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DE3873709T2 - In wasser dispergierbare granulate. - Google Patents

In wasser dispergierbare granulate.

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Publication number
DE3873709T2
DE3873709T2 DE8888905588T DE3873709T DE3873709T2 DE 3873709 T2 DE3873709 T2 DE 3873709T2 DE 8888905588 T DE8888905588 T DE 8888905588T DE 3873709 T DE3873709 T DE 3873709T DE 3873709 T2 DE3873709 T2 DE 3873709T2
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DE
Germany
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granules
water
extrudates
weight
process according
Prior art date
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DE8888905588T
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DE3873709D1 (de
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Malcolm Lloyd
Grace Stuart
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Orica Australia Pty Ltd
Original Assignee
ICI Australia Operations Pty Ltd
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Publication date
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Publication of DE3873709D1 publication Critical patent/DE3873709D1/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/12Powders or granules
    • A01N25/14Powders or granules wettable
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2/00Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • B01J2/20Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic by expressing the material, e.g. through sieves and fragmenting the extruded length
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G5/00Fertilisers characterised by their form
    • C05G5/10Solid or semi-solid fertilisers, e.g. powders
    • C05G5/12Granules or flakes

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  • Glanulating (AREA)
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Description

  • Diese Erfindung betrifft Formulierungen von landwirtschaftlichen Chemikalien und insbesondere Verfahren zur Herstellung von wasserdispergierbaren Granalien, die derartige Substanzen enthalten.
  • Landwirtschaftliche Chemikalien werden in vielfältiger Weise formuliert, beispielsweise als große Granalien ("Prills") für die direkte Aufbringung auf den Boden, die Weide oder die Feldfrucht, als emulgierbare Konzentrate, flüssige fließfähige Konzentrate und benetzbare Pulver, die für die Ausbringung normalerweise mit Wasser verdünnt werden. Flüssige Fließzusammensetzungen und benetzbare Pulver bilden die Hauptmenge an Formulierungen an landwirtschaftlichen Chemikalien, die weltweit verkauft werden. Die ersteren sind dabei wäßrige Suspensionen, und obwohl sie im allgemeinen ein befriedigendes Verhalten zeigen, können sie sich während der Lagerung aus der Suspension absetzen, was ein heftiges Mischen erforderlich macht, um sie wieder zu suspensieren. Aufgrund des hohen Wassergehalts (im allgemeinen um 50 %) erhöhen sich die Verpackungs- und Frachtkosten.
  • Benetzbare Pulver werden im allgemeinen dadurch hergestellt, daß man zuerst die Chemikalie von technischer Qualität (die sich bereits im fein verteilten Zustand befinden kann, z.B. in luftvermahlener Form) mit Tensiden (Benetzungs- und Dispergiermitteln), Füllstoffen sowie möglicherweise anderen Bestandteilen vermischt. Die Mischung wird dann durch eine Luftmühle oder eine andere geeignete Mahlvorrichtung geleitet, um die Größe der Zusätze (sowie der technischen Chemikalie, wenn sie nicht vorher gemahlen war) zu vermindern und um eine innige Mischung der Bestandteile zu erzeugen.
  • Das erhaltene benetzbare Pulver ist im allgemeinen sehr voluminös und wird leicht verweht. Das kann im Falle von reizenden oder toxischen Materialien für den Anwender gefährlich sein.
  • Der Anwender eines benetzbaren Pulvers muß im allgemeinen die folgenden Verfahrensweisen einhalten:
  • Vorsichtiges Abwiegen der Pulver aus einem großen Vorratsbehälter (häufig ein staubiger, schmutziger Arbeitsschritt); Dispergieren der Pulver in ausreichend Wasser, um eine ausgießbare konzentrierte Suspension herzustellen; Überführen der konzentrierten Suspension in Wasser in einen gerührten Versprühungstank und anschließend sorgfältiges Auswaschen des Suspensionsbehälters und schließlich Reinigen und Dekontaminieren der Schöpfkelle und des Ausgleichstiegels usw.
  • Ein relativ neues Konzept stellen wasserdispergierbare Granalien dar (auch bekannt als trockene Fließzusammensetzungen). Diese stellen granulierte Formulierungen von landwirtschaftlichen Chemikalien dar, die (wenn sie geeignet formuliert sind) sich leicht in Wasser dispergieren lassen und in Suspension bleiben, d.h. die sowohl als flüssige Fließzusammensetzungen als auch als benetzbare Pulver wirken, wenn sie für Sprühanwendungen auf den Boden oder auf Pflanzen hergestellt werden. Dieses Konzept wird rasch von Formulierern landwirtschaftlicher Chemikalien entwickelt, insbesondere in den USA und in Europa. Es ist im allgemeinen auf feste Chemikalien niedriger Löslichkeit anwendbar, und zwar im Unterschied zu flüssigen oder leicht löslichen Chemikalien. Diese Erfindung betrifft jedoch auch trockene fließfähige Formulierungen des letztgenannten Typs.
  • Das übliche Verfahren zur Herstellung von "trockenen Fließzusammensetzungen" besteht darin, die technische Chemikalie zuerst in eine Formulierung vom Typ eines benetzbaren Pulvers zu überführen.
  • Das umfaßt das Mischen und Vermahlen der Bestandteile der Formulierung unabhängig davon, ob die technische Chemikalie bereits vorher vermahlen wurde, z.B. durch Luftmahlen. Das erhaltene Pulver wird dadurch in ein Granulat überführt, daß man es unter Verwendung eines Tellergranulators oder einer ähnlichen Vorrichtung unter Verwendung von Wasser oder von Wasser, das ein Klebemittel enthält, agglomeriert. Das stellt ein eher grobes Verfahren dar, und es ist schwierig, die Granulatgröße zu steuern. Es scheint jedoch, daß es dasjenige Verfahren darstellt, das gegenwärtig am breitesten angewandt wird.
  • Die DE-A-2162353 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von enzymatischen Zusammensetzungen in kugelartiger Form, die in Waschmittelzusammensetzungen verwenden werden sollen und die eine erhöhte Stabilität bei der Lagerung und beim Kontakt mit oxidierenden Mitteln aufweisen. Das Verfahren umfaßt das Vermischen des normalerweise festen, jedoch wasserlöslichen oder wenigstens leicht wasserdispergierbaren Enzyms mit einem normalerweise festen Tensid, um eine homogene Mischung davon zu bilden, Plastifizieren der Mischung, Extrudieren der durchgearbeiteten Mischung durch kleine Öffnungen und Rollen eines Betts der Extrudate im Reibungskontakt mit Oberflächen, um Anteile davon abzureiben, bis abgerundete Teilchen von kugelartiger Form erhalten werden.
  • Es ist dabei die Aufgabe des genannten Verfahrens des Standes der Technik, hohe Temperaturen oder den Kontakt der Enzyme mit einem alkalischen oder oxidierenden wässrigen Medium zu vermeiden, die für die Enzymaktivität negative Wirkungen zeigen. Da Enzyme inherent wasserdispergierbar sind, ist es keine Aufgabe des genannten Verfahrens des Standes der Technik, wasserlösliche Granulate von ansonsten unlöslichen oder nicht benetzbaren Feststoffen zu erzeugen.
  • Landwirtschaftliche Chemikalien wasserdispergierbar zu machen ist jedoch die Hauptaufgabe im Bereich der Herstellung von "trockenen Fließzusammensetzungen".
  • Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von wasserdispergierbaren Granalien zu schaffen, die eine im wesentlichen feste, wasserunlösliche landwirtschaftliche Chemikalie als aktiven Bestandteil enthalten ("trockene Fließzusammensetzungen"), wobei dieses Verfahren zu Granalien einer gleichmäßigeren Größe und von einer besseren Wassersuspendierbarkeit führt, als mit dem herkömmlichen Tellergranulierverfahren erhältlich ist.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Herstellung von wasserdispergierbaren Granalien, die als Wirkstoff eine landwirtschaftliche Chemikalie enthalten, wobei der genannte Wirkstoff ausgewählt ist aus Herbiziden und/oder Fungiziden und/oder Insektiziden, gelöst, bei dem man die gewünschten Bestandteile, die einen Wirkstoff aus wenigstens einer landwirtschaftlichen Chemikalie und eine Tensidkomponente umfassen, in Gegenwart von Wasser mischt, um eine extrudierbare Naßmischung zu bilden, die Naßmischung extrudiert und die nassen Extrudate in einer Vorrichtung vom Drehschüsseltyp für einen Zeitraum von wenigstens 30 s rollt, wobei die Trommel mit einer Geschwindigkeit im Bereich von 1 bis 100 U/min rotiert, um die Extrudate unter Bildung von Granalien zu brechen, sowie gegebenenfalls die Granalien trocknet.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde überraschenderweise gefunden, daß Extrudate, die einen Durchmesser aufweisen, der von der Öffnung in dem Extruder abhängt, die jedoch erheblich bezüglich ihrer Länge variieren, dann, wenn sie in einer geeigneten Rollvorrichtung gerollt werden, in diskrete Abschnitte brechen, die überraschenderweise eine im wesentlichen gleichförmige Länge aufweisen.
  • Die Bestandteile des Granulats werden zuerst in eine extrudierbare Form überführt. Die Bestandteile umfassen im allgemeinen eine oder mehrere aktive landwirtschaftliche chemische Komponenten, die bei Umgebungstemperatur flüssig oder fest sein können und entweder vom unlöslichen oder vom wasserlöslichen Typ sein können.
  • Typischerweise bildet die aktive chemische Komponente von 1 bis 99 Gew.% und vorzugsweise von 20 bis 95 Gew.% des Trockengewichts der Zusammensetzung.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann unter Verwendung eines weiten Bereichs von landwirtschaftlichen Chemikalien als Wirkstoffen durchgeführt werden, die ausgewählt sind aus Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden.
  • Beispiele für herbizid wirksame Bestandteile können aus einem oder mehreren der folgenden ausgewählt werden: Benzo-2,1,3-thiadiazin-4-on-2,2-dioxide und dergleichen wie Bentazon; Hormonherbizide wie MCPA, Dichlorprop, MCPB und Mecoprop; 3-[4-(4-Halophenoxy)phenyl]-1,1-dialkylharnstoffen wie Chloroxuron; Dinitrophenolen und deren Derivaten wie beispielsweise DNOC, Dinoterb und Dinoseb; Dinitroanilinherbiziden wie Dinitramin, Nitralin und Trifluralin; Phenylharnstoffherbiziden wie Diuron und Fluometuron; Phenylcarbamoylphenylcarbamaten wie Phenmedipham und Desmedipham; 2-Phenylpyridazin-3-onen wie Pyrazon; Uracilherbiziden wie Lenacil, Bromacil und Terbacil; Triazenherbiziden wie Atrazin, Simazin und Aciproptrin; 1-Alkoxy-2-alkyl-3-phenylharnstoffherbiziden wie Linuron, Monolinuron und Chlorbromuron; Pyridinherbiziden wie Clopyralid und Picloram; 1,2,4-Triazin-5-onherbiziden wie Metamitron und Metribuzin; Benzoesäureherbiziden wie 2,3,6-TBA, Dicamba und Chloramben; Anilidherbiziden wie Balachlor, Alachlor, Propachlor und Propanil; Dihalogenbenzonitrilherbiziden wie Dichlobenil, Bromoxynil und Ioxynil; Halogenalkylcarbonsäureherbiziden wie Dalapon und TCA; Diphenyletherherbiziden wie Fluorodifen und Bifenox; N-(Heteroarylaminocarbonyl)-Benzolsulphonamiden wie DPX 4189; Aryloxyphenoxypropionatherbizden wie Fluazifop und Diclofop; Cyclohexan-1-3-dionderivaten wie Alkoxydim-Natrium und Trialkoxydim; Bipyridyliumherbiziden wie Paraquat und Diquat; Organoarsenherbiziden wie MSMA; Aminosäureherbiziden wie Glyphosat; und anderen Herbiziden wie Dipenamid und Naptalam.
  • Bevorzugte Herbizide umfassen Diuron, Atrazin, Simazin, Cyanazin, Oryzalin, Fluometuron, Methazol, Metoxuron und Hexazinon.
  • Beispiele für Fungizide umfassen Imazilil, Benomyl, Carbendazim (BCM), Thiophanat-Methyl, Captafol, Folpet, Captan, Schwefel, Carbamate, Dithiocarbamate, Phenylzinnverbindungen, Carbathiine, Dicarboximide (einschließlich Iprodinon, Vinclozolin, Procymidon), Kupferoxychlorid, Triforin, Dodemorph, Tridemorph, Dithianon, Pyrazophos, Binapacryl, Chinomethionat, Panoctin, Furalaxyl, Aluminiumtris(ethylphosphonat), Cymoxanil, Ethirimol, Dimethirimol, Fenarimol, Fenpropidin, Fenpropimorph, Propiconazol, Bupirimat, Metalaxyl, Ofurace, Benalaxyl, Oxadixyl, Chlorothalonil, Metaxianin, Triazolderivate wie Triadimefon, Triadimenol, Diclobutrazol, Flutriafol und Penconazol und die Ergosterolsynthese inhibierende Fungizide.
  • Bevorzugte Fungizide zur Anwendung als Wirkstoffe können Catpan, Thiram, Mancozeb, Dichlofluanid und Metiram einschließen.
  • Beispiele für Insektizide, die als Wirkstoffe verwendet werden können, können Pyrethroide wie Cypermethrin, Organophosphorinsektizide, Pirimor, Croneton, Dimethoat, Metasystox und Formethion einschließen.
  • Zusätzlich zu der Wirkstoffkomponente enthalten die Bestandteile eine Tensidkomponente sowie gegebenenfalls andere Komponenten wie beispielsweise eine Füllstoffkomponente, um den gewünschten Wirkstoffgehalt einzustellen, und/oder ein Bindemittel.
  • Der Begriff "Tensid" wird in einem breiten Sinne verwendet, so daß er auch Materialien einschließt, die auch als Emulgiermittel, Dispergiermittel und Benetzungsmittel bezeichnet werden können, und die Tensidkomponente kann eines oder mehrere Tenside umfassen, die vom anionischen, kationischen und nicht ionischen Typ ausgewählt sind.
  • Beispiele für Tenside vom anionischen Typ schliefen ein Seifen, Salze von aliphatischen Monoestern der Schwefelsäure, wie beispielsweise Natriumlaurylsulfat, Salze von sulfonierten aromatischen Verbindungen, beispielsweise Natriumdodecylbenzolsulpfnat, Natrium-, Calcium- oder Ammonium-Lignosulfonat oder Butylnaphtalinsulfonat, und eine Mischung der Natriumsalze von Diisopropyl- und Triisopropylnaphthalinsulfonat. Geeignete Mittel vom nicht- ionischen Typ schließen beispielsweise ein die Kondensationsprodukte von Ethylenoxid mit Fettalkoholen, wie beispielsweise Oleylalkohol oder Cetylalkohol oder mit Alkylphenolen wie Octylphenol, Nonylphenol und Octylcresol. Andere nicht-ionische Mittel sind die Teilester mit Ethylenoxid und den Lecithinen und phosphoxylierte Tenside wie ein phosphoriliertes Ethylenoxid/Propylenoxid-Blockcopolymeres und ein ethoxyliertes und phosphoryliertes styrylsubstituiertes Phenol.
  • Vorzugsweise umfaßt das Tensid wenigstens ein Netzmittel wie die, die ausgewählt sind aus Alkylnaphthalinsulfonaten, Phosphatestern, Sulfosuccinaten und nicht-ionischen Verbindungen wie Tridecylalkoholethoxylat; und/oder wenigstens ein Dispergiermittel wie die, die ausgewählt sind aus der Gruppe der Naphthalinkondensate, Lignosulfonate, Polyacrylate und Phosphatester.
  • Typischerweise bildet die gesamte Tensidkomponente von 0,1 bis 25 Gew.% und vorzugsweise von 1 bis 15 Gew.% des Trockengewichts der Zusammensetzung.
  • In den wasserdispergierbaren Granulatzusammensetzungen kann eine Vielzahl von Füllstoffen verwendet werden. Beispiel für Füllstoffe schließen ein: Mineralerden und Tone, wie beispielsweise Kaolin, Bentonit, Kieselgur, Fullererde, Attaton, Diatomeenerde, Boluserde, Löss, Talk, Kreide, Dolomit, Kalkstein, Kalk, Calciumcarbonat, pulverisiertes Magnesia, Magnesiumoxid, Magnesiumsulfat, Natriumchlorid, Gips, Calciumsulfat, Pyrophyllit, Kieselsäure, Silikate und Kieselgele; Düngemittel, wie beispielsweise Ammoniumsulfat, Ammoniumphosphat, Ammoniumnitrat und Harnstoff; Naturprodukte pflanzlichen Ursprungs, wie beispielsweise Getreidegrieße und Mehle, Rindenmehle, Holzmehle, Nußschalenmehle und zellulosische Pulver; und synthetische polymere Materialien, wie beispielsweise gemahlene oder pulverisierte Kunststoffe und Harze.
  • Wenn eine Füllstoffkomponente verwendet wird, umfaßt diese typischerweise von 1 bis 99 Gew.% und vorzugsweise von 5 bis 80 Gew.% der gesamten Granulatzusammensetzung. Gegebenenfalls kann in die Granulatzusammensetzung auch ein Bindemittel eingearbeitet werden. Geeignete Bindemittel können beispielsweise synthetische und natürliche Gummen, synthetische Polymere wie Polyvinylacetat und Cellulosederivate wie Methylcellulose einschließen.
  • Wir haben festgestellt, daß die Dispergiergeschwindigkeit von wasserdispergierbaren Granulatprodukten verbessert wird, wenn man die Bestandteile naß mischt, und vorzugsweise wird die Mischstufe so ausgeführt, daß eine extrudierbare Naßmischung gebildet wird, die eine teigartige Konsistenz aufweist, d.h. eine Konsistenz, die analog ist einem steifen Teig, wie er bei der Brotherstellung erzeugt wird. Eine derartige teigartige Konsistenz kann dadurch erzeugt werden, daß man sorgfältig mischt oder knetet, wobei man eine Mischvorrichtung wie einen Mörtelmischer, eine Doppelwellenschnecke verwendet, oder es kann eine Extrusionsvorrichtung dazu hergerichtet werden, ein geeignetes Mischen zu bewirken.
  • Das Wasser ist in der Naßmischungsstufe des Verfahrens in einer kontrollierten Menge zugegen, so daß ausreichend Wasser vorhanden ist, um die Tensidkomponente zu mobilisieren und es zu ermöglichen, daß die Mischung durch Extrusion in ein Granulat überführt wird, die Menge reicht jedoch nicht aus, ein Verkleben und Agglomerieren des Granulats zu bewirken, wenn es einmal gebildet ist. Obwohl die verwendete Wassermenge in einer gegebenen Formulierung variiert, liegt sie generell im Bereich von 5 bis 50 l (vorzugsweise von 10 bis 30 l) Wasser pro 100 kg der Trockenmischen.
  • Die Reihenfolge der Zugabe und des Mischens der Granulatbestandteile ist nicht im engeren Sinne kritisch. In einer Ausführungsform werden die trockenen Bestandteile beispielsweise verschnitten und die Zusammensetzung wird dann gemischt, während man Wasser zusetzt. Das Wasser kann beispielsweise in Form eines feinen Sprays zugesetzt werden, und in einer Ausführungsform werden eines oder mehrere Tenside als eine wässrige Lösung zu einer Trockenmischung der anderen Bestandteile zugesetzt. Die Anwendung des oben beschriebenen Naßmischverfahrens hat den weiteren Vorteil, daß sie die Verwendung von festen Tensiden von technischer Reinheit gestattet, ohne daß es erforderlich ist, derartige Tenside zu mahlen, wie es bei den Verfahren des Standes der Technik im allgemeinen erforderlich ist.
  • Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Materialien können in einer fein verteilten Form vorliegen, vorzugsweise in einer luftgemahlenen Form, die im allgemeinen die Form von Chemikalien von technischer Qualität darstellt, in der diese von den Herstellern geliefert werden.
  • Nach dem sorgfältigen Mischen oder nach dem die Mischung auf andere Weise in eine Form gebracht wurde, die für eine Extrusion geeignet ist, erfolgt die Extrusion durch geeignete Öffnungen. Die Größe des Granulats hängt von der Größe der Öffnungen ab, und der Extruder kann somit mit einem Gitter oder einer Düse ausgerüstet werden, die so ausgewählt sind, daß eine gewünschte Granulatgröße erhalten wird. Vorzugsweise werden die Extrusionsöffnungen so gewählt, daß Extrudate mit Durchmessern zwischen 300 und 100 um erhalten werden. Die Extrudate können in ihrer Länge beträchtlich variieren, z.B. bis zu 8 cm oder länger sein.
  • Nach dem Extrudieren der Naßmischung werden die nassen Extrudate durch Rollen in einer Taumelbewegung gebrochen. In der vorliegenden Beschreibung wird der Begriff "Rollen" so verwendet, daß er bedeutet, daß man die Extrudate dazu bringt, übereinander oder über eine feststehende oder bewegende Oberfläche zu rollen oder umgeschüttet zu werden. Die Rollbewegung führt dazu, daß die Extrudate in einzelne Abschnitte einer Länge zerbrechen, die im allgemeinen das Dreifache ihrer Durchmesser nicht überschreitet. Das Rollverfahren führt auch zu einer gewissen Abrundung der Granalien. Das Rollverfahren wird im kommerziellen Maßstab in einer Vorrichtung vom Drehschüsseltyp durchgeführt, die ein Zerbrechen der Extrudate in einzelne Abschnitte bewirkt, die ihrerseits durch das Rollverfahren zu einem gewissen Grade abgerundet werden.
  • Produktausbeuten, bei denen über 95 Gew.% des Produkts von Teilchen innerhalb des bevorzugten Größenbereichs gebildet werden, können im allgemeinen unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens erhalten werden, ohne daß man eine Größenklassierung durchführt. Das ist erheblich besser, als bei Verwendung eines Tellergranulierverfahrens erhalten werden kann.
  • Vorzugsweise werden wenigstens 95 Gew.% der Zusammensetzung von Granalien einer solchen Größe gebildet, daß sie durch ein 1700 um-Sieb hindurchgehen, jedoch von einem 300 um-Sieb zurückgehalten werden. In vielen Fällen ist es möglich, über 99 % der Teilchen im angegebenen Größenbereich zu erhalten.
  • Das Rollverfahren kann als ein ansatzweises Verfahren oder als Teil eines kontinuierlichen Verfahrens durchgeführt werden, bei dem die Extrudate konstant aus dem Extruder in die Rollvorrichtung geliefert werden und das Granulatprodukt konstant aus der Rollvorrichtung abgegeben wird.
  • Es ist für den Fachmann evident, daß ein erheblicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens darin besteht, daß die Extrudate beim Verlassen des Extruders nicht zu Granalien zerkleinert werden (z.B. durch Schneiden). Das bedeutet, daß die Extrusionsgeschwindigkeit nicht durch die Geschwindigkeit limitiert ist, mit der die Extrudate zu Granalien zerkleinert werden können, und es können hohe Extrusionsgeschwindigkeiten zur Anwendung kommen. Das führt dazu, daß das erfindungsgemäße Verfahren erheblich kostengünstiger ist als Extrusionsverfahren des Standes der Technik zur Herstellung wasserdispergierbarer Granulate.
  • Die Geschwindigkeit der Verarbeitung der Extrudate hängt natürlich von zahlreichen Faktoren, wie beispielsweise der Konsistenz der Extrudate, der Größe der Rollvorrichtung, der Rotationsgeschwindigkeit und der Beladung der Rollvorrichtung ab. Es kann jedoch ohne übermäßige Versuche ein geeignetes Produkt hergestellt werden, indem man die Extrudate für Zeiträume im Bereich von wenigstens 30 Sekunden bis 1 Stunde in der Rollvorrichtung rollt, obwohl gewünschtenfalls auch längere und kürze Zeiten zur Anwendung kommen können. Wir haben festgestellt, daß es bequem ist, die Extrudate für Zeiträume im Bereich von 1 bis 5 Minuten zu rollen.
  • Die Rotationsgeschwindigkeit der Rollvorrichtung ist nicht im engeren Sinne kritisch. Die Rotationsgeschwindkeiten liegen im Bereich von 1 bis 100 U/min und vorzugsweise im Bereich von 10 bis 40 U/min.
  • Die gerollten Granulate werden vorzugsweise getrocknet. Bei einigen Formulierungen können die Granulate dadurch getrocknet werden, daß man sie stehen läßt, wobei jedoch ein schnelles oder erzwungenes Trocknen im allgemeinen bevorzugt ist. Das Trocknen kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß man die Granulate auf Blechen oder in einem Fließbetttrockner erhitzt. Das Trockenverfahren entfernt vorzugsweise so viel Wasser wie möglich, um das Gewicht zu vermindern und eine gute Stabilität des Granulats zu gewährleisten, während es weiterhin im trockenen fließfähigen Zustand vorliegt. Besonders bevorzugt wird das Granulat auf weniger als 5 % Gewichtsverlust beim vollständigen Trocknen getrocknet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren vermindert die Mengen an zu großem und zu kleinem Material, das zurückgeführt werden muß, erheblich. Feinteilchen und Fragmente, die bei der Extrusion erzeugt werden können, werden im allgemeinen während des Umschüttens in die Granalien inkorporiert. Folglich ist die Granulatzusammensetzung im wesentlichen staubfrei.
  • Da Granalien mit gleichmäßigen Dimensionen und gleichmäßiger Dichte hergestellt werden können, können die Mengen für die Endverwendung bequem und genau als Volumina abgemessen werden. Wir haben festgestellt, daß die bei dem obigen Verfahren hergestellte Granulatzusammensetzung eine geringere Tendenz aufweist, zu pulverisieren und Staub zu bilden, als Granulate, die nach herkömmlichen Verfahren hergestellt wurden, wie beispielsweise durch Tellergranulation, während sie außerdem Dispergiereigenschaften aufweisen, die typischerweise überlegen sind.
  • Die Erfindung wird nunmehr durch die nachfolgenden Beispiele erläutert, jedoch in keiner Weise beschränkt.
  • Beispiel 1:
  • Die folgenden Trockenbestandteile werden in einen Bandmischer oder einen anderen geeigneten Mischer abgewogen, der mit einem dicht sitzenden Deckel versehen ist, und 30 Sekunden gemischt: 99,5 % AI Simazin von technischer Qualität in luftgemahlener Form wie geliefert - 90,453 kg. Feiner Kaolin "Koclay GM 40" (Füllstoff) - 1,547 kg.
  • Die folgende Tensidlösung wird dann mittels eines Druckbehälters durch Sprühdüsen zugeführt, die in dem Mischer montiert sind:
  • Morwet "D-425" (Dispergiermittel) Naphthalinformaldehydkondensat, Natriumsalz, 6 kg; und Morwet "EFW" (Netzmittel), sulfatiertes Alkylcarboxylat und Alkylnaphthalinsulfonat, Natriumsalz 1,5 kg, aufgelöst in 15 kg Wasser.
  • Die Naßmischung wird 2 Minuten nach Zugabe dieser Lösung gemischt und dann einem Speichersilo zugeführt, das mit einer Schneckenaustragsvorrichtung mit variabler Geschwindigkeit versehen ist.
  • Die vermischte Mischung wird dann extrudiert (Manesty Rotorgran) durch ein 30 x 31 g, 530 um-Öffnungsgitter mit einer Geschwindigkeit, die nahe der maximalen Maschinenbelastung liegt. Das führt zu einer weiteren innigen Mischung der Bestandteile, zur Bildung eines Teigs und zur Extrusion desselben durch das Gitter.
  • Die so gebildeten Extrudate werden in einer offenen Schale etwa 3 Minuten gerollt, während welcher Zeit sie in einzelne Granalien zerbrechen und ein annehmbar glattes Aussehen annehmen. Die Granalien werden bis auf ein Restfeuchtigkeitsgehalt von 0,5 % als Restgewichtsverlust beim vollständigen Trocknen getrocknet.
  • Das getrocknete Produkt wird gesiebt, und die sehr geringe Menge an Produkt von hauptsächlich Untergröße, die auf diese Weise entfernt wird, wird in dem ersten Mischer zurückgeführt, um mit einem folgenden Ansatz aufgearbeitet zu werden.
  • Beispiel 2:
  • Eine kommerziell erhältliche wasserdispergierbare Granulatformulierung wurde besorgt, und es wurde festgestellt, daß sie die folgenden physikalischen Eigenschaften aufweist:
  • Siebanalyse:
  • Rückstand auf 300 um 10,1 %
  • Rückstand auf 150 um 70,76 %
  • Rückstand auf 106 um 87,17 %.
  • Der Feuchtigkeitsgehalt des Granulats betrug 1,7 %.
  • Das Granulat wurde zerkleinert und wie folgt behandelt:
  • Das Material aus dem kommerziell erhältlichen Granulat wurde abgewogen und 2 Minuten mit etwa 32 % Wasser (Trockengewichtsbasis) vermischt. Die vermischte Mischung wurde extrudiert (Manesty Rotogram) durch ein 744 um-Sieb mit 94 % offener Fläche (34 mesh, 30 gauge), und die Extrudate wurden in einer offenen Schüssel etwa 3 Minuten gerollt. Das so hergestellte Granulat wurde auf einen Rest-Feuchtigkeitsgehalt von etwa 0,5 % als Feuchtigkeitsverlust beim vollständigen Trocknen getrocknet. Die Suspendierbarkeit des ursprünglichen kommerziellen Produkts wurde mit dem Produkt verglichen, das wie oben beschrieben gemäß der vorliegenden Erfindung rekonstituiert worden war. Durchgang Kommerzielles Produkt Rekonstituiertes Produkt
  • Es wurde festgestellt, daß die Dispergierzeit der Formulierungen wie folgt war:
  • Kommerzielles Produkt > 1 Minute
  • Rekonstituiertes Produkt 30 Sekunden
  • Die obigen Ergebnisse zeigen klar den Vorteil der vorliegenden Erfindung, indem Produkte mit einer verbesserten Suspendierbarkeit und einer schnelleren Dispergierzeit geschaffen werden, wenn man mit Produkten vergleicht, die mit Hilfe gegenwärtig verwendeter Granuliertechniken hergestellt wurden.
  • Beispiel 3:
  • Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei die folgenden Bestandteile, ausgedrückt als Gew.% bezogen auf das auf 0,5 % Gewicht/Gewicht Wasser getrocknete Produkt, verwendet wurden:
  • Wirkbestandteil (AI) 81,05
  • Tensidkomponente:
  • "Marasperse" N-22# 8,0
  • "Agrilan" DG 113* 2,0
  • Kaolinton 8,45
  • Die Bestandteile wurden trocken gemischt und dann mit Wasser vermischt, wobei die Gesamtmenge des Wassers so kontrolliert wurde, daß vor dem Extrudieren eine Naßmischung von teigartiger Konsistenz erhalten wurde.
  • # ein Natriumlignosulfat-Dispergiermittel von Reed Lignin
  • * ein nicht-ionisches Netzmittel, das von Lankro Chemicals Limited geliefert wird.
  • Beispiel 4:
  • Gemäß der Arbeitsweise von Beispiel 3 wurden Zusammensetzungen hergestellt, wobei die folgenden Wirkstoffbestandteile verwendet wurden, wobei die Bestandteile in den angegebenen Gew.% bezogen auf die Trockenbestandteile verwendet wurden:
  • Wirkstoffbestandteil:
  • (a) Cypermethrin 20-30 %
  • (b) Diuron 90 %
  • (c) Simazin 90 %
  • (d) Atrazin 90 %
  • (e) Cyanazin 90 %
  • (f) Dalapon-Na 80 %
  • (g) Simazin 15,3 %
  • Amitrol 5,3 %
  • und Dalapon-Na 20,8 %
  • (h) Fluometuron 80 %
  • (i) Methazol 80 %
  • (j) Metoxuron 80 %
  • (k) Norflurazon 80 %
  • (l) Oryzalin 85 %
  • (m) Hexazinon 85 %
  • (n) Hexazinon und 15 %
  • Diuron 50 %
  • (o) Metribuzen 75 %
  • (p) Thiram 80 %
  • (q) Azinphos-Methyl 35 % - 50 %
  • (r) Metiram und 60 %
  • Nitrothal-Isopropyl 12,5 %
  • (s) Propargit 30 %

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung von wasserdispergierbaren Granalien, die als Wirkstoff eine landwirtschaftliche Chemikalie enthalten, wobei der genannte Wirkstoff ausgewählt ist aus Herbiziden und/oder Fungiziden und/oder Insektiziden, bei dem man die gewünschten Bestandteile, die einen Wirkstoff aus wenigstens einer landwirtschaftlichen Chemikalie und eine Tensidkomponente umfassen, in Gegenwart von Wasser mischt, um eine extrudierbare Naßmischung zu bilden, die Naßmischung extrudiert und die nassen Extrudate in einer Vorrichtung vom Drehschüsseltyp für einen Zeitraum von wenigstens 30 s rollt, wobei die Trommel mit einer Geschwindigkeit im Bereich von 1 bis 100 U/min rotiert, um die Extrudate unter Bildung von Granalien zu brechen, sowie gegebenenfalls die Granalien trocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Wirkstoffkomponente von 1 bis 99 Gew.-% des Trockengewichts der Zusammensetzung bildet und die Tensidkomponente von 0.1 bis 20 Gew.-% des Trockengewichts der Zusammensetzung bildet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Bestandteile einen Füllstoff umfassen, der in einer Menge von 1 bis 99 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung vorhanden ist.
4. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Bestandteile so naßgemischt werden, daß eine extrudierbare Naßmischung von teigähnlicher Konsistenz gebildet wird.
5. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das Wasser in der Naßmischung in einer Menge vorhanden ist, die ausreicht, die Tensidkomponente zu mobilisieren und eine Granalienbildung durch Extrusion zu ermöglichen, jedoch nicht ausreicht, eine Agglomeration einmal gebildeter Granalien zu bewirken.
6. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem das Wasser in der Naßmischstufe des Verfahrens in einem Verhältnis von 10 bis 30 l pro 100 kg der Trockenmischung vorhanden ist.
7. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Extrudierstufe das Extrudieren der Naßmischung durch solche Öffnungen umfaßt, daß Extrudate mit einem Durchmesser im Bereich zwischen 300 und 1000 um erzeugt werden.
8. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Extrudate so gerollt werden, daß sie auf eine Länge von nicht mehr als der dreifache Durchmesser gebrochen werden.
9. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem wenigstens 95 Gew.-% der Ganulatzusammensetzung Granalien einer Größe umfassen, die durch ein 1700 um - Sieb hindurchgehen, jedoch von einem 300 um - Sieb zurückgehalten werden.
10. Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Formulierung von landwirtschaftlichen Chemikalien, daß die Dispergierung der nach dem Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 9 hergestellten Granalien in Wasser umfaßt, um eine Suspension des Wirkstoffs zu erzeugen.
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