DE3928009A1 - Vorrichtung zum fuellen von behaeltern - Google Patents
Vorrichtung zum fuellen von behaelternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Füllen von Behäl
tern, insbesondere von Flaschen oder Dosen, mit einer vorge
gebenen Menge einer Flüssigkeit.
Eine in einem Vorratskessel enthaltene Flüssigkeit wird
gewöhnlich in Behälter, wie beispielsweise Dosen oder Flaschen
abgefüllt, indem die Behälter nacheinander an einen Füllkopf
angedockt werden, der an der Unterseite des Vorratsbehälters
angeordnet ist und ein einen Auslaß verschließendes Ventil
aufweist, das zum Einfüllen der Flüssigkeit in die Behälter
geöffnet wird. Die Flüssigkeit fließt aus dem Vorratsbehälter
unter der Wirkung der Schwerkraft durch das geöffnete Ventil
in den zu füllenden Behälter. Sollen Flüssigkeiten abgefüllt
werden, die unter Druck stehen, wie zum Beispiel kohlensäure
haltige Getränke, so ist ein Füllkopf vorzusehen, der den
Behälter zuerst mit dem Druck beaufschlagt, der auch auf die
Flüssigkeit im Vorratsbehälter wirkt, so daß der zu füllende
Behälter vorgespannt wird, bevor mit dem Einfüllen der Flüssig
keit begonnen wird. Sobald die Flüssigkeit aus dem Vorratsbe
hälter in den zu füllenden Behälter strömt, wird das Vorspann
gas aus dem Behälter verdrängt. Vorzugsweise wird es durch
eine Entlüftungsleitung in den Raum oberhalb der Flüssigkeit
im Vorratsbehälter geleitet. Die Füllhöhe im Behälter wird
durch die Lage des Endes der Entlüftungsleitung im oberen
Teil des zu füllenden Behälters bestimmt. Da das innere Be
hältervolumen in der Regel nicht konstant ist, ist eine genaue
Volumendosierung der Füllmenge auf diese Weise nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs beschriebenen Art zum Abfüllen von volumetrisch
abgemessenen Mengen einer Flüssigkeit anzugeben.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs
beschriebenen Art erfindungsgemäß durch einen die abzufüllende
Flüssigkeit bereithaltenden Vorratsbehälter, der oberhalb des
Flüssigkeitsniveaus einen Gasraum aufweist, und eine mit dem
Vorratsbehälter über einen verschließbaren Flüssigkeitsdurch
laß verbundene Dosierkammer vorgegebenen Volumens, die einen
verschließbaren Flüssigkeitsauslaß und Zentrier- und Abdicht
mittel zum Andocken aufeinanderfolgender zu füllender Behälter
aufweist.
Merkmale erfinderischer Fortführungen sowie vorteilhafter und
zweckmäßiger Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen enthalten.
Die Erfindung bietet den Vorteil, daß sie das Abfüllen genau
vorgegebener Mengen einer Flüssigkeit in nacheinander anzu
dockende Behälter wie Dosen oder Flaschen, gestattet. Die
Abfüllmengen in aufeinanderfolgenden Behältern sind nicht
mehr abhängig vom Innenvolumen der jeweiligen Behälter. Von
besonderer und eigenständig erfinderischer Bedeutung sind
die Merkmale der Ansprüche, die sich auf die Anordnung der
Dosierkammer innerhalb des Vorratsbehälters beziehen. Durch
diese Integrierung der Dosierkammer in den Vorratsbehälter
wird nicht nur ein kompakter und raumsparender Aufbau der
Füllvorrichtung erreicht, sondern es ergibt sich auch eine
gerade für das Abfüllen einer in dem Vorratsbehälter unter
erhöhtem Druck stehenden Flüssigkeit besonders geeignete
Konzeption der Füllvorrichtung. Dabei macht der gemäß den
Ansprüchen 8 und 9 in die Dosierkammer eingesetzte, von außen
verstellbare Verdrängerkörper die Füllvorrichtung nach der
Erfindung besonders flexibel, weil sie auf verschiedene volu
menmäßig bestimmbare Füllmengen einstellbar ist. Eigenständig
erfinderische Bedeutung kommt auch den Merkmalen der Ansprüche
zu, die sich auf die Anordnung des Verdrängerkörpers in der
Dosierkammer beziehen. Der Verdrängerkörper dient gleichzeitig
als Montage- und Führungskörper für mehrere Bestandteile der
erfindungsgemäß vorgeschlagenen Füllvorrichtung und macht
dadurch den Füllkopf der Vorrichtung zu einer kompakten,
separat montierbaren und leicht handhabbaren und justierbaren
Baueinheit, die außerhalb des Vorratsbehälters montierbar und
als Ganzes in den Vorratsbehälter einsetzbar ist. Ein weiterer
Vorteil besteht darin, daß durch die Begrenzung des Volumens
der Dosierkammer mittels eines Schwimmerventils in der Rückgas
leitung die Genauigkeit der Dosierung erhöht wird. Sie wird
dadurch unabhängig von der Füllhöhe der Flüssigkeit im Vor
ratsbehälter. Die Füllvorrichtung nach der Erfindung ist
konstruktiv einfach und in ihrer Funktion sicher, weil sie
nur wenige bewegte Teile aufweist. Als besonders vorteilhaft
wird die Ausführung nach Anspruch 7 angesehen, weil der innere
Dosierkammerteil gleichzeitig eine Ventilfunktion für den
Durchlaß der Flüssigkeit zur Dosierkammer hat. Auch die Gestal
tung des Rückgasrohrs als Träger und Betätigungsorgan des Aus
laßventils der Dosierkammer zum jeweils angedockten Behälter
hin, erhöht die Einfachheit der Konstruktion der Füllvorrich
tung nach der Erfindung, weil damit zusätzliche, relativ zu
einander zu bewegende Teile eingespart werden. Das erhöht
gleichzeitig die Funktionssicherheit der Vorrichtung. Da das
Rückgasrohr zudem nicht mit dem Flüssigkeitsspiegel in den zu
füllenden Behälter in Berührung kommt, also ein kurzes Rückgas
rohr vorgesehen sein kann, ist nur ein kurzer Hub der Zentrier-
und Abdichtglocke bzw. der Behälter zum Andocken erforderlich,
was die Taktfolge des Füllvorgangs erhöht und damit wesentlich
zur höheren Wirtschaftlichkeit der Vorrichtung beiträgt. Da
das Vorspannen der zu füllenden Behälter nicht durch das
Rückgasrohr erfolgt, sondern durch eine separate, ventilge
steuerte Vorspannleitung, bzw. das Rückgasrohr nicht in die
Flüssigkeit im gefüllten Behälter eintaucht und daher an seiner
Innenwand nicht mit Flüssigkeit benetzt wird, ist die Gefahr
des Aufschäumens beim Füllen der Behälter herabgesetzt, weil
durch das Vorspannen keine Flüssigkeit in das Behälterinnere
versprüht wird.
Der Füllvorgang kann in vorteilhafter Weise beschleunigt werden,
indem gemäß der Erfindung der Innendruck des Behälters beim
Füllen herabgesetzt wird. Durch die abnehmende Füllgeschwindig
keit gegen Ende des Füllvorganges wird eine Beruhigung der
Flüssigkeitsströmung bewirkt, was die Gefahr des Aufschäumens
der Flüssigkeit im zu füllenden Behälter verringert. Insgesamt
wird durch die Erfindung in sehr vorteilhafter Weise eine Füll
vorrichtung zum dosierten Abfüllen von Flüssigkeiten mit einem
konstruktiv kompakten, leicht zu montierenden, zu handhabenden
und zu justierenden und dabei außerordentlich funktionssicheren
Füllkopf bereitgestellt, die in besonders vorteilhafter Weise
auch das Abfüllen von unter Druck stehender Flüssigkeit ge
stattet.
Durch die Erfindung wird in vorteilhafter Weise ein äußerst
schnelles Füllventil bereitgestellt, das bei hoher Funktions
sicherheit hohe Abfüllgeschwindigkeiten exakt dosierter Füll
mengen erlaubt.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem
Längsschnitt,
Fig. 2 ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung
ebenfalls in einem Längsschnitt,
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in
einem Längsschnitt und
Fig. 4 einen Längsschnitt durch ein viertes Ausführungs
beispiel der Erfindung.
Die in Fig. 1 dargestellte Füllvorrichtung weist einen Vor
ratsbehälter 1 auf, der in bekannter Weise als um eine verti
kale Achse umlaufender Ringkessel ausgebildet sein kann. In
dem Ringkessel ist eine abzufüllende Flüssigkeit 2 enthalten.
Das Flüssigkeitsniveau wird mit bekannten, in der Zeichnung
nicht dargestellten Mitteln konstantgehalten. Oberhalb des
Flüssigkeitsniveaus befindet sich ein Gasraum 3, der ein unter
einem erhöhten Druck stehendes Gas enthält. An der Unterseite
des Vorratsbehälters 1 ist ein topfförmiger Behälteransatz 4
angebracht, dessen Außenseite als Führung für eine Zentrier-
und Abdichtglocke 6 ausgebildet ist. Die Zentrier- und Abdicht
glocke 6 weist an ihrem unteren Auslaß eine Dichtung 7 auf,
mit der sie auf einen zu füllenden Behälter 8, beispielsweise
eine Dose oder Flasche, gedrückt wird. Aufeinanderfolgende
Behälter 8 werden mittels eines Trägers 9 während
des Füllvorganges gehalten. Die Zentrier-
und Abdichtglocke 6 ist am Behälteransatz 4 auf- und abbeweg
bar. Dazu weist sie im dargestellten Ausführungsbeispiel eine
Steuerrolle 11 auf, die mittels einer Steuerkurve 11b in Rich
tung eines Doppelpfeiles 11a auf und ab geführt wird und da
durch die Zentrier- und Abdichtglocke 6 entsprechend bewegt.
Das Innere des Behälteransatzes 4 stellt den unteren Teil einer
Dosierkammer 12 dar, dessen oberer Teil von einem Hohlzylinder
13 gebildet wird, der zum Behälteransatz 4 axial fluchtend im
Innern des Vorratsbehälters 1 angeordnet ist. Der Hohlzylinder
13 liegt mit seinem unteren Ende um den inneren Zugang zum
Behälteransatz 4 herum am Boden des Vorratsbehälters 1 an und
dichtet mittels einer Dichtung 13a die Dosierkammer 12 zur
Flüssigkeit 2 hin ab. Der Hohlzylinder 13 ist in Richtung
eines Pfeiles 13b axial bewegbar. Am unteren Ende des Hohlzy
linders 13 ist eine in den Behälteransatz 4 hineinragende
zylindrische Leitfläche 14 angeordnet, die die Strömung der
aus dem Vorratsbehälter 1 in die Dosierkammer 12 fließenden
Flüssigeit vergleichmäßigen soll.
In den Hohlzylinder 13 ist von oben ein Verdrängerkörper 16
eingesetzt, der mit einer Führungsstange 16a im Gehäuse des
Vorratsbehälters 1 gelagert und in Richtung eines Pfeiles 16b
von außen einstellbar ist. Die axiale Lage des Verdränger
körpers 16 in dem Hohlzylinder 13 bestimmt das Füllvolumen der
Dosierkammer 12.
Der Verdrängerkörper 16 bildet gleichzeitig die Axialführung
des Hohlzylinders 13 in Richtung des Doppelpfeiles 13b.
Durch den Verdrängerkörper 16 verläuft eine Rückgasleitung 17
zwischen der Dosierkammer 12 und dem Gasraum 3 des Vorratsbe
hälters. Diese Rückgasleitung 17 weist ein Schwimmerventil 18
mit einer Schwimmerkugel 18a auf, das die Füllhöhe der Dosier
kammer unterhalb des Flüssigkeitsspiegels im Vorratsbehälter 1
begrenzt. Eine Rückgasleitung 19 ist auch zwischen der Außen
seite der zylindrischen Leitfläche 14 und der Innenwand des
Behälteransatzes 4 vorgesehen.
Im Verdrängerkörper 16 ist außerdem ein Rückgasrohr 21 in
Richtung eines Pfeiles 21a bewegbar geführt. Dieses Rückgas
rohr 21 verbindet das Innere eines zum Füllen angedockten
Behälters 8 mit dem Gasraum 3 des Vorratsbehälters 1. Im
Bereich des unteren Auslasses der Dosierkammer 12 ist es
als Ventil 22 mit einer Dichtung 22a ausgebildet, das den
Auslaß der Dosierkammer zum Behälter hin verschließt. Im
Innern des Rückgasrohrs 21 ist ein Kugelrückschlagventil 23
angeordnet, welches den Gasraum 3 des Vorratsbehälters 1 gegen
Atmosphäre oder niedrigeren Druck, als er im Gasraum herrscht,
verschließt. Das obere Ende des Rückgasrohrs 23 korrespondiert
mit einem Rückgasanschluß 24, der über ein Wechselventil 26
wahlweise mit dem Gasraum 3 des Vorratsbehälters 1 oder einem
zusätzlichen Gasraum 27 in Verbindung steht, welcher ein Gas
unter einem gegenüber dem Gasraum 3 verminderten Druck enthält.
Der Gasraum 27 bildet mit dem Vorratsbehälter 1 eine bauliche
Einheit und kann ebenfalls als Ringraum ausgebildet sein. Das
Wechselventil 26 ist über ein Stellorgan 28 in Richtung eines
Pfeiles 28a verstellbar.
Für den Fall, daß eine unter einem erhöhten Druck stehende
Flüssigkeit 2 abgefüllt werden soll, ist eine Vorspannleitung
29 vorgesehen, die über ein Ventil 29a den Gasraum des Vor
ratsbehälters 1 mit dem Innern der Zentrier- und Abdichtglocke
6 und dem Innern eines angedockten Behälters 8 verbindet. Die
Anordnung der Vorspannleitung ist im Bereich der Zentrier- und
Abdichtglocke 6 so getroffen, daß zwischen einem Ringraum 6a
in der Zentrier- und Abdichtglocke 6 und dem Behälterinneren
ein Differenzdruck entsteht, der das Anpressen der Dichtung 7
gegen den oberen Rand des zu füllenden Behälters verstärkt.
Ein Entlastungsventil 31 dient zum Entspannen des Behälters 8
nach dem Füllen mit einer unter einem erhöhten Druck stehenden
Flüssigkeit.
Es sei angenommen, daß der Vorratsbehälter 1 ein kohlensäure
haltiges Getränk 2 enthält und daß das Gas im Gasraum 3 ober
halb des Flüssigkeitsspiegels unter einem erhöhten Druck
steht. Der Druck im zusätzlichen Gasraum 27 liegt unterhalb
des Drucks im Gasraum 3. Zum Abfüllen einer solchen Flüssigkeit
wird etwa folgendermaßen vorgegangen:
Der Hohlzylinder 13 liegt über die Dichtung 13a am Boden des
Vorratsbehälters 1 an und verschließt die Dosierkammer gegen
die Flüssigkeit 2. Der Flüssigkeitsauslaß 20 der Dosierkammer 12
zum Behälter 8 hin ist durch das Ventil 22 geschlossen. Ein
Behälter 8 wird unter der Zentrier- und Abdichtglocke 6
positioniert, und die Zentrier- und Abdichtglocke wird mittels
der Steuerrolle 11 und der Steuerkurve 11b auf den oberen
Rand des Behälters 8 abgesenkt. Dann wird durch Öffnen des
Vorspannventils 29a der Druck des Gases im Gasraum 3 an das
Innere des Behälters 8 gelegt, so daß der Behälter 8 vorge
spannt wird, wobei der Differenzdruck zwischen dem Ringraum 6a
in der Zentrier- und Abdichtglocke 6 und dem Inneren des Be
hälters 8 die Anpressung der Dichtung 7 an den oberen Behälter
rand verstärkt. Bei geschlossenem Ventil 22 wird dann der Hohl
zylinder 13 in Richtung des Pfeiles 13b angehoben, so daß der
Flüssigkeitsdurchlaß 10 zwischen dem Vorratsbehälter 1 und der
Dosierkammer geöffnet wird und die Flüssigkeit in die Dosier
kammer fließt, wobei die Strömung der Flüssigkeit durch die
zylindrische Leitfläche 14 beruhigt wird, so daß ein Aufschäu
men unterdrückt wird. Das in der Dosierkammer 12 enthaltene
Gas entweicht beim Einströmen der Flüssigkeit durch die Rück
gasleitung 17. Bis das in der Dosierkammer erreichte Flüssig
keitsniveau die Schwimmerkugel 18a anhebt und das Schwimmer
ventil 18 schließt. Durch Absenken des Hohlzylinders 13 in
Richtung des Pfeiles 13b wird der Flüssigkeitsdurchlaß 10 zwischen
dem Vorratsbehälter 1 und der Dosierkammer jetzt geschlossen.
Die Dosierkammer enthält eine exakt abgemessene Menge der abzu
füllenden Flüssigkeit. Die in der Dosierkammer enthaltene
Flüssigkeitsmenge ist durch ihr Volumen bestimmt, das mit Hilfe
des Verdrängerkörpers 16 eingestellt wird. Durch axiales Ver
schieben des Verdrängerkörpers 16 in Richtung des Pfeiles 16b
wird das gewünschte Volumen der Dosierkammer jeweils voreinge
stellt.
Nach dem Füllen der Dosierkammer wird durch Anheben des Rück
gasrohres 21 das Ventil 22 am Flüssigkeitsauslaß 20 der Dosier
kammer zum Behälter 8 hin geöffnet, nachdem das Ventil 29a der
Vorspannleitung geschlossen worden ist. Gleichzeitig wird das
obere Ende des Rückgasrohres an den Rückgasanschluß 24 ange
legt. Das Ventil 26 ist zunächst so eingestellt, daß über das
Rückgasrohr, den Rückgasanschluß 24 und das Ventil 26 zunächst
eine Verbindung zwischen dem Innern des Behälters 8 und dem
Gasraum 3 des Vorratsbehälters 1 besteht, so daß das beim Aus
strömen der Flüssigkeit aus der Dosierkammer in den Behälter 8
verdrängte Gas zunächst in den Gasraum 3 geführt wird. Um den
Füllvorgang zu beschleunigen, kann zu einem vorgegebenen Zeit
punkt das Ventil 26 mittels des Stellorgans 28 umgeschaltet
werden, so daß das Behälterinnere mit dem Gasraum 27 vermin
derten Drucks verbunden wird. Es entsteht eine Art Saugeffekt,
welcher das Füllen des Behälters 8 beschleunigt und somit
höhere Taktzeiten erlaubt.
Das untere Ende des Rückgasrohres 21 kommt mit der in den
Behälter 8 abgefüllten Flüssigkeit nicht mehr in Berührung.
Dadurch sind zum Andocken der Behälter B nur kurze Hübe er
forderlich, was die Taktzeit des Abfüllvorganges erhöht und
die Wirtschaftlichkeit der Vorrichtung verbessert.
Sobald der Inhalt der Dosierkammer in den Behälter B umgefüllt
ist, wird das Ventil 22 durch Absenken des Rückgasrohres in
Richtung des Pfeiles 21a geschlossen. Zum Entlasten des Behäl
ters 8 wird dann das Entlastungsventil 31 geöffnet, wodurch
der Behälter an Atmosphärendruck gelegt wird. Dabei verschließt
das Kugelrückschlagventil 23 das Rückgasrohr 21 und verhindert
ein Ausströmen des Gases aus dem Gasraum 3 des Vorratsbehäl
ters 1. Nach Anheben der Zentrier- und Abdichtglocke 6 durch
die von der Steuerkurve 11b geführte Steuerrolle 11 vom oberen
Rand des Behälters 8 und der Abnahme des Behälters von der Aus
laßöffnung der Dosierkammer 12 kann ein neuer zu füllender
Behälter angedockt werden und der Füllvorgang erneut beginnen.
Die Mittel zum Bewegen des Rückgasrohres 21 in Richtung des
Pfeiles 21a und des Hohlzylinders 13 in Richtung des Pfeiles
13b sind an sich bekannt und bedürfen hier keiner näheren
Beschreibung.
Die Füllvorrichtung nach Fig. 2 unterscheidet sich von der
nach Fig. 1 durch eine andere Ausbildung der Dosierkammer
und durch den Fortfall des zusätzliches Gasraumes. Gleiche
Teile sind in Fig. 2 mit denselben Bezugszeichen versehen
wie in Fig. 1.
Im Falle der Fig. 2 ist eine Dosierkammer 32 vorgesehen,
welche einstückig als etwa zylindrisches Bauteil ausgebildet
ist. Sie ist von unten in den Vorratsbehälter 3 eingesetzt
und mittels eines Flansches 33 an seiner Unterseite befestigt.
Ein innerhalb des Vorratsbehälters 1 liegender Teil 34 der
Dosierkammer ragt durch die Flüssigkeit 2 bis in den Gasraum 3.
In diesen Teil 34 der Dosierkammer ist der Verdrängerkörper 16
eingesetzt, der zum Einstellen des Volumens der Dosierkammer
in Richtung des Pfeiles 16b axial verschiebbar ist, die Rück
gasleitung 17 mit dem Schwimmerventil 18 enthält und als
Führung für das Rückgasrohr 21 dient. Außerhalb des Vorrats
behälters 1 liegt an dessen Unterseite der untere Dosierkammer
teil 36, dessen Äußeres wie im Fall der Fig. 1 als Führung
für die Zentrier- und Abdichtglocke 6 ausgebildet ist. Im
Bereich des Bodens des Vorratsbehälters 1 sind rings am Umfang
des inneren Dosierkammerteils 32 Flüssigkeitsdurchlässe 37
vorgesehen, die mit einem die Dosierkammer umgebenden, im
wesentlichen zylindrisch ausgebildeten Schieber 38 verschließ
bar sind.
Der Füllvorgang mit dieser Ausführungsform der Füllvorrichtung
ist derselbe wie im Zusammenhang mit der Ausführungsform der
Fig. 1 beschrieben. Beim Füllen der Behälter B mit diesem
Füllkopf ist es lediglich ausgeschlossen, den Füllvorgang
durch Anlegen eines verminderten Drucks an das Behälterinnere
zu beschleunigen. Diese Möglichkeit kann aber durch eine der
Fig. 1 entsprechende Ausbildung mit zusätzlichem Gasraum
ebenfalls installiert werden. Die Ausführungsform der Fig. 2
hat den Vorteil, daß der Füllkopf, bestehend aus der Dosier
kammer und der Dosier- und Abdichtglocke, in einem Stück
vormontiert und dann in den Vorratsbehälter eingesetzt werden
kann.
In Fig. 3 ist eine weitere Variante der Füllvorrichtung nach
der Erfindung in einem Längsschnitt schematisch dargestellt,
wobei gleiche Teile wieder mit denselben Bezugszeichen bezeich
net sind wie zuvor. Bei dieser Ausführungsform ist in den
Vorratsbehälter 1, der an seiner Unterseite einen mit dem
Flüssigkeitsraum des Vorratsbehälters in Verbindung stehenden
Behälteransatz 4a aufweist, eine Dosierkammer 12 eingesetzt,
die als ein im wesentlichen zylindrischer Hohlkörper 39 ausge
bildet ist und dicht auf dem Boden des Vorratsbehälters im
Behälteransatz 4a aufsitzt. In ihrem Anlagebereich, mit dem
die Dosierkammer den Behälterboden berührt, ist sie mit einer
Dichtung 39a versehen, die den Flüssigkeitsraum 2 des Vorrats
behälters zur Dosierkammer hin abdichtet. Der Hohlkörper 39
ist im Vorratsbehälter 1 in Halterungen 41 in Richtung eines
Pfeiles 39b vertikal beweglich geführt. Wird der Hohlkörper 39
in Richtung des Pfeiles 39b vom Boden des Behälteransatzes 4a
abgehoben, so öffnet sich ein Flüssigkeitsdurchlaß 10, durch
den die Flüssigkeit 2 aus dem Vorratsbehälter von unten in die
Dosierkammer 12 einströmt. Der Flüssigkeitsauslaß 20 zum zu
füllenden Behälter B hin im Boden der Dosierkammer ist bei
diesem Vorgang geschlossen. Der Hohlkörper 39 füllt sich nach
dem Prinzip der kommunizierenden Röhren bis zum Niveau der
Flüssigkeit im Vorratsbehälter. Das Volumen der Dosierkammer
12 wird durch die Eintauchtiefe des Verdrängerkörpers 16
bestimmt, die von außen mittels eines Einstellmittels 42 vor
gegeben werden kann. Das in der Dosierkammer enthaltene Gas
entweicht beim Füllen der Dosierkammer an dem Verdrängerkörper 16
vorbei nach oben in den Gasraum 3 des Vorratsbehälters.
Sobald der Vorratsbehälter gefüllt ist, wird der Hohlkörper 39
auf den Boden des Vorratsbehälters abgesenkt und der Flüssig
keitsdurchlaß 10 damit geschlossen. Jetzt wird zum Vorspannen
des Behälters 8 das das Rückgasrohr 21 zum Gasraum 3 hin
verschließende Ventil 43 geöffnet. Nach dem Vorspannen wird
das Rückgasrohr in Richtung des Doppelpfeiles 21a nach oben
bewegt, wodurch der Flüssigkeitsauslaß 20 zum Behälter 8 hin
geöffnet wird und die volumetrisch abgemessene Flüssigkeits
menge in der Dosierkammer in den Benälter 8 abgegeben wird.
Dabei entweicht das in dem Behälter 8 enthaltene Gas durch
das Rückgasrohr 21 in den Gasraum 3. Nach dem Umfüllen des
Inhalts der Dosierkammer in den Behälter 8 werden der Flüssig
keitsauslaß 20 und das Ventil 43 wieder geschlossen und es
kann ein neuer Füllvorgang beginnen. Diese Ausbildung und
Anordnung der Dosierkammer 12 hat den Vorteil, daß die Flüssig
keit 2 aus dem Vorratsbehälter von unten in der Dosierkammer
hochsteigen kann, was eine Wirbelbildung und damit verbundenes
Aufschäumen der Flüssigkeit weitgehend verhindert.
Auch im Falle der Fig. 3 kann der Vorratsbehälter 1 als Ring
kammer ausgebildet sein, welche rings an ihrem Umfang neben
einander eine ganze Reihe der beschriebenen Vorrichtungen
trägt, um ein kontinuierliches Füllen aufeinanderfolgender
Behälter 8 zu ermöglichen.
Fig. 4 zeigt noch eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung
nach der Erfindung in einem schematischen Längsschnitt, wobei
wieder gleiche Teile mit denselben Bezugszeichen versehen sind
wie zuvor.
In dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeibeispiel ist
die Dosierkammer 12 an die Unterseite des Vorratsbehälters 1
angebracht, wobei der Vorratsbehälter 1 als Ringkessel ausge
bildet sein kann, an dem in Umfangsrichtung nebeneinander
eine Anzahl von Dosierkammern 12 vorgesehen sind. Die Dosier
kammer 12 ist als zylindrischer Hohlkörper 44 ausgebildet,
der im gezeigten Beispiel an die Unterseite des Vorratsbehäl
ters 1 angeflanscht ist. Er trägt zum Andocken von nicht
gezeigten zu füllenden Behältern eine Zentrier- und Abdicht
glocke 6. Im Innern des Hohlkörpers 44 ist ein Behälteransatz
46 in Form eines zylindrischen Rohrstücks angeordnet, das
über sein oberes Ende mit der Flüssigkeit im Vorratsbehälter
1 in Verbindung steht und daher dauernd mit Flüssigkeit ge
füllt ist. Den oberen Abschluß der Dosierkammer 12 bildet
ein Verdrängerkörper 16, der die Dosierkammer zur Flüssigkeit
2 im Vorratsbehälter 1 hin dicht abschließt. Der Behälteransatz
46 ist in dem Verdrängerkörper 16 axial verschiebbar gelagert
und geführt. Längsaxial durch den Behälteransatz 46 hindurch
geführt ist das Rückgasrohr 21, das das Innere eines angedockten
Behälters mit dem Gasraum 3 des Vorratsbehälters 1 verbindet.
Das Rückgasrohr 21 trägt im Bereich seines unteren Endes einen
Ventilkörper 47, der eine doppelte Funktion erfüllt. Einer
seits schließt dieser Ventilkörper 47 den Flüssigkeitsauslaß 20
der Dosierkammer 12 zum zu füllenden Behälter hin ab. Anderer
seits bildet dieser Ventilkörper 47 den Boden des Vorratsbe
hälters 1 im Bereich des Behälteransatzes 46. Der Behälteran
satz 46 liegt dicht auf dem Ventilkörper 47 auf.
Wird bei geschlossenem Flüssigkeitsauslaß 20 der Behälteran
satz 46 angehoben, so öffnet sich der Flüssigkeitsdurchlaß 10
und die Flüssigkeit 2 strömt aus dem Vorratsbehälter 1 durch
den Behälteransatz 46 in die Dosierkammer 12, die das den
Behälteransatz 46 bildende Rohrstück konzentrisch umgibt,
wobei das in der Dosierkammer enthaltene Gas durch eine Gas
leitung 48 in den Gasraum 3 des Vorratsbehälters entweicht.
Das Volumen der Dosierkammer 12 wird durch Verschieben des
Verdrängerkörpers 16 von außen mittels der Rückgasleitung 48
nach Wunsch eingestellt. Sobald die Dosierkammer 12 gefüllt
ist, wird der Behälteransatz 46 auf den Ventilkörper 47 abge
senkt, so daß der Flüssigkeitsdurchlaß 10 geschlossen wird.
Nach dem Vorspannen des zu füllenden Behälters durch das
Rückgasrohr 21 hindurch wird das Rückgasrohr zusammen mit dem
Ventilkörper 47 und dem Behälteransatz 46 nach oben bewegt,
wodurch der Flüssigkeitsauslaß 20 zum Füllen des Behälters
geöffnet wird. Der Flüssigkeitsdurchlaß 10 bleibt dabei ge
schlossen. Das aus dem zu füllenden Behälter während des
Füllvorganges verdrängte Gas gelangt durch das Rückgasrohr 21
in den Gasraum des Vorratsbehälters 1. Nach dem Füllen des
Behälters wird das Rückgasrohr 21 zusammen mit dem Behälter
ansatz 46 abgesenkt, um den Flüssigkeitsauslaß 20 wieder zu
schließen. Auch diese Vorrichtung hat den Vorteil, daß die
Dosierkammer von unten her mit der Flüssigkeit gefüllt wird,
wobei ein Aufsprudeln der Flüssigkeit vermieden ist.
In allen gezeigten Ausführungsbeispielen sind die Betätigungs
mittel zum Einstellen des Füllvolumens der Dosierkammer 12
durch Höhenverstellung der Verdrängerkörper 16 nach oben aus
dem Vorratsbehälter herausgeführt. Dadurch wird es möglich,
sie mit einer Steuerung zu verbinden, die es erlaubt, die
Verdrängerkörper je nach den Anforderungen des Betriebes
einzeln oder gemeinsam zentral einzustellen.
Claims (26)
1. Vorrichtung zum Füllen von Behältern, insbesondere von
Flaschen oder Dosen mit einer vorgegebenen Menge einer Flüssig
keit, gekennzeichnet durch einen die abzufüllende Flüssigkeit
(2) bereithaltenden Vorratsbehälter (1), der oberhalb des
Flüssigkeitsniveaus einen Gasraum (3) aufweist, und eine mit
dem Vorratsbehälter über einen verschließbaren Flüssigkeits
durchlaß verbundene Dosierkammer (12, 32) vorgegebenen Volumens,
die einen verschließbaren Flüssigkeitsauslaß und Zentrier- und
Abdichtmittel (6) zum Andocken aufeinanderfolgender zu füllen
der Behälter (8) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens ein Teil der Dosierkammer (12, 32) innerhalb des
Vorratsbehälters (1) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosierkammer (12, 32) sich von der Unterseite des Vor
ratsbehälters (1) bis über das Flüssigkeitsniveau hinaus in
den Gasraum (3) des Vorratsbehälters erstreckt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dosierkammer (12) aus einem topfarti
gen Behälteransatz (4) an der Unterseite des Vorratsbehälters
(1) und einem Kammerteil (13) im Innern des Vorratsbehälters
(1) besteht, welches das Volumen des Behälteransatzes in den
Vorratsbehälter hinein fortsetzt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dosierkammer (32) als Ganzes eine in
den Boden des Vorratsbehälters eingesetzte bauliche Einheit
bildet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
rings am Umfang der Dosierkammer (32) im Innern des Vorrats
behälters (1) Durchlaßöffnungen (37) für die Flüssigkeit (2)
angeordnet und mittels wenigstens eines relativ zur Dosier
kammer bewegbaren Ventilschiebers (38) gesteuert verschließ
bar sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß ein im Innern des Vorratsbehälters (1)
angeordneter Teil der Dosierkammer (12) aus einer ersten
Position, in welcher er zum Trennen der Dosierkammer (12)
vom Vorratsbehälter unter Einschluß des Flüssigkeitsauslasses
dicht innen am Vorratsbehälter anliegt, in eine zweite Posi
tion, in der er zum Füllen der Dosierkammer zwischen der Wand
des Vorratsbehälters und seiner Anlagefläche einen Flüssig
keitsdurchlaß vom Vorratsbehälter zur Dosierkammer freigibt,
und zurückbewegbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß Mittel (16) zum Einstellen des Volumens
der Dosierkammer (12, 32) vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
als Mittel zum Einstellen des Volumens der Dosierkammer (12,
32) ein in die Dosierkammer hinein und zurück verschiebarer
Verdrängerkörper (16) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eine Rückgasleitung (17) das
Innere der Dosierkammer (12, 32) mit dem Gasraum (3) des
Vorratsbehälters (1) verbindet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rückgasleitung (17) ein Schwimmerventil (18) zur Begren
zung des Volumens der Dosierkammer (12, 32) unterhalb des
Flüssigkeitsniveaus im Vorratsbehälter (1) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rückgasleitung (17) in dem die Dosierkammer
(12, 32) begrenzenden Verdrängerkörper (16) verläuft.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Außenseite des an der Unterseite
des Vorratsbehälters (1) angeordneten Behälteransatzes (4)
als Führung für eine axial verschiebbare Zentrier- und Ab
dichtglocke (6) zum Andocken der zu füllenden Behälter (8)
ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Rückgasrohr (21) das Innere des zu
füllenden Behälters (8) durch den Flüssigkeitsauslaß der
Dosierkammer (12, 32) und durch die Dosierkammer hindurch
mit dem Gasraum (3) des Vorratsbehälters (1) verbindet.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
das Rückgasrohr (21) im Bereich seines behälterseitigen Endes
ein Verschlußteil (22) zum Verschließen des Flüssigkeitsaus
lasses der Dosierkammer (12, 32) trägt und daß das Rückgasrohr
axial verschiebbar im Verdrängerkörper (16) geführt ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der Gasraum (3) ein unter einem erhöhten
Druck stehendes Gas enthält.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückgasrohr (21) ein Rückschlagventil (23) zum Ver
schließen des Gasraumes (3) des Vorratsbehälters (1) gegen
Atmosphären- oder Niederdruck aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß zusätzlich ein Gasraum (27) mit gegenüber dem
ersten Gasraum (3) vermindertem Druck vorgesehen ist, daß
dem behälterfernen Ende des Rückgasrohres (21) ein Rückgas
anschluß (24) zugeordnet ist, der wahlweise mit dem Gasraum
(3) des Vorratsbehälters (1) oder dem Gasraum (27) verminderten
Drucks verbindbar ist und daß das Rückgasrohr (21) wenigstens
bei geöffnetem Flüssigkeitsauslaß der Dosierkammer (12) an den
Rückgasanschluß (24) angekoppelt ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
das Rückgasrohr (21) als Betätigungsorgan des Verschlußteils
(22) des Flüssigkeitsauslasses der Dosierkammer (12) axial
beweglich in der Dosierkammer geführt ist, daß die Bewegung
des Rückgasrohres in eine Richtung den Flüssigkeitsauslaß
öffnet und das behälterferne Ende des Rückgasrohres an den
Rückgasanschluß (24) ankoppelt und daß die Bewegung des Rückgas
rohres in die entgegengesetzte Richtung den Flüssigkeitsauslaß
schließt und das behälterferne Ende des Rückgasrohres von dem
Rückgasanschluß löst.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß als Vorratsbehälter (1) ein drehbarer
Ringkessel vorgesehen ist, der in Umfangsrichtung nebeneinander
eine vorgegebene Anzahl von Dosierkammern (12, 32) mit Zentrier-
und Abdichtglocken (6) trägt, an die zum Füllen nacheinander
aufeinanderfolgende Behälter (8) angedockt werden.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Gasleitung (29) den Gasraum (3) des
Vorratsbehälters (1) über ein Ventil (29a) und den Innenraum
der Zentrier- und Abdichtglocke (6) mit dem Innern des zu
füllenden angedockten Behälters (8) verbindet und daß das
Ventil zum Anlegen des im Gasraum herrschenden Drucks an
den Behälter gesteuert betätigbar ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsdurchlaß (10) vom Vorrats
behälter (1) zur Dosierkammer (12) an der Unterseite der
Dosierkammer angeordnet ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dosierkammer (12) innen auf dem Boden
des Vorratsbehälters (1) dicht aufsitzt, daß sie vom Boden
des Vorratsbehälters weg und zurück bewegbar im Vorratsbe
hälter gelagert ist und daß sie im Auflagebereich mit dem
Boden des Vorratsbehälters als den Flüssigkeitsdurchlaß (10)
zwischen dem Vorratsbehälter und der Dosierkammer verschließen
des und freigebendes Ventil ausgebildet ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeich
net, daß der Vorratsbehälter (1) zur Aufnahme der Dosierkammer
(12) an seiner Unterseite einen Behälteransatz (4a) aufweist,
dessen Äußeres als Axialführung der Zentrier- und Abdicht
glocke (6) ausgebildet ist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Dosierkammer (12)
an der Unterseite des Vorratsbehälters (1) angeordnet und
als Träger für die Zentrier- und Abdichtglocke (6) ausgebildet
ist, daß ein Behälteransatz (46) des Vorratsbehälters (1)
durch die Dosierkammer bis zu ihrem Boden reicht und daß
zwischen dem Behälteransatz (46) und dem Boden (47) der Dosier
kammer ein verschließbarer Flüssigkeitsdurchlaß (10) vorge
sehen ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälteransatz (46) als im Gehäuse des Vorratsbehälters
(1) zum Öffnen und Schließen des Flüssigkeitsdurchlasses (10)
axial verschiebbarer Hohlzylinder ausgebildet ist, dessen
Innenraum mit der Flüssigkeit (2) im Vorratsbehälter in Ver
bindung steht.
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