DE3934265A1 - Gebaeude-bauteil, insbesondere fenster, tuer od. dgl. und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents
Gebaeude-bauteil, insbesondere fenster, tuer od. dgl. und verfahren zu seiner herstellungInfo
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Description
Die Erfindung richtet sich auf ein Gebäude-Bauteil,
insbesondere Fenster, Tür od. dgl. umfassend einen fest
mit dem Gebäude zu verbindenden Blendrahmen und einen
in diesem schwenkbar gelagerten Flügelrahmen, wobei
Blendrahmen und Flügelrahmen aus Holzteilen zusammen
gefügt sind, welche insbesondere zur Innenseite des
Rahmens hin ein eingefrästes Profil aufweisen.
Entsprechend dem Vorstehenden sind praktisch alle der
zeit auf dem Markt befindlichen Holzfenster bzw. Holz
türen für die Außenseite von Gebäuden ausgestaltet.
Die eingefrästen Profile umfassen in der Regel einen
Mehrfachfalz, wodurch eine hohe Abdichtung im ge
schlossenen Zustand und damit ein zuverlässiger Schutz
gegen Witterungseinflüsse erreicht werden soll. Für
die Profile des Blendrahmens und des Flügelrahmens
werden jeweils unterschiedliche Profilkonfigurationen
verwendet, was entsprechend den Einsatz unterschied
licher Fräswerkzeuge erforderlich macht. Dies führt
dazu, daß die Fertigung von Flügelrahmenleisten und
Blendrahmenleisten praktisch in völlig gesonderten
Herstellungsprozessen erfolgt, so daß der erreichbare
Rationalisierungsgrad hierdurch beschränkt ist.
Weiterhin ist bei herkömmlichen derartigen Bauteilen,
z. B. Fenstern, vorgesehen, daß die Verglasung durch
Glasleisten festgelegt wird. Diese Glasleisten werden
nach dem Einsetzen der Scheibe von der später der Ge
bäudeinnenseite zugewandten Seite des Rahmens her ein
gesetzt und durch Stiftnägel festgelegt. Dementspre
chend ist diese Art der Verglasung ästhetisch nicht
befriedigend, weil zum einen die Nagelenden sichtbar
bleiben, und weil zum andern die Glasleisten aus einer
anderen Holzcharge hergestellt sind, so daß es inner
halb ein und derselben Holzart zu deutlich sichtbaren
und zuweilen als störend empfundenen Farbabweichungen
kommen kann. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß es
an der Außenseite solcher Fenster insbesondere im Be
reich der Unterkante der Scheibe zu Alterungserschei
nungen kommt, wenn an der Scheibe ablaufendes Wasser
in den Zwischenraum zwischen Scheibe und Profilrand
eindringt bzw. über das untere Holzprofil läuft und
dieses dabei angreift.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, ein Gebäude-Bauteil der eingangs genannten Art
so auszugestalten, daß es herstellungstechnisch ko
stengünstiger gefertigt werden kann, und gleichzeitig
auch noch verbesserte Gebrauchseigenschaften bei einem
vorteilhafteren ästhetischen Erscheinungbild erreicht
werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
das zur Rahmeninnenseite gerichtete Profil als bei
Blendrahmen und Flügelrahmen identisches Basisprofil
derart ausgebildet ist, daß es eine sich zur Gebäude
innenseite öffnende, im wesentlichen L-förmige Konfi
guration aufweist, wobei der kürzere L-Schenkel bei
dem Blendrahmen als Anschlag für den Flügelrahmen und
bei dem Flügelrahmen als Anschlag für die Flügelrah
menfüllung, insbesondere eine Verglasung, fungiert,
und wobei der längere L-Schenkel zwei parallel zuein
ander verlaufende Nuten aufweist, welche beim Blend
rahmen zur Festlegung von Beschlägen, wie Schließ
platten und dgl., und beim Flügelrahmen zur Belüftung
des Glasfalzes der Verglasung od. dgl. und zur Festle
gung von Halteteilen für die Füllung, insbesondere die
Verglasung dienen.
Durch diese Lösung wird ein in der Fachwelt existie
rendes Vorurteil überwunden, welches davon ausging,
daß zur Erzielung der gewünschten Gebrauchs- und
Dichteigenschaften Blendrahmen und Flügelrahmen je
weils individuell angepaßte Profile aufweisen müßten.
Dies war insbesondere auch dadurch bedingt, daß man
davon ausging, daß z. B. bei Fensterflügelrahmen von
der Innenseite her eine Glasleiste zur Festlegung der
Scheibe angebracht werden müsse, was das Grundprofil
eines derartigen Flügelrahmens bereits wesentlich vor
bestimmte. Es sind zwar Versuche bekannt geworden, bei
Fenstern die Scheibe durch ein von der Außenseite her
eingesetztes Dichtprofil aus EPDM mit vulkanisierten
Eckverbindungen zu realisieren, jedoch ging man auch
dabei davon aus, daß jedenfalls der Blendrahmen ein
anderes, individuelles Profil aufweisen müsse.
Demgegenüber wird mit der Erfindung der fertigungs
technische Vorteil erreicht, daß Leisten für Flügel
rahmen und Blendrahmen zunächst ungeachtet ihrer
späteren Verwendung in einer gemeinsamen Bearbeitungs
straße insbesondere gefräst werden können, wobei dann
erst in einer späteren Bearbeitungsphase bei Erstel
lung des jeweils gegenüberliegenden Profils eine In
dividualisierung auf die spätere Verwendung hin er
folgt. Dieser für den Außenstehenden auf den ersten
Blick wenig gravierende fertigungstechnische Unter
schied macht sich im mit großen Stückzahlen arbeiten
den Produktionsprozeß ganz gravierend bemerkbar und
führt zu einer erheblichen Produktionsbeschleunigung
verbunden mit Kosteneinsparungen.
Aber auch hinsichtlich des Produkts als solchen wird
erfindungsgemäß eine Reihe von Vorteilen erreicht. So
kann die dem Innenraum zugewandte Seite eines Flügel
rahmens besonders dekorativ ausgestaltet werden und es
wird insbesondere vermieden, daß der Betrachter von
innen eine Glasleiste sieht, welche gegebenenfalls
einen anderen Holzfarbton aufweist und mit Stiften
festgelegt ist. Darüber hinaus kann an der Außenseite
der Scheibe im Bereich von deren Unterkante gleich
zeitig mit der Festlegung der Scheibe durch ein ent
sprechendes Halteprofil ein zusätzlicher Verwitte
rungsschutz erzielt werden.
Die auf den ersten Blick überflüssig erscheinenden Nu
ten im Blendrahmen können erfindungsgemäß einerseits
zu einer besonders vorteilhaften und einfachen Festle
gung von Beschlagteilen, wie z. B. Schließplatten, ver
wendet werden, wobei gleichzeitig die jeweils zweite
Nut dazu dienen kann, Wasser, welches z. B. bei Schlag
regen eindringt, abzuleiten. Damit löst sich die er
findungsgemäße Konzeption auch insoweit wieder von dem
Vorurteil, daß das Fensterprofil sich an die Vorgabe
durch die marktgängigen Beschläge anpassen müsse und
sieht demgegenüber für die erfindungsgemäße Lösung
vor, daß spezielle Beschläge geschaffen und verwendet
werden, welche in eine derartige Nut einsetzbar und
dort leicht zu befestigen sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgese
hen, daß von dem freien Ende des kurzen L-Schenkels
ein wenigstens teilweise abgerundeter Abschnitt zur
Außenseite der Leiste hin verläuft. Diese Maßnahme
bietet eine ästhetisch besonders ansprechende Lösung,
welche einem derartigen Fenster auch eine ganz charak
teristische gestalterische Note verleiht. In techni
scher Hinsicht wird hierdurch vor allem aber erreicht,
daß bei der Herstellung von verleimten Eckverbindungen
unter Verwendung eines solchen Profils die Leimfläche
und damit die Festigkeit der Leimverbindung im Eck
bereich gegenüber einem geraden oder nur leicht schrä
gen Verlauf wesentlich erhöht wird.
Zur Festlegung der Verglasung in dem Flügelrahmen ei
nes Fensters, welche ja an dem kürzeren L-Schenkel des
Basisprofils zur Innenseite hin anliegt, kann eine
Holzglasleiste mit einem entsprechenden Halteansatz in
die bezogen auf das Gebäudeinnere außenliegende Nut
eine Holzglasleiste mit einem entsprechenden Haltean
satz eingesetzt werden. In Verbindung mit dem vorgese
henen Halteansatz kann hierdurch der erforderliche
hohe Anpreßdruck erreicht werden.
In gleicher Weise kann ein Metall- oder Kunststoffpro
fil, gegebenenfalls auch ein vorstehend angesproche
nes, an sich bekanntes EPDM-Profil (Ethylen-Propy
len-Dien-Monomer-Profil) eingesetzt werden. Hierdurch
wird ein an sich bekannter Verwitterungsschutzeffekt
solcher Profile mit einer ästhetisch besonders anspre
chenden Gestaltung kombiniert.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgese
hen sein, daß an der dem Basisprofil gegenüberliegen
den Seite bei einem Blendrahmen ein Verbindungsprofil
umfassend wenigstens zwei Nuten bzw. zwei korrespon
dierende Stege ausgebildet ist. Dies bedeutet, daß
z. B. längs der Unterseite und des linken vertikalen
Abschnitts ein Profil mit Nuten und rechts der Ober
seite und des rechten vertikalen Abschnitts ein Profil
mit Stegen ausgebildet ist, so daß auf diese Weise
derart ausgebildete Blendrahmen von Türen, insbeson
dere aber von Fenstern ohne Verwendung irgendeines
Zwischen- oder Übergangsteils aneinandergesetzt werden
können. Dementsprechend lassen sich sämtliche in einer
Fassade vorkommenden Kombinationen herstellen, d. h.
etwa Fensterbänder, über mehrere Geschosse reichende
Treppenhausverglasungen, Anschlüsse von Oberlichten
und Brüstungen, Kombinationen von Terassentüren und
Fenstern, Kombinationen von Haustüren mit Seitenteilen
usw. Durch den Entfall der Notwendigkeit gesonderter
Verbindungsprofile werden nicht nur Materialkosten und
Herstellungsaufwand gespart, sondern es wird auch die
Sicherheit bei der Montage erhöht, weil gerade diese
Verbindungsteile in der Praxis häufig fehlen, weil sie
bei der Planung nicht berücksichtigt wurden oder aber
nicht richtig passen. Darüber hinaus führt die gerin
gere Breite im Vergleich zu Verbindungen, die unter
Einschaltung von Zwischenteilen realisiert sind, zu
einer optisch ansprechenderen Gestaltung. Die erfin
dungsgemäß vorgesehene unmittelbare Nut-Feder-Verbin
dung der einzelnen Blendrahmen eröffnet also ganz neue
Gestaltungsmöglichkeiten.
Schließlich ist Gegenstand der Erfindung auch noch ein
Verfahren zur Herstellung eines Gebäude-Bauteils der
vorstehend beschriebenen Art, bei welchem für das Ba
sisprofil von Leisten für Blendrahmen und Flügelrahmen
ein und dasselbe Fräswerkzeug verwendet wird und dem
entsprechend die Fertigung bis zu einem relativ spät
liegenden Fertigungszeitpunkt gemeinsam und damit ra
tionell durchgeführt werden kann.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Aus
führungsbeispiele näher beschrieben. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch einen Flügel
rahmen mit eingesetzter Verglasung mit einem
Basisprofil gemäß der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch einen erfindungsgemäß pro
filierten Blendrahmen mit einer eingesetzten
Schließplatte und durch einen an diesen Blend
rahmen angeschlagenen Flügelrahmen ohne einge
setzte Verglasung,
Fig. 3 eine alternative Ausgestaltung der Glasleiste
des Flügelrahmens,
Fig. 4 einen schematischen horizontalen Schnitt durch
zwei aneinandergefügte Blendrahmen zweier be
nachbarter Fenster,
Fig. 5 einen vertikalen Schnitt durch zwei übereinan
der angeordnete Fenster-Blendrahmen,
Fig. 6 einen Schnitt durch ein zweiflügeliges Fenster
ohne Mittelpfosten und
Fig. 7 einen Schnitt durch ein zweiflügeliges Fenster
mit einem Mittelpfosten, der ein erfindungsge
mäßes Basisprofil aufweist.
Ein z. B. in Fig. 1 im Schnitt dargestelltes Flügelrah
menprofil 1 weist an der der Verglasung 2 abgewandten
Seite ein herkömmliches Profil 3 zur Erzielung eines
luft- und feuchtigkeitsdichten Anschlages unter Ver
wendung eingesetzter Dichtungen auf.
An der gegenüberliegenden, dem Inneren des Rahmens und
damit der Verglasung 2 zugewandten Seite ist ein Ba
sisprofil 4 realisiert, welches im wesentlichen eine
L-förmige Grundform aufweist und sich zur Innenseite
des Gebäudes hin (Pfeil I) öffnet. Der eine, kürzere
L-Schenkel 5 dient unter Zwischenlegung eines Dich
tungsprofils 6 als Anschlag für die Verglasung 2. In
dem längeren L-Schenkel 7 sind zwei parallel zueinan
der längsverlaufende Nuten 8, 9 ausgebildet. In dem in
Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel dient die Nut
8 als an sich bekannte, vorgeschriebene Entlüftungsnut
für die Verglasung 2, während in die äußere Nut 9 ein
Halteansatz 10 einer Glasleiste 11 aus Holz eingesetzt
ist, welche die Verglasung 2 unter Zwischenschaltung
eines Dichtungsprofils 12 von außen her festlegt und
gegen den kürzeren L-Schenkel 5 mit dem erforderlichen
Anpreßdruck preßt.
In Fig. 3 ist eine Variante dargestellt, bei der die
Glasleiste 11′ als Aluminiumprofil mit einem in die
Nut 9 eingesetzten Halteansatz 10′ ausgebildet ist.
Von dem kürzeren L-Schenkel 5 nach außen zur glatten
Stirnseite 13 des Flügelrahmens 1 erstreckt sich ein
teilweise nach innen abgerundeter Abschnitt 14, der
auf diese Weise ein weiches, ansprechendes äußeres
Erscheinungsbild ("Softline-Wirkung") ermöglicht, wo
durch aber bei der Herstellung von Eckverbindungen
insbesondere auch die Leimfläche und damit die Halt
barkeit der Eckverbindungen verbessert wird.
In Fig. 2 ist ein in Fig. 1 dargestellter Flügelrahmen
1 um 180° gedreht nochmals dargestellt, wobei dement
sprechend das Basisprofil 4 in der Zeichnung nun nach
rechts zeigt. In das auf der gegenüberliegenden Seite
eingebrachte Profil 3 ist über die Nut 15 ein Dich
tungsprofil 16 eingesetzt. Dieser so ausgebildete Flü
gelrahmen 1 ist an einen in Fig. 2 im Schnitt darge
stellten Blendrahmen 17 angeschlagen.
Dieser Blendrahmen 17 weist ebenfalls ein Basisprofil
4 auf, welches zur Verdeutlichung der Übereinstimmung,
d. h. der identischen Profilausgestaltung, ebenso wie
das Basisprofil 4 des angeschlagenen Flügelrahmens 1
mit größerer Strichstärke eingezeichnet ist. Die Nut 8
des Blendrahmenprofils dient zur Ableitung von Wasser
beim Auftreten von Schlagregen, während die Nut 9,
welche beim Flügelrahmen 1 eine äußere Glasleiste auf
nimmt, zur Festlegung von Beschlagteilen, z. B. einer
Schließplatte 18 mit einem korrespondierend zur Nut 9
ausgebildeten Fußteil 19 dient.
An der dem Basisprofil 4 gegenüberliegenden Seite des
Blendrahmens 17 ist ein Verbindungsprofil 20 ausgebil
det. Dieses umfaßt wenigstens zwei Stege 21, 22, welche
in ein entsprechend ausgebildetes Verbindungsprofil 23
(vgl. Fig. 4 und 5) mit korrespondierenden Nuten 24, 25
und 26 einsetzbar ist.
Wie in Fig. 4 und 5 dargestellt ist, besteht zwischen
den Stegen 21, 22 ein freier Kanal, in welchem elek
trische Leitungen für Alarmsensoren oder aber auch für
die Antriebe von elektrischen Betätigungen, z. B. von
sehr hoch liegenden Kippfenstern, verlegt werden
können.
Ein erfindungsgemäß ausgestalteter Blendrahmen 17
weist beispielsweise an der Oberseite und an der rech
ten vertikalen Seite ein Profil 20 mit Stegen 21 und
22 und an der Unterseite und linken vertikalen Seite
ein Profil 23 mit Nuten 24, 25 und 26 auf. Dementspre
chend können so ausgestaltete Blendrahmen 17 unmit
telbar nebeneinander und übereinander formschlüssig
verbunden werden, ohne daß Zwischenteile, also Ver
bindungsprofile, eingesetzt werden müßten, wie dies in
Fig. 4 für zwei nebeneinanderliegende Fenster und in
Fig. 5 für zwei übereinander angeordnete Fenster dar
gestellt ist. Bei der Ausgestaltung in Fig. 5 ist der
Blendrahmen 17′ so ausgestaltet, daß auf die dem Ver
bindungsprofil 23 gegenüberliegende Seite ein Alumi
niumprofil 28 aufsetzbar ist.
In Fig. 6 ist dargestellt, wie zwei erfindungsgemäße
Flügelrahmen 1 unter Ausbildung eines Doppelfensters
bei eingesetztem Dichtungsprofil 16 unmittelbar an
einander angeschlagen werden können, wobei Fig. 7 eine
entsprechende Lösung unter Verwendung einer zwischen
geschalteten Profilleiste 29 zeigt, welche praktisch
aus zwei aneinander anliegenden Basisprofilen 4 gebil
det ist.
Aus der vorstehenden Beschreibung eines erfindungsge
mäßen Blendrahmens, wie er z. B. in Fig. 2, links, dar
gestellt ist, wird deutlich, daß in das Basisprofil 4
des Blendrahmens auch direkt eine Füllung, z. B. eine
Verglasung 2, eingesetzt werden kann. Damit ist in
sehr einfacher Weise die Realisierung einer Festver
glasung mit Hilfe des erfindungsgemäßen Blendrahmens
17 möglich, ohne daß noch irgendwelche gesonderten
Maßnahmen erforderlich wären. Es wird hierdurch also
der Einsatzbereich eines solchen Blendrahmens 17 noch
mals wesentlich erweitert.
Claims (6)
1. Gebäude-Bauteil, insbesondere Fenster, Tür od. dgl.,
umfassend einen fest mit dem Gebäude zu verbindenden
Blendrahmen und einen in diesem schwenkbar gelagerten
Flügelrahmen, wobei Blendrahmen und Flügelrahmen aus
Holzteilen zusammengefügt sind, welche insbesondere
zur Innenseite des Rahmens hin ein eingefrästes Profil
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Rahmen
innenseite gerichtete Profil als bei Blendrahmen (17)
und Flügelrahmen (1) identisches Basisprofil (4) der
art ausgebildet ist, daß es eine sich zur Gebäudein
nenseite öffnende, im wesentlichen L-förmige Konfigu
ration aufweist, wobei der kürzere L-Schenkel (5) bei
dem Blendrahmen (17) als Anschlag für den Flügelrahmen
(1) und bei dem Flügelrahmen (1) als Anschlag für die
Flügelrahmenfüllung, insbesondere eine Verglasung (2),
fungiert, und wobei der längere L-Schenkel (7) zwei
parallel zueinander verlaufende Nuten (8, 9) aufweist,
welche beim Blendrahmen (17) zur Festlegung von Be
schlägen, wie Schließplatten (18) und dgl., und beim
Flügelrahmen (1) zur Belüftung des Glasfalzes der Ver
glasung (2) od. dgl. und zur Festlegung von Halteteilen
für die Füllung, insbesondere die Verglasung (2)
dienen.
2. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß von dem freien Ende des kurzen L-Schenkels (5) ein
wenigstens teilweise abgerundeter Abschnitt (14) zur
Außenseite der Leiste hin verläuft.
3. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in die bezogen auf das Gebäudeinnere außenliegende
Nut (9) des Flügelrahmens (1) eine Holzglasleiste (11)
mit einem entsprechenden Halteansatz (10) eingesetzt
ist.
4. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in die bezogen auf das Gebäudeinnere außenliegende
Nut (9) des Flügelrahmens (1) ein Halteteil (10′) ei
nes Metall- oder Kunststoffprofils (11′) eingesetzt
ist.
5. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an der dem Basisprofil (4) gegenüberliegenden Sei
te bei einem Blendrahmen (17) ein Verbindungsprofil
(20, 23) umfassend wenigstens zwei (24, 25, 26) Nuten
bzw. zwei korrespondierende Stege (21, 22) ausgebildet
ist.
6. Verfahren zur Herstellung eines Gebäude-Bauteils,
insbesondere Fenster, Türe od. dgl., umfassend einen
fest mit dem Gebäude verbundenen Blendrahmen und einen
in diesem schwenkbar gelagerten Flügelrahmen, wobei
die Rahmen aus Holzteilen zusammengesetzt sind, welche
an wenigstens zwei einander gegenüberliegenden Seiten
ein eingefrästes Profil aufweisen, dadurch gekenn
zeichnet, daß in wenigstens jeweils eine Seite der zu
verarbeitenden Leisten mit ein und demselben Fräswerk
zeug ein identisches Profil eingefräst wird, daß bis
dahin diese Leisten gemeinsam fertigungstechnisch ge
handhabt werden, und daß erst in einem späteren Fer
tigungsstadium je nach der vorgesehenen Verwendung als
Leiste für einen Blendrahmen oder einen Flügelrahmen
an der dem Basisprofil gegenüberliegenden Seite ein
entsprechendes Profil eingefräst wird.
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Country Status (1)
| Country | Link |
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