstelle anzugeben, die insbesondere in
großen Räumen eine ortsunabhängige und betriebssichere
Aufstellung der Datenendgeräte ermöglicht und die kosten
günstig herstellbar ist.
Die Erfindung ist im kennzeichnenden Teil des Pa
tentanspruchs 1 beschrieben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und/oder Weiterbildungen sind
den Unteransprüchen entnehmbar.
Ein erster Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die
Datenübertragung zwischen Transceivern, das sind Sende-
und Empfangsanordnungen, kabellos erfolgt. Dadurch ist es
z. B. in großen Büro- oder Fabrikräumen möglich, die
Datenendgeräte an nahezu jedem beliebigen Ort aufzustel
len, ohne daß die eingangs erwähnten Nachteile auftreten.
Ein zweiter Vorteil besteht darin, daß keine Störungen
auftreten können, die auf Induktionseinflüssen und/oder
Gleichspannungspotentialunterschieden in der Übertragungs
leitung beruhen. Diese Störungen können insbesondere in
Fabrikhallen auftreten, in denen Elektrogeräte hoher Lei
stung installiert sind.
Ein dritter Vorteil besteht darin, daß auch eine räumlich
gerichtete Datenübertragung möglich ist, so daß ein unbe
fugter Datenzugriff und mögliche Störungen durch gleich
zeitig betriebene Datenendgeräte vermieden werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungs
beispiels anhand einer schematischen Zeichnung näher er
klärt.
Die Figur zeigt einen Raum 1, z. B. ein Großraumbüro oder
eine Fabrikhalle, in dem sich ein Tisch 2 mit einem darauf
abgestellten Datenendgerät 3 befindet. Dieses ist in die
sem Beispiel ein sogenanntes Terminal, bestehend aus einer
Tastatur und einem Daten-Sichtgerät. Das Datenendgerät 3
ist lediglich an das Stromnetz, z. B. 220 V, 50 Hz, ange
schlossen, welches in einfacher Weise nahezu überall ver
fügbar ist. Es ist aber auch möglich, von dem Netz unab
hängige, batteriebetriebene Datenendgeräte zu verwenden,
z. B. sogenannte Labtops. An der Decke 4 des Raumes 1 be
findet sich das erste Bauelement 5, das als Transceiver
für elektromagnetische Wellen ausgebildet und das ortsfest
installiert ist. Dieses erste Bauelement 5 ist über eine
nicht dargestellte ortsfest verlegte Datenübertragungslei
tung mit einer Datenverarbeitungsanlage verbunden. Ein
solcher Transceiver enthält zumindest Sende- und Empfangs
einrichtungen für die elektromagnetischen Wellen. Auf dem
Datenendgerät 3 befindet sich ein zweites Bauelement 6,
das ebenfalls als Transceiver für elektromagnetische Wel
len ausgebildet ist und das elektrisch an das Datenendge
rät gekoppelt ist. Über die zwischen den Bauelementen 5, 6
vorhandene Luftstrecke ist dann eine Datenübertragung mög
lich, z. B. im sogenannten Duplex-Modus, was durch den
Doppelpfeil 7 angedeutet ist. Die erwähnten Transceiver
sind auf vielfältige Art und Weise an die räumlichen Gege
benheiten anpaßbar. So können diese z. B mit Licht im In
frarotbereich arbeiten. Derartige optische Transceiver,
die z. B. als wesentliche Sende- und Empfangselemente
einen Halbleiterlaser bzw. eine Fotodiode enthalten, haben
möglicherweise den Nachteil, daß durch die umgebende Raum
luft eine Verschmutzung der optischen Ein- und Austritts
flächen eintritt, so daß Störungen auftreten können. Die
ser Nachteil kann dadurch beseitigt werden, daß Transcei
ver für elektromagnetische Wellen z. B. im mm-Wellen- oder
cm-Wellenbereich verwendet werden. In allen Fällen ist
eine räumlich ungerichtete Übertragung möglich, das heißt,
es werden Reflexionen an Wänden und/oder Gegenständen zu
gelassen. Diese Übertragungsart hat den Vorteil, daß eine
nahezu beliebige Aufstellung des Datenendgerätes 3 möglich
ist. In den genannten Wellenbereichen ist jedoch auch auf
einfache Art und Weise, z. B. mit Hilfe kleiner Parabol
spiegel, eine räumlich gerichtete Datenübertragung mög
lich. Diese Übertragungsart ist z. B. dann erforderlich,
wenn ein unberechtigtes Abhören oder Störungen durch be
nachbarte Übertragungsstrecken vermieden werden sollen.
Die Datenübertragung zwischen den Transceivern kann in be
kannter Weise erfolgen, z. B. in einem Wellenlängen- oder
Zeitmultiplexverfahren. Weiterhin können an der Decke
und/oder den Wänden des Raumes 1 mehrere Transceiver ange
bracht sein, welche an eine ortsfeste Datenverarbeitungs
anlage angeschlossen sind. Auf diese Weise ist ein viel
fältiges Multiplexverfahren zur Datenübertragung mit
vielen beweglichen Datenendgeräten 3 möglich, ohne daß be
wegliche Übertragungskabel erforderlich sind. Bei derzeit
üblichen Datenendgeräten erfolgt z. B. eine serielle Da
tenübertragung z. B. mit einer Daten-Übertragungsgeschwin
digkeit von 9600 Bit/s. Dieses entspricht einer Grundfre
quenz von 9,6 kHz. Für solche Frequenzen sind in den ange
gebenen Wellenlängenbereichen geeignete Modulatoren sowie
Demodulatoren konstengünstig herstellbar.
Derartige Transceiver können auch als Kommunikations-
Strahler bezeichnet werden, wofür auch die englische Be
zeichnung "Comspot" geeignet ist.
Claims (10)
1. Schnittstelle zum Koppeln eines beweglichen Datenend
gerätes an eine ortsfeste Datenverarbeitungsanlage, beste
hend aus
- - einem ortsfest installierten ersten Bauelement, das über eine ortsfest installierte Übertragungsleitung mit der Da tenverarbeitungsanlage verbunden ist,
- - einem zweiten Bauelement, das räumlich und elektrisch mit dem Datenendgerät verbunden ist, und
- - einer beweglichen Übertragungsleitung, durch die eine lösbare Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Bauelement herstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das erste und das zweite Bauelement (5, 6) als Tran sceiver für elektromagnetische Wellen ausgebildet sind und
- - daß die Übertragungsleitung aus einer Luftstrecke be steht.
2. Schnittstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transceiver zum Senden und Empfangen optischer
Wellen ausgebildet sind.
3. Schnittstelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die optischen Wellen im Bereich der Infrarotwellen
liegen.
4. Schnittstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transceiver zum Senden und Empfangen nicht op
tischer Wellen ausgebildet sind.
5. Schnittstelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die nicht optischen Wellen im Bereich der Millimeter-
bis Zentimeterwellen liegen.
6. Schnittstelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transceiver ein Richtdia
gramm besitzen, das eine räumlich ungerichtete Datenüber
tragung ermöglicht.
7. Schnittstelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transceiver ein Richtdia
gramm besitzen, das eine räumlich gerichtete Datenübertra
gung ermöglicht.
8. Schnittstelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Datenendgerät als Termi
nal, bestehend aus einer Tastatur und einem Sichtgerät,
ausgebildet ist und daß ein Transceiver auf dem Sichtgerät
angeordnet ist.
9. Schnittstelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Transceiver
ortsfest an der Decke eines Raumes angeordnet ist und daß
der Transceiver über eine ortsfest installierte Übertra
gungsleitung mit der Datenverarbeitungsanlage verbunden
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4026073A DE4026073A1 (de) | 1990-08-17 | 1990-08-17 | Schnittstelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4026073A DE4026073A1 (de) | 1990-08-17 | 1990-08-17 | Schnittstelle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4026073A1 true DE4026073A1 (de) | 1992-02-20 |
Family
ID=6412427
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4026073A Ceased DE4026073A1 (de) | 1990-08-17 | 1990-08-17 | Schnittstelle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4026073A1 (de) |
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-
1990
- 1990-08-17 DE DE4026073A patent/DE4026073A1/de not_active Ceased
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