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DE3750369T2 - Arzneimittelzusammensetzungen. - Google Patents

Arzneimittelzusammensetzungen.

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DE3750369T2
DE3750369T2 DE3750369T DE3750369T DE3750369T2 DE 3750369 T2 DE3750369 T2 DE 3750369T2 DE 3750369 T DE3750369 T DE 3750369T DE 3750369 T DE3750369 T DE 3750369T DE 3750369 T2 DE3750369 T2 DE 3750369T2
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insulin
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lipid
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EURASIAM LAB
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Zusammensetzungen zur oralen Verabreichung proteinartiger Substanzen in biologisch aktiver Form und Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung derselben. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere Zusammensetzungen für die Behandlung von Diabetes durch die orale Verabreichung von Insulin.
  • Viele Arzneimittel, Medikamente und Therapien werden parenteral verabreicht, da sie im Magen und Magendarmtrakt abgebaut oder nicht hinreichend resorbiert werden und daher nicht oral verabreicht werden können. So wird zum Beispiel, wie unten noch ausführlich erläutert wird, Insulin vielen Patienten, die an Diabetes mellitus leiden, durch subkutane Einspritzung verabreicht.
  • Diabetes mellitus ist eine chronische Störung, die den Kohlenhydrat-, Fett und Proteinmetabolismus betrifft. Sie ist gekennzeichnet durch Hyperglykämie und Glukosurie, die von einer fehlerhaften oder ungenügenden Insulinsekretion herrühren. Es existieren zwei Hauptvarianten der Krankheit. Die Anzahl von Patienten, bei denen Diabetes diagnostiziert wurde, wird allein in den Vereinigten Staaten auf 10 Millionen geschätzt, und es wird angenommen, daß diese Zahl mit einer Rate von 6% pro Jahr anwächst.
  • Eine Variante, die bei etwa 10 Prozent aller idiopathischen Diabetiker auftritt, wird als insulinabhängiger Diabetes mellitus ("IDDM") oder juveniler Diabetes bezeichnet. Diese Variante tritt häufig erstmals in der Jugend in Erscheinung und ist gekennzeichnet durch einen fortschreitenden Verlust der insulinsekretorischen Funktion der Betazellen oder des Pankreas und somit durch eine fortschreitende "Abhängigkeit" von exogenem Insulin zur Aufrechterhaltung des Kohlenhydratstoffwechsels. (Dieses Merkmal wird von den nicht-idiopathischen oder "sekundären" Diabetikern geteilt, deren Leiden auf eine Pankreaserkrankung zurückzuführen ist.) Die zweite Variante des idiopathischen Diabetes mellitus wird als insulinunabhängiger Diabetes mellitus ("NIDDM") oder Erwachsenen-Diabetes bezeichnet und macht den Rest der idiopathischen Diabetes-Population aus.
  • Allen Diabetikern ist ungeachtet ihres genetischen oder umweltbedingten Hintergrundes oder des Alters, bei dem die Krankheit zum Ausbruch kam, ein scheinbares Fehlen von Insulin oder eine mangelhafte Insulinfunktion gemeinsam. Da der Transport von Glucose aus dem Blut zum Muskel und Fettgewebe insulinabhängig ist, fehlt den Diabetikern die Fähigkeit, Glucose richtig zu nutzen. Überdies ist, da die Glycogenolyse gewöhnlich durch Insulin gehemmt wird, die Geschwindigkeit der Glycogenolyse bei den Diabetikern erhöht. Diese beiden "Abweichungen" von den normalen Stoffwechselvorgängen führen zu einer Akkumulation von Glucose im Blut (Hyperglykämie) bis zu einem Punkt, an dem die renale Giucoseresorptionskapazität überschritten wird und Glukosurie auftritt. Somit werden die Fettsäuren, die aus den im Fettgewebe gespeicherten Triglyceriden stammen, für die Diabetiker zur Hauptenergiequelle.
  • In der Leber werden die Fettsäuren zu Ketonkörpern oxidiert, die zirkulieren und vom Gewebe als eine Energiequeile genutzt werden. Bei den IDDM-Patienten und manchmal auch bei den NIDDM-Patienten kann die Rate der Bildung von Ketonkörpern die Rate von deren Verbrauch übersteigen, und es kann zu einer Ketose in Begleitung einer metabolischen Azidose kommen. Da Gewebe nach Glucose zu hungern scheinen, werden aus der Nahrung und dem Gewebe stammende Proteine zur Glucogenese verwendet. Anabolische Prozesse wie die Synthese von Glucogen, Triglyceriden und Proteinen werden katabolischen Aktivitäten einschließlich der Giycogenolyse, Gluconeogenese und Mobilisierung von Fetten "geopfert". So führt der Zustand des Diabetes, der seinen Ursprung in einem "einfachen" Insulindefekt hat, zu weitreichenden Stoffwechselstörungen mit einer auf lange Sicht pathologischen Wirkung auf fast alle Organe und Gewebe des Körpers. Tatsächlich ist der diabetische Zustand einer der Hauptfaktoren beim Tod durch myokardialen Infarkt, Nierenversagen, Gehirngefäßerkrankung, atherosklerotische Herzerkrankung und systemische Infektionen.
  • Der Zustand der Hyperglykämie und Glukosurie des diabetischen Leidens kann durch eine Veränderung der Ernährung, die Kontrolle des Körpergewichts und eine Anpassung der körperlichen Aktivität behoben werden. Bei einigen Diabetikern, insbesondere jenen, die an NIDDM leiden, kann der Zustand der Hyperglykämie und Glukosurie durch die orale Verabreichung von Antihyperglykämika wie Derivaten von Sulfonylharnstoffen, Sulfonamiden, Biguaniden und anderen Verbindungen behandelt werden. Für Diabetiker, die an IDDM und einem fortgeschrittenen NIDDM leiden, konzentriert sich die Therapie jedoch auf die Verabreichung von exogenem Insulin.
  • Insulin ist ein Polypeptid, das in den Langerhans-Inseln des Pankreas gebildet wird. Das Insulinmolekül wird zunächst als eine einzige Poiypeptidkette synthetisiert und wird einer derartigen Weiterverarbeitung unterworfen, daß es in seiner aktiven Form aus zwei Aminosäureketten besteht, die durch zwei Cystein-Disulfidbrücken verknüpft sind. Eine der beiden Ketten ist infolge einer dritten Disulfidbrücke über sich selbst zurückgefaltet. Das ganze Molekül hat ein Molekulargewicht von 5.734 und ist hinsichtlich der Aufrechterhaltung seiner biologisch aktiven Konformation von den Disulfidbrücken abhängig.
  • Während in der Vergangenheit exogenes Insulin überwiegend aus Rinder- und Schweinequellen gewonnen wurde, kann es seit kurzem auch durch die Technik der In-vitro-DNA-Rekombination in "humaner" Form hergestellt werden. Die Verfügbarkeit von "humanem" Insulin, das aus rekombinanten Quellen gewonnen wird, hat sich für solche Diabetiker, die eine Unverträglichkeit für Insulin tierischen Ursprungs zeigen, als sehr vorteilhaft erwiesen.
  • Dennoch liegt das größte Problem hinsichtlich einer Insulin-Therapie nicht in der Quelle des Insulins, sondern vielmehr in dem Verfahren der Einführung in den Körper. Die häufigste Methode der Verabreichung von Insulin ist die der subkutanen Injektion. Diese Methode ist unangenehm schmerzhaft und kann ihrerseits die Pathologie der Krankheit verschlimmern. Die subkutane Injektion von Insulin führt zu relativ hohen Insulinkonzentrationen im peripheren Gewebe und zu relativ geringen in der Leber zirkulierenden Konzentrationen, dem Hauptort der endogenen Insulinwirkung. Hohe Insulinkonzentrationen im peripheren Gewebe sind mit pathologischen Befunden bei Blutgefäßen (z.B. Blutgefäßverengung und Permeabilitätsveränderungen) und einer pathologischen Wirkung auf die betreffenden peripheren Gewebe, z.B. einer diabetischen Retinopathie, in Verbindung gebracht worden. Die "überschwemmende" Wirkung von subkutan verabreichtem Insulin auf die peripheren Kreislaufgewebe vermindert schließlich die zur Leber zirkulierende Insulinmenge, was wiederum erhöhte Dosisgaben erforderlich macht, um die gewünschte metabolische Wirkung zu erzielen. Aus diesen verschiedenen Gründen ist lange nach einer Alternative zur Injektion als Verabreichungsmethode von Insulin gesucht worden.
  • Als Alternative zur Injektion von Insulin haben einige Forscher ihre Bemühungen auf die intrarektale Verabreichung von Insulin mittels Suppositorium gerichtet. Das an Brahn erteilte US-Patent Nr. 2.373.625 offenbart Insulin-Suppositorien, die schwache organische Säuren wie Milchsäure oder Zitronensäure in Kombination mit einem Tensid enthalten.
  • Ebenfalls im Stand der Technik bekannt sind Insulin-Suppositorien, die eine Reihe verschiedener Bestandteile wie Saponin, Malsöl, Polyoxyethylen-9-lauryl-alkohol und Polyoxyethylenlauryl-ether verwenden. Insulin ist auch in wasserlösliche Gele auf Acrylsäurebasis und in tensidhaltige Weichgelkapseln eingeschlossen worden. Obwohl das Verfahren der intrarektaien Verabreichung einiges verspricht, sind die Bioverfügbarkeitsversuche widersprüchlich und das Verfahren unbequem.
  • Ishida et al., Chem. Pharm. Bull. 29, 810, offenbart ein Verfahren, wodurch Insulin über die bukkale Mundschleimhaut verabreicht werden kann. Insulin wurde vor der Verabreichung an die bukkale Schleimhaut mit einer Kakaobutter-Basis und einem Tensid gemischt. Versuche mit Hunden zeigen nur eine geringe Bioverfügbarkeit von so verabreichtem Insulin.
  • Andere Forscher haben sich auf die intrapulmonäre Verabreichung von Insulin konzentriert. Wigley et al., Diabetes 20, 552 (1971), offenbart die Verabreichung von Insulin mittels eines Verneblers mit 500 U/ml in einer Teilchengröße von 2 m Durchmesser. Eine hypoglykämische Antwort wurde nach 30 U/kg Körpergewicht beobachtet, was eine Gesamtbioverfügbarkeit von grob 7 bis 16% anzeigt. Yoshida et al., J. Pharm. Sci. 68, 670 (1979), offenbart eine intrapulmonäre Verabreichung von Insulin in Kombination mit Laktose und Acetylglycerinmonostearat, gelöst in Fluorethan. Das Aerosol induzierte eine hypoglykämische Antwort, wenn es Kaninchen in einer Menge von 2,5 U/kg Körpergewicht verabreicht wurde.
  • Ein weiteres Verfahren zur Verabreichung von Insulin, das Anlaß zur Hoffnung geben hat, ist die intranasale Verabreichung von Insulin. Hirai et al., Int. J. Pharm. 9, 165 (1981), offenbart die intranasale Verabreichung von Insulin in Kombination mit einem Tensid wie einer Natriumglykocholat-Lösung. Nagai et al., Journal of Controlled Release 1,15 (1984), offenbart eine hohe Bioverfügbarkeit von Insulin bei einer intranasalen Verabreichung an Hunde. Bei diesem Verfahren wurde kristallines Insulin in einer 0,1 N HCl-Lösung gelöst, der ein Tensid zugesetzt wurde. Die Lösung wurde dann durch die Zugabe einer 0,01 N NaHCl-Lösung auf einen pH-Wert von 7,4 eingestellt und gefriergetrocknet. Die Lösung wurde dann vor ihrer nasalen Verabreichung mit kristalliner Cellulose gemischt.
  • Bei der Suche nach alternativen Methodologien zur Verabreichung von Insulin ist es die orale Verabreichung, welche die meiste Aufmerksamkeit erhalten hat. Eine Methodik zur oralen Verabreichung von Insulin wäre aus Gründen der Zuverlässigkeit und Bequemlichkeit höchst wünschenswert und würde viele der Mängel vermeiden, welche die Verfahren zeigen, die eine Injektion von Insulin beinhalten. Trotz der offensichtlichen Erwünschtheit von Verfahren zur oralen Insulinverabreichung haben zwei Hauptschwierigkeiten den Erfolg von Versuchen, orale Insulintherapeutika herzustellen, begrenzt.
  • Die erste Hauptschwierigkeit bei der Schaffung oraler Insulin-Therapeutika ist, daß das Insulin-Polypeptid im Magendarmtrakt durch Enzyme wie Trypsin, Chymotrypsin und andere lytische Enzyme inaktiviert wird. Das Insulin-Polypeptid ist ein relativ einfaches Peptid und wird mit seinen zwei Disulfidbrücken leicht unter den extremen Bedingungen des Magens und des Magendarmtrakts abgebaut.
  • Die zweite Schwierigkeit bei der oralen Verabreichung von Insulin ist, daß, auch wenn das Polypeptid einem Abbau im Magen und Magendarmtrakt entgeht, es nur in geringem Maße und unregelmäßig durch die gastrointestinale Membran resorbiert wird. Aufgrund seiner geringen Bioverfügbarkeit müssen hohe orale Dosen gegeben werden, um eine hypoglykämische Wirkung zu gewährleisten. Da schwankende Mengen an Insulin verfügbar werden, könnten die Vorteile einer oralen Verabreichung durch die Tatsache aufgehoben werden, daß zu geringe oder zu hohe Insulindosen eine größere Gesundheitsgefährdung darstellen können als überhaupt kein Insulin.
  • Es wurden verschiedene Versuche unternommen, die der oralen Insulinverabreichung innewohnenden Schwierigkeiten zu bewältigen. Einige dieser Versuche umfassen Bemühungen, entweder die für die Inaktivierung der Insulinfunktion verantwortlichen lytischen gastrointestinalen Enzyme zu inaktivieren oder Insulinanaloga zu schaffen, die gegen eine Inaktivierung durch solche Enzyme resistent sind. Sichiri et al., To-Nyo-Byo (Japanese Diabetes Publication) 18:619, 1975, offenbart ein Insulin-Analogon (beta-Naphthyl-azo-polystearyl-insulin), das bei oraler Verabreichung an Kaninchen mit 150 IU/kg Körpergewicht eine hypoglykämische Antwort induziert. Andere Forscher haben versucht, durch den Zusatz von Triethylamin-HCl sowie eines Tensids Alkylverbindungen von Insulin herzustellen, Teng, mündliche Präsentation beim American Diabetic Society Meeting, Mai 1983, San Antonio, Texas.
  • Versuche, den Insulinabbau durch Inaktivierung der lytischen Enzyme des Magendarmtrakts zu verhindern, sind mit einigem Erfolg verbunden. Danforth et al., Endocrinology 65, 118 (1959), offenbart eine Insulinzusammensetzung, die oral mit Isopropylfluorophosphat (einem Trypsin- und Chymotrypsininhibitor) und Indol-3-acetat (einem Inhibitor der als "Insulinase" bekannten Enzyme, die in der Leber vorkommen) verabreicht wird. Es wurde festgestellt, daß die Zusammensetzung bei oraler Verabreichung an Ratten eine hypoglykämische Wirkung induzierte. Andere Forscher haben milde (einer 3%igen Bioverfügbarkeit von Insulin entsprechend) hypoglykämische Antworten nach der oralen Verabreichung von Insulin zusammen mit pankreasinaktivierenden Mitteln offenbart (Laskowski et al., Science 127, 1115 (1958)). Wieder andere Forscher haben festgestellt, daß die orale Verabreichung von Insulin infolge der Insulininaktivierung im Magen durch Pepsin und aufgrund einer geringen Resorption durch die intestinale Membran zu einer niedrigen Bioaktivität führt (Crane et al., Diabetes 17, 625 (1968)).
  • Forscher haben außerdem versucht, die Bioverfügbarkeit von oral verabreichtem Insulin durch gemeinsame Verabreichung des Insulins mit Tensiden zu erhöhen. Die Verwendung von Tensiden wie Polyethylenglykol-1000, Monoacetylether und Natriumlaurylsulfat mit Triethylamin-HCl hat die Möglichkeit gezeigt, die Bioverfügbarkeit von Insulin bis zu einem gewissen Grad zu erhöhen, wenn auch 35 oral verabreichte Einheiten Insulin eine Wirkung auf den Blutzuckerspiegel zeigten, die der von nur 4 intravenös verabreichten Einheiten entsprach (Touitou et al., J. Pharm. Pharmacol. 32, 108 (1980)).
  • Es sind auch Anstrengungen unternommen worden, die auf die orale Verabreichung von Insulin in Verbindung mit einem Emulsionssystem gerichtet waren. Eine Gruppe von Forschern (Sichiri et al., Acta Diabet. Lat. 15,175 (1978)) offenbart, daß nach der Verabreichung eines Wasser/Öl/Wasser-Emulsionssystems mit zugesetztem Insulin an Ratten eine hypoglykämische Wirkung beobachtet wurde. Es wurde berichtet, daß eine Dosis von 250 IU/kg Körpergewicht eine Wirkung hervorrief, die der einer intramuskulär verabreichten Dosis von 10 IU/kg entsprach. Insulin wurde auch mittels anderer Emulsionssysteme unter Verwendung fettlöslicher Vitamine verabreicht, die hypoglykämische Wirkung bei Tieren wie Hunden war jedoch nur mild und nicht dosisabhängig.
  • Einige der meistversprechenden Versuche, die Bioverfügbarkeit von oral verabreichtem Insulin zu erhöhen, liegen in der Mikroverkapselung von Insulinsubstanzen. Insulin wurde in Acrylsäureestern mikroverkapselt (Sichiri et al., Acta Diabet. Lat. 15, 175 (1978)), und es wurde auch die Verwendung von hochmolekularen Polymeren offenbart. Andere Forscher haben Insulin in Liposome von verschiedenen Lipidzusammensetzungen mikroverkapselt. Insulinhaltige Liposomen wurden mit Zusammensetzungen wie Phosphatidylcholin, Cholesterin und Stearylamin; Dimyristoyl-phosphatidylcholin; Dimyristoyl-phosphatidylcholin und Cholesterin sowie mit Lecithin und Cholesterin und anderen Materialien gebildet.
  • Dobre et al., Rev. Roumanian Med.-Endocrinol. 22, 253 (1984), offenbart Verfahren zum Einschluß von Insulin in Liposomen für die orale Verabreichung. Es werden verschiedene Materialien für die Bildung von Liposomen wie Eigelb-Phosphatidylcholin, Cholesterin, Stearylamin und Dipalmitoyiphosphatidyicholin offenbart. Jedoch auch Liposomschichten können das eingeschlossene Insulin nicht völlig vor der zerstörenden Wirkung der im Magen befindlichen Salzsäure und der im Magendarmtrakt vorkommenden Enzyme wie Pepsin, Trypsin und Chymotrypsin schützen.
  • Yoshida et al., EPA 140,085, offenbart insulinhaltige Lipidvesikel-Präparate, die Lipidvesikel umfassen, welche aus einer inneren wässerigen Phase in Form einer wässerigen Lösung oder Suspension von Phospholipid bestehen.
  • Die EP-A-0 140 085 (Fujisawa) offenbart ein Medikament, das ein Lipidvesikel-Präparat umfaßt, welches durch das Mischen einer wässerigen Lösung der Suspension mit einem Phospholipid (Emulgator) und einem lipophilen Tensid hergestellt wird, wobei mindestens einer dieser Bestandteile ein Arzneimittel enthält. Dieses Arzneimittel ist nicht an die Oberfläche der Emulgator/Tensid-Teilchen gebunden, sondern in diese eingebettet. Überdies ist die Zusammensetzung nicht mit einem Lipid beschichtet.
  • Die FR-A-1 416 304 (Smith Kline & French Laboratories) offenbart eine Beschichtung mit einem Lipidmaterial zur Herstellung einer Tablette mit verzögerter Wirkstofffreigabe, wobei ein Wirkstoff und ein Bindemittel mit dem Lipidmaterial in einem leicht flüchtigen Lösungsmittel aufgebracht werden. Die so gebildete Tablette wird im Magendarmtrakt nicht aufgelöst und gewährleistet eine verzögerte Freigabe des Arzneimittels.
  • Die US-A-4 447 412 (Bilton) beschreibt die Herstellung von Zusammensetzungen zur Linderung von Verdauungsstörungen, die auf eine Pankreasschwäche zurückzuführen sind, bei welcher der Pankreasenzymextrakt und ein proteolytisches pflanzliches Enzym (proteinartige Substanzen) an verdaubare Kügelchen gebunden werden und diese Kügelchen dann beschichtet werden. Es wird nicht gesagt, daß die Kügelchen aus Emulgator oder Tensid bestehen.
  • Die vorliegende Erfindung schafft Zusammensetzungen, die zur oralen Verabreichung pharmakologisch wirksamer Mengen proteinartiger Verbindungen angepaßt sind. Überraschenderweise wurde festgestellt, daß pharmazeutische Wirkstoffe, die gegenüber einem Abbau im Magendarmtrakt empfindlich sind und durch denselben nicht erfolgreich in den Körper aufgenommen werden können, in einer solchen Weise beschichtet werden können, daß ihre Resorption in den Körper in pharmakologisch wirksamen Mengen gewährleistet ist.
  • Die verbesserten Zusammensetzungen umfassen: (a) einen pharmazeutischen Wirkstoff und (b) Lipidbeschichtungsmaterialien und können (c) enterische Beschichtungsmaterialien enthalten. Der pharmazeutische Wirkstoff ist von einer inneren Beschichtung umgeben, welche die Lipidbeschichtungsmaterialien umfaßt, und von einer äußeren Beschichtung, welche die enterischen Beschichtungsmaterialien umfaßt. Die Zusammensetzung kann lipolytische Enzyme enthalten oder mit solchen verabreicht werden. Die Zusammensetzungen können außerdem wasserlösliche Beschichtungsmaterialien, Bindemittel, Tenside, Emulgatoren, Stabilisatoren, antimikrobielle Wirkstoffe und Enzyminhibitoren enthalten.
  • In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfassen die verbesserten Zusammensetzungen: (a) einen pharmazeutischen Wirkstoff, (b) Lipoproteinmaterialien und (c) eine Lipidbeschichtung und können (d) eine wasserlösliche Beschichtung und (e) ein enterisches Beschichtungsmaterial enthalten. Der pharmazeutische Wirkstoff ist an das Lipoprotein gebunden, und das resultierende Produkt kann mit einer wasserlöslichen Beschichtung versehen werden und dann mit einer inneren Lipidbeschichtung beschichtet werden, die mit einer enterischen äußeren Beschichtung überzogen werden kann. Die Zusammensetzung kann lipolytische Enzyme enthalten oder mit solchen verabreicht werden. Die Zusammensetzungen können außerdem Bindemittel, Tenside, Emulgatoren, Stabilisatoren, antimikrobielle Wirkstoffe und Enzyminhibitoren enthalten.
  • In einer Ausführungsform der Erfindung wird Insulin mit einer Zusammensetzung gemischt, die einen Emulgator/Lösungsvermittler, ein Tensid, einen Enzyminhibitor, ein Antischaummittel und einen antimikrobiellen Wirkstoff enthält. Die Mischung wird dann mit einer Lipidbeschichtung überzogen, die Polyethylenglykolfettsäureester umfaßt. Das Material wird nun entweder nochmals mit einer enterischen Beschichtung versehen und dann in Hartgelkapseln oder Tabletten gegeben oder in eine Kapsel oder Tablette gegeben, welche anschließend beschichtet wird. Jede Tablette oder Kapsel wiegt 250 mg und enthält 16 Internationale Einheiten von kristallinem Schweineinsulin.
  • In einer anderen Ausführungsform dieser Erfindung wird Insulin mit einer Zusammensetzung gemischt, die mindestens ein Lipid, eine Aminosäure, ein Bindemittel, einen Enzyminhibitor, ein Antischaummittel und ein wasserlösliches Material enthält. Die Mischung wird dann mit einer Lipidbeschichtung überzogen, die Triglyceride, Phospholipide und Cholesterin umfaßt. Das resultierende Produkt wird dann in eine Gelkapsel gefüllt und enterisch beschichtet.
  • In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt die orale Insulin-Formel Granula mit einer Größe von etwa 2,00 mm. Vorzugsweise werden Teilchen aus Zitronensäure mit Natriumbicarbonat beschichtet, um ein Teilchen zu schaffen, das dann mit einem Lipid überzogen wird. Das resultierende Teilchen wird mit einer oralen Insulin-Formulierung und dann mit einer enterischen Lösung beschichtet.
  • In einer noch anderen Ausführungsform werden Insulinteilchen, die mit einer Lipidbeschichtung überzogen und dann enterisch beschichtet worden sind, gemeinsam mit enterisch beschichteten Teilchen aus Lipase und Gallensalz in eine Kapsel gefüllt. Vorzugsweise werden außerdem Natriumbicarbonat und Zitronensäure zur Kapsel gegeben.
  • Die Vorrichtung zur Herstellung der Zusammensetzung umfaßt einen Behälter mit einer Kammer. Am Boden der Kammer befinden sich eine perforierte rotierende Scheibe, Luftstrommittel und eine Hackeinrichtung. Über dem Boden der Kammer befinden sich Düsen. Für die Herstellung der Zusammensetzung werden Teilchen auf den Boden der Kammer gegeben und von der Hackeinrichtung zerteilt. Die Luftstrommittel bewirken, daß die Teilchen in der Kammer schweben. Durch die Düsen wird ein pharmazeutischer Wirkstoff versprüht, so daß der Wirkstoff an die Teilchen bindet. Nach dem Binden des Wirkstoffes an die Teilchen werden die gebundenen Teilchen mit einer Lipidbeschichtung überzogen, die durch die Düsen versprüht wird. Nach dem Auftrag der Lipidbeschichtung kann eine enterische Beschichtung aufgebracht werden.
  • Figur 1 ist eine mikrophotographische Aufnahme der Zusammensetzung von Beispiel 1.
  • Figur 2 ist eine mikrophotographische Aufnahme der Zusammensetzung von Beispiel 1.
  • Figur 3 zeigt einen Vergleich der venösen Serumzuckerspiegel von zwei Schweinen, wobei dem einen die Zusammensetzung von Beispiel 1 und dem anderen Actrapid verabreicht worden war. Der venöse Serumzuckerspiegel des Schweins, dem die Zusammensetzung von Beispiel 1 verabreicht worden war, ist mit "o" gekennzeichnet, und der venöse Serumzuckerspiegel des Schweins, dem Actrapid verabreicht worden war, ist mit "x" gekennzeichnet. Die x-Achse gibt die Minuten und die y-Achse gibt die Millimol Serumglucose an.
  • Figur 4 ist ein Vergleich von Tong-Shin-Insulin mit dem oralen Insulin von Beispiel 1 und mit Novo-Insulin gemäß dem Test 1-D.
  • Figur 5 ist ein Vergleich des oralen Insulins von Beispiel 1 mit regulärem injiziertem Insulin gemäß dem Test 1-E.
  • Figur 6 ist ein Vergleich des oralen Insulins von Beispiel 1 mit dem oralen Insulin von Beispiel 2 gemäß dem Test 2-B.
  • Figur 7 ist ein Vergleich des oralen Insulins von Beispiel 1 mit dem oralen Insulin von Beispiel 2 gemäß dem Test 2-B.
  • Figur 8 erläutert die Wirkung von Beispiel 6 auf Blutglucosespiegel.
  • Figur 9 ist ein Vergleich von injizierbarem Insulin versus Beispiel 6.
  • Figur 10 ist ein Vergleich von injizierbarem Insulin versus Beispiel 6.
  • Figur 11 ist ein Vergleich von injizierbarem Insulin versus Beispiel 6.
  • Figur 12 erläutert die Wirkung von Beispiel 6 auf Blutglucosespiegel.
  • Figur 13 erläutert die Wirkung von Beispiel 6 auf Blutglucosespiegel.
  • Figur 14 erläutert die Wirkung von Beispiel 6 auf Blutglucosespiegel.
  • Figur 15 ist ein Vergleich von injizierbarem Insulin versus Beispiel 6.
  • Figur 16 ist ein Vergleich von injizierbarem Insulin versus Beispiel 6.
  • Figur 17 ist ein Vergleich von injizierbarem Insulin versus Beispiel 6.
  • Figur 18 ist ein Vergleich des oralen Insulins von Beispiel 7 versus das reguläre injizierbare Insulin.
  • Die vorliegende Erfindung schafft eine Zusammensetzung, die zur oralen Verabreichung einer ausgewählten proteinartigen Verbindung in einer biologisch aktiven Form angepaßt ist. Wie oben bereits dargelegt, können viele Arzneimittel, Medikamente und Therapien nicht oral verabreicht werden, da sie im Magen und/oder Magendarmtrakt abgebaut oder nicht gut resorbiert werden. Beispiele für solche Arzneimittel umfassen unter anderem: Insulin - zur Behandlung von Diabetes; Urokinase - zur Behandlung von Thrombose; Faktor VIII - zur Behandlung von Hämophilie; Leuprolid - zur Behandlung von Prostatakrebs; Ganglioside - zur Verbesserung der Neurotransmission; Vincrostin - zur Behandlung von Krebs; Belomyein - zur Behandlung von Krebs; Adriamycin - zur Behandlung von Krebs; Lidocain - zur Behandlung von Pulsarrhythmie; und Cephalosporidine - zur Behandlung von Infektionen. Andere Arzneimittel und Medikamente werden bei oraler Verabreichung schlecht resorbiert, z.B. Gentamicin, Erythromycin, Bretyliumtosylat, Cetiedil, Cyclandelat und Chloramphenicol.
  • Für die meisten Patienten wäre die orale Verabreichung dieser Arzneimittel bequemer und für einige therapeutischer. Die vorliegende Erfindung schafft eine Zusammensetzung, welche die orale Verabreichung von proteinartigen Verbindungen, die bisher parenteral verabreicht werden mußten, in pharmakologisch wirksamen Mengen ermöglicht.
  • Zu diesem Zweck umfaßt die Zusammensetzung in einer Ausführungsform der Erfindung Teilchen, die im wesentlichen aus festen Emulgatoren und Tensiden bestehen und an deren Oberfläche mit einem Bindemittel eine ausgewählte biologisch aktive proteinartige Substanz gebunden wird. Anschließend werden die Teilchen und die proteinartige Substanz mit einer Lipidbeschichtung überzogen. Die Teilchen können einen mittieren Durchmesser von etwa 1 Mikrometer bis etwa 1/2 Millimeter aufweisen, vorzugsweise besitzen die Teilchen jedoch einen mittleren Durchmesser von etwa 1 bis etwa 100 Mikrometern. Die Lipidbeschichtung überzieht die Teilchen und die proteinartige Substanz vorzugsweise mit einer Dicke von etwa 0,05 bis 1,0 Mikrometern. Die Lipidbeschichtung kann von einer enterischen Beschichtung überzogen sein.
  • In einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird die proteinartige Substanz an Lipeproteinteilchen gebunden. Die Teilchen können einen mittleren Durchmesser von 1 Mikrometer bis 1/2 Millimeter aufweisen, vorzugsweise besitzen die Teilchen jedoch einen mittleren Durchmesser von 1 bis 100 Mikrometern. Die Teilchen werden dann mit einem wasserlöslichen Material überzogen, und das resultierende Produkt wird mit einer Lipidbeschichtung überzogen. Die Lipidbeschichtung besitzt eine Dicke von etwa 0,1 bis etwa 0,3 Mikrometern. Das resultierende Produkt kann in eine Gelkapsel eingefüllt werden und kann dann bis zu einer Dicke von etwa 0,1 Mikrometern bis etwa 0,3 Mikrometern enterisch beschichtet werden.
  • In einer weiteren Ausführungsform wird die proteinartige Substanz auf Granula aufgebracht. Die Granula werden gebildet, indem man Teilchen aus Zitronensäure (vorzugsweise 100-150 Gramm groß) mit Natriumbicarbonat und, falls gewünscht, mit einer geringen Menge an Stärke überzieht. Dann wird eine Formulierung, welche die proteinartige Substanz enthält, auf die Granula aufgebracht. Das resultierende Produkt wird dann enterisch beschichtet. Die resultierenden Granula besitzen vorzugsweise eine Größe von weniger als 2,0 mm. Physiologisch kann eine Granulagröße von weniger als 2,0 mm schnell in den Zwölffingerdarm gelangen. Durch den Einschluß der Granula in kleine Hartgelkapseln, im Gegensatz zu größeren Gelkapseln, wird die intestinale Resorption ebenfalls gesteigert. Die Verwendung von Natriumbicarbonat und Zitronensäure, entweder bei der Herstellung der Granula oder mit der Formulierung als Pulver, fördert ein schnelles Bersten und Öffnen der Kapseln oder der Granula und setzt so die proteinartige Substanz in den Zwölffingerdarm frei. Natürlich können auch andere Verbindungen dazu verwendet werden, diesen Effekt des Berstens zu fördern, wie beispielsweise Natriumcitrat und andere Bicarbonate wie zum Beispiel Kaliumbicarbonat.
  • Die enterische Beschichtung gewährleistet, daß die Zusammensetzung in den Intestinaltrakt gelangt, ohne im Magen abgebaut zu werden. Im Intestinaltrakt löst sich die Beschichtung auf. Die Lipidbeschichtung gewährleistet, daß die Zusammensetzung in das lymphatische System des Verwenders gelangt. Zu diesem Zweck verleiht die Lipidbeschichtung der Zusammensetzung eine Affinität zu den Zotten (die terminalen Öffnungen des lymphatischen Systems in der Intestinalmembran). Wenn der pharmazeutische Wirkstoff an Lipoproteinteilchen gebunden ist, fördern diese Teilchen die Resorption des Wirkstoffs in das Gewebe. Es hat sich gezeigt, daß Lipoproteine leicht durch die Zellmembran hindurchtreten und daher ein Vehikel zur Einschleusung des Wirkstoffes in das Gewebe des Verwenders bilden.
  • Zur Zeit wird angenommen, daß, wenn der pharmazeutische Wirkstoff Insulin ist, zusätzlich auch lipolytische Enzyme verabreicht werden sollten. Die lipolytischen Enzyme können mit der Zusammensetzung kombiniert werden oder in einer separaten Tablette oder Kapsel verabreicht werden. Die lipolytischen Enzyme verbessern die Resorption der lipidbeschichteten Substanz in die Zotten.
  • Es werden nun die bevorzugten Ingredienzien für die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung angegeben.
  • Proteinartige Substanz
  • Die biologisch aktive proteinartige Substanz oder die biologisch aktiven pharmazeutischen Wirkstoffe, die sich in der vorliegenden Erfindung verwenden lassen, können jene Wirkstoffe einschließen, die gegenüber einem Abbau im Magendarmtrakt empfindlich sind oder vom Magendarmtrakt schlecht in den Körper aufgenommen werden, sind jedoch nicht auf diese beschränkt. Diese Wirkstoffe umfassen Insulin, entweder vom Tier oder von einer rekombinanten Quelle, sowie andere pharmazeutische Wirkstoffe, die unter anderem Urokinase, Faktor VIII, Leuprolid, Ganglioside, Vincristin, Belomyein, Lidocain, Cephalosporidine, Gentamicin, Bretyliumtosylat, Cetiedil, Cyclandelat, Erythromycin, Chloramphenicol, Adriamycin und Streptokinase einschließen.
  • Lipidbeschichtungsmaterialien
  • Lipidbeschichtungsmaterialien, die sich in der Erfindung verwenden lassen, schließen jene chylomikronähnlichen Materialien ein, die von den Zotten des Dünndarms angezogen werden. Solche Materialien umfassen Polyethylenglykolfettsäureester, Glycerophosphatide, Phosphatidylphosphate, Eigelb-Iecithin, Ölsäure, Stearinsäure, Palmitat, Cholesterin, Mono-, Di- und Triglyceride, Cholesterinester, Eigelb-Lecithin mit einem 15-20%igen Gehalt an Phosphatidsäure, Linolsäure, Linolensäure, Laurinsäure, Phosphatidylphosphat, Glyzerin, Sojabohnenöl, Sesamöl und Tromethan, sind jedoch nicht auf diese beschränkt. Nach der Aufbringung auf die Oberfläche des pharmazeutischen Wirkstoffes versiegeln diese Lipidbeschichtungsmaterialien nicht nur den pharmazeutischen Wirkstoff, sondern erhöhen auch die "Affinität" und "Resorption" der pharmazeutischen Wirkstoff-Teilchen hinsichtlich der Zotten, d.h. der terminalen Öffnungen der lymphatischen Gefäße an den Intestinalmembranen, so daß der Wirkstoff in das lymphatische System aufgenommen wird.
  • Eine Lipidbeschichtungszusammensetzung, von der festgestellt wurde, daß sie zufriedenstellend wirkt, ist wie folgt:
  • 80 bis 90% des Lipids können in Form von Mono-, Di- und Triglyceriden vorliegen;
  • 6 bis 9% Phospholipide;
  • 2% Cholesterinester und 1% freies Cholesterin; und
  • weniger als 1% freie Fettsäuren (NEFA).
  • Auch können etwa 2% niedermolekulare Proteine/Aminosäuren zugesetzt werden.
  • Die Cholesterinester sind:
  • 30% Cholesterinlinolsäureester;
  • 20% Cholesterinölsäureester; und
  • 22% Cholesterinpalmitinsäurecster.
  • Enterische Beschichtungsmaterialien
  • Enterische Beschichtungsmaterialien, die sich in der vorliegenden Erfindung verwenden lassen, schließen jene Beschichtungsmaterialien ein, die gegen einen Abbau im Magen resistent sind, die jedoch im Milieu des Darmtrakts zerfallen, um die beschichtete Substanz freizugeben. Solche enterischen Beschichtungsmaterialien umfassen die folgenden Ingredienzien, entweder allein oder in Kombination, sind jedoch nicht auf diese beschränkt: Hydroxypropylmethylcellulosephthalat, Polyethylenglykol-6000 und Schellack - und sie können in Lösungsmitteln wie Dichlormethan, Ethanol und Wasser gelöst werden - Cellulosephthalat oder Polyvinylacetatphthalat.
  • Ein bevorzugtes enterisches Beschichtungsmaterial zur Beschichtung von Insulin umfaßt 4,5 Gewichtsteile Hydroxymethylcellulose zu 0,5 Teilen Schellack zu 0,5 Teilen Polyethylenglykol-6000. Dieses Material wird in 47,3 Teilen Dichlormethan und 37,8 Teilen Ethanol gelöst. Das enterische Beschichtungsmaterial wird dann mit Wasser bis zu einer optimalen Konzentration verdünnt und auf die Zusammensetzungen der Erfindung aufgebracht.
  • Lipoproteinmaterialien
  • Die Lipoproteinmaterialien, die sich in der vorliegenden Erfindung verwenden lassen, schließen jene Lipide und Proteine ein, die miteinander kombiniert werden können, um low-density-Lipoproteine zu bilden. Vorzugsweise ahmen die low-density-Lipoproteine das low-density-Lipoproteinprofil beim Menschen nach.
  • Die Lipidkomponente umfaßt Cholesterin, Ölsäure, Stearinsäure, Natriumlaurylsulfat, Lecithine, Natriumlaurylsulfat mit Lecithinen, Phosphatide, Palmitinsäure und Phosphatidphosphatcholin, ist jedoch nicht auf diese beschränkt.
  • Die Proteinkomponente umfaßt jede beliebige Aminosäure oder jedes beliebige Protein mit einem geringen Molekulargewicht, ist jedoch nicht auf diese beschränkt. Die bevorzugtesten Aminosäuren sind Arginin, Lysin, Histidin und Asparaginsäure, und die bevorzugtesten Proteine sind Albumin und Globulin.
  • Vorzugsweise werden die Lipide mit den Proteinen von geringem Molekulargewicht oder der Aminosäure in einem Molverhältnis von 1:1 bis etwa 3:1 kombiniert. In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Lipide und Proteine in einem Verhältnis von 1:1 kombiniert.
  • Es hat sich gezeigt, daß eine Lipidzusammensetzung, die Cholesterinester (46%), freies Cholesterin (14%), Phospholipide (25%), Fett (14%) und etwa 1% NEFA (FFA) enthält, zufriedenstellend wirkt, wenn sie mit 20-25 Gew.-% Aminosäuren kombiniert wird.
  • Wasserlösliche Beschichtungsmaterialien
  • Wasserlösliche Beschichtungsmaterialien, die sich in der vorliegenden Erfindung verwenden lassen, umfassen jene Verbindungen, die eine hydrophile Beschichtung bilden, einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf Hydroxypropylmethylcellulosephthalat, Polyethylenglykol-6000, Hydroxypropylmethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, kristalline Cellulose und Schellack, gelöst in Dichlormethan, Ethanol und Wasser, Cellulosephthalat und Polyvinylacetatphthalat. Falls die proteinartigen Substanzen an die Lipoproteine gebunden werden und mit einer wasserlöslichen Beschichtung überzogen werden, werden sie vorzugsweise mit einer Beschichtung überzogen, die eine Dicke von etwa 0,05 bis etwa 0,5 Mikrometern aufweist.
  • Bindemittel
  • Bindemittel, die sich in der vorliegenden Erfindung verwenden lassen, sind jene Verbindungen, die ein Peptid an ein Lipid oder ein Lipoprotein binden. Diese umfassen mikrokristalline Cellulose, Methylcellulose, Ethylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Gelatine, Povidon und Polyethylenglykolfettsäureestergruppen, sind jedoch nicht auf diese beschränkt.
  • Lipolytische Enzyme
  • Lipolytische Enzyme, die sich in der vorliegenden Erfindung verwenden lassen, sind jene Enzyme, die eine Resorption von Lipiden in die Zotten fördern. Die Enzyme umfassen unter anderem Lipase einschließlich Pankreas-Lipase, Amylase, Protease und Gallensalze. Die intestinale Resorption von Fettsäuren und Lipiden wird durch Pankreas-Lipase in Gegenwart von Gallensalz verbessert und gefördert. Entsprechend wird, wenn die proteinartige Substanz von einem Lipoprotein überzogen ist, die Pankreas-Lipase in Gegenwart von Gallensalz die Resorption der proteinartigen Substanz erhöhen. Erforderlichenfalls können die lipolytischen Enzyme mit der Zusammensetzung kombiniert werden oder als getrennte Tablette oder Kapsel verabreicht werden. Eine lipolytische Enzymmischung, die sich als zufriedenstellend erwiesen hat, wenn der pharmazeutische Wirkstoff Insulin ist, enthält Pankreas-Lipase, Amylase, Protease und Gallensalze.
  • Füllstoffe
  • Wenn die proteinartige Substanz an ein Lipoprotein gebunden wird, kann ein Füllstoff verwendet werden. Der Füllstoff kann, muß aber nicht als physikalisches Bindemittel dienen. Der Füllstoff kann Akaziengummi, kristalline Cellulose, Hydroxypropylcellulose und Hydroxypropylmethylcellulose umfassen, ist jedoch nicht auf diese beschränkt.
  • Tenside
  • Tenside, die sich in der vorliegenden Erfindung verwenden lassen, schließen jene Verbindungen ein, die eine bessere Resorption in die Zotten bewirken und umfassen kationische, anionische oder nichtionische Tenside wie Natriumlaurylsulfat, Stearylamin, Polyglycerinfettsäureester, Polyethylenalkylether, Polyoxyethylenalkylphenylether, Fettsäuremonoglyceride, Sorbitanfettsäureester, Polyoxyethylenfettsäureamine und Polyethylenglykolfettsäureester, sind jedoch nicht auf diese beschränkt.
  • Emulgatoren
  • Emulgatoren, die sich in der vorliegenden Erfindung verwenden lassen, schließen jene Verbindungen ein, die in vivo eine Emulsion schaffen, und umfassen Substanzen und Substanzkombinationen wie Cholesterin, Stearinsäure, Natriumstearat, Palmitinsäure, Natriumpalmitat, Ölsäure, Natriumoleat, Glycerylmonostearat, Polyethylen-50-stearat, Polyoxy-40-stearat, Polysorbat-20, Polysorbat-40, Polysorbat-60, Polysorbat-80, Propylenglykoldiacetat und Propylenglykolmonostearat, sind jedoch nicht auf diese beschränkt. Die Emulgatoren können auch jene chemischen Substanzen und Bestandteile einschließen, die eine Ähnlichkeit mit im menschlichen Plasma vorkommenden "low-density-Lipoproteinen" hervorrufen, wie Arginin-HCl, Akaziengummi, Cholesterin, Cholesterinester, Phospholipide und Fettsäuren.
  • Stabilisatoren und Enzyminhibitoren
  • Stabilisatoren und Enzyminhibitoren, die sich in der vorliegenden Erfindung verwenden lassen, sind jene Verbindungen, welche die Abbaufunktion von Säugetierenzymen wie Peptidasen, Proteasen, Phosphorylasen, Gluthathion-Insulin-Transhydrogenase und dem insulinabbauenden Enzym, d.h. Insulinase, inaktivieren oder inhibieren. Die Stabilisatoren umfassen Stearylamin, Stearylalkohol, Zitronensäure, Milchsäure, Triethylamin-HCl-pyrophosphat, Triethanolamin, Ovomucoid, Ethylendiamintetraacetat, Iodacetamid, Phenylhydrazin, Hydroxylamin und 8-Hydrochinolin, sind jedoch nicht auf diese beschränkt.
  • Antimikrobielle Wirkstoffe
  • Antimikrobielle Wirkstoffe, die sich in der vorliegenden Erfindung verwenden lassen, sind jene Verbindungen, die eine Kontamination mit Mikroben und einen Abbau der pharmazeutischen Verbindung und der mit ihr assoziierten Bindemittel, Beschichtungen und Additive verhindern können. Bei der Wahl eines antimikrobiellen Wirkstoffes muß die antimikrobielle Wirksamkeit des Mittels gegen dessen Kompatibilität mit anderen Bestandteilen der pharmazeutischen Zusammensetzung sowie dessen Toxizität für die mit ihm behandelten Organismen abgewogen werden. Antimikrobielle Zusammensetzungen, die im allgemeinen diese Anforderungen erfüllen, umfassen Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Phenol, Dehydracetsäure, Phenylethylalkohol, Natriumbenzoat, Sorbinsäure, Thymol, Thimerosal, Natriumdehydracetat, Benzylalkohol, Butylparaben, Cresol, p-Chlor-m-cresol, Chlorbutanol, Phenylquecksilberacetat, Phenylquecksilberborat, Phenylquecksilbernitrat und Benzalkoniumchlorid, sind jedoch nicht auf diese beschränkt.
  • Die Erfindung wird besser verständlich werden durch Bezugnahme auf die folgenden Beispiele.
  • BEISPIEL 1
  • In diesem Beispiel wird eine Zusammensetzung, die zur oralen Verabreichung von Insulin angepaßt ist, erfindungsgemäß hergestellt. Teilchen mit einem mittleren Durchmesser von etwa 50 Mikrometern wurden aus einer Mischung von Cholesterin, Natriumlaurylsulfat und Methyl- und Propylparabenen (pH 6) als antimikrobielle Wirkstoffe hergestellt. Die Teilchen wurden unter Verwendung einer Strahlmühle, erhältlich von Freund International Ltd., Tokyo, Japan, erzeugt.
  • Figur 1 und 2 erläutern schematisch die Strahlmühle 10. Die zu erzeugenden Teilchen werden mittels eines Schwingförderers in die Einlaßkammer 11 eingespeist. Die Teilchen in der Einlaßkammer werden durch einen Luftstrom durch eine Luftdüse 13 in eine Mahlkammer 12 transportiert. Durch eine Düse 14 wird ein Gegenluftstrom erzeugt, der dem Luftstrom, welcher die Teilchen in Suspension trägt, entgegengesetzt ist. Die Luftströme sind durch Pfeile gekennzeichnet. Dies hat eine Mahlung der Teilchen in der runden Mahlkammer 12 zur Folge. Der Luftstrom durch die Düsen wird gesteuert, um die Mahlwirkung in der Kammer einzustellen. Die Teilchen werden bis zu einer gewünschten Durchmessergröße vermahlen und dann zu einer Entlüftungsöffnung 15 in der Mitte der Mahlkammer getragen. Ein Separator 6 lenkt die gemahlenen Teilchen, so daß sie in einer Sammelflasche 7 abgeschieden werden, während die Luft durch den Luftauslaßrohrstutzen 8 abgeführt wird.
  • Dann wurde kristallines einkomponentiges Schweineinsulin (bezogen von Novo, Bagarvaerd, Dänemark) an die Teilchen gebunden, wobei eine Lösung Verwendung fand, die 8 Gew.-% Hydroxypropylcellulose und 0,005 M Natriumlaurylsulfat, 0,005 M Triethylamin-HCl und 0,005 M Zitronensäure enthielt. Die Teilchen mit dem an ihre Oberfläche gebundenen Insulin wurden dann mit einer Lösung beschichtet, die 6 Gew.-% Polyethylenglykolmonostearat (EMANON-3199, bezogen von KAO, Tokyo, Japan) enthielt, um eine Lipidbeschichtung von etwa 0,1 Mikrometer Dicke zu bilden. Dann wurde eine enterische Beschichtungslösung hergestellt, indem 4,5 Gew.-/Gew.-% Hydroxymethylcellulosephthalat (HPC-55), 0,5 Gew.-/Gew.-% Schellack (Shin-Etsu Chemical, Japan) und 0,5 Gew.-/Gew.-% Polyethylenglykol-6000 (Shin-Wha Yakuhin, Japan) in einer Lösung umfassend 47,3 Volumenteile Dichlormethan und 37,8 Volumenteile Ethanol gelöst wurden. Die Lösung wurde dann mit Wasser bis zu einer optimalen Konzentration verdünnt, so daß die lipidbeschichteten Teilchen anschließend mit einer Dicke von etwa 0,1 Mikrometern mit der enterischen Beschichtung überzogen wurden. 250 mg der enterisch beschichteten Teilchen wurden dann mit der Hand in Hartgelatinekapseln gefüllt.
  • Die Zusammensetzung wurde mittels eines abgewandelten "Freund"-Spir-A-Flow-Geräts, Modell SFC-Mini-S 220 V, 60 Hz, 3P (erhälflich von Freund International, Tokyo, Japan), hergestellt. Das Standard-Spir-A-Flow wurde wie folgt verändert. Die Maschenöffnungen in dem Rotor wurden für zu groß befunden. Demgemäß wurden zwei zusätzliche Netzringe hinzugefügt. Die Netzringe wurden so angeordnet, daß die Teilchen nicht hindurchfallen konnten.
  • Das Spir-A-Flow wurde auch dahingehend verändert, daß die gepumpte Luft getrocknet wurde und von allen Öl-Partikeln befreit wurde. Die Luft wurde bis zu einer absoluten Feuchtigkeit von 20% getrocknet. Weiters wurde der Luftstromdruck auf 920 Liter pro Minute erhöht, und der Luftstrom wurde so ausgerichtet, daß er durch den Boden nach oben geblasen wurde.
  • Überdies wurden anstelle einer Lufteinlaßöffnung in dem Boden vier Öffnungen verwendet. Die Öffnungen wurden im Boden bei 0º, 90º, 180º und 270º angeordnet.
  • Auch wurden die Schlauchfilter und die Pulsationsfilter auf die Hälfte ihrer Länge gekürzt.
  • Weiters wurden anstelle einer einzigen Düse am Boden des Behälters drei Düsen am Boden des Behälters angeordnet. Zusätzlich befand sich eine vierte Beschichtungsdüse im oberen Teil des Behälters. Die Bodendüsen wurden für das Binden und die obere Düse wurde für das Beschichten verwendet.
  • Figur 3 stellt ein Spir-A-Flow-Gerät 20 dar. Kurz gesagt, funktioniert das Spir-A-Flow-Gerät 20 folgendermaßen. Die Teilchen werden auf die rotierende Scheibe 22 gegeben. Die rotierende Scheibe 22 enthält Maschenöffnungen 31. Eine Hackeinrichtung 29 und ein Rührer 21 wirken mit der Scheibe 22 zusammen, um Teilchen von einer bestimmten Größe zu bilden. Dann wird der Luftstrom eingeschaltet und die Teilchen in dem Behälter 26 suspendiert. Es werden zwei Arten von Luftströmen erzeugt, Schlitzluft und Wirbelluft. Der Schlitzluftstrom tritt durch die Öffnung 33 ein, während die Wirbelluft durch die Öffnung 32 eintritt. Die suspendierten Teilchen können dann mit einer Bindungslösung, die von den unteren Düsen 27 versprüht wird, beschichtet werden. Obwohl bei dem abgewandelten Spir-A-Flow 20 nur eine untere Düse 27 dargestellt ist, wurden drei untere Sprühdüsen 27 verwendet. Wenn die Teilchen beschichtet sind, fallen sie auf die Scheibe 22 zurück. Sobald alle Teilchen mit dem Bindemittel beschichtet sind, wird der Luftstrom erhöht und die beschichteten Teilchen können erneut beschichtet werden, und so fort. Wie nachstehend erörtert, können die Teilchen auch mit einer von der oberen Düse 28 versprühten Lösung beschichtet werden.
  • Aufgrund der wiederholten Bewegungen beim Binden und Beschichten der pulverigen Teilchen werden die Teilchen gut gemischt, benetzt, durchgeknetet und sehr wirksam durcheinander geworfen und werden sehr schnell zu Granula von hoher Qualität. Ein warmer Luftstrom durch den perforierten Bereich der Scheibe trocknet die Granula wirksam und effizient. Wenn Staubmaterialien entstehen und nach oben getragen werden, wird dieser Staub von den Schlauchfiltern 24 gesammelt. Luftstromreinigungsdüsen 25 werden verwendet, um die von den Filtern gesammelten Stäube erforderiichenfalls zurück auf die am Boden befindliche Scheibe 22 zu blasen.
  • Die rotierende Scheibe 22 und die Hackeinrichtung 29 wirken derart zusammen, daß Teilchen mit einer kugelförmigen und glatten Oberfläche von hoher mechanischer Festigkeit, hoher Rohdichte und schmaler Teilchengrößenverteilung gebildet werden. Um die Zusammensetzung dieses Beispiels zu erzeugen, werden die festen Emulsions-Lösungsvermittler, Tenside, antimikrobiellen Konservierungsstoffe durch einen Einlaß in das Gefaß eingeleitet. Wenn die pulverigen Rohmaterialien in den Behälter gegeben werden, werden sanfte Luftströme durch einen perforierten Bereich der rotierenden Scheibe und einen peripheren Spalt zwischen der rotierenden Scheibe und der Innenwand der Kammer (des Behälters) nach oben geblasen. Der Luftstrom verhindert, daß die Materialien durch den Spalt und die perforierten Teile nach unten fallen.
  • Nach Einleitung der Rohmaterialien werden die rotierende Scheibe 22, der Rührer 21 und die Hackeinrichtung 29 in Betrieb gesetzt. Um die Zusammensetzung von Beispiel 1 zu erzeugen, wurde der Rotor (und entsprechend die perforierte Scheibe) mit einer Geschwindigkeit von 300 Umdrehungen pro Minute (UpM), die Hackeinrichtung mit 2.000 UpM und der Rührer mit 500 RpM gedreht. Luftströme mit einer Temperatur von 32 bis 35ºC wurden mit einer Fließgeschwindigkeit von 8 10 bis 10 Litern pro Minute durch die Öffnungen in dem Rotor ("Wirbelluft") und mit 7 bis 8 l/min durch den Schlitz zwischen dem Rotor und der Wand ("Schlitzluft") geleitet. Die zusammengesetzten Teilchen wurden 30 Minuten getrocknet.
  • Ein kristallines Insulin (Novo Monocomponent Porcin Crystalline Insulin, Charge Nr. 833113, Los Nr. 69195-01) wurde sorgfältig in einer Lösung gelöst, die Hydroxypropylcellulose, Natriumlaurylsulfat, Zitronensäure und Triethylamin-HCl, pH 2,0, enthielt.
  • Während die Teilchen durch die "Schlitzluft" und die "Wirbelluft" innerhalb der Wand der Beschichtungs- und Bindevorrichtung nach oben geblasen wurden, wurde die Bindungslösung durch eine Doppolsprühdüse mit einem Sprühluftdruck von 3,0 kg pro m² und einer Luft-Fließgeschwindigkeit von 10 l/min als feiner Nebel versprüht.
  • Die insulingebundenen festen Emulgatorteilchen wurden dann mit einer Sprühluft-Fließgeschwindigkeit von 10 l/min und einem Sprühluftdruck von 3,0 kg/m² mit einer Lipidbeschichtung überzogen, die eine Lösung von Polyethylenglykolfettsäureestern (KAO SEKKEN, Japan: EMANON 3199, Los Nr. 12744Y) umfaßte.
  • Die obigen beschichteten insulingebundenen festen Emulgatorteilchen wurden in Hartgelkapseln gefüllt, und diese Kapseln wurden dann enterisch beschichtet.
  • Jede resultierende 350-mg-Kapsel enthielt: (350-mg-Kap.)
  • Cholesterin (Fuluka A.G.; Schweiz; Los Nr. 24657-784) -6,76 x 10&supmin;&sup4; M,
  • Natriumlaurylsulfat (Yakuri, Kagaku, Japan; 5316-06) -1,377 x 10&supmin;&sup4; M,
  • Triethylamin-HCl (Wako Sei-Yaku, Japan) -4,089 x 10&supmin;&sup6; M,
  • Zitronensäure (Yakuri Kagaku, Japan; KA9105) -5,965 x 10&supmin;&sup6; M,
  • Hydroxypropylcellulose-L (Shin-Wa Yakuhin, Japan; 191184) -1,234 x 10&supmin;² g
  • Polyethylenglykolfettsäureester (KAO Sekken, Japan; EMANON 3199; 12744Y) -1,543 x 10&supmin;² g,
  • Insulin (NOVO) -8 Einheiten,
  • Zitronensäure wird als Inhibitor für insulininaktivierende Enzyme sowie als Insulinstabilisator und als Mittel zur pH-Einstellung verwendet.
  • Triethylamin-HCl wird als Insulinstabilisator und als Antischaummittel verwendet.
  • TEST 1-A
  • In diesem Test wurde die orale Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 chemisch mit einer Probe Actripid, einer intravenösen Insulinlösung (Novo), verglichen. Eine Kapsel der oralen Insulinzusammensetzung, die 3 Internationale Einheiten (I.U.) monokomponentes kristallines Schweineinsulin von Novo enthielt und gemäß Beispiel 1 hergestellt worden war, wurde durch eine 5-minütige Beschallung mittels eines Ultraschallgerätes in Wasser gelöst. Eine Hälfte (1/2) der Lösung, die 4 I.U. der oralen Insulinzusammensetzung enthielt, wurde unter Anwendung einer Umkehrphasenchromatographie analysiert. Ebenfalls mittels Umkehrphasenchromatographie wurden 4 I.U. des Novo-Insulins Actrapid analysiert. Die Ergebnisse zeigten, daß beide Proben die gleiche Menge eines chemisch gleichwertigen Insulins enthielten. (Siehe Figur 4.)
  • TEST 1-B
  • In diesem Test wurden mit einem Rasterelektronenmikroskop mikrophotographische Aufnahmen der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 angefertigt. Die enterische Beschichtung und die Lipidbeschichtung der Teilchen wurden mittels eines Lösungsmittels entfernt, das 47,3 Volumenteile Dichlormethan und 37,8 Volumenteile Ethanol in Wasser enthielt. Mikrophotographische Aufnahmen der Teilchen in 500-facher Vergrößerung zeigten relativ kleine Teilchen (etwa 5 bis 10 Mikrometer im mittleren Durchmesser) von Insulin- und Hydroxypropylcellulose-Bindemittelmaterialien, die an relativ große Teilchen (etwa 50 Mikrometer im mittleren Durchmesser) von Cholesterin- und Natriumlaurylsulfatmaterialien gebunden waren. (Siehe Figur 5.) Bei einer 3000-fachen Vergrößerung werden stabförmige, in die Hydroxypropylcellulose-Teilchen eingetauchte Insulinkristalle sichtbar. (Siehe Figur 6.)
  • TEST 1-C
  • In diesem Test wurde in einem Bioassay die orale Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 mit der intravenösen Insulinlösung Actripid (Novo) verglichen. Man ließ zwei Yorkshire-Schweine über Nacht hungern, und einem Schwein wurden 8 I.U. des Insulins Actripid intravenös verabreicht. Dem anderen Schwein wurde über einen Zeitraum von 15 Minuten eine intravenöse Infusion von 8 I.U. des oralen Insulins von Beispiel 1 verabreicht, das in 50 ml Wasser gelöst worden war. Beiden Schweinen wurde Blut entnommen, und es wurden die Serumzuckerspiegel gemessen. Die venösen Serumzuckerspiegel der zwei Schweine sanken ungefähr im gleichen Ausmaß, wenn auch die hypoglykämische Wirkung bei der Zusammensetzung von Beispiel 1 etwas länger anhielt als beim Insulin Actripid. (Siehe Figur 7.)
  • TEST 1-D
  • In diesem Test wurde in intravenösen Kaninchen-Bioassays die orale Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 mit dem monokomponenten kristallinen Schweineinsulin von Novo und mit Insulin-40 (Tong-Shin Pharmaceutical Co.), einem regulären injizierbaren Insulin, verglichen. Man ließ drei weiße Kaninchen, jedes mit einem Gewicht von 1,8 kg, über Nacht hungern und behandelte sie in einer 10-minütigen intravenösen Infusion mit 4 I.U. entweder des Novo-Insulins oder des Insulins-40 von Tong-Shin oder einer Emulsion, welche die orale Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 enthielt. Aus der Ohrvene eines jeden Kaninchens wurde 30 Minuten vor der Insulin-Infusion und zu den Zeitpunkten 0, 15, 30, 45, 60, 75, 90 und 105 Minuten nach Abschluß der Infusionen eine venöse Blutprobe entnommen.
  • Jede der drei Formen von Insulin zeigte ungefähr die gleiche hypoglykämische Wirkung, wobei die hypoglykämische Wirkung innerhalb von 30 Minuten nach Beginn der Infusion einsetzte. Die Zeit des stärksten hypoglykämischen Effekts des Novo-Insulins wurde mit 30 Minuten nach Abschluß der Infusion bestimmt, während sie für das Insulin-40 von Tong-Shin bei 60 Minuten lag. Die Emulsion der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 zeigte ihre größte hypoglykämische Wirkung zwischen dem Novo- und dem Tong-Shin-Insulin. (Siehe Figur 8.)
  • TEST 1-E
  • In diesem Test wurde die orale Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 zwei gesunden männlichen Freiwilligen oral verabreicht. Die Verabreichung des oralen Insulins induzierte hypoglykämische Effekte, die mit denen vergleichbar waren, die durch eine subkutane Injektion einer entsprechenden Menge an injizierbarem Insulin (Tong-Shin) induziert wurden.
  • An der Untersuchung nahmen zwei gesunde männliche Freiwillige im Alter von 37 und 38 Jahren mit einem Gewicht von 52 und 54 kg teil. Jede Person erhielt während der Untersuchung eine Dosis von 16 I.U. der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 1. Zusammen mit der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 erhielt jeder Teilnehmer zwei Kapseln mit lipolytischen Enzymen. Jede Kapsel bestand aus:
  • Pankreas Lipase 1.000 Einheiten
  • Amylase 7.500 Einheiten
  • Protease 7500 Einheiten
  • und
  • Gallensalze 40mg
  • pro 350-mg-Kapsel, wobei als "Füllstoff" Maisstärke verwendet wurde.
  • Die Enzymkapseln wurden folgendermaßen hergestellt: Pankreas-Lipase wurde mit einer 0,1 bis 0,3 Mikrometer dicken Beschichtung aus Hydroxypropylcellulose überzogen und mit der Beschichtung von Beispiel 1 enterisch beschichtet. Dann wurden Amylase und Protease hinzugefügt. Die resultierende Zusammensetzung wurde nun mit 0,1 Mikrometer Hydroxypropylcellulose überzogen. Dann wurden Gallensalze, die mit 0,1 Mikrometer Hydroxypropylcellulose beschichtet waren, zusammen mit dem resultierenden Pankreas-Lipase-Produkt in eine Hartgelkapsel gegeben.
  • Am Versuchstag nahm jeder Teilnehmer um 7:30 Uhr ein Standard-Frühstück zu sich, das aus zwei Spiegeleiern, zwei Streifen Schinkenspock, zwei Scheiben getoastetem dunklem Brot, einem Eßlöffel Butter und einer Tasse schwarzem Kaffee bestand. Um 10:00 Uhr wurde beiden Personen die Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 oral verabreicht. Das orale Insulin wurde in Kapseln verabreicht, die 16 I.U. monokomponentes kristallines Schweineinsulin von Novo enthielten. Um 12:00 Uhr nahmen beide Personen ein Standard-Mittagessen zu sich, das aus 180 g Beefsteak, einem grünen Salat mit Öl- und Essigdressing, einem Stück dunklem Brot und schwarzem Kaffee bestand.
  • Um 10:00, 13:00 und 16:00 Uhr wurden den Personen Blutproben entnommen, und es wurde der Blutglucosespiegel analysiert. Die Proben zeigten, daß die orale Insulinzusammensetzung nach drei Stunden auf beide Personen eine starke hypoglykämische Wirkung ausübte, daß jedoch nach sechs Stunden die Blutglucosespiegel auf ihren Wert vor der Behandlung zurückgekehrt waren.
  • Die Blutglucosespiegel waren bei beiden Personen drei Stunden nach der Verabreichung des Insulins dramatisch gefallen. Um etwa 10:45 Uhr begann die erste Person über Sehstörungen, Konzentrationsschwäche und Übelkeit zu klagen. Um 11:20 Uhr begann die gleiche Person über Krämpfe und ein Zittern in den Armen und Beinen und Schweißausbrüche zu klagen. Die zweite Person klagte ebenfalls über ungefähr die gleichen Symptome, jedoch von geringerer Intensität. Um 11:30 Uhr erhielten beide Personen 250 ml reinen Orangensaft, und die erste Person nahm zusätzlich 250 ml eines alkoholfreien Getränks zu sich.
  • Eine Woche später nahmen die beiden Freiwilligen das Standard-Frühstück 30 (d.h., das Frühstück, das am ersten Versuchstag gegeben wurde) um die gleiche Zeit zu sich. Um 10:00 Uhr erhielten beide Personen eine subkutane Injektion von 16 I.U. des regulären injizierbaren Insulin-40 von Tong-Shin. Um etwa 10:30 Uhr begannen beide Personen hypoglykämische Reaktionen zu spüren, die etwa zwei Stunden anhielten. Beiden Personen wurde um 11:20 Uhr reiner Orangensaft gereicht und um 12:00 Uhr das Standard-Mittagessen serviert. Die Blutglucosespiegel, gemessen um 10:00, 13:00 und 16:00 Uhr, zeigten, daß die Wirkung wie bei der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 6 Stunden nach der Verabreichung nachließ. (Siehe Figur 9.)
  • TEST 1-F
  • In diesem Test wurde die orale Insulin-Zusammensetzung von Beispiel 1 fünf Personen, die an insulinabhängigem Diabetes mellitus (IDDM) leiden, und fünf Personen, die an insulinunabhängigem Diabetes mellitus (NIDDM) leiden, verabreicht. Die IDDM-Patienten wurden fuhr mindestens drei Tage vor dem Test im Krankenhaus medizinisch versorgt, und ihre Blutzuckerspiegel wurden durch eine geeignete Krankenhausdiät und eine Reihe subkutaner Injektionen des regulären Tong-Shin-Insulins eingestellt. Die Blutzuckerspiegel der NIDDM-Patienten wurden durch eine Krankenhausdiät und durch die orale Verabreichung oraler hypoglykämischer Wirkstoffe wie Chlorpropamid (Diabinase, hergestellt von Pfizer Laboratories Division, New York, N.Y.) kontrolliert.
  • Am Morgen des ersten Versuchstages nahm jeder Patient ein reguläres Frühstück zu sich, die oralen hypoglykämischen Mittel und die subkutanen Injektionen wurden den Patienten jedoch nicht verabreicht. Stattdessen erhielten die Patienten eine orale Verabreichung einer passenden Dosis der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 und zwei Kapseln der in Test 1-E angegebenen lipolytischen Enzymzusammensetzung. Unmittelbar vor der Verabreichung der oralen Insulinzusammensetzung und zwei und vier Stunden nach der Verabreichung wurden den Personen Blutproben entnommen. Bei diesen Proben wurden dann die Blutglucosespiegel gemessen. Zwei Stunden nach der Verabreichung der oralen Insulinzusammensetzung wurde jedem Patienten ein standardisiertes Krankenhaus-Mittagessen serviert.
  • Die Ergebnisse des Versuchs sind in Tabelle 1 angegeben. TABELLE 1 Durchschnittlicher täglicher Bedarf Person Krankheitstyp Geschlecht Alter reguläres Insulin (I.U.) NPH (I.U.) Diabinase (mg) TABELLE 1 (FORTSETZUNG) Durchschnittlicher täglicher Bedarf Person Dosis der Beispiel-Zusammensetzung (I.U.) Blutglucosespiegel (mg%)
  • Wie aus Tabelle 1 ersichtlich, fielen die Blutglucosespiegel aller Patienten innerhalb von zwei Stunden nach Verabreichung der oralen Insulinzusammensetzung deutlich ab. Jedoch stieg der Glucosespiegel der IDDM-Patienten zwischen zwei und vier Stunden stark an und entsprach bei drei der fünf Patienten etwa dem Wert vor der Behandlung bzw. übertraf diesen noch. Im Gegensatz hierzu sank der Blutglucosespiegel bei vier der fünf an NIDDM leidenden Patienten zwischen zwei und vier Stunden weiterhin ab. Beim fünften Patienten stieg der Blutglucosespiegel zwischen zwei und vier Stunden an, erreichte jedoch nicht den Wert vor der Behandlung.
  • BEISPIEL 2
  • In diesem Beispiel wurde eine orale Insulinzusammensetzung mit verlängerter Wirkung gemäß dem allgemeinen Verfahren von Beispiel 1 hergestellt. Es wurde Teilchen erzeugt, die Cholesterin, Natriumlaurylsulfat und Methyl- und Propylparabene enthielten, und mit Teilchen beschichtet, die das mit Hydroxypropylcellulose (40 g Hydroxypropylcellulose in 600 ml Wasser; 6,07%ige Lösung), Natriumlaurylsulfat, Triethylamin-HCl und Zitronensäure gebundene monokomponente Schweineinsulin von Novo umfaßten. Diese Teilchen mit dem an ihre Oberflächen gebundenen Insulin wurden dann mit Polyethylenglykolmonostearat beschichtet, um um die Teilchen herum eine Lipidbeschichtung von etwa 0,3 Mikrometern Dicke zu bilden, im Gegensatz zu der etwa 0,1 Mikrometer dicken Beschichtung der Zusammensetzung von Beispiel 1. Die Teilchen wurden dann mit einer enterischen Beschichtung überzogen, welche die gleichen Materialien enthielt, wie sie für die Zusammensetzung von Beispiel 1 verwendet wurden, und zwar mit einer Beschichtungsdicke von etwa 0,1 Mikrometern.
  • TEST 2-A
  • In diesem Test wurde die orale Insulinzusammensetzung mit verlängerter Wirkung von Beispiel 2 drei Personen, die an IDDM litten, und drei Personen, die an NIDDM litten, verabreicht (Personen A, D, E, G, I und J aus Test 1-F). Am Morgen der Untersuchung nahm jede der Personen ein reguläres Frühstück zu sich, die Personen erhielten jedoch nicht die oralen hypoglykämischen Mittel und die subkutanen Insulininjektionen, die Teil ihrer normalen Therapie waren. Stattdessen wurden sie mit oral verabreichten Dosen der Zusammensetzung von Beispiel 2 und zwei Kapseln der in Test 1-E angegebenen lipolytischen Enzymzusammensetzung behandelt. Blutproben wurden zum Zeitpunkt der Verabreichung der oralen Insulinzusammensetzung und zu verschiedenen Zeiten danach abgenommen. Vier Stunden nach der Verabreichung der Insulin-Zusammensetzung wurde den Personen ein Standard-Krankenhaus-Mittagessen serviert.
  • Die Analyse der Blutglucosespiegel der verschiedenen Proben zeigte, daß die Zusammensetzungen von Beispiel 2 einen längeren hypoglykämischen Effekt hervorriefen als jene von Beispiel 1. Die Zusammensetzungen mit der dickeren Lipidbeschichtung und enterischen Beschichtung erzeugten den stärksten hypoglykämischen Effekt nach 4 bis 6 Stunden und zeigten eine Wirkung, die bis zu 7 Stunden anhielt, was der Gesamtdauer der Untersuchung entsprach. (Siehe Tabelle 2). TABELLE 2 Durchschnittlicher täglicher Bedarf Person Krankheitstyp Geschlecht Alter Dosis der Beispiel-Zusammensetzung (I.U.) TABELLE 2 (FORTSETZUNG) Durchschnittlicher täglicher Bedarf Blutglucosespiegel (mg %) Person
  • TEST 2-B
  • In diesem Test wurden vergleichende Versuche mit der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 und der oralen Insulinzusammensetzung mit verlängerter Wirkung von Beispiel 2 durchgeführt. Drei IDDM-Patienten und drei NIDDM-Patienten wurde jeden zweiten Tag entweder die Zusammensetzung von Beispiel 1 oder die Zusammensetzung von Beispiel 2 zusammen mit zwei Kapseln der in Test 1-E angegebenen lipolytischen Enzyme verabreicht. Pro oraler Insulindosis wurden zwei Kapseln gegeben. Jede Person fastete über Nacht und erhielt kein Frühstück, ihre normalen Antidiabetes-Therapeutika wurden ihr ebenfalls nicht verabreicht. Die Blutglucosespiegel jeder Person wurden zur Zeit der Verabreichung der oralen Zusammensetzung und zu verschiedenen Zeiten danach getestet.
  • Die Ergebnisse der Verabreichung der Zusammensetzungen von Beispiel 1 und 2 an die IDDM-Patienten zeigen, daß die Zusammensetzung von Beispiel 1 innerhalb von zwei Stunden nach der Verabreichung einen starken hypoglykämischen Effekt hervorrief, daß jedoch nach vier Stunden die Blutglucosespiegel etwa auf ihren Grundwert zurückkehrten. Die Zusammensetzungen von Beispiel 2 zeigten jedoch eine mehr allmähliche Wirkung und erzeugten ihren stärksten hypoglykämischen Effekt erst nach vier bis sechs Stunden. Sogar nach 7 Stunden erzeugten sie noch einen deutlichen hypoglykämischen Effekt.
  • Die Ergebnisse der Verabreichung an die NIDDM-Patienten zeigen weniger deutliche Unterschiede zwischen den beiden Zusammensetzungen. Die stärkste hypoglykämische Wirkung scheint bei beiden Zusammensetzungen nach etwa 4 Stunden einzutreten, obwohl die Zusammensetzung von Beispiel 2 eine längere Wirkung haben kann als die von Beispiel 1. Beide Zusammensetzungen erzeugten bei den NIDDM-Patienten einen "normoglykämischen" Zustand von längerer Dauer als bei den IDDM-Patienten.
  • Es wird angenommen, daß die kürzere Dauer der hypoglykämischen Wirkung der Zusammensetzung von Beispiel 1 bei den IDDM-Patienten durch den Umstand bedingt sein kann, daß das Insulin in der Zusammensetzung schneller freigesetzt wird als das der Zusammensetzung von Beispiel 2, daß es jedoch auch bei IDDM-Patienten aufgrund der Anwesenheit von Anti-Insulin-Antikörpern, die bei IDDM-Patienten oft zu finden sind, schneller inaktiviert wird. (Siehe Figur 10 und 11.)
  • BEISPIEL 3
  • In diesem Beispiel wurde eine alternative orale Insulinzusammensetzung mit verlängerter Wirkung gemäß dem grundlegenden Verfahren von Beispiel 1 hergestellt. Es wurden Teilchen mit einem mittleren Durchmesser von etwa 50 Mikrometern aus einer Mischung von Cholesterin, Natriumlaurylsulfat und Methyl- und Propylparabenen erzeugt. Dann wurde mit Bindemitteln, die Hydroxypropylcellulose, Natriumlaurylsulfat, Triethylamin-HCl und Zitronensäure umfaßten, kristallines monokomponentes Insulin von Novo an die Teilchen gebunden. Die Teilchen mit dem an ihre Oberflächen gebundenen Insulin wurden dann zweimal mit einer Polyethylenglykolmonostearat-Beschichtung überzogen, die jeweils 0,15 Mikrometer dick war. Die Teilchen mit der doppelten Lipidbeschichtung wurden nun mit einer enterischen Beschichtung entsprechend der Zusammensetzung von Beispiel 1 überzogen, und zwar mit einer Dicke von 0,1 Mikrometern.
  • TEST 3-A
  • In diesem Test wurden die Insulinzusammensetzungen mit verlängerter Wirkung von Beispiel 3 drei an IDDM leidenden Personen verabreicht. Die Behandlung erfolgte gemäß dem allgemeinen Protokoll, das im klinischen Test 1 eingehalten worden war, bei dem die Personen über Nacht fasteten und ihre normalen hypoglykämischen Therapien nicht erhielten. Die Personen nahmen ein Standard-Krankenhaus-Frühstück zu sich, und es wurden ihnen eine orale Dosis der Insulinzusammensetzung von Beispiel 3 und zwei Kapseln der in Test 1-E angegebenen lipolytischen Enzymzusammensetzung verabreicht. 3 Stunden nach Verabreichung der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 3 nahmen die Personen ein Standard-Krankenhaus-Mittagessen zu sich.
  • Anhand venöser Blutproben, die den Personen zu verschiedenen Zeiten nach der Verabreichung des oralen Insulins entnommen wurden, wurden die Blutglucosespiegel der Personen gemessen. Die in Tabelle 3 angeführten Daten zeigen einen verlängerten hypoglykämischen Effekt, wobei der stärkste hypoglykämische Effekt zwischen 4 und 6 Stunden auftrat, die hypoglykämische Wirksamkeit jedoch bis zu 9 Stunden anhielt.
  • Es wurde auch eine an NIDDM leidende Person mit der Zusammensetzung von Beispiel 3 und den in Test 1-E angegebenen lipolytischen Enzymen behandelt. Diese Person fastete sowohl die Nacht vor dem Test als auch während der Dauer des Tests. Die NIDDM-Patientin wurde um 10:00 Uhr behandelt, und ihr Blutglucosespiegel sank über die gesamte Testdauer von fünfeinhalb Stunden kontinuierlich ab. TABELLE 3 Durchschnittlicher täglicher Bedarf Person Krankheitstyp Geschlecht Alter Dosis der Beispiel-Zusammensetzung TABELLE 3 (FORTSETZUNG) Durchschnittlicher täglicher Bedarf Blutglucosespiegel (mg %) Person
  • BEISPIEL 4
  • In diesem Beispiel wurde orales Insulin mit einer Zusammensetzung, die der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 1 ähnelte, hergestellt. Die Zusammensetzung von Beispiel 1 wurde durch eine Abänderung der Lipidbeschichtung verändert. Die Lipidbeschichtung wurde so modifiziert, daß zusätzlich zum Polyethylenglykolmonostearat Phosphatidylphosphat (eine ausreichende Menge, um eine Endkonzentration von 0,046 x 10&supmin;² g zu erzielen), Phospholipide (eine ausreichende Menge, um eine Endkonzentration von 0,046 x 10&supmin;² g zu erzielen) und Cholesterin (eine ausreichende Menge, um eine Endkonzentration von 2,628 x 10&supmin;&sup4; mol zu erzielen) den Lipidbeschichtungsmaterialien beigemischt wurden. Diese Lipidbeschichtung wurde auf das Insulin und die Teilchen mit einer Dicke von 0,3 Mikrometern aufgebracht. Dann wurden 240 mg des oralen Insulinprodukts mit der Hand in eine Hartgelkapsel gefüllt. Die Gelkapsel wurde mit der enterischen Beschichtung von Beispiel 1 überzogen.
  • BEISPIEL 5
  • In diesem Beispiel wurde orales Insulin, das der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 3 ähnelte, hergestellt. Das orale Insulin wurde dahingehend modifiziert, daß anstelle des Cholesterins von Beispiel 3 eine Kombination von Cholesterin-Arginin-HCl verwendet wurde. Das Cholesterin-Arginin-HCl liefert eine Zusammensetzung, welche die low-density-Lipoproteinzusammensetzungen in vivo nachahmt. Auch wurden die Lipidbeschichtungsmaterialien verändert. Nach dem Überziehen der Zusammensetzung mit einer Lipidbeschichtung, die der von Beispiel 4 entspricht, mit einer Dicke von 0,15 Mikrometern wird eine zweite Lipidbeschichtung aufgebracht. Die zweite Lipidbeschichtung enthält Ölsäure (eine ausreichende Menge, um eine Endkonzentration von 8,776 x 10&supmin;&sup6; mol zu erzielen) und Tromethan (eine ausreichende Menge, um eine Endkonzentration von 8,764 x 10&supmin;&sup6; mol zu erzielen) als "Vernetzer" oder "Plastifizierungsmittel" für die flüssigen Beschichtungsmembranen.
  • Kurz, das orale Insulin dieses Beispiels besteht aus "lower-density-lipoproteinähnlichen" festen Emulgatoren als Grundstoff. An den Emulgator wurde das monokomponente kristalline Schweineinsulin von NOVO gebunden, und das resultierende Produkt wurde mit einer 0,1 Mikrometer dicken wasserlöslichen Hydroxypropylmethylcellulose-Beschichtung überzogen, die dann zweimal mit den Lipidbeschichtungsmaterialien bis zu einer Endmembrandicke von 0,3 Mikrometern (0,15 Mikrometer pro Schicht der Lipidbeschichtung) überzogen wurde; es wurde der "Stabilisator Tromethan" zugesetzt, und das Produkt wurde dann mit der Hand in eine Hartgelkapsel gefüllt (so daß jede Kapsel 240 mg der Zusammensetzung enthielt). Die Kapsel wurde nun mit dem enterischen Material von Beispiel 1 beschichtet. Die wasserlösliche Beschichtung ermöglicht, daß das Insulin-Cholesterin-Arginin-HCl mit einer Lipidbeschichtung überzogen wird.
  • TEST 5-A
  • Die Bioverfügbarkeit von Insulin und die entsprechende hypoglykämische Wirkung der oralen Insulinpräparate von Beispiel 4 und Beispiel 5 wurden anhand einer Gruppe von IDDM- und NIDDM-Patienten untersucht. Das orale Insulin von Beispiel 4 wurde außerdem mit zwei normalen, gesunden männlichen Freiwilligen untersucht. Bei allen unter 5-A angeführten Tests erhielten die Personen mit jeder Dosis von oralem Insulin zwei Kapseln der lipolytischen Enzyme aus Test 1-E.
  • Für mindestens 12 oder 24 Stunden vor der Untersuchung erhielten die Patienten keine normalen Anti-Diabetes-Therapeutika. Nach nächtlichem Fasten und einem Fasten während der gesamten Dauer der Untersuchung wurden die oralen Insulinzusammensetzungen von Beispiel 4 oder Beispiel 5 oral verabreicht.
  • Es wurde ein venöser Entnahmekatheter in eine Vene eingeführt, gewöhnlich an der antecubitalen Vene, und es wurden zum Zeitpunkt 0, 1,0, 1,5, 2,0, 2,5, 3,0, 4,0 und/oder 5,0 Stunden nach Verabreichung des Medikaments Blutproben entnommen. Die Serumglucose wurde mit einem Gilfordx400 gemessen, und das Seruminsulin wurde unter Verwendung des immunoenzymatischen o-Phenylendiamin- (ODP) -Verfahrens und des Insulin-B-Testkits von WAKO (Japan) analysiert. Alle Messungen wurden doppelt durchgeführt.
  • Wie oben erwähnt, nahmen zwei gesunde männliche Freiwillige im Alter von 38 und 31 Jahren an der Untersuchung teil. Eine Person erhielt das orale Insulin von Beispiel 4 zweimal im Zeitraum von zwei Wochen, d.h., einmal pro Woche, wobei sie 0,20 und 0,27 I.U. orales Insulin pro kg erhielt. Der Serumglucosespiegel der Person war 3 Stunden nach Verabreichung des Medikaments von einem durchschnittlichen Grundwert von 111,0 mg/dl auf einen mittleren Wert von 80,5 mg/dl gefallen. In beiden Fällen erreichte der Seruminsulinspiegel 1,5 Stunden nach der Medikamenteneinnahme einen Höchstwert von 20 Mikro-U pro ml. Nach 45 Minuten nach Verabreichung des oralen Insulins klagte die Person über Sehstörungen, Schweißausbrüche, Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche.
  • Der zweite Freiwillige erhielt subkutan 10 I.U. vom regulären injizierbaren Insulin-40 (von Tong-Shin Pharm. Co. of Seoul, Korea). 72 Minuten nach der Injektion des regulären Insulins waren typische insulin-induzierte Schocksymptome zu beobachten, der Serumglucosespiegel betrug zu dieser Zeit 47 mg/dl. Es wurde ihm ein Glas frischer Orangensaft verabreicht, und der Serumglucosespiegel stieg innerhalb von einer Stunde auf etwa 115 mg/dl.
  • Fünf IDDM-Patienten durchliefen alle drei Phasen der Untersuchung von Test 5-A, d.h., sie erhielten eine subkutane Injektion von 10 I.U. des regulären injizierbaren Insulin-40 (von Tong-Shin Pharm. Co. of Seoul, Korea) in der ersten Woche; sie erhielten eine einzige orale Dosis von Beispiel 4 (eine durchschnittliche Dosis von 0,544 I.U./kg) eine Woche später; und in der nächsten Woche erhielten sie 9 aufeinanderfolgende Dosen von Beispiel 4 (die durchschnittliche Dosis betrug 0,544 I.U./kg), die in einem Abstand von 6 Stunden verabreicht wurden.
  • Das orale Insulin von Beispiel 4 wurde insgesamt 8 IDDM-Patienten (10 Versuche) (zwei wiederholten die Untersuchung) und 7 NIDDM-Patienten (11 Versuche) (vier Patienten wiederholten die Untersuchung) verabreicht.
  • Sieben IDDM-Patienten schlossen die Untersuchung nach der oralen Verabreichung einer Einzeldosis der oralen Insulinzusammensetzung von Beispiel 5 ab.
  • Die Untersuchungen zeigen, daß die Wirkung des oralen Insulins von Beispiel 4 offensichUich langsamer einsetzt, daß jedoch im Vergleich mit dem regulären Insulin die "hypoglykämische Wirkung" sowohl bei den IDDM-Patienten als auch bei den NIDDM-Patienten länger anhielt. Die Bioverfügbarkeit des Insulins der Zusammensetzung von Beispiel 4 war etwa dreimal so hoch wie die des regulären Insulins; durch Einstellung der Insulindosis war sie jedoch etwa gleich (siehe TABELLE 4).
  • Die Untersuchungen zeigen außerdem, daß die Insulinzusammensetzung von Beispiel 5 ein Einsetzen von Hypoglykämie sowie eine Gesamtdauer der Hypoglykämie hervorrief, die im großen und ganzen den Beobachtungen nach einer subkutanen Injektion von regulärem Insulin entsprachen. Die Bioverfügbarkeit von Insulin war bei oraler Einnahme von Beispiel 5 größer als bei Beispiel 4. TABELLE 4: BIOVERFÜGBARKEIT VON INSULIN UND HYPOGLYKÄMISCHER EFFEKT NACH VERABREICHUNG DES ORALEN BEISPIELS 4 & 5 VS. SUBKUTANE INJEKTION VON REGULÄREM INSULIN PRÄPARATE DOSIS (IU/kg) SERUMGLUCOSE (mg/dl) Reguläres Insulin, subk. Injektion BEISPIEL 4 oral, 1. Dosis BEISPIEL 4 oral, 9. Dosis BEISPIEL 4 oral, 1. Dosis bei 8 IDDM BEISPIEL 4 1. orale Dosis bei 7 NIDDM BEISPIEL 5 oral, 1. - nüchtern BEISPIEL 5 oral, 1. - nach dem Essen TABELLE 4 (FORTSETZUNG) SERUMINSULIN (Mikro-U/ml) PRÄPARATE Reguläres Insulin, subk. Injektion BEISPIEL4 oral, 1. Dosis BEISPIEL 4 oral, 9. Dosis BEISPIEL 4 oral, 1. Dosis bei 8 IDDM BEISPIEL 4 1. orale Dosis bei 7 NIDDM BEISPIEL 5 oral, 1. - nüchtern BEISPIEL 5 oral, 1. - nach dem Essen
  • C&sub0; = Grundwert der Serumglucose; Cmin = niedrigster Wert der Serumglucose; TC-min = Zeitpunkt der Beobachtung des niedrigsten Glucosespiegels; T&sub1;&sub0;&sub0; = Zeit bis zur Erreichung von 100 mg/dl von g; Serumglucose; dC/dT = Geschwindigkeit der Senkung des Serumglucosespiegels. I&sub0; = Grundwert des Seruminsulins; Imax = höchster Insulinwert; T1-max = Zeit bis zur Erreichung des höchsten Seruminsulinspiegels; T&sub1;&submin;&sub0; = Zeit bis zur Erreichung des Grundwertes des Seruminsulinspiegels; dI/dT = Geschwindigkeit des Anstiegs des Seruminsulinspiegels; FUK = Fläche unter der Seruminsulinspiegel-Kurve über die (Untersuchungs)dauer. (*Doppelpeak bei den Seruminsulinspiegeln.)
  • BEISPIEL 6
  • Die Zusammensetzung von Beispiel 5 wurde hergestellt, indem Insulin (monokomponentes von Novo), wie in Beispiel 1 beschrieben, an Cholesterin-Natriumlaurylsulfat-Teilchen gebunden wurde. Die insulingebundenen festen Emulgatorteilchen wurden dann mit einer Beschichtungslösung überzogen, die Polyethylenglykolfettsäureester und Eigelb-Lecthin mit 5% Phosphatidsäure (in einer so ausreichenden Menge, daß das Endprodukt, eine 350-mg-Kapsel, 0,309 x 10&supmin;² g enthielt) umfaßte. Es wurde in Ethanol gelöstes Eigelb-Lecthin mit einem Phosphatidsäuregehalt von 5% verwendet (SIGMA CHEMICAL, St. Louis, Mo.).
  • TEST 6
  • Von einem koreanischen Forscherteam und einem amerikanischen Forscherteam in Korea wurden bei einer Gruppe von IDDM- und NIDDM-Patienten gezielte Untersuchungen durchgeführt. Den Patienten wurde eine einzige orale Dosis der Zusammensetzung von Beispiel 6 verabreicht. Die Blutproben des koreanischen Forscherteams wurden in Korea und im gleichen Labor in den Vereinigten Staaten analysiert wie die Proben des amerikanischen Forscherteams. Einige der Patienten erhielten außerdem jeden zweiten Tag zehn (10) IU des regulären injizierbaren Insulins (Tong-Shin). Jeder Patient fastete während der Untersuchung und der vorausgehenden Nacht. Alle anderen Formen einer Diabetestherapie wurden den Patienten vorenthalten. Anhand von Serumproben wurden die Serumglucosespiegel analysiert. Die Ergebnisse (siehe Figuren 12-21) zeigen, daß die Zusammensetzung von Beispiel 6 sowohl bei den IDDM- aus auch bei den NIDDM-Patienten ein oral wirksames Insulin ist. Überdies zeigen die Ergebnisse, daß beide Labors zu den gleichen Ergebnissen kamen.
  • Bei den Figuren 12-21 bezeichnen die durchgezogenen Linien Untersuchungen, die vom koreanischen Forscherteam durchgeführt wurden, und die gestrichelten Linien stellen die vom amerikanischen Forscherteam durchgeführten Untersuchungen dar. Die x-Achse gibt die Zeit (h) an und die y-Achse die Blutglucose in mg/dl. Figur 9 zeigt die Ergebnisse einer weiblichen Testperson im Alter von 46 Jahren, der 6 Kapseln von Beispiel 6 verabreicht worden waren. Die Person in Figur 10 (38 Jahre alt, NIDDM, männlich) erhielt 10 Einheiten des regulären injizierten Insulins, mit x bezeichnet, und dann 6 Kapseln (24 Einheiten) von Beispiel 6.
  • Der Person in Figur 11, einem 47 Jahre alten männlichen IDDM-Patienten, wurden 10 Einheiten des injizierten Insulins, mit ([]) bezeichnet, und am Tag 2 6 Kapseln (24 Einheiten) von Beispiel 6 (x) verabreicht. Die Person in Figur 11, ein 45-jähriger männlicher IDDM-Patient, erhielt 10 Einheiten des injizierbaren Insulins ([]) und am Tag 2 8 Kapseln (32 Einheiten) von Beispiel 6 (x).
  • In Figur 12 wurden einer 47-jährigen weiblichen NIDDM-Patientin 6 Kapseln, 24 Einheiten, von Beispiel 6 verabreicht. In Figur 13 erhielt ein IDDM 14 Kapseln, 56 Einheiten, von Beispiel 6. In Figur 14 erhielt ein IDDM 12 Kapseln, 48 Einheiten, von Beispiel 6. In Figur 15 wurden einem 38 Jahre alten männlichen IDDM-Patienten 10 Einheiten des injizierbaren Insulins ([]) und am Tag 2 Kapseln, 40 Einheiten, von Beispiel 6 (x) verabreicht. In Figur 16 erhielt ein 47-jähriger männlicher IDDM-Patient 10 Einheiten des regulären injizierten Insulins ([]) und am Tag 2 8 Kapseln (32 Einheiten) von Beispiel 6 (x). In Figur 17 wurden einem 49-jährigen männlichen IDDM-Patienten 10 Einheiten des regulären injizierten Insulins ([]) und am Tag 2 6 Kapseln (24 Einheiten) von Beispiel 6 (x) verabreicht.
  • Alle Personen erhielten mit jeder Dosis der Zusammensetzung von Beispiel 6 zwei Kapseln der lipolytischen Enzyme von Test 1-E.
  • BEISPIEL 7
  • Um die Zusammensetzung von Beispiel 7 zu erzeugen, wurden in einem Behälter Cholesterin (Fuluka A.G.; Schweiz) und L-Arginin-HCl (Wako Jun-Yaku, Japan; KWJ 3778) in einem 2:1-Verhältnis sorgfältig gemischt. Als Füllstoff wurde Akaziengummi (Yakuri-Kagaku, Japan; A001=03) verwendet.
  • Ein Lipid (Cholesterin) und eine Aminosäure (L-Arginin-HCl) wurden mit hydroxypropylcellulosehaltigem Insulin (monokomponentes kristallines Schweineinsulin von Novo) verbunden. Zitronensäure wurde als ein Inhibitor für die insulin-inaktivierenden Enzyme und als Mittel zur Einstellung des pH-Werts verwendet. Triethylamin-HCl wurde als Insulinstabilisator sowie als Antischaummittel verwendet.
  • Das Verfahren des Bindens des Insulins an die Teilchen war das gleiche wie in Beispiel 1, wobei die Sprühluft-Fließgeschwindigkeit auf 12 l/min und der Sprühluftdruck auf 2,5 kg/m² eingestellt waren.
  • Die mit dem kristallinen Insulin verbundenen Lipid- und Aminosäureteilchen wurden mit einer wasseriöslichen Membran beschichtet, die Hydroxypropylmethylcellulose (Shin-Etsu-Kagaku, Japan) enthielt. Die obigen mit einer wasserlöslichen Membran beschichteten insulingebundenen Lipid-Aminosäureteilchen wurden mit einer Lipidbeschichtung, die Polyethylenglykolfettsäureester, Eigelb-Lecithin mit einem 5% igen Phosphatidsäuregehalt und Ölsäure (Sigma Chem., St. Louis) umfaßte, überzogen. Als Vernetzer wurde Tromethamin verwendet.
  • Die resultierende Zusammensetzung wurde in eine Hartgelkapsel gefüllt und wie in Beispiel 1 enterisch beschichtet.
  • Die resultierenden 240-mg-Kapseln enthielten jeweils:
  • Cholesterin -2,011x10&supmin;&sup4;M
  • Natriumlaurylsulfat -7,982x10&supmin;&sup5;M
  • Arginin-HCL -2,575x10&supmin;&sup4;M
  • Triethylamin-HCL -2,060x10&supmin;&sup6;M
  • Zitronensäure -6,563x10&supmin;³M
  • Ölsäure -1,901x10&supmin;²M
  • Tromethamin (Fuluka, Schweiz) -1,902x10&supmin;²M
  • Akaziengummi (Yakuri Kagaku, Japan) -2,147x10&supmin;²g
  • Hydroxyproylcellulose-L -0,733x10&supmin;²g
  • Hydroxypropylmethylcellulose -0,458x10&supmin;²g
  • Eigelb-Lecithin (5% Phosphatidsäure) -0,299x10&supmin;²g
  • Insulin (Novo) -8 Einheiten
  • Methylparaben -5,780x10&supmin;&sup5;M
  • Propylparaben -1,245x10&supmin;&sup5;M
  • Silicagel -0,458x10&supmin;²g
  • Die Zusammensetzung von Beispiel 7 erzeugt eine Wirkung, die der einer subkutanen Injektion von regulärem Insulin bei Menschen gleicht.
  • Es wird angenommen, daß für eine gemäß Beispiel 7 hergestellte Zusammensetzung die folgenden Bereiche verwendet werden können. Jede resultierende 240-mg-Kapsel kann aus:
  • Cholesterin -(1,609 bis 2,413)x10&supmin;&sup4;M
  • Natriumlaurylsulfat -(5,587 bis 9,978)x10&supmin;&sup5;M
  • Arginin-HCl -(1,931 bis 3,219)x10&supmin;&sup4;M
  • Triethylamin-HCl -(1,545 bis 2,575)x10&supmin;&sup6;M
  • Zironensäure -(4,266 bis 8,860)x10&supmin;³M
  • Ölsäure -(1,426 bis 2,376)x10&supmin;&sup4;M
  • Troethamin -(1,331 bis 2,568)x10&supmin;²M
  • Akaziengummi -(1,825 bis 2,576)x10&supmin;²g
  • Hydroxypropylcellulose-L -(0,115 bis 0,298)x10&supmin;²g
  • Hydroxypropylmethylcellulose -(0,275 bis 0,641)x10&supmin;²g
  • Eigelb-Lecithin (5% Phosphatid-Säure) -(0,115 bis 0,298)x10&supmin;²g bestehen.
  • Es wurde soviel monokomponentes kristallines Schweineinsulin von Novo oder anderes Insulin zugesetzt, daß jede Kapsel zwischen 4 und 40 Internationale Einheiten Insulin/Kap. enthielt.
  • ***Den fertigen pulverigen, beschichteten oralen Insulin-Teilchen können Methylparaben (3,179 bis 7,803) x 10&supmin;&sup5; M, Propylparaben (0,809 bis 1,681) x 10&supmin;&sup5; M und Silicagel (0,275 bis 0,641) x 10&supmin;² g zugesetzt werden.
  • Die fertigen beschichteten oralen Insulin-Pulver können in eine Hartgelkapsel, Weichgelkapsel gefüllt oder zu Tabletten verpreßt werden. Diese Formen können enterisch beschichtet werden.
  • BEISPIEL 8
  • Es wurde eine Zusammensetzung gemäß der Formulierung von Beispiel 7 hergestellt, die resultierende Formulierung wurde jedoch wie folgt modifiziert:
  • Jede die obigen Substanzen enthaltende 240-mg-Kapsel kann aus:
  • Cholesterin -2,413x10&supmin;&sup4;M
  • Natriumlaurylsulfat -8,081x10&supmin;&sup5;M
  • Arginin-HCl -2,592x10&supmin;&sup4;M
  • Triethylamin-HCl -2,073x10&supmin;&sup6;M
  • Zironensäure -3,024x10&supmin;³M
  • Ölsäure -2,376x10&supmin;&sup4;M
  • Troethamin -8,764x10&supmin;&sup6;M
  • Akaziengummi -2,119x10&supmin;²g
  • Hydroxypropylcellulose-L -0,737x10&supmin;²g
  • Hydroxypropylmethylcellulose -0,461x10&supmin;²g
  • Eigelb-Lecithin (5% Phosphatid-Säure) -0,115x10&supmin;²g
  • Insulin (Novo) -8 Einheiten
  • Methylparaben -5,815x10&supmin;&sup5;M
  • Propylparaben -1,153x10&supmin;&sup5;M
  • Silicagel -0,461x10&supmin;²g
  • bestehen.
  • TEST 8
  • Sieben insulinabhängigen Diabetikern (IDDM), 6 männlichen und einem weiblichen Patienten, im Alter von 24 bis 47 Jahren (durchschnittlich 34,4) mit einem jeweiligen Gewicht von 48 bis 68 kg (durchschnittlich 58,6 kg) nahmen oral zwischen 32 und 48 (durchschnittlich 42,6) Internationale Einheiten der oralen Insulinformulierung von Beispiel 7 ein, nachdem sie die Nacht gefastet hatten und wobei sie während der Untersuchung fasteten.
  • 5 männlichen Patienten wurden nach nächtlichem Fasten subkutan 0,172 IU/kg des regulären injizierbaren Insulins (Tong-Shin) verabreicht, wobei sie während der Untersuchung fasteten. Bei weiteren 5 männlichen IDDM-Patienten gleicht die Gesamtwirkung der oralen Formulierung von Beispiel 7, was die Senkung der Serumglucosespiegel betrifft, der des regulären injizierbaren Insulins (siehe Figur 22). PRÄPARAT DOSIS (IU/kg) SERUMGLUCOSE (mg/dl) reguläres Insulin orales Insulin Form 0914
  • CO = Grundwert der Glucose
  • Cmin= geringster beobachteter Glucosewert
  • TC-min = Zeitpunkt der Beobachtung des geringsten Glucosewertes
  • T&sub1;&sub0;&sub0; = Zeit bis zum Erreichen von 100mg/dl
  • dC/dT = Geschwindigkeit der hypoglykämischen Wirkung
  • Bei zwei IDDM-Patienten wurde nach der oralen Verabreichung der oralen Insulinformulierung von Beispiel 7 (0,63 IU/kg) die Bioverfügbarkeit von Insulin (Insulinkonzentrationen im Serum) gemessen.
  • Verglichen mit einer subkutanen Injektion von 0,172 IU/kg des regulären Insulins bei 5 IDDM-Patienten, ist die "Pharmakokinetik und Bioverfügbarkeit" des Insulins wie folgt: PRÄPARAT INSULIN-DOSIS SERUMINSULIN reguläres Insulin orales Insulin Form 0914
  • I&sub0; = Grundwert des Insulins;
  • Imax = höchster Wert des Seruminsulins;
  • TI-max = Zeitpunkt der Beobachtung des höchsten Seruminsulinwerts
  • TI-0 = Zeit bis zur Erreichung des Seruminsulin-Grundwerts
  • dI/dT = Geschwindigkeit des Anstiegs des Seruminsulins (Resorptionsgeschwindigkeit)
  • FUK = Fläche unter der Seruminsulinspiegel-Kurve über die Dauer der Untersuchung
  • Jeder Person in Test 8 wurden mit jeder Dosis des oralen Insulins zwei Kapseln der in Test 1-E angeführten lipolytischen Enzymzusammensetzung verabreicht.
  • Die klinische Untersuchung zeigte, daß die orale Insulinformulierung von Beispiel 7 in einer oralen Insulin-Einzeldosis von 0,630 IU/kg bei Diabetikern einen "hypoglykämischen" (oder serumglucose-senkenden) Effekt hervorrief, der mit dem identisch war, der nach einer subkutanen Injektion von 0, 172 IU/kg des regulären injizierbaren Insulins (Tong-Shin) bei einer anderen Gruppe von insulinabhängigen Diabetikern auftrat. Vier von unseren sieben insulinabhängigen Diabetikern erlitten einen Insulinschock, der durch die orale Aufnahme von Zuckerwasser und frischem Organgensaft ausgeglichen wurde.
  • Die Daten der Pharmakokinetik und Bioverfügbarkeit nach 0,630 IU/kg oraler Insulinformulierung von Beispiel 7 zeigen jedoch, wenn sie mit denen der subkutanen Injektion von 0, 172 IU/kg des regulären injizierbaren Insulins (Tong-Shin) verglichen werden, daß die Geschwindigkeit der Insulinresorption beim oralen Insulin doppelt so hoch war wie nach der Injektion des regulären Insulins. Die Bioverfügbarkeit von Insulin (FUK) nach oralem Insulin (0,630 IU/kg) entspricht fast dem 4,7-fachen der FUK nach der subkutanen Injektion des regulären Insulins (0,172 IU/kg). Bezogen auf die verabreichte Insulindosis beträgt die FUC für das orale Insulin 2.264,8/IU und für die subkutane Injektion des regulären Insulins 1.775,0/IU. Die Bioverfügbarkeit der oralen Insulinformulierung von Beispiel 7 pro verabreichter Insulindosis entspricht derjenigen des regulären injizierbaren Insulins oder ist höher als diese.
  • Die Wirkung der oralen Insulinformulierung von Beispiel 7 hinsichtlich der Senkung der Serumglucosespiegel bei Diabetikern und die Bioverfügbarkeit des Insulins in den Diabetikern nach der oralen Verabreichung der oralen Insulinformulierung von Beispiel 7 sind ausgezeichnet und gleichen der des subkutan injizierten regulären injizierbaren Insulins bei insulinabhängigen Diabetikern.
  • BEISPIEL 9
  • In diesem Beispiel werden die lipolytischen Enzyme lipidbeschichtet und enterisch beschichtet und können mit einer oralen Insulinformulierung in einer einzigen Kapsel oder Tablette kombiniert werden.
  • A. PANKREAS-LIPASE
  • Pankreas-Lipase-Teilchen wurden folgendermaßen hergestellt. Die folgenden Komponenten wurden in das bereits beschriebene modifizierte Spir-A-Flow-Gerät gegeben. Materialien Menge Hersteller/Los# (falls bekannt) Pankreas-Lipase Maisstärke Methylparaben Propylparaben Sigma, St. Louis: No-L-3126 (Los# 74F-0470) Shinwa Yakuhin, Japan (S 8285) Sigma (32F-0511) June-Sei, Japan (9L1202)
  • Die Komponenten wurden auf die Scheibe des Spir-A-Flow gegeben und bei einer Temperatur von 30 bis 32ºC getrocknet, während der Rotor mit 300 Umdrehungen pro Minute (UpM), der Rührer mit 500 UpM und die Hackeinrichtung mit 2.000 UpM gedreht wurden. Hierdurch wurden feine getrocknete Teilchen der Komponenten gebildet, die durch Luft, welche auf etwa 30 bis 32ºC erwärmt war, vom Boden des Basisteiles geblasen wurden. Die warme Luft wurde durch die Schlitze zwischen dem Rotor und der Behälterwand (Schlitzluft) und durch die feinen Maschenöffnungen in der Rotorscheibe (Wirbelluft) geblasen. Sowohl die Schlitzluft als auch die Wirbelluft wiesen einen Luftdruck von 100 bis 450 mmH&sub2;O auf. Die feinen Partikel der Komponenten wurden durch die Schlitzluft und die Wirbelluft in dem Behälter des Spir-A-Flow-Geräts suspendiert. Die Teilchen der Komponenten wurden dann mit der folgenden Beschichtungslösung überzogen: Chemikalien Menge Hersteller/Los# (falls bekannt) Hydroxy-propyl-Methylcellulose-L (HPMC-L) Natriumlaurylsulfat Wasser Shinwa Yakuhin, Japan (191184) Yakuri Kagaku, Japan (S316-06) zugesetzt zu den Chemikalien bis zu einer Gesamtlösungsmenge von 250 ml
  • Um die Teilchen mit der Beschichtungslösung zu überziehen, wurde die Beschichtungslösung mit einer Geschwindigkeit von 10 ml/min und einem Druck von 1,0 bis 5,0 kg/m² 120 Minuten (die Sprühdüse war intermittierend 20 bis 40 Sekunden "an" und 60 bis 90 Sekunden "aus") auf die in dem Behälter suspendierten Teilchen der Komponenten aufgesprüht.
  • Dies hatte zur Folge, daß die Pankreas-Lipase mit einer dünnen Schicht einer wasserlöslichen HPMC-L-Membran überzogen und durch diese geschützt wurde. Diese mit einer HPMC-L-Membran beschichteten Pankreas-Lipase-Teilchen wurden dann mit der folgenden enterischen Beschichtungslösung enterisch beschichtet: Chemikalien Menge Hersteller/Los# (falls bekannt) Hydroxy-propoyl-Methylcellulose-L Polyethylen-glykol-6000 Dichlormethan Ethanol Wasser Shinwa Yakuhin, Japan (191184) Kao Sekken, Japan
  • Die obige enterische Beschichtung wies einen pH-Wert von etwa 5,2 bis etwa 5,6 auf.
  • Alternativ kann ein Acrylharz von handelsüblicher Qualität mit dem Namen EUDRAGIT L-100-55 (oder L-100) oder EUDRAGUIT L30-D-55 zur Beschichtung der Teilchen verwendet werden. Chemikalien Menge Hersteller/Los# (falls bekannt) EUDRAGIT -L-100-55 Ethanol oder Isopropylalkohol Polyethylenglykol-6000 Magnesiumstearat -ige Lösung, Gewichtsteile Teile Rohm Pharma, Weiterstadt, W-Deutschland Kao Sekken, Japan
  • Oder Chemikalien Menge Hersteller/LosNr.(falls bekannt) EUDRAGIT -L30-D55 -ige Lösung, Gewichtsteile Rohm Pharma, Weiterstadt, W-Deutschland Polyethylenglykol-6000 Wasser Silikonemulsion Talkum Teile Kao Sekken, Japan
  • Die Teilchen wurden mit der zuerst erwähnten enterisehen Beschichtungslösung überzogen, indem die enterische Beschichtungslösung mit einer Sprühgeschwindigkeit von 10 ml/min und einem Druck von 2,5 kg/m² für drei (3) bis vier (4) Stunden auf die erneut in dem Behälter suspendierten HPMC-L-beschichteten Pankreas-Lipase-Teilchen aufgesprüht wurde. Die Sprühdüse war 20 bis 40 Sekunden "an" und 60 bis 120 Sekunden "aus". Das resultierende Produkt zeigt in "gastrischer Lösung" und in "duodenaler Lösung" die gewünschte Ausflösungszeit.
  • B. GALLENSALZ
  • Gallensalzteilchen wurden hergestellt, indem mittels eines Spir-A-Flow Gallensalz und Avicel mit der oben zur Beschichtung der Pancreas-Lipase verwendeten Beschichtungslösung und der zuerst genannten enterischen Beschichtungslösung überzogen wurden. Die Gallensalze und Avicel wurden wie vorstehend unter A beschrieben überzogen. Die verwendeten Gallensalz- und Avicel-Komponenten waren wie folgt: Materialien Menge Hersteller/Los# (falls bekannt) Gallensalz Avicel Dilco (714720) Shinwa Yakuhin, Japan
  • C. ORALE INSULINFORMULIERUNG
  • Die orale Insulinformulierung wurde folgendermaßen hergestellt. Es wurden die folgenden Komponenten in dem Spir-A-Flow-Gerät gemischt. Komponenten Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Cholesterin Arginin-HCl Akaziengummi Glycin Natriumlaurylsulfat Propylparaben Kaksan, Kagaku, Japan (D850134) Furuka, Schweiz June-Sei, Japan (9L1202)
  • Die Komponenten wurden in dem Spir-A-Flow-Gefäß sorgfältig gemischt und getrocknet. Beim Spir-A-Flow wurden die folgenden Parameter verwendet: der Rotor wurde auf 350 UpM eingestellt; der Rührer wurde auf 500 eingestellt; die Hackeinrichtung wurde auf 2.000 UpM eingestellt; der Schlitzluftdruck betrug zwischen 100 und 300 mmH&sub2;O; der Wirbelluftdruck betrug zwischen 100 und 350 mmH&sub2;O; die Luft besaß eine Produkttemperatur von 24 bis etwa 31ºC; die Komponenten wurden bei diesen Parametern etwa 30 Minuten in dem Spir-A-Flow gemischt und getrocknet. Dann wurden die sorgfältig gemischten und getrockneten und in der Luft des Behälters suspendierten Komponenten mit der folgenden Bindungslösung gebunden. Chemikalien Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Hydroxy-propyl-Cellulose-L (HPC-L) Shinwa Yakuhin, Japan (191184) Natriumlaurylsulfat Trimethylamin Zitronensäure kristallines Insulin Wasser wie gewünscht in g Yakuri-Kagaku, Japan Wako Kagaku, Japan (SIGMA kristallines Rinderinsulin) das pH der Lösung betrug etwa 2,0 bis etwa 3,5
  • Um die oben erzeugten Teilchen zu beschichten, wurde die Bindungslösung durch die Sprühdüse versprüht, die sich im oberen Teil des Spir-A-Flow befindet, siehe 28 von Figur 3, wobei die Bindungslösung vor und während des Sprühvorgangs in einen Zylinder gefüllt und dann durch Eintauchen in ein eiskaltes Becherglas gekühlt wurde. Die Bindungslösung wurde mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 14 ml/min, einem Luftdruck von 1,0 bis 2,0 kg/m² und einem Luftvolumen von 15 bis 25 l/min etwa zwei Stunden auf die feinen luftsuspendierten Teilchen aufgesprüht, bis die gesamte Bindungslösung verbraucht war. Die Sprühdüse wurde intermittierend 20 bis 40 Sekunden angeschaltet und 30 bis 90 Minuten ausgeschaltet. Während des Vorgangs wurde die Produkttemperatur auf etwa 25 bis etwa 32ºC gehalten, indem die zur Suspendierung der Teilchen verwendete Luft auf dieser Temperatur gehalten wurde. Die resultierenden Teilchen mit dem kristallinen Insulin wurden dann unverzüglich in Wasser mit einer Temperatur von etwa 24ºC gelöst, wodurch eine Emulsion geschaffen wurde, welche das an die feinen Teilchen gebundene Insulin enthielt. Die Emulsion besaß einen pH-Wert von etwa 4,2 bis etwa 5,4.
  • Unmittelbar danach wurden die in der Emulsion enthaltenen insulingebundenen Teilchen mit einer Lipidbeschichtung überzogen, die folgendermaßen hergestellt wurde. Die auf die insulingebundenen Teilchen gesprühte Lipidbeschichtung umfaßte die folgenden Komponenten. Chemikalien Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Eigelb-Lecitin Polyethylen-glykol-fettsäureester Wasser Sigma, St. Louis Kao Sekken, Japan (Emanon 3199; Los No. 12744Y zugesetzt bis zu einem Endvolumen von 200ml. Die resultierende Lösung besaß ein pH von etwa 5,5 bis etwa 6,5
  • Die Lipidbeschichtungslösung wurde ebenfalls durch die oben im Behälter befindliche Sprühdüse 28 versprüht. Die Parameter des Spir-A-Flow waren wie folgt: der Rotor wurde auf 250 bis 300 UpM eingestellt; der Rührer auf 500; und die Hackeinrichtung auf 2.500 bis 3.000 UpM. Die Sprühdüse und ihre Sprühgeschwindigkeit wurden auf 12,0 ml/min bei einem Luftdruck von 1,2 bis 1,5 kg/m² und einem Luftvolumen von 15 bis 20 l/min eingestellt, und die Produkttemperatur betrug zwischen etwa 30 und etwa 34ºC. Wiederum wird die Produkttemperatur aufrechterhalten, indem der Temperaturregler des Spir-A-Flow so eingestellt wird, daß die in den Behälter strömende Luft die gewünschte Temperatur aufweist. Die Lipidbeschichtungslösung wurde 60 Minuten versprüht. Die Sprühdüse wird intermittierend 20 Sekunden angeschaltet und 60 bis 90 Sekunden ausgeschaltet.
  • Die resultierenden lipidbeschichteten Teilchen werden dann nochmals mit einer Lipidbeschichtungslösung überzogen. Die zweite Lipidbeschichtungslösung enthält die folgenden Komponenten: Chemikalien Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Ölsäure Cholesterin Trometamol Alkohol ad 100 ml Junsei-Japan Furuka, A.G. (246537-784) Pharmacia, Schweden (vor Mischung mit den anderen Komponenten auf 80-90ºC erwärmt)
  • Die zweite Lipidbeschichtungslösung wurde von der Seite des Spir-A-Flow-Behälters mit einer Sprühgeschwindigkeit von 12 ml/min, einem Luftdruck von 1,0 bis 1,5 kg/m² und einem Luftvolumen von 15 bis 20 l/min versprüht. Der Rotor wurde auf 300 bis 350 UpM, der Rührer auf 500, die Hackeinrichtung auf 3.000 bis 3.500 UpM eingestellt, und die Temperatur des Produkts wurde auf etwa 31 bis etwa 35ºC gehalten. Die Sprühdüse wurde intermittierend 20 bis 40 Sekunden angeschaltet und 60 bis 90 Sekunden ausgeschaltet.
  • Falls gewünscht, kann Trometamol aus der zweiten Lipidbeschichtungslösung weggelassen werden. Wenn jedoch Trometamol weggelassen wird, wird dies zu einer längeren Trocknungsdauer führen, und es muß äußerste Sorgfalt angewendet werden, um eine "übermäßige fette Feuchtigkeit" der Teilchen zu vermeiden. Tromethamin (Trometamol) ist in der Pharmakopöe der USA und in der Europäischen Pharmakopöe angeführt.
  • Nach dem Schritt der zweiten Lipidbeschichtungslösung werden die überzogenen getrockneten Teilchen entweder in Hartgelkapseln gefüllt oder zu Tabletten verpreßt. Die oralen insulingebundenen beschichteten Teilchen können allein zu Kapseln oder Tabletten verarbeitet werden oder können mit den vorausgehend beschriebenen enterisch beschichteten Lipase- und Gallensalzteilchen gemischt werden. Die resultierenden Kapseln oder Tabletten können enterisch beschichtet werden.
  • Alternativ können die lipidbeschichteten gebundenen oralen Insulinteilchen selbst enterisch beschichtet werden. Die enterische Beschichtungslösung zum Überziehen der lipidbeschichteten oralen Insulinteilchen enthält die folgenden Komponenten: Chemikalien Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) EUDRAGIT -L 30D Polyethylen-glykol-6000 Talkum (Puder) Silikonemulsion Wasser Teile (-ige Lösung) Teile Rohm Pharma GmbH, West-Deutschland Die resultierende Lösung besaß ein pH von etwa 5,5 bis etwa 6,5
  • Um enterisch beschichtete lipidbeschichtete orale Insulinteilchen herzustellen, wurde die enterische Beschichtungslösung durch die Sprühdüse 28, die sich im oberen Teil des Spir-A-Flow-Behälters befindet, versprüht, und zwar mit einer Sprühgeschwindigkeit von einem Gramm pro kg pro Minute auf etwa 500 Gramm lipidbeschichtete gebundene orale Insulinteilchen. Die Teilchen wurden abwechselnd 5 Sekunden besprüht und 5 Sekunden trocknen gelassen, bis die gewünschte Dicke der enterischen Beschichtung erreicht war.
  • Um die Menge der aufzutragenden enterischen Beschichtungslösung in Prozent trockener Lacksubstanz (enterische Beschichtungslösung) ("Q") zu bestimmen, wird die Oberfläche der zu beschichtenden Teilchen (SA) in mm² mit den gewünschten mg des trockenen Iacks (L) pro cm² in mg/cm² (Dicke der Beschichtung) multipliziert und das Ergebnis durch das Gewicht der oralen insulingebundenen Teilchen (W) in mg dividiert. Entsprechend werden die Prozent trockene Lacksubstanz "Q" mittels der folgenden Gleichung errechnet:
  • Q = (SA x L)/W
  • Vorzugsweise besitzen die enterisch beschichteten Teilchen des oralen Insulins einen Durchmesser von etwa 0,1 bis etwa 0,8 mm (wobei die Oberflächen somit zwischen etwa 0,314 bis etwa 2,0 mm² betragen). Es hat sich gezeigt, daß durch das Aufsprühen von etwa 120 bis etwa 150 ml der obigen enterischen Beschichtungslösung auf die etwa 450 g wiegenden oralen Insulinteilchen die resultierenden beschichteten Teilchen sich nicht auflösen, wenn sie für mindestens 10 Minuten in eine Lösung mit einem pH-Wert von etwa 1,2 (gastrische Lösung) gegeben werden; die beschichteten Teilchen werden sich jedoch in einer Lösung mit einem pH-Wert von 6,8 (duodenale Lösung) innerhalb von 30 Sekunden auflösen und fein verteilen. Demgemäß ist eine ideale enterische Beschichtung für die oralen Insulinteilchen erzielt worden.
  • D. ORALE INSULINTEILCHEN/LIPASE/GALLENSALZ-KAPSEL
  • In diesem Beispiel werden Kapseln hergestellt, welche die beschichteten oralen Insulinteilchen, die beschichtete Lipase und das beschichtete Gallensalz enthalten. Zu diesem Zweck werden die enterisch beschichteten oralen Insulinteilchen (wie oben unter C beschrieben hergestellt), die enterisch beschichteten Lipaseteilchen (wie oben unter A beschrieben hergestellt) und die enterisch beschichteten Gallensalzteilchen (wie oben unter B beschrieben hergestellt) miteinander gemischt und im folgenden Verhältnis in Hartgelkapseln der Größe Nr. 1 gefüllt:
  • 200 mg (12 IU) orales Insulin
  • 28 mg (1.000 Einheiten) Pankreas Lipase
  • 25 mg Gallensalz
  • 50 mg Natriumbicarbonat (ofengetrocknet)
  • und
  • 50 mg Zitronensäure als "Füllstoff".
  • Das Natriumbicarbonat und die Zitronensäure gewährleisten einen Bersteffekt und bewirken, daß sich die Hartgelkapseln im Magen öffnen und die enterisch beschichteten Teilchen von oralem Insulin, Lipase und Gallensalz in Größen von weniger als 1 mm freisetzen. Aufgrund ihrer Größe und Zusammensetzung gelangen diese Teilchen schnell durch den Pylorus in den Zwölffingerdarm. Das Natriumbicarbonat und die Zitronensäure dienen außerdem dazu, den intraintestinalen pH-Wert ins Alkalische zu verändern, und steigern die Aktivität der Pankreas-Lipase in Gegenwart des Gallensalzes.
  • E. VERGLEICHENDE KLINISCHE UNTERSUCHUNG DER ORALEN INSULIN-FORMULIERUNG VON C vs. DIE ORALE INSULINFORMULIERUNG VON D
  • Sechs Diabetiker (3 insulinabhängige und 3 insulinunabhängige; fünf männliche und ein weiblicher) nahmen an einer vergleichenden Untersuchung teil, in der die orale Insulinformulierung von C, die gemeinsam mit vier Kapseln des lipolytischen Enzyms verabreicht wurde, welche jeweils 1000 Einheiten Lipase und 25 mg Gallensalz enthielten, mit der oralen Insulinformulierung von D, d.h., der oralen Insulinformulierung von C, die mit der beschichteten Lipase von A, dem beschichteten Gallensalz von B, Natriumbicarbonat und Zitronensäure in einer Hartgelkapsel kombiniert worden war, verglichen wurde.
  • Jeder Patient erhielt an getrennten Tagen jede Formulierung. Zu diesem Zweck erhielt jeder Patient am ersten Tag der Untersuchung oral 48 IU des oralen Insulins mit vier Kapseln, die zusammen 4.000 Einheiten Lipase und 100 mg Gallensalz enthielten, und am zweiten Tag der Untersuchung 4 Kapseln, die 48 IU des oralen Insulins sowie 4.000 Einheiten Lipase und 100 mg Gallensalz enthielten. Am dritten und vierten Untersuchungstag wurde die Behandlung wiederholt.
  • Allgemein war die Gesamtwirkung auf den Blutzucker und die hypoglykämische Wirkung bzw. der hypoglykämische Effekt des oralen Insulins gleich, unabhängig davon, ob die lipolytischen Enzymkäpseln getrennt, jedoch gleichzeitig mit den oralen Insulinkapseln (48 IU) verabreicht wurden oder die lipolytischen Enzyme mit dem oralen Insulin in derselben Kapsel enthalten waren und als kombinierte Kapsel gegeben wurden.
  • F. ORALE INSULIN/LIPASE/GALLENSALZ-TABLETTEN
  • Die in Abschnitt A, B und C beschriebenen nicht enterisch beschichteten Teilchen können kombiniert und zu Tabletten verpreßt werden. Zu diesem Zweck werden die folgenden Komponenten gemischt.
  • Insulin/Lipase/Gallensalz-Teilchen (im gleichen Verhältnis wie unter D angegeben) 126,35 g
  • Natriumbicarbonat 50,0 g
  • Kaliumbicarbonat 32,0 g
  • Zitronensäure 17,65 g
  • Talkum 500 mg
  • Avicel 500 mg
  • Lactose 45,0 g
  • Maisstärke 28,0 g
  • 300,00 g
  • Die obige Mischung wurde zu hartgepreßten Tabletten von etwa 220 mg Größe (falls gewünscht, kann die Größe größer oder kleiner sein) verarbeitet. Wenn kristallines Insulin in der Formulierung von Abschnitt C ersetzt wird, kann jede Tablette 6 IU Insulin enthalten; falls gewünscht, kann die Insulindosis auf bis zu IU erhöht werden.
  • Die resultierenden Tabletten wurden mit EUDRAGIT -E-100 in einer Gesamt-"Filmbeschichtungsdicke" von etwa 0,1 bis etwa 0,15 mm überzogen. Die so überzogenen Tabletten lösen sich in Magensaftlösung mit einem pH-Wert von bis zu 5,0 innerhalb von höchstens 30 Sekunden auf. Die hierdurch freigesetzten Teilchen, d.h., das orale Insulin, die Lipase und das Gallensalz, lösen sich, da sie enterisch beschichtet wurden, nur gut in einer Lösung auf, die einen pH-Wert von mindestens 6 aufweist. Überdies besitzen die Teilchen eine Größe von weniger als 1 mm und werden daher leicht durch den Pylorus gelangen und sich im Zwölffingerdarm auflösen. Im Zwölffingerdarm werden die Teilchen emulgiert und suspendieren die mikro-liposphärischen Teilchen mit dem daran gebundenen Insulin (mit einer Größe von weniger als 1 Mikrometer) und/oder das "lipidbeschichtete" mikro-liposphärisch gebundene Insulin (mit einer Größe von weniger als 50 Mikrometern). Demgemäß werden die Teilchen in Form einer im Lumen des Zwölffingerdarms gebildeten Emulsion suspendiert. Hierdurch werden diese Teilchen bevorzugt von den Zotten der Darmschleimhaut resorbiert, unter Umgehung der Leber.
  • Klinische Untersuchungen der Tablettenform der oralen Insulin/Lipase/Gallensalz-Kombination wurden bei drei insulinabhängigen Diabetikern durchgeführt, und die Ergebnisse waren wie folgt: Blutzucker (Mg%) Name Geschl. Gew. Alter Diabetes Dosis
  • Die Verwendung einer enterischen Beschichtungslösung wie EUDRAGIT -L-100 oder L-30 zum Überziehen der oralen Insulinteilchen, der Gallensalzteilchen und Lipaseteilchen verleiht den beschichteten Teilchen die folgenden Eigenschaften:
  • 1. Magensaftresistenz;
  • 2. schützt die Magenauskleidung gegen mögliche von den Teilchen mitgebrachte aggressive Substanzen;
  • 3. trennt die inkompatiblen Wirkstoffe;
  • 4. verbessert die Lebensdauer der Produkte;
  • 5. isoliert die hygroskopischen Kerne und
  • 6. schützt die Teilchen gegen atmosphärische Einflüsse.
  • Wie oben erwähnt, schützt EUDRAGIT die Magenwand vor jeglicher zerfressender Wirkung, welche das Gallensalz besitzen mag, und verbessert außerdem die orale Insulinformeln, die eine mangelhafte Gebrauchsfähigkeitsdauer besitzen und äußerst labil und hygroskopisch sind.
  • BEISPIEL 10
  • Gemäß diesem Beispiel wurde eine orale Insulinformulierung hergestellt. In den Behälter des Spir-A-Flow wurden die folgenden Komponenten gegeben: Komponenten Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Cholesterin Arginin-HCl Aminoessigsäure Natriumlaurylsulfat Propylparaben Koksan Kagaku, Japan (D 850134) Junsei Chem. Co., Japan Yakuri Kagaku, Japan
  • Diese pulverigen Komponenten wurden mittels der vorstehend beschriebenen Strahlmühle (siehe Figur 1 und 2) bis zu einer Teilchengröße von weniger als 50 Mikrometern vermahlen und in dem Behälter des Spir-A-Flow sorgfältig gemischt und getrocknet, wobei die folgenden Parameter verwendet wurden
  • Rotor (Umdr. pro Min.) 250-300, Wirbelluftdruck = 40-50 mm H&sub2;O
  • Rührer (UpM) 500-700, Schlitzluftdruck = 25-35 mm H&sub2;O
  • Hackeinrichtung (UpM) 4000-5000, (Haupt)-Luftdruck = 900-1.000 mmHg
  • Die gründlich gemischten und getrockneten Komponenten (Teilchens wurden dann in dem Behälter suspendiert, indem der Schlitzluftdruck und der Wirbelluftdruck auf ungefahr 50 bis etwa 100 mmH&sub2;O erhöht wurden. Die suspendierten, getrockneten feinen Teilchen wurden dann mit der folgenden Lösung beschichtet: Komponenten Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Hydroxy-propyl-methyl-cellulose-L Triethylamin Zitronensäure Natriumlaurylsulfat kristallines Insulin Wasser nach Wunsch 8-20 IU Eli Lilly (Rinderinsulin) bis zu einem Endvolumen von 400 ml, bei einer Temperatur von etwa 10-12ºC; und einem End-pH von etwa 1,2 bis etwa 2,5 Shinwa Yakuhin, Japan (191184) Wako Kagaku, Japan Yakuri Kagaku, Japan
  • Die Bindungslösung wird von der oben im Behälter befindlichen Sprühdüse aus versprüht, so daß sie die Teilchen überzieht. Die das kristalline Insulin enthaltende Bindungslösung wird unter Verwendung der folgenden Parameter an die getrockneten feinen Teilchen gebunden:
  • Rotor = 200-300 UpM Sprühpumpendurchflußrate = 12,0-15,0 ml/min
  • Rührer = 500-700 UpM Sprühluftdruck = 1,2-1,5 kg/cm²
  • Hackeinrichtung = 2.800-3.500 UpM Sprühluftvolumen = 20-40 l/min
  • Wirbelluftdruck = 50-80 mmH&sub2;O Schlitzluftdruck = 50-90 mmH&sub2;O
  • Hauptzufuhrluftdruck = 800-1.500mmHg Produkt Temp. = 26,7-28,5ºC
  • Die Teilchen wurden stoßweise während einer Dauer von etwa 90 bis etwa 120 Minuten besprüht, bis die gesamte Lösungsmasse verbraucht war. Die Teilchen wurden während dieser Zeit abwechselnd etwa 5 Sekunden besprüht und etwa 22 Sekunden getrocknet.
  • Die mit der Lösung des kristallinen Insulins gebundenen Teilchen (die gebundenen Teilchen) wurden dann mit einer ersten Beschichtungslösung überzogen. Die erste Beschichtungslösung enthielt die folgenden Bestandteile: Eigelb-Lecithin Polyethylenglycol-fettsäureester (EMANON) Polysorbat 80 Wasser Sigma Chemical Kao Sekken, Japan (Emanon 3199; 12744Y) Hayashi Pure Chemical Osaka, Japan (Tween-80 IFM09818) bis zu einem Endvolumen von 500 ml; Temp. 25 bis 26ºC; pH von 4,5 bis 6,5
  • Die obigen gebundenen Teilchen wurden in dem Spir-A-Flow suspendiert und unter den folgenden Bedingungen mit der obigen ersten Beschichtungslösung überzogen:
  • Rotor = 220-300 UpM Sprühpumpendurchflußrate = 12,0-15,0 ml/min
  • Rührer = 500-800 UpM Sprühluftdruck = 1,2-2,0 kg/cm²
  • Hackeinrichtung = 2.800-4.000 UpM Sprühluftvolumen = 20-40 l/min
  • Wirbelluftdruck = 50-100 mmH&sub2;O Schlitzluftdruck = 50-100 mmH&sub2;O
  • Hauptzufuhrluftdruck =900-1.000mmHg Produkt Temp. = 32,0-33,8ºC
  • Die gebundenen Teilchen wurden etwa 5 bis etwa 10 Sekunden besnrüht und etwa 20 bis etwa 22 Sekunden getrocknet.
  • Die beschichteten gebundenen Teilchen wurden dann mit einer zweiten Beschichtungslösung erneut überzogen. Die zweite Beschichtungslösung enthielt die folgenden Bestandteile: Chemikalien Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Ölsäure Polysorbat - 80 Ethanol Junsei Chemical, Japan (9D4034)Hayashi Pure Chemical, Japan (IFM09818) bis zu einem Endvolumen von 500 ml; Temp. 28-30ºC; pH 6,0 bis 7,2
  • Die zweite Beschichtungslösung wurde von der an der Seite des Behälters befindlichen Sprühdüse aus versprüht, wobei die folgenden Parameter verwendet wurden:
  • Rotor = 250-300 UpM Sprühpumpendurchflußrate = 12,0-15,0 ml/min
  • Rührer = 500-700 UpM Sprühluftdruck = 1,2-1,5 kg/cm²
  • Hackeinrichtung = 3.000-4.500 UpM Sprühluftvolumen = 20-40 l/min
  • Wirbelluftdruck = 60-110 mmH&sub2;O Schlitzluftdruck = 60-110 mmH&sub2;O
  • Hauptzufuhrluftdruck =900-1.000mmHg Produkt Temp. = 30-32,5ºC
  • Die resultierenden gebundenen Teilchen, welche das Insulin enthalten und mit Lipiden beschichtet sind, können entweder zu feinen Granula verarbeitet werden, die einen Durchmesser von weniger als 2 mm aufweisen, (unter Verwendung von stärkebeschichteter NaHCO&sub3;:Zitronensäure in einem 3:1-Verhältnis als "Kern", der mit einer Beschichtung überzogen wird, und den oben beschriebenen insulingebundenen chemischen Teilchen als äußere Schicht usw., mit einer anschließenden enterischen Beschichtung) oder mit 20 bis 30 Gew.-% Natriumbicarbonat, 10 bis 20 Gew.-% Zitronensäure und 3 bis 6 g Silicagel auf 500 bis 650 g des Endgewichts der Formulierung gemischt werden und in Hartgelkapseln der Größe Nr. 4 eingefüllt werden. Die resultierenden Kapseln werden dann mit der folgenden enterischen Beschichtungslösung überzogen: Chemikalien Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Hydroxy-propyl-methyl-Cellulose-Phtalat Polyethylenglycol-6000 Dichlormethan Ethanol Wasser Schellack Shinwa Yakuhin, Japan Kao Sekken, Japan Yakuri Kagaku, Japan, (224144) Es werden 0,2 g pro 100 ml der obigen gemischten Lösung zugesetzt und gelöst (dunkelbraune Farbe), pH 5,2 bis 5,6; gemischt bei einer Temperatur von etwa 30,0 bis 32,5ºC
  • Alternativ kann eine enterische Beschichtungslösung verwendet werden, welche die folgenden Komponenten enthält: EUDRAGIT -L30-D55 Polyethylenglykol-6000 Silikonemulsion %-ige Lösung, Teile Gewichtsteile Rohm Pharma West-Deutschland Kao Sekken, Japan Talkum Wasser Teile
  • Um die mit den gebundenen Insulinteilchen gefüllte #4-Kapsel enterisch zu beschichten, wurde die zuerst genannte enterische Beschichtung verwendet. Die in den so beschichteten #4-Kapseln enthaltenen gebundenen Insulinteilchen lösen sich in einer gastrischen Lösung mit einem pH-Wert von etwa 1,2 erst nach zwei oder mehr Stunden auf. Jedoch lösen sich die Kapseln in einer duodenalen Lösung mit einem pH-Wert von etwa 6,8 innerhalb von höchstens fünfzehn (15) Minuten auf (wie durch die Pharmakopöe der USA festgelegt). Kapseln, die mit der alternativen enterischen Beschichtungslösung beschichtet wurden, zeigten ebenfalls ähnliche Eigenschaften.
  • BEISPIEL 11
  • Um die orale Insulinformulierung dieses Beispiels herzustellen, wurden die folgenden Komponenten in den Behälter des Spir-A-Flow gegeben: Komponenten Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Cholesterin Natriumlaurylsulfat Propylparaben Methylparaben Koksan Kagaku, Japan (D 850134) Yakuri Kagaku, Japan (S 316-05) Junesei Chemical, Japan
  • Nach dem Mischen und Trocknen der Komponenten in dem Spir-A-Flow-Behälter unter Verwendung der in Beispiel 10 (oben) beschriebenen Parameter wurden diese Teilchen mit einer insulinhaltigen Bindungslösung gebunden. Die insulinhaltige Bindungslösung enthielt die folgenden Bestandteile: Chemikalien Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Hydroxypropylmethylcellulose-L Triethylamin Zitronensäure Natriumlaurylsulfat Silikonemulsion-Insulin Wasser Shinaw Yakuhin, Japan (191184) Wako Kagaku, Japan Yakuri Kagaku, Japan (wie erforderlich, um eine fertige Kapsel mit 2 bis 20 IU zu erhalten) bis zu einem Endvolumen von 400 ml, mit einem pH von etwa 1,2 bis etwa 2,5
  • Die gemischten und getrockneten Komponenten wurden in dem Behälter suspendiert, und die insulinhaltige Bindungslösung wurde von der oben im Behälter befindlichen Sprühdüse 28 aus versprüht. Die Bindungslösung wurde versprüht, während das Spir-A-Flow unter den im obigen Beispiel 10 angegebenen Bedingungen arbeitete.
  • Die insulingebundenen Teilchen wurden dann mit einer ersten Beschichtungslösung überzogen. Die erste Beschichtungslösung enthielt die folgenden Chemikalien: Chemikalien Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Eigelb-Lecithin Emanon-3199 Tween-80 Wasser Sigma Chemical Kao Sekken, Japan (12744Y) Hyashi Pure Chemical, Japan (IFM09818) bis zu einem Endvolumen von 500 ml, mit einem pH von 4,0 bis 6,2
  • Die beschichteten insulingebundenen Teilchen wurden mit der ersten Beschichtungslösung wie in Beispiel 10 (oben) beschrieben überzogen.
  • Die resultierenden beschichteten Teilchen wurden dann mit einer zweiten Beschichtungslösung erneut überzogen. Die zweite Beschichtungslösung wies die folgenden Bestandteile auf: Chemikalien Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Ölsäure Tween - 80 Ethanol Junsei Chemical, Japan (9D4034) Hayashi Pure Chemical, Japan (IFM09818) bis zu einem Endvolumen von 500 ml, mit einem pH von 6,0 bis 7,2
  • Die zweite Beschichtungslösung wurde von der an der Seite des Behälters befindlichen Sprühdüse 27 aus unter den in Beispiel 10 (oben) beschriebenen Bedingungen versprüht.
  • Die resultierenden beschichteten Teilchen können zu feinen Granula mit einem Durchmesser von weniger als 2 mm verarbeitet werden, die eine Mischung von Natriumbicarbonat und Zitronensäure in einem 3:1- oder 1:1-Verhältnis als Kern, Stärke als Non-pareille, überzogen mit einer Beschichtung, und insulingebundene Teilchen als äußere Schicht umfassen und enterisch beschichtet sind, oder mit etwa 20 bis etwa 30 Gew.-% Natriumbicarbonat, etwa 10 bis etwa 20 Gew.-% Zitronensäure und etwa 0,5 bis etwa 2,0 Gew.-% Silicagel gemischt werden. Die resultierenden Mischungen können dann in Nummer-4-Hartgelkapseln gefüllt und enterisch beschichtet werden.
  • BEISPIEL 12
  • In diesem Beispiel werden die in Beispiel 10 und 11 hergestellten Insulinformulierungen, bestehend aus Granula mit einem Durchmesser von weniger als 2,0 mm, beschichtet. Es wird ein CF-Granulator (siehe Fig. 23) verwendet, und die orale Insulinformulierung von entweder 10 oder 11 wurde mit Natriumbicarbonat/Zitronensäure in einem Verhältnis von etwa 3:1 mit einer Größe von weniger als 0,5 mm, verwendet als "Non-pareille", kombiniert. Die resultierenden Granula wurden dann mit einer der oben beschriebenen enterischen Beschichtungslösungen enterisch beschichtet. Es wurde festgestellt, daß sich die resultierenden Granula in einer gastrischen Lösung mit einem pH-Wert von etwa 1,2 für mindestens 2 Stunden nicht auflösen, daß sie sich jedoch in einer duodenalen Lösung mit einem pH-Wert von etwa 6,8 innerhalb von höchstens 15 Minuten auflösen. Der CF-Granulator, im Handel von Freund Industries Inc., Tokyo, Japan, zu beziehen, wurde dafür entwickelt, unter Anwendung eines Zentrifugalsystems zu agglomerieren, zu granulieren und zu beschichten, und ist in Figur 23 dargestellt. Kurz gesagt, umfaßt der CF-Granulator 40 eine Stromversorgung 42, einen Rotor 44, eine Luftzufuhr 46 und eine Sprühdüse 48.
  • Für die Erzeugung des Produkts in dem CF-Granulator wurde die Temperatur der Luftzufuhr auf etwa 28 bis etwa 34ºC eingestellt, die Rotorgeschwindigkeit wurde auf etwa 130 bis etwa 200 Umdrehungen pro Minute eingestellt, die Fließgeschwindigkeit der Luftzufuhr betrug 30 bis 50 l/min, die Sprührate der Sprühdüse betrug 20 bis 50 ml/min bei einem Sprühdruck von 10 bis 30 l/min.
  • Um die Natriumbicarbonat/Zitronensäure-Zusammensetzung herzustellen, wurden 110 bis etwa 150 g Zitronensäure als "Kern" mit etwa 400 bis etwa 450 g Natriumbicarbonatpulver und einer geringen Menge an alpha-Stärkepulver, etwa 10 bis etwa 50 g, überzogen und 30 Minuten in dem Spir-A-Flow getrocknet.
  • Unter Verwendung von Zitronensäure als Kern und Natriumbicarbonat und Stärke als Überzug (beide als "Non-pareille") werden die oralen Insulinformulierungen von Beispiel 10 und 11 als Pulver, die mit etwa 30 Gew.-% Stärke vorgemischt sind, unter Verwendung von etwa 6 bis etwa 20% (vorzugsweise etwa 10%) Hydroxypropylcellulose-L (HPC-L) in Alkohol auf das körnige Non-pareille aufgebracht und zwar 20 bis 40 Minuten bei einer Rotorgeschwindigkeit von etwa 100 bis etwa 200 UpM, einer Luftzufuhr von 20 bis 50 l/min, einer Sprühdüsen-Durchflußrate von 15 bis 40 ml/min und einem Druck von 10 bis 30 l/min (die Temperatur betrug etwa 25 bis etwa 30ºC). Die resultierenden Granula wurden 30 Minuten in einem Spir-A-Flow bei einer Temperatur von etwa 30 bis etwa 35ºC getrocknet.
  • Die resultierende granulierte Formulierung wies Granula mit einem Durchmesser von etwa 0,490 bis etwa 1,450 mm auf und wurde mit einer enterischen Lösung von 5% HPC-methyl-phthalat und Polyethylenglykol-6000 (0,05%) in Ethanol beschichtet. Es hätten auch die anderen oben angeführten enterischen Beschichtungslösungen Verwendung finden können. Die Granula wurden mit der enterischen Lösung bei einer Rotorgeschwindigkeit von etwa 150 bis 250 UpM, einer Luftzufuhr von 30 bis 50 l/min, einem Sprühfluß von 20 ml/min, einem Druck von 15 bis 30 l/min und einer Temperatur von etwa 25 bis etwa 30ºC überzogen. Die resultierenden Granula besitzen eine Struktur, die im wesentlichen der in Figur 24 dargestellten entspricht. Das Granulum 50 umfaßt einen Kern 52, ein Non-pareille 54, eine HPC-L-Beschichtung 56, eine Insulinschicht 58 und eine enterische Beschichtung 59. Diese Granula würden sich frühestens nach 2 Stunden in einer gastrischen Lösung mit einem pH-Wert von etwa 1,2 auflösen, würden sich jedoch in einer duodenalen Lösung mit einem pH-Wert von etwa 6,8 innerhalb von höchstens 15 Minuten auflösen.
  • TEST 12a
  • Das resultierende Produkt, etwa 0,9 (0,69 bis 1,07) IU pro kg, wurde in vitro in 10 bis 20 ml Kochsalzlösung gelöst und über eine doppellumige Wallace-Diamond-Sonde in den Zwölffingerdarm von drei Hunden eingeführt. Zu den Zeitpunkten 0, 60, 80,100, 180, 240 und 300 Minuten nach der Verabreichung der Formulierung an 3 Hunde wurden serielle femorale venöse Blutproben entnommen. Die Hunde, einer männlich und zwei weiblich, besaßen ein durchschnittliches Gewicht von 4,0 (jeweils etwa 3,0 bis etwa 5,6) kg. Es wurden die Plasmaglucosespiegel und Insulinkonzentrationen gemessen (mittels Radioimmuntest und der Enzymimmunoassay-Verfahren von Wako).
  • Nach etwa 80 Minuten wurde ein markanter und signifikanter Grad an Hypoglykämie beobachtet, der etwa 300 Minuten anhielt, während eine maximale Plasmainsulinkonzentration etwa 100 Minuten nach der intraduodenalen Verabreichung der Formulierung festgestellt wurde (siehe Figur 25 und 26).
  • TEST 12b
  • Die wie in Beispiel 12 beschrieben modifizierte Formulierung von Beispiel 11, etwa 1,0 IU pro kg, wurde einem weiblichen Hund mit einem Gewicht von 6,0 kg intraduodenal verabreicht. Die hypoglykämische Wirkung der Formulierung wurde mit derjenigen eines intraduodenal verabreichten regulären injizierbaren Insulins (Novo-Insulin Actrapid, 1,0 IU pro kg) und eines intravenös verabreichten regulären injizierbaren Insulins (Novo-Insulin Actrapid, 0,5 IU pro kg) verglichen. Nach intravenöser Infusion von 1,26 IU des regulären injizierbaren Insulins sank der Plasmaglucosespiegel innerhalb von 20 Minuten von 102 auf 23 mg/ml und kehrte innerhalb von 3 Stunden wieder auf 100 mg/ml zurück. Dann wurden 6 IU des regulären injizierbaren Insulins intraduodenal verabreicht. Während eines Zeitraums von mehr als drei Stunden wurden keine Veränderungen des Blutglucosespiegels festgestellt. Es wurden sechs (6) IU der Formulierung intraduodenal gegeben, und es wurde ein markantes und anhaltendes Absinken des Blutzuckerspiegels beobachtet. Das Tier starb zwei Stunden nach der Verabreichung der Formulierung an schwerer Hypoglykämie (siehe Figur 27).
  • TEST 12c
  • Nach einer Beobachtungsdauer von 24 Stunden ohne Insulin oder orale hypoglykämische Wirkstoffe und nach nächtlichem Fasten nahmen drei insulinabhängige und 2 insulinunabhängige Patienten etwa 0,64 bis etwa 0,73 IU pro kg der Insulinformulierung von Beispiel 10 ein, die wie in Beispiel 12 angegeben modifiziert war. Die Blutzuckerspiegel wurden fünf Stunden hindurch stündlich gemessen. Einem IDDM- und einem NIDDM-Patienten wurde jedoch aufgrund der vor der Untersuchung festgestellten durch das Fasten bedingten niedrigen Blutglucosespiegel ein Standard-Frühstück gereicht, und die Untersuchung wurde postprandial fortgesetzt. Bei diesen Patienten wurde ein klinisch signifikanter Grad an "Hypoglykämie" beobachtet (siehe untenstehende Tabelle 5).
  • Weitere 6 Patienten, 4 IDDM- und 2 NIDDM-Patienten, nahmen oral 0,49 bis 0,63 IU pro kg der gemäß Beispiel 12 modifizierten Formulierung von Beispiel 11 ein. Ein Patient erhielt aufgrund des festgestellten durch das Fasten bedingten niedrigen Blutzuckerspiegels ein Standard-Frühstück, und die Untersuchung wurde fortgeführt. Bei den übrigen 5 Fällen wurde die Untersuchung unter nüchternen Bedingungen durchgeführt. Nach der oralen Verabreichung der Formulierung wurde ein signifikanter hypoglykämischer Effekt beobachtet (siehe untenstehende Tabelle 6). TABELLE 5: BLUTZUCKERSPIEGEL NACH ORALER AUFNAHME DER ORALEN INSULINFORMULIERUNG Name Geschl. Alter Gewicht (kg) Größe (cm) ORALE INSULIN-DOSIS (IU/kg) DIABETIKER-KLASSE LEE YS LEE KW KIM CS LEE JS HONG CJ TABELLE 5 FORTSETZUNG Blutzucker (mg/ml) zum Zeitpunkt der Untersuchung (in h) Name LEE YS LEE KW KIM CS LEE JS HONG CJ TABELLE 6: BLUTZUCKERSPIEGEL NACH ORALER AUFNAHME DER ORALEN INSULINFORMULIERUNG Name Geschl. Alter Gewicht (kg) Größe (cm) ORALE INSULIN-DOSIS (IU/kg) DIABETIKER-KLASSE LEE YS LEE KW MOON YJ SHIN GS KIM CS CHOI DS Blutzucker (mg/ml) zum Zeitpunkt der Untersuchung (in h) Name LEE YS LEE JW MOON YJ SHIN GS KIM CS CHOI DS
  • (* mit Frühstück)
  • 12d KLINISCHE UNTERSUCHUNGEN MIT GRANULIERTEN FORMULIERUNGEN IM TEST MIT DIABETIKERN
  • Eine Gruppe von Diabetikern nahm zweimal in zwei Wochen an Untersuchungen teil, in denen die Formulierungen von Beispiel 10 und 11 getestet wurden. Während der ersten Woche erhielt jeder Patient oral entweder das orale Insulin von Beispiel 10 oder das orale Insulin von Beispiel 11 in #4-Kapseln, die enterisch beschichtet worden waren, und eine Woche später nahm der gleiche Patient oral eine alternative granulierte Formulierung von entweder Beispiel 10 oder Beispiel 11 ein. Die granulierte Formulierung von Beispiel 11 wurde mit einer durchschnittlichen Insulindosis von 0,145 Einheiten pro kg Körpergewicht (0,11 bis 0,18 Einheiten pro kg Körpergewicht) verabreicht und verursachte ein schnelleres Absinken der Blutzuckerspiegel während einer zweistündigen Meßdauer als die oral in #4-Kapseln mit einer durchschnittlichen Insulindosis von 0,583 Einheiten pro kg Körpergewicht (0,49 bis 0,63 Einheiten pro kg Gewicht) verabreichte Formulierung von Beispiel 11; was fast dem Vierfachen der Dosis der Formulierung von Beispiel 11 in granulierter Form entspricht. Jedoch hielt die Formulierung von Beispiel 11 in den #4-Kapseln länger vor und zeigte ihre hypoglykämische Wirkung bzw. ihren hypoglykämischen Effekt über eine Dauer von zwei Stunden nach der Dosisgabe hinaus (siehe Figur 28). Der eine Stunde nach der Dosisgabe der Formulierung von Beispiel 10 induzierte Grad an Hypoglykämie war etwas größer, wenn die orale Insulinformulierung in granulierter Form verabreicht wurde anstatt in #4-Hartgelkapseln. Jedoch zeigte die orale Insulinformulierung von Beispiel 10 in #4-Hartgelkapseln einen relativ länger andauernden hypoglykämischen Effekt als die granulierte Form der oralen Insulinformulierung von Beispiel 10 (siehe Figur 28).
  • So könnte im idealen Fall eine Kombination der Formulierung von Beispiel 10 in granulierter Form und in #4-Hartgelkapsel-Form oder alternativ eine Kombination der Formulierung von Beispiel 11 in granulierter Form und in #4-Hartgelkapsel Form bei Diabetikern einen schnellen und dennoch länger andauernden hypoglykämischen Effekt induzieren. Tatsächlich wurde bei diesen Diabetikern bei Verabreichung der oralen Insulinformulierung von Beispiel 11 in granulierter Form (durchschnittlich 0,164 Einheiten pro kg) und in #4-Hartgelkapsel-Form (durchschnittlich 0,566 Einheiten pro kg) ein rasches Einsetzen und eine längere Dauer des hypoglykämischen Effekts festgestellt (siehe Figur 28).
  • Alternativ können CF-granulierte und nicht granulierte Formen der oralen Insulinformulierungen von Beispiel 10 oder Beispiel 11 (oder jede andere hier geoffenbarte orale Insulinformulierungen) im richtigen Verhältnis kombiniert und zu Tabletten verpreßt werden, um bei Diabetikern die kombinierte Wirkung eines schnellen Einsetzens und einer langen Dauer des hypoglykämischen Effekts zu erzielen.
  • BEISPIEL 13
  • Eine orale Insulinformulierung, die bei einer Gruppe von Diabetikern einen sehr guten hypoglykämischen Effekt zeigte, wurde folgendermaßen hergestellt.
  • (Liposphärische) chemische Materialien (wie oben in Beispiel 11 angegeben) wurden zu frischem Sojabohnenpulver gegeben (um Trypsin, das Insulin inaktiviert, zu hemmen). Hiermit wurde ein Ovomucoid kombiniert, das gemaß E. Fredricq und H.F. Deutsch (J. Biol. Chem. 181: 499, 1949) frisch aus Eiweiß hergestellt worden war, und mit kristallinem Insulin in einem Wasser-und-Alkohol-Gemisch (50:50-Verhältnis) mit einem pH-Wert von 7,2 gelöst. Es wurden 2 mm Calciumchlorid zugesetzt, um die physikalische Stabilität der neutralen Insulinlösungen zu verbessern (J. Brange und S. Havelund: Properties of Insulin Solution; in Artificial Systems for Insulin Delivery, hrsg. von P. BRUNETTI et al., Raven Press, New York, Seite 83-88). Das Ovomucoid aus Eiweiß ist ein wirkungsvoller Trypsininhibitor. Alternativ kann in Alkohol gelöstes frisches Eiweiß verwendet werden.
  • In den Spir-A-Flow-Behälter wurden die folgenden Komponenten gegeben. Komponenten Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Cholesterin Natriumlaurylsulfat frisches Soyabohnenpulver Propylparaben Methylparaben Fluka AG (CH-9470 Buchs) Yakuri Kagaku, Japan (S316=05) Junsei Chem. Co., Japan
  • Diese pulverigen Komponenten wurden mit der Strahlmühle zu Teilchen von weniger als 50 Mikrometer Größe vermahlen. Die Teilchen wurden unter den in Beispiel 10 beschriebenen Bedingungen in einem Spir-A-Flow-Behälter sorgfältig gemischt und getrocknet. Die aus getrockneten Pulvern bestehenden Komponenten wurden in dem Behälter suspendiert und mit einer Bindungslösung gebunden, die Insulin, Ovomucoid (oder Eiweiß) und Zitronensäure sowie ein Tensid enthielt. Die Bindungslösung wurde wie folgt hergestellt: Komponenten Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Triethylamin Zitronensäure Wako Kagaku, Japan Yakuri Kagaku, Japan (KA9105)
  • Diese Chemikalien wurden in Ethanol gelöst (100-200 ml).
  • Aminoessigsäure 0,2 M
  • Polysorbat - 80 1,0 -2,5 g
  • Hydroxypropylcellulose 5%
  • Diese Chemikalien wurden in etwa 100 bis etwa 200 ml Phosphatpuffer mit einem pH-Wert von 8,0 gelöst. Die ethanolische Lösung und die Phosphatpuffer-Lösung mit den darin gelösten Chemikalien wurden gemischt, und es wurde Insulin zugesetzt. Der pH-Wert der Lösung wurde auf 7,2 eingestellt.
  • Die resultierende Bindungslösung wurde wie in Beispiel 10 beschrieben auf die feinen, getrockneten, mittelluft-suspendierten liposphärischen Pulver, bestehend aus Cholesterin, Tensid, Sojabohnenpulver und antimikrobiellen Wirkstoffen, gesprüht.
  • Nach gründlicher Trocknung der insulingebundenen "liposphärischen Pulver" wurden diese Pulver mit der folgenden Beschichtungslösung überzogen: Chemikalien Menge Hersteller/Los Nr. (falls bekannt) Soyabohnenlecithin Polyethylen-glykol-6000 Ölsäure Cholesterin Methylparaben Kao Sekken, Japan
  • Die obigen Chemikalien wurden in etwa 150 bis etwa 400 ml Ethanol gelöst, genügend Ethanol, um die Chemikalien in Lösung zu bringen.
  • Die obige Lipidbeschichtungslösung wurde wie in Beispiel 12 beschrieben auf die insulingebundenen liposphärischen Pulver gesprüht.
  • TEST 13: KLINISCHE HYPOGLYKÄMISCHE EFFEKTE DER ORALEN INSULIN- FORMULIERUNG
  • Vier Diabetikern, 2 männlichen und 2 weiblichen, mit einem durchschnittiichen Alter von 46,0 (36-56) Jahren, einem durchschnittlichen Gewicht von 60,3 (50-74) kg und einer Größe von 164,3 (158-168) cm, erhielten nach einem Fasten im Durchschnitt 0,573 (0,46 bis 0,68) IU pro kg der oralen Insulinformulierung von Beispiel 13. Es wurde ein markanter und klinisch signifikanter Grad der Absenkung der Blutzuckerspiegel beobachtet (siehe Figur 29).

Claims (56)

1. Eine Zusammensetzung, die zur oralen Verabreichung eines ausgewählten pharmazeutischen Wirkstoffes angepaßt ist, wobei besagte Zusammensetzung umfaßt:
(a) Teilchen, die einen mittleren Durchmesser von 1 Mikrometer bis 1/2 Millimeter, vorzugsweise 1 bis 100 Mikrometer aufweisen und im wesentlichen aus einem festen Emulgator und einem Tensid bestehen;
(b) einen ausgewählten pharmazeutischen Wirkstoff der an die Oberfläche besagter Teilchen mit einem Bindemittel gebunden ist, wobei besagter pharmazeutischer Wirkstoff ausgewahlt ist aus der Gruppe, die aus Insulin, Uroltinase, Faktor VIII, Leuprolid, Gangliosiden, Vincristin, Belomyein, Lidocain, Cephalosporidinen, Gentamicin, Bretyliumtosylat, Cetiedil, Cyclandelat, Erythromycin, Chloramphenicol, Adriamycin und Streptokinase besteht; und
(c) eine Lipidbeschichtung mit einer Dicke von 0,05 bis 1,0 Mikrometer, die besagte Teilchen mit besagtem an ihre Oberflächen gebundenen pharmazeutischen Wirkstoff umhüllt.
2. Die Zusammensetzung nach Anspruch 1, die außerdem einschließt:
(d) eine enterische Beschichtung, die besagte Lipidbeschichtung auf besagten Teilchen umhüllt.
3. Die Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei der pharmazeutische Wirkstoff Insulin ist.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei der feste Emulgator ausgewählt ist aus der Gruppe, die aus Cholesterin, Glycerylmonostearat, Ölsäure, Polyethylen-50-stearat, Polyoxy-40-stearat, Polysorbat-20, Polysorbat-40, Polysorbat- 60, Polysorbat-80, Propylenglykoldiacetat, Propylenglykolmonostearat, Arginin-HCl, Akaziengummi, Cholesterinester, Phospholipiden und Fettsäuren besteht.
5. Die Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das Tensid ausgewählt ist aus der Gruppe, die aus Natriumlaurylsulfat, Natriumstearat, Stearinsäure; Sorbitanmonolaurat, Sorbitanmonostearat und Emulgierwachs besteht.
6. Die Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das Bindemittel Materialien umfaßt, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Natriumcarboxymethylcellulose, mikrokristalliner Cellulose, Ethylcellulose, Gelatine, Hydroxypropylmethylcellulose, Methylcellulose, Povidon und Hydroxypropylcellulose besteht.
7. Die Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Lipidbeschichtung Materialien umfaßt, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Polyethylenglykolfettsäureestern, Glycerophosphatiden, Phosphatidylphosphaten. Eigelb-Lecithin, Ölsäure, Mono-, Di- und Triglyceriden, Stearinsäure, Palmitat, Cholesterin, Cholesterinester und Thromethan besteht.
8. Die Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei die enterische Beschichtung Materialien umfaßt, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Hydroxypropylmethylcellulosephthalat, Polyethylenglykol-6000, Schellack, Cellulosephthalat und Polyvinylacetatphthalat besteht.
9. Die Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei besagte Teilchen außerdem antimikrobielle Wirkstoffe einschließen.
10. Die Zusammensetzung nach Anspruch 9, wobei die antimikrobiellen Wirkstoffe ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Dehydracetsäure, Nethylparaben, Ethylparaben, Phenol, Phenylethylalkohol, Propylparaben, Natriumbenzoat, Sorbinsäure, Thymol, Thimerosal, Natriumdehydracetat, Benzylalkohol und Butylparaben besteht.
11. Die Zusammensetzung nach Anspruch 1, die ein lipolytisches Enzym einschließt.
12. Die Zusammensetzung nach Anspruch 11, wobei das lipolytische Enzym ausgewahlt ist aus der Gruppe, die aus Lipase, Pankreas-Lipase, Amylase, Protease und Gallensalzen besteht.
13. Die Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Zusammensetzung außerdem Enzyminhibitoren einschließt.
14. Die Zusammensetzung nach Anspruch 13, wobei die Enzyminhibitoren ausgewahlt sind aus der Gruppe, die aus Stearylamin, Stearylalkohol, Triethylenamin-HCl, Zitronensäure, Milchsäure, Pyrophosphat, Triethanolamin, Ethylamintetraacetat, Iodacetamid, Phenylhydrazin, Hydroxylamin und 8- Hydrochinolin besteht.
15. Die Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Zusammensetzung außerdem Antischaummittel einschließt.
16. Eine Zusammensetzung nach Anspruch 15, wobei die Antischaummittel ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Stearylalkohol und Silikonen besteht.
17. Ein Verfahren zur Herstellung von Zusammensetzungen nach Anspruch 1, die zur oralen Verabreichung eines ausgewählten pharmazeutischen Wirkstoffes angepaßt sind, das die Schritte umfaßt:
(a) Ausbilden von Teilchen, die einen mittleren Durchmesser von 1 Mikrometer bis 1/2 Millimeter aufweisen und im wesentlichen aus einem festen Emulgator und einem Tensid bestehen;
(b) Binden eines ausgewählten pharmazeutischen Wirkstoffes an die Oberflächen besagter Teilchen mit einem Bindemittel; und
(c) Beschichten besagter Teilchen, die an ihre Oberflächen gebunden besagten pharmazeutischen Wirkstoff aufweisen, mit einer Lipidbeschichtung mit einer Dicke von 0,05 bis 1,0 Mikrometer.
18. Das Verfahren nach Anspruch 17, das außerdem den Schritt einschließt
(d) Beschichten besagter Teilchen mit einer enterischen Beschichtung, die besagte Lipidbeschichtung umhüllt.
19. Das Verfahren nach Anspruch 17, das außerdem den Schritt einschließt
(d) Beschichten der Teilchen mit einer wasserlöslichen Beschichtung, bevor die Lipidbeschichtung aufgebracht wird.
20. Eine Zusammensetzung nach den Ansprechen 1 bis 16, die zur oralen Verabreichung von Insulin in biologisch aktiver Form angepaßt ist, welche umfaßt:
Teilchen mit einem mittleren Durchmesser von 1 bis 100 Mikrometern, die im wesentlichen aus einem Emulgator und einem Tensid bestehen;
an die Oberfläche der Teilchen gebundenes Insulin;
eine Lipidbeschichtung, die die Teilchen mit dem an ihre Oberflächen gebundenen insulin umhüllt; und
eine enterische Beschichtung, die die Lipidbeschichtung umhüllt.
21. Ein Verfahren zur Herstellung von Zusammensetzungen nach Anspruch 20, die zur oralen Verabreichung von Insulin in biologisch aktiver Form angepaßt sind, wobei besagte Zusammensetzung umfaßt:
(a) Teilchen, die einen mittleren Durchmesser von 1 bis 100 Mikrometern aufweisen und im wesentlichen aus Cholesterin, Natriumlaurylsulfat und Methyl-, und Propylparabenen bestehen;
(b) Insulin, das an die Oberfläche besagter Teilchen mit einer Lösung gebunden ist, die im wesentlichen aus Hydroxypropylcellulose, Natriumlaurylsulfat, Triethylenamin-HCl und Zitronensäure besteht;
(c) eine Lipidbeschichtung mit einer Dicke von 0,1 bis 0,3 Mikrometern; und
(d) eine enterische Beschichtung, die Hydroxypropylmethylcellulosephthalat, Schellack und PEG-6000 umfaßt, mit der Dicke von 0,1 Mikrometern, die besagte Lipidbeschichtung auf besagten Teilchen umhüllt.
22. Eine Zusammensetzung, die zur oralen Verabreichung eines ausgewählten pharmazeutischen Wirkstoffes angepaßt ist, wobei besagte Zusammensetzung umfaßt:
(a) eine Lipoproteinzusammensetzung, die Lipide und Proteine umfaßt, die kombiniert werden können, um low- density-Lipoproteine zu bilden;
(b) einen pharmazeutischen Wirkstoff, der an die Oberfläche der Lipoproteinzuswtmensetzung gebunden ist, wobei besagter pharmazeutischer Wirkstoff ausgewählt ist aus der Gruppe, die aus Insulin, Urokinase, Faktor VIII, Leuprolid, Gangliosiden, Vincristin, Belomyein, Lidocain, Cephalosporidinen, Gentamicin, Bretyliumtosylat, Cetiedil, Cyclandelat, Erythromycin, Chloramphenicol, Adriamycin und Streptokinase besteht; und
(c) eine Lipidbeschichtung, die besagte Lipoproteinzusammensetzung und besagten pharmazeutischen Wirkstoff umhüllt.
23. Die Zusammensetzung nach Anspruch 22, die eine wasserlösliche Beschichtung einschließt, die das Lipoprotein und den pharmazeutischen Wirkstoff umhüllt, wobei die Lipidbeschichtung die wasserlösliche Beschichtung überzieht.
24. Die Zusammensetzung nach Anspruch 22, wobei das Lipoprotein ein low-density-Lipoprotein ist.
25. Die Zusammensetzung nach Anspruch 22, wobei das Lipoprotein wenigstens eine Aminosäure umfaßt.
26. Die Zusammensetzung nach Anspruch 22, wobei die Zusammensetzung außerdem Antischaummittel einschließt.
27. Die Zusammensetzung nach Anspruch 22, wobei das Lipoprotein ein Lipid und eine Aminosäure einschließt.
28. Die Zusammensetzung nach Anspruch 27, wobei das Lipid ausgewählt ist aus der Gruppe, die aus Cholesterin, Ölsäure, Stearinsäure, Natriumlaurylsulfat und Lecithin, Palmitinsäure und Phosphatidphosphatcholin besteht.
29. Die Zusammensetzung nach Anspruch 28, wobei die Aminosäure ausgewählt ist aus der Gruppe, die aus Arginin, Lysin, Histidin und Asparaginsäure besteht.
30. Die Zusammensetzung nach Anspruch 26, wobei die Antischaummittel ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Stearylalkohol und Silikonen besteht.
31. Die Zusammensetzung nach Anspruch 22, die eine Gelkapsel einschließt, wobei das Lipidbeschichtungsmaterial in die Gelkapsel verpackt ist.
32. Die Zusammensetzung nach Anspruch 31, wobei die Gelkapsel mit einer enterischen Beschichtung überzogen ist.
33. Die Zusammensetzung nach Anspruch 22, die ein lipolytisches Enzym einschließt.
34. Die Zusammensetzung nach Anspruch 33, wobei das lipolytische Enzym ausgewählt ist aus der Gruppe, die aus Lipase, Pankreas-Lipase, Amylase, Protease und Gallensalzen besteht.
35. Die Zusammensetzung nach Anspruch 34, wobei das lipolytische Enzym Lipase und Gallensalze umfaßt.
36. Die Zusammensetzung nach Anspruch 22, wobei die Lipidbeschichtung Materialien umfaßt, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Polyethylenglykolfettsäureestern, Glycerophosphatiden, Phosphatidylphosphaten, Eigelb-Lecithin, Olsäure, Mono-, Di- und Triglyceriden, Stearinsäure, Palmitat, Cholesterin, Cholesterinester und Thrometan besteht.
37. Die Zusammensetzung nach Anspruch 32, wobei die enterische Beschichtung Materialien umfaßt, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Hydroxylpropylmethylcellulosephthalat, Polyethylenglykol-6000, Schellack, Cellulosephthalat und Polyvinylacetatphthalat besteht.
38. Die Zusammensetzung nach Anspruch 22, wobei besagte Teilchen außerdem antimikrobielle Wirkstoffe einschließt.
39. Die Zusammensetzung, nach Anspruch 38, wobei die antimikobiellen Wirkstoffe ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Dehydracetsäure, Methylparaben, Ethylparaben, Phenol, Phenylethylalkohol, Propylparaben, Natriumbenzoat, Sorbinsäure, Thymol, Thimersal, Natriumdehydracetat, Benzylalkohol und Butylparaben besteht.
40. Die Zusammensetzung nach Anspruch 22, wobei die Zusammensetzung außerdem Enzyminhibitoren einschließt.
41. Die Zusammensetzung nach Anspruch 40, wobei die Enzyminhibitoren ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Stearylamin, Stearylalkohol, Triethylamin-HCl, Zitronensäure, Milchsäure, Pyrophosphat, Triethanolamin, Phenylhydrazin, Hydroxylamin und 8-Hydrochinolin besteht.
42. Eine Zusammensetzung nach den Ansprüchen 22 und 23, die zur oralen Verabreichung von Insulin in biologisch aktiver Form angepaßt ist, wobei besagte Zusammensetzung umfaßt:
(a) Teilchen, die einen mittleren Durchmesser von 1 Mikrometer bis 1/2 Millimeter aufweisen und eine Zusammensetzung aus Lipoproteinen niedriger Dichte einschließen;
(b) Insulin, das an die Oberfläche besagter Teilchen mit einem Bindemittel gebunden ist;
(c) eine wasserlösliche Beschichtung zur Beschichtung der Teilchen und des Insulins; und
(d) eine Lipidbeschichtung jur Deschichtung der wasserlöslichen Schicht, der Teilchen und des Insulins.
43. Die Zusammensetzung nach Anspruch 42, die ein lipolytisches Enzym einschließt.
44. Die Zusammensetzung nach Anspruch 42, die eine enterische Beschichtung zur Beschichtung der Lipidschicht einschließt.
45. Ein Verfahren zur Herstellung von Zusammensetzungen nach Anspruch 42, die zur oralen Verabreichung eines ausgewählten pharmazeutischen Wirkstoffes angepaßt sind, das die Schritte umfaßt:
(a) Ausbilden von low-density-Lipoproteinteilchen mit einem mittleren Durchmesser von 1 Mikrometer bis 1/2 Millimeter;
(b) Binden eines ausgewählten pharmazeutischen Wirkstoffes an die Oberfläche besagter Teilchen mit einem Bindemittel;
(c) Beschichten der Teilchen und des pharmazeutischen Wirkstoffes mit einer wasserlöslichen Beschichtung; und
(d) Beschichten der wasserlöslich beschichteten Teilchen, die an ihre oberflächen gebunden besagten pharmazeutischen Wirkstoff aufweisen, mit einer Lipidbeschichtung mit einer Dicke von 0,05 bis 1,0 Mikrometern.
46. Das Verfahren nach Anspruch 45, das außerdem den Schritt einschließt:
(e) Beschichten besagter Teilchen mit einer enterischen Beschichtung, die besagte Lipidbeschichtung umhüllt.
47. Eine Zusammensetzung nach den Ansprüchen 22, 31 und 32, die eine Zusammensetzung einschließt, die zur oralen Verabreichung von Insulin in biologisch aktiver Form angepaßt ist, umfassend:
low-density-Lipoproteinteilchen;
an die Oberfläche der Teilchen gebundenes Insulin;
eine wasserlösliche Beschichtung, die die Teilchen und das Insulin umhüllt;
eine Lipidbeschichtung, die die wasserlösliche Beschichtung und die Teilchen mit an ihre Oberflächen gebundenen Insulin umhüllt;
eine Gelkapsel zur Umhüllung der Lipidbeschichtung; und
eine enterische Beschichtung, die die Gelkapsel umhüllt.
48. Eine Zusammensetzung nach den Ansprüchen 1 bis ,22, die die angemessene Menge zur oralen Verabreichung eines pharmazeutischen Wirkstoffes einschließt, welche lipolytische Enzyme umfaßt, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Pankreas-Lipase, Amylase, Protease und Gallensalzen besteht.
49. Die Zusammensetzung nach Anspruch 48, wobei die ausgewählten lipolytischen Enzyme Pankreas-Lipase und Gallensalze sind.
50. Eine Zusammensetzung nach den Ansprüchen 1 oder 22, die zur oralen Verabreichung von Insulin angepaßt ist, welche die folgenden Bestandteile umfaßt:
(a) Teilchen aus Pankreas-Lipase;
(b) Teilchen aus Gallensalz;
(c) mit Lipid beschichtete, an Insulin gebundene Lipidteilchen;
(d) Natriumbicarbonat; und
(e) Zitronensäure.
51. Die Zusammensetzung nach Anspruch 50, wobei die Bestandteile in Hartgelkapseln vorliegen.
52. Die Zusammensetzung nach Anspruch 50, wobei die Bestandteile zu Tabletten verpreßt sind.
53. Die Zusammensetzung nach Anspruch 50, wobei das Gewichtsprozentverhältnis von Natriumbicarbonat zu Zitronensäure zwischen 3:1 bis 1:1 liegt.
54. Die Zusammensetzung nach Anspruch 50, wobei das an Insulin gebundene Teilchen eine Kugelgröße von weniger als 1,5 Millimetern aufweist.
55. Die Zusammensetzung nach Anspruch 50, wobei die Pankreas- Lipase- und Gallensalz-Teilchen enterisch beschichtet sind.
56. Eine Zusammensetzung nach Anspruch 50, die zur oralen Verabreichung von Insulin angepaßt ist, welche eine Natriumbicarbonat/Zitronensäure-Mischung in einem Verhältnis von 3:1 zu 1:1 umfaßt, wobei die Mischung einen Kern bildet, der mit einer Schicht aus einer Insulin-Lipid-Mischung beschichtet ist, und ein resultierendes Teilchen dann mit einer enterischen Beschichtung überzogen wird.
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