DE3734994A1 - Verfahren und einrichtung zum vollautomatischen trocknen von gereinigten gegenstaenden - Google Patents
Verfahren und einrichtung zum vollautomatischen trocknen von gereinigten gegenstaendenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine Einrichtung zur
Durchführung dieses Verfahrens. Der Einsatz eines derartigen
Verfahrens bzw. einer derartigen Einrichtung ist vielfältig
und reicht beispielsweise von Teile-Reinigungsautomaten bis
zu Auto-Waschanlagen.
Um z.B. Schwaden, die in Einkammer-Reinigungsautomaten für
die Industrie zum Trocknen von heißgereinigten Teilen beim
Erhitzen der Reinigungsflüssigkeit über 50°C entstehen,
abzusaugen, sowie die gereinigten Teile in der Reinigungs
kammer zu trocknen, werden in direkter Absaugung Hochleist
ungsgebläse mit vorgeschaltetem Lufterhitzer und Rotor für
die Luftumwälzung in Verbindung mit Kompensationseinheiten,
z.B. Gehäusen, die Kondensatabfangbleche und/oder Klappen
besitzen, eingesetzt und die Abluft wird über Dach mittels
Abzugsventilator abgesaugt. Eine derartige Luftabsaugung nach
außen ist, da in der Regel die Schwaden Schadstoffe, z.B.
Laugen enthalten, in Hinblick auf die in Kauf zu nehmende
Luftverschmutzung unerwünscht bzw. unzulässig, ferner aber
auch energieintensiv.
Ein weiteres Anwendungsgebiet vorliegender Erfindung betrifft
Auto-Waschanlagen. Die Gebläse derartiger Waschanlagen, die
zum Trocknen der Autos im unmittelbaren Anschluß an den
Waschvorgang eingesetzt werden, erzeugen ein sehr lautes
Geräusch, so daß Betreiber dieser Anlagen häufig die zulässi
gen Geräuschwerte überschreiten. Dies bringt mit sich, daß
derartige Anlagen an bestimmten Stellen überhaupt nicht
errichtet werden können, daß solche Anlagen an anderen
Stellen nur zu bestimmen Zeiten betrieben werden dürfen, daß
streitige Auseinandersetzungen mit den Anliegern unvermeidbar
sind und daß demzufolge erhebliche Aufwendungen für eine
Geräuschdämpfung vorgenommen werden müssen, falls dies
überhaupt möglich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, das Kondensieren
von Schwaden bzw. Dampf mit besonders einfachen baulichen
Mitteln, einem hohen Wirkungsgrad sowie wartungs- und
lärmfrei durchzuführen, wobei die gesetzlichen Bestimmungen
in bezug auf die Luftreinhaltung erfüllt bleiben müssen,
sowie eine vollautomatisch arbeitende Trocknungseinheit mit
möglichst hoher Energieeinsparung zu schaffen und eine
Schwadenabsaugung überflüssig zu machen.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des
Kennzeichens des Anspruches 1 und des Anspruches 3 erreicht.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche 2 und 4.
Bei herkömmlichen Trocknereinheiten wird Heißluft von 50
-110°C durch die zu trocknenden Teile geblasen; diese
Heißluft nimmt die Feuchtigkeit von den Teilen mit und die
feuchtwarme Abluft wird nach außen abgegeben. Eine derartige
Methode ist außerordentlich kostenintensiv, weil die Energie
der heißen durch Brennstoffe erzeugten Trocknungsluft nicht
weiter genutzt wird.
Bei Trocknungseinheiten mit geschlossenem Kreislauf und
Entfeuchter wird im Gegensatz hierzu die Trocknungsluft auf
etwa 40-80°C bei relativer Feuchtigkeit von 10-20%
gehalten und mit Hilfe eines Gebläses durch die zu trocknen
den Teile geführt. Aufgrund der geringen Feuchtigkeit nimmt
der Trocknungsluftstrom weitere Feuchtigkeit auf. Diese
feuchwarme Luft wird nun nicht, wie im Falle eines offenen
Systems, abgeführt, was einen erheblichen Energieverlust
bedeuten würde, sondern bei der Trocknungseinrichtung nach
der Erfindung mit geschlossenem Kreislauf wird im Umluftver
fahren diese Abluft hoher Feuchtigkeit bis zu 95% und einer
Temperatur von etwa 25-30° dem Entfeuchter zugeführt. Der
Entfeuchter umfaßt ein Kühlaggregat, in welchem die feuchte
Warmluft gekühlt und die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit
im wesentlichen als Kondenswasser abgeführt wird, und einen
Wärmetauscher, ggfs. mit Heizvorrichtung, in welchem der
gekühlte und gereinigte Luftstrom angewärmt und von dort dem
Gebläse als getrocknete, angewärmte Luft zur Weiterleitung in
die Reinigungskammer zugeführt wird. Zur Anwärmung der
gekühlten und gereinigten Luft im Wärmetauscher wird vorzugs
weise die bei der Kondensation entstehende Verdunstungswärme
benutzt, mit der die Luft vor dem Austritt aus dem Entfeuch
ter wieder bei einer relativ geringen Feuchte von 10-20%
auf die gewünschte Temperatur von 40°C und darüber erhitzt
und die erhitzte Luft im geschlossenen Kreislauf wieder zur
Trocknung der Teile in der Reinigungskammer verwendet wird.
Der erfindungsgemäße Trockner arbeitet somit in einem
geschlossenen System im Umluftverfahren, bei dem die feuchte
Luft der Kammer entzogen und getrocknete Luft in den Kreis
lauf zugeführt wird. Zwangsläufig wird durch Kondensation,
die durch Kaltwasserzuspeisung erzielt wird, die gleiche
Menge an Heißwasser auf ca. 50° erhitzt zurückgewonnen;
dieses Heißwasser wird zum Befüllen der Laugenbehälter, zur
Klarwassernachspülung bei Kunststoff- oder Buntmetallteilen
bzw. nach eventueller Eisenphosphatierung verwendet.
Aufgrund einer derartigen Umluft-Entfeuchtungsvorrichtung
kann auf eine Schwadenabsaugvorrichtung verzichtet werden, so
daß damit erhebliche und entscheidende Einsparungen erzielt
werden können. Gegenüber der bisherigen Methode eines
Hochleistungsgebläses mit Lufterhitzer und Luftumwälzung
durch Gebläse, bei der ein Energiebedarf im Falle eines
speziellen Einkammer-Reinigungsautomaten von 17,5 kW benötigt
wird, beträgt bei der Trocknungsvorrichtung nach der Erfin
dung der Energiebedarf lediglich etwa 3 kW und es werden ca.
120 l Frischwasser bei Dauerbetrieb pro Stunde benötigt.
Ein weiterer Vorteil einer derartigen Umluft-Entfeuchtungs
vorrichtung ist darin zu sehen, daß diese Vorrichtung
praktisch lärmfrei arbeitet, weil auf ein Gebläse, das einen
hohen Lärmpegel erzeugt, vollständig verzichtet werden kann.
Dies ist insbesondere bei größeren Anlagen und für bestimmte
Anwendungsfälle von ausschlaggebender Bedeutung, beispiels
weise bei Auto-Waschanlagen und Auto-Waschstraßen, bei denen
Hochleistungsgebläse mit einer sehr hohen Lärmbelastung durch
eine entsprechende, lärmfreie Vorrichtung ersetzt werden
können. Bei derartigen Waschanlagen und ähnlichen Reinigungs
anlagen oder -automaten können mehrere Umluft-Entfeuchtungs
vorrichtungen im Parallelbetrieb eingesetzt werden, um eine
ausreichende Leistung bei vertretbarem Aufwand zu erzielen.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeich
nung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt:.
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Trocknungseinrich
tung nach der Erfindung im Blockschaltbild, und
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Entfeuchtungsvor
richtung im Blockschaltbild.
Ein Einkammer-Reinigungsautomat ist in Fig. 1 schematisch
durch die Reinigungskammer 1 angedeutet, von der eine Rohrlei
tung 2 zu einer Entfeuchtungsvorrichtung 3 führt, aus der
Kondenswasser in eine Auffangwanne 4 geleitet wird. Von der
Entfeuchtungsvorrichtung 3 gelangt über eine Rohrleitung 5
angewärmte, getrocknete und gereinigte Luft in das Gebläse 6,
von wo die trockene Luft durch eine Rohrleitung 7 in die
Reinigungskammer zur Trocknung der darin befindlichen, zu
trocknenden Teile geblasen wird. Durch die Rohrleitung 2 wird
feuchte Warmluft aus der Reinigungskammer 1 abgezogen, durch
die Rohrleitung 7 wird trockene Luft in die Reinigungskammer
1 eingeführt.
Die Entfeuchtungsvorrichtung 3 ist bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 so ausgebildet, daß sie eine
Kühlvorrichtung 8, z.B. einen Rohrkühler, aufweist, in den
die feuchte, mit Schadstoffen behaftete oder Schwaden
enthaltende Warmluft eingeführt und darin gekühlt wird. Über
einen Ablauf am Boden gelangt das Kondenswasser in die
Auffangwanne 4. Aus der Kühlvorrichtung 8 gelangt trockene
Luft in die Heizvorrichtung 9 bzw. einen Wärmetauscher, der
zweckmäßigerweise als Lamellenwärmetauscher ausgebildet ist,
und die trockene, angewärmte Luft gelangt in das Gebläse 6,
das die trockene Luft durch die Rohrleitung 7 fördert, so daß
das Gebläse 6 im geschlossenen Kreislauf die Luft durch die
Rohrleitung 2, die Entfeuchtungsvorrichtung 3 und die
Rohrleitung 7 durch die Reinigungskammer führt.
Claims (7)
1. Verfahren zum Heißlufttrocknen von in Reinigungsflüssig
keit gereinigten Gegenständen aus Metall, Metallblech,
Kunststoff oder dergl. in Reinigungskammern von Reini
gungsautomaten oder Reinigungsanlagen,
dadurch gekennzeichnet, daß in einem geschlossenen
Trocknungskreislauf die aus der Reinigungskammer stammen
de feuchte Abluft einem Entfeuchter zugeführt wird, daß
die gekühlte und gereinigte Luft bei niedriger relativer
Feuchte wieder erwärmt und die erwärmte trockene Luft
anschließend erneut in den Kreislauf ein- sowie in die
Reinigungskammer zurückgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die bei der Kondensation entstehende Verdunstungswärme
zur Aufheizung des Kondensatwassers zusammen mit zuge
speistem Kaltwasser benutzt wird, und daß dieses Heiß
wasser zum Füllen der Laugenbehälter, zur Klarwasser
nachspülung, etc. im Reinigungsautomaten bzw. in der
Reinigungsanlage verwendet wird.
3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 oder 2, gekennzeichnet durch eine mit der Reinigungs
kammer (1) des Reinigungsautomaten bzw. der Reinigungs
anlage über eine Rohrleitung (2) verbundene Entfeuch
tungsvorrichtung (3), in der die feuchte Warmluft gekühlt
und gereinigt, Kondenswasser abgeleitet und die gekühlte
und gereinigte Luft angewärmt wird, und ein mit der
Entfeuchtungsvorrichtung (1) verbundenes Gebläse (6), das
die angewärmte, getrocknete Luft über eine Rohrleitung
(7) der Reinigungskammer (1) zuführt.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Entfeuchtungsvorrichtung (6) einen Rohrkühler (8) und
einen Wärmetauscher (9) aufweist.
5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Reinigungsautomat ein Einkammer-Reinigungs
automat ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Reinigungsanlage eine Auto-Waschanlage ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3, 4 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß bei Verwendung in Verbindung mit
einer Reinigungsanlage mehrere Entfeuchtungsvorrichtungen
im Parallelbetrieb vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873734994 DE3734994A1 (de) | 1987-07-31 | 1987-10-15 | Verfahren und einrichtung zum vollautomatischen trocknen von gereinigten gegenstaenden |
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| DE (1) | DE3734994A1 (de) |
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- 1987-10-15 DE DE19873734994 patent/DE3734994A1/de not_active Withdrawn
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