DE3823845A1 - Kommutator und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents
Kommutator und verfahren zu seiner herstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kommutator für elektrische Maschinen,
dessen Segmente wenigstens einen zur Kommutatorlängsachse konzen
trischen Sitz für einen vorgespannten Armierungsring bilden,
sowie ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Kommutators.
Bei Kommutatormaschinen besteht häufig der Wunsch, durch eine
Drehzahlerhöhung die Baugröße bei gleicher Leistung zu reduzieren
oder bei gleicher Baugröße die Leistung zu erhöhen. Voraussetzung
hierfür ist, daß der Kommutator eine entsprechend hohe dynamische
Beanspruchung zuläßt. Kommutatoren, bei denen der Segmentkörper
nur durch den isolierenden Preßstoff zusammengehalten wird,
sind zwar kostengünstig. Ihre dynamische Belastbarkeit ist
jedoch gering. Aber auch Kommutatoren, bei denen der Segmentkörper
mit wenigstens einem im dynamisch und thermisch unbelasteten
Zustand spannungslosen Armierungsring versehen ist, haben nur
eine wenig größere dynamische Banspruchbarkeit, da die Verstär
kungsringe erst bei einer unter der Fliehkraftbeanspruchung
eintretenden Aufweitung des Segmentkörpers einen den Preßstoff
entlastenden Anteil an der dynamischen Beanspruchung aufnehmen
können.
Für höhere dynamische Banspruchungen müssen deshalb Kommutatoren
mit vorgespannten, d.h. bereits im dynamisch und thermisch
unbelasteten Zustand eine Spannung aufweisenden Armierungsringen
eingesetzt werden. Solche Kommutatoren verursachen jedoch einen
höheren Fertigungsaufwand. Außerdem wird die Handhabung bei
der Fertigung um so schwieriger, je kleiner die Abmessungen
eines Kommutators sind. Hierzu kommt bei kleinen Abmessungen,
daß aufgrund der dimensionell bedingten, geringeren elastischen
Spannwege der Armierungsringe eine erhöhte Teilepräzision not
wendig ist, da schon geringe Abweichungen im Innendurchmesser
der Armierungsringe und/oder im Durchmesser des Ringsitzes
zu erheblichen Spannungsunterschieden in den Armierungsringen
führen. Daraus entsteht zusätzlich ein mit abnehmendem Kommu
tatordurchmesser ansteigender Kostenanteil. Das bedeutet, daß
Kommutatoren mit vorgespannten Armierungsringen für die in
hohen Stückzahlen hergestellten Elektromaschinen kleiner bis
mittlerer Baugröße relativ teuer sind und daher in der Regel
aus Preisgründen nicht in Frage kommen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kommuta
tor mit vorgespannten Armierungsringen zu schaffen, der eine
wesentliche höhere dynamische und thermische Beanspruchbarkeit
als die bekannten Preßstoffkommutatoren bietet, aber dennoch
selbst bei kleinen Abmessungen kostengünstig ist, und damit
auch im Bereich kleiner bis mittlerer Elektromaschinen eine
Leistungssteigerung durch eine Drehzahlerhöhung erlaubt.
Diese Aufgabe löst ein Kommutator mit den Merkmalen des Anspruches
1.
Die plastische Vorformung der den Sitz für den Armierungsring
bildenden Segmentpartien in radialer Richtung nach außen bewirkt
eine bleibende Aufweitung des Sitzes und damit auch die Aufwei
tung des Armierungsringes, aus welcher dessen Vorspannung resul
tiert. Der Armierungsring kann deshalb spannungslos auf den
Sitz vor dessen Aufweitung aufgebracht werden, was eine wesentliche
Reduzierung der Fertigungskosten ergibt. Aber auch der Aufweitvor
gang läßt sich bei jeder Kommutatorgröße kostengünstig ausführen.
Hinzu kommt, daß der Sitz problemlos so weit aufgeweitet werden
kann, daß der Armierungsring nicht nur eine elastische Aufweitung,
sondern auch eine plastische Durchmesservergrößerung erfährt.
Man kann deshalb auch bei relativ großen Toleranzen des Durchmes
sers des Sitzes vor dessen Aufweitung den Innendurchmesser
des Armierungsringes mit ebenfalls relativ großen Toleranzen
so dimensionieren, daß jeder Armierungsring mit einem für eine
einfache Handhabung erforderlichen Spiel auf einen Sitz aufge
bracht werden kann. Der erfindungsgemäße Kommutator kann deshalb
nicht nur für größere, sondern insbesondere auch für die in
hohen Stückzahlen gefertigten kleinen bis mittleren Elektromaschi
nen rationell hergestellt werden, da kein zusätzlicher Kosten
anteil für eine erschwerte Handhabung und für einen erhöhte
Maßhaltigkeit der Einzelteile im Vergleich zu den bekannten
Preßstoffkommutatoren anfällt, deren Segmentkörper mit einem
oder mehreren spannungslosen Armierungsringen versehen ist.
Der Zwischenraum zwischen den Segmenten kann zumindest teilweise
mit Preßstoff gefüllt sein, wie dies auch bei den bekannten
Preßstoffkommutatoren der Fall ist. Allerdings stehen bei dem
erfindungsgemäßen Kommutator wie bei Kommutatoren der Gewölbedruck
bauweise der Preßstoff und die Segmente unter einem Gewölbe
druck.
Die erfindungsgemäße Bauweise bietet aber auch auf dem Gebiete
der Gewölbedruck-Kommutatoren mit zwischen den Segmenten angeord
neten Isolierlamellen und Schrumpfringen oder vorgespannten
Armierungsringen Vorteile. Die bekannten Gewölbedruck-Kommuta
toren zeichnen sich vor allem durch ein vorzügliches Betriebs
verhalten ihrer Bürstenlauffläche aus, woraus eine geringe
Erwärmung des Kommutators, hohe Betriebssicherheit, weniger
Wartung und eine längere Lebensdauer resultieren. Der Ferti
gungsaufwand der bekannten Gewölbedruck-Kommutatoren ist aber
wesentlich höher als derjenige der bekannten ringarmierten
Preßstoffkommutatoren. Kommutatoren der Gewölbedruckbauart
werden deshalb bisher nur bei größeren Elektromaschinen einge
setzt, bei denen die höheren Kosten aufgrund ihres Einsatzberei
ches gerechtfertigt sind.
Das vorteilhafte Betriebsverhalten der Bürstenlauffläche bei
Gewölbedruck-Kommutatoren rührt daher, daß über die vorgespannten
Ringe im Gewölbe des Kommutators ein sehr hoher Druck und damit
eine entsprechend hohe Flächenpressung der Segmente und der
zwischen ihnen liegende Isolierlamellen aufgebaut wird, wodurch
ein Auswandern einzelner Segmente auch bei voller Fliehkraftbe
anspruchung mit Sicherheit vermieden wird.
Voraussetzung dafür ist, daß der Kommutator bei allen Betriebs
zuständen ein absolut elastisches Verhalten aufweist. Um dies
zu erreichen, ist es notwendig, den Segmentkörper bei der Herstel
lung des Kommutators in seinem Durchmesser so weit zu reduzieren,
z.B. durch Einpressen in eine dickwandige Buchse, daß er unter
plastischer Verformung der Isolierlamellen formiert wird, ehe
die Armierungsringe auf die für sie vorgesehenen Sitze aufgebracht
werden. Ist die Durchmesserreduzierung des Segmentkörpers dabei
wesentlich größer als der Spannweg der Armierungsringe und
der im Gewölbe aufgebaute Druck so hoch, daß die Armierungsringe
nach dem Ausstoßen des Segmentkörpers aus der Buchse so weit
vorgespannt werden, daß sich im Segmentkörper der für eine
vorgegebene Betriebsbeanspruchung erforderliche Gewölbedruck
aufbaut, genügt es, die Armierungsringe auf die für sie vor
gesehenen Sitze aufzuschieben. Da jedoch die Formierung des
Segmentkörpers unter einer plastischen Verformung der Isolier
lamellen erfolgt, ist die im elastischen Bereich erreichte
Durchmesserverringerung wesentlich kleiner als die gesamte
Durchmesserverringerung des Segmentkörpers. Die Größe der im
elastischen Bereich bewirkten Durchmesserverringerung wird
dabei überwiegend durch den aus der Anzahl und der Stärke des
die Isolierlamellen resultierenden Anteil am Umfang des Segment
körpers bestimmt, da die Isolierlamellen gegenüber den aus
Kupfer bestehenden Segmenten relativ weiche Federelemente dar
stellen. Das bedeutet, daß mit abnehmender Teilung, d.h. bei
einem Segmentkörper mit einer geringen Anzahl von Isolierlamellen
und Segmenten, der elastische Spannweg abnimmt. Hinzu kommt,
daß in Folge der physikalischen Eigenschaften der üblicherweise
aus Micanit bestehenden Isolierlamellen der Gewölbedruck über
proportional zu der für die Vorspannung der Armierungsringe
notwendigen Durchmesservergrößerung des Segmentkörpers abnimmt.
Aus diesen Gründen ist es nur bei höherteiligen Kommutatoren,
die keinen sehr hohen Gewölbedruck zur Aufnahme der Fliehkraft
beanspruchung benötigen, möglich, die Armierungsringe spannungslos
auf den im Durchmesser reduzierten Sitz aufzuschieben.
Um Kommutatoren der Gewölbedruckbauart für eine hohe dynamische
Beanspruchung und/oder mit niedriger Teilung herstellen zu
können, mußte deshalb bisher die Wärmedehnung der aus Stahl
bestehenden sogenannten Schrumpfringe in Anspruch genommen
werden. Um solche Schrumpfringe rasch und rationell erwärmen
zu können, mußte die Erwärmung induktiv erfolgen, wodurch außer
einer erschwerten Handhabung beim Aufbringen des erwärmten
Schrumpfringes auf seinen Sitz zusätzlich eine teure Fertigungs
einrichtung erforderlich ist. Für kleinere bis mittlere Elektro
maschinen waren deshalb die Kosten der bekannten Gewölbedruck-Kom
mutatoren in der Regel zu hoch.
Wird hingegen erfindungsgemäß der Sitz jedes Armierungsringes
nach einer in bekannter Weise ausführbaren Durchmesserreduzierung
des Segmentkörpers plastisch aufgeweitet, dann genügt es, die
Armierungsringe im unerwärmten Zustand auf den Sitz aufzuschieben.
Die erfindungsgemäße Bauweise ermöglicht es deshalb, Gewölbe
druck-Kommutatoren mit Schrumpfringen durch kostengünstigere
Gewölbedruck-Kommutatoren zu ersetzen, bei denen die Armierungs
ringe ohne Erwärmung aufgebracht werden.
Die erfindungsgemäße Bauart ermöglicht auf einfache Weise,
Kommutatoren mit vorgespannten Armierungsringen herzustellen,
deren Segmente in ihrem äußeren Bereich durch separate Distanz
leisten oder durch an sie angeformte Abstandhalter distanziert
sind, die erst nach dem Auspressen des Segmentkörpers mit einem
sie einbettenden Preßstoff entfernt oder durch Überdrehen des
Kommutators beseitigt werden.
Da derart aufgebaute Segmentkörper innerhalb ihres elastischen
Bereichs eine nur sehr geringe Durchmesserreduzierung gestatten,
ist es nicht möglich, sie zum Zwecke des Aufbringens eines
Armierungsringes auf einen Sitz am Segmentkörper in ihrem Durch
messer so stark zu reduzieren, daß ein zur Vorspannung des
Armierungsringes erforderlicher hoher Spannweg erreicht wird.
Dies ist aber für den erfindungsgemäßen Kommutator nicht störend,
da bei ihm das Vorspannen der Armierungsringe unabhängig vom
elastischen Verhalten des Segmentkörpers ist.
Aufgrund dessen ermöglicht die erfindungsgemäße Bauweise auch
die Verwendung von einstückigen Segmentkörpern, die aus einem
profilierten Rohrstück, einem profilierten Bandabschnitt oder
durch Fließpressen hergestellt sind.
Da bei dem erfindungsgemäßen Kommutator der Zusammenhalt des
Segmentkörpers nicht über eine Verankerung der Segmente im
isolierenden Preßstoff erfolgt, entfällt das Anformen von Veran
kerungsmitteln an die Segmente. Dies ist besonders bei fließ
gepreßten Segmentkörpern von großem Vorteil.
Es wäre natürlich auch möglich, einen Armierungsring in aufge
weitetem Zustand auf seinen Sitz aufzubringen und den Sitz
dann plastisch aufzuweiten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kommutators liegt die Innenmantelfläche des Segmentkörpers
an dem den Zwischenraum zwischen ihr und der Außenmantelfläche
einer Nabe oder Welle füllenden Preßstoff oder an einer isolie
renden oder isolierten Nabe oder Welle an. Da eine Warmdeformation
der Bürstenlauffläche, d.h. ein Abweichen der Bürstenlauffläche
von der Zylinderform unter thermischer Belastung dadurch verhin
dert werden kann, daß die Segmente in radialer Richtung an
die Nabe oder Welle angepreßt werden, ist vorteilhafterweise
die Nabe oder Welle in radialer Richtung durch die Segmente
und Armierungsringe vorgespannt. Vorteilhafterweise wird diese
Vorspannung durch ein Aufschrumpfen des armierten Segmentkörpers
auf die Nabe oder Welle erreicht oder dadurch, daß man Preßstoff
in den Zwischenraum zwischen die Nabe oder Welle einerseits
und die Innenmantelfläche des Segmentkörpers andererseits einpreßt
und dabei den armierten Segmentkörper aufweitet.
Vorteilhaft ist auch eine Ausbildung der Sitze für die Armierungs
ringe gemäß Anspruch 9. Bei der höchsten dynamischen Beanspruchung
des Kommutators bildet dann nämlich der Sitz eine zylindrische
Fläche, wodurch der auf ihm angeordnete Armierungsring eine
gleichmäßige Beanspruchung erfährt. Dies wäre nicht der Fall,
wenn der Sitz bei ruhendem Kommutator eine zylindrische Fläche
definieren würde, da er dann bei dynamischer Beanspruchung
eine konische Form annehmen würde.
Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
anzugeben, gemäß dem der erfindungsgemäße Kommutator einfach
herzustellen ist. Diese Aufgabe löst ein Verfahren mit den
Merkmalen des Anspruches 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen dieses Verfahren
sind Gegenstand der Ansprüche 12 bis 23.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen im einzelnen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen unvollsständig dargestellten Längsschnitt nach
der Linie I-I der Fig. 2 des Segmentkörpers eines ersten
Ausführungsbeispiels vor dem Aufweiten der Sitze für
die Armierungsringe,
Fig. 2 eine unvollständig dargestellte Stirnansicht des Segment
körpers des ersten Ausführungsbeispiels vor dem Entfernen
der Abstandhalter zwischen den Segmenten,
Fig. 3 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt des ersten
Ausführungsbeispiels im ausgepreßten Zustand,
Fig. 4 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt eines
Werkzeuges zum Aufweiten der die Sitze bildenden Material
partien des ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 5 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt des Seg
mentkörpers eines zweiten Ausführungsbeispiels vor dem
Aufweiten der Sitze,
Fig. 6 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt des zweiten
Ausführungsbeispiel im ausgepreßten Zustand,
Fig. 7 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt nach
der Linie VII-VII der Fig. 8 des Segmentkörpers eines
dritten Ausführungsbeispiels,
Fig. 8 eine unvollständig dargestellte Stirnansicht des Seg
mentkörpers des dritten Ausführungsbeispiels,
Fig. 9 einen Schnitt entsprechend Fig. 7 einer Abwandlung des
dritten Ausführungsbeispiels,
Fig. 10 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt des
dritten Ausführungsbeispiels im fertigen Zustand,
Fig. 11 eine unvollständig dargestellte Stirnansicht des Segment
körpers eines vierten Ausführungsbeispiels,
Fig. 12 einen Schnitt nach der Linie XII-XII der Fig. 11,
Fig. 13 eine unvollständig dargestellte Ansicht der anderen
Stirnseite des Segmentkörpers des vierten Ausführungs
beispiels,
Fig. 14 eine unvollständig dargestellte Stirnansicht des vierten
Ausführungsbeispiels im fertigen Zustand,
Fig. 15 einen Schnitt nach der Linie XV-XV der Fig. 14,
Fig. 16 einen Schnitt nach der Linie XVI-XVI der Fig. 14,
Fig. 17 eine unvollständig dargestellte Ansicht der einen Stirn
seite des Segmentkörpers eines fünften Ausführungsbei
spiels,
Fig. 18 eine unvollständig dargestellte Ansicht der anderen
Stirnseite des Segmentkörpers des fünften Ausführungs
beispiels,
Fig. 19 einen Schnitt nach der Linie XIX-XIX der Fig. 18,
Fig. 20 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt des
fünften Ausführungsbeispiels im fertigen Zustand,
Fig. 21 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt eines
Werkzeuges zum Aufweiten der Sitze für die Armierungsringe
des fünften Ausführungsbeispiels,
Fig. 22 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt eines
sechsten Ausführungsbeispiels,
Fig. 23 eine Seitenansicht eines Segmentes des sechsten Ausfüh
rungsbeispiels im montagefertigen Zustand,
Fig. 24 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt einer
Vorrichtung zum Aufweiten der Sitze des sechsten Ausfüh
rungsbeispiels,
Fig. 25 eine perspektivisch dargestellte Ansicht eines Profil
bandstückes, an dem die einzelenen Arbeitsschritte
zur Herstellung von Segmenten für das zweite Ausführungs
beispiel ersichtlich sind.
Zur Herstellung eines als Ganzes mit 1 bezeichneten Kommutators
wird aus gleich ausgebildeten, aus Kupfer oder einem anderen
geeigneten Metall bestehenden Segmenten 2 ein hohlzylindrischer
Segmentkörper 3 zusammengesetzt. An jedes Segment 2 ist, wie
die linke Hälfte der Fig. 2 zeigt, in der an die äußere Mantel
fläche des Segmentkörpers 3 anschließende Randzone eine sich
über die gesamte axiale Länge des Segmentkörpers 3 erstreckende,
schmale Abstandsleiste 4 angeformt, deren Dicke gleich der
gewünschten Distanz zwischen den Segmenten 2 gewählt ist. Statt
dieser an die Segmente 2 angeformten Abstandsleisten kann man
aber auch, wie in der rechten Hälfte der Fig. 2 dargestellt,
zwischen die Segmente 2 je eine separate Abstandsleiste 4′
einsetzen, deren Dicke wie diejenige der Abstandsleisten 4
gewählt ist. Im zusammengesetzten Zustand des Segmentkörpers
3 liegen die Abstandsleisten 4 oder 4′ an der Seitenfläche
des benachbarten Segmentes 2 an.
Der Segmentkörper 3 ist an beiden Stirnseiten mit je einer
konzentrisch zu seiner Längsachse verlaufenden Ringnut 5 versehen.
Die beiden diese Ringnuten 5 gegen die Längsachse des Segment
körpers 3 hin begrenzenden Materialpartien 6 bilden je einen
Sitz für einen Armierungsring 7. Die axiale Länge der Materialpar
tien 6 ist geringfügig größer als die axiale Länge des aufzuneh
menden Armierungsringes 7, jedoch deutlich kleiner als die
axiale Länge der die Ringnut 5 nach außen hin begrenzenden
Materialpartie der Segmente 2. Ferner ist die Weite der Ringnu
ten 5 größer als die in radialer Richtung gemessene Stärke
der Armierungsringe 7, so daß zwischen diesen und der äußeren
Begrenzungsfläche der Ringnuten 5 ein Zwischenraum vorhanden
ist.
Wie Fig. 2 zeigt, sind die Segmente 2 von ihrem die Innemantel
fläche des Segmentkörpers 3 bildenden Ende radial nach außen
bis in die Höhe der Ringnuten 5 hinein beidseitig abgesetzt,
um hier eine Erweiterung 8′ der außen durch die Abstandsleisten
4 oder 4′ definierten Schlitze 8 zu erhalten.
Die Armierungsringe 7, bei denen es sich um isolierte Stahlringe
handelt, statt der aber auch glasfaserarmierte Kunststoffringe
verwendet werden könnten, lasssen sich mit Spiel auf ihren
Sitz aufschieben. Nachdem dies geschehen ist, werden die Mate
rialpartien 6 von zwei gegeneinander bewegbaren Dornen 9 (ver
gleiche Fig. 4), welche von den beiden Stirnseiten her in den
Segmentkörper 3 eingepreßt werden, soweit radial nach außen
gedrückt, daß über die plastische Aufweitung des Ringsitzes
die Armierungsringe die gewünschte Verspannung erhalten. Während
dieser Aufweitung befindet sich, wie Fig. 4 zeigt, der Seg
mentkörper 3 in einer dickwandigen Buchse 10, die eine Ver
größerung des Außendurchmessers des Segmentkörpers 3 während
des Aufweitvorgangs verhindert. Die in Umfangsrichtung durch
die Schlitze 8 unterbrochenen Sitze für die beiden Armierungsringe
7 haben nach der plastischen Verformung der Materialpartien
6 einen gegen ihr offenes Ende hin etwas größer werdenden Durch
messer, wie dies Fig. 3 zeigt. Ferner ist durch die plasti
sche Verformung der Materialpartien 6 der Innendurchmesser
des Segmentkörpers 3 im Bereich der Materialpartien 6 etwas
größer als in dem zwischen diesen liegenden Mittelabschnitt.
Danach werden der Segmentkörper 3 und eine aus Stahl bestehende
Nabe 11 in Form einer zylindrischen Buchse, deren Außendurch
messer etwas kleiner ist als der Innendurchmesser des Segment
körpers 3, in ein Werkzeug eingelegt, in dem der Zwischenraum
zwischen der Außenmantelfläche der Nabe 11 und der Innenmantel
fläche des Segmentkörpers 3, die freien Räume zwischen benach
barten Segmenten, die noch freien Räume der Ringnuten 5
und die gegenüber der beiden Stirnflächen in axialer Richtung
zurückgesetzten Bereiche des Segmentkörpers 3 mit Preßstoff
12 gefüllt werden. Abschließend werden nach dem Aushärten des
Preßstoffes 12 die Abstandsleisten 4′ entfernt oder der Seg
mentkörper 3 so weit überdreht, bis die Abstandsleisten 4 voll
ständig entfernt sind. Der Segmentkörper 3 steht dann unter
einem durch die Vorspannung der Armierungsringe 7 erzeugten
Gewölbedruck, welcher die Segmente 2 gegen den die Schlitze
8 füllenden Preßstoff 12 preßt.
Das in den Fig. 5 und 6 dargestellte Ausführungsbeispiel unter
scheidet sich von demjenigen der Fig. 1 bis 3 nur dadurch,
daß die Materialpartien 106 der Segmente 102 zunächst radial
nach innen über den Mittelabschnitt überstehen, wie dies Fig.
5 zeigt. Dieser Überstand ist so groß gewählt, daß die erforder
liche Aufweitung der Armierungsringe 107, die wie bei den Armie
rungsringen 7 teilweise plastisch ist, erreicht wird, wenn
die der Längsachse zugekehrte Innenfläche der Materialpartien
106 nach dem Aufweitvorgang mit der Innenfläche des Mittelab
schnittes der Segmente 102 fluchtet. Im Ausführungsbeispiel
nimmt der Abstand der Innenseite der Materialpartien 106 von
der Längsachse des Segmentkörpers 103 zum freien Ende hin gering
fügig zu, da für die Aufweitung zwei nicht dargestellte Dorne
verwendete worden sind, die sich gegen ihr freies Ende hin
leicht konisch verjüngen.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel wird, nachdem die Armierungs
ringe 107 durch Aufweiten ihrer Sitze vorgespannt worden sind,
in den Segmentkörper 103 eine Nabe 111 konzentrisch eingesetzt
und in die Zwischenräume Preßstoff 112 eingebracht. Nach dessen
Erkalten werden die Abstandsleisten 104 durch Abdrehen entfernt.
Die Segmente 202, aus denen der Segmentkörper 203 des in den
Fig. 7 bis 10 dargestellten Ausführungsbeispiels zusammengesetzt
ist, unterscheidet sich von den Segmenten 102 nur dadurch,
daß an sie keine den Abstandsleisten 104 entsprechende Distanz
elemente angeformt sind. Zwischen die Segmente wird nämlich
je eine aus Micanit bestehende Isolierlamelle 204 eingelegt.
Der von den Materialpartien 206 gebildete Sitz für die beiden
Armierungsringe 207 kann vor der plastischen Verformung der
Materialpartien 206 zylindrisch sein, wie dies Fig. 7 zeigt
und auch bei den Segmenten 102 der Fall ist. Man kann aber
auch, wie dies Fig. 9 zeigt, die Segmente 202 so ausbilden,
daß sie zunächst einen sich gegen ihr freies Ende konisch verjün
genden Sitz bilden, der das Aufbringen der Armierungsringe
zusätzlich erleichtert. Vorteilhaft ist es, die Sitzaufwei
tung so vorzusehen, daß bei ruhendem Kommutator der Sitz zum
freien Ende der ihn bildenden Materialpartien 206 einen größer
werdenden Durchmesser hat. Wird der hieraus resultierende Winkel,
den die den Sitz bildende Fläche der Materialpartien 206 mit
der Längsachse einschließen, so gewählt, daß bei maximaler
Fliehkraftbelastung der Segmente der Sitz eine zylindrische
Form annimmt, dann erreicht man bei dieser Belastung eine gleich
mäßige und damit optimale Spannungsbeanspruchung der Armierungsrin
ge. Bei dem in Fig. 10 dargestellten, mit einer Nabe 211 zu
versehenen und mit Preßstoff 212 ausgepreßten Kommutator nimmt
deshalb im Ruhezustand der Durchmesser des Sitzes für die Armie
rungsringe 207 und auch deren Durchmesser zur benachbarten
Stirnseite des Kommutators hin etwas zu.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 7 bis 10 wird der
Segmentkörper 203 vor dem Aufbringen der Armierungsringe 207
zum Zwecke der Formierung, d.h. einer Durchmesserreduzierung
unter plastischer Verformung der Isolierlamellen 204, in eine
dickwandige Buchse eingepreßt. Hierbei wird ein zunächst über
höhter Gewölbedruck erreicht. In dieser Buchse werden die Sitze
für die Armierungsringe 207 aufgeweitet. Wird nun der Segment
körper 203 aus der Buchse ausgestoßen, dann wird der überhöhte Ge
wölbedruck unter gleichzeitiger Vergrößerung der Spannung in den
Armierungsringen bis nahezu auf den Normalwert abgebaut. Der
Normalwert ist dann errreicht, wenn abschließend der Segmentkör
per 203 auf eine mit einer dünnen Isolierschicht 211′ versehene
Nabe 211 aufgeschrumpft worden ist, wobei die Nabe 211 eine
radiale Vorspannung erhält.
Eine solche Vorspannung der Nabe könnte man auch dadurch errei
chen, daß man Preßstoff zwischen die Nabe und die Innenmantel
fläche des erwärmten Segmentkörpers mit hohem Druck preßt,
wobei der Segmentkörper 203 bis zur Anlage an der Innenwandung
der ihn aufnehmenden Preßbuchse aufgeweitet werden kann.
Auch im Falle des Aufschrumpfens des Segmentkörpers 203 auf
die Nabe 211 wird, wie Fig. 10 zeigt, der durch die axiale
Zurücksetzung der Segmente 206 und der Armierungsringe 207
vorhandene Ringraum sowie der nicht von den Armierungsringen
207 ausgefüllte Teil der Ringnuten und die freien Räume zwischen
benachbarten Segmenten mit Preßstoff 212 gefüllt.
Bei der Herstellung des in den Fig. 11 bis 16 dargestellten
Ausführungsbeispiels wird von einem einstückig ausgebildeten
Segmentkörper 303 ausgegangen, der durch Fließpressen hergestellt
worden ist. Da es sich hierbei um einen sogenannten Plankommutator
handelt, liegt die durch die Segmente 302 gebildete Bürstenlauf
fläche in einer Radialebene. Wie ferner die Fig. 12 zeigt,
sind zunächst alle Segmente 302 durch je einen schmalen Steg
304 noch miteinander verbunden. Diese Stege liegen auf der
die Bürstenlauffläche bildenden Seite der Segmente 302. An
diese Vorderseite ist zur weiteren Verstärkung der Verbindung
zwischen den Segmenten 302 ein konzentrisch zur Längsachse
verlaufender Verbindungsring 304′ angeformt. An den radial
innen liegenden Endabschnitt der Segmente 302 schließt sich
ein parallel zur Kommutatorlängsachse verlaufender Schenkel
306 an. Diese Schenkel 306, die einen über die Rückseite der
Segmente 302 überstehenden, hohlzylindrischen Teil definieren,
stellen die Materialpartien dar, welche den plastisch aufzu
weitenden Sitz für einen Armierungsring 307 bilden. Die Schenkel
306 stehen deshalb auf einem Teil ihrer Länge nach innen über
die nach innen weisende Endfläche der Segmente 302 über, wie
dies Fig. 12 zeigt. Nach dem plastischen Aufweiten des Sitzes
fluchtet die Innenseite der Schenkel 306 mit der Innenseite
der Segmente 302, wie dies aus Fig. 16 ersichtlich ist.
Nachdem der Armierungsring 307 aufgeweitet worden ist, werden
die Zwischenräume zwischen den Segmenten 302 sowie der Ring
raum zwischen einer Nabe 311 und den Segmenten 302 sowie den
Schenkel 306 mit Preßstoff 312 gefüllt. Außerdem wird, wie
die Fig. 15 und 16 zeigen, der Armierungsring 307 mit dem Preß
stoff 312 abgedeckt. Erst wenn der Preßstoff 312 ausgehärtet
ist, werden der Verbindungsring 304′ und die Stege 304 abgedreht.
Danach wird jedes Segment 302 in seiner äußeren Randzone mit
Ausnehmungen 313 für das Anschließen je eines Wicklungsendes
versehen.
Auch der in den Fig. 17 bis 21 dargestellte Kommutator weist
einen fließgepreßten Segmentkörper 403 auf. Allerdings bildet
hier von den beiden etwa im rechten Winkel zueinander verlaufenden
Schenkel der Segmente 402 der parallel zur Kommutatorlängsachse
liegende Schenkel die Bürstenlauffläche, während der radial
nach außen ragende Schenkel dem Anschluß für ein Wicklungsende
dient. Wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 11 bis
16 ist auch hier das Fließpressen des Segmentkörpers 403 unpro
blematisch, da keine Verankerungselemente an die Segmente 402
angeformt werden müssen. Die Segmente 402 werden lediglich
an dem den Schenkel für den Lötanschluß tragenden Ende mit
einer zum Ende hin offenen, zur Längsache des Segmentkörpers
hin durch eine Materialpartie 406 begrenzten Ausnehmung 414
zur Bildung eines ersten Sitzes und am anderen Ende des die
Bürstenlauffläche bildenden Schenkels mit einer axial über
diese Lauffläche überstehenden Materialpartie 406′ versehen,
die radial nach innen vorspringt und der Bildung eines zweiten
Sitzes dient. Nach dem Aufschieben je eines Armierungsringes
407 auf die beiden Sitze werden die diese zur Kommutatorachse
hin begrenzenden Materialpartien 406 und 406′ in radialer Richtung
nach außen plastisch verformt. Während dieser Verformung
wird der Segmentkörper 403 von einer dickwandigen Buchse 401
von außen her abgestützt, wie dies Fig. 21 zeigt. Der für die
Aufweitung verwendete Dorn 409 besitzt, wie Fig. 21 ebenfalls
zeigt, zwei im Durchmesser unterschiedliche Abschnitte, so
daß beide Sitzaufweitungen in einem einzigen Arbeitsgang aus
geführt werden können. Nachdem die beiden Armierungsringe 407
vorgespannt worden sind, wird in den Segmentkörper 403 eine
Nabe 411 eingesetzt und der Zwischenraum zwischen dieser und
dem Segmentkörper 403 mit Preßstoff 412 ausgefüllt. Der Preßstoff
deckt auch, wie Fig. 20 zeigt, die Armierungsringe 407 und
die sie tragenden Materialpartien 406, 406′ vollständig ab.
Zum Schluß werden die dem Anschluß dienenden Schenkel der Segmente
402 mit Ausnehmungen 415 für die anzuschließenden Wicklungsenden
versehen, und der Segementkörper 403 zur Beseitigung der die
Segmente 402 verbindenden Stege 404 überdreht.
Wie Fig. 22 und 23 zeigen, ist es auch möglich, den Segmentkörper
503 mit je einen Sitz für einen Armierungsring 507 bildenden
Ringnuten 505′ zu versehen, die nicht wie die Ringnut 505 zur
Stirnseite hin, sondern nur zur Längsachse des Kommutators
hin, offen ist. Alle Materialpartien 506 der Segmente 502,
welche je einen der Sitze bilden, können dann, wie Fig. 24
zeigt, in einem einzigen Arbeitsgang mittels eines Dorns 509
in radialer Richtung nach außen plastisch so weit verformt
werden, daß der Armierungsring 507 die gewünschte Spannung
erhält. Anschließend wird der Kommutator nach einer der vorstehend
beschriebenen Methoden fertiggestellt, beispielsweise dadurch,
daß die Ringnuten 505 und 505′ sowie der Zwischenraum zwischen
dem Segmentkörper 503 und einer Nabe 511 mit Preßstoff 512
gefüllt wird.
Wie die Segmente für einen aus einzelnen Segmenten zusammengesetz
ten Segmentkörper, beispielsweise den Segmentkörper 103 kostengün
stig hergestellt werden, läßt sich an Hand von Fig. 25 erkennen.
Ein Profilband 116 dessen Profil gleich dem Querschnittsprofil
der herzustellenden Segmente 102 gewählt ist, wird zur Freilegung
der Materialpartien 106 zunächst mit einer T-ähnlichen Austan
zung 117 versehen. Die sich in Längsrichtung des Profilbandes
116 erstreckenden beiden Arme der Ausstanzung 117 haben quer
zur Längserstreckung des Profilbandes 116 eine zu ihrem gemeinsamen
Mittelabschnitt hin abnehmende Breite. In einem zweiten Arbeits
gang werden mittels eines in die Ausstanzung 117 einzuführenden
Werkzeuges die Materialpartien 106 so weit plastisch in Querrich
tung des Profilbandes 116 verformt, daß nun die in Querrichtung
des Profilbandes 116 gemessene Weite der Ausstanzung 117′ über
deren gesamte Erstreckung in Längsrichtung des Profilbandes
116 konstant ist. Die später den Sitz für einen der Armierungs
ringe 107 teilweise bildende Fläche der Materialpartien 106
liegt deshalb nunmehr parallel zu der später einen Teil Bürsten
lauffläche bildenden Fläche des Segmentes 102. Zum Schluß wird
vom Profilband 116 in der Mitte der Ausstanzung 117′ das Segment
102 abgetrennt.
Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie auch
die nur allein aus der Zeichnung entnehmbaren Merkmale sind
als weitere Ausgestaltungen Bestandteile der Erfindung, auch
wenn sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere nicht
in den Ansprüchen erwähnt sind.
Claims (24)
1. Kommutator für elektrische Maschinen, dessen Segmen
te wenigstens einen zur Kommutatorlängsachse konzentrischen
Sitz für einen vorgespannten Armierungsring bilden, dadurch
gekennzeichnet, daß die den Sitz gegen die Kommutatorlängsachse
hin begrenzende Materialpartie (6; 106; 206; 306; 406; 406′;
506) der Segmente (2; 102; 202; 302; 402; 502) in radialer
Richtung nach außen hin plastisch verformt ist.
2. Kommutator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der durch die plastisch verformte Materialpartie
(6; 106; 206; 306; 406; 406′; 506) der Segmente (2, 102, 202;
302; 402; 502) gebildeten, radial aufgeweiteten Sitze durch
die Zwischenräume zwischen benachbarten Segmenten in Umfangs
richtung Unterbrechungen aufweist.
3. Kommutator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zwischenräume zwischen den Segmenten (2;
102; 202; 302; 402; 502) zumindest teilweise mit Preßstoff
(12; 112; 212; 312; 412; 512) gefüllt sind.
4. Kommutator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen den Segmenten (202) Isolierlamellen
(204) angeordnet sind.
5. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Innenmantelfläche des durch die Segmente
(2, 102; 202; 302; 402; 502) gebildeten Hohlkörpers an dem
den Zwischenraum zwischen ihr und der Außenmantelfläche einer
Nabe (11; 111; 211; 311; 411; 511) oder einer Welle füllenden
Preßstoff (12; 112; 312; 412; 512) oder an einer isolierenden
oder isolierten Nabe (211) oder Welle anliegt.
6. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Nabe (211) oder Welle in radialer Richtung
durch die Segemente (202) und die Armierungsringe (207) vorgespannt
ist.
7. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Segmente (302; 402) voneinander getrenn
te Teile eines fließgepreßten Körpers sind.
8. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Segmente (2; 102; 202) von ihrer inne
ren Begrenzungsfläche an radial nach außen zumindest bis zur
Höhe des Sitzes für den Armierungsring (7; 107; 207) in Um
fangsrichtung ein- oder beidseitig im Sinne einer Reduzierung
ihrer Dicke abgesetzt sind.
9. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die den Sitz für den Armierungsring (7;
107; 207) gegen die Kommutatorlängsachse hin begrenzende Fläche
der plastisch verformten Materialpartien (6; 106; 206) mit
der Kommutatorlängsachse einen spitzen, eine Vergrößerung des
radialen Abstandes von der Kommutatorlängsachse gegen das freie
Ende dieser Fläche hin ergebenden Winkel einschließen, dessen
Größe wenigstens ungefähr gleich der bei der höchsten Betriebs
beanspruchung des Kommutators auftretenden elastischen Verformung
der Materialpartien (6; 106; 206) gewählt ist.
10. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die der Kommutatorlängsachse zugekehr
te innere Begrenzungsfläche der den Sitz bildenden Materialpartien
(106; 206) zumindest nahezu parallel zur Kommutatorlängsachse
verläuft.
11. Verfahren zur Herstellung eines Kommutators gemäß
Anspruch 1, bei dem ein Segmentkörper mit wenigstens einem
Sitz für einen Armierungsring hergestellt und dem Armierungsring
eine Vorspannung gegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß
nach dem Aufbringen des Armierungsringes auf seinen Sitz letzterer
aufgeweitet wird, indem die Segmente von außen her abgestützt
und die den Sitz bildenden Materialpartien unter plastischer
Deformation radial nach außen bewegt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufweitung jedes vorhandenen Sitzes in einem eine plasti
sche Aufweitung des auf ihm angeordneten Armierungsringes erge
benden Ausmaße vorgenommen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Segmentkörper für die Abstützung von außen
her, vorzugsweise wenigstens nahezu spielfrei, in eine dickwandi
ge Buchse eingebracht wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Aufweitung des Sitzes
durch ein Einpressen wenigstens eines Aufweitdornes in axialer
Richtung in den Segmentkörper hinein erfolgt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweiter Aufweitdorn gegen den ersten Aufweitdorn hin
in axialer Richtung in den Segmentkörper eingeführt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß mittels des Aufweitdornes wenigstens zwei in
axialer Richtung im Abstand voneinander vorgesehene Sitze aufge
weitet werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Aufweiten jedes vorhan
denen Sitzes und des auf ihm angeordneten Armierungsringes
zwischen die Segmente Preßstoff eingebracht wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeich
net, daß der Segmentkörper aus Segmenten zusammengesetzt wird,
zwischen denen vorzugsweise in ihrem äußeren Bereich separate
Distanzelemente angeordnet sind, die nach dem Auspressen des
Segmentkörpers mit Preßstoff entfernt werden.
19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß der Segmentkörper aus Segmenten zusammengesetzt wird, die
in ihrem äußeren Bereich ein- oder beidseitig angeformte Distanz
elemente aufweisen, und daß nach dem Auspressen des Segmentkörpers
mit Preßstoff der Segmentkörper bis zur vollständigen Beseitigung
der Distanzelemente abgedreht wird.
20. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß der Segmentkörper unter Bildung von die Segmente distan
zierenden Verbindungselementen fließgepreßt wird und daß nach
dem Auspressen des Segmentkörpers mit Preßstoff die Verbindungs
elemente entfernt werden.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß der Segmentkörper nach der Aufweitung
jedes vorhandenen Sitzes erwärmt und in einer ihn sowie eine
Nabe oder Welle aufnehmenden Buchse durch Einpressen von Preßstoff
zwischen die Nabe oder Welle einerseits sowie die Innenmantelflä
che des Segmentkörpers andererseits bis zur Anlage an die ihn
aufnehmenden Buchse aufgeweitet wird.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der Segmentkörper aus Segmenten
und zwischen diesen angeordneten Isolierlamellen zusammengesetzt
und unter Reduzierung seines Durchmessers bis zu einer plastischen
Verformung der Isolierlamellen in eine dickwandige Buchse einge
preßt wird, daß anschließend jeder vorgesehene Armierungsring
auf den ihm zugeordneten Sitz aufgeschoben und daß danach die
radiale Aufweitung jedes vorhandenen Sitzes und des von ihm
getragenen Armierungsringes erfolgt.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß der Segmentkörper nach der Aufweitung
jedes vorhandenen Sitzes erwärmt und auf eine Nabe oder Welle
aufgeschrumpft wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß die plastisch zu verformenden Ma
terialpartien der Segmente bei der Verformung von einer Lage
bezüglich des übrigen Teils des Segmentes, in welcher die den
Sitz bildende Fläche parallel zur Kommutatorlängsachse verläuft
oder ihr Abstand zur Kommutatorlängsachse sich gegen ihr freies
Ende hin verkleinert, in eine Lage bewegt wird, in welcher
der Abstand der den Sitz bildenden Fläche von der Kommutator
längsachse gegen das freie Ende der Fläche hin zunimmt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883823845 DE3823845A1 (de) | 1988-07-14 | 1988-07-14 | Kommutator und verfahren zu seiner herstellung |
| EP19890112647 EP0350855B1 (de) | 1988-07-14 | 1989-07-11 | Kommutator und Verfahren zu seiner Herstellung |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883823845 DE3823845A1 (de) | 1988-07-14 | 1988-07-14 | Kommutator und verfahren zu seiner herstellung |
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| DE3823845A1 true DE3823845A1 (de) | 1990-01-18 |
| DE3823845C2 DE3823845C2 (de) | 1990-05-23 |
Family
ID=6358640
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883823845 Granted DE3823845A1 (de) | 1988-07-14 | 1988-07-14 | Kommutator und verfahren zu seiner herstellung |
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| Country | Link |
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| EP (1) | EP0350855B1 (de) |
| DE (1) | DE3823845A1 (de) |
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Owner name: KIRKWOOD INDUSTRIES GMBH, 71083 HERRENBERG, DE |
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| 8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: KAUTT & BUX GMBH, 71083 HERRENBERG, DE |
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