[go: up one dir, main page]

DE3877199T2 - Verfahren zur behandlung der kopfhaut. - Google Patents

Verfahren zur behandlung der kopfhaut.

Info

Publication number
DE3877199T2
DE3877199T2 DE8888308018T DE3877199T DE3877199T2 DE 3877199 T2 DE3877199 T2 DE 3877199T2 DE 8888308018 T DE8888308018 T DE 8888308018T DE 3877199 T DE3877199 T DE 3877199T DE 3877199 T2 DE3877199 T2 DE 3877199T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
composition
scalp
hair
weight
chelating agent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE8888308018T
Other languages
English (en)
Other versions
DE3877199D1 (de
DE3877199T3 (de
Inventor
David William Cannell
Roger Allen Mathews
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Redken Laboratories Inc
Original Assignee
Redken Laboratories Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Redken Laboratories Inc filed Critical Redken Laboratories Inc
Priority claimed from EP88308018A external-priority patent/EP0356583B2/de
Publication of DE3877199D1 publication Critical patent/DE3877199D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3877199T2 publication Critical patent/DE3877199T2/de
Publication of DE3877199T3 publication Critical patent/DE3877199T3/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
    • A61K8/33Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing oxygen
    • A61K8/36Carboxylic acids; Salts or anhydrides thereof
    • A61K8/365Hydroxycarboxylic acids; Ketocarboxylic acids
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
    • A61K8/40Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing nitrogen
    • A61K8/44Aminocarboxylic acids or derivatives thereof, e.g. aminocarboxylic acids containing sulfur; Salts; Esters or N-acylated derivatives thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q5/00Preparations for care of the hair
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K2800/00Properties of cosmetic compositions or active ingredients thereof or formulation aids used therein and process related aspects
    • A61K2800/40Chemical, physico-chemical or functional or structural properties of particular ingredients
    • A61K2800/51Chelating agents

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Birds (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

  • Diese Erfindung betrifft eine Kopfhautbehandlung, von der sich in statistisch signifikanten Tests gezeigt hat, daß sie den normalen mittleren täglichen Haarverlust bei einer Anzahl von Menschen senkt. Eine Gesamtabnahme von 21% des mittleren täglichen Haarverlustes hat sich nach zwei Monaten der Behandlung einer Testgruppe ergeben. Der mittlere tägliche Haarverlust sank bei über 75% der Gruppenteilnehmer. Statistisch gesehen gibt es ein mehr als 90%iges Erwartungsniveau, daß eine Abnahme des mittleren täglichen Haarverlustes in der Testgruppe insgesamt eintritt.
  • Zur Zeit gibt es keinen Beweis dafür, daß das Verfahren Haarwachstum stimuliert, und es sind keine Tests für diese Wirkung durchgeführt worden. Es werden keine Ansprüche gestellt, daß diese Behandlung "männliche" Kahlköpfigkeit (androgene Alopecia) beeinflußt, und es sind keine Tests auf eine derartige Wirkung durchgeführt worden. Es sind keine Tests durchgeführt worden für anomale Haarbedingungen oder verschiedene Formen von Alopecia wie Alopecia areata.
  • Das ganze Gebiet des Haarwachstums umfaßt Elemente der Folklore, des Aberglaubens und sogar von"Quacksalberei". Es existiert auch noch eine groBe Anzahl von stichhaltigen wissenschaftlichen Studien über Haarwachstum oder Haarverlust.
  • Ausfallendem Haar wollte man auf viele unterschiedliche Wege schon seit eh und je begegnen. Aufzeichnungen aus ägyptischen Gräbern beziehen sich auf Heilungen von Kahlköpfigkeit, die vom Bronzezeitalter her datieren. Fette der Schnecke, vom Hippopotamus und anderen Tieren wurden als Arzneimittel für äußere Behandlungen von Haarverlust angesehen. Seit jener entfernten Zeitperiode hat sich bis in die jüngste Zeit wenig geändert.
  • Moderene Lösungsansätze für das Problem des Haarverlustes haben verschiedene mögliche Wege der Behandlung beschritten.
  • Das Nährstoff-/Mikrozirkulations-Vorgehen zielt auf das Zuführen vermeintlicher Ernährungsfaktoren oder Sauerstoff ab, was den Haarfollikeln fehlen könnte. Keine Forschung hat bis heute den Beweis zum Unterstützen der Theorie geliefert, daß Haarfollikeln altern und ausfallen durch Ansprechen auf eine auftretende Beschränkung vitaler Nährstoffe oder Sauerstoff. In gleicher Weise hat sich die Behandlung von ausfallendem Haar durch Zuführen von Nährstoffen in keiner Weise als irgendeine Wirkung zeigend erwiesen.
  • Ein zweites Vorgehen bezog sich auf das Lösen von "Verstopfung" des Haarfollikels. Bei diesem Aspekt nimmt man an, daß das Haarfollikel durch Aufbau von Talksekretionen in dem Haarkanal "stranguliert" wird. Behandlung dieser angenommenen mikroskopischen Strangulierung mit Produkten, die Polyoxyethylensorbitanfettsäureester wie Polysorbate-60 oder Polysorbate-80 enthalten, hat eine gewisse unterschwellige Popularität gewonnen, aber auch hier gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für die Wirkung.
  • Interesse an Haarverlust und an Haarwachstum ist in jüngster Zeit wieder neu belebt worden durch das Versprechen von Arzneimitteln für äußere Anwendung (Minoxidil, Diazoxide oder Viprostal beispielsweise) die in einigen Fällen Haarwiederwachstum bei kahlen Personen unterstützen. Der Mechanismus der Wirkungen dieser Arzneimittel ist nicht bekannt und ihre Sicherheit und Wirksamkeit werden noch studiert.
  • Menschliches Haar wächst in zyklischer Weise, wobei jedes der einzelnen Haarfollikel unabhängig auf den physiologischen Zustand der Person anspricht. Zu einer vorgegebenen Zeit befinden sich etwa 85 bis 90% der menschlichen Kopfhauthaarfollikel in dem aktiven Zustand des Wachstums, was als anagen oder "Entwicklungsstadium" bekannt ist. Dieser Entwicklungszustand ist gekennzeichnet durch aktive Produktion von Zellen, die sich keratinisieren, um den wachsenden Haarschaft zu bilden. Das Wachstum eines beliebigen einzelnen Haarfollikels kann kontinuierlich über eine variable Periode von bis zu 6 Jahren fortschreiten. Aus Gründen, die nicht vollständig verstanden sind, geht das anagene Follikel in einen Zustand metabolischer Ruhe (Katagenphase) und dann in einen Zustand des Alterns (Telogen) über, der durch Zerstörung der Wurzel und eventuell Verlust der Struktur, einschließlich des Haarschaftes, gekennzeichnet ist. Unter normalen Bedingungen wird der "Keim" der neuen anagenen Wurzel durch das ausgestoßene Follikel so hinterlassen, daß sich eine neue Wurzel ausbilden und an praktisch der gleichen Stelle wie ihre Vorgängerin wachsen wird.
  • Wenn die zyklische Natur dieses Prozesses aus dem Gleichgewicht kommt, d.h. wenn die Erzeugung von neuen anagenen Wurzeln in bezug auf das Eintreten von Wurzeln in den Rückbildungs- und Endzustand verzögert wird, tritt Haarverlust ein. Kahlköpfigkeit ist deshalb das Ergebnis davon, daß viele Zyklen des Haarwachstums aus dem Gleichgewicht gekommen sind, was durch allmähliches Abnehmen der Anzahl von anagenen Wurzeln über aufeinanderfolgende Zyklen gekennzeichnet ist. Es ist vernünfig anzunehmen, daß, wenn Haarfollikeln in dem aktiven anagenen Zustand über eine längere Periode gehalten werden können, dann ein geringerer Haarverlust durch Follikel, die in den Rückbildungs- und Endzustand übergehen, auftreten wird. Je weniger Wurzeln bei der normalen Entwicklung von Haarfollikeln oder durch Alterung verloren gehen,desto weniger neue Wurzeln müssen ihre Stelle einnehmen.
  • Es ist deshalb wünschenswert, eine Behandlung zu schaffen, mit der die normale Rate der Umwandlung von aktiven anagenen Wurzeln zu ruhenden oder alternden Wurzeln moduliert wird. Es ist wünschenswert, daß solch eine Behandlung die Rate des Abstoßens von Haar senkt. Es ist wünschenswert, daß eine derartige Behandlung die anagene Phase der Wurzelaktivität aufrecht hält. Es ist wünschenswert, daß solch eine Behandlung billige, unschädliche Materialien verwendet und von Einzelpersonen ohne Professionelle Unterstützung durchgeführt werden kann.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Es wird deshalb bei der Praktischen Durchführung dieser Erfindung gemäß einer derzeit bevorzugten Ausführungsform eine Behandlung für die äußere Kopfhaut geschaffen, die den normalen mittleren täglichen Haarverlust bei vielen Einzelpersonen, die zu einem derartigen Verlust neigen, senkt. Solch eine Behandlung umfaßt periodisches Verteilen einer Zusammensetzung, die eine ausreichende Menge an aktivem Chelatbildner enthält, um wenigstens 0,3 Milligramm zweiwertiges Kalzium pro Milliliter der Zusammensetzung zu Chelatbindung zu bringen, auf die Kopfhaut und Lassen der Zusammensetzung im Kontakt mit der Kopfhaut über wenigstens 8 Stunden. Vorzugsweise wird die Zusammensetzung bei Anfangsbehandlungen wenigstens täglich auf die Kopfhaut verteilt. Nach einer Periode der anfänglichen Behandlung kann die Häufigkeit der Aufbringung auf abwechselnde Tage reduziert werden.
  • Beschreibung
  • Histochemische Studien von Haarfollikeln weisen stark darauf hin, daß anagene Follikel, d.h. Follikel im Wachstumszustand, von catagenen (d.h. in der Ubergangsphase) und telogenen Follikeln (d.h. Follikeln in der Ruhephase) in bezug auf das Vorhandensein von Kalziumionen verschieden sind. Anagene Follikel färben sich sehr spärlich im Hinblick auf Kalzium, während sich catagene und telogene Wurzeln im Hinblick auf das Ion stark färben. Flaumhaar-Follikel reagieren noch stärker auf den Farbstoff. Flaumhaar bezieht sich aui winziges, nicht wachsendes, nicht Pigmentiertes, unvollständig keratiniertes Haar, das für die kahle Kopfhaut charakteristisch ist. Dies ist das allgemeine "Pfirsichflaum-"Aussehen der Kopfhaut bei kahlen Personen.
  • Um es etwas quantitativer auszudrücken, es scheint so, daß der durchschnittliche Kalziumgehalt von Anagenhaarwurzeln in der Größenordnung von einem Nanogramm pro Wurzel liegt. Der durchschnittliche Kalziumgehalt von catagenen Wurzeln scheint etwa zwei mal so hoch zu sein. Der Kalziumgehalt von telogenen Wurzeln scheint durchschnittlich etwa 4 Nanogramm pro Wurzel zu sein, obgleich einige Wurzeln Kalziumgehalte aufwiesen, die hoch wie 20 Nanogramm pro Wurzel waren.
  • Wir glauben, daß es eine fortschreitende Wechselwirkung von Kalziumionen mit Haarwurzeln gibt, was allmähliches Abnehmen von Zellaktivität erzeugt. Wenn eine gewisse Schwellenkalziumkonzentration vorhanden ist, verschiebt sich die Follikelaktivität in Richtung auf einenRuhezustand und möglicherweise Verlust des Follikels und des anhaftenden Haarschaftes. Mit anderen Worten, wir glauben, daß das Kalziumion ein kausaler Faktor beim Fortschreiten des Haarfollikels von dem anagenen zu dem catagenen und weiter zu dem telogenen Zustand ist, und zwar eher, als daß es einfach nur ein Indikator oder eine Folge eines derartigen Fortschreitens ist.
  • Obgleich wir uns nicht durch die Theorie gebunden fühlen, glauben wir, daß während der aktiven Phase des Wachstums das Haarfollikel gegen zweiwertiges Kalziumion "geschützt ist" aufgrund eines hohen Gehaltes an stark anionischen sulfatisierten Mucopolysacchariden (SMPS) in der Nähe der Wurzeln. Auf diese Weise wird ein anionischer Gradient von Kalzium geschaffen, in dem das zweiwertige Kalziumion weitgehend von der Wurzel weggehalten wird durch die anionischen SMPS.
  • Die Verschiebung der Follikeln zum Ruhezustand begleitet ein steiler Abfall der SMPS in der Nähe der Wurzeln, von dem wir glauben, daß er die Annäherung des Kalziumionengradienten an die Wurzel gestattet und ihre Alterung beschleunigt.
  • Es ist bekannt, daß die Rolle von Kalziumionen in der Molekularbiologie zentral ist. Kalziumion ist an tatsächlich jedem Regelprozess beteiligt. Bei niedrigen Konzentrationen ist zweiwertiges Kalziumion wesentlich für das Wachstum von Zellen, aber bei hohen Konzentrationen wird es hemmend. Kalziumionen sind zentral für die Mechanismen von Hormon-Zellen-Wechselwirkungen, Nerven-Uberleitung, Muskelkontraktion, Zelle-Zelle-Adhäsionen, Zellmembranfluidität, Genaktivierung und viele andere biologische Prozesse. In der Tat ist Kalziuinion ein zentraler regulierender Faktor in Werten von winzigen ionischen Flüssen, die durch Zellen "ertastet" werden, und das Auslösen verschiedener Ansprechreaktionen leiten. Es ist vernünftig anzunehmen, daß Kalziumionen auch eine regelnde Rolle in der Gesundheit und Aktivität von Haarfollikeln spielen.
  • Wir stellen deshalb die Theorie auf, daß das Hemmen der Wechselwirkung von Kalzium mit Haarfollikeln die Alterungsgeschwindigkeit senken und den Haarverlust vermindern kann. Wir schaffen deshalb ein äußerlich anzuwendendes Produkt, das Material enthält, das Kalzium binden, in Chelatbindung bringen, sequestieren oder in anderer Weise mit ihm wechselwirken kann und das fortschreitende ionische Angreifen von Kalzium an Haarfollikeln verhindern kann. Das Verzögern des fortschreitenden Einflusses von Kalzium auf die Haarwurzeln kann einige von ihnen vom frühen Übergang in den telogenen Zustand abhalten und die Periode des aktiven Haarwachsturns verlängern.
  • Eine Zusammensetzung, die bei der praktischen Durchführung dieser Erfindung verwendet wird, umfaßt wenigstens einen aktiven Bestandteil, der im wesentlichen aus aktivem Chelatbildner besteht. Eine Fähigkeit, wenigstens 0,3 Milligramm zweiwertiges Kalzium pro Milliliter der Zusammensetzung zu chelieren wird bevorzugt. Solch eine Zusammensetzung wird auf die Kopfhaut verteilt und dort wenigstens acht Stunden belassen. Vorzugsweise wird solch eine Anwendung der Zusammensetzung täglich über wenigstens den ersten Monat der Behandlung durchgeführt.
  • Ein bevorzugter aktiver Bestandteil ist Etyhlen-Diamintetraessigsäure (EDTA) oder lösliche Salze derselben wie das Natriumsalz. Ein anderer vorteilhafter Chelatbildner ist Zitronensäure oder lösliche Salze derselben. Andere geeignete Chelatbildner umfassen Glutaminsäure, Asparaginsäure, Milchsäure, Glycin und lösliche Salze und Derivate derselben wie z.B. Dimethylglycin. Es können auch andere zweiwertige Carbonsäuren verwendet werden. Es wird bevorzugt, solche Materialien im Vergleich zu gegebenenfalls toxischen, starken Chelatbildnern wie Oxalsäure zu verwenden. EDTA ist wahrscheinlich der kräftigste nicht toxische Chelatbildner für Kalzium und wird deshalb besonders bevorzugt.
  • In solch einer Zusammensetzung liegt die Konzentration der aktiven EDTA oder eines äquivalenten Kalzium-Chelatbildners in dem Bereich von 0,1 bis 1 Gew.-%. Vorzugsweise liegt die Konzentration von EDTA in dem Bereich von 0,2 bis 0,3 Gew.-%. Zusätzlich zu Dinatrium-EDTA oder einem Substituten dafür kann die Zusammensetzung bis zu etwa 5 Gew.-% Zitronensäure oder Glutaminsäure umfassen. Eine beispielhafte Zusammensetzung umfaßt 0,1 Gew.-% Natriumglutamat zusätzlich zu 0,2 Gew.-% Dinatrium-EDTA.
  • Diese Anteile erscheinen ausreichend, um das gewünschte Ergebnis zu liefern ohne Überschußkonzentration der mäßig teuren Bestandteile. Es scheint, daß diese Konzentrationen geeignet sind, um das gewünschte Ergebnis in einer vernünftig kurzen Zeitperiode zu erhalten, obgleich eine etwas niedrigere Konzentration für eine "Aufrechterhaltungs"- Behandlung ausreichend wäre.
  • Es wird besonders bevorzugt, daß der aktive Chelatbildner für zweiwertiges Kalziumion in der Zusammensetzung in einer Konzentration vorhanden ist, die ausreichend ist, um wenigstens 0,3 Milligramm Kalzium pro Milliliter der Lösung zu chelieren. Dies stellt sicher, daß es adäquate aktive Chelatbildungskonzentration auf der Kopfhaut gibt, nachdem Träger wie Wasser und/oder Alkohol verdampft worden sind. Vorzugsweise beträgt die Konzentration von EDTA oder einem Äquivalent nicht mehr als eine, die ausreichend ist, um etwa 1,5 Milligramm Kalzium Pro Milliliter der Lösung zur Chelatbindung zu bringen. Höhere Konzentrationen führen zu ungenügendem Ausbreiten der Zusammensetzung über die Kopfhaut beim Anwenden und können zu ungleichmäßigen Konzentrationen in Bereichen führen, die ungleichmäßig benetzt werden.
  • Der Chelatbildner in der Zusammensetzung ist aktiv, d.h., er hat nicht schon mit mehrwertigen Ionen wie Eisen oder Kalzium in dem Wasser oder einem anderen Träger, der mit dem aktiven Bestandteil verwendet wird, reagiert. EDTA und dergleichen werden manchmal in Haarbehandlungszusammen setzungen verwendet, die mit Leitungswasser hergestellt sind, um Verfärbung aufgrund von Eisen in hartem Wasser und ähnliche Effekte zu vermeiden. Die Menge von EDTA in der Zusammensetzung ist typischerweise etwas höher, als zum Sequestieren des Eisens, Kalziums und dergleichen in dem Leitungswasser notwendig ist, und wenig aktiver Chelatbildner bleibt übrig.
  • Es wird bevorzugt, daß die Zusammensetzung zum Aufbringen auf die Kopfhaut als einen Träger eine etwas viskose Flüssigkeit umfaßt, um die Aufbringung auf die Kopfhaut zu erleichtern und Verlust zu vermeiden. Oberflächenaktive Mittel, Konservierungsmittel, Haarkonditioniermittel und dergleichen können in solch eine Zusammensetzung eingeschlossen werden. Der Träger sollte sicher genug zum Aufbringen auf die Kopfhaut sein, damit nicht-flüchtige Bestandteile an der Stelle auf der Kopfhaut wenigstens acht Stunden, und vorzugsweise im wesentlichen kontinuierlich, verbleiben.
  • Die Behandlung umfaßt das Aufbringen einer Zusammensetzung, die den aktiven Chelatbildner enthält, auf die Kopfhaut wenigstens täglich während eines Anfangsmonats der Behandlung. Danach kann die Behandlung aufrecht erhalten werden durch Aufbringen der Zusammensetzung nur jeden zweiten Tag. Ein Behandlungsplanbeispiel ist, die Zusammensetzung auf die Kopfhaut vor dem Schlafengehen aufzubringen, um den aktiven Chelatbildner mit der Haut über etwa acht Stunden in Kontakt zu lassen. Es ist auch geeignet, die Zusammensetzung nach dem Schamponieren aufzubringen, um zu gestatten, daß sie während des Tages mit der Kopfhaut in Kontakt bleibt. Striktes Einhalten solch eines Zeitplans der Aufbringung ist nicht zwangsmäßig, und es können gelegentlich Tage des Aufbringens der Zusammensetzung auf die Kopfhaut ausgelassen werden ohne nachteilige Ergebnisse. Zum Beispiel erscheint das Aufbringen der Zusammensetzung auf die Kopfhaut an fünf oder sechs Tagen einer Woche äquivalent zum Aufbringen auf einer täglichen Basis während des erstens Monats der Behandlung.
  • Eine geeignete Art der Aufbringung der Zusammensetzung auf die Kopfhaut ist mittels Tropfen, die direkt auf die Kopfhaut an getrennten Stellen so ausreichend aufgebracht werden, daß sie die gesamte Kopfhaut bedecken. Es werden vorzugsweise fünf bis sieben Milliliter der Lösung aufgetragen. Wenn sie als eine flüssige Zusammensetzung aufgetragen wird, kann Fließen erwartet werden, um die Tropfen entlang der Kopfhaut so zu verteilen, daß der gesamte gewünschte Bereich benetzt wird. Solch ein Fließen kann durch leichtes Massieren oder Einreiben mit den Fingerspitzen beschleunigt werden.
  • In einer beispielhaften Ausführungsform kann eine viskose flüssige Zusammensetzung, die den aktiven Kalzium-Chelatbildner enthält, in kleine, relativ harte Kunststoffflaschen verpackt werden. Eine Flasche, die etwa 60 ml enthält, wird bequem gehandhabt und enthält ausreichend Lösung für etwa eine Woche der Behandlung. Solche eine Flasche ist ausgestattet mit einer rohrförmigen Applikatorkappe mit einer kleinen Öfffnung an dem Ende des Rohres, um die Kopfhaut zu berühren. Einfaches Berühren der Spitze des Applikators mit der Kopfhaut kann dazu führen, daß ausreichend Flüssigkeit auf die Kopfhaut aufgebracht wird. Die Menge der Flüssigkeit kann vergrößert werden, indem einfach die Flasche gedrückt wird, um einen Flüssigkeitstropfen heraustreten zu lassen. Solche Tröpfchen werden direkt auf die Kopfhaut an verstreuten Bereichen über den ganzen Kopf aufgebracht und vorzugsweise leicht eingerieben, um vollständiges Bedecken sicherzustellen. Ein gewisses Anfeuchten des Haares tritt unvermeidbar während solch einer Anwendung ein.
  • Der Träger für den aktiven Kalzium-Chelatbildner umfaßt ionisiertes Wasser, Alkohol wie SD-40, oder Mischungen derselben. Wasser wird bevorzugt, da es billig ist, und es wird bevorzugt, eine etwas viskose Flüssigkeit eher als die fluiden "Tonica" zu verwenden, die allgemein mit alkoholhaltigen Zusammensetzungen verbunden sind. Alkohol kann in die Zusammensetzung eingeschlossen werden, um Trocknen zu beschleunigen, wenn dies gewünscht wird.
  • Da die Zusammensetzung auf die Kopfhaut aufgetragen und dort belassen wird, ist es wünschenswert, Konditioniermittel und dergleichen einzufügen, die getrennt für das Haar und/oder die Kopfhaut günstig sind. Es ist wünschenswert, oberflächenaktive Mittel in die Zusammensetzung zur Stabilisierung der Lösung, für die Viskosität und zum Beschleunigen des völligen Benetzens der Kopfhaut einzufügen. Es ist wünschenswert, Konservierungsmittel einzuschließen zum Verhindern des Wachstums von Mikroorganismen.
  • Es wird bevorzugt, daß der pH der Zusammensetzung in dem Bereich von 4 bis 7 und vorzugsweise in dem Bereich von 5 bis 5,5 liegt. Dies ist ein geeigneter pH für eine Zusammensetzung, die mit der Haut und dem Haar in Berührung gelassen werden soll, wie es bei der praktischen Durchführung dieser Erfindung vorgesehen ist. Allgemein gesprochen, sind die Materialien, die in der Zusammensetzung verwendet werden, ihrer Natur nach sauer, und der pH kann auf den gewünschten Bereich durch Zugaben von Natriumhydroxid eingestellt werden.
  • Somit umfaßt eine als Beispiel dienende Zusammensetzung den aktiven Kalzium-Chelatbildner, bis zu etwa 3 Gew.-% oberflächenaktives Mittel, bis zu etwa 3 Gew.-% Konditioniermittel für das Haar und die Kopfhaut, ausreichend Konservierungsmittel, um Wachstum von Mikroorganismen zu verhindern, Duftstoffe und Materialien zur Erhöhung der Viskosität wie Glycerin und Natriumchlorid.
  • Eine als Beispiel dienende Zusammensetzung ist weitgehend Wasser, das 0,2 Gew.-% EDTA und 0,1 Gew.-% Glutaminsäure enthält, beides in der Form des Natriumsalzes. Solch eine Zusammensetzung kann Konditioniermittel wie Polyquaternium-11 oder ein Äquivalent bis zu etwa 2,5 Gew.-% einschließen. Eine als Beispiel dienende Zusammensetzung umfaßt 2 Gew.-% Polyquaternium-11. Diese und ähnliche quartären Ammoniumsalze wirken auch als Konservierungsmittel.
  • Solch eine Zusammensetzung kann bis zu etwa 2 Gew.-% Diethanolamin-oleth-3-phosphat enthalten. Eine beispielhafte Zusammensetzung umfaßt 1 Gew.-% DEA-oleth-3-phosphat.
  • Solch eine Zusammensetzung kann bis zu etwa 1 Gew. % Polysorbat 80 oder Tween 80 enthalten. Eine als Beispiel dienende Zusammensetzung umfaßt 0,5 Gew.-% solch eines oberflächenaktiven Mittels.
  • Solch eine Zusammensetzung kann bis zu etwa 1 Gew.-% Octoxynol-9 oder Triton X-100,ein oberflächenaktives Mittel, das insbesondere zur Stabilisierung von Duftstoffzugaben in der Zusammensetzung geeignet ist, enthalten.Typischerweise ist solch ein Material im etwa 4- bis 6-fachen des Anteils des Duftstoffes vorhanden, um so Stabilisierung zu erzeugen. Zum Beispiel hat solch eine Zusammensetzung mit 0,05 Gew.-% Duftölen 0,2 Gew.-% Octoxynol-9.
  • Ein Gemisch von derartigen oberflächenaktiven Mitteln wird bei der praktischen Durchführung dieser Erfindung zur Stabilisierung eines Gemisches aus Konditioniermitteln, Duftstoffen und dergleichen verwendet.
  • Ein bevorzugstes Konditioniermittel, das bei der praktischen Durchführung dieser Erfindung verwendet wird, umfaßt bis zu etwa 0,3 Gew.-% Allantoinacetylmethionin. Eine als Beispiel dienende Zusammensetzung umfaßt 0,2 Gew.-% dieses Konditioniermittels für die Kopfhaut. Dieses Material weist eine besonders beruhigende und heilende Charakteristik auf.
  • Die Zusammensetzung kann bis zu etwa 0,5 Gew.-% Panthenol umfassen. Eine als Beispiel dienende Zusammensetzung umfaßt 0,1 Gew.-% Panthenol als ein Konditioniermittel.
  • Die Zusammensetzung kann bis zu etwa 0,1 Gew.-% Derivate von lebenden Hefezellen umfassen. Es wird angenommen, daß ein derartiges Derivat von lebenden Hefezellen Sauerstoff entwickelt und sowohl Gewebe mit Sauerstoff sättigen kann als auch das Haar konditionieren kann. Ein anderes Konditioniermittel, das bei der praktischen Durchführung dieser Erfindung verwendet wird, kann bis zu etwa 0,5 Gew.-% Zink- Protein-Komplex sein. Eine als Beispiel dienende Zusammensetzung umfaßt 0,15 Gew.-% Zink-Protein-Komplex. Das Vorhandensein des Zink kann Haarschuppen verhindern. Derartige lebende Hefezellenderivate und Zink-Protein-Komplex sind von Brooks industries, South Plainfield, New Jersey, erhältlich.
  • Ein anderer geeigneter Bestandteil in der Zusammensetzung umfaßt bis zu etwa 0,2 Gew.-% Tocopherol-Nicotinat. Eine als Beispiel dienende Zusammensetzung umfaßt 0,1 % Tocopherol- Nicotinat. Solch ein Material ist ein Vitam-E-Derivat und ein mildes Irritans, das Haarwachstum stimulieren kann. Das Material ist erhältlich von BASF Incorporated, New York, New York. Es können auch andere Haarwuchs-Stimulansmittel eingeschlossen werden.
  • Ein Komplex von Konservierungsmitteln ist in der Zusammensetzung erwünscht, da die oberflächenaktiven Mittel und Konditioniermittel einen beträchtlichen Nährboden für Mikroorganismus- Contamination liefern. Deshalb kann die Zusammensetzung zum BeisPiel bis zu etwa 0,5 Gew.-% Methylparaben und bis zu etwa 0,5 Gew.-% Diazolidinyl-harnstoff umfassen. Eine als Beispiel dienende Zusammensetzung umfaßt 0,25 % Methylparaben und 0,3 Gew.-% Diazolidinyl-harnstoff. Es ist auch erwünscht, bis zu etwa 0,4 Gew.-% Sorbinsäure zur Hemmung von Schimmel einzuschließen. Eine als Beispiel dienende Zusammensetzung umfaßt 0,001 % Sorbinsäure.
  • Es kann auch wünschenswert sein, Natriumchlorid oder Glycerin zum Erhöhen der Viskosität für die Zusammensetzung einzuschließen. Zum Beispiel können bis zu etwa 1 Gew.-% Glycerin hinz ugegeben werden.
  • In einigen letzten Jahren haben wir verschiedene Untersuchungen von Kalzium in Haarwurzeln und die Wirksamkeit der Behandlung, die das Aufbringen eines aktiven Chelatbildners für zweiwertiges Kalzium auf die Kopfhaut einschließt, durchgeführt. In einer als Beispiel dienenden Studie, die mit einer Testgruppe von 14 Freiwilligen durchgeführt wurde, die das Testanwendungsschema durchführten, wurde eine Gesamtabnahme von 21 % im durchschnittlichen täglichen Haarverlust nach zwei Monaten der Behandlung festgestellt, und 78 % der Teilnehmer der Gruppe zeigten eine Abnahme.
  • In diesem Test hatte eine als Beispiel dienende Zusammensetzung als ihren aktiven Chelatbildner 0,2 Gew.-% Dinatrium-EDTA und 0,1 Gew.-% Natriumglutamat. Die Zusammensetzung umfaßte auch 2 Gew.-% Polyquaternium-11, ein Gew.-% DEA- oleth-3-phosphat, 0,5 Gew.-% Polysorbat 80, 0,2 Gew.-% Octoxynol-9, 0,2 Gew.-% Allantoinacetylmethionin, 0,1 Gew.-% Panthenol, 0,015 Gew.-% lebende Hefezellen-Derivat, 0,15 Gew.-% Zink-Protein-Komplex und 0,1 Gew.-% Tocopherol-Nicotinat. Als Konservierungsmittel umfaßte die Zusammensetzung 0,25 Gew.-% Methylparaben, 0,3 Gew.-% Diazolidinyl-harnstoff und 0,001 Gew.-% Sorbinsäure. Die Zusammensetzung umfaßte auch 0,001 Gew.-% Glycerin und 0,05 Gew.-% Duftöle. Der Rest der Zusammensetzung war entionisiertes Wasser.
  • Die Testgruppe, die sieben Männer und sieben Frauen umfaßte, die den dreimonatigen Testanwendungsplan durchführten, war im Alter etwa 20 bis 55 Jahre alt. Es gab einen Schwarzen, zwei Spanier, zwei Orientalen und der Rest waren Kaukasier.
  • Jedem Testgruppenteilnehmer wurde der gleiche Typ Haarbürste gegeben und er erhielt eine Unterweisung für das Haarbürsten. Jeder Testgruppenteilnehmer wurde aufgefordert, sein oder ihr Haar als erstes beim Aufstehen morgens zu bürsten, bevor andere Pflegemaßnahmen vorgenommen wurden. Das Haarebürsten umfaßte etwa zehn kräftige Striche über den ganzen Kopf von vorn nach hinten, zehn Striche von hinten nach vorn und zehn Striche von jeder Seite zu der gegenüberliegenden Seite. Das Bürsten erfolgte über einem Handtuch oder einem anderen leichten Tuch, um alle Haar aufzusammeln, die ausfielen. Zusätzlich wurden alle Haare in der Bürste mit einer Pinzette entfernt. Die gesamte Anzahl an aufgesammelten Haaren wurde jeden Tag gezählt und in identifiziert mit Datum versehenen Umschlägen auf gehoben. Die Testgruppenteilnehmer wurden aufgefordert, ihre Routine-Haarwäsche und Pflegeverfahren und-zusammensetzungen weiter fortzusetzen mit der einzigen Änderung, die in der Überlagerung des Bürstens und der Behandlung gemäß der praktischen Durchführung dieser Erfindung bestand.
  • Während des ersten Monats führte die Testgruppe nur das standardmäßige Bürsten und Aufsammeln und Zählen der verlorenen Haare durch, um eine Basis für den Vergleich zu liefern. Im zweiten und dritten Monat wurde die Kopfhaut durch Zugabe der Testzusammensetzung behandelt. Die Testzusammensetzung wurde in einer Zwei-Unzen (60 Milliliter)- Flasche mit einer rohrförmigen Applikatorspitze mit einer kleinen Öffnung ausgegeben. Tropfen der Flüssigkeit wurden auf die Kopfhaut aufgetragen und leicht verrieben, um die ganze Kopfhaut zu benetzen. Im Durchschnitt wurden etwa 5 bis 7 ml Testlösung pro Anwendung verbraucht. Die Testlösung wurde am Abend vor dem Schlafengehen zur Nacht aufgetragen. Es gab eine sehr kleine Anzahl von Tagen, an denen entweder die Behandlung oder das Bürsten von einem Testgruppenteilnehmer ausgelassen wurde, aber die Anzahl der ausgelassenen Tage war klein genug, daß sie keinen Einfluß auf die Ergebnisse haben sollte.
  • Die Anzahl der von jedem Testgruppenteilnehmer aufgesammelten Haare wurde für jeden Monat des Tests gemittelt. Die folgende Tabelle gibt die Anzahl der aufgesammelten Haare von jedem Testgruppenteilnehmer für jeden der drei Monate an. In dieser Tabelle bezeichnet "Monat 0" die Basisperiode vor der Behandlung. Monate 1 und 2 beziehen sich auf den ersten und den zweiten Monat der Behandlung. Durchschnittlicher täglicher Haarverlust pro Person Monat
  • *Testgruppenteilnehmer "I" war ein Mann, der abgemagert zu sein schien und in dem zweiten Monat des Tests Anämie entwickelte. Dieser Umstand kann zu dein Anstieg des Haarverlustes im Vergleich zu dem ersten Monat beigetragen haben, bei dem sich eine Abnahme gegenüber der Basis gezeigt hatte. Der tatsächliche Einfluß dieses Umstands wurde nicht bestimmt, und die Ergebnisse wurden im Überblick festgehalten.
  • Die Ergebnisse wurden durch den standardmäßigen Studenten- T-Test analysiert. Während des Verlaufs von jeder monatlichen Aufsammlung wich die Anzahl der täglich aufgesammelten Haare von dem Mittelwert um etwa plus oder minus 20 % ab. Die Daten zeigen, daß nach einem Monat der Anwendung des Produktes der durchschnittliche tägliche Haarverlust bei 10 der 14 Testgruppenteilnehmer abnahm im Vergleich zu dem Basismonat ohne Behandlung. In ähnlicher Weise sank nach zwei Monaten der Behandlung der durchschnittliche tägliche Haarverlust bei 11 der 14 Testgruppenteilnehmer im Vergleich zu der Basis, d.h. bei 78 % der Testgruppenteilnehmer.
  • Statistisch gesehen besteht ein 90 % Erwartungsniveau, daß es eine Abnahme des durchschnittlichen täglichen Haarverlustes für die Gruppe als ganzes gab. Es existiert nicht ein 90 % Erwartungsniveau, daß es eine Abnahme des durchschnittlichen täglichen Haarverlustes für Männer in der Gruppe gab. Wenn jedoch der Testgruppenteilnehmer "I" ausgeschlossen wird, gibt es ein 90 % Erwartungsniveau, daß es eine Abnahme im durchschnittlichen täglichen Haarverlust aufgrund der Behandlung gab. Für Frauen besteht ein 90 % Erwartungsniveau, daß die Behandlung zu einer Abnahme des durchschnittlichen täglichen Haarverlustes führte. Wenn nur der dritte Monat des Tests betrachtet wird, d.h. der zweite Monat der Behandlung, gab es ein 99 % Erwartungsniveau, daß die Behandlung zu einer Abnahme des durchschnittlichen täglichen Haarverlustes bei Frauen in der Gruppe führte.
  • Wenn die Daten in Gruppen von den Personen unter 40 Jahren ihres Alters und solchen über 40 eingeteilt wurden, gibt es ein Erwartungsniveau von mehr als 95 % und weniger als 99 %, daß eine Abnahme des durchschnittlichen täglichen Haarverlustes in dem zweiten Monat der Behandlung für diejenigen Testgruppenteilnehmer über 40 gab. Es bestand ein 99,9 % Erwartungsniveau, daß eine Abnahme des durchschnittlichen täglichen Haarverlustes für Personen unter 40 eintrat.
  • Für die Männer als eine Gruppe gab es eine 11 % Abnahme des durchschnittlichen täglichen Haarverlustes in dem zweiten Monat der Behandlung im Vergleich zu der Basis. In ähnlicher Weise gab es eine 30 % Abnahme des durchschnittlichen täglichen Haarverlustes für Frauen als eine Gruppe. Für Personen über 40 gab es eine 12 % Abnahme des durchschnittlichen täglichen Haarverlustes. Für Personen unter 40 bestand eine 25 % Abnahme für den durchschnittlichen täglichen Haarverlust.
  • Analysen von Haarwurzeln, die von während des Tests aufgesammelten Haaren gewonnen waren, zeigten einen durchschnittlichen Kalziumgehalt in Haarwurzeln, die während des zweiten Monats der Behandlung aufgesammelt worden waren, von etwa der Hälfte des Kalziumgehalts von Haarwurzeln, die während des Monats aufgesammelt worden waren, bevor die Behandlung begonnen hatte. Auf diese Weise gab es nicht nur eine Abnahme des durchschnittlichen täglichen Haarverlustes aufgrund der Behandlung, sondern auch der Kalziumgehalt der Haarfollikel an den verlorenen Haaren sank um etwa 50 %, wodurch es nahegelegt wird, daß der aktive Kalzium-Chelatbildner tatsächlich den Kalziumgehalt der Wurzeln senkte oder das Ansteigen von Kalziumkonzentration in Haarwurzeln hemmte, das sonst aufgetreten wäre.
  • Es soll bemerkt werden, daß die Chelatbildungskapazität des aktiven Chelatbildners in der Zusammensetzung mit dem pH ansteigt. Obgleich es wünschenswert ist, den pH zu erhöhen, um die Chelatbildungskapazität zu verbessern, ist es aber auch wünschenswert, einen sauren pH für die beste Verträglichkeit mit der Haut und dem Haar aufrechtzuerhalten bei einem "verbleibenden" Produkt, das mit der Kopfhaut mehrere Stunden in Kontakt bleibt.
  • Eine Konzentration von EDTA oder einem Äquivalent, die ausreichend ist, um wenigstens 0,3 Milligramm Kalzium pro Milliliter der Lösung zur Chelatbindung zu bringen, kann wünschenswert sein, da eine höhere Konzentration von Chelatbildner auf der Kopfhaut nicht so schnell inaktiv werden würde wie eine niedrigere Konzentration. Eine Konzentration, die ausreichend ist, um 0,3 Milligramm Kalzium pro Milliliter der Lösung zu Chelatbindung zu bringen, ist als sicher bekannt und verursacht nicht Jucken, Schuppenbildung oder andere ungünstige Probleme. Höhere Konzentrationen sind auch für einige Anwendungszwecke annehmbar.
  • Obgleich die bevorzugte Zusammensetzung, die bei der praktischen Durchführung dieser Erfindung geschaffen wird, eine Vielzahl von oberflächenaktiven Mitteln, Konditioniermitteln, Konservierungsmitteln und dergleichen umfaßt, ergibt sich deutlich, daß der Prinzipielle aktive Bestandteil der aktive Chelatbildner für Kalziumion ist, und daß solche Materialien, die zu der Lösung hinzugegeben werden, um sie für die Anwendung auf die Kopfhaut geeignet zu machen, weggelassen werden können, um eine Zusammensetzung zu schaffen, die Eigenschaften aufweist die etwas unterschiedlich von denjenigen sind, die beschrieben wurden. Die Anwendung von Konditioniermitteln und dergleichen in der Formulierung wird als wünschenswert angesehen, da das Material in dem Haar und an dem Körper belassen wird und weil Glanz und ähnliches verbessert werden können. Zusätzlich scheint es, daß die EDTA diese Wirkungen im Vergleich zu einer "Plazebo"-Zusammensetzung verbessert, die die gleiche ist mit Ausnahme des Vorhandenseins des aktiven Chelatbildners.
  • Es ist auch offensichtlich, daß eine Vielfalt von unterschiedlichen Konditioniermitteln, oberflächenaktiven Mitteln, Konservierungsmitteln, Duftstoffen, Farbmitteln und dergleichen in solch einem Produkt vorgesehen werden können. Es versteht sich deshalb, daß innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche die Erfindung auch anders in die Praxis umgesetzt werden kann, als es spezifisch beschrieben wurde.

Claims (12)

1. Ein Verfahren zum Reduzieren des normalen mittleren täglichen Haarverlustes, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Kopfhaut einer Haarverlust erleidenden Person periodisch eine Zusammensetzung mit einem aktiven Bestandteil verteilt wird, der im wesentlichen aus einer ausreichenden Menge aktivem Chelatbildner besteht, um wenigstens 0,3 Milligramm zweiwertiges Kalzium pro Milliliter der Zusammensetzung zu Chelatbindung zu bringen, und die Zusammensetzung mit der KoPfhaut wenigstens acht Stunden in Kontakt gelassen wird.
2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Verteilungsschritt das Aufbringen einer flüssigen Zusammensetzung auf die Kopfhaut und das Reiben der Zusammensetzung auf Bereiche der Kopfhaut mit Haar- Follikeln umfaßt.
3. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Chelatbildner aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Äthylendiamintetraessigsäure, Zitronensäure, Glutaminsäure, Asparaginsäure, Milchsäure, Glycin und löslichen Derivaten und Salzen derselben besteht.
4. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Chelatbildner Äthylendiamintetraessigsäure oder lösliche Salze derselben umfaßt.
5. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Äthylendiamintetraessigsäure oder das Salz derselben in dem Bereich von 0,1 bis 1 Gew.-% vorhanden ist.
6. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Äthylendiamintetraessigsäure oder das Salz derselben in einer Konzentration von 0,2 Gew.-% vorhanden ist.
7. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Chelatbildner weiterhin Natriumglutamat in einer Konzentration von 0,1 Gew.-% umfaßt.
8. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Chelatbildner aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Äthylendiamintetraessigsäure, Zitronensäure und löslichen Salzen derselben besteht.
9. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Zusammensetzung Haarkonditioniermittel in einer Konzentration bis zu 3 Gew.-%, oberflächenaktive Mittel in einer Konzentration bis zu 3 Gew.-% und ausreichendes Konservierungsmittel zur Verhinderung von Mikroorganismus-Wachstum umfaßt.
10. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Zusammensetzung einen pH in dem Bereich von 4 bis 7 aufweist.
11. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Zusammensetzung einen pH im Bereich von 5 bis 5,5 aufweist.
12. Ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Zusammensetzung bezüglich der Häufigkeit wenigstens täglich auf die Kopfhaut verteilt wird.
DE3877199T 1988-08-30 1988-08-30 Verfahren zur Behandlung der Kopfhaut. Expired - Fee Related DE3877199T3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
EP88308018A EP0356583B2 (de) 1987-06-26 1988-08-30 Verfahren zur Behandlung der Kopfhaut

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE3877199D1 DE3877199D1 (de) 1993-02-11
DE3877199T2 true DE3877199T2 (de) 1993-05-27
DE3877199T3 DE3877199T3 (de) 2003-01-16

Family

ID=8200187

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE3877199T Expired - Fee Related DE3877199T3 (de) 1988-08-30 1988-08-30 Verfahren zur Behandlung der Kopfhaut.

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3877199T3 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2022069742A1 (de) * 2020-10-02 2022-04-07 Dr. Kurt Wolff Gmbh & Co. Kg Zusammensetzung zur behandlung von haaren und der haut
DE102022108329A1 (de) 2022-04-06 2023-10-12 Dr. Kurt Wolff Gmbh & Co. Kg Zusammensetzung zur Behandlung der Haut

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2022069742A1 (de) * 2020-10-02 2022-04-07 Dr. Kurt Wolff Gmbh & Co. Kg Zusammensetzung zur behandlung von haaren und der haut
DE102022108329A1 (de) 2022-04-06 2023-10-12 Dr. Kurt Wolff Gmbh & Co. Kg Zusammensetzung zur Behandlung der Haut

Also Published As

Publication number Publication date
DE3877199D1 (de) 1993-02-11
DE3877199T3 (de) 2003-01-16

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0892635B1 (de) Kosmetische zubereitungen enthaltend extrakte von phyllanthus emblica und centella asiatica und/oder bacopa monnieri
DE69228943T2 (de) Mittel und hautbehandlungsverfahren zur linderung von akne und des maskulinen haarausfalls
EP0356583B1 (de) Verfahren zur Behandlung der Kopfhaut
DE2244830A1 (de) Mittel zur erhaltung, foerderung und wiederherstellung des haarwuchses und verfahren zur herstellung dieses mittels
DE69326636T2 (de) Äusserliche Anwendung eines Kiefernextrakt enthaltenden, haarregenerierenden Mittels
DE4100975A1 (de) Kosmetische oder pharmazeutische zubereitungen zur verbesserung der haarqualitaet und foerderung des haarwachstums
DE69717968T2 (de) Kosmetische oder dermatologische zubereitungen, enthaltend peroxidlipide und organosiliziumverbindungen und verwendung derselben
DE69003650T2 (de) Aloewasser, Herstellungsverfahren und Mittel, die dieses enthalten.
DE69317271T2 (de) Haarwuchsmittel
DE2145204A1 (de) Haartonikum.8
DE69402826T2 (de) Zusammensetzung zur haarpflege
DD273379A5 (de) Mittel zur wiederbelebung und zum anregen und verstaerken des haarwuchses
DE3118882C2 (de) Mittel gegen Haarausfall und zur Förderung des Haarwuchs
DE3873895T2 (de) Mischung, bestehend aus pyrimidinderivaten und nichtsteroidalen entzuendungshemmenden mitteln zum induzieren und stimulieren des haarwuchses und zum vermindern des haarausfalles.
DE60119210T2 (de) Neuer Actif, sowie ihre Zusammensetzungen , ihre Verwendung in der Kosmetik, Dermokosmetik , Dermopharmacy, Pharmacy und auf Vliesstoffe
DE3615396A1 (de) Mittel zur behandlung der haare und der kopfhaut
DE3877199T2 (de) Verfahren zur behandlung der kopfhaut.
DE3816447A1 (de) Haarerneuerungsmittel
DE602004003105T2 (de) Mittel gegen Lausbefall
DE1492071B2 (de) Verwendung von Cystein Derivaten zur Herstellung von äußerlich anzuwen denden Mitteln gegen Seborrhoe
DE1617633C3 (de) Lotion zur Pflege des Haares und zur Unterstützung der Behandlung bei Pigment- und Haarverlust
DE4323614A1 (de) Mittel zur Stimulierung des Wachstums und der Regenerierung des Haares
DE3123943A1 (de) "haarbehandlungsmittel"
DE3601739A1 (de) Kosmetisches mittel zur behandlung der haare oder der kopfhaut
DE2604201A1 (de) Kosmetisches haarpflegemittel

Legal Events

Date Code Title Description
8363 Opposition against the patent
8366 Restricted maintained after opposition proceedings
8332 No legal effect for de
8339 Ceased/non-payment of the annual fee