DE4006028A1 - Verbindungsbolzen und anordnung aus komponenten - Google Patents
Verbindungsbolzen und anordnung aus komponentenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Bolzen, um Elemente wie Maschinen-
(Motor-)bestandteile oder dergleichen miteinander zu verbin
den, und sie betrifft auch Komponentenanordnungen, die mit
solchen Bolzen verbunden sind. Insbesondere betrifft die Er
findung Bolzen, um eine Pleuelanordnung zur Verwendung in
einer Brennkraftmaschine miteinander zu verbinden.
Es ist auf dem Gebiet der Bolzen bekannt, derartige Bolzen
zu benutzen, um Teile wie Maschinenelemente oder dergleichen
miteinander zu verbinden und als eine Komponentenanordnung
zu gebrauchen, indem man einen Bolzen durch eine gerade Boh
rung in jedem Element einsetzt. Ein besonderes Beispiel ist
ein Maschinenpleuel mit einer Deckelanordnung.
Bolzen mit einem Schaft, dessen Querschnitt größer als der
der Bohrungen in den Teilen ist, sind eine Art von bekannten
Bolzen. Der Schaft solcher Bolzen, manchmal als Gehäusebin
dungs- oder Preßsitzbolzen bekannt, ist so ausgelegt, daß er
eng in die Bohrung eingepaßt wird, und die Teile in richti
ger Ausrichtung zusammenhält. Ein bei solchen Bolzen auftre
tendes Problem ist, daß das Lösen der Teile von dem Schaft
infolge der engen Passung des Schaftes in den Bohrungen
schwierig ist. Ein anderes Problem besteht darin, daß das
Einsetzen des Schaftes in die Bohrungen infolge des größeren
Querschnitts des Schaftes schwierig sein kann.
Bolzen mit einem sich verjüngenden Schaft sind auch bekannt.
Bei diesen Arten von Bolzen entsteht ein Problem dadurch,
daß auch die Bohrungen normalerweise dem Schaft entsprechend
verjüngt ausgeführt werden müssen, damit der Schaft weiter
hin eng in diese Bohrungen eingepaßt werden kann. Die zur Er
zeugung solcher verjüngter Bohrungen erforderliche Spezial
bearbeitung kann die Herstellkosten beträchtlich erhöhen.
Ausführungsbeispiele für den berichteten Stand der Technik
sind in den US-PS 43 96 309, 39 71 119 und 37 90 236 zu
finden.
Bolzen werden beispielsweise dazu benutzt, um eine Pleuel
stange mit einem Pleueldeckel zu verbinden, um so eine Anord
nung zur Verwendung in einer Brennkraftmaschine zu schaffen,
bei der diese beiden Elemente eine Innenlagerfläche bilden,
mit der die Pleuelanordnung an der Kurbelwelle sitzt.
Eine Komponentenanordnung erfindungsgemäßer Art zeichnet
sich gegenüber dem aus US-PS 43 90 309 bekannten Stand der
Technik aus durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1.
Die vorliegende Erfindung schafft auch einen Bolzen zur Ver
bindung von Teilen wie Maschinenelementen oder dergleichen
in einer Anordnung, wobei jedes Teil mindestens eine gerade
Durchgangsbohrung besitzt. Derartige Bolzen sind besonders
zur Verwendung in Brennkraftmaschinen geeignet, um Pleuel
und Pleueldeckel miteinander zu verbinden und die Komponen
tenanordnungen erfindungsgemäßer Art auszubilden.
Der Bolzen enthält einen Schaft mit einem vergrößerten Ab
schnitt und einem verjüngten Einführungsabschnitt (Pilotab
schnitt). Ein Abschnitt mit reduzierter Dicke steht vorzugs
weise von dem kleineren Ende des sich verjüngenden Abschnit
tes vor. Der vergrößerte Abschnitt besitzt einen Quer
schnitt, der den der Bohrungen in den Teilen übertrifft, und
ist aus einem entsprechenden Material so aufgebaut, daß ein
Einpressen des vergrößerten Abschnitts in Preßsitzbeziehung
in die Bohrungen und ein Halten des vergrößerten Abschnitts
an dieser Stelle durch Reibwirkung ermöglicht ist. Der ver
größerte Abschnitt besitzt eine Länge, die so bemessen ist,
daß er sich durch die Bohrung in einem Teil und durch einen
ausreichenden Axialanteil der Bohrung im anderen Teil er
streckt, um die Teile aneinander anstoßend zu halten und
auch leichtes Lösen mindestens des anderen Teils von dem
vergrößerten Abschnitt zu ermöglichen.
Der Einführungsabschnitt besitzt einen Querschnitt, der klei
ner als der der Bohrungen ist, um ein Einsetzen des Schaftes
in die Bohrungen zu erleichtern. Der Einführungsabschnitt
ist so verjüngt, daß dann, wenn der Einführungsabschnitt
durch die Bohrung hindurchtritt, der vergrößerte Abschnitt
in koaxialer Beziehung zu diesem geführt wird Bei einer Pleu
elanordnung begrenzt die Ausdehnung der vergrößerten Ab
schnitte der Bolzen durch die begrenzten Längen der Verbin
dungsbohrungen in dem Pleuelstangendeckel die Reibhaltung
des Pleuelstangendeckels mit den Bolzen und unterstützt so
das Entfernen des Pleuelstangendeckels von dem Pleuel. So er
möglicht der Einsatz des erfindungsgemäßen Bolzens den Zusam
menbau der Anordnung ebenso wie das Zerlegen oder Auseinan
derbauen der Teile, wie es bei Reparaturen, Wartungsarbei
ten, Verbesserungen oder dergleichen notwendig werden kann.
Der Bolzen kann mit Bohrungen von konstantem Querschnitt be
nutzt werden und erfordert keine sich verjüngenden Bohrun
gen, so daß die teure Bearbeitung zur Erzeugung von verjüng
ten Bohrungen wegfällt.
Die vorliegende Erfindung wird nun beispielsweise anhand der
Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Pleuelverbindung mit erfin
dungsgemäßen Bolzen, die in das Pleuel und den Pleu
eldeckel eingesetzt sind, wobei Teile des Pleuels
und des Pleueldeckels weggebrochen sind, um einen
Bolzen zu zeigen,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines in der Vorrich
tung nach Fig. 1 verwendeten Bolzens, und
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemä
ßen Bolzenanordnung, bei der der Eingriff des Bol
zens mit der Bohrungswand gezeigt ist.
In der Zeichnung ist ein erfindungsgemäßer Bozen 10 darge
stellt zur Verwendung in einer Pleuelstangenanordnung 12, um
eine Pleuelstange 14 mit einem Pleueldeckel 16 zusammenzuhal
ten. Natürlich kann der Bolzen 10 auch zum Verbinden anderer
Arten von Elementen wie Maschinenelementen oder dergleichen
benutzt werden, jedoch ist er zur Verwendung bei einer Pleu
elstangenanordnung 12 besonders geeignet und wird nun mit
dieser Anordnung beschrieben.
Die Pleuelstangenanordnung 12 enthält die Pleuelstange 14
mit einer an einem Ende ausgebildeten gebogenen Lagerfläche
18 und einem Stangenansatz 20 an jeder Seite der Lagerflä
che. Die Pleuelstangenanordnung 12 enthält auch den Pleuel
stangendeckel 16 mit einer gebogenen Lagerfläche 24 entspre
chend der Lagerfläche 18 der Pleuelstange 14 und einem an
jedem Ende ausgebildeten Deckelansatz 26. Die Stangenansätze
20 und die Deckelansätze 26 sind aus einem deformierbaren Ma
terial gebildet, in jedem Ansatz befindet sich eine längli
che, allgemein gerade Zylinderbohrung 28, 30 und jede Boh
rung besitzt im wesentlichen konstanten Querschnitt über
ihre gesamte Länge. Die Deckelansätze 26 sind mit den Stan
genansätzen 20 in Eingriff bringbar und ermöglichen, daß die
Lagerflächen 28, 24 bei zusammengebauter Anordnung ein Ring
gehäuse oder Auge an dem großen Ende des Pleuels bilden,
dazu ausgelegt, einen axialen Pleuelabschnitt der Kurbelwel
le (nicht dargestellt) zu umgeben. Wenn die Deckelansätze 26
mit den Stangenansätzen 20 in Eingriff sind, sind die darin
befindlichen Bohrungen 28, 30 koaxial zueinander ausgerich
tet, so daß Bolzen 10 da hindurch eingesetzt werden können.
Der Bolzen 10 umfaßt einen Schaft 32 mit einem vergrößerten
Abschnitt 34 und einem Einführungsteil 36. Der vergrößerte
Abschnitt 34, in Fig. 3 als der Teil des Schaftes 32 zwi
schen den Ebenen A-A und C-C dargestellt besitzt einen Quer
schnitt, der den der Bohrungen 28, 30 übertrifft und ist aus
einem deformierbaren Material gebildet. Da die Stangen- und
Deckelansätze 20, 26 und der vergrößerte Abschnitt 34 aus
verformbarem Material ausgebildet sind, kann der vergrößerte
Abschnitt mit Kraft in die Bohrungen 28, 30 eingesetzt und
mit Reibkraft darin gehalten werden. Es ist zu verstehen,
daß entweder der vergrößerte Abschnitt 34 oder die Stangen
und Deckelansätze 20, 26 aus deformierbarem Material beste
hen können, ohne vom Schutzbereich der Erfindung abzu
weichen.
Die Länge des vergrößerten Abschnitts 34 ist so ausgelegt,
daß er durch die Gesamtlänge der Bohrung 28 im Stangenansatz
20 und durch einen Teil der Bohrung 30 im Deckelansatz 26
hindurchreicht, wie in Fig. 3 gezeigt, und zwar durch die
Dehnung der Wände der Bohrung in dem Stagenansatz und dem
Teil der Bohrung im Deckelansatz über der Ebene C-C. Wie ge
zeigt, behält der Teil der Bohrung 30 in dem Deckelansatz 26
unter der Ebene C-C seine Originalgröße. Der vergrößerte Ab
schnitt 34 wird durch Reibung in den Bohrungen 28, 30 zurück
gehalten und hält dadurch den Deckelansatz 26 und den Stan
genansatz 28 in Anlage eng beieinander mit koaxialer Ausrich
tung der Bohrungen. Die begrenzte Eingrifflänge des vergrö
ßerten Abschnitts 34 in die Bohrung 30 im Deckelansatz 26
reicht aus, um durch Reibung den vergrößerten Abschnitt in
dieser Bohrung zu halten, erlaubt jedoch einfaches Lösen des
Deckelansatzes 26 von dem vergrößerten Abschnitt, ohne daß
ein ungebührlicher Kraftaufwand nötig ist. Dadurch wird der
Abbau der Deckelansätze 26 von dem Stangenansatz 20 erleich
tert, wie es bei Reparaturen, Wartungen, Verbesserungen oder
dergleichen nötig sein kann.
Der vergrößerte Abschnitt 34 ist benachbart zum Einführungs
abschnitt 36 an einem Ende 38 verjüngt ausgeführt, in Fig. 3
als ein Teil des vergrößerten Abschnitts zwischen den Ebenen
B-B und C-C gezeigt, um das Einsetzen des vergrößerten Ab
schnitts in die Bohrungen 28, 30 zu erleichtern, wie näher
erläutert wird. Die Länge des nicht verjüngten Teils 40 des
vergrößerten Abschnitts 34 ist geringer als die Länge der
Bohrung 28 in dem Stangenansatz 28, so daß bei in die Boh
rung 28 im Stangenansatz eingesetztem vergrößerten Abschnitt
34 ein Teil des sich verjüngenden Endes 38 in der Bohrung 28
sitzt, wie in Fig. 3 gezeigt. Das sich verjüngende Ende 38
des vergrößerten Abschnitts 34 geht auch in den Deckelansatz
26, um eine Verbindung des Deckelansatzes mit dem Stangenan
satz 28 zu ermöglichen, wie nachher beschrieben wird. Es ist
zu verstehen, daß der gesamte vergrößerte Abschnitt 34 ver
jüngt ausgeführt sein kann. Alternativ dazu kann der vergrö
ßerte Abschnitt 34 so bemessen sein, daß der sich nicht
verjüngende Teil 40 gleich lang oder länger als die Bohrung
28 in dem Stangenansatz ist.
Der Querschnitt des vergrößerten Abschnitts 34 sollte allge
mein dem Querschnitt der Bohrungen 28, 30 in den Ansätzen
entsprechen, damit der vergrößerte Abschnitt eng in die Boh
rungen eingepaßt und darin durch Reibung gehalten werden
kann. Deshalb ist der Querschnitt des vergrößerten Ab
schnitts 34 kreisförmig ausgebildet, um den allgemein kreis
zylindrischen Bohrungen 28, 30 in den Stangen- und Deckelan
sätzen 20, 26 zu entsprechen. Es ist zu verstehen, daß der
Querschnitt des vergrößerten Abschnitts 34 aber auch anders
geformt sein kann. Der Querschnitt des vergrößerten Ab
schnitts 34 ist ausreichend groß, so daß beim Lösen des Dec
kelansatzes 26 von dem vergrößerten Abschnitt dieser vergrö
ßerte Abschnitt weiter durch Reibung im Stangenansatz 26 ge
halten wird, um die Gefahr eines Verlustes des Bolzens 10 zu
verkleinern. Das Zurückhalten des vergrößerten Abschnitts 34
in dem Stangenansatz 20 ermöglicht auch den Wiederzusammen
bau, da das Wiedereinsetzen des Schaftes 32 in den Stangenan
satz 20 unnötig ist, und der Bolzen 10 in der richtigen Lage
ist, um die Deckelansätze 26 aufzusetzen, wie beschrieben
wird.
Der vergrößerte Abschnitt 34 besitzt Längskeile 42 an
seiner Oberfläche, um die Reibpassung des vergrößerten Ab
schnitts in den Bohrungen 28, 30 in den Stangen- und Decke
lansätzen 20, 26 zu erleichtern und ein Verdrehen des Schaf
tes 32 in den Bohrungen zu verhindern. Wenn der vergrößerte
Abschnitt 34 mit den daran befindlichen Keilen 42 in die Boh
rungen 28, 30 eingesetzt wird, schneiden die Keile entweder
Nuten in die Wände der Bohrungen und werden dort eingebet
tet, oder die Keile selbst verformen sich, je nach der Ver
formbarkeit des Materials der Keile bzw. der Ansätze. In
jedem Fall wird die Reibpassung des vergrößerten Abschnitts
34 in den Bohrungen 28, 30 erleichtert. Die Keile 42 können
durch Gießen, Einformen, Bearbeiten oder irgend einen ande
ren Vorgang hergestellt werden. Die Keile 42 erleichtern
auch die Ausbildung des sich verjüngenden Endes 38, wie noch
beschrieben wird. Die Keile 42 erleichtern die Anpassung des
vergrößerten Abschnitts 34 an die Form der Bohrungen 28, 30
in den Stangen- und Deckelansätzen 20, 26, da sich Keile
leichter verformen als ein massiver Schaft.
Der Einführungabschnitt 36, nach Fig. 3 der Anteil des Schaf
tes 32 zwischen den Ebenen C-C und D-D, ist verjüngt ausge
führt und hat einen kleineren Querschnitt als die Bohrungen
28, 30. Das Einsetzen des Schaftes 32 in die Bohrungen 28,
30 wird dadurch erleichtert, da der Einführungsabschnitt 36
einfach in die Bohrungen eingesetzt werden kann, verglichen
mit dem Einsetzen der Enden des vergrößerten Abschnitts 34,
die größer als die Durchmesser der Bohrungen sind. Die Ver
jüngung des Einführungsabschnitts 36 erleichtert auch das
Ausrichten des Schaftes 32 in den Bohrungen 28, 30, da beim
Eintreten des Einführungsabschnitts 36 in die Bohrungen der
vergrößerte Abschnitt 34 allmählich in koaxialer Beziehung
zu den Bohrungen eingeleitet wird. Die Form des Querschnitts
des Einführungsabschnitts 36 sollte allgemein der der Bohrun
gen 28, 30 in den Stangen- und Deckelansätzen 20, 26 so ent
sprechen, daß der Einführungsabschnitt sich satt an die
Wände der Bohrungen anlegt. Der Querschnitt des Einführungs
abschnitts 36 ist deswegen bevorzugt kreisförmig. Es ist
jedoch zu verstehen, daß der Querschnitt des Einführungsab
schnitts 36 auch anders geformt sein kann.
Das verjüngt ausgeführte Ende 38 des vergrößerten Abschnitts
leitet den vergrößerten Abschnitt 34 in koaxiale Beziehung
zu den Bohrungen 28, 30 in gleicher Weise wie der eben be
schriebene Einführungsabschnitt 36. Das sich verjüngende
Ende 38 ermöglicht auch die Verbindung des Deckelansatzes 26
mit dem Stangenansatz 20, da die Länge des vergrößerten Ab
schnitts 34, der in die Bohrung 30 im Deckelansatz vorsteht,
verringert ist, so daß die zum Einsetzen des vergrößerten Ab
schnitts in die Bohrung benötigte Kraft verringert wird. Dar
überhinaus ermöglicht das sich verjüngende Ende 38, den Dek
kelansatz 26 auf den vergrößerten Abschnitt 34 aufzudrücken,
nachdem dieser bereits in den Stangenansatz 20 eingesetzt
wurde, so daß die Stangen- und Deckelansätze nicht erst beim
Einsetzen des Schaftes 32 in die Bohrungen 28, 30 in richti
ger Ausrichtung gehalten werden müssen. Der Schaft 32 wird
nicht durch den Druck des Pleueldeckels 16 aus der Bohrung
30 in dem Stangenansatz 20 hinausgedrückt, da die durch den
größeren, unverjüngten Teil 40 erzeugte Passung enger als
die durch den verjüngten Teil 38 erzeugte ist.
Der Einführungsabschnitt 36 des Bolzens wird so hergestellt,
daß ein Abschnitt des Schaftes 32 mit einem konstanten Quer
schnitt gewalzt wird. Der zu walzende Anteil des Schaftes 32
besitzt an seiner Oberfläche durch Gießen, Formen, Bearbei
ten oder dergleichen vor dem Walzvorgang ausgebildete Längs
keile 44. Während des Walzens fließt das verformte Metall in
die Zwischenräume zwischen den Längskeilen 44 und ermöglicht
so die Ausbildung der Verjüngung. Da die größte Verformung
bei dem engen Ende des Einführungsabschnitts 36 erzeugt
wird, erscheinen die Längskeile in diesem Bereich mehr abge
flacht als die Längskeile am entgegengesetzten Ende.
Der Bolzen 10 besitzt weiter einen Kopf 46, der an dem dem
Einführungsabschnitt 36 gegenüberliegenden Ende des vergrö
ßerten Abschnitts 34 anbracht ist. Der Kopf 46 legt sich an
den Stangenansatz 20 an, um das Eintreten des vergrößerten
Abschnitts 34 in die Bohrung 30 des Deckelansatzes 26 zu be
grenzen. Das hilft sicherzustellen, daß die korrekte Länge
des vergrößerten Abschnitts 34 in die Bohrung 30 in dem Dek
kelansatz 26 eintritt, so daß der vergrößerte Abschnitt mit
Reibungskraft darin zurückgehalten, jedoch auch wieder ohne
ungebührlichen Kraftaufwand daraus gelöst werden kann. Es
ist wichtig die korrekte Länge des vergrößerten Abschnitts
34 in die Bohrung 30 in dem Deckel 26 eintreten zu lassen,
da dann, wenn die darin eingetretenen Länge zu klein ist,
die durch Reibkraft erzeugte Rückhaltung möglicherweise
nicht ausreicht, den Deckelansatz 26 mit dem Stangenansatz
20 zusammenzuhalten. Tritt ein zu großer Anteil des vergrö
ßerten Abschnitts 34 in die Bohrung 30 im Deckelansatz 26
ein, so wird eine große Kraft erforderlich, um den Deckelan
satz 26 von dem vergrößerten Abschnitt abzuziehen, so daß
ein Auseinanderbauen schwierig wird. Es ist zu verstehen,
daß der vergrößerte Abschnitt 34 auch andere Anschläge außer
einem Kopf an seinem Ende haben kann.
Der Schaft 32 des Bolzens hat einen reduzierten Abschnitt
48, der in Fig. 3 als der Teil des Schaftes zwischen den
Ebenen D-D und E-E gezeigt ist, benachbart dem gegenüber dem
vergrößerten Abschnitt 34 liegenden Ende des Einführungsab
schnitts 36. Der reduzierte Abschnitt 48 hat allgemein einen
kreisförmigen Querschnitt, der kleiner als der der Bohrungen
28, 30 ist. Der reduzierte Abschnitt 48 besitzt auch ein in
neres Ende 54 benachbart zum Einführungsabschnitt 36, und
ein Gewindeende 50 entgegengesetzt zum Einführungsabschnitt.
Das innere Ende 54 ist ausreichend lang, so daß bei in die
Bohrungen 28, 30 eingesetztem Schaft 32 das Gewindeende 50
aus der Bohrung 30 im Deckelansatz 26 hervorsteht, damit
eine Mutter 52 aufgeschraubt werden kann bis zur Anlage an
dem Deckelansatz 26. Es ist zu verstehen, daß der reduzierte
Abschnitt 48 auch andere Arten von Anschlägen an seinem Ende
besitzen kann. Das innere Ende 54 besitzt auch einen Quer
schnitt, der kleiner als der Querschnitt des Gewindeendes 50
ist, um eine Verformung der Gewindegänge zu verringern, wie
beschrieben wird.
Das Gewindeende 50 des reduzierten Abschnitts muß normaler
weise aus der Bohrung 30 im Deckelansatz 26 hervorstehen, da
in den meisten Brennkraftmaschinen unzureichend Raum neben
dem Stangenansatz 20 vorhanden ist, um ein Werkzeug zum An
ziehen der Mutter 52 ansetzen zu können. Die Reibzurückhal
tung des vergrößerten Abschnitts 34 in den Bohrungen 28, 30
ermöglicht es, daß die Stab- und Deckelansätze 20, 26 vor
Aufsetzen der Mutter 52 in korrekter Ausrichtung an einer
Kurbelwelle ohne Benutzung einer Klammer oder dergleichen zu
sammengehalten werden. Die Mutter 52 kann auch erst zu einem
späteren Zeitpunkt aufgeschraubt und angezogen werden, wäh
rend die Stab- und Deckelansätze 20, 26 bereits in korrekter
Ausrichtung zusammengehalten sind, falls die Reibkraft zwi
schen dem vergrößerten Abschnitt 34 und den Stangen- und Dek
kelansätzen genügend stark ist.
Mit dem an einem Ende des Schaftes 32 in der beschriebenen
Weise angebrachten Kopf 46 sitzen die Stangen- und Deckel
ansätze 20, 26 zwischen dem Kopf 46 und der Mutter 52 nach
Fig. 1 eingeklemmt. Die Festigkeit der Verbindung zwischen
dem Schaft 32, dem Kopf 46 und der Mutter 52 sollte ausrei
chen, um während des Maschinenbetriebs den Deckelansatz 26
und den Stangenansatz 20 aneinander anliegend zu halten. Die
Reibkräfte zwischen dem vergrößerten Abschnitt 34 und den
Bohrungen 28, 30 werden wahrscheinlich nicht ausreichen, um
die Ansätze 20, 26 während des Maschinenbetriebs zusammenzu
halten, infolge der großen Kurbelwellengeschwindigkeit und
der dadurch auf die Pleuelstangenanordnung 12 ausgeübten
Kräfte. Um einer Ermüdung der Bolzen 10 im Betrieb vorzubeu
gen, wird jede Mutter 52 an der Anordnung soweit angezogen,
daß der jeweilige Schaft 32 über eine möglicherweise auftre
tende Zugspannung hinaus unter Spannung versetzt wird. Die
durch diese Zusammenbauspannung entstehende Bolzenstreckung
findet am inneren Ende 54 des reduzierten Abschnitts benach
bart zum Einführungsabschnitt 36 statt, da hier der relativ
kleinere Querschnitt auftritt, und nicht im Gewindeende 50.
Je nachdem, wie der Bolzens 10 eingesetzt ist, kann die Reib
kraft des vergrößerten Abschnitts 34 in den Bohrungen 28, 30
ausreichen, um die beiden Teile zusammenzuhalten, so daß ein
Gewindeabschnitt am reduzierten Teil unnötig wird. Das kann
beispielsweise dann zutreffen, wenn die Teile nur für kurze
Zeit zusammenzuhalten oder keinen großen Trennkräften unter
worfen sind. Es ist daher zu verstehen, daß an dem Schaft 32
für diese Fälle auch der reduzierte Abschnitt 48 weggelassen
werden kann, wobei immer noch der Schutzbereich der Erfin
dung nicht verlassen ist.
Es ist zu verstehen, daß der Bolzen 10 auch einen Stutzen
mit einem Ankerabschnitt, einem vergrößerten Abschnitt und
einem Einführungsabschnitt aufweisen kann, bei dem der ver
größerte Abschnitt zwischen dem Ankerabschnitt un dem Einfüh
rungsabschnitt angeordnet ist. Der Ankerabschnitt kann
Mittel besitzen, die das Zurückhalten des Stutzens in einer
der Bohrung bewirken, und das Einführen des vergrößerten Ab
schnitts und des Einführungsabschnitts in die andere Boh
rung. Solche Mittel können z.B. Außengewindegänge in dem Ver
ankerungsabschnitt umfassen, die Innengewindegängen in der
einen Bohrung entsprechen, so daß der Verankerungsabschnitt
des Stutzens in die Bohrung eingeschraubt und darin festge
halten werden kann. Der vergrößerte Abschnitt des Stutzens
ist dann gleichartig zu dem bisher beschriebenen Teil des
vergrößerten Abschnitts 34, der sich in die Bohrung 30 in
dem Deckelansatz 26 erstreckt, so daß der vergrößerte Ab
schnitt des Stutzens in die andere Bohrung eingesetzt und
durch Reibkraft darin zurückgehalten werden kann. In glei
cher Weise ist der Einführungsabschnitt des Stutzens ähnlich
oder gleichartig zu dem bisher beschriebenen Einführungsab
schnitt 36 um das Einsetzen des Stutzens in die andere Boh
rung und das Einleiten des Stutzens in koaxialer Beziehung
mit dieser zu ermöglichen.
Der Stutzen kann durch Einschrauben des Verankerungsab
schnitts in die Öffnung der Gewindebohrung eingesetzt
werden, die sich an den Anschlag zwischen den Teilen an
schließt. Das andere Teil kann dann auf den vergrößerten Ab
schnitt aufgedrückt und durch Reibkraft daran zurückgehalten
werden, so daß die Teile in gleicher Weise wie die Deckel
und Stangenansätze 26, 20 in der beschriebenen Weise zusam
mengehalten werden. Der Bolzen kann dadurch bei Anwen
dungsfällen eingesetzt werden, bei denen nur ein beschränk
ter Zugang zu der Öffnung an dem Ende der Gewindebohrung ent
gegengesetzt zum Anschlag zwischen den Teilen vorhanden ist.
Der Stutzen kann einen reduzierten Abschnitt enthalten, der
sich vom schmäleren Ende des Einführungsabschnitts in glei
cher Weise erstreckt wie der beschriebene reduzierte Ab
schnitt 48. Ein derartiger reduzierter Abschnitt besitzt ein
Gewindeende gegenüber dem Einführungsabschnitt und ausrei
chende Länge, so daß beim Einschrauben des Stutzens in die
Gewindebohrung in den einen Teil, wenn die Teile aneinander
angeschlagen sind, das Gewindeende aus der Bohrung im ande
ren Teil hervorstehen kann. Eine Mutter kann dann auf das Ge
windeende bis zur Anlage an das andere Teil aufgeschraubt
werden, um die Teile weiter in Anlage aneinander zu halten.
Claims (12)
1. Eine Komponentenanordnung (12) aus zwei Teilen (14, 16),
die jeweils mindestens eine Durchgangsbohrung (28, 30) be
sitzen und einem Bolzen (10) mit einem Schaft (32), der
einen vergrößerten Abschnitt (34) und einen Einführungsab
schnitt (36) besitzt, wobei der vergrößerte Abschnitt
einen größeren Querschnitt als die Bohrungen besitzt und
aus einem entsprechenden Material so aufgebaut ist, daß
ein Einsetzen des vergrößerten Abschnitts in die Bohrun
gen und ein durch Reibkraft bewirktes Zurückhalten darin
möglich ist, wobei der Einführungsabschnitt einen kleine
ren Querschnitt als die Bohrungen besitzt, um das Einset
zen des Schaftes in diese zu ermöglichen, und der Einfüh
rungsabschnitt verjüngt ausgeführt ist, so daß, wenn der
Einführungsabschnitt durch die Bohrungen hindurchtritt,
der vergrößerte Abschnitt in koaxiale Beziehung dazu ge
leitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen
(28, 30) geradlinig sind und daß der vergrößerte Ab
schnitt (34) eine Länge besitzt, die so bemessen ist, daß
der vergrößerte Abschnitt sich durch die Bohrung (28) in
einem Teil (14) und durch einen ausreichenden Axialab
schnitt der Bohrung (30) in dem anderen Teil (16) er
streckt, um die Teile in Anlagebeziehung zueinander zu
halten und leichtes Lösen mindestens des anderen Teils
von dem vergrößerten Abschnitt zuzulassen.
2. Komponentenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der vergrößerte Abschnitt (34) aus einem verform
baren Material aufgebaut ist, um das Einsetzen desselben
in die Bohrungen (28, 30) zu erleichtern.
3. Komponentenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der vergrößerte Abschnitt (34) benach
bart (38) zum Einführungsabschnitt (36) verjüngt ausge
führt ist, und daß die Länge des unverjüngten Teils (40)
des vergrößerten Abschnitts geringer als die Länge minde
stens einer (28) der Bohrungen ist.
4. Komponentenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der Schaft (32) kreisförmigen
Querschnitt besitzt.
5. Komponentenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des vergrößer
ten Abschnitts (34) so ausgelegt ist, daß beim Lösen der
Teile (14, 16) voneinander der vergrößerte Abschnitt
durch Reibkraft in einer (28) der Bohrungen zurückgehal
ten ist.
6. Komponentenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil des vergrö
ßerten Abschnitts (34) mit Längskeilen (42, 44) an seiner
Oberfläche versehen ist, um die Reibrückhaltung des
vergrößerten Abschnitts in den Bohrungen (28, 30) zu er
leichtern.
7. Komponentenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß der Schaft (32) weiter einen re
duzierten Abschnitt (48) umfaßt, der sich von dem dem ver
größerten Abschnitt (34) gegenüberliegenden Ende des Ein
führungsabschnitts (36) erstreckt, daß der reduzierte Ab
schnitt einen kleineren Querschnitt als die Bohrungen
(28, 30) besitzt und ein Gewindeende (50), wobei der redu
zierte Abschnitt so aureichend lang ist, daß bei in die
Bohrungen eingesetztem Schaft das Gewindeende aus einer
der Bohrungen hervorsteht und eine Mutter (52) so darauf
aufschraubbar ist, daß die Mutter sich an eines (16) der
Teile anlegt, um die Teile (14, 16) in Anlagebeziehung zu
halten.
8. Komponentenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Bolzen (10) weiter einen an
dem dem Einführungsabschnitt (36) gegenüberliegenden Ende
des vergrößerten Abschnitts (34) angebrachten Kopf (46)
umfaßt, so daß bei in die Bohrungen (28, 30) eingesetztem
Schaft der Kopf an einem (14) der Teile anliegt, um die
Erstreckung des vergrößerten Abschnitts in der Bohrung
(30) des anderen Teiles (16) zu begrenzen und die durch
Reibkraft bestimmte Zurückhaltung des vergrößerten Ab
schnitts darin zu ermöglichen und ein leichtes Abbauen
mindestens des anderen Teils von dem vergrößerten Ab
schnitt zuzulassen.
9. Komponentenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Bolzen (10) einen Stutzen
mit einem Verankerungsabschnitt umfaßt, daß der vergrößer
te Abschnitt zwischen dem Verankerungsabschnitt und dem
Einführungsabschnitt angeordnet ist, daß der Verankerungs
abschnitt Mittel besitzt, die das Zurückhalten des Stut
zens in einer der Bohrungen (28, 30) ermöglichen und den
vergrößerten Abschnitt und den Einführungsabschnitt in
die andere Bohrungen erstrecken lassen.
10. Komponentenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Komponentenanordnung
eine Pleuelstangenanordnung (12) umfaßt, daß eines der
Teile einen Pleuelstab (14) mit an einem Ende angebrach
ter gebogener Lagerfläche (18) umfaßt, daß die Lagerflä
che an jedem ihrer Enden einen Stangenansatz (20) ausge
bildet besitzt, daß jeder Stangenansatz eine gerade
Durchgangsbohrung (28) darin besitzt, daß das andere
Teil einen Pleuelstabdeckel (16) mit einer gebogenen La
gerfläche (24) und an jedem von deren Enden angebrachten
Deckelansatz (26) umfaßt, daß jeder Deckelansatz eine
gerade Durchgangsbohrung (30) aufweist, wobei jeder Dek
kelansatz mit einem jeweiligen Stangenansatz in Verbin
dung bringbar ist, so daß die Lagerflächen ein zum Umfas
sen eines Axialabschnitts einer Kurbelwelle ausgelegtes
Ringgehäuse bilden und zum Verbinden des Pleuelstangen
stabes daran mit einer Bohrung in einem Deckelansatz ver
sehen ist, der mit einer Bohrung (28) in einem Stangenan
satz ausgerichtet ist, wenn ein Bolzen (10) in jedes
Paar miteinander ausgerichteter Bohrungen eingesetzt
ist.
11. Komponentenanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeder vergrößerte Abschnitt (34) jedes Bol
zens (10) sich durch die gesamte Länge der jeweiligen
Bohrungen (28) in den Stangenansätzen (20) erstreckt.
12. Bolzen zur Verwendung in einer Komponentenanordnung nach
einem der Ansprüche 1 bis 11.
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