DE3917975A1 - Verfahren zum herstellen eines messrohres fuer einen elektromagnetischen durchflussmesser und messrohr - Google Patents
Verfahren zum herstellen eines messrohres fuer einen elektromagnetischen durchflussmesser und messrohrInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstel
len eines Meßrohres für einen elektromagnetischen Durch
flußmesser, das einen Rohrkörper aus nicht-magnetischem
Metall, wie rostfreier Stahl, in Durchführungskanälen
angeordnete Elektroden aus Metall und eine die Innen
flächen des Rohrkörpers und der Durchführungskanäle
bedeckende, zusammenhängende Auskleidung aus einem
schmelzbaren elektrisch nicht leitenden Material auf
weist, und auf ein Meßrohr, das insbesondere nach diesem
Verfahren hergestellt ist.
Meßrohre der hier betrachteten Art sind aus GB-PS
20 68 122 bekannt. Dort besteht die Auskleidung aus
einer dicken Glasschicht, die sich mit verminderter
Dicke auch längs der Wandung der Durchführungskanäle
erstreckt. Die Metallelektrode endet inmitten der Wandung
des Rohrkörpers. Die elektrische Verbindung zum Rohr
innern wird mit Hilfe eines eingeschmolzenen Stopfens
aus elektrisch leitendem Glas mit ähnlicher chemischer
Struktur wie die Auskleidung hergestellt. Angaben über
die Herstellung fehlen. Insbesondere ist ein Ineinander
fließen und Vermischen der beiden sich nur hinsichtlich
des elektrischen Verhaltens unterscheidenen Gläser zu
befürchten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Meßrohr
mit zusammenhängender isolierender Auskleidung der ein
gangs beschriebenen Art anzugeben, das auf einfache
Weise und mit einer für die Massenfabrikation geeigneten
Reproduzierbarkeit hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die
Verfahrensschritte,
- a) daß die Elektroden so in den Durchführungskanälen fixiert werden, daß sie über die Innenfläche des Rohrkörpers nach innen überstehen.
- b) daß die Innenfläche des Rohrkörpers und der gesamte Spalt zwischen jeder Elektrode und den zugehörigen Durchführungskanälen mit einem Grundemail-Schlicker versehen wird,
- c) daß die Stirnfläche der Elektroden vom Grundemail- Schlicker gereinigt wird und
- d) daß das Grundemail durch Erhitzen geschmolzen und anschließend wieder abgekühlt wird.
Beim Einbringen des Grundemail-Schlickers ist es unver
meidbar, daß die Elektrodenstirnfläche hiervon zumindest
teilweise bedeckt wird. Der Reinigungsvorgang stellt
sicher, daß die Stirnfläche beim fertigen Meßrohr eine
unmittelbar leitende Verbindung zum zu messenden Fluid
herstellt. Weil die Elektrode nach innen vorsteht, läßt
sie sich leicht reinigen und durchsetzt im fertigen
Meßrohr die Emailschicht.
Das Grundemail läßt sich nicht nur in seinen Eigenschaf
ten so wählen, daß es eine gute Haftfähigkeit gegenüber
dem Material des Rohrkörpers hat und hinsichtlich der
Temperaturdehnung mit ihm verträglich ist. Vielmehr
kann der Schlicker auch hinsichtlich seiner Viskosität
so eingestellt werden, daß er beim Aufbringen eine
Schicht auf der Innenfläche des Meßrohres bildet und
gleichzeitig in den Spalt zwischen jeder Elektrode und
dem zugehörigen Durchführungskanal eindringt, ohne aus
diesem wieder herauszulaufen. Ferner kann der Schlicker
hinsichtlich seines spezifischen Gewichts so eingestellt
werden, daß das Volumen des in den Spalt eingefüllten
Schlickers sich beim Schmelzen höchstens in einem zuläs
sigen Maß verkleinert. Die so gebildete zusammenhängende
Grundemail-Isolierschicht ergibt ein Meßrohr, das hohen
Beanspruchungen gewachsen ist.
Besonders günstig sind die weiteren Verfahrensschritte
- e) daß die mit Grundemail bedeckte lnnenfläche des Rohr körpers mit einem Deckemail-Schlicker versehen wird,
- f) daß die Stirnfläche der Elektroden vom Deckemail- Schlicker gereinigt wird und
- g) daß der Deckemail-Schlicker durch Erhitzen geschmol zen und anschließend wieder abgekühlt wird.
Das Deckemail kann unabhängig von dem die durchgehende
elektrische Isolierung bewirkenden Grundemail derart
gewählt werden, daß es dem jeweiligen Anwendungszweck
angepaßt ist. So kann es einen gegen Säure oder Basen
beständigen Überzug bilden. Es kann so gewählt sein,
daß es das zu messende Fluid nicht beeinflußt, was bei
spielsweise für die Lebensmittelindustrie wichtig ist.
Außerdem vermag die Deckschicht einen Dickenausgleich
bei der Auskleidung zu bewirken, wenn nämlich die Grund
email-Schicht wegen der für das Eindringen in den Spalt
erforderlichen geringen Viskosität nur eine geringe
Dicke besitzt.
Eine bevorzugte Möglichkeit zur Durchführung des Verfah
rensschrittes b) bzw. e) besteht darin, den Rohrkörper
einseitig zu verschließen und bei untenliegendem Ver
schluß mit dem Schlicker zu füllen, worauf der Schlicker
unter Zurücklassung von am Rohrkörper haftenden Teilen
ausgeschüttet wird. Dies führt zu einer gleichmäßigen
Beschichtung und sicheren Füllung des Spaltes zwischen
Elektrode und Durchführungskanal.
Hierbei empfiehlt es sich, daß der Schlicker nach dem
genannten Verfahrensschritt getrocknet wird. Schon kurze
Trockungszeiten von Bruchteilen einer Minute genügen,
um die Viskosität und Haftung so weit zu erhöhen, daß
der Auftrag beim nachfolgenden Reinigungsvorgang nicht
beeinträchtigt wird.
Für die Reinigung selbst gibt es vielfältige Möglich
keiten. Insbesondere kann eine Bürste oder ein mit
Schleifmittel versehener Träger in den Rohrkörper einge
führt werden.
Es erhöht die Haftfähigkeit, wenn alle mit Email zu
belegenden Teile, zumindest aber der Rohrkörper an der
Innenfläche, vor dem Verfahrensschritt a) aufgerauht
werden. Empfehlenswert ist eine Rauhigkeit von mehr
als 3,2 µm.
Günstig ist es auch, daß der Rohrkörper vor dem Verfah
rensschritt a) spannungsfrei geglüht wird. Dies verhin
dert, daß infolge späterer, bei Temperaturbeeinflussung
auftretender Spannungen die Email-Schichten brechen.
Mit Vorteil wird der Grundemail-Schlicker auf eine we
sentlich geringere Viskosität eingestellt als der Deck
email-Schlicker. Hierdurch wird erreicht, daß der Grund
email-Schlicker sicher in den Spalt zwischen Elektrode
und Durchführungskanal eindringt und trotzdem überall
eine ausreichende Email-Schichtdicke erzielt wird.
Ein Meßrohr für einen elektromagnetischen Durchflußmes
ser, das einen Rohrkörper aus nicht-magnetischem Metall,
wie rostfreier Stahl, in Durchführungskanälen angeord
nete Elektroden aus Metall und eine die Innenflächen
des Rohrkörpers und der Durchführungskanäle bedeckende,
zusammenhängende Auskleidung aus einem schmelzbaren
elektrisch nicht leitenden Material aufweist und insbe
sondere nach dem zuvor beschriebenen Verfahren herge
stellt ist, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß die Auskleidung aus einer zusammenhängenden Grund
email-Schicht, die die Innenfläche des Rohrkörpers be
deckt und den gesamten Spalt zwischen jeder Elektrode
und zugehörigem Durchführungskanal ausfüllt, und einer
Deckemail-Schicht, die die Innenfläche der Grund
email-Schicht bedeckt, besteht und die Elektroden über
die Innenfläche des Rohrkörpers überstehen, beide Email
schichten durchsetzen und eine von Email freie Stirnseite
haben.
Ein solches Meßrohr hat eine durchgehende elektrische
Isolation, überall eine ausreichende Email-Schichtdicke,
eine sichere Kontaktgabe zwischen Metallelektrode und
zu messendem Medium sowie eine gute Anpaßbarkeit einer
seits an das Material des Rohrkörpers und andererseits
an das zu messende Fluid.
Insbesondere können die Elektroden radial nach innen
über die Email-Schichten überstehen. Dies erlaubt eine
sorgfältige Reinigung der Elektroden-Stirnflächen, ohne
daß der Schlicker-Auftrag beeinträchtigt wird. Außer
dem erzeugen die überstehenden Elektrodenteile Wirbel
im zu messenden Fluid, so daß eine nachträgliche Ver
schmutzung vermieden wird.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel beträgt die
Dicke der Grundemail-Schicht nur einen Bruchteil der
Spaltweite und der Dicke der Deckemail-Schicht. Die
geringe Dicke der Grundemail-Schicht ergibt sich auf
grund der für das Eindringen des Schlickers in den Spalt
erforderlichen Viskosität und wird durch die Dicke der
Deckemail-Schicht ausgeglichen.
Des weiteren empfiehlt es sich, daß die Innenfläche
des Rohrkörpers an den Enden je mit einer nach innen
vorspringenden Umfangsrippe versehen ist, deren radiale
Höhe etwa der Dicke der beiden Emailschichten entspricht.
Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Email-Schicht
dicke bis zu den Enden des Rohrkörpers gewährleistet.
Die für die Herstellung des Meßrohres erforderliche
Halterung der Elektrode kann nach der Fertigstellung
entfernt werden. Häufig erleichtert es aber die Hand
habung, wenn die Halterung ständig am Meßrohr verbleibt.
Eine solche Konstruktion kann so ausgebildet sein, daß
die Elektrode in einem elektrisch nicht leitenden Stop
fen gehalten ist, der in eine am Rohrkörper angesetzte
Hülse eingesetzt ist.
Hierbei empfiehlt es sich, daß die Hülse aus Stahl be
steht, in den Rohrkörper eingeschweißt ist und den Durch
gangskanal bildet. Es sollte ein säurefester Stahl ver
wendet werden, damit er allen Beanspruchungen gewachsen
ist.
Hierbei kann der Stopfen aus Keramik bestehen. Da die
Abdichtung durch das Email in dem die Elektrode umgeben
den Spalt erfolgt, genügt es, wenn der Keramikstopfen
die Elektrode mechanisch hält.
Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeichnung
dargestellter, bevorzugter Ausführungsbeispiele näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erfindungsmäß herge
stelltes Meßrohr,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Details A der
Fig. 1,
Fig. 3 eine Abwandlung eines Rohrendes und
Fig. 4 eine abgewandelte Form der Elektrodenbefestigung.
Das Meßrohr 1 der Fig. 1 weist einen Rohrkörper 2 aus
nicht-magnetischem, rostfreiem Stahl auf. Es trägt an
den Enden zwei Anschlußflansche 3 und 4. Zwei weiter
innen liegende Flansche 5 und 6 dienen der Befestigung
des Meßrohres in einer äußeren Hülle und der dazwischen
liegenden Sattelspulen.
Auf einander gegenüberliegenden Seiten sind zwei Elektro
denanordnungen 7 und 8 vorgesehen, die den gleichen
Aufbau haben, wie er in Verbindung mit Fig. 2 beschrie
ben wird. Eine stäbförmige Metallelektrode 9 durchsetzt
einen Durchführungskanal 10 und wird zeitweilig von
einem Halter 11 in der veranschaulichten zentrischen
Lage gehalten, so daß zwischen Elektrode und Innenfläche
des Durchführungskanals ein konzentrischer Spalt 12
verbleibt. Die Stirnfläche 13 der Elektrode 9 steht
radial nach innen über die Innenfläche 14 des Rohrkör
pers 2 über.
Eine Auskleidung 15 besteht aus einer Grundemail-Schicht
16 und einer dickeren Deckemail-Schicht 17. Im Spalt
12 befindet sich eine Grundemail-Schicht 18, die mit
der Schicht 16 zusammenhängt.
Beide Email-Schichten sind elektrisch isolierend. Die
Grundemail-Schicht ist dem Material des Meßrohres 2
hinsichtlich der Wärmeausdehnung angepaßt und besitzt
ihm gegenüber eine ausreichende Haftfähigkeit. Die Deck
email-Schicht 17 besteht aus einem dem Anwendungszweck
angepaßten Email.
Bei der Herstellung kann wie folgt vorgegangen werden:
- 1. Der Rohrkörper 2 aus rostfreiem Stahl wird geglüht, um ihn spannungsfrei zu machen.
- 2. Sämtliche Teile werden entfettet. Ihre Oberfläche wird durch Sandstrahlen oder Ätzen aufgerauht. Die Innenfläche 14 des Rohrkörpers 2 sollte eine Rauhig keit haben, die größer als 3,2 µm ist.
- 3. Die Elektroden 9 werden mit Hilfe der Halter 11 auf dem Rohrkörper 2 so montiert, daß sie nach innen über die Innenfläche 14 des Rohrkörpers 2 überstehen.
- 4. Ein Grundemail-Schlicker wird hinsichtlich seiner Viskosität so eingestellt, daß er beim Auftragen noch in den Spalt 12 eindringt. Hierdurch ist auch die Dicke der späteren Grundemail-Schicht 16 festge legt.
- 5. Das Grundemail wird an der Innenfläche 14 des Rohr körpers 2 aufgetragen und in den Spalt 12 gefüllt. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß der Rohrkörper 2 am Flansch 3 verschlossen, vollständig mit Grundemail-Schlicker gefüllt und dieser schließ lich wieder ausgeschüttet wird. Es verbleibt dann eine definierte Grundemail-Schlickermenge an der Innenfläche 14 und im Spalt 12.
- 6. Der Grundemail-Schlicker wird in einem Lufttrocknungs schrank getrocknet, beispielsweise für 20 Minuten. Dies führt zu einer Erhöhung der Viskosität des Schlickers und zu einer entsprechend stärkeren Haf tung am Rohrkörper 2.
- 7. Die Stirnfläche 13 wird von dort haftendem Grundemail- Schlicker gereinigt. Dies kann mit einer Bürste oder mit einem mit Schleifmittel versehenen Träger, wie einem Schwamm, erfolgen.
- 8. Das Ganze wird dann in einem Ofen erwärmt, wobei das Grundemail zusammenfließt. Bei einer praktischen Erprobung dauerte die Erwärmung 8 Minuten und ging bis zu 820°C.
- 9. Ein Deckemail-Schlicker wird hinsichtlich seiner Viskosität so eingestellt, naß er später die gewünsch te Schichtdicke ergibt.
- 10. Dieser Deckemail-Schlicker wird auf die Grundemail- Schicht 16 aufgetragen. Dies kann wiederum so ge schehen, daß der Rohrkörper 2 einseitig verschlossen und mit diesem Deckemail-Schlicker gefüllt wird, worauf dieser wieder ausgegossen wird.
- 11. Der Deckemail-Schlicker wird in einem Lufttrockungs schrank getrocknet.
- 12. Der überschüssige Deckemail-Schlicker wird von der Stirnseite 13 der Elektrode 9 entfernt.
- 13. Das Ganze wird erneut in einem Ofen erwärmt, bis das Deckemail zusammenfließt.
- 14. Die Halterungen 11 werden entfernt.
- 15. Das fertige Meßrohr wird durch einen Lecktest auf Dichtigkeit geprüft.
Bei einer Ausführungsform hatte die Grundemail-Schicht
16 eine Dicke von 0,06 bis 0,07 mm und der Spalt 12
eine Weite von 0,5 mm. Die Deckemail-Schicht hatte eine
Dicke von 0,23 bis 0,24 mm, so daß die Auskleidung 15
insgesamt eine Dicke von 0,3 mm besaß. Die Elektrode 13
stand um 0,7 mm über die Innenfläche 14 des Rohrkörpers 2
über, also um 0,4 mm über die Auskleidung 15.
Während in Fig. 1 die Dicke der Auskleidung 15 an den
Enden abnimmt, ist in der Abwandlung der Fig. 3 gezeigt,
daß der Rohrkörper 102 an seinem Flansch 103 innen eine
Umfangsrippe 120 hat. Auf diese Weise kann die Ausklei
dung 115 bis an ihr Ende eine gleichmäßige Dicke haben.
Hierdurch werden Taschen u. dgl. vermieden, in denen
sich Schmutz sammeln könnte. Dies ist für die Lebens
mittelindustrie von Interesse.
Bei der Ausgestaltung nach Fig. 4 ist in einen Rohrkör
per 202 eine Hülse 221 aus säurefestem Stahl einge
schweißt. Diese Hülse trägt einen Keramikstopfen 222,
der als Halter für die Elektrode 209 dient. Der Spalt
212 wird nunmehr zwischen der Elektrode 209 und der
Innenfläche der Hülse 221 gebildet. Das Aufbringen der
Grundemail-Schicht 216, der Spaltfüllung 218 sowie der
Deckemail-Schicht 217 erfolgt in gleicher Weise wie
es in Verbindung mit den Fig. 1 und 2 beschrieben wurde.
Bei einer Ausführungsform wurde als Grundemail ein Glas
email und als Deckemail ein Glasemail mit Chromoxid-Pig
menten verwendet. Solche Emails sind handelsüblich.
Der Temperaturkoeffizient des Grundemails lag zwischen
demjenigen des Rohrkörpers und demjenigen des Deckemails,
so daß eine Ablösung des Emails bei Erwärmung vermieden
wird.
Claims (16)
1. Verfahren zum Herstellen eines Meßrohres für einen
elektromagnetischen Durchflußmesser, das einen Rohr
körper aus nicht-magnetischem Metall, wie rostfreier
Stahl, in Durchführungskanälen angeordnete Elektroden
aus Metall und eine die Innenumfangsflächen des Rohr
körpers und der Durchführungskanäle bedeckende, zu
sammenhängende Auskleidung aus einem schmelzbaren
elektrisch nicht leitenden Material aufweist, gekenn
zeichnet durch die Verfahrensschritte
- a) daß die Elektroden so in den Durchführungskanälen fixiert werden, daß sie über die Innenfläche des Rohrkörpers nach innen überstehen,
- b) daß die Innenfläche des Rohrkörpers und der gesam te Spalt zwischen jeder Elektrode und den zugehö rigen Durchführungskanälen mit einem Grundemail- Schlicker versehen wird,
- c) daß die Stirnfläche der Elektroden vom Grundemail- Schlicker gereinigt wird und
- d) daß das Grundemail durch Erhitzen geschmolzen und anschließend wieder abgekühlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die
weiteren Verfahrensschritte,
- e) daß die mit Grundemail bedeckte Innenfläche des Rohrkörpers mit einem Deckemail-Schlicker versehen wird,
- f) daß die Stirnfläche der Elektroden vom Deckemail- Schlicker gereinigt wird und
- g) daß der Deckemail-Schlicker durch Erhitzen ge schmolzen und anschließend wieder abgekühlt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß zur Durchführung der Verfahrensschritte
b) bzw. e) der Rohrkörper einseitig verschlossen
und bei untenliegendem Verschluß mit dem Schlicker
gefüllt wird, worauf der Schlicker unter Zurücklas
sung von am Rohrkörper haftenden Teilen ausgeschüttet
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schlicker nach dem Verfah
rensschritt b) bzw. e) getrocknet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Durchführung des Verfahrens
schrittes c) bzw. f) eine Bürste in den Rohrkörper
eingeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Durchführung des Verfahrens
schrittes c) bzw. f) ein mit Schleifmittel versehener
Träger in den Rohrkörper eingeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest der Rohrkörper an
der Innenfläche vor dem Verfahrensschritt a) aufge
rauht wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rohrkörper vor dem Verfah
rensschritt a) spannungsfrei geglüht wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Grundemail-Schlicker auf
eine wesentlich geringere Viskosität eingestellt
wird als der Deckemail-Schlicker.
10. Meßrohr für einen elektromagnetischen Durchflußmes
ser, das einen Rohrkörper aus nicht-magnetischem
Metall, wie rostfreier Stahl, in Durchführungskanälen
angeordnete Elektroden aus Metall und eine die Innen
umfangsflächen des Rohrkörpers und der Durchführungs
kanäle bedeckende, zusammenhängende Auskleidung
aus einem schmelzbaren elektrisch nicht leitenden
Material aufweist und insbesondere nach dem Verfahren
eines der Ansprüche 1 bis 9 hergestellt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auskleidung aus einer zu
sammenhängenden Grundemail-Schicht (16, 18), die
die lnnenfläche des Rohrkörpers (2) bedeckt und
den gesamten Spalt (12) zwischen jeder Elektrode
(9) und zugehörigem Durchführungskanal (10) ausfüllt,
und einer Deckemail-Schicht (17), die die Innenfläche
der Grundemail-Schicht bedeckt, besteht und die
Elektroden über die Innenfläche (14) des Rohrkörpers
überstehen, beide Emailschichten durchsetzen und
eine von Email freie Stirnseite (13) haben.
11. Meßrohr nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektroden (9) radial nach innen über die
Email-Schichten (16, 17) überstehen.
12. Meßrohr nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dicke der Grundemail-Schicht (16)
nur einen Bruchteil der Spaltweite und der Dicke
der Deckemail-Schicht (17) beträgt.
13. Meßrohr nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die lnnenfläche (114) des Rohr
körpers (102) an den Enden je mit einer nach innen
vorspringenden Umfangsrippe (120) versehen ist,
deren radiale Höhe etwa der Dicke der beiden Email-
Schichten (116, 117) entspricht.
14. Meßrohr nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Elektrode (209) in einem
elektrisch nicht leitenden Stopfen (222) gehalten
ist, der in eine am Rohrkörper (202) angesetzte
Hülse (221) eingesetzt ist.
15. Meßrohr nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (221) aus Stahl besteht, in den Rohr
körper (202) eingeschweißt ist und den Durchgangs
kanal bildet.
16. Meßrohr nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stopfen (222) aus Keramik besteht.
Priority Applications (7)
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