DE3705571A1 - Sitz fuer ein fahrzeug, insbesondere kraftfahrzeug - Google Patents
Sitz fuer ein fahrzeug, insbesondere kraftfahrzeugInfo
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- B60R22/18—Anchoring devices
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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- B60N2/2356—Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable the back-rest being adjustable by gear-pawl type mechanisms with internal pawls
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Sitz für ein Fahrzeug, insbesondere
Kraftfahrzeug, mit einem Sitzteil, das über einen Verstellbeschlag mit
einer neigungsverstellbaren Rückenlehne verbunden ist, wobei zumindest
untere Haltepunkte eines Sicherheitsgurtsystems unmittelbar am Sitz be
festigt sind.
Bei einem bekannten Sitz der eingangs genannten Gattung (DE-OS 23 53 521)
sind die beiden unteren Haltepunkte fest mit oberen Führungsschienen des
Sitzes verbunden. Um die bei einer starken Verzögerung des Fahrzeuges am
Sicherheitsgurt auftretenden Belastungen funktionsgerecht über die unteren
Haltepunkte in die Führungsschienen übertragen zu können, müssen die
Führungsschienen entsprechend verstärkt werden, was zu einer Gewichts
erhöhung führt. Außerdem wirken zusätzliche Kräfte auf das Sitzgestell und
die Führungsschienen. Ferner ist zur Unterbringung der beiden, den Sitz
seitlich überragenden Haltepunkte in Fahrzeugquerrichtung ein großer
Bauraum erforderlich.
Bei einem anderen bekannten Sitz (DE-OS 30 07 645) ist zusätzlich zu den
unteren Haltepunkten auch der obere Haltepunkt unmittelbar am Sitz be
festigt. Da der obere Haltepunkt mit relativ großem Abstand zur Drehachse
der Rückenlehne verläuft, entstehen bei einer starken Fahrzeugverzögerung
große Momente, die von der Rückenlehne über die Verstellbeschläge in das
Sitzteil übertragen werden müssen. Um diese Momente einwandfrei aufnehmen
zu können, müssen insbesondere die Verstellbeschläge entsprechend groß
dimensioniert werden.
Aus der DE-OS 32 07 189 ist ein Sitz für ein Fahrzeug bekannt, wobei
zwischen dem Sitzteil und der Rückenlehne ein als Rastbeschlag ausge
bildeter Verstellbeschlag angeordnet ist, der ein erstes Zahnsegment und
ein mit diesem zusammenwirkendes zweites Zahnsegment umfaßt.
Aufgabe der Erfindung ist es, an einem Sitz solche Vorkehrungen zu
treffen, daß die an der Rückenlehne und an den unteren Haltepunkten des
Sicherheitsgurtsystems infolge einer Verzögerung des Fahrzeuges auf
tretenden Belastungen sicher aufgenommen und in die Karosserie übertragen
werden können. Ferner sollen die Verstellbeschläge hohe Kräfte aufnehmen
können und bei einfachem Aufbau wenig Bauraum beanspruchen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Weitere, die Erfindung in vorteilhafter Weise ausge
staltende Merkmale enthalten die Unteransprüche.
Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile sind darin zu sehen,
daß durch die Ausbildung des Verstellbeschlages als Rastbeschlag und die
direkte Anbindung der unteren Haltepunkte an Funktionselemente des
Rastbeschlages bei einer Gurtbelastung die Funktion der Verstellbeschläge
verbessert wird, da die Anpreßkraft zwischen den Verzahnungen der beiden
Zahnsegmente mit steigender Gurtkraft erhöht wird. Somit können hohe
Belastungen von der Rückenlehne über die Verstellbeschläge in das Sitzteil
und danach in die Karosserie übertragen werden, wodurch eine hohe Sicher
heit für den Insassen erzielt wird.
Durch die direkte Krafteinleitung unmittelbar in den Verriegelungs
mechanismus des Verstellbeschlages ist keine zusätzliche Verstärkung des
Sitzteiles bzw. der Rückenlehne erforderlich (Gewichtsersparnis).
Da die Kräfte direkt in den Verstellbeschlag eingeleitet werden, entstehen
auch keine zusätzlichen Biegemomente am Sitzrahmen. Ferner wird durch die
Integration der Haltepunkte in den Verstellbeschlag der erforderliche Bau
raum in Fahrzeugquerrichtung reduziert.
Durch die an der Steuerplatte angeordnete schwenkbare Klinke, die bei
einer Gurtbelastung mit einer Ausnehmung des vorderen Anschlages der
Grundplatte zusammenwirkt, wird eine zusätzliche Verriegelung des Ver
stellbeschlages geschaffen, was insbesondere bei einem Heck-Crash vor
teilhaft ist.
Darüber hinaus wird durch die Integration der unteren Haltepunkte in den
Verstellbeschlag ein Gegenmoment zur Rückenlehne erzeugt, d. h., die
Verstellbeschläge müssen lediglich die Differenz zwischen diesen beiden
Momenten aufnehmen und werden hierdurch entlastet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Schrägansicht von vorne auf einen Kraftfahrzeugsitz mit
einem integrierten Sicherheitsgurtsystem,
Fig. 2 eine Teilansicht des Sitzes mit dem Verstellbeschlag
und der Anordnung der unteren Haltepunkte,
Fig. 3 einen Ausschnitt X der Fig. 2 mit entriegelter Rückenlehne,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in größerem Maßstab,
Fig. 5 eine Ansicht in Pfeilrichtung R der Fig. 2.
Der in Fig. 1 dargestellte Sitz 1 für ein Kraftfahrzeug, ein Flugzeug
oder dergleichen umfaßt ein Sitzteil 2, das unter Vermittlung von beid
seitig angeordneten Verstellbeschlägen 3 mit einer neigungsverstellbaren
Rückenlehne 4 verbunden ist. Ein oberer Abschnitt 5 der Rückenlehne ist
als feststehende Kopfstütze 6 ausgebildet. Das Sitzteil 2 ist unter Ver
mittlung von sich in Fahrzeuglängsrichtung erstreckenden Führungsschienen
7 verschiebbar am angrenzenden, nicht näher dargestellten Fahrzeugboden
gelagert. Zur Sicherung eines auf dem Sitz 1 befindlichen Fahrzeugin
sassen ist ein Sicherheitsgurtsystem 8 vorgesehen, das gemäß Fig. 1 als
Dreipunkt-Sicherheitsgurt ausgeführt ist. Das Sicherheitsgurtsystem 8
umfaßt einen Beckengurt 9 und einen Schrägschultergurt 10, die einen
gemeinsamen unteren Haltepunkt 11 besitzen. Dieser Haltepunkt 11 wird durch
eine am Gurtband verschiebbar gehaltene Schloßeinstecklasche 12 gebildet,
die in ein Schloßaufnahmeteil 13 einrastbar ist. Der Beckengurt 9 verläuft
vom Haltegurt 11 zu einem zweiten, etwa auf der gleichen Höhe angeordneten
Haltepunkt 14 auf der anderen Seite des Sitzes 1. Der Haltepunkt 14 ist als
Gurtöse ausgebildet.
Der Schrägschultergurt 10 erstreckt sich vom unteren Haltegurt 11 etwa
diagonal zur Rückenlehne 4 zu einem oberen Haltepunkt 15, der im Bereich
der Schulter eines Fahrzeuginsassen, und zwar seitlich neben der Kopf
stütze 6 an der Rückenlehne 4, angeordnet ist. Der obere Haltepunkt 15
kann als Umlenkbeschlag oder als Befestigungsbeschlag (Aufrollautomat)
ausgebildet sein. Ferner ist der obere Haltepunkt 15 in nicht näher
dargestellter Weise in Höhenrichtung verstellbar, so daß für Fahrzeug
insassen mit unterschiedlicher Größe eine optimale Einstellung des
oberen Haltepunktes 15 ermöglicht wird.
Die an beiden Längsseiten des Sitzes angeordneten Verstellbeschläge 3
sind gemäß Fig. 2 als Rastbeschläge 16 ausgebildet. Jeder Rastbeschlag 16
umfaßt ein erstes Zahnsegmet 17, ein zweites Zahnsegment 18, eine
Steuerplatte 19, eine Grundplatte 20, eine Schwenkachse 21 und eine Be
tätigungseinrichtung 22.
Die Schwenkachse 21 verbindet das Sitzteil 2 mit der Rückenlehne 4.
Gleichzeitig ist die Grundplatte 20 um diese Schwenkachse 21 drehbar
gelagert.
Gemäß Fig. 2 steht zumindest ein unterer Haltepunkt 11, 14 des Sicher
heitsgurtsystems 8 über die Steuerplatte 19 mit dem zweiten Zahnsegment
18 in Wirkverbindung, dergestalt, daß bei einer Erhöhung der auf den Gurt
einwirkenden Kraft gleichzeitig eine Erhöhung der Anpreßkraft zwischen den
Verzahnungen 23, 26 der beiden Zahnsegmente 17, 18 bewirkt wird. Das erste
Zahnsegment 17 weist eine nach oben zeigende Innenverzahnung 23 auf und
ist feststehend zwischen zwei Schalenhälften 24, 25 des Sitzteiles 2
angeordnet (Fig. 4). Die Befestigung des Zahnsegmentes 17 erfolgt bei
spielsweise durch Schweißen.
Das zweite Zahnsegment 18, das sich oberhalb des ersten Zahnsegmentes 17
erstreckt, ist mit einer korrespondierenden Außenverzahnung 26 versehen.
Darüber hinaus ist das zweite Zahnsegment 18 mit der angrenzenden Steuer
platte 19 beweglich verbunden, dergestalt, daß durch eine Schwenkbewegung
der Steuerplatte 19 ein Aus- bzw. Einrücken des zweiten Zahnsegmentes 18 in
das erste Zahnsegment 17 erfolgen kann.
Das zweite Zahnsegment 18 weist eine wesentlich geringere Länge auf als das
erste Zahnsegment 17 und ist in Richtung G-G durch einen vorderen Anschlag
27 und einen hinteren Anschlag 28 der Grundplatte 20 fixiert. Die beiden
Anschläge 27, 28 sind fest mit der Grundplatte 20 verbunden.
Das zweite Zahnsegment 18 weist auf der der Steuerplatte 19 zugekehrten
Seite eine von zwei seitlichen Wangen 30, 31 begrenzte Aussparung 29
auf, in die die Steuerplatte 19 mit ihrem untenliegenden Rand eingreift.
Die Steuerplatte 19 ist über einen Stift 32 mit dem zweiten Zahnsegment 18
verbunden, wobei der Stift 32 die beiden Wangen 30, 31 und eine Öffnung 33
des zweiten Zahnsegmentes 18 durchdringt. Die Öffnung 33 weist einen
wesentlich größeren Durchmesser auf als der Stift 32, wodurch eine
Verstellung des zweiten Zahnsegments 18 relativ zur Steuerplatte 19
ermöglicht wird (Richtung F-F). Die Länge des Stiftes 32 entspricht etwa
der Dicke des zweiten Zahnsegmentes 18.
Die durch eine Gurtöse oder ein Gurtschloß dargestellten unteren Halte
punkte 11, 14 des Sicherheitsgurtsystems 8 sind drehbar mit einem freien,
obenliegenden Ende 34 der Steuerplatte 19 verbunden, während die feder
belastete Steuerplatte 19 mit ihrem, dem Haltepunkt 11, 14 abgekehrten
unteren Ende 35 schwenkbar an der Grundplatte 20 des Rastbeschlages 16
gelagert ist. Die Steuerplatte 19 ist in der Seitenansicht gesehen, etwa
dreieckförmig ausgebildet.
Ferner greift an einem oberen Abschnitt 36 der Steuerplatte 19 ein Bowden
zug 37 der Betätigungseinrichtung 22 an. Das andere Ende des Bowdenzuges 37
wirkt mit einem an der Vorderseite des Sitzes 1 angeordneten Betätigungs
hebel 38 zusammen. Falls an beiden Längsseiten des Sitzes 1 ein Verstell
beschlag 3 angeordnet ist, sind zwei Bowdenzüge 37 vorgesehen, die mit
einem gemeinsamen Betätigungshebel 38 in Wirkverbindung stehen.
Eine Rückholfeder 39 sorgt dafür, daß die Steuerplatte 19 nach dem Ent
riegelungsvorgang des Verstellbeschlages 3 wieder nach vorne in ihre
Arbeitsstellung B verschwenkt wird. Die Rückholfeder 39 ist einerseits
an der Steuerplatte 19 eingehängt und stützt sich andererseits an der
Grundplatte 20 ab. An der Steuerplatte 19 ist oberhalb des zweiten Zahn
segmentes 18 zumindest eine schwenkbare Klinke 40 vorgesehen, die bei
verriegeltem Verstellbeschlag 3 mit ihrem freien Ende 41 in eine Ausnehmung
42 des vorderen Anschlages 27 eingreift und somit eine zusätzliche
Verriegelung des Verstellbeschlages 3 bewirkt. Es besteht jedoch die
Möglichkeit, daß beiderseits der Steuerplatte 19 jeweils eine Klinke 40
angeordnet ist, die mit einer korrespondierenden Ausnehmung 42 zusammen
wirkt. Jede Klinke 40 besteht aus zwei stumpfwinkelig aneinandergesetzten
Abschnitten. Der mit seinem freien Ende 41 in die Ausnehmung 42 ein
greifende Abschnitt 50 liegt dabei an der Oberseite des zweiten Zahn
segmentes 18 an. Der Drehpunkt 43 der Klinke 40 liegt benachbart einer
Hilfslinie 44, die die Schwenkachse 21 des Verstellbeschlages 3 mit dem
Mittelpunkt des Stiftes 32 miteinander verbindet.
Die Grundplatte 20 ist hohlträgerartig ausgebildet und umfaßt zwei mit
Abstand zueinander angeordnete, plattenförmige Elemente 45, 46, die sich
innerhalb der Schalenhälften 24, 25 des Sitzteiles 2 erstrecken (Fig. 4).
Die Grundplatte 20 ist in einem wesentlichen Teilbereich ihres Umfangs ge
schlossen ausgebildet. Im unteren Bereich weist sie eine Öffnung zum
Hindurchführen des zweiten Zahnsegmentes 18 auf.
Der Abstand A 1 zwischen einer Drehachse 47 einer Steuerplatte 19 und einer
Drehachse 48 des unteren Haltepunktes 11, 14 ist wesentlich größer als der
Abstand A 2 zwischen der Drehachse 47 der Steuerplatte 19 und der Mittel
achse 49 des Stiftes 32 des zweiten Zahnsegmentes 18. Hierdurch wird eine
Übersetzung erzielt, d. h., wenn am unteren Haltepunkt 11, 14 eine Kraft
von etwa 10 bis 12 KN wirkt, dann tritt zwischen den Verzahnungen 23, 26
der beiden Zahnsegmente 17, 18 eine Anpreßkraft in zwei- bis vierfacher
Höhe auf, die die beiden Zahnsegmente 17, 18 gegeneinander preßt.
Der Rastbeschlag weist folgende Funktion auf:
Bei verriegelter Rückenlehne 4 greift das zweite Zahnsegment 18 in das
feststehende erste Zahnsegment 17 ein. Gleichzeitig ragen die Klinken
40 mit ihren freien Enden 41 in die korrespondierenden Ausnehmungen 42
des vorderen Anschlages 27 hinein. Der Betätigungshebel 38 befindet sich in
der etwa horizontal verlaufenden Ruhestellung D. Bei einer Verzögerung des
Fahrzeuges wird der angeschnallte Fahrzeuginsasse gegen den Beckengurt 9 und
den Schrägschultergurt 10 gedrückt, wodurch an den beiden unteren Halte
punkten 11, 14 jeweils eine entsprechende Kraft (Zugkraft) auf die
Steuerplatte 19 des Verstellbeschlages 3 wirkt. Die schwenkbar gelagerte
Steuerplatte 19 wird entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, so daß durch
die Übersetzung die Anpreßkraft zwischen den Verzahnungen 25, 26 der beiden
Zahnsegmente 17, 18 entsprechend erhöht wird.
Zum Verstellen der Rückenlehne 4 wird der Betätigungshebel 38 nach oben in
seine Gebrauchsstellung E verschwenkt. Durch die Bowdenzüge 37 werden die
jeweiligen Steuerplatten 19 im Uhrzeigersinn gedreht, so daß die Klinken
40 außer Eingriff mit den vorderen Anschlägen 27 gelangen. Danach rückt
das zweite Zahnsegment 18 aus dem ersten Zahnsegment 17 aus und die
Rückenlehne 4 läßt sich in gewünschter Weise verstellen. Gemäß Fig. 3 nimmt
die Steuerplatte 19 bei entriegeltem Verstellbeschlag 3 eine Lage C
ein. Auf die Rückenlehne 4 wirkt bei entriegeltem Verstellbeschlag 3 eine
durch ein nicht näher gezeigtes Federelement erzeugte Kraft ein, die
bestrebt ist, die Rückenlehne 4 nach vorne in Richtung des Rückens des
Fahrzeuginsassen zu bewegen.
Claims (13)
1. Sitz für ein Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug, mit einem Sitzteil,
das über einen Verstellbeschlag mit einer neigungsverstellbaren Rücken
lehne verbunden ist, wobei zumindest untere Haltepunkte eines Sicher
heitsgurtsystems unmittelbar am Sitz befestigt sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Verstellbeschlag (3) in an sich bekannter Weise als Rast
beschlag (16) ausgebildet ist, der ein erstes Zahnsegment (17) und ein mit
diesen zusammenwirkendes zweites Zahnsegment (18) umfaßt, und daß
wenigstens ein unterer Haltepunkt (11, 14) des Sicherheitsgurtsystems (8)
über eine Steuerplatte (19) des Rastbeschlages (16) mit dem zweiten
Zahnsegment (18) in Wirkverbindung steht, dergestalt, daß die bei einer
Verzögerung des Fahrzeuges an den unteren Haltepunkten (11, 14) auftretende
Kraft (Zugkraft) eine Erhöhung der Anpreßkraft zwischen den Verzahnungen
(23, 26) der beiden Zahnsegmente (17, 18) des Rastbeschlages (16) bewirkt.
2. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Zahnsegment
(17) feststehend ausgebildet und am Sitzteil (2) angeordnet ist.
3. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Zahnsegment
(18) beweglich ausgebildet und mit der Steuerplatte (19) verbunden ist.
4. Sitz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Zahnsegment
(18) in Richtung (F-F) bewegbar ist, wogegen es in Richtung (G-G) fixiert
und zwischen einem vorderen Anschlag (27) und einem hinteren Anschlag (28)
aufgenommen wird.
5. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Haltepunkt
(11, 14) drehbar mit einem freien, obenliegenden Ende (34) der Steuerplatte
(19) verbunden ist, während die federbelastete Steuerplatte (19) mit ihrem,
dem Haltepunkt (11, 14) abgekehrten Ende (35) schwenkbar an einer Grund
platte (20) des Rastbeschlages (16) gelagert ist.
6. Sitz nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
vordere Anschlag (27) und der hintere Anschlag (28) fest mit der Grund
platte (20) verbunden sind.
7. Sitz nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Grundplatte (20) hohlkörperartig ausgebildet ist.
8. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Zahnsegment
(18) auf der der Steuerplatte (19) zugekehrten Seite eine Aussparung (29)
aufweist, in die die Steuerplatte (19) abschnittsweise hineinragt.
9. Sitz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Zahnsegment
(18) über einen Stift (32) mit der Steuerplatte (19) verbunden ist, wobei
der das zweite Zahnsegment (18) durchdringende Stift (32) mit einer einen
größeren Durchmesser als der Stift (32) aufweisenden Öffnung (33) der
Steuerplatte (19) zusammenwirkt.
10. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Steuerplatte
(19) oberhalb des zweiten Zahnsegmentes (18) zumindest eine schwenkbar
gelagerte Klinke (40) angeordnet ist, die bei einer Gurtbelastung auf die
Oberseite des zweiten Zahnsegmentes (18) drückt und mit einem freien Ende
(41) in eine korrespondierende Ausnehmung (42) des vorderen Anschlags (27)
der Grundplatte (20) eingreift.
11. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem
Haltepunkt (11, 14) verbundene Steuerplatte (19) von der Grundplatte (20)
umschlossen ist.
12. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Haltepunkt
(11, 14) des Sicherheitsgurtsystems (8) durch eine Gurtöse oder ein
Gurtschloß dargestellt ist.
13. Sitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand A 1
zwischen der Drehachse (47) der Steuerplatte (19) und der Drehachse (48)
des unteren Haltepunktes (11, 14) wesentlich größer ist als der Abstand A 2
zwischen der Drehachse (47) der Steuerplatte (19) und der Mittelachse des
Stiftes (32) des zweiten Zahnsegmentes (18).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873705571 DE3705571A1 (de) | 1987-02-21 | 1987-02-21 | Sitz fuer ein fahrzeug, insbesondere kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873705571 DE3705571A1 (de) | 1987-02-21 | 1987-02-21 | Sitz fuer ein fahrzeug, insbesondere kraftfahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3705571A1 true DE3705571A1 (de) | 1988-09-01 |
Family
ID=6321467
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873705571 Withdrawn DE3705571A1 (de) | 1987-02-21 | 1987-02-21 | Sitz fuer ein fahrzeug, insbesondere kraftfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3705571A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19622157A1 (de) * | 1996-06-01 | 1997-12-04 | Faure Bertrand Sitztech Gmbh | Kraftfahrzeugsitz mit Neigungsverstellvorrichtung für die Rückenlehne und Zusatzsicherungseinrichtung |
| FR2782961A1 (fr) * | 1998-09-09 | 2000-03-10 | Faure Bertrand Sitztech Gmbh | Siege de vehicule automobile reglable en hauteur |
| WO2012073105A1 (en) | 2010-12-01 | 2012-06-07 | Société Industrielle Et Commerciale De Matériel Aéronautique | Seat belt attachment for aircraft seat |
-
1987
- 1987-02-21 DE DE19873705571 patent/DE3705571A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
| 8141 | Disposal/no request for examination |