DE4025551A1 - Verfahren und vorrichtung zum steuern von gewinnungs- und vortriebsmaschinen laengs eines schnitthorizontes zwischen kohle und gestein - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum steuern von gewinnungs- und vortriebsmaschinen laengs eines schnitthorizontes zwischen kohle und gesteinInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern
von Gewinnungs- und Vortriebsmaschinen längs eines
Schnitthorizontes zwischen Kohle und Gestein gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1. Außerdem betrifft
die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine
Automatisierung der Kohlengewinnung, vorzugsweise
durch schneidende Gewinnungsmaschinen, darunter vor
allem Walzenlader und Continuous Miner, aber auch
auf schälend arbeitende Gewinnungsmaschinen wie zum
Beispiel Kohlenhobel. Je nach Bauart und Ausbildung
der Schneidwerkzeuganordnung in derartigen Maschi
nen kann diese mit Hilfe einer Steuerung in den
Schnitthorizont zwischen Kohle und Gestein gelenkt
werden, so daß diese ihre Sollposition einnehmen
kann. Die Erfindung betrifft insbesondere die
Steuerung derartiger Maschinen, die bei unregel
mäßigen oder vielfach geologisch gestörten Flözen
eine Automatisierung der Kohlengewinnung ermög
licht, wobei ein Sensor in für den untertägigen
Grubenbetrieb geeigneter robuster Ausführung die
Kohle von Nebengestein unterscheidet und Steu
ergrößen für eine Korrektur der Werkzeuganordnung
geben kann, so daß diese automatisch und schnell in
die gewünschte Sollposition zurückgeführt wird.
Die Erfindung geht von einem vorbekannten Verfahren
aus. Diese ist hinter den Schneidwerkzeugen bzw.
Werkzeugträgern einer schneidenden Gewinnungsma
schine angeordnet um zu erkennen, ob der Schnittho
rizont in der Kohle oder im Nebengestein liegt. Als
Sensor benutzt die vorbekannte Vorrichtung radioak
tive Isotope mit kurzer Halbwertszeit und Geiger
zähler wobei vorausgesetzt wird, daß die sich ein
stellende Streustrahlung zwischen Sender und Emp
fänger davon abhängig ist, ob sie Kohle oder Neben
gestein durchläuft. Es hat sich jedoch heraus
gestellt, daß es wegen der Vielzahl der auf die
Intensität der im Empfänger ankommenden Strahlung
einwirkenden Nebeneinflüsse nicht möglich ist, die
typischen Kohle- und Gesteinsmerkmale herauszufil
tern, weil das sogenannte "Störrauschen" wesentlich
stärker als die Unterschiede zwischen Kohle und
Nebengestein ausfällt.
Spätere Forschungen konzentrierten sich u. a. auf
eine Kombination von vier, nach unterschiedlichen
physikalischen Methoden arbeitende Sensoren, um
durch eine vierfache Messung die Nachteile und Un
genauigkeiten der verschiedenen physikalischen Wir
kungsmechanismen auszugleichen. Die Aussagekraft
ist jedoch nicht gesichert. Insbesondere gilt das
für Meßmeißel, radioaktive Strahlung und eine Kom
bination von sichtbarem und Infrarot-Licht bzw.
Saphirlaser. Die Meßmeißel, mit denen die Schnitt
kräfte erfaßt und an eine Auswerteeinrichtung
weitergeleitet werden können, haben u. a. den Nach
teil, daß sie keine geeignete Aussage darüber zu
lassen, ob der Schnitt in Kohle oder Nebengestein
erfolgt ist. Denn es gibt Flöze oder auch nur be
stimmte Bereiche in Flözen, in denen die Kohle er
heblich fester und härter als das begleitende
Nebengestein ist. Wenn es sich z. B. beim Nebenge
stein um einen verwachsenen Packen- oder Wurzelbo
den handelt, führt der Versuch einer Unterscheidung
über die Schnittkräfte sogar zu gegenläufigen und
falschen Steuerimpulsen mit der Folge, daß die
Schneidwerkzeuge bzw. die Werkzeugträger in das
weichere Mineral, d. h. in das Nebengestein hinein
geführt werden.
Gemeinsam ist den bekannten Vorrichtungen bzw. Ver
fahren zum Steuern von Gewinnungs- und Vortriebsma
schinen längs eines Schnitthorizontes zwischen
Kohle und Gestein, daß sie aus der Physik bekannte,
im einzelnen allerdings unterschiedliche Methoden
und Gesetzmäßigkeiten direkt und unmittelbar auf
den Gebirgsverband von Kohle und Stein anwenden.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, Kohle und Gestein auf einfache Weise so ex
akt zu ermitteln, daß eine zuverlässige Steuerung
der Schneidwerkzeuganordnung möglich ist.
Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen
des Anspruches 1. Weitere Merkmale der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden lau
fend oder in kurzen Abständen aus dem jeweiligen
Schnitthorizont als Proben geeignete Mineralmengen
hereingewonnen, d. h. aus dem Gebirgsverband gelöst.
Das kann mit einer vergleichsweise einfachen Vor
richtung durchgeführt werden. Das damit aus dem
Schnitthorizont, der sich hinter den Gewinnungs
werkzeugen bzw. den Werkzeugträgern als Oberfläche
des noch anstehenden Minerals bzw. Begrenzungs
fläche des hergestellten Grubenraumes ergibt, ent
nommene Mineral wird im Sensor stofflich analysiert
und dadurch auf seinen Anteil von Kohle und Neben
gestein untersucht. Analyse und Probeentnahme er
folgen in gegenseitiger Abstimmung, so daß die
Steuerung hinreichend schnell auf Abweichungen der
Schneidwerkzeuganordnung aus dem Schnitthorizont
reagiert.
Die Erfindung macht es möglich, nicht nur Kohle und
Nebengestein eindeutig voneinander zu unterschei
den, sondern auch "Verwachsungen", d. h. Mischabla
gerungen zu erkennen, die häufig an den Grenzflä
chen zwischen Flöz und Nebengestein angetroffen
werden. Derartige Verwachsungen verursachen keine
Beeinträchtigungen des erfindungsgemäß angestreb
ten, automatisierten Gewinnungsablaufes. Der Sensor
erfüllt darüber hinaus die Forderung, daß von Fall
zu Fall unterschiedlich jeweils vorgegebene Grenz
werte für den Berge- bzw. Kohlegehalt durch Ein
stellung des Schnitthorizontes im Gebirgsverband
eingehalten werden können, wobei ober- bzw. unter
halb der eingestellten Grenzwerte Steuergrößen aus
gelöst werden. Die Erfindung hat daher auch den
Vorteil, daß Nebengestein oder stark bergehaltige
Verwachsungen, z. B. ein Packen am Hangenden oder
ein Wurzelboden im Liegenden nicht mitgeschnitten
zu werden brauchen, so daß der Bergeanteil der Roh
förderung nicht in unzulässigem Maße gesteigert
wird. Andererseits bleibt auch keine Kohle am Han
genden oder Liegenden sitzen, so daß eine Ver
minderung der möglichen Gesamtfördermenge nicht
eintritt und eine zusätzliche Gefährdung der
Sicherheit durch Ausgasung sowie die Gefahr von
Selbstentzündungen im Gefolge von sitzengebliebener
Kohle vermieden wird.
Da das aus dem Gebirgsverband herausgelöste Mineral
analysiert wird, lassen sich Analyseverfahren ein
setzen, die die Schneidwerkzeuganordnung genau auf
den Begrenzungsflächen zwischen Flöz und Nebenge
stein führen, sofern dies gewünscht wird. Damit
sind durch die Erfindung die Voraussetzungen für
die Automation der Kohlengewinnung und darüber hin
aus auch den Gewinnungsvorgang insbesondere im der
zeitigen mechanisierten Strebbetrieb geschaffen, um
diesen technisch zu verbessern und wesentlich wirt
schaftlicher zu gestalten.
Die Erfindung ermöglicht es insbesondere, ein re
präsentatives Bild der Beschaffenheit des anstehen
den Minerals unmittelbar hinter dem Schnitthorizont
zu erhalten. Dann empfiehlt sich die Verwirklichung
der Merkmale des Anspruches 2. Hierdurch wird es
möglich, einen relativ großen Volumenstrom der ent
nommenen Mineralproben in kleinen Mengen zu analy
sieren. Die Verkleinerung der Probenmengen kann
mehrmals erfolgen. Die durchschnittliche Zusammen
setzung der jeweils analysierten Mineralmengen ent
spricht dann genau der Zusammensetzung der Gesamt
probe.
Sobald eine Mineralprobe analysiert worden ist, muß
eine weitere Analyse vorbereitet und ausgeführt
werden. Das setzt voraus, daß das analysierte Pro
benmaterial entsorgt wird. Wenn gemäß den Merkmalen
des Anspruches 3 verfahren wird, läßt sich eine
Vereinfachung erreichen, weil die Mineralströme vor
ihrer Entsorgung zusammengeführt werden.
Sollen repräsentative Werte des Kohle- bzw. Neben
gesteinsanteils im Schnitthorizont über dessen
ganze Breite hinweg ermittelt werden, so empfiehlt
es sich, das erfindungsgemäße Verfahren in der Aus
führungsform nach Anspruch 4 durchzuführen. Es bie
tet u.a. die Möglichkeit, in Sonderfällen Kohle und
Nebengesteinsanteile im Schnitthorizont über dessen
ganze Breite genauer zu beurteilen, indem die Pro
ben jede für sich analysiert werden.
Es ist ferner zweckmäßig, die Merkmale des Anspru
ches 5 zu verwirklichen. Hierbei ist dafür gesorgt,
daß die Probenahmen vom Schnitthorizont ausgehend
auf eine gewisse Breite und Tiefe erstreckt werden.
Dadurch wird ein repräsentatives Bild der Beschaf
fenheit des anstehenden Minerals unmittelbar hinter
dem Schnitthorizont erhalten. Die Einschnitte las
sen sich mechanisch mit Werkzeugen, aber auch mit
der Höchstdruckwassertechnik oder Trenn- und Löse
verfahren vornehmen.
Es dient ferner der Steigerung der Genauigkeit des
Analyseergebnisses, wenn nach den Merkmalen des An
spruches 6 verfahren wird. Denn die Zerkleinerung
des Probenmaterials führt zur Vergleichmäßigung der
Probe und in der Regel auch zu einer gründlichen
Durchmischung des Probenmaterials.
Von wesentlicher Bedeutung für die Wirksamkeit des
erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Art der Ana
lyse des Probenmaterials. Grundsätzlich läßt sich
die Ermittlung des Kohle- bzw. Bergegehaltes in
vielfältiger Weise vornehmen. Eine erfindungsgemäß
besonders geeignete Ausführungsform ist jedoch im
Anspruch 7 wiedergegeben. Hierbei wird die ver
kleinerte Entnahmemenge entweder soweit erhitzt,
daß eine Verbrennung der in der Mineralprobe ent
haltenen Kohle erfolgt, wobei die sich hierdurch
ergebende Temperaturerhöhung gemessen wird. Oder
das aus Kohle-, Bergen- und Kohlebergegemisch be
stehende Probenmaterial wird nur soweit erhitzt,
daß bei den Kohlebestandteilen ein Schwelprozeß
einsetzt, bei dem Gase entweichen. Für diese Gase
sind für andere Anwendungszwecke vielfältige Gas
analyse- und Gasspürgeräte entwickelt worden, die
im Rahmen der Erfindung eingesetzt werden können,
um genaue Meßwerte zu ermitteln und als Steuer
größen weiterzuleiten.
Eine andere Analysemethode, die im Anspruch 8 wie
dergegeben ist, ermöglicht die nasse Analyse des
Probenmaterials. Die empfiehlt sich u. U. dort, wo
hohe Anforderungen an die Explosionssicherheit des
Betriebes wegen zusitzender brennbarer Gase ge
stellt werden.
Die vorgestellten Ausführungsformen der Erfindung
arbeiten so genau, daß es nicht nur möglich ist, an
Schnitthorizonten, welche an den Begrenzungsflächen
zwischen Flöz und Nebengestein liegen, zu unter
scheiden, ob der Schnitt in der Kohle oder im Ge
stein ausgeführt worden ist, sondern daß darüber
hinaus auch Anwendungsbereiche in der Unterschei
dung von bergehaltiger und weniger bergehaltiger
Kohle gegeben sind. Insbesondere in mächtigen Flö
zen, aus denen nur Teile mit niedrigem Bergegehalt
herausgeschnitten werden sollen, liefern diese
Merkmale der Erfindung Meßwerte und damit Steuer
größen von solcher Genauigkeit, daß die Möglichkeit
besteht, die Schneidwerkzeuge an Begrenzungsflächen
entlangzuführen, jenseits derer der Bergegehalt in
der Kohle unvertretbar groß wird.
Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, die Merkmale
des Anspruches 9 zu verwirklichen. Hierbei wird
nämlich der jeweilige Meßwert mit einem Sollwert
verglichen, der seinerseits durch eine einmalige
oder mehrmalige Lernfahrt der Gewinnungsmaschine
programmiert wird.
Wenn am Liegenden bzw. Hangenden des Flözes keine
Kohle sitzen bleiben soll, besteht das anzustre
bende Optimum der Maschinensteuerung darin, daß
Schneidwerkzeuganordnung dicht an der Grenzfläche
zwischen Kohle und Gestein entlangwandert. Dann
folgt die Probeentnahme aus dem Gestein. In diesem
Fall läßt sich nicht ohne weiteres aus den Proben
erkennen, ob die Maschine tief im Gestein schneidet
oder unmittelbar in der Nähe der Trennebene zur
Kohle. Dann empfiehlt sich die Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verfahrens nach dem Anspruch 10.
Hierbei wird von einem Rechner bzw. Prozessor nach
Zurücklegen einer bestimmten Fahrtstrecke der Ge
winnungsmaschine, beispeilsweise nach drei oder
fünf Metern ein Steuerimpuls ausgelöst, welcher die
Schneidwerkzeuge in Richtung auf die Kohle bewegt.
Sobald die im Schnitthorizont gewonnene Probe dann
geringe Anteile von Kohle enthält, ist der Schnitt
horizont erreicht, so daß die automatische Steue
rung wieder aufgenommen werden kann, die die Pro
beentnahme um wenige Zentimeter in das Gestein zu
rückschwenkt. Die damit erreichten Zwischenkontrol
len ermöglichen die Steuerung der Schneidwerkzeug
anordnung in der Trennfläche zwischen Kohle und
Nebengestein.
Die Einzelheiten, weitere Merkmale und andere Vor
teile der Erfindung ergeben sich aus der nachfol
genden Beschreibung vor Vorrichtungen zur Durchfüh
rung des geschilderten Verfahrens anhand der Figu
ren in der Zeichnung; es zeigen
Fig. 1a und 1b die Anordnung der erfindungs
gemäßen Vorrichtung an einem
Walzenlader mit zwei Walzen
und zwei schwenkbaren Trag
armen,
Fig. 2a und 2b zwei Blockdiagramme der Ver
knüpfung der einzelnen Kompo
nenten der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 3 und 4 Ausführungen von Werkzeugen
zur Probenahme und Weiter
gabe,
Fig. 5 die Weiterleitung von Proben
material,
Fig. 6 die Vorbereitung des Probema
terials für die Analyse,
Fig. 7a und 7b kontinuierlich arbeitende
Analysatoren,
Fig. 8 einen diskontinuierlich ar
beitenden Analysator,
Fig. 9 die Probeentnahme mit einer
Schlitzeinrichtung und einer
hydraulischen oder pneuma
tischen Fortleitung des
entnommenen Minerals,
Fig. 10 eine Kombination einer
Schneidscheibe, einer pneu
matischen Weiterleitung des
Probematerials und einer
Analyse durch Verbrennung
bzw. Schwelung und
Fig. 11 eine Kombination aus Gebläse,
Zerkleinerungs- und Mischein
richtung für die Probevorbe
reitung.
Nach Abb. 1a weist ein Walzenlader (1) zwei
schwenkbar an seinen Enden angeordnete Tragarme (2
u. 3) auf, an welchen die Walzen (4 u. 5) als
Schneidwerkzeugträger angebracht sind. Nach gängi
gem Betriebsablauf wird die vorauseilende Walze (4)
am Hangenden (6) entlanggeführt, um die Ausbauver
spätung möglichst klein zu halten, während die
nacheilende Walze (5) das Liegende (7) freischnei
det. Schwenkbare Ladebleche (8 u. 9) führen die von
den im einzelnen nicht dargestellten Gewinnungs
werkzeugen gelöste Kohle dem Kettenkratzerförderer
(10) zu, auf bzw. an dem der Walzenlader längs der
Strebfront entlanggeführt wird.
Zur Automatisierung des Gewinnungsvorganges bzw.
der Vortriebsarbeit wird die Schneidwerkzeuganord
nung, d. h. die Walzen (4 u. 5) an den nicht gleich
mäßig ausgebildeten, sondern von Wellenlinien und
Störungen bzw. Sprüngen durchzogen Begrenzungsflä
chen (6 u. 7) am Hangenden bzw. am Liegenden ent
langgeführt, damit weder Kohle sitzengelassen noch
Nebengestein mitgeschnitten wird. Die dazu vorgese
henen Sensoren sind so an der Gewinnungs- bzw. Vor
triebsmaschine angebracht, daß sie unmittelbar hin
ter den Gewinnungswerkzeugen und ihren Werkzeug
trägern erkennen, ob die jeweils am Hangenden und
Liegenden hergestellten Schnitthorizonte (11 u. 12)
in der Kohle oder im Nebengestein liegen. Bei dem
dargestellten Walzenlader ist deswegen je eine Pro
beentnahmeeinrichtung (13 u. 14) an bzw. hinter den
Räumblechen (8 u. 9) angeordnet. Nicht dargestellt
ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die
Einrichtung für die Probeentnahme (13 u. 14) nicht
an den schwenkbaren Ladeflächen (8 u. 9), sondern
raumbeweglich unmittelbar am Maschinenkörper oder
an den Tragarmen (3) befestigt sind.
Schläuche (15 u. 16) und/oder mit Gelenkverbindun
gen versehene Rohre leiten das lose Probematerial
den nachgeschalteten Analysatoren (17 u. 18) sowie
etwaigen Einrichtungen zur Probevorbereitung, zur
Mischung und zur eigentlichen Messung sowie Entsor
gung zu. Diese Fördereinrichtungen sind entweder am
Maschinenkörper (1) wie bei (17) oder am Tragarm
(2) wie bei (18) angeordnet. Die Fördereinrichtun
gen (15 u. 16) werden dabei zweckmäßigerweise so
verlegt, daß sie gegen äußere Beschädigungen, ins
besondere durch Stein- und Kohenfall hinreichend
geschützt sind.
Dünn gezeichnet ist in Abb. 1a als weitere Ausfüh
rungsform die Anordnung der Einrichtungen zur Pro
beentnahme (19) an einem Gelenkhebelgetriebe (20)
des Maschinenkörpers (1). Die Schläuche (21) zur
Weiterheitung des entnommenen Probematerials sind
an den Gelenken entlanggeführt. Das Getriebe weist
einen großen Verstellbereich, d. h. eine gute Anpas
sung an wechselnde Flözmächtigkeiten auf und ist
robust ausgebildet, um Beschädigungen durch Stein-
und Kohlenfall widerstehen zu können. Gemäß der
Abb. 1a handelt es sich um ein Viergelenkgetriebe
(20).
Auch wenn die Einrichtungen zur Probeentnahme (13)
an den Räum- und Ladeeinrichtungen (8) angeordnet
sind, werden Hebelgetriebe (22) benutzt, die mit
tels nicht dargestellter Betätigungszylinder bei
vorgegebener Stellung des Räumbleches (8) die
Probeentnahmeeinrichtung (13) in die Arbeitsposi
tion bewegen. Veränderungen der Position der Räum
einrichtung (8) gegenüber der jeweiligen Lage des
Tragarmes (3) im praktischen Betriebablauf und
Änderungen des Anstellwinkels des Tragarmes (3) mit
einer sich daraus als notwendig ergebende Korrektur
der Stellung des Räumbleches (8), sobald sich die
Flözmächtigkeit ändert, werden durch eine automa
tische Verstellung des Getriebes (22) ausgeglichen.
Damit befindet sich die Probeentnahmeeinrichtung
stets in ihrer optimalen Position.
Bei der Probeentnahme an Gewinnungsmaschinen, deren
Werkzeugträger während des Gewinnungsvorganges
einer ständigen Schwenkbewegung unterworfen sind,
kann u. U. auf Lösewerkzeuge zugunsten von einfachen
Absaugeinrichtungen verzichtet werden, die sich
einschalten bzw. öffnen lassen, sobald der Werk
zeugträger bei seiner Schwenkbewegung in die Nähe
des gewünschten Schnitthorizontes, d. h. normaler
weise in die Nähe des Nebengesteins gelangt.
Bei entsprechenden Schnitthorizonten sind hinter
der Schneidwerkzeuganordnung mehrere Probenentnah
meeinrichtungen nebeneinander angeordnet, um reprä
sentative Werte des Kohle- bzw. Nebengesteinanteils
am Schnitthorizont über dessen ganze Breite hinweg
zu erhalten. Gemäß dem in Abb. lb dargestellten
Ausführungsbeispiel sind mehrere Probeentnahmeein
richtungen (13) räumlich nebeneinander angeordnet,
die über Hebelgetriebe (22) und nicht dargestellte
Betätigungszylinder am Räum- bzw. Ladeblech (8) be
festigt sind, welches bei Fahrtrichtungswechsel um
den Tragarm (3) des Walzenladers geschwenkt werden
muß. Die nebeneinander angeordneten Probeentnahme
einrichtungen (13a, 13b, 13c) sind mit Dich
tungsmanschetten (23) und Probeentnahmemeißeln (24)
ausgeführt und gleichmäßig über die gesamte Breite
des Schnitthorizonts verteilt und hinter dem Räum
blech (8) und jedenfalls so angeordnet, daß sie un
mittelbar hinter der Schneidwerkzeuganordnung lie
gen. Das entnommene Mineral wird über Schläuche
(15) oder Rohre weitergeleitet. Dabei wird in den
Schlauchleitungen (15) fließendes Material zu einem
gemeinsamen Volumenstrom zusammengefaßt und gemein
sam weitergeleitet, nämlich in eine Probenvorberei
tung (25) und den nachfolgenden Analysator (26).
Soll der Kohl- bzw. Nebengesteinsanteil im Schnitt
horizont über dessen ganze Breite genau beurteilt
werden, so kann man das in den Probeentnahmeein
richtungen (13a bis 13c) entnommene Material auch
gesondert über Schläuche (15a bis 15c) mehreren
Probevorbereitungen (25a bis 25c) und gesonderten
Analysatoren (26a bis 26c) zuführen (untere Dar
stellung). Dann fallen jeweils drei Meßwerte an,
die eine detailliertere Vermessung des Schnitthori
zontes zulassen.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel sind die einzelnen
Systemkomponenten Probeentnahme, Probeweiterlei
tung, Probevorbereitung, Analyse, Meßwertverarbei
tung und Entsorgung verknüpft, was in den Fig.
2a und 2b im Prinzip dargestellt ist. Gemäß der
Fig. 2a erfolgt die Hintereinanderschaltung der
Baugruppen im "Hauptschluß". Von den Probeentnahme
einrichtungen (13, 14, 19) wird das entnommene Ma
terial über Schlauchleitungen (15) zunächst der
Probevorbereitung (25) und dann dem Analysator (26)
zugeleitet sowie anschließend in die Entsorgungs
einrichtung (27) überführt, die das verbrauchte
Probematerial in sicherheitlich bzw. hygienisch un
bedenklicher Form in den Strebraum abgibt. Die
Meßwerte des Analysators werden einem Wandler (28)
aufgegeben, der bei Abweichungen der Meßwerte von
einem eingegebenen Sollwert Steuergrößen für die
Steuereinrichtung (29) der Schneidwerkzeuganordnung
produziert und an diese weitergibt, so daß die Ver
stellung der Schneidwerkzeuganordnung mechanisch,
hydraulisch oder pneumatisch erfolgen kann. Der
gleichmäßige Volumenstrom durch alle Baugruppen
schafft die Voraussetzungen dafür, daß die Messung
schnell, eindeutig und genau erfolgt.
Da sich die Erfindung nicht auf einen Analysator
(26) eines bestimmten physikalischen oder chemi
schen Verfahrens beschränkt, lassen sich auch
kleine Probemengen verarbeiten. Gemäß Fig. 2b
werden deshalb dem Analysator (26) nur Teile des
gesamten Volumenstroms kontinuierlich oder diskon
tinuierlich zugeleitet, deren Zusammensetzung von
Kohle- bzw. Nebengesteinsbestandteilen genau dem
Mischungsverhältnis der Gesamtprobe entspricht. Da
bei erfolgt eine gleichmäßige Durchmischung des
Volumenstroms aus der Probeentnahmeeinrichtung (13,
14, 19) in der Baugruppe (25). Am bzw. in der Nähe
des Ausgangs (30) dieser Baugruppe wird ein Teil
strom entnommen, der im Verhältnis zum gesamten
Volumenstrom in den Weiterleitungseinrichtungen
(15) stark verkleinert ist, jedoch in seiner Zusam
mensetzung der des Volumenstromes bei (15) ent
spricht. Dabei wird der Hauptstrom von der Probe
vorbereitung (25) über die Verbindung (31) den
Entsorgungseinrichtungen (27) zugeleitet und ver
worfen, während der bei (30) entnommene ver
kleinerte Volumenstrom in dem Analysator (26)
untersucht wird, der in "Nebenschlußanordnung"
liegt, so daß die Durchflußgeschwindigkeit des Ver
wurfes (15, 31) und der in den Analysator (26) ab
gezweigten Analysenprobe gleich groß sind. Deshalb
folgt die Analyse zeitlich ausreichend schnell der
Probenahme und ihre Meßergebnisse entsprechen hin
reichend genau dem Gehalt an Kohle und Nebengestein
des Schnitthorizontes.
Damit die in den Analysator (26) aufgrund des aus
gewählten physikalischen bzw. chemischen Unter
suchungsverfahrens geleitete Analyseprobe gegenüber
dem Volumenstrom nach der Probenahme extrem klein
ist, kann in der Verbindungsleitung (32) zwischen
der Verzweigungsstelle (30) und dem Analysator (26)
noch einmal eine Volumenstromteilung vorgenommen
werden.
In der Probeentnahmeeinrichtung (13, 14, 19) können
alle für eine kontinuierliche oder diskontinuier
liche Probeentnahme geeigneten physikalisch techni
schen Möglichkeiten verwirklicht werden, nämlich
mechanisch oder hydaulisch oder mit einer Kombina
tion beider Möglicheiten realisiert werden. Eine
hydraulische Entnahme, beispielsweise durch Höchst
druckwasserstrahlen wird zweckmäßig mit einer Wei
terleitung der Probe auf hydraulischem Wege und
einer stofflichen Analyse kombiniert, die die Fest
stellung des Kohle- bzw. Nebengesteinsanteils in
Wasser als Trägermedium gestattet.
Die Entnahmeeinrichtung (13, 14, 19) nach Fig. 3
benutzt einen vorzugsweise hartmetallbestückten
Meißel (33), der einen kontinuierlichen Schlitz
(34) im Schnitthorizont (11) herstellt. Der Meißel
halter (35) weist Rippen (36) auf, zwischen denen
die Probe hindurchfällt und in die Weiterleitungs-
bzw. Fördereinrichtung (15, 16, 21) fließt. Eine
Schnittiefenbegrenzungseinrichtung (37) hält die
Schlitztiefe des Probeentnahmeschnittes (34) stets
auf dem gewünschten Sollwert. Dichtungen (23) be
wirken, daß von außen kein Staub bzw. die Messung
verfälschendes unerwünschtes Material eintritt und
kein Probematerial verloren geht.
Statt des dargestellten Flachmeißels (33) können
zum Zwecke der Probeentnahme auch Rundschaftmeißel
und Rollenmeißel benutzt werden.
Für die pneumatische Weiterleitung des Probemate
rial eignet sich der in Fig. 4 in systematischer
Darstellung wiedergegebene Hohlmeißel (38) beson
ders. Hierbei sind das Gehäuse, die Dichtungsman
schette (23) und die Schnittiefenbegrenzung (37)
wie in Fig. 3 aufgebaut. Der Meißel (38) weist je
doch eine zylindrische, an den Schneidflächen (39)
angeschärfte Form auf und der Meißel ist wie sein
Meißelhalter (35) hohl, wodurch das gelöste Mate
rial durch Meißel und Meißelhalter hindurchtritt
und in die Fördereinrichtung (15, 16, 21) gelangt.
Für alle möglichen Konzeptvarianten (13, 14, 19)
der Probeentnahme kann in Fahrtrichtung davor eine
Säuberungseinrichtung (40) angeordnet werden. Sie
ist am Tragarm (41) befestigt und weist Düsen (42)
auf, die über eine Schlauchleitung (43) mit Wasser
versorgt werden. Außer den Düsen können auch in
Fig. 4 nicht dargestellte Bürsten vorgesehen
werden. Besonders bei der Probeentnahme aus dem
Schnitthorizont am Liegenden ist es wichtig, daß
der Schnitthorizont vor der Probeentnahme eingehend
gesäubert wird.
Nach Fig. 5 erfolgt die Weiterleitung des entnomme
nen Probematerials pneumatisch. Ein Gebläse (44),
das über Rippen (45) im Gehäuse (46) angeordnet
ist, erzeugt den Unterdruck für die Förderung des
entnommenen Probematerials von der Probeentnahme
einrichtung (13, 14, 19) bis zur Probenvorbereitung
(25). In einem feinmaschigen Sieb oder Filtertuch
(47) wird das zu fördernde Probenmaterial von dem
Fördermedium Luft getrennt, wobei eine vorzugsweise
aus rotierenden Bürsten bestehende Säuberungsein
richtung (48) verhindert, daß sich das Sieb oder
Filtertuch (47) während längerer Betriebszeit zu
setzt.
Gemäß Fig. 6 erfolgt die Vorbereitung des Probema
terials auf die Analyse durch Weiterleitung mittels
Schwerkraft in eine Zerkleinerungs- bzw. Mahlein
richtung (49) zwischen schnell rotierende, an der
Oberfläche aufgeraute Walzen (50). Ein für die Mes
sung gleichmäßiger Aufbau des feingemahlenen Probe
materials erfolgt hinter der Zerkleinerungseinrich
tung (49) in einer schnell umlaufenden Misch
schnecke (51), die eine gründliche vergleichsmäßi
gende Durchmischung des entnommenen Materials be
wirkt. Die Mahlkörper (50) und die Mischschnecke
(51) arbeiten mit hoher und absolut konstanter
Drehzahl, so daß eine absolut gleichmäßige Fließge
schwindigkeit des Volumenstroms gewährleistet ist.
Als Antrieb der Mahlkörper (50) und der Misch
schnecke eignen sich daher Synchronmotoren, die be
lastungsunabhängig stets konstante Drehzahlen auf
weisen.
Gemäß Fig. 2b wird am Ende der Probevorbereitung
ein im Verhältnis zum gesamten Volumenstrom (15,
16, 21) kleiner Teilstrom entnommen. Das erfolgt in
einer Dosiereinrichtung (30). Der Verwurf wird als
Volumenstrom (31) in die Entsorgungseinrichtung
(27) weitergeleitet. Die Dosiereinrichtung (30) be
steht beispielsweise aus einer genau gemessenen
Durchtrittsöffnung bzw. -blende, durch welche je
Zeiteinheit nur eine ganz bestimmte Menge des fein
gemahlenen, gut durchmischten Probenmaterials hin
durchtreten bzw. hindurch abgesaugt werden kann.
Obwohl die Erfindung hierauf nicht beschränkt ist,
wird im Analysator die Erhitzung und/oder Verbren
nung des Probematerials vorgenommen. Nach Fig. 7a
ist für die Verbrennung der Kohlebestandteile im
Probematerial ein vorzugsweise aus Metall oder
Keramik bestehender Hohlkörper (53) vorgesehen, in
dem ein Glühdraht (54) eine zeitlich konstante Wär
memenge an den durch das Rohr (55) hindurchströmen
den, absolut gleichmäßigen Volumenstrom aus Proben
material abgibt. Dazu dient das Gebläse (56), des
sen Drehzahl und damit auch Förderleistung absolut
konstant gehalten wird. Die zugeführte Wärmemenge
und die Länge des Heizstabes (53) sind so dimensio
niert, daß sich alle in der Probe enthaltenen
Kohleteilchen entzünden und verbrennen. Das Luft-
Staub-Verhältnis ist daher so dosiert, daß einer
seits genügend Sauerstoff für die Verbrennung zur
Verfügung steht, andererseits die Staubmenge gemes
sen am Volumenstrom so klein gehalten wird, daß
eine Explosionsgefährdung mit Sicherheit ausge
schlossen ist. In einem hinreichend großen Abstand
zum Heizstab (53) ist ein Sensor, z. B. ein Thermo
meter (57) angeordnet, dessen Temperaturabgabe bei
genau dosierter vom Heizstab je Zeiteinheit abgege
bener Wärmemenge ein Maß für den Anteil verbrannten
Kohlenstaubes und damit - bei entsprechender Eichung
- für die Zusammensetzung der Probe aus Kohle- und
Nebengesteinsbestandteilen darstellt. Die Meßwerte
des Thermometers (57) werden analog oder digital an
die Meßwertverarbeitung (28) weitergegeben. An
stelle des Thermometers (57) können auch ein oder
mehrere Gasdetektoren bzw. Gasspürgeräte oder Sen
soren eingebaut werden. In dieser besonders vor
teilhaften Ausführungsform der Erfindung ergibt
sich der Vorteil, daß das Kohle- Bergegemisch nicht
bis zur Entzündungstemperatur der Kohleanteile auf
geheizt werden muß, sondern nur soweit erwärmt zu
werden braucht, daß bei den Kohlepartikeln ein
Schwelprozeß einsetzt. Die hierbei entstehenden
Gase werden durch den Gassensor erfaßt und ein
Meßimpuls über ihr Vorhandensein bzw. ihren Volu
menanteil an den Wandler weitergeleitet. Da die
Kohlebeschaffenheit in den verschiedenen Flözen
unterschiedlich ist und auch der Anteil an flüchti
gen Bestandteilen von Flöz zu Flöz stark schwankt,
wird zu Beginn des Abbaus und in gewissen Zeitab
ständen eine Eichung der Meßeinrichtung in der
Weise vorgenommen, daß die Meßwertverarbeitung ent
sprechend programmiert wird.
Um die Explosionsgefahr mit Sicherheit ausschließen
zu können, wird die Meßeinrichtung gemäß Fig. 7a
nicht nur im einfachen oder doppelten Nebenschluß
(Fig. 2b bzw. 32) angeordnet, damit nur außer
ordentlich kleine Anteile des gesamten Volumenstro
mes über den Heizstab (53) fließen, sondern darüber
hinaus wird das Meßaggregat auch noch von einem
Wassergefäß (58) umschlossen, dessen Wassermantel
(59) Kühlung bewirkt und eine zusätzliche Sicher
heit darstellt. Der Kühlbehälter (58) wird - vor
zugsweise im Gegenstrom - von einem permanenten
Kühlwasserstrom durchflossen, der an der Stelle
(60) ein- und an der Stelle (61) austritt. Als
Kühlstrom kann vorzugsweise ein Teilstrom des Kühl
wassers der Antriebsmotoren für die Gewinnungs
bzw. Vortriebsmaschine benutzt werden.
Von dem Kühlstrom wird vorzugsweise unmittelbar vor
dem Kühler (58) ein Teilstrom (62) abgezweigt, der
einer Brauseeinrichtung (63) zugeführt wird. Diese
ringförmig ausgebildete Brauseeinrichtung ist auf
ihrer zylindrischen Innenfläche mit einer Vielzahl
von Düsen (64) ausgestattet, welche bei hohem
Kohlenanteil den Abgasstrom auf unschädliche Tempe
raturen herunterkühlen und etwa noch vorhandene
Funken löschen. Die Brauseeinrichtung (63) ist be
reits Bestandteil der Entsorgungseinrichtung (27).
In Fig. 7b ist ein auf einem anderen Prinzip beste
hendes physikalisches Analyseverfahren dargestellt,
welches sich erfindungsgemäß in besonderem Maße für
die hydraulische Probenweiterleitung eignet. Auch
diese Analyseeinrichtung wird vorzugsweise im
Nebenschluß angeordnet, wobei an der Stelle (30) am
Ende der Probenvorbereitungseinrichtung (25) der
der Meßeinrichtung zuzuführende Teilstrom entnommen
wird. Der Analysator (26) selbst besteht aus einem
durchsichtigen Meßzylinder, vorzugsweise recht
eckigen oder quadratischen Querschnitts, auf dessen
einer Seite eine Licht- oder Strahlungsquelle (65)
und auf dessen anderer Seite ein entsprechender
Sensor (66) angeordnet sind. Um die Durchströmungs
geschwindigkeit im Meßzylinder konstant zu halten,
ist es zweckmäßig, in den Kreislauf eine Pumpe (67)
mit genau konstanter Fördermenge einzubauen. Nach
der Messung wird der abgezweigte Teilstrom wieder
mit dem Hauptstrom (31) zusammengeführt und der
Entsorgungseinrichtung (27) zugeleitet.
Die Bestrahlung des aus Kohle, Bergen oder einem
Kohle- Bergegemisch bestehenden Volumenstromes er
öffnet eine Vielfalt unterschiedlicher Möglichkei
ten für die Messung. Die Strahlungsquelle (65) kann
beispielsweise Röntgenstrahlen aussenden, wobei in
dem Sensor (66) die unterschiedliche Reaktion von
Kohle und Gesteinsteilen auf die Bestrahlung gemes
sen wird. Unterschiede in der Luminiszenz und Fluo
riszenz sind hierbei geeignete Meßmethoden. Es ist
aber auch möglich, Laser- oder Infrarotstrahlen aus
der Strahlungsquelle (65) zu senden, wobei die
unterschiedliche Reaktion von Kohle und Gestein auf
eine derartige Bestrahlung wiederum im Sensor (66)
festgehalten wird. Der Art der Bestrahlung und der
entsprechenden Reaktion von Kohle und Gestein ent
sprechend können Strahlungsquelle (65) und Sensor
(66) unmittelbar gegenüberliegen oder in Richtung
des Volumenstromes gegeneinander verschoben sein.
Soll bei konstanter Probeentnahme eine diskontinu
ierliche Messung erfolgen, weil die ausgewählten
physikalischen oder chemischen Meßprinzipien dies
notwendig machen, so kann gemäß Fig. 8 zwischen die
Probevorbereitung (25) und den Analysator (26) eine
diskontinuierlich arbeitende Dosiereinrichtung (68)
zwischengeschaltet sein. Die Einrichtung besteht
aus einem mit Dosierkammern (69) versehenen Rotati
onskörper (70), der in einem Gehäuse (71) angeord
net diskontinuierlich umläuft. Das Schrittschalt
werk (72) bewirkt in genau gesteuerten, auf die
Verarbeitungsgeschwindigkeit der Meßeinrichtung
(26) zugeschnittenen Umsetzschritten eine Drehbewe
gung des Rotationskörpers (70) um jeweils 180°.
Hierbei wird die über die Dosieröffnung (30) ge
füllte Kammer (69) in die Leitung (73) entleert,
welche die diskontinuierlichen Probenschübe der
Meßeinrichtung (26) zuführt.
Das gleiche Arbeitsprinzip kann mit einem längeren
Rotationskörper (71) und jeweils um 90° versetzten
Dosierkammern (69a, 69b, 69c und 69d) versehen auch
dazu dienen, die Proben von mehreren Probeentnahme
einrichtungen (13, 14, 19), welche durch getrennte
Rohrleitungen (30a, 30b, 30c, 30d) zugeführt
werden, hintereinander in der gleichen Meßeinrich
tung (26) zu untersuchen. In diesem Fall wird der
Rotationskörper (70) durch das Schrittschaltwerk
(72) jeweils um 90° umgesetzt. Dabei werden
nacheinander die Proben in die Verbindungsleitung
(73) zur Meßeinrichtung (26) entleert, wobei durch
nicht dargestellte Steuereinrichtungen gewährlei
stet ist, daß ein erneutes Umsetzen des Schritt
schaltwerkes erst erfolgt, wenn die voraufgegangene
Messung in der Meßeinrichtung (26) abgeschlossen
ist. Auch bei dieser Einrichtung wird natürlich ge
währleistet, daß die Durchsetzgeschwindigkeit der
diskontinuierlich weitergeleiteten Proben der Ge
schwindigkeit des Hauptvolumenstromes (31) ent
spricht.
Auf Fig. 9 ist eine Probeentnahmeeinrichtung (13,
14, 19) dargestellt, die mit einer Schlitzeinrich
tung (74) ausgestattet ist, die aus einem Sägeblatt
oder einer Trennscheibe besteht. Die Schlitzein
richtung ist über Rippen (36) im Gehäuse der Pro
beentnahmeeinrichtung in einer solchen Weise verla
gert, daß zwischen den Rippen das im Schlitz gelö
ste, sehr feinkörnige Mineral hindurchtreten und in
die Weiterleitungseinrichtung (15, 16, 21) über
führt werden kann. Die Dichtungslippen (23), die
Schnittbegrenzung (37) und der sonstige grundsätz
liche Aufbau entsprechen den Probeentnahmeeinrich
tungen gemäß den Fig. 3 und 4. Jeweils in Dreh
richtung vor bzw. hinter der Trennscheibe (74) sind
Düsen (75, 76) angeordnet, aus denen bei hydrauli
scher Fortleitung des Probenmaterials Wasser, bei
pneumatischer Fortleitung Luft austritt. Luft und
Wasser bewirken eine Kühlung der Trennscheibe. Die
Schlitzeinrichtung hat den Vorteil, daß das entnom
mene Probenmaterial bereits sehr feinkörnig ist und
ohne weitere Zerkleinerung der Meßeinrichtung zuge
leitet werden kann.
Bei der Probeentnahme mittels einer Trennscheibe
(74) entsteht ein hoher Anteil an Feinstaub. Für
die Silikosebekämpfung vorgesehene hochsensible
Feinstaubmeßgeräte zur Untersuchung von Kohlen- und
Gesteinsstaub lassen sich als Analysatoren in der
erfindungsgemäßen Vorrichtung verwenden. Bei der
damit möglichen Unterscheidung von Kohle und Neben
gestein über den jeweiligen Feinstaubanteil können
in der Vorbereitung die Zerkleinerungseinrichtung
und die Mischeinrichtungen entfallen.
Eine besonders vorteilhafte Kombination der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung ist in Fig. 10 darge
stellt. Wenn die Schneidscheibe (74) sehr schnell
umläuft, wird das im Schlitz gelöste Probenmaterial
so feinkörnig anfallen, daß auf eine nachträgliche
Zerkleinerung nach Fig. 7 verzichtet werden kann.
Über die beiden Düsen (75, 76) wird Druckluft zuge
führt, die einerseits die Schneidscheibe kühlt,
andererseits einen Vordruck erzeugt, der das gelö
ste Probenmaterial durch die Fördereinrichtung (15,
16, 21) fördert. Ein Gebläse (56) unterstützt den
Fördervorgang. Das Luft-Feststoff-Gemisch durch
strömt das Leitungssystem (15, 16, 21) und (31) mit
einer solchen Geschwindigkeit, daß die für die Mes
sung erforderliche gründliche Durchmischung in
einem feststehenden Leitschaufelsystem (77) er
folgen kann. Um dem Förderstrom eine verhältnis
mäßig kleine Probenmenge entnehmen zu können, wie
sie zur meßtechnischen Untersuchung gemäß Fig. 7a
benötigt wird, ist in der Verbindungsleitung (31)
ein Staurohr (78) angeordnet, welches mit der
eigentlichen Meßeinrichtung in Verbindung steht,
die in ihrem grundsätzlichen Aufbau der Fig. 7a
entspricht.
In Fig. 11 ist eine weitere Kombination von Ge
bläse, Zerkleinerungs- und Mischeinrichtung darge
stellt, die ein besonders kleines Bauvolumen auf
weist. Der Volumenstrom (15, 16, 21), der durch das
Gebläse (79) angesaugt wird, durchläuft eine Folge
von Schlagmessern (80) und Leitschaufeln (81), die
mit dem Gebläse (79) auf einer gemeinsamen Welle
(82) angeordnet sind und durch den Motor (83) ange
trieben werden. Zerkleinerung und Mischung sowie
die Erzeugung des Unterdruckes werden auf diese
Weise ein gemeinsamer Vorgang.
Claims (27)
1. Verfahren zum Steuern von Gewinnungs- und Vor
triebsmaschinen längs eines Schnitthorizontes
zwischen Kohle und Gestein, der von einer ma
schinenfesten Schneidwerkzeuganordnung herge
stellt und durch einen Kohle von Gestein unter
scheidenden Sensor eingehalten wird, dessen
Meßwerte in Steuergrößen umgewandelt werden,
welche die Schneidwerkzeuge in den Schnitthori
zont lenken, dadurch gekennzeichnet, daß hinter
der Schneidwerkzeuganordnung laufend oder in
kurzen Abständen Mineralproben hereingewonnen
und das Probenmaterial im Senor stofflich analy
siert wird, und daß das Analyseergebnis mit
einem Sollwert verglichen wird und die Abwei
chungen von Sollwert als Meßwert der Steuergröße
verwendet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die hereingewonnenen Mineralproben ge
mischt und zerkleinert werden, bevor die Analyse
vorgenommen wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verwurf aus den ver
kleinerten Mineralproben und das analysierte
Probematerial laufend oder in kurzen Abständen
entsorgt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Probeentnahmen
über die Arbeitsbreite der Schneidwerkzeuge ver
teilt hereingewonnen und je für sich oder
gemeinsam analysiert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß Mineralklein aus Ein
schnitten in den Schnitthorizont als Proben
dienen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß das Material der Pro
ben vor der Analyse zerkleinert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Proben erhitzt und
ihre Kohlebestandteile durch Wärmetönung oder
Gasanalyse bestimmt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Probeanalyse pho
tometrisch erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß der Sollwert durch
Lernfahrten ermittelt und programmiert wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß als Sollwert der Ana
lysewert des Gesteins dient und in zeitlichen
Abständen die Schneidwerkzeugeanordnung in die
Kohle gelenkt und darauf die automatische
Steuerung wieder aufgenommen wird.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeich
net durch eine in die Maschinensteuerung einge
baute automatische Regeleinrichtung mit einem
Probenehmer aus einem oder mehreren schneiden
den oder spanenden Werkzeugen, die hinter der
Schneidwerkzeuganordnung angeordnet sind, einer
Fördereinrichtung zur Weiterleitung des Mine
ralkleins aus dem Probenehmer zu einem oder
mehreren Analysatoren, die den Stein- oder
Kohleanteil ermitteln und dementsprechend
Meßwerte liefern, einem Prozessor, der einen
Wandler und einen Sollwert/Istwertvergleicher
aufweist und aus der Sollwert/Istwertdifferenz
eine Steuergröße für die Schneidwerkzeuganord
nung ermittelt sowie einer Entsorgungseinrich
tung für Proben- und Analysematerial.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Werkzeuge zur Entnahme der
Proben in einem Gehäuse untergebracht und von
einer auf dem Schnitthorizont abdichtenden ge
häusefesten Manschette umgeben sind, wobei ein
den Schnitthorizont abreibender Anschlag zur
Schnittbegrenzung vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder
12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse auf
einem Lenkergetriebe angeordnet und mit diesem
gegenüber dem Schnitthorizont beweglich ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Probenehmer
einen mechanischen Teil aus einem oder mehreren
Flachmeißeln (33), der das von ihm gelöste
Mineral in das Gehäuse fördert oder einem oder
mehreren Hohlmeißeln (38) besteht, die in einem
Hohlmeißelhalter (35) sitzen, wobei das von den
Flachmeißeln (38) entnommene Probematerial
durch deren Hohlraum und den des Meißelhalters
hindurchfließt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11, bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß der Probenehmer
einen mechanischen Teil aufweist, der als
Trennscheibe bzw. Säge (74) ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15,
gekennzeichnet durch eine Säuberungs- bzw. Be
düsungseinrichtung (40, 41, 42), die der Pro
beentnahmeeinrichtung (13, 14, 19) vorgeschal
tet ist und auf den von der Schneidwerkzeugan
ordnung hergestellten Schnitthorizont wirkt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Probeentnahme
mit Hilfe von Höchstdurchwasserstrahlen er
folgt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 17,
gekennzeichnet durch eine aus Schläuchen oder
Rohren mit Rohrgelenkverbindungen bestehende
Fördereinrichtung (13, 14, 19), die bei pneuma
tischer Probeweiterleitung ein Gebläse auf
weist, oder mit Druckwasser bei nasser Probe
analyse durch eine Pumpe beaufschlagt ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gebläse mit seiner Druckseite
fördert und die Entnahme des Probenmaterials
auf einem Filtertuch (47) erfolgt, mit dem eine
Säuberungseinrichtung (48) zusammenwirkt.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 oder
19, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderein
richtung einen Hauptstrom (15, 16, 21) auf
weist, in dem eine Zerkleinerungseinrichtung
(49, 50) angeordnet ist, welche eine Durchmi
schung zur Vergleichmäßigung des Probenmateri
als bewirkt oder der einer Mischeinrichtung in
Form einer Mischschnecke (51) nachgeschaltet
ist, wobei die bewegten Teile (50) der Zerklei
nerungseinrichtung und der Mischschnecke (51)
mit konstanter Geschwindigkeit arbeiten und am
Ende der Mischstrecke ein Probenteiler (30)
vorgesehen ist, der einen Reststrom (31)
erzeugt, welcher einen Verwurf des Probemateri
als enthält und einen demgegenüber kleineren
Teilstrom abzweigt, welcher in den Analysator
(26) gelangt.
21. Vorrichtung nach Anspruch 11 und einem der An
sprüche 19 bis 20, gekennzeichnet durch einen
nach dem Wärmetönungsprinzip bzw. der Schwel
gasanalyse messenden Analysator aus einem die
Analyse aufnehmenden Rohr (55) mit einem elek
trisch beheizten Heizstab (53) und einem im Ab
stand vom Heizstab angeordneten Thermometer
(57) bzw. Gasdetektor.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekenn
zeichnet, daß in Strömungsrichtung hinter dem
Thermometer eine ringförmige Brauseeinrichtung
(63) mit Düsen angeordnet ist, die auf einer
zylindrischen Innenfläche angeordnet sind und
die zur Abkühlung und Lösung etwa vorhandener
Funken vor der Entsorgungseinrichtung (27)
dienen.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 oder
22, gekennzeichnet, durch ein das Meßrohr (45)
umgebendes Hüllrohr (58), welches Kühlwasser
(59) führt, wobei Frischwasser oder Kühlwasser
aus den Motoren der Gewinnungs- oder Vortriebs
maschine entnommen wird.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 18,
gekennzeichnet, durch einen Analysator zur pho
tometrischen Untersuchung der Proben, welche
hydraulisch gefördert sind.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 23,
gekennzeichnet durch ein dem Analysator (26)
vorgeschaltetes Schrittschaltwerk (72) mit
Taschen (69) als Dosiereinrichtung (70) für
diskontinuierliche Analysen des dem Analysator
(26) über eine Förderleitung (73) zugeleiteten
Probenmaterials.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekenn
zeichnet, daß Proben aus mehreren Zuführungs
leitungen (30a, 30b, 30c, 30d) mit Hilfe der
Dosiereinrichtung (70) nacheinander einem Zu
führungsteil (73) des Analysators (26) zuge
führt werden.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 25,
gekennzeichnet durch einen Probenteiler in Form
eines Staurohres (78), das in der Förderein
richtung (31) angeordnet ist.
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