DE4023060A1 - Verfahren zur kuehlung von heissen prozessgasen - Google Patents
Verfahren zur kuehlung von heissen prozessgasenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kühlung von heißen
Prozeßgasen, wobei die Prozeßgase in eine mit Kühlelementen
ausgerüstete stationäre Wirbelschicht geleitet werden, im
Staubraum über der Wirbelschicht ein Teil der im Gasstrom
suspendierten Feststoffe abgeschieden und in die
Wirbelschicht zurückgeführt wird, und aus dem Abgas in einer
Entstaubung Feststoff abgeschieden und in die Wirbelschicht
zurückgeleitet wird.
Bei manchen Prozessen fallen heiße Prozeßgase an, deren
Kühlung beträchtliche Schwierigkeiten bereitet. So können
Prozeßgase kondensierbare Bestandteile oder mitgerissene
flüssige Tröpfchen, z. B. Metalle oder Schlacke, enthalten,
die bei Abkühlung an den Kühlflächen zu Ansätzen führen. Die
Prozeßgase können Feinstäube mit schlechten
Fließeigenschaften enthalten, die bereits bei
Prozeßgas-Temperatur oder bei Abkühlung ebenfalls zu
Ansätzen führen. Weiterhin können die Prozeßgase SO3
enthalten, oder es wird SO3 bei der Abkühlung gebildet und
es tritt eine unerwünschte Sulfatisierung auf.
Aus der DE-PS 34 39 600 ist ein Verfahren zur Kühlung von
Prozeßgasen aus der Vergasung von kohlenstoffhaltigen
Feststoffen bekannt, bei dem das heiße Prozeßgas in eine
stationäre Wirbelschicht aus schwefelbindenden Feststoffen
geleitet und dort abgekühlt wird. In der Wirbelschicht sind
Kühlelemente angeordnet, die von einem Kühlmedium
durchflossen werden. Als Fluidisierungsgas wird ein
Teilstrom des aus dem Wirbelschichtreaktor austretenden
Prozeßgases zurückgeführt. Das Prozeßgas wird von der Seite
oder von oben in die Wirbelschicht eingeleitet. Das aus der
Wirbelschicht austretende, gekühlte Prozeßgas wird in einem
Zyklon entstaubt, in einem Wärmetauscher weiter gekühlt und
in eine Gasreinigung geleitet. Der im Zyklon und in der
Gasreinigung abgeschiedene Feststoff wird in die
Wirbelschicht zurückgeführt. Ein Kontakt zwischen Prozeßgas
und Kühlflächen wird nicht vermieden, wodurch die Gefahr von
Ansätzen besteht. Die Mischung zwischen Prozeßgas und
Feststoff ist nicht optimal.
Aus der US-PS 39 77 846 ist es bekannt, ein
Kohlenwasserstoffe enthaltendes Prozeßgas in einer
stationären Wirbelschicht zu kühlen, wobei im unteren Teil
der Wirbelschicht Kühlflächen angeordnet sind, die von einem
Kühlmedium durchflossen werden. Als Fluidisierungsgas wird
ein kohlenwasserstofffreies Fremdgas verwendet. Das
Prozeßgas wird oberhalb der Kühlflächen mittels in der
Wirbelschicht angeordneter Düsen eingeleitet. Die Düsen sind
zur Vermeidung von Ansätzen thermisch isoliert. Das aus dem
Reaktor austretende, gekühlte Prozeßgas wird in einen
Staubabscheider geleitet. Mit kondensierten
Kohlenwasserstoffen beladener Feststoff wird aus dem
Wirbelbett abgezogen und frischer Feststoff wird in das
Wirbelbett chargiert. Durch korrosive Bestandteile und
Feststoffe im Prozeßgas ist ein starker Verschleiß der Düsen
zu erwarten. Außerdem besteht die Gefahr von Verstopfung.
Aus der US-PS 41 20 668 ist es bekannt, ein geschmolzene
Salzpartikel und flüchtige Bestandteile enthaltendes
Prozeßgas in einer stationären Wirbelschicht zu kühlen,
wobei das Prozeßgas als Fluidisierungsgas in die
Wirbelschicht eingeleitet wird. Oberhalb der Einleitung des
Prozeßgases sind Kühlflächen in der Wirbelschicht
angeordnet. Das gekühlte Gas wird in einem Zyklon entstaubt
und der abgeschiedene Feststoff in die Wirbelschicht
zurückgeführt. Ein Teil des Feststoffes wird nach unten aus
der Wirbelschicht abgezogen und frischer Feststoff wird in
die Wirbelschicht chargiert. Auch hier gelten die vorstehend
genannten Nachteile.
Aus der WO 88/08 741 ist es bekannt, Prozeßgase in einer
zirkulierenden Wirbelschicht zu kühlen, wobei das Prozeßgas
in einer Mischkammer mit rezirkuliertem, gekühltem Prozeßgas
und rezirkuliertem, gekühltem Feststoff gekühlt wird, wobei
der Boden der Mischkammer konisch ausgebildet ist und eine
Öffnung zur Einleitung des Prozeßgases und des
rezirkulierten Gases hat. Die aus der Mischkammer
austretende Suspension kann im oberen Teil des Reaktors an
Kühlflächen weiter abgekühlt werden, anschließend in
Zyklonen der Feststoff abgeschieden und in den Reaktor
zurückgeführt werden und ein Teilstrom des Gases in den
Reaktor rezirkuliert werden. Die Suspension kann auch ohne
weitere Kühlung ausgetragen werden, der Feststoff in
Zyklonen abgeschieden und in den Reaktor zurückgeführt
werden, das Gas gekühlt und ein Teil in den Reaktor
rezirkuliert werden. Die Suspensionsdichte der
zirkulierenden Wirbelschicht wird durch Rückführung von 75
bis 100% der Prozeßgasmenge und durch Rückführung von
Feststoff in einer Menge von 0,92 bis 11,5 kg/Nm3 auf 1 bis
5 kg/m3 und niedrigere Werte eingestellt. Das durch die
große Gasrückführung bedingte große Volumen der Abgase führt
zu einer aufwendigen Gasreinigung. Wegen der geringen
Suspensionsdichte wird eine relativ große
Wärmeaustausch-Fläche benötigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, heiße Prozeßgase
in möglichst wirtschaftlicher Weise unter Vermeidung von
Ansatzbildung und Sulfatbildung abzukühlen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch,
daß die mit Kühlelementen ausgerüstete stationäre
Wirbelschicht ringförmig und wannenförmig ausgebildet ist,
durch den Anströmboden der Wanne Fluidisierungsgas in die
Wirbelschicht geleitet wird, das Prozeßgas durch die
zentrale Öffnung der Wirbelschicht eingeleitet wird,
gekühlter Feststoff aus der Wirbelschicht über den inneren
Rand der Wanne in den Prozeßgasstrom fließt und von diesem
in den Staubraum über der Oberfläche der Wirbelschicht
mitgerissen wird, der im Staubraum abgeschiedene Feststoff
in die ringförmige Wirbelschicht zurückfällt, das den
restlichen Feststoff enthaltende und gekühlte Gas in einen
mit Kühlflächen ausgerüsteten Gaskühler geleitet wird, das
aus dem oberen Teil des Gaskühlers austretende Gas in einen
Staubabscheider geleitet wird, und der abgeschiedene
Feststoff in die stationäre Wirbelschicht zurückgeführt
wird. Die stationäre Wirbelschicht zeichnet sich durch einen
deutlichen Dichtesprung zwischen dichter Phase und darüber
befindlichem Staubraum aus. Die ringförmige Ausgestaltung
der stationären Wirbelschicht kann sowohl rund als auch
rechteckig oder mehreckig erfolgen. Die in der Wirbelschicht
angeordneten Kühlflächen werden zweckmäßigerweise
auswechselbar angeordnet. Die Kühlflächen können als
Verdampfer und/oder Überhitzer geschaltet werden. Die
Kühlflächen bestehen im allgemeinen aus Rohrbündeln. Die
Wände der Wanne sind mit Kühlrohren versehen. Die innere
Wand der Wanne bildet die zentrale Öffnung der
Wirbelschicht, durch die das Prozeßgas eingeleitet wird.
über den Rand der inneren Wand der Wanne fließt der gekühlte
Feststoff aus der stationären Wirbelschicht in die zentrale
Öffnung, wird mit dem Prozeßgas-Strom vermischt und als
dichte Suspension in einem zentralen Strahl in den Staubraum
über der Wirbelschicht mitgerissen. Dabei erfolgt eine
rapide und starke Abkühlung des Prozeßgases. Durch die
Volumenvergrößerung im Staubraum wird der Feststoff aus dem
zentralen Strahl zum größten Teil im Staubraum abgeschieden,
fällt in die stationäre Wirbelschicht zurück und wird dort
wieder gekühlt. Die Abkühlung des Prozeßgases auf die im
Staubraum gewünschte Temperatur erfolgt durch entsprechende
Kühlung des Feststoffes in der stationären Wirbelschicht und
durch Einleiten einer entsprechenden Menge von Feststoff in
die zentrale Öffnung. Die Wand des Staubraumes wird durch
Kühlrohre gekühlt. Das den restlichen Feststoff enthaltende
Gasgemisch aus Prozeßgas und Fluidisierungsgas wird in einen
Gaskühler geleitet und dort weiter gekühlt. Der Gaskühler
ist vorzugsweise über dem Staubraum angeordnet. Der
Gaskühler ist mit Wandkühlung versehen und kann zusätzlich
eingehängte Kühlflächen haben. Ein Teil des noch im Gas
suspendierten Feststoffes scheidet sich im Gaskühler ab,
fällt in den Staubraum und von dort in die stationäre
Wirbelschicht. Als Kühlmedium wird im allgemeinen Wasser
verwendet und der Gaskühler als Verdampfer geschaltet. Das
abgekühlte Gas enthält nur noch relativ geringe
Feststoffmengen. Es wird in einen Staubabscheider, wie z. B.
Zyklon, Filter oder EGR, geleitet, dort weitgehend entstaubt
und als Abgas abgeleitet oder einer weiteren Gasreinigung
zugeführt. Der im Staubabscheider abgeschiedene Feststoff
wird ganz oder teilweise in die stationäre Wirbelschicht
zurückgeführt. Je nach Zusammensetzung des Prozeßgases wird
ein Teil des Feststoffes abgezogen und durch frischen
Feststoff ersetzt. Dadurch wird verhindert, daß sich der
Feststoff zu stark mit abgeschiedenen Stoffen anreichert.
Als Fluidisierungsgas kann jedes Gas verwendet werden, das
bei der Kühlung bzw. bei nachgeschalteten Prozessen nicht
stört. In den Fällen, wo Luft für die Weiterbehandlung des
Abgases erforderlich ist, wie z. B. bei Gasen mit hohen
SO2-Gehalten, oder nicht stört, kann Luft als
Fluidisierungsgas verwendet werden. Ansonsten kann auch ein
Teil des Abgases rezirkuliert werden. Dieses muß vorher von
Stoffen gereinigt werden, welche den Anströmboden
beschädigen würden. Um die Fluidisierungsgas-Menge möglichst
gering zu halten, ist es zweckmäßig, die Korngröße des
Feststoffes in der Wirbelschicht kleiner als 1 mm mit d50
unter 0,5 mm zu halten.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß die
Suspensionsdichte in der stationären Wirbelschicht 300 bis
1500 kg/m3 Reaktorraum, vorzugsweise 500 bis 1000 kg/m3,
beträgt. In diesen Bereichen werden besonders gute
Betriebsbedingungen erzielt, da hohe Wärmeübergangszahlen
vorliegen.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß dem
Prozeßgasstrom 1 bis 10 kg/Nm3 Feststoff, vorzugsweise 2,5
bis 6 kg/Nm3, aus der stationären Wirbelschicht zugeführt
werden. Diese Bereiche ergeben die gewünschte schnelle
Abkühlung des Prozeßgases ohne die Notwendigkeit sehr großer
Kühlflächen.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß die
Beladung des aus dem oberen Teil des Gaskühlers austretenden
Gases 0,1 bis 1 kg Feststoff, vorzugsweise 0,2 bis 0,6 kg
Feststoff/Nm3, beträgt. Dadurch wird ein relativ geringer
Druckverlust im Gaskühler und eine gute Abkühlung des Gases
erzielt.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß das
Volumen des durch den Anströmboden in die stationäre
Wirbelschicht geleiteten Fluidisierungsgases 10 bis 30%,
vorzugsweise 15 bis 20%, des Volumens des Prozeßgases
beträgt. Dadurch ist der Energiebedarf für das
Fluidisierungsgas relativ gering, und bei rückgeführtem
Abgas verringern sich außerdem die Kosten für die
erforderliche Gasreinigung.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß der im
Staubabscheider abgeschiedene Feststoff gesteuert in die
stationäre Wirbelschicht zurückgeführt wird. Die im
Staubabscheider pro Zeiteinheit abgeschiedene Menge an
Feststoff ist nicht konstant. Bei einer direkten,
ungesteuerten Rückführung kann die schwankende Menge zu
verschlechterten Ergebnissen führen. Dies wird durch die
gesteuerte, gleichmäßige Zurückführung vermieden. Zwischen
Staubabscheider und Rückführungsleitung in der Wirbelschicht
wird ein Zwischengefäß angeordnet, das als Puffer dient und
aus dem der Feststoff gesteuert abgezogen wird. Der
Feststoff im Zwischengefäß wird zweckmäßigerweise leicht
fluidisiert.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß die
zentrale Öffnung der stationären Wirbelschicht durch
feuerfeste Auskleidung isoliert ist. Die zentrale Öffnung
besteht aus einem Blechmantel, der auf der Außenseite mit
Kühlflächen ausgestattet ist. Auf der Innenseite des
Blechmantels wird eine feuerfeste Auskleidung angebracht.
Dadurch wird die Bildung von Ansätzen aus erstarrten
Bestandteilen des Prozeßgases vermieden. Im Prozeßgas
enthaltene schmelzflüssige Bestandteile, die sich auf der
Auskleidung abscheiden, fließen wieder in den Reaktor
zurück.
Eine vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, daß als
Wirbelbett-Material Feststoffe eingesetzt werden, die eine
Weiterverarbeitung zusammen mit den abgeschiedenen
Materialien ermöglichen.
Die Erfindung wird anhand einer Figur und eines Beispiels
näher erläutert.
Die Figur zeigt schematisch ein Kühlsystem zur Durchführung
des Verfahrens im Längsschnitt.
In die ringförmige Wanne (1) wird von dem Gebläse (2)
Fluidisierungsluft durch den Anströmboden geblasen. In der
Wanne (1) sind Kühlelemente (3) angeordnet. Die innere Wand
der Wanne (1) bildet eine zentrale Zuführung (4) für das
Prozeßgas. Aus der in der Wanne (1) befindlichen stationären
Wirbelschicht (5) fließt Feststoff über den inneren Rand der
Wanne (1) in die Zuführung (4) in den Prozeßgasstrom (6) und
mischt sich mit diesem zu einer dichten Suspension, wobei
gleichzeitig eine schnelle und starke Abkühlung des
Prozeßgases erfolgt. Diese Suspension wird als zentraler
Strahl in den Staubraum (21) geblasen, wo infolge
Volumenvergrößerung der größte Teil des Feststoffes
abgeschieden wird und wieder in die Wirbelschicht (5)
zurückfällt. Das den restlichen Feststoff enthaltende Gas
strömt in den Gaskühler (7), der mit schematisch
dargestellter, durchgehender Wandkühlung (8) und
eingehängten Kühlflächen (9) ausgerüstet ist. Über den
Auslaß (10) strömt das weiter gekühlte Gas in den
Zyklon (11). Der abgeschiedene Feststoff fällt in das
Zwischengefäß (12), das als Puffer dient. Über das
Austragsorgan (13) und Leitung (14) wird Feststoff in
geregelter Menge in die Wirbelschicht (5) zurückgeführt. Das
von Staub befreite Gas wird über Leitung (15) abgeführt.
Über Leitung (16) wird ein Teil des Feststoffes aus der
Wirbelschicht abgezogen. Aus dem Bunker (17) kann frischer
Feststoff zum Anfahren und zum Ausgleich der Betthöhe in die
Wirbelschicht (5) zugeführt werden. Das Gas kann im
Kühler (18) noch weiter abgekühlt werden, wobei z. B.
Speisewasser aufgeheizt wird. Die Kühlelemente zur Kühlung
der Außenwand der Wanne (1) und der Wand des
Staubraumes (21) sind nur schematisch durch die oberen
Rohre (19) und die unteren Rohre (20) dargestellt.
Es wird ein Abgas aus der Verhüttung von Bleierz in einem
QSL-Reaktor gekühlt. Das Abgas fällt mit einer Temperatur
von 1010 bis 1050°C in einer Menge von 21 800 Nm3/h an. Die
Staubbeladung beträgt 215 g/Nm3. Die Zusammensetzung ist:
10,80% SO2,
15,67% CO2,
22,90% H2O,
7,83% O2,
39,80% N2.
15,67% CO2,
22,90% H2O,
7,83% O2,
39,80% N2.
Das Abgas wird durch die Zuführung (4), die einen
Durchmesser von 100 cm hat, eingeblasen. Durch den
Anströmboden der Wanne (1) werden 5000 Nm3/h Luft mit einer
Temperatur von 60°C und einem Druck von 250 mbar in die
stationäre Wirbelschicht geblasen. In der Wirbelschicht sind
Kühlbündel (3) mit einer Fläche von 42 m2 angeordnet. Aus
der Wanne (1) fließt gekühlter Feststoff mit einer
Temperatur von etwa 480°C in die Zuführung (4) in solcher
Menge, daß die Feststoffbeladung des Abgases etwa 5 kg/Nm3
beträgt. Von der mit dem Abgas zugeführten Wärme von 5,27 MW
werden etwa 3,78 MW an die Kühlbündel in der Wirbelschicht
abgeführt. Das abgekühlte Abgas tritt mit einer Temperatur
von 600°C und einer Geschwindigkeit von 5,5 m/s in den
Gaskühler (7) ein, der mit 250 m2 Kühlflächen ausgerüstet
ist. Das weiter abgekühlte Abgas verläßt den Gaskühler (7)
über Auslaß (10) mit einer Temperatur von 350°C, einer
Staubbeladung von 0,5 kg/Nm3 mit einer Geschwindigkeit von
4 m/s. Das über Leitung (15) aus dem Zyklon (11) abgeführte
Gas hat eine Staubbeladung von 5 bis 10 g/Nm3. Aus dem
Zwischenbehälter (12) werden 13,4 t/h mit einer Temperatur
von 350°C in die Wirbelschicht (5) zurückgeführt. Aus der
Wirbelschicht (5) werden 4,5 t/h Feststoff über Leitung (16)
abgezogen. Die erzeugte Dampfmenge beträgt 12,1 t/h bei
40 bar und 250°C. Als Feststoff wird zum Anfahren Sand mit
einer Korngröße unter 1 mm in die Wanne (1) eingeführt.
Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß die Kühlung der
Prozeßgase mit relativ kleinen Wärmeaustauscher-Flächen und
geringer zusätzlicher Gasmenge unter Vermeidung von
Ansatzbildung und Sulfatisierung erfolgt. Bei einem
Stillstand des vorgeschalteten Aggregates und damit
verbundenem Ausfall des Prozeßgases kann das Durchfallen von
Feststoff aus der Wirbelschicht in die vorgeschalteten
Aggregate durch Verringerung oder Abschalten des
Fluidisierungsgases verhindert werden.
Claims (8)
1. Verfahren zur Kühlung von heißen Prozeßgasen, wobei die
Prozeßgase in eine mit Kühlelementen ausgerüstete
stationäre Wirbelschicht geleitet werden, im Staubraum
über der Wirbelschicht ein Teil der im Gasstrom
suspendierten Feststoffe abgeschieden und in die
Wirbelschicht zurückgeführt wird, und aus dem Abgas in
einer Entstaubung Feststoff abgeschieden und in die
Wirbelschicht zurückgeleitet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit Kühlelementen ausgerüstete
stationäre Wirbelschicht ringförmig und wannenförmig
ausgebildet ist, durch den Anströmboden der Wanne
Fluidisierungsgas in die Wirbelschicht geleitet wird, das
Prozeßgas durch die zentrale Öffnung der Wirbelschicht
eingeleitet wird, gekühlter Feststoff aus der
Wirbelschicht über den inneren Rand der Wanne in den
Prozeßgasstrom fließt und von diesem in den Staubraum
über der Oberfläche der Wirbelschicht mitgerissen wird,
der im Staubraum abgeschiedene Feststoff in die
ringförmige Wirbelschicht zurückfällt, das den restlichen
Feststoff enthaltende und gekühlte Gas in einen mit
Kühlflächen ausgerüsteten Gaskühler geleitet wird, das
aus dem oberen Teil des Gaskühlers austretende Gas in
einen Staubabscheider geleitet wird, und der
abgeschiedene Feststoff in die stationäre Wirbelschicht
zurückgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Suspensionsdichte in der stationären Wirbelschicht
300 bis 1500 kg/m3 Reaktorraum, vorzugsweise 500 bis
1000 kg/m3, beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Prozeßgasstrom 1 bis 10 kg/Nm3 Feststoff,
vorzugsweise 2,5 bis 8 kg/Nm3, aus der stationären
Wirbelschicht zugeführt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beladung des aus dem oberen Teil
des Gaskühlers austretenden Gases 0,1 bis 1 kg Feststoff,
vorzugsweise 0,2 bis 0,8 kg Feststoff/Nm3, beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Volumen des durch den
Anströmboden in die stationäre Wirbelschicht geleiteten
Fluidisierungsgases 10 bis 30%, vorzugsweise 15 bis
20%, des Volumens des Prozeßgases beträgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der im Staubabscheider abgeschiedene
Feststoff gesteuert in die stationäre Wirbelschicht
zurückgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die zentrale Öffnung der stationären
Wirbelschicht durch feuerfeste Auskleidung isoliert ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß als Wirbelbett-Material Feststoffe
eingesetzt werden, die eine Weiterverarbeitung zusammen
mit den abgeschiedenen Materialien ermöglichen.
Priority Applications (14)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4023060A DE4023060A1 (de) | 1990-07-20 | 1990-07-20 | Verfahren zur kuehlung von heissen prozessgasen |
| NO912596A NO301131B1 (no) | 1990-07-20 | 1991-07-02 | Fremgangsmåte for avkjöling av varme prosessgasser |
| ES199191201732T ES2046844T3 (es) | 1990-07-20 | 1991-07-04 | Procedimiento para la refrigeracion de gases de un proceso a alta temperatura. |
| EP91201732A EP0467441B1 (de) | 1990-07-20 | 1991-07-04 | Verfahren zur Kühlung von heissen Prozessgasen |
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