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DE3627668C1 - Gut schweissbaren Baustahl mit hoher Bestaendigkeit gegen Spannungsrisskorrosion - Google Patents

Gut schweissbaren Baustahl mit hoher Bestaendigkeit gegen Spannungsrisskorrosion

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DE3627668C1
DE3627668C1 DE3627668A DE3627668A DE3627668C1 DE 3627668 C1 DE3627668 C1 DE 3627668C1 DE 3627668 A DE3627668 A DE 3627668A DE 3627668 A DE3627668 A DE 3627668A DE 3627668 C1 DE3627668 C1 DE 3627668C1
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Germany
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stress corrosion
corrosion cracking
steel
titanium
structural steel
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DE3627668A
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Lutz Dr Dipl-Ing Meyer
Ludwig Dr Dipl-Ing Hachtel
Guenter Robusch
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Thyssen Stahl AG
Original Assignee
Thyssen Stahl AG
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Publication date
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    • C22C38/50Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel with titanium or zirconium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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    • C22C38/28Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with titanium or zirconium

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Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung eines gut schweißbaren Baustahls mit hoher Beständigkeit gegen interkristalline Spannungsrißkorrosion, insbesondere in Nitratlösungen für Winderhitzerbauteile.
In Hochleistungswinderhitzern, die bei sehr hohen Temperaturen betrieben werden, treten Schäden auf, die auf interkristalline Spannungskorrosion zurückzuführen sind. Ausgelöst werden diese Schäden als Folge vermehrter Bildung von Stickoxiden in dem auf Temperaturen von über 1300°C erhitzten Heißwind und durch die Entstehung eines nitrathaltigen Elektrolyten bei Kondensation der Windfeuchte an den üblicherweise aus unlegierten oder niedriglegierten Stählen gefertigten Anlagenbauteilen der Winderhitzer.
Eine Abhilfemaßnahme gegen Schäden aufgrund von Spannungsrißkorrosion, die sich bereits seit zwei Jahrzehnten bewährt haben, ist die Anbringung einer äußeren Wärmeisolierung, der sogenannten Außenisolierung, mittels der die Blechtemperatur soweit angehoben werden kann, daß die Abscheidung des die Spannungsrißkorrosion auslösenden Kondensates unterbleibt.
Bewährt hat sich auch die Verwendung von hochlegierten Stählen, wie nichtrostenden CrNiMo-Stählen, beispielsweise für die besonders gefährdeten hochbeanspruchten Kompensatoren in den Leitungssystemen der Winderhitzer oder als Auflagewerkstoff für plattierte Bleche.
Die Ausrüstung eines Winderhitzers mit einer Außenisolierung und die Verwendung nichtrostender Stähle ist jedoch sehr kostenaufwendig, weshalb weiterhin nach einer Stahllegierung gesucht wird, die bei vertretbarem Legierungsaufwand ausreichend beständig gegen Spannungsrißkorrosion ist.
Aus der GB-PS 14 95 732 ist ein Stahl mit 1,5 bis 3% Mn bekannt, der auch Korrosionsbeständig ist; jedoch soll er in Meerwasser- Umgebung eingesetzt werden.
Aus der DE-PS 29 07 152 ist ein Stahl zur Auskleidung von Öfen, Kesseln und Hochtemperaturerhitzern bekannt, in denen stickstoffoxidhaltige Verbrennungsgase auftreten. Dieser Stahl enthält Zusätze an Chrom, Molybdän und Niob. Das Verhältnis von Niob : (Kohlenstoff+Stickstoff) soll dabei nicht größer als 7 sein. Während die Legierungselemente Chrom und Molybdän für die Bildung einer Passivschicht an der Oberfläche des Stahls wichtig sind, soll durch Niob ein Teil des Kohlenstoffs und Stickstoffs abgebunden werden, um eine Chromverarmung an den Korngrenzen beim Schweißen oder bei einer Wärmebeaufschlagung zu vermeiden. Die Summe von Kohlenstoff und Stickstoff soll höchstens 0,06% betragen. Hinsichtlich des stöchiometrischen Abbindungsverhältnisses liegt Niob gegenüber Kohlenstoff und Stickstoff im Unterschuß vor. Es müssen sich also zwangsläufig auch Chromcarbide und -carbonitride bilden. Titan wird als ein weiteres carbid- und nitridbildendes Element genannt. Es soll aber nicht so wirksam sein wie Niob.
In der DE-PS 28 19 227 ist ein Manganstahl beschrieben, der im normalgeglühten Zustand als Werkstoff für solche Bauteile verwendet werden soll, die alkalischen, neutralen oder schwach sauren Lösungen ausgesetzt sind, insbesondere für Winderhitzer. Dieser Stahl enthält einen relativ hohen Kohlenstoffgehalt bis 0,18% und neben Mangan, Niob und Kupfer abgestimmte Phosphor- und Schwefelgehalte, um interkristalline Wasserstoff-induzierte Risse zu vermeiden. Der Stahl kann ferner wahlweise Nickel, Chrom und Titan enthalten. Für die schweißtechnische Verarbeitung des Stahles wird ein kompliziertes Verfahren vorgeschrieben, um eine höhere Beständigkeit von Schweißkonstruktionen gegen Spannungsrißkorrosion und gegen andere Rißbildung zu erzielen.
Die Beständigkeit in Nitrat- bzw. Alkalimedien ist nach DIN 50 915 gemessen worden. Diese Norm entspricht aber nicht mehr dem heutigen Erkenntnisstand. Es hat sich gezeigt, daß Stähle, die nach dieser Prüfung als beständig ausgewiesen wurden, sich unter verschärften Prüf- oder Praxisbedingungen als nicht beständig erwiesen haben. Eine solche verschärfte Prüfbedingung ist die Korrosionsprüfung in synthetischen Cowperkondensaten oder entsprechenden Nitrat-Lösungen bei konstanter kritischer Dehngeschwindigkeit von 10-6 bis 10-7/s. Es ist daher nicht auszuschließen, daß sich ein Stahl gemäß der DE-PS 28 19 227 bei Anwendung der verschärften Korrosionsprüfung als nicht ausreichend beständig erweisen würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen nach einem einfachen Verfahren schweißbaren Baustaht für Winderhitzerbauteile vorzuschlagen, der bei geringem Aufwand für Legierungselemente eine hohe Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion, insbesondere in Nitrat-Lösungen, aufweist. Der Stahl soll ferner eine gute Zähigkeit und Umformbarkeit besitzen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die Verwendung eines schweißbaren Baustahls der Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2.
Bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Stahl kann durch die vollständige Abbindung des Kohlenstoffs und Stickstoffs durch den starken Carbonitridbildner Titan bei überstöchiometrischer Konzentration des Titans eine höhere Beständigkeit gegen Spannungsrißkonzentration erzielt werden. Obwohl Titan in der DE-PS 29 07 152 nicht empfohlen wird, erwies sich der erfindungsgemäße Titanzusatz als besonders effektiv, um im Zusammenwirken mit dem erfindungsgemäß vorgesehenen Chrom-Gehalt eine hohe Sicherheit gegen Spannungsrißkorrosion, insbesondere unter den für Winderhitzern kennzeichnenden Bedingungen, sicherzustellen.
In der Verbindung Titancarbid sind je ein Atom Titan und ein Atom Kohlenstoff aneinander gebunden. Zur stöchiometrischen Abbindung im Verhätnis 1 : 1 ist wegen des Atomgewichtes von 48 für Titan und 12 für Kohlenstoff ein Masseverhältnis von 4 erforderlich, d. h., daß zu stöchiometrischen Abbindung eines bestimmten Kohlenstoffgehaltes ist der vierfache Massegehalt an Titan erforderlich. Werden wie bei dem erfindungsgemäßen Stahl Kohlenstoff und Stickstoff gemeinsam von Titan abgebunden, so ergibt sich für eine stöchiometrische Abbindung wegen des höheren Atomgewichtes des Stickstoffs von 14 ein etwas niedrigeres Stöchiometrie-Verhältnis. Um die stabile Abbindung der interstitiellen Atome von Kohlenstoff und Stickstoff zu gewährleisten, muß daher der erforderliche Titan-Gehalt mindestens 3,5 mal höher liegen als die Summe der Gehalte von Kohlenstoff und Stickstoff.
Beim erfindungsgemäß zu verwendenden Stahl werden nicht nur die Summe von Kohlenstoff und Stickstoff, sondern auch die einzelnen Gehalte dieser Elemente niedrig gehalten. Dies dient u. a. dazu, den erforderlichen Titan-Gehalt in seiner absoluten Höhe begrenzen zu können. Es gibt Hinweise darauf, daß die Spannungsrißkorrosion auch durch den Stahlbegleiter Phosphor, der durch seine Neigung zur Segregation auf Korngrenzen bekannt ist, begünstigt wird. Andererseits ist Titan ein Legierungselement, das bei ausreichender Konzentration unter Berücksichtigung der Gehalte an Kohlenstoff und Stickstoff den Phosphor im Stahl zu binden oder zumindest in seiner Aktivität stark einzuschränken vermag. Erfindungsgemäß wird daher mit einem gegenüber der Summe von Kohlenstoff und Stickstoff überstöchiometrischen Titan-Gehalt der schädliche Einfluß des Phosphors zurückgedrängt oder ausgeschaltet.
In der DE-Z "Werkstoffe und Korrosion", 20 (1969), Nr. 4, Seiten 305 bis 313 wird unter dem Titel "Derzeitiger Stand der Kenntnisse über die Spannungsrißkorrosion unlegierter und schwachlegierter Stähle" einem steigenden Kohlenstoffgehalt eine sehr günstige Wirkung für die Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion zugesprochen, während Stähle mit Kohlenstoffgehalten um oder unter 0,02% besonders empfindlich sein sollen. Neben anderen Elementen wird Titan eine verbessernde Wirkung zugeschrieben. Der als Beispiel angeführte Werkstoff, ein Weicheisen mit 0,46% Titan, ist aber von realen Stählen soweit entfernt und wegen des sehr hohen Titan-Gehaltes hinsichtlich Herstellung, Eigenschaften und Kosten so problematisch, daß hierin kein Ansatz für eine technische Lösung gesehen werden kann. Die Aussage, daß eine stabile Abbindung von Kohlenstoff und Stickstoff die Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion steigere, bezieht sich auf den Angriff durch Alkali-Lösungen, während in Winderhitzer-Anlagen Nitrat-Lösungen wirksam sind.
In der Zeitschrift "Corrosion", (1981), Seiten 650 bis 664 ist eine Würdigung des Schrifttums und eine umfangreiche systematische Untersuchung zum Einfluß der chemischen Zusammensetzung auf die Spannungsrißkorrosion von unlegierten und niedriglegierten Stählen enthalten. Eine allgemeine Schlußfolgerung der Arbeit ist, daß die Elemente Chrom und Titan den Widerstand gegen Spannungsrißkorrosion erhöhen, wobei das Ergebnis zum Einfluß des Titans besondere Beachtung verdient. Das Schrifttum und die hier dargestellten experimentellen Ergebnisse führen nämlich zu dem Schluß, daß erst bei sehr hohen Legierungsgehalten von rund 1% Titan ein signifikanter Effekt auf den Widerstand gegen Spannungsrißkorrosion festzustellen ist. Zum Einfluß des Kohlenstoffgehaltes weist zwar die Veröffentlichung auf das günstige Korrosionsverhalten von Weicheisen mit sehr niedrigem Kohlenstoff-Gehalt und 0,46% Titan hin. Die grundlegende Aussage dieser Veröffentlichung, die mit anderem Schrifttum übereinstimmt, ist aber der günstige Effekt steigenden Kohlenstoff-Gehaltes für den Widerstand gegen Spannungsrißkorrosion. Das drückt sich deutlich in der Regressionsgleichung aus, in der die Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion in Nitrat-Lösungen mit zunehmenden Gehalten nicht nur an Titan und Chrom, sondern auch an Kohlenstoff ausgewiesen wird. Ein gleicher Effekt wird auch dem Stickstoff-Gehalt zugeschrieben. Die sich hieraus ergebende Lehre, einen Stahl durch möglichst hohe Gehalte an Titan, Kohlenstoff und Stickstoff beständiger gegen Spannungsrißkorrosion zu machen, stößt aber auf große praktische und wirtschaftliche Probleme. Die Herstellungsschwierigkeiten und die sehr hohen Kosten eines solchen Stahles sind nicht vertretbar. Überraschenderweise zeigt nun die Erfindung, daß durch eine Begrenzung des Kohlenstoff- und Stickstoff-Gehaltes auf möglichst niedrigem Niveau und durch einen darauf abgestimmten Titan-Gehalt in der Größenordnung von 0,1 bis 0,2% eine sehr gute Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion erzielt werden kann, was für die angegebene Verwendung notwendig ist.
Zur Erhöhung der Festigkeit und Zähigkeit enthält der erfindungsgemäße Stahl 0,2 bis 2,5% Mangan. Aus demselben Grund kann Nickel bis 1,0% zulegiert werden. Aluminium ist in den angegebenen Grenzen herstellungsbedingt enthalten.
Bei der Herstellung, Verarbeitung und Verwendung des erfindungsgemäß benannten Stahles ergeben sich u. a. folgende Vorteile:
  • - die Legierungskosten sind im Vergleich zu ähnlichen Stählen, z. B. den bevorzugten Stählen der DE-PS 29 07 152, wesentlich niedriger,
  • - der erfindungsgemäß zu verwendende Stahl besitzt bereits in normalgeglühtem Zustand ausgezeichnete Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion und bedarf daher keiner aufwendigeren Vergütungsbehandlung,
  • - die Zähigkeit und Umformbarkeit des erfindungsgemäß zu verwendenden Stahles sind ähnlich den Eigenschaften herkömmlicher Baustähle wie die des St 52,
  • - bei der schweißtechnischen Verarbeitung zeigt der erfindungsgemäß zu verwendende Stahl erhebliche Vorteile gegenüber ähnlichen herkömmlichen hochfesten Baustählen. So ist gegenüber den Stählen der DE-PS 28 19 227 weder eine Vorwärmung, noch ein bestimmter Nahtaufbau, noch eine thermische Nachbehandlung erforderlich,
  • - der Härteverlauf in der Wärmeeinflußzone ist flach,
  • - die Sicherheit gegen Kaltrisse ist sehr gut,
  • - das Verformungsvermögen der Schweißverbindung ist hoch.
Der wirtschaftliche Vorteil für den Hersteller und Betreiber von Winderhitzer-Anlagen oder ähnlichen Aggregaten wird bei der erfindungsgemäßen Verwendung dieses Stahles besonders deutlich, weil sich die bis heute notwendigen Maßnahmen gegen das Auftreten von Spannungsrißkorrosion, wie Außenisolierung der Winderhitzer oder Verwendung von teureren nichtrostenden austenitischen Stählen, erübrigen. Der erfindungsgemäß zu verwendende Stahl eignet sich aber auch für Bauteile von Wärmetauschern, sowie von Öfen, Kesseln, Behältern, Gefäßen und Rohrleitungen, die insbesondere Nitratlösungen ausgesetzt sind.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.
In Tafel 1 ist die chemische Zusammensetzung der untersuchten Stähle angegeben. Beim Vergleichsstahl A handelt es sich um einen bekannten unlegierten Stahl und bei den Vergleichsstählen B und C um bekannte legierte Stähle mit unterschiedlichen Gehalten an Chrom und/oder Titan. Der Stahl D fällt in den Bereich der DE-PS 29 07 152. Die Stähle E 1 und E 2 sind wie die erfindungsgemäß zu verwendenden zusammengesetzt.
In Tafel 2 sind Zugfestigkeit, Streckgrenze und Bruchdehnung der untersuchten Stähle angegeben und das Verhalten der Stähle gegenüber Spannungsrißkorrosion bei Prüfung mit konstanter Dehnrate durch Angaben zur Brucheinschnürung und bei Prüfung unter konstanter Last durch Angabe der Standzeit bis zum Bruch belegt. Die Bedingungen der beiden Spannungsriß-Korrosionsprüfungen bei konstanter Dehnrate und konstanter Belastung sind im unteren Teil von Tafel 2 im einzelnen festgehalten. Für den bekannten Stahl D und die erfindungsgemäß zu verwendenden Stähle E 1 und E 2 sind neben dem normalgeglühten Zustand auch der vergütete Zustand untersucht worden, um einen Vergleich in beiden Behandlungszuständen zu ermöglichen.
Die ermittelten Werte zeigen die verbesserte Beständigkeit der Stähle E 1 und E 2 gegen Spannungsrißkorrosion. Bei der Bewertung der Beständigkeit gegen interkristalline Spannungsrißkorrosion muß bedacht werden, daß die Brucheinschnürung nach konstanter Dehnung ein wesentlich schärferes Kriterium darstellt als die Standzeit nach konstanter Belastung. Die Differenzierung zugunsten des erfindungsgemäß zu verwendenden Stahles wird deshalb bei dem erstgenannten Prüfkriterium noch wesentlich deutlicher. Im Schrifttum werden häufig nur die milderen Prüfbedingungen bei konstanter Belastung erörtert.
In Bild 1 sind die Ergebnisse der Prüfung auf Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion, ausgedrückt in der Brucheinschnürung aller untersuchten Stähle, wiedergegeben.
Elektrolytenzusammensetzung:10 g/l NO₃-; Temperatur:95°C; Dehnrate:1,8 × 10-7/s; pH-Wert:4,5 oder 3,0.
Das Diagramm zeigt die Verbesserung der Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion der erfindungsgemäß zu verwendenden Stähle E 1 und E 2.
Bild 2 zeigt das Aussehen von auf Spannungsrißkorrosion geprüften Proben. Der Grad der Einschnürung als Maß für den Widerstand gegen Spannungsrißkorrosion ist deutlich zu erkennen.
Die Ergebnisse umfangreicher Prüfreihen, für die die Bilder 1 und 2 repräsentativ sind, zeigen, daß der erfindungsgemäß zu verwendende Stahl eine gegenüber den übrigen Stählen wesentlich bessere Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion hat. Der Vergleich zwischen den Stählen B und C weist aus, daß ein niedriger Chrom-Zusatz oder ein Titan-Zusatz noch keine Verbesserung der Spannungsrißkorrosions- Beständigkeit bewirken. Anhand der Ergebnisse für den erfindungsgemäß zu verwendenden Stahl E 1 ist erkennbar, daß ein kombinierter Zusatz eines geringen Chrom-Gehaltes und ein Titan-Zusatz zu erhöhter Beständigkeit führt. Eine weitere Verbesserung der Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion erreicht der Stahl E 2.
In Bild 3 sind mikroskopische Bilder aus dem Oberflächenbereich der auf interkristalline Spannungsrißkorrosion geprüften Proben wiedergegeben. Daraus ist der Unterschied im Mechanismus der Gefügeveränderung durch das Korrosionsmedium im Verein mit mechanischer Zugspannung erkennbar. Bild 3a läßt beim Vergleichsstrahl A einen unter den Prüfbedingungen entstandenen Anriß erkennen. Dagegen machen die Bilder 3b und 3c für den Stahl E 2 im normalisierten bzw. vergüteten Zustand deutlich, daß die klassische Zerstörung durch Spannungsrißkorrosion hier nicht eintritt.
Tafel 1: Chemische Zusammensetzung der Stähle (Angabe in Masse-%)
Tafel 2: Mechanische Eigenschaften und SpRK-Verhalten der Stähle

Claims (4)

1. Verwendung eines schweißbaren Baustahls bestehend aus (in Massen-%): 0,01 bis 0,04 %Kohlenstoff bis 0,012 %Stickstoff 0,08 bis 0,22 %Titan mit der Maßgabe Ti3,5 · (C+N) 0,2 bis 2,5 %Mangan 2,0 bis 5,5 %Chrom 0,01 bis 0,10 %Aluminium bis 0,5 %Silicium bis 1,0 %Nickel bis 0,02 %Phosphor bis 0,02 %SchwefelRest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen als Werkstoff für Winderhitzerbauteile, die hohe Beständigkeit gegen interkristalline Spannungskorrosion, insbesondere in Nitratlösungen, aufweisen müssen.
2. Verwendung eines Baustahls nach Anspruch 1, bestehend aus (in Massen-%): 0,01 bis 0,02 %Kohlenstoff bis 0,005 %Stickstoff 0,08 bis 0,15 %Titan mit der Maßgabe Ti3,5 · (C+N) 0,2 bis 2,0 %Mangan 2,5 bis 5,5 %Chrom 0,01 bis 0,10 %Aluminium bis 0,5 %Silicium bis 0,01 %Phosphor bis 0,01 %SchwefelRest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen für den Zweck nach Anspruch 1.
3. Verwendung eines Baustahls der Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2 als Werkstoff für Winderhitzerbauteile, die ohne thermische Vor- und Nachbehandlung rißfrei schweißbar sein müssen.
4. Verwendung eines Baustahles der Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2 als Werkstoff für Winderhitzerbauteile, die bei gleichzeitiger mechanischer und korrosiver Beanspruchung eine Standzeit von mehr als 2400 h bei einer Spannungsrißkorrosionsprüfung in siedender 100 g Nitrat/l enthaltender Lösung mit konstanter Belastung von 1,4 R p0,2 und eine Brucheinschnürung von größer als 40% nach einer Spannungsrißkorrosionsprüfung in 95°C heißer, 10 g Nitrat/l enthaltender Lösung bei kostanter Dehnrate aufweisen müssen.
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