DE3245699C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kommutator der Gewölbedruckbauart,
welcher die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruches 1 aufweist,
sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Kommutators.
Bei Kommutatoren der Gewölbedruckbauart haben die Armierungs
ringe die Aufgabe, den Segmentverband nicht nur im ruhenden
Zustand, sondern auch unter der im Betrieb auftretenden ther
mischen und dynamischen Belastung unter einem so hohen Gewölbe
druck zu halten, daß sich die einzelnen Segmente nicht relativ
zueinander verschieben können. Häufig werden bei derartigen
Kommutatoren als Armierungsringe Schrumpfringe verwendet, die
in Ringnuten eingelegt werden, welche in die beiden Stirnseiten
des Segmentverbandes eingearbeitet werden müssen. Ehe diese
Ringnuten auf einer Drehmaschine eingestochen werden können,
muß der aus den Segmenten und den in ihrer Form gleichen Iso
lierlamellen zusammengefügte Segmentverband zum Zwecke der
Formierung in eine dickwandige Druckbuchse eingepreßt werden.
Die Fertigungskosten sind deshalb bei solchen Kommutatoren
relativ hoch. Ihr Einsatzbereich ist somit auf qualitativ an
spruchsvolle Maschinen beschränkt. Ferner ist nachteilig, daß
Armierungsringe nur an den beiden Enden des Segmentverbandes
vorgesehen werden können und deshalb vielfach aus mechanischen
Gründen die radiale Abmessung der Segmente und damit auch der
Außendurchmesser des Kommutators größer gewählt werden muß,
als dies aus elektrischen Gründen notwendig wäre.
Im Vergleich hierzu kostengünstiger ist ein bekannter Kommutator
der eingangs genannten Art (DE-OS 30 48 470), da bei ihm die
Ringnuten zur Aufnahme der Armierungsringe durch Ausstanzungen
der Segmente und Isolierlamellen gebildet sind. Außerdem ermög
licht es dieser Kommutator, wenigstens eine sich von der Innen
mantelfläche des Segmentverbandes in diesen hinein erstreckende
Ringnut vorzusehen. Der erreichbare Gewölbedruck ist jedoch
relativ gering. Zum einen ist dies darauf zurückzuführen, daß
die Armierungsringe spannungslos in die Ringnuten eingelegt
werden müssen. Die Ausstanzungen der Isolierlamellen sind nämlich
so geformt, daß sie den eingelegten Armierungsring im Abstand
von den durch die Segmente gebildeten Begrenzungsflächen der
Ringnut halten, damit der nach dem Einlegen der Armierungsringe
einzubringende Preßstoff in die Ringnuten eindringen und dort
eine Ummantelung der Armierungsringe bilden kann. Zum anderen
darf beim Eindrücken des Segmentverbandes in die Preßform kein
hoher Gewölbedruck aufgebaut werden, da nach seinem Auspressen
mit Preßstoff und Ausstoßen aus der Preßform die Aufweitung
des Segmentverbandes auf einen Wert begrenzt bleiben muß, bei
dem der Preßstoff noch nicht reißt. Die Spannung der Armie
rungsringe, welche nur durch die Aufweitung des Segmentverbandes
erreicht wird, bleibt deshalb gering, was bedeutet, daß auch
der Gewölbedruck und die radiale Vorspannung einer gegebenenfalls
die Segmente in radialer Richtung abstützenden Nabe oder Welle
keine hohen Werte erreichen können.
Eine noch geringere mechanische und thermische Belastbarkeit
hat ein anderer bekannter Kommutator (DE-PS 8 56 654), obwohl
er mehrere, in Kommutatorlängsrichtung im Abstand nebeneinander
angeordnete Armierungsringe aufweist. Die erzielbare Flächen
pressung zwischen den Segmenten und Isolierlamellen liegt bei
diesem Kommutator jedoch weit unter denjenigen Werten, welche
sich bei Kommutatoren der Gewölbedruckbauart erreichen lassen.
Dies ist darauf zurückzuführen, daß zwischen Spannschienen,
welche die aufgeweiteten oder erwärmten Armierungsringe fest
halten, radial von außen her zunächst die Segmente eingeführt
und dann axial so weit verschoben werden müssen, daß durch
Ausstanzungen gebildete Halteansätze die Armierungsringe hinter
greifen. Anschließend müssen zwischen die Segmente die Isolier
lamellen eingebracht werden, was nur möglich ist, wenn dabei
keine nennenswerte Reibung auftritt. Wird anschließend mit
Hilfe von eingepreßter Isoliermasse der Segmentverband zum
Zwecke des Spannens der Armierungsringe aufgeweitet, dann ist
keinerlei Flächenpressung zwischen den Segmenten und den Isolier
lamellen vorhanden. Die Flächenpressung ist aber auch dann
nur sehr gering, wenn die eingebrachte Isoliermasse, welche
auch die Freiräume radial innerhalb der Halteansätze ausfüllt,
den Segmentverband nicht aufweitet, da bei einer Freigabe der
gespannten Armierungsringe die in den Freiräumen sich über
den gesamten Umfang erstreckende, ausgehärtete Isoliermasse
unter zunehmendem Aufbau einer Tangentialspannung einer Durch
messerreduzierung des Segmentverbandes entgegenwirkt. Diese
Reduzierung ist aber weit geringer als beim Formieren des für
einen Kommutator der Gewölbedruckbauart bestimmten Segmentver
bandes. Ein derartiger Kommutator ist deshalb einem armierungs
losen Preßstoffkommutator nur insofern überlegen, als die Armie
rungsringe die Verankerung der Segmente unterstützen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kommutator
der Gewölbedruckbauart zu schaffen, mit dem sich eine hohe
dynamische und thermische Belastbarkeit erreichen läßt, der
aber dennoch kostengünstig hergestellt werden kann. Diese Aufgabe
löst ein Kommutator mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Die erfindungsgemäße Kommutatorbauweise ermöglicht es, den
Segmentverband vor dem Einbringen der Armierungsringe in die
Ringnuten in seinem Durchmesser so weit zu reduzieren, daß
ein Gewölbedruck erreicht wird, welcher beträchtlich über demje
nigen liegt, den der fertige Kommutator aufweisen soll. Die
Aufweitung des Segmentverbandes, die er bei der Freigabe aus
der Druckbuchse oder dergleichen erfährt, reicht daher aus,
die Armierungsringe so weit zu spannen, daß der gewünschte
Gewölbedruck oder, falls eine radiale Vorspannung einer den
Segmentverband tragenden Nabe oder Welle gewünscht ist, der
erforderliche Vorspannungswert aufrechterhalten wird. Man kann
jedoch die Spannringe auf ihre Sitze auch aufpressen oder auf
schrumpfen, wodurch die Armierungsringe bereits ohne eine Aufwei
tung des Segmentverbandes eine hohe Vorspannung erhalten. Dazu,
daß sich eine hohe Spannung der Armierungsringe erreichen läßt,
trägt ferner bei, daß die Armierungsringe unmittelbar an der
von den Segmenten gebildeten, polygonen Begrenzungsfläche der
sie aufnehmenden Ringnut anliegen und deshalb nicht auf die
Druckbelastbarkeit eines Preßstoffes Rücksicht genommen zu
werden braucht. Ferner ist von erheblicher Bedeutung, daß die
Spannung der Armierungsringe sowie die Höhe des Gewölbedruckes
und die Größe der Aufweitung des Segmentverbandes nach dem
Aufbringen der Armierungsringe nicht die Beanspruchung des
Preßstoffes beeinflußt, welcher gegebenenfalls in den Segmentver
band eingebracht wird, weil dieses Einbringen des Preßstoffes
erst zu erfolgen braucht, nachdem die Armierungsringe ihre
Spannung erhalten haben und der Segmentverband sich aufgeweitet hat.
Dennoch läßt sich der erfindungsgemäße Kommutator kostengünstig
herstellen, da die Ringnuten durch Ausstanzungen der Segmente
gebildet werden und die Isolierlamellen radial außerhalb der
Ringnut enden. Sie benötigen daher keine Ausstanzungen. Vielmehr
können sie die Form eines rechteckförmigen Streifens haben
und können deshalb für Segmente verwendet werden, die unter
schiedliche Formen, insbesondere eine unterschiedliche Zahl
und Form ihrer Ausnehmungen haben. Aber auch im Hinblick auf
die thermische Belastbarkeit ist die Reduzierung der unter
Gewölbespannung stehenden Fläche durch derartige Isolierlamellen
vorteilhaft.
Die Armierungsringe können einen aus Stahl bestehenden Kern
und einen aus einem elektrisch isolierenden Material bestehen
den Mantel haben. In diesem Falle ist der Armierungsring vor
zugsweise gemäß Anspruch 5 ausgebildet. Die Armierungsringe
können aber auch aus einem elektrisch isolierenden, faserver
stärkten Kunststoff bestehen.
Jede der zur zentralen Längsachse des Segmentverbandes hin
offenen Ringnuten kann zur Aufnahme nur eines oder auch zur Auf
nahme von zwei Armierungsringen ausgebildet sein. Ihre Öffnung
ist dann vorteilhafterweise gemäß den Ansprüchen 7 bzw. 8 aus
gebildet.
Das hohe Spannvermögen von Armierungsringen aus einem faser
verstärkten Kunststoff muß wegen ihrer im Vergleich zu Stahl
ringen höheren Dehnung über einen erhöhten Spannweg erreicht
werden. Für derartige Armierungsringe hat deshalb vorzugsweise
der durch die Segmente gebildete Sitz jedes Ringes einen zur
Öffnung der Ringnut hin kleiner werdenden Durchmesser, wobei
die Neigung bezüglich der zentralen Längsachse im Bereich der
Selbsthemmung liegt. Der Armierungsring kann dann auf seinen
Sitz aufgepreßt werden, was bei Ringen aus Stahl mit einem
Isolationsmantel wegen der Gefahr der Beschädigung dieses
Mantels in der Regel nicht möglich ist. Ein Sitz mit einem
Neigungswinkel, der außerhalb des Selbsthemmungsbereiches liegt,
führt zwar zu einer noch stärkeren Vorspannung des aufzupres
senden Ringes, macht es aber erforderlich, Elemente, vorzugs
weise Widerhaken, an den Segmenten im Bereich des Sitzes vor
zusehen, welche eine Bewegung des Armierungsringes gegen die
Öffnung hin verhindern.
Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Herstellung des erfindungsgemäßen Kommutators anzugeben.
Diese Aufgabe löst ein Verfahren gemäß Anspruch 11.
Dieses Verfahren läßt sich in einfacher und kostengünstiger
Weise durchführen, da nach dem Zusammenfügen des Segmentver
bandes und dem Einlegen der Armierungsringe in die Öffnung der
zugeordneten Ringnut nur der Durchmesser des Segmentverbandes
so weit reduziert zu werden braucht, bis jeder Armierungsring
auf seinen Sitz aufgeschoben werden kann. Wenn dann die
der Reduzierung des Durchmessers des Segmentverbandes dienende
Krafteinwirkung auf den Segmentverband beendet wird, kann
letzterer in bekannter Weise entweder zu einem Kommutator mit
möglichst hohem Gewölbedruck oder zu einem Kommutator vervoll
ständigt werden, bei dem die Vorspannung der Nabe und/oder
Ankerwelle auf einem wesentlichen und vorbestimmten Spannungs
anteil der Armierung beruht und alle Segmente des Segmentver
bandes durch die Stützkräfte der Nabe und/oder Welle bei allen
Betriebszuständen kraftschlüssig mit der Nabe und/oder Anker
welle gekoppelt sowie bezüglich der Nabe und/oder Ankerwelle in
radialer Richtung positioniert sind.
Die Verringerung des Durchmessers des Segmentverbandes auf
einen das Aufschieben der Armierungsringe auf ihren Sitz ge
stattenden Wert erfolgt vorzugsweise mit Hilfe einer konischen
Buchse, über die der Segmentverband in eine dickwandige zylindrische Buchse
eingepreßt wird.
Sofern eine noch höhere Vorspannung der Armierungsringe erwünscht
ist, als sie erreichbar ist, wenn die Armierungsringe mit mög
lichst geringem Spiel auf ihren Sitz aufgeschoben werden, kann
man die Armierungsringe vor dem Aufschieben auf ihren Sitz in
duktiv erwärmen. Der Durchmesser, den die Armierungsringe im
kalten Zustand haben, kann dann um den Betrag der erwärmungs
bedingten Durchmesservergrößerung kleiner gewählt werden. Um
diejenige Vorspannung, welche die Armierungsringe beim Auf
schrumpfen auf ihren Sitz erreichen, ist dann die gesamte Vor
spannung größer, welche die Armierungsringe haben, nachdem die
zum Zwecke der Durchmesserverringerung auf den Segmentverband
ausgeübte Krafteinwirkung beendet worden ist. Um bei einer
solchen induktiven Erwärmung, welche vorzugsweise mittels
eines in die Bohrung des Segmentverbandes eingeführten Ring
induktors eines Mittelfrequenzgenerators erfolgt, zu verhindern,
daß sich der Durchmesser der den Segmentverband aufnehmenden
Buchse während des Arbeitsvorgangs verändert, wird vorzugsweise
eine Buchse aus einem antimagnetischen Stahl, z. B. einem anti
magnetischen V2A-Stahl verwendet. Außerdem wird bei einer be
vorzugten Ausführungsform diese Buchse mit einer Wasserkühlung
mit Hilfe eines Wärmefühlers auf einer konstanten Temperatur
gehalten.
Sofern die Armierungsringe aus einem faserverstärkten Kunst
stoff bestehen, ist es im Hinblick darauf, daß solche Armie
rungsringe nicht aufgeschrumpft werden können und die Erzielung
einer bestimmten Vorspannung einen höheren Spannweg erforderlich
macht als bei einem Stahlring, zweckmäßig, diese Armierungs
ringe auf ihre Sitze in axialer Richtung unter gleichzeitiger
Aufweitung aufzupressen. Damit läßt sich auch mit solchen Ar
mierungsringen eine relativ hohe Vorspannung erreichen.
Im folgenden ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen im einzelnen erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine unvollständige Stirnansicht des lose
zusammengefügten Segmentverbandes eines
ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Segmentes des Seg
mentverbandes gemäß Fig. 1,
Fig. 3 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt
des von seinen Armierungsringen unter Gewölbe
druck gehaltenen Segmentverbandes des ersten
Ausführungsbeispiels,
Fig. 4 eine unvollständig dargestellte Stirnansicht
entsprechend Fig. 1 des in Fig. 3 darge
stellten Segmentverbandes,
Fig. 5 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt
des aus dem Segmentverband gemäß Fig. 3 herge
stellten Kommutators,
Fig. 6 eine unvollständig dargestellte Stirnansicht
dieses Kommutators,
Fig. 7 eine Seitenansicht eines abgewandelten Aus
führungsbeispiels eines Segmentes für
einen erfindungsgemäßen Kommutator,
Fig. 8 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt
eines Segmente gemäß Fig. 7 aufweisenden Kommu
tators,
Fig. 9 einen unvollständig dargestellten Längsschnitt
eines Kommutators mit Armierungsringen aus
faserverstärktem Kunststoff,
Fig. 10 einen Ausschnitt aus einer Seitenansicht einer
abgewandelten Ausführungsform eines Segmentes
sowie einen unvollständig dargestellten Schnitt
des zugehörigen Armierungsringes aus faserver
stärktem Kunststoff vor dem Aufpressen auf seinen
Sitz,
Fig. 11 einen schematisch und unvollständig dargestellten
Längsschnitt durch einen Segmentverband und eine
Vorrichtung zur Herstellung eines armierten Seg
mentverbandes für die Verwendung von Armierungs
ringen aus Stahl,
Fig. 12 einen Längsschnitt entsprechend Fig. 11 für die
Herstellung eines mit Ringen aus faserverstärk
tem Kunststoff armierten Segmentverbandes.
Bei der Herstellung des in den Fig. 1 bis 6 dargestellten
ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Kommutators
wird von gleich ausgebildeten Segmenten 1 ausgegangen, wie sie
beispielsweise Fig. 2 zeigt. Diese Segmente 1 werden von einem
Profilstrang aus Kupfer abgelängt. Dabei werden
gleichzeitig eine zum einen Ende hin offene Ausnehmung 2 sowie
drei gleich ausgebildete Ausnehmungen 3 ausgestanzt. Diese Aus
nehmungen 2 und 3 sind über die Länge des Segmentes 1
verteilt angeordnet. Ihr Abstand voneinander ist, wie die
Fig. 2 bis 5 zeigen, relativ gering. Daher ist es trotz der hohen
dynamischen Belastung, welcher der Kommutator ausgesetzt werden
kann, möglich, die in radialer Richtung des Kommutators gemessene
Höhe der Segmente 1 und damit auch der Abmessung zwischen den
Ausnehmungen 2 und 3 sowie der Außenmantelfläche des Kommutators
sehr gering zu halten.
Die Ausnehmungen 3, die ebenso wie die Ausnehmung 2 einen an
nähernd rechteckförmigen Querschnitt haben, sind durch je eine
hakenartige Materialplatte 4 des Segmentes auf einem Teil
ihrer Länge zur zentralen Längsachse des Kommutators hin ge
schlossen. An diese Materialpartie 4 schließt sich in Kommu
tatorlängsrichtung je eine Öffnung 5 an, deren axiale Länge
größer ist als diejenige der Materialpartie 4. Wie die Fig. 2
und 5 zeigen, erweitert sich die Öffnung 5 nach innen hin keil
förmig, wobei die eine Flanke der Öffnung 5 die Verlängerung
der einen stirnseitigen Begrenzung der Ausnehmung 3 bildet.
Durch diese Form der Ausnehmungen 3 können in die Öffnungen 5,
welche nach dem Zusammenfügen aller Segmente 1 sowie je einer
zwischen je zwei benachbarte Segmente 1 einzulegenden Isolier
lamelle 6 zu einem losen Segmentverband ebenso wie die Ausneh
mung 2 je eine Ringnut bilden, je ein als Ganzes mit 7 bezeich
neter Armierungsring eingelegt werden. Die Isolierlamellen 6
haben die Form eines rechteckförmigen Streifens. Wie die Fig. 1
bis 6 zeigen, erstrecken sie sich über die gesamte Länge der
Segmente und von der Außenmantelfläche des Kommutators radial
nach innen nahezu bis zu den Ausnehmungen 2 und 3. Eine solche
Form der Isolierlamellen 6 trägt zu günstigen Fertigungskosten
bei, und zwar auch im Hinblick darauf, daß diese Isolierlamellen
für Segmente verwendbar sind, die eine unterschiedliche Zahl
von Ausnehmungen sowie eine andere Form ihrer Ausnehmung, bei
spielsweise eine Form gemäß Fig. 7, haben.
Die Armierungsringe 7 haben einen Kern 7′ aus Stahl sowie eine
diesen Kern umgebende Isolation 7′′. Diese Isolation besteht
aus einem sehr dünnen Band, das unter Überlappung der Randzonen
um den Kern herumgewickelt ist und nicht nur eine hohe Isola
tionsfähigkeit, sondern auch eine hohe Druckfestigkeit hat. Die
Abmessungen der Ausnehmungen 2 und 3 sind auf die Abmessungen
der Armierungsringe 7 so abgestimmt, daß letztere vollständig
von demjenigen Teil der Ausnehmungen aufgenommen werden können,
der durch die Materialpartie 4 nach innen geschlossen ist. Diese
Materialpartien 4 bilden den Sitz für die Armierungsringe 7,
welche im fertigen Kommutator unmittelbar auf ihrem Sitz unter hoher Pressung auf
liegen. Da die Segmente 1 gestanzt sind, ist die Kontur dieser
Sitze je ein Polygon.
Nachdem die Armierungsringe 7 in die Öffnungen 5 des noch losen
Segmentverbandes eingebracht worden sind, wird der Segmentver
band in eine dickwandige, in Fig. 11 dargestellte Druckbuchse 8,
z. B. mit Hilfe einer konischen Buchse, eingepreßt. Bei diesem Ein
pressen des Segmentverbandes in die Druckbuchse 8 wird der
Durchmesser des Segmentverbandes auf einen vorbestimmten Wert
reduziert, der von der Höhe des Gewölbedruckes abhängt, der
bei dieser Durchmesserreduzierung im Segmentverband erzeugt
werden soll. Sofern die Armierungsringe 7 nach Erreichen des
gewünschten Durchmessers des Segmentverbandes auf ihre durch
die Materialpartien 4 gebildeten Sitze nur aufgeschoben, nicht
aufgeschrumpft werden sollen, wird der Innendurchmesser der Ar
mierungsringe 7 so gewählt, daß zum Aufschieben auf die Sitze
nur ein leichter Druck erforderlich ist. Die Isolation 7′′ wird
dann nicht eingeschnitten oder in anderer Weise beschädigt.
Das Einschieben der Armierungsringe 7 in die Ausnehmungen 3 er
folgt dabei mit Hilfe von wenigstens drei gleichmäßig über den
Umfang verteilt angeordneten Schiebeelementen 9, die radial aus
fahrbar in einem Schiebestempel 10 angeordnet sind, der in die
Bohrung des Segmentverbandes einführbar ist. Da die in axialer
Richtung gemessene Weite der Öffnungen 5 größer ist als die
Breite der Armierungsringe, können die Schiebeelemente 9 in
Anlage an die eine Stirnseite der Armierungsringe 7 gebracht
werden, wie dies Fig. 11 zeigt. Die Armierungsringe 7 ein
schließlich desjenigen, der in die durch die Ausnehmungen 2
gebildete Ringnut einzuführen ist, werden nacheinander
mittels der Schiebeelemente 9 des Schiebestempels auf ihren
Sitz aufgeschoben.
Die Armierungsringe 7 können jedoch auch auf ihren Sitz aufge
schrumpft werden. In diesem Falle bestehen sowohl der Schiebe
stempel 10 als auch die Schiebeelemente 9 aus Isolierstoff.
Außerdem weist der Schiebestempel 10 unmittelbar axial neben
dem den Schiebeelementen 9 und damit in Höhe der Armierungs
ringe 7 einen Ringinduktor 11 auf, der an einen Mittel
frequenzgenerator angeschlossen ist. Der Innendurchmesser der
Armierungsringe 7 wird in diesem Falle so gewählt, daß sich
die Armierungsringe dann, wenn sie mittels des Ringinduktors
11 auf die vorbestimmte Temperatur erhitzt worden sind, ohne
nennenswertes Spiel auf ihre Sitze aufschieben lassen. Bei der
nachfolgenden Abkühlung erhalten dann die Armierungsringe eine
beträchtliche Spannung.
Damit die Druckbuchse 8 durch den Ringinduktor 11 nicht eben
falls induktiv erwärmt wird, besteht sie zumindest dann, wenn
die Armierungsringe 7 auf ihre Sitze aufgeschrumpft werden, aus
einem antimagnetischen Material, beispielsweise einem antimag
netischen V2A-Stahl. Außerdem ist sie zur Vermeidung einer all
mählichen Aufweitung durch die vom Segmentverband nach außen
abströmende Wärme mit einer Wasserkühlung versehen, die von
einem Wärmefühler gesteuert wird und die Druckbuchse 8 auf einer
konstanten Temperatur hält.
Nach dem Aufschieben oder Aufschrumpfen der Armierungsringe 7
auf ihre Sitze wird der Segmentverband aus der Druckbuchse 8
ausgestoßen. Sind die Armierungsringe 7 nur aufgeschoben worden,
dann weitet sich nun der Segmentverband unter Abbau seines Ge
wölbedruckes so weit auf, bis ein Gleichgewicht zwischen der
Spannung der Armierungsringe und der Expansionskraft des Seg
mentverbandes erreicht ist. Bei aufgeschrumpften Armierungs
ringen hängt es von der Vorspannung, welche die Armierungsringe
nach dem Aufschrumpfen haben, ab, ob der Segmentverband nach
dem Ausstoßen aus der Druckbuchse 8 eine Aufweitung erfährt.
Der Gewölbedruck im Segmentverband kann deshalb hier auf einem
wesentlich höheren Wert gehalten werden als im erstgenannten
Falle.
Nunmehr kann der Segmentverband zur Fertigstellung des Kommu
tators konzentrisch auf eine Nabe aufgesetzt und dann mit iso
lierendem Preßstoff, welcher den Zwischenraum zwischen dem Ge
wölbeverband und der Nabe sowie die Ausstanzungen 2 und 3, die
Öffnungen 5, sowie die Zwischenräume zwischen den Segmenten 1
ausfüllt, vollgepreßt werden. Man erhält dann einen Preßstoff
kommutator mit relativ hohem Gewölbedruck und somit hoher dy
namischer Belastbarkeit.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Segmentverband
durch Erwärmen sowie durch isolierenden Preßstoff 12, der
zwischen den erwärmten Segmentverband und eine konzentrisch
in diesem angeordnete Nabe 13 unter Druck eingebracht wird,
bis zur Anlage an einer nicht dargestellten, dabei den Segment
verband aufnehmenden Buchse aufzuweiten, wie dies in der
DE-OS 30 48 470 beschrieben ist. Der Innendurchmesser dieser
Buchse und damit das Maß der Aufweitung des armierten Segment
verbandes ist hierbei so gewählt, daß nach dem Erkalten des
Preßstoffes die Nabe 13 des Kommutators durch einen wesent
lichen und vorbestimmten Spannungsanteil der Armierungsringe 7
vorgespannt ist. Hierbei werden selbstverständlich, wie Fig. 5
zeigt, die Ausnehmungen 2 und 3, die Öffnungen 5 sowie die
Zwischenräume zwischen den Segmenten 1 vollständig mit Preß
stoff gefüllt. Die Armierungsringe 7 liegen jedoch unmittelbar
an ihren Sitzen an. Der Preßstoff hat hier also nicht die Auf
gabe, eine Isolierung zwischen den Armierungsringen und den Seg
menten zu bilden. Die Materialpartien 4, welche die Sitze für
die Armierungsringe 7 bilden, werden dabei zwar durch die sich
unter dem Druck des eingebrachten Preßstoffes mit dem Segment
verband zusammen aufweitenden Armierungsringe zunehmend bean
sprucht, jedoch gleichzeitig durch den in die Zwischenräume
eingepreßten Preßstoff über das dadurch entstehende orthotrope
Gewölbe wesentlich entlastet.
Für den Fall, daß der Segmentverband in der vorstehend be
schriebenen Weise aufgeweitet wird, ist es von Vorteil, daß
das Kraft-Wegverhältnis der Armierungsringe zu demjenigen
des Segmentverbandes sehr groß ist und die Gewölbedruckfläche
durch die über die Länge der Segmente in kurzen Abständen
angeordneten Armierungsringe im Vergleich zur Gesamtquer
schnittsfläche der Armierungsringe klein gehalten werden kann.
Der sich nach dem Ausstoßen des Segmentverbandes aus der Druck
buchse 8 einstellende Gewölbedruck kann daher so hoch gehalten
werden, daß er auch nach der nachfolgenden Aufweitung noch
eine ausreichende Größe hat. Gleichzeitig erhöht der erfindungs
gemäße Kommutator in idealer Weise die Wirksamkeit zur Ein
dämmung einer Warmdeformation dadurch, daß die Nabe durch die
in kurzen Abständen im Segmentverband angeordneten Armierungs-
bzw. Schrumpfringe durch deren wesentliche Spannungs
anteile radial vorgespannt ist. Der erfindungsgemäße
Kommutator zeichnet sich also durch besonders hohe dy
namische und thermische Belastbarkeit aus.
Das in den Fig. 7 und 8 dargestellte, zweite Ausführungs
beispiel unterscheidet sich von dem vorstehend beschrie
benen Ausführungsbeispiel nur dadurch, daß bei den zur
zentralen Längs
achse des Kommutators hin offenen Ausnehmungen 103 der Segmente
101 die Öffnung 105 mittig angeordnet ist. Hierdurch weisen die
Segmente 101 für jede Ausnehmung 103 zwei Materialpartien 104
auf, was es ermöglicht, in jede Ausnehmung 103 zwei Armierungs
ringe 107 einzubringen. Wegen der übrigen Einzelheiten wird
auf die Ausführungen zu dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1
bis 6 Bezug genommen, welche auch für dieses zweite Ausführungs
beispiel gelten.
Bei den in den Fig. 9, 10 und 12 dargestellten Ausführungsbei
spielen bestehen die Armierungsringe 207 aus einem faserver
stärkten, elektrisch isolierenden Kunststoff. Die Festigkeits
werte dieses Materials entsprechen denjenigen eines hochwer
tigen Stahls. Um eine bestimmte Vorspannung zu erreichen, ist
jedoch wegen der höheren Dehnung dieses Materials ein höherer
Spannweg erforderlich.
Die Segmente 201 des Kommutators sind bis auf eine Ausnahme
wie die Segmente 1 des ersten Ausführungsbeispiels ausgebildet.
Diese Ausnahme besteht darin, daß die Materialpartien 204
keinen Sitz mit gleichbleibendem Durchmesser bilden, sondern
je einen Sitz, dessen Durchmesser zum freien Ende der Material
partie 204, also zur Öffnung 205 hin abnimmt. Die Innenmantel
fläche der Armierungsringe 207 bildet einen korrespondierenden
Konus. Der Neigungswinkel dieser Konusfläche und des zugeord
neten Sitzes gegenüber der zentralen Längsachse des Kommutators
ist dabei so gewählt, daß Selbsthemmung zwischen den Armierungs
ringen und ihrem Sitz gewährleistet ist.
Nach dem Zusammenfügen des Segmentverbandes, welcher aus den
Segmenten 201 und den streifenförmigen Isolierlamellen 206 be
steht, und dem Einlegen der Armierungsringe 207 in die Öffnungen
205 wird der Segmentverband in eine Druckbuchse 208 eingepreßt.
Dabei wird der Durchmesser auf den gewünschten Wert reduziert
und der gewünschte Gewölbedruck erzielt. Wie Fig. 12 zeigt,
ist der Innendurchmesser der Armierungsringe 207 so gewählt,
daß die Armierungsringe unter Aufweitung auf den ihnen zugeord
neten Sitz aufgeschoben werden können. Dieses mit relativ
hoher Kraft folgende Aufschieben geschieht mit Hilfe eines
aus Stahl bestehenden Druckstempels 210, der in die Bohrung
des Segmentverbandes eingeführt werden kann, sowie mit Hilfe
von wenigstens drei gleichmäßig über den Umfang verteilt an
geordneten Schiebeelementen 209, die ebenfalls aus Stahl be
stehen und wie die Schiebeelemente 9 in radialer Richtung aus
dem Druckstempel 210 ausgefahren werden können. Die Form der
Schiebeelemente 209 ist die gleiche wie diejenige der Schiebe
elemente 9. Daher ist auch die Weite der Öffnungen 205 die
gleiche wie diejenige der Öffnungen 5.
Nachdem alle Armierungsringe 207 auf ihre Sitze aufgepreßt
worden sind, wird der Segmentverband aus der Druckbuchse 208,
die aus einem Stahl besteht, der nicht antimagnetisch zu sein
braucht, ausgestoßen. Ob und gegebenenfalls wie weit sich nun
der Segmentverband aufweitet, hängt von der Vorspannung ab,
den die Armierungsringe 207 bem Aufpressen auf ihren Sitz
erhalten haben.
Die Weiterverarbeitung des armierten Segmentverbandes erfolgt
beispielsweise in einem der in Verbindung mit dem Ausführungs
beispiel gemäß den Fig. 1 bis 6 beschriebenen Verfahren.
Um die Sicherung der aus faserverstärktem Kunststoff bestehen
den Armierungsringe 207 gegen ein Abrutschen von ihrem Sitz
zu erhöhen oder einen Konuswinkel vorsehen zu können, der
außerhalb der Selbsthemmung liegt, können, wie Fig. 10 zeigt,
die durch die Materialpartien 204 gebildeten Sitze für die
Armierungsringe mit Elementen versehen sein, welche einem Ab
rutschen der Armierungsringe entgegenwirken. Bei diesen Ele
menten kann es sich beispielsweise, wie Fig. 10 zeigt, um
Widerhaken 214 handeln, welche bereits beim Stanzen der Aus
nehmung erzeugt werden. Diese Widerhaken 214 dringen in den
Armierungsring 207 ein und machen dadurch eine Verschiebung
gegen das im Durchmesser kleinere Ende des Sitzes unmöglich.
Selbstverständlich kann der Kommutator auch fertiggestellt
werden, indem der armierte Segmentverband direkt, d. h. ohne
mit Preßstoff ausgepreßt zu sein, auf eine isolierte Nabe
oder Welle aufgeschrumpft wird, oder aber entsprechend einem
in der DE-OS 30 48 470 (Seite 17, Figur 7) angeführten Ver
fahren mit der Nabe verbunden wird.
Im letztgenannten Falle kann die konische Form des Segment
innenmantels auf einfache Weise durch eine entsprechend
konische Ausbildung des späteren Innenrandes der Segmente
(1; 10; 201) durch Stanzen, im Zuge der Bildung der Ausneh
mungen (2; 3; 103), erreicht werden.
In diesen beiden Fällen sind die Segmente des Kommutators in
ihrem der Kommutatorachse zugewandten Bereich, unterhalb den
sie distanzierenden Isolierlamellen, "luftisoliert".
Claims (16)
1. Kommutator der Gewölbedruckbauart, in dessen aus Seg
menten und zwischen diesen liegenden Isolierlamellen bestehen
dem Segmentverband wenigstens eine zur Kommutatorlängsachse
konzentrisch liegende, durch Ausstanzungen gebildete Ringnut
vorgesehen ist, deren in Umfangsrichtung verlaufende Begren
zungsfläche je ein Polygon definieren und in der ein unter
Spannung stehender Armierungring liegt, dadurch gekennzeich
net, daß der Armierungsring (7; 107; 207) unmittelbar an der die
im Durchmesser kleinere Begrenzungfläche der Ringnut bilden
den Materialpartie der Segmente (1; 101; 201) anliegt unter Auf
rechterhaltung der Isolierung zwischen den Segmenten (1; 101;
201) durch Preßstoff oder Luft anstelle der radial außerhalb
der Ringnut vorgesehenen Isolierung durch die Isolierlamellen
(6; 206).
2. Kommutator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine Ringnut sich von der Innenmantelfläche des Seg
mentverbandes aus in diesen hinein erstreckt.
3. Kommutator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die zwischen den Segmenten (1; 101; 201) liegenden Isolierlamel
len (6) die Form von Streifen haben, deren gegen die zentrale
Längsachse weisender Rand auf seiner ganzen Länge einen Ab
stand von der zentralen Längsachse hat, der mindestens gleich
dem entsprechenden Abstand der radial außen liegenden Begren
zungsfläche jeder vorhandenen Ringnut ist.
4. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Armierungsring (7; 107) einen aus Stahl
bestehenden Kern (7′) und einen aus einem elektrisch isolie
renden Material bestehenden Mantel (7′′) hat.
5. Kommutator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mantel (7′′) des Armierungsrings (7) aus einem Band besteht,
mit dem der Kern (7′) derart umwickelt ist, daß sich die Rand
zonen aufeinanderfolgender Windungen überlappen.
6. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Armierungsring (207) aus einem elektrisch
isolierenden, faserverstärkten Kunststoff besteht.
7. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die in axialer Richtung gemessene Weite der
Öffnung (5) jeder zwischen den Stirnseiten liegenden, zur zen
tralen Längsachse hin offenen Ringnut um einen zum Einführen
von Schiebe- oder Druckelementen (9; 209) erforderlichen Betrag
größer ist als die in axialer Richtung gemessene Breite des der
Ringnut zugeordneten Armierungsrings (7; 107; 207).
8. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Öffnung (105) jeder zwischen den Stirn
seiten des Segmentverbandes liegenden Ringnut zwischen zwei je
einen der Armierungsringe (107) aufnehmenden Bereichen der Ring
nut angeordnet ist und eine in axialer Richtung gemessene
Weite hat, die um einen zum Einführen eines Schiebe- oder Druck
elementes (9; 209) erforderlichen Betrag größer ist als die
Summe der in axialer Richtung gemessenen Breite beider in der
Ringnut anzuordnenden Armierungsringe (107).
9. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß jeder der Anlage eines Armierungsringes (207)
aus faserverstärktem Kunststoff dienenden Flächenbereiche der
Ringnut oder Ringnuten einer zur Öffnung (205) in kleiner wer
denden Durchmesser hat, wobei die Neigung bezüglich der zentra
len Längsachse des Segmentverbandes im Bereich der Selbsthem
mung liegt, und die Armierungsringe (207) einen korrespondie
renden Konus als Innenmantelfläche haben.
10. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß der der Anlage des Armierungsringes (207)
dienende, sich gegen die Öffnung (205) hin konusartig verjün
gende Flächenbereich der Ringnut oder Ringnuten eine Bewegung
des Armierungsringes (207) gegen die Öffnung (205) hin hemmende
Elemente (214) aufweist.
11. Verfahren zur Herstellung eines Kommutators der Ge
wölbedruckbauart nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem
in wenigstens eine im Segmentverband vorhandene Ringnut ein
Armierungsring eingebracht wird, der eine radiale Vorspannung
erhält, dadurch gekennzeichnet, daß der Segmentverband in
seinem Durchmesser vorübergehend mindestens so weit verringert
wird, daß anschließend der Armierungsring in die durch Aus
stanzungen der Segmente gebildete, zur zentralen Längsachse
hin geschlossene, einen Sitz für den Armierungsring bildende
Ringnut eingeschoben werden kann.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Segmentverband nach dem Einlegen des Armierungsringes in
den zur zentralen Längsachse hin offenen Teil der Ringnut in
seinem Durchmesser vorübergehend mindestens so weit verringert
wird, daß anschließend der Armierungsring in den zur zentralen
Längsachse hin geschlossenen, einen Sitz für den Armierungsring
bildenden Teil der Ringnut eingeschoben werden kann.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Segmentverband zur Verringerung seines Durch
messers in eine dickwandige Druckbuchse eingepreßt und nach
dem Aufschieben aller vorhandenen Armierungsringe auf die ihnen
zugeordneten Sitze des Segmentverbandes wieder aus der Buchse
herausgenommen wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Armierungsring auf induktivem Wege
so weit erwärmt wird, bis die dadurch bewirkte Vergrößerung
seines Innendurchmessers ein Aufschieben auf den ihm zugeord
neten, vom Segmentverband gebildeten Sitz ermöglicht, und daß
der Armierungsring durch Abkühlen auf seinen Sitz aufgeschrumpft
wird, ehe die Krafteinwirkung, mittels deren die Durchmesser
verminderung des Segmentverbandes bewirkt worden ist, beendet
ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die aus einem antimagnetischen Material bestehende, den
Segmentverband während der Erwärmung des oder der Armierungs
ringe aufnehmenden Druckbuchse auf konstanter Temperatur ge
halten wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß jeder Armierungsring (207) auf seinen
Sitz in axialer Richtung aufgepreßt wird.
Priority Applications (4)
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| DE19823245699 DE3245699A1 (de) | 1982-12-10 | 1982-12-10 | Kommutator und verfahren zu seiner herstellung |
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